Malocher Tom Krauß trifft auf seine Vergangenheit

Tom Krauß jubelt nach dem Siegtreffer gegen Hoffenheim
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Malocher Tom Krauß trifft auf seine Vergangenheit

Tom Krauß trifft mit dem 1. FC Köln auf seinen Ex-Klub, und ausgerechnet jetzt wird er im Mittelfeld wichtiger denn je. Warum der Dauerläufer gegen die robusten Schalker zur Schlüsselfigur werden könnte und was er selbst über seine Rolle sagt.

Tom Krauß kennt Schalke aus dem Effeff: Nach dem Abstieg 2023 verließ er die Knappen, jetzt trifft er mit dem 1. FC Köln auf seinen Ex-Klub. Durch den Ausfall von Ellyes Skhiri ist der Mittelfeldmann im FC-Spiel gefragter denn je.

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Vor dem Duell mit seinem ehemaligen Klub hat Tom Krauß . Der Mittelfeldspieler, der zur Saison 2022/23 zum FC Schalke 04 in die Bundesliga gewechselt war, kennt die Königsblauen bestens und weiß, was auf den FC zukommt. Unter Frank Kramer und später Thomas Reis gehörte er zum festen Personal der Knappen: In 32 Ligaspielen stand er 31-mal in der Startelf und erzielte zwei Tore. Dennoch verabschiedete sich Krauß nach nur einer Saison von den Königsblauen. Schalke erholte sich trotz einer starken Rückrunde nicht mehr von einer schwachen Hinrunde und stieg in die zweite Liga ab.

Daraufhin trennten sich die Wege des Mittelfeldspielers mit dem Verein. Verbittert wirkt er deswegen nicht. „Ich bin dankbar, dass ich dieses Jahr erleben durfte, obwohl wir abgestiegen sind“, sagt er im Interview mit fc.de. Er habe fast jedes Spiel bestreiten und in jungem Alter Erfahrungen sammeln können. Dass sich das Team für die starke zweite Saisonhälfte nicht belohnte, schmerzt ihn, dennoch blickt er positiv zurück, weil er viel lernen und für seinen weiteren Weg mitnehmen konnte.

Respekt vor dem Gegner, aber keine Angst

Entsprechend genau hat Krauß verfolgt, wie sich sein Ex-Klub entwickelt hat. Nach dem Abstieg hätte es seiner Einschätzung nach auch in eine ganz andere Richtung gehen können. „Sie haben es hinbekommen, den Verein wieder in die richtigen Bahnen zu leiten“, so der Mittelfeldmann. Inzwischen wirke Schalke wieder stabil.

Auf dem Platz erwartet er eine Mannschaft mit klaren Stärken. Das Team sei vor allem defensiv sehr gut, trete aggressiv auf und komme viel über zweite Bälle. Dort müsse der FC präsent sein. Angst brauche man trotzdem nicht zu haben. Köln solle seine eigenen Qualitäten ausspielen, im eigenen Stadion mutig auftreten und die Fans von der ersten Sekunde an mitnehmen. Krauß will, dass der FC in jedem Heimspiel zeige, wer Herr im Haus ist. Wenn das über 90 Minuten gelinge, sei er überzeugt, dass der Sieg am Ende den Kölnern gehört.

Skhiris Ausfall als Chance

Dass Krauß in dieser Partie eine tragende Rolle spielen dürfte, hat bekanntlich mit einer bitteren Nachricht zu tun. Mit Ellyes Skhiri hatte Sportchef Kessler im Sommer einen gestandenen Konkurrenten für Krauß geholt, weshalb dieser zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Gegen Gladbach (2:1) und Frankfurt (1:0) machte er dann deutlich, wie wichtig er für das Team ist.

Skhiri zog sich im Zweikampf mit Gladbachs Florian Neuhaus eine Sprunggelenksverletzung samt Bänderriss zu und fehlt den Geißböcken mehrere Monate. Krauß rückte ins defensive Mittelfeld und will sich nun in der ersten Elf von Trainer Rene Wagner festsetzen. „Es tut mir natürlich unfassbar leid für Ellyes“, betont er. Für ihn selbst sei es jedoch die Gelegenheit, mehr Verantwortung zu übernehmen. In diese Rolle könne und wolle er hineinwachsen. Wer neben ihm spiele, sei zunächst nicht entscheidend, wichtig sei vor allem die eigene Leistung. „In den letzten beiden Spielen bin ich in Form gekommen, möchte das Woche für Woche bestätigen und mit der Mannschaft Siege feiern.“

Krauß, der Allgegenwärtige

Wie er der Mannschaft in Topform helfen kann, zeigt sich bei einem Blick auf die Zahlen. Mit 59,14 Kilometern hat er die höchste Laufleistung aller Kölner im Kader. Sein Aktionsradius ist enorm: Weit vorne setzt er den Gegner im Pressing unter Druck, in der eigenen Hälfte räumt er dagegen auf, wenn es gefährlich wird. Mit 102 Sprints geht außerdem keiner im Team so oft ins Tempo wie er. Dazu entscheidet er 53 Prozent seiner Zweikämpfe für sich. Seine Werte im Mannschaftsvergleich sind beeindruckend – für Krauß sei das schlicht seine Art, Fußball zu spielen. „So habe ich es auch zum Profi geschafft“, sagt er. Bei anderen Themen sieht er allerdings noch Entwicklungsfelder und betont, dass er sich weiterentwickeln will und noch nicht am Ende seiner Möglichkeiten ist.

Schlüsselfigur gegen Schalke

Auch emotional will er vorangehen. Er ist ein Typ, der Spiele mit aller Macht gewinnen und dabei Fans und Mannschaft mitreißen möchte. In einigen Partien hat das schon gut funktioniert, daran will er anknüpfen und noch mehr erreichen. Zunächst müsse aber die eigene Leistung stimmen. „Wenn diese stimmt, kommt auch die emotionale Seite von mir heraus.” Gegen die knochenharten, zweikampferprobten Schalker werden Krauß‘ Fähigkeiten vielleicht umso nützlicher sein als in wenigen anderen Spielen in dieser Spielzeit.

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Nach Skhiri-Ausfall: Darum ist Tom Krauß jetzt umso wichtiger für den 1. FC Köln

Tom Krauß ist bisher im Zentrum des 1. FC Köln gesetzt
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Nach Skhiri-Ausfall: Darum ist Tom Krauß jetzt umso wichtiger für den 1. FC Köln

Der lange Ausfall von Ellyes Skhiri schmerzt den 1. FC Köln sehr. Umso bedeutsamer wird in den kommenden Wochen die Rolle von Ersatzmann Tom Krauß werden. Im Spiel gegen die Eintracht untermauerte der 25-Jährige bereits seine Wichtigkeit für die Truppe von Trainer René Wagner.

Beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt rückte Tom Krauß für den verletzten Ellyes Skhiri in die Startelf. Nach dem Ausfall des Tunesiers wird Krauß seine Rolle in den kommenden Wochen vermehrt übernehmen müssen. Der Sechser soll ein zentraler Baustein im Mittelfeld des 1. FC Köln werden.  

