Said El Mala knackt Poldi-Rekord und will mehr!

Said El Mala jubelt nach dem 1:0 gegen Bremen
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Said El Mala knackt Poldi-Rekord und will mehr!

Früh gingen die Kölner im Heimspiel gegen Werder Bremen in Führung. Und das einmal mehr durch Said El Mala. Der Kölner Youngster ist nach wie vor eine Lebensversicherung des 1. FC Köln: Said El Mala knackt den Podolski-Rekord.

Mit seinem elften Saisontor brachte der 19-Jährige die Geißböcke auf die Erfolgsspur und überholte nebenbei Lukas Podolski.

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So richtig rund lief Said El Mala nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen nicht mehr. Der Offensivspieler der Geißböcke humpelte leicht durch die Katakomben des Kölner Stadions. Doch so die ganz großen Sorgenalten braucht kein FC-Verantwortlicher auf der Stirn tragen. Denn El Mala litt eher unter Ermüdungserscheinungen. „Ich habe die ganze Woche nicht trainiert, das habe ich schon nach 15 Minuten gespürt“, sagte der 19-Jährige mit einem Grinsen im Gesicht. Tatsächlich hatte El Mala gegen Frankfurt einen Schlag auf den Knöchel bekommen, arbeitete zumindest die ersten Tage individuell. Am Sonntag hatte es der Kölner Torjäger aber in die Startelf geschafft. Kein Wunder, bei bis dato zehn Toren und vier Vorlagen. Kein anderer Kölner ist an an anhähernd vielen Treffern beteiligt.

„Da brauche ich nicht zum Trainer gucken“

Und der Kölner Angreifer hat seine Bilanz gegen Bremen noch aufpoliert. Nach einem Foulspiel an Jakub Kaminski entschied Schiedsrichter Tobias Reichel auf Elfmeter und Said El Mala schritt fast schon selbstverständlich zur Tat. „Ich hatte Kuba gefragt. Der wollte aber nicht schießen. Ich habe mich gut gefühlt, habe den Ball genommen, angelegt geschossen“, sagte El Mala. „Das war auch Druck und nicht leicht, aber ich hatte Bock. Ich wollte wieder ein Tor machen.“ Ein Tor und dazu noch eine Premiere. „Das ist tatsächlich mein erster Elfmeter. Auch bei Viktoria gab es immer andere“, so der Schütze weiter, der bestätigte, dass es keinen Augenkontakt zum Coach gegeben habe. „Das ist eine selbstbewusste Entscheidung, da brauche ich auch nicht zum Trainer gucken. Der vertraut mir da schon genug.“

Für Coach René Wagner gab es keine Einwände. „Said hat sich gut gefühlt vor dem Elfmeter und hat ihn deshalb geschossen. Ich freue mich, dass er sich mit dem Tor belohnt hat“, sagte der Trainer. Mit dem Tor und einem Rekord. Denn der 19-Jährige hat damit mehr Treffer erzielt als Lukas Podolski bei dessen Premieren-Saison. „Wenn man Rekorde knackt, die dann auch noch vom Poldi waren, ist das schon was Besonderes“, erklärte der Außenspieler. „Es ist die Bestätigung für die Leistung. Ich freue mich, dass ich das geknackt habe. Es ist einfach eine schöne Auszeichnung jetzt heißt es einfach weitermachen.“ Denn der Fokus liegt voll und ganz auf dem Klassenerhalt. Und in diese Richtung haben die Kölner einen großen Schritt gemacht. Für El Mala geht es aber auch weiter um Eigenwerbung – für die Nationalmannschaft, aber auch potenzielle Interessenten.

Dazu wollte sich der Kölner dann aber nicht äußern. „Die Lust ist extrem groß, ich fühle mich extrem wohl“, so der Torschütze. „Was passiert, kann ich nicht sagen. Ich habe noch fünf Spiele zu gehen, da gebe ich alles.“


Fährt Jusuf Gazibegovic über eine mögliche Meisterschaft mit Graz doch noch zur WM?

Jusuf Gazibegovic will über Graz zur WM
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Fährt Jusuf Gazibegovic über eine mögliche Meisterschaft mit Graz doch noch zur WM?

In der vergangenen Woche löste Bosnien-Herzegowina mit einem Erfolg über Italien eins der letzten WM-Tickets. Auch, wenn er nicht nominiert war gibt es durchaus eine Teilnahme-Chance für einen Leihspieler des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic hofft noch auf die WM.

Am Wochenende stand er wieder für Sturm Graz in der Startelf und verhalf mit einer guten Leistung zum Sieg im Spitzenspiel. Der 26-Jährige erhofft sich durchaus noch die Teilnahme an der WM. Auch weitere Leihspieler waren im Einsatz.

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Eine gewisse Vorahnung hatte Jusuf Gazibegovic schon. Vor dem entscheidenden Spiel der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina gegen Italien, dem Spiel um die WM-Teilnahme, erklärte der Rechtsverteidiger, dass es in manchen Spielen eben nicht nur auf Qualität, sondern auch auf das Herz ankomme. Und genau das hatten die Bosnier auf dem Platz gelassen und sich somit die Teilnahme am Endturnier erkämpft. Italien wird dagegen zum dritten Mal in Folge nur zuschauen. Dem will auch Jusuf Gazibegovic entgehen. Der Abwehrspieler will noch auf den WM-Zug Richtung USA, Kanada und Mexiko aufspringen. Und weil er genau den zu verpassen drohte, war die Leihe zurück zu Sturm Graz im Winter dringend nötig. Unter Lukas Kwasniok spielte der gebürtige Österreicher keine Rolle, war komplett hinten dran und galt schon recht früh in der Saison als potenzieller Winterabgang.

