Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Leipzig: Viel Durchschnitt und eine Fünf

Timo Hübers im Spiel des 1. FC Köln bei RB Leipzig
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Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Leipzig: Viel Durchschnitt und eine Fünf

Der FC kassiert in Leipzig seine erste Saison-Niederlage und das auch durchaus verdient. Dabei machten es die Kölner phasenweise sehr gut: Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln bei RB Leipzig.

Das Aufbäumen kam zu spät. Der FC steigerte sich in der zweiten Halbzeit, doch das reichte nicht. Die Niederlage ging insgesamt absolut in Ordnung. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln bei RB Leipzig.

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Leipzig bleibt für den FC auch weiterhin ein schweres Pflaster. Die Kölner unterliegen den Sachsen unterm Strich wohl verdient 1:3. Dabei machten die Geißböcke phasenweise eine recht ordentliche Partie, schlugen sich recht gut. Die individuelle Qualität der Leipziger machte wohl den Unterschied.

Solide Leistung, wenn auch mit Schwierigkeiten

Marvin Schwäbe

Überraschender Ausflug aus seinem Gehäuse, überraschend über den Ball getreten. Machte so eine harmlose Aktion extrem gefährlich. Wirkte gleich bei einigen Versuchen alles andere als sicher und ließ die Kugel immer wieder eigentlich unnötig abtropfen. Unter anderem vor dem 2:1. Beim Freistoß zum 3:1 zwar ohne Sicht, glücklich sah der Keeper aber auch nicht aus. Dann aber mit einer starken Fußabwehr gegen Diamonde.


Tom Krauß

Fand ordentlich ins Spiel und schien gegen Leipzig besonders motiviert, auch, wenn er auf einer ungewohnten linken Seite spielte. Glich einige kleinere Fehler durch guten Einsatz wieder aus. Wirkte aber gegen die quirligen Leipziger auch nicht immer sicher. so, wie vor dem ersten Gegentreffer, als Bakayoko ihn zu leicht stehen ließ.


Joel Schmied

Hatte ordentlich zu tun mit der schnellen Leipziger Offensive und offenbarte einige Tempodefizite. Wirkte aber einmal mehr sehr routiniert und solide.


Timo Hübers

Machte bei einem Konter über Oedragedo nicht die beste Figur, bügelte den Stellungsfehler aber selbst wieder aus. Sah aber auch bei den ersten beiden Gegentreffern in Halbzeit eins alles andere als glücklich aus.


Sebastian Sebulonsen

Machte sein deutliches Tempodefizit gegen Diomande mit cleveren Stellungsspiel meist wett. Schaltete sich ab und an auch gefährlich in die Offensive mit ein. So unter anderem vor dem 1:1, das er mit einleitete.


Hohe Intensität, aber wenig Torgefahr


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Eric Martel

Wichtige Grätsche nach Ball von Ouédraogo, die den Rückstand verhinderte. Bei der anschließenden Ecke dann das Ende einer unglücklichen Kette die zum 0:1 führte. Sein starker Steckpass leitete das 1:1 ein. Holte sich gegen Bakayoko den Gelben Karton und damit den Freistoß der zum 3:1 führte raus. Befand sich irgendwann in akuter Gelb-Rote-Karte-Gefahr und musste vom Platz.


Isak Johannesson

Lange ein unscheinbarer Auftritt des Mittelfeldspielers. Der Pass auf Martel vor dem 1:1 entschädigte ein wenig.


Luca Waldschmidt

Viel zu zaghaft beim Kopfballversuch vor dem ersten Gegentor. War in der Offensive eigentlich nie ein richtiger Faktor. Lief einmal mehr erstaunlich viel, blieb sonst aber blass und musste nach einer knappen Stunde raus.


Jakub Kaminski

Brachte mit einem unnötigen Ballverlust früh Unruhe in den Spielaufbau. War gerade zu Beginn der Begegnung gefühlt überall unterwegs. Mühte sich immer – allerdings dieses Mal ohne erkennbaren Ertrag.


Jan Thielmann

Spielte etwas überraschend in der Spitze. Und machte da das, was man in der Spitze macht: das Tor zum 1:1. Der Angst einflößende Rückpass auf Schwäbe wurde nicht bestraft. Musste wohl aus taktischen Gründen nach einer Stunde vom Feld.


Marius Bülter

Fand nicht die Bindung zum Spiel und war lange kein Faktor. Ging nach einer guten halben Stunde angeschlagen zu Boden. Das war auch der Grund für seine Auswechslung nach 45 Minuten. Kein Torabschluss, keine Torvorlage sind zu wenig.


Frischer Wind durch die Joker

Said El Mala

Kam zur zweiten Halbzeit, erhielt damit mehr Spielzeit. Hatte anfangs noch seine Problemchen, wurde aber immer mutiger und gefährlicher. Auch dank der Einwechslung von Linton Maina. Blieb mit seinen Dribblings und Abschlüssen aber glücklos.


Linton Maina

Brachte nach einer knappen Stunde wieder Tempo ins Spiel. Sorgte auf der linken Seite immer wieder für Gefahr. Aufs Scorerboard trug er sich nicht ein.


Denis Huseinbasic

Kam für den Gelb-Rot gefährdeten Martel. Hatte aber so gut wie keinen Einfluss auf das Spiel.


Ragnar Ache

Kam für die Schlussphase nach einer guten Stunde. Und tatsächlich veränderte sich das Spiel. Ließ die wohl größte Chance der zweiten Halbzeit viel zu fahrlässig liegen, als er alleine vor dem leeren Tor stand.

1:3 in Leipzig: Der 1. FC Köln kassiert seine erste Saison-Niederlage

Der FC verkaufte sich teuer RB Leipzig, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Maja Hitij/Getty Images
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1:3 in Leipzig: Der 1. FC Köln kassiert seine erste Saison-Niederlage

Am 4. Spieltag der Bundesliga kassiert der FC seine erste Saison-Niederlage. Der 1. FC Köln verliert in Leipzig 1:3. Phasenweise wehrten sich die Kölner gegen quirlige Sachsen stark, das reichte am Ende aber nicht.


