Jürgen Klopp beruft Said El Mala vom 1. FC Köln in den Kader der Deutschen Nationalmannschaft

Said El Mala im DFB-Trikot
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Jürgen Klopp beruft Said El Mala vom 1. FC Köln in den Kader der Deutschen Nationalmannschaft

Es hatte sich bereits angedeutet, nun ist es auch offiziell verkündet. Am Donnerstagmorgen hat Bundestrainer Jürgen Klopp seinen Kader für die Länderspielpause bekannt gegeben – mit dabei ist auch der Shootingstar des 1. FC Köln: Said El Mala wird für die Nationalmannschaft nominiert.

So wirklich überraschen dürfte die Nachricht wohl keinen Anhänger der Geißböcke mehr. Nachdem Said El Mala für die WM im Sommer vom damaligen Chef-Coach der deutschen Nationalmannschaft Julian Nagelsmann nicht mit in die USA genommen worden ist, steht der gebürtige Krefelder nun auf der Liste des Nachfolgers Jürgen Klopp.

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Nach seiner ersten Nominierung im vergangenen Jahr hofft El Mala in den Spielen gegen Serbien und Griechenland, in der zweiten Hälfte der Abstellungsphase, auf seinen ersten Einsatz mit dem Adler auf der Brust. Für die ersten beiden Partien wurde er nicht berücksichtigt. Insbesondere das von Jürgen Klopp bereits angekündigte Spielsystem mit klassischen Flügelspielern dürfte dem Kölner zu Gute kommen. Neben ihm gibt es nur wenige andere Spieler im DFB-Kader, die ein vergleichbares Profil mitbringen. Im zweiten Kader stehen zudem Spieler wie: Jonas Urbig, Finn Jeltsch und Nick Woltemade.

XXL-Kader

Jürgen Klopp entschied sich für seine ersten Länderspielpause für eine ungewohnte Nominierung. Da gleich vier Spiele anstehen und er möglichst viele Spieler selbst sehen und kennenlernen möchte, nominierte er insgesamt 44 Spieler, die auf zwei Kader aufgeteilt wurden. El Mala gehört dem zweiten Kader an und wird demnach im Aufgebot gegen Serbien und Griechenland stehen. Den Kern bilden weiterhin die erfahrenen Akteure um Joshua Kimmich, Jonathan Tah und Kai Havertz. Nicht dabei sind hingegen Namen wie: Deniz Undav, Angelo Stiller und Oliver Baumann.

Im Spieltagskader dürfen zwar nur 23 Spieler stehen, auf die vier Partien aufgeteilt dürften jedoch viele Akteure die Chance auf ihr Debüt in der Nationalmannschaft erhalten. Weitere potenziellen Debütanten im Kader sind neben vielen anderen: Younes Ebnoutalib, Hennes Behrens und Felix Keidel. Insgesamt sind 17 Spieler ohne bisheriges Länderspiel dabei. Die anstehende Länderspielpause wird also ein sehr spannende und El Mala ist mittendrin.

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Bis jetzt war nur sein Körper die Konkurrenz von Ragnar Ache – nun wartet die erste echte Bewährungsprobe

Ragnar Ache musste verletzt vom Platz
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Bis jetzt war nur sein Körper die Konkurrenz von Ragnar Ache – nun wartet die erste echte Bewährungsprobe

Seit seiner Verpflichtung im Sommer 2025 aus Kaiserslautern galt Ragnar Ache im Sturm des 1. FC Köln als gesetzt. Sofern es sein Körper zuließ, stand der 28-Jährige stets in der Anfangsformation und überzeugte über weite Teile. Zu seiner Entlastung sollte in diesem Sommer ein Ersatzmann kommen, der mit Thijs Dallinga schließlich auch gefunden wurde. Nach zwei Toren des Niederländers am ersten Spieltag fand sich Ache zwei Wochen später auf der Kölner Bank wieder. Zum ersten Mal hat er Konkurrenz auf seiner Position.

Den Einstand von Thijs Dallinga hätte man sich nicht besser erträumen können. In seinem ersten Einsatz in der Bundesliga traf der Stürmer nach Einwechslung doppelt, drehte damit die Partie und sicherte seinem neuen Arbeitgeber den Auftaktsieg. Nach einem krankheitsbedingten Ausfall in Stuttgart wurde er am 3. Spieltag mit einem Startelfeinsatz belohnt. Ragnar Ache saß zunächst nur auf der Bank und wurde erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Eine unbekannte Situation für die Kölner Nummer neun. In der letzten Saison stand nur sein eigener Körper der Nominierung für die Anfangsformation teilweise im Weg.

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Ache blickt nach vier Pflichtspielen auf einen durchwachsenen Saisonstart zurück. Der Angreifer ist noch ohne eigenen Treffer und auch generell wirkten seine Auftritte bisher recht glücklos. Seine eigentlichen Qualitäten wie das Festmachen von langen Bällen und die Präsenz im Kopfballduell suchte der Zuschauer bisher vergeblich. Dennoch gilt Ache weiterhin als Publikumsliebling und Startelfkandidat. Mit Dallinga meldet nun allerdings ein weiterer Stürmer Ansprüche auf Spielzeit an. Aktuell ist es ein enges Duell zwischen den beiden, womöglich wäre aber auch eine Doppelspitze denkbar.

