Vor gut drei Wochen wurde Lukas Kwasniok beim FC entlassen. Nun gibt es Gerüchte um einen neuen Job für den Ex-Trainer der Geißböcke. Lukas Kwasniok steht im Fokus des Karlsruher SC.
Nur wenige Wochen nach seiner Entlassung beim FC könnte es einen neuen Job für Lukas Kwasniok geben. Wie das Online-Portal ka-news berichtet, ist der KSC an einer Verpflichtung des Trainers interessiert.
Lukas Kwasniok beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln in Hamburg (Foto: Stuart Franklin / Getty Images)
Kehrt Lukas Kwasniok in die 2. Bundesliga zurück? Der 44-Jährige soll in den Fokus des Karlsruher SC geraten sein. Der Zweitligist befindet sich auf der Suche nach einem Nachfolger für Christian Eichner, der den KSC zum Saisonende verlassen wird. Der ehemalige Verteidiger des 1. FC Köln sucht nach sechs Jahren eine neue Herausforderung. Im vergangenen Jahr wurde Eichner auch beim FC gehandelt. Namen für seine Nachfolge werden seit Tagen viele gehandelt. Dabei erscheint eine Rückkehr von Kwasniok durchaus logisch. Der Trainer hatte dem KSC vor acht Jahren den Rücken gekehrt, war schon einmal interimsmäßig Trainer der Profis, sonst von 2014 bis 2018 im Nachwuchsbereich tätig. Seine Familie wohnt noch immer in der Nähe, Kwasniok ist mit seiner Heimat stark verwurzelt.
Gerüchten zu Folge soll es auch Gespräche zwischen dem Trainer und der Vereinsführung des KSC gegeben haben. Und das auf Gran Canaria, wo der Coach aktuell Urlaub macht. Doch bei den Gerüchten gibt es ein großes Aber. Bislang waren die Badener an einer Verpflichtung von Tobias Strobl interessiert. Der Deal kam aber nicht zu Stande, weil der aktuelle Verein des Coachs, der SC Verl, eine zu hohe Ablöse fordert. Auch bei einer Verpflichtung von Kwasniok stünde diese im Raum. Zumindest wenn die Geißböcke den Klassenerhalt schaffen. Dann hätte der 44-Jährige noch Vertrag beim FC. In der Theorie stünde den Kölnern eine Ablöse zu.
Lukas Kwasniok scheitert am 1. FC Köln: Ein Trainer-Aus auf Etappen
Simon Bartsch
Acht Monate leitete Lukas Kwasniok die Geschicke am Geißbockheim. Nun muss der 44-Jährige gehen. Es gibt einen Neuanfang beim 1. FC Köln: Gleich mehrere Gründe für das Aus von Lukas Kwasniok.
Dem fulminanten Start folgt nun ein bitteres Ende. In seiner Zeit am Geißbockheim war der 44-Jährige Teil des neuen Gesichts des 1. FC Köln und erzielte zu Beginn der Saison überdurchschnittlich gute Ergebnisse. Zuletzt blieben diese allerdings aus – und so musste der Coach am Sonntagabend die Koffer nehmen.
Lukas Kwasniok hat seinen Kader um drei Spieler reduziert
Mit einem Rucksack bepackt und dem Smartphone am Ohr tauchte Lukas Kwasniok am Sonntagvormittag am Geißbockheim auf, gut gelaunt. Keine halbe Stunde später war der Besuch dann auch schon wieder beendet und der 44-Jährige verließ ähnlich strahlend den Parkplatz des Trainingsgeländes, auf dem er rund acht Monate die Geschicke der Geißböcke leitete. Kwasniok ist lang genug im Fußballgeschäft, beschäftigt sich so akribisch mit dem Business, dass er zu diesem Zeitpunkt mindestens geahnt hat, in welche Richtung die Gespräche am Sonntag laufen würden. Am Nachmittag bekam er dann von Thomas Kessler die Bestätigung in einem persönlichen Gespräch. Der 44-Jährige ist nicht mehr länger Trainer der Geißböcke, seine Mission Klassenerhalt gescheitert.
Euphorie durch den Entertrainer
Angesichts der Punkteausbeute war die Trainerentlassung wohl unausweichlich. Vielleicht nicht, weil sie wirklich richtig ist – immerhin gibt es ja zahlreiche Statistiken und Studien, die selbst in der Abstiegsnot von einem Wechsel der doch so wichtigen Position abraten. Vielmehr, weil die Maschinerie in diesem Geschäft nun mal so läuft. Bleiben die erhofften Erfolge aus, muss der Trainer gehen – so einfach ist die Fußball-Matrix auf diesem Gebiet. Doch Kwasniok scheiterte eben nicht nur an der Zählerausbeute. Ein nicht ganz unwichtiger Punkt für das Aus im März dürfte erstaunlicherweise schon mit der Verpflichtung begonnen haben. Nach dem Aus von Gerhard Struber und dem Aufstieg in die Bundesliga wollte der FC eine Veränderung herbeiführen.
Wie schon bei Steffen Baumgart 2021 auf Markus Gisdol (mit Zwischenspiel von Friedhelm Funkel) schien die Wahl nach einem eher biederen Fußball unter Gerhard Struber wieder auf einen Trainer fallen zu müssen, der mit seiner Spielidee, aber auch mit seiner Art Euphorie auslösen kann (wieder mit Zwischenspiel von Friedhelm Funkel). 2021 hatte der FC mit Ach und Krach die Klasse gehalten. Unter Gisdol schien die Marschroute „Niederlage verhindern“ zu lauten – unter Baumgart „Spiele gewinnen“ und das höchst attraktiv. Kwasniok trat das Amt beim FC ebenfalls mit dem Versprechen von Unterhaltung an, erfand für sich selbst den Begriff des „Entertrainers“.
