„Das ist meine Spielweise“ – Tom Krauß und Eric Martel überzeugen im Fight des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Eric Martel und Tom Krauss vom 1. FC Köln
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„Das ist meine Spielweise“ – Tom Krauß und Eric Martel überzeugen im Fight des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Gegen die TSG Hoffenheim zeigte der FC eine starke Leistung. Auch im Zentrum überzeugten zwei Akteure des 1. FC Köln: So ließen Eric Martel und Tom Krauß Hoffenheim verzweifeln.

Bei dem Unentschieden gegen den Champions-League-Aspiranten aus dem Kraichgau nahmen sie Schlüsselrollen ein für den 1. FC Köln. Eric Martel und Tom Krauß überzeugte als Doppelsechs gegen die TSG.

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Das Zahlenwerk des Duells zwischen dem 1. FC Köln und der TSG 1899 Hoffenheim belegte eindrucksvoll, wie groß die Herausforderung für die Geißböcke war, gegen die Gäste aus dem Kraichgau zumindest einen Punkt in Müngersdorf zu behalten. Hoffenheim verbuchte 60 Prozent Ballbesitz, gewann mehr Zweikämpfe. Zudem gaben die Gäste mehr als doppelt so viele Schüsse auf das Tor der Hausherren ab und leisteten sich mit zwölf Fouls ebenfalls die doppelte Anzahl. Dass FC-Trainer Lukas Kwasniok die Sinsheimer im Vorfeld sogar in ihrer Intensität auf eine Stufe mit dem FC Bayern München gestellt hatte, wirkte angesichts dieser Werte keineswegs überzogen. Und doch war dieses Kräftemessen wie geschaffen für insbesondere zwei Akteure im Kölner Trikot, die sich der Wucht entgegenstemmen sollten: Tom Krauß und Eric Martel.

Krauß: „Das gefällt mir, wenn jemand sowas sagt“

Der 24-jährige Krauß führte die meisten erfolgreichen Zweikämpfe für die Geißböcke und verlieh dem Spiel des 1. FC Köln jene physische Präsenz, die es brauchte, um der hohen Intensität der TSG Hoffenheim Paroli zu bieten. Krauß’ destruktive Fertigkeiten waren gefragt. Er störte, schob an, biss sich in direkte Duelle. Der Auftritt des Mittelfeldspielers hat auch beim Gegner Eindruck geschunden: „Andrej Kramaric hat nach dem Spiel gesagt, dass ich nur auf seinen Füßen stand. Das gefällt mir, wenn jemand sowas sagt. Das ist meine Spielweise”, teilte Krauß mit.

Gemeinsam mit seinen hervorragend aufgelegten Kollegen im Kölner Defensivverbund stemmte sich der 24-Jährige gegen eine Hoffenheimer Angriffswelle nach der anderen, so gut es gegen die Gäste in ihrer aktuellen Form eben möglich war. Auch Martel zeigte gegen Hoffenheim, dass die FC-Anhänger sich weiterhin auf ihn verlassen können. In der kritischen Phase kurz nach dem Ausgleich der Gäste durch Ozan Kabak, schickte sich die Ilzer-Elf an, vor dem Halbzeitpfiff sogar noch in Führung zu gehen. Nach einem missglückten Angriff der Geißböcke landete der Ball über einige Stationen im Kölner Sechzehner bei Wouter Burger, der dank eines cleveren Anspiels durch Fisnik Asllani freies Schussfeld hatte. Grätsche im allerletzten Moment verhinderte schließlich, dass sich der Effzeh kurz vor Ende der ersten Hälfte noch das zweite Gegentor fing.

Nachfolge gesichert?

Vor allem nach dem Wechsel schwamm die Kölner Defensive. „In den ersten zehn, fünfzehn Minuten hatten wir gar keinen Plan, das muss man ehrlich zugeben, wir haben gar keinen Zugriff bekommen“, sagte Krauß am Samstag. „Zum Glück machen wir das 2:2, aber ich bin dann zum Trainer gegangen und habe gefragt, was wir machen können, weil die Phase war nicht zufriedenstellend.“ Doch die Kölner fingen sich wieder, waren in der letzten halben Stunde besser. Auch, weil Krauß und Martel auf der Doppelsechs eine richtig gute Leistung abriefen.

Die anhaltend stabilen Leistungen von Krauß sorgen gleich aus mehreren Gründen für Entlastung bei den Domstädtern. Zum einen für den Mittelfeldspieler selbst, der im Falle des Klassenerhalts fest verpflichtet werden dürfte und nach zahlreichen Stationen trotz seines jungen Alters nun eine dauerhafte sportliche Heimat gefunden haben könnte. Zum anderen auf Clubebene: Geschäftsführer Thomas Kessler und Trainer Lukas Kwasniok werden mit Genugtuung registrieren, dass ein möglicher Abgang von Martel mit dem noch geliehenen Mainzer in der aktuellen Verfassung deutlich weniger schwer wiegen würde. Natürlich wäre der Verlust von Martel immer noch schmerzhaft, aber immerhin ist sicher: Krauß ist bereit, die mögliche Vakanz auszufüllen – wenn nicht sogar mehr. Spannend wird sein, ob der 24-Jährige gegen den FC Augsburg (Freitag, 20.30 Uhr) am kommenden Spieltag an die Leistungen vom vergangenen Samstag anknüpfen kann.


Endlich angekommen: Tom Krauß hat nicht nur seine Rolle beim 1. FC Köln gefunden

Tom Krauß nach dem Spiel gegen Mainz
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Endlich angekommen: Tom Krauß hat nicht nur seine Rolle beim 1. FC Köln gefunden

Nicht nur aufgrund seiner Leistung fällt Tom Krauß seit Beginn des Jahres besonders positiv auf. Der Sechser avanciert immer mehr zum emotionalen Leader beim 1. FC Köln: Tom Krauß ist beim FC angekommen und trifft nun auf seinen Heimatclub.

Für Tom Krauß steht am kommenden Spieltag eine besondere Begegnung auf dem Programm. Der 24-Jährige trifft mit dem FC auf seinen Heimat- und Ausbildungsclub Leipzig. Nach zahlreichen Profi-Stationen scheint der Mittelfeldspieler nun aber auch in Köln angekommen zu sein.

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Gefühlt war es jeder Ball, in den sich Tom Krauß im Duell gegen den VfL Wolfsburg reinschmiss. Mit vollem Einsatz verteidigte der Sechser das Zentrum gegen die Wölfe, nicht immer glücklich, am Ende aber sehr erfolgreich – drei Punkte für den FC, drei Punkte gegen den Abstieg. „Das bin ich. Meine Mentalität ist einer der Gründe, weshalb ich Profi geworden bin“, sagt Krauß im Interview mit fc.de. „Ich mag diese Situationen. Das passt zu meiner ekligen Spielweise.“ Und diese Spielweise hat den 24-Jährigen in die Startelf gebracht und ihn als Stammspieler etabliert. Fünf Spiele im Jahr 2026, vier Mal von Beginn an. „Ich hatte schon in den letzten Spielen vor der Pause einige Einsätze. Da kam ich so langsam ins Rollen“, so Krauß. „Man kann schon sagen, dass ich jetzt voll angekommen bin.“  

Gegen den Ex-Club

So angekommen, dass der Mittelfeldspieler zuletzt sogar Eric Martel, der seit März 2024 immer in der Anfangsformation gestanden hatte, aus der Startelf drängte. „Am Ende bleibt es aber ein Tagesgeschäft und ich will auch gegen Leipzig wieder performen“, sagt Krauß. Kein Wunder, denn da trifft der 24-Jährige auf seine Geburtsstadt, seinen Ex-Verein. Als Zehnjähriger kam Krauß von Sachsen Leipzig zu RB, durchlief sämtliche Junioren-Mannschaften, wurde U-Nationalspieler, sammelte mehr als 40 Spiele mit diversen DFB-Teams und spielte an der Seite von Spielern wir Dayot Upamecano, Malik Tillmann oder Leipzigs Neuzugang Brajan Gruda. Der 24-Jährige kennt den RB-Fußball. „Seitdem ich aus Leipzig weg bin, hat sich der Spielstil ein Stück weit verändert. Damals war es viel Pressing, heute haben sie viel Struktur mit Ball“, sagt Krauß.

