Abwehr-Blackout nach Hegering-Blitzstart: FC-Frauen unterliegen Frankfurt knapp

Celina Degen und Anna-Lena Stolze vom 1. FC Köln
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Abwehr-Blackout nach Hegering-Blitzstart: FC-Frauen unterliegen Frankfurt knapp

Die FC-Frauen konnten den Coup aus dem Hinspiel (1:1) gegen Eintracht Frankfurt nicht wiederholen. Das Rückspiel im Franz-Kremer-Stadion endete mit einer Niederlage. Die Frauen des 1. FC Köln unterliegen Frankfurt 1:2. Dabei hatte Marina Hegering den FC nach 75 Sekunden in Führung geköpft. Ein individueller Fehler kostete am Ende den abermals möglichen Punktgewinn.

Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zum 2:1-Sieg in Nürnberg eine Woche zuvor auf zwei Positionen: Sara Agrez und Anna-Lena Stolze ersetzten Adriana Achcinska und Anna Gerhardt.

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Der Anpfiff war im Grüngürtel kaum verklungen, da ertönte auch schon das Trömmelche im Franz-Kremer-Stadion: Laura Vogt servierte eine Ecke von der linken Angriffsseite in den Sechzehner und Marina Hegering köpfte den Ball im Fünfer am ersten Pfosten ins lange Eck zum 1:0 nach 75 Sekunden (2.).

Chiba nutzt das Geschenk

Die frühe Führung spielte dem FC in die Karten und vergrößerte das Selbstbewusstsein sichtlich. Den Frankfurterinnen fehlten die Ideen, um einmal gefährlich in die Nähe des Kölner Strafraums zu kommen. Stattdessen suchten die Gastgeberinnen weiter den Weg nach vorne. Bei Pauline Bremers Flachschuss musste sich die Eintracht-Keeperin Lina Altenburg mächtig strecken, um den Ball am Pfosten vorbei zu lenken (23.).

Ansonsten bekamen die Fans im Stadion und auch die mutmaßlichen Millionen Zuschauer vor den Fernsehern der Nation – die Partie wurde auch live von der ARD-Sportschau übertragen – wenig Highlights geboten. Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nichts, sodass der Frankfurter Ausgleich aus heiterem Himmel fiel. Etonam Anyomi legte den Ball im Sechzehner zentral fast vom Elfmeterpunkt zurück zu Laura Freigang, die von der Strafraumgrenze per Schlenzer in den Winkel zum 1:1 traf (58.).

Die Kölnerinnen brachten sich danach durch einen individuellen Aussetzer selbst in Rückstand: Amelie Bohnen trat bei einer eigentlich ungefährlichen hohen Hereingabe aus dem Mittelfeld in den Sechzehner über den Ball, Remina Chiba nutzte das Geschenk und vollstreckte vom Fünfer freistehend zum 1:2 (63.). Wenig später lenkte Irina Fuchs einen vermutlich als Flanke gedachten Ball von Nadine Riesen mit den Fingerspitzen über die Latte (69.). Die Gastgeberinnen gaben in der Schlussphase zwar nicht auf und versuchten auf den Ausgleich zu spielen, fanden jedoch keine Mittel, um die Eintracht-Abwehr unter Druck zu setzen. Stattdessen liefen die Kölnerinnen in einen Konter, doch Fuchs lenkte den strammen Schuss von Rebecka Blomqvist um den Pfosten (83.).

Erst Länderspielpause, dann Hoffenheim

Für die FC-Frauen geht es erst nach der Länderspielpause am letzten April-Wochenende mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim weiter. An welchem Tag genau, hat der DFB bislang noch nicht offiziell verraten.

1. FC Köln: Fuchs – Imping, Bohnen, Hegering, Agrez (61. Degen) – Donhauser, Vogt (74. Andrade), Feiersinger, Stolze (46. Leimenstoll) – Bremer, Jessen (46. Achcinska). Tore: 1:0 Hegering (2.), 1:1 Freigang (58.), 1:2 Chiba (63.). Zuschauer: 2050.

Live im Free-TV – Frauen des 1. FC Köln empfangen Eintracht Frankfurt

Sandra Jessen vom 1. FC Köln im Duell gegen die SGS Essen
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Live im Free-TV – Frauen des 1. FC Köln empfangen Eintracht Frankfurt

Die Frauen des 1. FC Köln spielen am Samstagabend (17:55 Uhr) sehr wahrscheinlich vor einem Millionen-Publikum gegen Eintracht Frankfurt. Das Bundesliga-Heimspiel wird von der ARD-Sportschau zur besten Sendezeit live übertragen.

Stürmerin Sandra Jessen schöpft Motivation aus dem bitteren Ende des Hinspiels. Die Isländerin beendete zudem vergangene Woche gegen Nürnberg ihre Torlos-Serie.

