Die K-Frage: Wer wird Kapitän des 1. FC Köln? Kandidaten gibt es einige

Timo Hübers vom 1. FC Köln trägt die Kapitänsbinde
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Die K-Frage: Wer wird Kapitän des 1. FC Köln? Kandidaten gibt es einige

Beim 7:1-Erfolg über Bergisch Gladbach führte Timo Hübers die Mannschaft zunächst aufs Feld. Ob der Abwehrspieler aber Kapitän der Geißböcke bleibt, ist offen beim 1. FC Köln: Wer wird der neue Kapitän?

Namen werden schon einige genannt, aber es sind nicht alle logisch beim 1. FC Köln: Wer wird der neue Kapitän?

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Julian Pauli wusste nach dem 7:1-Erfolg über Bergisch Gladbach nicht so recht, wie ihm geschah. Der Innenverteidiger wurde zum Interview gebeten – im hauseigenen Livestream. Während sich der Youngster über die Auswahl wunderte, war die des Halbzeit-Interviewten alles andere als eine Überraschung. Timo Hübers stellte sich den Fragen, gab gewohnt eloquent seine Antworten und untermauerte damit eine Eigenschaft, die ihn nun einmal als Kapitän der Geißböcke auszeichnet. „Grundsätzlich ist Hübi einer, der das kann“, stellte Trainer Lukas Kwasniok nach der Begegnung fest. Grundsätzlich mag das stimmen, doch ist die Aussage alles andere als ein Freifahrtschein für den Abwehrspieler.

Übernimmt Marvin Schwäbe das Amt?

Und das stellte Kwasniok dann eben auch klar. „Ob das am Ende auch die Entscheidung sein wird, da bin ich in vier Wochen klüger“, so der Coach weiter. Heißt: Nach der ersten Woche bei seinem neuen Club will sich Kwasniok noch nicht festlegen. Und das wäre auch verfrüht, zumal noch nicht einmal die genaue Kaderzusammenstellung steht. Immerhin wurde vor noch nicht allzu langer Zeit über einen Abgang des Abwehrspieler spekuliert. Hübers hat noch Vertrag bis 2026, nur jetzt wäre noch eine marktgerechte Ablöse drin und der Innenverteidiger hatte erst vor wenigen Wochen erklärt, dass er sich durchaus nochmal im Ausland spielen sehe. Ein vielleicht noch größeres Fragezeichen steht hinter dem Verbleib von Eric Martel, der ebenfalls das Zeug zum Capitano bei den Geißböcken hat.

Am Samstag führte eben Hübers die Mannschaft im ersten Abschnitt an – vermutlich auch aufgrund seiner bisherigen Erfahrung. „Dass natürlich Jungs, die schon ein paar Schlachten geschlagen haben, dafür infrage kommen, steht außer Frage“, sagte der Coach. Und auch da kämen neben Hübers gleich mehrere in Frage – oder auch nicht. Florian Kainz ist der dienstälteste Kölner Spieler, nach den Erfahrungen der Abstiegssaison wäre ein Kapitänsamt eher unwahrscheinlich. Von den weiteren Stammspielern bietet sich zudem Marvin Schwäbe an. Aber ein Torwart? „Das ist kein Problem. Es geht um den Einfluss eines Spielers auf die Mannschaft – in der Kabine, im Alltag. Das ist das Entscheidende“, sagte der Trainer. „Auf dem Feld brauchst du drei, vier Häuptlinge, nicht nur einen, der die Binde trägt. Insofern kann das auch der Torhüter sein.“

„Jeder kann sich empfehlen“

Kwasniok hätte gerne einen Kapitän mit „breiten Schultern“, mit Sicherheit ein Stammspieler oder zumindest zum erweiterten Kreis gehörend. Und so viele Akteure kommen dann doch nicht mehr in Frage. Oder doch? Alter und Erfahrung spielen jedenfalls nicht die größte Rolle. „Ich habe in meinem ersten Jahr in Paderborn damit überrascht, dass ein Ron Schallenberg mit 22 Jahren Kapitän geworden ist. Insofern ist da alles offen“, sagt Kwasniok. „Das ist ein tolles Amt, wenn du eine Mannschaft in der Bundesliga aufs Feld führen darfst“, so der Trainer weiter und dann auch mit einer Marschroute der nächsten Wochen. „Jeder kann sich für das Amt empfehlen.“ Das Casting hat längst begonnen.

Adamyans Abschied offenbar beschlossen: Fingerzeig und deutliche Worte vom Trainer

Sargis Adamyan wird beim 1. FC Köln keine Chance mehr bekommen
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Adamyans Abschied offenbar beschlossen: Fingerzeig und deutliche Worte vom Trainer

Die Tage des Stürmers sind beim FC offensichtlich gezählt. Es gibt keine Zukunft mehr für den Angreifer beim 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zu Sargis Adamyan und Emin Kujovic.

Nur wenige Spieler blieben am Samstag ohne Einsatz. Und das scheint ein Fingerzeig zu sein. Für den Stürmer gibt es wohl keine Zukunft mehr beim 1.FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zu Sargis Adamyan.

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Am Ende waren es 24 Spieler, denen Lukas Kwasniok am Samstag im ersten Testspiel Einsatzminuten schenkte, von denen er erste Eindrücke sammelte. Für einige Akteure waren dementsprechend nur ein paar Minuten drin. Immerhin. Denn Kwasniok hätte auch durchaus noch mehr Spieler einsetzen können, wollte aber offenbar nicht. Emin Kujovic und Sargis Adamyan standen für die Begegnung in Bergisch Gladbach gar nicht erst auf dem Spielberichtsbogen. Während bei Kujovic eine Leihe angestrebt ist, die möglicherweise schon erste Konturen annimmt, stehen die Zeichen bei Adamyan wohl endgültig auf Abschied. Drei Jahre nachdem der Armenier als Königstransfer ans Geißbockheim geholt wurde, wird sich der Stürmer also eine neue Aufgabe suchen dürfen. Beim FC gibt es keine Zukunft mehr.

