Niederlagen, späte Einwechslung, verletzt – nur ein Erfolgserlebnis für die Leihspieler des 1. FC Köln

Rasmus Carstensen wurde beim FC nicht so richtig glücklich
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Niederlagen, späte Einwechslung, verletzt – nur ein Erfolgserlebnis für die Leihspieler des 1. FC Köln

Nicht alle Akteure schafften es auf den Platz, die meisten kassierten bittere Niederlagen. Immerhin steuert einer auf den nächsten Titel zu. Das Wochenende verlief für die Leihspieler des 1. FC Köln durchwachsen.

Gleich mehrere Akteure der Geißböcke sind bekanntlich aktuell verliehen. Das Wochenende verlief für die Leihspieler des 1. FC Köln aber insgesamt wohl durchwachsen.

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Rasmus Carstensen: Grund zur Freude scheint dieser Tage bei dem Dänen vorprogrammiert zu sein. In der Meisterschaft läuft es für sein Team als Spitzenreiter hervorragend, der Rechtsverteidiger gehört zum absoluten Stammpersonal bei Aarhus. Und am Sonntag erreichte der Tabellenführer auch das Halbfinale des dänischen Pokals. Carstensen steuerte beim 3:1-Rückspiel-Erfolg über Odense auch eine Vorlage bei. Zur Pause wurde Carstensen dennoch ausgewechselt.

Ausfälle und Abstiegskampf

Kein direktes Duell: Jaka Potocnik wartet nach wie vor auf sein Comeback bei Rot-Weiss Essen. Eine muskuläre Verletzung macht einen Einsatz in der 3. Liga aktuell nicht möglich. Essen kam im Verfolger-Duell nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen den SC Verl hinaus. Der Club von der Hafenstraße ist damit Tabellensechster. Chilohem Onuoha wäre zwar fit gewesen, kam beim SC aber ebenfalls nicht zum Einsatz. Der Angreifer stand in Verl nicht im Kader, spielte zum zweiten Mal in Folge nicht.

Mansour Ouro-Tagba: Der 20-Jährige sorgte unter der Woche für Schlagzeilen, als die „Bild“ über die mögliche Ablöse der Kaufoption berichtete. Demnach liegt diese bei rund 2 Millionen Euro. Und damit erstaunlich hoch. Zuletzt blühte der Angreifer phasenweise auf, sammelte sicherlich Pluspunkte in Stuttgart, aber auch beim FC. Gegen Hansa Rostock kassierte die Zweitvertretung des VfB eine 0:1-Niederlage. Ouro-Tagba spielte 90 Minuten, hatte aber keinen großen Impact.

Julian Pauli: Für den Kölner Innenverteidiger war die Begegnung gegen Eintracht Braunschweig nach einer guten Stunde beendet. Dresden lag bereits früh 0:2 zurück, glich zwischenzeitlich aus, musste dann aber dennoch den Gegentreffer hinnehmen. Abgesehen von den Ergebnissen lief es für den Abwehrspieler zuletzt sportlich wieder rund. Nach überstandener Verletzung ist Pauli wieder absoluter Stammspieler.

Verletzt oder abgemeldet: Elias Bakatukanda hat sich eine muskuläre Verletzung zugezogen und kam dementsprechend für Blau-Weiß Linz am Wochenende nicht zum Einsatz. Auf dem Platz stand zwar Imad Rondic, allerdings wurde der Stürmer von Raków Czestochowa erst spät eingewechselt. Die 0:1-Niederlage gegen Zaglebie Lubin konnte der Bosnier so nicht mehr verhindern. Rondic sammelte die vierte Gelbe Karte, auf ein Tor wartet der Angreifer in Polen noch vergebens.


Transfergerücht: Der 1. FC Köln streckt die Fühler nach polnischem Supertalent aus

Oskar Pietuszewski soll auf dem Zettel des 1. FC Köln stehen
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Transfergerücht: Der 1. FC Köln streckt die Fühler nach polnischem Supertalent aus

Aktuell ist Said El Mala einer der beiden Shootingstars der Liga. Sucht der FC bereits das nächste Supertalent für die offensive Außenbahn? Der 1. FC Köln soll an Oskar Pietuszewski interessiert sein.

Am Sonntag erklärte Thomas Kessler im Sport1-Doppelpass, dass es für Said El Mala keine Schmerzgrenze gebe. Ein Verkauf im kommenden Sommer ist aber sicher nicht gänzlich vom Tisch. Doch die Kölner haben die Karten in den eigenen Händen. Und anscheinend werden die Fühler schon nach dem nächsten Supertalent ausgestreckt. Der 1. FC Köln soll an Oskar Pietuszewski interessiert sein. Das berichten polnische Medien.

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Mit seinen 17 Jahren scheint Oskar Pietuszewski auf dem ersten Blick eher ein Mann für die mittelfristige Zukunft im Profifußball zu sein. Doch der Schein trügt ganz offensichtlich. Pietuszewski gilt als das größte Talent des polnischen Fußballs. Der 17-Jährige kommt in dieser Spielzeit für Jagiellonia Bialystok wettbewerbsübergreifend auf 30 Pflichtspieleinsätze – neben der polnischen Ekstraklasa eben auch in der Conference League. Der Linksaußen ist zudem Stammspieler in der U21 Polens, erzielte im Nationaltrikot in den sechs Partien der EM-Quali vier Tore, bereitete zwei weitere vor, hat also großen Anteil an der weißen Weste Polens. Kein Wunder, dass halb Europa ein Auge auf den schnellen Offensivspieler geworfen hat und die ersten Topclubs bereits angeklopft haben.

Halb Europa will Oskar Pietuszewski

Wie unter anderem das polnische Online-Magazin „Weszlo“ berichtet haben sich erst beim Conference-League-Duell von Jagiellonia gegen Rayo Vallecano mehrere Scouts aus Europa auf der Tribüne befunden. Darunter Beobachter des FC Bayern München, aber auch des 1. FC Köln. Die Bayern sollen den Spieler schon lange beobachten. Nun hat das Talent offenbar auch das Interesse der Geißböcke geweckt. Und das kommt sicher nicht von ungefähr. Das Supertalent gilt als enorm dribbelstark, sucht immer wieder das Eins-gegen-Eins und arbeitet bei Umschaltmomenten stark mit zurück. Der 17-Jährige strebt im kommenden Sommer einen Wechsel an. Allerdings würde ein Kauf des Spielers nicht ganz billig werden. Aktuell schätzt das Online-Portal transfermarkt.de den Wert des Spielers auf zwölf Millionen Euro ein.

