Der 1. FC Köln und die fehlende Torgefahr bei Ballbesitz-Spielen

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln und die fehlende Torgefahr bei Ballbesitz-Spielen

Im Duell gegen den Hamburger SV war der FC die bessere Mannschaft, die ganz große Torgefahr strahlten die Kölner aber nicht aus. Zum wiederholten Mala nicht. Und es lässt sich ein gewisses Muster erkennen. Der 1. FC Köln tut sich bei Ballbesitz schwer.

Zwar waren die Geißböcke dem Hamburger SV am Samstagabend überlegen, das schlug sich aber nicht in den ganz großen Chancen nieder. Und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

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Die Einordnungen der Kölner Akteure klangen am Samstagabend nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV überall doch sehr ähnlich. Am Ende könnte dieser eine Punkt dann doch für die Kölner noch sehr wichtig werden. Bei den Fans gab es da durchaus auch andere Meinungen. In den Sozialen Medien klang der Tenor eher nach, wieder ein paar Punkte liegen lassen. Denn – und auch das hatten die Kölner Spieler und der Trainer durchklingen lassen – der FC war im Volksparkstadion die bessere Mannschaft, hatte mehr Spielanteile, kam auf mehr Ecken und war auch im Abschluss einen Hauch gefährlicher. Und doch stand am Ende des Tages eben nur ein Punkt auf dem Konto. Wie schon mehrfach in dieser Saison wäre mehr drin gewesen, als am Ende herausspringt.

Der FC erzeugt schon Torgefahr

Tatsächlich blieben die ganz großen Chancen am Samstagabend nahezu komplett Mangelware. Mal abgesehen von den beiden Toren gab es in der Schlussphase noch zwei dicke Kopfballchancen – jeweils eine auf beiden Seiten. Ansonsten hatten die Keeper recht wenig zu tun. So verwunderte es nicht, dass sich der xGoals-Wert lange Zeit im 0,0- bis 0,1-Bereich bewegte. Der Geniestreich von Fabio Vieira fiel aus dem Nichts, der Ausgleich durch Said El Mala nach einem Standard und mehr nicht. Nun wäre es falsch anzunehmen, die Kölner können grundsätzlich keine Torgefahr erzeugen. Tatsächlich kommen die Kölner auf einen xGoals-Wert von 36,7, der beste der unteren Tabellenhälfte. Demnach ließ die Qualität der FC-Chancen knapp 37 Tore erwarten. Bislang sind es 35.

Damit liegt der FC zwar knapp zwei Tore unter den Erwartungen, aber auch dieser Wert, der sogenannte Abschluss-Effizienz-Wert ist der neuntbeste der Liga. Die Geißböcke sind also durchaus als kaltschnäuzig zu bezeichnen. Und auch die 35 erzielten Treffer sind wahrlich alles andere als die eines Abstiegskandidaten. Gegen den HSV war es dennoch nicht die große Torgefahr. „Es gab schon Situationen, wo wir in Überzahl- oder Gleichzahlsituationen in den Strafraum eingedrungen sind und dann wurde es unsauber“, sagte Lukas Kwasniok und sprach von „falschen Entscheidungen“ und der Tendenz es zu viel über Flanken zu versuchen. „Bei uns gibt es schon die Tendenz, dass wenn du Ragnar in der Box hast, dass du dann Flanken willst“, so der Coach weiter. Es gäbe dann aber auch schon „andere Elemente“.

Wenige Punkte bei Ballbesitz

Die fielen dem FC aber nicht ein. Und so stellt sich schon die Frage, wie die doch für einen Abstiegskandidaten viele Tore mit der Schwierigkeit, Chancen zu kreieren zusammenpasst. Vielleicht gibt eine Beobachtung ein wenig Aufschluss. Sieben Treffer erzielten die Kölner, wenn sie mehr Ballbesitz als der Gegner hatten – der FC gewann nur eine dieser acht Begegnungen. Heißt, in den Partien, in denen der FC das Spiel machte, sammelten die Kölner weniger als einen Zähler und erzielten weniger als einen Treffer im Schnitt. 28 Tore erzielten die Kölner in den restlichen 18 Partien. Dort gab es dann im Schnitt mehr als 1,5 Tore. Könnte bedeuten, dass die Umschaltmomente auch einfach mehr Gefahr bedeuten. Dazu passt, dass Said El Mala und Jakub Kaminski ihre Torgefahr eben in den Begegnungen entfalten konnten, in denen sie über ihre Geschwindigkeit eingesetzt wurden.

Und so steht der FC in den kommenden Wochen vor einer nicht gerade kleinen Herausforderung. Denn es warten gleich mehrere Gegner, die dem FC sicherlich gerne den Ball übergeben werden. Und die Hinspiel-Partien gegen St. Pauli, Bremen und Union Berlin gehörten ganz sicher nicht zu den attraktivsten Spielen der Geißböcke.


Das Restprogramm der Abstiegskandidaten und die komplizierte Jagd nach dem Zehn-Siege-Ziel

Lukas Kwasniok will noch vier Siege mit dem FC einfahren
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Das Restprogramm der Abstiegskandidaten und die komplizierte Jagd nach dem Zehn-Siege-Ziel

Nur elf Punkte holten die Kölner aus den vergangenen 17 Spielen. Der Druck steigt auf den FC, die Abstiegsplätze scheinen immer näher zu rücken. Es wird noch einmal spannend für den 1. FC Köln: Das Restprogramm der Abstiegskandidaten.

Geht es nach Lukas Kwasniok brauchen die Kölner noch vier Siege in den ausstehenden acht Spielen, um die Klasse zu halten. Heißt, jedes zweite Spiel muss ab jetzt gewonnen werden. Dass das wiederum nicht leicht wird, zeigt ein Blick auf das Restprogramm.