Das Aus war folgerichtig
Und der 44-Jährige bekam von Thomas Kessler einen Kader dahingestellt, mit dem genau das gelingen sollte. Rund 25 Millionen Euro investierte der jetzige Geschäftsführer Sport in einen Kader, der Offensivfußball leben sollte. Und tatsächlich: Mit dem erfolgreichen Saisonauftakt wuchs die Euphorie rund um das Geißbockheim. Trainer und Sportdirektor wurden über den grünen Klee gelobt und das eigentliche Saisonziel Klassenerhalt schien schon damals längst überholt – war es aber nicht. Kwasnioks trefflichste extern geäußerte Analyse der vergangenen Wochen war wohl die Einschätzung, dass der FC in dieser Phase überperformte und damit die Realität extrem vernebelte. So sehr, dass der nun Ex-Coach den Verein zu einem Zeitpunkt verlassen muss, in dem er sich rein nach der Tabelle noch – wenn auch geradeso – im Soll befindet.
Doch zwei Siege in 18 Spielen überleben Trainer nicht nur in Köln nicht – das Aus war also folgerichtig. Der sportliche Erfolg blieb zum zweiten Mal über einen längeren Zeitraum aus. Schon im Winter stand Kwasniok auf der Kippe. Auch, weil es zu Misstönen zwischen ihm und der Mannschaft und ihm und den Fans gekommen war. Die Ausbootung einiger arrivierter Kräfte kam intern und extern nicht so richtig an. Dazu wurden auch die – zum Teil verletzungsbedingten – Rotationen kritisiert. Kwasniok bot in der Hinrunde beispielsweise nicht einmal die gleiche Startelf auf. Der Umgang mit Said El Mala bot ebenfalls viel Gesprächsstoff. Zudem eckte der Trainer mit einigen Äußerungen empfindlich an, sorgte auch damit für Unmut bei den eigenen Fans.
Externe Faktoren
Dazu gab es noch ein beachtliches Ausmaß an externen Faktoren, die Kwasniok durchaus öfter hätte kommunizieren können. Etwa die unglaubliche Verletzungsmisere, die sicher nicht nur auf eine Trainingssteuerung zurückzuführen ist. Immerhin waren neben Lukas Kwasniok noch etliche andere Trainer in die Einheiten involviert, die sich wohl bemerkbar gemacht hätten, wenn eine Über- oder Fehlbelastung offensichtlich gewesen wäre. Und so ganz anders als das Training anderer Bundesligisten wird wohl auch das Kwasnioksche nicht gewesen sein. Dazu tatsächlich ein erstaunliches Ausmaß an 50:50-Entscheidungeen, die gegen den FC ausgelegt wurden.
Nun übernimmt René Wagner. Die Aufgabe ist sieben Spieltage vor Saisonende keine einfache. Immerhin haben es die Kölner in der eigenen Hand und die Euphorie ist aktuell nicht mehr die größte.
Die Zeichen stehen für Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln offenbar auf Abschied: So könnte es weitergehen
Simon Bartsch
Nach dem Derby gegen Gladbach betonte der Kölner Coach noch einmal, dass er der richtige Mann für das Traineramt bei den Geißböcken sei. Ganz so sicher schien sich Geschäftsführer Thomas Kessler hingegen da nicht mehr. Trennt sich der 1. FC Köln von Lukas Kwasniok?
Zwei Siege aus den vergangenen 18 Spielen könnten dann zu wenig gewesen sein. Die Zeichen stehen bei Lukas Kwasniok und dem 1. FC Köln offenbar auf Trennung. Auch, wenn der FC am Samstag leidenschaftlich gegen den Rivalen vom Niederrhein agierte, am Ende stand erneut kein Sieg.
Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln ist nicht glücklich mit der Situation (Foto: Sebastian Widmann/Getty Images)
Lukas Kwasniok fand nach dem Remis gegen Mönchengladbach noch einmal deutliche Worte. Der 44-Jährige stemmte sich wie ein kämpfender Löwe verbal gegen das drohende Aus. Es sei das Normalste der Welt, dass man Dinge in Ruhe analysiere, sagte der Coach. „Das Wichtigste an einem Trainer in einem Verein ist die Überzeugung von dem Kollegen, der vor der Mannschaft steht. Man muss erst einmal einen finden, der mehr Überzeugung in sich trägt.“, so Kwasniok. „Ich werde um diesen verdammten Job kämpfen, mit allem was ich hab. Ich bin der richtige Mann am richtigen Ort mit der richtigen Mannschaft im richtigen Verein.“ Er habe die Überzeugung zu 100 Prozent, dass er die Wende noch herbeiführen würde. Er spüre zudem die Rückendeckung des Vereins – ebenfalls zu 100 Prozent. Er habe nichts Gegenteiliges gehört oder gespürt.
„Es gibt natürlich Gründe“
Doch nach ganz großer Rückendeckung klang es bei den FC-Verantwortlichen dann nicht. „Wenn du jetzt wieder zum wiederholten Mal das Spiel nicht gewinnst und die Tabellensituation natürlich von Woche für Woche prekärer wird, steht eins über allem. Und das, was über allem steht, ist, dass der 1. FC Köln in der Bundesliga bleibt“, sagte Thomas Kessler schon im Anschluss an die Begegnung. „Ich glaube, alle beteiligten Personen haben die absolute Überzeugung, dass wir mit der Qualität, mit der wir beisammen sind, die Klasse halten können. Aber es gibt natürlich Gründe, und die muss man dann auch erörtern und auch offen erörtern, warum man es heute wieder nicht geschafft hat, drei Punkte zu holen.“ Der Geschäftsführer hatte erklärt, man wolle die Situation nun in Ruhe analysieren und er noch einmal eine Nacht darüber schlafen.