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Die Kölnerinnen schnupperten bereits im Hinspiel an der Sensation, führten durch den Treffer von Sandra Jessen bis in die Nachspielzeit mit 1:0, ehe die Eintracht doch noch zum 1:1-Endstand traf. Die Torschützin von damals denkt ungerne daran zurück, schöpft aber zugleich auch Motivation, wie sie im Interview mit dfb.de verriet: „Wenn ich daran denke, ärgere ich mich immer noch. Dementsprechend wollen wir unbedingt punkten. Wir werden hochmotiviert in das Spiel gehen.“

“Ich glaube, das hat sie schon belastet“

Vielleicht kommt der Spielplan des Gegners den Kölnerinnen dabei auch entgegen, denn das Duell in Köln liegt für Frankfurt genau zwischen den beiden Halbfinal-Begegnungen des UEFA Women’s Europa Cup gegen BK Häcken. Die Hessinnen verloren das Hinspiel am Mittwochabend zuhause mit 0:3, das Rückspiel steigt am kommenden Donnerstag in Schweden. „Dass wir mehr Zeit zur Vorbereitung auf das Spiel haben, während die Eintracht die zusätzliche Belastung wegstecken muss, könnte sicherlich eine Rolle spielen“, vermutete Jessen entsprechend im DFB-Interview, „dafür müssen wir auf dem Platz vor allem schlau sein und unsere Chance suchen.“

Die isländische Stürmerin selbst dürfte auch wieder etwas unbeschwerter in das Duell gehen, immerhin beendete sie beim jüngsten 2:1-Erfolg in Nürnberg ihre Durststrecke nach 520 Minuten ohne Tor. Dem DFB verriet sie jedoch: „Andere Leute haben sich darüber mehr einen Kopf gemacht als ich selbst. Ich wusste, dass es irgendwann wieder funktioniert, wenn wir alle weiter hart arbeiten. Ich spüre die Unterstützung des Trainerteams und der Mannschaft. Das ist mir wichtig.“ Allerdings hatte auch Trainerin Britta Carlson kurz nach dem Abpfiff in Nürnberg gemutmaßt: „Ich glaube, das hat sie schon belastet, dass sie so lange nicht getroffen hat.“

Live-Übertragung bei der ARD

Wie dem auch sei: Mit einer treffsicheren Jessen steigen am Samstagabend jedenfalls auch die Chancen auf eine Überraschung der FC-Frauen. Die Partie beginnt zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 17:55 Uhr, weil diesmal auch das Erste live auf Sendung gehen wird und die Begegnung zur besten Sendezeit der Männer-Bundesliga-Sportschau live in die deutschen Wohnzimmer übertragen wird. Die Kölnerinnen spielen damit erstmals vor einem Millionen-Publikum kurz vor der 20-Uhr-Tagesschau. Auch dieser Umstand dürfte noch einmal für eine Extra-Motivation sorgen.

Die Eintracht steht aktuell mit 39 Punkten auf dem dritten Platz der Tabelle, der am Saisonende zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigen würde. Die Kölnerinnen könnten den Rückstand mit einem Dreier auf acht Punkte verkürzen. Freilich ist der dritte Platz für den FC selbst kein realistisches Ziel mehr, aber je kürzer der Abstand, desto besser wird am Saisonende das Fazit ausfallen. Zudem könnten die FC-Frauen mit einem überzeugenden Auftritt gegen eine Spitzenmannschaft die Werbetrommel für sich selbst rühren. Immerhin geht es im darauffolgenden Heimspiel nach Müngersdorf ins Rhein-Energie-Stadion gegen Werder Bremen am 2. Mai (13 Uhr).

„Haben uns gut darauf eingestellt“: Frauen-Trainerin Carlson verteilt Lob nach Sieg in Nürnberg

Britta Carlson vom 1. FC Köln
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„Haben uns gut darauf eingestellt“: Frauen-Trainerin Carlson verteilt Lob nach Sieg in Nürnberg

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln sind in Nürnberg in die Erfolgsspur zurückgekehrt und gewannen nach fünf sieglosen Spielen endlich wieder in der Bundesliga. Von Trainerin Britta Carlson gab es Anerkennung für die Leistungen.

Trainerin Britta Carlson lobte ihre Mannschaft für die Anpassung an einen oftmals destruktiven Gegner – und freute sich für die beiden Kölner Torschützinnen.