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Lukas Kwasniok hat schon relativ früh in der Saison eine aus seiner Sicht einfache Rechnung aufgestellt. Der Kölner Coach erklärte bereits im Dezember, dass zehn Punkte nötig seien, um die Klasse sicher zu halten. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 20 Begegnungen zu spielen, viel Zeit für die damals noch ausstehenden sechs Siege. Mittlerweile haben die Geißböcke zusätzliche Erfolge gegen Wolfsburg und Mainz eingefahren. Für die restlichen vier geplanten Dreier bleiben aber nur noch acht Begegnungen. Und dort lauern noch einige vermeintliche Großkaliber wie Bayern München, Bayer Leverkusen und eigentlich auch Eintracht Frankfurt. Geht es also um die Siege gegen vermeintliche Gegner auf Augenhöhe, bleiben noch fünf Spiele. Nach der reinen Statistik werden die Chancen, das Ziel zu erreichen, mit jedem nicht gewonnen Spiel immer kleiner.

Werder Bremen mit schwerem Restprogramm

Dabei haben die Kölner unterm Strich noch ein vermeintlich leichtes Restprogramm erwischt. Denn neben den drei Spielen gegen die möglichen Top-Teams spielt der FC noch gegen die aktuellen Plätze 15 (Bremen), 16 (St. Pauli) und 18 (Heidenheim). Zudem stehen noch die Partien gegen Mönchengladbach (12) am Samstag und gegen Union Berlin (9) an. Im Schnitt belegen die ausstehenden Gegner den Platz 10,5. Nach allen Rechnungen sollte der FC wohl am letzten Spieltag durch sein, dann geht es eben gegen den Rekordmeister. Allerdings sind die Kölner nicht das einzige Team, das noch auf die Bayern trifft. So bekommt es auch Mainz noch mit dem Team von der Säbener Straße zu tun. Zudem spielen die Rheinhessen ebenfalls noch gegen die Eintracht und es warten mit Hoffenheim, Union Berlin und Freiburg weitere schwere Gegner.

Direkte Duelle gibt es noch gegen St. Pauli, Heidenheim und Gladbach. Die Gegner belegen im Schnitt Rang neun. Noch schwerer hat es Werder Bremen. Zwar spielen die Hanseaten nicht mehr gegen die Bayern, es warten aber die Duelle gegen Dortmund, Hoffenheim, Stuttgart und Leipzig. Auch die Begegnung gegen Augsburg wird kein Selbstläufer. In den direkten Duellen stehen neben dem FC-Spiel noch die Partien gegen Wolfsburg und Hamburg an. Der Gegnerschnitt beträgt 8,25. Deutlich leichter sehen die restlichen Begegnungen für St. Pauli und Wolfsburg auf dem Papier aus. Aus der Top-sechs haben die Kiezkicker nur noch die Bayern und Leipzig vor der Brust. Es stehen aber noch Spiele gegen Freiburg und Union an. Dazu gibt es noch die direkten Duelle gegen Köln, Heidenheim, Mainz und Wolfsburg.

Der VfL hat ein ähnliches Restprogramm wie der FC zu absolvieren. Der einzige Unterschied: Köln hat in den verbleibenden Spielen Heidenheim ausstehen, während die Wölfe noch zum SC Freiburg muss. Auch das Tabellenschlusslicht spielt noch gegen Leverkusen und die Bayern. Neben den Partien gegen Freiburg und Union warten noch die direkten Duelle gegen Gladbach, St. Pauli, Köln und Mainz.


Restprogramm auf einem Blick

12. Borussia Mönchengladbach 28 Punkte
1. FC Köln (A), 1. FC Heidenheim (H), RB Leipzig (A), 1. FSV Mainz 05 (H), VfL Wolfsburg (A), Borussia Dortmund (H), FC Augsburg (A), TSG Hoffenheim (H)

13. 1. FSV Mainz 27 Punkte
Eintracht Frankfurt (H), TSG Hoffenheim (A), SC Freiburg (H), Borussia Mönchengladbach (A), FC Bayern München (H), FC St. Pauli (A), 1. FC Union Berlin (H), 1. FC Heidenheim (A)

14. 1. FC Köln 25 Punkte
Borussia Mönchengladbach (H), Eintracht Frankfurt (A), SV Werder Bremen (H), FC St. Pauli (A), Bayer 04 Leverkusen (H), 1. FC Union Berlin (A), 1. FC Heidenheim (H), FC Bayern München (A)

15. SV Werder Bremen 25 Punkte
VfL Wolfsburg (A), RB Leipzig (H), 1. FC Köln (A), Hamburger SV (H), VfB Stuttgart (A), FC Augsburg (H), TSG Hoffenheim (A), Borussia Dortmund (H)

16. St. Pauli 24 Punkte
SC Freiburg (H), 1. FC Union Berlin (A), FC Bayern München (H), 1. FC Köln (H), 1. FC Heidenheim (A), 1. FSV Mainz 05 (H), RB Leipzig (A), VfL Wolfsburg (H)

17. VfL Wolfsburg 21 Punkte
SV Werder Bremen (H), Bayer 04 Leverkusen (A), Eintracht Frankfurt (H), 1. FC Union Berlin (A), Borussia Mönchengladbach (H), SC Freiburg (A), FC Bayern München (H), FC St. Pauli (A)

18. 1. FC Heidenheim 14 Punkte
Bayer 04 Leverkusen (H), Borussia Mönchengladbach (A), 1. FC Union Berlin (H), SC Freiburg (A), FC St. Pauli (H), FC Bayern München (A), 1. FC Köln (A), 1. FSV Mainz 05 (H)

Duell der FC-Leihspieler führt zur Trainer-Entlassung von Ex-FC-Spieler Alexander Ende

Alexander Ende ist nicht mehr Trainer in Münster
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Duell der FC-Leihspieler führt zur Trainer-Entlassung von Ex-FC-Spieler Alexander Ende

Für die Kölner Leihspieler standen am Wochenende spannende und anscheinend auch folgenschwere Aufgaben an. Konsequenzen gab es nach einem Spiel mit Beteiligten Akteuren, die eigentlich beim 1. FC Köln unter Vertrag stehen: Duell der Leihspieler führt zur Trainerentlassung.

