„Dann haben wir diese Punkte nicht verdient“: Frauen-Trainerin Britta Carlson legte die Finger nach Freiburg-Niederlage in die Wunde

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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„Dann haben wir diese Punkte nicht verdient“: Frauen-Trainerin Britta Carlson legte die Finger nach Freiburg-Niederlage in die Wunde

Ein unglücklicher Gegentreffer brachte die Fußballerinnen des 1. FC Köln gegen den SC Freiburg auf die Verliererstraße. Britta Carlson ärgerte sich über die Wirkung des Freiburger Tores auf ihre Mannschaft beim Duell des 1. FC Köln: Britta Carlson wird nach dem Freiburg-Spiel deutlich.

Nicht nur die Niederlage ärgerte die Trainerin. Britta Carlson äußerte sich auch zum Stand bei den beiden Kölner Verletzten.

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Die Meinungen der beiden Trainer gingen nach dem Spiel auf der Pressekonferenz deutlich auseinander. „Wir freuen uns natürlich riesig über die drei Punkte, über den Sieg. Ich glaube, es war am Ende, auch wenn man den Spielverlauf sieht, verdient“, bilanzierte Freiburgs Coach Marco Konrad auf der Pressekonferenz. Sein Gegenüber Britta Carlson widersprach jedoch: „Ich sehe es ein bisschen anders, dass das nicht unbedingt verdient war. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir euch relativ an die Wand gespielt. Ich glaube, da war kein Torschuss und wir müssen eigentlich nach drei Minuten das 1:0 machen, haben weitere Möglichkeiten, die Tore zu erzielen.“ Carlsons Schlussfolgerung: „Insofern hat es eher an uns gelegen, dass wir heute nicht den Punkt oder die Punkte hier behalten haben.“

“Dann mache ich meiner Mannschaft den Vorwurf…“

Der unglückliche Gegentreffer nach der Pause habe jedoch einen negativen Einfluss auf ihre Mannschaft gehabt. Lisa Schmitz ließ einen vermutlich als Flanke gedachten und womöglich von Vanessa Leimenstoll noch leicht abgefälschten Ball über die Unterkante der Latte ins Tor springen. „Unsere Torfrau hat den wahrscheinlich nicht wirklich gesehen“, mutmaßte Carlson, „sonst wüsste ich nicht, warum sie den nicht hält. Ich glaube, da musste sie in die Sonne schauen.“ Das Tor ärgerte die Übungsleiterin rückblickend vermutlich weniger als die Folgen davon:  „Dann mache ich meiner Mannschaft den Vorwurf, dass wir dann nicht so weiterspielen wie in der ersten Halbzeit.“ Der letzte Glaube habe ihr bei den Spielerinnen gefehlt. „Und das habe ich meiner Mannschaft auch so mitgegeben, dass wir dann auch diese Punkte nicht verdient haben, weil mir dann die letzten Prozente fehlen und die Durchschlagskraft.“

Zusätzlich zur Niederlage musste Köln zwei Verletzungen verkraften. Marina Hegering musste zur zweiten Hälfte ausgewechselt werden und ebenso für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus wie Taylor Ziemer, die erst nach rund einer Stunde eingewechselt wurde und kurz vor Schluss schon wieder vom Feld musste. Hegering habe sich in einem Zweikampf verletzt. Bei der Kapitänin müsse untersucht werden, „ob die Organe in Ordnung sind“, wie Carlson hinterher erklärte. Ziemer habe sich bei einem Aufprall gegen die Bande eine Gehirnerschütterung erlitten. „Sie ist stark genug, sie wird auch schnell wieder zurückkommen“, gab die Trainerin ihrer Stürmerin motivierende Worte mit auf den Weg.

Nach der Niederlage gegen Freiburg bleibt dem FC nun Zeit zur Aufarbeitung. Das nächste Spiel steht erst am 17. Oktober (12 Uhr) zuhause gegen den Hamburger SV an. Bis dahin dürfte Carlson vor allem an einer Sache arbeiten: Dass ihre Mannschaft nach dem nächsten Rückschlag nicht den Glauben verliert.

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Frauen des 1. FC Köln kassieren unnötige Niederlage gegen den SC Freiburg

Britta Carlson kassiert mit ihrem Team die zweite Niederlage
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Frauen des 1. FC Köln kassieren unnötige Niederlage gegen den SC Freiburg

Bitterer Nachmittag für die Fußballerinnen des FC. Die Frauen des 1. FC Köln unterliegen dem SC Freiburg 0:1 und das nach hartem Kampf und äußerst unglücklich. Köln war insgesamt die dominante Mannschaft, fand aber kein Mittel. Zudem fiel der Gegentreffer besonders ärgerlich.

Die FC-Frauen haben in der Frauen-Bundesliga am Samstag eine bittere 0:1-Niederlage gegen den SC Freiburg hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Britta Carlson war zwar die dominantere, aber nicht die gefährlichere. Freiburg hatte zudem das nötige Spielglück.