Die Wurzeln sind geblieben. Noch heute ist der Mittelfeldspieler der Stadt verbunden. Schon vor dem Hinspiel im Sommer hatte Krauß betont, dass Leipzig seine Heimat sei, seine Familie und Freunde dort leben. Über Umwege ist der Spieler beim FC angekommen, spielte zwischenzeitlich für Nürnberg, Schalke, Luton, Mainz und Bochum. Im Sommer hatte der Spieler erklärt, er wolle endlich bei einem Verein ankommen. Das könnte diese Spielzeit rein vertraglich gelingen. 15 Spiele hat der Akteur für den FC absolviert und damit einen Teil der Kaufpflicht erfüllt, nun müssen die Kölner „nur noch“ die Klasse halten. Aber auch privat scheinen Köln und Krauß zusammenzupassen.

„Die ganze Stadt lebt den Verein“

Vor allem die Emotionalität hat es dem 24-Jährigen angetan. „Die ganze Stadt lebt den Verein. Das bekommst du mit, wenn du zum Spiel hin oder nach dem Spiel nach Hause fährst. Die ganze Woche wird nur über den FC geredet“, sagt Krauß. „Das kenne ich schon von ein, zwei anderen Clubs, aber Köln hebt sich im Vergleich schon sehr ab. Dazu zählt natürlich auch die Stimmung. Die Hymne ist schon sehr besonders. Bei der Youth League konnte ich sie mal anders erleben und auf mich wirken lassen, ohne mich auf ein Spiel zu fokussieren.“ Am Sonntag (15.30 Uhr, ab 14.15 Uhr im Liveticker bei come-on-fc.com) liegt der volle Fokus auf Leipzig, seinem Ex-Verein, der Vergangenheit und in gewisser Weise damit auch auf seiner Zukunft in Köln.


Ernüchterung zum Jahresende beim 1. FC Köln: Die Bilanz ist nicht bei allen Neuverpflichtungen gut

Sebastian Sebulonsen, Marius Bülter und Jakub Kaminski
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Ernüchterung zum Jahresende beim 1. FC Köln: Die Bilanz ist nicht bei allen Neuverpflichtungen gut

Mit einer Niederlage haben sich die Geißböcke in die Winterpause verabschiedet. Von der Anfangseuphorie ist zuletzt nicht mehr viel geblieben. Und das liegt auch an den Neuverpflichtungen des 1. FC Köln: Nicht alle Transfers überzeugen.

Im Sommer wurde Thomas Kessler für seine zahlreichen Neuverpflichtungen gefeiert. Wohl zu recht, denn die Kölner spielten bekanntlich groß auf. In den vergangenen Wochen zeigte die Formkurve dann aber auch bei dem ein oder anderen Akteur ein wenig nach unten. So sehr, dass über weitere Neuverpflichtungen nachgedacht wird beim 1. FC Köln: Nicht alle Transfers überzeugen.

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Ron-Robert Zieler: Die Rollenverteilung war schon bei der Verpflichtung ganz klar kommuniziert. Der Weltmeister von 2014 kam als neue Nummer zwei ans Geißbockheim. Eine Rolle, die dem Routinier sehr gut zu Gesicht steht. Zieler hat bislang auch schon bewiesen, dass er zu jeder Zeit einspringen könnte und würde. Mit mehr als 400 Bundesliga- und 2. Bundesliga-Spielen gehört Zieler zu den erfahrensten Spielern beim FC.
Fazit: Gute Verstärkung (als Nummer zwei)

Starker Eindruck in der Defensive

Sebastian Sebulonsen: Zu Saisonbeginn einer der ganz großen Gewinner beim FC. Gehörte zum absoluten Stammpersonal als Lukas Kwasniok noch erklären musste, dass er gar keine Stammpositionen vergebe. Und das zahlt sich Stand jetzt auch beeindruckend aus. Der FC hat den Norweger für 2,5 Millionen Euro verpflichtet, Sebulonsen konnte seinen Marktwert laut transfermarkt.de aber auf fünf Millionen in die Höhe treiben. Und nicht nur das: Der 25-Jährige feierte sogar sein Debüt in der norwegischen Nationalmannschaft. Für Kwasniok extrem wichtig: Der Norweger kann auch als Innenverteidiger auflaufen.
Fazit: Absolute Verstärkung

Kristoffer Lund: Das Pendant zu Sebulonsen auf der linken Seite. Auch der gebürtige Däne startete gut, auch der gebürtige Däne macht sich Hoffnungen auf die WM – allerdings für die USA. Doch gerade Lund hat in den vergangenen Wochen extrem nachgelassen, war gefühlt an nahezu jedem Gegentor seit dem Gladbach-Spiel beteiligt. Durch die vergangenen Wochen wird auch über einen möglichen Neuzugang auf der linken Seite spekuliert. Das haben sich Lund, aber auch die Kölner Kaderplaner sicherlich anders vorgestellt.
Fazit: Durchwachsene Leistungen stellen Auftakt in Frage

Pech und schwerer Stand

Rav van den Berg: Der Königstransfer des Sommers konnte die Ablöse in Höhe von acht Millionen Euro noch nicht so richtig rechtfertigen. Das lag vor allem an seiner Verletzung, die er sich gegen Wolfsburg zugezogen hat. Van den Berg fiel wochenlang aus. Dass er das Potenzial zu einem ganz großen Defensivspieler hat, hat der 21-Jährige schon mehrfach aufblitzen lassen. Dass er noch Schwächen hat, ist aber auch nicht zu übersehen. Zuletzt an einer Roten Karte für ein absolut unnötiges Handspiel.
Fazit: Absolute Verstärkung

Cenk Özkacar: Die Verpflichtung des Türken sorgte vor allem aufgrund seiner Vita für Fragezeichen. Immer wieder wurde der Innenverteidiger verliehen. Doch auch bei den Leihstationen gehörte Özkacar nur selten zum Stammpersonal. Und so ist es auch beim FC. Özkacar stand in 17 Begegnungen fünf Mal in der Startelf, saß aber auch sieben Mal 90 Minuten komplett auf der Bank. Bei keinem seiner insgesamt zehn Einsätze sammelte der Abwehrspieler Argumente für eine feste Verpflichtung.
Fazit: Noch keine Verstärkung

