Lukas Kwasniok sieht den 1. FC Köln „bis zum 34. Spieltag“ als Außenseiter – auf dem Platz wirkt das anders

Lukas Kwasniok nimmt die Rolle des Außenseiters gerne an
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Lukas Kwasniok sieht den 1. FC Köln „bis zum 34. Spieltag“ als Außenseiter – auf dem Platz wirkt das anders

Trotz des starken Saisonauftakts sieht der Kölner Trainer die Rollen in der Liga klar verteilt. FC-Coach Lukas Kwasniok sieht den 1. FC Köln als Außenseiter.

Die Kölner sind erstaunlich gut in die Saison gestartet, Augsburg für viele Experten überraschend schlecht. Dennoch sind die Rollen für den FC-Coach klar verteilt. Lukas Kwasniok sieht den 1. FC Köln als Außenseiter.

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Sechs Spiele, zehn Punkte, Platz sechs und dazu ein erfrischend offensiver Fußball – der FC hat sich in wenigen Wochen in der Bundesliga ein beachtliches Standing erarbeitet. Die Kölner werden schon von dem ein oder anderen Experten als die Überraschungsmannschaft der Liga betitelt. Und es vergeht auch kaum eine Woche, in der nicht ein ehemalige Kicker, ein Trainer oder ein Funktionär die Arbeit in Köln über den grünen Klee lobt. Und da der kommende Gegner trotz einer prominenten Trainerverpflichtung im Sommer eher einen Stotterstart hingelegt hat, könnte man auf die Idee kommen, dass sich die Rollen vor dem Duell gegen den FC Augsburg ein wenig verschoben haben. Sicherlich auch dank Lukas Kwasniok, der die Geschicke in Köln seit gut drei Monaten leitet.

„Wir wollen erfolgreich bleiben“

Und wann immer über den neuen Trainer am Geißbockheim gesprochen oder geschrieben wird, da ist der Begriff „Authentizität“ nicht weit. Der Kölner Coach gilt als Mensch, der kein Blatt vor den Mund nimmt, Dinge anspricht, aber auch sein Wort hält. Kwasniok ist eben authentisch. In Sachen Rollenverteilung in der Bundesliga hat der Kölner Trainer aber eine andere Auffassung als eben jene genannten Experten. Die Rolle des Favoriten nimmt der 44-Jährige nämlich ganz sicher nicht an. „Wir sind im ersten Jahr in der Bundesliga und so war ich hier sitze, werden wir bis zum 34. Spieltag in jedem Spiel Außenseiter sein“, so der Trainer am Donnerstag. „Für einen Aufsteiger ist das das normalste der Welt, dass man das aus einer Underdog-Rolle angeht und zwar inklusive des letzten Spieltags.“

Statistik spricht für den FC

Nach den bisherigen Auftritten gerade gegen Mannschaften wie den SC Freiburg oder aber auch den VfL Wolfsburg oder die TSG Hoffenheim, fällt es allerdings schwer, den FC im Duell gegen die schwächelnden Fuggerstädter nicht als Favorit zu sehen. Denn der FCA ist in dieser Saison alles andere als ein bislang besonders gefährliches Team. Nach dem durchaus schmeichelhaften Auftaktsieg gegen Freiburg fiel das Team von Sandro Wagner in eine Negativspirale, tat sich schwer, fand erst am vergangenen Spieltag mit dem Erfolg gegen Wolfsburg ein wenig in die Spur. Egal ob Tore, Abschlüsse, xGoals oder Großchancen – es gibt nur wenige Offensivwerte, in denen der FCA besser als der FC ist. Und in der Defensive ist der Unterschied noch eklatanter. Beispielsweise ist Augsburg die Mannschaft mit dem mit Abstand höchsten gegnerischen xGoals-Wert.

Rein statistisch spricht also viel für Köln. Zumal auch die jüngere Bilanz wieder zu Gunsten der Geißböcke gekippt ist, nachdem Augsburg lange als so etwas wie ein Angstgegner gehandelt worden ist. Dennoch sind auch die Worte des Kölner Trainers durchaus verständlich. Zum einen ist der FC bekanntlich gerade erst wieder aufgestiegen. Trotz des starken Starts wird das Saisonziel primär Klassenerhalt heißen, während der FCA mittlerweile etabliert und alles andere als eine Fahrstuhlmannschaft der Liga ist. Zum anderen wird der Kölner Coach viel daran setzen, die Erwartungshaltung bei den Geißböcken und den Fans möglichst klein zu halten. Dass das kein Selbstläufer wird, ist Kwasniok in seiner Wahlheimat natürlich bereits lange bewusst. Mit jedem Erfolg mehr, gerät die Rolle des Außenseiters ein Stück weiter in den Hintergrund.

Klassentreffen gegen den Aufsteiger: U21 des 1. FC Köln will die Serie gegen Bonn ausbauen

Evangelos Sbonias im Spiel gegen den FC Gütersloh
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Klassentreffen gegen den Aufsteiger: U21 des 1. FC Köln will die Serie gegen Bonn ausbauen

Die U21 des 1. FC Köln will ihre Serie gegen den Bonner SC fortsetzen: Die FC-Reserve ist in der Regionalliga West seit sechs Spielen ungeschlagen. Am Samstagnachmittag soll im Franz-Kremer-Stadion gegen den Aufsteiger die 20-Punkte-Marke geknackt werden. Dabei könnte ein Sturm-Talent sein Comeback feiern.