WM-Teilnahme weiterhin durchaus möglich

Dabei war der heute 26-Jährige im Winter 2025 als erster Neuzugang nach der Transfersperre geholt und als Transfercoup gefeiert worden. Nach schwerem Start war die Hoffnung groß, den Durchbruch unter Kwasniok schaffen. Das gelang nicht. Und so war der Weg zurück zu Sturm Graz – allerdings als Leihspieler – folgerichtig. Bei seinem Ex-Club wäre Gazibegovic unangefochtener Stammspieler, wenn ihn nicht schon mehrere Verletzungen zurückgeworfen hätten. Vier Mal stand der Abwehrspieler im Kader, vier Mal von Beginn an auf dem Feld. So auch am Wochenende, als er im Spitzenspiel gegen Rapid eine gute Stunde sammelte. Sturm gewann 2:0 und behauptete souverän die Tabellenführung. Und für Gazibegovic rückt die WM dadurch tatsächlich wieder in den Fokus.

Zwar war der Außenverteidiger nicht für die aktuellen WM-Playoff-Spiele nominiert, aber immerhin stand Gazibegovic auf Abruf. Und da der 26-Jährige vor seinem Wechsel zum FC unumstrittener Stammspieler der Nationalmannschaft war, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich dieser Status bei weiteren Einsätzen und guten Leistungen für den Spitzenreiter der Bundesliga. Auf eine WM-Teilnahme hofft mit Elias Bakatukanda auch ein weiterer Kölner Leihspieler. Denn auch die Demokratische Republik Kongo hat sich für das Endturnier qualifiziert, Bakatukanda bislang für die U23 gespielt. Es verdichten sich aber die Zeichen, dass das A-Debüt nicht mehr weit entfernt ist. Am Wochenende spielte der Innenverteidiger für Linz aber nicht. Genauso wenig wie Rasmus Carstensen für Aarhus, der verletzt ausfiel.

90 Minuten stand dagegen Julian Pauli für Dynamo Dresden bei der 0:1-Niederlage gegen Hertha BSC auf dem Platz. Jakub Potocnik kam für Rot-Weiss Essen im Duell gegen den MSV Duisburg nach gut 70 Minuten, hatte aber keinen großen Einfluss mehr beim 1:0-Erfolg von RWE. Auch der VfB II gewann. Beim 3:1 über Jahn Regensburg startete der Stürmer, wurde aber ohne Scorer nach 70 Minuten ausgewechselt. Für Imad Rondic gab es bei Preußen ein paar Minuten.  


Breiter Kader für René Wagner und den 1. FC Köln: „Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind“

René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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Breiter Kader für René Wagner und den 1. FC Köln: „Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind“

Zwei Tage vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt hat sich die Personalsituation beim FC erstaunlich entspannt. Und das führt zu einer spannenden Situation beim 1. FC Köln: René Wagner vor harter Kader-Entscheidung.

Mehrere Spieler kehrten aus ihren Verletzungen zurück, Sperren sind abgelaufen und die Nationalspieler unversehrt zurück. Das stellt René Wagner erstmals vor eine schwere Aufgabe.

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Gerade einmal vier Profis des 1. FC Köln waren in den vergangenen Tagen mit ihren Nationalmannschaften auf Länderspielreise. Einzig der 1. FC Heidenheim stellte aus der Bundesliga weniger ab. Zwar sprechen Nationalspieler bekanntlich auch immer für die Qualität einer Mannschaft, doch der neue FC-Trainer dürfte über die wenigen Nominierten angesichts seines neuen Jobs und der Eingewöhnung alles andere als unzufrieden mit der Personallage gewesen sein. Zumal sich diese in der vergangenen Woche nach und nach immer weiter entspannt haben. Ausgerechnet mit dem Hinspiel gegen Eintracht Frankfurt fing beim FC die Verletzungsmisere an. Joel Schmied fiel nach der Begegnung aus und leitete damit einen gefühlten Dauer-Krankenstand ein. Tatsächlich fehlten dem FC seitdem immer mindestens vier Spieler durchgehend. Und vor dem Duell gegen die Hessen ist nicht nur Joel Schmied wieder fit, de facto fallen verletzt „nur“ die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian aus. Eric Martel sitzt seine Sperre ab.

Auf welche Spieler setzt René Wagner?

Unter der Woche meldeten sich neben Schmied auch Alessio Castro-Montes und Tom Krauß wieder fit. Zudem haben Jahmai Simpson-Pusey und Sebastian Sebulonsen ihre jüngsten Sperren abgesessen. FC-Trainer René Wagner stehen somit 22 Feldspieler und die drei Torhüter zur Verfügung – und das ohne die Youngster Fynn Schenten und Youssoupha Niang, die wohl bei der U21 eingesetzt werden. Und somit steht für den Kölner Coach auch eine erste unangenehme Aufgabe bereits. Wagner muss bei der Nominierung des Kaders auf einige Akteure verzichten. Dem Spieltagskader gehören schließlich nur 20 Spieler, meist zwei Torhüter und 18 Feldspieler an. Heißt: Wagner muss für die Begegnung gegen Frankfurt gleich mehrere Spieler aus dem Kader streichen. Auf der Pressekonferenz an Karfreitag wollte der 37-Jährige natürlich namentlich keine Tendenz abgeben. Nur soweit, dass die Kader-Nominierung für Schmied zu früh käme.