Neue Situation im Sturm

Nachdem Ache beim 1. FC Kaiserslautern eine beeindruckende Bilanz von 34 Toren in 56 Spielen vorweisen konnte, folgte im vergangenen Sommer der logische Schritt zurück in die Bundesliga. Von 2020 bis 2023 stand der wuchtige Mittelstürmer bereits im Bundesliga-Kader von Eintracht Frankfurt. Für die Hessen machte er allerdings nur 20 Spiele, wobei ihm nur ein einziger Treffer gelang. Nach seinem Wechsel zum FC gehörte der geborene Frankfurter von Beginn an zum Stammpersonal. Lediglich diverse kleinere Verletzungen bremsten ihn teilweise aus.

In seiner zweiten Saison in der Domstadt ist die Situation nach wenigen Spielen bereits eine andere. Eine Situation, die Ache aus den letzten Jahren nicht mehr kennt. Auf Nachfrage äußerte sich der Stürmer zunächst positiv über die Dallinga-Verpflichtung. Er sieht es als gutes Zeichen, dass der FC in der Lage ist, durch den Transfer eines gestandenen Spielers die Optionen im Kader zu vermehren. Ob er noch dieselbe Meinung vertritt, wenn für ihn über mehrere Wochen hinweg nur der Bankplatz bleibt?

Ache, Dallinga oder beide?

René Wagner hat aktuell den Luxus, zwei torgefährliche Mittelstürmer in seinem Kader zu haben. Trotzdem unterscheiden sich die beiden in mehreren Bereichen voneinander. Es ist das wohl aktuell engste Duell um den Startelfplatz im Kader des FC. Ache ist ein Stürmer, der seine Stärken mit dem Rücken zum Tor hat. Die Nummer neun ist zudem stark im Kopfballspiel und beschäftigt seine Gegenspieler viel, wodurch Räume für seine Mitspieler entstehen. Mit seiner Physis ist er gegen fast jeden Gegner in der Lage, sich durchzusetzen und den Ball festzumachen, während die Mitspieler nachrücken. Auch bei Offensivstandards geht von dem 28-Jährigen stets Gefahr aus. Dallinga ist ein anderer Spielertyp. Der Niederländer ist zwar 1,90 Meter groß, dennoch wesentlich weniger körperlich in seinem Spiel. Stattdessen glänzt er durch einen eiskalten Abschluss und ein gutes Gespür im Strafraum, was er gegen Hoffenheim bereits eindrucksvoll unter Beweis stellte.

In den nächsten Wochen wird sich herausstellen, wer von den beiden die Nase vorne hat, wobei sich das wöchentlich verändern könnte. Für Ragnar Ache gilt es jetzt zu beweisen, dass er sich gegen Konkurrenz durchsetzen kann und nach wie vor die erste Wahl im Sturmzentrum ist. Darüber hinaus wäre auch die Option einer Doppelspitze denkbar. Insbesondere durch die dazugewonnene Flankenqualität im Kader, beispielsweise von Borna Sosa, könnten die Geißböcke mit einem solchen System für große Gefahr im gegnerischen Strafraum sorgen. Egal, welche Variante letztendlich gewählt wird, Ache wird stets eine Option sein.

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1. FC Köln trifft auf den Krisen-Club HSV – Aber leichter wird es dadurch nicht

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1. FC Köln trifft auf den Krisen-Club HSV – Aber leichter wird es dadurch nicht

Zwölf Gegentore, kein eigener Treffer, Tabellenletzter: Der HSV steckt in der härtesten Krise der Vereinsgeschichte. Für den 1. FC Köln könnte das Duell am Samstag trotzdem Fallstricke bereithalten.

Nach dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte reist der HSV mit maximalem Druck, aber auch mit viel Energie aus dem eigenen Umfeld ins Heimspiel gegen Köln. Für den FC ist das eine heikle Mischung.

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Auf dem Papier könnte die Aufgabe für den 1. FC Köln kaum angenehmer wirken. Der Hamburger SV steht nach drei Spieltagen ohne Punkt und ohne eigenen Treffer am Tabellenende. Zwölf Gegentore kassierten die Rothosen bereits, zuletzt setzte es sowohl gegen den 1. FSV Mainz 05 als auch bei RB Leipzig eine 0:5-Niederlage. Der Saisonstart ist damit der schlechteste der langen Vereinsgeschichte. Trotzdem wäre es ein Fehler, den HSV vor dem direkten Duell am Samstag als leichten Gegner abzuschreiben. Denn für die Hamburger geht es im Volksparkstadion nicht nur um die ersten Punkte, sondern auch um eine Reaktion auf drei ernüchternde Auftritte. Genau diese Konstellation macht das Spiel für den FC gefährlich: Köln reist mit vier Punkten aus drei Partien an, der HSV dagegen mit maximalem Druck.

Hamburg in der Krise – Eine leichte Aufgabe für den FC?

Im Duell am Samstag könnte eine alte Problematik der Domstädter wieder eine Rolle spielen. In der vergangenen Saison hatte der FC nämlich immer wieder Schwierigkeiten gegen vermeintlich schwächere Mannschaften. Der HSV könnte deshalb trotz seiner miserablen Bilanz zu einer unangenehmen Prüfung werden. Köln wird voraussichtlich mehr Ballbesitzphasen haben und muss Lösungen finden, wenn Hamburg tief steht, Passwege zustellt und auf Umschaltmomente lauert. Nicht zuletzt das Unentschieden gegen Bremen am vergangenen Samstag hat gezeigt, dass dies den Geißböcken zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison, wenn überhaupt, nur phasenweise gelingt.