Doch nach Informationen von come-on-fc.com tat der Geschäftsführer das nicht, ohne sich vorher noch einmal mit weiteren Verantwortlichen auszutauschen. Am Samstag hat es Gespräche gegeben, am Sonntagmorgen sollen weitere folgen. Dann mit dem gemeinsamen Ausschuss, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Das Training ist abgesagt. Allerdings steht aufgrund der Länderspielpause auch keine „normale“ Trainingswoche an. Und tatsächlich soll bereits hinter den Kulissen über mögliche Nachfolger diskutiert werden. So stehen der bisherige Assistenz-Trainer René Wagner sowie U19-Coach Stefan Ruthenbeck im Fokus. Ruthenbeck hatten den FC bekanntlich schon einmal 2017/18 übernommen, damals den Klassenerhalt aber knapp verpasst. Friedhelm Funkel soll in den aktuellen Planungen – zumindest stand jetzt – keine große Rolle spielen.
Schon vor drei Spieltagen hatte die „Bild“ von einem Ultimatum berichtet, Kwasniok müsse aus den bevorstehenden drei Spielen vier Punkte holen, es wurden zwei Zähler – und das gegen die direkte Konkurrenz. Kwasniok hatte eine etwaige Vorgabe immer bestritten. Nun erscheint sie zumindest möglich. Nach wie vor befinden sich die Geißböcke in der Tabelle in freiem Fall. Am Sonntag könnte St. Pauli die Geißböcke noch überholen, der FC würde erstmals in der Saison einen Rang unter dem Strich einnehmen.
Zu wenig Punkte, zu wenig Siege, eine verständliche Trainerdiskussion – Es gibt aber auch Argumente für Lukas Kwasniok
Hendrik Broschart
Der Punkt in Hamburg verschafft dem 1. FC Köln nur kurz und ein wenig Luft. Vor dem Derby gegen Gladbach steht Lukas Kwasniok weiter unter Druck. Bei vielen Fans ist das Urteil über die Zukunft des Coachs bereits gefällt. Dabei gibt es auch Argumente, warum ein Trainerwechsel beim FC jetzt der falsche Schritt sein könnte beim 1. FC Köln: Drei Gründe gegen einen Trainerwechsel.
Der Punkt in Hamburg hilft dem 1. FC Köln nur kurzfristig. Vor dem Derby gegen Gladbach wird der Druck auf Lukas Kwasniok größer und die Trainerdebatte lauter. Doch es gibt auch Argumente, dass ein Wechsel auf der Bank derzeit der falsche Weg wäre.
Wie geht es weiter mit Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln?
Die Geißböcke nahmen einen Punkt aus dem Spiel in Hamburg mit zurück ans Geißbockheim, der sich aufgrund der Leistung auf dem Platz eher wie eine Verlust anfühlte als ein Fortschritt. Rein rechnerisch treten sie damit im Tabellenkeller auf der Stelle: Aufgrund der Schützenhilfe des kommenden Gegners Borussia Mönchengladbach reichte das Unentschieden, um vorübergehend den Relegationsplatz auf Distanz zu halten. Die Elf von Eugen Polanski hatte am Freitag St. Pauli mit 2:0 geschlagen. Dennoch ist der Tenor in der Domstadt eindeutig: Nur ein Sieg hätte den Druck auf Trainer Lukas Kwasniok mindern können. So spitzt sich die Lage vor dem Derby gegen Gladbach am kommenden Samstag zu.
In regelmäßigen Abständen tauchen schon jetzt Gerüchte über mögliche Nachfolger auf der Trainerposition auf. Im Falle einer Niederlage gegen die Fohlen ist man sich vielerorts sicher: Die Zusammenarbeit mit Kwasniok würde damit ein Ende finden. Dabei sprechen gleich mehrere Gründe dafür, warum das keine gute Idee wäre.
Grund eins: Anpassungen tragen Früchte
Kurz vor Anpfiff kam dem Stadionsprecher des HSV, Christian Stübinger, eine Idee, wie er die Stimmung im Volksparkstadion zum Anpfiff hin noch weiter anheizen könnte. Er schnappte sich das Mikrofon und schoss gegen den FC, indem er auf die Schwäche der Geißböcke bei ruhenden Bällen hinwies. Bekanntlich flog ihm das in der 45. Minute um die Ohren, als Rav van den Berg eine Ecke per Kopf verlängerte und Said El Mala den Ball aus kurzer Distanz im Hamburger Tor versenkte. Die Gefahr nach ruhenden Bällen ist kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat der Umstrukturierung der Verantwortlichkeiten im Trainerteam für das Coaching bei Standards. Mitte Februar hatte man sich dazu entschieden, Hannes Dold von seinen Aufgaben zu entbinden und diese intern aufzufangen.
Mit Erfolg, wie die folgenden Wochen defensiver Stabilität nach Standards gegen den FC zeigten – und nun auch ganz offensichtlich in der Offensive beim Spiel in Hamburg. „Das Tor heute war ein Co-Trainer-Tor. Said war die ausübende Gewalt, indem er auf dem zweiten Pfosten durchgelaufen ist. Hinten am zweiten Pfosten wird das Geld verdient, vor allem bei Ecken. Das sind einfache Tore. Said hat das zu 100 Prozent umgesetzt. Und das ist ein Entwicklungsschritt, sich nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf einen Co-Trainer zu verlassen, der sagt: ‚Lauf durch!‘“, so Kwasniok. Fest steht, dass es den Verantwortlichen des 1. FC Köln durch eine ihnen sicherlich nicht leichtgefallene Personalentscheidung gelungen ist, eine der größten Problemherde erfolgreich anzugehen. Mit starren Strukturen und geringer Bereitschaft zur Selbstreflexion wäre dies nicht möglich gewesen.