18 Spieler bereits in der Startelf

Tom Krauß: Der 24-Jährige hat sich sicherlich mehr von dem aktuellen Saisonverlauf versprochen. Dabei gehört Krauß durchaus zu den Spielern, die den FC in der Breite auf ein anderes Niveau gehoben haben. Der Mittelfeldspieler ist laut Kwasniok ein Defensiv-Allrounder und daher auch auf verschiedensten Positionen bereits eingesetzt worden. Seine Einsatz-Bilanz gleicht einer Achterbahn. Mal in der Startelf, mal Joker, mal Bankdrücker.
Fazit: Verstärkung in die Breite

Isak Johannesson: Der Isländer ist stark in die Saison beim FC gestartet und war unter Kwasniok lange unangefochtener Stammspieler. Das hat sich in den vergangenen Wochen aber ein wenig verschoben. Ausgerechnet seit dem schmerzhaften WM-Aus mit der Nationalmannschaft von Island findet der Mittelfeldspieler nicht mehr so recht in die Spur. Vor allem strahlt Johannesson in der Vorwärtsbewegung bislang zu wenig Gefahr aus. Dennoch scheinen sich die 5,5 Millionen Euro Investition im Sommer gelohnt zu haben. Nach dem letzten Marktwert-Update schätzt transfermarkt.de den Isländer auf zehn Millionen Euro ein.
Fazit: Verstärkung

Alessio Castro-Montes: Der letzte Transfer der Geißböcke des vergangenen Sommers ist bislang die sportlich größte Enttäuschung. Castro-Montes ist noch nicht so richtig angekommen. Bislang kommt der erfahrene Belgier auf vier Einsätze. Der einzige von Beginn an war bislang der enttäuschendste. Die FC-Verantwortlichen haben den Schienenspieler für rund zwei Millionen Euro unter Vertrag genommen, als dieser laut transfermarkt.de noch fünf Millionen wert war. Durch den jüngsten Downgrade auf drei Millionen haben sich die beiden Werte angepasst. Bislang bleibt die Verpflichtung ein Rätsel.
Fazit: Noch keine Verstärkung

Die Kölner Hoffnungsträger

Jakub Kaminski: Lukas Kwasniok bezeichnet den Offensivspieler als den besten Spieler des Kaders. Dass der 23-Jährige einer der besten Akteure ist, hat er bereits beeindruckend unter Beweis gestellt. Zu Saisonbeginn als Alleinunterhalter auf der linken Offensivseite. Zuletzt auch gerne mal eine Reihe dahinter als Laufwunder und Lückenstopfer. Das zahlt sich aus. Kaminski hat seinen Marktwert ebenfalls gesteigert. Dass der FC die Kaufoption zieht, scheint unausweichlich.
Fazit: Absolute Verstärkung

Said El Mala: Der 19-Jährige ist der absolute Shootingstar der Geißböcke und neben Lennart Karl der Bundesliga. Kein Wunder, dass er sich berechtigte Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen darf. Beim FC ist El Mala mit seinen Toren und Assists mittlerweile so etwas wie die Lebensversicherung. Allerdings hat der 19-Jährige noch einige Felder, an denen er arbeiten muss. Ob er das künftig in Köln tut, wird wohl der kommende Sommer zeigen, ist dann aber eher unwahrscheinlich.
Fazit: Absolute Verstärkung

Ragnar Ache: Die Szenen nach dem Spiel gegen Union Berlin spiegelten möglicherweise die Gefühlswelt des Angreifers wider. Ache kam zum FC, um seine Bundesligatauglichkeit unter Beweis zu stellen. Bislang hat die Zeit in Köln viel von einer Achterbahnfahrt. Die Bilanz ist bislang eine solide. In 16 Begegnungen erzielte Ache zwei Tore, bereitete aber sechs weitere vor. Dennoch ist der Angreifer nicht gesetzt.
Fazit: Verstärkung

Marius Bülter: Der Stürmer war zum Saisonauftakt wohl die größte Überraschung unter den Neuverpflichtungen. Vor allem gegen Mainz und Freiburg spielte der Angreifer mit zwei Toren und zwei Vorlagen groß auf. Gerade in den vergangenen Wochen wollte es für den Stürmer aber nicht mehr rundlaufen. Bülter wirkte zu oft wie ein Fremdkörper im Kölner Spiel.
Fazit: Zuletzt schwächelnd

Ordentliche Leistung gegen St. Pauli: Tom Krauß bietet sich als Alternative an

Tom Krauß im Spiel gegen den FC St. Pauli
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Ordentliche Leistung gegen St. Pauli: Tom Krauß bietet sich als Alternative an

Das erste Mal seit über einem Monat stand Tom Krauß mal wieder in der Startelf des FC. Dabei zeigte der Mittelfeldspieler eine sehr ordentliche Leistung und empfahl sich für mehr beim 1. FC Köln: Tom Krauß bietet sich als Alternative an.

Nachdem Tom Krauß in den vergangenen Wochen eher wenig gespielt hatte, bekam er gegen St. Pauli eine neue Chance, sich zu zeigen beim 1. FC Köln: Tom Krauß bietet sich als Alternative an.

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Es war ein kurzer Schockmoment zum Schluss des Spiels, aber wahrscheinlich einer ohne größere Folgen: In der 82. Minute musste Tom Krauß im Spiel gegen den FC St. Pauli angeschlagen ausgewechselt werden. Aber bereits auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gab Trainer Lukas Kwasniok eine leichte Entwarnung: „Er hat lange nicht gespielt, heute dann so eine Leistung abgespult, aber musste leider dann verletzungsbedingt runter. Jetzt nichts Wildes, aber es ging dann einfach auch nicht mehr“, so Kwasniok. Wenn sich die Einschätzung des Coaches bewahrheitet, dürften alle im Kölner Umfeld aufatmen. Denn wie Kwasniok selber auch bemerkte, hatte der 24-Jährige zuvor eine sehr ordentliche Leistung gezeigt. So empfahl sich der zentrale Mittelfeldspieler wieder für mehr Spielzeit.

Erster Startelfeinsatz seit dem Pokalspiel gegen Bayern

Denn bisher in der Saison kam der Sommerneuzugang noch nicht so zum Zug, wie er es sich vor der Spielzeit wahrscheinlich erhofft hat. Erst viermal inklusive der Partie gegen St. Pauli kam der frühere deutsche U21-Nationalspieler in der Liga von Anfang an zum Einsatz. Außerdem stand der Defensive-Allrounder noch einmal im Pokal gegen den FC Bayern München in der ersten Elf. Ganze fünfmal saß Krauß dagegen sogar komplett auf der Bank. Nun gab es aber die neue Chance in der Startelf, nachdem der 24-Jährige in der Woche zuvor gegen Werder Bremen bereits die gesamte zweite Hälfte ran durfte. Dabei überzeugte der aus Mainz geliehene Profi mit einigen Balleroberungen und einer starken Passquote. So brachte er 96 Prozent seiner Pässe an den Mann.

Hin und wieder schaltete sich der Mittelfeldspieler auch in die Offensive ein. So hatte Krauß in der 76. Minute einen Abschluss aus gut 22 Metern nach einer Ablage von Ragnar Ache. Bei diesem zu zentralen Schuss wurde aber auch deutlich, dass der offensive Einfluss weniger der Grund ist, warum ihn der 1. FC Köln im Sommer geholt hat. Dafür war der 24-Jährige aber in der Defensive sehr sicher. Dort ließ er sich immer wieder in die letzte Kette fallen. So trug der Mittelfeldspieler seinen Teil dazu bei, dass die Hamburger offensiv fast gar nicht stattfanden. Beim Ausgleich und ein paar Minuten davor bei der vielleicht besten Chance der Gäste, als Abdoulie Ceesay bei einer flachen Hereingabe der Hackentrick misslang, war Krauß bereits nicht mehr auf dem Platz.