Lukas Kwasniok hat mit den Geißböcken die erste Niederlage einstecken müssen. Der 1. FC Köln verliert in Leipzig verdient mit 1:3. Die frühe Führung der Gastgeber durch Assan Ouédraogo glich Jan Thielmann noch aus. Doch noch vor dem Wechsel trafen Romulo und David Raum.

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Im Vergleich zum packenden 3:3 gegen Wolfsburg stellte FC-Trainer Lukas Kwasniok seine Mannschaft auf zwei Positionen um. Rav van den Berg fällt mit einer Schulterverletzung wochenlang aus. Zudem entschied sich Kwasniok überraschenderweise dazu, den Neuzugang Alessio Castro-Montes für das Spiel gegen die Sachsen nicht zu berücksichtigen. Dafür rückte Linton Maina wieder in den Kader und nahm zunächst auf der Bank Platz. Der Ex-Leipziger Tom Krauss begann für Kristoffer Lund. Isak Johannesson rotierte in die Startformation und spielte an der Seite von Eric Martel vor der Kölner Dreier- bzw. Viererkette.

Im Vorfeld des Spiels mahnte Kwasniok: „Unsere Aufgabe wird es sein, diese hohe Intensität mitzugehen. Sonst haben wir keine Chance. Wir laufen zwar viel, aber jetzt müssen wir noch einen Zahn zulegen.“ Seine Analyse sollte sich als richtig herausstellen. Die Hausherren setzten die Geißböcke früh unter Druck, doch ihre Angriffsversuche blieben zunächst ohne Folgen. In der 9. Minute marschierte der Leipziger Assan Ouedraogo nach vorne, legte den Ball allerdings quer, anstatt selbst den Abschluss zu suchen. Leipzig dominierte weite Teile des Spiels, war in der Anfangsphase aber nur nach Eckbällen wirklich gefährlich. David Raum schlug eine Ecke von links in den Rückraum, wo der RB-Stürmer Romulo stand. Dessen Abschluss konnte Marvin Schwäbe noch anspruchsvoll parieren, doch Ouedraogo bekam den Ball und musste nur noch zum 1:0 abstauben (13.). 

Leipzig mit dem Doppelschlag zum kritischen Zeitpunkt

Nach dem frühen Rückstand steckte Kwasnioks Elf allerdings nicht auf und suchte fleißig nach Antworten. Gegen die kompakte Abwehr von RB Leipzig dauerte es bis zur 20. Spielminute, ehe die Geißböcke ernsthafte Gefahr ausstrahlten. Luca Waldschmidt zwang Gulacsi im Tor von RB Leipzig mit einem flachen Distanzschuss aus 20 Metern zur Parade. Gleich im Anschluss zappelte der Ball dann doch im Netz der Leipziger. Erik Martel steckte auf Jan Thielmann durch, der den Leipzigern Baku und Lukeba entwischte und den Ball ins lange Eck schob (23.).

Unbeirrt vom Ausgleich gaben die Hausherren weiter Gas. Marvin Schwäbe sorgte in der 26. Minute für Spannung, als er aus dem Tor kam und am Ball vorbeirutschte. Die Hausherren konnten Schwäbes Ausflug aber nicht ausnutzen. Insgesamt bot sich zu diesem Zeitpunkt ein sehr ausgeglichenes Spiel in der RB-Arena. So wirbelte Sebastian Sebulonsen häufig über die rechte Außenbahn und überzeugte mit gefährlichen Hereingaben in den Leipziger Strafraum. In der 37. Minute hatten die Hausherren alle Mühe, seine Flanke zu klären – es blieb aber beim 1:1.

In der Schlussphase der ersten Hälfte dann hatte Leipzig wieder den Hut auf. Johan Bakayoko fand über rechts den einlaufenden Baumgartner, der per Hacke abschloss. Schwäbe konnte wie schon beim 1:0 zunächst parieren, gegen Romulos Abstauber war der Kölner Schlussmann jedoch machtlos (44.). In der Nachspielzeit legte dann Erik Martel den Leipziger Bakayoko gut 20 Meter vor dem Tor der Geißböcke. Nationalspieler David Raum trat zum Freistoß an und verwandelte ihn ins obere rechte Eck zum zwischenzeitlichen 3:1 (45.). Raums Treffer beendete gleichzeitig auch die Ereignisreiche erste Hälfte. 

Wackere Kölner stemmen sich gegen furiosen RB-Fußball

Bereits zur Halbzeit brachte Kwasniok den FC-Youngster Said El Mala für Marius Bülter ins Spiel. Die zweite Halbzeit begann, wo die erste endete. Ein Freistoß von Raum fand RB-Stürmer Rómulo, doch Marvin Schwäbe konnte den Kopfball des Brasilianers im Nachfassen parieren. Die Roten Bullen bescherten der FC-Abwehr und Marvin Schwäbe einen geschäftigen Arbeitstag. David Raum spielte dabei eine entscheidende Rolle. Seinen Abschluss in der 54. Minute von halb links konnte Schwäbe nur nach vorne klatschen lassen, doch der Ball wurde in höchster Not geklärt. Allgemein wirkte der Kölner Schlussmann hin und wieder wackelig. In der 60. Minute zeichnete sich der Kölner Schlussmann jedoch aus, als er den Abschluss von Leipzigs Diomande mit einem blitzschnellen Reflex hielt und den FC so vor der frühen Vorentscheidung bewahrte.

