Kritische Phase? Der 1. FC Köln startet ins letzte Saisondrittel

FC-Spieler jubeln nach einem Tor
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Kritische Phase? Der 1. FC Köln startet ins letzte Saisondrittel

Der 1. FC Köln steht vor dem letzten Saisondrittel mitten im Abstiegskampf. Jeder Punkt zählt, um den Klassenerhalt zu sichern. Das Programm ist dabei alles andere als leicht. 1. FC Köln: Zittern die Geißböcke bis zum Schluss?

Für die Geißböcke ist die Partie gegen die TSG Hoffenheim am kommenden Samstag der Auftakt ins letzte Saisondrittel. Gegen die Kraichgauer will man positiv in die heiße Saisonphase starten.

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Der 23. Spieltag markiert den Beginn des letzten Saisondrittels. Erfahrungsgemäß hält dieser Abschnitt Chancen und Fallstricke bereit. Nach 22 absolvierten Partien rangieren die Domstädter auf Platz zwölf, haben Anschluss nach oben wie nach unten. Der Club befindet sich damit in einem Schwebezustand zwischen Hoffen und Bangen und die kommenden Wochen werden Klarheit bringen, ob der FC sein großes Saisonziel, den Klassenerhalt, erreichen kann oder ob die Rheinländer die Fahrstuhlfahrt ins Unterhaus antreten müssen. Unabhängig vom enormen Druck, der vor diesem Hintergrund auf FC-Coach Lukas Kwasniok lastet, blickt dieser mit Vorfreude auf die entscheidende Phase der Spielzeit. „Ich finde, das ist das schönste Drittel der Saison. Da geht es ans Eingemachte und viele bekannte Namen erleben das letzte Drittel gar nicht erst […]”, schwärmte Kwasniok auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Kwasniok: „Dann haben wir einen guten Job gemacht“

Helle Vorfreude also trotz der Niederlagen aus den vergangenen zwei Spieltagen. Trotz überzeugender Auftritte gegen RB Leipzig und den VfB Stuttgart manövrierte sich die Mannschaft vor dem Start ins letzte Drittel der Spielzeit in unruhiges Fahrwasser, verlor erst bitter mit kräftiger Mithilfe des VAR gegen Leipzig und hielten auch gegen Stuttgart lange dagegen. Gegen beide Kontrahenten stand am Ende jedoch jeweils nichts Zählbares zu Buche, weshalb der kommende Spieltag eine kritische Standortbestimmung für das letzte Drittel darstellt. Für das anschließende Programm hatte Kwasniok am Donnerstag eine Kalkulation parat: „Mir war schon vor Beginn der Saison klar, dass die Aufgabe keine leichte sein wird. Ich habe mich darauf eingestellt, dass es bis zum 34. Spieltag dauern kann. Um ehrlich zu sein, war mein Ziel, das Ziel Klassenerhalt nach 33 Spielen zu erreichen. Dann haben wir einen guten Job gemacht.“

Gegen die Großen für Überraschungen sorgen

Die Geißböcke gehen unter Hochspannung ins letzte Saisondrittel. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt lediglich vier Punkte und das anstehende Programm hat es in sich. Neben direkten Konkurrenten im Abstiegskampf warten auch mehrere Topvereine, die sich für die Champions League qualifizieren wollen. Nach dem Duell am Samstag mit den Sinsheimern stehen unter anderem Spiele gegen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund an. Große Namen kommen FC-Coach Kwasniok sogar gelegen, wie er am Donnerstag erklärte: „Wenn Mannschaften oben auch etwas zu verlieren haben, ist deren Druckkonstellation eine andere, als wenn sie am 25. Spieltag völlig frei aufspielen können. Und deswegen glaube ich, dass Überraschungen zunehmen werden. Also, dass kleinere Teams, die eher unten stehen und mit dem Rücken zur Wand sind, gegen Mannschaften, die etwas zu verlieren haben, eher für eine Überraschung sorgen können.”

Das Ass im Ärmel: Co-Trainer Frank Kaspari

Sicher ist: Der Weg für die Geißböcke, um in der ersten Liga zu bleiben, ist noch lang. Ob der Verein den Klassenerhalt tatsächlich schafft, ist derzeit offen. Für den Endspurt braucht es Nerven aus Stahl. Und hier hat man am Geißbockheim für die kommenden turbulenten Wochen laut Kwasniok ein Ass im Ärmel: „Ich habe einen Co-Trainer an meiner Seite, der schon einiges erlebt hat.“ Gemeint ist Frank Kaspari. Die sind, glaube ich, irgendwann mit Hoffenheim nach Dortmund gefahren, am 34. Spieltag. Die waren ja schon abgestiegen. Aber am Ende haben sie in Dortmund gewonnen, damit hat gar keiner gerechnet. Und so etwas passiert im letzten Drittel natürlich öfter. Deswegen ist Frank ein gutes Omen für die letzten elf plus eins Spiele.” Ob den Kölnern der Auftakt ins letzte Saisondrittel gegen Hoffenheim gelingt, wird sich am Samstag zeigen. Klar ist nur: Die heiße Phase hat begonnen.


Gründe für Eric Martels Formsuche? „Das beschäftigt dich dann schon“

Eric Martel im Spiel des 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05
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Gründe für Eric Martels Formsuche? „Das beschäftigt dich dann schon“

Noch zu Saisonbeginn erklärte Lukas Kwasniok den Sechser als gesetzt, unumstritten. Die Situation hat sich grundlegend geändert. Der Mittelfeldspieler ist auf der Suche nach der Form beim 1. FC Köln: Beschäftigt Eric Martel die Vertragssituation?

