Nach spätem Nackenschlag gegen Wolfsburg: FC-Frauen brauchen ersten Sieg in Essen

Britta Carlson und Laura Donhauser vom 1. FC Köln nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg.
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Nach spätem Nackenschlag gegen Wolfsburg: FC-Frauen brauchen ersten Sieg in Essen

Die FC-Frauen konnten sich für einen engagierten Auftritt gegen den VfL Wolfsburg nicht belohnen. Der späte Nackenschlag muss nun schnellstmöglich raus aus den Köpfen der FC-Frauen: Am Mittwochabend zählt einzig ein Sieg an der Hafenstraße in Essen. Andernfalls rückt das Saisonziel in weite Ferne.

Bereits in zwei Tagen steht das nächste Duell an für die Fußballerinnen des 1. FC Köln. Dann wird es ernst für die FC-Frauen: Am Mittwochabend zählt einzig ein Sieg in Essen.

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Eine Niederlage gegen den VfL Wolfsburg ist für den 1. FC Köln grundsätzlich keine Schmach. Dafür sind die Vorzeichen bei beiden Vereinen aller Entwicklung rund ums Geißbockheim zum Trotz nach wie vor viel zu unterschiedlich. Schmerzhaft wird eine Niederlage gegen die vermeintliche Übermannschaft aus Niedersachen jedoch so, wie sie am Sonntagabend zustande kam. Eigentlich sah schon alles nach dem zweiten Punktgewinn gegen den VfL innerhalb eines knappen halben Jahres aus. Er wäre zwar schmeichelhaft gewesen angesichts der fahrlässigen Wolfsburger Chancenverwertung, aber letztlich der Lohn für einen leidenschaftlichen und bisweilen mutigen Kölner Auftritt. Es wäre auch ein Punkt für die Moral gewesen, nachdem es für die Kölner bislang weder gegen Leipzig noch in Freiburg für phasenweise gute Auftritte etwas Zählbares zu holen gab.

“Du musst jetzt gut regenerieren“

Stattdessen ist die Trainerin Britta Carlson in der kurzen Vorbereitungszeit vor dem Auswärtsspiel in Essen am Mittwochabend insbesondere als Psychologin gefragt. Auch Carlson selbst schritt nach dem Abpfiff am Sonntagabend konsterniert in die Kabine, ihre Spielerinnen noch viel mehr. „Es tut extrem weh, wenn du in der letzten Minute noch so ein Gegentor bekommst. Auch wieder durch einen Standard, was wir tausend Mal besprochen haben. Dass man sich wieder um den Lohn bringt, tut mir in erster Linie leid für die Spielerinnen, weil sie einfach so ein hohes Invest hatten gegen einen guten Gegner“, so Carlson.

“Wir haben uns nicht hinten reingestellt, wir haben versucht mit zu agieren. Ich sehe da die Schritte und weiß auch, dass wir das in vielen Phasen immer wieder gut umgesetzt haben, unsere Möglichkeiten hatten, uns auch Standards rausgespielt haben, auch die eine oder andere Abschluss-Situation hatten. Deswegen tut es mir im Endeffekt sehr leid für unsere Spielerinnen.“

FC-Frauen: Am Mittwochabend zählt einzig ein Sieg in Essen

Die Trainerin sprach auch den psychologischen Effekt dieses späten Rückschlags an zum Start der englischen Woche an: „Du musst jetzt gut regenerieren und vor allem versuchen, die Köpfe wieder hochzubekommen. Ich glaube, das ist die größte Herausforderung, weil es natürlich auch für die Spielerinnen schwer ist. Wenn du das Erfolgsmomentum nie bekommst, dann ist es schwer, immer wieder diese Motivation hochzuhalten, das ist keine Frage. Aber wir haben die Chance am Mittwoch, das umzusetzen. Das ist das Gute am Sport, dass wir immer wieder die Chance haben, an uns zu arbeitenund es besser zu machen. Ich sehe immer wieder kleine Schritte, aber der entscheidende, sich das Glück hart zu erarbeiten, da sind wir noch auf dem Weg.“

Der Druck für die Mannschaft wird freilich von Spiel zu Spiel größer, denn ein Sieg in Essen an der Hafenstraße ist nach den drei Auftakt-Niederlagen fast schon Pflicht. Einerseits, um im Keller-Duell einen Konkurrenten zu überholen, andererseits aber insbesondere, um das Saisonziel des frühzeitigen Klassenerhalts nicht aus den Augen zu verlieren. Sollte es in Essen eine weitere Niederlage geben, droht mit Blick auf den danach folgenden Gegner Bayer Leverkusen sogar die Horror-Bilanz von fünf Niederlagen in Folge zum Saisonstart. Die Aufbruch-Stimmung nach dem Umbruch im Sommer wäre zunächst komplett dahin. Die Statistik macht aber zunächst wenig Mut: Der 1. FC Köln konnte in Essen bislang noch nie gewinnen.


