Engagiert, aber blass: Luca Waldschmidt kann sich beim 1. FC Köln erneut nicht empfehlen

Luca Waldschmidt fällt gegen den VfB Stuttgart aus
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Engagiert, aber blass: Luca Waldschmidt kann sich beim 1. FC Köln erneut nicht empfehlen

Gegen den FC Augsburg bekam er mal wieder eine Chance in der Startelf, blieb aber blass für den 1. FC Köln: Luca Waldschmidt kann sich nicht empfehlen. Mit der Rückkehr von Marius Bülter droht ihm nun erneut die Bank.

Gegen Hoffenheim hatte Luca Waldschmidt noch 90 Minuten auf der Bank gesessen. Gegen Augsburg bekam der Angreifer dann mal wieder die Chance, sich von Beginn an zu zeigen. Nutzen konnte er sie jedoch nicht beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt kann sich nicht empfehlen.

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Bis jetzt hat Luca Waldschmidt diese Saison sehr viel gependelt. Von der Jokerrolle zu 90 Minuten auf der Bank zur Startformation und von da kurz darauf wieder zurück zur Bank. Gegen den FC Augsburg durfte der Stürmer dann mal wieder in der Startelf ran, nachdem er vor der Länderspielpause gegen Hoffenheim noch ohne Minute geblieben war. Wirklich Argumente dafür sammeln, dass er seinen Status als Pendler gegen den eines Stammspielers eintauschen kann, konnte der Angreifer dabei aber erneut nicht. Bis zu seiner Auswechslung in der 59. Minute blieb der frühere deutsche Nationalspieler größtenteils blass, war nicht groß am Kölner Spiel beteiligt.

Lauffreudig, aber ohne großen Ertrag

Dabei kann man ihm den Einsatz definitiv nicht absprechen. So lief Waldschmidt in der Partie starke 7,47 Kilometer, bis zu seiner Auswechslung wieder einmal der Topwert, und der ehemalige Nationalspieler hatte auch in seinen vorherigen Einsätzen gute Laufwerte. So ist der Stürmer sehr beweglich, lässt sich häufig aus dem Sturmzentrum nach hinten oder auf die Außen fallen. Einen sonderlich großen Einfluss auf das Spiel hatte der Offensivspieler gegen Augsburg dabei aber nicht. So wurde der FC-Angriff erst nach der Auswechslung des 29-Jährigen gefährlicher. Unter anderem durch Said El Mala, der mit mehr Zug zum gegnerischen Tor agierte.

Waldschmidt kommt dagegen häufig nicht über Momente hinaus. Ein solchen hatte der Offensivspieler auch gegen Augsburg. Dort war er mit einer guten Übersicht und einem präzisen Pass an der Entstehung der besten Kölner Chance in der ersten Hälfte beteiligt, als Jakub Kaminski am Ende nur den Pfosten traf. Und auch beim Saisonstart gegen Mainz hatte der Angreifer einen genialen Moment, als er mit einer wunderschönen Flanke den Kölner Siegtreffer vorlegte. In diesen Augenblicken zeigt der 29-Jährige sein Potential. Dieses kann der Stürmer aber nicht konstant abrufen, weder in einem Spiel, noch über eine gesamte Saison hinweg. Großen Einfluss nimmt Waldschmidt wohl zu selten.

Gegen Dortmund droht erneut die Bank

Und so droht dem siebenmaligen Nationalspieler nun wohl erneut die Bank. Mit Marius Bülter ist einer seiner Konkurrenten wieder fit, der sich bis jetzt in dieser Saison in starker Form zeigte und den den 29-Jährigen verdrängen könnte. Bis sich Waldschmidt vielleicht wieder mit einem genialen Moment als Joker oder in einem Testspiel, wie in der ersten Länderspielpause der Spielzeit, für mehr empfiehlt. Um aber kurz darauf nicht wieder außen vor zu sein, muss der Stürmer auch abseits von einzelnen Momenten dem Kölner Team einen Mehrwert liefern. Ansonsten bleibt der Angreifer in dieser Saison ein Pendler zwischen Bank und Startelf.


Kuriose Bülter-Wette: „Dann gebe ich einen aus“

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Kuriose Bülter-Wette: „Dann gebe ich einen aus“

Nach einer dreiwöchigen Verletzungspause feierte Marius Bülter gegen Augsburg sein Comeback. Gegen Dortmund will der Stürmer wieder vorangehen und gegen die Nummer zwei der Liga das Bestmögliche herausholen für die Geißböcke. Vor der Partie gegen die Schwarzgelben steht er aber aus einem anderen Grund im Fokus: Marius Bülter löst Wettschulden ein.

Vor der schwierigen Auswärtsfahrt nach Dortmund scheint die Stimmung ausgelassen beim 1. FC Köln: Marius Bülter löst Wettschulden ein.

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Für 90 Minuten hat es für Marius Bülter am vergangenen Samstag noch nicht gereicht: Erst eine Achillessehnenreizung und anschließend Adduktorenbeschwerden bremsten den 32-Jährigen bei den Partien gegen Stuttgart und gegen die TSG Hoffenheim noch aus. Bei der Begegnung mit dem FC Augsburg dann, wurde er in der 59. Minute für Luca Waldschmidt eingewechselt. Bülter konnte bei seinem 30-Minuten-Comeback jedoch insgesamt keinen maßgeblichen Einfluss auf das Spiel nehmen. Das soll sich am kommenden Spieltag ändern. Vor dem Highlight-Spiel gegen Borussia Dortmund schaut der Stürmer voller Vorfreude auf die Begegnung vor der beeindruckenden Kulisse im Signal-Iduna-Park: „Gerade in unserer Situation können wir, glaube ich, dorthin fahren und ohne Druck mit viel Selbstvertrauen sagen, dass wir auch etwas holen wollen.“ Ob er am Samstag von Beginn an auf dem grünen Rasen vor der gelben Wand stehen wird, wollte er heute noch nicht sagen: „Das weiß ich noch nicht, es sind ja noch zwei Trainingstage. Aber es fühlt sich von Tag zu Tag besser an. Dann schauen wir mal, was der Trainer mit mir vorhat“, antwortete er auf die Frage, ob er wieder bei 100 % sei.