Neben dem FC Bayern München wird auch von dem generellen Interesse des FC Barcelona, aber auch englischen Clubs wie Arsenal, Chelsea und Manchester City berichtet. Zu starke Konkurrenz für den FC? Pietuszewski will laut Bericht zu einem Verein in die europäischen Top-Ligen wechseln, bei dem er die Chance auf Einsatzzeit erhält. Der Marktwert von rund zwölf Millionen Euro scheint für die Geißböcke aktuell aber sehr hoch zu sein, da der Spieler noch einen Vertrag bis 2027 hat. Über eine Ausstiegsklausel ist nichts bekannt. Ein hoher Preis, den der FC zwar jetzt nicht bezahlen würde, der aber vielleicht durch den Verkauf des ein oder anderen Spielers im kommenden Sommer möglich werden würde.

Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet zwei eindeutige Zeichen

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet zwei eindeutige Zeichen

FC-Trainer Lukas Kwasniok hatte gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende gleich zwei Überraschungen im Gepäck. Und die sprechen eine klare Sprache beim Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet klare Zeichen.

15 Mal war der FC-Trainer in Folge mit einer veränderten Startelf aufgelaufen. Im Duell gegen den Nachbarn vom Rhein änderte sich dies zum ersten Mal. Doch dies war nicht die einzige Überraschung, die Lukas Kwasniok am Samstag aufbot im Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet klare Zeichen.

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In den vergangenen Wochen war Lukas Kwasniok bekanntlich für die ein oder andere Überraschung in Sachen Aufstellung gut. 15 Pflichtspiele, 15 unterschiedliche Aufstellungen. Nicht nur, dass der Kölner Trainer in zwei Begegnungen in Folge bis dahin nicht einmal dasselbe Personal auf die Platte gezaubert hatte, insgesamt war das Personal in den 15 Begegnungen nicht einmal das gleiche – und das sogar unabhängig von Positionen. Nun aber hatte Lukas Kwasniok ausgerechnet für das Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen zwei Überraschungen im Gepäck, die so vielleicht unter der Woche nicht abzusehen gewesen sind. Zum einen brachte der Trainer dieselbe Elf wie beim 1:1 gegen den FC St. Pauli, als die Kölner den Gegner zwar lange dominiert hatten, am Ende aber nur mit einem Punkt dastanden.

Cenny Neumann erstmals im Profi-Kader

Zum anderen stand Cenny Neumann erstmals im Profi-Kader der Geißböcke. Der 18-Jährige spielt in der Regel in der U21 der Geißböcke, wurde nun erstmals zu einem Spiel der Profis mitgenommen. Zum Einsatz kam der Abwehrspieler nicht, ein deutliches Zeichen sendete der Trainer mit dieser Nominierung aber schon. Und zwar in zwei Richtungen. Kwasniok hatte noch in der vergangenen Woche erklärt, dass es den Nachwuchsspielern wenig bringen würde, bei den Profis nur auf der Bank zu sitzen, während es bei in diesem Fall der U21 durchaus Spielzeit geben würde, die in der Entwicklung entscheidend sei. Genauso erklärte der Kölner Trainer aber auch, dass sich die Situation aber schon am vergangenen Spieltag auch wieder ändere, da sich die Kölner Reserve zwei Wochen früher in die Winterpause verabschiedet hat.

Insofern war die Nominierung eines Nachwuchsspielers keine Sensation. Aber eben ein Fingerzeig Richtung Kaderplanung. Denn für Jusuf Gazibegovic dürfte damit auch die letzte Messe beim FC wohl gelesen sein. Cenny Neumann beackert in der U21 die rechte Seite, ist nominell als Rechtsverteidiger geführt. Dass Kwasniok den 18-Jährigen also dem ehemaligen Champions-League-Teilnehmer Gazibegovic vorzog, war ein klares Statement. Dem Bosnier ist die Situation um seine Person natürlich nicht neu. In Köln ist man auf der Suche nach einem Abnehmer, Gazibegovic selbst sucht genauso, will über Spielzeit vielleicht doch noch einmal in den Fokus der Nationalmannschaft kommen. Und die hat noch immer die Chance, sich über die Playoffs für die WM zu qualifizieren.

Ein Zeichen an die Kaderplaner

Dass Gazibegovic unter Kwasniok bislang keine Rolle spielt, führte der Trainer in der Vergangenheit auf dessen Körperlichkeit zurück. Sollten die Angaben des Online-Portals transfermarkt.de stimmen, ist Neumann drei Zentimeter größer als „Gazi“ und in der Tat auch alles andere als ein Abwehrhüne. Die Vorzeichen stehen also ganz klar auf Trennung. Und da Kwasniok dann wiederum einen weiteren Rechtsverteidiger mitnahm und nicht die Innenverteidiger aus dem Nachwuchs, die sich in Testspielen und im Training durchaus stark präsentierten, spricht wiederum dafür, dass es also Bedarf auf der rechten Abwehrseite gibt. Wie bereits berichtet wird sich der Fokus der Kaderplaner also (auch), vielleicht vor allem auf diese Baustelle richten.

Gerade auf den Schienen fehlen die Alternativen. Zuletzt mussten erneut Jan Thielmann und Jakub Kaminski auf diesen Positionen ran. Zwar betonte Kwasniok, dass es in seinem System Positionsgruppen gäbe, die Spieler nicht auf ihre nominell exakten Rollen fixiert seien, doch darf durchaus die Frage erlaubt sein, ob die beiden Offensivkräfte nicht an anderer Stelle wirkungsvoller wären. Dass dem FC durchaus spielerische Elemente fehlen, zeigte die Begegnung am Samstag eindeutig. Zumal es durchaus überraschte, dass Kwasniok gegen Leverkusen dieselbe offensive Startelf aufbot wie noch in der Woche zuvor. Schließlich war schon zu erwarten, dass Bayer 04 auch ohne die beiden Topscorer Patrik Schick und Alejandro Grimaldo das Spiel bestimmende Team sein würde.