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Mit einer veränderten Grundordnung startete der FC gegen die Eintracht am vergangenen Freitag in die Partie. Durch die Umstellung auf eine Dreierkette wollte Wagner für mehr Stabilität sorgen, um „aus einem kompakteren Block einfacher umschalten zu können“. Besonders in der ersten Halbzeit konnte die Mannschaft diesen Plan gut umsetzen. Im Frankfurter Ballbesitz agierten die Kölner in einer 5‑3‑2‑Formation. Im Mittelfeld übernahm Krauß die zentrale Position, während Isak Johannesson und Linton Maina auf die Halbräume auswichen. Sobald die Eintracht den Ballbesitz in das Zentrum verlagerte, schaltete der FC ins Pressing um und störte die Gastgeber im Spielaufbau. Krauß schob aus dem Mittelfeldzentrum immer wieder nach vorn und erkämpfte sich gleich mehrmals den Ball. Den 25-Jährigen zeichnet sein schlaues Anlaufverhalten und Spielverständnis aus. Er setzt in den richtigen Momenten den Gegner unter Druck und provoziert Fehler.

Krauß ist wichtig für seine Teamkollegen

Im eigenen Spielaufbau reihte sich Krauß vor der Abwehrkette ein und bot Anspielstationen für seine Innenverteidiger-Kollegen. Bei gegnerischem Pressing schaffte Krauß durch seine Läufe immer wieder Räume für seine Nebenleute. Wenn die Frankfurter jedoch nicht auf vorderster Linie direkt Druck machten, ließ sich Krauß fallen und übernahm den Spielaufbau aus der letzten Reihe selbst. Mit einer Passgenauigkeit von gut 80 Prozent kam Krauß zwar nicht an den Durchschnittswert von Skhiri heran (94 Prozent), seine Zweikampfquote von 53 Prozent übertraf die des Tunesiers jedoch knapp.

Im zweiten Durchgang drehten die Frankfurter dann auf und setzten den FC über längere Strecken ordentlich unter Druck. Das Mittelfeld-Trio zog sich weit zurück, wodurch Krauß direkt vor der Abwehrkette agierte. Dabei lief er wichtige Räume zu und schmiss sich in jeden Zweikampf. Mit seiner Mentalität und Erfahrung ist der 25-Jährige zudem ein wichtiger Kommunikator auf dem Platz – vor allem für die vielen jungen Spieler um sich herum. Diese Qualität war wohl auch einer der Gründe, warum die Geißböcke den gebürtigen Leipziger im Sommer fest verpflichteten.

Schlüsselspieler vor der Abwehr

Womöglich kommen die Qualitäten von Krauß in der Rolle von Skhiri sogar besser zum Vorschein, als wenn die beiden nebeneinander auf dem Platz stehen. Beide sind vorwiegend defensiv orientiert und koordinieren das Spiel gerne von hinten heraus. Besonders Krauß hat sich während seiner Zeit in Köln nicht durch offensive Gefahr ausgezeichnet (zwei Vorlagen in 34 Spielen). Zuletzt hatte Isak Johannesson deswegen den Vorzug erhalten, während für Krauß nur der Bankplatz blieb. Während der kommenden Wochen werden die beiden voraussichtlich gemeinsam auf dem Platz stehen, was der Kölner Nummer fünf zu Gute kommen könnte.

In einer Grundformation mit Viererkette kann sich der Isländer immer wieder offensiver in die Halbräume fallen lassen, wie er es auch beim Sieg gegen Borussia Mönchengladbach häufiger tat. In dieser Rolle konnte sich Johannesson stärker im Angriff einschalten und erzielte sogar einen Treffer selbst.  Währenddessen übernahm Skhiri den defensiven Part im Mittelfeld, den nun Krauß übernehmen wird. Ob Wagner in den kommenden Wochen eher auf Dreier- oder Viererkette setzen wird, wird sich zeigen. Tom Krauß dürfte in jedem Fall zu einem wichtigen Faktor für die Geißböcke werden.

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1. FC Köln: Vom Überraschungs-Reservisten zu einem der Derbyhelden – Tom Krauß nutzt seine Chance

Tom Krauß vom 1. FC Köln
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1. FC Köln: Vom Überraschungs-Reservisten zu einem der Derbyhelden – Tom Krauß nutzt seine Chance

Erstmals in dieser Saison musste Tom Krauß beim 1. FC Köln auf der Bank Platz nehmen. Doch nach der Verletzung von Ellyes Skhiri wurde der Mittelfeldspieler im Derby gegen Gladbach zu einem entscheidenden Faktor. Nun könnte sich seine Rolle erneut verändern.

Erstmals saß Tom Krauß in dieser Saison zunächst auf der Bank. Doch der Mittelfeldspieler lieferte genügend Argumente, warum er mehr als eine Option ist. Durch die Verletzung von Ellyes Skhiri führt kein Weg mehr an dem Spieler vorbei.

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Lange war über die Alternative zum verletzten Sturm-Duo Ragnar Ache und Thijs Dallinga diskutiert worden. Doch Veränderungen nahm FC-Coach René Wagner im Duell gegen Mönchengladbach auch auf anderen Positionen vor – und das durchaus überraschend. So wurde Tom Krauß aus der ersten Elf rotiert. Der Mittelfeldspieler war bislang unumstritten, sogar einer der Konstanten beim FC. Ein Spieler, der nicht immer mit technischer Finesse, aber immer mit Leidenschaft und Willen überzeugt. So auch im bisherigen Saisonverlauf. Am Sonntag war nun zunächst erst einmal Bank angesagt. Für den gebürtigen Leipziger startete Isak Johannesson, der seine Aufstellung mit einem Traumtor rechtfertigte. Viel Einsatzzeit war für Krauß indes wohl nicht vorgesehen. Doch durch die Verletzung von Ellyes Skhiri änderte sich die Perspektive. Krauß musste noch vor der Halbzeit ran.

Nach dem ersten Bankplatz: Tom Krauß wird beim 1. FC Köln zum Derby-Faktor

Sein Spiel sei dieses Mal daher „ein bisschen anders“ gewesen. „Heute kam ich mal von der Bank. Das ist für mich auch absolut in Ordnung, dass ich dann von dort meine Leistung bringe“, sagte der Mittelfeldspieler. Und genau diese brachte er auch. Krauß ging voran, zeigte in Sachen Willen und Leidenschaft seine großen Qualitäten und war gleich an mehreren Szenen entscheidend beteiligt. Kurz vor dem Führungstreffer zum 2:1 blockte Krauß Gladbachs Hashioka weg und machte Platz für Said El Mala, der sehenswert einnetzte. “ Für mich ist es ganz klar kein Foul. Er kann sich ja nicht in Luft auflösen“, erklärte der Torschütze später. „Ich hab den Weg für Said frei geräumt“, war die Sichtweise von Krauß. Die Gäste monierten nach dem Block ein Foulspiel, doch Schiedsrichter Florian Badstübner hielt die Aktion auch nach einem kurzen Austausch mit dem Video-Assistent-Referee nicht für strafwürdig.