Mit Selbstvertrauen nach Dortmund

Die Geißböcke reisen am Samstag zum Tabellenzweiten der Bundesliga. Zuletzt mussten sich Niko Kovačs Dortmunder im Kräftemessen mit dem Tabellenführer aus München knapp mit 2:1 geschlagen geben, blicken ansonsten auf einen erfolgreichen Saisonstart zurück. Auch auf Europäischem Parkett ist die Kovač-Elf voll auf Kurs. Gestern erst gelang ihn ein überzeugender 4:2 Auswärtssieg beim Aufeinandertreffen mit dem Dänischen Topklub FC Kopenhagen. Gegen die bislang zu Hause ungeschlagenen Dortmunder wird ein Punktgewinn für die Kölner demnach zu einer echten Herausforderung. Dennoch blickt man am Geißbockheim mit Zuversicht auf das Duell: „Wenn wir möglichst wenige Fehler machen, diszipliniert spielen und 110 Prozent geben, wenn wir jeden Ballkampf und jeden Zweikampf gewinnen wollen, dann haben wir auch genug Qualität, um gegen Dortmund Tore zu schießen.“

„Dann gebe ich einen aus“

Vor der Begegnung mit Dortmund spiegelt die Stimmung innerhalb der Mannschaft die sportlichen Leistungen der letzten Wochen, bestätigt Bülter: „Das allgemeine Gefühl in der Mannschaft und im Verein bestätigt, dass wir einen guten Start hingelegt haben“. Die Teamchemie der Kölner scheint zu stimmen. Ein Beispiel hierfür ist auch der Burgertruck, der heute am Trainingsgelände zu beobachten war. Hinter dem ungewohnten Bild steckt niemand anderes als Marius Bülter. Im Interview heute klärte er auf, womit es dabei auf sich hat: „Ich habe den Jungs gesagt: „Wenn wir gegen Hoffenheim gewinnen, dann gebe ich euch einen aus. Deshalb löse ich heute meine Wettschulden ein“. Es bleibt spannend, welche Mittel der 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund wählen wird, um auch gegen die Schwarzgelben Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Damion Downs findet nach seinem Abschied vom 1. FC Köln nicht in die Spur, es bleibt nicht viel Zeit

Damion Downs feiert A-Länferspieldebüt
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Damion Downs findet nach seinem Abschied vom 1. FC Köln nicht in die Spur, es bleibt nicht viel Zeit

In Köln wollte man den Angreifer eigentlich gerne behalten, doch der Youngster hatte andere Ideen, wechselte zum FC Southampton. Auch, um sich für die WM in den USA zu empfehlen. Doch auf mehr Einsatzzeit kommt der 21-Jährige nicht als beim 1. FC Köln: Ex-Stürmer Damion Downs steht aktuell auf dem Abstellgleis.

So richtig rund will es nach dem Wechsel zum FC Southampton nicht laufen. Gerade einmal auf 100 Minuten Einsatzzeit kommt der ehemalige Top-Scorer des 1. FC Köln: Ex-Stürmer Damion Downs steht aktuell auf dem Abstellgleis.

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Englische Wochen in der Championship heißt es dieser Tage für Damion Downs beim FC Southampton. Nur von einer besonders großen Doppelbelastung kann bei dem Stürmer aktuell keine Rede sein. Downs spielt in England bislang eine untergeordnete Rolle und das ist für den Angreifer Gift im Kampf um eine Teilnahme an der WM im eigenen Land. Zumindest würde Downs gerne für die USA an dem Endturnier teilnehmen. Aktuell ist der Stürmer allerdings kein Teil des US-Kaders und die ganz großen Bewerbungen hat der 21-Jährige bislang nicht abgegeben. Auf die glorreiche Zeit in Köln, inklusive Aufstieg oder Rückkehr in die Bundesliga, folgt nun eine bittere Phase der Karriere in Engand.

Zuletzt kaum Einsatzzeit

Am Dienstagabend saß der Stürmer einmal mehr zunächst auf der Bank, kam für die Schlussphase, konnte aber die 1:3-Pleite beim FC Bristol mit Gerhard Struber nicht verhindern. Eigentlich ist der FC Southampton als Aufstiegskandidat in die Saison gestartet, hat rund 60 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben und befindet sich nach elf Spieltagen auf Platz 17 der Championship, in Reichweite der Abstiegsplätze. Bei den Fans macht sich der Unmut breit und der richtet sich auch gegen den Stürmer, den sich der Zweitligist rund neun Millionen Euro kosten ließ. Bekanntlich kam Downs mit der Empfehlung von elf Toren und sechs Vorlagen. Die Geißböcke hätten den Stürmer gerne behalten, doch Downs hatte andere Ziele, sah den nächsten Karriereschritt eher in der zweiten englischen als in der ersten deutschen Liga.

Nun muss der Angreifer aber erfahren, dass die zweite englische Liga eine andere Qualität hat als die 2. Bundesliga. Laut Southamptons Teammanager Will Still müsse man Downs noch dahin bewegen, die Zweikämpfe anzunehmen. Denn aktuell steht der 21-Jährige eher auf dem Abstellgleis. In den vergangenen sieben Spielen sammelte Downs ganze drei Einsätze und gerade einmal 100 Spielminuten. Dabei würde der Offensivspieler nur zu gerne Pluspunkte sammeln. Denn über allem steht aktuell noch die Chance auf die WM-Teilnahme in den USA. Downs hatte erst kürzlich den Verband gewechselt, startet nun für die USA. Im Juni hat der Wernecker sein A-Länderspieldebüt gegeben, war aber zuletzt auch in der Nationalmannschaft kein Thema mehr.

Konkurrent fällt aus

Bei den Fans hat der Offensivspieler zudem einen schweren Stand, sah sich zuletzt gezwungen, nach einigen harten Kommentaren seinen Instagram-Kanal temporär zu löschen. Still will eigentlich weiterhin am Spieler festhalten, forderte zuletzt Geduld mit dem Ex-Kölner ein. Doch das fällt den Anhängern der Saints schwer. Mehr als ein Assist war für den Angreifer bislang nicht drin. Möglicherweise profitiert Downs von der Verletzung von Ross Stewart. Still rotierte eigentlich immer drei Stürmer. Durch den Ausfall von Stewart könnte ein Platz in dieser Rochade für Downs frei werden, zumindest mehr Spielzeit anstehen. So langsam sollte der Angreifer diese dann aber auch nutzen.