Vor einigen Wochen hat der FC Hannes Dold von den Aufgaben des Standardtrainers entbunden. Die stabilere Defensive und der einstudierte Treffer am Wochenende gegen den HSV geben der Entscheidung zurzeit recht. Dold soll laut einem Bericht des Kickers nun für die Analyse der Leihspieler verantwortlich sein. Und da hatte der Assistent-Trainer am Wochenende einiges zu tun.

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Ende Mai vergangenen Jahres brachte Sky den ehemaligen Kicker auch beim FC als Trainer ins Gespräch, Alexander Ende landete aber bei Preußen Münster. Der 46-Jährige spielte drei Jahre für die Kölner Zweitvertretung, ist bekanntlich also alles andere als ein Unbekannter am Geißbockheim. Ausgerechnet das Duell zweier Kölner Leihspieler wurde dem Coach nun zum Verhängnis. Am Wochenende setzte sich Dynamo Dresden mit 6:0 gegen den SC Preußen Münster durch. Während sich die Sachsen um Kölns Innenverteidiger Julian Pauli immer weiter aus der Abwehrzone entfernen und den Positivtrend des Jahres 2026 fortsetzen, ist Münster auf Rang 16 abgerutscht, die Reißleine wurde nun gezogen.

Pauli wird zum absoluten Leistungsträger

Für den Kölner Innenverteidiger verläuft die Spielzeit in Dresden nun immer mehr nach Wunsch. Der Abwehrspieler, der in der vergangenen Saison beim FC den Durchbruch feierte und zur Entdeckung wurde, stand für Dresden wenn er fit war immer in der Startelf. Pauli ist in der Hintermannschaft einer der absoluten Leistungsträger, hat seinen Anteil am jüngsten Erfolg. Und der kann sich sehen lassen. In 2026 haben die Sachsen nur ein einziges Spiel verloren. Ganz anders ist die Entwicklung bei den Preußen für Imad Rondic. Der Stürmer machte kurz nach seinem Wechsel mit einem Traumtor auf sich aufmerksam. Zuletzt wollte es dann aber nicht mehr so rund laufen. Es folgte noch ein Assist. Am Wochenende kam der Angreifer erst nach 45 Minuten zum Einsatz.

Wie berichtet hatte Rondic seine Leihe nach Polen im Winter abgebrochen, in der 2. Bundesliga sollte er wieder in Form kommen. Vielleicht ändert sich unter einem neuen Coach die Situation und die Form. Auch für die weiteren Kölner Leihspieler verlief das Wochenende nicht optimal, wenn auch bei weitem nicht so dramatisch wie für Alexander Ende. Jaka Potocnik feierte mit RWE einen 4:2-Erfolg über Aue, kam aber als später Einwechselspieler und hatte kaum noch Impact. Rasmus Carstensen kam mit Aarhus nicht über ein Unentschieden bie Sønderjyske hinaus. Der Rechtsverteidiger führt mit seinem Club die Tabelle aber weiterhin an. Mansour Ouro-Tagba scheiterte für die Zweitvertretung des VfB Stuttgart mit einem Elfmeter gegen den Keeper der TSG Hoffenheim II. Die Stuttgarter gewannen dennoch 1:0. Keine Einsätze gab es derweil für Elias Bakatukanda und Jusuf Gazibegovic.


Mit Premiere zur Auszeichnung – Ein Profi des 1. FC Köln wurde in die Elf des Spieltags gewählt

Said El Mala wurde zum dritten Mal in die Kicker Elf des Spieltags gewählt
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Mit Premiere zur Auszeichnung – Ein Profi des 1. FC Köln wurde in die Elf des Spieltags gewählt

Mit einem Zähler ist der FC am Samstag aus Hamburg heimgekehrt. In der Defensive hinterließen die Geißböcke einen starken Eindruck, in der Offensive überzeugte vor allem ein Spieler des 1. FC Köln: Ein FC-Profi nach 1:1 in der Kicker Elf des Spieltags.

Auch im sechsten Spiel in Serie sind die Geißböcke am Samstag sieglos geblieben. Das 1:1 beim HSV wurde dennoch als wichtiger Zähler ausgemacht. Dass die Kölner den Ausgleich erzielten, war auch einer Premiere geschuldet.

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Denn zum ersten Mal in dieser Spielzeit erzielte Said El Mala ein Tor mit dem Kopf. Und das auch noch nach einem Eckball, eine bisherige Offensivschwäche der Kölner. Zuvor hatte der FC erst einmal nach einer Ecke in der Liga getroffen, nun also das zweite Mal. „Ich hatte das Glück dahin zu laufen. Dass der Ball dann auf den Kopf fällt, umso schöner – da musste ich nicht mehr viel machen“, erklärte El Mala und verriet, dass der FC genau diese Art der Ecken einstudiert hatte. Mit Erfolg – die Kölner kamen so unmittelbar vor dem Seitenwechsel zum verdienten Ausgleich und El Mala zum Premieren-Tor. „Ich war selbst überrascht“, gestand der Torschütze.