„Es gibt eine Tendenz“

„Es gibt eine Tendenz für Sonntag für den Kader. Ich habe mit ein, zwei Spielern schon gesprochen, bei denen die Tendenz besteht“, so Wagner. „Vielleicht auch mit Jungs, die vielleicht auch enttäuscht sind, nicht mitzufahren. Aber das versuche ich, frühzeitig zu kommunizieren.“ Es scheint gut möglich, dass es den ein oder anderen Innenverteidiger trifft. Noch vor wenigen Wochen war die Zentrale der Defensive die Sollbruchstelle. Über Wochen fielen fünf der sieben Innenverteidiger aus. Das zu einer Zeit, in der Lukas Kwasniok noch auf eine Dreierkette setzte, also notgedrungen einen Akteur nicht auf seiner Primär-Position spielen ließ. Nun aber stehen Wagner mit Rav van den Berg, Cenk Özkacar, Jahmai Simpson-Pusey und Dominique Heintz gleich vier Innenverteidiger zur Verfügung. Da auch Sebulonsen und Krauß zur aller größten Not aushelfen könnten, wäre der Verzicht eines weiteren Abwehrspielers durchaus eine Option. Möglich aber auch, dass der Trainer den Rekonvaleszenten noch ein wenig Pause geben will.

„Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind. Damit muss ich leben können. Aber damit müssen auch die Jungs leben können. Es hat nichts damit zu tun, wie lange ich die Spieler kenne“, sagte Wagner. „Bei den Jungs, die ich lange kenne, wird es am meisten wehtun.“ Der neue Coach betonte aber auch, dass es ihm nicht leicht fallen würde, aber er durchaus bereit wäre, die wichtigen Entscheidungen zu treffen.


Auch Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück

Tom Krauß beim 1. FC Köln
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Auch Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück

Das Lazarett lichtet sich weiter beim 1. FC Köln: Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück. Der nominelle Mittelfeldspieler wird aufgrund der Gelb-Roten Karte von Eric Martel auch dringend gebraucht.

René Wagner wird bei seinem ersten Pflichtspiel als Cheftrainer der Geißböcke nahezu aus dem Vollen schöpfen können. Nachdem am Montag schon die beiden Rekonvaleszenten Joel Schmied und Alessio Castro-Montes ins Mannschaftstraining eingestiegen sind, kehrte am Dienstag auch Tom Krauß zurück.

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Der Mittelfeldspieler hatte beim Aufwärmen vor dem Rheinderby etwas im Knie gespürt. Ein Einsatz kam nicht mehr in Frage. Dafür lief Cenny Neumann auf und erlebte einen rabenschwarzen Nachmittag. Krauß hatte zuletzt auf der rechten Abwehrseite ausgeholfen, da Sebastian Sebulonsen gesperrt ausgefallen war und Castro-Montes verletzt ausfiel. Der gebürtige Leipziger machte seine Sache gut. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit wird Krauß gegen Frankfurt wohl wieder das Zentrum bekleiden. Sebulonsen und Castro-Montes sind wieder zurück, Krauß wird auf der Sechs wohl gebraucht. Denn mit Eric Martel fehlt der etatmäßige Sechser aufgrund seiner Gelb-Roten Karte. Diese hatte sich der Mittelfeldspieler im Duell gegen Mönchengladbach abgeholt.

Krauß wohl ein Kandidat fürs Zentrum

Krauß war vor allem in der Rückrunde bislang einer der absoluten Leistungsträger. Der Mittelfeldspieler geht mit Leidenschaft, Willen und Kampfgeist voran und könnte so ein wichtiger Teil im Klassenerhalts-Puzzle sein. Unterdessen haben die Kölner den Trainingsplan kurzfristig noch einmal angepasst. Das Training am Dienstag findet nun doch öffentlich statt. Am Montag hieß es noch, dass sämtliche Einheiten diese Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden würden. Das hat sich zumindest für den Dienstag verändert. Weiterhin bleibt es aber dabei, dass die Kölner keinen freien Tag in dieser Woche haben werden. Am Samstag steht das Abschlusstraining an, bevor dann am Sonntag das Auswärtsspiel in Frankfurt angepfiffen wird.

Neben Eric Martel muss Wagner dann „nur“ noch auf die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian verzichten. Bei der Trainingseinheit am Dienstag fehlten noch die Nationalspieler, die sich auf Länderspielreise befinden. Am Abend spielen Said El Mala mit der deutschen U21 gegen Griechenland und Jakub Kaminski mit Polen gegen Schweden um das WM-Ticket.


Diese Leihspieler muss der 1. FC Köln fest binden – wenn es die Klasse zulässt

Tom Krauß überzeugt zunehmend
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Diese Leihspieler muss der 1. FC Köln fest binden – wenn es die Klasse zulässt

Sechs Leihspieler hat der FC im Laufe der Saison verpflichtet. Die meisten wussten zu überzeugen, ob sie aber beim 1. FC Köln bleiben, ist nicht klar: So steht es um die Leihspieler.

Der 1. FC Köln steht sieben Spieltage vor Saisonende auf Tabellenplatz 15 der Bundesliga und steckt mit zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Während nicht nur die Gegenwart sportlich Grund zur Sorge gibt, könnte ein möglicher Abstieg auch die nahe Zukunft des Kaders in großem Ausmaß beeinflussen. Gleich sechs Leihspieler haben die Geißböcke aktuell an Bord, die Zukunft nahezu aller dürfte stark vom Saisonausgang abhängen. Wer also prägt das Spiel des FC wirklich, bei wem lohnt sich eine feste Verpflichtung am meisten?