Auch der Kölner Nachwuchs muss am Samstag im Heimspiel ran. Und die U21 des 1. FC Köln will ihre Serie gegen den Bonner SC fortsetzen. Doch Trainer Evangelos Sbonias warnt vor dem Gegner.

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Am Samstagnachmittag werden sich die Augen der FC-Fans Richtung Müngersdorf richten, wenn der 1. FC Köln ab 15:30 Uhr den FC Augsburg in der Bundesliga zu Gast hat. Abseits des Rampenlichts kämpft jedoch zeitgleich auch die U21 der Geißböcke um Punkte in der Regionalliga West. Das Team von Trainer Evangelos Sbonias möchte dort weitermachen, wo es vor der Länderspiel-Pause aufgehört hat: Die U21 ist seit nunmehr sechs Spielen ungeschlagen, erkämpfte sich vor zwei Wochen nach 0:3-Rückstand und in Unterzahl noch ein 3:3 in Düsseldorf.

Bonn „hat eine klare Handschrift“

Nach zuletzt zwei Remis in Serie soll am Samstag endlich mal wieder ein Sieg her – und die U21 geht als Favorit in das Duell mit dem Bonner SC. Der Gegner aus der Bundesstadt steht aktuell mit neun Punkten auf dem viertletzten Platz in der Tabelle und befindet sich damit in der Abstiegszone. Der BSC hat bereits einen Trainerwechsel hinter sich. Der Aufstiegscoach Sascha Glatzel musste nach vier Niederlagen in den ersten fünf Spielen und lediglich drei Punkten gehen. Für ihn übernahm Björn Mehnert. „Es ist eine Aufgabe, die nicht ganz so einfach ist“, ahnt Sbonias, „weil Bonn schon eine klare Handschrift mit dem neuen Trainer hat.“ Der FC-Trainer erwartet „dass Bonn versuchen wird, es kompakt zu verteidigen und dann über Umschalt-Momente zu kommen, um uns da wehzutun.“

Mit Bilal Ksiouar, Marcel Damaschek, Leon Augusto, Jonas Berg und Lucas Cueto stehen übrigens gleich fünf Spieler im Bonner Kader, die das Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Köln durchlaufen haben. Das Rhein-Duell ist entsprechend auch ein großes Klassentreffen. Sbonias hofft derweil, dass er Malek El Mala schon am Wochenende wieder einsetzen kann – wenn auch vermutlich zunächst als Joker nach der jüngsten Verletzungspause. Der Stürmer befindet sich seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining. „Da müssen wir einfach gucken, wie er die Belastungen verträgt und ob er dann eine Option für das Wochenende ist“, tappte der Coach noch im Dunkeln, ob es für El Mala im Kader reichen könnte.

Einige Rückkehrer wieder dabei

Definitiv fehlen wird neben den beiden Langzeit-Verletzten Gabriel Miocevic und Youssoupha Niang auch Mikolaj Marutzki. Der 18-jährige Torwart sah in Düsseldorf bei seiner Regionalliga-Premiere die Rote Karte und ist noch bis zum 27. Oktober gesperrt.

Sbonias musste in der jüngsten Länderspiel-Pause auf einige Spieler verzichten. Patrik Kristal war mit Estlands A-Nationalmannschaft unterwegs und kam noch am Dienstagabend rund eine Stunde in Tallinn gegen Moldau (1:1) zum Einsatz. Zudem durften sich die beiden Innenverteidiger Yannick Mausehund und Luc Dabrowski sowie das Offensiv-Talent Etienne Borie im Bundesliga-Kader präsentieren. Während Borie in dieser Woche bereits zur U21 zurückkehrte, verblieben die beiden Abwehr-Spieler zunächst noch beim Team von Trainer Lukas Kwasniok, dürften aber am Samstag wieder zum Regionalliga-Aufgebot zählen.


Lukas Kwasniok gibt Update zu Marius Bülter und Said El Mala: „Da haben wir schon eine Verantwortung“

Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz des 1. FC Köln
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Lukas Kwasniok gibt Update zu Marius Bülter und Said El Mala: „Da haben wir schon eine Verantwortung“

Mit der Begegnung gegen den FC Augsburg steht für den FC am Samstag die nächste Aufgabe auf dem Programm. FC-Coach Lukas Kwasniok kann nahezu aus dem Vollen schöpfen. Und das wirft personelle Fragen auf beim 1. FC Köln: Wie steht es um Marius Bülter und Said El Mala?

Nach und nach sind die Spieler wieder in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt. Die personelle Situation hat sich entspannt beim 1. FC Köln: Doch wie steht es nun im Angriff um Marius Bülter und Said El Mala?

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Ohne größere Verletzungen sind nun auch die Nationalspieler beim FC wieder zusammen und ins komplette Mannschaftstraining eingestiegen. Vor dem Duell gegen den FC Augsburg kann FC-Trainer Lukas Kwasniok also wieder aus dem Vollen schöpfen – abgesehen von den Langzeitverletzten um Rav van den Berg, Luca Kilian und Youssoupha Niang. Somit dürfte der Kölner Coach wieder die Qual der Wahl bei der Aufstellung haben. Auch die Nationalspieler sind da natürlich gegen den FCA wohl wieder ein Faktor. „Der Isak (Johannesson, Anm. d. Red.) sah gestern schon ganz schön verbogen aus. Jetzt hat er aber wieder ausreichend geschlafen und heute trainiert“, sagte Kwasniok am Donnerstag. „Said hat leichte muskuläre Spannungen gehabt. Aber er war auch schon wieder auf dem Feld.“