Eine Stamm-Startelf habe er nicht, hatte Lukas Kwasniok zu Saisonbeginn erklärt. Allerdings eine Achse, die zum festen Personal gehöre. Als Spieler nannte der Trainer Timo Hübers und Eric Martel. Doch Martel ist längst nicht mehr so unumstritten. Und nicht wenige Fans wollen eine Erklärung in der ungeklärten Vertragssituation sehen.

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Der einst als „Mr. Unverzichtbar“ geadelte Eric Martel hat beim 1. FC Köln seinem Namen zuletzt nicht mehr so wirklich Ehre gemacht. Denn der 23-Jährige lieferte in den vergangenen Wochen nicht mehr wie gewohnt ab, erfüllte die Rolle des Leaders nicht wie zuvor. Und natürlich gibt es seitdem Spekulationen, ob der Leistungsabfall des Kölner Sechsers mit der noch offenen Vertragssituation zusammenhänge. Martel wirkte oft fahrig und unkonzentriert, agierte nicht immer sattelfest. So war er unter anderem an zwei der Gegentore im Duell gegen den VfB Stuttgart mit in der Verlosung.

„Was Profifußballer am meisten umtreibt…“

Und auch FC-Trainer Lukas Kwasniok räumte am Donnerstag auf der Pressekonferenz zu diesem Thema ein, dass Profifußballer immer eins beschäftige. „Das ist nicht nur der aktuelle Stand um einen herum, sondern eben auch die Zukunft. Das ist der große Unterschied zu vielen Arbeitnehmern“, so der Coach. Denn der Profifußball ist schnelllebig und oft erbarmungslos. Die Grundsicherheit, die man als Angestellter habe, gebe es nicht, betonte Kwasniok. Ganz natürlich also, dass nicht nur die guten oder eben nicht so guten erbrachten Leistungen in den Köpfen der Spieler kreisen. “Was Fußballer, da habe ich mal ein Interview zu gelesen, Profisportler und Profifußballer am meisten umtreibt, ist neben dem nächsten Spiel tatsächlich auch die Gedankenwelt um die eigene Zukunft. Nicht, weil du Existenzängste hast, sondern weil du darüber nachdenkst, welcher Step der richtige ist“, so Kwasniok.

„Das beschäftigt dich dann ein wenig“

Und so liegt es in der Natur der Sache, dass ein eben nicht so freier Kopf sich auch auf die Leistungen auswirken kann. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. „Ich glaube, dass diese Gedanken grundsätzlich dazu führen, gerade wenn du ein sehr strukturiert und organisiert denkender Mensch bist, so wie der Eric und auf der Sechs sehr viel Struktur und Organisation um dich herum ist, dann ist das was ganz anderes als bei einem Zehner, der sich recht wenig Gedanken über den morgigen Tag macht“, erklärte der Trainer. „Das beschäftigt dich dann ein wenig, das ist nicht von der Hand zu weisen.“ Nach wie vor ist die Zukunft des ehemaligen Kapitäns der U21-Nationalmannschaft nicht geklärt. Martel hatte sich Bedenkzeit bis zum Ende des Transferfensters erbeten. Dem Vernehmen nach sollen aktuell Gespräche stattfinden.

Fakt ist, die Verhandlungsposition hat sich komplett verändert. Martel liefert nicht mehr so wie zu Saisonbeginn, ist nicht mehr unumstritten. Interessenten werden aktuell nicht Schlange stehen, im Frühling für einen ablösefreien Sechser sicherlich anklopfen. Der FC hat sich im Winter bereits nach Alternativen umgeschaut. Für Martel hat Kwasniok noch einen Rat parat: „Da hilft nur eins: Weiterhin den gleichen Einsatz und das gleiche Engagement an den Tag zu legen. Das tut Eric und solange ich das Gefühl habe, werde ich ihn auch nach wie vor einsetzen und auch schützen, wenn es nötig sein sollte.“


Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzten und dem Co-Trainer-Aus „In erster Linie tut es mir leid“

Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz des 1. FC Köln
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Das sagt Lukas Kwasniok zu den Verletzten und dem Co-Trainer-Aus „In erster Linie tut es mir leid“

Für die Geißböcke steht am Wochenende das schwere Spiel gegen Hoffenheim am. Am Donnerstag gab es die obligatorische Pressekonferenz beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok spricht über das Co-Trainer-Aus, die Personalie Said El Mala und den Verletztenstand.

Für die Geißböcke steht am 23. Spieltag das Heimspiel gegen Hoffenheim auf dem Programm. Zuvor gab es die Spieltags-Pressekonferenz beim FC.

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Vor einigen Wochen musste Lukas Kwasniok noch puzzeln, um eine Hintermannschaft für die Begegnungen der Geißböcke zu finden. Nun hat der Kölner Coach zu viele Steinchen, die er in ein Gesamtbild für die Partie gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker bei come-on-fc.com). Denn nach und nach kehren die zuletzt angeschlagenen Defensivspieler zurück. Zuletzt eben Jahmai Simpson-Pusey. Und der Engländer, der zu Beginn des Jahres direkt zu überzeugen wusste, könnte tatsächlich eine Alternative werden – zumindest in Teilen. „Ich habe mit Jahmai gerade noch gesprochen. Er ist eine Kader-Option, aber keine Startelf-Option“, so Kwasniok auf der Pressekonferenz am Donnerstag. „Er hat diese Woche an jeder Einheit teilgenommen, allerdings gesteuert.“