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Transfercoup Jakub Kaminski

Mit Jakub Kaminski hat der FC im Sommer einen echten Glücksgriff gelandet. Der Pole hat sich auf Anhieb in die erste Elf gespielt und überzeugt seitdem als Stammspieler und unermüdlicher Antreiber der FC-Offensive. Mit sechs Toren und drei Vorlagen ist er neben Said El Mala und Ragnar Ache einer der Topscorer des Aufsteigers und überzeugt auch bei der Arbeit gegen den Ball mit viel Einsatz und Laufbereitschaft. Nicht zuletzt durch seine starken Leistungen und vor allem der kolportierten Kaufoption von vergleichsweise günstigen 5,5 Millionen Euro ist es wohl sicher, dass die Kölner den polnischen Nationalspieler nicht fest verpflichten.

Selbst bei einem Abstieg wäre eine Verpflichtung des erst 23-Jährigen gut investiertes Geld, denn Kaminskis Marktwert wird laut transfermarkt.de aktuell auf zwölf Millionen Euro taxiert. Allerdings ist nicht vorstellbar, dass der 23-Jährige bei seinem Leistungsstand mit in die 2. Bundesliga geht.

Überraschende Stammspieler?

Auf der linken Defensivseite hat sich der 1. FC Köln im vergangenen Sommer ebenfalls leihweise verstärkt. Mit Kristoffer Lund kam vom FC Palermo aus Italiens zweiter Liga ein weiterer junger Spieler, der mit 23 Jahren noch viel Entwicklungspotenzial besitzt, sich aber wie Kaminski als Stammspieler etabliert hat – sicher auch, weil es kaum Alternativen gibt. Lund hat als linker Schienenspieler nach wettbewerbsübergreifend 27 Einsätzen mit nur einer Torvorlage noch Luft nach oben auf dem Weg nach vorne. Dennoch dürfte man bei einer Kaufoption von kolportierten 2,5 Millionen Euro nicht viel falsch machen. Der Marktwert des gebürtigen Dänen liegt laut transfermarkt.de bei vier Millionen Euro.

In der Innenverteidigung hat der 1. FC Köln in der laufenden Saison bereits einige Rückschläge hinnehmen müssen. Nach der schweren Verletzung von Abwehrchef Timo Hübers neigt sich wohl auch die Zeit des dauerverletzten Luca Kilian in Köln im Sommer dem Ende zu. Der Vertrag wird wohl nicht verlängert. Auf dem aufsteigenden Ast befindet sich immerhin der ausgeliehene Cenk Özkacar. Hatte der Türke zu Saisonbeginn noch mit Anpassungsproblemen zu kämpfen, so spielte er sich in den vergangenen Partien mehr und mehr in die Mannschaft und stand in den vergangenen acht Partien sieben Mal in der Startelf. Der 25-Jährige konnte zuletzt an der Seite von Rav van den Berg in Hamburg durchaus überzeugen und ist mit seinen 25 Jahren wie so viele Kölner noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen.

Die Kaufoption für den fünffachen Nationalspieler soll entsprechend seinem aktuellen Marktwert bei rund zwei Millionen Euro liegen. Ob die Kölner diese ziehen sollten, werden wohl seine Leistungen bis zum Saisonende und die Ligazugehörigkeit nach dem Sommer zeigen.

Komplizierte Vertragssituation

Jahmai Simpson-Pusey fehlte zuletzt aufgrund einer Rotsperre. Dennoch hat der erst 20-jährige Engländer, der von Premier-League-Topclub Manchester City nach Köln kam, bereits nach wenigen Partien sein großes Potenzial angedeutet, das man in Köln sicher gerne weiter fördern würde. Aufgrund einer zwischenzeitlichen Muskelverletzung und eben jener Sperre steht der gebürtige Huddersfielder bislang „nur“ bei acht Pflichtspielen im FC-Dress. Fakt ist, dass man mit ihm ein großes Abwehrtalent in seinen Reihen hat, das man unabhängig von der Ligazugehörigkeit wohl nur ungern ziehen lassen würde. Ob Manchester City einen Spieler wie ihn allerdings in der 2. Bundesliga „parken“ möchte, erscheint unwahrscheinlich, zumal er sicher woanders auf höherem Niveau Spielzeit sammeln könnte.

Ein wenig unter dem Radar fliegt der jüngst von Rekordmeister FC Bayern München ausgeliehene Felipe Chavez. Der erst 18-Jährige ist bereits A-Nationalspieler seines Landes Peru und gilt als großes Versprechen für die Zukunft. Dennoch wartet er bei seinem Leihclub in Köln noch auf seine erste richtige Chance. Ex-Coach Kwasniok ließ den zentralen Mittelfeldspieler noch nicht von der Leine, brachte ihn für insgesamt 19 Spielminuten. Ob er beim Saisonendspurt und im Kampf um den Klassenerhalt deutlich mehr Spielzeit bekommt, erscheint fraglich. Immerhin: Die Kölner haben sich eine Kaufoption gesichert und sollen gewillt sein, diese auch im Sommer zu ziehen. Möglicherweise kann man sich mit Chavez so ein vielversprechendes Talent für die Zukunft sichern, dass vor allem bei einem Abstieg mit deutlich mehr Spielzeit rechnen kann. Nicht von ungefähr kommt es wohl, dass sein Noch-Stammclub aus München sich eine doppelte Rückkaufoption für die Jahre 2027 und 2028 gesichert hat.

