Thomas Kessler spricht über das Trainer-Aus: „Sind zum Entschluss gekommen, etwas ändern zu wollen“

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Thomas Kessler spricht über das Trainer-Aus: „Sind zum Entschluss gekommen, etwas ändern zu wollen“

Nach knapp acht Monaten ist das Kapitel Lukas Kwasniok beim FC beendet. Vorerst wird der bisherige Co-Trainer René Wagner das Training übernehmen beim 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zum Trainer-Aus.

Die ganz große Überraschung war die Meldung am Sonntagabend dann nicht mehr. Lukas Kwasniok ist nicht mehr Trainer der Geißböcke. Der 44-Jährige wurde nach sieben sieglosen Spielen in Serie vom Verein freigestellt. Am Montag äußerte sich Thomas Kessler zu der Entscheidung.

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Diese war dem ehemaligen Keeper der Kölner nicht leicht gefallen. Immerhin hatte Kessler den Trainer als Wunschlösung im Sommer ans Geißbockheim geholt. „“, so Kessler. Am Sonntag informierte der 40-Jährige Kwasniok in einem persönlichen Gespräch über das Aus. In einer Medienrunde am Montagmittag äußerte der Geschäftsführer nun weitere Details zu der Trainerentlassung. “Ich habe die Entscheidung sicherlich nicht einfach gemacht. Aber nach der ganzheitlichen Bewertung sind wir zu dem Entschluss gekommen, dann etwas ändern zu wollen”, stellte Kessler klar. Auschlaggebend sei die Punkteausbeute aus den Duellen mit direkten Konkurrenten im Tabellenkeller gewesen: “Wir hatten natürlich in den letzten Wochen jetzt schon die Chance, gegen direkte Konkurrenten auf Siege einzufahren. Und ich glaube, wenn man dann unterm Strich schaut, dass wir aus den letzten 18 Spielen auch nur zwei gewonnen haben, die aber dann gegen direkte Konkurrenten waren, dann haben wir das leider nicht geschafft […]”.

Kessler: „Wir haben vollstes Vertrauen in René“

Nun soll René Wagner die Wende herbeiführen. Der 37-Jährige war bereits unter Steffen Baumgart Assistenz-Trainer beim FC und später auch bei Union Berlin. Im Sommer holte Kessler den Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz wieder an den Rhein. Für seine ersten Schritte als Cheftrainer der Geißböcke stärkte Kessler ihm den Rücken: „Wir haben jetzt erst mal vollstes Vertrauen in René. Wir waren sehr froh, dass wir ihn im Sommer davon überzeugen konnten, dann wieder zum ersten Mal zu Köln zu kommen“, so Kessler. Wagner gilt als enger Vertrauter des Geschäftsführers, der die große Stärke des bisherigen Co-Trainers im zwischenmenschlichen sieht: „Ich begleite ihn jetzt schon ein bisschen länger und kenne ihn auch schon ein bisschen länger. Und bin von seiner fachlichen Expertise maximal überzeugt. René ist ein sehr smarter Mensch, der einen guten Umgang auch mit dem Staff hat, einen guten Umgang auch mit der Mannschaft hat. Und dem ich absolut zutraue, jetzt diese Rolle einzunehmen“. Unterstützung erhält Wagner vom jüngst verpflichteten Co-Trainer Armin Reutershahn. Kessler besetzte die vakante Co-Trainer-Position am Montagmorgen neu.


Armin Reutershahn wird neuer Co-Trainer des 1. FC Köln

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Armin Reutershahn wird neuer Co-Trainer des 1. FC Köln

Nach der Entlassung von Lukas Kwasniok und Frank Kaspari hat der 1. FC Köln die vakante Co-Trainer Position neu besetzt. 1. FC Köln: Armin Reutershahn wird neuer Co-Trainer von René Wagner

Auf der Suche nach einem neuen Co-Trainer ist man in der Domstadt fündig geworden. Der erfahrene Armin Reutershahn komplettiert das Team von Interimscoach René Wagner.

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Am Montagnachmittag begann Interimscoach René Wagner mit der Vorbereitung auf sein erstes Spiel als Cheftrainer des 1. FC Köln. Dabei wird er nun von seinem neuen Co-Trainer Armin Reutershahn unterstützt. Nach der Umstrukturierung auf der Trainerposition musste Thomas Kessler schnell einen Nachfolger für den ebenfalls entlassenen Co-Trainer Frank Kaspari finden. Wie der Verein am Montagmittag verkündete, wurde die vakante Position mit Armin Reutershahn besetzt. Kessler äußerte sich dazu wie folgt: „Armin bringt große Erfahrung als Co-Trainer mit und wird René mit seiner fachlichen Kompetenz sowie dem Wissen, das er auf seinen zahlreichen Stationen gesammelt hat, in der täglichen Arbeit mit der Mannschaft unterstützen.“

Viel Erfahrung in turbulenten Zeiten

Armin Reutershahn wurde am 1. März 1960 in Duisburg geboren. Seine Trainerlaufbahn begann er im Jahr 1991 als Co-Trainer bei Bayer 05 Uerdingen. Es folgten langjährige Engagements als Assistenztrainer in der Bundesliga, unter anderem beim Hamburger SV, bei Eintracht Frankfurt, dem 1. FC Nürnberg, dem VfB Stuttgart, der TSG Hoffenheim, bei Borussia Mönchengladbach und bei Borussia Dortmund. In der Saison 2024/25 war Reutershahn zuletzt als Co-Trainer bei Hertha BSC tätig.


Lukas Kwasniok scheitert am 1. FC Köln: Ein Trainer-Aus auf Etappen

Lukas Kwasniok hat seinen Kader um drei Spieler reduziert
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Lukas Kwasniok scheitert am 1. FC Köln: Ein Trainer-Aus auf Etappen

Acht Monate leitete Lukas Kwasniok die Geschicke am Geißbockheim. Nun muss der 44-Jährige gehen. Es gibt einen Neuanfang beim 1. FC Köln: Gleich mehrere Gründe für das Aus von Lukas Kwasniok.

