Ehemaliger FC-Sportchef Jörg Jakobs rechnet mit Christian Keller ab: „Die Konsolidierung begann nicht mit Keller“

Christian Keller und Jörg Jakobs
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Ehemaliger FC-Sportchef Jörg Jakobs rechnet mit Christian Keller ab: „Die Konsolidierung begann nicht mit Keller“

Vor anderthalb Jahren musste der ehemalige Berater des FC den Verein in Folge der Transfersperre verlassen. Nun äußerte sich der Dozent in einem Interview über seinen Abschied und sein Verhältnis zum Ex-Sportdirektor des 1. FC Köln: Jörg Jakobs rechnet mit Christian Keller ab.

Anderthalb Jahre nach seiner Entlassung beim FC findet der ehemalige Berater deutliche Worte in Bezug auf seinen Abgang beim 1. FC Köln: Jörg Jakobs rechnet mit Christian Keller ab.

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Wirklich überraschend kam die Meldung im Februar 2024 nicht mehr. Rund zwei Monate nach der Bestätigung des Registrierungsverbots gegen den FC wurden die Dienste von Berater Jörg Jakobs nicht mehr benötigt. „Die Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand des 1. Fußball-Club Köln 01/07 e.V. und ihrem sportlichen Berater Dr. Jörg Jakobs ist beendet worden“, hieß es von Seiten des Vereins. „Die Kündigung ist Teil der Aufarbeitung der Transfersperre, die gegen den 1. FC Köln verhängt wurde. Die Rolle von Jörg Jakobs in dem Transfer um Jaka Cuber Potocnik, bei dem er die damalige Geschäftsführung der 1. FC Köln GmbH & Co KGaA beriet, lässt eine weitere Zusammenarbeit als sportlicher Berater des Vorstands aus unserer Sicht nicht zu“, wurde Präsident Werner Wolf in der Pressemitteilung zitiert.

Jakobs fühlt sich als Bauernopfer

Gut anderthalb Jahre später meldet sich der ehemalige Berater zu Wort und geht mit dem Vorgang, der Situation, aber auch Ex-Sport-Geschäftsführer Christian Keller hart ins Gericht. Jakobs habe sich durchaus als Bauernopfer gefühlt. „Ich war überrascht, weil es keinerlei Vorgespräche gab. Insbesondere, wenn ich mir das spätere Rechtsgutachten ansehe: Da ist an keiner Stelle von einem Fehlverhalten meinerseits gesprochen worden“, erklärte der Dozent der Sporthochschule nun in einem Interview dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Der Vorstand habe ihm damals fehlendes Vertrauen vorgeworfen, ohne ihm die Chance zu geben, sich zu erklären. Jakobs war in Folge der harten Strafe der FIFA die einzige Person, die die Koffer beim FC packen musste.

Dabei sieht auch der ehemalige Sportchef Versäumnisse. Zumindest hätte Jakobs einen anderen Weg gewählt, um die Transfersperre noch abzuwenden. „Ich hätte dazu geraten, das Thema möglichst geräuschlos mit Ljubljana zu klären. Ganz einfach deshalb, weil es kein so unüblicher Vorgang ist, sondern weil das in der Branche ständig so gehandhabt wird“, so Jakobs, der erklärt, dass die Verpflichtung des jungen Spielers aus heutiger Sicht nicht schlau gewesen sei. Eine Argumentation, eine Einigung hätte Untreue-Tatbestände erfüllen können, bezeichnet Jakobs als „Blödsinn“. „Es ist jedem Verein freigestellt, wie viel Potenzial er in einem Spieler sieht und wie viel er bereit ist, für diesen Spieler zu investieren. Sonst müsste man bei jedem Fehleinkauf die Frage nach Veruntreuung stellen.“

Jakobs erhebt Vorwürfe gegen Keller

Und Jakobs erhebt schwere Vorwürfe gegen Keller. So habe der Berater kurz nach dem Amtsantritt des Sportdirektors im April 2022 gar keine beratende Funktion mehr eingenommen. „Ich wurde wiederholt durch Christian Keller systematisch beim Vorstand diskreditiert“, sagt Jakobs, dessen Expertise in der Folge nicht mehr benötigt wurde. Der Austausch mit Keller sei sehr einseitig gewesen. Auch an der Transferpolitik des Ex-Sportdirektors lässt der Dozent kein gutes Haar. Dass Keller den Verein saniert habe, stimme so nicht. „Wir haben bereits ab Sommer 2021 signifikant Gehälter eingespart und später durch Transfer-Einnahmen Gelder generiert. Und sportlich ein sehr ordentliches Ergebnis mit Platz sieben und der Rückkehr nach Europa erzielt“, so Jakobs. „Die Konsolidierung begann nicht mit Keller, sondern nachweisbar am 1. Juni 2021. Dass Christian Keller diesen Sparkurs fortgeführt hat, halte ich für grundsätzlich sinnvoll. Die Frage stellt sich allerdings: Wie weit sollte Sparen im Wettbewerbsumfeld Bundesliga gehen und wann beginnt das Kaputtsparen?“

So sei der Abstieg aus Sicht des Ex-Beraters durchaus vermeidbar gewesen. Und auch die vermeintlich erfolgreichen Transfers von Christian Keller ordnet der Sportwissenschaftler anders ein. Demnach sei für Keller beim Amts-Antritt viel vorbereitet gewesen. „Denis Huseinbasic zum Beispiel war der Scouting-Abteilung bekannt und wurde als Kandidat geführt; Linton Maina war sehr weit fortgeschritten. Dann kam Eric Martel noch, ihn hat zwar Keller geholt, doch auch Eric war schon auf dem Schirm“, sagt Jakobs. „Und sich Said El Mala ans Revers zu heften: Im besten Fall wurde der Transfer nicht verhindert. Said geht auf andere FC-Mitarbeiter zurück.“ Erst vor wenigen Wochen hatte Keller in einem Interview betont, dass die Verpflichtung von El Mala den „teuersten Abgang der FC-Historie“ mit sich bringen würde.