Schon zehn Spieler in dieser Saison nominiert

Der Treffer hat auch einen positiven Nebeneffekt. Denn erneut ist El Mala in die Kicker Elf des Spieltags gewählt worden. Es ist bereits die dritte Nominierung des Kölner Youngsters in dieser Saison. Damit führt der 19-Jährige die Liste der Geißböcke nun alleine an. Insgesamt haben es bereits zehn FC-Profis in dieser Saison in die Auswahl des Kickers geschafft. Alessio Castro-Montes, Jakub Kaminski, Marvin Schwäbe, und Ragnar Ache wurden jeweils schon zwei Mal nominiert. Der Kölner Stürmer war nach seinem Traumtor gegen Hoffenheim der letzte FC-Profi, der ausgewählt wurde.

Jeweils einmal schafften es Tom Krauß, Jahmai Simpson-Pusey, Marius Bülter, Florian Kainz und Eric Martel in die Auswahl. Somit kommt der FC auf 16 Berufungen. Nur die Bayern, Hoffenheim, Stuttgart, Leverkusen, Dortmund und Leipzig stellten mehr Spieler. Im Abstiegsjahr kam der FC in der gesamten Saison auf 14 Nominierungen, Schwäbe erhielt vier, die meisten aller FC-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es in der 2. Bundesliga 31, davon bekam der Torhüter fünf, wieder der Bestwert. Erwartungsgemäß gehen in dieser Saison bislang die meisten Nominierungen an den FC Bayern München (45) und Harry Kane (10).

In dieser Saison bereits nominiert:

  • Said El Mala 3
  • Jakub Kaminski 2
  • Marvin Schwäbe 2
  • Alessio Castro-Montes 2
  • Ragnar Ache 2
  • Tom Krauß 1
  • Marius Bülter 1
  • Florian Kainz 1
  • Eric Martel 1
  • Jahmai Simpson-Pusey 1

Trotz Gegentor in Hamburg: Cenk Özkacar und Rav van den Berg überzeugen erneut

Rav van den Berg im Duell mit Damion Downs
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Trotz Gegentor in Hamburg: Cenk Özkacar und Rav van den Berg überzeugen erneut

Beim 1:1-Unentschieden in Hamburg am Samstagabend präsentierten sich die Rheinländer in der Offensive mit Ausnahme des Tores von Said El Mala zwar nur wenig torgefährlich, konnten sich aber bis auf einen Ausnahmemoment von Fabio Vieira auf ihre Defensive verlassen. Vor allem das Innenverteidiger-Duo bestehend aus Rav van den Berg und Cenk Özkacar deutete viel Potenzial an beim 1. FC Köln: Innenverteidiger-Duo überzeugt beim HSV.

Gerade aufgrund der Verletzungsmisere war die Kölner Innenverteidigung lange eine Baustelle der Geißböcke. Doch gegen den Hamburger SV erwies sich die Abwehrzentrale bis auf wenige Ausnahmen wieder einmal als sehr sicher. Trotz der vielen Verletzten scheint die Innenverteidigung beim FC zu stehen.

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Denn die Kölner agierten wie schon in der vergangenen Woche beim 1:2 gegen Borussia Dortmund auch in Hamburg wieder mit einer Viererkette, für den rot gesperrten Jahmai Simpson-Pusey rückte Cenk Özkacar an die Seite von Rav van den Berg. Zwar geriet die Mannschaft von Coach Lukas Kwasniok durch einen Geniestreich von Fabio Vieira zum dritten Mal in Folge in Rückstand, dennoch leisteten sich die beiden Neuzugänge in den defensiven Zentrale ansonsten wenig bis keine Fehler und könnten so auch gegen Gladbach Seite an Seite auflaufen.

Wenig gemeinsame Spielzeit, viel Stabilität

Gerade gegen die körperlich robusten Hamburger Angreifer bewiesen sowohl der Niederländer als auch der Türke immer wieder ein gutes Timing im Zweikampf und ein sauberes Stellungsspiel. Während van den Berg mit einer Zweikampfquote von 66 Prozent und einer Passquote von starken 97 Prozent überzeugte, erwies sich Nebenmann Özkacar mit 71 gespielten Pässen (die meisten alle Feldspieler der Partie) im Verbund mit Eric Martel im defensiven Mittelfeld immer wieder als Aufbauspieler und Impulsgeber auf dem Weg in die gegnerische Spielhälfte. Insgesamt wirkte die Abstimmung bei dem Duo, das in dieser Konstellation noch relativ wenig gemeinsame Spielzeit gesammelt hat, bereits erstaunlich stabil.

Lukas Kwasniok wechselte für seine Verhältnisse erstaunlich wenig, setzte auf die gleiche taktische und eine ähnliche personelle Formation. Vor allem den vielen Ausfällen geschuldet. Dennoch könnte es nun ein wenig mehr Kontinuität geben. Kristoffer Lund hat sich auf der linken Abwehrseite festgespielt und bestritt gegen den HSV seine fünfte Partie in Folge über die vollen 90 Minuten. Auf der anderen Seite lieferte auch Tom Krauß einmal mehr eine solide Leistung ab. Die durchaus beachtliche Leistung der Hintermannschaft dürfte den Konkurrenzkampf in den kommenden Wochen noch einmal befeuern. Nach und nach werden einige Verletzte wie Joel Schmied oder Alessio Castro-Montes dann aber zurückkehren, auch Jahmai Simpson-Pusey und Sebastian Sebulonsen müssen „nur“ noch das Derby pausieren.

Trotz der vielen Ausfälle kann sich Kwasniok dennoch aktuell auf eine gewisse Stabilität verlassen. Eine Stabilität, die es vor allem jetzt bei noch acht ausstehenden Spielen dringend braucht, um am Saisonende über dem Strich zu stehen und den Klassenerhalt zu erreichen.