„Wir begleiten ihn dabei“

Der 20-Jährige ist nicht der einzige Innenverteidiger, der wieder zur Verfügung steht. „Heintzi hat alles mitgemacht, er ist damit auch eine Option.“ Keine Probleme gibt es bei Youssoupha Niang, der leichte muskuläre Probleme hatte. Ob die Youngsters aber eine Möglichkeit bei den Profis bekommen, ließ der Coach offen. Es geht um das Abwägen zwischen Einsatzzeit beim Nachwuchs und den Erfahrungen bei den Profis. In Geduld müssen sich weiterhin zwei Spieler üben, die zum Jahresbeginn ebenfalls überzeugten. „Linton und Monti, da dauert es noch ein wenig. Linton ist schon wieder auf dem Platz herumgeturnt“, so der Trainer weiter. „Da kann ich noch nicht absehen, wann sie zurückkommen werden. Am Wochenende jedenfalls noch nicht.“

Auch zu Said El Mala äußerte sich der Coach. „Es ist nun mal so, unabhängig davon, ob er anfängt oder nicht. Wir wissen, dass wir mit Said einen sehr talentierten Spieler haben. Unser Auftrag ist es, auf der einen Seite Spiele zu gewinnen und auf der anderen Seite ihn bei seiner Entwicklung zu begleiten, besser zu werden“, so Kwasniok. „Ich glaube, dass wir das ist in den vergangenen Monaten nicht so schlecht hinbekommen haben. Unabhängig ob er beginnt oder später kommt, wird es schwerer für ihn. Der Gegner stellt sich vielmehr auf ihn ein. Das wird für ihn der nächste Step sein. Und wir begleiten ihn dabei.“ Ob der 19-Jährige beginnt, ließ Kwasniok offen.

„Ich schätze Hannes sehr“

Der Kölner Coach äußerte sich auch zu der Personalie Hannes Dold. „In erster Linie tut es mir menschlich sehr sehr leid. Ich schätze Hannes sehr“, sagte der Coach. „Wir sind aber trotzdem im Profifußball und wir haben dem Hannes als langjährigen Analysten die Möglichkeit gegeben, das Trainerteam zu erweitern.“ Dold sollte dabei den Fokus auf die Standardsituationen richten. „Er hat sich der Aufgabe total verschrieben. Er war unheimlich fleißig. Und trotzdem ist es dann manchmal so, dass Dinge einfach nicht mehr so funktionieren. Der Glaube geht dann verloren. Wenn man den Glauben in den Trainer verliert, dann muss man sich als Verantwortlicher auch mal von jemandem trennen.“ Gemeinsam habe man dann die Entscheidung getroffen.

Schon in den vergangenen Wochen war Dold nicht immer mit von der Partie. Der bisherige Co-Trainer ist jüngst Vater geworden. „Das ist schon in den vergangenen Wochen intern aufgefangen worden. Ich hatte schon das Gefühl, dass wir mehr Klarheit in den ganzen Angelegenheit hatten. In der Rückserie haben wir noch kein Standardgegentor nach einem Eckball kassiert. Man sieht, man kann sich entwickeln. Das heißt noch lange nicht, dass alles perfekt ist“, sagte der Trainer. Wie es für Dold weitergeht, ist offen.

Frauen des 1. FC Köln: Britta Carlson blickt kritisch zurück und optimistisch auf Union Berlin

Britta Carlson, Frauen-Trainerin des 1. FC Köln
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Frauen des 1. FC Köln: Britta Carlson blickt kritisch zurück und optimistisch auf Union Berlin

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln durchleben zum Start ins neue Jahr eine kleine Ergebnis-Krise: Die knappe Derby-Niederlage in Leverkusen war bereits das dritte Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg. Die Frauen des 1. FC Köln treffen nun am Freitagabend auf Union Berlin.

Vor dem Duell gegen Union Berlin war die Stimmung bei den Frauen der Kölner nicht ganz so gut. FC-Trainerin Britta Carlson war zumindest mit der zweiten Hälfte in Leverkusen halbwegs zufrieden, haderte aber mit dem Auftritt vor der Pause.

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Es hätte ein rauschender Fastelovend werden können für die Fußballerinnen des 1. FC Köln. Die FC-Frauen wären mit einem Sieg in Leverkusen in der Tabelle am großen Rivalen vom Rhein vorbeigezogen – und das drei Tage vor Rosenmontag. Doch es kam anders. Die Kölnerinnen verloren das Duell im Ulrich-Haberland-Stadion – am Ende insbesondere aufgrund des schwachen Auftritts vor der Pause auch verdient. In der zweiten Hälfte hätten die Gastgeberinnen mit dem dritten Tor auch bereits für die Entscheidung sorgen können – ehe den Kölnerinnen doch noch der Anschlusstreffer gelang und es eine spannende Schlussphase wurde.

Ein Ausgleich wäre „durchaus verdient gewesen“

„Ich finde, dass wir in der zweiten Halbzeit genau das Derby angenommen haben, wie wir es eigentlich ab der ersten Halbzeit schon machen wollten“, konstatierte Kölns Trainerin Britta Carlson, „und ich denke, dass da auch ein Ausgleich durchaus verdient gewesen wäre.“ Carlson legte den Finger in die Wunde: „Uns hat einfach am Anfang wirklich das gefehlt, was es braucht für so ein Spiel, das Derby anzunehmen, die ersten und zweiten Bälle zu gewinnen.“