Serhou Guirassy: Vom Entwicklungsspieler des 1. FC Köln auf die Wunschzettel Europas

Serhou Guirassy bei Dortmund und beim FC
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Serhou Guirassy: Vom Entwicklungsspieler des 1. FC Köln auf die Wunschzettel Europas

Am Samstag gibt es für den FC einmal mehr ein Wiedersehen mit Serhou Guirassy. Beim FC gelang dem Angreifer der Durchbruch nicht, beim BVB zieht der Stürmer das Interesse Europas auf sich. Serhou Guirassy wurde beim 1. FC Köln ausgemustert, beim BVB zum Top-Star

Er gilt als möglicher Nachfolger von Robert Lewandowski beim FC Barcelona, auf jeden Fall aber als einer der Leistungsträger des BVB: Serhou Guirassy wurde beim 1. FC Köln ausgemustert, beim BVB zum Top-Star.

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Wenn der FC am kommenden Samstag auf Borussia Dortmund trifft, dann hat sich der 22. Oktober 2017 gerade das achte Mal gejährt. Bei dem Datum heute vor acht Jahren handelt es sich sicher nicht um eins, das jeder FC- Fan auf dem Schirm haben müsste. Im Gegenteil, vermutlich werden es wenn überhaupt nur die größten Freunde der Statistik in Erinnerung haben. Doch das Datum ist an eine Begegnung mit einer erinnerungswürdigen Szene verbunden. Eine flache Hereingabe von Tim Handwerker schoss der frei stehende Serhou Guirassy dann doch erstaunlich weit über anstatt ins leere Tor. Erstaunlich, weil er eigentlich nur einen Meter vom Kasten entfernt stand und Werder-Keeper Jiri Pavlenka längst geschlagen war. Die Situation wird an dem Stürmer heute sicher nicht mehr nagen.

„Wir glauben an sein Potenzial“

Denn der Angreifer von damals ist heute ein ganz anderer. Angeblich soll der FC Barcelona den Stürmer auf der Liste haben – als möglichen Nachfolger von Robert Lewandowski. Auch andere Topclubs aus Europa sind interessiert, wollen den Angreifer möglichst schnell unter Vertrag nehmen. Kein Wunder. Auch in dieser jungen Saison hat Guirassy wettbewerbsübergreifend schon wieder sechs Tore erzielt, vier vorbereitet. Der 29-Jährige macht da, wo er in der vergangenen Spielzeit aufgehört hat. Ein Stürmer, der sehr weit von jenem Youngster entfernt ist, der 2016 bei den Geißböcken seinen ersten Vertrag in Deutschland unterschrieben hatte. „Wir wollen ihn als jungen Spieler bei uns weiterentwickeln, wir glauben an sein Potenzial“, sagte der damalige Kölner Cheftrainer Peter Stöger nach der Verpflichtung.

Der Stürmer war damals zarte 20 Jahre alt, also im besten Entwicklungsalter, doch möglicherweise fehlte für die langfristige Entwicklung damals die Geduld. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass dieser Leistungssprung in Köln nicht abzusehen gewesen ist. Auch, weil der Offensivspieler oft verletzt war, sehr oft. Guirassy kam in zweieinhalb Jahren auf 45 Einsätze, erzielte in diesen neun Tore und bereitete zwei vor. Wirkliche Torgefahr strahlte der junge Stürmer zu Beginn der FC-Zeit nur selten aus, vielmehr fiel er in dieser Phase mit technischen Schwierigkeiten auf. So wie beim 0:0 gegen Werder Bremen im Oktober 2017. Zu wenig Entwicklung für den FC, möglicherweise eine zu langsame für den ambitionierten Aufstiegskandidaten. Vielleicht auch, weil sein späterer Trainer Markus Anfang in ihm eher einen Außenspieler als einen Stürmer sah.

Guirassy wird zur Lebensversicherung

Denn die Spitze war mit Simon Terodde und Jhon Cordoba gesetzt, die Rückkehr von Anthony Modeste wohl nur noch eine Formsache. Der Franzose war bereits in Köln, wartete noch auf die Spielgenehmigung. Der FC suchte einen Abnehmer für Guirassy und fand ihn beim SC Amiens. „Dieser Wechsel ist für beide Seiten eine gute Lösung. Serhou ist ein junger, talentierter Spieler, der für seine Entwicklung regelmäßige Spielpraxis benötigt. Die können wir ihm derzeit nicht bieten“, hieß es damals von Kölner Seiten. Worte, die man auch heute in der Bundesliga oft genug hört, aber von Armin Veh, dem damaligen Sportdirektor ausgesprochen wurden. Zur guten Lösung wurde die Leihe in erster Linie allerdings für Amiens.

Denn die Vertragspartner hatten eine Kaufpflicht in dem Kontrakt verankert, die im Falle des Klassenerhalts der Franzosen greifen würde. So musste der SC den Stürmer verpflichten. Sechs Millionen Euro brachte der Verkauf den Geißböcken und damit nicht einmal die Hälfte von dem, was die Franzosen für den Stürmer einstrichen. Denn nach anderthalb Jahren und neun Saisontoren wechselte der Stürmer zu Stade Rennes, für 15 Millionen Euro. Bis heute ist nicht vollends geklärt, ob die Kölner noch einmal mit verdienten. Auf eine ordentliche Spielzeit 20/21 folgte eine durchwachsene beim französischen Erstligisten. Die Leihe zum VfB Stuttgart wurde möglich. Der schlaksige Stürmer sollte die Nachfolge von Sasa Kalajdzic antreten, wurde aber so viel mehr. Mit elf Toren in 22 Spielen war Guirassy plötzlich die Lebensversicherung der Schwaben.