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Das Duell im Max-Morlock-Stadion war kein fußballerischer Leckerbissen für die rund 1000 Zuschauer sowie die Fans vor den TV-Bildschirmen. Die Partie war zerfahren und von vielen Unterbrechungen geprägt. „Das Spiel ist genauso gekommen, wie wir es erwartet haben, dass du gegen einen sehr destruktiven Gegner spielst, der immer wieder gefährlich ist durch seine schnellen Offensivkräfte. Wir wussten, dass es schwer wird, hier Fußball zu spielen. Wir haben uns darauf vorbereitet und gut darauf eingestellt“, analysierte Kölns Trainerin Britta Carlson.

Lob von Carlson

Die Fußball-Lehrerin ärgerte sich, dass ihre Mannschaft nach der 2:0-Führung nicht nachlegte und so früh für klare Verhältnisse gesorgt hat: „Wir müssen eigentlich das 3:0 machen, vielleicht auch das 4:0 und kriegen durch eine Unachtsamkeit bei einem schnell ausgeführten Freistoß, bei dem wir nicht präsent sind oder nicht alle den Ball anschauen, ein unnötiges Gegentor.“ Die Trainerin freute sich insbesondere für die beiden Kölner Torschützinnen Laura Donhauser und Sandra Jessen: „Laura ist eine Spielerin, die sich immer komplett fürs Team einsetzt, immer Gas gibt. Sie hatte sich schon sehr viele Möglichkeiten in dieser Saison erarbeitet, aber nicht genutzt.“

Sandra Jessen beendete ihre Torflaute in Nürnberg nach 520 Minuten. „Ich glaube, das hat sie schon belastet, dass sie so lange nicht getroffen hat, weil sie immer wieder fleißig ist“, konstatierte Carlson, „heute hat sie auch ganz viele Wege vorne mit Pauline Bremer gemacht und sich das Tor hart erarbeitet.“ Jessen ist mit nunmehr zehn Saisontreffern immer noch in den Top Ten der Torjägerliste der Bundesliga.

Frauen jetzt mit 28 Punkten

Die FC-Frauen verbesserten ihr Punktekonto mit dem Sieg am Dutzendteich auf 28 Zähler auf, sind auf dem achten Platz allerdings auch wie festzementiert. Das wiederum wird am Geißbockheim jedoch niemanden stören, denn im vergangenen Sommer hätte man diese Zwischenbilanz fünf Spieltage vor dem Saisonende sofort unterschrieben. Am Wochenende winkt den FC-Frauen die ganz große TV-Bühne: Das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wird aufgrund der Länderspielpause der Herren-Bundesliga live in der ARD übertragen. Die Partie beginnt mit Blick auf die 20-Uhr-Tagesschau deswegen zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 17:55 Uhr. Dieser Rahmen dürfte zweifellos für eine Extra-Motivation bei der Mannschaft sorgen.

2:1-Erfolg in Nürnberg: Sandra Jessen beendet Torflaute und die Frauen des 1. FC Köln ihre Ergebniskrise

Die FC-Frauen jubeln nach dem Sieg
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2:1-Erfolg in Nürnberg: Sandra Jessen beendet Torflaute und die Frauen des 1. FC Köln ihre Ergebniskrise

Der 1. FC Köln hat seine Ergebniskrise beendet und nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg wieder einen Dreier in der Bundesliga gelandet. Die FC-Frauen gewannen beim 1. FC Nürnberg mit 2:1 (2:0).

Zusätzlich zum Sieg gab es noch eine erfreuliche Begleiterscheinung: Im Duell mit dem Club endete die Torflaute von FC-Stürmerin Sandra Jessen nach 520 Minuten.

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Kölns Trainerin Britta Carlson vertraute in der Startelf wie erwartet wieder auf Marina Hegering. Sara Agrez und Weronika Zawistowska fielen kurzfristig aus, ebenso konnten Martyna Wiankowska, Sylwia Matysik, Merle Hokamp, Taylor Ziemer, Dora Zeller und Paula Hoppe nicht dabei sein, womit gleich acht Spielerinnen ausfielen. Der Aufsteiger wäre beinahe in Führung gegangen: Irina Fuchs verlor den Ball im Sechzehner nach einem Rückpass von Feiersinger leichtfertig im Zweikampf gegen Nürnbergs Emöke Papai, der Ball trudelte Richtung Torlinie, doch Amelie Bohnen klärte in letzter Sekunde und schlug die Kugel aus der Gefahrenzone (14.).