Trainerin Carlson arbeitete in ihrer Analyse aber trotz der Kritik immerhin auch die stabile Defensiv-Leistung heraus: „Wir haben nicht so viel zugelassen in der ersten Halbzeit. Das waren eher individuelle Fehler. Es ist nicht so, dass Leverkusen uns an die Wand gespielt hätte.“ Eine Erklärung, warum es ihrer Mannschaft am Anfang noch am nötigen Fokus fehlte, hatte Carlson direkt nach dem Schlusspfiff nicht: „Wenn das so einfach wäre, dann hätten wir es ja schon drehen können innerhalb der Halbzeit. Es ist nicht einfach, hier zu spielen. Leverkusen wollte es einfach mehr in der ersten Hälfte. Ich habe sie selten so feurig gesehen und mit so viel Energie. Wir haben uns einfach zu sehr versteckt und nicht genug dagegen gehalten.“

“Ich bin kein Mensch, der rumschreit“

Letztlich habe es die Halbzeit-Ansprache gebraucht „um dann reinzukommen und eine andere Körpersprache zu zeigen“. Dabei, das verriet die Trainerin, sei sie in der Kabine jedoch nicht laut geworden: „Ich bin kein Mensch, der rumschreit. Ich versuche die Spielerinnen auch ein bisschen bei der Ehre zu packen.“ Die Derby-Niederlage war das dritte Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg, womit die Europapokal-Träume geplatzt sein dürften – zumindest für diese Saison. Diesen Gedanken schob Carlson jedoch beiseite: „Die Medien haben uns immer dazu gebracht, über die Champions League zu sprechen. Wir sind da aber sehr realistisch. Ich habe immer einen einstelligen Tabellenplatz betont, davon bin ich auch nicht abgewichen, weil ich weiß, was uns in gewissen Momenten noch fehlt.“

Nun geht es am Freitagabend gegen Union Berlin weiter. Und das an der Alten Försterei. Ein besonderes Erlebnis für die Kölner Fußballerinnen. „Wir freuen uns darauf, bei Union zu spielen, in einem tollen Stadion vor vielen Fans – das hat richtig Fußballatmosphäre“; sagte Carlson bei fc.de. „Union hat einen sehr guten Kader und sie haben sich im Winter noch einmal verstärkt. Der Schritt von der zweiten in die erste Liga dauert eine Zeit.“ Die Kölner Trainerin weiß um die Schwere der Aufgabe. „Union ist eine Mannschaft, die vieles spielerisch lösen möchte und ein gutes Offensivtempo hat, besonders in der ersten Reihe“, so Carlson. „Im Hinspiel hat man gesehen, dass wir einen Schritt weiter waren als Union in der damaligen Phase und verdient gewonnen haben. Auch wenn es eine schwere Aufgabe wird, wollen wir dieses Mal gegen Union wieder drei Punkte holen. “


1. FC Köln empfängt die TSG: Gegen den Angstgegner, die Bilanz und viele Widerstände

Auf den FC wartet gegen Hoffenheim eine schwere Aufgabe
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1. FC Köln empfängt die TSG: Gegen den Angstgegner, die Bilanz und viele Widerstände

Seit elf Jahren wartet der FC mittlerweile auf einen Dreier im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Vor allem Andrej Kramaric trifft besonders gerne gegen die Geißböcke. Der 1. FC Köln muss Angstgegner und der Bilanz trotzen.

Nach zwei Niederlagen in Serie wollen die Kölner gerne wieder in die Erfolgsspur finden. Doch die Aufgabe ist keine leichte. Denn mit der TSG kommt ein echter Angstgegner nach Köln. Seit elf Jahren gab es keinen Heimsieg mehr gegen das Team aus dem Kraichgau. Und sehr oft war ein Angreifer an den TSG-Erfolgen beteiligt.

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Für Andrej Kramaric steht am Samstagnachmittag eine besondere Begegnung auf dem Programm. Der Kroate bestreitet in Köln – wenn er denn erwartungsgemäß zum Einsatz kommt – sein 350. Pflichtspiel. Und bei den 350. Pflichtspielen haben sich wohl schon einige Lieblingsgegner über die Jahre herauskristallisiert. So auch der FC. Sieben Mal traf der Stürmer gegen die Geißböcke, vier weitere Tore bereitete Kramaric gegen Köln vor. Im Sommer 2020 erzielte der Kroate einen Hattrick in Köln. Und auch beim letzten Heimspiel der Geißböcke gegen die Mannschaft aus dem Kraichgau war Kramaric wieder zur Stelle – nach 50 Sekunden. Der Angreifer ist so etwas wie der Erfolgsgarant gegen den FC. Der Erfolgsgarant und die Symbolfigur für einen echten FC-Angstgegner.

Gegen die zweitbeste Rückrundenmannschaft

Seit elf Jahren hat Köln kein Heimspiel mehr gegen Hoffenheim gewonnen. 2015 setzte sich der FC knapp durch, ein Tor der TSG erzielte damals Anthony Modeste. Auf den 3:2-Erfolg im April folgten fünf Niederlagen und drei Unentschieden in Müngersdorf. Bei keinem anderen Bundesligisten gewann die TSG insgesamt häufiger. Und da in den vergangenen sechs Begegnungen dann auch immer die Auswärtsmannschaft gewann, geht es für den FC darum, gleich gegen mehrere Gesetzmäßigkeiten zu bestehen. Zumal sich die Sinsheimer bekanntlich auch in ungewohnter Topform befinden. 45 Zähler sammelte Hoffenheim im bisherigen Saisonverlauf – Vereinsrekord. Im Jahr 2026 sammelte die Mannschaft von Christian Ilzer zudem 18 von möglichen 21 Punkten ein, ist hinter dem BVB das zweitbeste Rückrunden-Team.

