Thomas Kessler kündigt auf Talkrunde Transfers an

Thomas Kessler vom 1. FC Köln.
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Thomas Kessler kündigt auf Talkrunde Transfers an

Mit dem 2:0 über den SSV Ulm hat sich der 1. FC Köln pünktlich vor der Länderspielpause ein wenig Ruhe verschafft. Die Kölner befinden sich aktuell auf Schlagdistanz zum oberen Tabellendrittel. Dazu gibt es viel Lob von den gegnerischen Trainern und doch wird es wohl Veränderungen geben beim 1. FC Köln: Thomas Kessler kündigt Transfers für den Winter an.

In der vergangenen Woche ploppte die Transfersperre dann doch wieder auf, als das EuGH ein Urteil in Bezug auf die Transferregeln der FIFA fällte. Zwar denken die Kölner über mögliche Schadensersatzansprüche nach, die Transfersperre ist nun aber ohnehin abgesessen. Die Geißböcke können auf dem Transfermarkt wieder zuschlagen. Und es wird wohl Bewegung geben beim 1. FC Köln: Thomas Kessler kündigt Transfers für den Winter an.

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Mit dem 2:0-Erfolg über den SSV Ulm haben die Geißböcke ihr Punktekonto auf zwölf Zähler aufgestockt, von 24 möglichen. Sicher nicht die beste Ausbeute, aber auch keine schlechte. 20 Tore, die meisten Torschüsse, die meisten Flanken, die meisten Offensivaktionen. Zumindest in den meisten Angriffsstatistiken befinden sich die Kölner schon jetzt dort, wo sie am Ende der Saison landen wollen. Auf einem Spitzenplatz. Dass die Kölner dort auch hingehören, sieht wohl auch die Konkurrenz teilweise so. Zumindest sprachen auch andere Protagonisten von der besten Mannschaft der Liga. Auch, wenn es in der Tabelle noch Luft nach oben gibt, ist der Kölner Fußball schon ziemlich ansehnlich. Und dennoch wollen die Kölner ab dem 1. Januar auf dem Transfermarkt wieder zuschlagen. Und das sicher nicht, weil es nach einem Jahr Sperre nun wieder geht.

Kessler: „Die Rechtsverteidiger-Position ist sicherlich eine Position, wo wir uns umschauen“

Die Kölner wollen den Kader noch einmal verstärken. „Natürlich wollen wir was machen. Die Rechtsverteidiger-Position ist sicherlich eine Position, wo wir uns umschauen“, zitiert der „Express“ Thomas Kessler. Der Leiter der Lizenzspielabteilung war am Dienstagabend Gast bei einer Talkrunde von „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger. „Ich will Jan Thielmann aber in Schutz nehmen, er hat das Zeug dazu und hat schon viele gute Spiele gezeigt. Ich würde nicht sagen, dass das Projekt, ihn als Rechtsverteidiger einzusetzen, gescheitert ist. Aber da wir mit Carstensen nur einen nominellen Rechtsverteidiger im Kader haben, wollen wir uns verstärken. Er ist leider momentan nicht in der Verfassung“, schreibt der „Express“ weiter. Am Samstag stand der Däne nicht im Kader, der gelernte Linksverteidiger Max Finkgräfe erhielt den Vorzug.

Nun soll es Veränderungen in der Abwehr geben. Zu Beginn der Saison sollen die Kölner dem Vernehmen nach auch über Alternativen in der Innenverteidigung nachgedacht haben. Schon damals war der Tenor aber, dass man sehen wolle, wie gut sich die Spieler entwickeln. Julian Pauli macht seine Sache mittlerweile so gut, dass er neben Timo Hübers erste Wahl bleiben sollte. Der 19-Jährige ist Stammspieler und mittlerweile auch Leistungsträger. Seit Wochen ist Pauli der beste Kölner Abwehrspieler. Und dennoch ist die Kölner Abwehr auch auf dieser Position nicht wirklich breit aufgestellt. Dominique Heintz ist eine Option, allerdings nicht immer sattelfest. Elias Bakatukanda feierte in dieser Spielzeit auch schon sein Debüt, stand aber vor und nach dem Einsatz gegen den FC Schalke gar nicht im Kader. Ein Backup wäre sicherlich nicht verkehrt.

Es wird „harte Kaderentscheidungen“ geben

Doch die Kölner haben laut Kessler den Fokus auf einen ganz anderen Mannschaftsteil gerichtet. „Wir schauen auch nach einem klaren Neuner, sondieren den Markt. Ein Neuner, der abschlusstark ist, kostet natürlich das meiste Geld“, sagte Kessler. Tatsächlich machen auch Damion Downs und Tim Lemperle ihre Sache sehr gut, angesichts der Vielzahl der Torchancen ist der Ertrag aber dennoch eher überschaubar. Zumal den Kölnern ein klassischer Zielspieler fehlt – und das nicht erst seit der vergangenen Saison. Anthony Modeste wurde nie adäquat ersetzt. Sargis Adamyan, Florian Dietz und Steffen Tigges blieben seit ihrer Verpflichtung weit hinter den Kölner Erwartungen zurück. Auch Davie Selke war beim FC wohl nicht der erhoffte Knipser, den man sich gewünscht hat.

Dabei soll es nicht bei den beiden Transfers bleiben. Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit in beide Richtungen weitere Bewegungen geben. „Wenn wir den Kader verstärken wollen, werden wir auch noch auf anderen Positionen gucken. Mal schauen, was da bis zum Winter passieren könnte. Wir haben vielleicht schon das ein oder andere Gespräch geführt, dann wird es auch die ein oder andere Kaderentscheidung geben, die hart ist.“ Soll heißen, dass die Kölner wohl den ein oder anderen Spieler abgeben werden.


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FC-Profis bei Länderspielen – wer spielt wann?

Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

Nächste FC-Youngster für Kicker-Elf nominiert

Keller: „Wir haben nicht nur einmal ins Herz gestochen“ – die neue FC-Doku ist online

Die neue Doku Geliebter Fußballclub
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Keller: „Wir haben nicht nur einmal ins Herz gestochen“ – die neue FC-Doku ist online

Nach dem Ende der Doku 24/7 im vergangenen Jahr gibt es ab sofort ein neues Format für die Fans des 1. FC Köln. Der FC bringt die Doku „Geliebter Fußballclub“ an den Start. Die erste Folge kann ab sofort gestreamt werden. Darin äußert sich unter anderem Christian Keller zur Transfersperre.

Über einige Spielzeiten erhielten die Fans der Geißböcke mit der Doku 24/7 Einblicke in die Abläufe des Bundesligisten. Nach einem Jahr Pause gibt es ein neues Format: Der FC bringt die Doku „Geliebter Fußballclub“ an den Start.

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Steffen Baumgarts motivierende Worte, der Jonas-Hector-Abschied zu „Tommi“ oder emotionale Bilder direkt aus dem Stadion – die Doku 24/7 war für viele Fans des 1. FC Köln ein absolutes Highlight. Selten bis nie zuvor gab es so tiefe Einblicke in das Innenleben und die Vereinswelt der Geißböcke. Nun gibt es ein neues Format. „Unsere neue Doku ‚Geliebter Fußballclub‘ ist für uns nach innen wie außen ein wichtiges Instrumentarium. Wir wollen in einer maximal herausfordernden Gesamtlage unsere Geschichte der Saison 2024/25 für unsere Mitglieder und Fans noch nahbarer schreiben“, sagt Christian Keller. Und das in zehn Folgen. Diese dauern um die 20 Minuten und sind damit deutlich kürzer als die Folgen von 24/7. Dabei soll der Fokus aber nicht so sehr auf den einzelnen Spieltagen liegen.