Kuriosum zu Beginn der zweiten Halbzeit

Der FC-Führungstreffer entstand wenig später nach einem Kölner Einwurf in der eigenen Hälfte durch Carlotta Imping. Die Kölnerinnen schalteten blitzschnell um. Sandra Jessen spielte den Ball am Mittelkreis in den Lauf von Laura Donhauser, die frei aufs Tor zulief und den Ball an der machtlosen Keeperin Lourdes Grzondziel vorbei zum 1:0 für den FC einschoss (19.). Und die FC-Frauen legten schnell einen zweiten Treffer nach: Pauline Bremer wurde auf dem rechten Flügel per Foul gestoppt. Anna Gerhardt servierte den fälligen Freistoß aus dem Halbfeld hoch auf den ersten Pfosten, wo Jessen unbedrängt zum 2:0 für den FC einköpfte (28.). Für die Isländerin endete mit ihrem ersten Bundesligatreffer in 2026 eine persönliche Durststrecke nach 520 Minuten ohne Torerfolg.

Die zweite Hälfte begann mit einem Kuriosum. Die Partie musste unterbrochen werden, weil die Linienrichterin Katharina Kruse nach einem Sprint plötzlich muskuläre Beschwerden verspürte und ihre Tätigkeit trotz kurzer Behandlung der FC-Betreuer nicht fortsetzen konnte. Nach rund neun Minuten übernahm die bisherige vierte Offizielle Daniela Kottmann die Fahne auf der Linie vor den Trainerbänken. Die Partie war in der Folgezeit von vielen Unterbrechungen geprägt, sodass kein richtiger Spielfluss zustande kam. Den Nürnbergerinnen fehlten zudem die Ideen, um die Kölnerinnen, die sich weit in die eigene Hälfte zurückzogen, ernsthaft unter Druck setzen zu können.

Nürnberg kommt noch einmal ran

Die kurz zuvor eingewechselte Anna-Lena Stolze scheiterte mit ihrem strammen Schuss aus spitzem Winkel an Nürnbergs Torfrau (77.). Die vergebene Chance rächte sich kurz danach. Die Nürnbergerinnen führten einen Freistoß nach einem Handspiel von Hegering vor dem Sechzehner schnell kurz aus. Nastassja Lein kämpfte sich zwischen Bohnen und Gerhardt durch und verkürzte für den FCN per Flachschuss ins Tor auf 2:1 (80.). Danach passierte jedoch in zerfahrenen Schlussminuten trotz über 14(!) Minuten Nachspielzeit nichts Spannendes mehr. Für die FC-Frauen geht es am Samstagabend (17:55 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Hegering, Bohnen, Imping (90.+5 Degen) – Achcinska, Feiersinger, Vogt (76. Stolze), Donhauser – Bremer (87. Elsen), Jessen. Tore: 0:1 Donhauser (19.), 0:2 Jessen (28.), 1:2 Lein (80.).

Mit Hegering in der Startelf: Sieglos-Serie der FC-Frauen soll in Nürnberg enden

Marina Hegering vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel/Getty Images)
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Mit Hegering in der Startelf: Sieglos-Serie der FC-Frauen soll in Nürnberg enden

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln wollen am Sonntag (16 Uhr) die Serie von zuletzt fünf Bundesliga-Spielen ohne Sieg beenden: Beim Aufsteiger Nürnberg soll im Max-Morlock-Stadion der erste Dreier seit Ende Januar gelingen. Die Frauen des 1. FC Köln treffen auf den 1. FC Nürnberg.

Die Kapitänin dürfte dabei diesmal sogar von Anfang an mithelfen. Mit Marina Hegering in der Startelf wollen die FC-Frauen einen Dreier einfahren.

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Es scheint eine überraschend schnelle Rückkehr für Marina Hegering zu werden. Die 35-Jährige feierte kürzlich ihr Comeback als Einwechselspielerin im Testspiel gegen Mainz. Am vergangenen Wochenende folgte ein 45-minütiger Einsatz gegen Bayern München nach der Halbzeit. Das Resultat: Mit Hegering auf dem Feld kassierte der FC gegen den Branchen-Primus keinen weiteren Treffer mehr.

Kandidatin für die Startelf

Die zwangsläufige Konsequenz dürfte am Sonntag in Nürnberg Realität werden: Hegering kehrt nach über vier Monaten zurück in die Anfangsformation. Trainerin Britta Carlson deutete dies gegenüber come-on-fc.com jedenfalls bereits an: „Sie ist eine Kandidatin für die Startelf, da mache ich kein Geheimnis draus. Sie gibt der Mannschaft noch mal ein bisschen mehr Struktur und übernimmt auch noch mal gern Verantwortung. Gerade in der Situation, wenn man vielleicht nicht die Sicherheit und Kaltschnäuzigkeit hat, braucht man noch mal jemanden, der alle antreibt.“