Dem fulminanten Start folgt nun ein bitteres Ende. In seiner Zeit am Geißbockheim war der 44-Jährige Teil des neuen Gesichts des 1. FC Köln und erzielte zu Beginn der Saison überdurchschnittlich gute Ergebnisse. Zuletzt blieben diese allerdings aus – und so musste der Coach am Sonntagabend die Koffer nehmen.

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Mit einem Rucksack bepackt und dem Smartphone am Ohr tauchte Lukas Kwasniok am Sonntagvormittag am Geißbockheim auf, gut gelaunt. Keine halbe Stunde später war der Besuch dann auch schon wieder beendet und der 44-Jährige verließ ähnlich strahlend den Parkplatz des Trainingsgeländes, auf dem er rund acht Monate die Geschicke der Geißböcke leitete. Kwasniok ist lang genug im Fußballgeschäft, beschäftigt sich so akribisch mit dem Business, dass er zu diesem Zeitpunkt mindestens geahnt hat, in welche Richtung die Gespräche am Sonntag laufen würden. Am Nachmittag bekam er dann von Thomas Kessler die Bestätigung in einem persönlichen Gespräch. Der 44-Jährige ist nicht mehr länger Trainer der Geißböcke, seine Mission Klassenerhalt gescheitert.

Euphorie durch den Entertrainer

Angesichts der Punkteausbeute war die Trainerentlassung wohl unausweichlich. Vielleicht nicht, weil sie wirklich richtig ist – immerhin gibt es ja zahlreiche Statistiken und Studien, die selbst in der Abstiegsnot von einem Wechsel der doch so wichtigen Position abraten. Vielmehr, weil die Maschinerie in diesem Geschäft nun mal so läuft. Bleiben die erhofften Erfolge aus, muss der Trainer gehen – so einfach ist die Fußball-Matrix auf diesem Gebiet. Doch Kwasniok scheiterte eben nicht nur an der Zählerausbeute. Ein nicht ganz unwichtiger Punkt für das Aus im März dürfte erstaunlicherweise schon mit der Verpflichtung begonnen haben. Nach dem Aus von Gerhard Struber und dem Aufstieg in die Bundesliga wollte der FC eine Veränderung herbeiführen.

Wie schon bei Steffen Baumgart 2021 auf Markus Gisdol (mit Zwischenspiel von Friedhelm Funkel) schien die Wahl nach einem eher biederen Fußball unter Gerhard Struber wieder auf einen Trainer fallen zu müssen, der mit seiner Spielidee, aber auch mit seiner Art Euphorie auslösen kann (wieder mit Zwischenspiel von Friedhelm Funkel). 2021 hatte der FC mit Ach und Krach die Klasse gehalten. Unter Gisdol schien die Marschroute „Niederlage verhindern“ zu lauten – unter Baumgart „Spiele gewinnen“ und das höchst attraktiv. Kwasniok trat das Amt beim FC ebenfalls mit dem Versprechen von Unterhaltung an, erfand für sich selbst den Begriff des „Entertrainers“.

Das Aus war folgerichtig

Und der 44-Jährige bekam von Thomas Kessler einen Kader dahingestellt, mit dem genau das gelingen sollte. Rund 25 Millionen Euro investierte der jetzige Geschäftsführer Sport in einen Kader, der Offensivfußball leben sollte. Und tatsächlich: Mit dem erfolgreichen Saisonauftakt wuchs die Euphorie rund um das Geißbockheim. Trainer und Sportdirektor wurden über den grünen Klee gelobt und das eigentliche Saisonziel Klassenerhalt schien schon damals längst überholt – war es aber nicht. Kwasnioks trefflichste extern geäußerte Analyse der vergangenen Wochen war wohl die Einschätzung, dass der FC in dieser Phase überperformte und damit die Realität extrem vernebelte. So sehr, dass der nun Ex-Coach den Verein zu einem Zeitpunkt verlassen muss, in dem er sich rein nach der Tabelle noch – wenn auch geradeso – im Soll befindet.

Doch zwei Siege in 18 Spielen überleben Trainer nicht nur in Köln nicht – das Aus war also folgerichtig. Der sportliche Erfolg blieb zum zweiten Mal über einen längeren Zeitraum aus. Schon im Winter stand Kwasniok auf der Kippe. Auch, weil es zu Misstönen zwischen ihm und der Mannschaft und ihm und den Fans gekommen war. Die Ausbootung einiger arrivierter Kräfte kam intern und extern nicht so richtig an. Dazu wurden auch die – zum Teil verletzungsbedingten – Rotationen kritisiert. Kwasniok bot in der Hinrunde beispielsweise nicht einmal die gleiche Startelf auf. Der Umgang mit Said El Mala bot ebenfalls viel Gesprächsstoff. Zudem eckte der Trainer mit einigen Äußerungen empfindlich an, sorgte auch damit für Unmut bei den eigenen Fans.

Externe Faktoren

Dazu gab es noch ein beachtliches Ausmaß an externen Faktoren, die Kwasniok durchaus öfter hätte kommunizieren können. Etwa die unglaubliche Verletzungsmisere, die sicher nicht nur auf eine Trainingssteuerung zurückzuführen ist. Immerhin waren neben Lukas Kwasniok noch etliche andere Trainer in die Einheiten involviert, die sich wohl bemerkbar gemacht hätten, wenn eine Über- oder Fehlbelastung offensichtlich gewesen wäre. Und so ganz anders als das Training anderer Bundesligisten wird wohl auch das Kwasnioksche nicht gewesen sein. Dazu tatsächlich ein erstaunliches Ausmaß an 50:50-Entscheidungeen, die gegen den FC ausgelegt wurden.