Die Chancen sind „eher gering“

„Es ist wohl schon ein Fingerzeig, dass die Chancen hier beim FC auf unheimlich viel Einsatzzeit zu kommen, eher gering sind“, sagte der Kölner Coach angesprochen auf die beiden fehlenden Akteure. „Wie es genau weitergeht, kann Thomas Kessler genauer erklären. Aber ich denke schon, dass jetzt schon bald Veränderungen kommen können.“ Adamyan hat den neuen Coach in den ersten Trainingseinheiten in der vergangenen Woche offenbar nicht überzeugen können. Der Stürmer war 2022 zum FC gekommen, in der Hoffnung, auch er könne gemeinsam mit Steffen Tigges und Florian Dietz die Lücke schließen, die Anthony Modeste gerissen hat. Auch, wenn alle drei Akteure schon vor dem Abschied des Franzosen verpflichtet worden waren.

In den vergangenen drei Jahren wusste Adamyan nicht zu überzeugen, schaffte es trotz zahlreicher Einsätze, sich nicht nachhaltig in Szene zu setzen. In 60 Spielen erzielte der Stürmer für Köln vier Tore. Im vergangenen Winter wurde Adamyan an Jahn Regensburg verliehen. Eine weitere Leihe wird es wohl eher nicht geben. Dafür müsste der FC den Vertrag noch einmal verlängern und das scheint ausgeschlossen. Emin Kujovic soll dagegen verliehen werden. Ob es bereits einen interessierten Verein gibt, ist nicht bekannt.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Lukas Kwasniok kann beim 1. FC Köln wieder eine Euphorie auslösen

Lukwas Kwasniok soll beim 1. FC Köln auf der Liste stehen
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Zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Lukas Kwasniok kann beim 1. FC Köln wieder eine Euphorie auslösen

Mit dem 44-Jährigen haben die Kölner Verantwortlichen einen Trainer an Bord geholt, der mit seiner Art zu begeistern scheint beim 1. FC Köln: Warum Lukas Kwasniok der folgerichtige Trainer ist.

Seit Montag weilt der neue Coach am Geißbockheim, am Mittwoch fand die offizielle Vorstellung auf der Pressekonferenz statt. Und der Nachfolger von Interims-Trainer Friedhelm Funkel könnte wie einst Baumgart eine Euphorie auslösen beim 1. FC Köln: Warum Lukas Kwasniok der folgerichtige Trainer ist.

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Die Akkus sind ganz offensichtlich wieder aufgeladen. Braungebrannt und mit breitem Lächeln im Gesicht stellte sich Lukas Kwasniok am Mittwoch ungewohnt vielen Medienvertretern in den Katakomben des Kölner Stadions vor. Und Kwasniok weiß, was er tut. Ziemlich schnell scheint der neue Trainer des 1. FC Köln rausgefunden zu haben, wie er die Fans – vielleicht sogar die Stadt auf seine Seite bekommen will. Der 44-Jährige redet unverhohlen drauf los, nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht die Dinge aus, die man in Köln gerne hören will. Kwasniok spricht von einem Spektakel, das er den Fans bieten will, einer Unterhaltung. Es gehe um Fleiß, Willen und Intensität. Man darf durchaus verlieren, aber eben nur, wenn das letzte Hemd dabei auf der Strecke geblieben ist. Und grundsätzlich will er dann am Ende der Saison vor Gladbach stehen.

Kwasniok als Antwort

Die Worte des Trainers werden bei den Fans ankommen, denn sie wecken die Hoffnung, die richtige Antwort auf den dann doch unter dem Strich recht unansehnlichen Fußball der vergangenen Saison zu liefern. Kwasniok betont zwar, dass ausschließlich rein physische Ähnlichkeiten zu Steffen Baumgart bestehen, doch das stimmt so nicht. Seine euphorisierenden aber stets ehrlichen Worte, sein mit Spitzen gespickter Humor und das durchaus gegebene Risiko, mit seiner Emotionalität auch schonmal über das Ziel hinaus zu schießen, haben dann doch sehr viel vom heutigen Union-Coach Baumgart. Und das wird von den FC-Bossen wohl genau so auch gewollt sein. Als Baumgart 2021 das Ruder in Köln übernahm, hatte der FC mit Glück die Klasse gehalten, allerdings sportlich eher selten überzeugt. Der FC suchte die Antwort auf den destruktiven Fußball von Markus Gisdol.

Und die Kölner Verantwortlichen fanden das passende Gegenstück – eben einen emotionalen, motivierenden Trainer, der sich voll und ganz auf die Stadt, den Verein und die Fans einließ und damit deren Herzen eroberte und selbst in der größten sportlichen Krise, als die Zeichen schon lange auf „Reißleine“ standen, hatte er noch immer einen großen Teil der Anhänger auf seiner Seite. Einen ähnlichen Effekt könnte es nun wieder geben, denn Kwasniok tut auch jetzt schon viel dafür, eine Identifikation mit der Stadt, mit den Fans und dem Verein vorzuleben, spricht von seiner Vorliebe für Karneval, von seinen ersten Kindheits-Berührungspunkten in Köln und schickt eine Spitze zu den Fohlen. Mit seiner Art ist der 44-Jährige wenn man so will das Gegenstück zu den eher nüchternen Trainern Timo Schultz und Gerhard Struber, die mit Köln nie so recht warm werden wollten.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Kwasniok könnte wie Baumgart zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Allerdings war das bei Baumgart nur eine Momentaufnahme. Die Art des Rostockers rieb sich zunehmend auf, der Coach, der den FC sensationell in den Europa-Pokal führte, erreichte seine Mannschaft und eben auch viele Fans nicht mehr. Eine Gefahr, die durchaus auch bei Kwasniok besteht. Dann ist da aber noch der andere Teil der Wahrheit. Nämlich die vom Trainer angesprochenen Unterschiede zu Baumgart. Während sich der Rostocker auch durch eine gewisse taktische Sturheit, ein eindimensionales Spielsystem und der Idee, dass nur der Vorwärtsgang das richtige Mittel für die Bundesliga ist auszeichnete, setzt Kwasniok auf eine fußballerische und taktische Variabilität und Flexibilität, die zumindest auf dem Platz der große Unterschied sein kann.

Wie groß die Ähnlichkeiten zu seinem Vor-Vor-Vor-Vorgänger auch sein mögen, am Ende wird auch Kwasniok nur am Erfolg gemessen und der hängt wiederum nicht unwesentlich mit der Kaderstruktur zusammen. Da wartet auf den FC noch viel Arbeit, doch die wird entscheiden, ob Kwasniok am richtigen Ort zur richtigen Zeit ist.