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Britta Carlsson veränderte ihre Startelf im vergleich zur Vorwoche auf vier Positionen. Für Sandra Jessen, Anna Gerhardt, Amelie Bohnen und Lydia Andrade begannen Vanessa Leimenstoll, Marina Hegering, Dora Zeller und Celina Degen. Die Kölnerinnen hatten von Beginn an mehr Ballbesitz, bemühten sich um Dominanz, wurden aber nicht so wirklich gefährlich. Nach einem langen Ball brachte Zeller den Ball in die Box, doch Pauline Bremer vergab im Zentrum. Die Ex-Freiburgerin Sophie Nachtigall probierte es aus der Distanz, scheiterte aber ebenfalls. Mitte der ersten Halbzeit wurde der Gast dann aver auch mutiger, kam öfter ins letzte Drittel, blieb aber auch ohne die große Gefahr. Für den Höhepunkt des Sportclubs sorgte Ilayda Acikgöz mit einem Distanzschuss, der auf der Latte landete. Kurz darauf wurde Carina Brunold geschickt, in letzter Sekunde rettete Laura Vogt mit einer starken Grätsche. Auf der anderen Seite stand Bremer in perfekter Position, trat aber ein Luftloch. Es ging ohne Tore in die Kabine.

Carina Brunold eiskalt

Auch im zweiten Abschnitt hatte der FC zunächst wieder viel Ballbesitz. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Brunold wollte offensichtlich eine Flanke schlagen, die Kugel wurde unglücklich abgefälscht und landete neben der überraschten Lisa Schmitz im Gehäuse. Der FC zeigte sich unbeeindruckt, spielte weiter munter nach vorne. Aber Bremer traf nur das Außennetz, genauso wie Zoller nach einer scharfen Hereingabe von Nachtigall. Der FC erhöhte den Druck, suchte den Weg ins Schlussdrittel, fand aber mit dem letzten Pass nur selten die richtige Lösung. Dadurch boten sich den Freiburgerinnen aber auch weitere Kontermöglichkeiten. Unter anderem vergab Borbala Vincze aus aussichtsreicher Position. In den letzten Minuten hatte eher Freiburg die Chance, die Vorentscheidung zu erzielen, doch Schmitz hielt den FC im Rennen.

In zwei Wochen empfangen die Kölnerinnen dann den Hamburger SV (17. Oktober) im Franz-Kremer-Stadion.

1. FC Köln: Schmitz, Sterner, Degen (82. Andrade), Vogt, Hegering (46. Bohnen), Leimenstoll, Feiersinger, Elsen, Nachtigall, Zeller, Bremer (62. Ziemer; 87. Imping) Tore: 0:1 Brunold (52.)

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Frauen des 1. FC Köln treffen auf den SC Freiburg: Für Sophie Nachtigall gibt es ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Club

Sophie Nachtigall vom 1. FC Köln
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Frauen des 1. FC Köln treffen auf den SC Freiburg: Für Sophie Nachtigall gibt es ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Club

Die Frauen des 1. FC Köln treffen am Samstag um 16 Uhr auf den SC Freiburg. Mit dabei: Sophie Nachtigall. Die 22-Jährige hat sich beim FC nach dem Wechsel im Sommer aus dem Breisgau auf Anhieb einen Stammplatz erarbeitet und will ihren Anteil weiteren Höhenflug des FC leisten. Dabei musste Nachtigall schon einen schweren Moment in dieser Saison durchstehen.

Für die Frauen des 1. FC Köln heißt es am Samstag gegen den SC Freiburg zu bestehen. Aktuell liegen die Fußballerinnen zwei Punkte und drei Tabellenplätze vor den Freiburgerinnen.

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Für Sophie Nachtigall wird das Duell des 1. FC Köln mit dem SC Freiburg am Samstagnachmittag (16 Uhr) zu einem besonderen Termin. Erst im Sommer wechselte die Offensivspielerin aus dem Breisgau ans Geißbockheim. Nun steht bereits das Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Verein an. „Ich bin hierhergekommen, um dem FC zu helfen und natürlich mich auch selbst weiterzuentwickeln“, erklärte Nachtigall ihren Wechsel im Vorfeld der Partie nochmals in dieser Woche. In Köln bekommt sie dafür bislang reichlich Gelegenheit: In vier von fünf Ligaspielen stand die 22-Jährige in der Startelf und hat sich damit bereits als feste Größe etabliert.

“Nichts Schlimmeres passiert“

Dabei musste Nachtigall zuletzt auch schwierige Momente verkraften. Gegen Union Berlin wurde sie nach einem Kopftreffer benommen vom Platz begleitet. Die anschließenden Untersuchungen gaben Entwarnung. „Für mich war es in dem Moment von Anfang an selbst nicht so schlimm, ich war einfach ein bisschen unter Schock und hatte ein bisschen Probleme“, erinnerte sich Nachtigall, „dann ist es bei Kopfverletzungen umso wichtiger, dass die Entscheidung einem abgenommen wird und zur Sicherheit alles untersucht wird. Es war gut, dass wir so eine schnelle medizinische Betreuung haben und ich dementsprechend schnell wusste, dass nichts Schlimmeres passiert ist.“

Nur eine Woche später war sie bereits wieder im Einsatz – und musste in München die schwere Verletzung ihrer Mitspielerin Sandra Jessen miterleben, die ihrerseits vom Platz begleitet werden musste. „Solche Verletzungen, wenn man mit der Trage vom Platz muss, sind für das Team irgendwie auch ein Cut im Spiel“, schilderte Nachtigall. Gerade in solchen Situationen werde deutlich, wie eng sportlicher Erfolg und die Sorge um eine Mitspielerin miteinander verbunden sind. Sportlich läuft es für den FC derweil bestens. Mit neun Punkten aus fünf Spielen haben die Kölnerinnen den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte hingelegt. In der Tabelle liegt Köln aktuell auf Rang fünf – und damit zwei Punkte sowie drei Plätze vor Freiburg.

