Gleich mehrere Torfestivals: So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln

Elias Bakatukanda und Rasmus Carstensen vom 1. FC Köln.
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Gleich mehrere Torfestivals: So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln

Während beim Spiel des FC gegen Augsburg vor allem zwei starke Defensiven hervorragten, ging es bei den verliehenen FC-Profis sehr torreich zu. So lief es für die Leihspieler des 1. FC Köln.

Auch die verliehenen FC-Profis waren nach der Länderspielpause am vergangenen Wochenende wieder für ihre Vereine im Einsatz. Die Ergebnisse waren dabei gemischt: So lief es für die Leihspieler des 1. FC Köln.

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Elias Bakatukanda: Für Elias Bakatukanda und Blau-Weiß Linz stand am Wochenende eine sehr schwere Prüfung an: Es ging gegen Tabellenführer Sturm Graz. In einer wilden Partie lag Linz 0:1 und 1:3 zurück, kam aber in der 84. Minute zum 3:3-Ausgleich. Ein Happy End gab es für sie trotzdem nicht, denn knapp drei Minuten später erzielte Sturm Graz doch noch den Siegtreffer. Baktukanda stand zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr auf dem Feld, er wurde in der 79. Minute ausgewechselt.

Pauli fällt verletzt aus

Julian Pauli: In der Länderspielpause hatte sich Julian Pauli bei der deutschen U21-Nationalmannschaft verletzt und musste deswegen auch am Wochenende pausieren. Ohne ihn gelang Dynamo Dresden ein 2:2 in Münster und so ein wichtiger Punkt im Kampf gegen den Abstieg.

Imad Rondic: Mit Rakow spielte Imad Rondic in der polnischen Liga bei Cracovia und musste die Partie zunächst von der Bank verfolgen. Nach einer Stunde wurde der verliehene FC‑Profi dann bei einem 0:2‑Rückstand eingewechselt, konnte die Pleite am Ende jedoch nicht mehr verhindern. Insgesamt blickt Rondic bislang auf eine durchwachsene Saison. Nach seinem Abgang vom FC kommt der 26-Jährige erst auf sechs Einsätze, bei denen der Bosnier zweimal in der Startelf stand und viermal eingewechselt wurde. Dabei gelang Rondic noch kein Treffer und noch keine Vorlage für Rakow. 

Carstensen an der Spitze

Rasmus Carstensen: Im Vergleich zu Rondic blickt Rasmus Carstensen auf eine bislang positive Leihe. In seiner dänischen Heimat bei Aarhus GF kam der 24-Jährige in jedem der zwölf Ligaspiele zum Einsatz, stand dabei fünfmal in der Startelf und sammelte bereits einen Treffer sowie zwei Vorlagen. Anders als in Köln wird Carstensen in Dänemark offensiver eingesetzt. Mit seinem Team war der Däne am vergangenen Spieltag gegen Bröndby IF gefordert. Gegen den Tabellendritten stand Carstensen in der Startformation, wurde nach rund einer Stunde und einem Rückstand von 0:2 jedoch ausgewechselt. Von der Bank sah der Däne, wie sein Team in der Nachspielzeit den 3:3-Ausgleichstreffer erzielte. Damit steht Aarhus aktuell mit 27 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz.

Jaka Potocnik: Nach einer Verletzung zu Saisonbeginn kam Jaka Potocnik zwischen dem vierten und siebten Spieltag zu drei Kurzeinsätzen, bei denen der 20-Jährige sogar einen Treffer erzielte. Im Anschluss an eine erneute Verletzung, durch die das Talent drei Partien verpasste, kehrte Potocnik am vergangenen Wochenende in den Kader von Essen zurück. Den 1:0-Erfolg gegen Viktoria Köln musste der Angreifer jedoch von der Bank aus verfolgen.

Erster Treffer für Ouro-Tagba

Mansour Ouro-Tagba: Gegen den 1. FC Schweinfurt 05 konnte Mansour Ouro-Tagba seinen ersten Torerfolg für den VfB Stuttgart II feiern. Beim 3:0-Sieg der Zweitvertretung, für die auch Ex-Kölner Justin Diehl traf, erzielte der Angreifer den Endstand. Zuvor war er in der 56. Minute eingewechselt worden.

Chilohem Onuoha: Nur zu einem Jokereinsatz kam Chilohem Onuoha beim Spiel des SC Verls gegen den 1. FC Saarbrücken. Der Youngster wurde in der 80. Minute beim Stand von 2:4 für die Ostwestfalen eingewechselt, hatte aber keinen Einfluss mehr auf den Spielverlauf. Nach dem Sieg liegt Verl nach elf Spieltagen auf dem fünften Platz, punktgleich mit Gegner Saarbrücken, die sich auf Platz drei befinden.


Beförderung zum Geschäftsführer: Vertragsgespräche mit Thomas Kessler sollen laufen

Thomas Kessler hat mit seinen Transfers bereits Euphorie ausgelöst
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Beförderung zum Geschäftsführer: Vertragsgespräche mit Thomas Kessler sollen laufen

Im Sommer war Thomas Kessler das erste Mal hauptverantwortlich für die Kölner Transfers. Diese Aufgabe meisterte der Sportdirektor zur vollsten Zufriedenheit von Verein und Fans. Darum winkt ihm nun eine Beförderung zum Geschäftsführer: Der 1. FC Köln führt wohl Vertragsgespräche mit Thomas Kessler.