Das sagt Lukas Kwasniok zu der vermeintlichen Flut an SCP-Transfers

Lukas Kwasniok ist neuer Trainer beim 1. FC Köln
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Das sagt Lukas Kwasniok zu der vermeintlichen Flut an SCP-Transfers

Zahlreiche Spieler des SC Paderborn werden aktuell mit dem FC in Verbindung gebracht. Alle kommen sicher nicht zum 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zu den SCP-Gerüchten.

Nach wie vor sucht der FC nach Neuverpflichtungen. Gehandelt werden viele Namen, zuletzt gleich drei vom SC Paderborn, die helfen könnten beim 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zu den SCP-Gerüchten.

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Aaron Zehnter, Calvin Brackelmann und Raphael Obermair – gleich eine Vielzahl der Paderborner Spieler wurden zuletzt mit dem FC in Verbindung gebracht. Spieler, die der neue Trainer Lukas Kwasniok von seinem Ex-Verein doch direkt mitbringen sollte. Kein Wunder, wie berichtet sucht der FC gleich auf mehreren Positionen neue Spieler, die dem Kader mehr Qualität verleihen. Und gerade auf den neuralgischen Stellen in der Innen- und Außenverteidigung haben die Ostwestfalen nunmal Qualität zu bieten. Zehnter gilt als eins der größten Außenverteidiger-Talente des Landes, ist U20-Nationalspieler und war in der abgelaufenen Saison einer der überragenden Akteure der zweiten Bundesliga. Es überrascht also nicht, dass die halbe Bundesliga hinter dem 20-Jährigen her ist.

„Das hat mich auch verwundert“

Wie zuletzt berichtet wurde, soll vor allen Dingen der VfL Wolfsburg das Buhlen um Zehnter noch einmal intensiviert haben. Die nötigen Mittel sollten die Niedersachsen haben. Kölns Trumpf heißt eben Kwasniok. Der Ex-Trainer soll ein gutes Verhältnis zu dem Youngster gehabt und ihn entwickelt haben. Das gleiche gilt für Brackelmann, den der neue Kölner Coach in seiner Zeit beim SCP zum absoluten Leistungsträger geformt hat, der nun ebenfalls auf der Liste einiger Bundesligisten stehen soll. Dem Vernehmen nach hat der FC den Abwehrspieler ebenfalls auf der Liste, will mit Brackelmann die Vakanz in der Innenverteidigung schließen. Mit Obermair würden die Geißböcke zudem eine polyvalenten, erfahrenen Akteur verpflichten können, der unter Kwasniok Kapitän und Leader beim SCP war. Drei Namen, die für den FC durchaus Sinn machen würden.

Lukas Kwasniok steht diesen Gerüchten allerdings skeptisch gegenüber. „Ich war verwundert, dass so viele Namen genannt wurden. Da dachte ich: da hätte ich ja auch dort bleiben können“, sagte Kwasniok, der allerdings in Paderborn frühzeitig bekannt gegeben hatte, die Ostwestfalen verlassen zu wollen. „Ich schätze die Jungs ungemein, aber ich bin jetzt beim 1. FC Köln und das ist schon nochmal eine Kategorie höher. Da können wir nicht sechs Jungs aus Paderborn transferieren und sagen: jetzt probieren wir es mal in der Bundesliga.“ Dabei wird gerade Zehnter von Experten der Sprung in die Bundesliga durchaus zugetraut. Nicht umsonst ist das Interesse an dem Linksverteidiger so groß. Angeblich hat Wolfsburg die Nase momentan vorn. Beim FC hängt es an der Personalie Max Finkgräfe. Nur, wenn die Kölner aus einem Transfer mit dem Youngster Erlöse erzielen, wird Zehnter zur Option. Möglicherweise ist es dann aber schon zu spät.

Neuer Trainer des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok: „Es wäre schön, wenn wir vor Gladbach landen können“

Luks Kwasniok bei der Vorstellung des 1. FC Köln
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Neuer Trainer des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok: „Es wäre schön, wenn wir vor Gladbach landen können“

In zehn Tagen beginnt für die FC-Profis mit der Leistungsdiagnostik die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit. Am Mittwoch sprach der neue Coach über die bevorstehende Zeit beim 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zum Kader, dem FC und seinen Zielen.

Seit Mittwoch ist der neue Coach nun auch offiziell am Geißbockheim. Zumindest wurde er nun auch offiziell vorgestellt beim 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zum Kader, dem FC und seinen Zielen.

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Mit ein wenig Verzögerung ist Lukas Kwasniok am Mittwoch nun auch offiziell vorgestellt worden. Der 44-Jährige hatte bekanntlich nach seiner Unterschrift beim FC die Akkus aufladen wollen. Immerhin nicht so lange, wie vielleicht zunächst angedeutet. „Ich habe nach dem letzten Spieltag angedeutet, dass ich vielleicht eine längere Pause machen könnte. Es gibt aber im Leben immer Veränderungen. Wenn Sie sonntags in Karlsruhe verlieren und mittwochs ploppt eine unbekannte Nummer auf dem Handy auf, und sich herausstellt, dass es Thomas Kessler ist, verändern sich Dinge im Leben“, sagt Kwasniok. „Es gibt Chancen im Leben, die kommen nur einmal. Für mich war klar, ich will nach Köln.“ Und da ist der Trainer nun und die Euphorie ist spürbar.

„Ich habe gedacht, da passen zwei Dinge zusammen“

Der 44-Jährige hat klare Vorstellungen, weiß, worauf er sich eingelassen hat und freut sich ganz offensichtlich auf die Aufgabe. „Die Bundesliga ist das Ziel aller Trainerkollegen. In dieser Saison bekommen mit Horst Steffen und mir zwei Trainer aus der 2. Liga die Möglichkeit, sich erstmals in der Bundesliga zu beweisen. Das gibt es nicht oft“, sagt der Coach. „Dann muss man diese Chance nutzen, vor allem, wenn es der 1. FC Köln ist. Der FC ist einer der größten Vereine in Deutschland. Es ist ein sehr emotionaler Club. Ich habe gedacht, dass da zwei Dinge gut zusammen passen können.“ Denn Kwasniok sieht sich selbst als emotional – im Idealfall aber nur während der Spiele. „In der Emotion verliert der Mensch schon mal seine Intelligenz.“

Mit dieser Emotion will er seine Mannschaft anstecken, sie zu Höchstleistung anbringen. „Es geht mir im Spiel um Flexibilität. Wir werden nicht jeden Gegner in der Bundesliga komplett dominieren können. Das wichtigste ist, fleißig zu sein und intensiv Fußball zu spielen“, sagt Kwasniok. Denn fehlender Fleiß, so hat es der Trainer schon mehrfach betont, ist für den Coach nicht hinnehmbar. Vielmehr gehe es ihm um Leidenschaft, Willen und darum, den Zuschauern das Gefühl zu geben, das letzte Hemd zu lassen. „Wir sind in einer Showbranche und es gilt, die Symbiose zu schaffen, dass die Fans sehen, dass wir Fußball mit Herz spielen.“ Und spätestens dann kommen doch wieder die Erinnerungen an Steffen Baumgart, mit dem Kwasniok dann doch immer wieder verglichen wird.