Jeder Punkt ist zurzeit wichtig – Nicht, dass die liegen gelassenen am Ende den Unterschied machen

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Jeder Punkt ist zurzeit wichtig – Nicht, dass die liegen gelassenen am Ende den Unterschied machen

Mit dem 1:1-Remis gegen den Hamburger SV hat der FC einen Punkt hinzugewonnen – aber eben auch zwei liegen gelassen. Am Ende ist jeder Zähler entscheidend im Abstiegskampf – jeder. Gegebenenfalls auch die, die man in Duellen, in denen man eigentlich die bessere Mannschaft gewesen ist, nicht eingefahren hat. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln beim Hamburger SV.

Die Kölner wurden vor der Partie in der Hansestadt nicht müde, zu betonen, dass nun die Spiele kämen, in denen man punkten müsse. Das ist den Geißböcken beim HSV auch gelungen. Jedoch fuhr der FC nur einen statt möglich gewesenen drei Zähler ein – am Ende zu wenig?

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Nach dem doch biederen Unentschieden beim Hamburger SV suchte Kölns Trainer Lukas Kwasniok mal wieder Worte, die den FC-Fans gefallen sollten. „Fakt ist: Lieber spiele ich 1:1 in Hamburg und gewinne zu Hause gegen Gladbach, als umgekehrt“, sagte der Kölner Coach. Grundsätzlich würden das wohl die meisten Anhänger der Geißböcke unterschreiben. Grundsätzlich wären den Fans aber auch Siege gegen Gladbach und (!) Hamburg lieber gewesen. Denn sechs Punkte hören sich besser an als vier (von denen erst einer geholt wurde) – zumal die FC-Protagonisten nach der zugegeben schweren Phase gegen die Top-Teams nicht müde wurden zu betonen, dass es nun gegen die Mannschaften auf Augenhöhe um nichts anderes als Zähler gehe. Nach dem Remis gegen Hamburg stellt sich wieder einmal die Frage: Punkt gewonnen oder zwei verloren?

Jeder Punkt ist wichtig – auch die verpassten

Die Wörter der Kölner Akteure ließen darauf schießen, dass der Punkt zum einen verdient gewesen und zum anderen gegen eine Mannschaft wie Hamburg durchaus als Erfolg zu werten sei. Verdient ja, aber ein Erfolg? Natürlich ist Hamburg nicht irgendwer. Die Rothosen holten aus den fünf Spielen vor dem Aufsteiger-Duell zehn Zähler. Also genau so viele, wie der FC in den vergangenen 16. Während die Kölner in der Formtabelle Rang 16 eingenommen hatten, belegte der HSV Platz vier. Gerade gegen die direkte Konkurrenz waren die Hanseaten zudem gerne erfolgreich. Es ist also nicht gesagt, dass man im Grunde im Vorbeigehen die Punkte aus dem Volksparkstadion einsammelt. Einen Selbstläufer gibt es in der Bundesliga nicht – zumindest nicht für die Teams, die anders als Bayern München heißen.

Zudem haben die Kölner im achten Anlauf das erste Mal an einem Samstagabend gepunktet. Eine gewisse Zufriedenheit ist also durchaus verständlich. Ob sie aber deswegen auch angebracht ist, darf wiederum durchaus hinterfragt werden. Jeder Punkt ist im Abstiegskampf wichtig, so das allgemeine Credo der FC-Akteure in der Mixed Zone nach dem 1:1. Und das ist absolut richtig. Das schließt aber auch die Punkte ein, die man hat liegen lassen. Und man darf nur hoffen, dass diese am Ende nicht noch wichtiger sind. Auch mit der Einordnung, dass der FC am Samstag die bessere Mannschaft war, liegen die Kölner richtig. Nur hätten es gerade da doch drei Punkte sein können. Am Ende der Saison wird keiner mehr fragen, wer in den Spielen denn besser war oder wer den Sieg einen Hauch mehr verdient hätte.

Zehn Siege werden immer unwahrscheinlicher

Am Ende zählen die Punkte. Und zum wiederholten Male muss man sagen, dass die Kölner gegen einen vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe trotz Überlegenheit nicht gewonnen haben, zu wenig Punkte geholt haben. Elf Punkte in 17 Spielen, heißt elf Punkte in einer Halbserie. Es sind nur noch acht Spiele zu gehen. Zieht man die Begegnungen gegen Leverkusen, Frankfurt und Bayern ab, bleiben noch fünf Spiele gegen Teams auf Augenhöhe. Für Kwasnioks Mit-zehn-Siegen-zum-Klassenerhalt-Rechnung fehlen noch vier Siege. Schon allein statistisch wird die Umsetzung dieser Vorgabe immer unwahrscheinlicher. Und das unabhängig davon, wie gut die Leistungen gewesen sind. Nah dran, reicht auch gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte nicht, wenn die Siege ausbleiben.

Am Samstag bietet sich die nächste Chance. Selbst, wenn der FC die bessere Mannschaft ist, das Derby seine eigenen Gesetze hat, die Kölner dann auch alles gegeben haben, weniger als drei Punkte sind dann ganz sicher zu wenig,


Trotz Hegering-Comeback vor starker Kulisse: Frauen des 1. FC Köln verlieren Heimspiel gegen effiziente Bayern

Marina Hegering für den 1. FC Köln
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Trotz Hegering-Comeback vor starker Kulisse: Frauen des 1. FC Köln verlieren Heimspiel gegen effiziente Bayern

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich wie erhofft teuer verkauft, doch am Ende waren sie gegen den alten und mutmaßlich auch neuen Deutschen Meister machtlos: Die Frauen des 1. FC Köln verloren das Heimspiel gegen ein effizientes Bayern München mit 0:3 (0:3).

Ein Lichtblick im Heimspiel gegen die Bayern war das Comeback von Marina Hegering nach der Pause. In der zweiten Hälfte des Duells fingen sich die FC-Frauen keinen Gegentreffer mehr ein.

