Die nächste Bewerbung – Werden die Leihspieler schon im Winter zur Option?

Said El Mala spielt künftig für den 1. FC Köln
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Die nächste Bewerbung – Werden die Leihspieler schon im Winter zur Option?

Der 1. FC Köln will sich im Winter bekanntlich im Angriff und in der Abwehr verstärken. Dabei hat Köln bereits im vergangenen Sommer fünf Offensivspieler verpflichtet, die den FC perspektivisch weiterbringen sollen. Vor allem Said El Mala drängt sich auf und damit die Frage beim 1. FC Köln: Werden die Leihspieler nun zur Option?

Der FC will sich breiter aufstellen, die Offensive und die Defensive verstärken. Dabei haben die Geißböcke noch fünf Offensivspieler in der Hinterhand. Und die drängen sich zum Teil auf für mehr beim 1. FC Köln: Werden die Leihspieler nun zur Option?

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Aus gut 20 Metern nahm sich Said El Mala ein Herz und schlenzte die Kugel per Aufsetzer ins Netz. Der Linksaußen traf sehenswert zur Führung der deutschen U19-Nationalmannschaft gegen Norwegen. Für El Mala war das Tor am Dienstag bereits der dritte Treffer im fünften Spiel. Beim FC wird man die Leistungen des 18-Jährigen mit besonders großem Wohlwollen verfolgt haben, schließlich hat der Angreifer im Sommer bei den Geißböcken unterschrieben, ist aber vorerst aufgrund der Transfersperre zunächst weiterhin beim Heimatclub Viktoria Köln untergebracht. Genauso wie Bruder Malek El Mala. Eigentlich ist der Plan, dass die beiden Offensivspieler die Saison beim Nachbarclub verbringen und im kommenden Sommer die Rheinseite wechseln. Allerdings gibt es laut der „Bild“ eine Klausel, dass der FC auch schon im Winter zuschlagen kann.

Fünf Offensivspieler mit Perspektive

Demnach könnten die Kölner die Geschwister schon zur kommenden Wechselperiode ans Geißbockheim holen. Gerade der jüngere Said El Mala gibt eine Bewerbung nach der nächsten ab. Drei Tore bei der deutschen U19, Stammspieler in der 3. Liga, das bereits mit zweit Treffern und im zarten Alter von 18 Jahren. Der FC hat anscheinend ein ganz großes Talent an der Angel. Und die Kölner wollen offenbar gerade in der Offensive perspektivisch groß aufrüsten. Es scheint fast so, als wolle man einer ähnlichen Sturmflaute wie in den vergangenen Jahren mittelfristig mit breiter Front entgegen treten. Die Gebrüder El Mala sind nur zwei Mosaiksteinchen. Mit Mansour Ouro-Tagba und Chilohem Onuoha haben die Geißböcke zwei weitere Stürmer verpflichtet, mit Patrik Kristal zudem einen zentralen Mittelfeldspieler mit enormen Vorwärtsdrang.

Fünf Offensivspieler zwischen 16 und 19 Jahren, die allesamt bereits Profifußball-Erfahrung sammeln, von denen zwei bereits A-Nationalspieler sind. Kristal und Ouro-Tagba spielten in der vergangenen Woche erneut für Estland beziehungsweise Togo. Dass alle fünf kurzfristig eine Rolle im Kader der Kölner Profis spielen werden, ist indes unwahrscheinlich. Zumal der FC in der Offensive quantitativ sehr gut aufgestellt ist und mit Damion Downs, Tim Lemperle, Marvin Obuz und Jaka Potocnik bereits an einem zukünftigen Sturm bastelt – bei Lemperle und Obuz fehlt allerdings noch eine Vertragsverlängerung, die Kontrakte laufen im kommenden Sommer aus. Und so richtig in Fahrt kommt bislang auch nur Said El Mala. Bruder Malek ist bei der Viktoria Joker, spielte bereits acht Mal, kam immer in der Schlussphase und erzielte gegen Aue auch sein erstes Profitor.

Gespräche über die Zukunft der Brüder El Mala

Ouro-Tagba kommt in der 2. Bundesliga für Jahn Regensburg erst auf fünf Kurzeinsätze, sah zudem bereits einmal glatt Rot. Auch Onuoha ist beim SC Verl eher Ergänzungsspieler, sammelte allerdings schon drei Startelf-Plätze sowie ein Tor und zwei Vorlagen ein. Nach den blanken Zahlen hat Said El Mala aktuell wohl die besten Chancen, schnell beim FC Fuß zu fassen. Dank der Klausel im Vertrag wäre das auch schon im Winter möglich. Doch scheint ein Wechsel in der bevorstehenden Transferperiode auch wirklich realistisch? Gegenüber der „Bild“ äußerte Franz Wunderlich, Sportvorstand der Viktoria, den Wunsch, die El-Mala-Brüder bis zum Saisonende bei den Höhenbergern zu behalten. „Der grundsätzliche Gedanke ist, dass beide die Saison bei uns beenden. Das wäre aus meiner Sicht für alle Beteiligten das Beste, besonders für die Entwicklung der Spieler“, sagt Wunderlich.

Tatsächlich will sich der FC im Winter im Sturm verstärken. Primär suchen die Geißböcke aber nach einem Knipser, wohl einem klassischen Neuner. Und nach einem, der dem FC sofort weiterhelfen kann. Ein klassischer Zielstürmer ist bei den neu verpflichteten Spielern nicht dabei und auch der von Christian Keller angesprochene „Mehrwert“ ist aktuell nicht unbedingt zu erkennen. Der FC ist in der ersten Elf für die 2. Liga mit Lemperle, Downs, Luca Waldschmidt und dann wohl auch Mark Uth ordentlich aufgestellt. Ein Knipser eröffnet Struber eine andere Spielweise, mehr Platz für einen Linksaußen wie El Mala oder schnelle Angreifer, die den Weg in die Tiefe suchen, bekommt der FC im Kader dadurch aber auch nicht. Allerdings wäre der 18-Jährige möglicherweise eine Option für die Breite des Kaders, um dann von der Bank doch nochmal Impulse setzen zu können.

Eine Idee, die natürlich auch für andere Hoffnungsträger gelten könnte. Dass der Weg für die Nachwuchskräfte aber kein einfacher ist, zeigt alleine die aktuelle Saison. Jaka Potocnik gilt ähnlich wie Patrik Kristal bekanntlich als großes Talent. Bei seinem Profidebüt wirkte der Weg aber dann doch noch weit. Marvin Obuz sammelt auch nicht gerade Einsatzminuten. Und das, obwohl der Offensivspieler in der vergangenen Spielzeit mit sieben Toren und 14 Vorlagen für Rot-Weiss Essen einer der besten Scorer und vor allem Vorlagengeber der 3. Liga war. Scorerpunkte alleine bedeuten aber nicht Einsatzzeit.



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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Verzwickte Keeper-Situation beim FC

Ausgebootet, abgelöst und ausgetauscht

Gerhard Struber fordert gegen den SV Darmstadt Punkte

1. FC Köln gegen Darmstadt: Jan Thielmann im Zweikampf
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Gerhard Struber fordert gegen den SV Darmstadt Punkte

Der FC ist am Freitagabend zu Gast beim SV Darmstadt. Auf dem Papier eine leichte Aufgabe, doch der Kölner Coach warnt vor den Lilien. Dennoch ist die Marschroute klar für den 1. FC Köln: Gerhard Struber fordert Punkte gegen Darmstadt.