„Da dachte ich: da hätte ich ja auch dort bleiben können“

„Ich glaube, dass wir uns auf den ersten Blick sehr ähneln. Die allergrößten sind wir nicht. Die sportliche Aktivität ist auch schon ein paar Tage her“, sagt der Trainer mit einem Lächeln. „In Bezug auf den Umgang und die fußballerische Annäherung gibt es schon Differenzen. Es gab einen Baumi 1.0 und jetzt gibt es einen Luki 1.0. Wenn wir am Ende genauso erfolgreich sind, dann nehmen wir uns gerne in die Arme.“ Ein konkretes Saisonziel will der neue Trainer dann aber nicht benennen. „Mit den Zielen ist es immer so eine Sache. Lassen Sie mich erst einmal beginnen. Die Mannschaft braucht mich nicht unbedingt, in Form von meiner Person. Sie müssen im Laufe der Vorbereitung spüren, dass sie dem Kollegen da vorne vertrauen können“, sagt Kwansiok und schiebt später doch hinterher: „Es wäre schön, wenn wir vor Gladbach landen können.“

Einen nicht ganz unwesentlichen Teil wird dabei der Kader spielen, der noch nicht final ist. „Wir werden auf der Abganseite, aber auch auf der Zugangsseite noch etwas zu vermelden haben“, sagt Kwasniok. „Wir werden etwas zaubern und ich werde die Liebe zu dieser Mannschaft gewinnen. Die Mannschaft hat die Qualität, in der Bundesliga zu bestehen und an der ein oder anderen Stelle für Spektakel zu sorgen. Das geht jetzt schon.“ Ein Übermaß an Zugängen aus Paderborn soll es jedenfalls nicht geben. „Ich war verwundert, dass so viele Namen genannt wurden. Da dachte ich: da hätte ich ja auch dort bleiben können. Ich bin jetzt beim 1. FC Köln und das ist schon nochmal eine Kategorie höher. Da können wir nicht sechs Jungs aus Paderborn transferieren und sagen: jetzt probieren wir es mal in der Bundesliga.“ 

Probieren werden es auch die jungen Spieler, denen Kwasniok eine Chance geben will. „Wenn die Jungs die Qualität haben, lass sie einfach laufen. Es wird Wellenbewegungen geben. Ich scheue mich aber nicht davor, junge Spieler ins Spiel zuwerfen. Der Deutsche Meister in der U19 ist der FC. Es wird aber eine gute Mischung geben müssen. Ich werde sie nicht davor schützen, ihre Qualität auf dem Platz zeigen zu dürfen.“ Und dann gibt es dann doch noch ein persönliches Ziel: „Ich freue mich auf die Fans. Aber die Menschen kennen mich noch nicht. Sie brauchen jemanden, der die Mannschaft zum Erfolg führt. Ich hoffe, dass die Kritiker am Ende der Zeit sagen, dass sie sich geirrt haben. Ich will sie überzeugen, dass ich der richtige war und es keine Verzweiflungstat war von Thomas.“

Lukas Kwasniok startet beim 1. FC Köln und steht vor großen Herausforderungen

Lukas Kwasniok ist neuer Trainer des 1. FC Köln
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Lukas Kwasniok startet beim 1. FC Köln und steht vor großen Herausforderungen

Für Lukas Kwasniok beginnt nun die Arbeitszeit beim FC. Der 44-Jährige wird in der kommenden Woche seine Arbeit bei den Geißböcken aufnehmen. Doch die Aufgabe wird sicher keine leichte beim 1. FC Köln: Auf Lukas Kwasniok wartet direkt viel Arbeit.

Das Training beginnt in zwei Wochen, für den Kölner Trainer geht es jetzt schon los beim 1. FC Köln: Und auf Lukas Kwasniok wartet direkt viel Arbeit.

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Erst in 14 Tagen steht die erste Trainingseinheit auf dem Programm. Der FC startet am 7. Juli mit der Vorereitung auf die kommende Saison, ab dem 4. Juli stehen die medizinischen Untersuchungen an. Für Trainer Lukas Kwasnok geht es dagegen schon diese Woche am Geißbockheim los. Am Mittwoch wird der Coach in der obligatorischen Pressekonferenz vorgestellt. Diese sollte bekanntlich erst Ende Juni stattfinden, weil der Coach noch im Urlaub weilte, die Akkus wieder aufladen wollte. Das ist nun geschehen und die Akkus werden wohl in den kommenden Tagen schon ordentlich beansprucht. Denn für den Trainer werden es arbeitsintensive erste Tage am Geißbockheim. Kwasniok wird gleich auf mehrere Baustellen treffen, die im Idealfall bis zum Beginn der Vorbereitung zumindest eingeleitet sind.

Wichtige Kaderentscheidungen

Kwasniok wird sich mit Thomas Kessler einige Gedanken über den kommenden Kader machen müssen. Zum einen sind noch einige Baustellen zu schließen. Wie berichtet wollen die Kölner mindestens in der Innenverteidigung sowie auf der Position des Rechtsverteidigers nachbessern. Eine große Lücke besteht auch auf der Keeper-Position. Marvin Schwäbe, um den es in der vergangenen Woche Gerüchte gab, braucht noch einen Ersatzkeeper und auch eine Nummer drei. Zudem wollen die Kölner auf der Sechs und in der Offensive nachlegen. Mit Tom Krauß und Jakub Kaminski sind zwei Verstärkungen gefunden, mit denennder Trainer vielleicht noch einmal sprechen will, bevor es eine Entscheidung über eine mögliche Zusammenarbeit gibt. Dazu soll wohl auch noch ein Stürmer verpflichtet werden.