“Mein Team sieht in mir ein Bindeglied zwischen der Mittelfeldreihe und der Offensive“

„Wir haben einfach eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen“, verriet Nachtigall einen Teil des Erfolgsrezepts. Was im Training erarbeitet werde, setze die Mannschaft derzeit gut um. Tore und eine stabile Defensive sorgen für die bislang starke Bilanz. Auch Nachtigall selbst nimmt dabei eine wichtige Rolle ein: „Mein Team sieht in mir ein Bindeglied zwischen der Mittelfeldreihe und der Offensive. Ein wildes Element oder kreative Spielerin, die vorne die Mitspielerinnen in Szene setzen und auch selbst Torgefahr ausstrahlen kann.“

Gegen Freiburg könnte sich nun der Kreis ihres Sommerwechsels schließen. Für Nachtigall ist es das erste Pflichtspiel gegen ihren ehemaligen Club im FC-Trikot. Und vielleicht gelingt ihr ausgerechnet gegen Freiburg der zweite Saisontreffer. Bisher traf sie einmal am dritten Spieltag beim 4:0-Erfolg in Mainz.

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Nach Pokal-Sieg der FC-Frauen: „Da müssen wir konsequenter und genauer werden“ – DFB-Pokal-Achtelfinale mit Bundesliga-Duell am Geißbockheim

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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Nach Pokal-Sieg der FC-Frauen: „Da müssen wir konsequenter und genauer werden“ – DFB-Pokal-Achtelfinale mit Bundesliga-Duell am Geißbockheim

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln stehen im Achtelfinale des DFB-Pokals. Trainerin Britta Carlson zeigte sich nach dem Schlusspfiff erleichtert, haderte aber mit der Ausbeute in der Offensive. Für die nächste Runde bescherte Rachel Rinast ihrem Ex-Verein ein Bundesliga-Duell am Geißbockheim. Die Frauen des 1. FC Köln treffen im Achtelfinale auf RB Leipzig.

Nach der Begegnung gegen Hertha BSC zeigte sich FC-Trainerin Britta Carlson kritisch, aber durchaus zufrieden. Auch das Los für das kommende Achtelfinale ist gezogen. Es geht am Geißbockheim gegen RB Leipzig.

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Britta Carlson war in erster Linie erleichtert, nachdem die Pokal-Hürde bei Hertha BSC genommen war: „Es war ein typischer Pokalsieg, der mühsam war“, konstatierte die Trainerin des 1. FC Köln und resümierte: „Wir waren die ersten 20 bis 25 Minuten gut im Spiel, haben sehr guten Fußball gespielt, hätten schon das eine oder andere Tor mehr machen müssen. Leider haben wir dann durch individuelle Fehler, die passieren können, ein Gegentor bekommen und uns dadurch zu sehr aus der Ruhe bringen lassen.“

“Da müssen wir konsequenter und genauer werden“

Die Halbzeit habe ihrer Mannschaft geholfen, um die Sinne wieder zu schärfen. „Wir sind wieder stark aus der Pause gekommen, haben wieder Druck gemacht und uns viele Situationen erarbeitet.“ Dennoch konstatierte Carlson: „Der letzte Pass oder auch die letzte Flanke hat uns heute etwas gefehlt, obwohl wir uns viele Möglichkeiten über außen gegen einen tiefstehenden Gegner freigespielt hatten.“ Die Trainerin forderte entsprechend: „Da müssen wir konsequenter und genauer werden. Die Chancen, die wir haben, müssen wir machen.“

Dennoch unterstrich die Übungsleiterin auch die Qualität des Gegners, der in der zweiten Liga als Aufsteiger derzeit immerhin auf dem zweiten Platz steht: „Wir hatten aber auch einen Gegner, der das sehr gut gemacht hat. Ein Kompliment an die Hertha, die uns bis zum Schluss das Leben schwer gemacht.“ Lobende Worte fand die Trainerin auch für Dora Zeller, die nach dem Schlusspfiff als Spielerin des Tages ausgezeichnet wurde: „Ich freue mich für Dora, die die ganze Woche Vollgas gegeben hat, einen guten Impact hatte und für uns getroffen und der Mannschaft zum Sieg verholfen hat.“ Zeller selbst strahlte nach der Partie: „Das war mein erster Startelfeinsatz beim FC nach meiner Verletzung. Und der Pokal ist ja immer etwas Besonderes. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, dass ich von Anfang an gespielt habe. Ich habe Gas gegeben und freue mich, dass ich auch ein Tor geschossen habe.“

Im Achtelfinale empfängt der 1. FC Köln den Liga-Rivalen RB Leipzig am Geißbockheim. Dies loste die Ex-FC-Spielerin Rachel Rinast am Sonntagnachmittag auf Sky aus. Das Duell findet zwischen dem 31. Oktober und 2. November im Franz-Kremer-Stadion statt. Bemerkenswert: Nur wenige Tage später, am 9. November, treffen beide Teams erneut in Köln aufeinander zum Duell in der Bundesliga.

