Kommentar: Der FC hat den Kampf angenommen, nur leider zu spรคt

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Kommentar: Der FC hat den Kampf angenommen, nur leider zu spรคt

Beim 1:1 gegen den 1. FSV Mainz hat der FC endlich den Abstiegskampf angenommen, mit Leistung, Willen und Leidenschaft รผberzeugt. Das macht Hoffnung. Die Tabelle nicht. Das Aufbรคumen kommt mit viel zu groรŸer Wahrscheinlichkeit zu spรคt. Ein Kommentar.

Nur hauchdรผnn haben die Kรถlner am Sonntagabend den erhofften Sieg und damit den Befreiungsschlag verpasst. Unterm Strich bleibt ein einziger Punkt, aber eine Leistung, die Mut macht. Aber reicht das noch? Wohl nicht. Der Kampf wurde endlich angenommen, nur leider zu spรคt. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Kรถln gegen Mainz.

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Vor dem Duell gegen den 1. FSV Mainz 05 gab es rund um das GeiรŸbockheim nur eine Meinung: der FC muss das Duell beim direkten Konkurrenten gewinnen, sonst wird es nichts mehr mit dem Klassenerhalt. Der FC hat nicht gewonnen. Doch obwohl so ziemlich jeder andere Konkurrent an diesem Wochenende auch noch gegen die Kรถlner punktete, ist sie nach dem 1:1 eben doch noch da. Die Chance auf den Relegationspunkt, wenn auch eine Minimal-Chance. Oder wie es FC-Profi Mark Uth sagte, der FC „lebt noch“. Die Betonung sollte dabei durchaus auf „noch“ liegen. Denn, dass die Kรถlner es bei noch neun zu vergebenen Punkten schaffen, fรผnf Zรคhler auf Mainz aufzuholen, ist trotz des schwachen Auftritts der Rheinhessen gegen die GeiรŸbรถcke schon sehr unwahrscheinlich. Mainz spielt noch in Heidenheim und Wolfsburg sowie zu Hause gegen den BVB. Die sieben Punkte Rรผckstand auf Bochum und Union Berlin sind mehr als ein Brett.

Der FC befindet sich eben nicht auf Augenhรถhe

Dabei ist es noch nicht einmal der reine Tabellenstand kurz vor dem Ziel, der die Chance auf den Klassenerhalt der Kรถlner bis auf ein Minimum reduziert. Es ist ein Konglomerat aus erschreckend schwachen Leistungen der Mannschaft, rรคtselhaften Formtiefs einzelner, aber vieler Spieler und fรผr den GroรŸteil der Laien unverstรคndlichen Entscheidungen bei der Kaderzusammenstellung der Kรถlner Verantwortlichen. Der FC hat in dieser Saison auf allen Ebenen ein erschreckendes Bild abgegeben – und das รผber nahezu die gesamte Saison. Der immer wiederkehrende Begriff der Augenhรถhe kann angesichts des Saisonverlaufs nur mit einem Kopfschรผtteln quittiert werden. Der FC befindet sich mit dem GroรŸteil der Liga eben nicht auf Augenhรถhe.

Und auch wenn es hart klingt: Dass der FC selbst nach den beiden ausgerufenen, aber nicht gewonnenen Finalspielen mit 24 Toren, 23 Punkten und vier Saisonsiegen drei Spieltage vor dem Saisonfinale noch die theoretische Chance auf die Relegation hat, spricht nicht fรผr die Qualitรคt der Konkurrenz. Dabei war das 1:1 gegen Mainz durchaus ein Mutmacher. Kรถln hat das Spiel in der Tat รผber weite Strecken dominiert, war gerade in der Schlussphase die bessere Mannschaft und sehr nahe am so wichtigen Sieg. Vor allem aber haben Eric Martel, Denis Huseinbasic und Co. die Zweikรคmpfe von der ersten Minute an sich in jeden Ball geworfen, die Zweikรคmpfe gesucht und viele auch gewonnen. Gegen die Rheinhessen haben sich die GeiรŸbรถcke gegen die drohende Niederlage gestemmt, mรถglicherweise zum ersten Mal in dieser Spielzeit wirklichen Abstiegskampf gezeigt und das mit all seinen Emotionen.

Das Aufbรคumen kommt wohl zu spรคt

Ja, der FC lebt, wie Mark Uth es sagte. Doch es bleibt das „noch“. Denn die Leistung gegen Mainz wirft auch Fragen auf. Warum erst jetzt? Wo war die Leidenschaft, dieser Wille gegen Mannschaften wir Darmstadt und ja, auch gegen Bochum? Das Spiel macht sicher Hoffnung auf mehr. Doch es bleiben die Zweifel, ob der aktuelle FC in der Lage ist, mehrere Male hintereinander รคhnlich engagierte Leistungen abzurufen. Es bleibt die Frage, wer denn die Tore fรผr einen Sieg schieรŸen soll. Vor allem bleibt aber eine bittere Erkenntnis. Selbst wenn die Mannschaft nun den Schlรผssel zum Abstiegskampf gefunden hat, das Aufbรคumen kommt mir viel zu groรŸer Wahrscheinlichkeit zu spรคt.


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Stimmen zum Spiel

Zunรคchst ohne Kainz gegen Mainz

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Zunรคchst ohne Kainz gegen Mainz

Ohne Florian Kainz startet der 1. FC Kรถln in die wichtige Begegnung beim FSV Mainz 05. FC-Trainer Timo Schultz hatte Verรคnderungen angekรผndigt. Ist trifft unter anderem den Kapitรคn.

Mit einigen Verรคnderungen startet der 1. FC Kรถln in das Duell gegen den 1. FSV Mainz 05. Unter anderem sitzt Florian Kainz zunรคchst auf der Bank. So spielt der FC gegen Mainz.