Der FC will im nächsten Saisonabschnitt den Anschluss zum oberen Tabellendrittel halten. Dafür sollte gegen den SV Darmstadt ein Sieg her. Doch der Kölner Coach weiß, dass dies „ein hartes Stück Arbeit“ wird für den 1. FC Köln: Gerhard Struber fordert Punkte gegen Darmstadt.

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Das letzte Aufeinandertreffen wird vielen FC-Fans noch besonders bitter in Erinnerung geblieben sein. Rund ums Geißbockheim war nach dem Last-Minute-Erfolg gegen Bochum von einer Initialzündung im Aufstiegsrennen die Rede. Doch der Motor wurde jäh im Heimspiel gegen die Lilien abgewürgt. 0:2 hieß es nach einer enttäuschenden Begegnung – eine der zahlreichen Begegnungen, vor denen die FC-Bosse fast schon mantraartig erklärt hatten, dass nun die Spiele kommen würden, die man gewinnen müsse. Zu einer ähnlichen Äußerung, wenn auch in einem anderen Setting, ließ sich am Mittwoch FC-Trainer Gerhard Struber hinreißen. „Wir wollen uns punktemäßig strecken und uns steigern“, sagte der Coach. „Um am Ende vorne dabei zu sein, braucht es einfach mehr Punkte.“, so Struber in Hinblick auf die kommenden Begegnungen vor der letzten Länderspielpause des Jahres.

Struber: „Es ist eine richtige Challenge, in dieser Liga ins Punkten zu kommen“

Kein Wunder. Der FC holte aus der ersten Liga-Phase im Sommer sieben Punkte, in den Spielen vor der letzten Länderspielpause waren es dann nur noch fünf. Um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren und am Ende dabei zu sein, muss Zählbares her. „Dazu braucht es ein paar mehr Punkte als im letzten Block. Wir müssen jeden einzelnen Gegner sehr fleißig abarbeiten, um die Punkte einzufahren. Es ist eine richtige Challenge, in dieser Liga ins Punkten zu kommen“, sagte Struber. Dabei bietet gerade die Begegnung gegen Darmstadt auf dem Papier die größte Chance, diese Punkte auch einzufahren. Denn während der FC es anschließend in den Begegnungen gegen Paderborn, Hertha BSC und Greuther Fürth mit Mannschaften zu tun bekommt, die ebenfalls wie der FC ein Wörtchen im Kampf um die Aufstiegsplätze mitreden wollen, kämpfen die Lilien seit Saisonbeginn mit den Nachwirkungen des Abstiegs.

Auch deswegen wurde im September Florian Kohfeldt für Torsten Lieberknecht als neuer Trainer zum SV geholt. Ein Coach , der angeblich vor Saisonbeginn auch ein Kandidat in Köln gewesen sein soll. Unter Kohfeldt verloren die Lilien nur eine von vier Begegnungen, gewannen nach 0:3-Rückstand noch gegen den FC Schalke 04 und holten am vergangenen Wochenende einen Achtungs-Punkt gegen den Karlsruher SC. „Darmstadt ist eine Mannschaft, die richtig Qualität hat und das in den vergangenen Spielen eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat“, sagte Struber am Mittwoch. „Speziell mit dem neuen Trainer definieren sie sich über viel Ballbesitz und wollen über Kombinationen Erfolge erzielen.“ Und so arbeiten sich die Hessen langsam in der Tabelle wieder nach oben.

FC weiterhin auf der Suche nach der Balance

Der FC will dagegen in den kommenden Begegnungen den Anschluss ans obere Tabellendrittel halten, um sich dann in der Winterpause noch einmal zu verstärken und spätestens in der Rückrunde die Aufstiegsplätze in Angriff zu nehmen. Doch der Kölner Trainer erwartet einen unangenehmen Gegner „Das wird ein richtig hartes Stück Arbeit, ein dickes Brett, das wir bohren müssen“, sagte Struber. „Wenn wir unsere Basics sauber durchkriegen, dann wird es für Darmstadt schwer. In diese Richtung wollen wir es bewegen.“ Dabei ist gerade die Richtung eine gewisse Unbekannte beim FC. Noch zu Beginn der Spielzeit beeindruckten die Kölner durch einen fast schon vergessenen, attraktiven Hurra-Fußball. Darunter litt mitunter aber die Stabilität in der Defensive. Gegen Ulm dann ein ganz anderes Bild: Köln stand hinten sicher, entwickelte in der Offensive aber nicht mehr die Wucht aus den ersten Begegnungen.

Struber sucht die Lösung in der Defensive

„Es gibt Spiele, die gewinnt man nicht in Schönheit sondern mit einer ordentlichen Arbeitsmoral“, so Struber, der aber die Spiele zu Beginn der Saison auch nicht vergessen hat. „Wir wollen attraktiv spielen, speziell zu Hause Gegner dominieren“, sagt der Coach, mahnt aber: „Es ist in der Liga sichtbar, dass jeder Gegner Probleme machen kann, wenn man ihn nicht ernst nimmt.“ Personell kann Struber nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nahezu: Mark Uth wird wohl Einsatzzeit bei der U21 bekommen und auch für Dejan Ljubicic kommt ein Einsatz wohl zu früh. Abgesehen von den Langzeitverletzten (Luca Kilian und Jacob Christensen) sind alle Spieler einsatzbereit. Auch die „Burschen“, die auf den Länderspielreisen waren. So stellt sich die Startelf wohl weitestgehend von alleine auf.

Einzig in der Defensivreihe hat Struber die Qual der Wahl – und die ist nicht unbedingt einfach. Während auf der linken Seite Leart Pacarada wohl den Vorzug vor Max Finkgräfe erhalten könnte, scheint die Rechtsverteidigerposition noch offen zu sein. Jan Thielmann zeigte bei der U21 nicht sein bestes Spiel, Rasmus Carstensen war zuletzt kein Faktor, Finkgräfe tat sich auf unerwähnter Position sichtbar schwer und Julian Pauli wird eigentlich in der Innenverteidigung benötigt. „Ich sehe das Thema sehr gelassen, weil ich einige Jungs dort zur Verfügung stehen habe“, sagt Struber. Noch gelassener wohl mit dem zweiten Ligasieg in Serie.


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Mark Uth vom 1. FC Köln

Das ist der Plan mit Mark Uth

Struber zu möglichen Transfers

Einordnung: Hat der FC wirklich ein abstiegsbedrohendes Tempoproblem? Eigentlich nicht

Linton Maina ist einer der Leistungsträger des 1. FC Köln
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Einordnung: Hat der FC wirklich ein abstiegsbedrohendes Tempoproblem? Eigentlich nicht

Acht Spieltage sind gespielt, der FC befindet sich auf Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen. Für ganz oben reicht es aus unterschiedlichen Gründen bislang nicht. Zuletzt wurde ein vermeintliches Tempoproblem bei den Kölner diskutiert. Hat der 1. FC Köln wirklich ein Tempoproblem?