Es wird aber auch um den Trainingskader und damit um die Frage gehen, welches Talent die Chance erhält, sich ebenfalls in der Vorbereitung zu beweisen. Mansour Ouro-Tagba, Malek El Mala, Chilohem Onuoha, Etienne Borie und Fayssal Harchaoui könnten zum Kader gehören, während Neo Telle und Emin Kujovic wohl verliehen werden sollen. Das geht bekanntlich nur, wenn der Vertrag verlängert wird. Auch Jaka Potocnik steht auf der Liste der Spieler, die über ein Leihkonstrukt Spielpraxis erhalten sollen. Ohnehin wird Kwasniok wohl noch einmal eine genauere Bestandsaufnahme machen.

Gespräche mit potenziellen Kandidaten

Und dann könnten da noch Gespräche mit den Ex-Spielern aus Paderborn auf dem Programm stehen. Der FC ist nach wie vor an einer Verpflichtung von Aaron Zehnter interessiert. Der Linksverteidiger würde interessant werden, wenn Max Finkgräfe wie geplant den Verein verlässt. Kwasniok und Zehnter sollen ein gutes Verhältnis gehabt haben. Gut möglich, dass der Trainer am Ende den Unterschied bei den Interessenten macht. Auch Calvin Brackelmann soll auf der Wunschliste stehen. Der Innenverteidiger brachte unter Kwasniok auch sehr starke Leistungen. Zudem dürfte es aber noch weitere Gespräche geben. Robin Fellhauer gilt beispielsweise als einer der Lieblingsspieler von Kwasniok. Der Mittelfeldspieler der SV Elversberg muss vermutlich aber auch noch überzeugt werden.

Wer passt am besten zum 1. FC Köln? Die gehandelten Innenverteidiger im Vergleich

Clemens Riedel (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Wer passt am besten zum 1. FC Köln? Die gehandelten Innenverteidiger im Vergleich

Mit den Verpflichtungen von Lukas Kwasniok, Ragnar Ache und Isak Johannesson hat der 1. FC Köln schon drei wichtige Personalien für die kommende Spielzeit geklärt. Die Verantwortlichen rund um Sportdirektor Thomas Kessler befinden sich jedoch auf der Suche nach weiteren Neuzugängen. Namen werden gehandelt beim 1. FC Köln: Welcher Innenverteidiger passt am besten?

Calvin Brackelmann, Clemens Riedel, Jordan Torunarigha und Javi Montero – es werden zahlreiche Namen gehandelt beim 1. FC Köln: Welcher Innenverteidiger passt am besten?

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Calvin Brackelmann

Der 25-Jährige ist ein perfektes Beispiel dafür, wie sich ein Spieler unter Lukas Kwasniok entwickeln kann. Brackelmann, der zwischen 2018 und 2020 für die U19 und zweite Mannschaft des FC zum Einsatz kam, wechselte im Sommer 2023 vom FC Ingolstadt nach Paderborn. Bei den Ostwestfalen rotierte der Abwehrspieler zunächst immer wieder zwischen erster und zweiter Mannschaft. In der vergangenen Spielzeit änderte sich das jedoch gravierend. Brackelmann gehörte fest zum Kader von Lukas Kwasniok und kam in 22 Ligaspielen zum Einsatz, in denen er drei Treffer erzielte. Brackelmann kann sowohl als Innenverteidiger als auch als Außenverteidiger auflaufen. Allerdings hat der 25-Jährige bislang noch keine Erfahrung im deutschen Oberhaus gesammelt. Ein Pluspunkt: Kwasniok kennt den Abwehrspieler bereits, weiß, welche Stärken der Verteidiger hat.

Bei Paderborn besitzt Bracklemann noch einen Vertrag bis Sommer 2026. Daher müsste der FC für den 25-Jährigen eine Ablöse im niedrigen einstelligen Millionenbereich bezahlen.

Umworbene Innenverteidiger auf der Liste des 1. FC Köln?

Clemens Riedel

Nachdem der 21-Jährige im Sommer 2021 in die Jugend von Darmstadt gewechselt war, durchlief er zunächst die U17 und U19 der Lilien. In der Saison 2020/2021 feierte Riedel sein Zweitligadebüt und gehörte fortan zur ersten Mannschaft der Hessen. In der Folgesaison wurde der Rechtsfuß aber immer wichtiger für Darmstadt und feierte am Ende sogar den Aufstieg in die Bundesliga. Dort kam Riedel in 34 Spielen 14 Mal zum Einsatz und rotierte immer wieder zwischen Bank und Feld. Vor der vergangenen Spielzeit wurde Riedel zum jüngsten Kapitän der zweiten Bundesliga ernannt. Diese Verantwortung scheint dem gebürtigen Wölfersheimer zu liegen. Der Abwehrspieler verpasste aufgrund einer Gelbsperre lediglich eine Partie. Der 21-Jährige zeichnet sich durch ein sicheres Passspiel, gutes Zweikampfverhalten und ansprechendes Kopfballspiel aus. Vertraglich ist Riedel noch bis 2026 an die Lilien gebunden.

Eine im Arbeitspapier enthaltene Ausstiegsklausel in Höhe von zwei Millionen Euro soll bereits ausgelaufen sein. Neben dem FC sollen auch weiter Bundesligisten an den Diensten des Darmstädters interessiert sein. So zum Beispiel Borussia Mönchengladbach.

Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?

Setzt der 1. FC Köln auf Bundesliga-Erfahrung?

Jordan Torunarigha

Der gebürtige Chemnitzer wechselte im Alter von gerade einmal neun Jahren in die Jugend von Hertha BSC. Bei den Berlinern durchlief der Verteidiger sämtliche Jugendmannschaften und rückte in der Saison 2016/2017 ins Profiteam der Blau-Weißen. In dieser Spielzeit feierte Torunarigha auch seine Premiere in der Bundesliga. Bei der Hertha konnte sich der heute 27-Jährige nie als absoluter Stammspieler etablieren. Wohl auch, weil der Verteidiger regelmäßig verletzt war und sich somit immer ins Team der Herthaner zurückkämpfen musste. In der Winterpause der Spielzeit 2021/2022 ließ sich Torunarigha dann für ein halbes Jahr nach Belgien zu KAA Gent verleihen. Dort gehörte der Linksfuß sofort zum Stammpersonal. Daher zog Gent im Sommer 2022 die Kaufoption und verpflichtete den Verteidiger für drei Millionen Euro fest.