Nun übernimmt René Wagner. Die Aufgabe ist sieben Spieltage vor Saisonende keine einfache. Immerhin haben es die Kölner in der eigenen Hand und die Euphorie ist aktuell nicht mehr die größte.


Kommentar: Zwischen Leidenschaft und Kontrollverlust

Lukas Kwasniok beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV
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Kommentar: Zwischen Leidenschaft und Kontrollverlust

Kommentar: Der 1. FC Köln zieht die Reißleine und trennt sich von Lukas Kwasniok. Doch hinter der Entlassung steckt mehr als nur eine schwache Punkteausbeute. Warum ein Trainer mit klarer Idee, aber fehlender Balance am Ende an sich selbst und seinem Umfeld scheiterte beim 1. FC Köln: Zwischen Leidenschaft und Kontrollverlust

Seit Sonntagabend ist das Aus von FC-Trainer Lukas Kwasniok offiziell. Die Gremien, die über die Entscheidung diskutierten, tagten lange, bis ein Ergebnis feststand.

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Am Sonntagabend machte der Verein das Unausweichliche offiziell: Der 1. FC Köln und Lukas Kwasniok gehen noch vor der Länderspielpause getrennte Wege. Trainer-Talent Robert Wagner, im Sommer als Co-Trainer von Union Berlin ans Geißbockheim gekommen, übernimmt die Mannschaft vorerst. Die Entlassung nach dem Derby ist die logische Folge der desaströsen Kölner Durststrecke. Der letzte Sieg liegt mehr als fünf Wochen zurück. Sportdirektor Thomas Kessler äußerte sich folgendermaßen: „Lukas’ Fußballwissen und seine fachliche Expertise sind unbestritten. Er hat unsere Mannschaft mit großer Sorgfalt und hohem Engagement vorbereitet. Trotz leidenschaftlicher Auftritte war zuletzt ein klarer Abwärtstrend erkennbar. Wir haben zu wenige Punkte geholt – das ist die Realität“.

Zwei Siege in fünf Monaten sowie drei Punkte aus den Duellen gegen Hoffenheim, Hamburg und Gladbach waren am Ende zu wenig. Mit 0,96 Punkten pro Spiel weist Kwasniok eine Bilanz auf, die historisch schwach ist für einen Trainer mit vergleichbarer Amtszeit beim FC. Und doch dürfte die Entscheidung den Verantwortlichen alles andere als leicht gefallen sein.

Der Trainerposten beim FC wird einmal mehr zum heißen Stuhl

Denn zur Wahrheit gehört, dass Kwasniok genau für das verpflichtet wurde, was ihm nun möglicherweise zum Verhängnis wurde. Seine Emotionalität, seine Energie und seine klare fußballerische Idee passten perfekt zur Aufbruchstimmung nach dem Aufstieg. Er sollte Euphorie entfachen, dem Spiel eine Handschrift verpassen, welche den neuen Ansprüchen der Domstädter gerecht wird. Das gelang ihm in der Anfangsphase eindrucksvoll. Doch spätestens im Winter geriet dieses Konstrukt aus der Balance. Kwasniok verlor zunehmend das richtige Maß zwischen dem Anspruch, Dinge zu verändern sowie das Maximum aus der Mannschaft herauszuholen, und dem Gespür dafür, wann er Spieler und Umfeld überfordert. Seine Intensität wurde offenbar vom Erfolgsfaktor zum Risiko.

In dieser Entwicklung trägt auch die sportliche Leitung Verantwortung. Es wäre die Aufgabe von Thomas Kessler gewesen, moderierend einzugreifen, den Trainer einzufangen und in kritischen Phasen zur Mäßigung zu mahnen. Dass dies offenbar nicht gut genug gelungen ist, hinterlässt die erste sichtbare Delle in seiner Amtszeit als Sportdirektor. Denn am grundsätzlichen Profil Kwasnioks lässt sich wenig kritisieren. Es fehlte weder an Leidenschaft noch an Überzeugung oder Qualität, um mit Köln die Klasse zu halten. Auch das Verletzungspech spielte eine Rolle, etwa vor dem Derby mit dem Ausfall von Tom Krauß. Entscheidend war jedoch die Gemengelage aus Aufstiegseuphorie, vielversprechenden Transfers, starkem Saisonstart und wachsendem Erwartungsdruck.

Hinzu kamen personelle Entscheidungen, deren Tragweite Kwasniok womöglich unterschätzt hat. Die Degradierung etablierter Führungsspieler mit großem Einfluss auf die Kabine blieb nicht folgenlos. Spätestens seit dem „Kwasni Yok“-Protest aus der aktiven Fanszene war erkennbar, dass auch intern etwas mächtig ins Wanken geraten sein musste. So stellt sich die Frage, ob Kwasniok am Ende weniger an den sportlichen Herausforderungen scheiterte als an fehlender Feinfühligkeit im Umgang mit Mannschaft und Öffentlichkeit.

Nicht allein ein Trainerproblem

Am Ende bleibt ein ambivalentes Bild: ein Trainer, der das Spiel des FC belebt hat, dessen Intensität aber auch das Binnenklima überforderte. Kwasniok wollte vielleicht zu viel, zu schnell und verlor dabei das Gespür für den richtigen Ton in einer Stadt, die Emotionalität schätzt, aber ebenso Klarheit verlangt. Für den 1. FC Köln beginnt damit einmal mehr die Suche nach Stabilität – sportlich, strategisch und auf der Trainerbank. Und vielleicht sogar die Erkenntnis, dass dieses Kapitel mehr ist als nur das Scheitern eines Trainers.