Raphael Obermair über den geplatzten Wechsel zum 1. FC Köln: „Vielleicht bin ich auch in gewisser Weise sauer“

Raphael Obermair soll zum Thema beim 1. FC Köln geworden sein
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Raphael Obermair über den geplatzten Wechsel zum 1. FC Köln: „Vielleicht bin ich auch in gewisser Weise sauer“

Er war im Sommer der Wunschspieler von Lukas Kwasniok und der FC wollte sich für den 29-Jährigen strecken. Doch er trägt auch weiterhin das Trikot von Paderborn und eben nicht vom 1. FC Köln: Das sagt Raphael Obermair zum geplatzten Transfer.

Lange stand ein Wechsel im Raum, der Deal mit dem 1. FC Köln kam nicht zu Stande: Das sagt Raphael Obermair zum geplatzten Transfer nach Köln.

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20 Spieler hat der FC in dieser Saison bereits in Pflichtspielen eingesetzt, darunter auch sämtliche Neuzugänge. Wenn es nach FC-Coach Lukas Kwasniok gegangen wäre, stünde noch ein weiterer bzw. ein anderer Akteur auf der Liste. Raphael Obermair stand bekanntlich ganz weit oben auf der Liste der Geißböcke. Und wie der Spieler nun selbst erklärte, schon deutlich länger als es den Anschein hat. „Ich habe irgendwie darauf gewartet, dass medial losgeht. Das kam doch alles erst etwas verzögert“, zitiert die „Neue Westfälische“ den Spieler. So habe sich Obermair schon einige Wochen mit dem FC in Gesprächen befunden, bevor das Thema erstmals so richtig die Runde machte. „Am Ende hat es mich auf jeden Fall beschäftigt. Aber nicht so viel, dass man es auf dem Platz gemerkt hätte und es mich behindert hätte“, sagt Obermair nun.

„Vielleicht bin ich auch in gewisser Weise sauer“

Dem Vernehmen nach wollten sich die Kölner für den Defensivspieler ordentlich strecken. Mehr als zwei Millionen Euro war die FC-Bosse wohl bereit für den 29-Jährigen auf den Tisch zu legen. Für einen Spieler, der noch Vertrag bis 2026, dafür aber noch keine Bundesliga-Erfahrung hat. Der Marktwert des Spielers wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Der SC Paderborn soll wiederum rund 2,7 Millionen Euro gefordert haben. Der Deal kam letztlich nicht zu Stande. SCP-Sportdirektor Sebastian Lange erklärte später an verschiedenen Stellen, dass es nur um das Wohl des Vereins gehe. Obermair blieb beim SCP und ist aktuell einer der Leistungsträger der Ostwestfalen. „Die Enttäuschung ist ganz klar da. Vielleicht bin ich auch in gewisser Weise sauer. Aber es hilft nicht“, sagt der 29-Jährige. „Ich mache weiter, um vielleicht noch einmal die Chance zu bekommen.“

Die wird er wohl nicht mehr beim FC bekommen. Mittlerweile haben die Geißböcke bekanntlich Alessio Castro-Montes unter Vertrag genommen. „Dass ich enttäuscht bin, kann glaube ich jeder nachvollziehen. Aber irgendwann muss man das ablegen und versuchen weiterzumachen“, so Obermair. „Das ist mir währenddessen auch immer ganz gut gelungen. Und das klappt auch jetzt ganz gut, finde ich.“ Aktuell gibt es bei den Ostwestfalen aber auch noch keine konkreten Bestrebungen, den Vertrag mit Obermair zu verlängern.


Doppelpack in 100 Sekunden: Kölner Leihspieler wird zum absoluten Matchwinner

Chilohem Onuoha wurde für den SC Verl zum Matchwinner
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Doppelpack in 100 Sekunden: Kölner Leihspieler wird zum absoluten Matchwinner

Was für ein Erfolg für den Leihspieler des 1. FC Köln: Chilohem Onuoha erzielt für den SC Verl zwei Treffer in 100 Sekunden und dreht die Begegnung gegen Cottbus. So schlugen sich die weiteren Leihspieler.

Hauptsächlich geht es bei den Leihen um Erfahrung sowie die Entwicklung der jungen Spieler und somit um einen Mehrwert für den 1. FC Köln: Chilohem Onuoha erzielt tatsächlich zwei Treffer in 100 Sekunden für den SC Verl. Auch weitere Leihspieler waren im Einsatz.

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Ganze 100 Sekunden machten den Unterschied. Noch in den vergangenen Wochen war bei Chilohem Onuoha der große Frust angesagt. Nun kam der Leihspieler der Geißböcke im Duell gegen Energie Cottbus nach einer guten Stunde zum Einsatz und wurde zum absoluten Matchwinner. Zu diesem Zeitpunkt führte Cottbus 1:0, der Gastgeber bewegte sich auf die erste Niederlage seit Ende August zu. Doch Onuoha hatte an diesem Tag anderes vor. Zunächst nahm der gebürtige Berliner den Ball nach einer Hereingabe mit der Brust an und drosch die Kugel volley in die Maschen. Keine 100 Sekunden später stand der 20-Jährige im Zentrum genau richtig und drückte nach einer flachen Hereingabe den Ball erneut über die Linie. Onuoha verhalf dem SC Verl damit zum dritten Liga-Sieg in Folge. Der SC belegt aktuell Rang sechs der 3. Liga.

