Imad Rondic dreht auf: An seiner Situation beim 1. FC Köln wird das wohl nichts ändern

Imad Rondic trifft gegen Hannover
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Imad Rondic dreht auf: An seiner Situation beim 1. FC Köln wird das wohl nichts ändern

Mit einem Tor und einer Vorarbeit hielt Imad Rondic am Wochenende das letzte Fünkchen Hoffnung für die Preußen im Abstiegskampf offen. An seiner Situation bei den Geißböcken wird das nicht viel ändern: Imad Rondic hat wohl keine Zukunft beim 1. FC Köln.

Mit seinem zweiten Tor und seiner zweiten Vorarbeit für die Preußen verhalf Imad Rondic Münster zu einem Punkt gegen den Aufstiegskandidaten aus Hannover. Wirklich große Hoffnungen auf den Klassenerhalt haben die Adlerträger nicht mehr. Und auch die Zukunft von Imad Rondic ist offen.

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Es war ein Lebenszeichen, der große Befreiungsschlag blieb aber aus. Der SC Preußen Münster trotzte Hannover 96 ein Remis ab, stellte dem Aufstiegskandidaten ein Bein. Der strauchelte auch, fiel aber nicht. Die Adlerträger erreichten bei den Niedersachsen ein 3:3-Unentschieden. Doch zwei Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Rückstand des Tabellenschlusslichtes zum rettenden Ufer, aber auch zum Relegationsplatz fünf Zähler. Und da die Mitkonkurrenten Fortuna Düsseldorf und Greuther Fürth noch gegeneinander spielen (ein Team wird also mindestens punkten) und Münster noch gegen zwei Teams aus dem oberen Tabellendrittel antritt, ist der Gang in Liga drei wohl sehr wahrscheinlich. Unwahrscheinlich ist dagegen, dass Imad Rondic diesen Gang mit antreten würde. Der Mittelstürmer hat höhere Ambitionen. Allerdings blieb er in seiner Zeit beim FC die hohen Erwartungen schuldig.

Zwei Scorer für Rondic

Bekanntlich lief der Leihversuch nach Raków Czestochowa alles andere als rund, wurde im Winter abgebrochen. Und auch bei der zweiten Station nun in Münster ist dem Bosnier der große Durchbruch verwehrt geblieben. Gegen Hannover zeigte der Stürmer dann aber eine starke Leistung. Nach einem Eckball brachte Rondic den SC in Führung, zudem bereitete der Stürmer das 2:0 durch Shin Yamada sehenswert vor. Mit einem Doppelschlag in der Nachspielzeit der ersten Hälfte brachte Mustapha Bundu die 96er zurück ins Spiel. Die Führung der Niedersachsen durch Stefan Pordason glich Preußens Jorrit Hendrix in der Nachspielzeit erneut aus. Für Rondic waren es die ersten zwei Scorerpunkte in einem Spiel in Deutschland überhaupt. Der Stürmer verdoppelte damit sein Scorerkonto auf vier Punkte (Zwei Tore, zwei Vorlagen) und schaffte es erstmals in die Kicker-Elf des Tages. Das wird aber wohl kaum etwas an seiner Situation bei den Geißböcken ändern.

Lukas Kwasniok hatte den Angreifer im Sommer bekanntlich aussortiert. Zwar werden sich die FC-Bosse mit einem weiteren Zielstürmer beschäftigen, doch die bisherigen Leistungen des 27-Jährigen sprechen nicht dafür, dass es sich dabei um Rondic handeln könnte. Im Gegenteil, beim FC wird man an einer anderen Lösung interessiert sein. Im Idealfall heißt die wohl Verkauf im Sommer. Wie groß der Markt für den Angreifer ist, wird sich zeigen. Möglicherweise wird es eine weitere Leihe geben. Rondic war beim FC erstaunlicherweise mit einem Vertrag bis zum Sommer 2029 ausgestattet worden. Es droht ein ähnliches Szenario wie mit Sargis Adamyan. Der Armenier spielt aktuell bei der U21 der Kölner und dürfte dort einer der Topverdiener der Liga sein. Adamyan war 2022 als Königstransfer nach Köln geholt worden, blieb aber ebenfalls meist weit hinter den Erwartungen zurück.

Jaka Potocnik mit Ehrentreffer

In den verbleibenden Spielen für Münster wird es sicherlich auch darum gehen, sich auf den Zettel anderer Clubs zu bringen. Auch Jaka Potocnik war unterdessen am Wochenende erfolgreich – zumindest persönlich. Der Stürmer erzielte beim 1:6 gegen den VfB Stuttgart II den letzten Treffer der Begegnung. Mansour Ouro-Tagba kam in der Begegnung genauso wenig zum Einsatz wie Julian Pauli bei Dynamo Dresden, Rasmus Carstensen für Aarhus und Elias Bakatukanda bei BW Linz. Jusuf Gazibegovic spielte mit Sturm Graz das Topspiel gegen RB Salzburg. Der Rechtsverteidiger hat sich als Stammspieler festgespielt.


Zehnte Gelbe Karte: Läuft Eric Martel für den 1. FC Köln überhaupt noch einmal in Köln auf?

Wie lange spielt Eric Martel noch für den 1. FC Köln?
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Zehnte Gelbe Karte: Läuft Eric Martel für den 1. FC Köln überhaupt noch einmal in Köln auf?

Das Duell gegen Union Berlin wird Eric Martel schon alleine aufgrund des Ergebnisses nicht in bester Erinnerung bleiben. Zudem fing sich der Mittelfeldspieler ab auch die zehnte Gelbe Karte in dieser Saison. Wird Eric Martel noch einmal für den 1. FC Köln in Köln auflaufen?

