Max Finkgräfe oder Leart Pacarada? Plötzlich die Qual der Wahl

Max Finkgräfe und Leart Pacarada
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Max Finkgräfe oder Leart Pacarada? Plötzlich die Qual der Wahl

Am Mittwoch meldete Max Finkgräfe seine Ansprüche für den Kader im Duell gegen seinen Ex-Verein Fortuna Düsseldorf an. Für die Rückkehr in die Startelf muss sich der Youngster allerdings gegen Leart Pacarada durchsetzen beim 1. FC Köln: Finkgräfe oder Pacarada? Der Positionskampf hat begonnen.

Max Finkgräfe hat sich vorgenommen, gegen Düsseldorf wieder im Kader zu stehen. Die Entscheidung liegt allerdings in den Händen von FC-Trainer Gerhard Struber. Mittelfristig läuft es auf ein spannendes Duell heraus beim beim 1. FC Köln: Finkgräfe oder Pacarada? Der Positionskampf hat begonnen.

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Hitzig ging es am Mittwoch im Training des 1. FC Köln zu. Selbst Gerhard Struber wählte überraschend deutliche Worte. Dabei wird es dem Trainer sicherlich nicht darum gegangen sein, die Stimmung aus dem und um das Nachbarschafts-Duell gegen Düsseldorf zu simulieren. Doch genau das wird die Kölner erwarten – eine hitzige Begegnung. Ob Max Finkgräfe, für den das Spiel besonders emotional sein dürfte, dann schon wieder im Kader steht, ist komplett offen. Der 19-Jährige hatte sich fest vorgenommen, gegen die Fortuna auch wieder im Kader zu stehen. Schließlich ist der Abwehrspieler in der Nähe von Düsseldorf aufgewachsen und hat drei Jahre bei den Junioren der Fortuna gespielt. Der Linksverteidiger ist nach eigener Aussage auch wieder fit. Es spricht also viel für die Kader-Nominierung, oder? „Das entscheide nicht ich“, sagte Finkgräfe.

Kein Selbstläufer für Finkgräfe

Diese Entscheidung wird der Trainer treffen. Struber wird wohl einordnen, ob der Youngster neun Wochen nach seiner Verletzung schon wieder eine Option ist. Grundsätzlich spielt auch die einstige Vertretung in Person von Leart Pacarada eine ordentliche Saison. Das ist auch Finkgräfe nicht entgangen. „Ich glaube, er wird von Spiel zu Spiel besser. Er findet sich da mega gut rein“, sagte Finkgräfe am Mittwoch. „Er macht einen mega guten Eindruck und macht das mega gut.“ Tatsächlich zeigt der Nationalspieler des Kosovo ein ganz anderes Gesicht als noch in der Vorsaison – wie ein Großteil der Mannschaft. Vor allen in den jüngsten Begegnungen drehte der Linksverteidiger zunehmend auf, stand in der Defensive gut und schaltete sich zunehmend in die Offensive ein. Auch die Standards sind deutlich gefährlicher, als noch in der Krisensaison.

Und so wird es für Finkgräfe, der zu Beginn der Vorbereitung noch gesetzt gewesen sein dürfte, kein Selbstläufer. „Ich versuche, mir so wenig Druck wie möglich zu machen, weil ich auch aus einer Verletzung komme“, sagt der 19-Jährige. „Ich versuche, auf mich selbst zu gucken, an mir selbst zu arbeiten und im Training alles zu geben. Der Rest kommt dann von alleine.“ Ganz so „leicht“ wie in der vergangenen Saison wird es aber wohl nicht werden. Da kam viel von ganz allein. Pacarada war zunächst gesetzt, Stammspieler, spielte nahezu jede Minute. Nach schwachen Leistungen bei dem 0:6 gegen Leipzig sowie dem Pokal-Aus gegen Kaiserslautern bekam Finkgräfe seine Chance und nutzte diese. Und das für den Rest der Spielzeit. Auch, weil sich Pacarada im Winter verletzt hatte.