Als Ausgleich zur Erfahrung der 35-Jährigen könnte Carolin Elsen in Nürnberg wieder zum Einsatz kommen. Die 21-Jährige feierte just gegen Bayern ihr Bundesliga-Debüt im FC-Trikot als Einwechselspielerin. „Sie hat Dinge, die wir sonst in unserem Spiel nicht so haben“, charakterisierte Carlson die 21-Jährige, „sie ist eine mutige, junge Spielerin, die vielleicht noch nicht so viel nachdenkt, ins Eins-gegen-Eins gehen kann mit einem gewissen Tempo. Das Debüt hat sie sich erarbeitet über die letzten Wochen im Training. Sie hat schon lange gezeigt, was sie kann. Vielleicht ist sie jetzt auch wieder eine Kandidatin, die man durchaus bringen kann.“

FC in Favoritenrolle

Spannend wird es zu beobachten, wie die FC-Frauen in Nürnberg mit ihrer Favoritenrolle umgehen werden. Bislang blieben die Punkte zu häufig aus, wenn die Erwartungshaltung an den FC groß war, zuletzt etwa bei Union Berlin (1:2) oder gegen Essen (0:0). „Das ist eine Rolle, die für ins in dieser Saison immer mal wieder neu war“, blickte die Trainerin Britta Carlson auf ebenjene Partien zurück, in denen ihre Mannschaft zu viele Zähler hat liegenlassen. Dennoch betonte Carlson: „Ich denke, dass wir es trotzdem auch in den Spielen, in denen wir nicht die Punkte geholt haben, angenommen hatten. Das waren sicher nicht unsere besten Spiele, aber natürlich hätten wir auch diese gewinnen können. Wir müssen die Intensität hoch halten und noch mehr dafür tun, dass wir unser Tor verteidigen.“

Der 1. FC Nürnberg steht als Aufsteiger derzeit mit 19 Punkten auf dem elften Rang und hat mit sieben Zählern ein beruhigendes Polster auf die Abstiegszone. Sollte der Club gegen den FC jedoch gewinnen, hätte der Aufsteiger plötzlich sogar Sicht-Kontakt zu den Kölnerinnen, die aktuell sechs Zähler voraus auf dem achten Platz liegen. Schon allein aus diesem Selbstverständnis heraus dürften die Kölnerinnen am Sonntag entschlossen sein, den Dreier am Dutzendteich einzufahren.

Stammtorhüterin Irina Fuchs verlängert beim 1. FC Köln: „Alle haben es mir sehr leicht gemacht“

Irina Fuchs hat ihren Vertrag beim FC verlängert
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Stammtorhüterin Irina Fuchs verlängert beim 1. FC Köln: „Alle haben es mir sehr leicht gemacht“

Die mittelfristige Kaderplanung bei den Kölner Fußball-Frauen schreitet weiter voran. Auch Irina Fuchs verlängert ihren Vertrag beim 1. FC Köln. Die Stammtorhüterin hat einen Kontrakt bis 2028 bei den Geißböcken unterschrieben.

Sie kam als Talent, ist mittlerweile Stammtorhüterin bei den Geißböcken und hat nun ihren Vertrag verlängert. Auch Irina Fuchs bleibt den Kölner Fußballerinnen weiterhin erhalten. Die Keeperin hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben.

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Nach Amelie Bohnen, Vanessa Leimenstoll, Laura Vogt, Celina Degen, Anna-Lena Stolze, Sandra Maria Jessen und Laura Feiersinger hat nun auch Irina Fuchs ihren Kontrakt bei den Kölner Fußballerinnen verlängert. „Bereits bei der Verpflichtung von Irina Fuchs waren wir von ihrem großen Entwicklungspotenzial überzeugt. Es freut uns sehr, dass sie sich so schnell an die Frauen-Bundesliga angepasst und sich zu einem verlässlichen Rückhalt für unsere Mannschaft entwickelt hat“, sagt Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball beim FC. „Wir sind überzeugt, dass ihr Entwicklungspotenzial noch nicht ausgeschöpft ist.“  Die Keeperin kam im vergangenen Sommer zum Geißbockheim. Bereits am fünften Spieltag feierte die Schweizerin ihr Debüt beim FC.

„Es ist perfekt für mich gelaufen“

„Ich bin sehr glücklich hier und hätte vor meinem Wechsel nach Köln nicht erwartet, dass ich so schnell in der Bundesliga im Tor stehen würde. Es ist perfekt für mich gelaufen und die Vertragsverlängerung ist für mich ein Vertrauensbeweis des Clubs, über den ich mich sehr freue“, sagt Fuchs. „Köln ist meine erste Auslandsstation und alle haben es mir sehr leicht gemacht, dass ich mich von Anfang an hier super wohlgefühlt habe.“ Als Zwölfjährige war Fuchs zum FC Basel gekommen, feierte dort mit 17 ihr Debüt im Schweizer Cup. Fuchs bestritt bisher 16 Bundesligaspiele für die FC-Frauen und eins im DFB-Pokal. Sie wurde in dieser Saison zudem in den Kader für Spiele der Schweizer A-Nationalmannschaft berufen. 