Nach der Begegnung gegen die Werkself ist der Eindruck jedenfalls groß, dass der FC noch sehr dringend an einigen Stellschrauben nachzuarbeiten hat.


Kommentar: Die Niederlage im Nachbarschaftsduell verdeutlicht die Realität des 1. FC Köln

1. FC Köln gegen Leverkusen
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Kommentar: Die Niederlage im Nachbarschaftsduell verdeutlicht die Realität des 1. FC Köln

Die Niederlage gegen Bayer 04 am Samstagabend war durchaus verdient. Das sah auch FC-Trainer Lukas Kwasniok so. Und umso mehr zeigt das Duell gegen die Werkself, dass der Klassenerhalt das Saisonziel ist beim 1. FC Köln: Ein Kommentar zur Niederlage gegen Leverkusen.

Gegen Mannschaften wie eben Bayer 04 Leverkusen wird deutlich, dass ein Überraschungsmoment alleine eben nicht reicht, um Punkte mit nach Hause zu nehmen. Eine deutliche Erkenntnis für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zur Niederlage gegen Leverkusen.

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Als Lukas Kwasniok vor einigen Wochen auf die beiden Niederlagen gegen Frankfurt und Gladbach angesprochen wurde, da setzte der Trainer ein Lächeln auf und erklärte, dass es in Köln ja nur eine Frage der Zeit gewesen sei, bis die erste kritische Frage auftauche. Nach Lächeln war dem 44-Jährigen am Samstagabend gar nicht so zumute. Der FC hat eine verdiente 0:2-Niederlage gegen Leverkusen einstecken müssen und kann sich eigentlich sogar bei Marvin Schwäbe bedanken, dass die Pleite nicht noch höher ausgefallen ist. Nach nunmehr fünf Pflichtspielen ohne Sieg muss sich der Trainer nicht den kritischen Frage während der Pressekonferenz stellen, vielmehr mehren sich die kritischen Töne in den Sozialen Medien. Kwasniok hatte am Samstag offensichtlich keine große Lust in die tiefe Fußballanalyse zu gehen.

„Unterlegen von der ersten bis zur letzten Minute“

Doch der Trainer brachte die Erkenntnis des Kölner Spieltags ganz einfach auf den Punkt. Seine Mannschaft sei „unterlegen von der ersten bis zur letzten Minute“ gewesen. Die Wahrnehmung war absolut zutreffend und bedurfte keiner sportwissenschaftlichen Expertise. Kwasniok urteilte, dass sie selten einem Gegner so unterlegen gewesen seien und brachte das Kräfteverhältnis mit dem Vergleich eines „Champions-League-Aspiranten gegen einen Aufsteiger“ ebenfalls trefflich auf den Punkt. Allerdings gehört zu der ganzen Wahrheit auch, dass Leverkusen an diesem Samstagabend durchaus verwundbar gewesen ist. Alleine schon, weil mit Alejandro Grimaldo und Patrik Schick die beiden Topscorer der Werkself angeschlagen fehlten.

Auch Leverkusen wirkte im Abspiel, im Spielaufbau nicht immer sattelfest. Die Kölner hatten durchaus ihre Ballgewinne und wenn auch wenige, aber ihre Chancen. Dieses Spiel hätte einen anderen Verlauf nehmen können, wenn Kwasnioks Mannschaft die Wünsche des Trainers umgesetzt und eben mutig nach vorne gespielt hätte, mit den Attributen, die es zum Bestehen eines Nachbarschaftsduells eben braucht. Die Geißböcke standen aber tief in der eigenen Hälfte, warteten erst einmal die Angriffe des Gegners ab, verirrten sich nur selten in die Offensive. Der FC trat für ein emotionales Lokal-Duell seltsam passiv, seltsam blockiert auf, gefühlt ohne Feuer und ohne den nötigen Biss. Und das lag sicher nicht (nur) an der fehlenden aktiven Fan-Szene.

Der FC wird um den Klassenerhalt spielen

Die Niederlage am Samstagabend war definitiv verdient. Natürlich darf ein Aufsteiger gegen den Vizemeister, einen Champions-League-Aspiranten, verlieren und dabei vielleicht auch so deutlich unterlegen sein. Der Vergleich ist nun mal nicht von der Hand zu weisen, auch, wenn der fulminante Saisonauftakt über die Kräfteverhältnisse offenbar hinweggetäuscht hat. Der FC ist Aufsteiger, wird in dieser Spielzeit um den Klassenerhalt spielen. Das dürfte nach dem 0:2 endgültig klar sein. Kwasniok rechnete am Samstag selbst vor, wie dieser gelingen soll – mit zehn Siegen. Aktuell stehen die Kölner bei vier. Heißt in den verbleibenden 20 Partien noch sechs Erfolge, etwa alle drei Partien ein Dreier. „Das ist machbar“, erklärte der Trainer. „Aber schwierig“. Vor allem wenn man so deutlich vor Augen geführt bekommt, dass der Überraschungsmoment alleine am Ende in dieser Liga nicht ausreicht.

Die Kölner müssen auch weiterhin nicht in Panik verfallen. Das Polster ist auch nach dem 14. Spieltag noch ein komfortables, es ist aber ganz sicher auch ein trügerisches.

Der 1. FC Köln offenbart seine Probleme im eigenen Spielaufbau

Wie lange spielt Eric Martel noch für den 1. FC Köln?
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Der 1. FC Köln offenbart seine Probleme im eigenen Spielaufbau

Kontrolle, Ruhe und Klarheit im Spielaufbau – all das fehlte dem FC in den vergangenen Begegnungen zu häufig. Auch am Samstagabend in Leverkusen. Vor allem in der eigenen Spielhälfte gerieten die Kölner immer wieder schnell unter Druck. Der 1. FC Köln offenbart Probleme im Spielaufbau.