Seitdem kommt der 27-Jährige für die Belgier wettbewerbsübergreifend auf 145 Pflichtspiele, in denen er vier Treffer erzielte und sechs weitere vorbereitete. Auch sammelte Torunarigha in Belgien bereits internationale Erfahrung. Der Abwehrspieler ist sehr zweikampfstark und gut am Ball und kann das Spiel gut eröffnen. Ebenso ist der 27-Jährige sehr mutig und traut sich immer wieder in direkte Duelle mit dem Gegner. Ein weiterer Vorteil von Torunarigha ist, dass er polyvalent einsetzbar ist. Aufgrund seines linken Fußes kann Torunarigha sowohl als Innenverteidiger, als auch als Linksverteidiger spielen. Durch seinen auslaufenden Vertrag wäre der einfache nigerianische Nationalspieler ablösefrei zu haben. Allerdings sind neben dem FC auch Borussia Mönchengladbach, der Hamburger SV, der RSC Anderlecht und Olympique Marseille an Torunarigha interessiert. Die Rothosen sollen wie berichtet, die Nase vorne haben. Update: Seit Dienstagmorgen ist klar, dass der HSV wohl das Rennen gemacht hat. Torunarigha soll sich mit Hamburg einig sein, ein Medizincheck bevorstehen.

Rückkehr nach Deutschland?

Javi Montero

Der Spanier war bereits in Deutschland aktiv. In der Saison 2022/2023 lief der 26-Jährige ein halbes Jahr für den Hamburger SV auf. Bei den Hamburgern überzeugte der Verteidiger jedoch nicht und kam auf lediglich vier Einsätze in der Liga. Nach dem kurzen Abstecher nach Deutschland ging es für den Rechtsfuß über Portugal zurück in seine Heimat zum spanischen Zweitligisten Racing Santander. Dort gehörte der in Sevilla geborene Innenverteidiger bis Ende Februar zum Stammpersonal, bestritt seitdem allerdings keine Partie mehr. Montero zeichnet sich durch eine sehr robuste und abgeklärte Spielweise aus. Genau wie Brackelmann und Torunarigha ist Montero polyvalent einsetzbar und kann daher als Innenverteidiger, aber auch als Linksverteidiger spielen. Der Vertrag des Spaniers läuft bei Racing noch bis 2026, weshalb der FC für ihn eine Ablöse zahlen müsste.

Bei den gehandelten Namen fällt auf, dass der FC auf der Suche nach einem Verteidiger zu sein scheint, der im Idealfall einen linken Fuß hat und auch polyvalent zum Einsatz kommen kann. Dadurch würde Riedel eher nicht zum Anforderungsprofil der Kölner passen. Von den anderen drei Kandidaten würde besonders Torunarigha den Vorstellungen der Verantwortlichen entsprechen. Der 27-Jährige hat bereits bewiesen, dass er die Qualität für die Bundesliga hat und auch im internationalen Fußball mithalten kann. Ebenso hat der gebürtige Chemnitzer sowohl auf der Innenverteidiger- als auch auf der Linksverteidigerposition schon einige Partien absolviert und kann beide Positionen ohne großen Qualitätsunterschied spielen. Zudem wäre der Verteidiger ablösefrei zu haben. Die jüngsten Gerüchte sprechen aber eher für den HSV.


„Fußball voller Hingabe“ – Lukas Kwasniok startet mit mutigem Versprechen beim 1. FC Köln

Lukwas Kwasniok soll beim 1. FC Köln auf der Liste stehen
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„Fußball voller Hingabe“ – Lukas Kwasniok startet mit mutigem Versprechen beim 1. FC Köln

Es hatte sich bereits lange angekündigt. Am Freitagmorgen machte es der FC dann offiziell. Es gibt einen neuen Coach bei den Geißböcken und der zeigt direkt schon einmal, worauf sich die Fans einstellen können beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok tritt mit mutigem Versprechen an.

Seit Freitag hat der FC nun endlich auch offiziell einen neuen Trainer. Und der Coach kommt mit genauen Vorstellungen zum 1. FC Köln: Lukas Kwasniok tritt mit mutigem Versprechen an.

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Eigentlich klangen die Worte ziemlich eindeutig. Lukas Kwasniok wirkte nach dem Saisonende beim SC Paderborn ausgelaugt, müde. Er wolle nun eine Auszeit nehmen und es sei sehr unwahrscheinlich, dass man ihn zu Beginn der Saison an einer Seitenlinie sehen würde, erklärte der Trainer damals. Doch was, wenn dann der FC anruft? „Als sich Thomas Kessler bei mir gemeldet hat, war mir aber sofort klar: Wenn ich die Möglichkeit bekomme, in Köln zu arbeiten, dann will ich es machen“, sagt  Kwasniok. „Es ist ein Wahnsinns-Club und eine riesige Chance. Ich freue mich wie Bolle darauf.“ Schon mit den ersten Worten wird deutlich, dass der in Polen geborene Coach für die kommende Aufgabe brennt, so wie er auch bei den vergangenen Aufgaben gebrannt hat. Emotional, authentisch, ehrlich – der Vergleich mit seinem Vorgänger beim SC Paderborn und dem Vor-Vor-Vor-Vorgänger beim FC – Steffen Baumgart – ist nicht von der Hand zu weisen.

„Mit Fußball Menschen zu begeistern, ist mein Ansatz“

Das gilt wohl auch für den Fußball, den Kwasniok spielen lassen will. „Wir wollen ein unangenehmer Gegner sein. Gegen Köln zu spielen, soll keinen Spaß machen. Wir sind in einer Unterhaltungsbranche. Viele Menschen kommen Wochenende für Wochenende ins Stadion, um uns einerseits siegen zu sehen, sie möchten aber auch unterhalten werden“, sagt der Coach und erinnert sicherlich unfreiwillig an die Trömmelche-Antrittsrede von Baumgart 2021. „Mit Fußball Menschen zu begeistern, ist mein Ansatz. Ich möchte intensiven, auch einen etwas wilden Fußball spielen. Meine Erwartung an die Mannschaft ist, in jedem Training und jedem Spiel am Anschlag zu sein mit dem Ziel, Menschen durch Erfolg, aber auch durch die Art und Weise des Fußballs glücklich zu machen.“

Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?