Scorerpunkt für Ouro-Tagba

Onuoha war einer der Spieler, die im Sommer 2024 trotz Transfersperre verpflichtet wurden. Aufgrund des Registrierungsverbots wurden die Spieler allesamt umgehend verliehen. Dazu gehörten auch Said und Malek El Mala. Während die Brüder nun für den FC und die Kölner Reserve spielen, wurde Onuoha für ein weiteres Jahr an den SC Verl verliehen. Mansour Ouro-Tagba versucht aktuell ebenfalls in der 3. Liga auf Einsatzzeit zu kommen – allerdings für die Zweitvertretung des VfB Stuttgart. Und auch der Offensivspieler feierte einen persönlichen Erfolg und einen mit der Mannschaft. Ouro-Tagba bereitet die Führung des VfB gegen Viktoria Köln vor. Die Schwaben setzten sich am Ende 2:1 durch.

Zwar feierte auch Jaka Potocnik mit Rot-Weiss Essen in der 3. Liga einen wichtigen Erfolg, der Kölner Stürmer kam allerdings erst in der Nachspielzeit zum Einsatz. Beim 3:0-Erfolg über Hansa Rostock saß FC-Abgang Marvin Obuz die komplette Zeit auf der Bank. Julian Pauli stand für Dynamo Dresden gegen Hannover 96 erneut in der Startelf. Beim 2:2 wurde der Innenverteidiger erst wenige Minuten vor Spielende ausgewechselt. Elias Bakatukanda kassierte mit Blau-Weiß Linz eine 0:2-Pleite im Derby gegen LASK, sammelte aber immerhin Einsatzzeit. Für Rasmus Carstensen gab es unterdessen beim 1:0-Erfolg von Aarhus über Bröndby nur wenige Minuten. Imad Rondic spielte dagegen eine gute Stunde, trug sich beim 1:1 von Raków Czestochowa gegen Legia Warschau aber nicht auf die Scorerliste ein.


Kommentar: Eine bittere Niederlage – aber eine, die Mut machen kann

Die Spieler des 1. FC Köln nach der Niederlage in Leipzig
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Kommentar: Eine bittere Niederlage – aber eine, die Mut machen kann

Die Niederlage gegen Leipzig war für den FC die erste seit fast fünf Monaten. Sie war sicherlich verdient, dennoch ärgerlich, sie sollte aber auch Mut machen. Ein Kommentar zur 1:3-Pleite des 1. FC Köln in Leipzig.

Am Samstagabend verloren die Geißböcke das erste Mal seit Monaten wieder. Doch die Niederlage ist zum einen verdient gewesen, zum anderen auch ein Mutmacher im Bezug auf das Saisonziel: Ein Kommentar zur 1:3-Pleite des 1. FC Köln in Leipzig.

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Nach fast fünf Monaten hat der 1. FC Köln also mal wieder eine Niederlage hinnehmen müssen. Auf die 0:1-Pleite in Hannover folgten inklusive der Vorbereitungsspiele 14 Begegnungen in Serie ohne Niederlage. Eine sicherlich beeindruckende Bilanz, die möglicherweise bei dem ein oder anderen Fan einen Hauch von Unbesiegbarkeit implementiert hat. Doch natürlich war diese erste Pleite nach dem Wiederaufstieg nur eine Frage der Zeit. Gegen RB Leipzig unterlagen die Kölner verdient 1:3 und bewiesen genau das, was Trainer Lukas Kwasniok unter der Woche schon angedeutet hat: Dass man sich da „nicht etwas in die Tasche lügen“ wolle und schon gar nicht solle. Zumindest der Tabellenplatz schien dann doch ein wenig hochgegriffen.

Eine bittere Pleite

Auch, wenn der starke Saisonauftakt dazu verleitet, darf man schließlich nicht vergessen, wo die Kölner herkommen. Nämlich einmal mehr aus der zweiten Bundesliga. Einer zweiten Liga, die der FC zwar als Meister abgeschlossen hat, in der die Kölner aber wahrlich nicht den attraktivsten Fußball gespielt haben. Nicht umsonst stand am Ende eine Trainerentlassung und nicht umsonst gab es im Mai erhebliche Zweifel daran, mit diesem Kader in der Bundesliga bestehen zu können. Und wenn man sich nun also daran erinnert, dass der FC ein Aufsteiger ist, dann lautet das Saisonziel eben zuallererst Klassenerhalt. Insofern ist eine Niederlage in vier Spielen gegen Gegner, die entweder europäisch spielen oder angesichts ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten international spielen wollen, alles andere als schlecht.

Im Gegenteil: Gerade aufgrund des schweren Saisonauftakts dürften wohl nur die wenigsten mit der bisherigen Punkteausbeute überhaupt gerechnet haben. Der FC hat also jetzt schon Zähler gesammelt, die ihm für den Kampf um den Klassenerhalt ein kleines Polster bescheren. Das 1:3 ist also eine Niederlage, mit der man bei einem Champions-League-Anwärter durchaus hätte rechnen müssen und sicherlich kein Zeichen dafür, dass die Auftakterfolge Richtung Eintagsfliege tendieren. Denn die Kölner haben trotz der verdienten Pleite bewiesen, dass sie eben auch mit einer sportlichen Top-Mannschaft – wohlgemerkt mit einem Kaderwert von rund 350 Millionen Euro – mitspielen können und haben versucht, spielerische Lösungen zu finden. Das klappte oft, aber eben nicht immer.