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Timo Schultz hatte unter der Woche bereits angekรผndigt, dass es nach dem schwachen Auftritt gegen Mainz Verรคnderungen geben wรผrde. Nun macht der Trainer sein Versprechen war. Wie erwartet spielt Jan Thielmann eine offensivere Rolle. Das Kรถlner Eigengewรคchs hatte in den vergangenen Spielen auf der rechten Verteidigerposition begonnen. Nun rรผckt Thielmann wieder eine Reihe weiter nach vorne. Dafรผr musste Faride Alidou auf der rechten Seite Platz machen. Der 22-Jรคhrige steht aber ebenfalls in der Startelf und wird voraussichtlich รผber die linke Seite anrennen.

Florian Kainz zunรคchst nur auf der Bank

Wie bislang nur gegen Leverkusen, wird Florian Kainz zunรคchst auf der Bank Platz nehmen. Auch im Angriff gibt es eine Verรคnderung. Fรผr Sargis Adamyan startet zunรคchst Steffen Tigges. Auf der Doppelsechs beginnen Eric Martel und Denis Huseinbasic. In der Viererkette spielt Benno Schmitz auf der rechten Seite.

So spielt der FC gegen Mainz

Max Finkgrรคfe

Timo Hรผbers

Jeff Chabot

Benno Schmitz

Eric Martel

Denis Huseinbasic

Faride Alidou

Jan Thielmann

Luca Waldschmidt

Steffen Tigges

FC-Startelf gegen Mainz: Verzichtet Schultz auf Kainz?

So kรถnnte der FC gegen Mainz spielen.
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FC-Startelf gegen Mainz: Verzichtet Schultz auf Kainz?

Nach der 0:2-Pleite gegen den SV Darmstadt steht fรผr den 1. FC Kรถln am 31. Spieltag das wohl entscheidende Spiel auf dem Programm. Der FC spielt gegen Mainz. Timo Schultz hat bereits angekรผndigt, dass er seine Mannschaft umbauen wird.

Endspiel in Mainz, heiรŸt wohl das Motto des 1. FC Kรถln vor dem Auswรคrtsspiel bei den Rheinhessen. Denn am 31. Spieltag spielte so ziemlich jeder Mit-Abstiegskonkurrent gegen den FC. Will der FC noch die Minimal-Chance auf den Klassenerhalt wahren, ist ein Sieg Pflicht. So kรถnnte der FC gegen Mainz spielen.

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Mit dem 3:0-Erfolg รผber den FC Augsburg ist dem SV Werder Bremen am Samstag wohl der entscheidende Schritt Richtung Klassenerhalt gelungen. Unabhรคngig vom Finalspiel der Kรถlner in Mainz werden die Norddeutschen bei aktuell zehn Punkten Vorsprung auf Rang 16 wohl nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun. Auch dem VfL Wolfsburg gelang mit dem 2:1 in Freiburg ein wichtiger Sieg. Da auch der VfL Bochum bereits am Freitag schon gegen Hoffenheim gewann, befinden sich aktuell nur noch zwei Teams einigermaรŸen in Reichweite der GeiรŸbรถcke. Der Rรผckstand auf Mainz betrรคgt fรผnf Punkte, der auf Union Berlin sieben. Mit einem Sieg scheint wieder viel mรถglich, mit einer Niederlage dagegen so ziemlich alles gelaufen. Do or die – lautet das Motto der Kรถlner.

Schmitz oder Carstensen?

Das hat es eigentlich auch schon in der vergangenen Woche. Doch die Kรถlner spielten bekanntermaรŸen weitab des erhofften Abstiegskampfes. Vielmehr hatte man den Eindruck, die GeiรŸbรถcke wรผrden sich ihrem Schicksal ergeben. Dementsprechend kรผndigte Timo Schultz fรผr die kommende Begegnung auch einige personelle Verรคnderungen an. Natรผrlich ohne Namen zu nennen. Zwischen den Zeilen lieรŸ sich zumindest erahnen, dass Jan Thielmann wohl wieder eine andere Position bekleiden werde. Der 21-Jรคhrige dรผrfte also eine Reihe nach vorne rutschen und รผber die AuรŸen fรผr Geschwindigkeit sorgen. Auf der rechten Seite kommen Rasmus Carstensen und Benno Schmitz in Frage. Die Tendenz geht wohl eher Richtung Routinier.

Die restliche Viererkette sollte dagegen gesetzt sein. An Jeff Chabot und Timo Hรผbers fรผhrt kein Weg vorbei. Max Finkgrรคfe erwischte zwar ebenfalls nicht den besten Tag gegen die Lilien. Da aber Leart Pacarada krank ist, kรคme als Alternative wohl nur Dominique Heintz in Frage. Das erscheint angesichts der bisherigen Spielzeit eher unwahrscheinlich. Auf der Doppelsechs spricht viel fรผr einen weiteren Einsatz von Jacob Christensen. Ob Eric Martel trotz der schwachen Leistung am vergangenen Wochenende erneut in den Vorzug vor Denis Huseinbasic erhรคlt, wird sich zeigen. Genauso wie der Spieler, der fรผr Thielmann in der Offensive Platz machen muss. Florian Kainz blieb jedenfalls einmal mehr weit hinter seiner Form. Bislang hielt Schultz meist an seinem Kapitรคn fest. Einzig gegen Leverkusen schmorte der Mittelfeldspieler 90 Minuten auf der Bank.

Ein รคhnliches Schicksal kรถnnte Kainz nun auch drohen. Setzt der Trainer auf seinen Kapitรคn wird es wohl Faride Alidou erwischen. Der kรถnnte allerdings auch eine Alternative im Sturmzentrum werden. Dass Sargis Adamyan nach dem Darmstadt-Spiel erneut eine Chance von Beginn an erhรคlt, ist eher unwahrscheinlich. Mรถglicherweise erhรคlt mit Damion Downs aber auch ein Youngster die Chance von Beginn an. Gesetzt sollte dagegen auf jeden Fall Luca Waldschmidt sein.