In der 60. Minute zeichnete sich der Kölner Schlussmann jedoch aus, als er den Abschluss von Leipzigs Diomande mit einem blitzschnellen Reflex hielt und den FC so vor der frühen Vorentscheidung bewahrte. Unmittelbar danach konnte der eingewechselte Ragnar Ache eine 100-prozentige Chance zum Anschlusstreffer nicht nutzen. Der Stürmer konnte eine scharfe, flache Hereingabe von Sebulonsen aus nächster Nähe nicht verwerten. Die Einwechslungen von Ache und Maina machten sich bezahlt, denn der FC war wieder besser in der Partie. Chancen von El Mala (67.) und Sebulonsen (69.) zeugten vom unbedingten Willen der Geißböcke, noch etwas aus Leipzig mitzunehmen. Durch die verstärkten offensiven Bemühungen der Kölner taten sich Räume für die Hausherren auf, die sich im Eiltempo durch die Kölner Ketten kombinierten.

Nach Kontern über die Außen konnten aber weder Bakayoko (74.) noch Baku (79.) den Ball im Tor der Kölner unterbringen. In der Schlussphase lief beim FC viel über Linton Maina und den quirligen El Mala, doch ihre Bemühungen prallten meist an der gut sortierten Leipziger Defensive ab. Der Offensivabteilung des FC fehlten die Ideen. Leipzig verlegte sich in den letzten Minuten der Partie aufs Kontern. Romulo hatte per Hacke noch die Chance, das Ergebnis auf 4:1 zu stellen, scheiterte aber an Schwäbe (90.). Am Ende stand die eindeutige, aber unterm Strich wohl auch verdiente erste Saisonniederlage der Geißböcke gegen RB Leipzig.

1. FC Köln: Schwäbe – Schmied, Hübers – Sebulonsen (Kainz 72.), Martel (Huseinbasic 59.), Krauss – Thielmann (Maina 59.), Kaminski, Johannesson – Waldschmidt (Ache 59.), Bülter (El Mala 46.); Tore: Ouedraogo (13.); Thielmann (23.); Romulo (44.); Raum (45.)


Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen RB Leipzig: Mit dem Rückstand in die Schlussphase

Lukas Kwasniok coacht den 1. FC Köln
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen RB Leipzig: Mit dem Rückstand in die Schlussphase

Am Samstagabend startet der FC ins vierte Bundesligaspiel der Saison. Dabei trifft der Aufsteiger auf den Tabellensiebten der vergangenen Saison und steht vor keiner leichten Aufgabe: Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Köln.

Aud drei Spielen holten die Geißböcke bisher starke sieben Punkte. Im Auswärtsspiel gegen die Roten Bullen wollen die Kölner erneut punkten. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Köln.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und RB Leipzig. Der FC ist zu Gast in der Red Bull Arena und trifft am Samstagabend um 18:30 Uhr im vierten Saisonspiel der Bundesliga auf die Mannschaft von Ole Werner. FC-Trainer Lukas Kwasniok sieht auf den FC zwar als Underdog, will aber dennoch überraschen und sieht sein Team nicht chancenlos und fühlt sich in der Rolle wohl. Nicht im Kader stehen an diesem Spieltag neben den Langzeitverletzten Luca Kilian und Rav van den Berg überraschend Alessio Castro-Montes und Jusuf Gazibegovic. Alle Informationen zum Duell gibt es hier im Liveticker.



„Wollen Schwung mitnehmen“: FC-Frauen nach zwei Niederlagen selbstbewusst vor dem Wolfsburg-Heimspiel

Britta Carlson, Trainer in der Frauen des 1. FC Köln
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„Wollen Schwung mitnehmen“: FC-Frauen nach zwei Niederlagen selbstbewusst vor dem Wolfsburg-Heimspiel

Die Aufgabe könnte kaum schwieriger sein für die Damen des 1. FC Köln: Die FC-Frauen empfangen nach zwei Niederlagen zum Saisonstart am Sonntagabend (18:30 Uhr) ausgerechnet den Branchen-Riesen VfL Wolfsburg im Franz-Kremer-Stadion.

Trainerin Britta Carlson hofft auf die nächste Überraschung gegen ihren Ex-Verein mit den Fußballerinnen des 1. FC Köln: Die FC-Frauen empfangen den VfL Wolfsburg.

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An die letzte Begegnung mit dem VfL Wolfsburg dürfte Britta Carlson noch gute Erinnerungen haben. Die gebürtige Kielerin feierte am 7. Februar ihre Premiere als FC-Trainerin – und das just gegen ihren Ex-Verein aus Niedersachsen, bei dem sie jahrelang als Co-Trainerin aktiv war. Und die Kölnerinnen wuchsen in dem Duell Davids gegen Goliath über sich hinaus, trotzten dem VfL ein 0:0 ab und sorgten damit für den Anfang vom Ende der Wolfsburger Titel-Träume in der Bundesliga.

„Wolfsburg ist der Favorit“

Ein knappes halbes Jahr später kreuzen sich die Wege erneut, abermals im Franz-Kremer-Stadion – und erneut rechnen sich die Kölnerinnen durchaus etwas aus: „Wolfsburg ist der Favorit. Das ist aber eine Mannschaft, die auch im Umbruch ist und noch nicht so im Rhythmus. Das kommt uns sicherlich auch entgegen. Da wollen wir wieder mutig agieren, uns nicht hinten reinstellen, sondern auch unsere eigenen Momente kreieren, unsere eigenen Möglichkeiten, um die dann gezielter abzuschließen und auch vor allem mehr zum Torabschluss zu kommen“, gab Carlson die Marschroute vor. Die Trainerin nimmt sich dabei sicher auch den Hamburger SV zum Vorbild.