Grund zwei: Das FC-Torverhältnis spricht Bände
Es ist fast schon zur Tradition geworden, dass, wenn beim 1. FC Köln der Haussegen schief hängt, Friedhelm Funkel als möglicher Interimstrainer gehandelt wird. Der 72-Jährige stärkte Kwasniok am Sonntag in der Sky-Sendung „Sky 90” den Rücken und führte ein überzeugendes Argument ins Feld: „Die Art und Weise, wie sie bisher gespielt haben, war in Ordnung! Man darf nicht vergessen, dass sie in dieser Saison noch keine einzige hohe Niederlage hinnehmen mussten. Sie haben von den Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen, mit Abstand das beste Torverhältnis. Das ist sehr wichtig. Das kann den entscheidenden Punkt bringen.“ Allein das Torverhältnis bewahrte Köln nach der Niederlage gegen den BVB vor dem Relegationsplatz. Kwasniok selbst hatte schon vor geraumer Zeit betont, dass er plane, für den Klassenerhalt über die volle Distanz gehen zu müssen. Dass es für die Geißböcke knapp werden würde, sollte deshalb nicht weiter überraschen. Und weil es so knapp ist, muss das vergleichsweise gute Torverhältnis im Tabellenkeller als Trumpf durchgehen.
Grund drei: Gegner von Kölner Kragenweite – diesmal aber richtig
Ein Blick auf die vergangenen Wochen zeigt, dass der Spielplan dem FC einiges abverlangt hat. Seit Beginn der Rückrunde traf Köln auf neun Gegner, sechs davon stehen aktuell in der oberen Tabellenhälfte. Vier dieser Teams gehören sogar zu den Top fünf. Gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte gab es bislang nur drei Spiele. Zwei davon gewann der FC gegen Mainz und Wolfsburg. Nun folgen Gegner, die eher von der Kragenweite der Kölner sind. Nach dem Derby gegen Mönchengladbach auf Rang zwölf warten Werder Bremen auf Rang fünfzehn und St. Pauli auf Rang sechzehn. Der HSV lässt sich gepflegt aus dieser Rechnung herausnehmen. Die Mannschaft von Merlin Polzin hat sich zuletzt deutlich von der Abstiegszone entfernt. Die letzte Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller liegt für Hamburg mit dem 4:1 in Köln im November bereits einige Zeit zurück. Mit Heidenheim steht auch noch die Partie gegen das Schlusslicht an.
Zwischen Derby-Emotionen und Krisen-Management
Mit dem Heimspiel gegen Mönchengladbach bekommt Lukas Kwasniok vor der Länderspielpause die attraktive Chance, Ruhe in die Trainerdiskussionen in der Domstadt einkehren zu lassen. Er kann sich dabei auf die Unterstützung von Geschäftsführer Thomas Kessler verlassen. Noch vor dem Spiel gegen den HSV machte Kwasniok deutlich, wie sehr er Kesslers rationale Art, mit der aufgeheizten Stimmung in Köln umzugehen, schätzt. Ein unaufgeregtes Krisenmanagement kann Kwasniok am Standort Köln angesichts der Wucht der unzufriedenen und laut polternden Fanszene und Medien mehr gebrauchen denn je.
Schicksalsspiel gegen den Hamburger SV? Für Lukas Kwasniok nicht – so reagiert der Coach auf die Trainerdiskussion
Hendrik Broschart
Vor dem Spiel gegen den Hamburger SV steht Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln zunehmend unter Druck. Der Coach gilt vor dem Spiel gegen die Rothosen als angezählt. Kwasniok sieht derweil keinen Grund zur Panik beim 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zur Trainerdiskussion.
Die Lage beim 1. FC Köln spitzt sich vor dem Spiel gegen den Hamburger SV zu. Für Trainer Lukas Kwasniok könnten die nächsten Punkte über seine Zukunft entscheiden. Trotz wachsender Kritik zeigt sich der 44-Jährige gelassen und erklärt, wie er das Ruder beim Domstadtclub herumreißen will.
Cheftrainer Lukas Kwasniok will beim 1. FC Köln noch nicht den Hut nehmen.
Nach der letzten Bilanz könnte das Spiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV am Samstagabend vorerst das letzte Spiel unter Cheftrainer Lukas Kwasniok sein. So wurde kolportiert, dass für die Verantwortlichen am Geißbockheim nur Punkte zählen. Gute Leistungen allein seien nicht mehr ausreichend für eine Zusammenarbeit über die Länderspielpause hinaus. Obwohl er noch im Amt ist, muss sich Lukas Kwasniok bereits mit den ersten Gerüchten um potenzielle Nachfolger herumschlagen. Darunter sind sein Co-Trainer René Wagner sowie Friedhelm Funkel, der den FC in der abgelaufenen Saison vom geschassten Gerhardt Struber übernommen und in die erste Bundesliga geführt hat. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag zeigte sich Kwasniok unbeeindruckt von der schwierigen Tabellensituation seiner Mannschaft oder gar dem HSV-Spiel als letzte Chance für ihn. Der 44-Jährige erläuterte, wie er persönlich mit der Kritik an seiner Person umgeht.