2:1-Erfolg in Nürnberg: Sandra Jessen beendet Torflaute und die Frauen des 1. FC Köln ihre Ergebniskrise

Die FC-Frauen jubeln nach dem Sieg
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2:1-Erfolg in Nürnberg: Sandra Jessen beendet Torflaute und die Frauen des 1. FC Köln ihre Ergebniskrise

Der 1. FC Köln hat seine Ergebniskrise beendet und nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg wieder einen Dreier in der Bundesliga gelandet. Die FC-Frauen gewannen beim 1. FC Nürnberg mit 2:1 (2:0).

Zusätzlich zum Sieg gab es noch eine erfreuliche Begleiterscheinung: Im Duell mit dem Club endete die Torflaute von FC-Stürmerin Sandra Jessen nach 520 Minuten.

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Kölns Trainerin Britta Carlson vertraute in der Startelf wie erwartet wieder auf Marina Hegering. Sara Agrez und Weronika Zawistowska fielen kurzfristig aus, ebenso konnten Martyna Wiankowska, Sylwia Matysik, Merle Hokamp, Taylor Ziemer, Dora Zeller und Paula Hoppe nicht dabei sein, womit gleich acht Spielerinnen ausfielen. Der Aufsteiger wäre beinahe in Führung gegangen: Irina Fuchs verlor den Ball im Sechzehner nach einem Rückpass von Feiersinger leichtfertig im Zweikampf gegen Nürnbergs Emöke Papai, der Ball trudelte Richtung Torlinie, doch Amelie Bohnen klärte in letzter Sekunde und schlug die Kugel aus der Gefahrenzone (14.).

Kuriosum zu Beginn der zweiten Halbzeit

Der FC-Führungstreffer entstand wenig später nach einem Kölner Einwurf in der eigenen Hälfte durch Carlotta Imping. Die Kölnerinnen schalteten blitzschnell um. Sandra Jessen spielte den Ball am Mittelkreis in den Lauf von Laura Donhauser, die frei aufs Tor zulief und den Ball an der machtlosen Keeperin Lourdes Grzondziel vorbei zum 1:0 für den FC einschoss (19.). Und die FC-Frauen legten schnell einen zweiten Treffer nach: Pauline Bremer wurde auf dem rechten Flügel per Foul gestoppt. Anna Gerhardt servierte den fälligen Freistoß aus dem Halbfeld hoch auf den ersten Pfosten, wo Jessen unbedrängt zum 2:0 für den FC einköpfte (28.). Für die Isländerin endete mit ihrem ersten Bundesligatreffer in 2026 eine persönliche Durststrecke nach 520 Minuten ohne Torerfolg.

Die zweite Hälfte begann mit einem Kuriosum. Die Partie musste unterbrochen werden, weil die Linienrichterin Katharina Kruse nach einem Sprint plötzlich muskuläre Beschwerden verspürte und ihre Tätigkeit trotz kurzer Behandlung der FC-Betreuer nicht fortsetzen konnte. Nach rund neun Minuten übernahm die bisherige vierte Offizielle Daniela Kottmann die Fahne auf der Linie vor den Trainerbänken. Die Partie war in der Folgezeit von vielen Unterbrechungen geprägt, sodass kein richtiger Spielfluss zustande kam. Den Nürnbergerinnen fehlten zudem die Ideen, um die Kölnerinnen, die sich weit in die eigene Hälfte zurückzogen, ernsthaft unter Druck setzen zu können.

Nürnberg kommt noch einmal ran

Die kurz zuvor eingewechselte Anna-Lena Stolze scheiterte mit ihrem strammen Schuss aus spitzem Winkel an Nürnbergs Torfrau (77.). Die vergebene Chance rächte sich kurz danach. Die Nürnbergerinnen führten einen Freistoß nach einem Handspiel von Hegering vor dem Sechzehner schnell kurz aus. Nastassja Lein kämpfte sich zwischen Bohnen und Gerhardt durch und verkürzte für den FCN per Flachschuss ins Tor auf 2:1 (80.). Danach passierte jedoch in zerfahrenen Schlussminuten trotz über 14(!) Minuten Nachspielzeit nichts Spannendes mehr. Für die FC-Frauen geht es am Samstagabend (17:55 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Hegering, Bohnen, Imping (90.+5 Degen) – Achcinska, Feiersinger, Vogt (76. Stolze), Donhauser – Bremer (87. Elsen), Jessen. Tore: 0:1 Donhauser (19.), 0:2 Jessen (28.), 1:2 Lein (80.).

Nach Trainer-Aus! Das sagen Thomas Kessler und René Wagner: „Wir haben zu wenige Punkte geholt“

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln beim Duell gegen den VfL Wolfsburg
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Nach Trainer-Aus! Das sagen Thomas Kessler und René Wagner: „Wir haben zu wenige Punkte geholt“

Lukas Kwasniok ist also nicht mehr Trainer des 1. FC Köln. Der FC und der 44-Jährige gehen getrennte Wege. René Wagner übernimmt vorerst beim 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zum Kwasniok-Aus.

Die große Überraschung war die Nachricht am Sonntagabend nicht mehr. Lukas Kwasniok ist nicht mehr Trainer der Geißböcke. Dazu äußerte sich auch Thomas Kessler.