Der Zweikampf ist eröffnet

Während der Vorbereitung auf die aktuelle Saison wendete sich das Blatt und der Youngster verletzte sich – Pacarada übernahm. „Jetzt sieht es für die ersten Spieltage so aus, dass ich die Chance bekommen werde und diese dann auch nutzen muss“, sagte Pacarada noch Ende Juli. „Ich wünsche ihm die schnellstmögliche Besserung. Jetzt geht es für mich darum, das mehr oder weniger auszunutzen und Gas zu geben.“ Und der 29-Jährige gibt Gas und sieht die Entwicklung pragmatisch: „Das ist die Geschichte des Fußballs. Der eine verletzt sich, der andere bekommt die Chance und dann wieder umgekehrt“, sagte Pacarada nach dem Braunschweig-Spiel, seinem 250. Zweitliga-Einsatz, der es Finkgräfe wohl nicht leicht machen wird. Mit der Rückkehr dürfte der Schlagabtausch beginnen: „Konkurrenzkampf ist im Fußball ganz normal“, bewertete der 19-Jährige die Situation. Der Konkurrenzkampf steht für die beiden Kontrahenten also kurz bevor.


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Max Finkgräfe vom 1. FC Köln

Finkgräfe hofft auf Einsatz

Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Trainingsabbruch bei Linton Maina

Das Kölner Mittelfeld ragt deutlich hervor

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Das Kölner Mittelfeld ragt deutlich hervor

Dejan Ljubicic fehlte Dienstag und Mittwoch krank, Linton Maina musste das Training abbrechen. Ob die beiden Akteure gegen Düsseldorf auflaufen können, ist offen. Ein Ausfall wäre besonders bitter. Denn die Zentrale ist besonders wichtig für den 1. FC Köln: Das Mittelfeld überragt im Kader.

Ob Dejan Ljubicic, Denis Huseinbasic, Eric Martel oder Linton Maina, das Mittelfeld ist in dieser Saison das Aushängeschild des 1. FC Köln: Das Mittelfeld überragt im Kader.

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Die Hiobsbotschaften prasselten zu Beginn der Vorbereitungswoche gleich mehrfach am Geißbockheim ein. Am Dienstag meldete sich Dejan Ljubicic krank, am Mittwoch war der Mittelfeldspieler noch nicht fit und am Mittwoch musste dann auch noch Linton Maina das Training bei den Geißböcken abbrechen. Der Offensivspieler wurde von den Physiotherapeuten auf dem Platz behandelt. Möglicherweise am Rücken. Dort hatte der Offensivspieler schon im vergangenen Jahr Beschwerden, fiel Wochen aus. Es ist weder gesagt, dass es sich um eine ähnliche Verletzung noch, dass es sich bei dem Abbruch nicht nur um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt hat. Zudem sind bekanntlich noch ein paar Tage Zeit bis Samstag. Es ist also durchaus möglich, dass die beiden Akteure bis zum Spiel gegen Düsseldorf wieder zur Verfügung stehen.

Zahlreiche Topwerte der Liga

Ein Ausfall würde den FC in beiden Fällen empfindlich treffen. Denn gerade das Mittelfeld ist in dieser Spielzeit das Prunktsück der Geißböcke. Und das hört sich nach der vergangenen Saison ein wenig abenteuerlich an. Zumal es gerade beim Stammpersonal um eben Ljubicic, Maina, aber auch Denis Huseinbasic und Eric Martel bislang keine nennenswerte Verstärkung aus den Reihen der zurückgekehrten Leihspieler oder der Youngster gibt. Alle vier spielten in der vergangenen Saison für den FC, kaum einer konnte konstant überzeugen – am ehesten wohl noch Eric Martel, der aber bei der notgedrungen defensiveren Ausrichtung der Kölner abenfalls nur selten ein spielerischer Faktor war. In der 2. Bundesliga ist das Spiel der Kölner ein anderes. Eins, dass dem Kölner Mittelfeld entgegen kommt.

