Tom Krauß im Exklusiv-Interview: „Meine Hoffnung ist groß, dass es jetzt hier in Köln klappt“

Tom Krauß im Interview mit come-on-fc.com
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Tom Krauß im Exklusiv-Interview: „Meine Hoffnung ist groß, dass es jetzt hier in Köln klappt“

Seit Ende der vergangenen Saison hat der 25-Jährige einen festen Vertrag beim FC. Mit come-on-fc.com spricht der gebürtige Leipziger über die abgelaufene Spielzeit, seine Karriereziele und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Tom Krauß im Exklusiv-Interview.

Der 25-Jährige kam im vergangenen Sommer vom 1. FSV Mainz 05 per Leihe mit Kaufoption zum 1. FC Köln. Mit dem Klassenerhalt und einer zuvor vereinbarten festen Anzahl an Einsätzen wurde die Kaufpflicht aktiviert. Nun hat der Mittelfeldspieler einen festen Vertrag bis Sommer 2029. Im Exklusiv-Interview sprach der gebürtige Leipziger mit come-on-fc.com über seine Karriereziele und die Zukunft beim FC.

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Das Gespräch führte Simon Bartsch für come-on-fc.com
Herr Krauß, im September 2023 gab es ein Testspiel in Mainz, bei dem sich der FSV von der Südtribüne des Stadions verabschiedet hat. Damals haben Sie zwei Elfmeter verwandelt, Mainz gegen Duisburg 2:0 gewonnen. Und das unter den Augen des damaligen FSV-Idols und Liverpool-Coach Jürgen Klopp. War das schon eine vorahnende Bewerbung für größere Aufgaben unter dem neuen Bundestrainer?

Tom Krauß: Nein (lacht). Das ist ganz weit weg. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ich konzentriere mich gerade nur auf den FC, habe nicht ohne Grund für drei Jahre einen Vertrag unterschrieben. Da mache ich mir jetzt über solche Dinge keine Gedanken. Wichtig ist, dass ich hier die Leistung bringe.  

Aber Sie haben schon sämtliche Nachwuchsmannschaften des DFB durchlaufen. Ist die A-Auswahl dann kein erhofftes Szenario?

Tom Krauß: Das ist natürlich für jeden Profi-Spieler ein Traum. Aber sich jetzt damit zu befassen, das ist Quatsch.

Sie waren in den USA im Sommer. Haben Sie sich die WM auch vor Ort angesehen?

Tom Krauß: Nein, leider nicht. Wir waren in Miami. Da war zwar ein Spiel von Saudi-Arabien gegen Uruguay, das habe ich mir aber nicht angesehen. Ich habe einfach meinen Urlaub genossen und trotzdem das WM-Feeling aufgesogen. Dadurch, dass die deutsche Mannschaft leider sehr schnell aus dem Turnier ausgeschieden ist, war das hier in Deutschland vielleicht nicht so möglich. In den USA war das schon ein besonderes WM-Feeling und es war cool, das mitzuerleben.

Was hat das Feeling so besonders gemacht?

Tom Krauß: Man bekommt einen Eindruck von vielen Nationalitäten. Argentinien, Brasilien, die haben einfach eine komplett andere Mentalität. Es war auch cool zu sehen, wie viele Kolumbianer und viele andere Nationen angereist sind, um bei der WM mitzufiebern. Wie diese Fans den Fußball wirklich leben, das kriegt man hier überhaupt nicht so mit. Es sei denn, die WM ist in Deutschland.

“Auch wenn ich ein Profi bin, bin ich dann einfach ein normaler Fan“

Sie haben die WM-Spiele der Deutschen sicherlich auch verfolgt. Blickt man da als Fußball-Profi anders drauf, ist man besonders kritisch mit den Kollegen?

Tom Krauß: Nein, kritisch nicht. Am Ende ist man genauso voll dabei wie ein normaler Fan. Weil man sich im Erfolgsfall natürlich für das ganze Land freut. Es ist einfach cool, wenn alle mitfiebern, weil es unsere Nation verbindet. Da bin ich dann schon voll mit dabei. Auch wenn ich ein Profi bin, bin ich dann einfach ein normaler Fan.

Nun der Kontrast – Alpenpanorama in Kitzbühel. Statt Erholung am Meer, Arbeiten vor dem Wilden Kaiser. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

Tom Krauß: Es ist sehr schön. In Österreich hast du immer die besten Bedingungen im Sommer. Die Plätze sind gut, es sind wieder viele Fans mitgekommen. Das Ambiente ist immer schön. Das Training war zu Beginn ein bisschen ruhiger, aber jetzt starten wir dann richtig rein. Es ist wichtig, dass du mit der richtigen Fitness in die Saison gehst. In den Testspielen holst du dir dann dein Selbstvertrauen. Dann sieht man auch sehr schnell, ob alles rund läuft und wo man noch etwas verbessern kann. Am Ende zählt es dann, beim ersten Pflichtspiel in Würzburg voll da zu sein.

Wie groß ist die Vorfreude auf die Saison?

Tom Krauß: Die ist nach der Sommerpause immer groß. Wir hatten dieses Mal einen verhältnismäßig langen Zeitraum, in dem wir frei hatten. Dann bekommt man automatisch wieder die Lust auf Fußball. Und gerade in Köln ist es dann noch einmal besonders, weil du immer vor vielen Zuschauern spielen kannst, diese besonderen Erlebnisse hast.

Erlebnisse sind in Köln aber auch sehr schwankend. Zumindest wird die Stimmung ja gerne als „Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt“ beschrieben. Die vergangene Saison war da symptomatisch – zwischen Gesängen von Europa und der Sorge vor dem Abstieg. Wie empfindet man das als Spieler, der dann noch nicht einmal aus Köln kommt?

Tom Krauß: Ich habe ja schon mehrere Jahre in der Bundesliga erlebt – das ist im Profigeschäft auch einfach ein Stück weit Normalität. Man muss einfach mit kritischen Tönen rechnen, wenn es nicht die erhofften Ergebnisse gibt. Ich kenne das auch von anderen Vereinen: Du gewinnst zwei Spiele und spielst gefühlt Champions League, dann verlierst du und der Abstieg ist nah. Ehrlich gesagt, mag ich das aber auch, weil es zeigt, dass alle mitfiebern und nur den bestmöglichen Erfolg für den Verein wollen. Ich lasse mich da nicht aus der Ruhe bringen. Man muss als Team da sein. Wenn man als Team zusammenhält, dann bin ich immer sehr zuversichtlich, dass man die Klasse hält.