Die Verletzung von Ellyes Skhiri hat für den FC weitreichende Konsequenzen

In der letzten Viertelstunde erhöhten die Gladbacher dann nochmal den Druck und drängten auf den Ausgleich. Die Kölner verteidigten mit dem Stadion im Rücken jedoch alles leidenschaftlich weg – so auch Krauß. Der 25-Jährige lief unermüdlich die Räume zu, warf sich in jeden Zweikampf und verhinderte in der 88. Minute mit einem Kopfball sensationell den möglichen späten Ausgleich durch Zento Uno. Krauß lieferte damit innerhalb eines einzigen Spiels Argumente für sich – und das ausgerechnet in einer Begegnung, die für ihn zunächst einen Rückschritt bedeutet hatte. Die Verletzung von Ellyes Skhiri hat für den FC weitreichende Konsequenzen. Der erfahrene Mittelfeldspieler ist für Wagners Mannschaft eine wichtige Größe im Zentrum. Seine Präsenz, seine Erfahrung und sein Spielverständnis lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen.

Doch der Trainer weiß nun zumindest, dass er auf einen Spieler zurückgreifen kann, der seine Chance unter schwierigen Umständen genutzt hat. Durch Skhiris Ausfall entsteht eine Lücke, die Krauß wieder schließen soll. Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass der Mittelfeldspieler normalerweise neben Skhiri spielt. Es muss also noch weitere Optionen geben. „Er hat das Stadion wie gegen Mainz in der letzten Saison angezündet. Er hatte einen super Impact auf die Mannschaft, gerade nach der Verletzung von Ellyes. Er hat sich für die Jungs aufgeopfert. Daher ein Sonderlob an Tom“, sagte René Wagner. Der Trainer weiß, was er an dem 25-Jährigen hat.

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Johannesson, Skhiri oder Krauß? Das vermeintliche Überangebot im Mittelfeld

Isak Johannesson, Ellyes Skhiri und Tom Krauß
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Johannesson, Skhiri oder Krauß? Das vermeintliche Überangebot im Mittelfeld

Mit einer starken Leistung hat sich Isak Johannesson in den Kreis der Startelf gespielt, Ellyes Skhiri soll mittelfristig eine tragende Rolle übernehmen und Tom Krauß hat sich seinen Stammplatz in der Vorsaison und in der Vorbereitung verdient. Stellt sich die Frage, ob für alle drei Spieler Platz ist in der Anfangsformation des 1. FC Köln: Im Mittelfeld hat Wagner die Qual der Wahl.

Gleich drei zentrale Mittelfeldspieler drängen sich zurzeit bei den Kölnern auf. Und es stellt sich durchaus die Frage, wer gegen Hoffenheim aufläuft. Eine Option wären vielleicht sogar alle drei Spieler.

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Ein wenig verschüchtert wirkte Isak Johannesson schon als er die Trophäe zum „Man of the Match“ nach dem Spiel gegen Würzburg am Montag überreicht bekam. Dabei hielt sich die Überraschung nach dem 2:1-Erfolg diesbezüglich vollkommen in Grenzen. Mit seinem Doppelpack hatte der Isländer die Partie noch gedreht, dem FC die zweite Runde und möglicherweise ein attraktives Los beschert. Wie schon im Vorjahr setzte der Mittelfeldspieler ein großes Ausrufezeichen zum Saisonauftakt. Damals hatte Johannesson den entscheidenden Treffer im Pokal gegen Regensburg in der Nachspielzeit erzielt, avancierte damit auch zum Matchwinner. Nun wieder und gleichzeitig gab Johannesson mit einem insgesamt guten Auftritt eine Bewerbung für mehr ab. Nun ist der Isländer eigentlich auf der offensiven Sechs, vielleicht der Acht zu Hause – und stößt damit in eine interessante Konstellation. Denn gerade im Mittelfeld bahnt sich so ein wenig die Qual der Wahl für René Wagner an.

Ellyes Skhiri benötigt noch Zeit

So hatte sich Tom Krauß in der Vorbereitung auf der Sechs festgespielt. Der gebürtige Leipziger blickt auf eine starke Saison zurück. Vor allem in der zweiten Hälfte der Spielzeit war Krauß einer der absoluten Leistungsträger, ging mit beeindruckendem Willen voran, spielte sogar, obwohl er eigentlich an einer Knieverletzung laborierte. Nun ist Krauß fit und hat sich in der Vorbereitung Einsatzzeit verdient. Dass aktuell kein Weg an dem 24-Jährigen vorbeiführt, hängt aber auch mit dem personellen Umbruch im Kader zusammen. Mit Eric Martel und Denis Huseinbasic haben zwei zentrale Mittelfeldspieler den FC verlassen. Paul Okon-Engstler wurde kurz vor dem Trainingslager verpflichtet, befindet sich wohl noch ein wenig in einer Art Eingewöhnungsphase und ist zumindest zurzeit noch keine erste Wahl. Ellyes Skhiri soll diese werden. Doch der Tunesier kam erst sehr spät zur Mannschaft, hat erst eine Woche Vorbereitung mit den Kölnern in den Beinen, spielte gegen Würzburg eine gute Viertelstunde.

Es soll mehr werden, aber eben nicht zu schnell. „Ellyes ist ein Spieler, den wir natürlich alle kennen. Aber bei ihm müssen wir aufpassen, dass wir ihn nicht zu früh reinschmeißen und dann vielleicht auch über 90 schon gehen muss“, sagte René Wagner am Donnerstag auf der Pressekonferenz. „Ich glaube, das könnte ein Zacken zu früh für ihn kommen.“ Nach einer Woche wolle man kein Risiko eingehen. Allerdings ist der Mittelfeldspieler ohnehin ein Akteur, der besonders auf seine Fitness achtet.

Die ganz großen Probleme sind da eher nicht zu erwarten. „Vielleicht können wir am Wochenende mit einem längeren Einsatz rechnen und dann schauen wir, dass wir ihn relativ schnell in die Startelf bekommen“, so Wagner weiter, der nach wie vor keinen Hehl daraus macht, dass der Tunesier eine zentrale Rolle in der Achse der Mannschaft einnehmen wird. „Er wird uns Struktur geben, er kann das Spiel organisieren und wenn wir jetzt von Profilen sprechen wollen, dann ist es eher eine Holding Six und er ein Spieler, der unser Spiel auch lenken soll“, so Wagner weiter.

Johannesson offensiver ausgerichtet?

Allerdings hätten laut Wagner alle drei Spieler ihre Profile und Stärken, die „sie fürs Spiel mitbringen können“, so Wagner weiter. „Dann müssen wir gucken, welche Kombination, in welcher Art und Weise uns am Besten tut. Am Ende geht es aber darum, die Kombination für das Wochenende zu finden, die uns die größte Chance gibt, ein Spiel zu gewinnen. Da wird ein fitter Ellyes natürlich öfters mal dazugehören.“ Dass die Profile dabei unterschiedlich sind, ist klar. Johannesson zeigte gegen Würzburg beispielsweise, welche Qualität er in der Vorwärtsbewegung haben kann, während Krauß sich auf Defensivaufgaben konzentrierte und später sogar die Position des Rechtsverteidigers übernahm.