Auch das Aufbäumen gegen die scheinbar sichere Niederlage war einmal mehr ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft trotz des harten Konkurrenzkampfes intakt ist. Die Niederlage tut sicherlich weh, sie macht aber Mut für kommende schwere Begegnungen und zeigt, dass der FC aktuell auf einem sehr guten Weg ist. Für einen Aufsteiger sogar auf einem sehr sehr guten!


Nackenschlag in der Nachspielzeit: Frauen des 1. FC Köln verlieren gegen Wolfsburg

Sara Agrež im Zweikampf beim Spiel des 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg
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Nackenschlag in der Nachspielzeit: Frauen des 1. FC Köln verlieren gegen Wolfsburg

Drittes Spiel, dritte Niederlage und dieses Mal eine besonders bittere. Die Frauen des 1. FC Köln verlieren auch gegen Wolfsburg 1:2 und haben somit die zweite sportliche Überraschung gegen Wolfsburg in diesem Jahr knapp verpasst. Nach dem 0:0 im Februar sah es lange nach der nächsten Punkteteilung aus. Doch spät in der Nachspielzeit trafen die Gäste.

Weiterer Dämpfer für die Kölner Fußballerinnen. Die Frauen des 1. FC Köln verlieren auch gegen Wolfsburg 1:2 und kassieren die dritte Niederlage im dritten Spiel.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zur 0:1-Niederlage neun Tage zuvor in Freiburg auf zwei Positionen: Sylwia Matysik und Anna Gerhardt ersetzten Martyna Wiankowska und die verletzte Weronika Zawistowska. Die FC-Frauen starteten druckvoll in die Partie und hielten das Spielgeschehen der ersten Minuten weitgehend in der Wolfsburger Hälfte. Folgerichtig gab es den ersten Torschuss durch die Gastgeberinnen, doch der Ball von Laura Donhauser flog deutlich am VfL-Tor vorbei (7.). Die Gäste hatten eine gute Kopfball-Chance durch Alexandra Popp nach einer hohen Flanke in den Sechzehner. Marina Hegering fälschte den Torabschluss noch gefährlich ab, doch Lisa Schmitz war aufmerksam und hielt den Ball fest (19.). Wolfsburg fand jedoch auch danach nicht richtig ins Spiel, biss sich an der Kölner Hintermannschaft immer wieder die Zähne aus.

Schwerstarbeit für Marina Hegering

Die Kölnerinnen blieben aber weiter mutig und suchten selbst immer wieder den Weg nach vorne. So leiteten die FC-Frauen einen Spielzug über die rechte Außenbahn ein. Der Ball landete bei Carlotta Imping, die noch ein paar Schritte in die Mitte zog und aus rund 18 Metern unhaltbar ins Eck schlenzte zum 1:0 (38.). Dies war zugleich der erste Kölner Saisontreffer. Auf der Gegenseite musste Lineth Beerensteyn frei aufs Tor zulaufend den schnellen Ausgleich erzielen, allerdings erwies sich Lisa Schmitz als nervenstärker und wehrte den Ball ab (43.). Nur wenige Augenblicke später hatte die Wolfsburger Stürmerin das bessere Ende jedoch auf ihrer Seite: Alexandra Popp legte eine Flanke am Fünfer per Kopfball quer. Schmitz fehlte es beim Rauslaufen am Timing und Beerensteyn köpfte zum 1:1 ins leere Tor (45.).

Nach dem Seitenwechsel wartete insbesondere auf Marina Hegering Schwerstarbeit. Die Kölner Kapitänin war immer wieder damit beschäftigt, gefährliche Angriffe des VfL am und im Sechzehner zu entschärfen. Der Favorit hatte den Druck merklich erhöht, der FC fand kaum noch für Entlastung über die Mittellinie. Schmitz parierte einen strammen Distanzschuss von Popp und verhinderte damit den Rückstand (71.). Riesenglück hatte der FC, als Wolfsburgs eingewechselte Smilla Vallotto sich frei im Sechzehner die Ecke aussuchen konnte, den Ball aber am Kölner Kasten vorbeilegte (82.). Bei der Entstehung dieser Situation kreuzten sich die Laufwege von Popp und Hegering und beide mussten behandelt werden. Für Hegering ging es nach kurzer Zeit weiter, Wolfsburgs Star-Stürmerin hingegen musste ausgewechselt werden und verließ den Platz von zwei Betreuern gestützt, konnte mit dem dick bandagierten rechten Fuß nicht mehr auftreten. Von den FC-Fans gab es aufmunternden Applaus.

Spät in der Nachspielzeit schlug der Favorit doch noch zu: Camilla Küver köpfte eine Ecke am ersten Pfosten zum 1:2 ins Tor (90.+6). Lisa Schmitz machte erneut nicht die beste Figur. Für die FC-Frauen geht es in der englischen Woche der Bundesliga bereits am Mittwochabend (19 Uhr) weiter mit dem Auswärtsspiel bei der SGS Essen. Es wird das Keller-Duell der Bundesliga, denn der FC rutschte durch die dritte Niederlage im dritten Spiel ans Tabellenende. Essen steht auf dem vorletzten Platz.