So kรถnnte der FC gegen den SV Darmstadt spielen

Max Finkgrรคfe

Timo Hรผbers

Jeff Chabot

Rasmus Carstensen

Jacob Christensen

Eric Martel

Florian Kainz

Jan Thielmann

Faride Alidou

Luca Waldschmidt

Kommentar: Zu viele Fehleinschรคtzungen, zu wenig Qualitรคt

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Kommentar: Zu viele Fehleinschรคtzungen, zu wenig Qualitรคt

Nach dem 0:2 gegen den SV Darmstadt steuert der FC mit Vollgas dem Abstieg entgegen. Dass die Kรถlner noch die Chance auf den Klassenerhalt haben, ist einzig der Schwรคche der Konkurrenz zu verdanken. In Kรถln reihen sich Fehleinschรคtzungen an Fehleinschรคtzungen. Das Ergebnis ist verheerend. Ein Kommentar.

Die Saison lief alles andere als rund fรผr die GeiรŸbรถcke. Mangelnde Voraussicht, Fehleinschรคtzungen der Lage und vielleicht sogar Blauรคugigkeit im Bezug auf den Kader, das CAS-Urteil und die Stรคrke der Gegner rรคchen sich nun. Der Abstieg gerรคt in greifbare Nรคhe fรผr den 1. FC Kรถln: Ein Kommentar zum drohenden Abstieg.

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Als Timo Schultz am vergangenen Donnerstag auf die aktuelle Tabellensituation angesprochen wurde, setzte der Kรถlner Trainer sein gewohnt verschmitztes Lรคcheln auf und erklรคrte zwischen den Zeilen, dass sich der Blick schon nach dem Wochenende wieder lohnen kรถnnte. Denn nach einem Dreier „sieht es in der Tabelle auch wieder anders aus“, hatte Schultz optimistisch erklรคrt. Nach dem desastrรถsen 0:2 gegen den SV Darmstadt hat sich die Tabellensituation fรผr den FC in der Crunchtime nicht wesentlich verรคndert. Der Rรผckstand zum VfL Bochum betrรคgt immer noch fรผnf, der zu Mainz nun ebenfalls fรผnf Punkte, es gibt noch zwรถlf Zรคhler zu holen. Insofern ist der mittlerweile immerhin verhaltene Optimismus bei den GeiรŸbรถcken zu verstehen. Die Kรถlner wรคren schlechte Profis, wenn sie nicht an den Klassenerhalt glauben oder diesen Glauben kommunizieren wรผrden, so lange er rechnerisch noch mรถglich ist.

Irrtรผmer, Missverstรคndnisse und Fehleinschรคtzungen

Nach dem Auftritt gegen Darmstadt fehlt aber wohl vielen, vermutlich nahezu allen FC-Fans jegliche Fantasie, wie die GeiรŸbรถcke diese fรผnf Punkte aufholen wollen – selbst wenn Bochum oder Mainz die restlichen ausstehenden Begegnungen verlieren sollten. Dass der FC in dieser Verfassung am kommenden Sonntag mit einer รคhnlichen Leistung etwas bei den Rheinhessen holt, ist mehr als nur unwahrscheinlich. Und dennoch bleibt ein Rest Hoffnung. Ein Rest, bei dem man sich aber alles andere als sicher ist, ob man ihn denn angesichts der widerkehrend schwachen Leistungen und Enttรคuschungen รผberhaupt noch haben will. Das 0:2 gegen Darmstadt war spielerisch wohl die grรถรŸte Ernรผchterung, die sich der FC in dieser Saison geleistet hat. Schultz‘ Fehleinschรคtzung bezรผglich der Tabelle aber meilenweit entfernt von der grรถรŸten.

Vielmehr war das 0:2 das vorlรคufige Ende einer Aneinanderreihung von Irrtรผmern, Missverstรคndnissen und Fehlannahmen, die die GeiรŸbรถcke รผberhaupt erst in diese desastrรถse Situation gebracht, an den Abgrund der Liga gefรผhrt haben. Und da spielen die Scheinbilder vermeintlich guter Leistungen wie gegen Bochum oder die Bayern, der obligatorische Begriff der Augenhรถhe nur eine untergeordnete Rolle. Zur Wahrheit gehรถrt vielmehr, dass die Kette der Fehleinschรคtzungen spรคtestens mit der nicht adรคquaten Nachbesetzung von Anthony Modeste im Sommer 2022 begann und mit dem gleichen Fehler ein Jahr spรคter bei Jonas Hector und Ellyes Skhiri gnadenlos fortgesetzt wurde.

Die Idee, dass der aktuelle Kader bundesligatauglich sei, hat die Mannschaft in groรŸen Teilen der Saison widerlegt. Kein Transfer hat so eingeschlagen, wie erhofft, den FC entscheidend weitergebracht. Dass der Sturm, wie von Christian Keller im Sommer kommuniziert, so „ganz okay“ sei, entspricht nicht gerade den desolaten 23 Treffern. Immerhin muss man den FC-Bossen zu Gute halten, dass sie einen Spagat zwischen wirtschaftlicher Sanierung und sportlicher Wettbewerbsfรคhigkeit absolvieren mussten. Gelungen ist der zumindest auf der einen Seite ganz offensichtlich nicht. รœber den Sinn des Trainerwechsels ist es genauso mรผรŸig zu diskutieren, wie die Kapitรคnsbinde von Florian Kainz zu hinterfragen. Es ist rein spekulativ, ob es anders anders gelaufen wรคre. Mit Sicherheit hรคtte ein Steffen Baumgart am Samstag in der Halbzeit aber eine andere Tonlage angeschlagen, um sein Team aufzuwecken.