Genauso könnten softe Faktoren den Hanseaten in die Karten spielen. Zusätzliche Energie könnte der HSV beispielsweise aus dem eigenen Umfeld ziehen. Am Dienstag absolvierte die Mannschaft erstmals in der Geschichte des Volksparkstadions eine öffentliche Trainingseinheit in der Arena. Anlass war die Rückkehr von Mario Vuskovic ins Mannschaftstraining nach fast vier Jahren Dopingsperre. Mehrere Tausend Fans empfingen den Innenverteidiger auf der Nordtribüne mit großem Jubel. Vuskovic selbst ist für das Spiel gegen Köln noch keine Option. Spielberechtigt ist der 24-Jährige erst ab dem 15. November. Seine Rückkehr hat dem Klub dennoch einen emotionalen Moment beschert und die Aufmerksamkeit vor dem Heimspiel gebündelt. Die Effekte des Schulterschlusses zwischen Anhängern und Mannschaft in Zeiten der schwerste Hamburger Krise seit der Bundesligarückkehr sind sicherlich schwer zu beziffern, aber sicherlich nicht zu unterschätzen.

Ein dickes Brett

Fest steht: Sportlich muss Polzin nun allerdings schnell Antworten liefern. Nach den 0:5-Niederlagen gegen Mainz und Leipzig kündigten Trainer und Sportdirektor Claus Costa eine intensive Trainingswoche an. Die Ausgangslage spricht klar für den FC. Hamburg ist Tabellenletzter, torlos und defensiv anfällig. Doch genau deshalb wäre es fahrlässig, die Partie als Pflichtaufgabe zu betrachten. Der HSV hat nicht nur den Heimvorteil, sondern auch einen enormen Anreiz, seine Saison endlich zu starten. Für den 1. FC Köln wird das Spiel daher ein dickes Brett. Nicht, weil der HSV bislang überzeugte, sondern weil eine angeschlagene Mannschaft vor heimischem Publikum und unter maximalem Druck besonders schwer berechenbar ist. Der FC muss in Hamburg nun beweisen, dass er auch gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner die Kontrolle behält.

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1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #19 – Kölner Leader-Suche, ein richtungsweisendes Spiel beim HSV und Rav van den Berg im Abseits

Der Podcast zum 1. FC Köln
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1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #19 – Kölner Leader-Suche, ein richtungsweisendes Spiel beim HSV und Rav van den Berg im Abseits

Der 1. FC Köln bietet viel Raum für Diskussionen, Meinungen und Kommentare. Grund genug, come-on-fc auch hörbar zu machen. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #19 – Kölner Leader-Suche, ein richtungsweisendes Spiel beim HSV und Rav van den Berg im Abseits.

Im Podcast sprechen heute Simon Hense, Tim Schmermbeck und Matthias Wilhelm von „come-on-fc“ über die aktuellen Fragen zum FC. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast -Folge #19 – Kölner Leader-Suche, ein richtungsweisendes Spiel beim HSV und Rav van den Berg im Abseits.


Alle zwei Wochen gibt es die geballte Ladung come-on-fc als Podcast. Denn bekanntlich lässt sich rund um den FC, das Geißbockheim und die Stadt viel diskutieren. Und genau da setzen wir an. 1948 – Der Podcast von come-on-fc bespricht die Themen rund um den FC möglichst aus verschiedenen Sichtweisen. Das wird nicht immer gelingen. Aber doch hoffentlich möglichst oft.


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Folge #19:

In Folge 19 gibt es natürlich wieder neue Themen rund um den FC: In keinem Spiel der bisherigen Saison hat der FC über 90 eine konstante Leistung abrufen können. Immer wieder wechselten sich bessere mit schlechteren Phasen ab. Mögliche Gründe für dieses Auf und Ab sucht die come-on-fc-Dreierkette aus Matthias Wilhelm, Tim Schmermbeck und Simon Hense. Dabei schauen sie, welcher Spieler in einer schlechten Phase denn überhaupt als Leader vorangehen und die Mannschaft anführen kann. Auch diskutieren die drei über die schwierige Lage von Rav van den Berg, der gegen Werder Bremen nicht zum Spieltagskader gehörte sowie die DFB-Nominierung von Said El Mala. Zum Schluss werfen sie noch einen Blick auf das anstehende Spiel gegen den HSV, das laut ihnen richtungsweisend sein kann. Und weil es immer und immer wieder Neuigkeiten und Diskussionspunkte gibt und man ohnehin niemals genug über den „Effzeh“ reden kann, hört einfach rein in „1948 – Der COME-ON-FC Podcast.“ Wir freuen uns, auf spannende und auch kontroverse Diskussionen und den Meinungsaustausch.

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Debüt in Hamburg? Borna Sosa wartet beim 1. FC Köln noch auf seinen ersten Einsatz

Borna Sosa im Training des 1. FC Köln
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Debüt in Hamburg? Borna Sosa wartet beim 1. FC Köln noch auf seinen ersten Einsatz

Nach einem langen Transfersommer war ein Ersatz für die Linksverteidigerposition die letzte offene Baustelle beim FC. Am Deadline Day wurde diese mit Borna Sosa rechtzeitig geschlossen. In den ersten beiden Spielen saß der Neuzugang nur auf der Bank beim 1. FC Köln: Kommt Sosa in Hamburg endlich zum Zug?

Seine Anfangszeit in Köln hatte sich Borna Sosa sicherlich anders vorgestellt. In seinen ersten beiden Spielen blieb dem Außenverteidiger jeweils über die gesamten 90 Minuten nur die Ersatzbank. Gideon Mensah scheint gesetzt, wodurch für Sosa aktuell kein Vorbeikommen ist. Gegen den HSV könnte der 28-Jährige jedoch zum entscheidenden Mann werden.