Kann der einzelne Wert der Höchstgeschwindigkeit tatsächlich Aussagen über ein mögliches Tempoproblem einer Mannschaft zulassen, oder müssten nicht noch weitere Parameter hinzugezogen werden? Zugegeben, rein statistisch hat der FC nur einen Spieler in den Top-80 der schnellsten Spieler der zweiten Bundesliga, aber hat der 1. FC Köln deswegen wirklich ein Tempoproblem?

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In der aktuellen Podcast-Folge des 1. FC Köln erzählt Timo Hübers von seinen frühen Überlegungen, Profi-Fußballer zu werden, von Zweifeln und Alternativen. Unter anderem erzählt der Kölner Abwehrchef auch von seinem „sehr speziellen“ Verhältnis zu seinem einstigen Nachwuchscoach bei Hannover 96, Daniel Stendel. „Er hatte mich als sehr langsamen Spieler abgespeichert, aus den Beobachtungen der vorherigen Jugendmannschaften“, sagt Hübers. „Er hat dann aber gesehen, dass ich doch gar nicht so langsam bin und dann auch gar nicht so blind verteidige.“ Das Verhältnis zu Stendel wurde später ein besonders gutes. Der Trainer öffnete Hübers die ein oder andere Tür. Tatsächlich gilt der Abwehrspieler beim FC sicherlich nicht als einer der schnellsten Profis. Dabei belegt der Innenverteidiger mit einem Wert von 33,53 km/h aktuell Rang zwei bei der gemessenen Höchstgeschwindigkeiten der FC-Profis.

Die Höchstgeschwindigkeit muss auch eingeordnet sein

Ligaweit gehört der Wert von 33,53 km/h allerdings nicht zur Spitze, noch nicht einmal ansatzweise. Hübers liegt auf Rang 83 der Liste der schnellsten Spieler der Liga, nur hauchdünn vor Jan Thielmann, der auf einen Wert von 33,51 kommt. Einzig Linton Maina befindet sich in der Top-80, rangiert auf dem zehnten Platz mit einer Höchstgeschwindigkeit von 35,11 km/h. Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf hat gleich drei Akteure alleine in der Top-20, der Hamburger SV immerhin zwei. Der Blick in die Statistik offenbart also augenscheinlich ein Tempo-Problem bei den Geißböcken, deren Spiel unter Gerhard Struber ja bekanntlich auf Geschwindigkeit in der Offensive ausgelegt ist. Doch stimmt das so? Sagt dieser Wert tatsächlich etwas über die Aufstiegsmöglichkeiten der Geißböcke aus? Die Statistik lügt bekanntlich nicht und insofern ist es auffällig, dass die Kölner in der Liste auf den vorderen Plätzen unterrepräsentiert sind.

Es steht außer Frage, dass es im Fußball auf das Tempo ankommt. Doch jeder aktive oder ehemalige Fußballer weiß natürlich, dass die Höchstgeschwindigkeit nicht alles ist. Antritt, Explosivität, selbst das mentale Umschalten spielen im Fußball bekanntlich eine mindestens genauso große Rolle. Zumal die angegebene Höchstgeschwindigkeit dann auch nochmal einzuordnen ist. Das zeigt zum Beispiel der Spitzenreiter der 2. Bundesliga. So wurde Düsseldorfs Jona Niemic im Duell gegen Greuther Fürth mit einer beeindruckenden Höchstgeschwindigkeit von 36,4 km/h gemessen. Der Köln-Torschütze war bei seiner Messung drei km/h schneller als Timo Hübers. Allerdings so deutlich auch nur in der Begegnung gegen Fürth. Im ersten Saisonspiel kam Niemic auf einen Top-Speed von 28,6 km/h. Den zweitbesten Wert erreichte der Düsseldorfer bei der 0:3-Pleite gegen den HSV, der lag bei 33,9. Der Durchschnittswert der Höchstgeschwindigkeit liegt bei Niemic bei 32,5 km/h.

FC in der Offensive mit zahlreichen Topwerten

Der gemessene Höchstwert ist also relativ. Das zeigt auch die Bilanz der Kölner aus der Vorsaison. Dort erreichte Davie Selke, ebenfalls nicht als der Kölner Usain Bolt bekannt, als zweitbester FC-Profi einen Wert von 34,9 km/h und belegte damit ligaweit Rang 39. Ein Wert, den auch Dejan Ljubicic in der Vergangenheit schon erreicht hat. In der erfolgreichsten Spielzeit der vergangenen Jahre, in der Saison 21/22 als die Kölner bekanntlich für einen ähnlichen Offensivfußball standen wie aktuell unter Gerhard Struber, befanden sich fünf Spieler in der Top-80. Darunter eben Ljubicic und Jan Thielmann. Insgesamt waren es drei aktuelle FC-Profis, die allesamt mit den damaligen Werten aktuell in der Top-40 der Liga lägen. Daraus aber zu schließen, dass die FC-Profis unter Baumgart fitter gewesen seien, heute langsamer sind, ist sicherlich ebenfalls verschoben.

Zudem hängt ein Höchsttempo auch immer mit der Spielweise des Gegners zusammen. Der FC tritt in dieser Saison als eine Mannschaft mit viel Ballbesitz auf und hohem Pressing auf. Lange, raumgreifende Sprints sind da eher die Ausnahme. Mal ganz abgesehen von der Höchstgeschwindigkeit ziehen die Kölner ligaweit die fünftmeisten Sprints, die drittmeisten intensiven Läufe an. Und das in der Offensive auch ganz offensichtlich sehr erfolgreich. Der FC hat sich auch nach dem achten Spieltag die meisten Großchancen der Liga erspielt (20), kommt auf die meisten Tore, die meisten Torabschlüsse, den höchsten xGoals-Wert, die zweitmeisten Flanken, die zweitmeisten erfolgreiche Flanken. Über die Außen leiten die Kölner also genauso die meisten gefährlichen Aktionen ein, wie durch das Zentrum. Ein aufstiegsbedrohendes Tempodefizit schlägt sich zumindest nicht auf die Offensivbemühungen nieder.

Schwache Zweikampfwert, niedrige Effizienz

Und in der Defensive? Da zeigte sich Köln beispielsweise gegen den KSC als besonders anfällig. Auch in der Rückwärtsbewegung sind die meisten Werte der Kölner doch recht ordentlich. Der FC lässt die wenigsten Torabschlüsse, die wenigsten Kopfbälle aufs Tor zu. Nur vier Kontrahenten haben sich mehr Flanken eingefangen als die Kölner, zwei Teams weniger Tore nach Großchancen kassiert. Ein großes Tempodefizit lässt sich bislang auch in der Abwehr nicht so wirklich beziffern. Warum der FC nicht die Liga anführt dagegen schon. Zum Beispiel bei den ausgelassenen Großchancen, der xGoals-Effizienz oder den erschreckend wenig gewonnenen Zweikämpfen. Die haben wiederum wenig mit der Höchstgeschwindigkeit zu tun. Timo Hübers kam in der Spielzeit 21/22 auf einen Top-Speed von 34,6 km/h – damit läge er aktuell auf Rang 23 der Top-Geschwindigkeit. Daniel Stendel wird es freuen, er sollte recht behalten haben.