Der FC will wieder attraktiven offensiven Fußball spielen. Ein Ansatz, der in der vergangenen Spielzeit bekanntlich eher mäßig funktionierte und die kommenden Gegner sind sicherlich nicht schlechter. Immerhin hatte Thomas Kessler zuletzt angedeutet, dass man auch flexibel auf Gegner reagieren müsse. Dennoch wird es Kader-Verbesserungen benötigen und die kündigt der neue Coach im Grunde auch schon an: „Das wird noch ein Prozess sein und es wird sicher noch zu Veränderungen kommen. Ich bin aber auch zum jetzigen Zeitpunkt schon so von der Qualität überzeugt, dass wir – und das muss unser Ziel sein – in jedem Spiel absolut konkurrenzfähig sein können“, sagt Kwasniok, der trotz seines aktuellen Urlaubs mit Thomas Kessler am Kader arbeiten will.

„Was sie mir geben müssen, ist Fußball voller Hingabe“

Obwohl der 43-Jährige eigentlich die Akkus aufladen wollte, scheibt der Trainer lieber heute als morgen loslegen zu wollen. „Das wird sicher ein tolles Gefühl sein, das erste Mal in der Bundesliga an der Linie zu stehen – und das noch beim FC. Ich sehe mich aber damit nicht am Ende und bin jetzt zufrieden, in der Bundesliga angekommen zu sein“, so der neue Coach. „Jetzt geht es erst richtig los und ich möchte mit dem FC für Furore sorgen. Wir wollen unter Beweis stellen, dass wir zurecht in der Bundesliga sind.“ Der Aufgabe will sich der Trainer stellen – und allen damit verbundenen Emotionen, dem Druck und der Erwartungshaltung in Köln. „Diese Emotionen gehören zum FC und zum Fußball. Auch ich bin ein emotionaler Mensch“, sagte Kwasniok. „Es gibt unterschiedliche emotionale Zustände, da gehören auch Wut und Frust einmal dazu. In erster Linie freue ich mich aber natürlich auf die positiven emotionalen Momente und will das aufsaugen.“

Emotionale Momente, Leidenschaft und Willen erwartet Kwasniok aber aber auch vom Trainerteam, dem Staff und der Mannschaft. „Hunger und Fleiß“, sagte der Coach. Das sei die Basis von Allem. „Wenn das alle verstehen, wird man schnell merken, dass ich den Spielern viel vertraue. Ich glaube an ihre Stärken, versuche sie in ihre besten Positionen zu bringen“, so der neue Coach. „Was sie mir geben müssen, ist Fußball voller Hingabe.“ Seine Mannschaftsführung auf dem Feld sei sehr konsequent, da fordere er viel ein. „Außerhalb des Platzes ist es eine lange Leine, weil ich glaube, dass wir den Menschen auch vertrauen müssen. Durch diese Mixtur möchte ich erreichen, dass mir Spieler aus Einsicht folgen.“

Nun stehen zehn Tage Familienurlaub an. Akkus aufladen, wenn auch kürzer als gedacht. „Die Kombination aus Bundesliga und diesem sehr emotionalen Verein hat den Ausschlag für die Entscheidung gegeben. Ich habe gesagt: Wenn es eine Challenge ist und ich das Gefühl habe, dass es matcht, dann muss ich es machen. Sonst würde ich es bereuen. Dann musst du auch einmal Pläne über Bord werfen, das habe ich für den FC gerne gemacht.“ Die Einstellung klingt zumindest vielversprechend.


Dreijahresvertrag! Offiziell: Lukas Kwasniok ist neuer Trainer des 1. FC Köln

Steht Lukas Kwasniok auf der Liste des 1. FC Köln?
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Dreijahresvertrag! Offiziell: Lukas Kwasniok ist neuer Trainer des 1. FC Köln

Der FC hat seinen neuen Coach gefunden. Und nun ist es auch offiziell: Lukas Kwasniok ist neuer Trainer des 1. FC Köln. Das gab der Verein am Freitagmorgen bekannt. Der 43-Jährige kommt vom SC Paderborn an den Rhein und hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben.

Thomas Kessler hatte vor einigen Tagen an mehreren Stellen gesagt, dass er sich in der Trainersuche die nötige Zeit nehmen wolle und keinen Druck spüre. Nun hat der neue Sportdirektor doch Nägel mit Köpfen gemacht und es ist offiziell: Lukas Kwasniok ist Trainer des 1. FC Köln. Das gab der Verein am Fraitagmorgen bekannt.

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Der 43-Jährige hatte zuletzt vier Jahre lang den SC Paderborn trainiert. Im Frühjahr hatten Verein und Coach bekannt gegeben, dass sie in Zukunft getrennte Wege gehen würden. Da Kwasniok aber noch bis 2026 Vertrag bei den Ostwestfalen hat, mussten die Kölner eine geringe Ablöse in Höhe von rund einer Millionen Euro bezahlen. „Wir freuen uns sehr, dass wir Lukas Kwasniok als neuen Cheftrainer für den 1. FC Köln gewinnen konnten. Er hat in Paderborn über mehrere Jahre hinweg eindrucksvoll bewiesen, dass er Mannschaften entwickeln, attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen lassen und junge Spieler an höhere Aufgaben heranführen kann“, sagt Thomas Kessler. Vor zwei Wochen soll es die ersten intensiven Gespräche zwischen den Parteien gegeben haben. Kwasniok hatte sich vier Stunden lang mit Kessler und Geschäftsführer Philipp Türoff ausgetauscht – offenbar sehr positiv. Anschließend hatte der Trainer dann auch die Kölner Gremien überzeugt.

„Wenn ich die Möglichkeit bekomme, dann will ich es unbedingt machen“

„Seine Art des Fußballs, seine Energie und sein Ehrgeiz passen hervorragend zu dem, was wir uns für den FC in der Bundesliga vorstellen. In den ausführlichen und intensiven Gesprächen mit Lukas hat sich für uns der Eindruck gefestigt, dass er mit seiner Persönlichkeit, seiner Überzeugung und seiner Herangehensweise sehr gut zum 1. FC Köln und zum Standort Köln passt“, so Kessler weiter. „Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm den richtigen Trainer gefunden haben, um den FC in der Bundesliga weiterzuentwickeln und nachhaltig zu stabilisieren.“ Zuletzt hatte der 43-Jährige noch über eine Sauszeit gesprochen. „Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, vielleicht auch eine Pause einzulegen. Als sich Thomas Kessler bei mir gemeldet hat, war mir aber sofort klar: Wenn ich die Möglichkeit bekomme, in Köln zu arbeiten, dann will ich es unbedingt machen“, so Kwasniok.

