Zwischen Rhein und Rio de la Plata: So stark ist Lukas Kwasniok von seinem Idol geprägt

Kwasniok und Bielsa
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Zwischen Rhein und Rio de la Plata: So stark ist Lukas Kwasniok von seinem Idol geprägt

Lukas Kwasniok galt vor allem zu Saisonbeginn bei vielen als Baumgart‑Nachfolger, tatsächlich aber steckt dann doch aber mehr Marcelo Bielsa in seinem 1. FC Köln: So stark ist Lukas Kwasniok von Marco Bielsa geprägt.

Trainer-Ikone Marcelo Bielsa beeinflusste auch den Cheftrainer des 1. FC Köln: So eifert Kwasniok seinem Idol nach.

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Kaum ein Trainerduell in der Bundesliga lädt auf den ersten Blick so sehr zum Vergleich ein wie das zwischen Steffen Baumgart und Lukas Kwasniok. Beim zweiten Hinschauen ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Zwar arbeiteten beide einst beim SC Paderborn, gaben sich dort 2021 gewissermaßen die Klinke in die Hand und tauchten später beide beim 1. FC Köln wieder auf. Doch darüber hinaus haben die Coachs nur wenig gemeinsam. „In Bezug auf den Umgang mit der Mannschaft und auf die fußballspezifische Annäherung gibt es schon Unterschiede“, befand Kwasniok bereits im Juni und führte weiter aus: „Es gab einen Baumi 1.0, und jetzt gibt es einen Luki 1.0. Wenn wir dann am Ende so erfolgreich sind wie unter Baumi, nehmen wir uns alle in die Arme und sagen: coole Zeit.“

Spätestens beim ersten direkten Aufeinandertreffen am vergangenen Samstag zeigte sich, was der FC‑Coach meinte. Während Baumgart mit Union aus einer auf Stabilität und Fünferkette geeichten Linie heraus agierte, stellte Kwasniok den FC mit einer auf den Gegner zugeschnittenen Viererkette mit Kristoffer Lund, Dominique Heintz, Rav van den Berg und Sebastian Sebulonsen auf, meldete Unions Angreifer Oliver Burke und Ilyas Ansah, die insgesamt nur 16 Ballaktionen vorzuweisen hatten, praktisch ab und trieb die Geißböcke phasenweise auf über 70 Prozent Ballbesitz. Während Baumgart, einst Verfechter eines bedingungslosen und risikoreichen Offensivspektakels, in der Hauptstadt inzwischen erfolgreich den Fokus auf defensive Stabilität legt, setzt Kwasniok auf proaktiven, vertikalen Attacke-Fußball.

Wer ist Kwasniok-Vorbild Marcelo Bielsa?

Wollte man Vergleiche mit dem FC‑Coach anstellen, müsste der Blick daher weniger nach Berlin als nach Montevideo gehen, wo mit Marcelo Bielsa jener Trainer arbeitet, dem Kwasniok seit Jahren zumindest in Teilen nacheifert. Marcelo Bielsa ist einer der einflussreichsten Fußballlehrer der Gegenwart und steht sinnbildlich für die radikale, proaktive Idee vom Spiel, an der sich Kwasniok im Idealfall orientiert. Der Argentinier trainierte unter anderem Athletic Bilbao, Lazio Rom, Olympique Marseille, Lille und Leeds United. Letztere führte er 2020 nach 16 Jahren Abstinenz aus der zweiten englischen Liga zurück in die Premier League, bevor der Argentinier 2023 als Nationaltrainer Uruguays anheuerte.

Der 70-Jährige gilt als Vordenker einer Schule, der auch Spitzentrainer wie Pep Guardiola folgen. Die Essenz seines Ansatzes beschrieb er einmal so: „Ich will, dass meine Mannschaft Protagonist ist, die Initiative übernimmt, das Spiel in der gegnerischen Hälfte stattfinden lässt, Ballbesitz hat und den Ball bei Verlust schnell zurückerobert.“ Das erklärt, weshalb Kwasniok mal über ihn sagte: „Über allen steht Marcelo Bielsa, weil ich ihn bewundere. Er ist unkonventionell, denn er hat gesagt: ‚Egal, was andere machen, ich ziehe meine Arbeit durch.‘ Ob diese aktuell modern ist oder nicht, sei dahingestellt. Deswegen hat es mich extrem gefreut, dass er mit Leeds United nach so langer Zeit den Aufstieg in die Premier League geschafft hat.“ Natürlich ist der Bielsa-Fußball mit dem aktuellen Kölner Kader nur schwer zu realisieren und offenbar auch nicht der Anspruch des Kölner Coachs.

Kein Platz für Kompromisse

Marcelo „El Loco“ Bielsa eilt aber der Ruf eines Trainers voraus, der seine Spieler bis an ihre Grenzen belastet. Genau dort erkennt sich Lukas Kwasniok wieder: Er erwartet stringent offensives Denken sowie ein ebenso rigoroses Verhalten gegen den Ball mit schnellem Zustellen, aggressivem Anlaufen, konsequentem Abfangen von Pässen und permanentem Druck auf den Gegner. Seine Mannschaft setzte dies zum Saisonstart beeindruckend um, trug die taktischen Ideen auf den Platz und legte sich mit Gegnern innerhalb und außerhalb der eigenen Gewichtsklasse an, übertölpelte Mainz, führte Freiburg phasenweise vor, ließ sich in Wolfsburg nicht unterkriegen und fertigte Mitaufsteiger HSV ab. Dadurch fraß sich das Team ein Punktepolster an, das die Geißböcke trotz Verletzungsmisere in der Innenverteidigung und anhaltender Anfälligkeit bei defensiven Standards relativ entspannt über den Winter bringt.

Ein weiterer Grundsatz, der Bielsa und Kwasniok verbindet, lautet: Der Mannschaftserfolg steht über allem, für Allüren bleibt kein Platz, es zählen ausschließlich Leistung und die Idee, die sich Trainerteam und Staff in den Kopf gesetzt haben. Besonders deutlich wird das am Umgang mit Spielern wie Linton Maina, dem vor dieser Saison viele eine zentrale Rolle im Offensivspiel zugetraut hatten, den Kwasniok aber phasenweise zugunsten von Konkurrenten außen vor ließ und im Auswärtsspiel in Wolfsburg Anfang September sogar komplett aus dem Aufgebot strich.

Erfolg ohne Kuschelkurs

Wo Marcelo Bielsa an der Seitenlinie steht, stellt er Abläufe, Trainingsinhalte und die Spielidee radikal um und nimmt bewusst in Kauf, dass schnelle Erfolge ausbleiben und Reibungen unvermeidlich sind. Zugleich hält er kompromisslos an seinen Prinzipien fest: Bei Lazio Rom kündigte er den gerade erst angetretenen Job nach zwei Tagen, weil zugesagte Transfers ausblieben, in Marseille verschliss er innerhalb einer Saison mehrere Übersetzer und packte nach nur einem Jahr wieder die Koffer, in Lille war nach wenigen Monaten und 14 Pflichtspielen Schluss.