Jeder muss am Anfang seine eigenen Erfahrungen machen“

Sind diese Stimmungen denn trotzdem etwas, was man jungen Leuten wie einem 18-jährigen Reigan Heskey erst einmal vermitteln muss?

Tom Krauß: Ich finde, da muss jeder am Anfang seine eigenen Erfahrungen machen. Ich glaube aber schon, dass man auch ein wenig Hilfe geben kann. Es wird bei jedem Spieler die Phasen geben, in denen es ein bisschen schwieriger ist. Da ist Hilfe von den Routiniers schon hilfreich. Ich bin jetzt auch noch nicht 30, aber ich habe einfach schon gewisse Situationen miterlebt. Jeder junge Spieler wird es ganz sicher Höhen und Tiefen erleben. Das kenne ich aus meiner Karriere.

Wo Sie die Höhen und Tiefen ansprechen, Sie haben sich nach einem komplizierten Beginn in der vergangenen Spielzeit ziemlich eindrucksvoll einen Stammplatz erkämpft. Was waren die Qualitäten, die Lukas Kwasniok und René Wagner dann letztlich überzeugt haben?

Tom Krauß: Zu Beginn steckte ich in einem kleinen Tief, weil ich auf vielen Positionen gespielt habe, die ich tatsächlich erst einmal erlernen musste – obwohl ich auch dort mein Bestmöglichstes gegeben habe. Ich bin einfach drangeblieben und habe weiter an mir gearbeitet. Zudem hatte ich auch ein gutes Umfeld um mich herum, das mich gestärkt hat. Das war mental sehr wichtig. Und dann kam meine Knieverletzung. Damit war es wieder ein bisschen schwieriger für mich. Am Ende wollte ich alles dafür geben, dass der Verein in der Liga bleibt. Dafür habe ich Schmerzen in Kauf genommen. Ich wollte einfach dem Team, dem Verein helfen und konnte nicht mehr zu hundert Prozent da sein. Aber ich habe dem Trainer von Beginn an gesagt, dass ich für den Verein da bin, wenn er mich braucht.

Sie sagen, es ging für die Mannschaft um den Klassenerhalt. Damit verbunden war aber auch die Kaufpflicht, die in Ihrem Vertrag verankert war.

Tom Krauß: Natürlich. Es wäre schon blöd für mich gewesen, auf der Tribüne zu sitzen und nur hoffen zu können, dass sie greift. So konnte ich mithelfen, auch wenn es dann vielleicht nur zehn Minuten waren. Für mich ging es dabei aber nicht um mich persönlich, sondern um den Verein. Der FC gehört in die Bundesliga und ich wollte, dass er ein weiteres Jahr dort spielt und weiter darauf aufbauen kann.

Gab es denn auch ein Szenario B oder sogar schon Gespräche, was passiert wäre, wenn der FC die Klasse nicht gehalten hättet?

Tom Krauß: Nein, da gab es keine Gespräche. Wir waren aber auch alle davon überzeugt, die Klasse zu halten.

Tom Krauß beim 1. FC Köln
Auf der Zielgeraden kam es dann zum Trainerwechsel. Wie erlebt man das als Spieler?

Tom Krauß: Die Erfahrung habe ich leider öfter gemacht. Am Ende sind das normale Abläufe im Profifußball. Für die Spieler bedeutet das in erster Linie, dass man sich dann neu beweisen muss. Mit René hat jemand übernommen, der uns schon kannte. Aber trotzdem willst du dich neu beweisen, willst zeigen, dass du spielen willst. Für mich ist das aber ohnehin mein Motto. Der Trainer soll wissen, dass er immer auf mich zählen kann.

„Jetzt hat der Trainer die Zeit, uns das beizubringen, was er will“

War es dann ein Vorteil, dass René Wagner geblieben ist? Er dürfte ihr Motto ja bestens kennen…

Tom Krauß: Er war nah dran an der Mannschaft – und wir hatten ein gutes Verhältnis zu ihm. Ergebnistechnisch war es sicher nicht überragend, aber René kam auch während der Saison. Das Heidenheim-Spiel war ein kleiner Dämpfer. Wir waren zwar rechnerisch durch, aber wir wollten unbedingt einen guten Abschluss haben – gerade für Dominique Heintz und Florian Kainz. Das ist uns nicht gelungen. Jetzt hat der Trainer die Zeit, uns das beizubringen, was er will.

Sie haben die verschiedenen Positionen angesprochen. In welcher Rolle sehen Sie sich denn auf dem Platz?

Tom Krauß: Ich glaube, in den beiden Spielen, bei denen ich Rechtsverteidiger gespielt habe, ging nichts über meine Seite – aber nach vorne ging eben auch nur sehr wenig (lacht). Das kann ich schon solide spielen. Aber natürlich bin ich Sechser, Achter oder auf der Doppel-Sechs. Das ist meine Rolle. Da bin ich Profi geworden.

Wir haben gerade die Trainersuche angesprochen. Eine andere Suche ist die nach neuen Spielern. Es wird ja seit Wochen schon kolportiert, dass noch ein routinierter Sechser dazukommen soll. Was macht das mit einem Spieler? Heizt das an?

Tom Krauß: Es war klar, dass auf Eric ein Neuer folgt. Und Konkurrenz belebt das Geschäft. Am Ende kann ich die Vorbereitung und die Testspiele nutzen, um dem Trainer zu zeigen, dass er auf mich setzen kann. Es liegt ja an mir: Trainiere ich gut und spiele ich gut? Dann muss der Trainer entscheiden. Das ist mein Motto. Wenn man mich braucht, bin ich da. Ich bin entspannt und konzentriere mich auf meine Leistung.

Was sind Ihre persönlichen Ziele für die Saison?

Tom Krauß: Für mich ist jedes Jahr das Ziel, erstmal mit dem Verein die Liga zu halten. Alles andere kann dann kommen. Für mich ist es wichtig, fit zu bleiben und einfach meine beste mögliche Leistung abzurufen. Und für den FC wollen wir so schnell wie möglich den Klassenerhalt. Wenn das dann am 33. Spieltag der Fall ist, dann ist es eben am 33. Spieltag. Klar ist auch, dass wir alles dafür tun werden, es besser als letzte Saison zu machen.

„Meine Hoffnung ist groß, dass es jetzt hier in Köln klappt“

Sie strahlen auf dem Platz Willen und Leidenschaft aus, gehen voran, übernehmen Verantwortung. Ist das eine Rolle, in der Sie sich wohl fühlen?