Kwasniok: „Es ist wichtig, Distanz aufzubauen“
„Auf der einen Seite ist es wichtig, Nähe zu den Spielern und zu den Dingen aufzubauen, die du beeinflussen kannst. Auf der anderen Seite ist es wichtig, Distanz zu Dingen aufzubauen, die für dich und deine Arbeit irrelevant sind. Das ist die Kunst“, erklärte der 44-Jährige. Kwasniok führte seine Gelassenheit auch auf persönliche Erfahrungen zurück. „Dadurch, dass mein Leben viele Wellenbewegungen hatte, angefangen in der Kindheit. Wenn du in jungen Jahren das Land verlässt und viele Hindernisse überwinden musst, dann baust du so eine Distanz zu den Elementen auf, die auch mal schwieriger sind. Und das hilft dir, weil du dann diese Nähe zu den wichtigen Elementen wiederum aufbauen kannst. Ich fokussiere mich auf Fakten, auf die Arbeit. Und das macht mir unendlich viel Spaß.“ Nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag hatte FC-Sportdirektor Thomas Kessler allerdings deutliche Worte gefunden. „Es reicht nicht, phasenweise gut zu sein. Man weiß, was gefordert ist“, erklärte der Funktionär.
Trainerwechsel im Tabellenkeller
Neben dem persönlichen Einblick sprach Kwasniok auch über die Situation im Tabellenkeller der Bundesliga. Aus seiner Sicht würde eine Trainerentlassung zum jetzigen Zeitpunkt dem widersprechen, was Verein und Trainerteam vor der Saison gemeinsam vereinbart hatten. „Wenn man sich die untere Tabellenhälfte anschaut, dann haben fünf Vereine den Trainer gewechselt und fünf nicht“, sagte Kwasniok. „Ich glaube, diejenigen, die überrascht waren, dass sie plötzlich im Kampf um den Klassenerhalt stecken, sind zum Beispiel Mainz, weil sie sich letztes Jahr für Europa qualifiziert haben, oder Augsburg, weil sie mehr wollten, als nur gegen den Klassenerhalt zu kämpfen. Oder Werder Bremen, die sich vielleicht einen Ticken weiter gesehen haben.“ Andere Teams seien dagegen mit einer klaren Erwartungshaltung in die Saison gestartet. „Die anderen, St. Pauli, Hamburg, Heidenheim, Union und eben auch der 1. FC Köln, sind meiner Meinung nach in die Saison gegangen, in dem Wissen, worum es geht. Um den Klassenerhalt.“
Kwasniok prophezeit dem FC rosige Zeiten
Für den FC bietet sich am Samstag die nächste Gelegenheit, im Abstiegskampf wichtige Punkte zu sammeln (Anstoß 18.30 Uhr, Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Sollte der Klassenerhalt gelingen, sieht Kwasniok für den Verein eine positive Perspektive. „Ich glaube, dass dem Verein einfach auch eine gute und gesunde Zukunft bevorsteht. Und ich glaube, je fokussierter wir jetzt auf die Dinge sind, die wir beeinflussen können, desto schneller werden die Ergebnisse kommen und desto wunderbarer wird die Zukunft aussehen.“ Ob diese Zukunft auch mit Kwasniok auf der Trainerbank geschrieben wird, dürften jedoch die kommenden Wochen entscheiden.
Der 1. FC Köln und Lukas Kwasniok starten in die entscheidenden Wochen
Simon Bartsch
Nach dem 1:2 gegen Borussia Dortmund wird die Luft für Trainer Lukas Kwasniok beim FC immer dünner. Schon gegen den Hamburger SV muss der Trainer alles daran setzen, die Wende herbeizuführen. Für den 1. FC Köln und Lukas Kwasniok starten nun die entscheidenden Wochen.
Am Dienstagnachmittag beginnt für den FC die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim Hamburger SV am Samstagabend und damit auf eine möglicherweise entscheidende Begegnung. Denn für Trainer Lukas Kwasniok könnte es bei einer Niederlage je nach Leistung eng werden.
Am Ende waren die Kölner am Samstagabend wieder einmal nah dran. Aber nah dran ist halt nicht gut genug. Der FC verlor das siebte Topspiel dieser Saison gegen Borussia Dortmund 1:2. Und wie Lukas Kwasniok zurecht nach der Begegnung betonte – wenn auch in anderem Kontext – ist Fußball am Ende ein Ergebnissport. Es zählen nur die reinen Ergebnisse, die Punkte und davon haben die Kölner zuletzt erstaunlich wenige gesammelt. Aus den vergangenen 16 Partien holte der FC zehn Punkte – nur Heidenheim im gleichen Zeitraum weniger. Köln gewann zudem nur zwei Spiele. Der Punkteschnitt liegt bei etwas mehr als 0,6 pro Spiel. Ein Schnitt, mit dem die Geißböcke geradewegs auf die 2. Liga zusteuern. Und nach 16 Spielen ist die Annahme, dass die Punkte eben nur nicht gegen die Top-Teams geholt hätten, eine falsche.
Mannschaften auf Augenhöhe
Auch in der Formtabelle ist der FC mit nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Begegnungen im Keller angekommen. Nur aufgrund der Tordifferenz von einem Gegentreffer liegen die Kölner auch hier vor Heidenheim und dem VfL Wolfsburg. Letzterer hat gerade auf die anhaltende Negativserie reagiert und Dieter Hecking für Daniel Bauer als Trainer an Bord geholt. Einen Trainerwechsel will man in Köln möglichst umschiffen. Fachlich ist man eigentlich von Lukas Kwasniok überzeugt, nur fehlen eben die Ergebnisse und irgendwann ist die Maschinerie dann nicht mehr aufzuhalten. Vor dem Dortmund-Spiel wurde kolportiert, dass Kwasniok ein Ultimatum von vier Punkten bis zur Länderspielpause aufgebrummt worden ist. Das bestätigte der Trainer zuletzt bekanntlich nicht, sprach davon, dass man von Spiel zu Spiel schaue.