Jonas Urbig verletzt: Platz das Wiedersehen beim 1. FC Köln?

Jonas Urbig im Trikot des FC Bayern München
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Jonas Urbig verletzt: Platz das Wiedersehen beim 1. FC Köln?

Fast nach einem Jahr hätte er wieder einen Einsatz feiern können im Wohnzimmer des 1. FC Köln: Platzt das Wiedersehen mit Jonas Urbig? Der Keeper hat sich verletzt und fällt bis auf Weiteres aus.

Es wäre eine dieser typischen Fußball-Geschichten. Nahezu ein Jahr nach seinem letzten Spiel im Kölner Stadion hätte er mit dem FC Bayern München seine Rückkehr feiern können beim 1. FC Köln: Platzt nun das Wiedersehen mit Jonas Urbig? Der Keeper zog sich eine Muskelverletzung zu.

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Nahezu auf den Tag genau ein Jahr nach seinem letzten Spiel für den 1. FC Köln und im Kölner Stadion sollte es eigentlich das große Comeback geben. Jonas Urbig hat auf einen Einsatz in der 2. Runde des DFB-Pokals mit dem FC Bayern München gegen seinen Ex-Club gehofft und das auch noch im Kölner Stadion, dem Wohnzimmer seines Heimatvereins. Doch daraus wird möglicherweise nichts. Wie der Rekordmeister am Vormittag bekannt gegeben hat, hat sich der Keeper im Training einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt vorerst auf unbestimmte Zeit aus. Die Verletzung scheint nicht besonders schlimm zu sein. Ob der Keeper aber bereits in vier Wochen wieder wettbewerbsfähig auf dem Platz stehen wird, scheint mindestens offen.

13 Einsätze für den FCB

Die Chancen auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Club waren schon ziemlich groß. Manuel Neuer sitzt nach wie vor eine Rotsperre ab. Diese hatte sich der Weltmeister von 2014 im Pokal-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen eingefangen. Schon in der ersten Runde des Pokals war daher der Ex-Kölner zum Einsatz gekommen. Der FC trifft am 29. Oktober auf den FC Bayern München, immerhin im eigenen Stadion. Urbig gilt als eins der größten Torhüter-Talente im deutschen Fußball. Vermutlich auch, um das Eigengewächs beim FC zu halten, war der Youngster im Sommer 2024 überraschend zur Nummer eins erklärt worden, der bisherige Stammkeeper Marvin Schwäbe wurde ausgebootet, ein Abschied stand im Raum.

Bis zum 25. Oktober des vergangenen Jahres stand Urbig im Kasten der Kölner. Doch nach nicht immer sicheren Leistungen wechselte der damalige Trainer Gerhard Struber die Positionen, holte Schwäbe zurück ins Tor und Urbig saß nur noch auf der Bank. Schon damals tauchten die ersten Gerüchte über einen möglichen Wechsel zum FC Bayern München auf. Im vergangenen Winter folgte der Wechsel zum Rekordmeister. Urbig soll in die Fußstapfen von Neuer treten. Für den FCB kam der 22-Jährige bereits 13 Mal zum Einsatz, in dieser Spielzeit erst einmal.


Entwarnung bei Marius Bülter

Marius Bülter lief in der Vorbereitung als Kapitän des 1. FC Köln auf
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Entwarnung bei Marius Bülter

Der FC wird am kommenden Sonntag wohl auf seinen Top-Stürmer zurückgreifen können. Der Angreifer hatte sich am Samstag in Leipzig leicht verletzt. Nun aber Aufatmen beim 1. FC Köln: Marius Bülter gibt selbst Entwarnung.

Am Samstag war bereits zur Halbzeit Schluss, am Sonntag wird er wohl wieder spielen für den 1. FC Köln: Marius Bülter gibt selbst Entwarnung und dürfte damit eine Option für die Startelf gegen Stuttgart sein.

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Fünf Tage bleiben Marius Bülter noch um seine Verletzung auszuheilen. Der Stürmer des 1. FC Köln hatte sich im Spiel gegen RB Leipzig verletzt, einen Pferdekuss abbekommen, wie nach dem Spiel Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz erklärte. Für den Angreifer war die Begegnung somit nach 45 Minuten bereits beendet. Eigentlich keine große Sache. Erst eine Woche zuvor hatte Isak Johannesson unter einer ähnlichen Verletzung gelitten, war dann aber im Spiel gegen Wolfsburg eingewechselt worden. Am Dienstag fehlte der Stürmer allerdings bei der morgendlichen Einheit. Wie berichtet trainierte Bülter individuell. Für Sonntag dürfte es aber auf jeden Fall reichen für den Angreifer. „Es geht gut, ich habe am Dienstag noch etwas ruhiger gemacht, denke aber, dass ich die Tage wieder ganz normal einsteigen kann“, sagte der 32-Jährige dem „Express„.