Auch Kwasniok scheut nicht davor zurück, anzuecken und angreifbar zu sein. Beim FC etwa attestierte er vor Saisonbeginn öffentlich einigen Spielern des Kaders fehlende Bundesligatauglichkeit und sendete damit ein unmissverständliches Signal an die eigene Kabine. Noch in Paderborn hatte er obendrein seinem Unmut freien Lauf gelassen, als ihm die Führungsetage einen Wechsel zum HSV als potenzieller Nachfolger für Steffen Baumgart verwehrte.

Von Dogmatikern und Tüftlern

So sehr sich beide in Intensität und Anspruch ähneln, offenbaren sich in einem Punkt wesentlicher Unterschiede. Bielsa gilt als Dogmatiker, der seinen Matchplan nur in geringem Maße an den Gegner oder den Spielstand anpasst, setzt auf wiederkehrende Strukturen und eindeutigen Rollen. So setzt er fast ausnahmslos auf ein offensives 4-3-3 und fährt damit auf der Erfolgsspur mit Uruguay. „La Celeste“ qualifizierte sich letztes Jahr für die Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko und den USA.

Kwasniok hingegen wurde zunächst dafür gelobt, zuletzt aber dafür kritisiert, flexibel umzustellen, gegnerische Taktiken zu spiegeln oder zu konterkarieren und so Mannschaften zu formen, die für den Gegner „eklig” und schwer zu greifen sind. Sinnbildlich dafür steht, dass er in der laufenden Saison nur ein einziges Mal auf eine unveränderte Startelf setzte: Beim Duell mit Bayer Leverkusen vertraute er auf eine Dreierkette mit Martel, Van den Berg und Sebulonsen, auf den Außenbahnen spielten Thielmann und Kaminski, im Zentrum Huseinbasic und Krauss und in der vordersten Linie Waldschmidt, El Mala und Bülter. Während Bielsa seine starre Spielphilosophie nahezu unverrückbar durchzieht, sucht Kwasniok häufiger den Kompromiss zwischen eigener Idee und pragmatischer Anpassung an Liga, Kaderprofil und Tabellenlage.

Die Haltung wahren

Es sind wohl auch die Tugenden Bielsas, die Kwasniok auch in schwierigeren Phasen Zuversicht geben dürften. Der FC‑Coach erlebt in Köln zum ersten Mal eine Phase, in der seine Ideen auf deutlich mehr Widerstände treffen und die Ergebnisse längst nicht mehr so mitlaufen, wie es der couragierte Saisonstart versprochen hatte. Die 1:0-Niederlage gegen die Köpenicker am vergangenen Spieltag markierte einen unversöhnlichen Jahresabschluss für die Domstädter, die mit einem spürbaren Gefühl der Unzufriedenheit ins neue Jahr gehen.


Lukas Kwasniok wünscht sich höheres „Entwicklungstempo“ beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV
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Lukas Kwasniok wünscht sich höheres „Entwicklungstempo“ beim 1. FC Köln

Als Lukas Kwasniok im Sommer vom SC Paderborn zu den Geißböcken wechselte, befand sich der Verein im Umbruch. Eine Chance, mit der der 44-Jährige möglichst nachhaltige Veränderungen herbeiführen will beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok wünscht sich ein höheres Entwicklungstempo.

Einen Fußabdruck hinterlassen, etwas aufbauen und Veränderungen herbeiführen – Der Kölner Coach will etwas erreichen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok wünscht sich ein höheres Entwicklungstempo.

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Dass FC-Trainer Lukas Kwasniok kein Freund von festgefahrenen Strukturen ist, hat nach 14 Pflichtspielen mit wechselnden Startelfen und Positionen seiner Spieler wohl auch der letzte Beobachter längst begriffen. Dem Kölner Coach kann nun wirklich nicht vorgeworfen werden, nicht flexibel auf den jeweiligen Gegner zu reagieren, gegebenenfalls auch Veränderungen während des Spiels vorzunehmen. Und genau dieses Vorgehen ist für den 44-Jährigen der Kern seiner Arbeit: „Um erfolgreich zu sein, musst du aber immer wieder Anpassungen vornehmen. Das machen wir beim FC. Dennoch bin ich manchmal ungeduldig und versuche, das zu beschleunigen“, sagte Kwasniok unlängst dem „Kicker“.

Kwasniok wünscht sich höheres „Entwicklungstempo“

Denn der Kölner Coach wünscht sich ein höheres „Entwicklungstempo“, Veränderungen, die es gilt, gemeinsam anzustoßen. In der Zusammenarbeit mit FC-Sportchef Thomas Kessler sieht Kwasniok dabei gute Chancen, den Verein nachhaltig voran zu bringen. Er selbst bringe dabei den „externen Blick mit“, Kessler sei jung und dynamisch und habe den Vorteil, jeden Stein in Köln zu kennen. Dabei dürfe es keine Tabus geben. Denn „gerade bei großen Traditionsvereinen brauchst du Leute, die vorwärtskommen wollen“, so Kwasniok. Bei eben jenen großen und traditionellen Vereinen sind die Strukturen oftmals festgefahren, nicht flexibel, es gibt ein immenses Anspruchsdenken. Kleinere Clubs hingegen seien weniger festgefahren in ihren Strukturen und es „ist einfacher, Veränderungen anzustoßen“, so der Kölner Trainer.

Als Beispiele benennt der Ex-Paderborner neben seinem vorherigen Verein auch den Bundesligisten Freiburg, Zweitligisten Elversberg sowie einige ausländische Vereine wie den aktuellen schwedischen Meister Mjällby und Bodö/Glimt in Norwegen. Der schnelle Erfolg und das Entwicklungstempo dieser Vereine müsse auch für den FC der Maßstab sein. Und hier will Kwasniok ordentlich mitmischen. „Bevor ich einen Verein wieder verlasse, will ich Bäume pflanzen, in deren Schatten ich nicht sitze. Also: Ich will eine erfolgreiche Zeit mitgestalten, die sich fortsetzt, wenn ich nicht mehr da bin“, so der 44-Jährige. „Meine Vereine sind für mich immer wie eine Familie, für die ich die Verantwortung trage und die ich zu Höchstleistungen anspornen will.“

„Bis dato ein ordentliches Bild“

Höchstleistungen, die die Fans und der Coach auch von den Spielern sehen wollen – und das laut Kwasniok „völlig zu recht.“ Allerdings geht Kwasnioks Blick auch über die einzelnen Akteure hinaus. „Auch das Umfeld wirkt auf eine Mannschaft, Spieler reagieren sensibel darauf und merken, ob jemand hungrig oder selbstzufrieden ist. Es muss immer etwas Neues geben, Monotonie ist der Tod der Aufmerksamkeit“, erklärt der Trainer. „Das versuchen mein Team und ich jeden Tag bei der Trainingsarbeit vorzuleben. Wenn ich diesem Anspruch nicht mehr gerecht werden kann, höre ich auf.“ Die Chance, beim FC einiges zu verändern, sieht der Kölner Coach. Mit einem starken Saisonauftakt sowie 15 Punkten und aktuell Platz zehn in der Bundesliga habe der FC “bis dato ein ordentliches Bild abgegeben.“ Es gebe allerdings noch sehr viel zu tun.