Interesse aus Europa

Und diese ließ sich der BVB dann im Sommer 2024 rund 18 Millionen Euro kosten. Ein lohnendes Geschäft. Mittlerweile liegt der Marktwert laut transfermarkt.de bei 48 Millionen Euro. Guirassy hat für den BVB in 60 Spielen 44 Tore erzielt. Der 29-Jährige hat mittlerweile ein beeindruckendes Stellungsspiel, aktuell ein Gespür für die richtigen Laufwege und findet immer wieder die Räume, um zu Chancen zu gelangen. Dabei initiiert er diese auch selber, tritt als Torschussvorlagengeber in Erscheinung. Er ist stark im Eins-gegen-eins, das er auch immer wieder sucht und absolviert erstaunlich viele Sprints. In den vergangenen Jahren hat der Stürmer zudem massiv an seiner Physis gearbeitet.

Die Entwicklung war so nicht abzusehen

Und genau diese Entwicklung passt wieder einmal in das Bild eines verlorenen Talents, das viel zu günstig abgegeben wurde und an anderer Stelle durchstartet. Hat der FC bei diesem Transfer also alles falsch gemacht? Sicher nicht. Auch, wenn es den Anschein macht, als habe der FC einmal mehr Millionen in den Sand gesetzt. Als der FC Guirassy ziehen ließ, war die heutige Entwicklung beim besten Willen nicht abzusehen. Und auch in der Folgezeit in Frankreich war der Stürmer kein schlechter Spieler, aber eben auch kein überragender. Nicht umsonst konnte der VfB Guirassy problemlos ausleihen. Rennes hatte damals für knapp 50 Millionen Euro zwei Angreifer verpflichtet, Guirassy drohte die Bank, wenig Einsatzzeit – nur noch die Rolle des Jokers.

Beim FC hat man lange einen ähnlichen Stürmertypen vermisst. In dieser Spielzeit gibt es gleich mehrere Akteure, die gefährlich sind. Auch wieder einmal ein junger Stürmer, der viel Potenzial mit bringt. Doch Said El Mala wird den FC sicherlich nicht so schnell verlassen.

U19 des 1. FC Köln startet in die Youth League Saison

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U19 des 1. FC Köln startet in die Youth League Saison

Mit dem Gewinn der Meisterschaft in der vergangenen Saison hat sich die U19 des 1. FC Köln für die Teilnahme am europäischen Wettbewerb qualifiziert. Am Mittwoch steht für die Mannschaft von Coach Stefan Ruthenbeck nun die erste Herausforderung an: U19 des 1. FC Köln vor Youth-League-Auftakt gegen Racing Union.

Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft wartet das nächste Highlight auf den Nachwuchs des 1. FC Köln. Denn durch den Erfolg in der abgelaufenen Saison startet die Mannschaft am Mittwoch in den internationalen Wettbewerb: U19 des 1. FC Köln vor Youth-League-Auftakt gegen Racing Union.

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Die Szenen aus der BayArena werden die Young Goats wohl für den Rest ihres Lebens begleiten. Im Mai 2025 lieferte die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck ein packendes Endspiel um die deutsche Meisterschaft und gewann beim Favoriten Bayer 04 Leverkusen nach einem 0:2-Rückstand noch mit 5:4 in der regulären Spielzeit. Neben der Freude über die Meisterschaft und den Jubel beim Aufstiegsspiel der Herrenmannschaft gegen Kaiserslautern im RheinEnergieStadion haben sich die Geißböcke damit die seltene Gelegenheit verschafft, sich auf internationaler Bühne mit den Juniorenmeistern anderer europäischer Verbände zu messen: „Wir werden die Champions-League-Hymne hören, wir reisen in ein anderes Land, haben internationale Schiedsrichter, es wird Englisch gesprochen. Die Abläufe sind so, wie es auf hohem internationalen Niveau ist“, äußerte U19-Coach Stefan Ruthenbeck in einem Interview mit Vereinsmedien.

Ruthenbeck: „Eine Plattform, um Gier zu entwickeln“

Ruthenbeck versteht die Teilnahme an der Youth League dabei auch als ein Mittel, um etwaige Potenziale in seinen Schützlingen zu wecken: „Es geht darum, die Gier zu entwickeln, davon mehr haben zu wollen. Die Spieler sollen sagen: Das will ich nicht nur einmal oder zweimal, sondern immer wieder erleben. Es geht darum, ihre Einstellung so zu verändern, dass sie unbedingt Profi werden wollen. Die Youth League ist eine gute Plattform, um diese Gier weiterzuentwickeln und den Jungs zu zeigen, wo sie einmal hinkommen können.“

Vorgemacht haben das Spieler wie Jonas Urbig, Damion Downs oder Jens Castrop. Sie waren bei der Erstauflage eines Youth-League-Turniers mit FC-Beteiligung mit an Bord und haben sich heute auf Profiniveau etabliert. Für Coach Ruthenbeck ist es bereits die zweite Teilnahme an der Youth League. Damals trafen er und seine Mannschaft zum Auftakt auf den Klub KRC Genk. Die Belgier waren damals dann eine Nummer zu groß für den FC. Die Geißböcke schieden nach zwei Niederlagen im Hin- und Rückspiel aus dem Wettbewerb aus.

Gegner auf Augenhöhe: FC will in der Youth League überwintern

Anders als bei der Premieren-Teilnahme der Young Goats an der Youth League in 2021, ist die Erwartungshaltung an die anstehenden zwei Begegnungen gegen Racing Union klar: „Wir arbeiten bei den Jungs mit Zielvereinbarungen und haben uns ganz klar auf die Fahne geschrieben, dass wir in der Youth League überwintern wollen, dafür müssten wir zwei Runden überstehen“, sagte Ruthenbeck. Racing Union sei im Vergleich zu KRC ein Gegner, der solche Zielvereinbarungen eher zuließe: „Wir sind ambitioniert und wären schon enttäuscht, wenn wir das nicht schaffen. Beim ersten Mal Youth League haben wir das nicht geschafft, hatten mit Genk eine Top-Mannschaft als Gegner. Der Gegner aus Luxemburg ist nun einen Tick mehr auf Augenhöhe, da wollen wir uns behaupten.“