Die Hanseaten trotzten dem VfL als Aufsteiger am ersten Spieltag ein 3:3 ab. „Das war unglücklich, weil sie klar die bessere Mannschaft waren, aber das dann nicht konsequent zu Ende gespielt haben. Gegen Jena haben sie in der Schlussphase verdient das Ergebnis hochgeschraubt mit einer großen Dominanz“, analysierte Carlson das folgende 3:1 Wolfsburgs gegen den zweiten Aufsteiger aus Jena am zweiten Spieltag, „sicherlich klappte auch noch nicht alles. Das sieht man auch in den Abläufen mit dem Umbruch, den sie auch hatten.“ Beim FC wiederum läuft jedoch auch noch längst nicht alles rund. Die Kölnerinnen starteten mit zwei Niederlagen in die neue Spielzeit und warten sogar noch auf ihren ersten Saisontreffer.

„Wir wollen den Schwung trotz der Niederlage aus dem Freiburg-Spiel mitnehmen“

Dennoch zog Carlson viel Kraft aus dem jüngsten Auftritt ihrer Mannschaft in Freiburg, auch wenn die Punkte ausblieben: „Was positiv war, war die ganze Art und Weise, wie wir das Spiel angegangen sind, wie aggressiv wir waren. Aber auch im Ballbesitz, wie wir unsere eigenen Momente kreiert haben. Da fehlt einfach das Momentum und auch die Cleverness in der richtigen Situation. Gerade auch, weil wir wieder ein Standard-Gegentor bekommen haben. In der Situation, in der Marina Hegering am Boden lag, können wir den Ball vorher klären. Das sind Dinge, bei denen die Mannschaft weiter wachsen und lernen muss. Aber wir ziehen viel Positives aus dem Spiel, dass wir auch die deutlich bessere Mannschaft waren gegen einen Gegner, der im letzten Jahr noch Tabellen-Fünfter war. Wir wollen den Schwung trotz der Niederlage aus dem Freiburg-Spiel mitnehmen.“

Für die bereits angesprochene Kapitänin Marina Hegering und auch die Torhüterin Lisa Schmitz wird das Duell am Sonntagabend ein Wiedersehen mit ihrer Vergangenheit. Das Duo wechselte im Sommer aus Wolfsburg ans Geißbockheim. Für Carlson selbst werde es schon deutlich weniger besonders als noch beim eingangs angesprochenen Duell im Februar: „Da war es schon etwas komisch, weil ich jahrelang dort war. Aber das ist ja schon lange her, 2018. Ich habe natürlich immer noch viele Bekannte und auch mit dem Trainer Stephan Lerch lange zusammengearbeitet, er ist auch ein guter Freund. Aber das kann ich sehr gut ausblenden. Das wird ein Bundesliga-Spiel gegen eine starke Mannschaft, in dem wir uns auch nicht verstecken wollen.“

Einsatzmöglichkeiten am Sonntag

Personell hofft die Trainerin derweil auf einige Rückkehrerinnen im Vergleich zum letzten Spiel. Fest stehen nur die Ausfälle von Taylor Ziemer, Dora Zeller und Paula Hoppe. Aurora Mikalsen ist in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen, die Startelf wird entsprechend noch zu früh kommen. Bei allen anderen Spielerinnen hoffen Carlson und ihr Staff auf die Einsatzmöglichkeiten am Sonntag.


Platzverweis, Pokalerfolg und Endspiel-Wut – die FC-Erfahrung mit Benjamin Brand

Schiedsrichter Benjamin Brand beim Spiel des 1. FC Köln
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Platzverweis, Pokalerfolg und Endspiel-Wut – die FC-Erfahrung mit Benjamin Brand

Am Samstag ist der 1. FC Köln zu Gast bei RB Leipzig. Mit dem Schiedsrichter gab es zuletzt nicht gerade die besten Erfahrungen für den 1. FC Köln: Benjamin Brand pfeift den FC in Leipzig.

Der DFB hat die Schiedsrichter-Ansetzungen für den kommenden Spieltag bekannt gegeben. Auch für die Begegnung des 1. FC Köln: Benjamin Brand pfeift den FC in Leipzig.

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Florian Kainz getroffen, Luca Waldschmidt verschossen – lautete die Elfmeterbilanz des Spiels, eines besonderen Spiels. Die Geißböcke steckten im Abstiegskampf, in der Krise. Und das gemeinsam mit dem FSV Mainz. Und am 31. Spieltag stand für den FC eins der zahlreichen so kolportierten Endspiele auf dem Plan – eben gegen den direkten Konkurrenten, der Rückstand betrug bereits fünf Punkte, ein Sieg wurde als Pflicht vorausgesetzt. Und so war der Frust nach dem Remis verständlich und groß. Der FC hatte die Chance auf drei Punkte liegen gelassen. Dabei hatte Kainz ohnehin erst in der Nachspielzeit ausgeglichen. Der Frust galt aber nicht nur der eigenen Leistung, auf Schiedsrichter Benjamin Brand waren die Kölner jedenfalls nicht besonders gut zu sprechen.

Insgesamt negative Bilanz

Dabei hatte der Unparteiische dem FC doch zwei Elfmeter zugesprochen und Philipp Mwene die Rote Karte gezeigt. Der FC wollte aber mehr, forderte mehr und das wohl auch zu recht. Schon nach einer guten Stunde hätte Anthony Caci nach einem taktischen Foul wohl mit Gelb-Rot vom Platz gehört, doch es blieb bei der Verwarnung. Richtig gefrustet waren die Kölner aber, als sie nur wenige Minuten nach dem Ausgleich von Kainz einen weiteren Elfmeter haben wollten, es wäre der dritte gewesen und das in der elften Minute der Nachspielzeit. Kainz brachte einen Freistoß in die Box, Mark Uth verlängerte und die Kugel sprang Leandro Barreiro an den ausgestreckten Arm. Die Rheinhessen hätten sich nicht über einen weiteren Strafstoß beschweren dürfen, doch der dritte Elfmeter-Pfiff blieb aus, stattdessen gab es den Abpfiff. Zur Wahrheit gehört auch, dass Jeff Chabot wohl auch mit der Ampelkarte vom Platz hätte gehen können.