Der neue Vorstand um Präsident Jörn Stobbe hatte es bereits vor der Wahl angekündigt, jetzt sind die Verhandlungen anscheinend angelaufen: Der 1. FC Köln führt wohl Vertragsgespräche mit Thomas Kessler. So soll der Sportdirektor zum Geschäftsführer ernannt werden, wie der Express berichtete.

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Erst vor einigen Monaten war Thomas Kessler beim 1. FC Köln zum Sportdirektor ernannt und mit einem Vertrag bis Sommer 2027 ausgestattet worden. Seine Aufgabe damals: Den Kader der Geißböcke bundesligatauglich machen. Und das gelang ihm sehr gut, wie es nach den ersten Spieltagen scheint. So haben gerade Neuzugänge wie etwa Sebastian Sebulonsen, Isak Johannesson oder Jakub Kaminski entscheidend zum guten Start der Kölner beigetragen. Nun winkt ihm daher anscheinend schon die nächste Beförderung. Laut dem Express befindet sich der neue FC-Vorstand um Präsident Jörn Stobbe in Vertragsgesprächen mit dem Sportdirektor, der zum Geschäftsführer aufsteigen solle.

Gespräche bereits vor der Wahl angekündigt

Bereits bei der Wahlarena des FC Mitte September mit Jonas Hector und Fabian Köster hatte das Team um Stobbe diesen Schritt angekündigt, sollten sie gewählt werden. Nun scheint der Vorstand das Versprechen in die Tat umsetzen zu wollen. Damit würde Kessler auch in der Geschäftsführung den Platz einnehmen, den in der vorherigen Saison noch Christian Keller besetzt hatte. Damit hätten die Geißböcke neben Philipp Türoff (Finanzen) und Philipp Liesenfeld (Marketing) wieder drei Geschäftsführer.

Mit der Beförderung könnte für den Sportdirktor gleichzeitig eine Ausdehnung seines Vertrages über 2027 hinaus einhergehen. Wann genau die Verhandlungen zum Abschluss kommen könnten, steht aber noch nicht fest. So sei es laut dem Express noch nicht so weit, dass die Gespräche durch wären. Der neu gewählte Vorstand verschaffe sich neben den Verhandlungen momentan noch einen Überblick im Verein und werde wohl in den nächsten Wochen an den ersten Stellschrauben drehen.


Nach Augsburg-Remis: Ein FC-Profi in der Kicker Elf des Spieltags

Said El Mala nach seinem Treffer gegen Augsburg
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Nach Augsburg-Remis: Ein FC-Profi in der Kicker Elf des Spieltags

Mit dem Remis gegen den FC Augsburg haben sich die Geißböcke am Wochenende einen weiteren Zähler gesichert. Und bei dem 1:1 gab es einen Unterschiedsspieler beim 1. FC Köln: Ein FC-Profis nach Augsburg-Remis in der Kicker Elf des Spieltags.

Ein von den Defensiven geprägtes Spiel endete 1:1-Unentschieden. Dennoch gab es einen Gewinner beim 1. FC Köln: Ein FC-Profis nach Augsburg-Remis in der Kicker Elf des Spieltags.

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Geprägt war das Spiel wohl von den Defensiven. Am Ende war es das siebte Spiel, in dem beide Mannschaften in einer FCA-Begegnung trafen – eben nur jeweils ein Mal. Und so gab es für beide Teams am Samstagnachmittag einen Punkt. Die ganz großen Torchancen blieben Mangelware. Jakub Kaminski hätte im ersten Abschnitt treffen müssen, die Kugel klatschte nur gegen den Außenpfosten. Auf der anderen Seite gelang dem FCA auch sehr wenig, so dass der Elfmeter schon zur richtigen Zeit für die Fuggerstädter kam. „Wenn ich frühzeitig einfach nur in die Ecke gehe, dann habe ich vielleicht einen Chance. So bleibe ich ein bisschen länger stehen und dann habe ich keine Chance mehr“, sagte Marvin Schwäbe. Fabian Rieder verwandelte und Augsburg war auf der Erfolgsspur.

Schon vier Spieler in dieser Saison nominiert

Und es deutete viel auf eine Niederlage aus Kölner Sicht hin bis eben Said El Mala in die Begegnung kam und einmal mehr mit einer beeindruckenden Situation und einem sehenswerten Treffer dem Spiel eine andere Wendung gab. Kein Wunder also, dass der Kölner Shootingstar vom Kicker in die „Elf des Tages“ gewählt wurde. Damit haben es in dieser Saison bereits vier Kölner in die Auswahl der besten Elf geschafft und fünf Nominierungen eingesammelt. Für El Mala ist es bereits die zweite Auszeichnung. Neben dem 19-Jährigen wurden bereits Marvin Schwäbe, Marius Bülter und Jakub Kaminski nominiert. Im Abstiegsjahr kam der FC in der gesamten Saison auf 14 Nominierungen, Schwäbe erhielt vier, die meisten aller FC-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es in der 2. Bundesliga 31, davon bekam der Torhüter fünf, wieder der Bestwert.

Erwartungsgemäß gehen in dieser Saison bislang die meisten Nominierungen an den FC Bayern München (14) und Harry Kane (4).