Party hard, be smart: Lukas Kwasniok bleibt seinen Prinzipien treu und macht Kampfansage für wichtige Wochen

Lukas Kwasniok ist ein Erfolgsgarant beim 1. FC Köln
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Party hard, be smart: Lukas Kwasniok bleibt seinen Prinzipien treu und macht Kampfansage für wichtige Wochen

Nach nun bereits nahezu einem Drittel der Saison stehen für die Geißböcke die dritte Länderspielpause und somit ein paar freie Tage an. Mit dem Prinzip „Work hard, be smart“ startete der neue Trainer des FC in die Saison und hält daran auch nach dem zehnten Spieltag fest beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok macht vor Frankfurt eine Kampfansage.

Ob Kaderentscheidung, Startaufstellung oder Auszeit. Für den Trainer des FC gelten klare Leitplanken, die er auch durchaus klar kommuniziert beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok macht vor Frankfurt eine Kampfansage.

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Dass Lukas Kwasniok kein Blatt vor den Mund nimmt, dürfte in den vergangenen Monaten wohl auch dem letzten Anhänger der Geißböcke klar geworden sein. Die erste wohl sehr deutliche Demonstration seines Prinzips der Offenheit und Klarheit lieferte der frisch gebackene Trainer des 1. FC Köln nach dessen Testspiel gegen die Fortuna im Juli diesen Jahres. „Bei einigen reicht es noch lange nicht für die Bundesliga“, sagte der Coach damals und stellt im Nachhinein klar, dass er bei seinen Aussagen relativ direkt sei, ohne dabei persönlich zu werden. Er müsse dann auch nicht um den heißen Brei herum reden. Und Kwasniok blieb seither bei dieser Ansicht. Für den Trainer des 1. FC Köln gelten klare Regeln, die er auf seine Mannschaft, sich selbst – und manchmal sogar auf die Medienvertreter anwendet.

Lukas Kwasniok steht zu seinem Wort

So tat Kwasniok auf der vergangenen Pressekonferenz vor dem Duell gegen Borussia Mönchengladbach seinen Unmut über das aus seiner Sicht zu späte Ankommen eines Journalisten kund. Der Kölner Cheftrainer begrüßte den Medienvertreter mit den Worten: „Wir sind schon mitten drin“ und schob hinterher, es sei „eine Frage des Respekts, hier pünktlich zu erscheinen.“ Abermals deutliche Worte, diesmal jedoch nicht in Richtung seiner Mannschaft. Das Einhalten von Konventionen, Regeln und Normen scheint beim Kölner Coach tatsächlich oberstes Gebot zu sein – eine Marschroute, die Kwasniok aber auch für sich selbst anlegt. Der 44-Jährige steht zu seinem Wort. Sei es die für ihn nicht existierende Stammelf oder die Tatsache, dass jeder Spieler sich immer aufs Neue beweisen kann und muss.

Worte, die von unterschiedlichsten Trainern oft gehört, aber sicherlich kaum so konsequent umgesetzt worden sind wie aktuell am Geißbockheim. Unter anderem startete Kwasniok in zwölf Duellen mit zwölf verschiedenen Anfangsformationen. Eine Startelf hat er also wie angekündigt wirklich nicht. Spieler wie Dominique Heintz, die zu Beginn der Saison noch chancenlos schienen, standen plötzlich von Beginn an auf dem Platz, andere setzte der Coach zwischenzeitlich auf die Bank. Maßnahmen, die zum Teil überraschten, meist aber aufgingen und einem ausgeklügelten Plan zu Grunde lagen. Lag der Coach falsch, nahm er die Fehler auf seine Kappe. Überraschen kann Kwasniok den Gegner allemal – und nicht nur den Gegner.

Es warten Gegner auf Augenhöhe

Denn nach der bitteren 1:3-Niederlage im Derby gegen Borussia Mönchengladbach dürften den ein oder anderen Außenstehenden fünf freie Tage der Kölner Profis während der Länderspielpause ebenfalls überrascht haben. Denn bis zur Winterpause stehen – folgt man Kwasnioks Einordnung – noch zwei Kracher-Spiele gegen Leverkusen und Frankfurt sowie drei Highlight-Duelle gegen Gegner auf Augenhöhe an. Mit Bremen, vor allem aber Union Berlin und dem FC St. Pauli warten bis zur Winterpause noch Gegner, die rein tabellarisch Kontrahenten sind, gegen die der FC Punkte holen sollte. Zieht Köln diese Spiele, dann kann das Team rund um Kwasniok ganz beruhigt in die Winterpause gehen.

Vor dem Start in diese wichtige Phase gibt es nun eben nochmal einige Tage Auszeit. Eine Maßnahme, die der Trainer schon bei seiner vergangenen Station angewendet hat. Aber warum eigentlich? Auch hier bleibt Kwasniok seinem von Beginn an kommunizierten Credo „Work hard, be smart“ treu. Nur wer zwischenzeitlich den Kopf frei kriege, könne danach auch wieder voll angreifen und smarte Entscheidungen auf dem Spielfeld treffen. Und so verabschiedete sich der Kölner Coach am Dienstagmorgen mit einer klaren Kampfansage in den Kölner Karneval und die danach anstehende freie Zeit: „Wir versprechen euch eins: Heute lassen wir die Sau raus, nächste Woche gegen Frankfurt, sind wir wieder voll für euch da.“ Frei nach dem Motto: „Party hard, be smart.“


Warum Lukas Kwasniok Nico Schlotterbeck entscheidend auf seinem Weg zum Nationalspieler half

OF Nico Schlotterbeck im Zweikampf mit Michael Olise (Foto: Adam Pretty/Getty Images)
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Warum Lukas Kwasniok Nico Schlotterbeck entscheidend auf seinem Weg zum Nationalspieler half

Über Union Berlin, den SC Freiburg und Borussia Dortmund schaffte Nico Schlotterbeck den Weg bis in die Nationalmannschaft. Dass der Innenverteidiger es überhaupt so weit schaffen konnte, lag auch am heutigen Trainer des 1. FC Köln: So half Kwasniok Schlotterbeck einst entscheidend.