„Es geht darum, den Flow zu nutzen“

Beide Spieler hatten noch am Dienstag ein Länderspiel absolviert und daraufhin am Mittwoch individuell trainiert. Während Johannesson wohl sicher wieder in die Startelf rotiert, steht hinter El Mala für eine weitere Anfangsnominierung aber ein Fragenzeichen. Und das trotz seines starken Auftritts gegen Hoffenheim, als der Stürmer den einzigen Treffer erzielte. „Nur, weil jemand ein Tor erzielt, heißt es nicht automatisch, dass er sofort wieder beginnt. Bei Said geht es darum, den Flow zu nutzen“, sagte Kwasniok, erklärte dann aber auch, dass man trotzdem nichts überstürzen dürfe. „Der Junge ist 19 Jahre alt. Er hat drei Spiele in einer Woche absolviert. Und sein Körper ist das noch nicht gewohnt. Ich möchte nicht eines Tages hier sitzen und die Frage beantworten, warum wir auf den Jungen keine Acht gegeben haben. Wir müssen sorgfältig die Entscheidung treffen, hilft er uns von Beginn an oder hilft er uns von der Bank aus.“

Eine Einsatzgarantie klingt jedenfalls anders. Auf der anderen Seite ist aber auch der Einsatz von Rückkehrer Marius Bülter nicht sicher. Die komplette Spielzeit wird der Stürmer wohl nicht auf dem Platz stehen. „90 Minuten Bundesliga-Fußball nach dreiwöchiger Verletzungspause wäre unseriös. Da haben wir schon eine Verantwortung dem Spieler gegenüber, er sich selbst und der Mannschaft gegenüber“, sagte der Kölner Coach. „Es wäre völlig unseriös. Aber aus dem Vollen schöpfen, heißt, ihn im Kader haben. Ob er beginnt und früher runter muss oder später reinkommt, werden wir sorgfältig entscheiden.“

Transfergerücht beim 1. FC Köln: Thomas Kessler buhlt offenbar um polnisches Talent

Thomas Kessler sucht nach einem neuen Trainer für den 1. FC Köln
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Transfergerücht beim 1. FC Köln: Thomas Kessler buhlt offenbar um polnisches Talent

Nach dem überraschend gut verlaufenen Saisonstart wird Thomas Kessler für seine Einkaufspolitik im Sommer offenbar zu recht gefeiert. Doch es steht bereits die nächste heiße Phase an und nun auch schon das nächste Transfergerücht: Der 1. FC Köln ist wohl an Kuba Nawrocki interessiert.

Der Deadline Day ist gerade einmal sechs Wochen alt, da beginnt die Gerüchteküche für die nächste Transferphase zu brodeln. Und auch beim FC gibt es dementsprechend bereits das erste Transfergerücht: Der 1. FC Köln ist wohl an Kuba Nawrocki interessiert.

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Arbeitet der FC bereits an möglichen weiteren Verpflichtungen? Zumindest scheinen die Geißböcke schon an neuen Spielern interessiert zu sein. Die ersten Transfergerüchte kochen in der Kölner Gerüchteküche auf. Wie der Transfer-Experte Rudy Galetti berichtet, ist der FC an einer Verpflichtung von Kuba Nawrocki interessiert. Der 18-Jährige gilt als großes Talent in Polen, spielt aktuell für Widzew Lodz. Der junge Pole ist ein klassischer Sechser, kann aber auch die Rolle des zentralen Mittelfeldspielers übernehmen. Neben dem FC sollen auch der VfB Stuttgart sowie der VfL Wolfsburg ihr Interesse bekundet haben. Auch aus Italien gäbe es Interesse. So stehe Nawrocki auf der Liste des AC Florenz sowie von Sassuolo Calcio und US Cremonese.

Noch kein Profi-Einsatz

Trotz des vermeintlich hohen Interesses hat der Youngster bislang noch keine Junioren-Nationalmannschaft Polens durchlaufen und auch noch keinen Einsatz bei den Profis auf dem Konto. Der 18-Jährige wechselte im Sommer 2024 von Varsovia zu Widzew Lodz, spielt dort seitdem in der zweiten Mannschaft, absolvierte im Sommer aber die Vorbereitung bei den Profis. Dort saß er nur einmal in dieser Spielzeit auf der Bank. Bei der Reserve ist er Stammspieler, erzielte bereits einen Treffer und bereitete einen weiteren vor. Aktuell wäre der Mittelfeldspieler sicherlich keine Verstärkung für die Kölner, eher ein Perspektiv-Transfer. Denn die Kölner sind bekanntlich im Zentrum gut aufgestellt, haben den Kader im Sommer auf der Position auch ausgedünnt. Zudem erhoffen sich Kölner Youngster wie Emin Kujovic oder U17-Weltmeister Fayssal Harchaoui in naher Zukunft mehr Einsatzzeit beim FC.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Youngster in den Planungen von Lukas Kwasniok bislang nicht die größte Rolle gespielt haben.

Nur 41 Einsatzminuten: Cenk Özkacar kommt beim 1. FC Köln noch nicht in Fahrt

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Nur 41 Einsatzminuten: Cenk Özkacar kommt beim 1. FC Köln noch nicht in Fahrt

Cenk Özkacar kam mit großen Erwartungen nach Köln, doch bislang läuft es für den Innenverteidiger wohl nicht wie geplant. Zwischen Hoffnungen, Konkurrenzdruck und der Geduld seines Trainers beim 1. FC Köln: Cenk Özkacar hat aktuell einen schweren Stand.