Tom Krauß: Ich bin jetzt 25, noch keine 30. Aber trotzdem habe ich schon eine gewisse Anzahl an Bundesligaspielen, an Profi-Spielen. Natürlich will ich diese Erfahrung auch an jüngere Leute weitergeben. Und gleichzeitig muss ich meine Leistung bringen. Dann kann ich auch, wie man es letztes Jahr gesehen hat, die Fans mitziehen und vielleicht auch die Spieler, die sich gerade vielleicht auf einem Hoch befinden.

Sie haben einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Es wirkt so, als ist das jetzt endlich die Konstante, die Sie während den ganzen Leihen gesucht haben. Ist Köln jetzt auch in gewisser Weise zu Hause?

Tom Krauß: Ja, da kann man so sagen. Ein langfristiger Vertrag ist das, was ich wollte. Ich bin einfach sehr froh, dass es geklappt hat. Meine Freundin wohnt jetzt auch in Köln. Also nimmt es jetzt langsam Formen an. Ich bin einfach sehr glücklich, dass es so gekommen ist.

Warum jetzt und nicht vorher schon?

Tom Krauß: Es gibt immer Gründe, warum es letztlich nicht geklappt hat. Bei Schalke haben wir die Klasse nicht gehalten, sonst wäre ich damals wahrscheinlich dortgeblieben. Als ich zurück in Mainz war, hat Trainer nicht so auf mich gesetzt. Auch das ist Teil des Geschäfts und vollkommen okay. In Luton gab es familiäre Probleme. Trotzdem ist meine Hoffnung groß, dass es jetzt hier in Köln klappt.


Kaufpflicht greift: Der 1. FC Köln verpflichtet den ersten Profi – Vertrag bis 2029

Tom Krauß vom 1. FC Köln
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Kaufpflicht greift: Der 1. FC Köln verpflichtet den ersten Profi – Vertrag bis 2029

Es war bereits beschlossene Sache, nun ist es auch offiziell. Tom Krauß unterschreibt beim 1. FC Köln einen Vertrag bis 2029. Der Mittelfeldspieler ist damit die erste feste Verpflichtung dieses Transfersommers.

Die erste feste Verpflichtung des Sommers ist nicht die ganz große Überraschung! Tom Krauß wird den Kölnern fest erhalten bleiben. Bei dem Mittelfeldspieler hatten die Kölner eine Kaufpflicht vereinbart. Diese griff mit einer bestimmten Anzahl an Spielen sowie dem Klassenerhalt.

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Vor allem im neuen Jahr hatte sich der Mittelfeldspieler immer mehr zum absoluten Leistungsträger entwickelt. „Wir freuen uns sehr, dass Tom auch in Zukunft das FC-Trikot tragen wird. Er ist ein Spieler, der auf und neben dem Platz sehr viel Emotionalität, Leidenschaft und Identifikation mitbringt”, sagt FC-Geschäftsführer Thomas Kessler. „Gerade in der entscheidenden Phase der vergangenen Saison hat er trotz einer schmerzhaften Knieproblematik alles dafür getan, sich in den Dienst der Mannschaft und des 1. FC Köln zu stellen. Das sagt sehr viel über seinen Charakter und seine Mentalität aus.“ Krauß hatte trotz der anhaltenden Verletzung einige Spiele absolviert.

Überraschend stand er dann zwischenzeitlich unter René Wagner nicht mehr in der Startelf. Erst später gab es die Begründung. „Solche Spieler tun einer Mannschaft gut. Wir sind überzeugt davon, dass Tom mit seiner Qualität und seiner Art ein wichtiges Puzzleteil in unserer Kaderplanung sein wird und dazu beitragen kann, unsere gemeinsamen Ziele in der Bundesliga zu erreichen“, so der Geschäftsführer weiter.  

„Ich freue mich auf die neue Saison beim FC“

Krauß hatte in der jüngeren Vergangenheit immer wieder betont, wie wohl er sich beim FC fühle. Der Mittelfeldspieler, der diverse Leihstationen durchlief, ist nun offenbar bei einem Club angekommen. „Das Allerwichtigste für mich war, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Ich bin extrem froh und stolz, dass wir dieses Ziel zusammen mit unseren Fans und der ganzen Stadt erreicht haben. Ich freue mich auf die neue Saison beim FC und werde auch in Zukunft alles dafür geben, damit wir in der Bundesliga bleiben“, so Krauß. Beim FC hat der Spieler nun einen Kontrakt bis 2029 unterschrieben. Die Kölner müssen für Krauß zwischen drei und vier Millionen Euro bezahlen. Der Marktwert wird aktuell bei dem Online-Portal transfermarkt.de mit 4,5 Millionen Euro angegeben. In dieser Saison lief der 24-Jährige 27 Mal für den FC auf.


Spieler des 1. FC Köln fällt gegen Bayern aus: Der aufopferungsvolle Kampf des Tom Krauß

Tom Krauß im Spiel gegen den FC Bayern München
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Spieler des 1. FC Köln fällt gegen Bayern aus: Der aufopferungsvolle Kampf des Tom Krauß

Seit Wochen ist Tom Krauß einer der Leistungsträger beim FC. Aber in den ersten Spielen unter René Wagner kam der 24-Jährige kaum zum Einsatz. Und das hatte Gründe, wie der Trainer nun auf der Pressekonferenz erklärte. Am Samstag fehlt der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln: Tom Krauß fällt gegen den FC Bayern aus.

Die Personale Tom Krauß ist beim FC spätestens seit dem erreichten Klassenerhalt klar. Auch kommende Saison wird der Mittelfeldspieler für die Geißböcke auflaufen. Vorher gibt es nun aber eine Pause.

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Sollte es noch einen Beweis gebraucht haben, warum Tom Krauß ein absolut perfektes Beispiel für absolute Leidenschaft und puren Willen ist, so hatte René Wagner diesen am Donnerstag auf der Pressekonferenz im Gepäck. Der Mittelfeldspieler wird die Reise zu den Bayern am Samstag nicht mit antreten, so der erste Teil der Nachricht. Doch die Gründe sind erstaunlich. „Tom hat sich in den letzten sechs Wochen mit massiven Knieschmerzen für den Verein, für die Mannschaft, für das Ziel durchgebissen“, sagte der Trainer. Tatsächlich hatte Krauß im ersten Spiel unter dem neuen Coach eine ordentliche Partie gegen Frankfurt abgeliefert und war fortan wenn überhaupt nur noch Ergänzungsspieler. Gegen St. Pauli und Leverkusen spielte der 24-Jährige gar nicht, gegen Bremen die letzten Minuten. Die Nicht-Berücksichtigung hatte Fragen aufgeworfen. Die Wagner nun also mit der Verletzung beantwortete.