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Einzigartiges Profil

An die Qualitäten von Borna Sosa dürften viele Bundesliga-Fans noch gute Erinnerungen haben. Während seiner Zeit in Stuttgart waren insbesondere die Flanken des Kroaten ligaweit berüchtigt und gefürchtet. In 115 Einsätzen für den VfB bereitete er damit insgesamt 35 Treffer vor. Nun ist Sosa zurück in Deutschland, fürchten musste sich bislang jedoch noch niemand vor dem 27-fachen Nationalspieler. Gegen Stuttgart und Bremen wartete er vergeblich auf seine Einwechslung. Sein Profil ist dennoch ein ganz anderes als das seines Konkurrenten Mensah. Sosa gilt als offensiver Außenverteidiger. Er rückt hoch auf und bringt eine enorme Flankenqualität mit. Auch spielerisch ist er versiert und kann in den Aufbau integriert werden.

Seine Schwächen liegen hingegen im defensiven Bereich. Die Zweikampfführung ist nicht seine Stärke und auch an der disziplinierten Arbeit gegen den Ball mangelt es teilweise. Sosa gilt als Spieler, der deutlich lieber mit als gegen den Ball spielt. Speziell in einer Viererkette kann er dadurch sein volles Potenzial häufig nicht abrufen, da ihm die nötige Absicherung von hinten fehlt. Ein Ballverlust oder ein verlorener Zweikampf kann in dieser Rolle wesentlich schneller zu einer Torchance des Gegners führen.

Die Chance für Sosa in Hamburg

Beim anstehenden Aufeinandertreffen zwischen dem Hamburger SV und dem FC, könnte für Sosa ein Tür aufgehen. Die Rothosen blicken auf einen schwachen Saisonstart zurück und stehen nach drei Spieltagen mit null Punkten und einer Tordifferenz von 0:12 auf dem letzten Tabellenplatz. Gegen den schwachen Hamburger Angriff könnte der FC deutlich höher stehen und in einer offensiveren Formation auflaufen. Dadurch wäre auch ein erster Einsatz von Sosa gut vorstellbar. Die Kölner haben seit jeher Probleme mit dem Herausspielen und anschließendem Verwerten von Torchancen. Der Neuzugang könnte im Aufbauspiel helfen und mit seinen Flanken den Ball jederzeit gefährlich in Tornähe befördern. Gerade wenn die Geißböcke keine anderen Lösungen finden, dürfte auf dieses Mittel zurückgegriffen werden.

Startelfkandidat oder Ersatzmann?

Für viele Fans war zunächst unklar, welche Rolle für Sosa beim FC vorgesehen ist. Die ersten beiden Spiele haben jedoch eindeutig aufgezeigt, dass der amtierende Conference-League-Sieger zunächst wohl keine Aussichten auf einen Startplatz hat. Mensah wurde früh im Sommer verpflichtet, machte seine Sache in den ersten Spielen gut und wirkte zuletzt wie der klar gesetzte Mann hinten links. Der Ghanaer bringt ein anderes Profil mit und ist besonders in der Abwehr wesentlich sicherer. In die Angriffe schaltete er sich bisher jedoch eher selten ein. Gegen den HSV steht nun erstmals ein Spiel für die Geißböcke an, in dem ein offensiverer Ansatz denkbar wäre. Das Spiel am Samstag dürfte Aufschluss darüber geben, wie die Rolle von Sosa aktuell aussieht. Womöglich sieht René Wagner auf der Position nicht den Konkurrenzkampf um die Startelf, mit dem viele Beobachter nach dem Transfer zunächst rechneten und der Kroate muss sich zunächst hinten anstellen.

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„Ein bisschen zu viel gewollt“: Simpson-Pusey über das Remis gegen Bremen

Jahmai Simpson-Pusey fühlt sich in Köln wohl
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„Ein bisschen zu viel gewollt“: Simpson-Pusey über das Remis gegen Bremen

Jahmai Simpson-Pusey blickt nach dem Remis gegen Bremen nach vorn. Vor dem Duell mit dem HSV spricht der Innenverteidiger über die Lehren aus dem Spiel, seine mögliche England-Nominierung und die Zusammenarbeit mit Luka Lochoshvili.

In einer Medienrunde am Mittwoch nach dem Nichtöffentlichen Training des 1. FC Köln stellte sich der Youngster den Fragen der Journalisten.

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Jahmai Simpson-Pusey und der 1. FC Köln befinden sich mitten in der Vorbereitung auf das Duell gegen den Hamburger SV. Nach dem Unentschieden vom vergangenen Wochenende wollen die Domstädter mit drei Punkten im Gepäck von der Auswärtsreise in die Speicherstadt nach Hause kommen. In einer Medienrunde am Mittwochmittag verriet der 20-Jährige, ob er und die Mannschaft das Unentschieden gegen Bremen bereits verdaut haben: “Es ist ein frustrierendes Resultat, aber wir haben nicht verloren, sondern einen Punkt mitgenommen. Es ist also nicht das schlimmste mögliche Ergebnis“, fand Simpson-Pusey. „Ich denke wir müssen aus dem Spiel lernen und gemeinsam weitermachen. Wir als Team haben ein bisschen zu viel gewollt, und das hat uns am Ende den Sieg gekostet. Aber wir arbeiten daran, der Trainer arbeitet daran. Wir haben das Gemeinsam auch nochmal besprochen“.