Signal an Kwasniok

So zeigte Krauß seinem Trainer mit seiner ordentlichen Leistung, dass dieser auf ihn bauen kann, wenn er gebraucht wird. Das ist gerade bei der momentan personell angespannten Lage in der Kölner Defensive ein gutes Zeichen für Kwasniok. Denn der Coach hatte in den vergangenen Partien wegen der vielen Ausfälle immer bei der Aufstellung puzzeln müssen, um eine funktionierende Defensive aufzustellen. Da wird es ihm sehr gelegen kommen, dass er sich auf Krauß verlassen kann, auch wenn dieser in den Wochen zuvor weniger gespielt hat.

Damit gibt der 24-Jährige Kwasniok auch mehr Optionen im zentralen Mittelfeld. So kann dieser die Belastung besser steuern. Das war auch einer der Gründe, warum der Sommerneuzugang gegen St. Pauli in der Startelf gestanden hatte. Denn gerade Isak Johannesson, der sonst gesetzt war, wirkte zuletzt etwas ausgelaugt. „Man hat jetzt schon auch ein bisschen gemerkt, dass er ein Ticken überspielt ist. Du bist die ganze Zeit am Anschlag“, sagte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel über den Isländer. Also gab es für den 22-Jährigen am Samstag eine Pause. Dafür sprang Krauß in die Bresche und nutzte seine Chance. So hat Kwasniok vor dem nächsten Spiel nun die Qual der Wahl, wen er im zentralen Mittelfeld ranlässt. Und vielleicht reicht es für Krauß ja zum zweiten Startelfeinsatz in Folge.

Feste Verpflichtung oder Abgang im Sommer? So ist der Stand bei den Leih-Neuzugängen des 1. FC Köln

Jakub Kaminski vom 1. FC Köln beim Torjubel.
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Feste Verpflichtung oder Abgang im Sommer? So ist der Stand bei den Leih-Neuzugängen des 1. FC Köln

Gleich vier Spieler hat der FC im Sommer per Leihe verpflichtet und sich bei allen eine Kaufoption gesichert. Bisher sind die Leih-Profis jedoch unterschiedlich gut eingeschlagen beim 1. FC Köln: Empfehlen sich die Leih-Zugänge für feste Transfers?

Um den Umbruch im vergangenen Sommer finanziell zu bewältigen, verpflichtete Sportdirektor Thomas Kessler auch einige Neuzugänge per Leihe. Bei allen gibt es jedoch nach dieser Saison eine Kaufoption für den 1. FC Köln: Empfehlen sich die Leih-Zugänge für feste Transfers?

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Der Umbruch im Sommer war gewaltig beim 1. FC Köln: Neben zahlreichen Abgängen holte der FC ganze elf Neuzugänge ans Geißbockheim. Um diese Menge an Transfers finanzieren zu können, griff Sportdirektor Thomas Kessler auch auf Leihgeschäfte. So kamen mit Cenk Özkacar, Kristoffer Lund, Tom Krauß und Jakub Kaminski gleich vier Spieler vorerst nur für die aktuelle Saison zu den Geißböcken. Dabei sicherte sich der Verein jedoch bei allen Profis eine Kaufoption (im Fall von Krauß eine Kaufpflicht), mit der sie diese im kommenden Sommer fest verpflichten können. Ob die Verantwortlichen diese jedoch bei allen ziehen wollen, hängt natürlich von den Leistungen ab, die sie diese Spielzeit im Kölner Trikot zeigen. Und die unterscheiden sich schon relativ deutlich.

Volltreffer Jakub Kaminski

Voll eingeschlagen ist Jakub Kaminski. Die Entwicklung des Polen in der Domstadt ist überragend. Trainer Lukas Kwasniok adelte ihn zuletzt als seinen „besten Spieler“. So ist es auch nicht überraschend, dass der Offensivspieler einer der Dauerbrenner ist und alle zehn Liga-Partien durchgespielt hat, nur im Pokal in beiden Runden in der Schlussviertelstunde ausgewechselt wurde. Der 23-Jährige gab mit 25 Schüssen die viertmeisten der Liga ab und erzielte dabei schon vier Treffer. Auch eine Vorlage lieferte der Neuzugang. Es hätten allerdings schon mehr sein können, denn mit 1,63 Torschussvorlagen und 0,45 kreierten Großchancen pro 90 Minuten hat der Angreifer starke Offensiv-Werte.

Neben seinem offensivem Qualitäten passt Kaminski zusätzlich mit seinem Einsatzwillen perfekt zu Kwasniok. Der Linksaußen legte mit 117,8 Kilometern die zweitmeisten der Bundesliga zurück. Mit 211 Sprints und 763 intensiven Läufen befindet sich der polnische Nationalspieler in diesen Kategorien ebenfalls in den Top Zehn beziehungsweise Top Fünf. Außerdem überzeugte der 23-Jährige mit seiner Variabilität. Denn neben seiner Lieblingsposition Linksaußen kann der Angreifer nahezu auf allen Positionen in der Offensive auflaufen sowie als Schienenspieler. Diese Rolle füllte er auch in den vergangenen beiden Partien gegen den HSV und Borussia Mönchengladbach auf der rechten Seite mehr als zufriedenstellend aus. Daher dürfte eine feste Verpflichtung nur Formsache sein, wenn seine Entwicklung weiter geht wie bisher. Die Kaufoption von kolportierten fünf Millionen Euro wäre für den FC dann sogar ein Schnäppchen.

Gute Aussichten bei Kristoffer Lund

Ebenfalls gute Aussichten auf eine feste Verpflichtung hat Lund. Der Linksverteidiger ist auf der linken Schiene gesetzt und kam bis auf gegen Leipzig in allen Pflichtspielen zum Einsatz, meistens von Beginn an. Dabei zeigte der gebürtige Däne keine großen Anpassungsschwierigkeiten nach seinem Wechsel vom Palermo FC aus der zweiten italienischen Liga in die höchste deutsche Spielklasse. Zuletzt im Derby agierte der 23-Jährige zwar unglücklich und verursachte zwei Elfmeter. Ansonsten überzeugte der Leihspieler aber mit ordentlichen Leistungen und hat wahrscheinlich noch Potenzial für mehr. So sollte Lund seinen Einfluss in der Offensive verbessern, denn bisher kommt er noch auf keine Torbeteiligung und gab im Vergleich zu anderen Spielern auf seiner Position mit 0,54 pro 90 Minuten nur relativ wenig Torschussvorlagen. Ansonsten ist der Schienenspieler aber eine Konstante im Kölner Spiel und verleiht diesem mit einer Höchstgeschwindigkeit von 35,11 km/h einiges an Tempo.

Schlechter als bei Lund sieht es bei Özkacar aus. Die Leihe in die Domstadt läuft für den Innenverteidiger durchwachsen. War er zu Beginn der Saison noch häufig außen vor, bekam der frühere türkische Nationalspieler zuletzt durch die Verletzungen von Timo Hübers und Rav van den Berg mehr Einsatzzeit. Wenn Letzterer bald sein Comeback gibt, dürften diese aber wieder abnehmen. Denn der 25-Jährige konnte seine Chancen nicht wirklich nutzen, zeigte höchstens durchschnittliche Leistungen und verursachte mit einem großen Fehler im Derby das zwischenzeitliche Gladbacher 3:0. Damit der FC die Kaufoption zieht, muss sich der Abwehrspieler noch steigern und im Konkurrenzkampf beweisen.