Ein Gradmesser für den Entwicklungsstand der FC-Talente

Die Leistung seiner Mannschaft bietet die Gelegenheit, die Entwicklung der Kölner Nachwuchshoffnung genau zu beurteilen: „Wir haben eine Verantwortung, den 1. FC Köln zu repräsentieren und ich möchte auch, dass ein bisschen Druck da ist, denn den gibt es später im Herrenfußball auch. Wir hoffen, dass die Jungs dem standhalten können. Es wird ein neues Terrain für sie, vor so vielen Zuschauern, fest in Kölner Hand. Ich bin selbst gespannt, wie sie damit zurechtkommen. Das werden Momente, in denen wir sehen können, wer schon ein bisschen weiter ist und wer noch nicht.“ Mit San-Luci Spitali, Cenny Neumann, Nick Zimmermann und Fayssal Harchaoui stehen auch Spieler im Kader für die Youth-League-Begegnungen, die eigentlich in der U21 eingeplant sind. Sie haben sicher ein großes Interesse daran, vor internationalem Publikum groß aufzuspielen und sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Personal-Update vor Dortmund: Kwasniok kann aus dem Vollen schöpfen

Lukas Kwasniok beim FC-Training
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Personal-Update vor Dortmund: Kwasniok kann aus dem Vollen schöpfen

Am Dienstag ist der FC in die Vorbereitung auf die Partie gegen Borussia Dortmund gestartet. Vor dem Topspiel am Samstagabend gibt es auch ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Alle FC-Profis sind einsatzbereit.

Am Samstagabend erwartet den 1. FC Köln ein echter Härtest. Dann geht es für die Geißböcke in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund. Am Dienstagnachmittag starteten die Kölner in die Vorbereitung auf das Topspiel. Dazu gibt es ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Alle FC-Profis sind einsatzbereit.

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Der 1. FC Köln steht am Samstagabend vor einer harten Aufgabe: Dann tritt der FC in Dortmund gegen die Borussia an. Ein echter Härtest, für den die Geißböcke alle Kräfte brauchen werden. Und so kommt es FC-Trainer Lukas Kwasniok sehr gelegen, dass er personell aus dem Vollen schöpfen kann. Denn beim Start in die Trainingswoche am Dienstagnachmittag waren bis auf die Langzeitverletzten alle FC-Profis fit. Nur Rav van den Berg muss nach seiner Schulterverletzung weiter individuell auf dem Platz trainieren. Außerdem befindet sich Luca Kilian nach seinem dritten Kreuzbandriss in ungefähr anderthalb Jahren in der Reha. Zusätzlich zu den Profis war aus der U21 auch Torhüter Luis Hauer bei der Einheit dabei.

Zwei schwere Spiele hintereinander

Damit hat Lukas Kwasniok für die harten nächsten Begegnungen viele Optionen, die er bestimmt gut gebrauchen kann. Denn nach dem Spiel am Samstagabend steht ein paar Tage später direkt das nächste Highlight-Spiel für die Geißböcke an: Dann geht es unter der Woche im DFB-Pokal zuhause gegen den FC Bayern München. Aber davor müssen die FC-Profis erstmal im Signal Iduna Park bestehen. Und schon für dieses Spiel wird der Coach erneut harte Entscheidungen treffen müssen, sollten alle Profis fit bleiben. Denn wie beim Spiel am vergangenen Wochenende gegen Augsburg kann der FC-Trainer nicht alle Spieler in den Kader für das Duell mit dem BVB berufen. Zuletzt traf es Jusuf Gazibegovic und Alessio Castro-Montes. Ob die beiden sich im Training soweit empfehlen können, um jemand anderes aus dem Kader zu verdrängen, wird sich dann in den nächsten Tagen zeigen.


Mehrere Stammspieler, aber auch Enttäuschung: So schlagen sich die Sommerabgänge des 1. FC Köln

OF Ex-FC Stürmer Tim Lemperle von der TSG 1899 Hoffenheim (Foto: Daniela Porcelli/Getty Images)
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Mehrere Stammspieler, aber auch Enttäuschung: So schlagen sich die Sommerabgänge des 1. FC Köln

Neben vielen Neuzugängen haben auch zahlreiche Spieler den FC im Sommer verlassen und eine neue Herausforderung gesucht. So schlagen sich die Sommerabgänge des 1. FC Köln.

Einige Spieler haben den FC im Sommer verlassen. Während sich für einige ihr Wechsel schon ausgezahlt hat, sind andere komplett außen vor. So schlagen sich die Sommerabgänge des 1. FC Köln.

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Tim Lemperle: Tim Lemperle blickt auf einen guten Start bei der TSG 1899 Hoffenheim zurück. Der Angreifer gehört unter Christian Ilzer zum Stammpersonal und zahlte dieses Vertrauen bislang mit guten Leistungen zurück. In wettbewerbsübergreifenden sieben Einsätzen erzielte Lemperle zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Am vergangenen Wochenende gewann Hoffenheim mit Lemperle in der Startelf mit 3:0 beim FC St. Pauli und steht dadurch mit zehn Punkten auf dem achten Tabellenplatz.

FC-Eigengewächse mit Problemen

Max Finkgräfe: Max Finkgräfe wartet weiterhin auf sein Pflichtspieldebüt für RB Leipzig. Nachdem der Linksverteidiger in den Vorbereitungsspielen immer wieder zum Einsatz gekommen war, stand der Linksfuß beim Pokalspiel in Sandhausen sowie zum Bundesligaauftakt gegen den FC Bayern München nicht im Kader der Roten Bullen. An den nächsten beiden Spieltagen saß der 21-Jährige wiederum 90 Minuten auf der Bank. Vor der Partie gegen den FC zog sich Finkgräfe eine Innenbandverletzung zu und fehlt RB seitdem.

Damion Downs: Der Wechsel von Downs zahlt sich bislang nicht aus. Der US-Amerikaner kam in acht von möglichen 13 Pflichtspielen zum Einsatz. Dabei stand Downs jedoch lediglich zweimal in der Startelf. Auch gelang dem Rechtsfuß noch kein eigener Treffer und erst eine Vorlage. Am vergangenen Wochenende musste der Stürmer das Unentschieden von Southampton gegen Swansea über die komplette Spielzeit von der Bank verfolgen.