„Er hat sich aufgeopfert“

Krauß war also kein Verlierer unter dem neuen Coach, vielmehr ein Spieler, der sich trotz der Knieprobleme in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Gegen Union Berlin lief der Sechser wieder 90 Minuten auf, am vergangenen Sonntag eine knappe Stunde. „Gegen Heidenheim wurden die Schmerzen dann wieder im Spiel akuter und wir mussten wechseln“, sagte Wagner. „Jetzt war es einfach an der Zeit, sein Knie ruhen zu lassen. Er hat sich die vergangenen fünf, sechs Wochen für die Mannschaft aufgeopfert.“ Eine Eigenschaft, die der Mittelfeldspieler auch in den bisherigen Begegnungen an den Tag gelegt hatte. Krauß ist sich für keinen Grätsche, keinen Einsatz zu Schade. Und auch für keine Position. Zu Beginn der Saison war die unter Lukas Kwasniok noch nicht genau definiert. Krauß spielte in der Defensive gefühlt alles. Die Leistungsexplosion kam dann Ende des vergangenen Jahres.

Der Mittelfeldspieler war aus der ersten Elf nicht mehr wegzudenken, brachte Woche für Woche konstant seine Leistung und avancierte zum Leader im Zentrum. Nach einigen Jahren mit Leihen und Unzufriedenheit, scheint der 24-Jährige in Köln glücklich zu werden. Und das wird dem FC wohl in der kommenden Spielzeit in die Karten spielen. Denn die Zukunft des Spielers ist längst geklärt. Es gibt keine Kaufpflicht, die aus zwei Teilen bestand. Sowohl die Anzahl der Spiele als auch der Klassenerhalt sind erreicht – Krauß spielt in der kommenden Saison für den FC. Und das hoffentlich mit kuriertem Knie.

Konkurrenz gewinnt und erhöht den Druck auf den 1. FC Köln

Patrick Wimmer jubelt nach seinem Treffer gegen Union
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Konkurrenz gewinnt und erhöht den Druck auf den 1. FC Köln

Der FC wollte auch an diesem Spieltag wieder als der große Gewinner des Tabellenkellers einen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Doch die Konkurrenz spielt nicht mit: Der Druck auf den 1. FC Köln steigt wieder.

Mit einem Sieg über den FC St. Pauli wollten die Kölner eigentlich die Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt feiern. Es kam aber anders. Auch, weil die Konkurrenz nicht mitspielt.

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Die Euphorie war vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli rund ums Geißbockheim groß. Denn mit einem Sieg über die Kiezkicker hätte der FC bereits mit einem Bein die Tür zur Bundesliga-Saison 2026/27 überschritten. Immerhin verhinderte Köln mit dem späten Ausgleich durch Luca Waldschmidt Schlimmeres. „Der Punkt war unfassbar wichtig. Wenn wir das Spiel verlieren, dann sind wir zwei Punkte an St. Pauli ran, so sind wir fünf weg“, lautete die Reaktion von René Wagner nach der Begegnung. Doch auch mit den fünf Zählern ist Köln vier Spieltage vor Saisonende alles andere als durch. Denn das Restprogramm hat es mit den Spielen gegen Bayern und Bayer sowie die direkten Konkurrenten Union und Heidenheim durchaus in sich. Und die Konkurrenz spielte am 30. Spieltag ebenfalls nicht mit. Durch die Erfolge von Wolfsburg und Bremen schiebt sich die Tabelle im Keller wieder ein Stückchen weiter zusammen.

Bremen verbessert sich

Werder setzte sich nach der verdienten Niederlage gegen Köln in der vergangenen Woche im Nordderby 3:1 durch. Jen Stage brachte Bremen gleich zwei Mal in Führung. Zwischenzeitlich hatte der HSV durch Robert Glatzel ausgeglichen. In der Nachspielzeit erzielte Cameron Puertas das erlösende 3:1 – und das in Überzahl. Philip Otele war zuvor vom Platz geflogen. Bremen hat damit ebenfalls 31 Punkte auf dem Konto, liegt nur aufgrund der Tordifferenz hinter dem FC auf Rang 14. Auch der VfL Wolfsburg sendete wieder ein Lebenszeichen. Die Wölfe gewannen bei Union Berlin 2:1. Patrick Wimmer und Dženan Pejčinović brachten den VfL in Führung, Oliver Burke verkürzte in den Schlussminuten. Zwar drückten die Eisernen auf den Ausgleich, der fiel aber nicht mehr. Durch den Erfolg hat Wolfsburg den Rückstand zum Relegationsplatz auf zwei Zähler reduziert. Es könnte also durchaus am letzten Spieltag zum Finale zwischen den beiden Teams im direkten Duell kommen.

Durch die Niederlage mischt auch Hamburg wieder im Abstiegskampf mit. Der Punktestand zwischen den Rängen zehn und 15 beträgt nun nur noch drei Punkte. Bei fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz – vier Spieltag vor Saisonende – hat der FC es natürlich weiterhin in der eigenen Hand. Am Sonntag greifen mit Heidenheim in Freiburg und Mönchengladbach gegen Mainz zwei weitere Abstiegskandidaten in den Spieltag ein.


Die Formkurve zeigt wieder nach oben: Jaka Potocnik trifft nach langer Flaute

Jaka Potocnik soll für RWE noch zum Faktor werden
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Die Formkurve zeigt wieder nach oben: Jaka Potocnik trifft nach langer Flaute

Seit fünf Monaten hat Jaka Potocnik nicht mehr für Rot-Weiss Essen getroffen. Den Negativtrend hat der Angreifer durchbrochen und hofft nun auf die sportliche Wende. Und das unter Beobachtung der Verantwortlichen des 1. FC Köln: Jaka Potocnik will zurück in die Spur finden.

Für Jaka Potocnik zeigt die Formkurve zurzeit wieder nach oben. Doch nicht alle Leihspieler erlebten ein erfreuliches Wochenende.