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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Verzwickte Keeper Situation

Mark Uth vom 1. FC Köln

Das ist der Plan mit Mark Uth

Darmstadt ist ein gutes Pflaster für den FC

Florian Kainz gegen Darmstadt
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Darmstadt ist ein gutes Pflaster für den FC

Am Freitagabend steht für den 1. FC Köln das Auswärtsspiel beim SV Darmstadt auf dem Spielplan. FC-Trainer Gerhard Struber erwartet „ein hartes Stück Arbeit“. Dabei ist das Stadion am Böllenfalltor ein gutes Pflaster für den 1. FC Köln: Die Statistik spricht für den FC gegen Darmstadt.

Nach der Länderspielpause geht es bereits am Freitagabend für den FC zurück in den Ligaalltag. Die Geißböcke sind zu Gast beim SV Darmstadt. Kein schlechter Auftakt in die nächste Ligaphase für den 1. FC Köln: Die Statistik spricht für den FC gegen Darmstadt.

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Viel imposanter hätte die Rückkehr in den deutschen Profifußball wohl nicht sein können. Nach dem eher fahrigen 1:1 gegen Eintracht Braunschweig fuhr Florian Kohfeldt mit der SV Darmstadt einen beeindruckenden Auswärtssieg beim FC Schalke 04 ein. Die Lilien drehten einen 0:3-Rückstand in einen 5:3-Erfolg und feierten den ersten Ligasieg, sendeten nach dem Abstieg und schwachen Saisonauftakt ein starkes Lebenszeichen. Es folgte seitdem zwar nur ein weiterer Punkt, doch die beiden Begegnungen gegen die Aufstiegskandidaten, den 1. FC Magdeburg (1:2) und den Karlsruher SC (3:3) weckten schon Hoffnung auf mehr. Nicht ganz so gut lief dann der Test in der vergangenen Woche. Gegen den Viertligisten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz gab es ein mühsames 1:0.

Darmstadt noch nie zu Hause gegen Köln gewonnen

Dennoch empfangen die Lilien den FC mit neuem Selbstvertrauen und FC-Trainer Gerhard Struber glaubt an einen durchaus unangenehmen Gegner. Der Coach erwartet „eine Mannschaft, die schon richtig Qualität hat und die das in den letzten Spielen auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat“, so Struber. „Sie haben gezeigt, dass es eine Mannschaft ist, die gewinnen kann. Die wollen übers Kombinieren ihre Erfolge erzielen. Das wird ein richtig hartes Stück Arbeit, ein dickes Brett, dass wir bohren müssen.“ Zudem hat Kohfeldt an der ein oder anderen Stellschraube gedreht. Darmstadt ist mehr und mehr auf den eigenen Ballbesitz aus, will die Gegner dominieren. Doch der neue Trainer der Lilien kündigte bei Amtsübernahme auch an, dass das keine Entwicklung von heute auf morgen sein könne.

Der FC will unterdessen ebenfalls punkten. Und muss das laut Struber auch: „Um am Ende vorne dabei zu sein, braucht es einfach mehr Punkte“, sagt der Kölner Coach. Und die Statistik spricht für den FC. Denn in den jüngsten fünf Begegnungen der beiden Absteiger hat immer die Auswärtsmannschaft gewonnen. So bekanntlich auch beim 0:2 am 30. Spieltag der vergangenen Saison. Nach dem 2:1-Erfolg über den VfL Bochum, jene drei Punkte, die die Kölner in den letzten Minuten des Spiels einfuhren, hatten die FC-Fans wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt. Und mit einem Sieg über die Lilien wäre vielleicht sogar noch einmal eine Initialzündung erfolgt. Doch der FC verlor 0:2. Das Hinspiel bedeutete für die Kölner wiederum den ersten Auswärtssieg der vergangenen Saison. Den ersten und einzigen.

Aber dies ist nicht die einzige Statistik, die am Freitag für den FC spricht. Tatsächlich hat Darmstadt noch nie ein Heimspiel gegen den FC gewonnen. Für die Hessen gab es in sechs Begegnungen im eigenen Stadion gerade einmal einen Punkt. Und das bei einem ziemlich müden 0:0 vor neun Jahren – damals in der Bundesliga. Für Denis Huseinbasic wird es eine besondere Partie. Der Mittelfeldspieler spielte in der Jugend für die Lilien. Genauso wie auf der anderen Seite Marcel Schuhen für den FC spielte. Unvergessen sein Tor im März 2011. Damals erzielte der Keeper für die Kölner U19 ein Tor gegen Wattenscheid mit einem Abschlag – das damalige Tor des Monats.


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Mark Uth vom 1. FC Köln

Das ist der Plan mit Mark Uth

Kuriose Torwartsituation

Das ist der Plan mit Mark Uth

Mark Uth, Stürmer des 1. FC Köln
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Das ist der Plan mit Mark Uth

Mark Uth soll laut FC-Trainer Gerhard Stuber wieder in den Spielbetrieb integriert werden. Der 33-Jährige fiel zuletzt wegen einer Adduktorenverletzung, die er sich im Spiel gegen Elversberg zugezogen hatte, aus. Das ist der Plan des 1. FC Köln mit Mark Uth.

Mark Uth war in den vergangenen Spielzeiten vom Pech verfolgt. Der Offensivspieler des FC zog sich unterschiedlichste Verletzungen zu und musste immer wieder aussetzen. Nun soll Uth wieder zurück auf den Platz: Das ist der Plan des 1. FC Köln mit Mark Uth.

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Mark Uth macht offensichtlich Fortschritte. Der Offensivspieler des FC soll möglichst schnell wieder Spielpraxis sammeln. Möglicherweise schon im nächsten Spiel der U21. Dabei würde der Offensivspieler auch bei den Profis neben Rückkehrer Max Finkgräfe und Florian Kainz die Kölner Bank verstärken. Man will beim FC aber weiterhin vorsichtig bleiben. „Der Mark macht richtig gute Schritte. Auch, was die Intensität angeht. Er verkraftet die Belastungen bis hier her sehr sehr gut“, so FC-Trainer Gerhard Struber auf der Pressekonferenz vor Darmstadt am Mittwoch. „Wir wollen versuchen, ihn über Spielzeit, möglicherweise jetzt mit der U21, in den Wettbewerb zu bringen, um zu schauen, wie geht er damit dann um“, so Struber weiter. Über die U21 wieder zurück in den Ligabetrieb zu finden, war bereits zu Saisonbeginn die Idee der Trainer.

Uth blieb vom Pech verfolgt

Nachdem sich Uth in langer und intensiver Saisonvorbereitung individuell auf die aktuelle Spielzeit vorbereitet hatte, kehrte der 33-Jährige gegen den SV Elversberg zurück auf den Platz, musste damals jedoch nach wenigen Minuten bereits wieder ausgewechselt werden, da er sich eine leichte Adduktorenverletzung zuzog. “Er hat dreieinhalb Wochen voll trainiert und ein ordentliches Spiel in der U21 gemacht. Dann spielt in Elversberg nach einigen Minuten ein Muskel nicht mit, auf den wir im Aufbau sehr viel Wert gelegt haben”, kommentierte Christian Keller damals die Situation. „In sieben bis zehn Tagen sollte wieder eine volle Trainingsfähigkeit da sein“, prognostizierte Keller damals. Weit gefehlt. Die Rückkehr des 33-Jährigen ließ länger auf sich warten, als erhofft.