Der Samstagabend hat gleich mehrere Probleme bei den Geißböcken offenbart. Gerade auf dem Weg nach vorne will einfach nicht viel zusammenpassen. Auch die Verletzung von Abwehrchef Timo Hübers tut ihr Übriges und verstärkt die strukturellen Probleme auf dem Weg zum gegnerischen Tor. Der 1. FC Köln offenbart Probleme im Spielaufbau.

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Der 1. FC Köln konnte durch die 0:2-Niederlage gegen Rhein-Rivalen Bayer 04 Leverkusen auch das fünfte Bundesligaspiel in Folge nicht gewinnen und muss langsam aber sicher den Blick nach unten richten. Trotz Tabellenplatz zehn und einer weiterhin für einen Aufsteiger mehr als beachtlichen Ausgangslage vor dem letzten Ligaspiel des Jahres gegen den 1. FC Union Berlin sorgen zuletzt vermehrt Probleme im eigenen Aufbauspiel für Kopfschmerzen bei den FC-Anhängern. Spätestens seit der schweren Verletzung von Abwehrchef Timo Hübers wirkt die Defensive der Kölner mitunter nervös und leistet sich immer wieder auch individuelle Fehler, die den Gegner zu guten Gelegenheiten einladen.

Martel als Hübers-Vertreter

Lukas Kwasniok hatte am Freitag angekündigt, dass es in Leverkusen nur etwas zu holen gebe, wenn seine Mannschaft mutig nach vorne spielte. Die Aufstellung deutete auch daraufhin, nur sah es auf dem Platz ganz anders aus. Im Gegenteil, Kwasniok erklärte später, die Kölner hätten gegen Leverkusen von Beginn an kaum eine Chance gehabt. Das wirkte tatsächlich so, nur nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit. Tatsächlich setzen viele Gegner den FC früh unter Druck und versuchen, den Spielaufbau der Geißböcke schon früh in deren Spielhälfte zu stören. Jenen Mannschaften gelingt es mit aggressivem Pressing häufig, Ballverluste in gefährlichen Zonen zu erzwingen. Die FC-Innenverteidiger leisteten sich in den vergangenen Partien schon den ein oder anderen Fehler und brachten so auch Keeper Marvin Schwäbe mehrfach unnötig in Bedrängnis. So auch gegen Leverkusen als Sebastian Sebulonsen Malik Tillman einlud, der aber den FC noch verschonte.

Ohne Timo Hübers fehlt Coach Lukas Kwasniok augenscheinlich der zentrale Aufbauspieler aus der Abwehr. Durch den Ausfall des Innenverteidigers, der in dieser Saison wohl nicht zurückkehren wird, musste zuletzt immer wieder Leistungsträger Eric Martel als Innenverteidiger ran. Zwar hat der FC durch die Umbesetzung einen starken Passgeber in der letzten Kette, dennoch ist der 23-Jährige kein gelernter Innenverteidiger und fehlt vor allem als Bindeglied zwischen der Abwehr und der eigenen Offensivabteilung. Unter Coach Kwasniok ist Köln taktisch höchst flexibel unterwegs, die wechselnden Positionen der Spieler können aber auch für für Unstetigkeit und Abstimmungsprobleme im Spielaufbau sorgen – gerade dann, wenn sich die Rolle und Aufgabe einzelner Spieler von Spiel zu Spiel verändert und die Profis nicht wissen, wer in Pressing-Situationen die primären Aufgaben im Ballbesitz von hinten heraus übernimmt.

Kernkompetenz Aufbauspiel

Neben Martel durften in den vergangenen Spielen sowohl Dominique Heintz, Cenk Özkacar als auch Rav van den Berg in der Innenverteidigung ran. Auch wenn vor allem der junge Niederländer van den Berg vielversprechende Ansätze in Sachen Spielverständnis und Passspiel zeigt, bleibt festzustellen: Das Hübers-Aus ist eine deutlich merkbare Schwäche für das FC-Spiel. Der ehemalige Hannoveraner war bis zu seiner schweren Verletzung der wichtigste Ballverteiler aus der eigenen Abwehr heraus, verfügt über eine hohe Passsicherheit auch unter Gegnerdruck. Dazu agierte er immer wieder auch mutig im Andribbeln und half so maßgeblich dabei, frühe gegnerische Pressinglinien zu überspielen und sich so etwas Platz im Mittelfeld und auf dem Weg zum gegnerischen Tor zu verschaffen. Gemeinsam mit Leistungsträger Martel war er – wenn man so will – der erste Taktgeber und Tempobestimmer, ehe es in das Umschaltspiel und die Offensivbewegung geht.

Durch das monatelange Fehlen von Hübers fehlt dem 1. FC Köln nun ein Innenverteidiger im Kader, der das Aufbauspiel als seine Kernaufgabe sieht. Allerdings ist das natürlich nur ein Teil des Problems. Der FC verließ sich in der jüngeren Vergangenheit gefühlt zu oft zu sehr auf die Personalie Said El Mala. Der Offensivspieler wurde oft gesucht, nicht immer gefunden. Und nicht immer war der 19-Jährige in seinen Dribblings erfolgreich. Das muss er in diesem Alter wohl auch noch nicht, nur fehlen den Geißböcken aktuell die kreativen Ideen, Chancen zu kreieren. Spieler wie Isak Johannesson finden aktuell nicht ihre Form, die Wingbacks strahlen bislang noch keine, mindestens zu wenig Gefahr aus. Aktuell fehlt dem FC die spielerische Idee.

Serie reißt nach Elfer-Tor: Frauen des 1. FC Köln beenden Bundesliga-Hinrunde mit Niederlage

Pauline Bremer vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)
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Serie reißt nach Elfer-Tor: Frauen des 1. FC Köln beenden Bundesliga-Hinrunde mit Niederlage

Die Hinrunde der Frauen-Bundesliga endete für den FC genau so, wie sie auch begonnen hat: Mit einer Enttäuschung zuhause: Die Frauen des 1. FC Köln verlieren 0:1 gegen Jena.