In dieser Saison bereits nominiert:

  • Marvin Schwäbe 1
  • Marius Bülter 1
  • Jakub Kaminski 1
  • Said El Mala 2

Maina und Co. außen vor: Lukas Kwasniok muss beim 1. FC Köln harte Entscheidungen treffen

Linton Maina im Training des 1. FC Köln
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Maina und Co. außen vor: Lukas Kwasniok muss beim 1. FC Köln harte Entscheidungen treffen

Qualitativ ist der Kader der Geißböcke breit aufgestellt. So muss Lukas Kwasniok jeden Spieltag harte Entscheidungen treffen beim 1. FC Köln: Gleich mehrere Spieler sind in einer verzwickten Lage.

Linton Maina, Cenk Özkacar oder Tom Krauß saßen beim Spiel gegen den FC Augsburg 90 Minuten auf der Bank. Alessio Castro-Montes und Jusuf Gazibegovic schafften es für die Partie nicht mal in den Kader des 1. FC Köln: Gleich mehrere Spieler sind in einer verzwickten Lage.

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Eigentlich ist es Linton Mainas Anspruch, so viel wie möglich zu spielen. Darum verlängerte der Linksaußen auch nach der vergangenen Saison seinen Vertrag beim 1. FC Köln. In der Bundesliga kam der 26-Jährige aber bisher kaum zum Einsatz. Nur drei Mal durfte der Flügelspieler für den FC auflaufen, ein einziges Mal davon von Beginn an. Eine schwierige Situation für den Profi, wie er zuletzt erklärte: “Es ist sehr schwierig und es wird auch nicht leichter. Es werden immer wieder neue Entscheidungen getroffen. Das wollte der Trainer so, das wollte Thomas Kessler so“, sagt Maina im FC-Podcast von Radio Köln Anfang Oktober. „Man muss irgendwie damit klar kommen. Leicht ist es nicht. Jeder will spielen und vor allem will auch jeder mitfahren”, urteilte der 26-Jährige damals.

Der nächste Nackenschlag für Maina

Nach der Ausbootung für das Spiel gegen Wolfsburg im September sind die 90 Minuten auf der Auswechselbank am vergangenen Samstag nun also der nächste Nackenschlag für den Flügelstürmer. Auch gegen die TSG Hoffenheim kam er erst nach 72 Minuten in die Partie, für den Shootingstar El Mala, der schließlich auch für das Aufeinandertreffen mit dem FC Augsburg den Vorzug mit seiner Einwechslung erhielt und die Entscheidung des Trainers prompt mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand zurückzahlte.

Dass die Erfolge der aktuellen Saison am Geißbockheim für viele eng mit dem Namen Said El Mala verknüpft sind, ist kein Geheimnis. Über den entfachten Konkurrenzkampf im Kader war sich auch Maina im Interview mit Radio Köln sehr bewusst: „Ich glaube, der Trainer sieht mich auch vorne. Aber man muss auch sagen, dass die Spieler vorne gerade einfach performen“, sagte der gebürtige Berliner über seinen Konkurrenzkampf mit El Mala und Co. Gerade nach der vergangenen Spielzeit ist das doch eine überraschende Entscheidung. Immerhin hatte Maina mit seinen zahlreichen Scorerpunkten großen Anteil am Aufstieg der Geißböcke. Umso drastischer erscheint die geringe Einsatzzeit des ehemaligen Leistungsträgers.

Der Weg zurück steht offen

Fest steht aber auch: Die Saison ist noch jung und es bleibt Zeit für Spieler auf dem Abstellgleis, auch wieder in die Startelf zurückzukehren. „Ich bin mir recht sicher, dass er noch nicht an seinem persönlichen Limit angelangt ist. Er war in der vergangenen Saison ein ganz wichtiger Faktor. Aber da haben wir auch in der zweiten Liga gespielt“, erklärte Kwasniok bereits vor dem Duell mit RB Leipzig im September seine Entscheidung um Maina . „Ich will das allerletzte Quäntchen aus ihm herausholen. Und dazu sind manchmal auch unpopuläre Maßnahmen vonnöten“, so Kwasniok damals weiter.

In dieser Saison mussten auch andere Spieler erfahren, dass sich das Niveau und die Qualität im Kader verändert haben. Ein Beispiel ist Leart Pacarada, der aussortiert wurde. Neben Maina verfolgten bislang auch die Neuzugänge Tom Krauss, Ragnar Ache, Cenk Özkacar und Alessio Castro Montes den Saisonstart vornehmlich von der Bank aus oder werden bei der Kadernominierung nicht berücksichtigt. Bislang rotiert Kwasniok immer wieder, wirft Woche für Woche andere Spieler in die Formation. Sicherlich auch, um alle Spieler bei Laune zu halten. Doch ob Kurzeinsätze einen Leistungsträger der Vorsaison glücklich machen, muss sich dann wohl noch zeigen.


Nach 1:1 des 1. FC Köln: Enttäuschung verständlich aber nicht nötig

Die Spieler des 1. FC Köln nach dem Remis gegen den FC Augsburg
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Nach 1:1 des 1. FC Köln: Enttäuschung verständlich aber nicht nötig

Nach dem 1:1 gegen den FC Augsburg herrschte bei dem ein oder anderen Fan aber auch Spieler der Geißböcke eine gewisse Enttäuschung. Das ist nach dem fulminanten Saisonauftakt auch durchaus verständlich, nach dem bisherigen Saisonverlauf aber nicht nötig. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln gegen den FC Augsburg.

Der starke Saisonauftakt mit zehn Punkten aus sechs Spielen gegen Mannschaften, die sich am Ende der Saison in Europa wähnen, hat auf einen weiteren Erfolg gegen den FC Augsburg hoffen lassen. Insofern fühlt sich das Remis nach zu wenig an. Doch ist es das wirklich? Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln gegen den FC Augsburg.