Und es ist nicht das erste Comeback des Offensivspielers. Der gebürtige Kölner hatte sich bereits in der Saison 22/23 eine langwierige Schambeinentzündung zugezogen, musste sich mehrfach Operationen unterziehen und fiel fast die komplette Spielzeit aus. Nur fünf Duelle konnte Uth damals bestreiten. Auch in der vergangenen Spielzeit hatte der Kölner kein gesundheitliches Glück. Zunächst fiel Uth wegen einer Muskelverhärtung bis Ende Oktober aus, kam – damals noch unter Steffen Baumgart – aber auch nur bis zum Beginn der Rückrunde zum Einsatz. Eine Knieverletzung setzte Uth weitere 13 Spiele außer Gefecht. Zum Ende der vergangenen Saison durfte der 33-Jährige dann unter Timo Schultz noch einmal in vier Partien als Joker in den Abstiegskampf eingreifen. Nun winkt Einsatzzeit am Freitag – allerdings mit der U21 beim Wuppertaler SV.


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Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

„Beste Mannschaft der Liga“ reicht nicht mehr

Kuriose Torwartsituation

„Wir müssen im Winter smarte Entscheidungen treffen, die richtigen Jungs holen“

Gerhard Struber auf der Pressekonferenz des 1. FC Köln
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„Wir müssen im Winter smarte Entscheidungen treffen, die richtigen Jungs holen“

Am Mittwochmittag fand die obligatorische Pressekonferenz des FC vor der Partie gegen die Lilien statt. Trainer Gerhard Struber äußerte sich nicht nur zum Personal und dem kommenden Gegner des 1. FC Köln: Das sagt Gerhard Struber zu möglichen Transfers.

Der FC trifft am neunten Spieltag auf Mit-Absteiger Darmstadt. Der Trainer sprach auf der Pressekonferenz aber nicht nur über den Gegner und das Personal beim 1. FC Köln: Das sagt Gerhard Struber zu möglichen Transfers

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Dass der FC im Winter noch einmal nachlegen muss, wurde erst am Dienstagabend beim Länderspiel der U21 noch einmal deutlich. Jan Thielmann erwischte einmal mehr nicht seinen besten Tag auf dieser Position. Und nun ist die Frage offen, ob der 22-Jährige dennoch eine weitere Chance gegen Darmstadt bekommt oder ob Gerhard Struber eine weitere Variante aus dem Hut zaubert. Der Trainer sagte am Mittwoch, er sähe die Position sehr gelassen. „Wir haben eine Auswahl an Spielern, die diese Position bestreiten und dort auch etwas erfolgreich bewegen können“, sagte der Coach und zählte neben Thielmann eben auch Rasmus Carstensen, Max Finkgräfe und Julian Pauli auf, die ebenfalls in Frage kommen könnten. Struber erzählte aber nicht, dass alle Optionen auch ihre „Abers“ mitbringen.

Struber: „Wir halten immer die Augen offen“

Dass der FC im Winter auf dieser Position nachlegen muss, ist offensichtlich. Dass der FC auch nachlegen will, sprach zuletzt Thomas Kessler öffentlich aus. Der Leiter der Lizenzspielabteilung hatte bei einer Talkrunde des „Kölner-Stadtanzeigers“ einen Knipser und einen Rechtsverteidiger als mögliche Kandidaten hervorgehoben. Doch soll es dabei auch bleiben? „Wir halten immer die Augen und Ohren für interessante Spieler offen – in vielen Positionen“, sagte der Kölner Trainer am Mittwoch. Man schaue immer, was der Markt im Winter aktuell so hergebe, man prüfe alle Möglichkeiten. „Da geht es nicht nur um den Stürmer oder den rechten Verteidiger, da geht es um viele Positionen“, sagte der Coach. „Das würde ich nicht runterbrechen auf einen Außenverteidiger und einen Stürmer.“ Man schaue vielmehr, welcher Spieler den Kölnern grundsätzlich im „Hier und Jetzt, aber auch perspektivisch“ weiterhelfen könne, „um Spieler an Bord zu haben, die perspektivisch für den FC Sinn machen,“

„Wir haben einen coolen Kader“

Gleichzeitig betonte der Trainer aber auch, dass er dem aktuellen Kader vertraue. „Wir haben einen coolen Kader. Wir haben viele Jungs, die bereit sind, den nächsten Schritt zu machen“, so Struber, der gerade seine Youngster damit ansprach. „Es gibt aber auch erfahrene Burschen, die Leistung und Verantwortung übernehmen und ihre Leistungen bringen.“ Dennoch ist die Vakanz auf der rechten Verteidigerposition offensichtlich, die des Stürmers angesichts der Ausbeute der zweiten Garde wohl auch. „Wir müssen im Winter smarte Entscheidungen treffen, die richtigen Jungs holen, die einfach auch von der Mentalität gut dazu passen und perspektivische Qualität mitbringen, die einen gewissen Standard gewährleisten.“ Wirklich konkret brodelt die Gerüchteküche noch nicht. Die ersten Namen wurden bereits in den Ring geworfen, erscheinen aber weitestgehend als eher unrealistisch.

Zunächst steht ohnehin die Begegnung gegen den SV Darmstadt auf dem Spielplan und dort erwartet der Kölner Coach eine nicht ganz einfache Herausforderung. „Das wird ein richtig hartes Stück Arbeit, ein dickes Brett, dass wir bohren müssen. Wenn wir unsere Basics sauber durchkriegen, dann wird es für Darmstadt schwer. In diese Richtung wollen wir es bewegen“, sagte der Coach.



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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Verzwickte Keeper-Situation beim FC

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Nach weiterem fahrigen Auftritt: Jan Thielmann eröffnet erneut das Abwehr-Roulette

Jan Thielmann beim 1. FC Köln
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Nach weiterem fahrigen Auftritt: Jan Thielmann eröffnet erneut das Abwehr-Roulette

Nach seinem eher schwachen Auftritt gegen den Karlsruher SC erhielt Jan Thielmann zuletzt eine Pause gegen Ulm. In der U21-Nationalmannschaft sammelte der gelernte Offensivspieler auch nicht gerade Argumente für das kommende Spiel des 1. FC Köln: Die rechte Abwehrseite bleibt die Problemstelle der Geißböcke.

Bei der U21 konnte Jan Thielmann am Dienstagabend nicht überzeugen. Und zuletzt auch nicht beim 1. FC Köln: Die rechte Abwehrseite bleibt die Problemstelle im Struber-Gebilde. Doch dem Österreicher fehlen die Alternativen.

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Am Dienstagabend stand Jan Thielmann dann kurz vor Spielende doch noch zur richtigen Zeit am richtigen Ort – auf der Linie neben seinem Keeper Jonas Urbig und verhinderte mit einer Fußabwehr die Niederlage. Die deutsche U21-Nationalmannschaft beendete den Abend gegen die Polen mit einem Remis. Doch die Rettungsaktion konnte über die schwache Leistung des etatmäßigen Offensivspielers der Geißböcke nicht hinwegtäuschen. Denn Thielmann war zuvor an zwei der drei Gegentore beteiligt. Beim dritten Treffer der Polen trabte das Kölner Eigengewächs auch nur hinterher. Thielmann unterliefen gleich mehrere Stellungsfehler, der Abwehrspieler wirkte in den Zweikämpfen nicht bei der Sache, die Offensivaktionen hielten sich zudem in Grenzen. So richtig wollte dem Kölner an diesem Abend bis in die Schlussphase nichts gelingen.