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Der Traum vom Heimfinale lebt: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen in Berlin und ziehen ins Pokal-Achtelfinale ein

Die Frauen des 1. FC Köln
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Der Traum vom Heimfinale lebt: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen in Berlin und ziehen ins Pokal-Achtelfinale ein

Die Frauen des 1. FC Köln haben ihre Pflichtaufgabe in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals erledigt. Auswärts bei Hertha BSC gewannen die Kölnerinnen mit 2:1 und sicherten sich damit ihr Ticket für die nächste Runde. Im Schatten des Berliner Olympiastadions hatten die Gastgeberinnen dem FC nur phasenweise etwas entgegenzusetzen. Die Kölner Tore erzielten Dora Zeller und Pauline Bremer.

Obwohl das Pokalfinale der Damen traditionell in Köln stattfindet, enttäuschte der FC in den letzten Jahren in diesem Wettbewerb. In den vergangenen beiden Saisons war jeweils früh gegen einen Zweitligisten Schluss. In Berlin wurde die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson ihrer Favoritenrolle jedoch gerecht. Am Ende standen ein 2:1-Sieg und das Weiterkommen.

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Zwei Gesichter in der ersten Halbzeit

In den ersten Minuten zeichnete sich schnell ein Spiel auf ein Tor ab. Der FC probierte früh, das Spiel an sich zu reißen. Durch hohes Pressing wurden die Berliner Spielerinnen früh unter Druck gesetzt und zu Ballverlusten gedrängt. Den ersten Abschluss hatte Stürmerin Pauline Bremer, die von Sophie Nachtigall durch einen tiefen Ball in Szene gesetzt wurde. Der Abschluss landete schließlich jedoch nur im Außennetz (3.). Die verdiente Führung folgte nur wenig später. Nach einer Hereingabe von links kam Nachtigall im Sechzehner zum Abschluss. Schlussfrau Inga Lux konnte den Ball zunächst entschärfen, beim Nachschuss von Dora Zeller aus kurzer Distanz war sie jedoch machtlos (14.). Für die Ungarin war es der neunte Treffer bei ihrem 50. Einsatz im FC-Trikot.

Im Anschluss glich sich die Partie jedoch immer weiter an. Der FC überließ der Hertha mehr und mehr das Spiel und wurde zunehmend passiv. Nach einem Fehler im Aufbau kam Hertha-Stürmerin Elfie Wellmann zum Abschluss. Der Schuss der Berlinerin ging nur knapp am linken Pfosten von Torhüterin Lisa Schmitz vorbei. Die Spielerinnen von Britta Carlson streuten regelmäßig einfache Fehler ein und verloren ihre anfängliche Spielkontrolle. Nach einem unsauberen Rückpass von Amelie Bohnen auf Laura Vogt spritze Wellmann dazwischen und tauchte anschließend alleine vor Schmitz auf. Die Berliner Toptorschützin blieb eiskalt und schob zum Ausgleich ein (37.). In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs hatte der FC dennoch die Gelegenheit, sofort wieder in Führung zu gehen. Jubilarin Zeller traf mit ihrem Kopfball jedoch nur die Unterlatte. Ein kurzer Schock sorgte die Behandlung von Vanessa Leimenstoll, die nach einem Zweikampf mit einer Kopfverletzung liegen blieb. Kurze Zeit später ging es für die Außenspielerin allerdings weiter.

Schnelle Entscheidung

Wie schon im ersten Durchgang drängten die Domstädterinnen auch nach der Pause auf einen schnellen Treffer. Nach einer Ecke von Laura Feiersinger stieg Bremer in der Mitte am höchsten und traf per Kopf zum 2:1 (51.). Im weiteren Spielverlauf kontrollierte der FC die Partie, wobei Großchancen auf beiden Seiten weitestgehend ausblieben. Eine positive Nachricht des zweiten Durchgangs war außerdem aus Kölner Sicht das Comeback von Celina Degen, die nach Verletzung erstmals wieder auf dem Platz stand. Nach einer ordentlichen Partie steht der Bundesligist nun im Achtelfinale. Die Auslosung für die nächste Runde findet am Sonntag statt. In der Liga empfangen die Kölnerinnen nächste Woche Samstag (16 Uhr) den SC Freiburg im Franz-Kremer-Stadion. Die wichtigste Erkenntnis des Tages: Der Traum vom Pokalfinale in Köln lebt noch.

1. FC Köln: Schmitz – Sterner, Bohnen (Degen 46.), Vogt, Hegering, Leimenstoll (Zawistowska 66.)  – Elsen (Donhauser 89.), Feiersinger, Nachtigall – Bremer, Zeller. Tore: 0:1 Zeller (14.), 1:1 Wellmann (37.), 1:2 Bremer (51.).

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Frauen des 1. FC Köln vor Pokal-Hürde beim Zweitligisten: „Dann wird es wieder schwer“ – Entwarnung bei Marina Hegering

Marina Hegering jubelt mit ihren Mitspielerinnen
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Frauen des 1. FC Köln vor Pokal-Hürde beim Zweitligisten: „Dann wird es wieder schwer“ – Entwarnung bei Marina Hegering

Die Fußballerinnen des FC sind zuletzt zweimal in Folge im Cup an Zweitligisten gescheitert. Das soll sich am Samstag nicht wiederholen im DFB-Pokal: Die Fußballerinnen des 1. FC Köln treffen auf Hertha BSC. Trainerin Britta Carlson fordert von ihren Spielerinnen deshalb volle Konzentration – und kann dabei wohl wieder auf ihre Kapitänin Marina Hegering setzen.