Vom Platz schickte Benjamin Brand einen FC-Profi in einer anderen Begegnung. Bei der heftigen 0:6-Klatsche gegen Leipzig. Matthias Olesen wurde in der 70. eingewechselt und ging in der 80. schon wieder in die Kabine – das aber berechtigterweise. Insgesamt hat der 35-Jährige den FC bislang zehn Mal gepfiffen. Das erste Mal 2014 gegen Energie Cottbus in Liga zwei. Mittlerweile sind es vier Siege und drei Niederlagen. Brand pfiff auch die Pokal-Begegnung der Geißböcke in Sandhausen. Dort gab es einen berechtigten Elfmeter, nach einem Foulspiel von Denis Huseinbasic. Besar Halimi verwandelte zum zwischenzeitlichen 1:2. Der FC setzte sich in der Verlängerung schließlich durch.


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Die „Heimreise“ zweier FC-Profis weist auf eine RB-Schwäche im Vergleich zum FC hin

Eric Martel und Tom Krauß spielten schon für RB Leipzig
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Die „Heimreise“ zweier FC-Profis weist auf eine RB-Schwäche im Vergleich zum FC hin

Mit Tom Krauß und Eric Martel kehren am Samstag gleich zwei Profis zu ihrem ehemaligen Verein zurück. Die Spieler des 1. FC Köln offenbaren eine Schwäche von Leipzig. Denn viele RB-Nachwuchshoffnungen schaffen den Durchbruch an anderer Stelle.

Eric Martel und Tom Krauß spielten einst für RB, schafften aber den Sprung zu den Profis nicht nachhaltig. Der Durchbruch gelang an anderer Stelle. Die Spieler des 1. FC Köln offenbaren damit eine Schwäche von Leipzig.

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Ein Kaderwert von mehr als 340 Millionen Euro, Transferausgaben von 130, -einnahmen von rund 200 Millionen Euro. Wirtschaftlich spielt RB Leipzig bekanntlich in einer ganz anderen Liga als der FC. Alleine die Verpflichtung von Conrad Harder hat RB mit einer Ablöse von 24 Millionen Euro in etwa die Gesamtsumme aller Kölner Neuverpflichtungen in diesem Sommer gekostet. Ein neidvoller Blick Richtung Domstadt sollte bei den Sachsen also auf dieser Ebene eher kein Thema sein.

Auf einer anderen möglicherweise schon: der Nachwuchsarbeit. Die ist in Leipzig sicher auch keine schlechte. Immerhin hat RB in den vergangenen Jahren massiv in die Ausbildung der Eigengewächse investiert. Nur will es mit der Durchlässigkeit bei RB nicht so recht funktionieren. Eine Zweitvertretung hat Leipzig nicht mehr, der Sprung von der U19 zu den Profis ist in Sachsen offenbar ein besonders großes. Und davon profitieren regelmäßig andere Clubs.

Martel und Krauß kennen sich aus Leipziger Zeiten

So auch der FC. Denn zur Saison verließen gleich zwei Leipziger die Talentschmiede und spielen heute für Köln. Eric Martel wechselte direkt ans Geißbockheim, Tom Krauß über Umwege diesen Sommer. Gerade der Transfer von Martel hat sich in den vergangenen Jahren zu einer absoluten Win-Win-Situation entwickelt. Der 23-Jährige hat bei den Kölnern das erhalten, woran es in Leipzig gehapert hätte: Einsatzzeit.

Mittlerweile steht der Sechser bei mehr als 100 Pflichtspielen für den FC, bei 30 Einsätzen in der U21-Nationalmannschaft. Lothar Matthäus betitelte den Mittelfeldspieler erst kürzlich als den „Kimmich des 1. FC Köln“. Der FC hat also einen absoluten Leistungsträger und Leader in seinen Reihen. Die ganz engen Verbindungen habe Martel nicht mehr zu RB, aber über die Familie seiner Verlobten immerhin noch nach Leipzig, wie der 23-Jährige come-on-fc.com im Interview verriet.

Ganz anders ist die Situation bei Tom Krauß. Für den Defensiv-Allrounder ist die Reise nach Leipzig eine Heimkehr. Krauß kommt gebürtig aus Leipzig. „Meine Familie, die ich auch nicht jede Woche sehe, ist da, meine Freunde sind da – das ist schon etwas Besonderes für mich“, sagte Krauß am Mittwoch nach dem Training. „Es hat sich schon viel verändert, seitdem ich aus Leipzig weg bin. Doch es ist für mich eine Rückkehr in meine Heimat. Ich habe dort meine ganze Jugend verbracht und mich sehr wohl gefühlt.“

Kaderbreite beim FC macht es für den Nachwuchs schwer

Wie wohl sich Max Finkgräfe dieser Tage in Leipzig fühlt, ist offen. Über seine Einsatzzeit wird der Linksverteidiger jedenfalls nicht sonderlich glücklich sein. Zwar hat das Kölner Eigengewächs den FC im Sommer verlassen, doch Finkgräfe steht dennoch für die unterm Strich doch erfolgreiche Nachwuchsarbeit in Köln. Auch wenn wohl gerade die Einsatzzeit am Ende des Tages den Ausschlag für einen Wechsel gegeben hat, standen die Kölner zuletzt für eine beeindruckende Durchlässigkeit in den Profibereich.

Alleine sieben Spieler debütierten beim FC in der vergangenen Spielzeit – natürlich auch der Transfersperre geschuldet. Bei RB waren es mit Faik Sakar und Vikko Gebel zwei, die jeweils zu einem Kurzeinsatz für die Sachsen kamen. Das ist angesichts der Ambitionen und des wertvollen Kaders in Leipzig sicherlich auch kein Wunder. Und auch beim FC wird es in dieser Spielzeit schwieriger für die Eigengewächse. Die Kaderbreite wurde gestärkt, die Qualität insgesamt erhöht. Der Nachwuchs muss sich erst beweisen.