Neben den nun acht Spielerinnen haben auch die Trainerinnen Britta Carlson und Jacqueline Dünker ihre Verträge in diesem Jahr schon ausgeweitet.


Trotz Hegering-Comeback vor starker Kulisse: Frauen des 1. FC Köln verlieren Heimspiel gegen effiziente Bayern

Marina Hegering für den 1. FC Köln
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Trotz Hegering-Comeback vor starker Kulisse: Frauen des 1. FC Köln verlieren Heimspiel gegen effiziente Bayern

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich wie erhofft teuer verkauft, doch am Ende waren sie gegen den alten und mutmaßlich auch neuen Deutschen Meister machtlos: Die Frauen des 1. FC Köln verloren das Heimspiel gegen ein effizientes Bayern München mit 0:3 (0:3).

Ein Lichtblick im Heimspiel gegen die Bayern war das Comeback von Marina Hegering nach der Pause. In der zweiten Hälfte des Duells fingen sich die FC-Frauen keinen Gegentreffer mehr ein.

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Die Kölnerinnen kehrten mit vier Spielen in Folge ohne Sieg vor der Länderspielpause auf die Bundesliga-Bühne zurück. Diese Serie konnten sie wie befürchtet gegen den Branchen-Primus aus München nicht durchbrechen. Dennoch schlugen sich die Kölnerinnen achtbar, gaben auch trotz eines klaren 0:3-Rückstands zur Pause nicht auf. Nach vorne fehlte es aber an zündenden Ideen gegen einen starken Gegner.

Vorentscheidung vor der Pause

Beide Teams begegneten sich dabei in der ersten Viertelstunde auf Augenhöhe, was ein Verdienst des gastgebenden Außenseiters war. Die Kölnerinnen liefen den Gegner hoch an und setzten diesen so unter Druck. Bitter war daher die Entstehung des Rückstands zu diesem Zeitpunkt: Ein Münchener Befreiungsschlag landete bei Pernille Harder, die frei aufs Tor zulief, Irina Fuchs keine Chance ließ und zum 0:1 einschob (21.).

Und Harder legte noch einen Treffer nach, als sie im Strafraum an den Ball kam, Celina Degen aussteigen ließ und zum 0:2 einschoss (29.). Bitter für den FC: Arianna Caruso steckte die Kugel bei einem Konter durch zu Linda Dallmann, die zum 0:3 einnetzte (38.). Damit war die Partie schon zur Halbzeit vorentschieden.

Kölns Trainerin Britta Carlson brachte zur zweiten Hälfte ihre Kapitänin Marina Hegering – und zumindest in der zweiten Hälfte blieben die Kölnerinnen ohne Gegentor. Die Versuche, eigene Torchancen zu erspielen, versandeten jedoch angesichts der starken FCB-Defensive. Irina Fuchs verhinderte zweimal stark den vierten Gegentreffer (62.). Für die FC-Frauen geht es am kommenden Sonntag (16 Uhr) beim 1. FC Nürnberg weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Degen (46. Hegering), Bohnen, Agrez, Donhauser – Zawistowska (56. Imping), Vogt, Feiersinger – Bremer (57. Achcinska), Jessen (74. Elsen). Tore: 0:1/0:2 Harder (21./29.), 0:3 Dallmann (38.). Zuschauer: 4104.

Frauen des 1. FC Köln empfangen Bayern München: „Wir sehen immer unsere Chance“

Britta Carlson beim Training des 1. FC Köln
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Frauen des 1. FC Köln empfangen Bayern München: „Wir sehen immer unsere Chance“

David gegen Goliath heißt es am Sonntagabend ab 17 Uhr im Franz-Kremer-Stadion: Die Frauen des 1. FC Köln empfangen Bayern München. Und dabei gehen die Fußballerinnen des FC als klarer Außenseiter in das Bundesliga-Heimspiel gegen den amtierenden Meister und Tabellenführer.

Zumindest die erste Hälfte des Hinspiels dient den Kölnerinnen als Mutmacher. Im heimischen Stadion will die Mannschaft von Britta Carlson für eine Überraschung sorgen.

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Es war eine bemerkenswerte erste Hälfte damals Mitte Oktober: Sandra Jessen brachte den FC beim Branchenprimus Bayern München früh in Führung. Und das 1:0 für den FC hatte auch bis zur buchstäblich letzten Sekunde vor der Pause Bestand, ehe die FCB-Frauen noch vor der Halbzeit ausgleichen konnten. Das Duell endete am Ende deutlich mit 5:1 für München. Immerhin: Das Kölner Tor gegen Bayern hat Seltenheitswert in dieser Saison, denn die Münchenerinnen kassierten bisher insgesamt erst sechs Gegentreffer und eilen mit Riesenschritten der nächsten Meisterschaft entgegen.