Ungewisse Zukunft mit ungewissem Kader

Zudem gingen die Kรถlner das Thema Vertragsunterschrift Jaka Potocnik und die daraus resultierenden Folgen viel zu blauรคugig an, hรคtten das Thema beenden mรผssen, bevor es zu einem geworden ist. Nicht wenige Experten haben genau dieses oder ein รคhnliches Urteil erwartet, wรคhrend die Kรถlner Verantwortlichen offensichtlich dem „Et hรคtt noch immer joot jejange“ verfielen. Das nicht Hamstern weiterer Spieler, weil man nicht kรผnstlich den Kader aufblรคhen wolle, fรคllt den GeiรŸbรถcken nun und auch im kommenden Sommer auf die FรผรŸe. Unterm Strich stehen 22 Punkte nach 30 Spieltagen, eine einjรคhrige Transfersperre und eine ungewisse Zukunft mit ungewissem Kader.

Der FC steuert mit Vollgas und verdientermaรŸen dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte entgegen. Dass die Kรถlner trotz ihrer desolaten Leistungen und Punkteausbeute nach 30 Spieltagen noch immer keine unrealistische Chance auf den Klassenerhalt haben, ist einzig der Schwรคche der Konkurrenz zu verdanken. Sollte der Abstieg tatsรคchlich vermieden werden, darf man sich getrost fragen, ob die Rรผckkehr der Leihspieler, das Implementieren von Nachwuchsspielern eine bessere Saison mit sich bringt oder nichts anderes als einen Abstieg auf Raten bedeutet.

Timo Schultz sagte am Samstag, dass eine ScheiรŸegal-Mentalitรคt vielleicht genau der richtige Ansatz fรผr das Saisonfinale sei. Dafรผr, dass seine Spieler nun „alles rausbrettern“. Man wรผrde es dem Trainer so gerne glauben. Die Sorge vor einer weiteren Fehleinschรคtzung ist aber mindestens genauso berechtigt. Und die Frage muss gestattet sein, ob Fehleinschรคtzungen in einem wirtschaftlichen Unternehmen folgenlos bleiben kรถnnen.


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FC-Startelf gegen Darmstadt: Nur wenige Fragezeichen

So kรถnnte der FC gegen den SV Darmstadt spielen
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FC-Startelf gegen Darmstadt: Nur wenige Fragezeichen

Nach der 0:2-Pleite gegen die Bayern steht fรผr den 1. FC Kรถln am 30. Spieltag das Heimspiel gegen den SV Darmstadt auf dem Programm. Timo Schultz wird seine Mannschaft erneut umbauen mรผssen.

Am Samstag steht fรผr den FC das erste Endspiel des Schlussspurts auf dem Spielplan. Es geht in das „eminent“ wichtige Spiel gegen den SV Darmstadt. So kรถnnte der FC gegen den SV Darmstadt spielen.

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Ungewohnt offen zeigte sich Timo Schultz am Donnerstag auf der Pressekonferenz zum Thema seiner mรถglichen Startelf. Die Frage, ob Luca Waldschmidt ein Kandidat fรผr die Anfangsformation sei, beantwortete der Kรถlner Trainer ohne groรŸe Umschweife mit einem knappen „Ja!“. Der 27-Jรคhrige wird somit gegen den SV Darmstadt zum ersten Startelf-Einsatz des Jahres 2024 kommen. Und das mit groรŸer Wahrscheinlichkeit in der Doppelspitze neben Sargis Adamyan, dem Schultz zu einer gewissen Form verholfen hat. Zwar sind die Leistungen des Armeniers von einigen Schwankungen begleitet, dennoch strahlt Adamyan aktuell wohl die grรถรŸte Gefahr der Angreifer aus. Zumal Mark Uth mรถglicherweise wieder in den Kader rรผckt, aber definitiv kein Kandidat fรผr die erste Elf ist.

Weitere Optionen fรผr den FC

Dennoch stehen dem Kรถlner Coach somit weitere Optionen zur Verfรผgung, das Lazarett lichtet sich und doch stehen hinter einer mรถglichen Aufstellung gegen das Tabellenschlusslicht weniger Fragezeichen als noch in der Vorwoche. GroรŸe Verรคnderungen im Vergleich zur Bayern-Pleite sind jedenfalls nicht zu erwarten. So dรผrfte die Viererkette mit den beiden AuรŸenpositionen Max Finkgrรคfe und Jan Thielmann stehen. In der Innenverteidigung wird Kรถln natรผrlich mit Timo Hรผbers und Jeff Chabot auflaufen. Eric Martel kehrt in die Startelf zurรผck, dafรผr fehlt Dejan Ljubicic krank. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Jacob Christensen nach ordentlichem Spiel gegen den Rekordmeister eine weitere Chance erhรคlt. In der Offensive kommt Luca Waldschmidt zum Einsatz. Das wird wohl dazu fรผhren, dass die linke Seite von Florian Kainz und die rechte von Faride Alidou beackert werden.

So kรถnnte der FC gegen den SV Darmstadt spielen

Max Finkgrรคfe

Timo Hรผbers

Jeff Chabot

Jan Thielmann

Jacob Christensen

Eric Martel

Florian Kainz

Faride Alidou

Sargis Adamyan

Luca Waldschmidt

Kommentar: Fรผr den FC zรคhlt nur noch alles oder nichts

1. FC Kรถln: Ein Kommentar zur Niederlage gegen die Bayern
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Kommentar: Fรผr den FC zรคhlt nur noch alles oder nichts

Ein Sieg gegen die Bayern war nicht erwartbar, die Punkte der Konkurrenz mindestens mรถglich. Somit darf die wachsende Lรผcke zum Relegationsplatz nicht wirklich รผberraschen. „Hรคtte“ und „wรคre“ hilft dem FC ohnehin nicht weiter. Fakt ist, in den kommenden fรผnf Partien geht es fรผr den 1. FC Kรถln um alles oder nichts. Ein Kommentar.

Beim 0:2 gegen den FC Bayern Mรผnchen zog sich der FC achtbar aus der Affรคre. Nur reicht „achtbar“ nicht zum Klassenerhalt. Auf der Zielgeraden tritt fรผr den FC das ein, was die Kรถlner Verantwortlichen seit vergangenem Herbst prophezeien: Es gibt nur noch Endspiele fรผr den 1. FC Kรถln: Ein Kommentar zur Niederlage gegen die Bayern.