1. FC Köln: Schmitz – Matysik, Hegering, Agrez (90. Bohnen), Gerhardt – Feiersinger (67. Schiffarth), Vogt, Donhauser – Imping, Achcinska, Jessen (81. Leimenstoll). Tore: 1:0 Imping (38.), 1:1 Beerensteyn (45.), 1:2 Küver (90.+6). Zuschauer: 2240


Der FC-Wahlcheck von COFC – Das sagen die Kandidaten zum Ausbau des Geißbockheims

Jörn Stobbe, Wilke Stroman und Sven-Georg Adenauer
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Der FC-Wahlcheck von COFC – Das sagen die Kandidaten zum Ausbau des Geißbockheims

In einer Woche steht die wichtige Wahl bei den Geißböcken auf dem Plan. Die Mitglieder des 1. FC Köln wählen den neuen Vorstand. Um bei der Wahlentscheidung zu helfen, hat come-on-fc.com mit den Präsidentschaftskandidaten gesprochen. Wahl beim 1. FC Köln: So stehen die Teams zum Ausbau des Geißbockheims.

Nur noch wenige Tage bis zur Vorstandswahl bei den Geißböcken. Die Mitglieder des 1. FC Köln wählen den neuen Vorstand und haben somit die Chance, die Zukunft mitzugestalten. Fakt ist, mit dem Wechsel im Präsidium soll sich einiges ändern beim 1. FC Köln: So stehen die Teams zum Ausbau des Geißbockheims.

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Für alle die, die nicht die Zeit für längere Wahlveranstaltungen haben, sich nicht auf Wahlprogramme fokussieren können oder wollen, werden wir in den kommenden Tagen einige Fragen, die den Fans auf der Seele brennen, von den Teams beantworten lassen. Dazu haben wir mit allen Präsidentschaftskandidaten gesprochen. Die Aufgabe: Beantwortet die wichtigsten Fan-Fragen in 20 Sekunden.

Seit Jahren beschäftigen sich die FC-Verantwortlichen nun schon mit dem Ausbau des Geißbockheims. Der ist für den Verein essentiell, die Politik stellt sich in großen Teilen quer. Die Fronten scheinen verhärtet, doch wie könnte eine Lösung aussehen? Das sagen die Kandidaten.

Wie geht es mit dem Geißbockheim weiter?


„Das ist ganz einfach: Das Geißbockheim ist das Zuhause für alle im Verein. Für die Frauen, für die Männer und für die Jugendlichen. Deswegen wollen und müssen wir das Geißbockheim ausbauen. Und auf der Gleueler Wiese neue Plätze schaffen.“

Wilke Stroman
(Next Level FC)

„Das Geißbockheim ist und bleibt die Heimat unseres FC, das ist völlig klar. Aber rund ums Geißbockheim müssen drei zusätzliche Trainingsplätze entstehen. 4,8 Hektar sind da. Darauf könnte man sieben Plätze bauen. Wir wollen nur drei. Das ist aus meiner Sicht machbar.

Sven-Georg Adenauer
(Team Adenauer)

„Geißbockheim – Vision, ist vielleicht die falsche Frage. Wir wollen es einfach bauen. Wir müssen einfach ganz sofort loslegen, indem wir mit der Geschäftsführung einen Plan verabreden. Und dann den Schulterschluss mit der Politik suchen. Mit allen Beteiligten, mit dem Breitensport. Wir wollen aus dem Problem Geißbockheim eine Lösung machen für die ganze Stadt und für den FC.“

Jörn Stobbe
(Team FC)

In den kommenden Tagen erscheint jeden Tag eine Kernfrage und die kurzen Antworten der Kandidaten zu dem jeweiligen Thema.


1. FC Köln: Aufmunternde Worte für den Unglücksraben Ragnar Ache

Ragnar Ache im Spiel gegen RB Leipzig
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1. FC Köln: Aufmunternde Worte für den Unglücksraben Ragnar Ache

Möglicherweise hätte ein weiterer Treffer die Dynamik des Spiels noch einmal verändert. Doch der Kölner Torjäger vergab die wohl größte Chance für den 1. FC Köln: Ragnar Ache erhält dennoch natürlich viel Zuspruch aus der Mannschaft.

Es war wohl die beste Chance der zweiten Halbzeit, die Ragnar Ache im Duell gegen Leipzig liegenließ. Dennoch gab es natürlich keine Kritik von den Spielern des 1. FC Köln: Ragnar Ache erhält vielmehr viel Zuspruch.

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Die beiden Gegentreffer unmittelbar vor dem Seitenwechsel waren in der Wahrnehmung der Kölner wohl Spiel entscheidend. Doch es gab noch ein weiterer Moment, der vielleicht noch einmal Spannung gebracht hätte. „Wenn wir dann das 3:2 machen durch Ragnar, dann wird es vielleicht auch noch mal ein anderes Fußballspiel“, sagte Tom Krauß nach dem 1:3 in Leipzig. Ob ein mögliches Tor von Ache zu einem anderen Ergebnis geführt, die Spieldynamik verändert hätte, ist natürlich spekulativ. Für mehr Spannung hätte ein Treffer kurz vor Spielende definitiv gesorgt. Ache kam nach einer perfekten Flanke von der rechten Seite ziemlich unbedrängt zum Abschluss, legte den Ball aus nächster Nähe aber neben das freie Tor. „Wenn Ragnar den über die Linie drücken kann, haben wir noch mal ein spannendes Fußballspiel“, sagte auch Thomas Kessler.