Nur könnte tatsächlich das kommende Spiel beim Hamburger SV bereits das letzte sein. Sollten die Kölner eine ähnliche Leistung wie gegen den FC Augsburg abrufen und eben nicht punkten, dürfte es für den 44-Jährigen schon jetzt am Wochenende eng werden. Sollte der FC aus den Begegnungen gegen die Rothosen und gegen Borussia Mönchengladbach nicht einen Sieg holen, wäre der Coach wohl nicht mehr haltbar. Immerhin ist die Mannschaft intakt, stärkt dem Trainer den Rücken. „Jetzt kommen die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind und wo wir die Punkte holen müssen und darauf kommt es dann an“, hatte Marvin Schwäbe am vergangenen Samstag gesagt. Erfolge gegen die beiden Mitkonkurrenten hätten mindestens den Vorteil, dass der FC die Teams wieder mit oder noch tiefer in den Abstiegsstrudel reißen könnten.
Sollte der HSV aber gegen den FC gewinnen, wäre für die Nordlichter ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Hamburg käme auf 32 Punkte und hätte mit dem Abstiegskampf erst einmal nichts mehr zu tun. Und da St. Pauli in Gladbach und Bremen gegen Mainz in direkten Duellen spielen, ist die Chance recht groß, dass Köln im Falle einer Niederlage in die Abstiegszone rutscht. Trotz der Niederlage gegen den BVB wollte Thomas Kessler in die kommenden beiden Begegnungen „positiv gestimmt“ gehen. Ob die Stimmung beim FC weiterhin positiv ist, wird sich dann am Samstagabend zeigen.
Noch stärkt Thomas Kessler Trainer Lukas Kwasniok den Rücken – doch der Ton wird rauer beim 1. FC Köln
Simon Bartsch
Ein Punkt aus den jüngsten vier Spielen, zwei Siege aus den vergangenen 15 Partien – die Bilanz der Geißböcke ist mau. Der FC schlittert Richtung Abstiegsplatz. Noch stärkt die Kölner Führung dem Trainer den Rücken. Der Ton wird aber rauer beim 1. FC Köln: Thomas Kessler fordert Punkte.
Die Leistung gegen den FC Augsburg am vergangenen Freitag war besorgniserregend, die Punkteausbeute der vergangenen Spiele alarmierend. Die Kölner schlittern den Abstiegsplätze entgegen. Dennoch stärken die FC-Verantwortlichen dem Coach den Rücken – die Frage ist nur wie lange.
Der Mittwoch wirkte vielleicht so ein wenig wie die Ruhe vor dem Sturm. Die Profis des FC hatten noch einmal trainingsfrei bekommen, bevor es ab Donnerstag in die finale Vorbereitung auf das schwere Spiel gegen Borussia Dortmund geht. Doch über dem Geißbockheim brauen sich gerade dunkle Wolken zusammen. Der FC befindet sich sportlich mal wieder in einer kleinen Krise und der Kölner Trainer in der großen Kritik. Zumindest bei den Fans scheint bereits ein Urteil über Lukas Kwasniok als Coach der Geißböcke gefällt worden zu sein. Wenn es nach der Meinung vieler Anhänger geht, dann ist der 44-Jährige nicht mehr der richtige Mann, der mit dem FC die Wende schaffen wird. In der Führungsetage am Geißbockheim sieht man das dieser Tage anders. Dort bekam der Trainer nach dem 0:2 gegen Augsburg noch einmal den Rücken gestärkt.
„Es reicht nicht, phasenweise gut zu sein“
Zunächst von Vizepräsident Ulf Sobek, nun auch von Geschäftsführer Sport Thomas Kessler. „Lukas und sein Team arbeiten äußerst akribisch, die Mannschaft zieht hier täglich mit. Wir haben die Qualität, unser Saisonziel zu erreichen. Das hat Lukas der Gruppe in dieser Woche noch einmal sehr deutlich vermittelt“, sagte Kessler dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „In Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim waren wir absolut konkurrenzfähig. Augsburg war unter unserem Anspruch, das haben wir intern klar aufgearbeitet. Jetzt geht es darum, bei den kommenden Aufgaben – schon am Samstag gegen Dortmund – diese Qualität mit maximaler Intensität und Konsequenz über 90 Minuten auf den Platz zu bringen.“ Nur reicht es eben nicht, gute Leistungen abzurufen. Denn gegen Leipzig und Stuttgart gab es eben keine Zähler. Viel zu oft haben sich die Geißböcke nicht für ihre guten Leistungen belohnt.
Und so stehen die Kölner nicht zu unrecht auf Tabellenplatz 13, mit zwei Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz. „Die Situation ist uns sehr bewusst. Wir reden intern nichts schön, weil am Ende Ergebnisse zählen“, so Kessler weiter. „Es reicht nicht, phasenweise gut zu sein. Wir wissen, was gefordert ist, und ich erwarte, dass wir das entsprechend umsetzen.“ Der Ton wird rauer rund ums Geißbockheim. Vermutlich auch, weil der jüngste Auftritt eher Sorge statt Hoffnung schürte. Das vor der Tür stehende Duell gegen den BVB macht die Situation nicht leichter. Aktuell spricht jedenfalls nicht viel dafür, dass die Geißböcke den freien Fall am Samstag ohne Weiteres werden stoppen können. Und dann ist es nun nur mal Teil der Maschinerie, dass ein Trainer in Frage gestellt wird.
Am Mittwoch berichtete die „Sport Bild“, dass Kwasniok ein Ultimatum auferlegt bekommen habe. Demnach würden die drei Spiele bis zur Länderspielpause entscheidend sein. Das Fachmagazin rechnet, dass Kwasniok vier Punkte aus den Partien gegen den BVB, Hamburg und Borussia Mönchengladbach holen müsse, um seinen Job zu retten. Ob es dieses Ultimatum wirklich gibt, ist natürlich nicht bestätigt. Doch sollten die Kölner aus den kommenden Spielen keine Punkte holen, würde die Situation für den Coach sicher ungemütlich werden. Kwasniok wird viel dafür tun, das Team wieder in ruhige Gewässer zu führen. Die dunklen Wolken über dem Geißbockheim dürften auf ihn jedenfalls bedrohlich wirken.