Er kam, um den Konkurrenzkampf im Kader anzuheizen und die Qualität auf der Innenverteidigerposition zu verbessern. Doch aktuell kann Cenk Özkacar wohl kaum zufrieden sein mit den wenigen Einsatzminuten, die ihm Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln gewährt: Cenk Özkacar hat aktuell einen schweren Stand.

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Im Nachhinein betrachtet hat Lukas Kwasniok seinem Schützling Cenk Özkacar möglicherweise keinen Gefallen damit getan, ihn unmittelbar nach seiner Ankunft im Pokalkrimi gegen Regensburg von Beginn an spielen zu lassen. Die dadurch erweckte Erwartungshaltung an den Spieler bleibt nämlich bis dato unerfüllt. Özkacar war einer der letzten Neuzugänge, die am Geißbockheim eintrafen. Der FC vermeldete die Verpflichtung des 25-Jährigen erst am 9. August, gut eine Woche später folgte dann schon das erste Spiel von Anfang an im Jahnstadion. Im Anschluss an den knappen 2:1-Erfolg verwies der Neuzugang entgegen der aufkeimenden Euphorie darauf, dass man aus dem Spiel gegen Regensburg nicht ableiten könne, dass er sofort startklar sei: „Ich habe mich neben meinen Teamkollegen schon sehr wohl gefühlt. Trotzdem wird es noch etwas dauern, bis ich mich voll integriert habe und mich an das neue Spielsystem gewöhnt habe“, sagte der Türke damals.

Özkacar in vertrackter Situation

Wie bei seinen bisherigen Stationen, bei denen Cenk Özkacar als Leihspieler fungierte, kommt der 25-Jährige auch beim FC bisher nicht so richtig auf Einsatzzeit. Zwar wurde er in der ersten Runde des DFB-Pokals überraschend in der Startelf aufgestellt, in der Bundesliga kam er jedoch nur noch zu Kurzeinsätzen gegen Mainz und Hoffenheim und damit insgesamt nur auf 41 Spielminuten in der Liga.

Davon auszugehen, ist zu diesem Zeitpunkt vollkommen Fehl am Platz, aber ein Scheitern von Özkacar in Köln wäre für den Verein zwar ärgerlich, hätte aber keine schwerwiegenden Folgen, da der Spieler nur per Leihgeschäft an die Domstädter gebunden ist. Anders verhält es sich bei Neuverpflichtungen wie Rav van den Berg: Dessen sportliche Entwicklung steht aufgrund des eingegangenen finanziellen Risikos möglicherweise stärker im Fokus der sportlichen Verantwortlichen der Geißböcke. Stichwort van den Berg: Die Konkurrenz im Kader ist groß. Das Toptalent wird sich nach seiner Genesung für die Startelf aufdrängen. Zuletzt hatte Dominique Heintz gegen Hoffenheim die Nase vorn. Der Fanliebling machte seine Sache gut, verteidigte mit Biss und avancierte gleich zum besten Kölner Zweikämpfer auf dem Platz.

Heintz und Schmied als Blaupause

Der Fall Dominique Heintz zeigt jedoch auch einen Ausweg für den türkischen Nationalspieler auf. Der Routinier befand sich lange in einer ähnlichen Situation wie Özkacar. In der Planung von Kwasniok spielte er bis zum Hoffenheim-Spiel keine tragende Rolle. Daher kann er die belastende Situation seines Teamkollegen wohl gut nachvollziehen. Heintz sagt dazu: „Das gehört nun mal zum Profifußball dazu. Es kommt auch immer darauf an, welches System der Trainer bevorzugt. Ein neuer Coach muss sich erst ein Bild von der Mannschaft machen. Aber egal, in welcher Phase du bist, ob du spielst oder nicht, du musst immer dranbleiben. Du darfst einfach nichts an deiner Mentalität oder deiner Arbeitsweise ändern. Dann wirst du irgendwann wieder belohnt. Dazu versuche ich immer, die Mannschaft zu unterstützen“, sagte der 32-Jährige im Interview mit come-on-fc.com.

Zusätzlich strahlt auch Joel Schmied Zuversicht aus. Der Schweizer, der zu Beginn seiner Zeit in Köln mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte, blüht seit dieser Spielzeit auf. „Man geht immer davon aus, dass ein neuer Spieler sofort einschlägt“, erklärte er zuletzt in einem Beitrag von FC-TV. „Das ist aber nicht so leicht, wie es vielleicht auf dem Papier aussieht.“

Kwasniok: “Wenn die Zeit reif ist, werde ich ihn reinwerfen”

Sicher ist, dass Özkacar beim FC derzeit noch nicht über die Rolle des Nebendarstellers hinausgekommen ist. Abschreiben sollte man ihn deswegen allerdings noch nicht. Denn Lukas Kwasnioks Umgang mit Spielern aus der zweiten Reihe kann für ihn der Türöffner sein, um in Zukunft aus dem Schatten von Heintz, Van den Berg und Co. hervorzutreten. Kwasniok sagte über den Innenverteidiger: „Für ihn gilt es jetzt, Gas zu geben. Wenn die Zeit reif ist, werde ich ihn reinwerfen“.

Tore für den 1. FC Köln garantiert? Vorne kaltschnäuzig und hinten anfällig

Jubelnde Spieler des 1. FC Köln
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Tore für den 1. FC Köln garantiert? Vorne kaltschnäuzig und hinten anfällig

Mit den Geißböcken und Augsburg treffen zwei der kaltschnäuzigsten Teams der Liga im direkten Duell aufeinander. Nach der Statistik sind Tore garantiert. Und dann auch wahrscheinlich für den 1. FC Köln: Kaltschnäuzige Kölner treffen auf anfällige Augsburger.