In der Trainingsmethodik ist das Thema „Angstgegner“ ein untergeordnetes. Zumindest für die Mannschaft, die eher selten gewinnt. Viele sportpsychologische Experten vertreten tatsächlich die Meinung, wer mit Angst in ein Spiel geht, wird in vielen Fällen auch kein Erfolgserlebnis einfahren. Rein nach der Bilanz droht den Kölnern möglicherweise die dritte Niederlage in Folge. Doch mit der Bilanz ist das bekanntlich so eine Sache. Denn auch diese Serien sind nur so lange relevant bis sie reißen. Denn vor dem 3:1-Erfolg der Geißböcke bei der TSG im April 2023 hatte Köln seit 2014 nicht mehr im Kraichgau gewonnen. Es folgten in der Liga 13 sieglose Spiele. Seitdem hat der FC bei der TSG nicht mehr verloren. Das Hinspiel endete bekanntlich 1:0 für den FC. Andrej Kramaric spielte da so gut wie keine Rolle. Dafür Torschütze Said El Mala. Ein guter Zeitpunkt, dass der Kölner Offensivspieler einen Lieblingsgegner findet.


Der Druck steigt wieder: Der 1. FC Köln kämpft gegen mehrere Baustellen an

Lukas Kwasniok beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV
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Der Druck steigt wieder: Der 1. FC Köln kämpft gegen mehrere Baustellen an

Am Samstagnachmittag steht für den FC das Duell gegen die TSG Hoffenheim an. Und das wird nicht nur aufgrund der Tabellensituation eine schwere Aufgabe. Denn der 1. FC Köln muss gleich mehrere Baustellen angehen.

Die Standardschwäche oder das Problem der schnellen Gegentore nach einem erzielten Ausgleich sind nur zwei der Themen, an denen die Kölner arbeiten müssen, wenn die Geißböcke weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren wollen.

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Mit den Erfolgen über den 1. FSV Mainz und den VfL Wolfsburg hat sich der FC zu Beginn des Jahres ein wenig Luft verschafft. Der Druck, der um Neujahr rund um das Geißbockheim durchaus spürbar war, hatte zumindest merklich nachgelassen. Zwar zeigten die Kölner zuletzt gegen RB Leipzig und den VfB Stuttgart ordentliche Leistungen, am Ende reichte das aber nicht für Punkte. Auch, wenn die gegen die Top-Teams nicht zu erwarten waren, ziehen so langsam wieder dunklere Wolken auf. Und am Wochenende trifft der FC auf einen weiteren Top-Gegner – zumindest tabellarisch. Die TSG Hoffenheim spielt eine beeindruckende Saison, belegt Rang drei und gerade auch aufgrund der jüngeren Vergangenheit käme eine weitere Pleite überraschend.

Unruhe um El Mala – aber nicht aufgrund von Wechselgerüchten

Eine dritte Niederlage in Folge gab es in dieser Spielzeit noch nicht, zuletzt im Herbst 2023, als der FC sogar vier Pleiten in Serie kassierte. Und eine weitere Niederlage könnte schmerzhaft sein. Denn am Wochenende gibt es gleich drei direkte Duelle der Konkurrenten. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz könnte bis auf einen Zähler schrumpfen. Und bei den Kölnern gibt es gleich mehrere Baustellen, die zu kitten sind. Gegen die eklatante Schwäche beim ruhenden Ball sind die FC-Verantwortlichen offenbar gezielt vorgegangen. Hannes Dold wurde von den Aufgaben des Standardtrainers entbunden, der Co-Trainer soll eine andere Funktion im Verein übernehmen. Noch ist nicht klar, wer für die Standards in Zukunft verantwortlich sein wird.

Für zusätzliche Unruhe sorgt zumindest von Außen die Diskussion um Said El Mala. Der Offensivspieler ist weiterhin heiß umworben. Angeblich soll Brighton & Hove Albion das nächste Angebot vorbereiten, es gibt weitere Interessenten aus dem In- und Ausland. Die Unruhe liegt aber eher an der Rolle, die El Mala gerade beim FC bekleidet. In den Sozialen Medien wünschen sich die Fans mehr Einsatzzeit des Youngsters. Tatsächlich performt der Highlight-Spieler zurzeit aber auch nicht wie zu Beginn der Saison. Damals war der 19-Jährige gefühlt an jedem Treffer beteiligt, nun aber wartet der Offensivspieler seit sechs Begegnungen auf eine Torbeteiligung. Ähnlich geht es auch Jakub Kaminski. Der Pole erzielte seinen letzten Treffer im November. Allerdings ist Kaminski aktuell eher ein Opfer des System, die Leistung generell stimmt.

Eine Konzentrationsfrage?

Möglicherweise fehlt dem ein oder anderen Spieler aktuell auch ein wenig der richtige Fokus. Immerhin kassierten die Kölner in den vergangenen beiden Spielen unmittelbar nach dem Ausgleich jeweils einen weiteren Gegentreffer, brachten sich viel zu schnell um den Lohn. Und die Begründungen der Spieler hören sich ähnlich an. „Wir müssen daran arbeiten, dass wenn wir ein Tor machen, dass wir nicht direkt eins bekommen, sondern uns dann auch cleverer anstellen“, sagte Marius Bülter. „Wir müssen da schon mehr Aufmerksamkeit hinbekommen und die Konzentration extrem hochfahren.“ Am Samstag nach der Niederlage gegen Stuttgart hörte sich das bei Ragnar Ache ähnlich an. „Vielleicht fehlt uns das letzte bisschen Konzentration, wenn wir das 1:1 oder ein Tor machen, dann ist es wichtig, konzentriert zu bleiben“, sagte der Stürmer

Immerhin darf die Verletzungsmisere in der Hintermannschaft beim FC kein großes Thema mehr sein. Mit Jahmai Simpson-Pusey kehrt nun auch der fünfte gelernte Innenverteidiger zurück. Lukas Kwasniok kann in der Defensive also nahezu aus dem Vollen schöpfen. Auch Alessio Castro-Montes hat wieder mit dem Lauftraining begonnen. Gerade die Rotation in der Defensive ist für viele Fans ebenfalls ein Problem.