Bei Klassenerhalt sicherer Kauf

Als echte Allzweckwaffe im Kölner Team hat sich Tom Krauß nach seiner Ankunft aus Mainz herausgestellt. Der eigentlich gelernte defensive Mittelfeldspieler agierte unter Ex-Coach Lukas Kwasniok bereits als Linksverteidiger, Innenverteidiger und zuletzt zwei Mal in Folge als Rechtsverteidiger und leistete sich dabei zumindest keine groben Fehler. Die Zukunft des 24-Jährigen wird in Köln liegen – sofern der Klassenerhalt gelingt. Die benötigten Einsätze für eine feste Verpflichtung (15 Pflichtspiele) hat er bereits absolviert, beim Ligaverbleib wird er neben der Leihgebühr für 3,5 Millionen an den Effzeh gebunden. Vor allem bei einem Abgang von Eric Martel dürfte der gebürtige Leipziger im Mittelfeld ein wichtiges Puzzleteil sein, um auch in der neuen Saison konkurrenzfähig zu sein.


Angeschlagen, gesperrt, nicht in Form – Droht gegen Frankfurt ein Sechser-Engpass beim 1. FC Köln?

Eric Martel und Tom Krauß beim 1. FC Köln
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Angeschlagen, gesperrt, nicht in Form – Droht gegen Frankfurt ein Sechser-Engpass beim 1. FC Köln?

Sperren, Verletzungssorgen und fehlende Alternativen zwingen möglicherweise auch Trainer René Wagner zu kreativen Lösungen. Wer rückt gegen Eintracht Frankfurt ins defensive Mittelfeld? Es droht ein Mittelfeld-Problem beim 1. FC Köln.

Keine Verschnaufpause am Geißbockheim: Nach dem emotionalen Derby gegen Mönchengladbach gerät das Herzstück der Kölner Mannschaft ins Wanken. Ausfälle und Unsicherheiten könnten auch René Wagner vor eine knifflige Personalfrage stellen und lassen offen, wer im Duell mit Eintracht Frankfurt im Zentrum die Kontrolle übernehmen soll.

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Das Derby gegen Borussia Mönchengladbach liegt weniger als eine Woche zurück – und dennoch hat sich die Welt am Geißbockheim in dieser kurzen Zeit auf den Kopf gestellt. Die Konsequenzen der verlorenen Punkte im Rheinderby für die Position des Cheftrainers der Kölner sind weitreichend bekannt. René Wagner befindet sich mitten in den Vorbereitungen für das Aufeinandertreffen mit Albert Riera und seinen Frankfurtern. Für diese knifflige Aufgabe muss sich der 37-Jährige insbesondere in der Zentrale möglicherweise eine Lösung überlegen. Denn diese ist aus verschiedenen Gründen nicht mit dem Stammpersonal zu besetzen. Trotz der Länderspielpause wirft das Duell gegen Eintracht Frankfurt seine langen Schatten voraus und drängt die Frage auf: Wen lässt FC-Coach Wagner im Zentrum des FC starten?

Martels Gelb-Rot-Sperre kommt zur Unzeit

Es war eine der strittigsten Szenen im Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln. Erst wurde Martel zum Helden, als er nach einer Ecke von Florian Kainz per Kopf den 3:3-Endstand gegen die Fohlen erzielte. Nur wenige Augenblicke später kippte die Stimmung: Kurz nach der Fortsetzung der Partie sah Schiedsrichter Sören Storks ein Foul von Martel am Gladbacher Joe Scally als ahndungswürdig an und zeigte ihm die zweite Gelbe Karte des Abends. Martel konnte die harte Schiedsrichterentscheidung nicht nachvollziehen und bewertete die zweite Karte als leichtfertigen Eingriff in den Spielverlauf: „Das ist natürlich dann wieder ein Momentum, das vielleicht auf uns rübergegangen wäre. Wenn du hier kurz vor Schluss den Ausgleich schießt, hast du noch wahrscheinlich zehn Minuten zu spielen. Mit den Fans im Rücken, glaube ich, hätten wir schon gute Chancen gehabt, das Spiel noch zu drehen.“

Echte Alternativen sind rar

Martels Sperre könnte auch deshalb zu einem noch größeren Problem werden, weil ein Einsatz seines Mittelfeld-Partners Tom Krauß derzeit ungewiss ist. Dieser meldete sich beim Aufwärmen unmittelbar vor dem Derby mit Knieproblemen ab. Der 23-Jährige musste beim Trainingsauftakt unter Wagner noch pausieren, konnte bis einschließlich Freitag nicht mit der Mannschaft trainieren. Die Länderspielpause kommt dem Rekonvaleszenten demnach gerade recht. Krauß, der sich bei den jüngsten Auftritten unter Kwasniok noch als veritable Alternative auf der rechten Außenverteidigerposition empfohlen hat, wäre, wenn er fit wäre, durch die Rückkehr von Sebastian Sebulonsen Wagners erste Wahl für einen Startelfeinsatz.

Sollte Krauß gegen die Frankfurter nicht wieder fit sein, muss René Wagner gleich in seinem ersten Spiel notdürftige Lösungen auf der Sechserposition suchen. Mittlerweile wenig überraschend käme zur Not auch Jakub Kaminski infrage, der in dieser Saison nur im Spiel gegen den SC Freiburg neben Krauß den offensiven Part übernommen hat. Allerdings würde man den 23-Jährigen dann wieder um seiner Qualität in der Offensive berauben. Darüber hinaus könnte Isak Johannesson als Alternative im Mittelfeld infrage kommen. Beide Akteure haben jedoch ein offensives Profil und müssen als Notlösung betrachtet werden. Gleiches gilt für Florian Kainz und Denis Huseinbasic, deren Qualitäten nicht den Anforderungen von knallharten Aufräumern entsprechen, die gerne die sogenannte „Drecksarbeit“ verrichten. Zudem waren beide zuletzt eher zweite Wahl.