Durch das Foulspiel an Andras Schäfer sah Eric Martel die zehnte Gelbe Karte. Damit kann es durchaus sein, dass die FC-Fans den Sechser nicht mehr als Spieler des 1. FC Köln im eigenen Stadion sehen werden.

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Möglicherweise wird Eric Martel für einen kurzen Moment die Luft angehalten haben, als dem Sechser im Duell gegen Union Berlin der Ball einmal mehr an den angelegten Arm sprang. Natürlich wäre ein Elfmeter in dieser Situation eine absolute Fehlentscheidung gewesen. Allerdings war der Strafstoß gegen Leverkusen ebenfalls mindestens fragwürdig. Doch Daniel Schlager griff nicht zur Pfeife, ließ die Situation zu recht laufen. Genauso richtig war eine weiter Entscheidung, die Martel dann aber so gar nicht geschmeckt haben dürfte. Der Kölner Mittelfeldspieler kam einen Schritt zu spät gegen Andras Schäfer und stempelte den Eisernen, der unter Schmerzen zu Boden ging. Schlager blieb gar nicht viel Wahl, dem ehemaligen Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft die Gelbe Karte zu zeigen. Und die hat Folgen. Denn Martel sah bereits die zehnte Gelbe Karte in dieser Saison.

Wie geht es weiter mit Martel?

Für den 24-Jährigen besonders ärgerlich: Martel wird damit im kommenden Duell erneut fehlen. Bereits gegen Bayern München (5. Gelbe Karte) und Eintracht Frankfurt (Gelb-Rote Karte) musste der Straubinger zuschauen. Doch die kommende Begegnung könnte besonders schmerzhaft sein. Denn Martel fehlt im letzten Heimspiel der Saison. Und da die Situation über seine Zukunft alles andere als geklärt ist, könnte es sein, dass der Sechser nicht nochmal im Trikot der Geißböcke im Kölner Stadion auflaufen wird. Seit vier Jahren spielt Martel jetzt für den FC, kam von RB Leipzig für rund eine Millionen Euro an den Rhein und absolvierte bislang 133 Pflichtspiele für die Geißböcke. Ob ein weiteres Heimspiel dazu kommt oder das Auswärtsspiel gegen die Bayern am letzten Spieltag dann auch das letzte für die Kölner ist, wird sich wohl in den kommenden Wochen dann auch zeigen. Einen Grund, die Kölner weiter hinzuhalten, hat Martel nach dem Klassenerhalt nicht mehr.

Stand jetzt läuft der Kontrakt Ende Juni aus. Martel hatte wie von come-on-fc.com bereits berichtet, im vergangenen Sommer ein Angebot der Geißböcke vorliegen, allerdings ist man in Köln wohl nicht mehr bereit, sich für den 24-Jährigen massiv zu strecken. Das aktuelle Angebot würde wohl deutlich niedriger ausfallen. Dennoch soll Martel eigentlich gehalten werden, nur schauen sich die FC-Bosse parallel nach Alternativen um. Die ganz großen Angebote sollen Martel noch nicht vorliegen. Der VfL Wolfsburg wurde zuletzt als Interessent kolportiert, nur droht den Wölfen nach wie vor der Abschied. Sollte Martel den FC tatsächlich verlassen, würde der Sechser ablösefrei gehen. Und das letzte Heimspiel wäre dann die bittere Niederlage gegen Bayer Leverkusen gewesen. Die Niederlage, die gerade Martel mit seinem vermeintlichen Handspiel nicht in bester Erinnerung halten wird.


Medienbericht: Konkurrenz buhlt um Top-Talent des 1. FC Köln

Jason Ponente-Ramirez nach dem Gewinn der Meisterschaft
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Medienbericht: Konkurrenz buhlt um Top-Talent des 1. FC Köln

Er gilt als eins der ganz großen Talente im Kölner Nachwuchs, erzielte in dieser Spielzeit bereits 15 Tore für die U19. Allerdings läuft der Vertrag im Sommer aus. Neben dem FC soll es weitere Interessenten an dem Offensivspieler des 1. FC Köln geben: Wie geht es weiter mit Jason Ponente Ramirez?

Am Wochenende war er Teil der Bayern-Bezwinger, im vergangenen Jahr holte er mit der U19 die Deutsche Meisterschaft. Kein Wunder also, dass es Interessenten für Jason Ponente Ramirez gibt…

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Am Wochenende ließ er mal wieder sein Können aufblitzen. Einen Konter über Benjamin Ley vollstreckte Jason Ponente Ramirez zum zwischenzeitlichen 2:0 der Kölner U19. Und das gegen den FC Bayern München. Die Young Goats setzten sich am Ende verdient 4:0 durch und stehen nun im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. „Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn auch im Jugendbereich bist du gegen den FC Bayern nie Favorit“, sagte Trainer Stefan Ruthenbeck bei fc.de. „Wir haben heute gerade in der ersten Hälfte ein herausragendes Spiel gemacht, hatten eine Dominanz am Ball und haben haushochverdient gewonnen.“ In den kommenden Runden vertraut der Kölner Coach dann wieder auf die Torgefahr von Ponente Ramirez. Wettbewerbsübergreifend erzielte der 19-Jährige in dieser Spielzeit bereits 15 Tore, bereitete acht weitere vor und ist mit dieser Bilanz natürlich unumstrittener Stammspieler.