Mehrere Stammspieler

Dejan Ljubicic: Der Österreicher gehört bei Dinamo Zagreb zu den absoluten Leistungsträgern. In wettbewerbsübergreifend 13 möglichen Pflichtspielen stand der 28-Jährige elfmal in der Startelf und spielte nur einmal gar nicht. Bei seinen Einsätzen gelangen dem Mittelfeldspieler bereits zwei Treffer und drei Vorlagen, womit Ljubicic einen großen Anteil daran hat, dass Zagreb in der Europa League noch ungeschlagen und in der Liga Tabellenführer ist. Am vergangenen Spieltag wurde der Mittelfeldspieler allerdings erst in der 69. Minute eingewechselt und feierte am Ende einen 2:1-Heimsieg.

Steffen Tigges: In seinem siebten Zweitliga-Einsatz für den SC Paderborn gelangen dem Stürmer am Wochenende endlich seine ersten Treffer. Mit einem Doppelpack entschied der Angreifer das Ostwestfalen-Derby gegen Arminia Bielefeld. Damit ist der SCP nach neun Spieltagen auf einem starken dritten Platz.

Mathias Olesen: Der Luxemburger gehörte in den ersten Wochen zum Stammpersonal bei Greuther Fürth. Sowohl in der ersten Runde des DFB-Pokals als auch in den ersten sieben Ligaspielen stand der Mittelfeldspieler in der Startelf und sammelte dabei einen Treffer sowie einen Assist. Vor der Länderspielpause musste der 24-Jährige das Unentschieden von Fürth gegen Hannover aber 90 Minuten von der Bank verfolgen. Am vergangenen Wochenende verpasste Olesen dann die 0:6-Pleite in Elversberg aufgrund einer Sprunggelenksverletzung.

Zwischen Startelf und Bank

Marvin Obuz: Marvin Obuz wechselte im Sommer zu Rot-Weiß Essen. Beim Drittligisten kam der Offensivspieler bislang in 13 der 14 möglichen Pflichtspiele zum Einsatz und sammelte dabei zwei Treffer sowie zwei Vorlagen. Allerdings konnte sich Obuz noch nicht als absoluter Stammspieler durchsetzen. So pendelt der 23-Jährige immer wieder zwischen Startelf und Bank. Beim 1:0-Heimsieg gegen Viktoria Köln am vergangenen Spieltag stand Obuz aber 90 Minuten auf dem Platz.

Florian Dietz: Im Sommer ging der Angreifer in die dritte Liga zu Jahn Regensburg. Dort kam Dietz zwar bereits auf acht Einsätze in neun Pflichtspielen, durfte jedoch nur selten länger als 45 Minuten ran. Auch gelang ihm noch kein einziger Treffer. So musste der Stürmer beim 1:2-Erfolg gegen den TSV Havelse das Spiel von der Bank aus verfolgen.

Jacob Christensen: Nach seinem Wechsel zu Molde FK kommt der Däne bislang erst auf einen einzigen Einsatz. Bei den vier vergangenen Partien seiner Mannschaft stand der Mittelfeldspieler nicht einmal im Kader. Den Wechsel hat sich der 24-Jährige definitiv anders vorgestellt.

Defensive des 1. FC Köln: Bislang sehr stabil, doch nun warten die großen Herausforderungen

Timo Hübers vom 1. FC Köln
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Defensive des 1. FC Köln: Bislang sehr stabil, doch nun warten die großen Herausforderungen

Bislang hat sich die Defensive der Geißböcke doch sehr stabil gezeigt. Mit erst zehn Gegentreffern zählen die Kölner zu den stärksten Teams der Liga. Doch nun kommen gleich zwei Brocken: Auf die Defensive des 1. FC Köln warten nun Härtetests.

Der FC hat erst wenige Gegentore kassiert, ist in der Abwehr stabil. Dabei sprechen nicht alle Defensivwerte für den FC. Und nicht nur das – auf die Defensive des 1. FC Köln warten nun zwei richtige Härtetests.

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Möglicherweise hatte das Knie von Dominique Heintz mehr als nur einen Zähler im Duell gegen den FC Augsburg verhindert. Der Kölner Innenverteidiger hatte im Duell gegen den FC Augsburg sein Bein vielleicht ein wenig unglücklich stehen lassen, Mittelfeldspieler Anton Kade nahm dankend an und Fabian Rieder verwandelte den vertretbaren Elfmeter zur Führung des FCA. „Schade, dass ich dann den Elfmeter verursache und wir 0:1 in Rückstand geraten. Das wird dann im Fußball bestraft“, sagte Heintz. „Wenn er den pfeift, dann ist er natürlich berechtigt. Ich finde aber nicht, dass ich aktiv hingehe. Er geht in mich aktiv rein. Das sieht in der Geschwindigkeit blöd aus. Das passiert leider. Das ist dann mein Fehler und da muss man auch dazu stehen.“ 

Wenige Gegentore

Und so stand nicht nur der 0:1-Rückstand, vielmehr hatte der FC den nächsten Gegentreffer nach einem ruhenden Ball kassiert. Der siebte in dieser Saison. Auch, wenn die beiden Strafstöße gegen den VfB Stuttgart und eben Augsburg in einer Standard-Gegentore-Bilanz ein wenig anders gewichtet sind, der FC bleibt anfällig bei den Standards. Und doch ist dann da auch weiterhin das andere Stück Wahrheit. Denn die Kölner kassierten auch gegen die Fuggerstädter kein Gegentor aus dem Spiel heraus. Das sind nach dem siebten Spieltag genau drei. Kein anderes Team hat weniger Gegentore aus dem Spiel eingenetzt bekommen, einzig der FCB liegt mit dem FC auf Augenhöhe. Das spricht wohl für eine gute Defensivleistung. Auch gegen den FCA ließen die Kölner nicht so wirklich viel zu, standen sehr stabil.

Erstaunlich, denn der FC lief einmal mehr mit Timo Hübers, Joel Schmied und Dominique Heintz und damit mit der Innenverteidiger-Formation der Vorsaison auf. Und die wurde im Grunde mit dem Aufstieg dann vor der Saison noch ein wenig in Frage gestellt. Schmied habe sich zu viele Fehler erlaubt, Hübers wirke nicht immer sattelfest und bei Heintz stünde die Frage nach dem Bundesliga-Tempo im Raum, so der Tenor. Drei Gegentore aus dem Spiel, erst zehn insgesamt sprechen aber eine andere Sprache. Gerade einmal vier Clubs haben weniger Tore der Gegner auf dem Konto. Das sind die Bayern, Stuttgart, Leipzig und eben der kommende Gegner aus Dortmund – also schon auch die Topclubs der Liga.