Wer spielt den Rechtsverteidiger?

Zwar rettete der U21-Nationalspieler seiner Mannschaft den Punkt, eine Bewerbung für einen Startplatz am Freitagabend im Duell des 1. FC Köln gegen den SV Darmstadt hat Thielmann sicher nicht abgegeben. Seine Position auf der rechten Abwehrseite hatte der Kölner Youngster nach einer schwachen Leistung im Spiel gegen den Karlsruher SC zuletzt verloren, saß gegen Ulm 90 Minuten auf der Bank. Und die Aussichten auf Spielzeit dürften nach dem schwachen Auftritt am Dienstag auch für die kommende Begegnung gegen den SV Darmstadt nicht gesichert sein. Zudem konnte der Föhrener während der Länderspielpause nicht unter FC-Trainer Gerhard Struber trainieren, sich nicht beweisen. Den einzigen Einblick in die Leistungen seines Defensivspielers konnte sich Struber eben nur über das TV-Bild machen. Und das sah nach einer doch ordentlichen Begegnung gegen Bulgarien am Dienstagabend eben nicht besonders gut aus.

Doch welche Alternativen hat der Kölner Coach für die rechte Seite? Für ein wenig mehr Handlungsspielraum sorgt zumindest Leart Pacarada, der nach seinen jüngsten Rückenbeschwerden wieder im Training ist und damit zumindest die Voraussetzung schafft, dass Struber erneut auf Max Finkgräfe setzen könnte. Doch auch der 20-Jährige machte seine Sache im Duell gegen Ulm auf der rechten Seite nicht wirklich gut, wurde bereits zur Halbzeit ausgewechselt und gab keine große Empfehlung ab. Zu Beginn der Woche deutete viel daraufhin, dass Finkgräfe Pacarada auf der linken Seite ersetzen könnte. Das wird nun nicht nötig sein, Pacarada wird sicherlich beginnen können. Eine weitere Option wäre Julian Pauli, der sich in der zweiten Halbzeit gegen Ulm auf der ungewohnten Position probierte. Und dort dann auch deutlich besser funktionierte als Thielmann und Finkgräfe.

Weitere Experimente sind unwahrscheinlich

Doch Struber wird wohl kaum den aktuell besten Innenverteidiger seines Teams auf die Außenbahn setzen. Zumal die 45 Minuten gegen dezimierte „Spatzen“ nicht wirklich aussagekräftig waren. Rasmus Carstensen spielte bislang in den Überlegungen des Trainers keine große Rolle, war zuletzt komplett außen vor. Dabei ist der Däne der einzige gelernte Rechtsverteidiger. Aufgedrängt hat sich der 23-Jährige wahrlich nicht. Wagt der Kölner Coach also ein neues Experiment? Im Kader gibt es durchaus Spieler, die bereits Erfahrungen auf der Position gesammelt haben. Dejan Ljubicic zum Beispiel in der Nationalmannschaft, der allerdings nach seiner Mandel-Op wohl noch nicht einsatzbereit ist. Auch Timo Hübers hat vor seiner Zeit beim FC bereits auf der Position gespielt – wenn auch selten. Das Innenverteidiger-Duo Hübers und Pauli wird der Kölner Coach aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auseinander reißen.

Struber hat zwar einige Optionen, eine optimale Lösung wird der Kölner Coach wohl für die Spiele bis zur Winterpause nicht finden. Es bleibt dabei: die rechte Abwehrseite ist aktuell der neuralgische Punkt im Kölner Gebilde. Nicht umsonst suchen die FC-Bosse für den Winter auf dieser Position dringend Verstärkung.


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Kuriose Torwartsituation

Verzwickte Keeper-Situation? Drei Verträge laufen aus, einer will gehen, einer ist extrem begehrt

Die Torhüter des 1. FC Köln.
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Verzwickte Keeper-Situation? Drei Verträge laufen aus, einer will gehen, einer ist extrem begehrt

Eigentlich ist die Torhüter-Diskussion beim FC längst beendet. Eigentlich, denn Stand jetzt laufen drei Verträge von fünf Keepern 2025 aus. Marvin Schwäbe würde den Verein wohl gerne jetzt schon verlassen, bei Jonas Urbig gibt es Gerüchte um Wechselabsichten. Führt die Torwartsituation zu Problemen beim 1. FC Köln?

Es gibt in der kommenden Zeit viel zu tun für FC-Sportdirektor Christian Keller. Nicht nur die Suche nach den vakanten Positionen wird die Aufmerksamkeit des Sportdirektor benötigen. Auch die Personalie der Torhüter beim FC könnte je nach Lage kompliziert werden. Führt die Torwartsituation zu Problemen beim 1. FC Köln?

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Für Matthias Köbbing war es mal die ganz große Bühne, eine seltene Bühne. Vor 50.000 Zuschauern lief der vierte Keeper der Geißböcke am vergangenen Donnerstag für die FC-Elf beim Abschiedsspiel von Lukas Podolski auf und stand wohl öfter als ihm lieb war im Fokus. Gleich fünf Mal musste der Torhüter gegen Poldi und Co. hinter sich greifen, einige weitere Male zeichnete sich Köbbing stark aus. Nach dem Wechsel spielte mit Jonas Nickisch dann auch der fünfte Torwart des FC, blieb bei den verbliebenen gut zwanzig Minuten ohne Gegentor. Dass die beiden Ersatzkeeper noch einmal vor ausverkauftem Haus im Kölner Stadion mit Geißbock auf der Brust spielen werden, ist aktuell wohl eher unwahrscheinlich. Und das nicht nur, weil Köbbing eigentlich als Nummer vier und Nickisch als Keeper der U21 vorgesehen sind.

Verträge von Pentke, Köbbing und Nickisch laufen aus

Auch, weil die Verträge der beiden Torhüter nur bis zum kommenden Sommer laufen. Während Köbbing, der auch in Zukunft keine Einsatzchance bei den Profis haben wird, wohl gerne auch weiterhin beim FC bleiben würde, ist das bei Nickisch wiederum nicht gesagt. Der Keeper wartet nach seiner Verletzung im Sommer noch auf das erste Spiel bei der U21. Dass er nur für die Kölner Reserve aufläuft und dort auch trainiert, soll bei dem 20-Jährigen nicht besonders gut angekommen sein. So gab es schon im Sommer Gerüchte, dass Nickisch durchaus den Verein verlassen könne. Dem Vernehmen nach wollte der FC aber zunächst die Transfersperre aussitzen. Gut möglich, dass sich nun im Winter eine neue Chance für den 20-Jährigen auftut – in welche Richtung auch immer.