Christian Keller: „Transfersperre gabs noch nie, Transfersperre mit Abstieg gabs noch nie“

Die vom Verein gemeinsam mit der renommierten Agentur Banijay Productions Germany produzierten Folgen umschiffen dabei auch keine kritischen Themen. „Fußballdokus gibt es wie Sand am Meer. Was ‚Geliebter Fußballclub‘ jedoch besonders macht, ist die im deutschen Profifußball einzigartige Herausforderung, die sich aus Transfersperre und Abstieg für den FC ergeben hat. Wir wollten daher nicht bloß ein weiteres, glitzerndes PR-Filmchen erstellen, sondern den Umgang mit dieser Herausforderung zugänglich machen, dabei auch schweren Momenten und kritischen Stimmen Raum geben“, sagt Till Müller, Bereichsleiter Medien und Kommunikation des 1. FC Köln. So wird das Abstiegsspiel in Heidenheim untermalt mit der Stimme von Wolff-Christoph Fuss. „Wir haben sportlich nicht geliefert“, erklärt Christian Keller. „Wir haben nicht nur einmal ins Herz gestochen. Wir haben mit der Transfersperre mindestens zweimal reingestochen.“

Doch auch die Transfersperre und die Kritik der Mitglieder werden natürlich beleuchtet. „Es gab so etwas noch nie. Transfersperre gabs noch nie, Transfersperre mit Abstieg gabs noch nie“, sagt Keller und gibt auch einen Einblick in sein Seelenleben. „Dir muss bewusst sein, dass sich der Misserfolg kanalisiert auf dich oder dein Gesicht. Ich glaube, dass die wenigsten Menschen mich wirklich kennen und was ich für eine Person bin. Sie kennen mich in meiner Funktion und in meiner Funktion bin ich Hauptverantwortlicher und werde zu Recht kritisiert.“ Der Geschäftsführer erklärt weiter, wie der Kader unter der Transfersperre geplant wurde. „Es ist bekannt, dass einige Spieler auslaufende Verträge hatten und einige eine Ausstiegsklauseln hatten, so dass es schon zu einer erheblichen Abgangswelle hätte kommen können. Das wäre mit dem Blick auf die Transfersperre schwer geworden. Wir brauchten aber einen Veränderungsimpuls und der lag primär im Trainer“.

Pauli: „Es ging mir nicht gut, ich habe mich richtig abgeschottet“

Die erste Männermannschaft soll aber den Roten Faden bilden. So sind unter anderem Julian Pauli und Timo Hübers zu sehen. „Ich war bei Borussia Dortmund ein Riesentalent und hatte viele Angebote aus dem Ausland”, sagt Pauli unter anderem. “Dann habe ich gemerkt, wie schnell es wieder nach unten gehen kann. Es ging mir nicht gut, ich habe mich richtig abgeschottet. Teilweise war ich nicht mehr in der Schule. Ich hatte – das kann man so sagen – ein Burnout“, so der U20-Nationalspieler. Doch der Youngster erzählt auch von seinem Debüt. „Als der Trainer mir das gesagt hat, kamen mir schon die Tränen. Das ist ja ein Traum“, so Pauli. „Es war einfach unbeschreiblich. Die Nacht vorher war auch nicht die beste Nacht, die ich hatte. Ich konnte das alles nicht verarbeiten. Es waren so viele Eindrücke, die ganzen Fans.“

Auch andere Facetten sollen in den kommenden Wochen zu sehen sein. „Es steckt von der Idee, über die Umsetzung, bis hin zur Veröffentlichung der ersten Folge viel Arbeit in diesem Projekt. Es bot sich die große Chance, in einer außergewöhnlichen Saison Einblicke in das Innenleben unseres Vereins zu gewähren“, sagt Geschäftsführer Markus Rejek. „Unsere Fans können sich auf einen ungeschminkten Blick hinter die Kulissen freuen. Wir wollen den FC darstellen, wie er ist.“ Die erste Folge ist vielversprechend. Ein wenig „Tommi“ ist auch dabei.


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Länderspiele der FC-Profis: Wer spielt wann?

Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

Nächste FC-Youngster in Kicker-Elf

Kaufoption gezogen, Vertrag verlängert, Leihe beendet – und doch kaum Einsatzzeit

Rasmus Carstensen, Florian Dietz und Mathias Olesen
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Kaufoption gezogen, Vertrag verlängert, Leihe beendet – und doch kaum Einsatzzeit

Im Sommer wurden beim FC die Weichen auf eine Saison unter den Vorzeichen der Transfersperre gestellt. Unter anderem wurde die Kaufoption für Rasmus Carstensen gezogen, der Vertrag mit Florian Dietz verlängert und die Leihe von Mathias Olesen beendet. Doch Einsatzzeit gibt es kaum beim 1. FC Köln: Diese FC-Spieler haben aktuell kaum eine Chance.

Rasmus Carstensen stand am Samstag gar nicht erst im Kader, Mathias Olesen spielte eine, Florian Dietz erstmals seit August wieder 25 Minuten. Die drei Akteure sind aktuell außen vor beim 1. FC Köln: Diese FC-Spieler haben aktuell kaum eine Chance-

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Für Mathias Olesen dürfte die Reise zur Nationalmannschaft wieder mit ein wenig Vorfreude verbunden sein. Zwar belegt Luxemburg, in der EM-Qualifikation immerhin erst in den Playoffs gescheitert, in der Tabelle der Gruppe 3 der C-Liga nach zwei Spieltagen punktlos den letzten Platz, doch für den Mittelfeldspieler des 1. FC Köln bedeuten die Spiele mit der Nationalmannschaft in aller Regel auch Spielzeit. Und damit etwas, das für den in Kopenhagen geborenen Luxemburger bei den Geißböcken ein seltenes Gut geworden ist. Im DFB-Pokal noch der Matchwinner mit seinem Treffer in der Verlängerung, in der Liga kommt Olesen bei drei Einsätzen auf erstaunliche acht Minuten – insgesamt. Im Schnitt kam der 23-Jährige in der regulären Spielzeit also noch nicht einmal drei Minuten pro Spiel zum Einsatz.

Olesen hat aktuell keine Chance

Auch am Samstag wurde Olesen erst in der 90. Minute für Denis Huseinbasic eingewechselt. Einfluss nahm der Luxemburger natürlich nicht mehr auf die Partie, mit sieben Ballkontakten hatte der 23-Jährige aber deutlich mehr Berührungen als Sargis Adamyan, der sechs Minuten vor Olesen kam, den Ball aber nur drei Mal spielte. Der Kontakt-pro-Minute-Wert war schon bemerkenswert, zufriedenstellen konnte er Olesen wohl eher nicht. Der Luxemburger hatte sich schon in der vergangenen Länderspielpause über die geringe Einsatzzeit bei den Geißböcken öffentlich gewundert. Tatsächlich hat sich Gerhard Struber auf den Großteil einer ersten Elf festgelegt. Die vom Trainer ausgelobte „Competition“ gibt es zurzeit nur auf einer, maximal zwei Positionen. Und der Pokalheld von Sandhausen spielt dabei ganz offensichtlich keine Rolle.