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Es war ein besonderes Spiel und es waren besondere Worte, die Uwe Koschinat vor fünf Monaten für den Stürmer wählte. „Eigentlich weiß ganz Europa, welches Potential er besitzt, um ein Top-Stürmer zu werden“, schwärmte der RWE-Coach. „Er ist stark mit dem Kopf, hat ein gutes Gefühl in den Räumen zu sein, er ist ein top Junge.“ Jaka Potocnik hatte gegen Ingolstadt getroffen, ein weiteres Tor für Essen eingeleitet. Auch in Köln wird man sich damals den Durchbruch des Stürmers gewünscht haben. Der FC hat bekanntlich viel bei der Verpflichtung des Talents riskiert, eine Transfersperre anschließend kassiert, das Talent blieb allerdings bislang hinter den doch sehr, vielleicht zu hohen Erwartungen zurück. Auch, weil der Slowene sich immer wieder verletzte.

Potocnik trifft erneut gegen Ingolstadt

Auch auf die Begegnung gegen Ingolstadt im November folgte eine schwierige Phase. Die nächste Verletzung, starke Konkurrenz – so richtig nahm die Form seitdem nicht an Fahrt auf. Und doch wollen die Kölner den Kontrakt mit dem Angreifer noch einmal verlängern. Denn die FC-Verantwortlichen sehen großes Potenzial in dem Angreifer, wollen ihn aber dem Vernehmen nach in der kommenden Spielzeit noch einmal verleihen. Bei RWE sammelt der 20-Jährige weiter Pluspunkte. So am vergangenen Wochenende als er erneut traf. Zum ersten Mal seit seinem Treffer gegen Ingolstadt und erneut gegen Ingolstadt. Der Slowene wurde in der Schlussphase eingewechselt und erzielte in der Nachspielzeit den 4:1-Endstand. RWE darf sich damit als Tabellenzweiter mit vier Zählern Vorsprung weiterhin große Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Für Potocnik war es der dritte Saisontreffer.

Julian Pauli spielte derweil 90 Minuten für Dynamo Dresden gegen den 1. FC Nürnberg. Die Sachsen fuhren einen wichtigen 2:0-Erfolg im Abstiegskampf ein. Der Innenverteidiger hat sich zum absoluten Leistungsträger bei Dynamo gemausert. Die Chancen für eine Rückkehr in den Kader des FC scheinen indes groß. Vermutlich größer als bei Elias Bakatukanda. Der Innenverteidiger kam bei BW Linz auch weiterhin nicht zum Einsatz. Genauso wenig wie Rasmus Carstensen, der nach wie vor verletzt aussetzen muss. Über die genaue Verletzung hat Aarhus bislang keine Auskunft gegeben. Imad Rondic war am Wochenende zwar fit, kam für Preußen Münster beim 0:0 gegen Greuther Fürth aber nicht zum Einsatz. Auch in Münster scheint der Knoten wohl nicht zu platzen.


Said El Mala knackt Poldi-Rekord und will mehr!

Said El Mala jubelt nach dem 1:0 gegen Bremen
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Said El Mala knackt Poldi-Rekord und will mehr!

Früh gingen die Kölner im Heimspiel gegen Werder Bremen in Führung. Und das einmal mehr durch Said El Mala. Der Kölner Youngster ist nach wie vor eine Lebensversicherung des 1. FC Köln: Said El Mala knackt den Podolski-Rekord.

Mit seinem elften Saisontor brachte der 19-Jährige die Geißböcke auf die Erfolgsspur und überholte nebenbei Lukas Podolski.

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So richtig rund lief Said El Mala nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen nicht mehr. Der Offensivspieler der Geißböcke humpelte leicht durch die Katakomben des Kölner Stadions. Doch so die ganz großen Sorgenalten braucht kein FC-Verantwortlicher auf der Stirn tragen. Denn El Mala litt eher unter Ermüdungserscheinungen. „Ich habe die ganze Woche nicht trainiert, das habe ich schon nach 15 Minuten gespürt“, sagte der 19-Jährige mit einem Grinsen im Gesicht. Tatsächlich hatte El Mala gegen Frankfurt einen Schlag auf den Knöchel bekommen, arbeitete zumindest die ersten Tage individuell. Am Sonntag hatte es der Kölner Torjäger aber in die Startelf geschafft. Kein Wunder, bei bis dato zehn Toren und vier Vorlagen. Kein anderer Kölner ist an an anhähernd vielen Treffern beteiligt.

„Da brauche ich nicht zum Trainer gucken“

Und der Kölner Angreifer hat seine Bilanz gegen Bremen noch aufpoliert. Nach einem Foulspiel an Jakub Kaminski entschied Schiedsrichter Tobias Reichel auf Elfmeter und Said El Mala schritt fast schon selbstverständlich zur Tat. „Ich hatte Kuba gefragt. Der wollte aber nicht schießen. Ich habe mich gut gefühlt, habe den Ball genommen, angelegt geschossen“, sagte El Mala. „Das war auch Druck und nicht leicht, aber ich hatte Bock. Ich wollte wieder ein Tor machen.“ Ein Tor und dazu noch eine Premiere. „Das ist tatsächlich mein erster Elfmeter. Auch bei Viktoria gab es immer andere“, so der Schütze weiter, der bestätigte, dass es keinen Augenkontakt zum Coach gegeben habe. „Das ist eine selbstbewusste Entscheidung, da brauche ich auch nicht zum Trainer gucken. Der vertraut mir da schon genug.“

Für Coach René Wagner gab es keine Einwände. „Said hat sich gut gefühlt vor dem Elfmeter und hat ihn deshalb geschossen. Ich freue mich, dass er sich mit dem Tor belohnt hat“, sagte der Trainer. Mit dem Tor und einem Rekord. Denn der 19-Jährige hat damit mehr Treffer erzielt als Lukas Podolski bei dessen Premieren-Saison. „Wenn man Rekorde knackt, die dann auch noch vom Poldi waren, ist das schon was Besonderes“, erklärte der Außenspieler. „Es ist die Bestätigung für die Leistung. Ich freue mich, dass ich das geknackt habe. Es ist einfach eine schöne Auszeichnung jetzt heißt es einfach weitermachen.“ Denn der Fokus liegt voll und ganz auf dem Klassenerhalt. Und in diese Richtung haben die Kölner einen großen Schritt gemacht. Für El Mala geht es aber auch weiter um Eigenwerbung – für die Nationalmannschaft, aber auch potenzielle Interessenten.