Ebenfalls offen ist die Zukunft von Philipp Pentke. Der dritte Torwart der Geißböcke hatte im vergangenen Frühling seinen Vertrag bis zum kommenden Sommer verlängert, damit die Spekulationen um Schwäbe und Urbig überhaupt erst in Gang getreten. Schon damals war spekuliert worden, ob er erneut als Nummer zwei in die neue Saison startet und dafür einer der beiden weiteren Torhüter den Verein verlassen beziehungsweise noch einmal verliehen werden würde. Pentke geht mittlerweile schnurstracks auf die 40 zu. Gut möglich, dass die Kölner mit dem Keeper noch ein weiteres Mal für ein Jahr verlängern werden – tendenziell aber nicht mehr als einer der ersten beiden Torhüter. Auch eine Vertragsverlängerung für Köbbing oder Nickisch ist nicht ausgeschlossen. Ein mögliches Torwartproblem werden die beiden in dem Fall aber nicht lösen können.

Bleibt Schwäbe unter Umständen doch?

Denn bekanntlich will Marvin Schwäbe den Verein verlassen, wollte das auch schon im vergangenen Sommer – unabhängig der Vorgeschichte, die zwei Erzählweisen hat. Die ehemalige Nummer eins hat in der Sommer-Transferperiode keinen neuen Verein gefunden und sich auch deswegen einem neuen Berater anvertraut. Dieser wird Schwäbe bei der Suche nach einem neuen Verein helfen. Dass der 29-Jährige beim FC bleibt, ist unwahrscheinlich. Daran ändern wohl auch die jüngsten Gerüchte um Jonas Urbig nichts. Laut dem Sky-Experten Florian Plettenberg sei ein Wechsel des Youngsters im kommenden Sommer sehr wahrscheinlich. Plettenberg gilt als besonders gut informiert. Der Transfer-Spezialist berichtet zudem, dass Urbig seinen Vertrag zurzeit nicht verlängern werde und es Top-Interessenten aus dem In- und Ausland geben würde.

Und schon wachsen in den Sozialen Medien die Meinungen, dass Schwäbe unter diesen Umständen dann ja wieder die Nummer eins werden könne. Ist das realistisch? Setzt sich der Keeper für ein weiteres halbes Jahr auf die Bank, weil er sich dann den Posten der Nummer eins erhofft? Die unterschiedlichen Seiten der Ausbootung als Nummer eins lassen zumindest den Gedanken zu, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Keeper und Verein gewisse Risse erlitten haben könnte. Sollte der Torhüter im Winter wirklich wechseln, wäre dann wiederum die Frage, ob der FC für die Rückrunde erneut nach einer Nummer zwei sucht. Wie schwer das ist, hat der Sommer 2023 gezeigt, als die Kölner vergeblich nach einem Ersatz für Timo Horn gefahndet und sich schließlich für Pentke entschieden hatten, der sich eigentlich nur beim FC fithalten wollte.

Wie geht es weiter mit Jonas Urbig?

Wahrscheinlicher ist, dass die Kölner Pentke auf die Bank setzen und sich erst im kommenden Sommer erneut umschauen, schließlich hat kein FC-Boss bei möglichen Winterzugängen auch von einem weiteren Keeper gesprochen. Dann ist nur die Frage, ob nach einem oder gleich nach zwei neuen Torhütern gesucht werden muss. Um Urbig wollen die Kölner eigentlich einen Umbruch auf der Position des Torwarts vollziehen. Geht es nach den Vorstellungen des Vereins, soll Urbig die Zukunft gehören und er in die Fußstapfen der Kölner Torhüter-Riege um Toni Schumacher, Bodo Illgner und Co. treten. Wie es um die konkreten Pläne des Keepers steht, der am Dienstagabend noch das Tor der U21 des DFB hütete, ist nicht bekannt. Köln würde gerne verlängern und würde wohl auch investieren. Der FC war noch Ende der vergangenen Saison immerhin bereit, mit Schwäbe einem routinierten und gedienten Bundesliga-Torhüter für Urbig vor die Stirn zu stoßen.

Sollte Urbig tatsächlich nicht verlängern, würde sich für den FC im Sommer wohl ein letztes Mal die Chance bieten, einen angemessenen Preis für den Keeper herauszuschlagen. Denn der Vertrag läuft nur bis zum Sommer 2026. Vertragsverlängerungen, allen voran die von Jonas Urbig, würden schon einmal ordentlich Druck vom Kessel nehmen. Ziemlich viel „wenn“, „würde“ und „hätte“ – ob Urbig wirklich wechseln will, wie es um Schwäbes Absichten steht und wer verlängert und wer nicht, werden nur die Torhüter selbst wissen. Es deutet aber viel darauf hin, dass Christian Keller nicht nur mit der Suche nach den vakanten Positionen im Sturm und Abwehr viel Arbeit zu tun bekommt. Die nächsten Vakanzen kündigen sich jedenfalls schon an. Das Spannungsfeld Torwart schwebt weiterhin über dem FC.


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Ausgebootet, abgelöst und ausgetauscht

Kurioser Abend für Jan Thielmann: Erst rabenschwarz, dann der große Retter

Jan Thielmann im Trikot der U21
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Kurioser Abend für Jan Thielmann: Erst rabenschwarz, dann der große Retter

Die U21 des DFB fährt ohne Niederlage zur Europameisterschaft. Alle vier FC-Profis kommen auch beim 3:3 gegen Polen zum Einsatz und kehren unverletzt zurück zum 1. FC Köln: Jan Thielmann erneut mit Problemen als Rechtsverteidiger, rettet aber in der Schlussminute doch noch den Punkt.

Die U21 des DFB hat sich souverän für die EM in der Slowakei qualifiziert. Auch gegen Polen blieb die Auswahl von Antonio Di Salvo ungeschlagen, verspielte aber eine 3:1-Führung. Durchwachsen verlief das Spiel vor allem für einen Akteur des 1. FC Köln: Jan Thielmann erneut mit Problemen als Rechtsverteidiger. Doch der 22-Jährige rettet kurz vor Spielende den Punkt.

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Jan Thielmann ballte die Fäuste und schrie seinen Frust heraus. Das Kölner Eigengewächs stand auf der Linie und dort genau richtig. Als Cezary Polak die Kugel aus fünf Metern an Keeper Jonas Urbig vorbeilegte, währte Thielmann mit dem Fuß ab, rettete so das 3:3. Ausgerechnet Thielmann, der einen ganz bitteren Abend auf der rechten Abwehrseite erlebte. Nur zwei Minuten später verhinderte der etatmäßige Offensivspieler mit einem Kopfball erneut den Gegentreffer. Dabei hatte man nur wenige Minuten zuvor nicht mehr das Gefühl, der FC-Profi würde mit diesem Spiel noch seinen Frieden finden. Zuviel war gegen Thielmann und einen weiteren Einsatz als Rechtsverteidiger gelaufen. Bundestrainer Antonio Di Salvo vertraute im zweiten Spiel der EM-Quali dieser Länderspielreise wieder Urbig im Tor.