Für den erkrankten Dejan Ljubicic rotierte Luca Waldschmidt in die Startformation. Der ehemalige Nationalspieler betrieb zuletzt Eigenwerbung, so dass es nun für den Österreicher heißt, den Wettkampf wieder anzunehmen. Die Position dürfte also umkämpft sein, Olesen wird aber aktuell weder an Denis Huseinbasic noch an Eric Martel vorbeikommen. Der zweite Wettkampf ist aktuell auf der rechten Abwehrseite offen. Und das, weil Jan Thielmann offenbar noch nicht die Leistungen abruft, die sich die Kaderplaner erhofft haben. Auch, wenn Olesen in der Nationalmannschaft durchaus schon mal in der Abwehr und im rechten Mittelfeld auflief, ist diese Position im FC-Gebilde keine Option für den zentralen Mittelfeldspieler. Dafür eigentlich für den gelernten Rechtsverteidiger Rasmus Carstensen.

Rasmus Carstensen als Backup für Jan Thielmann

Eigentlich, denn der Däne spielt ebenfalls überhaupt keine Rolle in den Planungen von Gerhard Struber. Und das, obwohl der 23-Jährige der einzige nominelle Kandidat für diese Position ist. Carstensen bekam schon in der vergangenen Spielzeit Jan Thielmann vor die Nase gesetzt – Offensivspieler. Am Samstag spielte zunächst Max Frinkgräfe auf der Position – gelernter Linksverteidiger, nach elf Wochen Verletzungspause. Zur Halbzeit kam Julian Pauli – 19-jähriger Innenverteidiger, in seiner Premierensaison. Die Situation ist für den Dänen alles andere als erfreulich. Carstensen wurde im Sommer für dem Vernehmen nach 1,5 Millionen Euro fest verpflichtet und sollte in Zeiten der Transfersperre als Backup gehalten werden, falls der nicht gerade verletzungsresistente Thielmann ausfällt.

Ähnlich wie Olesen, der nach der Verletzung von Jacob Christensen kein Wechselkandidat mehr war. Eine durchaus logische und verständliche Vorgehensweise. Gerade beim Rechtsverteidiger wären die Kölner im Verletzungsfall blank. Nur war Carstensen am Samstag noch nicht einmal das Backup und ist offenbar auch kein adäquater Ersatz, nachdem das Experiment mit Thielmann zumindest eine erste Pause gefunden hat. „Wir haben zwei Spieler im Kader, die Rechtsverteidiger spielen können. Beide haben auch schon gezeigt, dass sie es deutlich besser spielen können als in den letzten Wochen. Das Trainer-Team war der Meinung, dass beiden auch mal eine Pause guttut“, sagte Christian Keller am Samstag. „Jan hat jetzt zwei Länderspiele, da hoffe ich, dass er gute Leistung bringt und stabil ins eigene Leistungsvermögen zurückkommt. Mit Rasmus arbeiten wir hier, er kann es definitiv auch besser.“ Und was, wenn das nicht reicht?

Was macht Benno Schmitz?

So wird sich der ein oder andere Fan möglicherweise gefragt haben, was eigentlich aus Benno Schmitz geworden ist. Dem Routinier hat der FC dem Vernehmen nach ein Angebot unterbreitet. Die Parteien konnten sich nicht einigen. Angeblich soll es sich um einen Einjahresvertrag gehandelt, der gebürtige Bayer soll mehr gewollt haben. Möglicherweise hat man dem 29-Jährigen auch das geplante Szenario mit Jan Thielmann aufgemalt. Bei den Grasshoppers Zürich gab es für Schmitz einen Dreijahresvertrag und zunächst auch einen Stammplatz, wenn auch als Linksverteidiger. Am vergangenen Wochenende saß der Abwehrspieler erstmals 90 Minuten auf der Bank. Carstensen wird das nicht sonderlich helfen. Der Rechtsverteidiger hat genauso wenig wie Rückkehrer Mathias Olesen von der Transfersperre profitiert.

Im Gegensatz zu Carstensen stand Florian Dietz am Samstag gegen Ulm nicht nur im Kader, der Stürmer spielte auch zum ersten Mal seit der Begegnung gegen Elversberg im August wieder. Immerhin 25 Minuten. Dennoch dürfte die bisherige Einsatzzeit von rund 50 Minuten in drei Spielen sowie vier Kadernominierungen bei acht Begegnungen sicher nicht das sein, was sich der Angreifer versprochen hat, als er im Sommer einen neuen Vertrag unterzeichnete. „Mit ganz viel Professionalität und Willen hat sich Flo zurückgekämpft. Genau diese Widerstandsfähigkeit brauchen wir in unserer Mannschaft. Darüber hinaus wird uns seine Qualität in der Box guttun“, sagte Christian Keller. Nur müsste Dietz dafür auch in der Box auftauchen können. Die Einsatzchancen halten sich nach dem schwachen Auftritt gegen Ulm in Grenzen. Möglicherweise gibt es im Winter neue Szenarien. Für Olesen gibt es nun immerhin erstmal Einsatzzeit und auch eine Bühne bei den Länderspielen.


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Neun Profis bei den Nationalmannschaften

Gerhard Struber und Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln

Ist der Knoten geplatzt?

Der FC testet gegen Bochum

Florian Kainz
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Der FC testet gegen Bochum

Der 1. FC Köln bestreitet am kommenden Donnerstag ein Testspiel gegen den VfL Bochum. Das hat der Verein am Montagmorgen bekannt gegeben. Die Begegnung wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen.

Wie gewohnt wird der FC auch in dieser Länderspielpause unter Wettbewerbsbedingungen. Der 1. FC Köln bestreitet ein Testspiel gegen den VfL Bochum. Die Begegnung wird am kommenden Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit angepfiffen.

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Die beiden Last-Minute-Treffer des 1. FC Köln gegen den VfL Bochum sind wohl unvergessen. Die Kölner drehten im April einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Erfolg. Steffen Tigges traf damals zum 1:1, Luca Waldschmidt legte ebenfalls in der Nachspielzeit den Spielstand. Der FC schöpfte noch einmal Hoffnung im Abstiegskampf. Doch während die Kölner in Liga zwei musste, hielt der Gegner wenn auch knapp die Klasse. Am Donnerstag kommt es um 13 Uhr zum nächsten Aufeinandertreffen mit dem VfL Bochum. Allerdings findet die Begegnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ein ähnliches Szenario hat es bereits im Januar gegeben. Damals testete Timo Schultz sein neues Team gegen den VfL, die Partie endete 0:2. Wie im Januar findet das Freundschaftsspiel im Franz-Kremer-Stadion statt und wird um 13 Uhr angepfiffen. Nach dem Testspiel bekommen die Kölner Profis drei Tage trainingsfrei.

Bochum schlecht gestartet

Die Vorbereitung zum Spiel gegen den SV Darmstadt am 18. Oktober beginnt somit am kommenden Montag. Diese Woche finden die Trainingseinheiten von Montag bis Mittwoch statt. Allerdings stark dezimiert. Insgesamt fehlen den Kölnern acht Stammspieler, die sich auf Länderspielreise mit ihren Teams befinden. Mit Mathias Olesen ein weiterer Ergänzungsspieler. Unter anderem spielen Damion Downs und Julian Pauli wieder für die U20. Der VfL Bochum ist denkbar schlecht in die Saison gestartet. Nach dem 8. Spieltag belegt der Traditionsclub, der dem Abstieg in der Relegation gegen Fortuna Düsseldorf erst entgangen war, den letzten Tabellenplatz, hat in sechs Spielen erst einen Punkt eingefahren. Am Wochenende unterlag Bochum dem VfL Wolfsburg 1:3.