Dazu wollte sich der Kölner dann aber nicht äußern. „Die Lust ist extrem groß, ich fühle mich extrem wohl“, so der Torschütze. „Was passiert, kann ich nicht sagen. Ich habe noch fünf Spiele zu gehen, da gebe ich alles.“


Fährt Jusuf Gazibegovic über eine mögliche Meisterschaft mit Graz doch noch zur WM?

Jusuf Gazibegovic will über Graz zur WM
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Fährt Jusuf Gazibegovic über eine mögliche Meisterschaft mit Graz doch noch zur WM?

In der vergangenen Woche löste Bosnien-Herzegowina mit einem Erfolg über Italien eins der letzten WM-Tickets. Auch, wenn er nicht nominiert war gibt es durchaus eine Teilnahme-Chance für einen Leihspieler des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic hofft noch auf die WM.

Am Wochenende stand er wieder für Sturm Graz in der Startelf und verhalf mit einer guten Leistung zum Sieg im Spitzenspiel. Der 26-Jährige erhofft sich durchaus noch die Teilnahme an der WM. Auch weitere Leihspieler waren im Einsatz.

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Eine gewisse Vorahnung hatte Jusuf Gazibegovic schon. Vor dem entscheidenden Spiel der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina gegen Italien, dem Spiel um die WM-Teilnahme, erklärte der Rechtsverteidiger, dass es in manchen Spielen eben nicht nur auf Qualität, sondern auch auf das Herz ankomme. Und genau das hatten die Bosnier auf dem Platz gelassen und sich somit die Teilnahme am Endturnier erkämpft. Italien wird dagegen zum dritten Mal in Folge nur zuschauen. Dem will auch Jusuf Gazibegovic entgehen. Der Abwehrspieler will noch auf den WM-Zug Richtung USA, Kanada und Mexiko aufspringen. Und weil er genau den zu verpassen drohte, war die Leihe zurück zu Sturm Graz im Winter dringend nötig. Unter Lukas Kwasniok spielte der gebürtige Österreicher keine Rolle, war komplett hinten dran und galt schon recht früh in der Saison als potenzieller Winterabgang.

WM-Teilnahme weiterhin durchaus möglich

Dabei war der heute 26-Jährige im Winter 2025 als erster Neuzugang nach der Transfersperre geholt und als Transfercoup gefeiert worden. Nach schwerem Start war die Hoffnung groß, den Durchbruch unter Kwasniok schaffen. Das gelang nicht. Und so war der Weg zurück zu Sturm Graz – allerdings als Leihspieler – folgerichtig. Bei seinem Ex-Club wäre Gazibegovic unangefochtener Stammspieler, wenn ihn nicht schon mehrere Verletzungen zurückgeworfen hätten. Vier Mal stand der Abwehrspieler im Kader, vier Mal von Beginn an auf dem Feld. So auch am Wochenende, als er im Spitzenspiel gegen Rapid eine gute Stunde sammelte. Sturm gewann 2:0 und behauptete souverän die Tabellenführung. Und für Gazibegovic rückt die WM dadurch tatsächlich wieder in den Fokus.

Zwar war der Außenverteidiger nicht für die aktuellen WM-Playoff-Spiele nominiert, aber immerhin stand Gazibegovic auf Abruf. Und da der 26-Jährige vor seinem Wechsel zum FC unumstrittener Stammspieler der Nationalmannschaft war, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich dieser Status bei weiteren Einsätzen und guten Leistungen für den Spitzenreiter der Bundesliga. Auf eine WM-Teilnahme hofft mit Elias Bakatukanda auch ein weiterer Kölner Leihspieler. Denn auch die Demokratische Republik Kongo hat sich für das Endturnier qualifiziert, Bakatukanda bislang für die U23 gespielt. Es verdichten sich aber die Zeichen, dass das A-Debüt nicht mehr weit entfernt ist. Am Wochenende spielte der Innenverteidiger für Linz aber nicht. Genauso wenig wie Rasmus Carstensen für Aarhus, der verletzt ausfiel.

90 Minuten stand dagegen Julian Pauli für Dynamo Dresden bei der 0:1-Niederlage gegen Hertha BSC auf dem Platz. Jakub Potocnik kam für Rot-Weiss Essen im Duell gegen den MSV Duisburg nach gut 70 Minuten, hatte aber keinen großen Einfluss mehr beim 1:0-Erfolg von RWE. Auch der VfB II gewann. Beim 3:1 über Jahn Regensburg startete der Stürmer, wurde aber ohne Scorer nach 70 Minuten ausgewechselt. Für Imad Rondic gab es bei Preußen ein paar Minuten.  


Breiter Kader für René Wagner und den 1. FC Köln: „Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind“

René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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Breiter Kader für René Wagner und den 1. FC Köln: „Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind“

Zwei Tage vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt hat sich die Personalsituation beim FC erstaunlich entspannt. Und das führt zu einer spannenden Situation beim 1. FC Köln: René Wagner vor harter Kader-Entscheidung.

Mehrere Spieler kehrten aus ihren Verletzungen zurück, Sperren sind abgelaufen und die Nationalspieler unversehrt zurück. Das stellt René Wagner erstmals vor eine schwere Aufgabe.

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Gerade einmal vier Profis des 1. FC Köln waren in den vergangenen Tagen mit ihren Nationalmannschaften auf Länderspielreise. Einzig der 1. FC Heidenheim stellte aus der Bundesliga weniger ab. Zwar sprechen Nationalspieler bekanntlich auch immer für die Qualität einer Mannschaft, doch der neue FC-Trainer dürfte über die wenigen Nominierten angesichts seines neuen Jobs und der Eingewöhnung alles andere als unzufrieden mit der Personallage gewesen sein. Zumal sich diese in der vergangenen Woche nach und nach immer weiter entspannt haben. Ausgerechnet mit dem Hinspiel gegen Eintracht Frankfurt fing beim FC die Verletzungsmisere an. Joel Schmied fiel nach der Begegnung aus und leitete damit einen gefühlten Dauer-Krankenstand ein. Tatsächlich fehlten dem FC seitdem immer mindestens vier Spieler durchgehend. Und vor dem Duell gegen die Hessen ist nicht nur Joel Schmied wieder fit, de facto fallen verletzt „nur“ die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian aus. Eric Martel sitzt seine Sperre ab.

Auf welche Spieler setzt René Wagner?