Andere Clubs an Ponente Ramirez interessiert

Und: Der Offensivspieler weckt Interesse. Beim FC weiß man natürlich um die Qualitäten des Rechtsaußen. Allerdings läuft der Kontrakt des Talents im kommenden Sommer aus. Die Verhandlungen laufen bereits, denn die Kölner wollen den Spieler unbedingt halten. Wie der „Express „berichtet, sollen sich bereits andere Teams in Stellung bringen, locken demnach sogar mit Profi-Aussichten. Das ist allerdings auch nicht außergewöhnlich für einen Youngster, der eben jene Qualität mitbringt, jene Bilanz aufweisen kann und dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Beim FC ist man bemüht, Ponente Ramirez ein attraktives Zukunftspaket zu schnüren und einen aussichtsreichen Weg aufzuzeigen. Und die Kölner sollen nach Informationen von come-on-fc.com keine schlechten Karten haben. Und dennoch hoffen auch andere Clubs auf den Zuschlag.

Die FC-Bosse sind derweil bemüht, die großen Talente langfristig an den FC zu binden. Erst kürzlich unterschrieb Benjamin Ley einen weiteren Vertrag bei den Geißböcken. Im Januar hatte Fynn Schenten seinen Kontrakt langfristig verlängert. Zuletzt gab es allerdings auch Gerüchte, dass mit Thierry Karadeniz ein vielversprechendes Talent sich mit Trabszonspor einig geworden sei. Eine Bestätigung der Meldung lässt noch auf sich warten. Beim FC wusste man Ende April davon nichts, allerdings läuft der Kontrakt des Angreifers auch aus und dann ist ein Spieler nicht verpflichtet, seinen aktuellen Club von Gesprächen zu unterrichten.


„So etwas noch nie gesehen“: Kurioses U21-Spielende des 1. FC Köln bot auch für Trainer Sbonias etwas Neues

Evangelos Sbonias: Trainer der U21 des 1. FC Köln
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„So etwas noch nie gesehen“: Kurioses U21-Spielende des 1. FC Köln bot auch für Trainer Sbonias etwas Neues

Der U21 ist ein Entwicklungsschritt geglückt. Das Team drehte nicht nur den Rückstand zuhause gegen den SV Rödinghausen in einen späten 2:1-Erfolg, sondern überstand danach auch die Nachspielzeit diesmal ohne Nackenschlag. Die Stimmen zum Spiel der U21 des 1. FC Köln gegen Rödinghausen.

Die Schlussphase des Duells gegen den SV Rödinghausen bot auch für Trainer Evangelos Sbonias ein Novum.

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Marvin Ajani avanciert auf der Zielgeraden der Saison zum Torjäger. Der 32-Jährige, der nach der Auswechslung von Mikail Özkan in den Schlussminuten sogar die Kapitänsbinde übernahm, drehte die Partie mit seinem Doppelpack. Nach dem Treffer in Velbert gelangen Ajani damit in den vergangenen beiden Spielen insgesamt drei Tore. Dabei begann der Deutsch-Nigerianer diesmal als Außenverteidiger, half der Mannschaft am Ende aber auch offensiv mit seiner Erfahrung. Und danach half der Akteur mit, dass die Nachspielzeit diesmal, anders als so oft in den vergangenen Wochen, ohne Rückschlag ablief.

“Am Ende war es ein Sonntagsschuss“

„Wir haben uns schon in der Halbzeit gesagt, dass sie wahrscheinlich in der zweiten Hälfte ein bisschen die Kraft verlieren werden. Am Ende haben sie sich ja schon eher aufs Defensive konzentriert, da haben wir versucht, jede Möglichkeit zu nutzen“, berichtete der Kölner Matchwinner hinterher auf Nachfrage von come-on-fc.com, „am Ende war es ein Sonntagsschuss und der indirekte Freistoß ist ja auch nicht mal eben so drin. Die Lücke muss man ja auch erst mal finden. Am Ende ist es auch Glück, kann ja auch genauso schnell geblockt werden.“

Die Entstehung des Siegtreffer war in der Tat kurios, entsprang sie doch einer unerlaubten Doppelberührung des Balls durch den Gäste-Torwart, der beim Abstoß ausrutschte und dem dadurch das Missgeschick passierte. Das wiederum war auch ein Novum für den Kölner Trainer Evangelos Sbonias: „Ich glaube, ich habe so etwas noch nie in meiner Karriere gesehen, Doppelberührung bei einem Boden-Abstoß.“

“Das war eine tolle Energie-Leistung“

Der Coach war insbesondere auch begeistert, dass seine Mannschaft die Führung auch über die Zeit brachte: „Das war eine tolle Energie-Leistung. In der ersten Hälfte war es ein Spiel auf hohem Niveau von beiden Mannschaften. Leider ist es ein Fehler, der uns in Rückstand geraten lässt. Wir haben uns in der Halbzeit noch mal sortiert und sind hochdominant rausgekommen. Wir haben die zweite Hälfte so bespielt, dass der Gegner gefühlt ab der 70. Minute ein bisschen weggeklappt ist, dann haben wir zur richtigen Zeit die Tore gemacht.“

Die U21 gewann das zweite Heimspiel in Folge und ist nunmehr seit drei Spielen ungeschlagen – so schnell kann sich die Gefühlslage drehen, nachdem vor kurzem erst der Negativlauf mit fünf Pleiten in Folge endete. Somit wird die U21 die Saison damit sehr wahrscheinlich in den Top 10 beenden, mehr als der aktuelle achte Rang ist nach diesem Spieltag rechnerisch aber nicht mehr möglich. Die Sportfreunde Siegen sind als Siebter zwei Spiele vor dem Ende sieben Zähler entfernt. Dennoch bietet die Saison am Sonntag eine weitere Chance für ein Ausrufezeichen, wenn die U21 zum letzten Auswärtsspiel bei der U23 von Borussia Dortmund antreten muss.