Am Donnerstagabend findet dann im RheinEnergie Stadion das Abschiedsspiel von Lukas Podolski statt. Offenbar ohne die ganz große Beteiligung der FC-Profis. Zumindest scheint es eher unwahrscheinlich, dass die Spieler zwei Begegnungen am Donnerstag bestreiten. Über die genauen Mannschaften des Poldi-Kicks ist noch nicht viel bekannt.


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Experten-Meinung EuGH

Wechselspiel in Angriff und Abwehr – wieder einmal kann der FC nicht nachlegen

Sargis Adamyan kommt für Luca Waldschmidt
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Wechselspiel in Angriff und Abwehr – wieder einmal kann der FC nicht nachlegen

Fünf Spieler wechselte Gerhard Struber beim 2:0-Erfolg über den SSV Ulm ein, Einfluss auf das Spiel nahm keiner der Akteure. Trotz der Rückkehr gleich mehrerer Spieler zeigt sich nach wie vor das Problem beim 1. FC Köln: Der FC kann von der Bank nicht nachlegen.

Sargis Adamyan spielte zuletzt gegen Magdeburg, Florian Dietz gegen Elversberg, Max Finkgräfe und Florian Kainz in dieser Spielzeit noch gar nicht. Alle kamen gegen Ulm zum Einsatz, waren aber aus unterschiedlichen Gründen kein Faktor der Geißböcke und es offenbart sich weiterhin das Problem beim 1. FC Köln: Der FC kann von der Bank nicht nachlegen.

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Wirklich überraschend kam das Comeback am Samstag nicht, auch nicht die Rückkehr in die Startelf. Nach dem schwachen Auftritt von Jan Thielmann gegen Karlsruhe hatte sich bereits unter der Woche angedeutet, dass Max Finkgräfe auf der ungewohnten Position zum Einsatz kommen könnte. Elf Wochen nach seiner Verletzung stand der Youngster wieder auf dem Platz und das in der Anfangsformation. Zwar hatte sich der gelernte Linksverteidiger in der Vorsaison einen Stammplatz erkämpft, war einer der wenigen Leistungsträger in der Krisenspielzeit, dennoch offenbart seine Berufung in die Anfangself einmal mehr das Kernproblem der Kölner: Einen Rekonvaleszenten von Beginn an auf einer ungewohnten Position einzusetzen, bedeutet einmal mehr, dass im Kader zu wenig Alternativen gibt.

Kainz blieb nach Einwechslung blass

Auf der Position des Rechtsverteidigers fällt das Problem durch das erstaunliche Wechselspiel besonders auf. Rasmus Carstensen scheint in den Augen von Gerhard Struber keine Option zu sein, also sollte Offensivspieler Jan Thielmann umfunktioniert werden, nun Finkgräfe. Auch der Versuch misslang (zumindest am Samstag). Also probierte es Struber mit Julian Pauli und riss damit das bislang gut funktionierende Innenverteidiger-Duo auseinander. Dominique Heintz rückte ins abwehrzentrum nach und damit ein Routinier, der in dieser Saison aber auch nicht immer zu überzeugen wusste. Eine dauerhafte Lösung ist Pauli auf der rechten Seite also wohl auch nicht. Und auch die weiteren Einwechslungen verdeutlichten einmal mehr, dass der FC aktuell von der Bank nicht nachlegen kann.

Florian Kainz kam nach einer guten Stunde. Auch dem Österreicher fehlte nach langer Verletzungspause sichtbar noch der Anschluss zur Mannschaft. Kainz ackerte, spielte in seinen 25 Minuten auch nahezu so viele Pässe wie Lemperle in der guten Stunde zuvor, Einfluss auf das lahmende Kölner Spiel nahm der Mittelfeldspieler aber nicht. Im Gegenteil, das Offensivspiel wurde zunehmend ausgebremst. Das hatte sicherlich nur bedingt mit dem Wechsel zu tun, denn auch zuvor fiel dem FC in der Vorwärtsbewegung trotz Überzahl gegen kompakte stehende Ulmer nur noch wenig ein. Ein belebendes Element war der frische Wind aber nicht. Allerdings war das nach der langen Verletzung von Kainz so auch nicht unbedingt zu erwarten gewesen.

Wechselspiel im Angriff deutet auf eine gewisse Ratlosigkeit

Mehr erwartet haben dürfte sich Struber dagegen von Sargis Adamyan und Florian Dietz, die in gewisser Weise ebenfalls ein Comeback feierten: Adamyan spielte zuletzt gegen Magdeburg, Dietz im August gegen Elversberg. Nachdem der Kölner Trainer zuletzt Marvin Obuz und Jaka Potocnik das Vertrauen gab, (mit mäßigem Erfolg,) bot die Begegnung gegen Ulm, und dann auch noch in Überzahl für Dietz und Adamyan die Chance, sich erneut zu präsentieren. Diese Chance nutzten beide einmal mehr nicht. Adamyan kam auf ganze drei Ballkontakt, Dietz immerhin auf neun, einen Torschuss und zwei Pässe. Und so zeigt sich durch das Wechselspiel im Angriff auch eine gewisse Ratlosigkeit. Keiner der vier Ersatz-Angreifer strahlt ernsthafte Gefahr aus, wirkt so, als könne er dem Spiele eine entscheidende Wendung geben.

33 Spieler wechselte Struber in dieser Spielzeit bereits ein, der FC kommt auf zwei Joker-Tore und die mit Linton Maina und Luca Waldschmidt von Spielern, die mittlerweile zum Stammpersonal gehören. Ein Goldenes Händchen beweist dagegen Steffen Baumgart, dessen Einwechselspieler mittlerweile auf acht Torbeteiligungen kommen – Ligabestwert. Während Struber im Mittelfeld einen Ausfall wie aktuell den von Dejan Ljubicic, aber auch schon von Eric Martel, gut kompensieren kann, darf in der Verteidigung und gerade im Sturm nicht sonderlich viel passieren. Die Bank bietet aktuell jedenfalls keine Alternativen. Möglicherweise sieht es nach der Länderspielpause mit Dejan Ljubicic und Mark Uth besser aus.


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Experten-Meinung EuGH

Manchmal ist weniger mehr, manchmal aber auch nicht

Die Spieler des 1. FC Köln freuen sich nach ihrem Sieg über den SSV Ulm.
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Manchmal ist weniger mehr, manchmal aber auch nicht

Beim 2:0-Erfolg über den SSV Ulm hat der 1. FC Köln weniger Spektakel als zuletzt geboten, dafür aber einen wichtigen Sieg, wichtige drei Punkte eingefahren. Ob die Kölner aber so schnell die erhoffte richtige Balance gefunden haben, ist nach dem Spiel gegen einen schwachen Gegner nicht abzusehen. Ein Kommentar zum 2:0-Erfolg des 1. FC Köln gegen Ulm.