„Er wird die Schritte gehen“

Nur schießt der Konjunktiv bekanntlich keine Tore. Ache hatte die Chance nun mal liegen lassen. „Das passiert bei einem Stürmer nun mal. Er muss Im Bruchteil einer Sekunde eine Entscheidung treffen“, sagte der Sportdirektor. In diesem Fall war es offensichtlich die falsche. „Er hat den Ball nicht so erwischt, wie er das haben wollte. Das ist total unglücklich, aber wir werden in dieser Saison noch viel Freude an ihm haben“, so Kessler weiter. Und auch Jan Thielmann schlug in eine ähnliche Kerbe. „Ragnar ist Stürmer. Er weiß selbst, dass er den in vielen von zehn Fällen reinmacht“, sagte der Torschütze. Tatsächlich war Ache an diesem Abend sicher nicht der einzige Spieler, der die falsche Entscheidung getroffen hatte. Bei anderen waren die Folgen sogar schwerwiegender. Und Ache gab nach der vergebenen Chance weiter Gas.

Das fiel auch Lukas Kwasniok besonders positiv auf. „Ich bin mir relativ sicher, dass er in der Vergangenheit auch mal eine Großchance verkickt hat. Er hat weitergemacht und ist jetzt in der Bundesliga angekommen und darf jetzt hier beim 1. FC Köln spielen“, so Kwasniok. „Wir sind happy, ihn bei uns zu haben. Er wird sicherlich noch oft genug der entscheidende Mann auf dem Feld sein. Das gehört zum Stürmerleben nun mal dazu.“ Für den Kölner Trainer habe Ache sogar die absolut die richtige Reaktion nach seiner vergebenen Chance gezeigt. „Er wird die Schritte gehen. Er ist ein herausragender junger Mann“, sagte der Coach.


Lukas Kwasnioks bittere Vorahnung: Vier Minuten als Punktekiller

Tom Krauß im Zweikampf
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Lukas Kwasnioks bittere Vorahnung: Vier Minuten als Punktekiller

Leipzig bleibt für den FC ein schweres Unterfangen. Allerdings erlebten die Kölner kein Debakel. Im Gegenteil, die Geißböcke hatten durchaus Chancen. Vier Minuten durchkreuzen die Pläne des 1. FC Köln in Leipzig.

Zum ersten Mal seit Ostern hat der FC wieder ein Spiel verloren. Dabei spielten die Kölner lange gut mit. Vier Minuten durchkreuzen die Pläne des 1. FC Köln in Leipzig. Allerdings ging die Niederlage durchaus in Ordnung.

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So ein wenig hatte es Lukas Kwasniok wohl geahnt, als er unter der Woche die individuelle Qualität des Gegners ansprach. Die zahlreichen Ausfälle, die Leipzig zu beklagen hatte, würden andere sicherlich auffangen, so der Tenor. Und der Coach sollte recht behalten. Am Ende waren es vier Minuten, die aus Kölner Sicht das Spiel in Sachsen entschieden. Zunächst schlug Johan Bakayoko einen Haken, auf den der ansonsten gut aufspielende Tom Krauß keine Antwort fand. Am Ende war es Romulo, der zum Leipziger 2:1 einschob. Dann war es David Raum, der mit einem direkt verwandelten Freistoß das 3:1 erzielte. „Ich glaube, dass es in der ersten Halbzeit natürlich für uns sehr unglücklich war, dass wir zum Ende dann eben diese beiden Gegentreffer bekommen. Dann wird es natürlich total schwer, in der zweiten Halbzeit in Leipzig bei der Qualität, gerade auch im Umschaltspiel“, sagte Thomas Kessler.

„Er ist ein herausragender Mann“

Auch Lukas Kwasniok sah gerade in jenen vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff die entscheidenden. „Der Killer war dann am Ende das stark herausgespielte Tor. So etwas kann man nicht immer verteidigen. Dann kassierst du spät das 1:3, das war dann so ein Killer“, sagte der Trainer. Tatsächlich war das zwischenzeitliche 1:1 im ersten Abschnitt nicht unverdient. Der FC spielte mit. Zwar war Leipzig von Beginn an gefährlicher und griffiger, die Kölner hatten aber deutlich mehr Ballbesitz, suchten mit Geduld den Weg nach vorne und verteidigten auf der anderen Seite einmal leidenschaftlich. Vor allem nach der frühen Führung durch Assan Ouédraogo drehte der FC zwischenzeitlich auf und verdiente sich den Ausgleich durch Jan Thielmann.