Nicht umsonst wurde Julian Pauli verliehen und für Neo Telle und Emin Kujovic (vergeblich) ein Leihkonstrukt gesucht. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass gerade diese beiden Talente und weitere starke Eigengewächse wie Youssoufa Niang ihre Chance bei den Profis noch bekommen werden.


Lukas Podolski freut sich über FC-Entwicklung, schwärmt von Said El Mala, bremst aber auch die Euphorie

Lukas Podolski beim Abschiedsspiel im Kölner Stadion.
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Lukas Podolski freut sich über FC-Entwicklung, schwärmt von Said El Mala, bremst aber auch die Euphorie

Auch Jahre nach seinem Abgang aus Köln gehört Lukas Podolski zum FC wie der Dom in die Stadt. In einem Interview äußerte sich der Weltmeister von 2014 voll des Lobes über seinen Herzensclub. Lukas Podolski freut sich über die Entwicklung des 1. FC Köln.

In einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat sich der Weltmeister von 2014 ausführlich zum FC geäußert. Lukas Podolski freut sich darin über die Entwicklung des 1. FC Köln, schwärmt von Said El Mala und bremst aber auch die Euphorie.

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Vor nahezu einem Jahr schnürte Lukas Podolski wohl ein letztes Mal seine Fußballschuhe in seinem Kölner Wohnzimmer. Aktuell spielt der 40-Jährige bei Gornik Zabrze, mindestens noch diese Spielzeit. Wie es danach weitergeht, ist aktuell noch nicht klar, doch eine Funktion beim FC ist für den Weltmeister von 2014 sicherlich immer eine Option, die Tür offen, wir Podolski immer wieder betont hat. So auch in einem aktuellen Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. „Der FC ist mein Verein, dem ich immer gerne helfen würde“, so Podolski und eine Präsidenten-Wahl seines Geschäftspartners Wilke Stroman könnte da noch einmal positiven Einfluss nehmen. „Wilke hat mir signalisiert, dass er im Fall seiner Wahl mich wieder mehr beim FC einbinden möchte und mir auch Optionen aufgezeigt, die ich für den Club bereits während meiner Karriere machen könnte.“

„Lukas Kwasniok und der FC – das scheint zu passen“

Zurzeit bleibt dem Kölner Idol die Rolle des Zuschauers bei den Geißböcken. Und Podolski klingt sehr angetan, von den Dingen, die er aktuell beim FC wahrnimmt. „Es macht aktuell Spaß, die Spiele des FC zu schauen. Natürlich, nach drei Spieltagen ist das vielleicht noch eine Momentaufnahme und es sollte erst einmal darum gehen, schnellstmöglich die Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln“, sagt Podolski. „Lukas Kwasniok und der FC – das scheint zu passen. Ich finde es gut, wenn ein Trainer so emotional mitgeht und sich mit dem Klub und der Stadt so identifiziert. Es ist doch geil, wenn er mit dem FC-Trikot am Spielfeldrand steht.“ Der 40-Jährige hat erkannt, dass die Chemie zwischen Trainer und Spielern sowie in der Mannschaft offensichtlich stimmt. 

Sein Lob gebührt daher auch Thomas Kessler, der das Team aus Podolskis Sicht gut zusammengestellt hat. Eine Sicht, die aktuell wohl jeder FC-Fan teilt. „So etwas hatte es zuvor beim FC Jahre nicht mehr gegeben, dass man Ex-Spieler klug an den Klub gebunden hat. Und dann profitiert Thomas sicherlich auch davon, dass der FC wieder deutlich mehr Geld hat, um in den Kader zu investieren“, sagt Podolski. „Die Mannschaft wurde nicht nur sportlich verstärkt, sondern auch charakterlich passen die Jungs offenbar gut zusammen. Der Zusammenhalt in der Truppe stimmt. Es ist kein Zufall, dass der FC die Spiele auch noch spät für sich entscheiden kann.“

„Besser wurde es eigentlich nie“

Doch die Kölner Ikone tritt gleichzeitig auch auf die Euphoriebremse. „Wir hoffen ja schon seit 30 Jahren, dass es endlich mal wieder kontinuierlich aufwärts geht. Erst einmal sollte der Klassenerhalt das Ziel sein“, sagt Podolski. „Dieser Verein müsste eigentlich dauerhaft um die Europapokal-Plätze mitspielen, das Potenzial dafür hätte er auf jeden Fall. Der FC hat aber immer viel zu wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht und ständig das Personal gewechselt. Doch besser wurde es eigentlich nie.“ Die klare Empfehlung des Weltmeisters lautet daher, das Team zusammenzuhalten und es zu verstärken. Die Richtung stimme jedenfalls, so Podolski

Vor allem Said El Mala scheint es dem Kölner Idol angetan zu haben. „Er hat keine Angst, sondern ist unbekümmert, selbstbewusst, gibt Gas und traut sich auch Tempo-Dribblings zu“, sagt Podolski, der sich offenbar in dem jungen Spieler zumindest in Teilen wiederfindet. „Hoffen wir, dass er noch lange beim FC bleibt oder in ein paar Jahren für eine angemessene Summe verkauft wird. Typen wie Said, das sind genau die Jungs, die dem Klub gefehlt haben. Er hat was von einem Straßenfußballer. Mit einem wie ihm können sich auch die Fans identifizieren.“ So wie mit Podolski eben.  


Das erwartet den FC gegen Leipzig: Intensive Spielweise, Zweikampfstärke und starke Transfers

David Raum von RB Leipzig (Foto: Pau Barrena/Getty Images)
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Das erwartet den FC gegen Leipzig: Intensive Spielweise, Zweikampfstärke und starke Transfers

Am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga ist der FC zu Gast bei RB Leipzig. Die Sachsen scheinen wieder in die Spur gefunden zu haben. Dementsprechend steht der FC wohl vor einer schweren Aufgabe. Das erwartet den 1. FC Köln gegen RB Leipzig.