Mit einem Sieg in die Länderspielpause zu gehen tut den Kölnern gut, gibt Ruhe und etwas Luft. In zwei Wochen stehen dann die Begegnungen mit den Mannschaften an, die ebenfalls zum größeren Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt wurden. Ob der FC die so wichtige Balance wirklich gefunden hat, wird sich dann zeigen. Ein Kommentar zum 2:0-Erfolg des 1. FC Köln gegen Ulm.

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Auch wenn Gerhard Struber am Samstagnachmittag nach dem doch verdienten und ungefährdeten Sieg über den SSV Ulm von einem Zauberfuß in den Reihen seines Kaders sprach – mit Magie hatte das 2:0 gegen die harmlosen „Spatzen“ wirklich wenig zu tun. Nach dem vogelwilden 4:4 gegen den KSC am vergangenen Wochenende, mit der beeindruckenden Offensiv-Wucht auf der einen und der mehr als nur löchrigen Abwehr auf der anderen Seite, wirkte der Erfolg gegen den Aufsteiger durchaus so, als habe Struber unter der Woche den Zauberstab geschwungen. Der FC agierte kontrolliert, teils abwartend aus einer geordneten Defensive und kam selten in die Verlegenheit, Ball und Gegner in Umschaltmomenten nicht folgen zu können. Köln war in der Abwehr stabil und fand die nötige Balance.

Weniger Offensivspektakel, dafür mehr Punkte

Also all das, was sich Struber unter der Woche gewünscht hatte. Und das hatte sicherlich auch mit der taktischen Ausrichtung und mit personellen Veränderungen zu tun. Zum Beispiel, dass Denis Huseinbasic deutlich defensiver agierte, der FC nicht so hoch, nicht so aggressiv anlief, vielleicht auch nicht immer den direkten Weg ins letzte Drittel suchte. Für Struber war es im Nachhinein eine seriöse Leistung, für Eric Martel ein nicht so schönes Spiel, aber ein wichtiger Sieg und Timo Hübers vermisste das „offensive Trallala“ auch nicht wirklich. Soll wohl heißen: Manchmal ist ein bisschen weniger halt viel mehr. Weniger Offensivspektakel, dafür aber mehr Punkte, die der FC vor der Länderspielpause auch dringend benötigt hat. Denn mit einer weiteren Pleite oder vier sieglosen Spielen in Serie hätte es durchaus Fragen gegeben und in Köln ist die nach dem Trainer bekanntlich eine beliebte.

Das haben die Geißböcke mit einer „seriösen“ Leistung abgewendet. Man könnte also meinen, die Lernkurve zeigt durchaus nach oben. Tut sie möglicherweise auch. Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass die Kölner Stabilität wohl auch mit der Qualität des Gegners zusammenhing. Und die war bei allem Respekt vor dem Aufsteiger am Samstag ziemlich bescheiden. Schon vor der Roten Karte gegen Max Brandt war Ulm nicht wirklich im Spiel, fand in der Offensive gar nicht statt. Selbst den fahrigen Auftritt von Max Finkgräfe wusste der Gegner nicht zu nutzen, um Gefahr zu erzeugen. Köln war in der Hintermannschaft auch so stark, weil der Gegner im Angriff einfach schwach war. Zumal Ulm lange in Unterzahl spielte und den „Spatzen“ zunehmend die Luft ausging.

Echter Gradmesser erst nach der Länderspielpause

Das soll den verdienten Erfolg der Kölner auf keinen Fall schmälern. Auch, wenn einige Fans sich gerade in Überzahl ein Feuerwerk erhofft hatten. Es fehlen aber Vergleichswerte, um einzuschätzen, ob die Geißböcke wirklich bereits ihre Balance zwischen Offensiv-Wucht und sicherem Defensiv-Spiel gefunden haben. Ein Gradmesser, wie Thomas Kessler das Spiel vorab bezeichnete, war die Begegnung in Bezug auf das erhoffte Gleichgewicht sicher nicht. Den wird es dann wohl erst nach der Länderspielpause geben. Dann treffen die Kölner bis zur nächsten Saisonunterbrechung im November mit Darmstadt, Paderborn, Hertha und Fürth gleich auf vier Teams, die ebenfalls mindestens zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt wurden, diesen Ansprüchen aber bis auf Paderborn ebenfalls hinterherhinken.

Dann wird sich gegen andere Kaliber, gegen zum Teil spielende Mannschaften durchaus zeigen, ob der FC die innere Mitte tatsächlich gefunden hat. Ob Spektakel oder nicht – am Ende zählen die Punkte. Die gab es gegen den SSV Ulm. Denn in der Tabelle gilt nach dem 34. Spieltag, dass weniger eben doch nicht mehr ist.


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Zwei Tore in den jüngsten beiden Spielen – ist der Knoten wirklich geplatzt?

Luca Waldschmidt jubelt nach seinem Tor gegen den SSV Ulm.
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Zwei Tore in den jüngsten beiden Spielen – ist der Knoten wirklich geplatzt?

Mit zwei Toren aus den jüngsten beiden Spielen zeigt die Formkurve von Luca Waldschmidt zweifelsfrei nach oben. Eine erfreuliche Entwicklung, der Knoten ist damit aber noch nicht gänzlich geplatzt. Luca Waldschmidt findet beim 1. FC Köln langsam zu seiner Form.

Die Freude über dem Verbleib beim FC war groß, die Erwartungen an den ehemaligen Nationalspieler hoch. Der Saisonbeginn verlief für den Offensivspieler jedoch nicht so rund, wie gewünscht. Nun traf der 28-Jährige in den vergangenen beiden Spielen. Luca Waldschmidt findet beim 1. FC Köln langsam zu seiner Form.

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Die Freude nach seinem Treffer zwei Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit gegen den SSV Ulm am Samstag war Luca Waldschmidt anzusehen. Der 28-Jährige traf zum zweiten Mal in Folge. Auch gegen den KSC am Wochenende zuvor konnte der Kölner Offensivspieler bereits einen Treffer einfahren und erzielte nun insgesamt drei Tore in der laufenden Spielzeit. Dabei war der Verbleib der Wolfsburger Leihgabe im Sommer lange nicht klar. Waldschmidt hatte sich lange nicht zum FC bekannt, hatte seinen Vertrag dann aber im Sommer doch noch verlängert, der Verein überwies dem Vernehmen nach 1,5 Millionen Euro an den VfL. Waldschmidt sollte einer der Leistungsträger bei den Geißböcken werden, die Position eines Führungsspielers übernehmen. Doch der Start in die Saison verlief bisher alles andere als traumhaft.

Zeigt die Formkurve nach oben?

Waldschmidt startete im ersten Ligaspiel gegen den HSV schwach, kam danach erstmal nur noch zu Kurzeinsätzen. Nun scheint die Formkurve des ehemaligen Nationalspielers nach oben zu zeigen. „Das Tor ist natürlich überragend,“ sagte FC-Sportdirektor Christian Keller zu dem Treffer gegen Ulm. Der 28-Jährige hatte den Ball über eine Distanz von 20 Metern in den Winkel verfrachtet – Traumtor. „Ich brauche nicht drum herumreden, ich habe Spaß beim Fußball spielen, das ist für mich sehr wichtig. Ich probiere das mit auf den Platz zu nehmen und umzusetzen, was der Trainer will“, so Waldschmidt nach dem Duell. Dabei hätte Waldschmidt möglicherweise weiterhin zunächst auf der Bank gesessen, wäre Dejan Ljubicic gegen den KSC und nun auch gegen Ulm nicht krankheitsbedingt ausgefallen. Eine Chance, die der Offensivspieler für sich zu nutzen wusste. Doch zeigt die Formkurve tatsächlich so steil nach oben?