Nach dem Wechsel zeigte sich einmal mehr eine andere Qualität der Kölner. Der FC kann nachlegen. Denn spätestens mit der Hereinnahme von Linton Maina bekam das Spiel noch einmal eine ganz andere Dynamik. Der FC war durchaus wieder da, versprühte die Idee, im Angriff auch weiterhin gefährlich zu sein. „Gerade die zweite Halbzeit ist eine Sache, die man dann aus diesem Spiel mitnehmen kann. Sicherlich auch, dass wir uns einfach nicht aufgegeben“, sagte deswegen Tom Krauß, der ebenfalls betonte, dass ein Anschlusstreffer das Spiel noch einmal verändert hätte. Und die dicke Chance dazu ließ Ragnar Ache liegen, der aus vier Metern das leere Tor nicht traf. „Der Junge ist das erste Jahr in der Bundesliga. Er wird die Schritte gehen. Er ist ein herausragender Mann“, sagte Kwasniok


In Leipzig wurde allerdings nichts mehr daraus. Der FC mühte sich zwar, zur Wahrheit gehört aber auch, dass Leipzig ebenfalls noch gute Möglichkeiten im Köcher hatte. „Wir müssen dann auch einfach akzeptieren, dass heute nicht mehr drin war, weil RB schon auch drei, vier Aktionen im Konter hatte, wo sie den Deckel hätten draufmachen können“, sagte Kwasniok. „An sich sind wir mit der Leistung – in Anbetracht dessen, dass es aus meiner Sicht der beste Gegner der ersten vier Spiele war – schon einverstanden. Darauf können wir aufbauen.“ Und das am besten schon bis zum kommenden Sonntag. Dann geht es weiter gegen den VfB Stuttgart. Ein Team, das ebenfalls über viel individuelle Qualität verfügt.



Der 1. FC Köln offenbart ein Problem bei Standardsituationen

Der 1. FC köln verteidigt gegen RB Leipzig (Foto: Maja Hitij/Getty Images)
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Der 1. FC Köln offenbart ein Problem bei Standardsituationen

Gegen Leipzig hat der FC nun also seine erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Dabei zeigte sich, wie schon in den vergangenen Spielen, eine Kölner Schwachstelle: Der 1. FC Köln offenbart seine Schwäche bei Standards.

Auch gegen Leipzig kassierten die Kölner einen Gegentreffer nach einer Ecke sowie einen durch einen direkt verwandelten Freistoß: Der 1. FC Köln offenbart seine Schwäche bei Standards.

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Reges Treiben herrschte eine gute halbe Stunde nach der Begegnung der Geißböcke in den Katakomben des Leipziger Stadions. Jan Thielmann und Max Finkgräfe tauschten sich aus, Tom Krauß meldete sich zu verschiedenen Interviews. Etwas abseits stand Eric Martel, sichtbar erschöpft und möglicherweise auch bedient. Nicht nur aufgrund der Niederlage und sicher auch nicht ob der frühen Auswechslung, die seine frühe Gelbe Karte mit sich gebracht hatte. Das 1:3 bei RB Leipzig dürfte für den Kölner Sechser auch so etwas wie ein Déjà-vu-Erlebnis gehabt haben. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel hatte der Mittelfeldspieler Johan Bakayoko unsanft von den Beinen geholt. Martel sah Gelb, Leipzig erhielt einen Freistoß und der FC kassierte den dritten Treffer.

„Es gilt weniger Standards zuzulassen“

Schon gegen Wolfsburg gab es eine ähnliche Situation. Auch dort hatte Martel einen Freistoß verursacht, den dann aber Maximilian Arnold direkt verwandelte. Nun war es also David Raum der mit dem ruhenden Ball direkt ins Netz traf und die Begegnung offenbar frühzeitig entschied. Schon gegen Wolfsburg wollte Lukas Kwasniok ob des Foulspiels keine Kritik üben und auch gegen die schnellen Füße Bakayokos war das Foulspiel ein wohl nötiges Mittel. Dennoch ärgerte sich Kwasniok am Ende des Spieltags nicht über Martel, vielmehr über die Anzahl der Standards, die die Kölner vor allem im ersten Abschnitt zuließen. „Es gilt weniger Standards zuzulassen. Das ärgert mich schon am meisten. Es ist schon so, dass wir Eckbälle wegschenken. Das ist etwas, an dem wir arbeiten werden und es auch tun“, sagte Kwasniok.

So gab es durchaus mehrere Situationen, in denen die Kölner unbedrängt den Ball über die Linie spielten. Nicht so vor dem 0:1. Dort grätschte Martel den Ball vor dem einschussbereiten Christoph Baumgartner in höchster Not ins Aus. Die Folge: Das 0:1 durch Assan Ouédraogo. „Wir müssen in der Hitze des Gefechts dann auch einen kühlen Kopf bewahren. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir nun mal Aufsteiger sind. Es ist halt doof, dass Leipzig den Herrn Raum hat und der hat eine gute Klebe und dann haben sie auch noch zwei, drei große Spieler“, so Kwasniok weiter.