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Vermutlich hatte sich Timo Schultz einen รคhnlichen Effekt wie im Duell gegen den VfL Bochum erhofft, als er Luca Waldschmidt und spรคter auch Steffen Tigges im zweiten Abschnitt gegen die Bayern einwechselte. Nur wusste der Trainer auch, dass die Begegnung gegen die Mรผnchner ein anderes Setting mit sich bringen wรผrde. Tatsรคchlich avancierte Luca Waldschmidt nun zum tragischen Helden der Begegnung, als er kurz vor Spielende das 1:1 liegen lieรŸ und dann das 0:2 unfreiwillig vorlegte. Dass der FC gegen den Rekordmeister รผberhaupt in der Schlussphase die Chance auf den Ausgleich hatte, ist durchaus als achtbar anzusehen.

Denn auch wenn die Bayern erst selten so unbestรคndig wie in diesem Jahr durch die Liga taumelten, auf einiges Stammpersonal verzichten mussten, nicht gerade vom Spielglรผck verfolgt waren und sicher nicht den besten Tag erwischten, ist es noch immer die Mannschaft mit dem hรถchsten Kaderwert der Liga gegen die der FC da gespielt hat. Ein Team, das sich durchaus erfolgreich mit der europรคischen Spitzenklasse misst und zweifelsohne auch ohne diesjรคhrige Meisterschaft weiterhin dazu gehรถrt. Jener Rekordmeister, der Spieler wie Leon Goretzka oder Jamal Musiala mal eben von der Bank bringen kann. Eine Mannschaft, die nach der Statistik den Kรถlnern in vielen Belangen รผberlegen war.

Die Luft wird fรผr den FC dรผnn

Natรผrlich war nicht davon auszugehen, dass die GeiรŸbรถcke in Mรผnchen punkten wรผrden. Auf der anderen Seite konnte man schon damit rechnen, dass die direkte Konkurrenz Zรคhlbares einfรคhrt. Insofern sollte es schwer fallen, zu behaupten, die Kรถlner haben eine groรŸe Chance liegen gelassen. Vielleicht wรคren die Bayern schlagbar, vielleicht wรคre ein Punkt mรถglich gewesen – doch genauso gut hรคtte der Rekordmeister den FC auch abschieรŸen kรถnnen. Fakt ist: Marvin Schwรคbe und der Pfosten verhinderten Schlimmeres. Die Chancen von Waldschmidt, Faride Alidou und Sargis Adamyan sollten nicht รผber den Fakten hinwegtรคuschen. 70:30 Prozent Ballbesitz, 65:35 Prozent gewonnene Zweikรคmpfe, 17:11 Torabschlรผsse – Bayern war das bessere Team, der Sieg ist verdient.

Der FC erzielte ein achtbares Ergebnis, aber eins, das die Kรถlner in arge Bedrรคngnis bringt. Timo Schultz betonte erst in der vergangenen Woche, dass er ohnehin kein Freund von „hรคtte“ und „wรคre“ ist. Da sich der Coach also an den Fakten orientiert, wird er genau wissen, dass die Luft dรผnn wird. Extrem dรผnn. Vier Punkte zum Relegationsplatz sind fรผnf Spieltage vor Saisonende ein Brett. Der Last-Minute-Erfolg รผber Bochum ist tabellarisch รผberholt, Mainz davon geeilt. Dennoch war das 2:1 fรผr die Kรถlner essentiell. Denn hรคtten die GeiรŸbรถcke gegen den VfL nicht gewonnen, wรคre der Klassenerhalts-Zug bereits ohne den FC abgefahren.

Wieder „ein „hรคtte“, wieder ein „wรคre“. Fakt ist wiederum, dass der FC sein Schicksal nun nicht mehr in den eigenen Hรคnden hรคlt. Aus eigener Kraft ist der Relegationsplatz nicht mehr zu erreichen. Ein Sieg im direkten Duell mit den 05ern alleine ist nicht genug. Die Kรถlner sind auf Schรผtzenhilfe angewiesen, der FC muss darauf hoffen, dass die direkte Konkurrenz noch Federn lรคsst. Zumindest beim FSV deutet aktuell aber wenig auf eine kurz bevorstehende Formkrise. Es wรผrde nicht wundern, wenn die Rheinhessen die Saison noch im gesicherten Mittelfeld beenden.

Nun folgen die Endspiele

Nach der Niederlage gegen die Bayern tritt nun das ein, was die Kรถlner Verantwortlichen seit vergangenem Herbst teils motivierend, teils pathetisch, teils warnend von sich gegeben haben: Der FC hat nur noch Endspiele vor der Brust. Nur sind es nun nur noch fรผnf Stรผck und diese entscheiden tatsรคchlich รผber alles oder nichts. Das erste Finale steht bereits am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen den SV Darmstadt auf dem Programm. Sicherlich keine leichte Aufgabe. Sicher aber eine Aufgabe, bei der ein „achtbar“ nicht mehr reichen wird. Der FC muss gegen das Tabellenschlusslicht gewinnen – sonst ist das Thema Klassenerhalt fรผr die Kรถlner verloren. Bezwingt Kรถln aber den SV, ist noch nichts gewonnen.


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Zwei Verรคnderungen in der Startelf

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Zwei Verรคnderungen in der Startelf

Mit zwei Verรคnderungen im Vergleich zur Vorwoche startet der FC am Samstagnachmittag gegen den FC Bayern Mรผnchen. Sargis Adamyan รผbernimmt die Position des Zielspielers.

Mit einigen Verรคnderungen startet der 1. FC Kรถln in das Duell gegen den FC Bayern Mรผnchen. Eric Martel und Davie Selke sind nicht dabei. So spielt der FC gegen den FC Bayern.