Spezialfall Tom Krauß

Etwas anders als bei Kaminski, Lund und Özkacar ist die Situation bei Krauß. Bei ihm wird aus der Kaufoption im Falle des Klassenerhalts eine Kaufpflicht. Bisher glänzte der eigentliche Sechser als „Defensiv-Allrounder“, wie ihn Kwasniok bezeichnete. So kam der 24-Jährige bereits im zentralen Mittelfeld, als Innenverteidiger und als Linksverteidiger zum Einsatz. Mit im Schnitt 1,58 pro Spiel gelangen ihm in diesen Einsätzen viele Balleroberungen. Auch blockte der Neuzugang viele Bälle und weißt mit 89,4 Prozent eine gute Passquote auf.

Vollends den Trainer überzeugen konnte Krauß jedoch offenbar noch nicht und saß daher schon mehrfach 90 Minuten auf der Bank oder wurde nur eingewechselt. Trotzdem gibt Krauß mit seinen Qualitäten dem FC-Kader bisher mehr Breite und spielt solide, wenn er gebraucht wird. Somit dürften die Kölner Verantwortlichen nicht unglücklich darüber sein, wenn am Ende der Saison die Kaufpflicht greifen sollte und der frühere deutsche U21-Nationalspieler fest in die Domstadt wechselt. Ob sie aber im Falle eines Abstiegs bei den bisherigen Einsatzzeiten die dann Kaufoption ziehen würden, ist zumindest fraglich.

Maina und Co. außen vor: Lukas Kwasniok muss beim 1. FC Köln harte Entscheidungen treffen

Linton Maina im Training des 1. FC Köln
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Maina und Co. außen vor: Lukas Kwasniok muss beim 1. FC Köln harte Entscheidungen treffen

Qualitativ ist der Kader der Geißböcke breit aufgestellt. So muss Lukas Kwasniok jeden Spieltag harte Entscheidungen treffen beim 1. FC Köln: Gleich mehrere Spieler sind in einer verzwickten Lage.

Linton Maina, Cenk Özkacar oder Tom Krauß saßen beim Spiel gegen den FC Augsburg 90 Minuten auf der Bank. Alessio Castro-Montes und Jusuf Gazibegovic schafften es für die Partie nicht mal in den Kader des 1. FC Köln: Gleich mehrere Spieler sind in einer verzwickten Lage.

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Eigentlich ist es Linton Mainas Anspruch, so viel wie möglich zu spielen. Darum verlängerte der Linksaußen auch nach der vergangenen Saison seinen Vertrag beim 1. FC Köln. In der Bundesliga kam der 26-Jährige aber bisher kaum zum Einsatz. Nur drei Mal durfte der Flügelspieler für den FC auflaufen, ein einziges Mal davon von Beginn an. Eine schwierige Situation für den Profi, wie er zuletzt erklärte: “Es ist sehr schwierig und es wird auch nicht leichter. Es werden immer wieder neue Entscheidungen getroffen. Das wollte der Trainer so, das wollte Thomas Kessler so“, sagt Maina im FC-Podcast von Radio Köln Anfang Oktober. „Man muss irgendwie damit klar kommen. Leicht ist es nicht. Jeder will spielen und vor allem will auch jeder mitfahren”, urteilte der 26-Jährige damals.

Der nächste Nackenschlag für Maina

Nach der Ausbootung für das Spiel gegen Wolfsburg im September sind die 90 Minuten auf der Auswechselbank am vergangenen Samstag nun also der nächste Nackenschlag für den Flügelstürmer. Auch gegen die TSG Hoffenheim kam er erst nach 72 Minuten in die Partie, für den Shootingstar El Mala, der schließlich auch für das Aufeinandertreffen mit dem FC Augsburg den Vorzug mit seiner Einwechslung erhielt und die Entscheidung des Trainers prompt mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand zurückzahlte.

Dass die Erfolge der aktuellen Saison am Geißbockheim für viele eng mit dem Namen Said El Mala verknüpft sind, ist kein Geheimnis. Über den entfachten Konkurrenzkampf im Kader war sich auch Maina im Interview mit Radio Köln sehr bewusst: „Ich glaube, der Trainer sieht mich auch vorne. Aber man muss auch sagen, dass die Spieler vorne gerade einfach performen“, sagte der gebürtige Berliner über seinen Konkurrenzkampf mit El Mala und Co. Gerade nach der vergangenen Spielzeit ist das doch eine überraschende Entscheidung. Immerhin hatte Maina mit seinen zahlreichen Scorerpunkten großen Anteil am Aufstieg der Geißböcke. Umso drastischer erscheint die geringe Einsatzzeit des ehemaligen Leistungsträgers.

Der Weg zurück steht offen

Fest steht aber auch: Die Saison ist noch jung und es bleibt Zeit für Spieler auf dem Abstellgleis, auch wieder in die Startelf zurückzukehren. „Ich bin mir recht sicher, dass er noch nicht an seinem persönlichen Limit angelangt ist. Er war in der vergangenen Saison ein ganz wichtiger Faktor. Aber da haben wir auch in der zweiten Liga gespielt“, erklärte Kwasniok bereits vor dem Duell mit RB Leipzig im September seine Entscheidung um Maina . „Ich will das allerletzte Quäntchen aus ihm herausholen. Und dazu sind manchmal auch unpopuläre Maßnahmen vonnöten“, so Kwasniok damals weiter.

In dieser Saison mussten auch andere Spieler erfahren, dass sich das Niveau und die Qualität im Kader verändert haben. Ein Beispiel ist Leart Pacarada, der aussortiert wurde. Neben Maina verfolgten bislang auch die Neuzugänge Tom Krauss, Ragnar Ache, Cenk Özkacar und Alessio Castro Montes den Saisonstart vornehmlich von der Bank aus oder werden bei der Kadernominierung nicht berücksichtigt. Bislang rotiert Kwasniok immer wieder, wirft Woche für Woche andere Spieler in die Formation. Sicherlich auch, um alle Spieler bei Laune zu halten. Doch ob Kurzeinsätze einen Leistungsträger der Vorsaison glücklich machen, muss sich dann wohl noch zeigen.


So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln

Joel Schmied, Kristoffer Lund und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln

Ein Dutzend Spieler sind im Sommer nach Köln zum FC gewechselt und haben den Domstädtern damit ein neues Gesicht verliehen. Und Thomas Kessler scheint in seiner ersten Transferphase als Sportdirektor einen guten Job gemacht zu haben. So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln.

Zwar haben sich im Sommer auch einige Transferziele zerschlagen, dennoch wurde Thomas Kessler für seine Transfers von den Fans gefeiert. Und das offenbar nicht ohne Grund. So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln.

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Ron-Robert Zieler: Der Weltmeister von 2014 kam als neue Nummer zwei und fügt sich in diese Rolle perfekt ein. Zieler wäre da, wenn Marvin Schwäbe ausfallen würde. Als Ersatzkapitän hat er eine wichtige Stimme in der Kabine. Zudem ist der Routinier – immerhin mehr als 400 Bundesliga und 2. Bundesliga-Spiele – der Pokal-Keeper der Kölner. Seine erste Aufgabe gegen Jahn Regensburg meisterte Zieler souverän, nun steht bald das Duell gegen den FC Bayern München auf dem Programm. Sicherlich ein weiteres Highlight seiner Karriere.