Am Samstag kommt es zum Aufeinandertreffen zweier alter Bekannter: Nico Schlotterbeck und Lukas Kwasniok. So trainierte der Coach den Innenverteidiger einst in der Jugend. Dass der Dortmunder überhaupt Innenverteidiger ist, lag auch am heutigen Trainer des 1. FC Köln: So half Kwasniok Schlotterbeck einst entscheidend.

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Vergangenen Samstag tat sich die Kölner Offensive gegen kompakte Augsburger bereits lange schwer und kam nicht so richtig in Schwung. Für das kommenden Wochenende müssen sich die Kölner Angreifer aber nochmal deutlich steigern. Denn dann wartet mit Borussia Dortmund die zweitbeste Defensive der Liga. Seit ein paar Wochen ist Nico Schlotterbeck in dieser wieder Abwehrchef. Nach seiner Rückkehr von einer längeren Verletzungspause wegen eines Meniskusrisses vor gut einem Monat gegen Wolfsburg hat sich der 25-Jährige direkt wieder als Leistungsträger im Verein und in der Nationalmannschaft etabliert. Dass der Innenverteidiger es überhaupt soweit geschafft hat und von vielen im Moment als einer der besten deutschen Spieler auf seiner Position gehandelt wird, liegt auch an FC-Trainer Lukas Kwasniok.

Kwasniok machte Schlotterbeck zum Innenverteidiger

Der Coach trainierte Schlotterbeck einst bei der U17 und U19 des Karlsruher SC. Bevor der Verteidiger jedoch beim KSC landete, dachte er sogar ans Karrieende. Denn bei den Stuttgarter Kickers wurde der Nationalspieler damals nicht in die U16 übernommen. „Da kamen schon so Gedanken: Was mach‘ ich jetzt, höre ich auf? War der ganze Aufwand umsonst?“, so der 25-Jährige 2022 in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. „Aus heutiger Sicht kamen die Zweifel vielleicht genau zur richtigen Zeit, irgendwas hat damals bei mir „Klick“ gemacht. Meine Reaktion war: Euch zeig‘ ich’s jetzt! Danach ging’s eigentlich nur noch bergauf.“

Über den VfR Aalen kam Schlotterbeck nach Karlsruhe und traf dort auf Kwasniok. Dieser beorderte Schlotterbeck als erster Trainer konsequent in die Innenverteidigung. „Er hat mir gezeigt, was es bedeutet, Verteidiger zu sein und was es dafür braucht. Irgendwann hat er gesagt: Wenn ich mich voll auf diese Position fokussiere, kann das richtig gut werden“, sagte Schlotterbeck. Es wurde sogar so gut, dass der Dortmunder sich gute Chancen darauf ausrechnen kann, bei der Weltmeisterschaft im Sommer einen Stammplatz in der deutschen Defensive zu haben. Zudem klingen die Transfergerüchte des FC Bayern München nicht so recht ab.

„Außergewöhnlicher Typ“

Vorzusehen war der Weg seines früheren Schützling in der Form für Kwasniok damals noch nicht. „Es wäre vermessen, seine enorme fußballerische Entwicklung im Rückblick schon damals prognostiziert zu haben. Als Innenverteidiger mit einem linken Fuß brachte er bereits in der Jugend viel mit. Aber bis er zum Junioren-Nationalspieler und schließlich zum Nationalspieler reifte, brauchte es noch zahlreiche Schritte“, so der Coach vor etwas über drei Jahren gegenüber dem SPORTBUZZER. Trotzdem stach Schlotterbeck schon damals durch seinen Einsatz heraus. „Bevor er einen Internatsplatz beim KSC bekam, ist Nico ein Jahr lang jeden Tag knapp 100 Kilometer zum Training gefahren“, erinnerte sich Kwasniok. Für ihn sei der Innenverteidiger „vor allem aber […] ein außergewöhnlicher Typ – auf und neben dem Platz“. Und so dürfte sich der FC-Trainer bestimmt auf das Wiedersehen mit dem Abwehrspieler freuen – auch wenn Kwasniok wohl ausnahmsweise auf eine schlechte Leistung des Nationalspielers hoffen dürfte.


Duell der Entert(r)ainer: Sandro Wagner zu Gast bei Lukas Kwasniok 

Lukas Kwasniok und Sandro Wagner - zwei der neuen Trainer in der Bundesliga
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Duell der Entert(r)ainer: Sandro Wagner zu Gast bei Lukas Kwasniok 

Wenn der 1. FC Köln am Samstag zu Hause gegen den FC Augsburg antritt, treffen zwei der derzeit wohl unterhaltsamsten Trainercharaktere der 1. Fußball-Bundesliga aufeinander. Lukas Kwasniok und Sandro Wagner: Unterhaltung an der Seitenlinie.

Es ist das Aufeinandertreffen zweier starker Trainer-Charaktere: Wilde Emotionen, klare Haltung und keine Angst, anzuecken. Lukas Kwasniok und Sandro Wagner: Unterhaltung an der Seitenlinie.

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Auf der Pressekonferenz vor der Begegnung mit Ligakonkurrent FC Augsburg sprach FC-Coach Lukas Kwasniok über seine Arbeit im Verein: “Für mich ist es einfach wichtig, dass wir auf dem Platz gut mit der Mannschaft arbeiten können. Das ist meine Aufgabe. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, auf dem Feld besser zu werden. Mein Hauptfokus liegt auf der Entwicklung der Mannschaft. 80 bis 90 Prozent meiner Arbeit fließen in die Entwicklung der Mannschaft.” Der Fokus liegt auf dem Sportlichen. Ein Credo, das Lukas Kwasniok und viele andere Bundesligatrainer so häufig runterbeten wie nur wenige andere Fußballfloskel.

Doch im Hinblick auf das Spiel gegen den FC Augsburg werden diese Gebete sicher nicht von allen erhört werden. Denn das Spiel gegen die Fuggerstädter erhält seine Brisanz auch durch das, was sich am Samstag ab 15:30 Uhr in den Coaching-Zones abspielen könnte. Dann heißt es nämlich nicht nur 1. FC Köln gegen den FC Augsburg oder Tabellenplatz sechs gegen Platz 14, sondern eben auch Lukas Kwasniok gegen Sandro Wagner, ein Duell besonders unterhaltsamer Trainertypen.