Kollektives Aufatmen beim 1. FC Köln – die ersten Fragezeichen werden nun zu Ausrufezeichen

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Kollektives Aufatmen beim 1. FC Köln – die ersten Fragezeichen werden nun zu Ausrufezeichen

Mit den Ergebnissen von Sonntag dürfte es der FC geschafft haben und auch in der kommenden Saison Bundesliga spielen. Und damit hat Thomas Kessler nun eine sichere Ausgangslage für die kommende Saison des 1. FC Köln: Mit guter Verhandlungsposition in die Saisonplanung.

Dank der Patzer der direkten Konkurrenz ist der Klassenerhalt so gut wie sicher. Und damit beginnen auch konkretere Planungen für den kommenden Kader.

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So unterschiedlich die vergangenen drei Spiele des 1. FC Köln auch waren, nach allen stand irgendwo ein Gefühl der Enttäuschung. Gegen St. Pauli war es die Leistung der Mannschaft, die sich mit purem Glück einen Punkt holte. Gegen Leverkusen war es das Ergebnis, das dieses Mal die Leistung nicht widerspiegelte und gegen Union Berlin war es der Punkt nach einem sicher geglaubten Sieg. Und die drei Begegnungen hatten noch eine kuriose Gemeinsamkeit. Obwohl die Ergebnisse nicht so richtig gut für den FC waren (zwei Punkte gegen direkte Konkurrenten, eine unverdiente Niederlage gegen den amtierenden Vizemeister), näherten sich die Geißböcke mit jeder Partie dann dem Saisonziel. Ehrlicherweise ist es alles andere als überraschend, dass dieses dann auf fremden Plätzen von fremden Teams erreicht wurde. Mainz gewinnt gegen Pauli, Freiburg holt einen Zähler gegen Wolfsburg – der Klassenerhalt ist nur noch theoretisch unsicher.

Andere Verhandlungsposition

Und beim FC dürfte damit kollektives Aufatmen herrschen. Die Kölner haben den Klassenerhalt am 32. Spieltag sicher und damit einen ganz anderen Handlungsspielraum. Thomas Kessler kann ab sofort die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen führen, im dem Wissen, dass er möglichen Spielern die Bundesliga als potenziellen Karriereschritt anbieten kann. Eine der Top-Five-Ligen macht sich im fußballerischen Lebenslauf dann doch recht gut. Und auch im eigenen Kader werden die Fragezeichen schon bald zu Ausrufezeichen. Bei Tom Krauß wurde beispielsweise bereits der erste Teil seiner Kaufpflicht über die Anzahl der Spiele erreicht, nun greift diese, weil der zweite Teil an den Klassenerhalt geknüpft war. Dass Kessler die Kaufoption bei Spielern wie Jakub Kaminski oder Cenk Özkacar ziehen würde, galt bereits als sicher bis sehr wahrscheinlich. Doch wäre man mit einem Spieler wie Kaminski wirklich in die 2. Bundesliga gegangen?

Möglicherweise steigen auch die Chancen bei Jahmai Simpson-Pusey, der nach seiner starken Rückrunde bei den Geißböcken ganz sicher nicht mit ins Unterhaus gegangen wäre. Allerdings hat Manchester City die Hand auf einem möglichen Deal und der junge Engländer tut viel dafür, auch bei seinem Heimatclub höhere Beachtung zu finden. Pep Guardiola gilt als Fan des Innenverteidigers. Auch in der Personalie Eric Martel hat sich die Verhandlungsposition noch einmal geändert. Nun liegt es wohl am Spieler, Nägel mit Köpfen zu machen. Denn die Entwicklung, die der Sechser eigentlich bis zum Winter genau beobachten wollte, hat nun zumindest ein Ziel erreicht. Jene Entwicklung wäre als kein Grund mehr, die FC-Bosse noch länger hinzuhalten. Auch über Said El Mala wird man sich nun genauere Gedanken machen. Szenarien gibt es genug. Nur einen Verkauf unter Wert, der beim Abstieg nicht ausgeschlossen gewesen wäre, wird es so nicht geben.

Fragezeichen hinter dem Trainer?

Auch ein Verbleib für ein weiteres Jahr ist durchaus denkbar, wenn auch unwahrscheinlich. Denn ein Verkauf würde Geld einbringen, das der FC wieder in den Kader stecken würde. Überhaupt ist natürlich auch die finanzielle Situation im Oberhaus deutlich besser. Und dann wird es auch um die Personalie des Trainers gehen. Kessler gilt als Befürworter von René Wagner, doch es gibt am Geißbockheim wohl auch Kritiker. Die Situation scheint aktuell total offen. Sammelte der Trainer gegen Leverkusen noch einige Pluspunkte, wurde Wagner nach dem Union-Spiel aufgrund seiner Wechsel scharf kritisiert. Eine Entscheidung ist trotz Klassenerhalt dem Vernehmen nach noch nicht gefallen. Auch das kann Thomas Kessler nun deutlich beruhigter angehen.


Kommentar zum 1. FC Köln: Das Saisonziel ist erreicht, es bleiben aber Fragezeichen

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Kommentar zum 1. FC Köln: Das Saisonziel ist erreicht, es bleiben aber Fragezeichen

Dank der Niederlage des FC St. Pauli und dem Remis des VfL Wolfsburg ist den Kölnern der Bundesliga-Verbleib nur noch in der Theorie zu nehmen. Allerdings war dazu schon die Hilfe der Konkurrenz von Nöten. Es bleiben also einige Fragezeichen und Baustellen. Auf der anderen Seite können nun die Planungen beginnen. Ein Kommentar zum Klassenerhalt des 1. FC Köln.