Die Saison startete Anfang September mit einem 0:2 zuhause gegen Leipzig und endete am Sonntagnachmittag mit einem frustrierenden 0:1 gegen das Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena.  Der erste Saisonsieg der Gäste war jedoch mehr als nur schmeichelhaft. Die Frauen des 1. FC Köln verlieren 0:1 gegen Jena.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Start-Formation im Vergleich zum 4:1-Erfolg sechs Tage zuvor in Hamburg auf drei Positionen: Laura Vogt fehlte gelbgesperrt und Weronika Zawistowska und Anna-Lena Stolze pausierten angeschlagen. Dafür starteten Adriana Achcinska, Laura Donhauser und Vanessa Leimenstoll. Die Kölnerinnen wurden in punkto Ballbesitz ihrer Favoritenrolle von Anfang an gerecht, allerdings standen die Gäste aus Thüringen mit ihrer Fünferkette in der Abwehr sicher und boten zunächst keine Angriffsfläche.

Vor der Pause besonders bitter

Nach einer knappen halben Stunde nahm die Partie Fahrt auf. Zunächst traten die FC-Frauen in Erscheinung. Jenas Torfrau Jasmin Janning lenkte einen flachen Distanzschuss von Achcinska mit den Fingerspitzen um den Pfosten (30.). Und wenig später verlängerten die Gäste eine Ecke von Laura Feiersinger unfreiwillig zu Pauline Bremer, die am zweiten Pfosten mit ihrem Kopfball nur das Außennetz traf (32.). Unmittelbar danach setzte Jena aber plötzlich zwei Akzente. Irina Fuchs musste sich bei einem Freistoß von Isabella Jaron weit aus dem Mittelfeld strecken, der sich an Freund und Feind vorbei gefährlich aufs Tor drehte (33.). Bei der anschließenden Ecke landete der Ball direkt vor den Füßen einer Jenaerin, die jedoch das Tor verfehlte (34.).

Vor der Pause wurde es besonders bitter aus FC-Sicht: Sara Agrez rauschte im Sechzehner mit fehlendem Timing und Schwung in Jaron und brachte diese zu Fall (43.). Die Schiedsrichterin Riem Hussein zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Jaron schnappte sich die Kugel und ließ sich von den Pfiffen der Zuschauer und den Einschüchterungsversuchen der Torhüterin nicht beirren und verwandelte zum 0:1 (45.).

Kölnerinnen verpassen Sprung nach oben

Die zweite Hälfte begann mit einem Knalleffekt: Achcinskas Freistoß aus 18 Metern zentraler Torentfernung landete nur am Pfosten des Jenaer Tors (47.). Laura Donhauser musste nach schönem Zuspiel von Sandra Jessen eigentlich den Ausgleich erzielen, scheiterte jedoch an der Keeperin (50.). Jessen wiederum köpfte eine Flanke von Leimenstoll knapp über die Latte (60.). Und die Isländerin blieb vom Pech verfolgt: Ihr Kopfball nach einer Ecke von Martyna Wiankowska landete nur am Querbalken (65.).

Der Ausgleich wäre zu dieser Zeit hochverdient gewesen, das Spiel fand fast nur noch in der Jenaer Hälfte statt. Ein weiterer Kopfball der freistehenden Jessen nach Achcinska-Flanke aus dem Mittelfeld landete knapp neben dem Gehäuse (71.).

Unterm Strich war der Dreier für Jena, der erste für Carl Zeiss in dieser Saison überhaupt, unverdient, denn die Kölnerinnen arbeiteten insbesondere nach der Pause fleißig am Ausgleich. Die Ladehemmung der bisher besten Torschützin Sandra Jessen wurde dem Team jedoch zum Verhängnis. Die Kölnerinnen, die nach fünf Spielen wieder eine Niederlage hinnehmen mussten, verpassten damit den Sprung auf 21 Zähler und näher heran an die Top 5 der Tabelle.

Für die FC-Frauen steht am kommenden Sonntag (16 Uhr) zum Jahres-Abschluss der Rückrunden-Auftakt bei RB Leipzig an.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt (80. Bohnen), Degen, Agrez, Wiankowska – Leimenstoll, Feiersinger (80. Hasenauer), Achcinska, Donhauser – Bremer, Jessen. Tor: 0:1 Jaron (45., Foulelfmeter).


Das sagt Thomas Kessler über die Aussichten des 1. FC Köln und über den Fan-Boykott von Leverkusen

Thomas Kessler soll Sportdirektor beim 1. FC Köln bleiben
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Das sagt Thomas Kessler über die Aussichten des 1. FC Köln und über den Fan-Boykott von Leverkusen

Am Sonntagvormittag war Thomas Kessler zu Gast im „Sport1 Doppelpass“. Der Sportdirektor der Geißböcke äußerte sich gleich zu mehreren Themen. Das sagt Thomas Kessler zur Zukunft des 1. FC Köln.

Am Tag nach der bitteren 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen war der Kölner Sportdirektor in der Talkrunde von „Sport1“ zu Gast. Das sagt Thomas Kessler zur Zukunft des 1. FC Köln, aber auch, wie es mit ihm selbst beim FC weitergeht und zu den Fan-Boykotts.

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Die Vorkommnisse rund um das Nachbarschaftsduell gegen Bayer 04 Leverkusen zeigten auch am Tag nach dem 0:2 noch ihre Nachwirkungen. Wie berichtet war die aktive Fanszene des 1. FC Köln in großen Teilen schon vor dem Spiel wieder abgereist. Der Grund sollen unverhältnismäßige Einlasskontrollen gewesen sein. Rund um das Spiel hatten Fans in den Sozialen Medien von „Nacktkontrollen“ gesprochen. Wie die Polizei der dpa mitteilte, seien die Hintergründe für den Boykott zwei polizeibekannte FC-Fans gewesen, die am Einlass durch Beamte herausgezogen und intensiv kontrolliert worden waren. Dabei soll es sich aber nicht um Nacktkontrollen gehandelt haben und laut Polizei seien „passive Waffen“ bei den Anhängern gefunden worden.