Nach den Werten dürfen sich die FC-Fans am Samstag auf Tore einstellen. Und mit großer Wahrscheinlichkeit auch für den 1. FC Köln: Kaltschnäuzige Kölner treffen auf anfällige Augsburger. Doch eine Erfolgsgarantie ist das nicht.

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Geht es nach der blanken Statistik und dem Gesetz der Bilanz, dann dürfen sich die Fans, die es am Samstag nach Köln verschlägt, auf einige Tore freuen. Zum einen, weil in den bisherigen sechs Saisonspielen des FC Augsburg immer beide Teams getroffen haben. Zum anderen, weil es in den Partien der Fuggerstädter in dieser Saison schon 24 Tore gegeben hat. Einen Schnitt von vier Treffern pro Spiel überschreiten nur der FC Bayern München mit 28, also einem Schnitt von 4,66 sowie Eintracht Frankfurt mit 33 gefallenen Toren also einem Schnitt von 5,5 Treffern pro Spiel. Ein torloses Remis gab es zwischen den beiden Teams zudem zuletzt vor neun Jahren. Damals stand auf Kölner Seite ein gewisser Thomas Kessler im Tor, der wohl auch Schlimmeres verhinderte.

Augsburg mit beeindruckendem xGoals-Wert

Aktuell wird „Kess“ für seine guten Taten bei der Kaderplanung und -zusammenstellung gefeiert. Zwölf Neuzugange, zahlreiche sind eingeschlagen. Und da von den 13 Pflichtspieltoren dieser Saison alleine neun auf das Konto der Neuverpflichtungen gehen sowie immerhin 16 der 24 Scorerpunkte, kann man durchaus zum Schluss kommen, dass der neue Kölner Sportdirektor in gewisser Weise auch an der Offensivflaute vergangener Tage gedreht hat. Der FC offenbart in dieser Saison eine beeindruckende Kaltschnäuzigkeit, hat mit seinen elf Toren in der Liga bereits mehr als zwei Treffer mehr erzielt, als es der xGoals-Wert (8,65) hätte erwarten lassen und hat sich vor allem sämtliche Tore selbst erspielt. Oder andersrum wartet noch immer auf den ersten Treffer nach einem Standard, genauso wie auf den ersten Treffer aus der Distanz.

Eine höhere Effizienz, also mehr Treffer als es der xGoals-Wert erwarten lässt, weisen erwartungsgemäß die Tormaschinerien der Bayern (8,5) und von Eintracht Frankfurt (8) auf. Und: der FC Augsburg. Die Fuggerstädter kommen in dieser Saison wie Köln in der Liga ebenfalls auf elf Tore. Allerdings bei einem xGoals-Wert von 6,5. Die Qualität der Chancen ließ also eigentlich nur gut sechs Treffer erwarten. Und für diese elf Tore benötigte das Team von Sandro Wagner gerade einmal 65 Schüsse. Der FCA liegt damit in der Torschuss/Torquote nahezu gleichauf mit Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen auf Rang fünf. Der FC folgt auf Rang sechs mit elf Toren bei 80 Versuchen. Treffer sind also alles andere als unwahrscheinlich im Duell am Samstag. Die Frage ist nur, auf welcher Seite mehr fallen.

Augsburg in der Defensive extrem anfällig

Und da gibt es dann doch einen gravierenden Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. Denn in der eigenen Box ist der FC laut Lukas Kwasniok zwar alles andere als sicher, dafür bislang aber ziemlich erfolgreich – zumindest im Spiel. Der Kölner Coach sprach zuletzt davon, dass man an der Boxverteidigung noch arbeiten müsse. Tatsächlich hat die Kölner Hintermannschaft aus dem Spiel heraus erst drei Gegentreffer kassiert und liegt damit nur knapp hinter den Bayern (2), aber immerhin gleichauf mit dem BVB und sogar vor Leverkusen (4). Die meisten Gegentreffer fallen weiterhin nach Standards, nach einem ruhenden Ball.

Das sieht wiederum bei den Augsburgern ganz anders aus. Der FCA kassierte bereits zehn Gegentore aus dem Spiel heraus. Also aus einer vermeintlichen Stärke der Geißböcke. Einzig Frankfurt und Bremen sind in dieser Kategorie noch anfälliger. Das scheint aber nicht unbedingt an der Hintermannschaft der Fuggerstädter zu liegen. Denn das Team von Sandro Wagner hätte nach den xGoal-Werten der Gegner bereits 16 Gegentreffer kassieren müssen – mit Abstand der höchste Wert der Liga. Wenn also Kaltschnäuzigkeit auf Anfälligkeit trifft, dann dürfte es durchaus ein paar Tore geben. Zumindest nach der nackten Statistik.

Marius Bülter wieder fit, Said El Mala und Ragnar Ache in Form: Wer stürmt beim 1. FC Köln?

Marius Bülter trainierte am Mittwoch wieder voll mit
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Marius Bülter wieder fit, Said El Mala und Ragnar Ache in Form: Wer stürmt beim 1. FC Köln?

Nach Verletzungs- und Babypause trainierte Marius Bülter am Mittwoch wieder voll mit. Der Stürmer wird also wieder eine Option. Doch es gibt noch Alternativen beim 1. FC Köln: Wer stürmt gegen Augsburg?