Bülter zu Gast bei besonderem Projekt

Bülter probierte sich am Nachmittag genauso wie Dominique Heintz im Blindenfußball an einer Grundschule in Köln. Die FC-Stiftung hatte den speziellen Workshop organisiert. Im Februar 2025 hatte die FC-Stiftung das Blindenfußball-Angebot des Polizei-Sportvereins Köln übernommen und im August ein Turnier ausgerichtet. Das Team sucht aktuell Verstärkung. Die von Bülter und Heintz war natürlich nur einmalig. Für die beiden FC-Profis steht schon am Mittwoch die nächste Einheit dann wieder bei den Profis auf dem Programm. Um 10.30 Uhr geht es wieder auf den Platz. Ob Bülter dann schon wieder dabei ist, ist offen. Für Sonntag wird es aber klappen, sagte der Spieler dem „Express“. Das wäre für den FC natürlich extrem wichtig. Bülter ist bislang der absolute Topscorer der Geißböcke.

Bülter beweist in der bisherigen Saison eine beeindruckende Effizienz vor dem gegnerischen Kasten. Vor dem Duell gegen Wolfsburg, bei dem Schiedsrichter Bastian Dankert das Tor des 1,88 Meter großen Angreifers wegen eines zuvor verübten Fouls von Joel Schmied nicht gelten ließ, war jeder Torschuss ein Treffer. Nun ruhen die Hoffnungen natürlich auch in der Begegnung gegen den VfB Stuttgart auf dem Stürmer.


Gerhard Struber blickt mit gemischten Gefühlen auf die Zeit beim 1. FC Köln zurück

Gerhard Struber trainiert mittlerweile Bristol
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Gerhard Struber blickt mit gemischten Gefühlen auf die Zeit beim 1. FC Köln zurück

Mit seinem neuen Club Bristol City befindet sich Gerhard Struber wieder auf Aufstiegskurs. Der Coach will mit seinem Team in die Premier League. Nun äußerte sich der Trainer in einem Interview auch zu seinem Abschied aus Köln. Das sagt Gerhard Struber zum Weggang vom 1. FC Köln.

So wirklich überraschend kam die Entlassung nach dem 1:1 gegen Regensburg damals nicht mehr. Der Österreicher musste den FC auf einem Aufstiegsplatz verlassen. Das sagt Gerhard Struber zum Weggang vom 1. FC Köln.

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Fast fünf Monate sind vergangenen, seitdem Gerhard Struber beim 1. FC Köln die Koffer packen musste. Die Reise ging beim FC bekanntlich weiter nach oben. Die Kölner haben einen guten Start in die Bundesliga hingelegt. Auch für den Österreicher stand die Welt nach seiner Entlassung nicht still. Struber ist bekanntlich nach England zurückgekehrt, mittlerweile Coach bei Bristol City und das auch erfolgreich. Mit elf Punkten aus sechs Spielen belegt der Club Rang drei in der Championship. Struber ist in England wieder angekommen, fühlt sich im Südwesten der Insel und bei seinem Club scheinbar wohl. „Ich muss hier wenige Kompromisse eingehen, der Kader passt sehr gut dazu, wie ich mir Fußball vorstelle“, sagt Struber im Interview mit dem „Kicker„. 

„In Köln bin ich nochmal gereift“

Auf die Zeit in Köln blickt der Trainer mit gemischten Gefühlen zurück. „So kurz vor Schluss zu realisieren, dass man jetzt nicht mehr dabei ist und keinen Einfluss mehr auf den Ausgang der Saison hat, war hart“, sagt der Trainer. „Und auch die Art und Weise hat mich nachdenklich gemacht, wenn man die äußeren Umstände wie etwa die erst im Januar ausgelaufene Transfersperre bedenkt.“ Struber hatte den FC im Sommer 2024 unter dem Registrierungsverbot der FIFA übernommen. Die Kölner waren also nicht in der Lage, den Kader großartig zu verändern. Nach holprigem Start mit Rang zwölf nach dem zehnten Spieltag, verlieh der Österreicher dem FC wieder mehr Stabilität. Köln fing sich, legte eine beeindruckende Erfolgsserie hin und wurde sogar noch Herbstmeister.

Auch in der Rückrunde gerieten die Geißböcke nie so richtig in Gefahr, spielten aber sicher nicht den attraktivsten Fußball. Nach einem 1:1-Unentschieden gegen Schlusslicht Regensburg war nach dem 32. Spieltag Schluss, Struber musste gehen. „Dass ich die Saison, obwohl wir auf einem Aufstiegsplatz lagen, nicht zu Ende bringen durfte, tat echt weh. Es hat Zeit gebraucht, damit umzugehen und das hinter mir zu lassen“, sagt der Trainer. Die Spiele seines Ex-Teams verfolge er auch weiterhin. Und der Österreicher zog auch etwas Positives aus dem Weggang aus Köln. „Natürlich habe ich noch Kontakt zu einigen Spielern in Köln, da habe ich mir Feedback geholt. Genauso wie vom einen oder anderen Trainerkollegen. Ich habe einfach Rückschau gehalten: Was hätten wir anders und besser machen können? Ich will in jeder Station etwas dazulernen und in Köln bin ich nochmal gereift, ganz klar“, sagt Struber.