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Medienbericht: Gibt es ein Ultimatum für Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln?
Simon Bartsch
Nach dem bitteren 0:2 gegen den FC Augsburg hat sich die Situation bei den Geißböcken noch einmal drastisch verändert. Der Abstiegsplatz ist nur noch zwei Zähler entfernt. Nun sorgt ein Medienbericht für zusätzliche Brisanz beim 1. FC Köln: Gibt es ein Ultimatum für Lukas Kwasniok?
Nicht zum ersten Mal befindet sich Lukas Kwasniok mit seiner Mannschaft in dieser Saison im Krisenmodus. Doch offensichtlich wird es für den Coach bis zur kommenden Länderspielpause Mitte März besonders eng.
Wie geht es weiter mit Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln? (Foto: Christof Koepsel/GettyImages=
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Gewohnt ehrlich brachte Lukas Kwasniok die Situation rund um den 1. FC Köln am Freitagabend nach dem 0:2 gegen den FC Augsburg auf den Punkt. „Es ist klar, dass der Druck etwas größer wird“, sagte der 44-Jährige. Das zeigt schon der Blick auf die Tabelle. Nach dem 24. Spieltag hat der FC nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Schon nach dem kommenden Wochenende, nach dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund, könnte Köln also einen Abstiegsplatz belegen. Und gegen den BVB ist wahrlich nicht mit einem Dreier zu rechnen. Der Druck ist allerdings auch sicher aufgrund der Leistung am vergangenen Wochenende größer geworden. Den Kölnern fiel gegen den FCA herzlich wenig ein, Kwasniok fand mit seinem Team keinen Schlüssel gegen die defensiv agierenden Fuggerstädter.
Vier Punkte für die Jobsicherheit?
Nur Stunden nach der Pleite stärkten die Kölner Verantwortlichen in Person von Vizepräsident Ulf Sobek dem Trainer den Rücken. Aktuell steht Kwasniok nicht zu Disposition. Im Gegenteil, man wolle zusammenstehen. Gemeinsam soll der Weg aus der Krise klappen. Nun aber berichtet die „Sport Bild„, dass Kwasniok dann vielleicht doch nicht ganz so sicher im Sattel sitzt. So soll es noch am Samstag ein Krisengespräch mit Trainer und Thomas Kessler gegeben haben. Demnach habe der Geschäftsführer Sport dem Trainer zwar weiterhin den Rücken gestärkt, gleichzeitig aber auch einige Bedingungen auf den Tisch gelegt. Laut Bericht soll Kwasniok ein Ultimatum für die kommenden drei Spiele beim FC erhalten haben. Demnach würden diese über die Zukunft des Trainers entscheiden.
Dann steht die Länderspielpause an. Allein aus logistischen Gründen ein durchaus nachvollziehbarer Zeitpunkt. Ein neuer Coach hätte dann mehr Zeit, Einfluss auf die Mannschaft zu nehmen. Die „Sport Bild“ wird in ihrem Artikel dann auch deutlich konkreter. Demnach gibt es für Kwasniok ein Vier-Punkte-Ultimatum. Die Kölner müssen aus den kommenden drei Spielen vier Zähler holen. Kein leichtes Unterfangen, denn nach dem schweren Heimspiel gegen den BVB steht das sicher emotionale Duell beim Hamburger SV auf dem Spielplan, dann folgt das Rheinderby, in dem bekanntlich so ziemlich alles passieren kann. Keine leichte Situation also für den Kölner Coach. Doch es ist bekanntlich auch nicht die erste brenzlige Phase des 44-Jährigen. Klar ist, sollte der FC am Samstagabend auch sein siebtes Topspiel verlieren, wird der Druck sicher nicht kleiner werden.
Vorstand des 1. FC Köln stärkt Lukas Kwasniok den Rücken
Simon Bartsch
Nach dem 24. Spieltag hat sich die Situation bei den Geißböcken noch einmal drastisch verschärft. Der Relegationsplatz ist vor dem Duell gegen Borussia Dortmund am Samstagabend nur noch zwei Plätze entfernt. Der Trainer steht aber nicht in Frage beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok erhält Rückendeckung vom Präsidium.
Vier Spiele in Folge nicht gewonnen, in den vergangenen 15 Partien gab es nur zwei Siege. Der FC schlittert den Abstiegsplätzen entgegen. Der Trainer steht bei den Verantwortlichen aber nicht in Frage.
Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln
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Der Auftritt der Geißböcke war am Samstagabend wahrlich besorgniserregend. Der FC unterlag dem FC Augsburg 0:2 und das mit einer äußerst schwachen Leistung. Da die Konkurrenz aber erstaunlich punktete, rückt die gefährliche Zone bedrohlich nahe. Die Kölner haben zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Bereits am Samstagabend könnte sich das aber ändern. Dann empfangen die Geißböcke Borussia Dortmund in Köln. Alles andere als eine leichte Aufgabe, denn der BVB will nach zwei empfindlichen Niederlagen mit dem Aus in der Champions League und vermutlich auch dem geplatzten Meisterschafts-Traum Wiedergutmachung betreiben. Sollten die Kölner das Heimspiel verlieren, hätte die Konkurrenz die Chance, am FC vorbeizuziehen.