Johannesson bleib natürlich aufgrund seiner Tore besonders in Erinnerung. „Er ist ein Spieler, der unglaublich viel Volumen hat, viel Intensität und jetzt geht es darum, dass wir ihn vielleicht ein bisschen näher in die Box bekommen, dass er torgefährlicher werden, assistieren, selber Tore schießen kann“, sagte Wagner und mahnte gleichzeitig, dass er die Defensivaufgaben nicht vernachlässigen dürfe.

Johannesson wird dabei aber wohl kaum eine Rolle des abgewanderten Jakub Kaminski einnehmen können. Auf der offensiven Sechs, der Acht kann man sich den Isländer durchaus vorstellen, die Zehn ist er vom Profil wohl eher nicht. „Generell geht es darum, dass wir die gute Position für die Teamkameraden finden. Gerade wenn wir jetzt in so einer Kombination spielen wie auch in Würzburg mit zwei Achtern und einer Sechs oder vielleicht auch drei Sechsern“, so Wagner. „Am Ende geht es mir darum, in welchen Räumen sollen die Spieler ankommen. Und wenn der Isak es dann schafft, über sein Volumen auch immer wieder gefährlich in die Box zu kommen, dann freut uns das, dann wird er gefährlich und kann jetzt vielleicht wie in Würzburg auch Tore machen.“ Klingt fast so, als wäre die Antwort auf die frage nach dem zentralen Mittelfeld für das Heimspiel gegen Hoffenheim beantwortet.

Wann hat Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln gespielt?

Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.

Trägt Skhiri die gleiche Rückennummer wie in seiner ersten Kölner Zeit?

Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.

Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?

Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.

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Ein neuer Sechser steht schon bereit: Tom Krauß muss seine Chance beim 1. FC Köln in Würzburg nutzen

Tom Krauß vom 1. FC Köln
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Ein neuer Sechser steht schon bereit: Tom Krauß muss seine Chance beim 1. FC Köln in Würzburg nutzen

Wenige Tage vor dem ersten Pflichtspiel der Saison hat der 1. FC Köln im zentralen Mittelfeld mit Ellyes Skhiri noch einmal nachgelegt. Während Paul Okon-Engstler wohl noch ein paar Wochen braucht, um sich in der Bundesliga zurechtzufinden, Isak Johannesson derzeit nicht in Topform ist und für Skhiri noch kein Einsatz von Beginn an angedacht ist, ist Tom Krauß gesetzt beim 1. FC Köln: Doch Tom Krauß muss sich in Würzburg beweisen.

Für Tom Krauß gilt es, seine Chance gegen die Würzburger Kickers zu nutzen. Denn mit der Verpflichtung von Ellyes Skhiri bekommt der 25-Jährige erhebliche Konkurrenz. Laut René Wagner kann der Tunesier durchaus ein Teil der Führungsachse sein und somit zum Stammspieler avancieren. Für Krauß heißt es Gas geben.

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Die Sechser-Suche des 1. FC Köln zog sich bekanntlich über den ganzen Sommer. Insbesondere nach dem Abgang von Eric Martel bestand beim FC auf dieser Position Bedarf. Mit Paul Okon-Engstler wurde bereits früh ein talentierter Spieler verpflichtet, zunächst ist der Australier allerdings keine Soforthilfe. Namen wie Edson Alvarez oder Rani Khedira wurden gehandelt. Verpflichtet haben die Kölner nun Ex-Geißbock Ellyes Skhiri. Mit dieser Verstärkung könnte für den vermeintlich gesetzten Tom Krauß die Luft noch einmal dünner werden.

Würzburg als Chance

Trotz der Verpflichtung des Routiniers kommt ein Startelfeinsatz des Tunesiers am Montag noch nicht in Frage. Das betonte zumindest FC-Trainer René Wagner im Vorfeld der Begegnung. Stattdessen wird Krauß wie schon in der gesamten Vorbereitung zunächst als Sechser auflaufen. Während die Kölner Nummer fünf bisher unangefochten war, muss er nun beim Drittligisten erneut seine Position bestätigen. In den vergangenen Jahren haben sich die Kölner im Pokal gegen unterklassige Teams häufig schwergetan. Auch Würzburg ist kein einfaches Los. Krauß soll helfen, die Defensive zu stabilisieren und beim Spielaufbau Verantwortung übernehmen. Diese Rolle will er auch annehmen, wie er im Interview gegenüber come-on-fc im Sommer verriet.

Gerade die beiden Testspielniederlagen in Paderborn (2:3 und 3:4) haben zuletzt die Anfälligkeit der Kölner Hintermannschaft aufgezeigt. Die Würzburger Kickers sind mit vier Punkten in die Saison gestartet und belegen nach zwei Spieltagen Tabellenplatz drei. Besonders auffällig war bisher Ivan-Leon Franjic, der schon zwei Tore erzielte. Als Zehner dürfte er am Montag der direkte Gegenspieler von Krauß sein. Gegen ihn und die restliche Würzburger Offensive kann der 25-Jährige noch einmal Argumente dafür sammeln, dass er auch trotz einer Verpflichtung von Skhiri in die Anfangsformation gehört.

Krauß und Skhiri nebeneinander

Obwohl beide Spieler defensive Sechser sind, unterscheiden sich ihre Profile dennoch voneinander. Krauß ist ein klassischer Kämpfer, der sich in jeden Zweikampf wirft. Mit seinem aggressiven Spielstil ist er für jeden Gegner unangenehm. Bei Skhiri ist das anders. Der 31-Jährige geht sehr weite Wege, ist nah am Gegenspieler dran und fängt viele Bälle im Mittelfeld ab. Dazu kommt eine gewisse Torgefahr. In seiner ersten Amtszeit in Köln traf er in 118 Einsätzen 17-mal. Während Skhiri also Räume schließen kann, bevor sie sich überhaupt geöffnet haben, spielt Krauß wesentlich physischer. Eine Formation, in der die beiden nebeneinander auf dem Platz stehen, wäre möglich, aber eher untypisch.

Die defensive Ausrichtung beider könnte jedoch zulasten der Offensive gehen. Stattdessen wäre daneben ein Spieler wie Isak Johannesson eine vorstellbare Option. Der Isländer hat den Ball gerne am Fuß und profitiert davon, dass sein Nebenmann ihm den Rücken freihält. Auch Okon-Engstler könnte sich im Saisonverlauf zum Kandidaten für die Startelf entwickeln. Unklar ist zudem, ob Skhiri beim FC nach zuletzt durchwachsenen Jahren in Frankfurt wieder zu seiner alten Form findet. Sollte ihm das gelingen, kann er für die Geißböcke zum Schlüsselspieler werden. Wenn nicht, führt wohl weiterhin kein Weg an Krauß vorbei.


Mehr zum Thema:
>> Skhiri soll Führungsrolle übernehmen
>> Tom Krauß im Interview mit come-on-fc.com

Wo finde ich aktuelle Nachrichten zum 1. FC Köln?

Aktuelle News, Spielberichte, Transfermeldungen und Analysen zum 1. FC Köln findest du auf come-on-fc.com.

Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?

Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf der Position des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

Was ist mit Mikey Moore?

Der FC ist weiterhin an einer Verpflichtung des Youngsters interessiert. Allerdings lässt Trainer Roberto de Zerbi den Spieler nur ziehen, wenn er einen Nachfolger gefunden hat. Auf dem Wunschzettel steht Savinho sehr weit oben. Eine Einigung mit ManCity steht noch aus.