Am Dienstag war er noch teilintegriert, am Mittwoch mischte Marius Bülter wieder voll mit und wird damit für die kommende Begegnung wieder eine Startelf-Option. Doch es gibt noch andere Angreifer, die sich Chancen ausrechnen beim 1. FC Köln: Wer stürmt gegen Augsburg?

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Die Meldung am Dienstagnachmittag klang noch nicht so richtig gut. Marius Bülter würde zunächst einmal teilintegriert trainieren, hieß es von Seiten des Vereins. Tatsächlich wurde der Stürmer in der Nachmittagseinheit noch ein wenig geschont. Aufgrund einer hartnäckigen Achillessehnen-Entzündung, dann aber auch der wiederum erfreulichen Babypause hatte der Stürmer die Spiele gegen den VfB Stuttgart sowie gegen die TSG Hoffenheim verpasst und auch an dem Benefiz-Turnier, dem Cologne Cup, nicht teilgenommen. Eben jener Stürmer, der mit zwei Toren und zwei Vorlagen die interne Scorerliste anführt. Nach seinem fulminanten Auftakt gegen Mainz und Freiburg ruhen die Kölner Hoffnungen auf dem Stürmer. Bülter ist beim FC schneller angekommen, als es ihm im Sommer einige Experten vorausgesagt hätten.

Kehrt Bülter zurück in die Startelf?

Kein Wunder also, dass die Kölner Fans einer Rückkehr des Stürmers entgegenfiebern. Seit Mittwoch stehen die Chancen auf einen Einsatz gegen den FC Augsburg deutlich besser. Bülter war wieder voll im Training dabei, ging in die volle Belastung und zog die Einheit durch. Der Stürmer scheint dem Kölner Trainer also wieder zur Verfügung zu stehen. Zwar gehörte Bülter der Auftakt in diese Spielzeit. Ob Lukas Kwasniok den Angreifer aber in die Startelf packt, scheint aktuell offen. Zum einen, weil Kwasniok immer wieder betont hat, keine Stammelf zu haben. Der Kölner Coach probiert Dinge aus, sucht die richtigen Schlüssel für den jeweils richtigen Gegner. Ob Bülter aus seiner Sicht zum FC Augsburg passt, könnte auf der Pressekonferenz am Donnerstag beantwortet werden.

Könnte, denn Kwasniok lässt sich eher nicht in die Karten schauen. Und der Kölner Coach hat noch Alternativen im Ärmel. Wenn ein Spieler den Cologne Cup nutzte, um auf sich aufmerksam zu machen, dann war es wohl Ragnar Ache mit einigen Chancen, vor allem aber den beiden Kölner Toren. In der letzten Länderspielpause hatte Luca Waldschmidt den Test gegen Schwarz-Weiß Essen für eine Duftmarke und damit die Rückkehr in die Anfangsformation genutzt. Nun könnte sich der Angreifer empfohlen haben. Ache kommt zudem in dieser Spielzeit, inklusive Pokalspiel auf vier Assists. Und dann ist da natürlich auch Said El Mala. Der Kölner Youngster hatte gegen die TSG Hoffenheim erstmals in dieser Saison von Beginn an gespielt und mit dem entscheidenden Treffer direkt abgeliefert.

In Sinsheim hatte Jakub Kaminski in der Spitze gespielt. Er wäre mitunter aber auch erneut eine Variante auf der Außenbahn. Möglicherweise findet Trainer Kwasniok aber auch einen ganz anderen Schlüssel. Überraschen würde das nicht mehr.

Einst Angstgegner, jetzt gern gesehener Gast – der 1. FC Köln empfängt Augsburg

Steffen Tigges und Eric Martel jubeln nach einem Tor gegen Augsburg
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Einst Angstgegner, jetzt gern gesehener Gast – der 1. FC Köln empfängt Augsburg

Über ein Jahrzehnt konnten die Kölner nicht gegen den FC Augsburg gewinnen. Die Fuggerstädter entwickelten sich zu so etwas wie einem unschlagbaren Kontrahenten. Das ist Geschichte für den 1. FC Köln: Der FC Augsburg ist für den FC kein Angstgegner mehr.

Elf lange Jahre musste der FC auf einen Sieg gegen die Fuggerstädter warten. Vor drei Jahren gab es auch endlich mal wieder einen Erfolg beim 1. FC Köln: Der FC Augsburg ist für die Kölner längst kein Angstgegner mehr.

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Es war wohl eins seiner besseren Spiele, als Steffen Tigges vor ziemlich genau drei Jahren gegen den FC Augsburg auflief. Der ehemalige Kölner Stürmer leitete gleich mehrere Chancen ein, bevor er selbst nach Vorarbeit von Linton Maina zum zwischenzeitlichen 1:1 einnetzte. Der Stürmer hätte den FC auch in Führung schießen können, vergab aber. Erst nach dem erneuten Rückstand sowie dem 2:2 durch Denis Huseinbasic war Tigges ein zweites Mal zur Stelle: 3:2 für den FC. Die Geißböcke feierten damit den ersten Heimsieg gegen die Fuggerstädter seit elf Jahren. Tatsächlich hatte sich der FCA seit 2011 zu einem Angstgegner der Kölner entwickelt. Vielleicht auch schon ein Jahr vorher, als Augsburg den FC noch als Zweitligist aus dem DFB-Pokal warf. Mit Petit, Lukas Podolski und Adil Chihi wurden damals drei Spieler frühzeitig zum Duschen geschickt.