Starker Eindruck in der Defensive

Sebastian Sebulonsen: Einer der ganz großen Gewinner der noch jungen Saison. Der rechte Schienenspieler kam aus Bröndby zum FC und ehrlich gesagt hatten den Norweger wohl nur die wenigsten Experten so richtig auf dem Zettel. Die Arbeit beim FC und mit Lukas Kwasniok dürfte das Prädikat „perfektes Match“ tragen. Zumindest bislang. Sebulonsen ist neben Timo Hübers, Eric Martel und Jakub Kaminski einer von vier Spielern, die immer in der Startelf gestanden haben. Von den Spielern, die regelmäßig zum Einsatz kommen, erzielt der 25-Jährige die besten Zweikampfwerte, gewinnt im Schnitt zwei von drei Duellen. Trotz seiner Vorstöße in die Offensive und den meisten Flanken beim FC, wartet Sebulonsen noch auf seine erste Torbeteiligung.

Kristoffer Lund: Das Pendant zu Sebulonsen auf der linken Seite. Doch der gebürtige Däne mit amerikanischen Pass hat sich angesichts der großen Konkurrenz auf der linken Seite noch nicht komplett festspielen können. Dennoch: In vier der sieben bisherigen Pflichtspielen stand Lund in der Anfangsformation. Der 23-Jährige wirkt in den Zweikämpfen bislang aber nicht immer ganz sicher. Mit 35,11 km/h hat der Schienenspieler bislang die höchste Temperatur bei den Geißböcken auf dem Tacho.

Pech und schwerer Stand

Rav van den Berg: Pech für den teuersten Neuzugang des Sommers. Der Innenverteidiger zog sich bereits in seinem zweiten Pflichtspiel für die Geißböcke eine ärgerliche Schulterverletzung zu, musste operiert werden und fehlt seitdem. Dabei deutete Lukas Kwasniok vor wenigen Wochen an, welche Rolle der Niederländer beim FC spielen sollte. „Wir haben uns schon, ein wenig darauf fokussiert, mit Rav die richtige Konstellation auf den Platz zu bekommen“, sagte der Coach zuletzt. „Er hat sich dann in seinem 2. Spiel verletzt und dann ist die Gedankenwelt schon ein wenig zusammengebrochen.“ Kein Wunder, dass die Kölner für den Abwehrspieler tief in die Tasche gegriffen haben. Die Qualität blitzte in den ersten Spielen durchaus auf. An van den Berg wird der FC sicherlich noch seine Freude haben.

Cenk Özkacar: Etwas überraschend stand der Türke kurz nach seiner Verpflichtung im DFB-Pokal direkt in der Startelf. Die Leistung war durchaus in Ordnung. Doch sie reichte offenbar nicht, um sich für weitere Einsätze in der Anfangsformation zu beweisen. Seitdem ist der Innenverteidiger hinten dran, kam nur noch zu zwei Kurzeinsätzen gegen Mainz und Hoffenheim. „Für ihn gilt es jetzt Gas zu geben. Wenn die Zeit reif ist, werde ich ihn reinwerfen“, sagte Kwasniok zuletzt. Aktuell haben andere Spieler die Nase vorne und Özkacar einen schweren Stand.

18 Spieler bereits in der Startelf

Tom Krauß: Der 24-Jährige ist aktuell sicherlich einer der Spieler, die Lukas Kwasniok zu dem Pool an Akteuren zählen würde, die für ihn immer mal wieder in die Anfangsformation rotieren können. In den bisherigen sieben spielen war schon alles dabei: Drei Mal stand der etatmäßige Mittelfeldspieler in der Startelf, zwei Mal wurde er eingewechselt, zwei Mal saß er komplett auf der Bank. Zudem spielte der gebürtige Leipziger bereits in den Innenverteidigung, als Linksverteidiger und als Sechser. Nicht umsonst bezeichnete Kwasniok den Spieler unlängst als seinen „Defensiv-Allrounder“.

Isak Johannesson: Auch der Isländer gehört eigentlich zum Stammpersonal der Geißböcke. Einzig im Duell gegen Wolfsburg kam Johannesson erst zur zweiten Halbzeit. Allerdings wohl auch, weil sich der Mittelfeldspieler im Länderspiel gegen Frankreich einen Pferdekuss abgeholt hatte. Der 22-Jährige ist längst beim FC angekommen, konnte sich bereits mit zwei Treffern in die Torjägerliste eintragen. Er ist Taktgeber, Dauerläufer und Motor bei den Geißböcken – vor allem seine Spieleröffnungen sind für die Mannschaft enorm wichtig. „Er kann viel und auch intensiv laufen, hat eine gute Dynamik, einen guten ersten Step und kann an den Gegenspielern vorbei gehen“, erklärte auch Trainer Kwasniok. 

Alessio Castro-Montes: Der letzte Transfer der Geißböcke des vergangenen Sommers ist noch nicht so richtig angekommen. Und das, obwohl es zunächst einen Blitzstart gegen Wolfsburg gegeben hat. Genau das ist laut Lukas Kwasniok aber auch kontraproduktiv gewesen. „Er war gerade angekommen, hat die Namen zum Teil noch nicht gekannt“, sagt der Coach. „Er war noch gar nicht angekommen. Ich habe von ihm etwas gefordert, das er nicht hätte bringen können.“ Möglicherweise dient die aktuelle Länderspielpause, um den Belgier näher an die Mannschaft zu bringen. Dabei können sich die Geißböcke wohl auf einen feinen Fuß freuen. Zumindest nach der Einordnung des Coachs. „Als wir ihn im Training gesehen haben, haben wir gedacht, wir haben eine Mischung aus Neymar und Messi verpflichtet“, sagte Kwasniok. Das klingt mindestens verheißungsvoll.

Die Kölner Hoffnungsträger

Jakub Kaminski: Verheißungsvoll war auch der Start des Polen beim FC. Der 23-Jährige ist unter Lukas Kwasniok absolut gesetzt, stand bislang immer in der Startelf und kommt von allen Kölner Profis auf die höchste Einsatzzeit. Kaminski ist auch der Hauptgrund, warum es einer der Leistungsträger des Vorjahren, Linton Maina, aktuell so schwer hat. Mit drei Toren ist der Offensivspieler der Top-Torjäger beim FC. Zudem erarbeitet Kaminski viele Torchancen, legt auch immer wieder für Torabschlüsse auf. Stand jetzt werden sich die Kölner mit großer Sicherheit im kommenden Sommer um eine feste Verpflichtung kümmern.

Said El Mala: Der 19-Jährige hat nicht erst mit seinem entscheidenden Treffer gegen Hoffenheim für Furore gesorgt. El Mala ist der Shootingstar bei den Geißböcken und die aktuelle Entwicklung macht ihn sportlich aber auch wirtschaftlich zum Kölner Hoffnungsträger. Der FC ist sehr darauf bedacht, den Youngster am Boden zu halten. Wenn der Offensivspieler seine Karriere aber weiter mit solchem Tempo vorantreibt, wird El Mala auch medial nicht klein zu halten sein.