Kwasniok über Wagner: „Augsburg ist einen wichtigen Schritt gegangen“

In Köln blickt man zufrieden auf den Ligastart mit zehn Punkten aus den ersten sechs Spielen zurück. Vor dem Aufeinandertreffen mit dem FCA ist die Stimmung beim Aufsteiger durchweg positiv. Auch Wagner und seine Mannschaft konnten zuletzt gegen den VfL Wolfsburg den langersehnten Befreiungsschlag nach vier Niederlagen in Folge erzielen. Das 3:1 der Augsburger vor heimischem Publikum war ein Schlüsselsieg nach dem Negativlauf und eine beträchtliche Leistung, so Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz vorab: “Der FC Augsburg hat sich nach langjähriger Zugehörigkeit in der Bundesliga dazu entschlossen, einen weiteren Schritt zu gehen, indem er einen jungen, aufstrebenden Trainer verpflichtet hat. Ich finde, sie haben einen sehr guten Beginn hingelegt“, so Kwasniok, der dann aber auch die Negativspirale der letzten Wochen beschrieb. „Umso beachtlicher war die Leistung gegen Wolfsburg, denn das zeigt, dass Trainer, Mannschaft und Verein einen absoluten Zusammenhalt nach innen und außen ausstrahlen.“

Wagner über Kwasniok: „Eine Bereicherung für die Bundesliga“

Gut 500 Kilometer südlich von Köln fand Sandro Wagner gestern seinesfalls lobende Worte für Kontrahent Kwasniok: „Er ist ein herausragender Trainer und ein cooler Typ. Ich finde, er ist eine Bereicherung für die Bundesliga. Man erkennt klar, was der 1. FC Köln gegen und mit dem Ball machen will, insbesondere in den ersten Minuten im eigenen Stadion.“ Der Vollständigkeit halber Wagners Einschätzung ließe sich wie folgt ergänzen: Klarheit im Spiel, Klarheit in der Meinung. So äußerte der 44-Jährige einmal gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“: „Wenn die Gefahr bestünde, dass ich durch die Fußballwelt eines Tages aalglatt werden würde, wäre ich raus.“

Wie sich Kwasniok diesen Ruf erarbeitet hat, zeigen zwei Beispiele. Nach einer 1:2-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC in der abgelaufenen Zweitligasaison als Coach des SC Paderborn etwa prangerte er öffentlich die mangelnde Qualität seiner Mannschaft an: „Wir machen einfach zu viele Fehler, und das ist ein Qualitätsproblem“, sagte er damals der Sportschau. Eine wirksame Kritik an den Vereinsverantwortlichen, die den Kader nach diesem öffentlichen Rundumschlag unter anderem mit Marvin Mehlem und Manuel Riemann verstärkten. Im Dezember 2024 machte er kein Geheimnis aus seiner Meinung, als Paderborn einen Wechsel im Winter zum Hamburger SV verweigerte: „Man hat mir eine Lebenschance genommen. Das ist für mich extrem enttäuschend“, sagte er in diesem Zusammenhang.

Ein Faible fürs Anecken

Der Kölner Coach hatte bei seinem Amtsantritt in Köln bereits angedeutet, dass Fußball in erster Linie Unterhaltung und Spektakel sei. Ob im Trikot an der Seitenlinie oder mit breitem Grinsen bei den Pressekonferenzen – genau das lebt Kwasniok. Meinungsstarke Auftritte wie jene des Kölner Coachs sind aber auch eine Spezialität von Wagner. So fiel er jüngst beim Sieg seiner Mannschaft gegen Wolfsburg mit einer Handgeste auf, die man durchaus als Provokation in Richtung seiner Kritiker gedeutet haben könnte. Wagner selbst klärte später gegenüber der BILD auf: „Großartig Winken war es nicht. Ich habe eher mit meiner Familie gelabert, die haben mir erzählt, was in den letzten Wochen los war. Das war ein Zeichen an meine Family.“

Auch eine seiner Aussagen im Duell seiner Augsburger gegen den FC Bayern München schlug große Wellen. Nach der 3:2-Niederlage gegen den Rekordmeister äußerte der 37-Jährige gegenüber den Journalisten: „Ich sehe nicht, dass wir weniger Qualität haben als Bayern. Sehen Sie das vielleicht so? Ich sehe das jedenfalls nicht so. Ich sehe uns auf keiner Position im ganzen Verein von der Qualität her schlechter aufgestellt.“ Angesichts der erwartungsgemäß heftigen Reaktionen schob er später nach: „Ich glaube, dass ich vielleicht zwei Stunden später einen Tick anders geantwortet hätte. Aber ich habe die Frage so verstanden, dass wir auf allen Positionen qualitativ im Nachteil sind. Das konnte ich für mich nicht akzeptieren. Da tat ich mich einfach schwer und hätte wahrscheinlich auch nicht schlafen können.“

Spektakel vorprogrammiert?

Beide Trainer verbindet auch ihr Umgang mit dem Medientrubel, den sie erzeugen. Kwasnioks Credo, den Fokus aufs Sportliche zu legen, ergänzte Wagner auf der PK gestern um eine weitere Maßnahme, die angesichts der Diskussionen um ihn nur folgerichtig scheint: „Ich nehme das gar nicht wahr, weil ich seit Wochen nicht mehr viel lese, da ich mich auf meine Arbeit fokussieren will. Ich schaue immer zu den erfahrenen Personen in meinem Gewerbe auf. Es gibt viele ältere Trainer, die mir seit Jahren sagen: ‚Wenn du in der Bundesliga ankommst, darfst du nichts mehr lesen!‘ Denn wenn du Spiele gewinnst, macht das etwas mit dir, und wenn du Spiele verlierst, auch.”

Auch wenn Sandro Wagner sie nicht lesen wird: Für alle anderen bleibt abzuwarten, ob das Aufeinandertreffen der beiden Entertrainer weitere Geschichten schreiben wird (Samstag, 15:30 Uhr, abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com).

1. FC Köln vor Benefiz-Turnier: Das plant Lukas Kwasniok für den Cologne Cup

Lukas Kwasniok beim Training am Freitagvormittag.
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1. FC Köln vor Benefiz-Turnier: Das plant Lukas Kwasniok für den Cologne Cup

Nach sechs Duellen steht der FC mit zehn Zählern auf dem Konto da und belegt den sechsten Tabellenplatz. Der Saisonstart ist gelungen, nun steht erst einmal wieder eine Länderspielpause an beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok zur Pause und dem anstehenden Cologne Cup.

Das Match zwischen dem FC und dem neuen Trainer scheint zu passen. Zumindest sprechen zehn Punkte sowie das Erreichen der zweiten Runde des DFB-Pokals eine deutliche Sprache beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok zur Pause und dem anstehenden Cologne Cup.

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Mit einem breiten Grinsen klatschte FC-Trainer Lukas Kwasniok am vergangenen Freitag mit seinen Spielern ab, freute sich sichtlich über den 1:0-Sieg in Sinsheim. Und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Denn der neue Coach konnte in dieser Saison bereits dreimal in der Bundesliga und einmal im DFB-Pokal einen Sieg mit seiner Mannschaft verbuchen. Hinzu kommt das Unentschieden gegen Wolfsburg, bei dem die Geißböcke ebenfalls einen Zähler mitnehmen konnten. Der Start in die aktuelle Spielzeit ist durchaus geglückt. Nun steht die nächste Länderspielpause an.