Augsburg in der Fremde schwach

Das 3:0 der Kölner vor mittlerweile 14 Jahren war dann über ein ganzes Jahrzehnt der letzte Dreier für den FC. Zwölf Spiele in Folge konnten die Geißböcke nicht mehr gewinnen. Bis dann in höchster Abstiegsnot Ondrej Duda sein bestes Spiel für den FC ablieferte und mit zwei Toren in Augsburg den 3:2-Erfolg des FC sicherte. Von den jüngsten fünf Partien gingen drei an Köln, zwei endeten Remis. Augsburg ist also längst kein Angstgegner mehr. Und auch in dieser Spielzeit ist die Mannschaft von Sandro Wagner auf fremden Plätzen alles andere als furchterregend. In den vergangenen beiden Begegnungen in der Fremde verloren die Augsburger gegen St. Pauli und Heidenheim. Wie es geht, zeigte der FCA allerdings beim Auswärtserfolg in Freiburg. Beim 3:1-Sieg war der Sportclub eigentlich die dominierende Mannschaft.

Hitzig waren die Begegnungen allemal. Etwa als Marvin Hitz damals den Elfmeterpunkt vor einem Strafstoß von Anthony Modeste zerstörte und der Stürmer tatsächlich verschoss. Oder als Ruben Vargas Linton Maina mit offener Sohle von den Beinen holte und Steffen Baumgart zu einem Ausraster inklusive „Halt die Fresse“-Schrei hinreißen ließ. Immerhin das Spiel, in dem der FC schließlich 3:2 gewann. Nach dem bisherigen Saisonverlauf gehen die Kölner am Samstag vielleicht erneut als der Favorit in die Begegnung. Warum auch nicht, ein Angstgegner ist Augsburg schon lange nicht mehr. Und selbst wenn, in dieser Spielzeit haben die Kölner schon einige Gegner zum Stolpern gebracht, gegen die es zuletzt nicht immer so gut gelaufen ist.

Kristoffer Lund: Mit guten Leistungen beim 1. FC Köln zum „Traum“ WM in der „Heimat“

Kristoffer Lund beim Training des 1. FC Köln
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Kristoffer Lund: Mit guten Leistungen beim 1. FC Köln zum „Traum“ WM in der „Heimat“

Kristoffer Lund kam in diesem Sommer aus der italienischen Serie B ans Geißbockheim. Und die ersten Eindrücke sind vielversprechend. Für den Außenverteidiger geht es um die Zukunft beim 1. FC Köln: Kristoffer Lund will über den FC zur WM.

Möglicherweise ist es eine Art Win-Win-Win-Situation. Denn mit guten Leistungen beim 1. FC Köln könnte es auch zum Traum für den Außenverteidiger kommen: Kristoffer Lund will über den FC zur WM.

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Während gleich vier FC-Profis mit der Nationalmannschaft unterwegs waren, wurde Kristoffer Lund in dieser Länderspielpause einmal mehr nicht nominiert. Statt den Testspielen gegen Australien und Ecuador standen für den gebürtigen Dänen Cologne Cup, Training und ein paar freie Tage auf dem Programm. „Ich hätte die Nominierung für die Nationalmannschaft schon bevorzugt“, so Lund am Mittwoch nach der Trainingseinheit. „Es ist natürlich eine große Chance, nominiert zu werden und von den Spielern in der Nationalmannschaft zu lernen, sich mit ihnen zu messen. Auf der anderen Seite konnte ich so die Bindung zu meinen Mitspielern hier verbessern und konnte mal wieder meine Freunde, meine Eltern und Geschwister besuchen.“

Die WM ist ein Traum für Lund

Der 23-Jährige spielte fast anderthalb Jahre für die amerikanische Nationalmannschaft, befindet sich seit einem Jahr zwar auf der Liste von US-Coach Mauricio Pochettino, aber eben nicht mehr im Kader. Doch genau da will der Außenbahnspieler wieder hin. „In der Bundesliga zu spielen bedeutet auch in einer der Top-5-Ligen Europas zu spielen“, so Lund. „Wenn man regelmäßig dort spielt und seine Leistung zeigt, dann ist es natürlich eine gute Chance, sich zu präsentieren. Aber am Ende des Tages ist es die Entscheidung des Trainers. Aber ich würde natürlich gerne mein Land repräsentieren.“ Die Mutter des Kölner FC-Profis ist Amerikanerin, machte somit den Verbandswechsel möglich. Und im kommenden Jahr steht die WM in den USA vor der Tür. Ein Traum für Lund.


Ein Traum, für sein Land aufzulaufen. „Es fühlt sich immer mehr nach Heimat für mich an“, sagt der Außenbahnspieler. „Als ich jünger war hat es sich mehr als mein zu Hause angefühlt, weil ich damals die Familie und die USA öfter besucht habe. Seit dem ich Fußball auf diesem hohen Level spiele, war es nicht so einfach, so viel zu reisen. Deswegen ist es unglaublich mit der Nationalmannschaft in die USA zu reisen und dann eventuell die Familie zu treffen.“ Und Lund ist auf einem guten Weg dort wieder hinzukommen. Tatsächlich sind die ersten Eindrücke vielversprechend. Vier Mal stand Lund in den bisherigen sechs Ligaspielen in der Anfangsformation, saß in allen sieben Pflichtspielen nur ein Mal 90 Minuten auf der Bank. Der gebürtige Däne erhält unter Lukas Kwasniok immer wieder seine Chancen, gehört mindestens zum erweiterten Kreis der Stammspieler.