„Entscheidend ist der Umgang damit“
Die sportliche Krise geht an den Fans natürlich nicht vorbei. In den Sozialen Medien wird schon seit einigen Wochen die Ablösung des Trainers gefordert. Und die Stimmen wurden zuletzt mehr und lauter. „Solche Phasen wie aktuell gehören für einen Aufsteiger in dieser Liga zur Realität dazu. Wir haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind und Spiele auf diesem Niveau gewinnen können. Die aktuelle Punktausbeute zeigt keinen guten Trend auf. Entscheidend ist jetzt der Umgang damit“, sagte Vize-Präsident Ulf Sobek dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Man analysiere intern sehr kritisch, aber klar. „Lukas Kwasniok kennt Drucksituationen und hat in seiner Laufbahn mehrfach bewiesen, dass er Mannschaften stabilisieren und entwickeln kann. Ich erlebe täglich, mit welcher Intensität und Klarheit er mit seinem Trainerteam arbeitet. Wir stehen in einem engen, vertrauensvollen Austausch mit der sportlichen Leitung rund um Thomas Kessler. Jetzt geht es darum, gemeinsam die richtigen Stellschrauben zu justieren und die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzuführen.“
Fakt ist, dass die Formkurve der Kölner aktuell so gar nicht stimmt. Zwar betonte Lukas Kwasniok zuletzt immer wieder, dass die Leistung stimme. Doch unterm Strich holten die Kölner mit nur zehn Zählern aus den vergangenen 15 Spielen zu wenig Punkte. Die Leistung gegen den FCA war besonders alarmierend. Der Kölner Coach hatte nach der Niederlage am Freitagabend selbst betont, dass der Druck nun größer werde. Die kommenden drei Begegnungen dürften für den Trainer mehr als nur richtungweisend sein. Zunächst steht die Partie gegen den BVB an, es folgen die Spiele gegen den Hamburger SV sowie Borussia Mönchengladbach.
Die richtigen Puzzle-Teilchen? Lukas Kwasniok und der Spagat zwischen Offensivpower und Überforderung
Simon Bartsch
Lukas Kwasniok entschied sich am Freitagabend gegen den Einsatz von Nachwuchskräften. Der Coach setzte Jakub Kaminski als Defensivspieler ein. Dadurch ging aber Offensivkraft verloren beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok setzt auf Jakub Kaminski statt auf den Nachwuchs.
Im Duell gegen den FC Augsburg setzte Lukas Kwasniok auf die Defensivkünste von Jakub Kaminski und entschied sich gegen einen seiner Nachwuchskräfte.
Lukas Kwansiok vor dem Spiel gegen den FC Augsburg (Foto: Sebastian Widmann/GettyImages)
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Lukas Kwasniok wollte sich in der vergangenen Woche nicht festlegen. Der Trainer der Geißböcke hielt einen Einsatz von Cenny Neuman oder einen von David Fürst gegen den FC Augsburg für durchaus denkbar. Bereits am Donnerstag fiel die erste Entscheidung. Fürst reiste gar nicht erst mit in die Fuggerstadt. Neumann stand zwar im Kader, kam aber noch nicht zu seinem Debüt. Für den 19-Jährigen war es die zweite Kader-Nominierung, doch zu einem Einsatz reichte es nicht. Noch nicht. Denn die beiden FC-Youngster könnten in den Überlegungen des Kölner Trainers künftig vielleicht eine größere Rolle spielen. Nach den Ausfällen von Sebastian Sebulonsen und Jan Thielmann fehlen den Geißböcken die etatmäßigen rechten Schienenspielern.
Puzzle statt Nachwuchskraft
Sollte Alessio Castro-Montes in der kommenden Woche noch nicht zur Verfügung stehen, wären die beiden Nachwuchsspieler sicher wieder eine Option. Auch unmittelbar vor dem Spiel gegen den FCA hatte der Kölner Coach betont, dass sie schon bald ihre Chance erhalten könnten, wenn auch nicht unbedingt von Beginn an. „Wir haben es am Mittwoch auch so trainiert, aber ich hatte noch nicht das Gefühl, dass sie am Freitagabend von Beginn an ihren Mann stehen könnten. Da hätte ich sie überfordert und ihnen keinen Gefallen getan“, sagte der Coach. Und so zog Kwasniok den beiden Talenten ein weiteres Puzzle vor. Und der 44-Jährige darf sich durchaus die Frage gefallen lassen, ob die Teile denn auch wirklich gut ineinander gepasst haben. So schob Kwasniok einmal mehr Jakub Kaminski auf die rechte Defensivseite zurück. Eine Rolle, die der Pole durchaus spielen kann. Kaminski lieferte auf der rechten Schiene erneut eine ordentliche Leistung ab. Mehr aber auch nicht.
In der Offensive ist der 23-Jährige aber durchaus gefährlicher. Das bewies Kaminski im Duell gegen die TSG Hoffenheim, wo der Pole einmal mehr zu den starken Kölnern gehörte, an fünf Torschüssen beteiligt war und den Ausgleich von Said El Mala sogar vorbereitete. Gerade in der Hinrunde zeigte Kaminski, wie wichtig er für den FC in dieser Rolle ist. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass dem FC spielerisch gegen die Augsburger so gut wie gar nichts einfiel. Kaminski gehört zu den Akteuren, die vom schnellen Umschaltspiel der Kölner profitieren. Zu diesen Momenten kam es im Grunde nicht, weil der FCA die Geißböcke (nach druckvoller Anfangsphase) anlaufen ließ, um genau diese Situationen zu unterbinden. Ob Kaminski dem Spiel also ein anderes Element verliehen hätte, darf zumindest hinterfragt werden.
Zudem ist der Sprung für die Nachwuchskräfte in den Profibereich nach wie vor ein großer. Es wird für den Kölner Trainer also ein Abwägen bleiben, ob der Nachwuchs wirklich schon bereit für mehr ist und Kwasniok auf Kaminski in vorderster Front weiterhin verzichten kann. Die Begegnung gegen den BVB spricht jedenfalls wieder für Umschaltmomente, allerdings auch für schnelle gegnerische Außenspieler.