Auswärts bei einem Zweitligisten. Was auf den ersten Blick für den 1. FC Köln als lösbare Aufgabe erscheint, entpuppte sich in den beiden Vorjahren jeweils als Stolperfalle. In der vergangenen Saison war im Achtelfinale beim SC Sand nach einem 2:3 Schluss. Ein Jahr zuvor scheiterte der FC bereits in der ersten Runde bei Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen.

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Trainerin Britta Carlson gab sich vor dem diesjährigen Pokal-Auftakt überraschend selbstkritisch: „Wir sind zweimal im Pokal gegen Zweitligisten rausgeflogen, im letzten Jahr auch zurecht, weil wir das einfach nicht seriös genug angegangen sind.“ Das wiederum solle diesmal anders werden: „Ich weiß, dass unsere Mannschaft mit dem gesamten Team diesen Fehler kein zweites Mal machen will.“ Entsprechend habe man sich intensiv auf den Gegner vorbereitet, diesen auch live vor Ort beobachtet. Aktuell steht Hertha BSC in der zweiten Bundesliga auf dem zweiten Platz – und das als Aufsteiger.

Britta Carlson warnt vor dem Gegner

„Die haben eine Mannschaft, die Fußball spielen will, die gute Ideen hat und robust ist“, charakterisierte Carlson die Hauptstädterinnen und unterstrich zugleich: „Trotzdem steht außer Frage, dass es an uns liegt, wie wir das Spiel gestalten. Wir wollen die Partie unbedingt gewinnen, wir sind der Favorit, das wollen wir auch ganz deutlich zeigen.“ Aber, und damit ist der Bogen zu den Vorjahren gespannt, dürfen die Kölnerinnen während der Partie keine Spannung abbauen: „Dafür braucht es eine ganz seriöse Leistung mit 100 Prozent Einsatz. Wenn wir nicht Vollgas geben und nur ein bisschen weniger Einsatz zeigen, dann wird es wieder schwer.“

Eine gute Nachricht zeichnet sich vor der Reise nach Berlin ab. Marina Hegering könnte am Samstag schon wieder auf dem Platz stehen. Die Kapitänin hat die 2:5-Niederlage beim Deutschen Meister Bayern München offenbar glimpflich überstanden. Das MRT habe bei der 36-Jährigen zeigte keine strukturelle Verletzung offenbart. „Marina geht es gut“, verriet Carlson come-on-fc.com. Hegering habe in München lediglich „leicht etwas gemerkt“ und deshalb kein Risiko eingehen wollen.

„Eine große Rotation haben wir nicht geplant“

Bereits am Dienstag stand die Abwehrspielerin wieder auf dem Trainingsplatz. „Wir bauen sie diese Woche weiter auf und es sieht, Stand jetzt, gut aus, dass sie auch am Wochenende dabei sein kann“, berichtete Carlson. Die Trainerin plant derweil keine großen personellen Umstellungen. Gerade das Tor wäre hierfür im Pokal prädestiniert, aber dort bleibe Lisa Schmitz gesetzt: „Wir werden im Tor nicht rotieren.“ Es gehe in Berlin „nicht um Spielpraxis, sondern in erster Linie darum, in die nächste Runde reinzuziehen“. Auch bei den Feldspielerinnen seien keine größeren Veränderungen vorgesehen. Der FC habe sich zuletzt immer besser auf den Positionen und in den Abläufen eingespielt. „Das ist wichtig für die kommenden schweren Aufgaben. Eine große Rotation haben wir nicht geplant.“

Hertha BSC soll unter keinen Umständen ein Stolperstein werden. Britta Carlson und ihr Trainerteam bereiten die Mannschaft entsprechend akribisch auf die Partie vor. Mit einem Sieg in der Hauptstadt wäre der erste Schritt getan auf dem Weg zum Finale im eigenen Wohnzimmer. Das Endspiel des DFB-Pokals steigt am 17. Mai im Rhein-Energie-Stadion.

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Stürmerin Sandra Jessen fällt bei den FC-Frauen länger aus, hinter Marina Hegering bleiben Fragezeichen

Sandra Jessen feierte ihr Comeback (Foto: Christof Koepsel/Getty Images for DFB)
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Stürmerin Sandra Jessen fällt bei den FC-Frauen länger aus, hinter Marina Hegering bleiben Fragezeichen

Es hatte sich bereits am Samstag abgezeichnet, am Sonntag wurde es zur Gewissheit: Die Frauen des 1. FC Köln müssen für längere Zeit auf ihre Stürmerin Sandra Jessen verzichten. Die Isländerin muss wegen einer Meniskus-Verletzung operiert werden.

Auch Marina Hegering droht der nächste Ausfall. Die Trainerin Britta Carlson fand derweil lobende Worte für ihre Mannschaft.