Mit sieben Punkten aus drei Spielen ist der FC überraschend gut in die Saison gestartet. Somit sind die Geißböcke in dieser Spielzeit noch ungeschlagen. So soll es auch weitergehen, doch die Aufgabe ist keine leichte: Das erwartet den 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg.

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Form: Nach einer eher durchwachsenen Vorbereitung, in der Leipzig drei Siege und zwei Niederlagen vorzuweisen hatte, tat sich RB auch in der ersten Runde des DFB-Pokals schwer. Beim Regionalligisten SV Sandhausen lagen die Sachsen zweimal zurück, gewannen die Partie am Ende dann doch noch mit 4:2. Zum Start der Bundesliga waren die Jungs von Trainer Ole Werner beim FC Bayern München zu Gast. In der Allianz Arena kamen die Leipziger mit 0:6 unter die Räder und mussten so einen schlechten Start hinnehmen. Allerdings ließen sich die Roten Bullen von diesem Rückschlag nicht beeindrucken. Nach einem 2:0-Heimsieg im ersten Heimspiel gegen Heidenheim, gewannen die Leipziger am vergangenen Wochenende mit 1:0 bei Mainz 05. Dadurch steht RB aktuell mit sechs Punkten auf dem siebten Tabellenplatz.

Zweikampfstark und Intensität

Zweikampfstark: Mit 326 gewonnenen direkten Duellen ist Leipzig aktuell die zweikampfstärkste Mannschaft der Liga. Zum Vergleich. Der FC steht in dieser Statistik mit lediglich 217 gewonnenen Zweikämpfen auf dem letzten Platz. Auffallend: Die Geißböcke haben allerdings auch die wenigsten direkten Duelle in der Liga bestritten. Der prozentuale Zweikampfwert der Kölner ist allerdings auch alles andere als gut.

Intensive Spielweise: Leipzig absolvierte in dieser Spielzeit bereits 570 Sprints. Damit stehen die Roten Bullen in dieser Statistik vor der TSG Hoffenheim (566) und hinter Bayern München (588) auf dem zweiten Platz. Auch bei den intensiven Läufen gehören die Leipziger mit 2119 zur Spitze der Liga. Lediglich Bayern (2233) und Hoffenheim (2222) weisen in dieser Statistik noch mehr auf.

Interessante Neuverpflichtungen: Im vergangenen Sommer hat RB einen echten Umbruch erlebt. Durch die Abgänge von Xavi Simons, Benjamin Sesko und Lois Openda (aktuell an Juventus Turin inklusive Kaufpflicht verliehen) wurde eine Menge Geld eingenommen, welches die Verantwortlichen dafür nutzten, Spieler mit enormem Potenzial zu verpflichten. So kaufte RB mit Johan Bakayoko, Romulo, Max Finkgräfe, Ezechiel Banzuzi, Andrija Maksimovic, Yan Diomande und Conrad Harder sieben Spieler, von denen keiner älter als 23 ist, die jedoch jetzt schon einiges an Qualität mitbringen. Ebenso verließ Yussuf Poulsen die Sachsen nach über zehn Jahren in Richtung Hamburg.

Taktische Formation

Formation: Trainer Ole Werner lässt seine Mannschaft bislang im 4-3-3-System auflaufen. Dabei besteht die Innenverteidigung aus Castello Lukeba sowie Willi Orban. Auf den beiden Außenverteidigerpositionen setzt der ehemalige Werder-Coach auf David Raum und Ridle Baku. Die beiden Profis sollen jedoch nicht nur verteidigen, sondern sich auch immer wieder in die Offensive einschalten. Im zentralen Mittelfeld agiert RB überwiegend mit einem klassischen Sechser sowie zwei Achtern. Jedoch wechseln sich die Spieler innerhalb des Mittelfelds immer wieder ab, um den Gegner vor neue Aufgaben zu stellen. Im Angriff scheinen Romulo als Stürmer sowie Johan Bakayoko und Antoni Nusa auf den Außenbahnen gesetzt zu sein.

Hier hat Leipzig sowohl spielerische Klasse als auch ein enormes Tempo vorzuweisen, was auf jeden Fall zum gehobenen Bundesliganiveau gehört. Allerdings wird Nusa gegen den FC ausfallen. Als Ersatz für den Norweger dürfte Yan Diomande auflaufen, der ebenfalls eine enorme Geschwindigkeit mitbringt und bereits gegen München zur Startformation der Sachsen gehörte. Im Spiel mit dem Ball setzt RB zum einen auf Ballbesitz und zum anderen auf schnelle Umschaltsituationen.

Das sagen die Trainer

Lukas Kwasniok über Leipzig: „Ich habe schon das Gefühl, dass sie mit dem Abschluss der Transferperiode sehr klar in ihren Überlegungen sind. Sie wollen jetzt auch wieder ein wenig back to the roots, haben eine sehr, sehr intensive Mannschaft, machen die meisten intensiven Läufe und Meter sowie Sprints hinter den Bayern, und das gilt es erst einmal zu kontrollieren. Sie haben sich die RB-DNA wieder auf die Fahne geschrieben und das zeigen auch die letzten beiden Ergebnisse. Sie haben sehr wenig zugelassen, weil sie sehr gut gegen den Ball gearbeitet haben. Dass sie gute Fußballer in ihren Reihen haben, ist jetzt nicht ganz so verwunderlich, wenn du ein paar Mark mehr in der Tasche hast, die du auf dem Markt einsetzen kannst. Sie haben gute Individualisten, gute Dribbler, haben jetzt aber auch einen Zielspieler mit Romulo, haben Harder dazubekommen, Bakayoko, extrem guter Dribbler. Daher können sie wahrscheinlich auch die beiden Ausfälle kompensieren. Leipzig ist eine gute Mannschaft, die sicher auch versuchen wird, uns zu schlagen.“