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Wirklich groรŸe รœberraschungen hat Timo Schultz im Duell gegen den FC Bayern Mรผnchen trotz der Ausfรคlle von Martel (gesperrt) und Selke nicht parat. Da auch Denis Huseinbasic kurzfristig ausgefallen ist, werden die Kรถlner auf Jacob Christensen auf der Sechs neben Dejan Ljubicic zurรผckgreifen. Fรผr den Dรคnen ist es das Startelf-Debรผt. Die Viererkette wird allerdings nicht verรคndert. Das heiรŸt, auch gegen die Bayern spielt Jan Thielmann auf der rechten Verteidigerposition. Daneben Jeff Chabot, Timo Hรผbers und Max Finkgrรคfe.

Alidou zurรผck

Auf dem Flรผgel wird wie gegen Bochum Linton Maina beginnen – allerdings wohl auf der linken Seite. Dafรผr dรผrfte Florian Kainz wieder eine zentralere Rolle รผbernehmen. Auf der rechten Seite startet Faride Alidou, der gegen Augsburg einen schlechten Tag erwischte, nach seiner Einwechslung gegen Bochum aber wieder fรผr Schwung sorgte. In der Spitze agiert Sargis Adamyan als Zielspieler.

So spielt der FC gegen den FC Bayern

Max Finkgrรคfe

Timo Hรผbers

Jeff Chabot

Jan Thielmann

Dejan Ljubicic

Jacob Christensen

Florian Kainz

Linton Maina

Sargis Adamyan

Faride Alidou

FC-Startelf gegen Mรผnchen: Schultz muss erneut Ersatz finden

So kรถnnte der FC gegen Mรผnchen spielen
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FC-Startelf gegen Mรผnchen: Schultz muss erneut Ersatz finden

Nach dem 2:1 gegen den VfL Bochum geht es fรผr den 1. FC Kรถln am 29. Spieltag zu den Bayern. Die Elf von Timo Schultz muss dabei auf ihren verletzten Stรผrmer Davie Selke, den gelbgesperrten Eric Martel und Denis Huseinbasic verzichten.

Am Samstag geht es fรผr den FC zum Rekordmeister. Den GeiรŸbรถcken fehlen allerdings wichtige Stammspieler im Kader. Timo Schultz muss Ersatz fรผr Selke, Martel und Huseinbasic finden. So kรถnnte der FC gegen die Bayern spielen.

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Die Partie gegen den VfL Bochum am vergangenen Spieltag brachte den Kรถlnern zwar einen Dreier ein, allerdings musste der 1. FC Kรถln im Kampf der Kellerkinder personelle Federn lassen. So brach sich Davie Selke erneut den MittelfuรŸ, musste verfrรผht ausgewechselt werden und wurde unter der Woche operiert. Der Stรผrmer wird dem Team von Timo Schultz den Rest der Saison fehlen. Auch Eric Martel fehlt im Duell gegen Bayern Mรผnchen, weil sich der Mittelfeldspieler seine fรผnfte Gelbe Karte abholte und fรผr das Duell mit der Tuchel-Elf gesperrt ist.

Somit muss sich Schultz zum wiederholten Mal einen neuen Matchplan zurecht legen. Auf Mark Uth und Justin Diel wird der Trainer dabei noch nicht setzen kรถnnen. Ein Einsatz kรคme fรผr die beiden noch zu frรผh. Denis Huseinbasic und Faride Alidou mussten die Trainingseinheit bereits am Donnerstag vor dem Duell bei Bayern Mรผnchen abbrechen.ย โ€žDie beiden haben leichte muskulรคre Problemeโ€œ, so Schultz noch hoffnungsvoll. Die Hoffnungen bewahrheiteten sich nicht. Beim Abschlusstraining der GeiรŸbรถcke verlieรŸ Huseinbasic erneut verfrรผht den Platz und steht gegen den FCB entgegen aller Hoffnungen nicht zur Verfรผgung.

Wer kann Selke ersetzen?

Gerade der Ausfall von Huseinbasic wiegt schwer. Der 22-Jรคhrige sollte mit Dejan Ljubicic wohl wieder die Doppelsechs bekleiden. Nun muss Schultz umbauen und sich die Frage stellen, ob er bei der Doppelsechs bleibt. Davon ist eigentlich gegen die Bayern auszugehen. Dann wird Jacob Christensen wohl sein Startelf-Debรผt feiern. Sicher ist das aber nicht, denn der Dรคne sammelte bislang wenig Einsatzzeit. Sicher ist in der Defensive das Innenverteidiger-Duo mit Jeff Chabot und Timo Hรผbers. Auf der linken Seite wird Max Finkgrรคfe beginnen, auf der rechten Seite spricht viel fรผr Jan Thielmann, obwohl sich Schultz noch nicht รถffentlich festlegen wollte. So ist auch denkbar, dass Thielmann „eine Reihe weiter vorne“ spielen wird, wie Schultz erklรคrte. Bei Davie Selkes erstem Ausfall agierte der 21-Jรคhrige sogar als Zielspieler.

Dort hat der Kรถlner Trainer „verschiedene รœberlegungen“ oder vielleicht auch die Qual der Wahl. „Natรผrlich kรถnnen wir uns Luca von Anfang an auf dem Platz vorstellen. Er sicherlich auchโ€œ, sagte Schultz. โ€žAber auch da mรผssen wir gucken, was macht Sinn, wo sehen wir ihn, wo hat er den grรถรŸten Wert fรผr uns. So einen Spieler von der Bank zu bringen, der einen Push hat, ist auch in den รœberlegungen drin.โ€œ Das hรถrt sich eher nach Jokerrolle ab. Die vermutlich wahrscheinlichere Variante ist Sargis Admayan, der unter Schultz in den vergangenen Duellen zum Einsatz kam und sich weiterhin in guter Form zeigt. Optionen sind aber auch Steffen Tigges und Damion Downs. Je nachdem kรถnnte auch Florian die zweite Spitze, das spielerische Element um den Zielstรผrmer sein. Dann wรคre auf der linken Seite Platz fรผr Linton Maina. Nach seinem guten Auftritt gegen Bochum sollte Faride Alidou ebenfalls wieder gesetzt sein.