Personal-Update vor Stuttgart: Ein weiterer Leistungsträger fehlt

Lukas Kwasniok und René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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Personal-Update vor Stuttgart: Ein weiterer Leistungsträger fehlt

Am Dienstag ist der FC in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen den VfB Stuttgart gestartet. Für Lukas Kwasniok ist die personelle Lage insgesamt entspannt. Das Personal-Update beim 1. FC Köln: Marius Bülter fehlt vorerst.

Nach der ersten Saison-Niederlage geht es am Sonntag mit dem zweiten Heimspiel der Saison weiter. Dann ist der VfB Stuttgart bei den Geißböcken zu Gast. Die Vorbereitung dazu startete am Dienstag. Und natürlich gab es ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Marius Bülter fehlt vorerst.

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Es war wohl ein Schlag gegen den Oberschenkel. Marius Bülter ließ sich nach einer knappen halben Stunde in Leipzig auf den Boden sinken, musste behandelt werden. Der Stürmer spielte zwar weiter, wurde dann aber zur Halbzeit ausgewechselt. Der Angreifer hatte sich offenbar einen Pferdekuss zugezogen. Auch am Dienstag laboriert Bülter offenbar noch an den Folgen. Der Stürmer war aufgrund einer „individuellen Steuerung nicht auf dem Platz“, wie es von Vereinsseiten heißt. Sollte es sich tatsächlich „nur“ um einen Pferdekuss handeln, wird Bülter am Sonntag sicherlich wieder angreifen können. Dann steht für die Geißböcke erst das zweite Heimspiel der Saison an. Der FC ist das einzige Team der Liga, das in dieser Saison erst einmal im eigenen Stadion gespielt hat.

Mittwoch und Donnerstag öffentliche Einheiten

Weiterhin fehlen wird Rav van den Berg. Der Innenverteidiger verletzte sich gegen den VfL Wolfsburg an der Schulter und wird mehrere Wochen ausfallen. Seit vergangener Woche fehlt der Niederländer dementsprechend. Genauso wie der zweite Langzeitverletzte Luca Kilian, der sich bekanntlich zum dritten Mal das Kreuzband gerissen hat. Auch Youssoupha Niang ist nach wie vor noch keine Option beim FC. Ansonsten nahmen am Dienstag alle Spieler am Training der Geißböcke teil. Stand jetzt kann Kwasniok also nahezu aus dem Vollen schöpfen. Vor der Partie in Stuttgart sind am Mittwoch und Donnerstag noch öffentliche Trainingseinheiten um 10:30 Uhr anberaumt. Ab Freitag bereitet sich das Team dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf die Begegnung vor. Die Pressekonferenz ist in dieser Woche für den Freitag angesetzt und wird wieder im Livestream beim FC übertragen. Die Begegnung gegen den VfB findet dann am Sonntagabend statt.


Wieder mehr Hurra-Fußball beim 1. FC Köln? Aber nicht zu Lasten der Defensive

Tom Krauß machte eine ordentliche Partie gegen Leipzig
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Wieder mehr Hurra-Fußball beim 1. FC Köln? Aber nicht zu Lasten der Defensive

Die Geißböcke sind bisher in Sachen Torverwertung gut in die Bundesliga gestartet, spielen auch gegen starke Gegner wie zuletzt RB Leipzig mutig nach vorne. Das erinnert in Teilen an den Anfang der vergangenen Saison beim 1. FC Köln: Mutige Offensive, insgesamt stabile Defensive.

Auch gegen RB Leipzig hatte der FC am Samstag seine Chancen, hätte das Spiel vielleicht noch einmal spannend machen können. Die Kölner spielen unabhängig des Gegners mutig nach vorne. Erinnerungen an die Vorsaison werden wach, als von einer fehlenden Balance die Rede war, doch die Abwehr steht insgesamt recht stabil beim 1. FC Köln: Mutige Offensive, insgesamt stabile Defensive.

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Auch, wenn die Niederlage bei RB Leipzig schmerzhaft war, sie war wohl verdient. Zumindest waren sich da die Protagonisten des FC einigermaßen einig. „Am Ende ist das Ergebnis schon in Ordnung“, sagte beispielsweise Thomas Kessler. Ein Tor mehr hätte es dann aber schon sein dürfen. Das sagte auch der xGoals-Wert nach der Begegnung. Die Kölner kamen auf 1,78, RB Leipzig auf 2,5. Nach der Qualität der Chancen wäre für Köln also wohl mehr möglich gewesen. Tatsächlich suchen die Kölner in dieser Spielzeit meist die Flucht nach vorne und das oft auch spielerisch. Das mit Erfolg. Aktuell liegt der xGoals-Wert bei 6,5, der FC erzielte aber bereits neun starke Tore. So viel wie seit 48 Jahren in der Bundesliga nicht mehr. In der Tor-Effizienz liegt der FC damit in der Top-fünf der Liga. Zum Vergleich im Abstiegsjahr lag der xGoals-Wert zum gleichen Zeitpunkt bei 3,7, getroffen hatten die Kölner drei Mal.

Wie steht es um die Kölner Defensive?