Am 32. Spieltag ist es also nahezu vollbracht: Der 1. FC Köln hat sein Saisonziel erreicht. Denn es ging vom ersten Spieltag an nur um den Klassenerhalt. Und dennoch sind die ein oder anderen Fragezeichen durchaus angebracht.

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Nein, es ist nicht wirklich bekannt, wie Lukas Kwasniok den Sonntagnachmittag verbracht hat. Es könnte aber sein, dass der ehemalige Kölner Coach mit einem breiten Grinsen auf der Couch gesessen hat. Das hatte sich eigentlich sein Nachfolger für den Sonntag vorgenommen. Allerdings nur, wenn denn die Geißböcke mit einem Sieg bei den Eisernen die Vorzeichen auf Klassenerhalt gestellt hätten. Spätestens mit dem 2:1-Erfolg der Mainzer über St. Pauli und dem Ergebnis der Wolfsburger in Freiburg wird wohl auch der 37-Jährige gelächelt haben. Dem FC ist der Klassenerhalt nur noch in einer ganz ganz unwahrscheinlichen Theorie zu nehmen. Dass der Vorsprung von sechs Punkten und 21 Toren, an den verbleibenden beiden Spieltagen nicht mehr eingeholt werden wird, ist alles andere als ein Hot Take. Kwasniok hat gleich doppelt Grund zur Freude. Denn auch der Ex-Coach wird sich als Vater des erreichten Klassenziels sehen. Vielmehr aber hat der 44-Jährige am Ende des Tages recht behalten.

Fragezeichen bleiben

Kwasniok wurde auch in seinen letzten Reden als Trainer der Geißböcke nicht müde zu betonen, dass die Kölner den Klassenerhalt noch vor dem finalen Saisonspiel bei Bayern München unter Dach und Fach gebracht haben werden. Das ist nun (so gut wie sicher) eingetreten. Und bei aller doch – vielleicht auch – berechtigten Kritik, dafür wurde Kwasniok im Sommer geholt, dafür wurde René Wagner als sein Nachfolger ernannt. Gerade Kwasniok fiel möglicherweise auch den hohen Erwartungen, die ein perfekter Saisonstart, eine starke Vorbereitung und einer Vielzahl von Transfers verursacht haben, zum Opfer. Die Art und Weise, wie die Geißböcke die Klasse sicherten steht symptomatisch für den Saisonverlauf. Dem FC fehlte die Konstanz, mitunter schon mal die nötige Klasse, aber auch immer mal wieder das nötige Fortune – und trotzdem standen die Geißböcke als Aufsteiger in dieser Saison nicht ein Mal auf den Plätzen unter dem Strich.

Es gab allerdings gleich einige Spiele, die aus unterschiedlichen Gründen Fragezeichen hinterließen. Mit einer überragenden Leistung spielten die Kölner den amtierenden Vizemeister phasenweise an die Wand und standen mit leeren Händen da. Eine Woche zuvor war man glücklich über ein 1:1 gegen St. Pauli, das lange nach einer ganz bösen Niederlage aussah, eine Woche später ärgerte man sich über ein 2:2 bei Union Berlin, bei dem man ebenfalls sehr lange wie der sichere Sieger wirkte. Alleine diese drei Spiele hatten aber erstaunlicherweise ein ähnliches Fazit. Trotz der Ergebnisse hat sich die Situation im Klassenkampf Stück für Stück verbessert. Ohne den Blick in die Geschichtsbücher zu wagen: Es ist wahrscheinlich nicht besonders oft vorgekommen, dass sich eine Mannschaft mit ähnlichen Leistungen und einer ähnlichen Punkteausbeute an den Spieltagen 30 bis 32 auf diese Art und Weise frühzeitig gerettet hat.

Arbeit wird konkreter

Und das spricht eben nicht unbedingt für die Leistung der Mannschaft und nicht für die des Trainers. Zur Wahrheit gehört eben auch, dass es in dieser Saison einfach einige Mannschaften gab, die noch schlechter waren. Wie in den vergangenen beiden Spielzeiten wurde aus unterschiedlichen Gründen dann doch schon viel gerechnet, wie es am Ende reichen könnten. Das alles ist mit dem Schlusspfiff in München nicht mehr relevant. Die Klasse ist gehalten. Tatsächlich ist die Frage nach dem „Wie?“ aber keine, die man einfach unter den Tisch fallen lassen sollte. Trainer, Kader, Verträge, Qualität – es gibt schon noch viele Fragezeichen und Baustellen, die trotz des erreichten Saisonziels bleiben.

Darin liegt nun die Aufgabe, aber eben auch etwas Positives. Thomas Kessler kann nun die Planung für die kommende Spielzeit auch eingleisig intensivieren. Gespräche mit potenziellen Neuzugängen dürften nun deutlich leichter fallen, die Verhandlungspositionen bei Wackelkandidaten wie Eric Martel und Said El Mala hat sich an diesem 32. Spieltag verändert, der Kader für kommende Saison bekommt nun sicher erste feste Konturen. Und auch die Trainerposition wird wohl nun noch einmal gründlich beleuchtet werden. Das Saisonziel ist also geschafft – und damit kann die Arbeit auf anderer Ebene intensiviert werden.