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Tom Krauß im Exklusiv-Interview: „Meine Hoffnung ist groß, dass es jetzt hier in Köln klappt“

Tom Krauß im Interview mit come-on-fc.com
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Tom Krauß im Exklusiv-Interview: „Meine Hoffnung ist groß, dass es jetzt hier in Köln klappt“

Seit Ende der vergangenen Saison hat der 25-Jährige einen festen Vertrag beim FC. Mit come-on-fc.com spricht der gebürtige Leipziger über die abgelaufene Spielzeit, seine Karriereziele und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Tom Krauß im Exklusiv-Interview.

Der 25-Jährige kam im vergangenen Sommer vom 1. FSV Mainz 05 per Leihe mit Kaufoption zum 1. FC Köln. Mit dem Klassenerhalt und einer zuvor vereinbarten festen Anzahl an Einsätzen wurde die Kaufpflicht aktiviert. Nun hat der Mittelfeldspieler einen festen Vertrag bis Sommer 2029. Im Exklusiv-Interview sprach der gebürtige Leipziger mit come-on-fc.com über seine Karriereziele und die Zukunft beim FC.

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Das Gespräch führte Simon Bartsch für come-on-fc.com
Herr Krauß, im September 2023 gab es ein Testspiel in Mainz, bei dem sich der FSV von der Südtribüne des Stadions verabschiedet hat. Damals haben Sie zwei Elfmeter verwandelt, Mainz gegen Duisburg 2:0 gewonnen. Und das unter den Augen des damaligen FSV-Idols und Liverpool-Coach Jürgen Klopp. War das schon eine vorahnende Bewerbung für größere Aufgaben unter dem neuen Bundestrainer?

Tom Krauß: Nein (lacht). Das ist ganz weit weg. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ich konzentriere mich gerade nur auf den FC, habe nicht ohne Grund für drei Jahre einen Vertrag unterschrieben. Da mache ich mir jetzt über solche Dinge keine Gedanken. Wichtig ist, dass ich hier die Leistung bringe.  

Aber Sie haben schon sämtliche Nachwuchsmannschaften des DFB durchlaufen. Ist die A-Auswahl dann kein erhofftes Szenario?

Tom Krauß: Das ist natürlich für jeden Profi-Spieler ein Traum. Aber sich jetzt damit zu befassen, das ist Quatsch.

Sie waren in den USA im Sommer. Haben Sie sich die WM auch vor Ort angesehen?

Tom Krauß: Nein, leider nicht. Wir waren in Miami. Da war zwar ein Spiel von Saudi-Arabien gegen Uruguay, das habe ich mir aber nicht angesehen. Ich habe einfach meinen Urlaub genossen und trotzdem das WM-Feeling aufgesogen. Dadurch, dass die deutsche Mannschaft leider sehr schnell aus dem Turnier ausgeschieden ist, war das hier in Deutschland vielleicht nicht so möglich. In den USA war das schon ein besonderes WM-Feeling und es war cool, das mitzuerleben.

Was hat das Feeling so besonders gemacht?

Tom Krauß: Man bekommt einen Eindruck von vielen Nationalitäten. Argentinien, Brasilien, die haben einfach eine komplett andere Mentalität. Es war auch cool zu sehen, wie viele Kolumbianer und viele andere Nationen angereist sind, um bei der WM mitzufiebern. Wie diese Fans den Fußball wirklich leben, das kriegt man hier überhaupt nicht so mit. Es sei denn, die WM ist in Deutschland.

“Auch wenn ich ein Profi bin, bin ich dann einfach ein normaler Fan“

Sie haben die WM-Spiele der Deutschen sicherlich auch verfolgt. Blickt man da als Fußball-Profi anders drauf, ist man besonders kritisch mit den Kollegen?

Tom Krauß: Nein, kritisch nicht. Am Ende ist man genauso voll dabei wie ein normaler Fan. Weil man sich im Erfolgsfall natürlich für das ganze Land freut. Es ist einfach cool, wenn alle mitfiebern, weil es unsere Nation verbindet. Da bin ich dann schon voll mit dabei. Auch wenn ich ein Profi bin, bin ich dann einfach ein normaler Fan.

Nun der Kontrast – Alpenpanorama in Kitzbühel. Statt Erholung am Meer, Arbeiten vor dem Wilden Kaiser. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

Tom Krauß: Es ist sehr schön. In Österreich hast du immer die besten Bedingungen im Sommer. Die Plätze sind gut, es sind wieder viele Fans mitgekommen. Das Ambiente ist immer schön. Das Training war zu Beginn ein bisschen ruhiger, aber jetzt starten wir dann richtig rein. Es ist wichtig, dass du mit der richtigen Fitness in die Saison gehst. In den Testspielen holst du dir dann dein Selbstvertrauen. Dann sieht man auch sehr schnell, ob alles rund läuft und wo man noch etwas verbessern kann. Am Ende zählt es dann, beim ersten Pflichtspiel in Würzburg voll da zu sein.

Wie groß ist die Vorfreude auf die Saison?

Tom Krauß: Die ist nach der Sommerpause immer groß. Wir hatten dieses Mal einen verhältnismäßig langen Zeitraum, in dem wir frei hatten. Dann bekommt man automatisch wieder die Lust auf Fußball. Und gerade in Köln ist es dann noch einmal besonders, weil du immer vor vielen Zuschauern spielen kannst, diese besonderen Erlebnisse hast.

Erlebnisse sind in Köln aber auch sehr schwankend. Zumindest wird die Stimmung ja gerne als „Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt“ beschrieben. Die vergangene Saison war da symptomatisch – zwischen Gesängen von Europa und der Sorge vor dem Abstieg. Wie empfindet man das als Spieler, der dann noch nicht einmal aus Köln kommt?

Tom Krauß: Ich habe ja schon mehrere Jahre in der Bundesliga erlebt – das ist im Profigeschäft auch einfach ein Stück weit Normalität. Man muss einfach mit kritischen Tönen rechnen, wenn es nicht die erhofften Ergebnisse gibt. Ich kenne das auch von anderen Vereinen: Du gewinnst zwei Spiele und spielst gefühlt Champions League, dann verlierst du und der Abstieg ist nah. Ehrlich gesagt, mag ich das aber auch, weil es zeigt, dass alle mitfiebern und nur den bestmöglichen Erfolg für den Verein wollen. Ich lasse mich da nicht aus der Ruhe bringen. Man muss als Team da sein. Wenn man als Team zusammenhält, dann bin ich immer sehr zuversichtlich, dass man die Klasse hält.

„Jeder muss am Anfang seine eigenen Erfahrungen machen“

Sind diese Stimmungen denn trotzdem etwas, was man jungen Leuten wie einem 18-jährigen Reigan Heskey erst einmal vermitteln muss?