So spielt der FC gegen den FC Bayern Mรผnchen

Max Finkgrรคfe

Timo Hรผbers

Jeff Chabot

Jan Thielmann

Jacob Christensen

Dejan Ljubicic

Florian Kainz

Linton Maina

Sargis Adamyan

Faride Alidou

Jonas Hector: „Im Stadion hat keiner mehr einen Pfifferling darauf gesetzt“

Das sagt Jonas Hector zum 2:1-Erolg รผber den VfL Bochum
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Jonas Hector: „Im Stadion hat keiner mehr einen Pfifferling darauf gesetzt“

Jonas Hector verfolgte den emotionalen 2:1-Erfolg des 1. FC Kรถln รผber den VfL Bochum am Samstag im Stadion. In der aktuellen Podcast-Folge von „Schlag und fertig“ รคuรŸerte sich Hector zum FC, aber auch zu einem Interview.

In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitรคn der Kรถlner รผber das vergangene FuรŸball-Wochenende. Das sagt Jonas Hector zum 2:1-Erolg รผber den VfL Bochum.

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Die Erleichterung nach dem 2:1-Erfolg รผber den VfL Bochum war nicht nur den Spielern auf dem Feld anzusehen. Das Stadion eskalierte. Unter anderem auch Jonas Hector. „Ich bin beim 2:1 wie ein Flummi rumgesprungen, einfach ausgeflippt, geschrien. Jeder um dich herum hat das Gleiche gemacht“, erzรคhlt der ehemalige Kapitรคn der GeiรŸbรถcke in seinem Podast „Schlag und fertig“. „Im Stadion hat keiner mehr einen Pfifferling darauf gesetzt, dass das Ding noch gedreht wird.“ Die Stimmung sei nach 90 Minuten eher in die Richtung des Hinnehmens gegangen. „Und dann kommt dieser Eckball, es fรคllt das 1:1 und jeder dachte: ,Gut, aber eigentlich mรผssten wir doch gewinnen‘. Dann fรคllt dieses 2:1 und es war wirklich krank. Es war der pure Wahnsinn“, so Hector weiter, der das Spiel unter anderem mit Mark Uth verfolgte. „Das ganze Stadion plus Spieler und Ersatzbank sind komplett ausgeflippt und das zu Recht. Da als Fan dabei gewesen zu sein, war einfach geil.“

Hector: „Es war so krass emotional“

Die sommerlichen Temperaturen, volle Restaurants im Belgischen Viertel, Musik, der FC-Sieg – fรผr den ehemaligen Nationalspieler habe an diesem Tag in Kรถln alles gepasst. „Die ganze Stadt hat nach diesem Tag gelechzt. Ich bin jetzt 13 Jahre Profi gewesen und so etwas ist nie passiert. So ein Spiel gab es noch nicht“, sagt Hector. Tatsรคchlich haben die Kรถlner noch nie in den Schlussminuten ein Spiel nach Rรผckstand komplett gedreht. „Auf dem Feld ist man sehr angespannt und fokussiert sich auf die Aufgabe, die man auf dem Platz hat. „Es war so krass emotional. Die Spieler und Trainer, die unten auf der Bank waren, die waren fix und fertig. Weil es vom gefรผhlten Abstieg bis hin zum ,Jetzt schaffen wir alles‘ – wie es in Kรถln nun mal so ist – nur fรผnf Minuten waren.“ Als Fan sei Hector einfach nur glรผcklich gewesen.

Mit dem 2:1-Erfolg รผber den VfL hat der FC den Anschluss zum sicheren Ufer wieder hergestellt. Nicht wenige Fans erhoffen sich von dem Last-Minute-Erfolg eine Initialzรผndung. „Ich glaube schon, dass man da etwas mitnehmen kann“, sagt Hector. „Vor dem Spiel hat jeder gesagt, das musst du gewinnen. Es sah lange Zeit nicht danach aus. Die Jungs sind dran geblieben und haben es am Ende gedreht. Ich glaube schon, dass du das mit in die restlichen Spiele nehmen kannst. Dass du weiรŸt, dass selbst wenn es knapp, dass du es hinten raus noch drehen kannst.“ Fรผr den Ex-Kapitรคn vor allem ein moralischer Aspekt. „Hรคttest du 3:0 gewonnen, hรคtte jeder gesagt, dass du es gewinnen musstest. So hast du das Gefรผhl, da geht eben auch am Ende noch was. Man darf nicht aufgeben. Das ist auch das Gefรผhl, das die Mannschaft transportiert hat“, sagte der 33-Jรคhrige.

Auch Wasserziehr ein Thema

Noch zwei weitere FuรŸball-Themen beschรคftigen Hector in dem Podcast: Neben der Vertragsverlรคngerung von Rudi Vรถller beim DFB spricht der ehemalige Nationalspieler mit Fabian Kรถster auch รผber ein Interview, das Nico Schlotterbeck am vergangenen Wochenende Sky-Reporter Patrick Wasserziehr gegeben hat. Schlotterbeck hatte im Duell seiner Borussia aus Dortmund gegen den VfB Stuttgart unmittelbar vor Spielende die Chance zum Ausgleich verpasst. Wasserziehr fragte den Verteidiger, wieso er die Chance nicht genutzt habe und wurde von Schlotterbeck auf den Sinn der Frage angesprochen. „Das ist Jemand, der genau diese Situation auch herauskitzeln will. Das hat er auch geschafft. Ich bin froh, dass Nico Schlotterbeck da so dranbleibt. Ich fรผhle mit ihm“, sagt Hector, der ebenfalls fรผr seine emotionalen Interviews bekannt war. Fast schon legendรคr ist ein Youtube-Video von Wasserziehr, der einen Mitarbeiter bittet, seinen Kaffee umzurรผhren. „Ich lasse mir die Socken anziehen, aber den Kaffee rรผhre ich noch selber um“, sagt Hector.