Simpson-Pusey: „Sollten nicht über etwas sprechen, was in der Zukunft liegt“

Laut Medienberichten steht Simpson-Pusey vor seiner ersten Nominierung für die U21-Auswahl der Three Lions. Zuletzt lief der Verteidiger vor drei Jahren in der U18 für England auf. Die Tests gegen Kasachstan und die Slowakei könnten ihm demnach die lang ersehnte Einsatzzeit im Nationaltrikot einbringen. Einen Anruf vom Trainer der Three Lions, Lee Carsley, hat der Youngster seiner Aussage nach allerdings noch nicht bekommen, wie er den anwesenden Journalisten mitteilte.

Bevor es für Simpson-Pusey möglicherweise zur Nationalmannschaft zieht, muss er mit dem 1. FC Köln noch seine Hausaufgaben auswärts gegen den Hamburger SV machen. Trotz des schwachen Saisonstart der Rothosen ließ er sich nicht zu einer Prognose verleiten. „Wir werden sehen. Man sollte nicht über etwas urteilen, dass noch in der Zukunft liegt“. Lobende Worte hatte dann noch für seinen Mannschaftskollegen Luka Lochoshvilli übrig, der an den bisherigen drei Spieltagen neben ihn in der Kölner Innenverteidigung gesetzt war: „Wir bauen eine gute Beziehung zueinander auf, lernen uns mit jedem Spiel ein stückchen besser kennen und ergänzen unsere Stärken und schwächen.“

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Nach Tribünenplatz gegen Bremen: Waldschmidt drängt zurück

Hertha BSC Berlin soll an Luca Waldschmidt interessiert sein
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Nach Tribünenplatz gegen Bremen: Waldschmidt drängt zurück

„Das fühlt sich für mich scheiße an“: Luca Waldschmidt wurde gegen Werder nach einer Verletzung noch nicht berücksichtigt. Nun will der Offensivspieler zurück ins Team und gegen den HSV wieder seinen „Impact“ zeigen beim 1. FC Köln.

Im vereinseigenen Podcast sprach Luca Waldschmidt über die Gründe für seine Nichtberücksichtigung im Spiel gegen Werder Bremen und darüber, warum er dem Verein auch in schwierigen Zeiten die Treue schwört.

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Das 1:1 gegen Werder Bremen verfolgte Luca Waldschmidt nur auf der Tribüne, neben Rav van den Berg. Der Offensivspieler der Geißböcke stand nicht im Kader, saß nicht auf der Bank. René Wagner hatte den Spieler am Samstag in die Kabine beordert, um ihm seine Entscheidung mitzuteilen. „Das fühlt sich für mich scheiße an“, sagte der 30-Jährige im FC-Podcast, der am Mittwoch erschien. Im letzten Testspiel vor dem Saisonstart in Paderborn wurde Waldschmidt mit muskulären Problemen ausgewechselt. Das nach einer starken Vorbereitung, bei der er zu den Topscorern gehörte. „Das Timing war blöd. Es war der letzte Test vor Saisonstart, bis dahin lief es gut.“ Die ersten Pflichtspiele verpasste der Routinier also verletzungsbedingt, das gegen Bremen, obwohl er sich eigentlich wieder fit fühlte. „Das hat mir natürlich wehgetan, weil ich sehr gerne schon dabei gewesen wäre.“

Waldschmidt-Rückkehr gegen Hamburg? – „Kann meinen Impact immer reinbringen“

Waldschmidt ist ein Freund deutlicher Worte. Dass er eine andere Einschätzung als sein Trainer hatte, macht der Ex-Nationalspieler seinem Coach nicht zum Vorwurf, er spricht es aber dennoch an. „Wir haben darüber gesprochen. Das ist auf einer guten Ebene, jeder hat seine Position und seine Gedanken. Die tauschen wir aus.“ Wagners Sichtweise: „Luca kommt aus einer Verletzung, für ihn hat es noch nicht gereicht“, so der Trainer nach der Begegnung gegen Werder. Bei Waldschmidt hörten sich die Worte jedoch anders an. „Wenn ich das Gefühl nicht hätte, hätte ich gesagt: Ich fühle mich noch nicht gut, es reicht nicht. Ich glaube, dass ich meinen Impact immer reinbringen kann.“

„Mir liegt etwas an diesem Verein“

Seit gut zehn Tagen ist der Spieler wieder voll im Training, bereitet sich auf das Duell gegen den HSV vor und hofft auf Einsatzzeit. „Jetzt wird es Zeit: nicht nur Trainingsplatz, sondern auch Stadion.“ Der Offensivspieler hat es auch beim FC gelernt, mit Enttäuschungen umzugehen. Waldschmidt blickt auf eine insgesamt durchwachsene Zeit in Köln zurück. Die Voraussetzungen sind gut, die Ansätze auch, es fehlt oft an der Konstanz. Der Abstieg mit dem 1. FC Köln vor zwei Jahren war nach eigener Aussage ein „tougher Sommer“ — die 2. Bundesliga habe sich wie ein „krasser Abstieg“ angefühlt. Dass er trotzdem blieb, war keine Selbstverständlichkeit. „Um ehrlich zu sein, bei jedem anderen Verein wäre es für mich keine Frage gewesen: Okay, ich bin weg.“ Beim FC war das anders. „Ich habe gemerkt, mich halten hier noch andere Sachen. Mir liegt etwas an diesem Verein.“

Möglicherweise war das auch der Grund für einen Verbleib in diesem Sommer. Denn Waldschmidt sieht die Konkurrenz in der eigenen Mannschaft natürlich auch. Nicht umsonst gab es Spekulationen über einen Abschied, die er aber selbst zurückwies. Die Saison ist erst drei Spieltage alt. Waldschmidt will zeigen, dass er noch lange nicht fertig ist — wohl auch nicht beim FC.