Das sollte reichen! 1. FC Köln hält wohl die Klasse

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Das sollte reichen! 1. FC Köln hält wohl die Klasse

Es ist wohl geschafft: Der 1. FC Köln hält so gut wie sicher die Klasse. Das aber Dank der freundlichen Unterstützung der Konkurrenz. St. Pauli unterlag am Nachmittag dem 1. FSV Mainz 05, Wolfsburg kam am Abend nicht über ein 1:1 in Freiburg hinaus.

Rein rechnerisch sind die Tücher im Klassenkampf noch nicht ganz trocken. Doch wirklich viel kann nicht mehr passieren. Der FC hat den Klassenerhalt so gut wie sicher. Und das, weil St. Pauli und Wolfsburg am 32. Spieltag zu wenig Punkte sammelten.

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René Wagner hatte angekündigt, bei einem Erfolg seiner Geißböcke über Union Berlin die Sonntagsspiele auf der Couch mit einem Lächeln zu verfolgen. Zwar wurde der Triumph bei den Eisernen nicht geholt, die Freude dürfte aber dennoch groß sein. Denn die Geißböcke sind eigentlich ziemlich sicher durch. Und das eben, obwohl der FC ein bitteres Remis in Köpenick hinnahm. Der FC profitiert von den Ergebnissen auf den anderen Plätzen. So hatte St. Pauli am Nachmittag das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 1:2 verloren. Philip Tietz und Philipp Mwene brachten die Rheinhessen auf Erfolgskurs, der Anschlusstreffer von Abdoulie Ceesay fiel zu spät. Da die Kiezkicker nun zwei Spieltage vor Saisonende sechs Punkte Rückstand auf die Geißböcke haben, können die Hamburger selbst mit zwei Siegen nur noch mit dem FC aufschließen. Dass die Nordlichter die Tordifferenz aufholen, scheint aussichtslos.

Lienhart öffnet dem FC die Tür zum Klassenerhalt

St. Pauli müsste in den verbleibenden beiden Spielen schon 20 Tore neben den sechs Punkten aufholen, spielt allerdings am kommenden Wochenende bei RB Leipzig, während die Kölner Heidenheim empfangen. Am letzten Spieltag folgt dann das Finale, allem Anschein nach um den Relegationsplatz. Dann trifft St. Pauli auf den VfL Wolfsburg. Die Wölfe haben St. Pauli am Sonntagabend in der Tabelle zwar überholt, aber ebenfalls sechs Punkte Rückstand auf den FC. Der VfL müsste in den verbleibenden beiden Spielen immerhin 17 Tore aufholen. Auch das ist mehr als unwahrscheinlich. Zumal die Niedersachsen kommendes Wochenende die Bayern erwarten.

Wolfsburg ging durch einen Kopfball von Konstantinos Koulierakis in Führung, hatte schon zuvor durch Christian Eriksen den Pfosten getroffen. Nach dem Wechsel glich Philipp Lienhart für den SC Freiburg aus. Lienhart hatte vor fünf Jahren mit einem Treffer noch Anteil an der 0:5-Klatsche der Geißböcke gegen Freiburg, nun öffnete der Innenverteidiger dem FC die Tür zum Klassenerhalt. Kurios: Alle Tore pro Köln erzielten am Sonntag Phillip(p)s. Am kommenden Samstag empfängt der FC den 1. FC Heidenheim und kann dann die 100 prozentige Sicherheit klar machen. Dazu reicht ein Punkt. Sollten Pauli und Wolfsburg ihre schweren Aufgaben nicht gewinnen, ist das Ergebnis der Kölner ohnehin unerheblich.


Nach Pokalsieg: Mit Lukas Podolski doch nochmal durch Europa?

Lukas Podolski könnte nochmal europäisch spielen
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Nach Pokalsieg: Mit Lukas Podolski doch nochmal durch Europa?

Eigentlich hatte Lukas Podolski mit dem Karriereende schon ins Auge gefasst, doch nach dem jüngsten Erfolg mit Górnik Zabrze könnte sich der Ex-Kölner ein weiteres Jahr vorstellen. Denn es gibt einen besonderen Anreiz: Lukas Podolski liebäugelt mit Europapokal-Saison.

54 Jahre musste sein Jugendclub auf den Gewinn des Pokals warten. Den erreichte Lukas Podolski nun. Und der Lohn scheint durchaus reizvoll – auch für Poldi. Denn es winkt der Europacup.

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Am Ende wurde es nur ein Kurz-Einsatz, doch darüber ärgerte sich Lukas Podolski sicher nicht. Die Kölner Legende hob nur wenige Minuten später den Pokal in die Höhe. Mit Górnik Zabrze fuhr der 40-Jährige am Wochenende den Pokalsieg ein, den ersten seit 54 Jahren. Ein historischer Erfolg für den Verein, ein emotionaler für den Weltmeister von 2014. Denn für seinen Jugendclub spielt Podolski seit 2021 wieder. Und nun? Eigentlich hatte Podolski seine Zukunft in Interviews meist offen gelassen. Erst vor wenigen Wochen hatte der Offensivspieler sich dazu beim Kölner Treff der WDR geäußert. „Ich habe keinen Plan, was in einem Jahr passiert. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ich bin glücklich, ich habe Spaß – mit meinen Kindern, mit meiner Familie. Ich gehe raus, ein bisschen Fußball spielen“, sagte der Ex-Kölner. „Et kütt wie et kütt.“ Dennoch schon das Karriereende des 40-Jährigen die wahrscheinliche Option.