„Das ärgert natürlich enorm“

In Leverkusen zeigte man sich von den Reaktionen der Fans überrascht. Simon Rolfes erklärte, dass es ihn schon gewundert hätte, dass die Kölner Fans aufgrund von Gerüchten wieder abgereist seien. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die aktive Fanszene aufgrund eines Gerüchtes in den Bus nach Hause setzt. Ich glaube, da ist etwas vorgefallen. Wir können nicht verifiziert sagen, was da vorgefallen ist“, sagte Thomas Kessler am Sonntag im „Sport1 Doppelpass“. Der Sportdirektor betonte, dass die Stimmung im Spiel unter dem Boykott, den es auch von Teilen der Leverkusener Fanszene gegeben hatte, durchaus – im Gegensatz zur Meinung von Rolfes – gelitten habe. „Wenn Simon sagt, die Stimmung war okay, dann hat er das aus der Erfahrung, dass es so jede Woche ist, wenn wir nicht da sind. Anders kann ich mir das nicht erklären. Die Stimmung war alles andere als okay.“

In den kommenden Tagen wird das Thema weiter aufbereitet werden. Kessler sprach von Gesprächen der sportlichen Leitung. Gesprächsbedarf bietet wohl auch die Leistung der Mannschaft am Samstagabend und wohl auch der vergangenen Wochen. „Ich hatte mir auch gewünscht, dass wir gerade mit dem Ball Elemente gehabt hätten, die deutlich besser waren, weil die Räume waren da. Wir hatten ein paar Balleroberungen, die wir aber relativ schnell wieder weggegeben haben“, so Kessler. „Wenn wir bei Leverkusen gewinnen wollen, dann müssen wir einen guten Tag haben eine gute Leistung bringen und die haben wir gestern nicht an den Tag gebracht.“ Und wieder war eine Standardsituation mit Spiel entscheidend. „Das ärgert natürlich enorm“, sagte der Sportdirektor. „Wenn zwei Leute einen Mann blocken und dann einer frei durchlaufen kann und das ist dann auch noch der vermeintlich kopfballstärkste Spieler, dann haben wir wohl etwas falsch gemacht.“

„Wir müssen da einfach realistisch sein“

Daran werde zu arbeiten sein, sagte Kessler, der mit dem FC mittelfristig aber einen konkreten Plan verfolgt. „Ich habe das Privileg seit 25 Jahren Teil des 1. FC Köln zu sein. Wir haben es in den 25 Jahren drei Mal geschafft besser als Platz zehn abzuschließen“, sagte der Ex-Keeper des FC, der auch die hohe Erwartungshaltung in Köln ansprach. „Ich finde wir, sollten sehr rational und ehrlich miteinander umgehen. Wir haben nicht die Möglichkeit jedes Jahr 50, 60, 70  Millionen Euro in die Mannschaft zu investieren“, so Kessler weiter. „Das haben andere Mannschaften, die im gleichen Tabellenbereich wie wir unterwegs sind. Da müssen wir einfach realistisch sein und das beste aus unseren Möglichkeiten zu machen. Dazu gehört, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten besser sein müssen als unsere Konkurrenz.“

So richtig auf ging das die letzten Wochen aber nicht. Dennoch war der Transfer-Sommer aus Kölner Sicht ein guter. Nach möglichen Winter-Transfers wurde der Sportdirektor nicht gefragt. Dass aber Handlungsbedarf besteht, hat der Samstag wohl eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Eine weitere Personalie in Köln betrifft dann wieder Kessler selbst. Nach wie vor geht es um die Besetzung des Geschäftsführers Sport bei den Kölnern. Der neue Vorstand hatte im September angekündigt, Kessler in diese Position befördern zu wollen. Kessler erklärte nun, dass er für die Position auch zu haben sei. Der 39-Jährige sagte aber auch, dass er schon seine eigenen Ideen und Strukturen einbringen wolle. Man befinde sich aber in Gesprächen.

Thomas Kessler über Said El Mala: „Es gibt keinen Grund, sich darüber zu unterhalten“

Said El Mala vom 1. FC Köln (Foto: Lars Baron / Getty Images)
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Thomas Kessler über Said El Mala: „Es gibt keinen Grund, sich darüber zu unterhalten“

Beim FC ist er zurzeit so etwas wie die Lebensversicherung. Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel reißen daher natürlich nicht ab. Doch aktuell steht ein Wechsel gar nicht zur Diskussion beim 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler über Said El Mala.

Gegen Leverkusen überzeugte der Offensivspieler nicht, kam nur auf zwei starke Situationen. Dennoch ist der 19-Jährige heiß begehrt. Zahlreiche Clubs sollen Interesse haben. Doch ein Wechsel steht stand jetzt nicht zur Diskussion beim 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler über Said El Mala.

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Gute 20 Minuten brauchte der FC im Nachbarschaftsduell am Samstagabend, um erstmals gefährlich vor das Tor der Leverkusener zu kommen. Und natürlich spielte Said El Mala dabei eine Rolle. Der Offensivspieler brachte eine scharfe Hereingabe, die Luca Waldschmidt nur knapp verpasste. Die Führung wäre möglich gewesen, das Spiel vielleicht ein anderes. Auch, wenn El Mala insgesamt nicht sein bestes Spiel erwischte, der 19-Jährige ist heiß begeht. Und das ganz offensichtlich bei einigen Spitzenclubs. So bestätigte Transfer-Experte Patrick Berger im „Sport1 Doppelpass“, dass sowohl der FC Bayern München als auch Borussia Dortmund ein Auge auf den Spieler haben, aber auch Pep Guardiola El Mala schon beobachten ließ.

„Stand jetzt gibt es dafür keinen Grund“

Die Kölner Verantwortlichen scheint das aber nicht sonderlich nervös zu machen. „Dass junge Spieler mit solchen Qualitäten interessant werden für andere Clubs, das ist keine Überraschung. Ich glaube, dass die Preise insgesamt Wahnsinn sind“, sagte Thomas Kessler ebenfalls in der Talkrunde am Sonntag. „Das müssen wir nicht bewerten. Wir bewerten, wie das Trainerteam mit dem Jungen umgeht. Wie geht er mit der Situation um. Ich sehe, dass er Gas gibt. Alles andere werden wir auf uns zukommen lassen.“ Angebote werden bei den aktuellen Leistungen sicherlich kommen. Aktuell wird von einer Summer von 30 bis 40 Millionen Euro ausgegangen. Ob der FC bei einer solchen Summe dann nicht doch noch schwach werden würde, ist aktuell offen.