Und obwohl es sich zurzeit wohl ganz anders anfühlt, hat der aktuelle Fußball damit doch ein wenig von dem der Vorsaison – zumindest zum gleichen Zeitpunkt der Spielzeit. Da kamen die Kölner nach dem 4. Spieltag bereits auf einen xGoals-Wert von zwölf, der FC hatte elf Tore erzielt. In Teilen kehren die Geißböcke wieder zurück zum Hurra-Fußball, wenn auch taktisch anders, vor allem variabel eingestellt, wenn auch ganz anders dosiert und dazu mit einem anderen Kader. Doch unabhängig des Gegners, des Namen, des Kaderwerts haben die Geißböcke den Vorwärtsgang eingelegt. Lukas Kwasniok hält bislang sein Versprechen des Spektakels. Nur fiel dem anfänglichen Spektakel der Vorsaison die Defensive zum Opfer. So dass die Frage nach ähnlichen Schwierigkeiten in der Hintermannschaft durchaus erlaubt ist.

Bislang wirkt die Abwehr stabil, wenn auch nicht immer sattelfest. Gerade bei den Standardsituationen geriet die Kölner Defensive gegen Leipzig gehörig ins Schwimmen, wie auch Eric Martel nach dem Spiel zugab. „Wir müssen die Standards besser verteidigen. Jedes Mal, wenn ein Ball reingeflogen ist, hat es lichterloh gebrannt“, sagte der Sechser. Und das zeigt sich gerade bei den Gegentoren. Fünf von sieben fielen eben nach Standards. Allerdings wurden damit auch nur zwei Gegentore herausgespielt. Dass die Defensive bislang so gut hält, war dabei nicht unbedingt abzusehen. Joel Schmied hatte in der vergangenen Saison wahrlich keine Eigenwerbung betrieben, Timo Hübers war ebenfalls alles andere als sattelfest. Zudem verpflichtete der FC Spieler aus unter anderem der dänischen oder zweiten italienischen Liga, bei denen sicherlich nicht klar war, ob sie in der Bundesliga bestehen würden.

Erstaunliche Defensivwerte

Das scheint bei Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen der Fall zu sein – zumindest bislang. Und das eben gegen Mannschaften aus dem Oberhaus, die in der Vorwärtsbewegung sicherlich anders auftreten, als die Clubs der 2. Bundesliga gegen einen absoluten Aufstiegsfavoriten. Dazu spielen die Kölner in der letzten Kette extrem variabel. Doch es gibt auch noch einen anderen Teil der Wahrheit. Der FC hat bislang mit großem Abstand die wenigsten Zweikämpfe bestritten (490, davor Wolfsburg 530). Dazu ist die Zweikampfquote die drittschlechteste der Liga. Auch bei den Balleroberungen sind die Kölner das Schlusslicht der Liga – und das mit großem Abstand (38/davor Augsburg 53). Die Werte liegen möglicherweise auch daran, dass der FC den Gegner erst einmal kommen lässt. Allerdings tun das andere Mannschaften eben auch mit deutlich besseren Werten.

Und auch in Sachen intensive Läufe und Sprints gehört Köln zum Schlussdrittel der Liga, im Gegensatz zu den insgesamt abgespulten Kilometern. Und doch sah die Arbeit der Hintermannschaft gerade gegen Mainz und Freiburg doch über weite Strecken so gut aus, dass Marvin Schwäbe recht wenig zu tun bekam. Bis zum vergangenen Spieltag lag der gegnerische xGoals-Wert gegen den FC im Schnitt bei 1, also ein Gegentreffer wäre pro Spiel zu erwarten gewesen. Die Partie gegen Leipzig schraubte den Wert in die Höhe. Zudem stehen da am Ende des Tages mehr Punkte auf dem Konto als es die ersten vier Spieltage mit drei Auswärtsspielen gegen Europapokal-Anwärter hätten vermuten lassen. Insofern scheint der Plan bislang aufzugehen.




Überzeugender Saisonstart: Darum wird Jan Thielmann immer wichtiger für den 1. FC Köln

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Überzeugender Saisonstart: Darum wird Jan Thielmann immer wichtiger für den 1. FC Köln

Vier Spieltage nach Saisonstart läuft bei den Geißbocken vieles richtig. Eine zentrale Rolle spielt dabei Jan Thielmann. Das Eigengewächs hat den besten Saisonstart seiner Karriere hingelegt. Und das nicht ohne Grund: Darum ist Jan Thielmann inzwischen unersetzbar beim 1. FC Köln.

Trotz der Niederlage gegen RB Leipzig am vergangenen Samstag grüßen die Kölner von Rang vier der Bundesliga Tabelle. Und ein Eigengewächs hat da seinen Anteil dran. Darum ist Jan Thielmann inzwischen unersetzbar beim 1. FC Köln.

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Jan Thielmann scheint in diesem Herbst auf dem besten Weg zu sein, die vor Saisonstart an in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen: „Wir wünschen uns, dass er mit seinem Charakter und seiner Mentalität in den kommenden Jahren mehr und mehr Verantwortung übernimmt und eine Führungsrolle in unserer Mannschaft einnimmt. Wir freuen uns sehr, dass Jan diesen Weg mit uns gehen möchte und aktiv dazu beitragen will, den FC in der Bundesliga zu stabilisieren“, hatte Kölns Sportdirektor Thomas Kessler Anfang August erklärt anlässlich der Vertragsverlängerung des FC-Eigengewächses bis 2028. Die Entwicklungen seitdem erwecken den Eindruck, dass der Spieler die für ihn vorgesehene Rolle ausfüllen kann.