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Jonas Hector als „normaler“ Zuschauer gegen Bremen: „… dass du das Heimspiel gewinnen musst“

Jonas Hector bei der Wahl-Arena
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Jonas Hector als „normaler“ Zuschauer gegen Bremen: „… dass du das Heimspiel gewinnen musst“

In der neuen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kölner Kapitän über sein Köln-Wochenende und den Auftritt der Geißböcke. Das sagt Jonas Hector zum enttäuschenden 1:1 des 1. FC Köln gegen Werder Bremen.

Der Kölner Ex-Kapitän Jonas Hector verfolgte die Begegnung der Geißböcke gegen Bremen als „normaler“ Zuschauer vom Oberrang. In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ erzählt der ehemalige Nationalspieler von seinem Köln-Wochenende und dem Remis gegen Werder.

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Denn das hatte der Ex-Profi von der Tribüne und nicht in der Loge verfolgt. Hector erzählt von seinem Köln-Wochenende mit einigen Freunden aus dem Saarland. Auf der Agenda stand eben auch der Auftritt des FC gegen Werder. Für den Kölner war es ein Perspektivwechsel. Denn Hector saß nicht in der Loge, sondern auf der Tribüne im Oberrang. Neben einigen Selfies für die Fans gab es auch das ein oder andere Kaltgetränk. „Es waren zwei tolle Tage. Auch das Erlebnis im Stadion mit Blick von oben Richtung Süd auf die Kurve, das hat schon Spaß gemacht“, so der 36-Jährige. „Ich hatte richtig Lust auf das Spiel“, so der Ex-Kapitän weiter, der von „Stadion“ und der „Atmosphäre“ schwärmte. Die Stimmung wurde jedoch vom Ergebnis getrübt. Nach gutem Start und früher Führung kam der FC am Ende nicht über ein 1:1 hinaus.

„Im Derby muss es brennen“

„Die erste Halbzeit fand ich gut und es war genau das, was sie sich vorgestellt haben“, resümiert auch Hector. „Dann musst du das zweite Tor auch machen. In der zweiten Halbzeit war es zu passiv, mit Ball zu wenig.“ Worte, die auch einige Kölner Spieler nach der Begegnung fanden. „Das ist eine treffende Analyse“. Der FC gab den Erfolg im Grund leichtfertig aus der Hand. „Alle haben gesagt, wir betteln um das 1:1. Das haben wir auch so gesehen“, so Hector weiter. „Irgendwie Schade. Ich fand Bremen so bieder, dass du das Heimspiel gewinnen musst.“ Dass Bremen in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel kam, sei „FC-bedingt“ gewesen. „Wenn du nach drei Spielen mit sechs Punkten da stehen würdest, anstatt vier…“ Hector weist in der Folge auch auf den Negativstrudel, den Gladbach gerade erlebt. Dort gehen Trainer Eugen Polanski und der Verein nach einer Negativserie nun bekanntlich getrennte Wege.

Ausgerechnet Gladbach ist neben den ebenfalls punktlosen Hamburgern einer der kommenden Gegner. Ein Selbstläufer werden die Begegnungen nicht. Denn der FC hat bekanntlich gerade in den Partien gegen vermeintliche Underdogs gerne mal Nerven gezeigt. „Wir saßen früher auch oft im Bus und haben genau darüber gesprochen, dass die (Gegner, Anm. d. Red.) so schlecht sind und wir es dennoch hinbekommen, dass sie gegen uns gewinnen“, erzählt der 36-Jährige. Das soll dieses Mal aber nicht der Fall sein. Und so gibt Hector die Marschroute vor: „Im Derby muss es brennen“.


Locho, Skhiri, Mensah, Moore und Dallinga: Neue Startelf-Einzelteile, noch kein großes Ganzes – Der FC braucht Zeit, aber nicht nur

Gleich mehrere Neuverpflichtungen bilden die neue Achse
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Locho, Skhiri, Mensah, Moore und Dallinga: Neue Startelf-Einzelteile, noch kein großes Ganzes – Der FC braucht Zeit, aber nicht nur

Der FC hat im Sommer einiges im Kader bewegt. Neuzugänge bilden schon jetzt die zentrale Achse der Mannschaft. Die zahlreichen neuen Gesichter bedeuten jedoch auch: Viele Ideen, wenig Automatismen. Das Team wird noch etwas Zeit benötigen beim 1. FC Köln: Die neue Startelf-Achse muss sich noch finden.

Ein jeder Neuanfang ist schwer und bringt seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich. Beim 1. FC Köln entschied man sich nach der Saison dazu, mit Cheftrainer René Wagner in die neue Spielzeit zu gehen. Während dort auf Kontinuität gesetzt wurde, staffierte man den Kader mit zahlreichen Neuzugängen aus. Einige davon bilden bereits in der Frühphase der Saison das Zentralgestirn der Mannschaft. In der Abwehr hat Luka Lochoshvili prompt das Kommando übernommen, flankiert von Gideon Mensah. Eine Ebene weiter vorn fungiert Ellyes Skhiri als Anker und Bindeglied zwischen Offensive und Defensive. Auf der Zehn wirbelt in bester Freigeist-Manier Mikey Moore, während im Sturmzentrum Strafraumräuber Thijs Dallinga sein Unwesen treibt. So zumindest die Theorie.