„Es ist wichtig, den Kopf frei zu bekommen“

Und der Kölner Trainer ist eigentlich ein Fan. Eigentlich. „Aber nur, wenn alle Nationalspieler auch bei uns wären“, sagt der Coach. In dieser Pause fehlen mit Jakub Kaminski, Isak Johannesson und Said El Mala drei Akteure. Kwasniok sieht den Vorteil in intensiven Einheiten, dann aber auch ein paar Tagen, an denen die Spieler zu Hause individuell trainieren können. „Das ist schon ganz wichtig, um mal den Kopf frei zu bekommen und dann wieder anzugreifen“, sagt Kwasniok. Während der zweiten Länderspielpause steht für den FC am Donnerstag der Cologne Cup im Kölner Südstadion an.

Dann spielen die Geißböcke jeweils 45 Minuten gegen Viktoria Köln und Fortuna Köln. Das Benefiz-Turnier nutz Kwasniok, um seine Mannschaft noch einmal zu testen. Dementsprechend sollen gerade die Spieler zum Einsatz kommen, die zuletzt etwas hinten dran waren. „Die die weniger gespielt haben, werden jetzt mehr spielen. Es gilt trotzdem eine gewisse Vernunft“, sagt der Kölner Coach. Verheizen will der Trainer keine Spieler. So werden wohl auch einige Nachwuchskräfte zum Einsatz kommen, die unter der Woche schon mit trainiert haben. „Die Jungs machen einen richtig guten Eindruck.“

Das Turnier im Südstadion steht auch im Zeichen des Nachwuchsfußballs. Der soll mit der Veranstaltung unterstütz werden. „Kinder- und Amateurfußball ist die Basis. Deswegen gibt es für uns da auch kein Wenn und Aber. Der soziale Aspekt ist groß, der sportliche ist für die Jungs wichtig, die in den vergangenen Wochen nicht ganz so viel zum Zug gekommen sind“, sagt Kwasniok. Neben den Nationalspielern werden auch weiterhin Marvin Schwäbe, Jan Thielmann und Marius Bülter nicht dabei sein. Bei Bülter und Schwäbe geht der Coach davon aus, dass die beiden Spieler in der kommenden Woche wieder einsteigen. Bei Thielmann schaue man von Tag zu Tag. „Der Fuß ist aber nicht kaputt, aber narbenreich“, sagt der Coach.


Lukas Kwasniok belohnt und sendet beim 1. FC Köln positive Zeichen an die Bankdrücker

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Lukas Kwasniok belohnt und sendet beim 1. FC Köln positive Zeichen an die Bankdrücker

Zwar hat Lukas Kwasniok schon mehrfach betont, dass er keine feste Stammelf im Kopf habe und hat das auch schon bewiesen, die Startelf-Nominierung von Dominique Heintz kam dennoch überraschend beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet positive Zeichen an die Bank.

Die Nominerung von Dominique Heintz kam überraschend. Doch der Innenverteidiger überzeugte einmal mehr. Gleichzeitig hat das Spiel des Routiniers aber noch einen positiven Nebeneffekt beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet positive Zeichen an die Bank.

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Das Gespräch dürfte ziemlich unterhaltsam verlaufen sein, zumindest nachdem wie es Lukas Kwasniok am Freitagabend darstellte. Der Kölner Coach hatte nach dem Mittagessen das Gespräch mit Dominique Heintz gesucht. Der Inhalt für den Innenverteidiger kein unwichtiger. Kwasniok teilte dem Routinier mit, dass er an diesem Abend nach sechs Nicht-Berücksichtigungen erstmals auf dem Platz stehen würde und dann auch noch von Anfang an. „Er hat mich gefragt, ob ich überrascht bin und das dann auch mit so einem Lächeln“, verriet Heintz am Freitagabend nach dem Spiel in den Katakomben des Hoffenheimer Stadions. „Natürlich war ich überrascht. Ich wusste aber schon, wie er es gemeint hat. Er weiß, dass ich immer Gas gebe. Ich habe mich schon sehr gefreut. Denn damit habe ich natürlich nicht gerechnet.“

Kwasniok beweist Flexibilität

So wirklich rechnen konnte Heintz mit seiner Nominierung eigentlich auch nicht. Denn der Innenverteidiger war bislang gar kein Faktor bei den Kölnern. Befand sich zuletzt zwar im Kader, hatte aber noch nicht eine Minute in dieser Spielzeit gespielt. Und ausgerechnet gegen die spielstarke Mannschaft aus Hoffenheim sollte der Abwehrspieler zum Einsatz kommen. „Es ist doch schön, dass ich den Heintzi, mit 200 und ein paar zerquertschten Spielen noch überraschen kann“, sagte der Kölner Coach. „Wir hatten eine kurze Woche. Und im Abschlusstraining haben sich noch mal eine Dinge verändert. Jungs, die in meinen Überlegungen eine Rolle gespielt haben, haben sich raustrainiert, andere haben sich reintrainiert.“ Der Trainer untermauerte einmal mehr eine spontane Flexibilität.

Heintz Nominierung ist auch ein Zeichen an andere Spieler

Kwasniok vertraute also dem Routinier, dem vor der Saison wohl keiner viel Einsatzzeit ausgerechnet hätte. Sicherlich profitierte der Abwehrspieler auch von dem Ausfall von Rav van den Berg. Aber Lukas Kwasniok sendet mit der Nominierung des Pfälzers wichtige Zeichen. „Ich habe mich einfach wieder herangekämpft und der Trainer belohnt es dann eben“, sagte Heintz. Mit dem Startbeginn von Heintz am Freitag gegen Hoffenheim hat der Kölner Coach einmal mehr einem Spieler Einsatzzeit gegeben, der zuletzt außen vor war. So erging es bereits Denis Huseinbasic, aber auch Linton Maina. Auch Luca Waldschmidt stand bereits in der Startelf, nachdem er am Spieltag zuvor keine Rolle spielte. Heißt: Wer im Training seine Leistung bringt, der wird auch im Spiel früher oder später seine Chance bekommen.

Gerade weil der Trainer immer wieder erklärt, dass er keine fest Anfangsformation im Kopf hat, alle Spieler ihre Chance bekommen. Kwasniok hatte in der Vergangenheit bereits betont, dass er durch diese Einsätze allen Spielern das Gefühl geben könne, Teil des Erfolgs zu sein. „Es war einfach fantastisch, wie sich die Jungs in der Kabine gefreut haben. Auch die Jungs, die heute nicht zum Einsatz gekommen sind. Es macht Spaß aktuell“, sagte der Trainer. Der Erfolg gibt Kwasniok recht und zeigt Spielern, die aktuell eher wenig Chancen bekommen wie Jusuf Gazibegovic und Cenk Özkacar, dass es sich lohnt, richtig Gas zu geben. Auch davon profitiert am Ende die Mannschaft.