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Lange wurde am Sonntag am Geißbockheim diskutiert, am Abend gab es dann die Meldung. „Wir haben uns am Sonntag sehr intensiv mit unserer aktuellen Situation beschäftigt und sind zu der Entscheidung gekommen, für die letzte Phase der Saison auf der Cheftrainer-Position einen Impuls zu setzen. Lukas’ Fußballwissen und seine fachliche Expertise sind unbestritten“, sagte Thomas Kessler. „Er hat unsere Mannschaft mit großer Sorgfalt und hohem Engagement auf die Spiele vorbereitet. Trotz leidenschaftlicher und ordentlicher Auftritte war zuletzt ein klarer Abwärtstrend in unserer Entwicklung erkennbar. Wir haben zu wenige Punkte geholt – das ist die Realität. Vor diesem Hintergrund sind wir nach intensiver Analyse zu der Entscheidung gekommen, Lukas freizustellen. Wir danken ihm für seine Arbeit beim FC und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute.“

Wagner übernimmt interimsmäßig

Nun übernimmt René Wagner die Geißböcke vorerst. Das erste Training wird der bisherige Co-Trainer am Montagnachmittag leiten. „Wir sind überzeugt, dass René gemeinsam mit unserem Trainerteam und der Mannschaft unser Ziel erreichen wird. Dafür bringt unser Team die Qualität, die Mentalität und die notwendige Bereitschaft mit. René kennen und schätzen wir seit seinem ersten Engagement bei uns als Co-Trainer als ausgewiesenen Fußballfachmann“, so der Geschäftsführer weiter. „In der Zwischenzeit hat er beim Hamburger SV und Union Berlin, in seiner Rolle seit Saisonbeginn bei uns sowie durch den Erwerb der UEFA Pro Licence in England wertvolle Erfahrungen gesammelt. Er kennt die Mannschaft, hat einen guten Zugang zu den Spielern und wir trauen ihm absolut zu, die vorhandenen guten Leistungen nun auch wieder in positive Ergebnisse zu überführen.“ 

Für den 37-Jährigen ist es der erste Posten als Cheftrainer. „Die Verantwortung, die mir der FC übertragen hat, werde ich mit dem gleichen Engagement und der gleichen Hingabe angehen wie meine bisherigen Aufgaben“, so Wagner. „Gemeinsam mit der Mannschaft, meinen Trainerkollegen, unserem Staff und mit der Unterstützung des gesamten Vereins werde ich alles daransetzen, um in der Bundesliga zu bleiben.“


Der 1. FC Köln stellt Lukas Kwasniok frei – René Wagner übernimmt vorerst

Lukas Kwasniok ist nicht mehr Trainer des 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln stellt Lukas Kwasniok frei – René Wagner übernimmt vorerst

Es hatte sich nach dem 3:3-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach bereits angedeutet, nun ist es auch offiziell: Der 1. FC Köln entlässt Trainer Lukas Kwasniok. René Wagner soll die Mannschaft vorerst übernehmen.

Es war ein emotionales Spiel, es war ein vorentscheidendes Spiel und am Ende stand wieder nur ein Punkt. Der FC bleibt auch im siebten Spiel in Serie ohne Sieg. Und das hat nun Konsequenzen. Lukas Kwasniok ist nicht mehr Trainer der Geißböcke.

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Bis zuletzt hat der 44-Jährige gekämpft, doch sieben sieglose Spiele in Folge oder zwölf Punkte aus 18 Begegnungen waren am Ende dann doch zu wenig. Lukas Kwasniok und der 1. FC Köln gehen ab sofort getrennte Wege. Am Samstagnachmittag war der FC im Rhein-Derby nicht über ein 3:3-Unentschieden hinausgekommen und hatte den erhofften Befreiungsschlag demnach verpasst. Schon nach dem Spiel deutete sich das Ende der Liaison an. Thomas Kessler hatte bei Sky und auch in der Mixed Zone ein Treuebekenntnis vermieden. Man wolle die Situation sachlich und rational analysieren. „Wir werden uns in Ruhe Gedanken machen und ich werde auch eine Nacht drüber schlafen“, sagte Kessler. Es sei klar, dass man „an irgendwelchen Stellschrauben“ drehen müsse.

Wagner übernimmt interimsmäßig

Noch am Samstagabend hatte es am Geißbockheim Gespräche mit Geschäftsführung und Vorstand gegeben. Am Sonntag folgten weitere Gespräche. Auch Lukas Kwasniok war noch einmal am Geißbockheim. Das Votum fiel am Ende gegen Kwasniok aus. Sicherlich auch, weil der Nachfolger in der bevorstehenden Länderspielpause fast zwei Wochen Zeit hat, das Team wieder in Spur zu bringen. Bereits am Samstagabend wurde Co-Trainer René Wagner als möglicher Nachfolger auf der Cheftrainerposition heiß gehandelt. Der 37-Jährige kam im vergangenen Sommer von Union Berlin in Kwasnioks Stab und gehörte zuvor zum Kernteam von Trainer Steffen Baumgart. Wagner übernimmt die Mannschaft vorerst. Auch das kommt nicht überraschend. Wagner war am Sonntag bereits am Geißbockheim als die FC-Bosse nach und nach eintrafen.

Lukas Kwasniok kann nicht mehr hingucken
René Wagner übernimmt

Kessler gilt als großer Befürworter des bisherigen Co-Trainers, holte ihn im Sommer zurück ans Geißbockheim, obwohl Wagner Union Berlin und Steffen Baumgart den Rücken kehrte, um in eine Cheftrainer-Rolle zu schlüpfen. Der 37-Jährige gilt als Vertrauter der Spieler und wird intern als taktisches Mastermind gesehen. Kwasniok hatte die Mannschaft im Sommer übernommen. Der ehemalige Trainer des SC Paderborn wollte eigentlich eine Pause vom Profifußball machen, nach eigener Aussage sei er aufgrund des FC-Angebots von diesem Plan abgewichen. Nach starkem Saisonauftakt hatte der FC bereits im Winter eine erste Formdelle, die zweite nun mit sieben sieglosen Spielen in Folge hat der 44-Jährige nicht als Trainer des FC überstanden. Auch Assistent Frank Kaspari wurde ebenso wie Kwasniok von seinen Aufgaben entbunden.