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Angesichts des bisherigen jeweiligen Auftretens, der Punkteausbeute und des Tabellenstands hatten die Worte von Lukas Kwasniok am vergangenen Donnerstag bei dem ein oder anderen Fan für Stirnrunzeln gesorgt. Der Kölner Trainer erklärte sein Team im Duell gegen den FC Augsburg zum Außenseiter. In Anbetracht der jüngeren Historie der beiden Vereine eine durchaus nachvollziehbare Ansicht. Denn entgegen so mancher Wahrnehmung ist der FCA nicht mehr die graue Maus der Liga, sondern hat sich absolut im deutschen Oberhaus etabliert, wohingegen der FC gerade einmal mehr den Versuch startet, nach einem bitteren Abstieg die nötige Konstanz in der Erstklassigkeit zu finden. Dennoch ist Augsburg sicherlich keine Übermannschaft und der bisherige Saisonverlauf nun auch ein Fingerzeig, vielleicht ein Gradmesser für die Qualität des Teams.

Remis richtig einordnen

Soll heißen: Wer gegen Europapokal-Teilnehmer und solche, die es eigentlich sein wollen, aus sechs Spielen zehn Punkte holt, der braucht sich vor einer schlecht in die Saison gestarteten Mannschaft wie Augsburg sicherlich nicht verstecken. Insofern kann man eine gewisse Enttäuschung bei Spielern und Fans nach dem 1:1 dann doch durchaus nachvollziehen. Lukas Kwasniok sprach nach dem Spiel davon, das Remis richtig einordnen zu können. Dazu gehört sicherlich auch, dass beide Teams eine starke defensive Leistung boten und Augsburg sich nicht so anfällig wie im bisherigen Saisonverlauf gezeigt hat. Im Gegenteil: Die Fuggerstädter gerieten eigentlich nur beim Pfostenschuss von Jakub Kaminski und dem Traumtor von Said El Mala so richtig in Gefahr.

Zur Einordnung gehört wohl auch, dass sich der FCA ausgerechnet vor dem FC-Spiel tatsächlich gefangen und eine insgesamt gute Leistung abgerufen hat. Das Team von Sandro Wagner ist alles andere als Fallobst. Auch wenn der bisherige Saisonverlauf dazu verleitet, den FC in höheren Sphären zu wähnen, ist der FC Augsburg wohl eher eine Mannschaft auf Augenhöhe als die ersten sechs Gegner. Natürlich darf die Frage erlaubt sein, ob in so einem Duell die Heimmannschaft nicht offensiver auftreten und eigentlich auch die drei Punkte gegen einen potenziellen direkten Konkurrenten behalten muss. Insofern fühlt sich die obligatorische Remis-Frage nach zwei verlorenen oder einem gewonnenen Punkt in diesem Fall sicherlich nicht wie ein Gewinn an. Und dann sind da wieder Kwasnioks mahnende Worte, seine Erinnerung daran, wo der FC herkommt.

Der FC kann überraschen

Am Ende des Tages haben die Geißböcke nach sieben Spieltagen elf Punkte auf dem Konto und damit die gleiche Anzahl an Zählern wie nach der gesamten Hinrunde der Abstiegs-Saison. Diese Mannschaft kann überraschen, auch in den bevorstehenden Aufgaben gegen Dortmund und Bayern. Geradmesser werden in dieser Saison ganz andere Gegner sein. Gegner, gegen die Köln in dieser Verfassung sicher punkten, aber genauso sicher auch Punkte liegenlassen wird. Und das unabhängig davon, ob Favorit oder Außenseiter.

Trotz Jessens Führungstor: FC-Frauen gehen in München nach der Pause unter

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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Trotz Jessens Führungstor: FC-Frauen gehen in München nach der Pause unter


Die FC-Frauen schnupperten beim amtierenden Meister und Tabellenführer bis kurz vor der Pause an einer Sensation. In der zweiten Hälfte setzte sich die Qualität von Bayern München jedoch äußerst deutlich gegen den 1. FC Köln: Deutliche Niederlage gegen Bayern München

Ein überzeugender Auftritt der Frauen des 1. FC Köln in der ersten Halbzeit entwickelte sich im weiteren Spielverlauf zu einer klaren Angelegenheit: Deutliche Niederlage gegen Bayern München

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zum 2:2 drei Tage zuvor gegen Leverkusen auf drei Positionen: Celina Degen, Carlotta Imping und Anna-Lena Stolze ersetzten Laura Donhauser, Martyna Wiankowska und Weronika Zawistowska. Das Spiel begann mit zwei identischen Szenen auf beiden Seiten: Zunächst landete ein Heber aus der Distanz von Bayerns Linda Dallmann nur an der Latte des Kölner Tores (4.). Und nur wenige Sekunden später lupfte Stolze den Ball aus der zweiten Reihe gefährlich auf das Münchener Tor, die Torfrau Maria-Luisa Grohs lenkte mit Mühe über den Querbalken (4.).
Anna Gerhardt servierte die Ecke im Anschluss von der rechten Angriffsseite auf den ersten Pfosten, wo Sandra Jessen zum 0:1 einköpfte (5.). Hier sah Grohs wiederum nicht ganz so glücklich aus.