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Dass dieser Umbruch nicht einfach reibungslos von Statten geht, zeigten die vergangenen Spiele eindrucksvoll. In einzelnen Momenten und Phasen blitzte die Qualität eines jeden einzelnen klar sichtbar auf. Auch das Zusammenspiel funktionierte vereinzelt und präsentierte einen durchaus ansehnlichen Anblick. Sobald der Gegner den FC jedoch vor eine neue Aufgabe stellte, waren die Fragezeichen groß. „Ich glaube, dass jeder so ein bisschen mit sich selbst beschäftigt war und nicht so richtig wusste, was jetzt genau der Grund und der Fehler ist“, bilanzierte Linton Maina nach der Partie gegen Bremen. Damit trifft der 27-Jährige den Nagel auf den Kopf. Keiner weiß, was der Nebenmann im nächsten Moment tun wird. Die Automatismen sind noch nicht ausgereift. Das können sie aber auch noch nicht sein.

Es greift noch nicht jedes Rad ineinander

Das Hoffnungsvolle aus FC-Sicht ist die Tatsache, dass es nicht an der individuellen Qualität mangelt. Wenn in einer Situation einmal alles ineinandergegriffen hat, konnte jeder Neuzugang seinen Wert bereits unter Beweis stellen. Auch die Kaderstruktur wurde nach einem altbewehrten Muster zusammengestellt. Erfahrene, routinierte Abwehrrecken in der Defensive, junge, vielversprechende Spieler in der Offensive. Zudem mit Mikey Moore und Thijs Dallinga zwei Spieler, bei denen man über der eigenen Gewichtsklasse verpflichten konnte.

Fünf Neuzugänge in der Startelf

Es gibt allerdings nur wenige Beispiele, wo ein so großer Umbruch von heute auf morgen funktioniert hat. In den meisten Fällen wird die altgediente Achse über Jahre hinweg erneuert, sodass überhaupt kein wirklicher Bruch zu erkennen ist. Bei den Kölnern standen zuletzt gleich fünf Neuzugänge auf dem Platz. Dass da noch nicht alles rund läuft, ist eigentlich eingepreist. René Wagner ordnete die Situation nach der Partie gegen Bremen ein: „Das war jetzt Ellyes sein erster Startelfeinsatz. Von ihm versprechen wir uns natürlich für die Zukunft, dass er in genau den Phasen auch Führung übernimmt. Wir sind noch früh in der Saison. Auch für Mikey war es sein erster Beginn. Wir hatten auch andere die so noch nicht zusammengespielt haben und dann ist es für eine Mannschaft, wo wir gerade stehen, in Phasen auch mal ein bisschen schwieriger den Halt wieder zurückzubekommen.“

Hierfür ist es wichtig, Sprachrohre auf dem Feld zu haben. Nur sind auch diese mit Luka Lochoshvili und Ellyes Skhiri beide neu im Team. Erschwerend kommt hinzu, dass sie nicht immer Gehör finden. „Es ist natürlich dann schwer, in so einem lauten Stadion dann irgendwie jeden ranzuholen und mit jedem zu reden“, erklärte Linton Maina die Kommunikationsschwierigkeiten.

Neuanfang ist kein Freifahrtschein

Im Optimalfall müssen auf dem Feld nicht mehr so viele Anweisungen gegeben werden, wenn jeder weiß, was er zu tun hat. Ja, der Umbruch braucht seine Zeit, aber auch der Trainer ist in die Pflicht zu nehmen. Die Mannschaft sah zuletzt nicht so aus, als wurden ihnen die passenden Lösungen an die Hand gegeben. Sobald der Gegner etwas änderte, wusste niemand mehr, was zu tun war. In der Folge verließ man sich auf das, was immer geht: Tief hinten reinstellen und auf Konter lauern. Zudem stellt sich die Systemfrage, wenn Spieler vermehrt – wie beispielsweise Lochoshvili gegen den VfB Stuttgart – in undankbare Situationen gebracht werden. Es ist die Aufgabe des taktischen Korsetts, die vorhandenen Spieler in die bestmöglichen Situationen zu bringen. Und zu guter Letzt ist da die fortwährende Thematik der Standardsituation. In der abgelaufenen Spielzeit bildeten die Domstädter mit 20 Standardgegentoren das Schlusslicht der Liga. In dieser noch jungen Saison scheinen sie ihren Titel verteidigen zu wollen. Die Schwäche beim ruhenden Ball ist also ebenfalls nicht mit der großen Menge an Neuzugängen zu rechtfertigen.

Nichtsdestotrotz muss man am Rhein nicht gleich alles zu dramatisch sehen. Die Mannschaft wird mit der Zeit zusammenwachsen, die Automatismen werden sich einschleifen. Darüber hinaus steht der Trainer vor einigen Aufgaben, um die Mannschaft optimal für die Begegnungen zu rüsten. Der Druck ist früh in der Saison bereits groß. Aber vielleicht ist der FC ja kein ICE, sondern eine Dampflok. Vielleicht brauchen sie erst etwas Druck, bevor sie richtig Fahrt aufnehmen können.

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Mehr Chance als Risiko: Was eine DFB-Nominierung von Said El Mala für den 1. FC Köln bedeuten würde

Said El Mala im DFB-Dress bei der U21
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Mehr Chance als Risiko: Was eine DFB-Nominierung von Said El Mala für den 1. FC Köln bedeuten würde

Said El Mala wird am Donnerstag erneut für die deutsche Nationalmannschaft nominiert werden. Und dort dann dieses Mal auch sein DFB-Debüt feiern. Für den Youngster wäre es der nächste große Karriereschritt, für den 1. FC Köln bietet sich ebenfalls eine Chance, allerdings auch ein gewisses Risiko.