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Die Kölnerinnen kehrten mit vier Spielen in Folge ohne Sieg vor der Länderspielpause auf die Bundesliga-Bühne zurück. Diese Serie konnten sie wie befürchtet gegen den Branchen-Primus aus München nicht durchbrechen. Dennoch schlugen sich die Kölnerinnen achtbar, gaben auch trotz eines klaren 0:3-Rückstands zur Pause nicht auf. Nach vorne fehlte es aber an zündenden Ideen gegen einen starken Gegner.

Vorentscheidung vor der Pause

Beide Teams begegneten sich dabei in der ersten Viertelstunde auf Augenhöhe, was ein Verdienst des gastgebenden Außenseiters war. Die Kölnerinnen liefen den Gegner hoch an und setzten diesen so unter Druck. Bitter war daher die Entstehung des Rückstands zu diesem Zeitpunkt: Ein Münchener Befreiungsschlag landete bei Pernille Harder, die frei aufs Tor zulief, Irina Fuchs keine Chance ließ und zum 0:1 einschob (21.).

Und Harder legte noch einen Treffer nach, als sie im Strafraum an den Ball kam, Celina Degen aussteigen ließ und zum 0:2 einschoss (29.). Bitter für den FC: Arianna Caruso steckte die Kugel bei einem Konter durch zu Linda Dallmann, die zum 0:3 einnetzte (38.). Damit war die Partie schon zur Halbzeit vorentschieden.

Kölns Trainerin Britta Carlson brachte zur zweiten Hälfte ihre Kapitänin Marina Hegering – und zumindest in der zweiten Hälfte blieben die Kölnerinnen ohne Gegentor. Die Versuche, eigene Torchancen zu erspielen, versandeten jedoch angesichts der starken FCB-Defensive. Irina Fuchs verhinderte zweimal stark den vierten Gegentreffer (62.). Für die FC-Frauen geht es am kommenden Sonntag (16 Uhr) beim 1. FC Nürnberg weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Degen (46. Hegering), Bohnen, Agrez, Donhauser – Zawistowska (56. Imping), Vogt, Feiersinger – Bremer (57. Achcinska), Jessen (74. Elsen). Tore: 0:1/0:2 Harder (21./29.), 0:3 Dallmann (38.). Zuschauer: 4104.

Ordentliche Leistung, aber der 1. FC Köln lässt schon wieder Punkte liegen

Eric Martel vom 1. FC Köln im Duell mit dem HSV
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Ordentliche Leistung, aber der 1. FC Köln lässt schon wieder Punkte liegen

Der FC hat sich im Kampf um den Klassenerhalt gegen den HSV nicht mit einem Sieg belohnt. Trotz ordentlicher Leistung gelang es der Mannschaft von Lukas Kwasniok auswärts nicht, die drei Punkte aus Hamburg mitzunehmen. Vor allem die harmlose Offensive gibt acht Spiele vor Saisonende Grund zur Sorge. Der 1. FC Köln verpasst gegen den HSV einen Befreiungsschlag.

Es hätte für den 1. FC Köln ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt und ein echter Mutmacher für die kommenden Aufgaben werden können. Gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg zeigten die Geißböcke über weite Strecken eine engagierte und ordentliche Leistung, mussten sich am Ende jedoch „nur“ mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben. Ein Ergebnis, das sich für viele Kölner mit Blick auf den Spielverlauf eher nach zwei verlorenen Punkten anfühlen dürfte.

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In einer von Beginn an eher zähen Partie spielte sich in den ersten halben Stunde wenig ab. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend im Mittelfeld, ohne sich dabei wirklich gute Gelegenheiten herauszuspielen. Wie so oft in dieser Saison agierte der FC mindestens auf Augenhöhe, geriet nach einem Geniestreich von HSV-Spielmacher Fabio Vieira aber wieder einmal in Rückstand (39.) – zum dritten Mal in Folge. Die Mannschaft von Kwasniok suchte im Anschluss aber noch vor der Pause nach einer Antwort und fand sie schließlich nach einer sehenswert einstudierten Eckballvariante in Form von Offensiv-Juwel Said El Mala, der per Kopf für den Ausgleich sorgte (45.) Nach dem Seitenwechsel wurde es dann wieder zäher, viele Zweikämpfe zwischen den Strafräumen dominierten das Geschehen weitestgehend.

„Das ist schon ein Nackenschlag“

Die Rheinländer hatten zwar ein leichtes Übergewicht in Sachen Ballbesitz, konnten dies aber (bis auf einen Kopfball von Eric Martel in der Nachspielzeit) nicht mehr in gute Torchancen und somit den zweiten bzw. Siegtreffer ummünzen. Was am Ende bleibt, ist unterm Strich zwar immerhin ein Punkt – überwiegen dürfte aber die Enttäuschung über einen wieder einmal verpassten Dreier. Die Kölner warten nach dem Remis in Hamburg nunmehr seit sechs Partien auf einen Sieg und haben nach dem Wochenende und Spieltag 26 nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Der bittere Beigeschmack über die verpassten drei Punkte war auch Geschäftsführer Sport Thomas Kessler nach Abpfiff anzumerken: „Ich glaube wir hätten heute schon drei Punkte holen können. Wenn du natürlich mit der einzigen Chance, die der HSV hat, vielleicht mit Ausnahme jetzt kurz vor Schluss nochmal, ein Gegentor bekommst, dann ist es gut, dass wir in der ersten Halbzeit noch so reagiert haben. Das ist schon ein Nackenschlag für die Mannschaft.“