FC kratzte an Sensation

Köln blieb auch in der Folge mutig und selbstbewusst. Bayern hatte zwar mehrheitlich den Ball, doch die FC-Frauen standen sicher und ließen keine gefährlichen Torchancen des amtierenden Meisters zu. Dabei mussten die Gastgeberinnen früh auf ihre Nationalspielerin Lena Oberdorf verzichten, die nach einem Zusammenprall mit Adriana Achcinska mit dick bandagiertem Knie ausgewechselt werden musste (23.). Erst in der üppigen Nachspielzeit gelang dem Favoriten doch noch der Ausgleich: Ausgerechnet die Kapitänin Marina Hegering verpasste eine Hereingabe in den Kölner Sechzehner. Momoko Tanikawa, die für Oberdorf eingewechselt wurde, ließ noch die heranstürmende Sara Agrez aussteigen und schlenzte den Ball zum 1:1 ins Tor (45.+6).

Bayern drehte nach der Pause auf

Carlson wechselte zur zweiten Hälfte, brachte Ella Touon für Carlotta Imping. Doch das verhinderte nicht, dass die Gastgeberinnen nun aufdrehten. Und folgerichtig fiel der schnelle Führungstreffer: Klara Bühl schlug eine Ecke in den Sechzehner und Magdalena Eriksson köpfte in der Mitte zum 2:1 ein (53.).

Bayern hielt das Tempo hoch – und legte einen weiteren Treffer nach: Lea Schüller konnte im Sechzehner fast von der Grundlinie unbedrängt zurücklegen und die ebenfalls blanke Kapitänin Georgia Stanway schob mühelos zum 3:1 ein (60.). Und es wurde noch bitterer für den FC: Stanway schlug eine Flanke aus dem Mittelfeld hoch in den Strafraum. Sara Agrez ließ Stine Pedersen aus den Augen, die freistehend zum 4:1 einköpfte (71.).

Kurz vor Schluss gab es sogar noch einen Strafstoß für Bayern: Marina Hegering versetzte ihrer Gegenspielerin Pernille Harder im Sechzehner zwar einen leichten Stoß im Zweikampf, allerdings ging Harder auch sehr leicht zu Boden. Die Gefoulte selbst trat vom Punkt an und verwandelte sicher zum 5:1 (84.). Am Ende waren die Kölnerinnen mit diesem Ergebnis sogar noch gut bedient. Für den 1. FC Köln geht es nach der Länderspielpause am 31. Oktober (18:30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg weiter.

FC Köln: Fuchs – Degen (81. Bohnen), Hegering, Agrez, Gerhardt (65. Leimenstoll) – Vogt, Feiersinger – Imping (46. Touon), Achcinska (65. Bremer), Stolze (65. Andrade) – Jessen. Tore: 0:1 Jessen (5.), 1:1 Tanikawa (45.+6), 2:1 Eriksson (53.), 3:1 Stanway (60.), 4:1 Pedersen (71.), 5:1 Harder (84., Foulelfmeter).


Erneut nur Joker: Ragnar Ache kann sich noch nicht durchsetzen beim 1. FC Köln

Ragnar Ache wurde gegen den FC Augsburg erneut nur eingewechselt
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Erneut nur Joker: Ragnar Ache kann sich noch nicht durchsetzen beim 1. FC Köln

Gegen den FC Augsburg ließ Lukas Kwasniok zu Beginn erneut ohne klassischen Mittelstürmer spielen. Ganz zum Leidwesen eines Neuzugangs, der noch nicht ganz angekommen zu sein scheint: Ragnar Ache kann sich noch nicht durchsetzen beim 1. FC Köln

Bisher blieb ihm in den meisten Spielen wie auch gegen den FC Augsburg nur die Jokerrolle: Ragnar Ache kann sich noch nicht durchsetzen beim 1. FC Köln. So bleibt der Stürmer nach sieben Spieltagen noch torlos.

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Erst einen Startelfeinsatz hat Ragnar Ache in dieser Saison auf dem Konto. Gegen den VfB Stuttgart durfte der Angreifer von Beginn an ran. Dabei lieferte er direkt eine Vorlage zum zwischenzeitlichen Kölner 1:0. Trotzdem blieb für ihn danach wie in den Einsätzen vor dem Stuttgart-Spiel erneut nur die Jokerrolle. So auch gegen den FC Augsburg. Gegen die Fuggerstädter verzichtete Lukas Kwasniok erneut auf seinen einzigen klassischen Stürmer: „Wir wollten dann eben mit Jan auch Geschwindigkeit auf der letzten Kette haben, weil wir wussten, der Gegner versucht dann auch in Mann-Mann-Duelle uns zu verwickeln“, begründete der Coach seine Entscheidung.

Ein zentraler Faktor für die Entscheidung gegen Ache war aus Sicht seines Trainers dessen fehlende Robustheit: „In der Luft, bei allem Respekt, Ragnar ist herausragend, aber gegen die zwei Büffel sieht er halt auch aus wie ein Schulbub. Deswegen war es klar, dass wir da nicht auf den zweiten Ball gehen können, wenn wir es nicht schaffen, den Ball da klar festzuhalten“, so Kwasniok weiter.

Schwierige Situation für den Sommerneuzugang

Mit den beiden Augsburger „Büffeln“ meinte Kwasniok die Innenverteidiger Noahkai Banks und Chrislain Matsima, beide 1,93 Meter groß. Damit sind sie ein gutes Stück größer als Ache (1,83 Meter). Gegen die beiden hatte es der Kölner Stürmer nach seiner Einwechslung in der Schlussviertelstunde auch schwer und konnte trotz gutem Einsatz keine großen Akzente setzen. Jedoch ist es für den 27-Jährigen sicherlich kein gutes Zeichen, wenn ihm Kwasniok es nicht zutraut, seine Rolle als Wand- und Zielspieler zu erfüllen, sobald es gegen körperlich starke Gegner geht. Denn in der Bundesliga gibt es viele große, wuchtige Innenverteidiger.