Im November vergangenen Jahres gab es die erste Nominierung für die Nationalmannschaft, nun wird wohl die nächste folgen. Und vielleicht sogar das Debüt. Doch was bedeutet das für den Youngster und den 1. FC Köln?

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Wenn Jürgen Klopp am Donnerstag seinen ersten Kader im Amt als Bundestrainer für die kommenden Länderspiele nominiert, werden schon zahlreiche Namen und Pläne durchgesickert sein. Schon jetzt scheint klar, dass der 59-Jährige einen XXL-Kader berufen wird. Bis zu 30 Spieler sollen nominiert werden. Klopp – so heißt es – will möglichst viele Akteure in den vier bevorstehenden Spielen gegen die Niederlande (24. September), gegen Griechenland (27. September), gegen Serbien (1. Oktober) und in Griechenland (4. Oktober) unter Augenschein nehmen. Bei den möglichen Überraschungen wurde ein Name in den vergangenen Tagen nur selten genannt: Said El Mala. Das allerdings nicht, weil der Kölner Youngster nicht dabei sein soll, vielmehr scheinen die Experten, die die Listen zusammenstellen, fest davon auszugehen, dass der 20-Jährige im Aufgebot stehen wird. Und tatsächlich ist der Kölner Shootingstar im Aufgebot, wie am Dienstag mehrere Medien übereinstimmend berichteten.

Said El Mala steht im internationalen Schaufenster

Große Überzeugungsarbeit musste er nicht leisten. Das vergangene Jahr dürfte beim neuen Nationaltrainer Eindruck genug hinterlassen haben. El Mala ist einer der großen Shootingstars der letzten Spielzeit gewesen – neben Lennart Karl wohl der größte mit deutschem Pass. 18 Scorer in der Premieren-Bundesliga-Saison können sich mehr als nur sehen lassen. Kein Wunder, dass sich im Sommer einige Topclubs nach dem Offensivspieler streckten. Dass El Mala aber in Köln blieb, dürfte indirekt auch mit der Nationalmannschaft zusammenhängen. Denn wie die „Sport Bild“ erst kürzlich berichtete, sollen – standardgemäß – einige Boni in den neuen Kontrakt mit eingearbeitet worden sein. Nur eben auch für die ersten Auftritte bei der DFB-Elf. So soll El Mala Zusatzzahlungen für seine Länderspiele erhalten. Wie hoch diese ist und ab welchem Länderspiel diese greift, ist nicht bekannt. So oder so würden sich die Einsätze bei der Nationalmannschaft für den Offensivspieler wirtschaftlich durchaus lohnen.

Ein besonders großes Wagnis gehen die Kölner mit dieser Rechnung natürlich nicht ein. Denn auch sie dürften von möglichen Länderspielen des 20-Jährigen profitieren. Denn klar ist, durch seine Einsätze, alleine schon die Nominierung dürfte der Marktwert des Spielers noch einmal ansteigen. Der FC könnte also bei weiteren Verhandlungen mit einer ganz anderen Grundlage und Erwartungshaltung in die Gespräche gehen. Und die werden bei guten Leistungen sowohl in der Bundesliga, aber gerade im DFB-Trikot sicher wieder kommen. El Mala stellt sich mit seinen (möglichen) Einsätzen für die Nationalmannschaft ins internationale Schaufenster, erzielt erneut Aufmerksamkeit, richtet den Fokus weiter auf sich. Thomas Kessler hat zwar vor ein paar Wochen betont, es gäbe kein Agreement zwischen ihm und der Spielerseite, allerdings wird man dem Youngster im kommenden Sommer beim passenden Angebot genauso wie in der abgelaufenen Transferphase sicherlich keine Steine in den Weg legen.

Für den FC ist es eine wirtschaftliche Wette

Das Kalkül entpuppt sich also als Wette. Der FC hat im Sommer Said El Mala nicht einfach nur gehalten, der Club hat darauf gewettet, dass der 20-Jährige in Köln noch wertvoller wird – sportlich wie wirtschaftlich. Die Nationalmannschaft ist nur der logische nächste Schritt dieser Wette. Doch sie beinhaltet Kehrseiten und Risiken. Der Youngster wird bei guten Leistungen im DFB-Dress nicht zu halten sein – so viel ist wohl sicher – die Chancen dazu eh gering. Das internationale Schaufenster bietet allerdings auch Platz für Misserfolg. El Mala muss nun auch in der Nationalmannschaft beweisen, dass er das Zeug hat, ein Großer zu sein, zu werden. Denn die Rechnung des FC geht nur dann vollständig auf, wenn beide Seiten von den Leistungen profitieren: Köln sportlich und dann wirtschaftlich von einem seiner größten Talente und El Mala von der Bühne, die ihm der Bundesligist für seinen nächsten Entwicklungsschritt bietet.

Eine Berufung am Donnerstag ist für den Youngster ein beachtliches Zeichen. Noch vor gut einem Jahr ging es bei El Mala um die Frage, ob er sich in der Bundesliga durchsetzen kann. Haken dran. Das hat er. Am Donnerstag wird die Frage umformuliert. Dann geht es um den nächsten Schritt – auf internationalem Niveau. Damit ist die Wette des FC noch lange nicht gewonnen – doch die ersten Karten liegen nun schon mal auf dem Tisch.

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