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Kommentar: Eine Initialzรผndung? Bestimmt! Aber auch eine Warnung

Ein Kommentar zum wichtigen Sieg gegen Bochum
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Kommentar: Eine Initialzรผndung? Bestimmt! Aber auch eine Warnung

Mit den beiden Treffern in der Nachspielzeit haben Luca Waldschmidt und Steffen Tigges das Kรถlner Stadion in ein Tollhaus verwandelt. Der spรคte Erfolg kรถnnte eine Initialzรผndung sein, wirklich rund lief es beim FC aber nicht. Ein Kommentar.

Mit dem 2:1 รผber den VfL Bochum hat der 1. FC Kรถln den erhofften Sieg im Abstiegskampf eingefahren. Die Art und Weise des Erfolgs kรถnnte den Kรถlnern einen Schub geben. Zur Wahrheit gehรถrt aber auch, dass der FC bis zu den beiden Treffern in der Nachspielzeit kein Mittel hatte, dem VfL wirklich gefรคhrlich zu werden. Ein Kommentar zum wichtigen Sieg gegen Bochum.

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„Der FC lebt“, brachte es Florian Kainz nach der Gefรผhlsexplosion am Samstagnachmittag in drei einfachen Worten auf den Punkt. Mit dem Last-Minute-Erfolg รผber den VfL Bochum hat der 1. FC Kรถln einen wichtigen Sieg, vielmehr aber noch drei wichtige Punkte eingefahren. Denn mit dem Ende der regulรคren Spielzeit sah Kรถln wie der groรŸe Verlierer des 28. Spieltags aus. Mit einem 0:1 gegen die formschwachen Westfalen wรคre der VfL auf zehn Punkte und Mainz auf vier Zรคhler davongezogen. Angesichts der kommenden Aufgabe bei den Bayern, die naturgemรครŸ eher selten drei Spiele in Folge verlieren, und Hoffenheim und Heidenheim als Gegner der Konkurrenz, wรคre eine Niederlage mindestens einem deutlichen Fingerzeig Richtung Zweitklassigkeit gleichgekommen.

Sieg als Initialzรผndung?

Doch das ist es nicht. Der FC hat mit einem Kraftakt das Spiel in der Nachspielzeit gedreht, zu einem Zeitpunkt, an dem nicht viele Fans an die GeiรŸbรถcke geglaubt, sie phasenweise sogar erstmals in dieser Spielzeit ausgepfiffen haben. Die Kรถlner standen mit dem Rรผcken zur Wand, der Druck auf die Spieler muss immens gewesen sein. Steffen Tigges und Luca Waldschmidt verwandelten mit ihren Toren das Kรถlner Stadion schlieรŸlich in ein Tollhaus, verhalfen dem angeschlagenen Club wieder auf die Beine. Der FC lebt. Und nicht nur das. Dieser Erfolg รผber Bochum, dieser unbรคndige Willen, das verloren geglaubte Spiel zu drehen, die entfachte Leidenschaft kรถnnen eine Initialzรผndung fรผr die Kรถlner sein. Einen besseren Impuls als diese letzten Minuten in Mรผngersdorf hรคtte kein Motivator, kein leidenschaftlicher Trainer geben kรถnnen.

Auch wenn nach dem Spiel schon sehr viel Pathos in den Worten von FC-Trainer Timo Schultz gesteckt hat, man hatte tatsรคchlich das Gefรผhl, dass sich Fans und Mannschaft in diesen beiden glรผcklichen Momenten, in diesen 100 Sekunden purer Gรคnsehaut gegenseitig entfachten und nun in der Crunchtime voneinander profitieren kรถnnen. Diese Wucht sollten die Kรถlner mit in die kommenden Spiele nehmen, sich daran erinnern wie „unbeschreiblich“, wie „schรถn“ dieser 2:1-Erfolg war, wie die Kรถlner Akteure den Sieg selbst beschreiben. Gut mรถglich, dass das dann etwas beim FC auslรถst. Dass diese Initialzรผndung der Anfang einer Aufholjagd ist. Dass die Kรถlner genau diesen Weckruf nach der regulรคren Spielzeit fรผr den Endspurt gebraucht haben.

Die andere Seite der Wahrheit

Zur Wahrheit gehรถrt aber auch, dass sie ihn gebraucht haben. Gegen einen kriselnden Club, dessen Etat, dessen Kaderwert deutlich unter dem der GeiรŸbรถcke liegt. Ein Team, dass nun seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen, nur einen Punkt geholt hat. Der FC hat das Spiel ganz sicher nicht unverdient gewonnen, war รผber weite Strecken die bessere Mannschaft, mit den grรถรŸeren Mรถglichkeiten und doch hรคtte sich der Tabellenvorletzte รผber eine Niederlage nicht beschweren dรผrfen. In der Offensivbewegung war Kรถln behรคbig, seltsam gehemmt, vielleicht sogar gelรคhmt, entwickelte einmal mehr viel zu wenige Tormรถglichkeiten, wirkte รผber weite Strecken ideenlos. Dazu gesellten sich Fehlpรคsse, individuelle Fehler und unnรถtige Ballverluste. Nach der regulรคren Spielzeit sprach nicht sonderlich viel dafรผr, dass diese Kรถlner Mannschaft noch eine Idee hat, wie sie dem Abstieg entkommen soll.

Durch das 2:1 hat der FC den Relegationsplatz Stand 28. Spieltag wieder in der eigenen Hand. Die Kรถlner kรถnnen mit einem Erfolg รผber Mainz den 16. Platz erklimmen, sollte sich die Punktedifferenz bis dahin nicht deutlich verschlechtern. Vielleicht ist nun sogar noch ein wenig mehr drin – die direkte Rettung. Die 100 Sekunden Glรผckseligkeit kรถnnen tatsรคchlich eine Initialzรผndung sein, die 90 Minuten zuvor sollten aber eine Warnung sein.


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