So könnte dies es Ache auch in nächster Zeit schwer machen, über die Jokerrolle hinauszukommen. Dabei hat der Sommerneuzugang bereits gezeigt, dass er dem FC helfen kann. So kommt der Angreifer auf zwei Vorlagen im Pokal und in der Liga. Eine davon gelang – wie bereits erwähnt – bei seinem bislang einzigen Startelfeinsatz gegen Stuttgart. Obwohl diese mit den Innenverteidigern Jeff Chabot (1,95 Metern) und Luca Jaquez (1,87 Meter) auch nicht mit Leichtgewichten in der Defensive aufgelaufen sind. So ist es Ache durchaus zuzutrauen, sich auch gegen physisch überlegene Spieler durchzusetzen.

Anpassung an Kwasnioks Anforderungen noch nicht abgeschlossen

Gleichzeitig scheint es aber auch so, dass Kwasniok generell eher andere Stürmertypen als den eher klassischen Mittelstürmer Ache bevorzugt. So möchte der FC-Trainer in seiner Offensive viel Bewegung sehen. Deswegen vertraut er auch immer wieder Angreifern wie Luca Waldschmidt oder Marius Bülter, die sich eher mal fallen lassen oder auf die Außen ausweichen. Dass Ache sich an diesen Spielstil erst gewöhnen muss, hatte der 27-Jährige schon zu Beginn der Vorbereitung gemeint. Diese Gewöhnung scheint noch nicht abgeschlossen zu sein. Deswegen dürfte der Angreifer von Kwasniok noch nicht außerhalb von Situationen eingesetzt worden sein, in der Stürmer als Zielspieler fungieren sollte. Um aber auf mehr Einsatzzeit zu kommen und gegenüber Spielern wie Bülter und Waldschmidt den Vorzug zu bekommen, muss sich der Neuzugang diesbezüglich wohl noch mehr anpassen.


Ex-FC-Stürmer Steffen Tigges avanciert mit Doppelpack zum Paderborner Matchwinner

Steffen Tigges
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Ex-FC-Stürmer Steffen Tigges avanciert mit Doppelpack zum Paderborner Matchwinner

Mit seinen ersten beiden Toren für seinen neuen Arbeitgeber sicherte der Ex-Kölner dem SC Paderborn drei wichtige Punkte und hofft nun auf eine bessere Zeit als beim 1. FC Köln: Ex-FC-Stürmer Steffen Tigges entscheidet das Ostwestfalen-Derby.

Beim FC war er nicht gerade als Top-Torjäger bekannt. In Paderborn gab es nach anfänglichen Schwierigkeiten nun eine erste Duftmarke des früheren Profi des 1. FC Köln: Ex-FC-Stürmer Steffen Tigges entscheidet das Ostwestfalen-Derby mit zwei Toren.

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Der SC Paderborn schickt sich an, in der kommenden Saison auf seinen Ex-Trainer zu treffen. Denn der SCP gewann das Ostwestfalen-Derby gegen Arminia Bielefeld 4:3 und behauptete damit eine Position im oberen Tabellendrittel. Einen großen Anteil beim Derby-Erfolg hatte Kölns Ex-Stürmer Steffen Tigges. Der Angreifer traf nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff per Kopf zum zwischenzeitlichen 2:2. Zuvor war der Aufsteiger durch Joel Grodowski in Führung gegangen. Mika Baur traf für Paderborn zum 1:1. Noch vor dem Wechsel stellte Monju Momuluh den alten Abstand wieder her. Nach Tigges Treffer zum 2.2 brachte Filip Bilbija das erste Mal Paderborn in Führung und Tigges mit seinem zweiten Treffer den Aufstiegskandidaten endgültig auf Erfolgskurs. Der Stürmer traf nach einer Ecke erneut mit dem Kopf. Mit Tim Handwerker konnte ein weiterer Ex-Kölner nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

„Wir freuen uns riesig über den Sieg“

Für Steffen Tigges endet mit dem Doppelpack eine kleine Durststrecke. Der Angreifer erzielte seine ersten beiden Treffer für die Ostwestfalen und war direkt der Matchwinner. Die Treffer dürften den 27-Jährigen beflügeln. Allerdings hat Tigges auch beim FC mehrfach in Spielen mehrmals getroffen, zum Goalgetter wurde der Stürmer trotzdem bekanntlich nie. „Wir freuen uns riesig über den Sieg, gerade nach dem ersten Durchgang. Aktuell können wir uns voll auf unsere Stärken verlassen. Wir haben eine junge Mannschaft, die sich noch entwickeln kann“, so Tigges nach dem Duell mit Bielefeld.

Tigges hatte den 1. FC Köln nach drei insgesamt doch durchwachsenen Jahren im Sommer Richtung Paderborn verlassen. Der Stürmer war 2022 aus Dortmund nach Köln gekommen, konnte die in ihn gesetzten Erwartungen aber nie erfüllen.