Diese Chance erhält der Trainer nun. „Es ist ein Wahnsinns-Club und eine riesige Chance. Es wird sicher ein tolles Gefühl sein, das erste Mal für den FC in der Bundesliga an der Linie zu stehen. Wir wollen mit dem FC für Furore sorgen.“ Kwasniok spielte in der Jugend für Arminia Bielefeld, musste die Karriere aber aufgrund einer Verletzung lange aussetzen. Nachdem der zweite Anlauf ebenfalls nicht glückte, entschied sich der Coach für einen Weg ins Beamtentum. Parallel wurde der heute 43-Jährige über Umwege Juniorentrainer beim Karlsruher SC und übernahm die Profis 2016 interimsweise. Über Stationen in Saarbrücken und Jena landete der Coach schließlich als Nachfolger von Steffen Baumgart beim SC Paderborn. Kwasniok steht für einen offensiven, schnörkellosen Fußball.


Die erste Kaderlücke ist beim 1. FC Köln geschlossen, zahlreiche bleiben

Ragnar Ache vom 1. FC Kaiserslautern (Foto: Ronny Hartmann/Getty Images)
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Die erste Kaderlücke ist beim 1. FC Köln geschlossen, zahlreiche bleiben

Mit Ragnar Ache hat der FC seinen ersten Sommer-Neuzugang unter Dach und Fach gebracht. Said El Mala wird auch zum kommenden Kader gehören. Doch es bleiben noch weitere Baustellen beim 1. FC Köln: Diese Kaderlücken muss der FC schließen.

Der erste Sommer-Neuzugang ist eingetütet, zwei Transfers also sicher. Doch es wartet noch viel Arbeit auf die Kaderplaner des 1. FC Köln: Diese Kaderlücken muss der FC schließen.

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Die Kommentare in den Sozialen Medien waren zum Großteil positiv – irgendwo zwischen „Endlich ein Mittelstürmer“ und „Der weiß, wo das Tor steht“. Ob Ragnar Ache wirklich die Antwort auf die missglückte Stürmersuche der vergangenen drei Jahre ist, wird sich erst noch zeigen müssen. In der Bundesliga hat der Angreifer seine Qualitäten noch nicht unter Beweis stellen können. Diese Chance wird er in der kommenden Spielzeit dann bekommen. Ache ist der Wunschstürmer der Kölner, die damit die erste Kader-Baustelle geschlossen haben. Mit Damion Downs ist die vorderste Kette für die erste Elf eigentlich gerüstet. Doch es fehlt in der Breite. Und da mit Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Florian Dietz gleich drei Angreifer den Verein noch verlassen sollen, dürften die Geißböcke noch einmal nachlegen. Auf Imad Rondic alleine wird der FC als Backup sicherlich nicht setzen.

Dringender Handlungsbedarf in der Hintermannschaft

Um die Kaderbreite und Backups geht es auch auf der anderen Seite des Platzes. Zwar ist der FC mit Marvin Schwäbe auf der Nummer eins gut besetzt, dahinter ist es aber große Leere angesagt. Matthias Köbning bleibt den Kölnern erhalten, aber eben als Nummer vier. Und da mit Philipp Pentke, Anthony Racioppi und auch Jonas Nickisch die weiteren Keeper den Verein verlassen haben, besteht dringender Handlungsbedarf und das eigentlich doppelt. Auch der Vertrag von Nachwuchs-Keeper Alessandro Blazic ist bislang noch nicht verlängert und läuft Ende Juni aus. Es sind also eigentlich noch zwei Keeper zu erwarten. Der Stamm der Reihe davor ist ebenfalls vorerst gesetzt. Allerdings würden die Geißböcke noch einen erfahrenen Innenverteidiger verpflichten, der das Potenzial zur ersten Mannschaft hat. Gerade Joel Schmied und Julian Pauli müssen sich in der Bundesliga erst noch beweisen und Dominique Heintz könnte aufgrund seiner Endgeschwindigkeit zur Schwäche werden. 

Auch auf den Außenpositionen wird es Veränderungen geben und vermutlich auf beiden Seiten. Dass die Kölner nach einem Backup für Jusuf Gazibegovic suchen, ist bekannt. Doch die Wahrscheinlichkeit ist recht groß, dass es auf der anderen Seite eben auch der Nachjustierung bedarf. Denn Max Finkgräfe wird mittlerweile gleich von mehreren Bundesligisten umworben. Dem Vernehmen nach soll der Youngster den FC-Bossen signalisiert haben, dass er seinen Vertrag nicht verlängern werde. Dann würde ein Verkauf in diesem Sommer wahrscheinlich und ein Nachrüsten nötig werden. Nach dem Abgang von Dejan Ljubicic werden die Geißböcke auch auf der Sechs/Acht mindestens einen Spieler verpflichten wollen. Den wollten die Kölner auch in den vergangenen Transferphasen verpflichten, also als der Österreicher noch fester Bestandteil des Kaders war. Da auch Mathias Olesen keine Vertragsverlängerung mehr aushandeln konnte, wäre auch ein zweiter Mittelfeldspieler denkbar.

In der Offensive bekommt der FC mit Said El Mala einen weiteren schnellen Außenbahnspieler, der seine Stärken auch im Eins-gegen-eins hat. Mit Linton Maina, Jan Thielmann und Florian Kainz sind die Geißböcke eigentlich gut aufgestellt. Dem Vernehmen nach ist aber auch hier ein weiterer Akteur nicht ausgeschlossen. Und dann ist da noch die Position hinter den Spitzen. Zuletzt wurde diese von Luca Waldschmidt ordentlich bis gut ausgefüllt. Aber der Zehner war auch in dieser Spielzeit großen Schwankungen ausgesetzt. Da mit Mark Uth ein möglicher Ersatz die Karriere beendet hat, könnte es auch hier nochmal Bewegung geben. Je nach weiterem Abgang werden die Kölner Verantworlichen ebenfalls reagieren.