Das Vertragskonstrukt spricht für den FC. „Wir haben im Sommer die Situation gehabt, dass Clubs auf uns zugekommen sind und uns auch Angebote gemacht haben, wo er noch gar nicht gespielt hatte. Da haben wir das klare Zeichen gesetzt und gesagt, dass wir Entwicklungen auch belohnen wollen“, sagt Kessler und betont, dass in dem Vertrag bei Erfolgen auch weitere finanzielle Möglichkeiten bestehen. Das Konstrukt sei dem Spieler gegenüber sehr fair. „Er hat einen langen Vertrag und keine Ausstiegsklausel. Deswegen gibt es keinen Grund, sich darüber zu unterhalten. Wenn doch ein Club vorbeikommt und wir als 1. FC Köln uns die Gedanken machen müssen, lohnt sich das Geld zu nehmen, um das zu reinvestieren, um den Kader in der Spitze dann insgesamt besser zu machen. Dann werden wir darüber nachdenken. Stand jetzt gibt es dafür keinen Grund.“

Kessler betont aber in erster Linie, dass man sich beim FC einfach freue, dass El Mala beim FC gelandet sei.

Verliert sich der 1. FC Köln in der Underdog-Rolle?

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Verliert sich der 1. FC Köln in der Underdog-Rolle?

Der 1. FC Köln wollte in Leverkusen leiden, zupacken und mutig umschalten – und lieferte genau das Gegenteil. Statt der angekündigten Grundtugenden zeigte der Aufsteiger eine zahnlose, fahrige Vorstellung. Der 1. FC Köln lässt den Worten wenig Taten folgen.

Neunzig Minuten schwer verdauliche Kost im Nachbarschaftsduell zwischen Bayer Leverkusen und den Geißböcken. Vor allem blieb eine Erkenntnis: Der 1. FC Köln lässt den Worten wenig Taten folgen.

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Auf der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Duell mit Leverkusen präsentierte FC-Coach Lukas Kwasniok seinen Plan, wie der Aufsteiger der Werkself ein Schnippchen schlagen sollte. Er forderte Effizienz. Man müsse bereit sein, Phasen ohne Ball auszuhalten, „mal zu leiden“, um im richtigen Moment zuzupacken. Das entscheidende Duell gelte es zu gewinnen und in Umschaltmomente zu kommen. Das Aufeinandertreffen mit dem spielerisch überlegenen Lokalrivalen wolle man trotzdem mit breiter Brust bestreiten, als Underdog mit Grundtugenden und gepflegtem, mutigem Fußball, der hinten dicht hält und vorne eiskalt zuschlägt.

Einen Tag später folgte die ernüchternde 0:2-Niederlage in der BayArena. Mit den vom FC-Trainer geforderten „Grundattributen“ hatte dieser Auftritt wenig zu tun. Der 44-Jährige ging nach dem Abpfiff zähneknirschend mit seiner Mannschaft ins Gericht: „In den ersten 45 Minuten waren wir deutlich unterlegen. Mit dem Ball waren wir nichts. Auch gegen den Ball hatten wir Probleme. […] Wir waren heute leider von der ersten bis zur letzten Minute unterlegen. Champions-League-Aspirant gegen Aufsteiger, selten war man in dieser Saison so klar unterlegen.“

Zahnlose Offensive: FC findet keine Mittel gegen Bayer

Eigentlich war alles angerichtet, um Kasper Hjulmands Elf den Abend zu vermiesen. Zwei schwer zu ersetzende Leverkusener Schlüsselspieler mussten pausieren. Edel-Allrounder Alejandro Grimaldo und Stürmer Patrik Schick, die erfolgreichsten Scorer der Werkself, saßen verletzt auf der Tribüne. Dazu las sich die Startformation des Effzeh wie eine Kampfansage, ganz im Sinne von Kwasnioks Ankündigungen. Der FC setzte auf die identische Anfangsformation wie am vergangenen Spieltag gegen St. Pauli. Auf dem Papier blieb Kwasniok seinem Versprechen vom mutigen Fußball treu. Allerdings nur bis Schiedsrichter Harm Osmers anpfiff.

Denn dann offenbarte sich, dass die Domstädter im Duell mit den rasch kombinierenden Leverkusenern kaum die Füße auf den Rasen bekamen. „Wir haben gar keinen Zugriff bekommen, wollten sie auch in Mann-Mann anlaufen. Aber ich habe da keine Aktion gesehen, weil es einfach zu lange gedauert hat, bis es vom Geist in den Beinen war und die Jungs dann beim Gegenspieler gewesen sind. Da war der Ball meistens weg, während die Leverkusener das einfach deutlich besser hinbekommen haben“, monierte Kwasniok im Sky-Interview. Damit brachte er den Auftritt seines Teams auf den Punkt. Zu langsam im Kopf, zu spät in den Zweikämpfen.

Kwasnioks Konzept verpufft gegen Leverkusen

Von der erhofften Durchschlagskraft in der Offensive blieb lediglich eine nennenswerte Gelegenheit von Luca Waldschmidt in der 20. Minute. Said El Mala ließ Leverkusens Malik Tillman mit einer Finte stehen, zog in den Strafraum der Gegner und passte den Ball mit dem Außenrist auf den einlaufenden Waldschmidt. Dieser bewies in dieser Situation kein gutes Timing und konnte das Zuspiel nicht verwerten. Damit war die beste Gelegenheit vertan, gegen die Werkself in Führung zu gehen. Ansonsten ging beim 1. FC Köln nur wenig zusammen: Schlampige Zuspiele und eine quasi unsichtbare vordere Kette aus Marius Bülter, El Mala und Waldschmidt brachten Kwasniok dazu, zur Pause gleich drei Wechsel vorzunehmen: „Weil es eben nicht so gut war, habe ich in der zweiten Halbzeit gesagt, dass es nur noch um den zweiten Ball geht. Wir haben Körperlichkeit und Geschwindigkeit reingebracht. Das war die Idee für die zweite Halbzeit, aber leider ist sie nach hinten losgegangen“, gab der 44-Jährige im Anschluss an die Partie zu.