Martel mit starker Leistung

Somit liefen mit Thielmann und Kapitän Eric Martel gleich drei Kölner Profis in der Anfangsformation auf. Und Urbig bekam im ersten Abschnitt gleich mehrfach die Chance, sich auszuzeichnen. Nach der frühen Führung durch Nicolo Tresoldi rettete die Nummer eins der Geißböcke gleich mehrfach und war dann beim 1:1 durch Dominik Marczuk machtlos. Der Pole schob die Kugel gegen die Laufrichtung des Keepers. Deutschland war angeführt vom starken Martel auch nach dem Ausgleich die gefährlichere Mannschaft. Nach einem Traumtor von Paul Wanner sowie dem ersten Länderspieltreffer des ehemaligen FC-Spielers Bright Arrey-Mbi verfehlte der Kölner Sechser nach einer Ecke nur knapp. Nach 45 Minuten war für den Kölner Sechser das Spiel bereits beendet.

Thielmann an zwei Gegentoren beteiligt

Weiter ging es dagegen für Thielmann, der alles andere als einen guten Abend erwischte. Bereits beim 1:1 der Polen rutschte der 22-Jährige unglücklich weg, ließ seinen Gegenspieler, der den Ausgleich einleitete, laufen. Und nach dem Wechsel ging es ähnlich weiter. Bei einem Steckpass stand der Rechtsverteidiger falsch, die Situation konnte gerade noch so geklärt werden. Keine 60 Sekunden später legte Thielmann den Ball im Sechzehner Jakub Kałuziński direkt auf, der Pole schob zum 2:3 ein. Bei einem Kopfball an den Pfosten von Filip Szymczak ging der Kölner nur halbherzig in den Zweikampf, beim 3:3-Ausgleich durch Dariusz Fornalczyk trabte der Abwehrspieler ebenfalls nur hinterher, war am Gegentreffer zumindest nicht direkt beteiligt. Auch im weiteren Spielverlauf blieb der Auftritt fahrig. Vor lauter Frust holte sich Thielmann eine Gelbe Karte ab, zeigte auch bei diesem Spiel, dass die Position des Rechtsverteidigers nicht unbedingt die beste Wahl ist.

Jonas Urbig war bei allen drei Gegentreffern chancenlos, zeigte bis auf zwei kleinere Patzer eine ordentliche Leistung. Tim Lemperle kam in der 78. Minute, hatte aber nur noch wenig Zugriff auf das Spiel. Deutschland qualifiziert sich also auch dank Thielmann ungeschlagen für die Europameisterschaft in der Slowakei. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der FC mit vier Spielern beim Endturnier vertreten sein wird. Eine erfreuliche Auszeichnung für die Geißböcke. FC-Trainer Gerhard Struber dürfte allerdings glücklicher sein, dass seine Spieler unverletzt aus Polen heimgekehren. Am Abend spielt noch Mathias Olesen noch mit Luxemburg in Weißrussland.


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Eric Martel vom 1. FC Köln

FC-Profis Richtung U21-EM

Erst Heimspiel auswärts, nun Auswärtsspiel in der Heimat

Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln
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Erst Heimspiel auswärts, nun Auswärtsspiel in der Heimat

Für Denis Huseinbasic geht die Reise in die Vergangenheit weiter. Nach den Länderspielen in Bosnien-Herzegowina steht für den Mittelfeldspieler nun die Rückkehr zu den Anfängen seiner Karriere bevor: Denis Huseinbasic kehrt zum SV Darmstadt zurück.

Rein vom Ergebnis her hätte die Länderspielreise für Denis Huseinbasic anders verlaufen können. Bosnien-Herzegowina verlor beide Begegnungen in der Nations League. Dennoch war die Begegnung gerade gegen sein Heimatland Deutschland besonders und nun folgt das Duell gegen seinen Heimatverein: Denis Huseinbasic kehrt zum SV Darmstadt zurück.

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Bereits am Dienstag kehrte Denis Huseinbasic von der Länderspielreise mit Bosnien-Herzegowina zurück ans Geißbockheim. Der Mittelfeldspieler stieg zwar noch nicht wieder ins Training ein, war aber dennoch wieder bei der Mannschaft. Und das nur einen Tag, nachdem Huseinbasic mit seiner Nationalmannschaft 0:2 gegen Ungarn in der Nations League verloren hatte. „Gegen Ungarn haben wir eine neue Formation ausprobiert, es sah eigentlich ganz gut aus, aber dann wurden wir zwei Mal ausgekontert“, sagt der Mittelfeldspieler. Für Bosnien-Herzegowina sieht es damit alles andere als optimal in der Gruppe aus. Vor den beiden abschließenden Begegnungen belegt das Team von Sergej Barbarez den letzten Platz, vier Zähler hinter Ungarn, es droht der Abstieg in die B-Liga.

1:2-Niederlage gegen die eigentliche Heimat

Auch, weil Huseinbasic nur wenige Tage zuvor gegen Deutschland eine ebenfalls bittere Niederlage kassiert hatte. 1:2 unterlag der Mittelfeldspieler in Zenica der deutschen Auswahl. Trotz der Niederlage eine tolle Erinnerung für den 23-Jährigen. „Natürlich ist es eine geile Erfahrung, international zu spielen, ganz besonders, wenn es gegen eine der besten Mannschaften geht, die es gibt“, sagte der Kölner Mittelfeldspieler. „Die ersten 30 Minuten gegen Deutschland waren gar nicht so schlecht, wir hatten das 1:1 auf dem Fuß und haben gut verteidigt.“ Doch unterm Strich stand eine Niederlage. Allerdings eine ganz besondere. Denn für den ehemaligen U21-Nationalspieler des DFB war die Begegnung gegen Deutschland ein Heimspiel auf fremden Platz und das auch noch gegen seine eigentliche Heimat.

Am Freitag geht es zurück zu den Anfängen

Und am Freitag geht es für den Mittelfeldspieler ähnlich kurios weiter. Denn dann steht mit dem FC bereits das nächste Auswärtsspiel an, dann aber ganz nahe seiner tatsächlichen Heimat. Für den FC geht es nach Darmstadt und damit in die unmittelbare Nähe von Huseinbasics Heimat Erbach. Keine 80 Kilometer liegt die hessische Stadt von seinem Geburtsort entfernt, kein Wunder, dass der erste Weg in den organisierten Fußball vom FSV Erbach zum SV Darmstadt führte. Zwei Jahre spielte Huseinbasiv für die Lilien, bevor es dann weiter Richtung Eintracht Frankfurt und später zu den Kickers Offenbach ging. Für die Begegnung hat der 23-Jährige ein gutes Dutzend Karten besorgt. „Meine ganze Family und meine Freundin sind im Stadion“, erklärte der Mittelfeldspieler am Dienstag.

Freunde wird der Mittelfeldspieler am Freitag auf dem Feld aber nicht kennen. Denn die Kölner wollen weiter Punkte sammeln. „Darmstadt ist gut drauf, das wird eine harte Aufgabe – und wie jedes Zweitliga-Spiel sehr physisch. Aber wir schauen auf uns, wissen, was wir können und dann werden wir sehen, wie das Spiel ausgeht“, sagt Huseinbasic, für den die Länderspielreise und damit die wenigen Trainingstage beim FC aber kein Nachteil sind. „Ich bin voll im Saft. Vielleicht war es dahingehend sogar gut, dass ich nicht durchgespielt habe, so habe ich die Körner für Darmstadt.“ 


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Eric Martel vom 1. FC Köln

FC-Profis Richtung U21-EM