Unter der Woche meldeten sich neben Schmied auch Alessio Castro-Montes und Tom Krauß wieder fit. Zudem haben Jahmai Simpson-Pusey und Sebastian Sebulonsen ihre jüngsten Sperren abgesessen. FC-Trainer René Wagner stehen somit 22 Feldspieler und die drei Torhüter zur Verfügung – und das ohne die Youngster Fynn Schenten und Youssoupha Niang, die wohl bei der U21 eingesetzt werden. Und somit steht für den Kölner Coach auch eine erste unangenehme Aufgabe bereits. Wagner muss bei der Nominierung des Kaders auf einige Akteure verzichten. Dem Spieltagskader gehören schließlich nur 20 Spieler, meist zwei Torhüter und 18 Feldspieler an. Heißt: Wagner muss für die Begegnung gegen Frankfurt gleich mehrere Spieler aus dem Kader streichen. Auf der Pressekonferenz an Karfreitag wollte der 37-Jährige natürlich namentlich keine Tendenz abgeben. Nur soweit, dass die Kader-Nominierung für Schmied zu früh käme.

„Es gibt eine Tendenz“

„Es gibt eine Tendenz für Sonntag für den Kader. Ich habe mit ein, zwei Spielern schon gesprochen, bei denen die Tendenz besteht“, so Wagner. „Vielleicht auch mit Jungs, die vielleicht auch enttäuscht sind, nicht mitzufahren. Aber das versuche ich, frühzeitig zu kommunizieren.“ Es scheint gut möglich, dass es den ein oder anderen Innenverteidiger trifft. Noch vor wenigen Wochen war die Zentrale der Defensive die Sollbruchstelle. Über Wochen fielen fünf der sieben Innenverteidiger aus. Das zu einer Zeit, in der Lukas Kwasniok noch auf eine Dreierkette setzte, also notgedrungen einen Akteur nicht auf seiner Primär-Position spielen ließ. Nun aber stehen Wagner mit Rav van den Berg, Cenk Özkacar, Jahmai Simpson-Pusey und Dominique Heintz gleich vier Innenverteidiger zur Verfügung. Da auch Sebulonsen und Krauß zur aller größten Not aushelfen könnten, wäre der Verzicht eines weiteren Abwehrspielers durchaus eine Option. Möglich aber auch, dass der Trainer den Rekonvaleszenten noch ein wenig Pause geben will.

„Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind. Damit muss ich leben können. Aber damit müssen auch die Jungs leben können. Es hat nichts damit zu tun, wie lange ich die Spieler kenne“, sagte Wagner. „Bei den Jungs, die ich lange kenne, wird es am meisten wehtun.“ Der neue Coach betonte aber auch, dass es ihm nicht leicht fallen würde, aber er durchaus bereit wäre, die wichtigen Entscheidungen zu treffen.


Auch Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück

Tom Krauß beim 1. FC Köln
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Auch Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück

Das Lazarett lichtet sich weiter beim 1. FC Köln: Tom Krauß kehrt ins Mannschaftstraining zurück. Der nominelle Mittelfeldspieler wird aufgrund der Gelb-Roten Karte von Eric Martel auch dringend gebraucht.

René Wagner wird bei seinem ersten Pflichtspiel als Cheftrainer der Geißböcke nahezu aus dem Vollen schöpfen können. Nachdem am Montag schon die beiden Rekonvaleszenten Joel Schmied und Alessio Castro-Montes ins Mannschaftstraining eingestiegen sind, kehrte am Dienstag auch Tom Krauß zurück.

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Der Mittelfeldspieler hatte beim Aufwärmen vor dem Rheinderby etwas im Knie gespürt. Ein Einsatz kam nicht mehr in Frage. Dafür lief Cenny Neumann auf und erlebte einen rabenschwarzen Nachmittag. Krauß hatte zuletzt auf der rechten Abwehrseite ausgeholfen, da Sebastian Sebulonsen gesperrt ausgefallen war und Castro-Montes verletzt ausfiel. Der gebürtige Leipziger machte seine Sache gut. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit wird Krauß gegen Frankfurt wohl wieder das Zentrum bekleiden. Sebulonsen und Castro-Montes sind wieder zurück, Krauß wird auf der Sechs wohl gebraucht. Denn mit Eric Martel fehlt der etatmäßige Sechser aufgrund seiner Gelb-Roten Karte. Diese hatte sich der Mittelfeldspieler im Duell gegen Mönchengladbach abgeholt.

Krauß wohl ein Kandidat fürs Zentrum

Krauß war vor allem in der Rückrunde bislang einer der absoluten Leistungsträger. Der Mittelfeldspieler geht mit Leidenschaft, Willen und Kampfgeist voran und könnte so ein wichtiger Teil im Klassenerhalts-Puzzle sein. Unterdessen haben die Kölner den Trainingsplan kurzfristig noch einmal angepasst. Das Training am Dienstag findet nun doch öffentlich statt. Am Montag hieß es noch, dass sämtliche Einheiten diese Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden würden. Das hat sich zumindest für den Dienstag verändert. Weiterhin bleibt es aber dabei, dass die Kölner keinen freien Tag in dieser Woche haben werden. Am Samstag steht das Abschlusstraining an, bevor dann am Sonntag das Auswärtsspiel in Frankfurt angepfiffen wird.

Neben Eric Martel muss Wagner dann „nur“ noch auf die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian verzichten. Bei der Trainingseinheit am Dienstag fehlten noch die Nationalspieler, die sich auf Länderspielreise befinden. Am Abend spielen Said El Mala mit der deutschen U21 gegen Griechenland und Jakub Kaminski mit Polen gegen Schweden um das WM-Ticket.


Diese Leihspieler muss der 1. FC Köln fest binden – wenn es die Klasse zulässt

Tom Krauß überzeugt zunehmend
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Diese Leihspieler muss der 1. FC Köln fest binden – wenn es die Klasse zulässt

Sechs Leihspieler hat der FC im Laufe der Saison verpflichtet. Die meisten wussten zu überzeugen, ob sie aber beim 1. FC Köln bleiben, ist nicht klar: So steht es um die Leihspieler.

Der 1. FC Köln steht sieben Spieltage vor Saisonende auf Tabellenplatz 15 der Bundesliga und steckt mit zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Während nicht nur die Gegenwart sportlich Grund zur Sorge gibt, könnte ein möglicher Abstieg auch die nahe Zukunft des Kaders in großem Ausmaß beeinflussen. Gleich sechs Leihspieler haben die Geißböcke aktuell an Bord, die Zukunft nahezu aller dürfte stark vom Saisonausgang abhängen. Wer also prägt das Spiel des FC wirklich, bei wem lohnt sich eine feste Verpflichtung am meisten?