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Sandra Jessen ist der Pechvogel der laufenden Saison. Die Stürmerin verpasste einen Großteil der Vorbereitung verletzungsbedingt, wurde dann aber immerhin rechtzeitig zum Saisonstart fit. Richtig ins Rollen kam die Isländerin noch nicht – und nun wird sie erneut mindestens wochenlang fehlen. Die Stürmerin zog sich in München bei einem Zweikampf eine Meniskus-Verletzung zu und wird in Köln operiert. Jessen musste zunächst noch in München bleiben für weitere Untersuchungen, die am Sonntag in der Domstadt fortgesetzt wurden, ehe die endgültige Diagnose feststand. Wie lange die Angreiferin ausfallen wird, lässt sich noch nicht beziffern, allerdings müssen wohl mindestens einige Wochen angesetzt werden.

„Wir wollten die Bayern ärgern, das haben wir leider nur phasenweise geschafft“

Offen ist zunächst noch, ob sich Marina Hegering schwerer verletzt hat oder vielleicht in Berlin schon wieder mitwirken kann beim DFB-Pokal-Spiel. Die Bilder aus München gaben jedoch eher wenig Grund für Optimismus. Kölns Trainerin Britta Carlson ärgerte sich derweil über die Anfangsphase ihrer Mannschaft beim Branchen-Primus: „Wir haben gegen Bayern die ersten 20 Minuten leider verschlafen und zu einfache Gegentore bekommen. Wir haben viel zu leichtsinnig verteidigt.“ Zugleich merkte die Trainerin allerdings auch an: „Wir hatten auch schon in der Anfangsphase eine große Chance durch Lydia Andrade und auch danach hatten wir unsere Möglichkeiten.“

Nach dem Horror-Start stabilisierten sich die Kölnerinnen aber und kamen bis auf 2:3 heran. „Ich denke, wenn wir die ganze Zeit so gespielt hätten, wie nach dem 0:3, dann wäre etwas drin gewesen“, mutmaßte Carlson, die auch ihren Ärger über die Schiedsrichter-Leistung losließ: „Wir müssen uns die ersten 20 Minuten selbst ankreiden, aber man muss auch sagen, dass wir nicht mit den Schiedsrichterentscheidungen einverstanden waren. Das haben beide Clubs so gesehen.“ Dennoch hielt auch Kölns Trainerin unterm Strich fest: „Letztlich spiegelt die Höhe des Ergebnisses nicht ganz das Spiel wider. Wir wollten die Bayern ärgern, das haben wir leider nur phasenweise geschafft.“

So bleibt nach dem Auftritt beim Meister ein gemischtes Bild: Der FC muss sich die ersten 20 Minuten klar ankreiden lassen, zeigte anschließend aber die Reaktion, die Carlson von ihrer Mannschaft sehen wollte.

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Die Frauen des 1. FC Köln kassieren beim FC Bayern München eine derbe Niederlage – Sandra Jessen und Marina Hegering müssen zudem verletzt vom Platz

FC-Trainerin Britta Carlson
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Die Frauen des 1. FC Köln kassieren beim FC Bayern München eine derbe Niederlage – Sandra Jessen und Marina Hegering müssen zudem verletzt vom Platz

Die Siegesserie der Frauen des 1. FC Köln ist gegen die Bayern gerissen: Nach drei gewonnenen Duellen setzte es im Auswärtsspiel beim FC Bayern München eine 2:5-(1:3)-Niederlage. Dabei kämpften sich die Kölnerinnen zwischenzeitlich nach 0:3 auf 2:3 heran, aber ein zweifelhafter Elfmeter sorgte für die Vorentscheidung.

Bitter: Mit Sandra Jessen und Marina Hegering verlor der FC zwei Leistungsträgerinnen verletzt.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startelf im Vergleich zum 3:0-Heimsieg gegen den 1. FC Union Berlin auf zwei Positionen. Amelie Bohnen und Lydia Andrade ersetzten Vanessa Leimenstoll und Taylor Ziemer. In der Anfangsphase sah es noch so aus, als würden die Bayern-Frauen dem Sturmlauf der Männer gestern Abend gegen Union Berlin (7:0) nacheifern. Nach einer Viertelstunde stand es bereits 0:3 aus FC-Sicht und den Kölnerinnen drohte ein schwarzer Nachmittag.

Schreckmoment für die Kölnerinnen

Danach stabilisierten sich die FC-Frauen jedoch defensiv – und verkürzten noch vor der Halbzeit sogar. Carlon Elsen nutzte einen Aussetzer ihrer Gegenspielerin und traf freistehend zum 1:3 (45.+2). Kurz nach der Pause gab es einen Schreck-Moment für die Kölnerinnen: Sandra Jessen ging im eigenen Strafraum nach einem Zweikampf bei einer Münchener Ecke verletzt zu Boden und musste am linken Fuß behandelt werden. Für die Isländerin ging es nicht weiter, sie musste mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Immerhin konnte Marina Hegering dadurch als Einwechselspielerin ihr Comeback feiern.

Bittere Schlussminuten

Die Kölnerinnen zeigten sich davon aber nicht negativ beeindruck, erzielten stattdessen sogar den Anschlusstreffer. Beke Sterner eroberte den Ball im Mittelkreis, schaltete blitzschnell und passte zu Pauline Bremer auf dem rechten Flügel. Deren Flanke köpfte Sterner in der Mitte zum 2:3 ins Tor (57.). Die Freude wurde durch einen äußerst fragwürdigen Foulelfmeter für die Gastgeberinnen ausgebremst. Franziska Kett nahm das stehende Bein von Sophie Nachtigall äußerst dankbar an und ging zu Boden, die Schiedsrichterin Selina Menzel zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Alara Sehitler verwandelte sicher zur 2:4-Vorentscheidung aus FC-Sicht (65.). Sarah Zadrazil vollendete eine Kombination in den Sechzehner kurz darauf zum 2:5 und machte damit den Deckel drauf (68.).