Schwache Zweikampfwerte

Die Frage wird aber schon erlaubt sein, wie sich die Kölner Defensive in den Härtetests schlägt. Denn die beiden kommenden Gegner heißen bekanntlich Dortmund und Bayern München. Auf die letzte Kette der Rheinländer dürfte einiges zukommen. Und zumindest in der Statistik zeigen sich dann doch einige Werte, die zeigen, dass die Kölner Hintermannschaft vielleicht doch nicht so souverän wie erhofft ist. Hübers kommt auf einen Zweikampfwert von knapp über 50 Prozent, Schmied liegt sogar unter der Hälfte gewonnener Zweikämpfe. Überhaupt bestreiten die Kölner die wenigsten Bodenzweikämpfe und gewinnen dann prozentual auch am drittwenigsten davon. Dazu ist der FC die Mannschaft mit den wenigsten Balleroberungen.

Dass es gegen spielstarke Mannschaften schwer werden kann, hat die Begegnung gegen RB Leipzig gezeigt, als die Sachsen für mächtig Betrieb in der Kölner Box sorgten. Nicht umsonst betonte Lukas Kwasniok später, dass es gerade bei der Boxverteidigung noch einiges zu tun gäbe. Und der BVB ist ebenfalls bekannt für das Offensivspiel. Zwölf Treffer erzielte die Borussia aus dem Spiel heraus, liegt damit gemeinsam mit dem FC auf Rang drei. Ganz sicher wird Lukas Kwasniok wieder versuchen, den richtigen Schlüssel zu finden.


Warum Lukas Kwasniok Nico Schlotterbeck entscheidend auf seinem Weg zum Nationalspieler half

OF Nico Schlotterbeck im Zweikampf mit Michael Olise (Foto: Adam Pretty/Getty Images)
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Warum Lukas Kwasniok Nico Schlotterbeck entscheidend auf seinem Weg zum Nationalspieler half

Über Union Berlin, den SC Freiburg und Borussia Dortmund schaffte Nico Schlotterbeck den Weg bis in die Nationalmannschaft. Dass der Innenverteidiger es überhaupt so weit schaffen konnte, lag auch am heutigen Trainer des 1. FC Köln: So half Kwasniok Schlotterbeck einst entscheidend.

Am Samstag kommt es zum Aufeinandertreffen zweier alter Bekannter: Nico Schlotterbeck und Lukas Kwasniok. So trainierte der Coach den Innenverteidiger einst in der Jugend. Dass der Dortmunder überhaupt Innenverteidiger ist, lag auch am heutigen Trainer des 1. FC Köln: So half Kwasniok Schlotterbeck einst entscheidend.

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Vergangenen Samstag tat sich die Kölner Offensive gegen kompakte Augsburger bereits lange schwer und kam nicht so richtig in Schwung. Für das kommenden Wochenende müssen sich die Kölner Angreifer aber nochmal deutlich steigern. Denn dann wartet mit Borussia Dortmund die zweitbeste Defensive der Liga. Seit ein paar Wochen ist Nico Schlotterbeck in dieser wieder Abwehrchef. Nach seiner Rückkehr von einer längeren Verletzungspause wegen eines Meniskusrisses vor gut einem Monat gegen Wolfsburg hat sich der 25-Jährige direkt wieder als Leistungsträger im Verein und in der Nationalmannschaft etabliert. Dass der Innenverteidiger es überhaupt soweit geschafft hat und von vielen im Moment als einer der besten deutschen Spieler auf seiner Position gehandelt wird, liegt auch an FC-Trainer Lukas Kwasniok.

Kwasniok machte Schlotterbeck zum Innenverteidiger

Der Coach trainierte Schlotterbeck einst bei der U17 und U19 des Karlsruher SC. Bevor der Verteidiger jedoch beim KSC landete, dachte er sogar ans Karrieende. Denn bei den Stuttgarter Kickers wurde der Nationalspieler damals nicht in die U16 übernommen. „Da kamen schon so Gedanken: Was mach‘ ich jetzt, höre ich auf? War der ganze Aufwand umsonst?“, so der 25-Jährige 2022 in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. „Aus heutiger Sicht kamen die Zweifel vielleicht genau zur richtigen Zeit, irgendwas hat damals bei mir „Klick“ gemacht. Meine Reaktion war: Euch zeig‘ ich’s jetzt! Danach ging’s eigentlich nur noch bergauf.“

Über den VfR Aalen kam Schlotterbeck nach Karlsruhe und traf dort auf Kwasniok. Dieser beorderte Schlotterbeck als erster Trainer konsequent in die Innenverteidigung. „Er hat mir gezeigt, was es bedeutet, Verteidiger zu sein und was es dafür braucht. Irgendwann hat er gesagt: Wenn ich mich voll auf diese Position fokussiere, kann das richtig gut werden“, sagte Schlotterbeck. Es wurde sogar so gut, dass der Dortmunder sich gute Chancen darauf ausrechnen kann, bei der Weltmeisterschaft im Sommer einen Stammplatz in der deutschen Defensive zu haben. Zudem klingen die Transfergerüchte des FC Bayern München nicht so recht ab.

„Außergewöhnlicher Typ“

Vorzusehen war der Weg seines früheren Schützling in der Form für Kwasniok damals noch nicht. „Es wäre vermessen, seine enorme fußballerische Entwicklung im Rückblick schon damals prognostiziert zu haben. Als Innenverteidiger mit einem linken Fuß brachte er bereits in der Jugend viel mit. Aber bis er zum Junioren-Nationalspieler und schließlich zum Nationalspieler reifte, brauchte es noch zahlreiche Schritte“, so der Coach vor etwas über drei Jahren gegenüber dem SPORTBUZZER. Trotzdem stach Schlotterbeck schon damals durch seinen Einsatz heraus. „Bevor er einen Internatsplatz beim KSC bekam, ist Nico ein Jahr lang jeden Tag knapp 100 Kilometer zum Training gefahren“, erinnerte sich Kwasniok. Für ihn sei der Innenverteidiger „vor allem aber […] ein außergewöhnlicher Typ – auf und neben dem Platz“. Und so dürfte sich der FC-Trainer bestimmt auf das Wiedersehen mit dem Abwehrspieler freuen – auch wenn Kwasniok wohl ausnahmsweise auf eine schlechte Leistung des Nationalspielers hoffen dürfte.