Ähnlich äußerte sich auch Coach Kwasniok über das Spiel. „Es fühlt sich irgendwie komisch an. Wir haben in der ersten Halbzeit eine Aktion zugelassen. Das macht Fabio Vieira natürlich dann auch überragend mit dem Lupfer. Es ist kein Spektakel gewesen, das war aber auch nicht zu erwarten, wenn der HSV gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga spielt. Zwei Aufsteiger, es geht um viel. Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft gewesen sind.“ Am Ende des Tages stellte aber auch er nüchtern fest: „Da kannst du dir nichts für kaufen, das ist schon klar. Aber es ist immer so ein Gefühl, dass es immer weitergeht und der Groschen wird dann irgendwann auch komplett fallen. Heute war das noch nicht der Fall. Wir können mit dem Punkt leben.“

Ab jetzt zählen nur noch Ergebnisse

Während die Leistung der Mannschaft in vielen Spielen in dieser Saison stimmen mag, die Punkteausbeute entspricht diesen Leistungen in erschreckend großer Regelmäßigkeit nicht. Mit jetzt 25 Punkten ist der Aufsteiger nach wie vor mittendrin im Abstiegskampf, dazu verbleiben nur noch acht Ligaspiele bis Saisonende. Nachdem in den letzten Spielen gegen den VfB Stuttgart, die TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund wohl nicht unbedingt mit Punkten zu rechnen war, hätte man gegen den HSV im direkten Aufeinandertreffen zweier Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen, ein echtes Ausrufezeichen setzen können. Der mögliche Hallo-Wach-Effekt blieb aus, mit dem Remis bleiben die Norddeutschen fünf Punkte voraus und haben zudem weiter das (um ein Tor) bessere Torverhältnis.

Grund zur Sorge macht zudem die weitestgehend harmlose Offensive der Kölner in Hamburg. Auch wenn El Mala mit seinem neunten Saisontor weiter Eigenwerbung betrieb, blieb Mittelstürmer Ragnar Ache diesmal beispielsweise meist blass. Aus dem Mittelfeld heraus fehlte es sowohl an kreativen Pässen ins letzte Drittel als auch an guten Schussversuchen aus der Distanz. Vor allem mit Blick auf das kommende Ligaspiel, nämlich das Derby gegen den direkten Tabellennachbarn Borussia Mönchengladbach, kommt diese Negativ-Entwicklung in Sachen Torgefahr zur Unzeit. Nach dem HSV-Spiel ist das Derby gegen den ungeliebten Rivalen ein immens wichtiges Spiel, sowohl aus Prestige- als auch aus tabellarischen Gründen. Mit einem Sieg könnte der FC ein großes Zeichen setzen und würde die „Fohlen“ auch in der Tabelle überholen. Für die Geißböcke ist spätestens nach dem verpassen Sieg in Hamburg klar:

Jetzt beginnt die sogenannte „Crunch-Time“. Es müssen dringend Punkte her, egal wie. Ob die Mannschaft dabei dann am Ende des Tages auch gute Leistungen abruft und seine Gegner spielerisch beherrscht, dürfte so ziemlich jedem FC-Anhänger egal sein. Denn soviel ist sicher, am Saisonende zählt nur eins: nämlich der Klassenerhalt.


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Remis trotz klarer Überlegenheit gegen den HSV- Punktgewinn oder verpasster Sieg?

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Remis trotz klarer Überlegenheit gegen den HSV- Punktgewinn oder verpasster Sieg?

Der FC nimmt beim Hamburger SV ein 1:1 mit. Doch wie gerecht ist das Ergebnis? Während HSV-Coach Merlin Polzin von einem leistungsgerechten Remis spricht, hadert FC-Trainer Lukas Kwasniok mit der Punkteteilung. 1. FC Köln: Punktgewinn oder verpasster Sieg?

Mit dem 1:1 in Hamburg haben die Kölner einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf gesammelt. Doch eigentlich wäre doch mehr drin gewesen, oder?

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Auf der Pressekonferenz nach dem zähen 1:1-Unentschieden wurde es zwischenzeitlich sogar ausgelassen. FC-Trainer Lukas Kwasniok forderte die anwesenden Medienvertreter etwa zu einem Applaus für seinen Kollegen Merlin Polzin auf. Für den HSV-Coach war das Spiel gegen die Domstädter das 50. als Cheftrainer der Rothosen. Dafür erhielt er auch die Anerkennung von Kwasniok. Neben Heiterkeit und Wertschätzung traten jedoch auch Unterschiede in der Bewertung der Partie zutage. Während Polzin von einem leistungsgerechten Unentschieden sprach, machte Kwasniok mit verzogener Mine deutlich, was er von dieser Einschätzung hielt. Aus Sicht des FC-Trainers sprach vieles für seine Mannschaft. Die Geißböcke waren in vielen Bereichen überlegen. Sie gaben doppelt so viele Torschüsse ab wie die Gastgeber, hatten mehr Ballbesitz, liefen mehr und zeigten eine höhere Intensität. Insgesamt schnürte Kwasnioks Elf ein Gesamtpaket, das den Punktgewinn für die Hamburger eher glücklich als leistungsgerecht erscheinen lässt.