Thielmann setzt erneut Ausrufezeichen

Denn die jüngsten sportlichen Entwicklungen bestätigen Kesslers Plan mit dem Eigengewächs. Mit drei Scorerpunkten nach vier Spieltagen zählt Thielmann aktuell zu den gefährlichsten Offensivspielern im Team, direkt hinter Neuzugang Marius Bülter, der bereits vier Torbeteiligungen auf dem Konto verbucht hat. Auch die jüngste Niederlage gegen Champions-League-Anwärter RB Leipzig änderte daran nichts. Für die Geißböcke war die Partie zwar eine bittere, zugleich lehrreiche Erfahrung. Thielmann setzte dennoch erneut ein starkes Ausrufezeichen. Nachdem er beim 4:1-Spektakel gegen den SC Freiburg mit Tor und Vorlage glänzte, traf er nun auch in Leipzig.

Ein mustergültig eingeleiteter Angriff über Johannesson und Martel landete beim sprintenden Thielmann, der mit seinem schwächeren linken Fuß wuchtig an RB-Keeper Peter Gulacsi vorbei ins Netz traf. „Ich weiß nur, dass ich ihn gut mit links getroffen habe. Im Endeffekt bringt mir das aber nichts, wenn wir heute null Punkte mitnehmen. Erstaunlicherweise treffe ich den Ball trotzdem mit links. Ich habe offenbar zwei Füße, der andere kann auch ein bisschen was“, kommentierte der Torschütze mit einem Schmunzeln.

Vertrauen zahlt sich aus

Sein Standing innerhalb der Mannschaft zeigt sich aber nicht allein in sportlichen Zahlen. Ein wichtiger Beleg für seine wachsende Rolle ist auch die Wahl in den Mannschaftsrat. Neben Kapitän Marvin Schwäbe und Vizekapitän Ron-Robert Zieler gehören mit Marius Bülter und Jan Thielmann zwei Offensivspieler dem Gremium an. Für den 23-Jährigen ist das ein klares Signal des Vertrauens. Dieses Vertrauen wird ihm nicht nur von Sportchef Kessler und Trainer Lukas Kwasniok ausgesprochen, sondern offensichtlich auch vonseiten der Kabine. Thielmann wird damit längst nicht mehr ausschließlich als talentierter Flügelspieler wahrgenommen, sondern zunehmend auch als Stimme und Vertreter innerhalb des Teams. Und das Vertrauen zahlt er nun mit den besten Leistungen zurück, die er je zu einem so frühen Zeitpunkt im FC Trikot auf den Platz bringen konnte.

Hinzu kommt ein wachsendes Selbstvertrauen, das in Verbindung mit spürbarer Selbstwirksamkeit gerade in der Underdog-Rolle des FC zu einem entscheidenden Mittel werden kann.

Thielmann: „Müssen realistisch bleiben“

Ergebnisse wie das aus Leipzig, das bei anderen Teamkonstellationen möglicherweise lähmend wirken würde, lassen sich gut wegstecken, davon ist Thielmann überzeugt: „Wir ziehen trotzdem positive Schlüsse. Wir haben meiner Meinung nach ein ordentliches Spiel gemacht hier in Leipzig. Jetzt schauen wir, dass wir in den nächsten Wochen die positiven Dinge mitnehmen und wieder in den Punktekorridor kommen.“ Der Reality-Check durch die Roten Bullen habe dem FC auch gutgetan, um den ersten unrealistischen, wenngleich in der Regel auch scherzhaft gemeinten Hirngespinsten vom europäischen Geschäft frühzeitig etwas Vernunft einzuhauchen. „Wir haben ja nicht gegen niemanden gespielt, sondern gegen Leipzig, die normalerweise Champions-League-Anwärter sind. Deswegen müssen wir realistisch bleiben.”


Der FC-Wahlcheck von COFC – Das sagen die Kandidaten zu Finanzierungsmöglichkeiten in der Zukunft

Jörn Stobbe, Wilke Stroman und Sven-Georg Adenauer
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Der FC-Wahlcheck von COFC – Das sagen die Kandidaten zu Finanzierungsmöglichkeiten in der Zukunft

In weniger als einer Woche steht die wichtige Wahl bei den Geißböcken auf dem Plan. Die Mitglieder des 1. FC Köln wählen den neuen Vorstand. Um bei der Wahlentscheidung zu helfen, hat come-on-fc.com mit den Präsidentschaftskandidaten gesprochen. Wahl beim 1. FC Köln: So stehen die Teams zum Thema der Finanzierung des Vereins.

Nur noch wenige Tage bis zur Vorstandswahl bei den Geißböcken. Die Mitglieder des 1. FC Köln wählen den neuen Vorstand und haben somit die Chance, die Zukunft mitzugestalten. Fakt ist, mit dem Wechsel im Präsidium soll sich einiges ändern beim 1. FC Köln: So stehen die Teams zum Thema der Finanzierung des Vereins.

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Für alle die, die nicht die Zeit für längere Wahlveranstaltungen haben, sich nicht auf Wahlprogramme fokussieren können oder wollen, werden wir in den kommenden Tagen einige Fragen, die den Fans auf der Seele brennen, von den Teams beantworten lassen. Dazu haben wir mit allen Präsidentschaftskandidaten gesprochen. Die Aufgabe: Beantwortet die wichtigsten Fan-Fragen in 20 Sekunden.