Ein Vorbild für El Mala? Darum ist Jakub Kaminski unverzichtbar für den 1. FC Köln

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Ein Vorbild für El Mala? Darum ist Jakub Kaminski unverzichtbar für den 1. FC Köln

Während alle über Said El Mala reden, betonte FC-Coach Lukas Kwasniok nach dem Spiel gegen Augsburg den Wert eines anderen Geißbocks: Das macht Jakub Kaminski unverzichtbar beim 1. FC Köln

Unruheherd für Gegner und Dauerbrenner auf dem Flügel: Das macht Jakub Kaminski unverzichtbar beim 1. FC Köln

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Nur wenige Zentimeter trennten Jakub Kaminski am Samstag davon, um den FC gegen Augsburg in Führung zu bringen. Nach einer schönen Kombination über Luca Waldschmidt legte sich der Pole den Ball zurecht, sein Schuss aus 16 Metern klatschte jedoch nur an den Außenpfosten. Den überfälligen Treffer der Kölner erzielte dann der eingewechselte Said El Mala dann bekanntlich sehenswert zum Punktgewinn gegen die Fuggerstädter. Die Eins-gegen-Eins-Situationen, das Hochgeschwindigkeitsdribbling El Malas und auch die sich häufenden spielentscheidenden Tore sind es, die den El-Mala-Hypetrain auf Tempo halten.

Die überbordende Euphorie um den 19-Jährigen lenkt dabei den Blick von den Spielern, die gleichermaßen, wenn nicht vielleicht sogar einen größeren Anteil an dem bislang erfolgreichen Saisonstart der Kölner haben. FC-Coach Lukas Kwasniok äußerte dazu im Anschluss an das Unentschieden gegen den FCA: “Er ist ein Highlight-Spieler, bis zu einem guten Bundesliga-Spieler, da liegen noch Welten dazwischen. Es bringt nichts, nur Highlights zu setzen und insgesamt der Mannschaft nicht zu helfen. Kaminski ist sicherlich nicht so ein absoluter Highlight-Spieler, ist aber sicherlich nochmal zwei, drei Klassen weiter und wertvoller für die Mannschaft. Deswegen ist es unsere Aufgabe, ihn dahin zu bringen, wo Kaminski jetzt anfang Zwanzig ist. Ich hab das Gefühl, dass er die Phase hier genießt und wir genießen sie auch.”

Das macht Kaminski zum Unterschiedspieler

Doch worin könnte der von Kwasniok benannte Klassenunterschied konkret bestehen? Ein Alleinstellungsmerkmal Kaminskis ist, dass er nicht nur bei den Geißböcken, sondern ligaweit auf Platz zwei der Spieler mit den meisten abgespulten Kilometern ist (82). Beim FC kommt einzig Eric Martel auf bisher 80. Beide Spieler stellen sich mit ihren Läufen in den Dienst der Mannschaft und verkörpern die von Kwasniok geforderte Aufopferungsbereitschaft. Bei Kaminski ist zudem eine weitere Statistik entscheidend: Mit 533 intensiven Läufen liegt er im mannschaftsinternen Vergleich weit vor Sebastian Sebulonsen, der in dieser Kategorie den zweiten Platz belegt (403). Aus diesen Zahlen lässt sich ableiten: Kaminski ist in der Offensive ein Unruheherd für den Gegner. Es sind unter anderem seine Läufe, die der FC-Offensive die Wucht verleihen, die sie zu einer der fünf erfolgreichsten Tormaschinerien der Liga nach sieben Spieltagen macht.

Der Kaminski-Plan geht bislang voll auf

Neben einem Pool von Neuverpflichtungen, die unter Kwasniok regelmäßig und meist von Anfang an zum Zug kommen, ist auch Jakub Kaminski eine unangefochtene Stammkraft in Kwasnioks stark variierenden Systemen. Im Interview mit dem polnischen Sportsender „sport.tvp.pl„ im September erklärte der 23-Jährige, welchen Anteil das persönliche Verhältnis mit den sportlichen Verantwortlichen des 1. FC Köln bei seiner Entscheidung für seinen Wechsel ans Geißbockheim hatten- und auch ein Erklärungsansatz für die überzeugenden Auftritte aktuell sein können: „Augsburg war auch an mir interessiert, aber nach Gesprächen mit Trainer Lukas Kwasniok und Sportdirektor Thomas Kessler war ich fest entschlossen, nach Köln zu gehen. Das habe ich in den Knochen gespürt.“

Anhand der Personalie Kaminski zeigt sich, welche Erfolge möglich sind, wenn Trainer und Sportdirektor in der Kaderplanung einen engen Draht haben und über die nötigen Mittel verfügen, Spieler zu verpflichten, die den Anforderungen an Spielidee und taktische Kniffe des Trainers erfüllen können: „Ich bin ein schneller, dynamischer Spieler, der mit und ohne Ball mit hoher Intensität arbeitet. Im Moment bekomme ich das Vertrauen vom Coach und versuche, mich zu revanchieren. Ich habe in den ersten beiden Spielen 90 Minuten gespielt, was in der Offensive nicht oft vorkommt. Ich bin froh, dass der Trainer mir vertraut, so habe ich es geschafft, vorerst etwas Stabilität zu finden”, schlussfolgerte Kaminski.

Für den Austausch zwischen Spieler und Trainer ist es sicher hilfreich, dass Kwasniok sich mit Kaminski auch in dessen Muttersprache austauschen kann. Kwasniok, der in Gliwice (Polen) geboren wurde, kann somit eine persönlichere Bindung zu Kaminski aufbauen und ein Vertrauensverhältnis stärken. Dies kann zumindest teilweise die sportlichen Leistungen erklären, die der Flügelspieler aktuell zeigt.