Lukas Kwasniok und der 1. FC Köln: Wie gut passt das emotional zusammen?

Lukas Kwasniok coacht beim 1. FC Köln
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Lukas Kwasniok und der 1. FC Köln: Wie gut passt das emotional zusammen?

Seit Anfang Juli betreut Lukas Kwasniok inzwischen seine Mannschaft beim FC. In der Zeit hat der Coach schon die eine oder andere Schlagzeile hervorgerufen. Wie gut passt Kwasniok nach etwa zwei Monaten zum 1. FC Köln?

Sieben Punkte nach drei Spielen, die 2. Runde des DFB-Pokals – natürlich gibt es immer mehr Befürworter des Coachs und immer weniger kritische Stimmen über die Art des Trainers: Wie gut passt Kwasniok nach etwa zwei Monaten zum 1. FC Köln?

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Es war wohl eine der Aktionen, die bis jetzt in seiner noch kurzen Amtszeit für am meisten Aufsehen gesorgt hat: Beim ersten Bundesligaspiel der Saison trug Lukas Kwasniok das Heimtrikot des 1. FC Köln. Damit sorgte der Coach für ein gewaltiges Echo. Viele FC-Fans feierten die Aktion ihres neuen Trainers und sahen es als ein Bekenntnis, dass er sich in seiner Zeit in der Domstadt komplett mit dem Verein identifiziert. Genau das betonte Kwasniok auch selber immer wieder, zuletzt in einem Interview mit der Sport Bild: „Ich lasse mich voll auf den FC ein. Es ist eine besondere Verbindung in einem guten Moment.“ In der vergangenen Spielzeit gab es bekanntlich einige Kritiker, die das Gefühl hatten, Gerhard Struber würde genau das eben nicht tun. Auch bei Timo Schultz schien das Verhältnis zu Köln ein angespanntes.

Risiko für Zündstoff

Doch auch bei Kwasniok gab es in den sozialen Medien ein paar Misstöne. So kursierte hier und da der Vorwurf des Anbiederns. Der Trainer würde das Trikot nur anziehen, um sich bei den Fans beliebt zu machen. Es gibt aber deutlich mehr Anhänger, die gerade die Authentizität und Bodenständigkeit des neuen Trainers mögen. Bei ihnen kommt gut an, wie Kwasniok Dinge offen anspricht und sich aus ihrer Sicht nicht verstellt. „Man darf nicht immer alles auf die Goldwaage legen. Die Kölner singen gern, aber sie lachen auch gern und bringen dabei eine gehörige Portion Selbstironie zum Ausdruck“, sagte Kwasniok in einem Interview der „Welt am Sonntag“ bezogen auf die Fans, die bereits Europapokal-Lieder anstimmten. Der Trainer hat verstanden, wie er die Fans auf seine Seite bringt, vielleicht sogar wie Köln tickt. „Hier genießt man den Moment, aber niemand wird sich darauf ausruhen.“ 

Kwasniok fordert Leistung, Intensität und Willen und ist damit Sprachrohr der Anhänger. Zudem lässt er sich auf die Fans ein, spricht nach dem Training mit ihnen, nimmt sich Zeit. „Ich mag es nicht, wenn die Menschen das Gefühl haben, ich arbeite hier einfach nur einen Job ab“, sagt Kwasniok. Mit dieser Art erinnert er an die Anfangszeit von Steffen Baumgart, den viele Fans damals als einen von ihnen ausgemacht hatten. Es scheint ein gutes Match zu sein, auch wenn es für andere Fans offenbar ein wenig „to much“ wirkt. So eckte Kwasniok direkt zu Beginn nach dem zweiten Testspiel mit seiner Aussage an, dass es bei manchen Spielern noch nicht oder nicht mehr für die Bundesliga reicht. Doch gerade das bisherige Auftreten der Mannschaft lässt die Kritiker zunehmend verstummen. Sieben Zähler aus drei Spielen, gegen Mannschaften, die sich durchaus mehr versprochen haben, sind eine eindeutige Sprache.

Wie wird Kwasniok mit Gegenwind umgehen?

Und mit jedem Erfolg und jeder guten Leistung wird das Hadern weniger. Es dürfte durchaus spannend werden, wie der Trainer sich nach außen gibt und dann auch wahrgenommen wird, wenn es beim FC in dieser Saison mal nicht so gut laufen sollte. In Paderborn hatte der Coach mit öffentlichen Aussagen ein paar Mal für ganz schön Wirbel gesorgt. Etwa im Dezember 2024, als er seinen Spielern mangelnde Qualität attestierte und „Kracher“ als Neuzugänge forderte. Das löste selbst im vergleichsweise ruhigen Paderborn viel Unruhe aus. Wenn Kwasniok solche Aussagen in Köln treffen sollte, könnte das in dem noch größeren und emotionaleren Umfeld ganz schön für Zündstoff sorgen. Denn in seinem Auftreten mäßigen oder mit seinem Aussagen zurückhalten wird sich Kwasniok bestimmt auch weiterhin nicht. Und vermutlich auch weiter im Trikot am Spielfeldrand stehen. Egal, was die Kritiker sagen.


Gibt es beim 1. FC Köln den nächsten Bundesliga-Debütanten?

Alessio Castro-Montes bei seinem ersten Training für den FC
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Gibt es beim 1. FC Köln den nächsten Bundesliga-Debütanten?

Alessio Castro-Montes ist für den Kader für die Begegnung gegen den VfL Wolfsburg nominiert worden. Eine Option für die Startelf ist der Belgier sicherlich noch nicht, wird aber vielleicht die ersten Minuten sammeln für den 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes steht vor seinem Debüt.

Einer der Gründe für den Erfolg der Geißböcke ist der breite Kader. Am Samstag könnte bereits der 20. Spieler zum Einsatz kommen für den 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes steht vor seinem Debüt.

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Kurz vor Toresschluss schlug der FC dann noch einmal erwartungsgemäß zu. Alessio Castro-Montes wurde am Deadline Day noch unter Vertrag genommen. Zwar hatten sich die Kölner lange mit SCP-Kapitän Raphael Obermair befasst, Castro-Montes stand aber ebenfalls auf der FC-Liste, eine besonders kurzfristige Alternative war der Belgier offenbar also nicht – wenn es am Ende mit dem Vertrag auch sehr schnell gehen musste. Der 28-Jährige soll den FC rund zwei Millionen Euro gekostet haben, der Marktwert wird auf fünf Millionen Euro geschätzt – und spätestens mit diesen Zahlen ist wohl klar, dass Castro-Montes nicht mit dem Masterplan „Bankdrücker“ verpflichtet wurde. Vielmehr wurde die Breite des Kaders qualitativ gestärkt und damit der Konkurrenzkampf noch einmal erhöht. Die Maxime ist dieser Tage „Konkurrenz belebt das Geschäft“ – und das offenbar mit Erfolg.