Thomas Kessler spricht über das Trainer-Aus: „Sind zum Entschluss gekommen, etwas ändern zu wollen“

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Thomas Kessler spricht über das Trainer-Aus: „Sind zum Entschluss gekommen, etwas ändern zu wollen“

Nach knapp acht Monaten ist das Kapitel Lukas Kwasniok beim FC beendet. Vorerst wird der bisherige Co-Trainer René Wagner das Training übernehmen beim 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zum Trainer-Aus.

Die ganz große Überraschung war die Meldung am Sonntagabend dann nicht mehr. Lukas Kwasniok ist nicht mehr Trainer der Geißböcke. Der 44-Jährige wurde nach sieben sieglosen Spielen in Serie vom Verein freigestellt. Am Montag äußerte sich Thomas Kessler zu der Entscheidung.

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Diese war dem ehemaligen Keeper der Kölner nicht leicht gefallen. Immerhin hatte Kessler den Trainer als Wunschlösung im Sommer ans Geißbockheim geholt. „“, so Kessler. Am Sonntag informierte der 40-Jährige Kwasniok in einem persönlichen Gespräch über das Aus. In einer Medienrunde am Montagmittag äußerte der Geschäftsführer nun weitere Details zu der Trainerentlassung. “Ich habe die Entscheidung sicherlich nicht einfach gemacht. Aber nach der ganzheitlichen Bewertung sind wir zu dem Entschluss gekommen, dann etwas ändern zu wollen”, stellte Kessler klar. Auschlaggebend sei die Punkteausbeute aus den Duellen mit direkten Konkurrenten im Tabellenkeller gewesen: “Wir hatten natürlich in den letzten Wochen jetzt schon die Chance, gegen direkte Konkurrenten auf Siege einzufahren. Und ich glaube, wenn man dann unterm Strich schaut, dass wir aus den letzten 18 Spielen auch nur zwei gewonnen haben, die aber dann gegen direkte Konkurrenten waren, dann haben wir das leider nicht geschafft […]”.

Kessler: „Wir haben vollstes Vertrauen in René“

Nun soll René Wagner die Wende herbeiführen. Der 37-Jährige war bereits unter Steffen Baumgart Assistenz-Trainer beim FC und später auch bei Union Berlin. Im Sommer holte Kessler den Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz wieder an den Rhein. Für seine ersten Schritte als Cheftrainer der Geißböcke stärkte Kessler ihm den Rücken: „Wir haben jetzt erst mal vollstes Vertrauen in René. Wir waren sehr froh, dass wir ihn im Sommer davon überzeugen konnten, dann wieder zum ersten Mal zu Köln zu kommen“, so Kessler. Wagner gilt als enger Vertrauter des Geschäftsführers, der die große Stärke des bisherigen Co-Trainers im zwischenmenschlichen sieht: „Ich begleite ihn jetzt schon ein bisschen länger und kenne ihn auch schon ein bisschen länger. Und bin von seiner fachlichen Expertise maximal überzeugt. René ist ein sehr smarter Mensch, der einen guten Umgang auch mit dem Staff hat, einen guten Umgang auch mit der Mannschaft hat. Und dem ich absolut zutraue, jetzt diese Rolle einzunehmen“. Unterstützung erhält Wagner vom jüngst verpflichteten Co-Trainer Armin Reutershahn. Kessler besetzte die vakante Co-Trainer-Position am Montagmorgen neu.


Der zweite Allrounder, eine Maschine und Wegbereiter für Kaminski in der Offensive

Jakub Kaminski und Tom Krauß vom 1. FC Köln
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Der zweite Allrounder, eine Maschine und Wegbereiter für Kaminski in der Offensive

Aufgrund der anhaltenden Verletzungsmisere musste Jakub Kaminski beim 1. FC Köln immer wieder auf anderen Positionen aushelfen. Das hat sich nun geändert. Denn ein weiterer Akteur macht seine Sache hinten rechts gut: Tom Krauß wird zum zweiten Allrounder beim 1. FC Köln.

Zwei Mal in Serie spielte Tom Krauß auf der Position des Rechtsverteidigers und löste die Aufgabe gut. So gut, dass er wohl auch gegen Gladbach dort auflaufen könnte. Lukas Kwasniok ist von den Fähigkeiten des gelernten Sechsers überzeugt. Denn das ermöglicht wiederum Jakub Kaminski die Besetzung der Idealposition.

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Auch, wenn sich die personelle Lage zuletzt ein wenig entspannte, die Situation rund um die Ausfälle ist bei den Geißböcken nach wie vor eine beachtliche. Für das Derby gegen Mönchengladbach werden Trainer Lukas Kwasniok wohl mehr als ein halbes Dutzend Spieler aus unterschiedlichen Gründen fehlen. Wie ein roter Faden zieht sich die Personalsituation durch die Saison. Obwohl er allen Grund hätte, hadert der Coach nur sehr selten mit dem Verletztenstand, sucht viel eher dann doch kreativ seine Lösungen. Nicht umsonst spielte Jakub Kaminski gefühlt bis auf den Innenverteidiger und den Keeper jede Position bei den Geißböcken. Für den Trainer tatsächlich ein Dilemma. Denn Kwasniok sprach dem Polen vor der Saison ein Positions-Versprechen aus, das er aufgrund des personellen Engpasses und dann eben der Polyvalenz des Spielers nicht halten konnte.