Nächste Premiere beim 1. FC Köln: Das bittersüße Startelf-Debüt des Cenny Neumann

Cenny Neumann im Rheinderby
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Nächste Premiere beim 1. FC Köln: Das bittersüße Startelf-Debüt des Cenny Neumann

Aufgrund der Verletzung von Tom Krauß wurde Cenny Neumann im Derby ins kalte Wasser geworfen und startete von Beginn an. Der Spielverlauf war nicht optimal für den Youngster des 1. FC Köln: Cenny Neumann muss im Derby Lehrgeld bezahlen. Lukas Kwasniok war dennoch nicht unzufrieden.

Erst wenige Minuten vor Spielbeginn erfuhr Cenny Neumann von seinem Startelf-Debüt im Rheinderby. Der Youngster erlebte einen schwarzen Nachmittag. Dennoch lobte Lukas Kwasniok den Rechtsverteidiger.

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Die aus seiner Sicht positive Nachricht kam erst wenige Minuten vor Anpfiff. Nachdem sich Tom Krauß beim Aufwärmen verletzt hatte, rotierte Cenny Neumann erstmals in die Startelf. Das nächste Debüt und dann ausgerechnet im Derby. Lukas Kwasniok entschied sich also bewusst für den Newcomer und gegen Jakub Kaminski, der bislang gerne auf der rechten Defensiv-Schiene aushelfen musste. Noch unter der Woche hatte der Kölner Coach erklärt, dass er nun durch den „zweiten Allrounder“ Krauß eben die Möglichkeit habe, den Polen wieder in der Offensive einzusetzen. Es müsse schon „mit dem Teufel zugehen, dass Kaminski wieder als Rechtsverteidiger“ agieren werde. Mit dem Teufel geht es beim FC wohl nicht zu, doch wieder einmal mit dem auffälligen Verletzungspech.

„Hätte ihn ins Verderben laufen lassen“

Und so erhielt Neumann sein Startelf-Debüt. Bislang kam der 19-Jährige auf vier Minuten gegen den BVB, machte seine Sache in den Schlussminuten gegen die Westfalen auch sehr gut. Doch der Samstag hätte nicht bitterer für den Youngster beginnen können. Nach einem langen Ball, stand Neumann in der Viererkette suboptimal zum Ball, verschätzte sich. Das ehemalige Kölner Eigengewächs Jens Castrop nahm dankend an und vollendete zur Gladbacher Führung. Und der 19-Jährige hatte weiterhin einen schweren Stand gegen den ehemaligen Kölner Mittelfeldspieler. So war es ebenfalls Castrop, der sich vor dem 2:2 gegen Neumann durchsetzte und die Kugel an den langen Pfosten servierte, wo Philipp Sander lauerte und im zweiten Versuch ausglich. Kurz vor der Halbzeit kam der Kölner Youngster einen Schritt zu spät, hatte Glück, dass der Pfosten den FC vor dem Rückstand bewahrte.

Kwasniok ließ den 19-Jährigen aber auf dem Feld. Neumann fing sich, wurde auch in der Offensive aktiver und ganz offensichtlich immer sicherer. Doch es blieb ein schwieriges Spiel für den Nachwuchsspieler. So war es erneut Castrop, der den Youngster stehen ließ und mit einem Sahneschuss zum 3:2 traf. „Die Frage ist immer, welche Alternativen hast du“, erklärte Lukas Kwasniok. „Ganz klar, ich hätte Cenny Neumann vor vier Wochen noch nicht von Beginn an reingeworfen, weil er noch nicht so weit gewesen ist. Aber die Alternative war Jan Thielmann nach einer vierwöchigen Verletzungszeit ins Verderben laufen zu lassen. Dann wäre ihm der Muskel vielleicht durchgerissen.“ Thielmann kam gerade erst aus einer Verletzung zurück, hatte seit Karneval kein Spiel mehr bestritten.

„Es gilt diese Dinge zu akzeptieren und ich fand eben auch, dass Cenny soweit ist, dass du ihn reinwerfen musst“, so der 44-Jährige weiter. Beim ersten Gegentreffer sei der Youngster das letzte Puzzleteil einer Fehlerkette gewesen. „Er kann das besser lösen, ich fand es aber beachtlich, wie er zurückgekommen ist. Beim dritten Tor, da kann keiner etwas machen. Das muss man auch mal akzeptieren.“ Vielmehr fand der Trainer, dass sich Neumann immer besser zu recht fand. „Der 1. FC Köln wird noch viel Freude an ihm haben“, sagte Kwasniok. „Es war nicht einfach für ihn, fünf Minuten vor Anpfiff zu erfahren, dass er das Derby von Anfang an spielen wird.“


Erneuter Ergebnis-Frust beim 1. FC Köln: Gegen Gladbach ist der FC wie vom Pech verfolgt

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Erneuter Ergebnis-Frust beim 1. FC Köln: Gegen Gladbach ist der FC wie vom Pech verfolgt

Trotz engagierter Leistung und einem wilden Derby gegen Gladbach bleibt der 1. FC Köln erneut unter seinen Möglichkeiten. Verletzungspech, bittere Einzelschicksale und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen summierten sich zu einem Abend, an dem einfach alles gegen den FC und den Trainer lief. 1. FC Köln: Glücklos-Derby gegen Gladbach führt womöglich zum Trainer-Aus.

Im wilden Rheinderby zeigt der 1. FC Köln gegen Gladbach Moral und Comeback-Qualität, steht am Ende aber wieder mit zu wenig da. Verletzungen, unglückliche Aktionen und strittige Entscheidungen fügen sich zu einem Spiel, in dem dem FC schlicht alles gegen den Strich lief.