Zugegeben, Waldschmidt hat in den letzten beiden Duellen getroffen – schön getroffen, blieb aber abgesehen davon sonst doch eher unauffällig. Gerade gegen den SSV hatte Waldschmidt trotz einer ordentlichen Anzahl von sechs Abschlüssen nicht viele Offensiv-Aktionen. Ein Versuch in der ersten Halbzeit gegen Ulm wurde geblockt, später versuchte es der Offensivspieler erneut selbst und übersah dabei den frei vor dem Tor stehenden, wenn auch im Passweg zugestellten, Damion Downs, der sich zu Recht beschwerte. Eine Flanke hätte in dieser Situation die Torchance wohl immens erhöht. Außer eines sehenswerten Doppelpasses mit Denis Huseinbasic war es das dann aber auch schon mit den Chancen.

Lob für Luca Waldschmidt

Nichtsdestotrotz hat sich der 28-Jährige für kommende Begegnungen empfohlen, wieder Leistung gezeigt und sich laut Trainer für die Mannschaft aufgerieben. Das ist es, was FC-Coach Gerhard Struber von seinen Jungs sehen will: „Luca hat heute viel investiert in das Spiel, wie viele andere auch. Das ist dann sehr lobenswert“, sagte Struber. „Der Luca ist ein ganz schlauer, spielintelligenter Bursche. Er hat in den letzten Wochen gelernt, sich in den Dienst der Sache zu stellen und auch eine höhere Intensität geliefert, die wichtig ist für unser Spiel gegen den Ball. Da hat er zugelegt.“ Darüber hinaus ist auch dem Trainer das Traumtor nicht verborgen geblieben: „Dass der Luca Waldschmidt so viele Tore schießen kann – der hat einen Zauberfuß, den hat er in die Wiege gelegt bekommen, für den kann er nicht so viel – loben kann man dann eher den Einsatz.“

Die Einsatzbereitschaft wird Waldschmidt nach den beiden gelungenen Spielen wohl auch zukünftig unter Beweis stellen müssen. Denn nach der Länderspielpause wird das Comeback von Dejan Ljubicic erwartet. Dann gibt es wieder mehr Konkurrenz um einen Platz in der Startelf. Die beiden Tore werden Waldschmidt jedoch mit Sicherheit Selbstvertrauen gegeben haben für künftige Aufgaben.


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Problemrolle Rechtsverteidiger: Wird Julian Pauli nun wirklich zu einer Option?

Julian Pauli spielt beim 1. FC Köln auch den Rechtsverteidiger
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Problemrolle Rechtsverteidiger: Wird Julian Pauli nun wirklich zu einer Option?

Gerhard Struber setzte gegen Ulm 45 Minuten lang auf den Shootingstar auf ungewohnter Position. Und der Youngster lieferte. Allerdings gegen einen zunehmend schwächer aufspielenden Gegner. Zudem ist der 19-Jährige in der Innenverteidigung gesetzt beim 1. FC Köln: Ist Julian Pauli die Lösung als Rechtsverteidiger?

Max Finkgräfe hatte bei seinem Comeback nach langer Verletzungspause einen schweren Stand. Auf ungewohnter Position musste der Youngster von Beginn an ran und tat sich sichtbar schwer. Nach 45 Minuten war Schluss und der nächste Youngster bekam seine Chance. Und der gelernte Innenverteidiger lieferte und wird zu einer Option auf der Problemstelle des 1. FC Köln: Ist Julian Pauli aber nun wirklich die Lösung als Rechtsverteidiger?

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Es hatte schon etwas Aufmunterndes, als Sargis Adamyan Jan Thielmann nach dem 2:0 der Kölner gegen den SSV Ulm in den Arm nahm, dem 22-Jährigen ein paar Worte zusprach. Thielmann wird nach sieben Startelf-Einsätzen über seine Reservistenrolle ohne Spielminute nicht sonderlich glücklich gewesen sein. Wirklich überraschend kam die Auf- und Umstellung von Gerhard Struber aber nicht. Der Trainer des 1. FC Köln verordnete Thielmann eine Pause, nachdem der U21-Nationalspieler gegen den Karlsruher SC einen denkbar schwachen Tag erwischt hatte. „Der Jan ist für uns ein ganz entscheidender und wichtiger Spieler, der im letzten Spiel mal ein Stück weit eine Flaute erlebt hat“, sagte Struber. „Der Jan hat sehr sehr viele Spiele für den FC gemacht, aber er ist ein junger Bursche und man muss bei der Entwicklung der jungen Burschen auch eine gewisse Nachsichtigkeit haben als Trainer.“

Kein einfaches Comeback für Max Finkgräfe

Der 47-Jährige nahm aber auch die Medienvertreter in die Pflicht, „nicht immer gleich die Keule“ zu schwingen, wenn es bei den „jungen Burschen“ nicht so laufe. Dabei wird auch Struber wissen, dass das Projekt Offensivspieler Thielmann zu einem Rechtsverteidiger umzufunktionieren, ganz offensichtlich mit einem größeren Aufwand verbunden und längst noch nicht abgeschlossen ist. Das, was bei der U21-Nationalmannschaft sichtlich funktioniert, will bei den Geißböcken nicht so recht zusammenfinden. Und so war die Pause für Thielmann auch mit der Suche nach einem neuen Experiment verbunden. Denn nach wie vor hat der einzige etatmäßige Rechtsverteidiger Rasmus Carstensen einen mehr als schweren Stand beim neuen Coach. Und so entschied sich Struber für die Begegnung gegen Ulm gegen Carstensen, berief den jungen Dänen noch nicht einmal in den Kader und setze auf Max Finkgräfe auf der rechten Abwehrseite.

Zumindest für 45 Minuten. Dann war dieser Versuch für das Spiel gegen Ulm ebenfalls gescheitert. Finkgräfe hatte nach einer absolut unnötigen Aktion die Gelbe Karte gesehen. Struber erklärte später, er habe „Gröberes“ verhindern wollen und den Youngster aus dem Spiel genommen. Der Trainer befürchtete wohl eine Gelb-Rote Karte, denn Finkgräfe wandelte nach weiteren Fouls sehr nah an der Grenze zum Platzverweis, doch auch weitere Spielminuten hätten dem Youngster und dem FC an diesem Tag nicht unbedingt gut getan. Der 20-Jährige war der einzige Schwachpunkt einer sonst sehr stabilen Defensive, spielte aber auch zum ersten Mal nach seiner Verletzung und dann auch noch auf der ungewohnten Seite. „Natürlich ist das für den Max eine Herausforderung auf einer Seite zu spielen, auf der er noch nicht so viel Erfahrung hat“, sagte der Trainer und erklärte seine personelle Maßnahme mit der guten Trainingsleistung unter der Woche.