„Es müsste schon mit dem Teufel zugehen“

Kaminski bewies aber, dass er eigentlich in vorderster Front für den FC die größte Waffe ist. Das wusste auch Kwasniok, der dann noch eine andere Lösung gefunden hat: Tom Krauß. „Ich habe einfach mit dem Tom einen zweiten Allrounder, den du wie eine Maschine überall hinstellen kannst. Mit anderen Stärken und Schwächen als Kuba, aber er führt einfach dazu, dass der Kuba wieder weiter vorne spielen kann“, erklärte Kwasniok am Donnerstag. Gegen den BVB und den HSV spielte der 24-Jährige als rechter Teil der Viererkette und löste die Aufgabe gerade in der Defensive stark. So, als wäre auch diese Position keine ungewohnte für den Defensivspieler, der zu Beginn der Saison auch schon als Innen- und Linksverteidiger agierte. „Tom ist ist einfach ein Soldat. Ich bin sehr happy, dass er bei uns ist“, lobte Kwasniok.

Dabei hatte sich der gebürtige Leipziger eigentlich im Zentrum festgespielt, ging dort zudem mit Leidenschaft und Willen im Stile eines Leaders voran. „Ich hätte ihn logischerweise auch lieber jetzt eben im Mittelfeld zum Abgreifen, aber so wie er das einfach als Rechtsverteidiger dann auch spielt, ist es für uns Gold wert“, sagte der Coach. Und eben auch, weil Krauß damit den Weg für Kaminski in der Offensive wiederum frei macht. Das sei gegen den HSV auch schon mal unsauber gewesen, „aber je länger er dann wieder in dieser Offensive frei spielen wird, desto öfter kommt er in diese Abschlusssituation“, erklärte Kwasniok. „Dann wird er in der Entscheidungsfindung auch besser werden. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, denn der Fußball ist so schnelllebig, aber es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn er dann noch mal rechter Verteidiger eines Tages spielen wird.“

Immerhin gibt es aber Licht am Ende des Personal-Tunnels. Mit Sebastian Sebulonsen ist der nominelle Rechtsverteidiger wieder zurück, sitzt gerade nur seine Gelbsperre ab. Auch Jan Thielmann wäre eine Option. Denn Lukas Kwasniok hätte sicher nichts dagegen, seine beiden Allrounder auf den eigentlichen Idealpositionen aufzustellen.


Krauß, Thielmann oder Neumann – wer wird der Aushilfs-Rechtsverteidiger?

Jan Thielmann vom 1. FC Köln
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Krauß, Thielmann oder Neumann – wer wird der Aushilfs-Rechtsverteidiger?

Zuletzt machte Tom Krauß seine Sache auf der rechten Verteidigerposition gut. Doch der 24-Jährige ist eigentlich im Zentrum gesetzt. Nun gibt es mit Jan Thielmann eventuell eine andere Option für den 1. FC Köln: Wer übernimmt den rechten Verteidiger im Derby?

Vor dem Derby gegen Gladbach hat sich die Personalsituation ein wenig entspannt. Unter anderem kehrt Jan Thielmann wieder zurück und könnte vielleicht sogar zu einer Option für die Startelf werden.

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Nach wie vor ist der FC in Sachen Verletzungen und Sperren beachtlich gebeutelt. Immerhin gab es am Dienstagnachmittag ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Denn mit Denis Huseinbasic und Jan Thielmann kehren gleich zwei FC-Profis nach ihren Verletzungen wieder zurück. Gerade Zweiterer könnte auch relativ schnell wieder zu einer ernsten Option werden. Denn die Kölner haben nach wie vor Not auf der rechten Verteidigerposition. Sebastian Sebulonsen war bekanntlich schon am vergangenen Wochenende wieder einsatzbereit, holte sich aber gegen den HSV eine ziemlich unnötige Gelbe Karte ab und fehlt damit im Derby. Da Alessio Castro-Montes aufgrund seiner muskulären Probleme ebenfalls noch keine Rolle spielt, sind die beiden nominellen Rechtsverteidiger weiterhin raus.

Kehrt Krauß zurück ins Zentrum?

Zuletzt spielte bekanntlich Tom Krauß auf der Position des Rechtsverteidigers und machte seine Sache in der Viererkette eigentlich gut. Doch der gebürtige Leipziger ist bekanntlich eigentlich auf der Sechs zu Hause und lieferte im Kölner Zentrum eben auch starke Leistungen ab. Im Jahr 2026 war Krauß über weite Strecken der beste Defensivspieler der Geißböcke – und das eben im zentralen Mittelfeld. Das auch, weil der 24-Jährige in der Zentrale als Leader voranging, die Mannschaft anpeitschte, ein Beispiel für Leidenschaft und Willen war. Eine Art, die wohl gerade zum Derby passen könnte. Da Isak Johannesson nach wie vor seine Form sucht, wäre Krauß sicher auch wieder eine Option fürs Zentrum. Dass Lukas Kwasniok dort auf Denis Huseinbasic zurückgreift, scheint dagegen eher unwahrscheinlich.

Und so könnte Jan Thielmann wieder eine Option auf der Rechtsverteidiger-Position werden. Eine Position, die der 23-Jährige schon des Öfteren gespielt hat, mit der der Vize-U21-Europameister aber nie so richtig warm wurde. Zur Erinnerung: Auch unter Timo Schultz und Gerhard Struber musste Thielmann immer wieder als Rechtsverteidiger aushelfen, eine überragende Begegnung war auf dieser Position selten dabei. Wohler fühlte sich Thielmann dabei, wenn mit einer Dreierkette gespielt wurde und der Föhrener mehr Offensiv-Optionen hatte. Eine weitere Option, wenn auch unwahrscheinlich, wäre dann wiederum Cenny Neumann. Der Youngster bekam gegen Borussia Dortmund seine ersten Minuten bei den Profis. Gegen Gladbach sollte der 19-Jährige wohl wieder im Kader stehen.