“Das wollen wir auch in diesem Spiel haben“

„Wir haben sie in der ersten Hälfte sehr gut beschäftigt und weit weg von unserem Tor gehalten“, denkt Kölns Trainerin Britta Carlson gerne an die ersten 45 Minuten des Hinspiels zurück und leitet daraus für das Wiedersehen am Sonntag ab: „Das wollen wir auch in diesem Spiel haben, kompakt zu stehen, aber auch in unser Pressing reinzukommen und die Umschalt-Situationen zu nutzen.“ Kölns Trainerin ahnt weiter: „Wir werden nicht ganz so viel Ballbesitz haben, wollen wie schon im Hinspiel immer wieder den Gegner phasenweise unter Druck setzen. Wir waren eine der wenigen Mannschaften, die Bayern anders herausgefordert haben in dieser Saison.“

Carlson äußert sich trotz der jüngsten Ergebnisse mit vier Spielen in Folge ohne Sieg selbstbewusst vor dem Duell gegen den Liga-Primus: „Wir sehen immer unsere Chance. Wir wissen, dass wir gegen jede Mannschaft bestehen können. Wir gehen das Spiel realistisch an, aber wir sagen, dass wir gegen jeden Gegner punkten wollen. Wir haben ein Heimspiel und unsere Kulisse und die wollen wir nutzen, um vielleicht für eine Überraschung sorgen zu können.“

“Für die Startelf ist es sicherlich noch zu früh“

Die FC-Frauen müssen am Sonntag allerdings Martyna Wiankowska ersetzen. Die offensivstarke polnische Nationalspielerin hat sich bei der jüngsten Länderspielreise verletzt und fällt aus. Sandra Jessen wartet derweil auf ihre persönliche Befreiung. Die Isländerin ist in 2026 noch ohne Treffer und wartet insgesamt sogar seit 492 Minuten auf ihr nächstes Tor.

Kapitänin Marina Hegering ist noch keine Option für die Anfangsformation: „Für die Startelf ist es sicherlich noch zu früh“, verrät Carlson, „sie hat ihre ersten Einsatzminuten gehabt im Testspiel gegen Mainz. Sie kommt immer besser zurück. Man merkt, dass sie zurück auf dem Platz ist und uns guttut. Wir freuen uns, dass sie bald wieder die alte Marina ist, die wir sicherlich für den Saison-Endspurt noch brauchen.“


Auch Laura Feiersinger verlängert bei den Frauen des 1. FC Köln: „Das passt zu mir“

Laura Feiersinger in einem Spiel des 1. FC Köln
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Auch Laura Feiersinger verlängert bei den Frauen des 1. FC Köln: „Das passt zu mir“

Der FC macht bei seinen Fußballerinnen Nägeln mit Köpfen und hat die nächste Vertragsverlängerung eingetütet. Auch Laura Feiersinger bleibt beim 1. FC Köln. Die Vizekapitänin hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben.

Der FC hat eine weitere wichtige Personalie verkündet. Laura Feiersinger bleibt bis zum Sommer 2028 bei den Geißböcken. Die 32-Jährige hat ihren Vertrag verlängert.

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Nach Amelie Bohnen, Vanessa Leimenstoll, Laura Vogt, Celina Degen, Anna-Lena Stolze und Sandra Maria Jessen ist das halbe Dutzend nun überschritten. Der FC hat auch den Vertrag mit Laura Feiersinger verlängert. „Laura Feiersinger ist eine charakterstarke Führungsspielerin, bringt viel Erfahrung mit und ist ein Vorbild an Professionalität“, sagt Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball beim FC. „Sie ist eine Taktgeberin auf dem Platz, und wir freuen uns, auch in Zukunft gemeinsam mit ihr unsere ambitionierten Ziele voranzutreiben.“ Feiersinger kam 2024 von der AS Roma nach Köln, ist aktuell die Vize-Kapitänin bei den Geißböcken. Die Leistungsträgerin spielte aber auch schon für die Bayern und Eintracht Frankfurt.

„Ich fühle mich hier super wohl“

„Ich fühle mich hier super wohl. Ich habe schon bei einigen guten Clubs in meiner Karriere gespielt, aber ich kann bestätigen, dass es hier beim FC absolut besonders ist“, sagte die Österreicherin. „Wir entwickeln uns als Mannschaft, wir haben ein tolles Trainer-Team und ambitionierte Ziele. Das passt zu mir, gepaart damit, dass sich die Verbindung zu Köln und dem FC echt und authentisch anfühlt.“ Neben den erfolgreichen Zeiten bei den Bayern und in Rom hat die Spielerin auch 126 Länderspiele für die Nationalmannschaft von Österreich absolviert. Im vergangenen Oktober trat die Mittelfeldspielerin aus der Mannschaft zurück.