Der Blick geht nach unten

Köln muss den Blick vorerst klar nach unten richten. Zwei Punkte aus fünf Partien haben das mühsam erarbeitete Polster deutlich schmelzen lassen. Dennoch sei das kein Grund zur Panik, meint Kwasniok: „Uns war von Anfang an klar, dass wir einzig und allein um den Klassenerhalt kämpfen würden“. Mit Ruhe, fokussierter Arbeit und Punkten in den direkten Duellen auf Augenhöhe, wie am kommenden Samstag gegen Union Berlin, könne der FC die Trendwende noch aus eigener Kraft erzwingen. Vielleicht stimmt gegen die Köpenicker dann auch wieder die Verbindung zwischen „Beinen und Geist“.


Zwei Fünfen und zwei Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen

Die Spieler des 1. FC Köln im Duell gegen Bayer Leverkusen
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Zwei Fünfen und zwei Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen

Im Nachbarschaftsduell kassierten die Kölner zwei Gegentreffer. Der Qualitätsunterschied zur Werkself war nicht zu übersehen. Dennoch gab es auch gute Leistungen beim FC: Die Einzelkritik des 1. FC Köln bei Bayer Leverkusen.

Bis in die zweite Halbzeit hinein stemmten sich die Geißböcke gegen die Nachbarn vom Rhein und hielten die Null. Auch, weil die Mannschaft von Karsten Hjulmand die entstandenen Chancen nicht nutzte. Die Einzelkritik des 1. FC Köln bei Bayer Leverkusen.

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Ein starker Schwäbe reicht nicht

Marvin Schwäbe, Einzelkritik 2

Marvin Schwäbe

Blieb nach neun Minuten lange genug gegen Kofane stehen. Parierte später auch gleich zwei Schüsse aus der Distanz. Kam im ersten Abschnitt auf die meisten Ballkontakte der Kölner. Rettete nach dem Wechsel weltklasse gegen Maza und stark gegen Kofane. War beim Gegentreffer von Terrier machtlos. Sein starker Reflex gegen Ache führte zur Ecke, die Leverkusen 2:0 in Führung brachte. Dabei wieder machtlos. Verhinderte Schlimmeres.


Einzelkritik Rav van den Berg 3+

Rav van den Berg

Überzeugte mit starker Laufleistung und guten Passwerten. Stand auch in aller Regel bei der Verteidigung gut. Ließ Kofane früh aus den Augen, doch Schwäbe bügelte aus. Kam auch beim 0:1 durch Terrier nicht mit, hätte bei dem Traumtor aber wohl auch keine Chance gehabt.


Eric Martel Einzelkritik 4+

Eric Martel

Holte sich nach einem Stockfehler nach sechs Minuten an der Außenbahn die unnötige Gelbe Karte ab und war fortan öfter auf der Sechs zu finden. Kam dort aber nicht so richtig gut zur Geltung und hatte Probleme, die Lücken zu stopfen. War beim zweiten Gegentreffer nicht energisch genug. Nur 35 Prozent gewonnene Zweikämpfe.


Sebastian Sebulonsen Einzelkritik 4-

Sebastian Sebulonsen

Wenn der Freistoß mit Waldschmidt abgesprochen war, dann sollte man nochmal in die Nachbesprechung gehen. Sein katastrophaler Stockfehler hätte ein Gegentor verdient gehabt, aber Tillman meinte es gut mit dem FC.


Einzelkritik Kaminski 2-

Jakub Kaminski

Versuchte sich gefühlt auf jeder Position. Überzeugte mit einer starken Laufleistung, zahlreichen Sprints und einer beeindruckenden Zweikampfquote von 75 Prozent. Sah nicht glücklich beim 1:0 aus.


Denis Huseinbasic Einzelkritik 5+

Denis Huseinbasic

Schickte Said El Mala einmal auf die Reise. Fiel ansonsten gar nicht auf. Kam auf 19 Ballkontakte und gewann im Schnitt nur einen von drei Zweikämpfen.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Tom Krauss Einzelkritik 4-

Tom Krauß

Fiel mit einigen unsauberen Pässen auf. Verlor Andrich bei dessen ersten Kopfballversuch aus den Augen. Steigerte sich nach dem Wechsel.


Jan Thielmann, Einzelkritik 3-

Jan Thielmann

Fiel so richtig bei seiner Textilprobe gegen Poku auf. Hatte Schwierigkeiten, in der Offensive Akzente zu setzen. Defensiv mit einer leidenschaftlichen Leistung.


Said El Mala Einzelkritik 4-

Said El Mala

Leitete die erste dicke Chance für Waldschmidt ein, als er Tillman wie eine Fahnenstange stehen ließ. War anschließend kaum noch zu sehen. Kam auf insgesamt 20 Ballkontakte. Musste angeschlagen raus.


Luca Waldschmidt Einzelkritik 4

Luca Waldschmidt

Im ersten Abschnitt der gefährlichste Kölner. Den starken Pass von El Mala verpasste er hauchdünn, sein Abschluss aus der Box war zu zentral. Zur Halbzeit ausgewechselt.


Marius Bülter Einzelkritik 5

Marius Bülter

Fiel in der Offensive einmal mehr gar nicht auf, trat im Spielaufbau zu oft auf die Bremse. Musste zur Pause raus.


Ragnar Ache, Einzelkritik 3-

Ragnar Ache

Kam zur zweiten Halbzeit. Sorgte für mehr Körperlichkeit in der vordersten Kette, gewann gleich mehrere Kopfbälle. Hatte damit aber auch keinen großen Einfluss aufs Spiel.


Linton Main

Kam ebenfalls zum zweiten Abschnitt. Brachte auffallend Tempo ins Spiel und fand Lücken im Defensivverbund des Gegners. Versuchte es aus der Distanz, vergeblich. Flachte aber in der Schlussphase auch ab.


Cenk Özkacar Einzelkritik 4+

Cenk Özkacar

Gewann zwar nur ein Drittel seiner Zweikämpfe, dabei aber einige wichtige. Beim zweiten Gegentreffer nicht glücklich.

Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.