Tom Krauß: Ich finde, da muss jeder am Anfang seine eigenen Erfahrungen machen. Ich glaube aber schon, dass man auch ein wenig Hilfe geben kann. Es wird bei jedem Spieler die Phasen geben, in denen es ein bisschen schwieriger ist. Da ist Hilfe von den Routiniers schon hilfreich. Ich bin jetzt auch noch nicht 30, aber ich habe einfach schon gewisse Situationen miterlebt. Jeder junge Spieler wird es ganz sicher Höhen und Tiefen erleben. Das kenne ich aus meiner Karriere.

Wo Sie die Höhen und Tiefen ansprechen, Sie haben sich nach einem komplizierten Beginn in der vergangenen Spielzeit ziemlich eindrucksvoll einen Stammplatz erkämpft. Was waren die Qualitäten, die Lukas Kwasniok und René Wagner dann letztlich überzeugt haben?

Tom Krauß: Zu Beginn steckte ich in einem kleinen Tief, weil ich auf vielen Positionen gespielt habe, die ich tatsächlich erst einmal erlernen musste – obwohl ich auch dort mein Bestmöglichstes gegeben habe. Ich bin einfach drangeblieben und habe weiter an mir gearbeitet. Zudem hatte ich auch ein gutes Umfeld um mich herum, das mich gestärkt hat. Das war mental sehr wichtig. Und dann kam meine Knieverletzung. Damit war es wieder ein bisschen schwieriger für mich. Am Ende wollte ich alles dafür geben, dass der Verein in der Liga bleibt. Dafür habe ich Schmerzen in Kauf genommen. Ich wollte einfach dem Team, dem Verein helfen und konnte nicht mehr zu hundert Prozent da sein. Aber ich habe dem Trainer von Beginn an gesagt, dass ich für den Verein da bin, wenn er mich braucht.

Sie sagen, es ging für die Mannschaft um den Klassenerhalt. Damit verbunden war aber auch die Kaufpflicht, die in Ihrem Vertrag verankert war.

Tom Krauß: Natürlich. Es wäre schon blöd für mich gewesen, auf der Tribüne zu sitzen und nur hoffen zu können, dass sie greift. So konnte ich mithelfen, auch wenn es dann vielleicht nur zehn Minuten waren. Für mich ging es dabei aber nicht um mich persönlich, sondern um den Verein. Der FC gehört in die Bundesliga und ich wollte, dass er ein weiteres Jahr dort spielt und weiter darauf aufbauen kann.

Gab es denn auch ein Szenario B oder sogar schon Gespräche, was passiert wäre, wenn der FC die Klasse nicht gehalten hättet?

Tom Krauß: Nein, da gab es keine Gespräche. Wir waren aber auch alle davon überzeugt, die Klasse zu halten.

Tom Krauß beim 1. FC Köln
Auf der Zielgeraden kam es dann zum Trainerwechsel. Wie erlebt man das als Spieler?

Tom Krauß: Die Erfahrung habe ich leider öfter gemacht. Am Ende sind das normale Abläufe im Profifußball. Für die Spieler bedeutet das in erster Linie, dass man sich dann neu beweisen muss. Mit René hat jemand übernommen, der uns schon kannte. Aber trotzdem willst du dich neu beweisen, willst zeigen, dass du spielen willst. Für mich ist das aber ohnehin mein Motto. Der Trainer soll wissen, dass er immer auf mich zählen kann.

„Jetzt hat der Trainer die Zeit, uns das beizubringen, was er will“

War es dann ein Vorteil, dass René Wagner geblieben ist? Er dürfte ihr Motto ja bestens kennen…

Tom Krauß: Er war nah dran an der Mannschaft – und wir hatten ein gutes Verhältnis zu ihm. Ergebnistechnisch war es sicher nicht überragend, aber René kam auch während der Saison. Das Heidenheim-Spiel war ein kleiner Dämpfer. Wir waren zwar rechnerisch durch, aber wir wollten unbedingt einen guten Abschluss haben – gerade für Dominique Heintz und Florian Kainz. Das ist uns nicht gelungen. Jetzt hat der Trainer die Zeit, uns das beizubringen, was er will.

Sie haben die verschiedenen Positionen angesprochen. In welcher Rolle sehen Sie sich denn auf dem Platz?

Tom Krauß: Ich glaube, in den beiden Spielen, bei denen ich Rechtsverteidiger gespielt habe, ging nichts über meine Seite – aber nach vorne ging eben auch nur sehr wenig (lacht). Das kann ich schon solide spielen. Aber natürlich bin ich Sechser, Achter oder auf der Doppel-Sechs. Das ist meine Rolle. Da bin ich Profi geworden.

Wir haben gerade die Trainersuche angesprochen. Eine andere Suche ist die nach neuen Spielern. Es wird ja seit Wochen schon kolportiert, dass noch ein routinierter Sechser dazukommen soll. Was macht das mit einem Spieler? Heizt das an?

Tom Krauß: Es war klar, dass auf Eric ein Neuer folgt. Und Konkurrenz belebt das Geschäft. Am Ende kann ich die Vorbereitung und die Testspiele nutzen, um dem Trainer zu zeigen, dass er auf mich setzen kann. Es liegt ja an mir: Trainiere ich gut und spiele ich gut? Dann muss der Trainer entscheiden. Das ist mein Motto. Wenn man mich braucht, bin ich da. Ich bin entspannt und konzentriere mich auf meine Leistung.

Was sind Ihre persönlichen Ziele für die Saison?

Tom Krauß: Für mich ist jedes Jahr das Ziel, erstmal mit dem Verein die Liga zu halten. Alles andere kann dann kommen. Für mich ist es wichtig, fit zu bleiben und einfach meine beste mögliche Leistung abzurufen. Und für den FC wollen wir so schnell wie möglich den Klassenerhalt. Wenn das dann am 33. Spieltag der Fall ist, dann ist es eben am 33. Spieltag. Klar ist auch, dass wir alles dafür tun werden, es besser als letzte Saison zu machen.

„Meine Hoffnung ist groß, dass es jetzt hier in Köln klappt“

Sie strahlen auf dem Platz Willen und Leidenschaft aus, gehen voran, übernehmen Verantwortung. Ist das eine Rolle, in der Sie sich wohl fühlen?

Tom Krauß: Ich bin jetzt 25, noch keine 30. Aber trotzdem habe ich schon eine gewisse Anzahl an Bundesligaspielen, an Profi-Spielen. Natürlich will ich diese Erfahrung auch an jüngere Leute weitergeben. Und gleichzeitig muss ich meine Leistung bringen. Dann kann ich auch, wie man es letztes Jahr gesehen hat, die Fans mitziehen und vielleicht auch die Spieler, die sich gerade vielleicht auf einem Hoch befinden.

Sie haben einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Es wirkt so, als ist das jetzt endlich die Konstante, die Sie während den ganzen Leihen gesucht haben. Ist Köln jetzt auch in gewisser Weise zu Hause?

Tom Krauß: Ja, da kann man so sagen. Ein langfristiger Vertrag ist das, was ich wollte. Ich bin einfach sehr froh, dass es geklappt hat. Meine Freundin wohnt jetzt auch in Köln. Also nimmt es jetzt langsam Formen an. Ich bin einfach sehr glücklich, dass es so gekommen ist.

Warum jetzt und nicht vorher schon?