Neben den sieben Spielerinnen haben auch die Trainerinnen Britta Carlson und Jacqueline Dünker ihre Verträge in diesem Jahr schon ausgeweitet.


„Sind zu unruhig und ungenau“: Carlson zeigt die Probleme der Frauen des 1. FC Köln auf

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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„Sind zu unruhig und ungenau“: Carlson zeigt die Probleme der Frauen des 1. FC Köln auf

So richtig rund läuft es aktuell nicht für die Fußballerinnen der Geißböcke. Die Frauen des 1. FC Köln stecken in einer Ergebniskrise: Das Team von Trainerin Britta Carlson wartet seit vier Bundesliga-Spielen auf einen Sieg.

Die FC-Frauen lassen auffallend häufig Punkte in der Favoriten-Rolle liegen und die anstehende dreiwöchige Länderspielpause kommt da vielleicht gerade recht.

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0:1 gegen Jena kurz vor Weihnachten. 0:0 gegen Essen erst Anfang des Monats. Und nun ein 1:2 bei Union Berlin. Dreimal gingen die FC-Frauen als Favorit in diese Duelle – und am Ende sprang lediglich ein magerer Punkt dabei heraus. Die acht verpassten Zähler aus diesen Begegnungen tun jedoch weh – wäre der FC damit doch auch ganz dick im Rennen um die internationalen Startplätze und stünde noch besser da, als er es mit den aktuell 25 Punkten zweifellos immer noch tut.

„Das ist gerade der Unterschied zu uns“

Aber der nächste Entwicklungsschritt will partout nicht gelingen. Es ist mittlerweile ein Muster zu erkennen. Gegen die Top-Teams der Liga präsentiert sich das Team ebenbürtig und wirft alles in die Waagschale. Schlüpfen die Kölnerinnen aber selbst in die Favoritenrolle, bleiben die Ergebnisse noch viel zu oft aus. Auch das Pokal-Aus beim Zweitligisten SC Sand im Herbst sei erwähnt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kölner Offensive ins Stocken geraten ist. Sandra Jessen, die sich vor der Winterpause mit ihren Toren in den Fokus der englischen Top-Vereine geschossen hat, ist in 2026 noch ohne Erfolgserlebnis und wartet seit 402 Minuten auf ihren nächsten Treffer.

Doch es liegt keineswegs an der Isländerin allein. Weronika Zawistowska hätte etwa in Berlin in der siebten Minute zwingend das 1:0 erzielen müssen. Gerade diese offensive Harmlosigkeit im Vergleich zu den Gegnern machte auch die Trainerin Britta Carlson als entscheidenden Faktor aus: „Das ist gerade der Unterschied zu uns, dass wir unsere Chancen gerade nicht nutzen. Wenn wir das am Anfang des Spiels machen, dann sieht es vielleicht ganz anders aus“, ergänzte die Trainerin mit Blick auf Zawistowskas vergebene Großchance, „dann haben wir eine andere Stimmung, auch wenn das Fußballspiel vielleicht dann nicht perfekt läuft.“

„Zu unruhig und zu ungenau“

Die Ergebnis-Flaute scheint jedoch auch die Spielerinnen auf dem Platz zu beschäftigen, die Leichtigkeit der Hinrunde ist aktuell abhandengekommen. „Wir sind im Moment einfach, was den Ballbesitz betrifft, zu unruhig und zu ungenau“, konstatierte Carlson, „weil wir da ein bisschen verkopft sind und alles dann unbedingt erzwingen wollen, anstatt auch mal Situationen für uns zu nutzen.“ Auch bei ruhenden Bällen seien die Kölnerinnen aktuell zu harmlos: „Das ist gerade so, dass wir unsere Standards gerade gar nicht gut ausspielen, sicherlich ordentlich verteidigen, aber selbst die Chancen, die wir durch Standards haben, nicht wirklich nutzen. Das ist dann schade. Wenn das Spiel mal nicht so läuft, dann kann sicherlich auch ein Standard-Tor mal helfen und davon haben wir eigentlich genug. Es geht jetzt darum, daran zu arbeiten.“

Dafür haben Trainer und Mannschaft auch ausreichend Zeit – zumindest die Spielerinnen, die in der Länderspielpause am Geißbockheim bleiben werden. Das nächste Liga-Spiel steht erst am 15. März an – ausgerechnet gegen Bayern München. Immerhin: Die Favoritenrolle wird der FC dann nicht innehaben, auch das kann ja eine gute Chance sein.