„Europa ist verlockend“

Doch nun könnte es eben anders kommen. „Der Plan war schon, dass dies die letzte Saison sein wird. Ich weiß, wie viel mich das kostet und wie viel es auch meine Familie kostet, die oft in den Hintergrund rückt“, gab Podolski nun gegenüber dem TV-Sender TVP Sport. „Von außen sieht es so aus, als wäre alles ganz leicht, aber so einfach ist es nicht. Viele Dinge im Team und im Verein erfordern wirklich viel Mühe und Arbeit. Vielleicht fällt mir ja noch etwas ein, denn der Europacup ist verlockend.“

Tatsächlich hat der Club durch den Pokalsieg die dritte Runde der Europa-League-Qualifikation sicher. Und nicht nur das. Mit dem Gewinn der Meisterschaft winkt sogar noch einmal die Qualifikation für die Champions League. In der Königsklasse lief Podolski 29 Mal auf, spielte dort für die Bayern, für Arsenal und Galatasaray. Allerdings müsste Zabrze dazu den Rückstand auf Posen aufholen, der amtierende Meister hat sechs Punkte Vorsprung, allerdings auch eine Partie mehr absolviert. Ob Poldi noch mal für Köln in einer Funktion tätig wird, ist indes weiterhin unklar.


Update: Mainz geht für den 1. FC Köln den nächsten Schritt Richtung Kölner Klassenerhalt

Die Meinzer Spieler jubeln nach einem Tor
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Update: Mainz geht für den 1. FC Köln den nächsten Schritt Richtung Kölner Klassenerhalt

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen sollte mit einem Auswärtssieg der vorzeitige Klassenerhalt so gut wie sicher gemacht werden. Doch auch gegen die Eisernen gelang das dem 1. FC Köln nicht: Doch Mainz stößt die Tür zum vorzeitigen Klassenerhalt auf.

Ein gemeinsames „Konkurrenz-Schauen“ war zwar nicht geplant, zum erhofften breiten Lächeln auf der Couch (wie es der Coach anpeilte) könnte es vielleicht dennoch kommen. Die Kölner kamen am Samstag nicht über ein 2:2-Remis bei Union Berlin hinaus, der Klassenerhalt ist aber dennoch plötzlich ganz nahe. Und das auch Dank der Rheinhessen

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Die Enttäuschung war den Spielern des 1. FC Köln nach dem 2:2 bei Union Berlin anzuhören und anzusehen. Fühlte sich das späte 1:1 bei St. Pauli noch wie ein Erfolg an, so ging das Remis bei den Eisernen eher Richtung emotionaler Niederlage – kein Wunder, nach dem 0:2-Rückstand. Unterm Strich stand aber ein ähnliches Fazit: Der FC hat zwei Wochen nach der Punkteteilung bei den Kiezkickern zum zweiten Mal eine große Chance, eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt, liegen gelassen. Mit einem Sieg am Samstag hätten die Kölner schon am Sonntag das Saisonziel erreichen können – zumindest so gut wie sicher. „Es ist extrem bitter. Ich glaube, wenn du hier 2:0 führst, dann ist das extrem niederschmetternd mit nur einem Punkt nach Hause zu fahren“, sagte Marvin Schwäbe. Auch Marius Bülter war bedient. Aber: „Die Enttäuschung müssen wir schnell verarbeiten. Am Ende war es ein Punkt, der uns weiterhilft. Jetzt gerade ärgert es mich natürlich ein bisschen“, sagte der Torschütze.

Entscheidung am Sonntagabend?

Ein Punkt, der weiterhilft? Was sich vielleicht ein wenig wie Schönmalerei anhört, hat mehr als nur einen wahren Kern. Denn tatsächlich können die Kölner den Klassenerhalt doch noch am Sonntag perfekt machen – zumindest so gut wie. Und der erste Schritt dazu ist gemacht. Denn St. Pauli unterlag am Nachmittag dem 1. FSV Mainz 05 im eigenen Stadion 1:2. Philip Tietz und Philipp Mwene trafen für die Rheinhessen. Erst nach dem Wechsel kam St. Pauli zu großen Chancen, doch die Hamburger waren lange nicht erfolgreich. Erst kurz vor Spielende verkürzte Abdoulie Ceesay. Damit liegen die Kiezkicker zwei Spieltage vor Saisonende sechs Punkte hinter den Kölnern, können also maximal sechs Punkte aufholen. Also ist für St. Pauli doch noch alles drin? In der Theorie ja, in der Praxis wohl eher nein. Denn auch die Tordifferenz spielt bekanntlich eine Rolle. Und die spricht bei -8 zu -29 klar für den FC.

21 Treffer in zwei Spielen klingt für die schwächste Offensive der Liga als sehr unwahrscheinlich. Allerdings sind die Geißböcke noch auf die Schützenhilfe von Freiburg angewiesen. Denn die Wölfe können noch mit einem Schlussspurt am FC vorbeiziehen. Um 19:30 Uhr spielt Wolfsburg in Freiburg. Sollten die Wölfe nicht gewinnen, ist der FC für die Niedersachsen ebenfalls aufgrund der Tordifferenz nur noch in der Theorie erreichbar. Verliert Wolfsburg, hat Köln einen weiteren Konkurrenten definitiv hinter sich gelassen. Um ganz sicher zu sein wird man beim FC auf das dann folgende Duell bauen. Denn dann steht das Heimspiel gegen Heidenheim an. Und der FC würde mit einem Sieg den Klassenerhalt vor eigenem Publikum endgültig in trockene Tücher bringen. „Wenn wir das dann zu Hause klarmachen, dann ist es genau das was wir brauchen“, sagte Schwäbe. Den Sieg gegen Union Berlin hätte der Keeper aber sicherlich noch lieber genommen. Dennoch dürfte Wagners Grinsen auf der Couch aktuell ein wenig größer sein.