Ragnar Ache: Laut der Einschätzung von transfermarkt.de ist der Stürmer neben Isak Johannesson der wertvollste Spieler der Geißböcke. Diese Qualität hat Ache bislang aber noch nicht komplett auf die Bahn gebracht. Der Stürmer wird von Lukas Kwasniok hauptsächlich als Joker gebracht. Erst einmal stand Ache von Beginn an auf dem Platz. Das aber, weil Marius Bülter verletzt ausfiel. Aber: Ache gefällt in der Rolle des Jokers. Der Stürmer bringt so eine andere Dynamik und eine andere Qualität ins Spiel. Nicht umsonst sammelte der Angreifer schon vier Vorlagen in sieben Pflichtspielen.

Marius Bülter: Der Stürmer war zum Saisonauftakt wohl die größte Überraschung unter den Neuverpflichtungen. Vor allem gegen Mainz und Freiburg spielte der Angreifer mit zwei Toren und zwei Vorlagen groß auf. Gegen Leipzig folgte dann die frühe Auswechslung aufgrund eines Pferdekusses, gefolgt von einer Achillessehnenreizung. Seitdem ist Bülter erst einmal außen vor. Doch aktuell deutet viel darauf hin, dass die Kölner an dem 32-Jährigen noch durchaus ihre Freude haben werden.

Die „Heimreise“ zweier FC-Profis weist auf eine RB-Schwäche im Vergleich zum FC hin

Eric Martel und Tom Krauß spielten schon für RB Leipzig
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Die „Heimreise“ zweier FC-Profis weist auf eine RB-Schwäche im Vergleich zum FC hin

Mit Tom Krauß und Eric Martel kehren am Samstag gleich zwei Profis zu ihrem ehemaligen Verein zurück. Die Spieler des 1. FC Köln offenbaren eine Schwäche von Leipzig. Denn viele RB-Nachwuchshoffnungen schaffen den Durchbruch an anderer Stelle.

Eric Martel und Tom Krauß spielten einst für RB, schafften aber den Sprung zu den Profis nicht nachhaltig. Der Durchbruch gelang an anderer Stelle. Die Spieler des 1. FC Köln offenbaren damit eine Schwäche von Leipzig.

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Ein Kaderwert von mehr als 340 Millionen Euro, Transferausgaben von 130, -einnahmen von rund 200 Millionen Euro. Wirtschaftlich spielt RB Leipzig bekanntlich in einer ganz anderen Liga als der FC. Alleine die Verpflichtung von Conrad Harder hat RB mit einer Ablöse von 24 Millionen Euro in etwa die Gesamtsumme aller Kölner Neuverpflichtungen in diesem Sommer gekostet. Ein neidvoller Blick Richtung Domstadt sollte bei den Sachsen also auf dieser Ebene eher kein Thema sein.

Auf einer anderen möglicherweise schon: der Nachwuchsarbeit. Die ist in Leipzig sicher auch keine schlechte. Immerhin hat RB in den vergangenen Jahren massiv in die Ausbildung der Eigengewächse investiert. Nur will es mit der Durchlässigkeit bei RB nicht so recht funktionieren. Eine Zweitvertretung hat Leipzig nicht mehr, der Sprung von der U19 zu den Profis ist in Sachsen offenbar ein besonders großes. Und davon profitieren regelmäßig andere Clubs.

Martel und Krauß kennen sich aus Leipziger Zeiten

So auch der FC. Denn zur Saison verließen gleich zwei Leipziger die Talentschmiede und spielen heute für Köln. Eric Martel wechselte direkt ans Geißbockheim, Tom Krauß über Umwege diesen Sommer. Gerade der Transfer von Martel hat sich in den vergangenen Jahren zu einer absoluten Win-Win-Situation entwickelt. Der 23-Jährige hat bei den Kölnern das erhalten, woran es in Leipzig gehapert hätte: Einsatzzeit.

Mittlerweile steht der Sechser bei mehr als 100 Pflichtspielen für den FC, bei 30 Einsätzen in der U21-Nationalmannschaft. Lothar Matthäus betitelte den Mittelfeldspieler erst kürzlich als den „Kimmich des 1. FC Köln“. Der FC hat also einen absoluten Leistungsträger und Leader in seinen Reihen. Die ganz engen Verbindungen habe Martel nicht mehr zu RB, aber über die Familie seiner Verlobten immerhin noch nach Leipzig, wie der 23-Jährige come-on-fc.com im Interview verriet.

Ganz anders ist die Situation bei Tom Krauß. Für den Defensiv-Allrounder ist die Reise nach Leipzig eine Heimkehr. Krauß kommt gebürtig aus Leipzig. „Meine Familie, die ich auch nicht jede Woche sehe, ist da, meine Freunde sind da – das ist schon etwas Besonderes für mich“, sagte Krauß am Mittwoch nach dem Training. „Es hat sich schon viel verändert, seitdem ich aus Leipzig weg bin. Doch es ist für mich eine Rückkehr in meine Heimat. Ich habe dort meine ganze Jugend verbracht und mich sehr wohl gefühlt.“

Kaderbreite beim FC macht es für den Nachwuchs schwer

Wie wohl sich Max Finkgräfe dieser Tage in Leipzig fühlt, ist offen. Über seine Einsatzzeit wird der Linksverteidiger jedenfalls nicht sonderlich glücklich sein. Zwar hat das Kölner Eigengewächs den FC im Sommer verlassen, doch Finkgräfe steht dennoch für die unterm Strich doch erfolgreiche Nachwuchsarbeit in Köln. Auch wenn wohl gerade die Einsatzzeit am Ende des Tages den Ausschlag für einen Wechsel gegeben hat, standen die Kölner zuletzt für eine beeindruckende Durchlässigkeit in den Profibereich.

Alleine sieben Spieler debütierten beim FC in der vergangenen Spielzeit – natürlich auch der Transfersperre geschuldet. Bei RB waren es mit Faik Sakar und Vikko Gebel zwei, die jeweils zu einem Kurzeinsatz für die Sachsen kamen. Das ist angesichts der Ambitionen und des wertvollen Kaders in Leipzig sicherlich auch kein Wunder. Und auch beim FC wird es in dieser Spielzeit schwieriger für die Eigengewächse. Die Kaderbreite wurde gestärkt, die Qualität insgesamt erhöht. Der Nachwuchs muss sich erst beweisen.

Nicht umsonst wurde Julian Pauli verliehen und für Neo Telle und Emin Kujovic (vergeblich) ein Leihkonstrukt gesucht. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass gerade diese beiden Talente und weitere starke Eigengewächse wie Youssoufa Niang ihre Chance bei den Profis noch bekommen werden.


Bloß kein „Angsthasenfußball“ – der FC kämpft gleich gegen mehrere bittere Statistiken an

Florian Kainz im Duell gegen RB Leipzig
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Bloß kein „Angsthasenfußball“ – der FC kämpft gleich gegen mehrere bittere Statistiken an

Sieben Punkte aus drei Spielen sprechen eine beeindruckende Sprache. So wirklich war mit dem Auftakt der Geißböcke sicherlich nicht zu rechnen. Die Brust ist breit, doch der kommende Gegner hat es in sich für den 1. FC Köln: Der FC muss auch die Statistik durchbrechen.

So wirklich rund lief es zuletzt für den FC eher selten gegen Leipzig. Nun aber steht da ein ziemlich perfekter Start für den 1. FC Köln: Doch der FC muss bei den Sachsen auch die Statistik durchbrechen.