„Unter Lehrgeld verbuchen“: Sbonias fordert Lerneffekt nach Last-Minute-Pleite der U21

Evangelos Sbonias bei der U21
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„Unter Lehrgeld verbuchen“: Sbonias fordert Lerneffekt nach Last-Minute-Pleite der U21

Die U21 des 1. FC Köln zahlt Lehrgeld – und das ausgerechnet gegen den Aufsteiger Bonner SC. So verpassten die Kölner die Chance, in der Tabelle weiter an die Tabellenspitze heranzurücken. Insbesondere die Chancenverwertung wurde dem Team letztlich zum Verhängnis. 

Eine schwache Chancenverwertung und ein Last-Minute-Treffer sorgten für eine bittere Niederlage in der Regionalliga West: Die U21 des 1. FC Köln zahlt Lehrgeld.

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Alles lief bereits auf ein 0:0 hinaus – und selbst das wäre für die U21 zuhause gegen den Bonner SC eigentlich bereits zu wenig gewesen. Doch dann kam es sogar noch schlimmer. Der eingewechselte Ilias Elyazidi verlor den Ball im Mittelfeld und der BSC schaltete blitzschnell um über Marzouk Kotya-Fofana, dessen Bruder Assad in der FC-U19 spielt. Genau vor diesen Situationen hatte Kölns Trainer Evangelos Sbonias im Vorfeld der Partie gewarnt. Kotya-Fofanas Zuspiel verwertete der ebenfalls eingewechselte Eray Isik zu einem Torschuss, den Yannick Mausehund unglücklich abfälschte. Der dritte Bonner Joker, der an diesem Spielzug beteiligt war, Robin Bird, reagierte blitzschnell und drosch den Ball zum 0:1 ins Tor. Der eingewechselte Luca Dürholtz versuchte seine Mannschaft vor dem Wiederanpfiff noch einmal zu motivieren – doch letztlich vergeblich.

Kölner zahlen „Lehrgeld“

„Ein schlimmer Ballverlust im Zentrum entscheidet das Spiel, das muss man dann unter Lehrgeld verbuchen“, konstatierte Sbonias kurz nach der Partie, „es ist natürlich schon sehr bitter, dieses Spiel so zu verlieren. Daraus müssen wir schleunigst lernen.“ Denn eigentlich wären sogar drei Punkte drin gewesen für die U21 – insbesondere nach der Steigerung kurz nach der Halbzeit, als das Team eine Vielzahl an guten Gelegenheiten ungenutzt verstreichen ließ.

Vielleicht wäre das mit dem abwesenden Malek El Mala besser verlaufen, doch das bleibt hypothetisch. Der Stürmer war nach seiner jüngsten Verletzungspause nicht rechtzeitig fit. „Es hat noch nicht gereicht. Das waren nur anderthalb Trainingseinheiten. Ich wollte kein Risiko eingehen“, erklärte Sbonias hinterher, „von daher hoffen wir, dass er nächste Woche fit ist.“ Sargis Adamyan wiederum, der überragende Akteur der jüngsten Spiele, blieb diesmal blass im Kölner Spiel. Der U21 gelang es jedoch auch nicht, Fouls rund um den Sechzehner zu ziehen, die Adamyan als Standard-Spezialisten in Szene gesetzt hätten.

Platz Acht nach zwölf Spieltagen

Die FC-Talente rutschten durch die fünfte Saison-Niederlage auf den achten Platz zurück. Damit verpasste es das Team auch, die Vorlage des Schalker 0:0 gegen Fortuna Köln zu nutzen und näher an die Tabellenspitze heranzurücken. „Darum ging es gar nicht“, blendete Sbonias den Blick auf die Tabelle aus, „sondern man muss das Spiel einzeln betrachten. Du hättest mindestens einen Punkt holen müssen. Darum geht es. Danach kann man dann auf die Tabelle schauen. Das haben wir nicht geschafft, daher ist es müßig, darüber zu sprechen.“

Doch schon am kommenden Samstag hat die U21 die Chance, den Rückstand nach oben zu verkürzen, wenn das Team im Stadtderby beim Tabellen-Zweiten SC Fortuna Köln antritt. „Jetzt müssen wir aber erst mal das Spiel sauber abarbeiten und dann bereiten wir uns auf Fortuna Köln vor“, schloss Sbonias am Samstagnachmittag.


1. FC Köln punktet in „Abnutzungskampf“: Zäher Fight gegen Augsburg wird belohnt

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1. FC Köln punktet in „Abnutzungskampf“: Zäher Fight gegen Augsburg wird belohnt

Der 1. FC Köln erkämpft sich gegen den FC Augsburg ein 1:1, das mehr mit Mentalität als mit Glanz zu tun hatte. Erst nach Impulsen von der Bank strahlten die Hausherren wirkliche Gefahr aus. So gelang noch der Ausgleich für den 1. FC Köln: Der zähe Fight gegen Augsburg wird belohnt.

Wie schon so oft in dieser noch jungen Saison war Juwel Said El Mala entscheidend beteiligt am Punktgewinn des 1. FC Köln: Der zähe Fight gegen Augsburg wird belohnt.