In der Sommertransferphase stand FC-Sportdirektor Thomas Kessler so viel Geld wie lange nicht mehr zur Verfügung. Eine Kaderumstrukturierung wurde ermöglicht. Sicher auch, weil Christian Keller in den Jahren zuvor einen harten Sparkurs gefahren ist. Aber wie sieht es in der Zukunft aus mit der Finanzierung des Vereins? Das sagen die Kandidaten.

Wie soll sich der FC in Zukunft besser finanzieren?


„Das Finanzielle hat ja erstmal zwei Seiten. Wir haben noch nie ein Einnahmeproblem gehabt, sondern ein Ausgabeproblem. Also bitte mehr Disziplin bei den Ausgaben weiterhin und bei den Einnahmen sind die wichtigsten Säulen das Thema Eigenvermarktung für uns. Die Tickets, die Preise, die sind ausgereizt. Wir können aber gemeinsam mit Sponsoren noch so viel mehr machen mit unserer Wucht, mit unserer Marke gemeinsam was entwickeln. Also mit den alten Sponsoren mehr und neue Sponsoren ran.“

Jörn Stobbe
(Team FC)

„Vor der Tür steht das Thema Eigenvermarktung. Ab dem nächsten Jahr gibt es keinen Vermarkter mehr, der unseren Verein vermarktet, sondern wir machen es selber. Das ist eine riesen Aufgabe und eine riesen Chance. Ich habe sicherlich durch meine berufliche Erfahrung den richtigen Hintergrund, um hier als Sparringspartner dem Geißbockheim zur Verfügung zu stehen, damit wir zukünftig vielleicht auch mal wieder die ein oder andere internationale Marke wieder bei uns im Stadion sehen, die werblich auftritt. Ansonsten werden wir wirtschaftlich nur erfolgreich sein, wenn wir mutig in unsere Jugend investieren und Kaderwerte erzielen.“

Wilke Stroman
(Next Level FC)

„Wir brauchen einfach mehr Kohle. Wir müssen mehr Zuschauer ins Stadion bringen. Das heißt Ausbau des Stadions. Eine Überlegung ist auch, das Stadion zu erwerben und vor allen Dingen selbst zu vermarkten. Das machen andere Vereine uns vor, haben dadurch viel Geld in der Kasse und so sollten wir das auch anstellen.“

Sven-Georg Adenauer
(Team Adenauer)

In den kommenden Tagen erscheint jeden Tag eine Kernfrage und die kurzen Antworten der Kandidaten zu dem jeweiligen Thema.


Ungewohnt fahrig: Marvin Schwäbe erwischt nicht seinen besten Tag für den 1. FC Köln

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln gegen RB Leipzig
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Ungewohnt fahrig: Marvin Schwäbe erwischt nicht seinen besten Tag für den 1. FC Köln

Bei der 1:3-Niederlage gegen RB Leipzig fiel der Kölner Keeper durch die ein oder andere Unsicherheit auf. Das war sicher nicht sein bestes Spiel für den 1. FC Köln: Marvin Schwäbe zeigt sich ungewohnt fahrig.

Auf der einen Seite der gewohnte Rückhalt, auf der anderen Seite überraschende Unsicherheiten – ganz sicher nicht das beste Spiel für den 1. FC Köln: Marvin Schwäbe zeigt sich ungewohnt fahrig.

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Gewohnt stoisch blickte Marvin Schwäbe drein, als er in der Pause der Begegnung gegen RB Leipzig in die Kabine marschierte. Ungewohnt wild war allerdings sein Auftreten bis dahin. Zweifelsohne hatte der Kölner Keeper sicherlich nicht seinen besten Tag erwischt. Die Kölner Nummer eins war auf der einen Seite auch nicht ganz schuldlos an einigen gefährlichen Situationen, hatte aber auf der anderen Seite aber auch großen Anteil daran, dass der FC nicht mit einer höheren Niederlage nach Hause reiste. So parierte der Kölner Keeper einen Flachschuss von Assan Ouédraogo mit einem starken Fußreflex. Auch beim 2:1 durch Romulo tauchte der Kölner Keeper zunächst stark ab, offenbarte dann aber eine von mehreren Unsicherheiten, die die Kölner Nummer eins durch das Spiel verfolgte.

Schwäbe „nicht verantwortlich“ für die Niederlage

Während der Keeper bei der Führung durch Ouédraogo keine Chance hatte, verschätzte sich der Torhüter Mitte der ersten Halbzeit bei einem unnötigen Ausflug aus dem Gehäuse. Schwäbe rutschte am Ball vorbei und machte damit eine ungefährliche Situation scharf. Dass der Kölner Keeper bei Distanzschüssen gerne den Ball schonmal wegfaustet, ist bekannt. Auffallend gegen Leipzig, dass Schwäbe immer wieder flache Bälle abprallen ließ, ab und an keinen sichernden Zugriff hatte. So eben auch beim 2:1. „Sicherlich ist heute der ein oder andere Ball vielleicht nicht ganz so bei ihm geblieben, wie wir das gewohnt sind, aber Marvin Schwäbe ist heute nicht verantwortlich dafür, dass wir das Spiel heute verloren haben“, so FC-Sportdirektor Thomas Kessler.