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Zaghafter Applaus hallte gestern Abend durch das sich rasch leerende RheinEnergieStadion. Die Geißböcke überzeugten zwar wieder mit ihrer Leistung in einem wilden Spiel, doch die Bilanz mit einem Punkt gegen Gladbach fällt erneut unzufriedenstellend aus. Sollte der FC St. Pauli am Sonntagnachmittag zu Hause gegen den SC Freiburg gewinnen, stünde der 1. FC Köln sieben Spieltage vor Saisonende erstmals unter dem Strich. Coach Lukas Kwasniok suchte hierfür gestern nach den richtigen Worten: „Ich weiß, dass in der Öffentlichkeit in erster Linie Ergebnisse als Argumente herangezogen werden und glaube aber, als Vereinsverantwortlicher schaut man in erster Linie darauf, wie die Jungs gemeinsam mit dem Trainer arbeiten und welche Überzeugung vorhanden ist“, äußerte der 44-Jährige gegenüber Sky. Im Duell gegen Gladbach habe man ihm Hindernisse in den Weg gelegt. „Egal ob es dann Unparteiische sind oder Verletzungen, wo wir heute einfach einen 19-Jährigen reingeworfen haben. Das ist alles Teil des Lebens, das ist alles Teil dieses Jobs hier beim 1. FC Köln.“

Cenny Neumann: Ein Startelfdebüt zum Vergessen

Und in der Tat: Ein Blick auf die 90 Minuten zeigt, wie viel an diesem Abend gegen den FC lief. Es begann mit der Hiobsbotschaft, dass der Aushilfs-Rechtsverteidiger Tom Krauß das Aufwärmen aufgrund von Knieproblemen abbrechen musste. Ersatzspieler Jan Thielmann war nach seiner Muskelverletzung noch nicht fit genug für einen Einsatz in der Startelf, schon gar nicht in einem intensiven Derby. So fiel die Wahl auf einen 19-jährigen Nachwuchsspieler, der vorwiegend in der Regionalliga West spielt und erst vor zwei Wochen gegen Borussia Dortmund seine ersten Schritte auf der ganz großen Bühne machen durfte. Für vier Minuten stand bis Cenny Neumann dahin auf dem Rasen in Müngersdorf.

Die Fohlen hatten seine Seite schnell als schwächstes Glied ausgemacht. So kam es, wie es kommen musste. Neumann war am 0:1 nach nur 28 Sekunden maßgeblich beteiligt, ließ sich obendrein vor dem 2:3 austanzen. Angesichts der enormen Erwartungshaltung und des Drucks kann man Neumann sicherlich keinen Vorwurf machen. Vielmehr ist es einmal mehr die Verletzungsproblematik, die dem FC in dieser Sache einen Strich durch die Rechnung machte.

Ex-Kölner Castrop wie entfesselt

Gegen seinen Ausbildungsverein wirkte Neumanns Gegenspieler Castrop wie entfesselt. Der Außenbahnspieler brach gegen den FC seinen Torbann, traf erstmals seit dem fünften Spieltag wieder und erzielte zudem zum ersten Mal in seiner Bundesliga-Karriere zwei Tore in einer Partie. Die beiden Treffer schmecken ihm umso süßer, da er keine guten Erinnerungen an seine Zeit im Geißbock-Trikot hat. Denn bei den Profis bekam das Kölner Eigengewächs damals nicht die erhoffte Chance. „Ich war ein sehr ehrgeiziger junger Spieler und wollte so schnell wie möglich mein Debüt geben. Dann habe ich alle Spieler in meinem Jahrgang um mich herum gesehen. Ich habe gesehen, wie die ganzen Talente in ihren Mannschaften zu ihren ersten Spielen kamen. Und ich stand irgendwie auf der Stelle, kam nicht weiter. Das ist kein Vorwurf an Köln, es gibt kein böses Blut, aber natürlich war es enttäuschend für mich. Deshalb habe ich mir einen anderen Weg gesucht“, so der Gladbacher gegenüber Sky.

Sein Weg führte ihn im Januar 2022 nach Nürnberg und im letzten Winter schließlich an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach. Für ihn schloss sich gestern mit dem Beinschuss an Schwäbe aus gut 13 Metern und dem Traumtor in den rechten Winkel der Kreis.

Schiedsrichterentscheidungen, die Fragen aufwerfen

Als ob das nicht schon genug wäre, verschaffte der Unparteiische Sören Storks den Geißböcken dann auch noch einen gravierenden Nachteil. Eric Martel holte sich in zwei nahezu identischen Aktionen die Gelb-Rote Karte ab. Zunächst traf der Ellbogen des Mittelfeldspielers Haris Tabakovic (73.), dann Joe Scally (86.) nach dessen Kopfballtreffer zum 3:3. Schiedsrichter Storks und seine Assistenten vergaben die zweite Karte damit in einer entscheidenden Phase der Partie. Thomas Kessler bewertete dies im Anschluss mit großer Enttäuschung. „Ich fand, dass wir heute viele Situationen hatten, bei denen ich mich wirklich gewundert habe, warum er so entschieden hat. […] Weil am Ende, in der Phase, in der du das 3:3 machst, winkt er Abseits und gibt dann noch eine Gelb-Rote Karte. Im Laufe des Spiels gab es viele gelbe Karten, bei denen ich mir wirklich Fragezeichen gesetzt habe.” Irritierend war sicherlich auch der Fakt, dass Storks und sein Team einen Ellbogencheck von Gladbachs Joey Scally gegen Martel, durch den der 23-Jährige Mitte der ersten Hälfte zu Boden ging, nicht ahndeten.

Stehen die Zeichen auf Abschied?