Kommt es zum Wiedersehen für Tim Lemperle und den 1. FC Köln? „Hoffentlich nicht!“

Tim Lemperle wechselte im Sommer vom 1. FC Köln zur TSG Hoffenheim
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Kommt es zum Wiedersehen für Tim Lemperle und den 1. FC Köln? „Hoffentlich nicht!“

Tim Lemperle kehrt am Samstag möglicherweise zum 1. FC Köln zurück. Der Stürmer der TSG Hoffenheim ist zurzeit noch angeschlagen. Über das Wiedersehen werden sich sicherlich nicht alle FC-Fans freuen.

Sollte Tim Lemperle rechtzeitig fit werden, kehrt der Stürmer erstmals seit seinem Wechsel wieder als Spieler zum 1. FC Köln zurück.

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Noch ist nicht gesagt, ob es am Samstag überhaupt zum großen Wiedersehen kommen wird. Tim Lemperle hat sich vor einigen Wochen eine Innenbandverletzung im Sprunggelenk zugezogen – ein Einsatz gegen den FC ist aktuell offen. Während TSG-Coach Christian Ilzer guter Dinge ist, „dass es fürs Köln-Spiel reicht“, hat Marius Bülter ein andere Meinung: „Ich weiß nicht, ob er fit wird. Hoffentlich nicht“, so der Stürmer am Mittwoch nach dem Training. Dass Bülter auf einen Ausfall des Angreifers hofft, kommt nicht von ungefähr. Lemperle ist einer der Erfolgsgaranten bei den Sinsheimern. Der 24-Jährige hat in dieser Spielzeit bereits sechs Tore erzielt, zwei weitere vorbereitet – und das in 18 Partien. Lemperle ist damit hinter Andrej Kramaric, Fisnik Asllani und Grischa Prömel der vierterfolgreichste Stürmer der TSG.   

„Natürlich zieht man da Schlüsse draus“

Sollte der gebürtige Hesse rechtzeitig fit werden, darf man auf die Resonanz der Kölner Fans gespannt sein. Lemperle hat den FC bekanntlich mit einigen Störgeräuschen verlassen. Der 24-Jährige hatte sich frühzeitig für einen ablösefreien Abschied aus Köln entschieden, den Richtung Hoffenheim. Ein Wechsel, den zum damaligen Zeitpunkt nicht wirklich jeder Anhänger verstanden hat. Allerdings einer, der sich für Lemperle in mehrfacher Hinsicht gelohnt haben dürfte. Aktuell auch aus sportlicher. Denn Hoffenheim steuert schnurstracks auf die Champions League zu. Lemperle will im kommenden Jahr in der Königsklasse spielen. Ob das aber bei der TSG sein wird, ist offen. Angeblich gibt es zahlreiche Angebote, unter anderem aus England und Spanien – dem Vernehmen nach im zweistelligen Millionenbereich.

Beim FC hätte man den Stürmer gerne behalten, ihm eine Zukunft aufgezeigt. Auch, weil man um die Qualitäten wusste und sicherlich auch an die wirtschaftliche Entwicklung gedacht hat. Für den wohl größeren Ärger sorgte der Hesse aber, als er kurz vor dem Saisonfinale durch einen Party-Skandal in die Schlagzeilen geriet. „Natürlich zieht man da selbst seine Schlüsse draus. Wenn man ein Aufstiegsspiel hat, das alles entscheidende Spiel, worauf man die ganze Saison hinarbeitet, dann kann man sich vielleicht eine Woche vorher so was sparen“, sagte der 24-Jährige vor einer Woche Sport1. „Was mir am Ende des Tages mit am meisten wehgetan hat, war dann, dass ich im letzten Spiel nicht von Anfang an spielen konnte. Das hat ein bisschen an mir genagt, auch noch über die freien Tage im Sommer.“

Nach seiner Verletzung wird Lemperle wohl auch am Samstag nicht von Beginn auflaufen. Motiviert dürfte der Angreifer gegen seinen Ex-Club allemal sein.


U19 des 1. FC Köln erreicht das Halbfinale des DFB-Pokals

Assad Kotya-Fofana Von der U19 des 1. FC Köln
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U19 des 1. FC Köln erreicht das Halbfinale des DFB-Pokals

Die U19 des 1. FC Köln steht erstmals seit 2023 wieder im Halbfinale des DFB-Pokals der Junioren. Die FC-Talente gewannen ihr Viertelfinale bei Eintracht Frankfurt nach einem Pausen-Rückstand mit 2:1 (0:1). Im Halbfinale geht es zum VfL Wolfsburg.

Das Viertelfinale in Frankfurt sollte eigentlich bereits im Dezember stattfinden, wurde aber auf Anordnung der ZIS verlegt. Immerhin: Trotz der ungünstigen Anstoßzeit an einem Mittwochnachmittag um 15 Uhr fand die Partie letztlich vor fast 500 Zuschauern im Sportpark in Dreieich vor den Toren Frankfurts statt.