Ole Werner über den FC: „Köln hat eine hohe Dynamik im Spiel und auch eine hohe Bereitschaft, die Dinge als gesamte Mannschaft intensiv umzusetzen. Es ist eine Mannschaft, die sehr flexibel in der Positionierung auftritt und auch unterschiedliche Ordnungen spielen kann. Das, was sie auf den Platz bringen wollen, machen sie gerade mit einer totalen Überzeugung. Natürlich haben sie auch immer wieder hintenraus Punkte geholt, sind im Pokal weitergekommen und haben auch eine gewisse Moral. So etwas stärkt natürlich auch das Selbstbewusstsein.“

Mögliche Aufstellung: Gulacsi – R. Baku, Orban, Lukeba, Raum – Seiwald – Banzuzi, Baumgartner  Bakayoko, Romulo, Diomande

Es fehlen: Amadou Haidara (muskuläre Probleme), Benjamin Henrichs (Aufbautraining nach Achillessehnenriss), Max Finkgräfe (Knieverletzung.), Antonio Nusa (Unterarmbruch) und  Xaver Schlager (Wadenverletzung)


Wie reagiert Kwasniok auf den Ausfall von Rav van den Berg? So könnte der 1. FC Köln spielen

Lukas Kwasniok gibt beim Training Anweisungen
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Wie reagiert Kwasniok auf den Ausfall von Rav van den Berg? So könnte der 1. FC Köln spielen

Nach dem 3:3-Unentschieden beim VfL Wolfsburg steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok das nächste Auswärtsspiel vor der Tür. Und der Kölner Trainer wird ganz sicher wieder rotieren müssen. So könnte der 1. FC Köln in Leipzig spielen.

Für den 1. FC Köln steht gegen Leipzig das zweite Auswärtsspiel in Folge auf dem Programm. Im Vergleich zum Spiel in Wolfsburg muss Lukas Kwasniok seine Startelf in der Red Bull Arena jedoch auf mindestens einer Position verändern. Ob es jedoch noch weitere Wechsel in der Startformation gibt, ist offen. So könnte der 1. FC Köln in Leipzig spielen.

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Gegen Leipzig kann Lukas Kwasniok fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. „Wir haben alle 20 Feldspieler und alle drei Torhüter auf dem Feld gehabt.“ Allerdings muss der 44-Jährige in Leipzig nicht nur auf Luca Killian, sondern auch auf Rav van den Berg verzichten. Der Niederländer war in Wolfsburg nach einem Foul von Lovro Majer unglücklich auf die Schulter gefallen, musste sich anschließend einer Operation unterziehen und wird dem FC daher mehrere Wochen fehlen. Daher wird Kwasniok seine Startformation in Leipzig auf mindestens einer Position verändern. Wer für van den Berg in die Startelf rückt, ließ der FC-Trainer jedoch offen: „Wir haben zum Glück noch genügend klassische Innenverteidiger. Zudem haben wir mit Eric Martel, Sebastian Sebulonsen und Tom Krauß noch Jungs, die in der Dreierkette spielen können“, sagte Kwasniok.

Johannesson oder Waldschmidt?

Die größte Chance auf eine Nominierung dürfte allerdings Krauß haben, der bekanntlich schon häufiger als Abwehrspieler agierte. Durch den ehemaligen Leipziger erhält das Kölner Spiel darüber hinaus mehr Flexibilität. Während Krauß in einem System mit Dreierkette einen der drei Innenverteidigerposten einnimmt, dürfte er bei einer Viererkette neben dem gesetzten Eric Martel ins Mittelfeld rücken. Bei den anderen Positionen in der Defensive dürfte es im Vergleich zum Spiel in Wolfsburg keine Veränderungen geben. Dadurch würden Joel Schmied und Timo Hübers in der Innenverteidigung sowie Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen auf den beiden Außenverteidigerpositionen auflaufen.

In der Offensive haben wie in den ersten drei Ligaspielen wieder Jan Thielmann, Jakub Kaminski und Marius Bülter wohl die größte Chance auf Einsatzzeit. Die drei zeigten, dass sie gut miteinander harmonieren und waren an fast allen Toren des FC direkt beteiligt. Das interessanteste Duell im Kader und um einen Platz in der Startelf in Leipzig dürften sich Luca Waldschmidt und Isak Johannesson liefern. Während der Isländer in den beiden Spielen gegen Mainz und Freiburg in der Startelf stand, saß der Neuzugang aus Düsseldorf in Wolfsburg – auch aufgrund einer leichten Verletzung – zunächst auf der Bank. Allerdings könnte Kwasniok auch die ein oder andere Überraschung präsentieren und beispielsweise Denis Huseinbasic anstelle von Johannesson und Waldschmidt auflaufen lassen.

So könnte der FC in Leipzig spielen

Marvin Schwäbe im Testspiel gegen Bergisch Gladbach

Marvin Schwäbe

Tom Krauß vom 1. FC Köln

Tom Krauß

Timo Hübers beim Testspiel des 1. FC Köln gegen den SC Verl

Timo Hübers

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

Kristoffer Lund

Eric Martel im Testspiel gegen Atalanta Bergamo

Eric Martel

Isak Johannesson

Sebastian Sebulonsen beim Testspiel gegen Fortuna Köln

Sebastian Sebulonsen

Jakub Kaminski im Testspiel gegen Fortuna Köln

Jakub Kaminski

Jan Thielmann erzielte gegen Atalanta Bergamo einen Doppelpack

Jan Thielmann

Marius Bülter im Test gegen Vitesse Arnheim

Marius Bülter