Julian Pauli überzeugt einmal mehr

Dass Struber dann aber nicht auf Thielmann zurückgriff, erstaunte im ersten Moment. Schließlich sprach sich der Coach einmal mehr für seine „jungen Burschen“ aus, setzte dann bei der Einwechslung aber auf Routinier Dominique Heintz – eigentlich Innenverteidiger, der aber auch die Rolle des Linksverteidigers übernehmen kann. Doch hinter dem Wechsel stand längst eine neue Idee. „Es gibt mehrere Überlegungen in die Richtung, weil wir einfach mehrere Spieler haben, die das Zeug dazu haben, uns weiterzuhelfen, um Leistung zu bringen, um Punkte einzufahren“, erklärte Struber seine weitere Umstellung. „Und da gibt es für uns auch immer etwas auszuprobieren.“ Denn der Kölner Coach brachte Heintz nicht für die Außenposition. Der Routinier rückte in die Innenverteidigung und Julian Pauli auf die rechte Außenseite.

Eine Position, auf der der Youngster bislang ebenfalls eher wenig Erfahrung gesammelt hat. Doch Pauli löste seine Sache auch in ungewohnter Rolle gut. Sehr gut. Mit einer erstaunlichen Abgeklärtheit ging der 19-Jährige in die Zweikämpfe, auch weiterhin kam nahezu jeder Pass der Youngsters an, das Stellungsspiel stimmte. In der ersten Hälfte lief noch nahezu jeder Angriff der Ulmer über die rechte Kölner Abwehrseite, nach dem Wechsel so gut wie keiner mehr. Allerdings investierten die „Spatzen“ nach der Pause auch so gut wie gar nichts mehr in die Offensive. Die Umstellung wurde in sofern auch eine dankbare Aufgabe für das Kölner Eigengewächs. Der Abwehrspieler schaltete sich zudem auch in die Offensive mit ein.

Julian Pauli ist der Gewinner der aktuellen Spielzeit

Und dennoch: Schon seit Wochen ist Pauli der sicherste Kölner Abwehrspieler. Abgebrüht, souverän, vieles wirkt jetzt schon routiniert. Nicht umsonst konnte Pauli seinen von transfermarkt.de geschätzten Marktwert von 150.000 Euro im Juli mittlerweile auf 1,5 Millionen Euro steigern und nicht umsonst wurde der gelernte Innenverteidiger erneut in den Kader der U20 der Nationalmannschaft berufen. Der junge Abwehrspieler ist die Entdeckung der Hinrunde, schon jetzt Stammspieler und auch Leistungsträger. Und nun auch eine mögliche Alternative auf der rechten Abwehrseite. „Der Julian hat es sehr seriös und sehr verlässlich gemacht und uns einmal mehr gezeigt, dass er auf mehreren Positionen eine wichtige Säule darstellt und damit auch Verlässlichkeit bietet“, sagte Struber.

Und dennoch ist der Youngster wohl eben eine Alternative auf der Rechtsverteidiger-Position, eine Option. Die 45 Minuten gegen Ulm sind jedenfalls noch keine verlässliche Quelle, dass Pauli auch konstant gut auf der Außenbahn spielt. Zudem war der 19-Jährige bislang als Innenverteidiger gesetzt. Reißt der Trainer das funktionierende Abwehr-Duo auseinander? Dass Heintz nicht die Optimallösung neben Timo Hübers ist, war zu Beginn der Saison gleich an mehreren Stellen zu sehen. Und auch Elias Bakatukanda spielte in den Überlegungen von Struber bislang keine große Rolle. Zudem ist die Überlegung Thielmann als Rechtsverteidiger aufzustellen, alles andere als abgehakt. Struber vertraut natürlich auch weiterhin auf die Qualitäten des U21-Nationalspielers „Wie halten sehr sehr fest an ihm“, sagte der Coach. Die Frage nach dem Rechtsverteidiger scheint noch nicht beantwortet.


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Experten-Meinung EuGH

Schwerer Stand auf ungewohnter Position

Max Finkgräfe im Spiel des 1. FC Köln gegen Leverkusen
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Schwerer Stand auf ungewohnter Position

Nach langer Verletzungspause kehrte Max Finkgräfe am Samstag wieder auf den Platz zurück. Eine Rückkkehr, die sich der Youngster sicherlich anders vorgestellt hat. Auf ungewohnter Position musste das Eigengewächs ran beim 1. FC Köln: Max Finkgräfe mit unglücklichem Comeback.

Seine Rückkehr war von vielen sehnlich erwartet worden, der Shootingstar selbst hatte ebenfalls vor Wochen schon seinen Einsatzwunsch hinterlegt beim 1. FC Köln: Max Finkgräfe kehrt aber mit unglücklichem Comeback zurück.

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Als emotional aufbrausend war Max Finkgräfe bei den Profis des 1. FC Köln bis dato eher selten aufgefallen. Nach gut 35 Minuten hatte sich der Abwehrspieler der Geißböcke im Duell gegen den SSV Ulm nicht im Griff. Nach einem harten Einsteigen lag der etatmäßige Linksverteidiger im Seiten-Aus, neben dem Ball. Als Romario Rösch das Spiel schnell machen wollte, kickte Finkgräfe den Ball mit der Grätsche eines Abwehrspielers weg, obwohl sich die Kugel ebenfalls außerhalb des Spielfelds befunden hatte. Schiedsrichter Patrick Alt wertete die unnötige Aktion als Unsportlichkeit und zeigte Finkgräfe die Gelbe Karte. Schon früh war das Eigengewächs verwarnt. Und das wegen einer emotionalen Reaktion, die sicherlich auch mit der Rückkehr auf dem Platz zusammenhing.

Auf ungewohnter Position

Nach seiner Verletzung in der Vorbereitung hat Finkgräfe an seinem Comeback gearbeitet. Seit drei Wochen befindet sich der Shootingstar der Vorsaison wieder uneingeschränkt im Mannschaftstraining. Vor dem Duell gegen Fortuna Düsseldorf hatte der Youngster dann seinen Einsatzwunsch hinterlegt, gerade gegen seinen Ex-Club saß er aber, wie auch in der Folgewoche gegen den Karlsruher SC, 90 Minuten auf der Bank. Nun rotierte der gelernte Linksverteidiger sogar in die Startformation, das aber auf die ungeübte rechte Position für den zuletzt schwach aufspielenden Jan Thielmann. Und hatte sichtbar seine Probleme. „Natürlich ist das für den Max eine Herausforderung auf einer Seite zu spielen, auf der er noch nicht so viel Erfahrung hat“, sagte Gerhard Struber nach der Begegnung. „Er hat aber unter der Woche unter Beweis gestellt, dass er alleine schon aufgrund seiner Dynamik und seines Verständnisses das gut hinkriegen kann.“

Gegen Ulm bekam es Finkgräfe nicht so gut hin. So waren es vor allem Romario Rösch und Dennis Chessa, die über die Seite des 20-Jährigen zumindest für einen Hauch Gefahr sorgten. Ein schwaches Stellungsspiel, nicht immer gut in den Defensiventscheidungen, ein bitterer Tunnel und eben die unnötige Verwarnung standen da nach 45 Minuten. Und die hatte wiederum Nachwirkungen für Finkgräfe. „Er hat früh eine Gelbe Karte bekommen und wir haben mehr und mehr das Gefühl bekommen, Gefahr zu laufen, dass etwas Gröbers passieren könnte“, sagte Struber. „Deshalb haben wir uns entschlossen, diesen Wechsel in die Richtung zu machen.“ Finkgräfe blieb in der Kabine, schaute sich den Rest der zweiten Halbzeit von der Bank an. Und musste mit ansehen, dass mit Julian Pauli ganz offensichtlich eine weitere Alternative auf der rechten Seite heranwächst.