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Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck setzte im Vergleich zum 2:0-Erfolg beim HSV drei Tage zuvor in der Nachwuchsliga wieder auf die beiden Rückkehrer David Fürst und Fynn Schenten aus dem Profi-Kader. Kristian Markoski und Benjamin Ley rutschten dafür auf die Bank. Die Gastgeber gingen in einer bis dahin ausgeglichenen Partie mit der ersten Torchance in Führung. Leonidas Tsiokos verwertete einen Querpass im Sechzehner zum 0:1 für die Eintracht (23.). Danach drückten die Kölner auf den Ausgleich. Luis Stapelmann köpfte knapp über die Latte (33.). Der bis dahin glücklose Fynn Schenten zog in der Nachspielzeit gegen Luca Gebhardt clever das Foul im Sechzehner, scheiterte mit seinem schwach geschossenen Elfmeter aber an Frankfurts Torwart Emil Möhler (45.+2).

Kotya-Fofana schießt den FC ins Halbfinale

Kurz nach der Pause sprang Möhler jedoch unter einer Ecke von Kölns Kapitän Jonathan Friemel durch, Arian Römers köpfte mühelos zum 1:1 ein (52.). Wenig später klärte Frankfurts Abwehr den Ball genau zu Assad Kotya-Fofana, der aus über 20 Metern platziert zum 2:1 für den FC traf (57.). Der FC brachte den Vorsprung danach weitgehend ungefährdet ins Ziel. Da das Duell das letzte Viertelfinale war, fand direkt im Anschluss die Auslosung der Vorschlussrunde statt. Dort bescherte der U18-Nationaltrainer Hanno Balitsch dem 1. FC Köln als Losfee ein Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg. Das Duell ist für den 21. März vorgesehen. Beim letzten Sprung ins Halbfinale 2023 holte sich der FC am Ende auch den Pokalsieg.


Ragnar Ache bekommt das Vertrauen in seinen „Körper, das System und in die Mitspieler“

Ragnar Ache könnte gegen Leverkusen wieder in der Startelf stehen
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Ragnar Ache bekommt das Vertrauen in seinen „Körper, das System und in die Mitspieler“

Nach einem eher ruhigen Start scheint Ragnar Ache nun in Köln angekommen zu sein. Der Stürmer blickt im vereinseigenen Interview auf seine Entwicklung und die Erlebnisse in der Stadt. Ragnar Ache spricht über seine Zeit beim 1. FC Köln.

Mit fünf Saisontoren und vermehrter Einsatzzeit im aktuellen Jahr wird der Stürmer immer wichtiger für die Geißböcke. Ragnar Ache blickt im Interview auf fc.de auf die bisherige Zeit beim 1. FC Köln zurück.

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Ein gutes halbes Jahr steht Ragnar Ache nun bei den Kölnern unter Vertrag. Er könne „es kaum erwarten, hier im RheinEnergieSTADION aufzulaufen“ und hoffentlich oft seinen „Torjubel zu zeigen“, sagte Ache damals im Zuge seines Wechsels im Sommer. Nach 22 Spieltagen in der Bundesliga und insgesamt 1209 gespielten Minuten dürfte der Angreifer das Gefühl nun bestens kennen. Vor allem, da der 27-Jährige vier seiner fünf geschossenen Saisontore im heimischen Stadion erzielte. Gegen die Bayern im Pokal, den HSV, gleich zwei Mal gegen Mainz 05 und eben auswärts am vergangenen Wochenende in Stuttgart. Die Lautstärke und Wucht der Kölner Fans wird Ache somit hautnah miterlebt haben – seinen Torjubel gezeigt hat er jedenfalls.

“Man muss das selbst erleben“

Ein weiteres neues Erlebnis sowie Eindrücke von der Domstadt und deren Bräuchen erfuhr der gebürtige Frankfurter dann am Montag – Rosenmontag. Im Vorfeld hatten Mitspieler versucht, den Neuzugang auf das Kommende vorzubereiten. „Man muss das selbst erleben, um es richtig verstehen zu können. Dann ist es nochmal etwas ganz anderes“, so Ache im vereinseigenen Interview auf fc.de. Neben Said El Mala durfte der Stürmer auf dem Kölner Wagen mit auf die Zugstrecke. “Wir haben viel Kamelle geschmissen, das war eine tolle Erfahrung. Ich habe das erste Mal richtig erlebt, welche Bedeutung der Karneval hier in der Stadt hat“, so Ache. Der 27-Jährige scheint seine Feuertaufe bestanden zu haben, in Köln angekommen zu sein. Auch sportlich, in diesem Jahr erzielte der Angreifer bereits drei Tore. „Es ist schön, wenn man von Anfang an spielt und Tore schießt. Ich hoffe, dass ich angekommen bin und noch viele Tore für den FC schießen kann“, so Ache.

Dabei lief für den Ex-Lauterer nicht von Beginn an alles rund. So bekam der 27-Jährige von Trainer Lukas Kwasniok zunächst nur kurze Einsatzzeiten. Hintergrund sei das behutsame Heranführen an die Intensität in der Bundesliga gewesen. Mit seinen Teamkollegen habe Ache hart gearbeitet und sogar Extra-Schichten auf dem Laufband eingelegt, verriet der Coach kürzlich. “Es ist einfach diese Arbeit. Noch einmal Extraläufe zu machen, mit den Athletiktrainern zu arbeiten. Ich habe an meinen Baustellen gearbeitet und das hat bislang gut geklappt. Jetzt gilt es weiterzumachen“, so Ache. Aktuell läuft es besser für den Kölner Angreifer, der sich zu einem Fixpunkt der Mannschaft heraufgearbeitet hat. „Es ist wichtig für einen Spieler zu spielen. Dann kommt man in einen Rhythmus und bekommt Vertrauen in seinen Körper, in das System, in die Mitspieler“, erklärt Ache.