Fünf der sieben Gegentore nach Standards

Die linke Klebe des Herrn Raums entschied in der Kölner Wahrnehmung die Begegnung. „Ich glaube, dass es in der ersten Halbzeit natürlich für uns sehr unglücklich war, dass wir zum Ende dann eben diese beiden Gegentreffer bekommen. Dann ist es natürlich total schwer in der zweiten Halbzeit in Leipzig bei der Qualität, gerade auch im Umschaltspiel. Wir müssen uns vielleicht vorwerfen, dass wir den einen oder anderen Standard zu viel verursacht haben, dann ist es immer schwierig, das alles immer so zu verteidigen“, so auch FC-Sportdirektor Thomas Kessler. Dabei offenbart der FC die Anfälligkeit bei Standardsituationen nicht erst seit dem Leipzig-Spiel. Zwar kassierten die Kölner bislang erst zwei Gegentreffer aus dem Spiel heraus, weitere fünf Mal aber eben nach einem ruhenden Ball – davon zwei nach Ecken und drei nach Freistößen. Kwasniok beteuerte, dass man daran zwar fleißig arbeite, aber „bislang nicht so gut“. Das sah man dann auch auf der Anzeigetafel.



Sargis Adamyan führt U21 des 1. FC Köln mit Doppelpack zum Sieg

Sargis Adamyan beim Training der U21
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Sargis Adamyan führt U21 des 1. FC Köln mit Doppelpack zum Sieg

Der Siegeszug in der Regionalliga West geht weiter: Die U21 des 1. FC Köln gewinnt das Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Oberhausen mit 2:1 und holt damit den vierten Sieg in Serie. Der Mann des Tages in Oberhausen war Sargis Adamyan, der beide Kölner Treffer vor der Pause erzielte.

Der Kölner Nachwuchs feiert bereits den vierten Erfolg in Folge und klettert vorerst auf Rang sechs. Die U21 des 1. FC Köln gewinnt das Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Oberhausen mit 2:1. Sargis Adamyan avancierte zum Man of the Match.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias nahm im Vergleich zum 2:1-Derbysieg am Mittwoch gegen die U23 Borussia Mönchengladbachs nur zwei Änderungen an seiner Startelf vor: Yannick Mausehund und Arda Süne ersetzten Neo Telle und Etienne Borie. Sargis Adamyan nutzte die Bühne vor 2472 Zuschauern im Niederrhein-Stadion, um beste Eigenwerbung für sich zu betreiben. Eigenwerbung, um so vielleicht im Winter einen neuen Verein zu finden. Der Armenier ebnete seiner Mannschaft mit dem Doppelschlag kurz vor der Pause den Weg zum Sieg. Adamyan traf zwei Mal per Freistoß zur 2:0-Halbzeitführung (44./45.+4). „Sargis macht die beiden Standards hervorragend rein und zeigt dort seine Qualität“, lobte der Trainer seinen Matchwinner. Einen Schock-Moment gab es jedoch in der 27. Minute: Malek El Mala musste frühzeitig vom Platz. Für den Stürmer ging es nach einem Schlag auf die Hüfte nicht mehr weiter.

Später Anschlusstreffer

Ansonsten resümierte der Coach: „In der ersten Halbzeit war es ein sehr ausgeglichenes Spiel, wo wir unseren Plan sehr gut umsetzen und die Jungs gut in den Abläufen defensiv drin sind. Sie haben die langen Bälle von Oberhausen gut verteidigt und die zweiten Bälle aufgesaugt. In den ersten zehn, 15 Minuten waren wir sehr hektisch mit dem Ball. Da waren wir nicht gut drin. Das ist mit zunehmender Spieldauer besser geworden und dadurch auch mehr Druck aufgekommen. So spielen wir die zwei Standard-Situationen heraus.“ Nach der Pause sei es die Maxime gewesen, das Ergebnis nicht nur verteidigen zu wollen, verriet der Coach. „Wir wollten weiter aktiv bleiben. Das ist leider in keiner Phase gelungen. Wir mussten sehr viel verteidigen und sehr viel leiden, hatten fast keine Entlastung mehr nach vorne. Dann ziehen wir das Ding aber mit sehr viel Moral, Kampfbereitschaft und Stabilität in der Verteidigung.“

„Die Jungs haben eine Entwicklung gemacht“

Mehr als der Anschlusstreffer gelang den Gastgebern nicht mehr. Kölns Torwart Luis Hauer ließ einen Schuss von Eric Gueye abprallen und brachte beim Nachfassen Phil Sieben zu Fall. Gueye verwandelte den fälligen Foulelfmeter zum 2:1-Endstand aus Kölner Sicht (83.). Insgesamt zeigte sich Sbonias sehr zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft: „Vor 19 Tagen waren wir Tabellenletzter, haben jetzt eine englische Woche mit neun Punkten gespielt. Die Jungs haben in dieser Zeit in ihrer Entwicklung einen Schritt nach vorne gemacht.“ Die U21 kletterte mit dem Dreier zumindest bis Sonntag auf den sechsten Platz in der Tabelle. Die Sportfreunde Siegen sind als Spitzenreiter nur noch vier Zähler entfernt. Für die Kölner geht es am kommenden Samstag parallel zur Mitglieder-Versammlung des FC um 14 Uhr zuhause gegen den FC Gütersloh weiter.

1. FC Köln U21: Hauer – Ajani (84. Neumann), Dabrowski, Mausehund, Özkan – Kujovic, Harchaoui –Süne (60. Kristal), Adamyan (60. Labenz), Toure (46. Borie) – M. El Mala (27. Yacobi). Tore: 0:1,0:2 Adamyan (44./45.+4), 1:2 Gueye (83., Foulelfmeter). Zuschauer: 2472.