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Transfercoup Jakub Kaminski

Mit Jakub Kaminski hat der FC im Sommer einen echten Glücksgriff gelandet. Der Pole hat sich auf Anhieb in die erste Elf gespielt und überzeugt seitdem als Stammspieler und unermüdlicher Antreiber der FC-Offensive. Mit sechs Toren und drei Vorlagen ist er neben Said El Mala und Ragnar Ache einer der Topscorer des Aufsteigers und überzeugt auch bei der Arbeit gegen den Ball mit viel Einsatz und Laufbereitschaft. Nicht zuletzt durch seine starken Leistungen und vor allem der kolportierten Kaufoption von vergleichsweise günstigen 5,5 Millionen Euro ist es wohl sicher, dass die Kölner den polnischen Nationalspieler nicht fest verpflichten.

Selbst bei einem Abstieg wäre eine Verpflichtung des erst 23-Jährigen gut investiertes Geld, denn Kaminskis Marktwert wird laut transfermarkt.de aktuell auf zwölf Millionen Euro taxiert. Allerdings ist nicht vorstellbar, dass der 23-Jährige bei seinem Leistungsstand mit in die 2. Bundesliga geht.

Überraschende Stammspieler?

Auf der linken Defensivseite hat sich der 1. FC Köln im vergangenen Sommer ebenfalls leihweise verstärkt. Mit Kristoffer Lund kam vom FC Palermo aus Italiens zweiter Liga ein weiterer junger Spieler, der mit 23 Jahren noch viel Entwicklungspotenzial besitzt, sich aber wie Kaminski als Stammspieler etabliert hat – sicher auch, weil es kaum Alternativen gibt. Lund hat als linker Schienenspieler nach wettbewerbsübergreifend 27 Einsätzen mit nur einer Torvorlage noch Luft nach oben auf dem Weg nach vorne. Dennoch dürfte man bei einer Kaufoption von kolportierten 2,5 Millionen Euro nicht viel falsch machen. Der Marktwert des gebürtigen Dänen liegt laut transfermarkt.de bei vier Millionen Euro.

In der Innenverteidigung hat der 1. FC Köln in der laufenden Saison bereits einige Rückschläge hinnehmen müssen. Nach der schweren Verletzung von Abwehrchef Timo Hübers neigt sich wohl auch die Zeit des dauerverletzten Luca Kilian in Köln im Sommer dem Ende zu. Der Vertrag wird wohl nicht verlängert. Auf dem aufsteigenden Ast befindet sich immerhin der ausgeliehene Cenk Özkacar. Hatte der Türke zu Saisonbeginn noch mit Anpassungsproblemen zu kämpfen, so spielte er sich in den vergangenen Partien mehr und mehr in die Mannschaft und stand in den vergangenen acht Partien sieben Mal in der Startelf. Der 25-Jährige konnte zuletzt an der Seite von Rav van den Berg in Hamburg durchaus überzeugen und ist mit seinen 25 Jahren wie so viele Kölner noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen.

Die Kaufoption für den fünffachen Nationalspieler soll entsprechend seinem aktuellen Marktwert bei rund zwei Millionen Euro liegen. Ob die Kölner diese ziehen sollten, werden wohl seine Leistungen bis zum Saisonende und die Ligazugehörigkeit nach dem Sommer zeigen.

Komplizierte Vertragssituation

Jahmai Simpson-Pusey fehlte zuletzt aufgrund einer Rotsperre. Dennoch hat der erst 20-jährige Engländer, der von Premier-League-Topclub Manchester City nach Köln kam, bereits nach wenigen Partien sein großes Potenzial angedeutet, das man in Köln sicher gerne weiter fördern würde. Aufgrund einer zwischenzeitlichen Muskelverletzung und eben jener Sperre steht der gebürtige Huddersfielder bislang „nur“ bei acht Pflichtspielen im FC-Dress. Fakt ist, dass man mit ihm ein großes Abwehrtalent in seinen Reihen hat, das man unabhängig von der Ligazugehörigkeit wohl nur ungern ziehen lassen würde. Ob Manchester City einen Spieler wie ihn allerdings in der 2. Bundesliga „parken“ möchte, erscheint unwahrscheinlich, zumal er sicher woanders auf höherem Niveau Spielzeit sammeln könnte.

Ein wenig unter dem Radar fliegt der jüngst von Rekordmeister FC Bayern München ausgeliehene Felipe Chavez. Der erst 18-Jährige ist bereits A-Nationalspieler seines Landes Peru und gilt als großes Versprechen für die Zukunft. Dennoch wartet er bei seinem Leihclub in Köln noch auf seine erste richtige Chance. Ex-Coach Kwasniok ließ den zentralen Mittelfeldspieler noch nicht von der Leine, brachte ihn für insgesamt 19 Spielminuten. Ob er beim Saisonendspurt und im Kampf um den Klassenerhalt deutlich mehr Spielzeit bekommt, erscheint fraglich. Immerhin: Die Kölner haben sich eine Kaufoption gesichert und sollen gewillt sein, diese auch im Sommer zu ziehen. Möglicherweise kann man sich mit Chavez so ein vielversprechendes Talent für die Zukunft sichern, dass vor allem bei einem Abstieg mit deutlich mehr Spielzeit rechnen kann. Nicht von ungefähr kommt es wohl, dass sein Noch-Stammclub aus München sich eine doppelte Rückkaufoption für die Jahre 2027 und 2028 gesichert hat.

Bei Klassenerhalt sicherer Kauf

Als echte Allzweckwaffe im Kölner Team hat sich Tom Krauß nach seiner Ankunft aus Mainz herausgestellt. Der eigentlich gelernte defensive Mittelfeldspieler agierte unter Ex-Coach Lukas Kwasniok bereits als Linksverteidiger, Innenverteidiger und zuletzt zwei Mal in Folge als Rechtsverteidiger und leistete sich dabei zumindest keine groben Fehler. Die Zukunft des 24-Jährigen wird in Köln liegen – sofern der Klassenerhalt gelingt. Die benötigten Einsätze für eine feste Verpflichtung (15 Pflichtspiele) hat er bereits absolviert, beim Ligaverbleib wird er neben der Leihgebühr für 3,5 Millionen an den Effzeh gebunden. Vor allem bei einem Abgang von Eric Martel dürfte der gebürtige Leipziger im Mittelfeld ein wichtiges Puzzleteil sein, um auch in der neuen Saison konkurrenzfähig zu sein.