Feiert der nächste Kölner sein Debüt?

Sechs Punkte aus zwei Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Am Donnerstag betonte Lukas Kwasniok noch einmal, dass es doch „Spaß“ mache, allen Jungs einen Startplatz in Aussicht zu stellen. Kein Wunder, der Coach hat aktuell die Qual der Wahl. Und das nun auch auf den Außenbahnen. Mit Catsro-Montes haben die Kölner einen polyvalenten Schienenspieler bekommen, der die Offensive der Geißböcke noch einmal beleben kann. Eine Offensive, die bislang ohnehin schon ziemlich lebt. Und gerade deswegen ist in der Anfangsformation am Samstag gegen die Wölfe auf den Außenbahnen auch nicht mit großen Veränderungen zu rechnen. Er gehe das ziemlich „konservativ“ an, sagte Lukas Kwasniok, denn die Jungs auf dieser Position hätten es in den vergangenen Wochen ja auch ziemlich gut gemacht.

Dennoch ist Castro-Montes für Kwasniok ein Mann für den Kader. Nicht umsonst stieg der 28-Jährige am Freitagnachmittag auch in den Zug nach Wolfsburg. Der Belgier könnte gegen die Niedersachsen also zu den Spielern gehören, die – ganz nach Kwasnioks Credo – „hintenraus den Unterschied“ machen. Der Neuzugang erhielt nicht nur den Vorrang vor Jusuf Gazibegovic, auch Linton Maina wurde nicht für den Kader am Samstag nominiert. Der Belgier hat Trainer Kwasniok in den Einheiten während der Länderspielpause offenbar überzeugt. Und so wird der 28-Jährige wohl der 20. Spieler sein, der in dieser Saison für den FC in der Liga zum Einsatz kommt. Mehr hat kein anderer Bundesligist auf die Platte gebracht.

Der jüngste Neuzugang wäre damit der neunte Kölner Spieler, der für den FC sein Bundesliga-Debüt in dieser Saison feiern würde.


Kader des 1. FC Köln: Des einen Freud, des anderen Leid

Alessio Castro-Montes, Linton Maina und Jusuf Gazibegovic
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Kader des 1. FC Köln: Des einen Freud, des anderen Leid

In der vergangenen Spielzeit einer der Erfolgsgaranten, in dieser Saison erst einmal hinten dran. Linton Maina dürfte sich den Start in die Spielzeit anders vorgestellt haben beim 1. FC Köln: Nicht alle profitieren vom großen Kader.

Mit Alessio Castro-Montes rückt ein weiterer Schienenspieler in den Kader der Geißböcke, dafür wurden am Freitag gleich einige Akteure nicht für das kommende Pflichtspiel nominiert beim 1. FC Köln: Nicht alle Spieler profitieren vom großen Kader.

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Linton Maina hatte eine besondere Nachricht im Gepäck. Als der FC den Aufstieg vor gut 100 Tagen perfekt machte, erklärte der Flügelflitzer, dass er bereits zuvor seinen Vertrag verlängert habe und künftig bei einem Bundesliga-Verein spielen werde. „Auf einmal hat mir jemand das Mikro gegeben und meinte, dass ich etwas sagen soll. Das war vorher nicht so abgesprochen“, hatte der Außenbahnspieler im Sommer come-on-fc.com im Interview verraten. Im Aufstiegstaumel im Kölner Stadion war es so etwas wie das Krönchen auf einem nahezu perfekten Tag. Schließlich war Maina als FC-Topscorer einer der absoluten Erfolgsgaranten in der Aufstiegssaison.

Großer Konkurrenzkampf

116 Tage später hat Mainas Freude einen herben Dämpfer erfahren. Der 25-Jährige wurde nicht für den FC-Kader für die Begegnung gegen Wolfsburg nominiert. Eine Verletzung wie etwa gegen Mainz lag allerdings nicht vor. Damals hatte sich der Flügelspieler das Knie verdreht, fehlte im Duell gegen die Rheinhessen. Gegen Freiburg wurde Maina dann wieder in den Kader berufen, zum Einsatz kam der gebürtige Berliner aber nicht. Wenn man so will, ist der 26-Jährige Stand jetzt ein Opfer des Umbruchs beim FC geworden. Elf neue Spieler, dazu mit Said El Mala noch den Shootingstar der aktuellen Spielzeit. Immer wieder haben die Kölner Verantwortlichen betont, dass es bei den Transferaktivitäten auch darum ging, die Qualität im Kader zu erhöhen. Bislang gibt der Erfolg dem FC recht.

Tatsächlich hatte Kwasniok genau aus diesem Grund schon zu Beginn der Saison erklärt, dass er sich nicht auf eine Startelf festlegen werde. Es gebe einen Pool an Stammspielern, aus denen er wählen werde. „Es macht doch Spaß, allen Jungs auch so ein bisschen das Gefühl zu geben, dass sie beim nächsten Spiel wieder beginnen können“, sagte Kwasniok am Donnerstag auf der Spieltags-Pressekonferenz. „Denis hat das gefreut, einen anderen dann vielleicht nicht“, so Kwasniok, der Denis Huseinbasic ansprach, der im Pokal gegen Regensburg nicht im Kader stand und gegen Mainz nicht ran durfte, gegen Freiburg dann aber in der Anfangsformation auflief. Für Maina besteht die Chance natürlich auch, allerdings war mit den Verpflichtungen der Offensivspieler wie etwa Jakub Kaminski klar, dass es einen großen Konkurrenzkampf geben würde.

Wie geht es weiter mit Jusuf Gazibegovic?

Ähnlich dürfte sich aktuell Jusuf Gazibegovic fühlen. Der Rechtsverteidiger sammelte gegen Freiburg seine ersten Minuten. Doch der Bosnier fand nicht die Bindung zum Spiel, sammelte keine weiteren Pluspunkte, gab keine Bewerbung ab. Durch die Verpflichtung von Alessio Castro-Montes, der ja auch schon oft auf der rechten Verteidigerposition gespielt hat und ein von Kwasniok gewünschter Schienenspieler ist, hat sich die Situation nicht verbessert. Auch Gazibegovic dürfte es demnach aktuell schwer haben, wieder auf den Platz zu kommen. Der Kölner Trainer sieht darin noch kein großes Problem. „Weil alle [Spieler, Anm. d. Red.] eine reelle Chance haben, regelmäßig zu spielen, freuen sie sich auch miteinander über Erfolge. Und das ist ja gerade in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr.“

Wie selbstverständlich dieses Verständnis im Laufe der Saison ist, wird sich wohl erst noch zeigen müssen. Vor allem, wenn es in der Saison dann auch mal Negativ-Erlebnisse geben wird. Die Freude über die Nicht-Nominierung wird sich bei den Daheimgebliebenen sicher in Grenzen halten.