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Der 1. FC Köln lieferte sich am Samstagnachmittag mit dem FC Augsburg ein phasenweise zähes Duell, das eher von Kampf als von spielerischer Klasse geprägt war. Beide Mannschaften zeigten großen Einsatz, aber wenig Highlights. Effzeh-Coach Lukas Kwasniok brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Das war ein Abnutzungskampf in der Bundesliga. Es gab kaum Torraum-Aktionen. Die Defensive stand stabil. Nach dem Umschaltmoment und dem Ballgewinn hatten wir in der ersten Halbzeit die Chance auf das 1:0. Doch nach dem 0:1 und dem absolut korrekten Elfmeter gegen uns war klar, dass es schwierig werden würde, noch einmal zurückzukommen.“

Unglücksrabe Heintz: „Das wird im Fußball bestraft“

Den Rückstand fingen sich die Kölner nach dem Wiederanpfiff. Der auf der rechten Außenbahn für den verletzten Ex-Kölner Elvis Rexhbecaj ins Augsburger Team gerückte U-21-Nationalspieler Anton Kade sorgte mit einem mutigen Dribbling im Strafraum für Aufregung. Beim Versuch, ihn zu stoppen, traf FC-Verteidiger Dominique Heintz unglücklich dessen Knie. Schiedsrichter und Videoassistent entschieden auf Strafstoß. Der Augsburger Fabian Rieder blieb vom Punkt aus eiskalt und brachte die Fuggerstädter in Führung. Unglücksrabe Heintz zeigte sich nach der Partie selbstkritisch: „Wenn er pfeift, dann ist er natürlich dazu berechtigt. Ich finde aber nicht, dass ich aktiv hingehe. Er geht aktiv in mich rein. Das sieht in dieser Geschwindigkeit blöd aus. Das passiert leider. Das ist dann mein Fehler, und dazu muss man auch stehen. Ein anderer Stürmer läuft vielleicht weiter, ein anderer nimmt es dankend an.”

Trotz des Rückschlags attestierte Heintz seiner Mannschaft eine ordentliche Leistung: „Augsburg hat es einfach gut gemacht. Es war ein sehr wildes, sehr umkämpftes und zweikampfbetontes Spiel. Ich finde trotzdem, dass wir das Spiel angenommen und wenig zugelassen haben. Schade, dass ich dann den Elfmeter verursache und wir mit 0:1 in Rückstand geraten. Das wird im Fußball bestraft.“

Wie schon gegen Wolfsburg: FC-Lösung sitzt auf der Ersatzbank

Nach dem Rückstand reagierte Trainer Lukas Kwasniok mit einem Doppelwechsel. El Mala und der wieder fitte Marius Bülter kamen für Dominique Heintz und Luca Waldschmidt ins Spiel, woraufhin der FC auf eine Viererkette umstellte. El Mala war nach seiner Rückkehr von der U21-Nationalmannschaft mit leichten Muskelbeschwerden zunächst geschont worden. Doch kaum auf dem Platz, zeigte der 19-Jährige nach einer Viertelstunde, weshalb er in Köln als großes Versprechen für die Zukunft gilt. Auf der linken Seite nahm er einen Pass von Bülter auf, zog entschlossen in die Mitte und versenkte den Ball mit dem rechten Fuß unhaltbar unter die Latte.

Trotz des überschwänglichen Hypes um den 19-Jährigen sieht Trainer Kwasniok noch Optimierungspotenzial beim Supertalent:„Er ist ein Highlight-Spieler. Bis er ein guter Bundesliga-Spieler ist, liegt noch Welten dazwischen. Es bringt nichts, nur Highlights zu setzen, wenn man der Mannschaft insgesamt nicht hilft. Kaminski ist sicherlich kein absoluter Highlight-Spieler, aber er ist zwei, drei Klassen besser und wertvoller für die Mannschaft. Deswegen ist es unsere Aufgabe, Said dahin zu bringen, wo Kaminski jetzt mit Anfang zwanzig ist. Ich habe das Gefühl, dass er diese Phase genießt – wir auch.“

Zur Wahrheit gehört auch: Bis zur Einwechslung von Bülter und El Mala ging für die Geißböcke nach vorne herzlich wenig, abgesehen von einer hochkarätigen Chance von Jakub Kaminski. Nach einer schönen Kombination über Luca Waldschmidt legte er sich den Ball zurecht, traf aus 16 Metern aber nur den Außenpfosten. Mit den frischen Kräften von Bülter und El Mala drängte sich der Eindruck auf, dass die letzte Entschlossenheit, die man bei den Geißböcken bis dahin noch vermisst hatte, nun endgültig auf dem Platz eingekehrt war. So betonte auch Kwasniok die Bedeutung der Einwechslungen: „Wir haben einen breiten Kader und eine gute Bank. Die hat uns heute auch wieder ins Spiel zurückgebracht, weil wir dadurch sehr variabel das Spiel verändern können.“

Kölns Kampf wird belohnt – zumindest ein bisschen

Vor den anstehenden Kracherbegegnungen in der Liga gegen Borussia Dortmund (Samstag, 18:30 Uhr) und im Pokal gegen Rekordmeister FC Bayern München (Mittwoch, 20:45 Uhr) hätten drei Punkte auf der Habenseite dem 1. FC Köln sicher noch einmal einen Schub an Selbstvertrauen gegeben. Am Ende geht die Punkteteilung gegen die Fuggerstädter jedoch über die gesamte Spielzeit betrachtet in Ordnung. Angesichts der insgesamt überzeugenden Leistung muss sie nicht als Rückschlag verstanden werden, sondern eher als Fingerzeig, dass der aktuelle Ligastart keine Selbstverständlichkeit ist. Auch Trainer Lukas Kwasniok mahnte nach dem Spiel zur Gelassenheit: „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Wir haben einen Punkt gegen den FC Augsburg geholt. Jeden Punkt gilt es zu feiern, und das werden wir tun. Natürlich willst du in einem Heimspiel immer gewinnen, egal gegen wen. Darüber darf man kurz geknickt sein. Die Jungs werden das aber richtig einordnen können.“