Zu einem Einsatz von Beginn an wird es vermutlich nicht kommen. Genauso wenig, dass Kwasniok wieder auf Jakub Kaminski auf der rechten Defensiv-Schiene zurückgreift.


Tom Krauß tut alles für das „Riesenziel beim 1. FC Köln zu bleiben“

Tom Krauß überzeugt zunehmend
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Tom Krauß tut alles für das „Riesenziel beim 1. FC Köln zu bleiben“

In den vergangenen Wochen hat sich Tom Krauß zum absoluten Stammspieler entwickelt. Auch, weil er ein ganz großes Ziel verfolgt. Tom Krauß will unbedingt beim 1. FC Köln bleiben. Dazu muss der Klassenerhalt gelingen.

Tom Krauß will in Köln heimisch werden. Die Voraussetzungen sind eigentlich gut. Eigentlich, denn während der erste Teil eingetütet ist, gerät der zweite zunehmend in Gefahr.

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Dass er einer der großen Gewinner des Jahres 2026 bei den Geißböcken ist, dürfte Tom Krauß in der aktuellen Situationen eher sekundär interessieren. Der FC steckt in einer kleinen Krise, bewegt sich mit Tempo auf die Abstiegsplätze zu. Und der Mittelfeldspieler hat sich in den vergangenen Wochen als absoluter Teamspieler, als Leader der Kölner herausgestellt. Dementsprechend geht Krauß voran, will mit der Mannschaft möglichst schnell die Wende schaffen. In der Hinrunde lief es noch nicht so richtig rund für den 24-Jährigen, in diesem Jahr ist er möglicherweise der FC-Feldspieler, der am konstantesten auf hohem Niveau agiert. „Seitdem ich auf meiner Position spiele, konnte ich mich stetig weiterentwickeln“, sagte der gebürtige Leipziger nun im „FC-Podcast“ von Radio Köln.

„Ich will hier heimisch werden“

Tatsächlich hat der 24-Jährige in der Hinrunde immer wieder auf anderen Positionen aushelfen müssen – oder aus seiner Sicht dürfen. Der Mittelfeldspieler war sich nie zu Schade, mal als Innen- oder Außenverteidiger herzuhalten. Nun aber ist Krauß fester Bestandteil des Zentrums und geht dort eben als Leader voran. Zum einen, weil er Verantwortung übernehmen will, zum anderen geht es für ihn noch um eine ganz andere Sache: „Ich habe das Riesenziel hier in Köln zu bleiben. Das will ich mit aller Macht schaffen“, sagt Krauß. „Ich will hier heimisch werden.“ Kein Wunder, Krauß ist lange fußballerisch eben nicht heimisch geworden. Leipzig, Nürnberg, Schalke, Mainz, Luton, Bochum und nun Köln stehen auf der Clubliste des wohlgemerkt 24-Jährigen. Eine lange Liste, die um den Umstand von fünf Leihen noch ergänzt wird.

Die in Köln soll die letzte sein. Und die Voraussetzungen sind eigentlich gegeben. Der FC besitzt nicht nur eine Kaufoption, es ist eine Kaufpflicht. Die greift, wenn Krauß 15 Ligaspiele absolviert hat und wenn Köln die Klasse hält. Teil I ist erfüllt, Teil II eben nicht. Aktuell steuern die Kölner eben auf die gefährlichen Plätze zu. Am Samstagabend geht es gegen Borussia Dortmund, mit einer Niederlage droht am Wochenende der Abstiegsplatz. Für seinen Traum vom FC will der Sechser alles tun. „Ich fühle mich hier unfassbar wohl. Es ist alles gegeben“, sagt Krauß. „Es muss nur noch das eine Ziel gelingen.“ Doch die jüngsten Leistungen dürften die Euphorie um den FC ein wenig bremsen. Gerade das Spiel gegen den FC Augsburg war alles andere als ein fußballericher Leckerbissen.

„Unser Job ist es, auf dem Platz zu liefern“

Das weiß auch Krauß. „Wir müssen aus dem Spiel mitnehmen, dass es so einfach nicht geht“, sagt der 24-Jährige, der sein vollstes Verständnis für die enttäuschten mitgereisten Fans ausspricht. „Wenn mal die Leistung nicht so da ist, dann muss wenigstens der Elan, das Pressen, die Ekelhaftigkeit einfach da sein. Wir hatten sehr wenige Fouls. Das müssen wir uns auch ankreiden lassen“, so Krauß weiter. „Uns war immer bewusst, dass wenn wir nicht punkten, es dann schnell in die andere Richtung gehen kann.“ Zumal – und auch das betont der Mittelfeldspieler – die Konkurrenz nicht schlafe und punkte. Krauß kennt die Situation, steckte schon mit anderen Clubs im Abstiegskampf. Auch deswegen will der Leipziger mit gutem Beispiel vorangehen, Verantwortung eben übernehmen.

„Unser Job ist es, auf dem Platz zu liefern. Das haben wir gegen Augsburg nicht gemacht“, sagt Krauß, nun liege der volle Fokus aber auf dem Duell gegen Borussia Dortmund am Samstagabend. Der Mittelfeldspieler weiß um die Qualität des Gegners, will aber auch die ein oder andere Schwäche erkannt haben. Es werde eine schwere Aufgabe. Doch an Krauß soll es am Samstag nicht liegen. Der Mittelfeldspieler tut bekanntlich alles für sein großes Ziel: Er will beim 1. FC Köln heimisch werden.


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