Struber: „Er wird zukünftig ein wichtiger Part sein“

Und dennoch fand Gerhard Struber nach der Begegnung auch positive Aspekte an Finkgräfes Comeback: „Es war wichtig für den Max, dass er nach einer langen Verletzung mal wieder Spielzeit genossen hat“, sagte Stuber. „Es ist wichtig auch mit ihm, die Schritte weiterzugehen, was die Entwicklung angeht. Er ist für uns schon einer, der zukünftig ein wichtiger Part sein wird.“ Wie wichtig Finkgräfe für den FC sein kann, zeigte der Youngster in der vergangenen Saison immer wieder. Für sein Alter doch erstaunlich abgebrüht und souverän war der Linksverteidiger in zahlreichen Begegnungen bester Kölner Feldspieler. „Er hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Das ist ein super Junge, der unserem Spiel richtig viel geben kann. Jetzt hat er Pacarada vor sich in richtig guter Form auf der Linksverteidiger-Position. Der Junge ist 20, er hat ein Riesen-Potenzial. Ich freue mich in erster Linie, dass er zurück ist“, sagte Timo Hübers.

Auch Christian Keller hatte Rücksicht mit dem Youngster und bescheinigte Finkgräfe durchaus das Potenzial einen weitaus „besseren Rechtsverteidiger“ abgeben zu können. Und somit ist es sehr wahrscheinlich, dass die Leistung und der emotionale Fehlgriff nur Ausrutscher waren.


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Experten-Meinung EuGH

EuGH-Urteil: FC denkt über Schadensersatzforderung nach

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EuGH-Urteil: FC denkt über Schadensersatzforderung nach

Der 1. FC Köln denkt tatsächlich über Schadensersatzforderung nach dem EuGH-Urteil nach. Der Europäische Gerichtshof hat am Freitag entschieden, dass von ihm begutachtete Transferregelungen der FIFA gegen europäisches Recht verstoßen. Nun äußerte sich Geschäftsführer Christian Keller.

Am Freitag hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass einige Transfervorschriften des Fußball-Weltverbandes FIFA gegen europäisches Recht verstoßen. Das könnte auch Folgen für den FC haben. Denn der auslösende Fall ist ähnlich gelagert wie der Fall, der zur Sanktion gegen die Geißböcke führte. Der 1. FC Köln denkt nun über Schadensersatzforderung nach. Dazu äußerte sich nun auch Christian Keller.

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Der 2:0-Erfolg des 1. FC Köln über den SSV Ulm war ein wichtiger Sieg für die Geißböcke, um mit ein wenig Ruhe in die Länderspielpause zu gehen. Einen weiteren kleinen Sieg feierten die Kölner schon am Freitag – zumindest gefühlt. „Nach der neuen Rechtsprechung hätte der Spieler seinen Vertrag kündigen können und wir hätten nicht belegen müssen, dass wir ihn nicht angestiftet haben“, sagte Christian Keller am Samstag nach dem Zweitliga-Spiel unter anderem der Bild. „Im Nachgang haben wir Recht bekommen.“ Am Freitag hatte der EuGH entschieden, dass einige Transfervorschriften des Fußball-Weltverbandes FIFA gegen europäisches Recht verstoßen. Der Auslöser für den Rechtstreit und somit auch das Urteil ist mit dem Fall der Kölner Transfersperre vergleichbar.

Christian Keller: „Wir hätten nicht beweisen müssen, dass wir unschuldig sind“

Lassana Diarra war 2013 von Real Madrid zu Lokomotive Moskau gewechselt. Nach nur einem Jahr löste der Franzose seinen Vertrag einseitig auf – das nach Ansicht von FIFA und CAS zu Unrecht. Doch Diarra tat sich schwer, einen neuen Club zu finden, denn potentielle Interessenten sorgten sich um Sanktionen wie eine Transfersperre und/oder Geldstrafen. Sporting Chaleroi war an dem Spieler interessiert, sprang aber aus Angst vor Strafen ebenfalls kurzfristig ab. Diarra verklagte daraufhin die FIFA auf sechs Millionen Euro Schadensersatz. Das belgische Gericht legte den Fall dem EuGH vor, der nun zu einem Urteil kam, das so auch für den FC gegolten hätte. „Nach der neuen Rechtsprechung hätte der Spieler kündigen können und wir hätten nicht beweisen müssen, dass wir unschuldig sind“, erklärte Keller.

Nun ist die Strafe der Kölner nahezu abgesessen. Möglich wäre somit wohl nur noch Schadensersatz. Oder? „Ich halte es für sehr gut denkbar, dass dem Grunde nach ein Schadensersatzanspruch des FC gegen die FIFA besteht. Denn den Opfern von Kartellrechtsverstößen steht Ersatz zu“, sagte Prof. Dr. Alexander Scheuch gegenüber come-on-fc.com am Freitag. „Die größte Schwierigkeit wird aber darin liegen, genau zu beziffern, welche Schäden der FC infolge der Transfersperre erlitten hat. Wie will man zum Beispiel nachweisen, dass man nicht abgestiegen wäre, wenn man im Winter 2023/24 Spieler hätte verpflichten können?“, so Scheuch weiter. Und: „Gerichte haben bei der Berechnung des Schadensersatzes zwar einen gewissen Spielraum für Schätzungen. Aber der FC müsste trotzdem plausibel darlegen, welche Einnahmen ihm durch die Sperre entgangen sind beziehungsweise welche weiteren Nachteile er hatte.“

Keller: „Es könnte schon sein, dass ein Schadensersatzanspruch gestellt wird“

Ob, die Kölner diesen Weg gehen, ist allerdings noch offen. „Wir müssen jetzt mal schauen, ob wir da nochmal drauf eingehen. Weil praktisch bringt uns das nichts. Wir werden jetzt keinen vertragslosen Spieler bis zum 31.12. unter Vertrag nehmen – was ja möglich wäre, wenn die Fifa jetzt die Strafe aufhebt“, sagte Christian Keller. „Zum Thema Schadensersatz würde ich ungern allzu viel sagen. Aber es könnte schon sein, dass ein Schadensersatzanspruch gestellt wird. Da überlegen wir uns, was wir machen.“ Groß scheinen die Aussichten auf Erfolg nicht zu sein. Aber: „Ganz ordentlich dürften beispielsweise die Aussichten darauf sein, sich die Kosten, die man durch das Verfahren vor dem FIFA-Gericht und dem Schiedsgericht CAS hatte, wiederzuholen“, sagte Scheuch.

Das dürften wiederum geringe Einnahmen im Vergleich zu dem entstandenen Schaden des Abstiegs sein. Dennoch wäre der Schritt denkbar. Es bleibt weiterhin die Frage, ob die Kölner anders hätten handeln können. Schließlich hatten sich die FC-Bosse dazu entschieden, eben nicht gegen das CAS-Urteil vorzugehen. „Ob der FC schon früher gegen die Sperre hätte vorgehen können, wenn das Urteil in Sachen Diarra absehbar gewesen wäre, lässt sich schwer sagen“, sagt Scheuch. „Den normalen Instanzenzug hat der Club ja letzten Endes ohnehin voll ausgereizt. Man hätte allenfalls erwägen können, noch vor staatliche Gerichte zu ziehen und eine einstweilige Verfügung zu erstreiten. Das wäre aber seinerseits mit Unsicherheiten verbunden gewesen. Ich kann nachvollziehen, dass man diesen Weg nicht gegangen ist.“


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