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Tom Krauß gab am Mittwoch nach dem Training die Marschroute für das Duell gegen seinen Ex-Club aus Leipzig vor. „Wir kommen schon mit einer Brust, wollen das auf dem Platz zeigen und keinen Angsthasen-Fußball spielen“, sagte der Defensiv-Allrounder. Nach sieben Zählern aus drei Partien und inklusive Pokal vier ungeschlagenen Spielen in Serie ist die breite Brust auch nicht sonderlich verwunderlich. „Wir gehen wie in Wolfsburg als Underdog in das Spiel rein. Diese Rolle haben wir gut angenommen“, so Krauß weiter.

Allerdings ist genauso die Sorge vor Angsthasen-Fußball gegen Leipzig auch nicht weit hergeholt. Denn die Statistik spricht ganz sicher nicht für die Geißböcke. Im Gegenteil. Nur eine der bisherigen sieben Begegnungen bei RB konnte der FC für sich entscheiden. 2018 sorgten Vincent Koziello und Leonardo Bittencourt für den 2:1-Erfolg bei den Sachsen. In der vergangenen Bundesliga-Spielzeit gab es bekanntlich zudem zwei dicke Packungen. In Leipzig kassierte Köln eine 0:6-Klatsche, beim Rückspiel in Köln gab es ein 1:5. Den Kölner Ehrentreffer erzielte damals Sargis Adamyan.

Mit breiter Brust nach Leipzig

Zudem zeigen sich die Sachsen in dieser Saison bislang wieder zurück in der Spur. RBL holte bereits sechs Zähler, hat sich von der derben Bayern-Klatsche zum Saisonauftakt erholt. Mit einem weiteren Erfolg würde Leipzig am FC vorbeiziehen. Und die Chancen auf Punkte stehen auch nicht schlecht. Denn Leipzig hat noch nie gegen einen Aufsteiger verloren. In 36 Begegnungen gab es 31 Siege und fünf Remis. Zudem erzielte Leipzig gegen keine andere Mannschaft im Schnitt so viele Tore (2,4 pro Begegnung). Der FC wird also ein dickes Brett zu bohren haben.

Und dennoch fahren die Kölner nach gutem Start mit breiter Brust nach Leipzig. „Das können wir zurzeit, egal wo wir hinfahren“, sagte Lukas Kwasnoik. „Das haben wir uns erarbeitet, das haben sich die Jungs erarbeitet. Und genau das will ich ja auch sehen. Wir treten mit breiter Brust auf, machen uns aber nicht breiter als wir sind.“ Immerhin hat mit Köln erstmals seit acht Jahren wieder ein Aufsteiger nach den ersten drei Spielen sieben Punkte eingefahren. Vor neun Jahren waren die Geißböcke ähnlich gut in die Spielzeit gestartet. Damals spielte der FC im September auch gegen Leipzig. Es gab ein 1:1 in Köln.


Wir wollen „keinen Angsthasenfußball spielen“ – So sieht Tom Krauß seine Rolle und das Duell gegen Leipzig

Tom Krauß vom 1. FC Köln
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Wir wollen „keinen Angsthasenfußball spielen“ – So sieht Tom Krauß seine Rolle und das Duell gegen Leipzig

Der Konkurrenzkampf ist hart bei den Geißböcken. Auch der Neuzugang der Kölner muss ich um Einsatzzeit bemühen beim 1. FC Köln: Tom Krauß über den kommenden Gegner und seine Rolle im Team.

Die Chancen auf Spielzeit steigen aktuell bei dem 24-Jährigen, denn gegen Wolfsburg verletzte sich mit RAV van den Berg ein Konkurrent um den Platz in der Mannschaft beim 1. FC Köln: Tom Krauß über den kommenden Gegner und seine Rolle im Team.

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Am Samstagnachmittag blieb „nur“ die Rolle des Zuschauers. Beim wilden Ritt gegen gegen Wolfsburg saß Tom Krauß 90 Minuten auf der Bank. Der Sprung zum Stammspieler ist dem Neuzugang noch nicht gelungen. Wobei es die Rolle in der Fülle beim FC in dieser Spielzeit dann auch nicht geben soll. Bislang haben nur Eric Martel, Marvin Schwäbe und Jakub Kaminski die volle Bundesliga-Arbeitszeit in den Knochen. Der Konkurrenzkampf ist groß beim FC. „Man sieht, dass wir eine gute Kaderbreite haben. Es ist ein gewisser Konkurrenzkampf, dass sich jeder zeigen will, dass jeder spielen will“, so Krauß am Mittwoch nach dem Training. „Ich glaube, so pusht sich jeder nach oben und entwickelt sich noch mal weiter. Das ist eminent wichtig, um solche Spiele zu ziehen. Es zeigt, wie wir ticken.“

„Unruhig bin ich nicht“

Wie das Team von Trainer Lukas Kwasniok tickt, hat es zu Beginn der Saison bereits mehrfach bewiesen. Die Marschroute, nicht auf eine Stammelf sondern eine Startelf zu setzen, scheint aufzugehen, denn die Motivation ist derzeit groß bei den Akteueren. Das weiß auch Krauß: „Am Ende will man immer spielen. Das ist klar. Am Ende muss man aber auch ruhig bleiben, gut trainieren, um dem Trainer zu zeigen, dass man da ist. Egal wann.“ Wenige Einsatzzeit führt jedoch häufig zu Unmut innerhalb der Mannschaft. Beim FC scheint dies allerdings kein Problem dazustellen. „Unruhig bin ich nicht. Es ist erst der 3. Spieltag. Ich war einmal auf der Bank. Das ist auch okay“, so Krauß über seine Rolle als Joker.

„Die Akzeptanz ist da, weil ein Konkurrenzkampf da ist. Das Niveau ist sehr hoch.“ So scheint Kwasniok seinen Spielern durchaus den Sinn der wechselnden Einsätze nahegebracht zu haben. Dieser hängt auch mit der flexiblen Aufstellung des Trainers zusammen. “Es kommt natürlich auch darauf an, was wir für eine Formation spielen. Wir haben jetzt gesehen, dass wir immer eine andere Formation gespielt haben“, erläutert Krauß die Situation.

“Wir rechnen uns immer Chancen aus“

Am Wochenende steht für Krauß dann die Chance auf Einsatzzeit in der alten Heimat an. „Ich bin da geboren und war da bis ich 19 war“, sagt der 24-Jährige über Leipzig. Eine leichte Aufgabe wird es für den Mittelfeldspieler trotz großen Selbstvertrauens aber sicherlich nicht. „Wir rechnen uns immer Chancen aus, sonst brauchen wir da nicht hinfahren. Wir gehen wie gegen Wolfsburg als Underdog in das Spiel. Wir wollen jeden Gegner ärgern und von Spiel zu Spiel schauen. Wir wissen, dass es schwierig ist und dass wir vielleicht auch leiden müssen. Aber wir rechnen uns immer Chancen aus.“

Und das nach dem gelungen Saisonstart wohl auch nicht zu Unrecht. „Es ist ja auch ein Verdienst, wie wir uns in den letzten Spielen gezeigt haben. Wir kommen mit einer breiten Brust und wollen keinen Angsthasenfußball spielen.“ Eine Einstellung, die sich die Kölner Mannschaft seit vergangener Saison hart erarbeitet hat. Dennoch ist für Krauß eins klar: „Mich interessiert aber auch nicht, wer wieviel Respekt vor uns hat.“ Und so fährt die Kölner Mannschaft am Wochenende zu vierten Duell der Bundesliga-Saison. Möglicherweise kann sich Krauß dort dann erneut zeigen.