Tom Krauß: Es gibt immer Gründe, warum es letztlich nicht geklappt hat. Bei Schalke haben wir die Klasse nicht gehalten, sonst wäre ich damals wahrscheinlich dortgeblieben. Als ich zurück in Mainz war, hat Trainer nicht so auf mich gesetzt. Auch das ist Teil des Geschäfts und vollkommen okay. In Luton gab es familiäre Probleme. Trotzdem ist meine Hoffnung groß, dass es jetzt hier in Köln klappt.


Kaufpflicht greift: Der 1. FC Köln verpflichtet den ersten Profi – Vertrag bis 2029

Tom Krauß vom 1. FC Köln
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Kaufpflicht greift: Der 1. FC Köln verpflichtet den ersten Profi – Vertrag bis 2029

Es war bereits beschlossene Sache, nun ist es auch offiziell. Tom Krauß unterschreibt beim 1. FC Köln einen Vertrag bis 2029. Der Mittelfeldspieler ist damit die erste feste Verpflichtung dieses Transfersommers.

Die erste feste Verpflichtung des Sommers ist nicht die ganz große Überraschung! Tom Krauß wird den Kölnern fest erhalten bleiben. Bei dem Mittelfeldspieler hatten die Kölner eine Kaufpflicht vereinbart. Diese griff mit einer bestimmten Anzahl an Spielen sowie dem Klassenerhalt.

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Vor allem im neuen Jahr hatte sich der Mittelfeldspieler immer mehr zum absoluten Leistungsträger entwickelt. „Wir freuen uns sehr, dass Tom auch in Zukunft das FC-Trikot tragen wird. Er ist ein Spieler, der auf und neben dem Platz sehr viel Emotionalität, Leidenschaft und Identifikation mitbringt”, sagt FC-Geschäftsführer Thomas Kessler. „Gerade in der entscheidenden Phase der vergangenen Saison hat er trotz einer schmerzhaften Knieproblematik alles dafür getan, sich in den Dienst der Mannschaft und des 1. FC Köln zu stellen. Das sagt sehr viel über seinen Charakter und seine Mentalität aus.“ Krauß hatte trotz der anhaltenden Verletzung einige Spiele absolviert.

Überraschend stand er dann zwischenzeitlich unter René Wagner nicht mehr in der Startelf. Erst später gab es die Begründung. „Solche Spieler tun einer Mannschaft gut. Wir sind überzeugt davon, dass Tom mit seiner Qualität und seiner Art ein wichtiges Puzzleteil in unserer Kaderplanung sein wird und dazu beitragen kann, unsere gemeinsamen Ziele in der Bundesliga zu erreichen“, so der Geschäftsführer weiter.  

„Ich freue mich auf die neue Saison beim FC“

Krauß hatte in der jüngeren Vergangenheit immer wieder betont, wie wohl er sich beim FC fühle. Der Mittelfeldspieler, der diverse Leihstationen durchlief, ist nun offenbar bei einem Club angekommen. „Das Allerwichtigste für mich war, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Ich bin extrem froh und stolz, dass wir dieses Ziel zusammen mit unseren Fans und der ganzen Stadt erreicht haben. Ich freue mich auf die neue Saison beim FC und werde auch in Zukunft alles dafür geben, damit wir in der Bundesliga bleiben“, so Krauß. Beim FC hat der Spieler nun einen Kontrakt bis 2029 unterschrieben. Die Kölner müssen für Krauß zwischen drei und vier Millionen Euro bezahlen. Der Marktwert wird aktuell bei dem Online-Portal transfermarkt.de mit 4,5 Millionen Euro angegeben. In dieser Saison lief der 24-Jährige 27 Mal für den FC auf.


Spieler des 1. FC Köln fällt gegen Bayern aus: Der aufopferungsvolle Kampf des Tom Krauß

Tom Krauß im Spiel gegen den FC Bayern München
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Spieler des 1. FC Köln fällt gegen Bayern aus: Der aufopferungsvolle Kampf des Tom Krauß

Seit Wochen ist Tom Krauß einer der Leistungsträger beim FC. Aber in den ersten Spielen unter René Wagner kam der 24-Jährige kaum zum Einsatz. Und das hatte Gründe, wie der Trainer nun auf der Pressekonferenz erklärte. Am Samstag fehlt der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln: Tom Krauß fällt gegen den FC Bayern aus.

Die Personale Tom Krauß ist beim FC spätestens seit dem erreichten Klassenerhalt klar. Auch kommende Saison wird der Mittelfeldspieler für die Geißböcke auflaufen. Vorher gibt es nun aber eine Pause.

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Sollte es noch einen Beweis gebraucht haben, warum Tom Krauß ein absolut perfektes Beispiel für absolute Leidenschaft und puren Willen ist, so hatte René Wagner diesen am Donnerstag auf der Pressekonferenz im Gepäck. Der Mittelfeldspieler wird die Reise zu den Bayern am Samstag nicht mit antreten, so der erste Teil der Nachricht. Doch die Gründe sind erstaunlich. „Tom hat sich in den letzten sechs Wochen mit massiven Knieschmerzen für den Verein, für die Mannschaft, für das Ziel durchgebissen“, sagte der Trainer. Tatsächlich hatte Krauß im ersten Spiel unter dem neuen Coach eine ordentliche Partie gegen Frankfurt abgeliefert und war fortan wenn überhaupt nur noch Ergänzungsspieler. Gegen St. Pauli und Leverkusen spielte der 24-Jährige gar nicht, gegen Bremen die letzten Minuten. Die Nicht-Berücksichtigung hatte Fragen aufgeworfen. Die Wagner nun also mit der Verletzung beantwortete.

„Er hat sich aufgeopfert“

Krauß war also kein Verlierer unter dem neuen Coach, vielmehr ein Spieler, der sich trotz der Knieprobleme in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Gegen Union Berlin lief der Sechser wieder 90 Minuten auf, am vergangenen Sonntag eine knappe Stunde. „Gegen Heidenheim wurden die Schmerzen dann wieder im Spiel akuter und wir mussten wechseln“, sagte Wagner. „Jetzt war es einfach an der Zeit, sein Knie ruhen zu lassen. Er hat sich die vergangenen fünf, sechs Wochen für die Mannschaft aufgeopfert.“ Eine Eigenschaft, die der Mittelfeldspieler auch in den bisherigen Begegnungen an den Tag gelegt hatte. Krauß ist sich für keinen Grätsche, keinen Einsatz zu Schade. Und auch für keine Position. Zu Beginn der Saison war die unter Lukas Kwasniok noch nicht genau definiert. Krauß spielte in der Defensive gefühlt alles. Die Leistungsexplosion kam dann Ende des vergangenen Jahres.

Der Mittelfeldspieler war aus der ersten Elf nicht mehr wegzudenken, brachte Woche für Woche konstant seine Leistung und avancierte zum Leader im Zentrum. Nach einigen Jahren mit Leihen und Unzufriedenheit, scheint der 24-Jährige in Köln glücklich zu werden. Und das wird dem FC wohl in der kommenden Spielzeit in die Karten spielen. Denn die Zukunft des Spielers ist längst geklärt. Es gibt keine Kaufpflicht, die aus zwei Teilen bestand. Sowohl die Anzahl der Spiele als auch der Klassenerhalt sind erreicht – Krauß spielt in der kommenden Saison für den FC. Und das hoffentlich mit kuriertem Knie.