Bitter: In den Schlussminuten mussten die Gäste zu zehnt weiterspielen, weil Hegering angeschlagen vom Feld musste. Die Kapitänin versenkte danach auf der Bank ihr Gesicht unter dem Trikot. Dieser Mix aus Enttäuschung und Frust ließ nichts Gutes erahnen. Am Ende stand eine verdiente Niederlage, mit der die Serie von zuvor drei Siegen endete. Bitter war dabei, dass der zweifelhafte Elfmeter das Spiel zugunsten des FCB lenkte, als sich die Kölnerinnen gerade wieder herangekämpft hatten.

Für den FC geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem DFB-Pokal-Spiel beim Zweitligisten Hertha BSC weiter. In der Liga wartet am Tag der Deutschen Einheit (16 Uhr) das Heimspiel gegen den SC Freiburg.

1. FC Köln: Schmitz – Sterner, Bohnen, Vogt, Gerhardt (82. Leimenstoll), Jessen (53. Hegering) – Elsen, Feiersinger, Nachtigall (82. Donhauser) – Bremer, Andrade (71. Zeller). Tore: 1:0 Damnjanovic (4.), 2:0/3:0 Imade (9./15.), 3:1 Elsen (45.+2), 3:2 Sterner (57.), 4:2 Sehitler (65., Foulelfmeter), 5:2 Zadrazil (68.).

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Frauen des 1. FC Köln wollen Bayern ärgern: „Die haben auch keine Lust, gegen uns zu spielen“

Jubel bei den Frauen des 1. FC Köln
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Frauen des 1. FC Köln wollen Bayern ärgern: „Die haben auch keine Lust, gegen uns zu spielen“

Die FC-Frauen treten mit breiter Brust beim FC Bayern an: Nach drei Siegen in Folge und 315 Minuten ohne Gegentor soll ausgerechnet beim Favoriten die nächste Überraschung gelingen.

Größer könnte die Hürde kaum sein: Die Frauen des 1. FC Köln müssen am Samstag (14 Uhr) beim amtierenden Double-Sieger Bayern München antreten – und das ausgerechnet zum Wiesn-Auftakt. Die Bilanz spricht zwar klar gegen Köln – doch die jüngsten Auftritte in München sowie der Rückenwind nach dem Saisonstart machen Mut.

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Kurz nachdem am Samstagmittag das Oktoberfest eröffnet wird, wollen die FC-Frauen wenige Kilometer weiter nördlich für eine dicke Überraschung sorgen. Die Kölnerinnen sind zu Gast beim großen Favoriten Bayern München. Die Rollen scheinen klar verteilt zu sein, doch die Kölnerinnen reisen mit großem Selbstvertrauen an. Der FC hat die vergangenen drei Bundesliga-Spiele in Folge gewonnen und ist seit 315 Minuten ohne Gegentor. Beim Branchen-Primus steht nun der Härtetest für den Aufschwung an: „Wir wissen, dass es ein sehr schwerer Gegner ist. Aber ich glaube, die haben auch keine Lust, gegen uns zu spielen“, äußerte Britta Carlson selbstbewusst. Die Kölner Trainerin erinnerte dabei auch an die vergangenen Auftritte in München. Denn auch wenn der FC bislang alle 16 Bundesliga-Duelle gegen Bayern verloren hat, waren die letzten beiden Gastspiele durchaus ermutigend.

„Das wollen wir natürlich toppen.“

In der vergangenen Saison hielt der FC lange mit und ging durch Sandra Jessen sogar in Führung. Zur Halbzeit stand es 1:1, ehe Bayern nach dem Seitenwechsel aufdrehte und am Ende 5:1 gewann. Deutlich enger war es 2024/25. Damals mussten sich die Kölnerinnen lediglich mit 0:1 geschlagen geben. 70 Minuten lang hielt der FC die Münchnerinnen vom eigenen Tor fern. Genau daran will Carlson diesmal anknüpfen – und möglichst noch einen Schritt weitergehen: „Das wollen wir natürlich toppen.“

Die Grundlage für einen erfolgreichen Auftritt muss erneut eine stabile Defensive sein. Offen ist allerdings, wie Carlson ihre Abwehrzentrale besetzen kann. Mit Marina Hegering könnte zumindest eine erfahrene und gelernte Innenverteidigerin zurückkehren. Sollte die Ex-Nationalspielerin noch nicht bereit sein, müsste Carlson erneut mit positionsfremden Spielerinnen improvisieren. Das wiederum klappte zuletzt problemlos, mit Bayern kommt jetzt aber eine andere Wucht auf die Kölner Abwehr zu.