„Das wird am Ende entscheiden“

Das war vielleicht so nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Lund spielte zuletzt beim italienischen Zweitligisten Palermo in der Serie B. Der Sprung ins deutsche Oberhaus war also noch einmal ein Karriereschritt. Nun ist der Däne beim FC unterwegs. Und das durchaus erfolgreich. „Es lief doch gut für uns. Besser als ich es erwartet habe“, sagt Lund. „Wir haben schon einige harte Einheiten, aber die Atmosphäre ist hier in Köln richtig gut.“ Und zehn Punkte aus sechs Spielen sind auch nicht verkehrt. Als nächstes geht es nun gegen den FC Augsburg. „Wir gehen natürlich mit großem Respekt in jedes Spiel. Aber wir wollen schon jedes einzelne der Spiele gewinnen“, sagt Lund, dessen Leihvertrag im Sommer ausläuft. „Wie lange ich hier in Köln bleibe, hängt in erster Linie an mir und wie ich mich präsentiere, welches Level ich zeigen kann. Das wird am Ende entscheiden.“

Wenn es so weitergeht, stehen die Chancen nicht schlecht, dass der FC einen WM-Teilnehmer sicher in den eigenen Reihen hat.

Ex-Spieler des 1. FC Köln: Justin von der Hitz ist ein gutes Beispiel für den schweren Sprung zu den Profis

Justin von der Hitz bei seinem letzten Spiel für den FC
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Ex-Spieler des 1. FC Köln: Justin von der Hitz ist ein gutes Beispiel für den schweren Sprung zu den Profis

Im vergangenen Sommer hat Justin von der Hitz den FC unter viel Wirbel verlassen. Mittlerweile ist es ruhig geworden um das ehemalige Talent des 1. FC Köln: Justin von der Hitz tut sich weiterhin schwer.

Er galt als ein ganz großes Talent beim 1. FC Köln: Doch Justin von der Hitz tut sich auch bei seinem neuen Club weiterhin schwer.

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Beinahe wäre es am Montag mal wieder zu einem internationalen Einsatz gekommen. Die deutsche U20-Nationalmannschaft war zu Gast in Portugal. Justin von der Hitz hatte es dieses Mal aber nur in den erweiterten Kader der DFB-Auswahl geschafft. Erst vor vier Wochen hat der Rechtsverteidiger sein Debüt für die deutsche U20-Nationalmannschaft gegen Italien gefeiert. Dieses Mal blieb der ehemalige Kölner Hoffnungsträger in Nürnberg. Es ist deutlich stiller geworden um den U17-Weltmeister von 2023. Denn noch vor wenigen Wochen war der Wirbel groß. Von der Hitz hatte mit zwei Toren und einer Vorlage die U19 der Geißböcke im Finale gegen Leverkusen auf Kurs Deutsche Meisterschaft gebracht und einmal mehr für Unverständnis gesorgt. Unverständnis bei zahlreichen Fans, die von der Hitz gerne weiterhin beim FC gesehen hätten.

Unter Struber nicht berücksichtigt

Auch die Kölner Verantwortlichen hätten von der Hitz gerne behalten. „Wir haben im Nachwuchsbereich, unsere Verantwortlichen in der Akademie – alle haben um Justin gekämpft. Wir haben wirklich alles versucht“, sagte Stephan Ruthenbeck im Sommer dem „Express“. Kolportiert wurde aber, dass man auf Spielerseite nicht ganz so glücklich in Köln war. Wohl auch, weil man sich mehr Spiel-, mehr Einsatzzeit versprochen hatte. Trotz der immer wieder kommunizierten Baustelle auf der rechten Abwehrseite bekam der Youngster unter Gerhard Struber keine Chance. Im Gegenteil, der damalige Trainer erklärte öffentlich, dass er von der Hitz in näherer Zukunft nicht bei den Profis sehen würde, obwohl das Talent unbestritten sei.

Talent ja, aber der Schritt zu den Profis ein wenig groß, so der Tenor – für den Struber von einigen Fans in den Sozialen Medien doch kräftig kritisiert wurde. Doch ganz unrecht scheint der Österreicher nicht gehabt zu haben. Denn von der Hitz spielt bislang auch bei seinem neuen Club keine Rolle. Bislang hat der Rechtsverteidiger noch nicht eine Minute für die Profis gespielt. Bei den ersten vier Ligaspielen gehörte der Youngster noch zum Kader, seit Ende August ist er Teil der 2. Mannschaft. Bei der Qualität steht es wohl außer Frage, dass von der Hitz den Sprung schafft. Nur noch nicht jetzt, eher eben irgendwann. Der 18-Jährige ist einer von vielen FC-Talenten, die Köln in der Hoffnung auf mehr Spielzeit verlassen haben.

Auch Wäschenbach spielt keine Rolle

Meiko Wäschenbach, U19-Pokalsieger mit Köln, verließ den FC schon in der vergangenen Saison, um in Karlsruhe 2. Bundesliga zu spielen. Bei den Badenern kam Wäschenbach damals auf zwei Einsätze und drei Spielminuten. In dieser Saison steht noch kein Spiel bei den Profis auf der Liste. Auch für Justin Diehl lief es nach dem Weggang aus Köln alles andere als rund. Auch aufgrund von Verletzungen hat es der Stürmer bis heute beim VfB nicht geschafft. Dass es einige andere Beispiele gibt, steht außer Frage. Beispielsweise Jens Castrop, der zuletzt ausgerechnet bei Borussia Mönchengladbach ordentlich aufspielte. Doch das Beispiel von der Hitz zeigt wohl ziemlich deutlich, dass der Sprung zu den Profis dann doch manchmal größer ist, als es Spieler und Fans mitunter einschätzen.