Alles in allem standen die Sterne über Müngersdorf für Lukas Kwasniok und seine Mannschaft maximal ungünstig. Die Verletzung von Krauß, Castrops Remontada und die fragwürdigen Entscheidungen von Sören Storks haben womöglich das Aus von Kwasniok in Köln besiegelt. In seinem womöglich letzten Interview nach einem Spiel ließ er es sich allerdings nicht nehmen, noch einmal eine Kampfansage loszuwerden.: „Das ist alles Teil des Lebens, das ist alles Teil dieses Jobs hier beim 1. FC Köln, und ich glaube, eins spürt man sehr wohl: Ich mache das mit Hingabe, mit Liebe für den Verein, für die Mannschaft, und das werde ich bis zum Schluss tun.“ Nun liegt es bei Geschäftsführer Kessler zu entscheiden, ob Kwasniok bereits vor der Länderspielpause seine Sachen packen muss. Darüber wird just in diesem Moment diskutiert. Kwasniok war schon am Geißbockheim, brach aber kurz danach wieder auf.


Joker Süne trifft und muss vom Feld: U21 des 1. FC Köln verliert gegen Gütersloh in Unterzahl knapp

Evangelias Sbonias, U21 des 1. FC Köln
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Joker Süne trifft und muss vom Feld: U21 des 1. FC Köln verliert gegen Gütersloh in Unterzahl knapp

Die U21 des 1. FC Köln hat am Samstag gegen Gütersloh verloren. Damit kassierte die Kölner Reserve die zweite Regionalliga-Niederlage in Folge. Das Team von Evangelos Sbonias spielte in der Endphase in Unterzahl.

Eine Woche nach dem 1:2 gegen Rot-Weiß Oberhausen ging das Spiel beim nächsten Spitzenteam FC Gütersloh ebenfalls mit 1:2 verloren. Kölns Trainer Evangelos Sbonias haderte hinterher mit dem Untergrund im Ohlendorf-Stadion im Heidewald.

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Die U21 des 1. FC Köln hat die nächste Chance verpasst, sich noch einmal näher ans obere Tabellendrittel zu schieben. Die FC-Reserve verharrt durch die zweite Pleite in Folge auf dem achten Tabellenplatz und verliert die ersten Sechs bei nunmehr sieben Zählern Rückstand aus den Augen. Die Niederlage in Ostwestfalen war dabei unterm Strich verdient, denn Gütersloh hätte die Partie schon frühzeitig für sich entscheiden können. Allein Patrik Twardzik hätte die U21 fast im Alleingang bezwingen können. Doch Kölns Torwart Mikolaj Marutzki parierte beispielsweise stark gegen Twardziks Kopfball aus fünf Metern (19.).

U21 in Unterzahl

Die U21 wurde nur selten gefährlich, zu nennen sei insbesondere der Distanzschuss von Mikail Özkan von der Sechzehner-Grenze an die Latte (28.). Gütersloh zeigte sich aber auch nach der Pause überlegen. Twardzik schoss kurz nach dem Seitenwechsel innerhalb des Fünfers am Kölner Tor vorbei (48.). Kurz danach belohnten sich die Gastgeber und insbesondere Twardzik. Der Gütersloher kam nach einer Flanke von Sandro Reyes Sison von der rechten Kölner Abwehrseite im Rücken von Mikail Özkan und Max Lippert frei zum Kopfball und verwandelte ins lange Eck zum 1:0 für die Gastgeber (58.). Und der Tscheche legte direkt einen weiteren Treffer nach: Der 33-Jährige verwandelte nach einer Ecke – diesmal von der linken FC-Abwehrseite – unbedrängt per Kopf zum 2:0 (64.).

Die U21 schlug immerhin direkt zurück. Marvin Ajani passte vom rechten Flügel vor den Strafraum zu Bernie Lennemann. Der legte ab zum erst kurz zuvor eingewechselten Arda Süne. Der Offensivspieler dribbelte sich durch die Gütersloher Abwehr und legte den Ball am Torwart Jarno Peters vorbei ins Netz zum 2:1 (65.). Die Schlussphase blieb somit offen, der Ausgleich gelang dem FC jedoch nicht mehr. Erschwerend kam hinzu, dass Süne in der Schlussphase angeschlagen vom Feld musste und der FC nicht mehr wechseln konnte.

„Hinten raus haben wir ein wenig Pech“

Kölns Trainer Evangelos Sbonias haderte nach dem Spiel mit den Platzverhältnissen in Gütersloh: „Momentan haben wir auswärts, das Spiel in Mönchengladbach ausgenommen, mit den Plätzen zu kämpfen, wo wir nur selten unser Spiel durchbringen können, wie wir es gern würden. Natürlich müssen wir die Dinge auch so annehmen, aber das ist schon ein großer Faktor in den letzten Wochen. So kam auch heute wieder ein Spiel zustande von beiden Mannschaften, das von vielen technischen Fehlern geprägt war. Hinten raus haben wir ein wenig Pech, weil wir unser Wechselkontingent aufgebraucht hatten und wir das Spiel die letzten zehn, zwölf Minuten In Unterzahl spielen mussten, als sich Arda Süne verletzt hat. Aber auch mit einem Mann weniger waren wir in der Schlussphase meiner Meinung nach die deutlich bessere und aktivere Mannschaft. Mit ein bisschen Glück können wir mindestens einen Punkt mitnehmen.“

Sbonias konstatierte: „Die Jungs haben alles auf dem Platz gelassen, haben sich zerrissen. Wir sind viel und intensiv gelaufen, haben wirklich alles versucht, bis zur letzten Sekunde noch einen Punkt mitzunehmen.“ Für die U21 geht es am kommenden Freitagabend (18:30 Uhr) mit dem Nachholspiel bei den Sportfreunden Siegen weiter.

1. FC Köln U21: Marutzki – Zimmermann (75. Fürst), Ajani, Dabrowski (75. Labenz), Özkan, Lippert (61. Spitali) – Harchaoui, Kristal (84. Dürholtz) – Yacobi, Lennemann, Borie (61. Süne). Tore: 1:0/2:0 Twardzik (58./64.), 2:1 Süne (65.). Zuschauer: 1331.