Der FC beendete gegen Hamburg den „Topspiel-Fluch“

Der Punkt aus dem Duell mit dem HSV bedeutet zugleich, dass die Geißböcke im achten Anlauf erstmals in einem Topspiel am Samstagabend etwas Zählbares mitnehmen. „Für uns ist es so, dass wir am Samstagabend bislang noch nicht allzu häufig gepunktet haben. Deshalb nehmen wir den Punkt mit, auch wenn es sich insgesamt so angefühlt hat, als hätten wir einen Sieg mitnehmen können“, ordnete Kwasniok ein. Zudem steht nach der Niederlage des FC St. Pauli gegen Borussia Mönchengladbach am Freitag fest, dass der FC mit 25 Punkten in jedem Fall über dem Strich bleibt. Damit lässt sich das Unentschieden leichter verdauen. Zumal auch Kwasniok anerkennen musste, dass das Führungstor durch Hamburgs Fabio Silva eines der besonderen Sorte war. „Wir wollen aber nicht vermessen sein, vor allem, wenn der Gegner mit so einem sensationellen Tor in Führung geht. Wir mussten dann wieder hinterherlaufen, obwohl zu dem Zeitpunkt nichts auf einen Rückstand hingedeutet hatte. Jeder Punkt ist im Kampf um den Verbleib in der ersten Liga goldwert.“

Kwasniok: „Haben etwas gutzumachen“

Lange wird die Punkteteilung die Domstädter nicht verfolgen. Denn in der kommenden Woche empfangen sie Borussia Mönchengladbach zum Rheinderby in der RheinEnergieArena (Samstag, 15.30 Uhr, Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Und dann sei ein Sieg für seine Mannschaft nochmal ungleich wichtiger, meinte Kwasniok. “Fakt ist: Lieber spiele ich 1:1 in Hamburg und gewinne zu Hause gegen Gladbach, als umgekehrt. Das wird man höchstwahrscheinlich wieder als Ansage nehmen, aber das ist auch völlig in Ordnung. Wir haben etwas gutzumachen. Und wir wollen in unserem Wohnzimmer gewinnen. Damit wir die Fans und uns glücklich machen und die Ausgangssituation für die restlichen Wochen noch mal verbessern.” Am Samstag gegen Gladbach bekommt der FC die nächste Gelegenheit. Dann wollen die Kölner nicht nur überzeugen, sondern diesmal auch die drei Punkte behalten.


Der 1. FC Köln kann Ecken, Said El Mala kann Kopfballtor – „Ich war auch überrascht“

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Der 1. FC Köln kann Ecken, Said El Mala kann Kopfballtor – „Ich war auch überrascht“

Beim 1:1 in Hamburg haben die Kölner mal wieder an einer der Schwachstellen gearbeitet und das erfolgreich. Der 1. FC Köln trifft mal wieder nach einer Ecke. Zudem erzielte Said El Mala sein erstes Kopfballtor.

Die Torgefahr hielt sich bei den Kölnern nach Standards in dieser Saison in Grenzen. Vor allem bei Ecken strahlte der FC nur selten Gefahr aus. Am Samstagabend gab es mal wieder einen Treffer nach einer Hereingabe. Und das mit einem Kopfball eines Torschützen, der sonst eher durch seine Schüsse auffällt: Said El Mala.

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Nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende wurde es dann wieder zum Thema: Die Standardschwäche der Kölner. Serhou Guirassy hatte nach einer Ecke auf den zweiten Ball gelauert und die Kugel dann tatsächlich gegen die unkonzentrierte Kölner Defensive über die Linie geschoben. 15 Gegentore haben sich die Geißböcke bereits nach ruhenden Bällen gefangen – absoluter Liga-„Bestwert“. Dabei hatte der FC in der Rückrunde die Schwäche lange in den Griff bekommen, 2026 bis zum BVB-Spiel nur ein Gegentor nach einer Standardsituation kassiert. Und auch nach dem HSV-Spiel ist die Statistik für dieses Jahr bislang eine recht ordentliche – trotz des Guirassy-Treffers. Auch, weil die Kölner wenige Minuten vor Schluss Glück hatten, dass Daniel Elfadli das Tor nach einer Ecke nur ganz knapp verpasste.

„Wir haben das trainiert“

Die Standardschwäche scheint dennoch nicht mehr die größte Baustelle – zumindest in der Defensive. In der Offensive hapert es beim FC nach wie vor nach dem ruhenden Ball. Erst drei Treffer hatten die Kölner nach Standards bis zum Duell am Samstagabend erzielt, davon einen nach einer Ecke. Diese Bilanz hat der FC verdoppelt. Denn gegen die Rothosen klingelte es mal wieder nach einer Hereingabe von der Grundlinie. Die wurde von Rav van den Berg verlängert, am langen Pfosten lauerte Said El Mala und vollendete zum verdienten Ausgleich. Zuvor hatte Fabio Vieira mit einem Lupfer die Hamburger in Führung gebracht. Schon zuvor hatten die Kölner so ziemlich jegliche Variante ausprobiert. Mal die kurze Ecke, die dann mit einer eher schwachen Hereingabe verpuffte, mal eine Ecke zum, mal weg vom Tor. Die ganz große Gefahr strahlten die Geißböcke aber nicht aus.

Eben bis zum verdienten 1:1 kurz vor dem Seitenwechsel. Der Treffer bedeutete gleichzeitig aber auch zwei Premieren. Denn für den HSV war es das erste Gegentor nach einer Ecke. Die Rothosen waren noch das letzte Team, bei dem die „Null“ stand. Nun trafen die Geißböcke. „Wir hatten da eine Thematik und haben dann leider handeln müssen – auch personell“, so Kwasniok. „Es ist einfach so, dass die Überzeugung da ist, dass man sich da verbessern kann. Wir haben ein Tor gemacht nach einem Standard. Wir hatten auch acht Ecken und sind keine Kopfball-Ungeheuer.“ So traf Said El Mala zum ersten Mal im Trikot der Geißböcke mit dem Kopf ins gegnerische Tor. „Wir haben das trainiert, weil wir wussten, dass die Hamburger am zweiten Pfosten nicht so stark verteidigen“, sagte Said El Mala. „Ich hatte das Glück dahin zu laufen. Dass der Ball dann auf den Kopf fällt, umso schöner – da musste ich nicht mehr viel machen.“

Der Kölner Youngster kommt mittlerweile auf neun Tore. Als Kopfball-Ungeheuer ist der 19-Jährige wahrlich nicht bekannt. „Ich war auch ein wenig überrascht, aber ich musste nicht viel machen.“