Das nicht, zumal Schwäbe wie gesagt eben auch den FC im Spiel hielt, aber den besten Tag erwischte der Keeper eben auch nicht. Beim dritten Leipziger Treffer sah der Kölner Keeper den Ball sicherlich erst sehr spät, die Mauer funktionierte nicht wirklich. Ob der halbhohe Ball aber wirklich unhaltbar war, darf mindestens diskutiert werden. Trotz der fahrigen Leistung ist Schwäbe natürlich auch weiterhin als Nummer eins unumstritten. Eine ähnliche Torwartdiskussion wie in der vergangenen Saison wird es in Köln aktuell nicht geben und wäre auch vollkommen fehl am Platz. Denn die Qualitäten des 30-Jährigen sind nicht erst seit der vergangenen Saison belegt.


Nach spätem Nackenschlag gegen Wolfsburg: FC-Frauen brauchen ersten Sieg in Essen

Britta Carlson und Laura Donhauser vom 1. FC Köln nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg.
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Nach spätem Nackenschlag gegen Wolfsburg: FC-Frauen brauchen ersten Sieg in Essen

Die FC-Frauen konnten sich für einen engagierten Auftritt gegen den VfL Wolfsburg nicht belohnen. Der späte Nackenschlag muss nun schnellstmöglich raus aus den Köpfen der FC-Frauen: Am Mittwochabend zählt einzig ein Sieg an der Hafenstraße in Essen. Andernfalls rückt das Saisonziel in weite Ferne.

Bereits in zwei Tagen steht das nächste Duell an für die Fußballerinnen des 1. FC Köln. Dann wird es ernst für die FC-Frauen: Am Mittwochabend zählt einzig ein Sieg in Essen.

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Eine Niederlage gegen den VfL Wolfsburg ist für den 1. FC Köln grundsätzlich keine Schmach. Dafür sind die Vorzeichen bei beiden Vereinen aller Entwicklung rund ums Geißbockheim zum Trotz nach wie vor viel zu unterschiedlich. Schmerzhaft wird eine Niederlage gegen die vermeintliche Übermannschaft aus Niedersachen jedoch so, wie sie am Sonntagabend zustande kam. Eigentlich sah schon alles nach dem zweiten Punktgewinn gegen den VfL innerhalb eines knappen halben Jahres aus. Er wäre zwar schmeichelhaft gewesen angesichts der fahrlässigen Wolfsburger Chancenverwertung, aber letztlich der Lohn für einen leidenschaftlichen und bisweilen mutigen Kölner Auftritt. Es wäre auch ein Punkt für die Moral gewesen, nachdem es für die Kölner bislang weder gegen Leipzig noch in Freiburg für phasenweise gute Auftritte etwas Zählbares zu holen gab.

“Du musst jetzt gut regenerieren“

Stattdessen ist die Trainerin Britta Carlson in der kurzen Vorbereitungszeit vor dem Auswärtsspiel in Essen am Mittwochabend insbesondere als Psychologin gefragt. Auch Carlson selbst schritt nach dem Abpfiff am Sonntagabend konsterniert in die Kabine, ihre Spielerinnen noch viel mehr. „Es tut extrem weh, wenn du in der letzten Minute noch so ein Gegentor bekommst. Auch wieder durch einen Standard, was wir tausend Mal besprochen haben. Dass man sich wieder um den Lohn bringt, tut mir in erster Linie leid für die Spielerinnen, weil sie einfach so ein hohes Invest hatten gegen einen guten Gegner“, so Carlson.

“Wir haben uns nicht hinten reingestellt, wir haben versucht mit zu agieren. Ich sehe da die Schritte und weiß auch, dass wir das in vielen Phasen immer wieder gut umgesetzt haben, unsere Möglichkeiten hatten, uns auch Standards rausgespielt haben, auch die eine oder andere Abschluss-Situation hatten. Deswegen tut es mir im Endeffekt sehr leid für unsere Spielerinnen.“

FC-Frauen: Am Mittwochabend zählt einzig ein Sieg in Essen

Die Trainerin sprach auch den psychologischen Effekt dieses späten Rückschlags an zum Start der englischen Woche an: „Du musst jetzt gut regenerieren und vor allem versuchen, die Köpfe wieder hochzubekommen. Ich glaube, das ist die größte Herausforderung, weil es natürlich auch für die Spielerinnen schwer ist. Wenn du das Erfolgsmomentum nie bekommst, dann ist es schwer, immer wieder diese Motivation hochzuhalten, das ist keine Frage. Aber wir haben die Chance am Mittwoch, das umzusetzen. Das ist das Gute am Sport, dass wir immer wieder die Chance haben, an uns zu arbeitenund es besser zu machen. Ich sehe immer wieder kleine Schritte, aber der entscheidende, sich das Glück hart zu erarbeiten, da sind wir noch auf dem Weg.“

Der Druck für die Mannschaft wird freilich von Spiel zu Spiel größer, denn ein Sieg in Essen an der Hafenstraße ist nach den drei Auftakt-Niederlagen fast schon Pflicht. Einerseits, um im Keller-Duell einen Konkurrenten zu überholen, andererseits aber insbesondere, um das Saisonziel des frühzeitigen Klassenerhalts nicht aus den Augen zu verlieren. Sollte es in Essen eine weitere Niederlage geben, droht mit Blick auf den danach folgenden Gegner Bayer Leverkusen sogar die Horror-Bilanz von fünf Niederlagen in Folge zum Saisonstart. Die Aufbruch-Stimmung nach dem Umbruch im Sommer wäre zunächst komplett dahin. Die Statistik macht aber zunächst wenig Mut: Der 1. FC Köln konnte in Essen bislang noch nie gewinnen.