„Das wird ein ekliges Spiel“

Mit erstarktem Selbstvertrauen blickt der Offensivspieler auch auf das anstehende Duell gegen die TSG. “Das wird ein hartes Spiel. Hoffenheim ist eine der laufstärksten Mannschaften der Liga und macht die meisten Sprints“, so der 27-Jährige. „Das wird ein ekliges Spiel, aber wir müssen auch eklig sein und unsere Stärken einbringen. Dann können wir es Hoffenheim auch schwer machen, so wie es uns schon gegen andere Top-Gegner zumindest phasenweise gelungen ist. Wichtig wird, dass wir es konstant über 90 Minuten hinbekommen, dann können wir in unserem Stadion auch punkten.“ Und dann könnte Ache vielleicht das nächste Mal seinen Torjubel zeigen.


Marius Bülter über das Co-Trainer-Aus und seinen Ex-Club: „Am Ende stehen wir auf dem Platz“

Marius Bülter wirkt ratlos bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Marius Bülter über das Co-Trainer-Aus und seinen Ex-Club: „Am Ende stehen wir auf dem Platz“

Für Marius Bülter steht am Wochenende ein ganz besonderes Spiel auf dem Programm. Der FC trifft auf den Ex-Verein des Angreifers, die TSG Hoffenheim. Am Rande des Trainings sprach der Stürmer des 1. FC Köln: Das sagt Marius Bülter über den Ex-Club und das Trainer-Aus.

Aktuell will es bei Marius Bülter nicht so richtig rundlaufen. Zuletzt konnte sich der Stürmer nicht mehr auf die Anzeigetafel bringen. Das soll sich am Wochenende ändern und dann ausgerechnet gegen den Ex-Club.

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Das letzte große Erfolgserlebnis ist mittlerweile fast drei Monate her. Bei der 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt verkürzte der Angreifer noch einmal auf 2:4 und ließ die Hoffnung der Kölner noch einmal ansteigen, Luca Waldschmidt sorgte schließlich für den Endstand. Seitdem hat sich Marius Bülter nicht mehr aufs Scoreboard gebracht. „Klar, würde ich gerne auch wieder Tore schießen. Am Ende war ich noch nie der Spieler, der sich nur über Tore definiert“, sagte der Angreifer am Mittwoch am Rande des Trainings. Und das nach dem fulminanten Saisonstart. Bülter hatte in den ersten beiden Ligaspielen gleich zwei Mal getroffen, zwei Vorlagen gegeben. Vier Scorer in zwei Spielen – auch mit dem 32-Jährigen schien Thomas Kessler im Sommer einen Glücksgriff gelandet zu haben. Doch gerade in den vergangenen Wochen lief es bei Bülter dann nicht mehr rund.

„Das muss uns auch Mut geben“

Gerade in den vergangenen Spielen hatte Bülter so gut wie gar keinen Impact mehr. Und das ausgerechnet vor der Begegnung gegen den Ex-Club. Im Sommer war der Angreifer von der TSG Hoffenheim nach Köln gewechselt. „Es ist eine Mannschaft, die sehr gut in Form ist, die sehr intensiv spielt. Sie haben klare Abläufe, pressen hoch und erarbeiten sich so gefährliche Situationen“, warnt Bülter. Und die Sinsheimer sind damit sehr erfolgreich. Aktuell liegt die TSG auf Rang drei und damit auf Champions-League-Kurs. Und gerade gegen die Top-Teams war die Ausbeute der Kölner bekanntlich überschaubar, trotz ordentlicher Leistung – wie zuletzt gegen den VfB. „Es ist bitter. Das ist das fünfte, sechste Mal in dieser Saison. Da fragt man sich, warum man nichts mitgenommen hat“, sagte Bülter. „Das muss uns aber auch Mut geben, weiter so zu arbeiten, um dann noch mal ein Stück mehr zu machen.“


Dennoch ist der Angreifer mit der aktuellen Ausbeute seiner Mannschaft zufrieden. „Man muss schon noch immer schauen, wo wir herkommen und was das Ziel vor der Saison war. Das war der Klassenerhalt. Wenn man zwölf Spieltage vor Schluss vier Punkte Vorsprung hat, steht man gut da“, sagt Bülter, mahnt aber gleichzeitig. „Aber klar, es sind nur vier Punkte. Es ist alles sehr eng beieinander. Jeder Spieltag kann es schnell verschieben.“ Ein Erfolg am Samstag ist sicherlich nicht ausgeschlossen. Denn ausgerechnet gegen Hoffenheim feierte der FC den einzigen Erfolg gegen ein Team aus der Top-Sechs. Und gerade der zweite Abschnitt gegen den VfB soll Mut machen. „Da haben wir es schon gut gemacht“, sagt Bülter und spricht den schnellen Nackenschlag nach dem Ausgleich an. „Da müssen wir uns cleverer anstellen. Das war nicht das erste Mal – gerade gegen die Top-Mannschaften.“

„Am Ende stehen wir auf dem Platz“

Eine andere Schwäche sind beim FC bekanntlich die Standards. Da hatten die Kölner Verantwortlichen reagiert und den bisherigen Standard-Coach Hannes Dold von den Aufgaben entbunden. „Es ist immer Schade, wenn einer gehen muss. Standards waren nun mal ein großes Problem bei uns“, sagte Bülter, der aber Dold keine Schuld geben wollte. „Am Ende stehen wir auf dem Platz und haben die Verantwortung. Das ist aber auch ein klares Zeichen, dass wir daran arbeiten müssen“, sagt Bülter. Für den FC könnte es am Samstag ein Wiedersehen mit Tim Lemperle geben. Der Stürmer ist zurzeit angeschlagen, bei der TSG hofft man auf eine schnelle Genesung. „Ich weiß nicht, ob er fit ist. Hoffentlich nicht“, sagt Bülter.