Abseits oder kein Abseits? Tor des 1. FC Köln sorgt für Diskussionen, dabei ist die Regel eindeutig

Diskussionen mit dem Schiedsrichter
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Abseits oder kein Abseits? Tor des 1. FC Köln sorgt für Diskussionen, dabei ist die Regel eindeutig

Nach dem 0:2-Rückstand fühlte sich das Remis gegen die Geißböcke für die Eisernen fast schon wie Sieg an. Und doch gab es auch bei Union nach dem Spiel Gesprächsstoff. Die Führung des 1. FC Köln sorgt für Diskussionen.

Bei 50:50-Entscheidungen hatten die Kölner in dieser Spielzeit nicht so wirklich viel Glück. Die 1:0-Führung im Duell gegen Union Berlin war mindestens diskutabel.

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Die Szene war durchaus kurios. Kristoffer Lund spielte einen starken langen Ball aus der eigenen Hälfte auf den gestarteten Said El Mala. Der Kölner Offensivspieler nahm ordentlich Tempo auf, hob dann aber die Arme und nahm die Geschwindigkeit wieder heraus, wollte gar nicht mehr an den Ball kommen. Vermutlich gab es einen Hinweis von Jakub Kaminski, der sich ebenfalls auf den Weg gemacht hatte, die Kugel übernahm und anschließend die Kölner Führung durch Marius Bülter einleitete. Die Geißböcke wähnten sich auf einem guten Weg Richtung möglichem Klassenerhalt, die Eisernen fühlten sich benachteiligt. Kein Wunder, denn El Mala hatte sich eindeutig im Abseits befunden. So eindeutig, dass der Linienrichter nicht lange fackelte und die Fahne hob. Doch Schiedsrichter Daniel Schlager ließ weiterlaufen, El Mala ging nicht an den Ball und auch der Mann an der Seite ließ die Fahne wieder sinken.

„Wenn er dann nicht aktiv ist…“

„Ich kann das nicht nachvollziehen. Das ist für mich klares Abseits. Der Spieler rennt in den Raum rein, steht im Abseits und kriegt den Ball da reingespielt. Und dann hebt der Linienrichter auch noch die Fahne“, erklärte der ehemalige Kölner Sportboss Horst Heldt, der mittlerweile bekanntlich die sportlichen Geschicke in Köpenick leitet. „Das ist für Fußballer ein klares Zeichen, dass es Abseits ist. Er hätte einfach pfeifen müssen. Ich glaube, es gibt viele, die die Sichtweise nachvollziehen können.“

Zum Beispiel Sky-Experte Didi Hamann, der sich zuletzt nicht gerade oft pro Köln ausgesprochen hatte. „Das ist Abseits. Der Ball wird auf El Mala gespielt. Der läuft zehn, zwölf Meter Richtung Ball. Will den Ball spielen, merkt dann erst, dass sein Kollege kommt. Und erst dann geht er weg“, sagte der Ex-Spieler. „Die Fahne geht hoch, weil der Linienrichter das genau so wahrgenommen hat. Und dann kann er nicht einfach die Fahne runternehmen und dann sagen: Naja, er hat ja den Ball nicht gespielt. Also wenn der zehn Meter hinter dem Ball herläuft, der für ihn gedacht war: Wenn er dann nicht aktiv ist, ja wann dann?“

Erklärung des Schiedsrichters

Schiedsrichter Daniel Schlager hatte eine andere Auffassung: „Damit eine strafbare Abseitsposition vorliegt, muss eins der drei Kriterien erfüllt sein. Zum einen muss er (El Mala; Anm. d. Red.) entweder den Ball spielen. Das tut er nicht. Er muss in einem Zweikampf mit dem Gegenspieler um den Ball sein. Das ist auch nicht der Fall, weil der Gegenspieler weit entfernt ist. Oder er muss den Gegenspieler beeinflussen beim Kampf um den Ball. Das liegt auch nicht vor, weil der Ball noch weit entfernt ist von dem nächsten Abwehrspieler, sodass dann keine strafbare Abseitsposition vorlag, weshalb ich dann das Tor auch habe zählen lassen“, so der Unparteiische. „Da kam die Fahne in dem Moment etwas zu früh. Es ist immer schwer, das aus einer großen Entfernung zu sehen, wer tatsächlich an den Ball geht. Für ihn war klar, dass El Mala an den Ball kommt und er hat den Spieler, der dann noch zusätzlich an den Ball kommt nicht einmal gesehen.“

Laut DFB-Regelwerk wird ein passives Abseits geahndet, wenn „der Spieler

  • sich damit einen Vorteil in Folge eines Pfosten- oder Lattentreffers bzw. einer absichtlichen Abwehr- oder Torverhinderungsaktion gegenüber dem Gegner verschafft. den Ball spielt oder berührt,
  • einen Gegner beeinflusst, beispielsweise im Rahmen eines Zweikampfes oder durch Versperren der Sicht,
  • den offensichtlichen Versuch unternimmt, den Ball zu spielen oder aktiv den Gegner zu beeinflussen,
  • sich damit einen Vorteil in Folge eines Pfosten- oder Lattentreffers bzw. einer absichtlichen Abwehr- oder Torverhinderungsaktion gegenüber dem Gegner verschafft.

Doch Hamann war mit dieser Erklärung nicht glücklich. „Wenn das so ist, wie er sagt, ich gehe mal davon aus, dass das richtig ist, dass er im Kampf um den Ball sein muss, dass ein Gegenspieler dabei sein muss. Dann frage ich mich, was mit unserem Regelwerk passiert ist. Wer denkt sich denn diese Regeln aus?“, sagte der Sky-Experte.