Konkurrenz gewinnt und erhöht den Druck auf den 1. FC Köln

Patrick Wimmer jubelt nach seinem Treffer gegen Union
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Konkurrenz gewinnt und erhöht den Druck auf den 1. FC Köln

Der FC wollte auch an diesem Spieltag wieder als der große Gewinner des Tabellenkellers einen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Doch die Konkurrenz spielt nicht mit: Der Druck auf den 1. FC Köln steigt wieder.

Mit einem Sieg über den FC St. Pauli wollten die Kölner eigentlich die Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt feiern. Es kam aber anders. Auch, weil die Konkurrenz nicht mitspielt.

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Die Euphorie war vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli rund ums Geißbockheim groß. Denn mit einem Sieg über die Kiezkicker hätte der FC bereits mit einem Bein die Tür zur Bundesliga-Saison 2026/27 überschritten. Immerhin verhinderte Köln mit dem späten Ausgleich durch Luca Waldschmidt Schlimmeres. „Der Punkt war unfassbar wichtig. Wenn wir das Spiel verlieren, dann sind wir zwei Punkte an St. Pauli ran, so sind wir fünf weg“, lautete die Reaktion von René Wagner nach der Begegnung. Doch auch mit den fünf Zählern ist Köln vier Spieltage vor Saisonende alles andere als durch. Denn das Restprogramm hat es mit den Spielen gegen Bayern und Bayer sowie die direkten Konkurrenten Union und Heidenheim durchaus in sich. Und die Konkurrenz spielte am 30. Spieltag ebenfalls nicht mit. Durch die Erfolge von Wolfsburg und Bremen schiebt sich die Tabelle im Keller wieder ein Stückchen weiter zusammen.

Bremen verbessert sich

Werder setzte sich nach der verdienten Niederlage gegen Köln in der vergangenen Woche im Nordderby 3:1 durch. Jen Stage brachte Bremen gleich zwei Mal in Führung. Zwischenzeitlich hatte der HSV durch Robert Glatzel ausgeglichen. In der Nachspielzeit erzielte Cameron Puertas das erlösende 3:1 – und das in Überzahl. Philip Otele war zuvor vom Platz geflogen. Bremen hat damit ebenfalls 31 Punkte auf dem Konto, liegt nur aufgrund der Tordifferenz hinter dem FC auf Rang 14. Auch der VfL Wolfsburg sendete wieder ein Lebenszeichen. Die Wölfe gewannen bei Union Berlin 2:1. Patrick Wimmer und Dženan Pejčinović brachten den VfL in Führung, Oliver Burke verkürzte in den Schlussminuten. Zwar drückten die Eisernen auf den Ausgleich, der fiel aber nicht mehr. Durch den Erfolg hat Wolfsburg den Rückstand zum Relegationsplatz auf zwei Zähler reduziert. Es könnte also durchaus am letzten Spieltag zum Finale zwischen den beiden Teams im direkten Duell kommen.

Durch die Niederlage mischt auch Hamburg wieder im Abstiegskampf mit. Der Punktestand zwischen den Rängen zehn und 15 beträgt nun nur noch drei Punkte. Bei fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz – vier Spieltag vor Saisonende – hat der FC es natürlich weiterhin in der eigenen Hand. Am Sonntag greifen mit Heidenheim in Freiburg und Mönchengladbach gegen Mainz zwei weitere Abstiegskandidaten in den Spieltag ein.


Die Formkurve zeigt wieder nach oben: Jaka Potocnik trifft nach langer Flaute

Jaka Potocnik soll für RWE noch zum Faktor werden
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Die Formkurve zeigt wieder nach oben: Jaka Potocnik trifft nach langer Flaute

Seit fünf Monaten hat Jaka Potocnik nicht mehr für Rot-Weiss Essen getroffen. Den Negativtrend hat der Angreifer durchbrochen und hofft nun auf die sportliche Wende. Und das unter Beobachtung der Verantwortlichen des 1. FC Köln: Jaka Potocnik will zurück in die Spur finden.

Für Jaka Potocnik zeigt die Formkurve zurzeit wieder nach oben. Doch nicht alle Leihspieler erlebten ein erfreuliches Wochenende.

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Es war ein besonderes Spiel und es waren besondere Worte, die Uwe Koschinat vor fünf Monaten für den Stürmer wählte. „Eigentlich weiß ganz Europa, welches Potential er besitzt, um ein Top-Stürmer zu werden“, schwärmte der RWE-Coach. „Er ist stark mit dem Kopf, hat ein gutes Gefühl in den Räumen zu sein, er ist ein top Junge.“ Jaka Potocnik hatte gegen Ingolstadt getroffen, ein weiteres Tor für Essen eingeleitet. Auch in Köln wird man sich damals den Durchbruch des Stürmers gewünscht haben. Der FC hat bekanntlich viel bei der Verpflichtung des Talents riskiert, eine Transfersperre anschließend kassiert, das Talent blieb allerdings bislang hinter den doch sehr, vielleicht zu hohen Erwartungen zurück. Auch, weil der Slowene sich immer wieder verletzte.

Potocnik trifft erneut gegen Ingolstadt

Auch auf die Begegnung gegen Ingolstadt im November folgte eine schwierige Phase. Die nächste Verletzung, starke Konkurrenz – so richtig nahm die Form seitdem nicht an Fahrt auf. Und doch wollen die Kölner den Kontrakt mit dem Angreifer noch einmal verlängern. Denn die FC-Verantwortlichen sehen großes Potenzial in dem Angreifer, wollen ihn aber dem Vernehmen nach in der kommenden Spielzeit noch einmal verleihen. Bei RWE sammelt der 20-Jährige weiter Pluspunkte. So am vergangenen Wochenende als er erneut traf. Zum ersten Mal seit seinem Treffer gegen Ingolstadt und erneut gegen Ingolstadt. Der Slowene wurde in der Schlussphase eingewechselt und erzielte in der Nachspielzeit den 4:1-Endstand. RWE darf sich damit als Tabellenzweiter mit vier Zählern Vorsprung weiterhin große Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Für Potocnik war es der dritte Saisontreffer.

Julian Pauli spielte derweil 90 Minuten für Dynamo Dresden gegen den 1. FC Nürnberg. Die Sachsen fuhren einen wichtigen 2:0-Erfolg im Abstiegskampf ein. Der Innenverteidiger hat sich zum absoluten Leistungsträger bei Dynamo gemausert. Die Chancen für eine Rückkehr in den Kader des FC scheinen indes groß. Vermutlich größer als bei Elias Bakatukanda. Der Innenverteidiger kam bei BW Linz auch weiterhin nicht zum Einsatz. Genauso wenig wie Rasmus Carstensen, der nach wie vor verletzt aussetzen muss. Über die genaue Verletzung hat Aarhus bislang keine Auskunft gegeben. Imad Rondic war am Wochenende zwar fit, kam für Preußen Münster beim 0:0 gegen Greuther Fürth aber nicht zum Einsatz. Auch in Münster scheint der Knoten wohl nicht zu platzen.