Kölner Hoffnungsschimmer gegen die Bayern

Offensiv deutet sich derweil eine Veränderung an. Lydia Andrade könnte gegen Bayern wieder in die Startelf rücken. Die Schweizerin hatte gegen Union Berlin zunächst nur auf der Bank gesessen, nach ihrer Einwechslung aber direkt getroffen.
Carlson habe die Entscheidung bewusst getroffen, um den Ehrgeiz der 27-Jährigen zu wecken. Gegen Bayern könnte gerade ihr Tempo zu einem wichtigen Faktor werden. „Wir können auf jeden Fall die Münchenerinnen ärgern“, zeigte sich Andrade vor dem Duell selbstbewusst.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Köln könnte zudem der Spielplan sein. Bayern hat erst am Montagabend in Leverkusen zwar mit 3:2 gewonnen, musste dabei aber nach einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand lange kämpfen. Britta Carlson verfolgte das Duell im Haberland-Stadion live auf der Tribüne. Und drei Tage nach dem Spiel zum Wiesn-Auftakt wartet bereits der Champions-League-Auftakt gegen Manchester City auf die Münchenerinnen.

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Die Frauen des 1. FC Köln setzen ihre Serie fort: Britta Carlson sieht eine „außerordentliche Leistung“ gegen Union Berlin

Britta Carlson, Trainerin der Frauen des 1. FC Köln
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Die Frauen des 1. FC Köln setzen ihre Serie fort: Britta Carlson sieht eine „außerordentliche Leistung“ gegen Union Berlin

Die Frauen des 1. FC Köln haben ihren starken Saisonstart fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson gewann gegen Union Berlin mit 3:0 und feierte damit den dritten Sieg in Folge. Besonders bemerkenswert: Der FC blieb trotz einer improvisierten Dreierkette erneut ohne Gegentor. Das sagt Britta Carlson zum Duell gegen Union Berlin.

Nach dem 3:0-Sieg gegen Union Berlin und weiteren drei Punkten am Wochenende, äußert sich FC-Trainerin Britta Carlson zur Leistung ihrer Mannschaft.

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Die FC-Frauen haben sich nach dem schweren Auftakt bei Eintracht Frankfurt eindrucksvoll stabilisiert. Mit dem 3:0 gegen Union Berlin holten die Kölnerinnen am Samstagnachmittag bereits den dritten Sieg in Serie und stehen damit nach vier Spieltagen bei neun Punkten. Gleichzeitig blieb die Mannschaft zum dritten Mal nacheinander ohne Gegentreffer, Torhüterin Lisa Schmitz ist insgesamt seit nunmehr 315 Minuten unbezwungen.

Ich finde, das ist eine außerordentliche Leistung von dem Team

Das ist umso bemerkenswerter, da die FC-Trainerin Britta Carlson einmal mehr just in der Defensive improvisieren musste. „Wir haben heute ohne eine einzige gelernte Innenverteidigerin gespielt, sondern mit zwei Außenverteidigerinnen und einer Sechserin in der Dreierkette“, merkte Carlson mit Blick auf Beke Sterner, Laura Vogt und Anna Gerhardt an. Umso größer sei ihre Anerkennung für die Mannschaft: „Ich finde, das ist eine außerordentliche Leistung von dem Team, dass sie das so souverän umgesetzt haben.“ Das defensive Erfolgsrezept sah Carlson vor allem in der Einstellung ihrer Spielerinnen. Sie würden die Vorgaben im Training annehmen und trotz der ungewohnten Aufgaben mit der nötigen Lockerheit agieren. „Wir haben von vornherein gesagt, es wird nicht so leicht für uns, wenn du jetzt nicht eingespielt bist“, erklärte die Trainerin.

Entscheidend sei deshalb gewesen, die Situation nicht unnötig kompliziert zu machen. „Alles, was da passiert, was wir über die Basics lösen können, über Leidenschaft, das bekommen wir hin“, sagte Carlson. Ihre Spielerinnen hätten die ungewohnte Aufgabe sofort angenommen. „Sie machen sich gar nicht so viele Gedanken, dass sie das noch nie gespielt haben, sondern sagen einfach: Ja, wir geben alles, was wir haben.“ Mit neun Punkten nach vier Spieltagen hat der FC zudem einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Carlson selbst misst solchen Zahlen allerdings nur begrenzte Bedeutung bei. „Vereinsrekorde sind mir immer nicht so bewusst“, sagte sie mit einem Lächeln.

“Optimaler Start“

Entscheidend sei für sie vielmehr die Entwicklung nach dem missglückten Auftakt: „Wir hatten einen schweren Start in die Saison mit einem schlechten Spiel in Frankfurt und haben uns jetzt peu à peu gesteigert. Natürlich wächst man dann auch zusammen, wenn man gerade so immer wieder auch kleine Rückschläge hat.“ Die neun Punkte aus vier Spielen seien ein „optimaler Start“, gleichzeitig warnte Carlson davor, die Tabelle zu diesem frühen Zeitpunkt überzubewerten: „Es sind jetzt erst vier Spieltage gespielt. Es ist noch relativ am Anfang der Saison. Noch keine Mannschaft ist da bei 100 Prozent.“

Der 3:0-Erfolg gegen Union war aber nicht nur der dritte Sieg in Serie, sondern auch ein weiterer Beleg für die Entwicklung der Kölnerinnen. Trotz Verletzungssorgen findet der FC Lösungen – und steht nach vier Spieltagen mit neun Punkten und einer Defensive, die seit mehr als fünf Stunden kein Gegentor mehr kassiert hat, so gut wie noch nie zu diesem Zeitpunkt einer Bundesliga-Saison da. Die Kölnerinnen werden mit entsprechend breiter Brust am Samstag zum Auswärtsspiel in München antreten.


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