Die Kölner spielen wieder Fußball und der Großteil der Impulse kommt zwangsläufig aus dem Mittelfeld. Maina bereitete in den sechs Saisonspielen bereits vier Treffer vor, Ljubicic in fünf Begegnungen zwei. In der Liga legte Maina 13 Torschüsse auf, der Österreicher sogar 15. Die beiden Mittelfeldspieler waren also an einem Viertel der insgesamt 115 Torabschlüsse mit dem finalen Pass beteiligt. Zudem gaben die beiden Akteure zusammmen ebenfalls 28 Torschüsse selbst ab. Ljubicic kommt zudem auf die meisten Sprints und intensiven Läufe der Liga. Auch, wenn der Mittelfeldspieler gegen Magdeburg nicht seinen besten Tag erwischte, Maina und Ljubicic sind wohl die positiven Überraschungen der noch jungen Saison, wirken fast wie ausgewechselt.

Mittelfeld spielt erstklassig auf

Ebenfalls eine starke Saison spielt Huseinbasic, der in der Länderspielpause seinen ersten Scorerpunkt in der A-Nationalmannschaft und dann auch noch gegen die Niederlande einsammelte. Huseinbasic setzte seine Mitspieler gleich mehrfach mit starken Steckpässen und Pässen in die Tiefe ein. Der Ertrag ist für die Qualität seiner Bälle überschaubar. Zwar kommt auch der 23-Jährige bereits auf ein Tor und eine Vorlage, mit seinen Third Passes und direkten Torvorlagen wäre aber durchaus mehr drin gewesen. Und das macht das aktuelle Problem der Kölner besonders deutlich. Während das Mittelfeld wohl das beste der Liga ist, zumindest die meisten Chancen kreiert, die meisten Torabschlüsse vorbereitet, lässt gerade der Angriff zu viele beste Chancen liegen. Und das nicht nur im Duell gegen Magdeburg, in dem das Manko aber aufgrund der Anzahl und Qualität der vergebenen Chancen besonders auffiel.

Abgesehen von den Begegnungen gegen Braunschweig und Schalke offenbarten die Kölner Angreifer vor dem gegnerischen Gehäuse immer wieder die eklatante Abschlussschwäche. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass auch Tim Lemperle viele Chancen kreierte, die ebenfalls nicht verwertet wurden. Und auch die Defensive ist mit bereits sieben Gegentoren alles andere als sattelfest. Nur Hertha BSC kassierte aus der oberen Tabellenhälfte mehr Gegentore. Abgesehen von den beiden Spielen gegen Königsblau und das niedersächsische Schlusslicht hätten die Kölner immer drei Tore gebraucht, um zu gewinnen. Das gelang nur gegen Sandhausen im Pokal in der Verlängerung. Und doch können sich die Geißböcke aufgrund der fehlenden Kaderbreite aktuell auch keine Ausfälle in Sturm und Abwehr erlauben.

Schon gegen Sandhausen fielen mit Dejan Ljubicic und Eric Martel zwei Mittelfeldspieler aus. Diese Ausfälle konnten aber unter anderem von Mathias Olesen kompensiert werden. Immerhin bahnt sich nun die Rückkehr von Max Finkgräfe für die kommenden Begegnungen an. Auch der Youngster spielte bekanntlich schon im Zentrum.


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Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Trainingsabbruch bei Linton Maina

Max Finkgräfe vom 1. FC Köln

Finkgräfe hofft auf Einsatz

Top-Abwehr gegen attraktivstes Offensivspiel

Tim Lemperle und Damion Downs vom 1. FC Köln
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Top-Abwehr gegen attraktivstes Offensivspiel

Am Samstag steht das Derby des FC gegen Fortuna Düsseldorf an. Eine Top-Abwehr trifft auf die starke Offensive des 1. FC Köln: Köln gegen Düsseldorf – Offensive vs. Defensive.

Mit dem FC trifft die Fortuna aus Düsseldorf, die bisher noch kein Tor aus dem Spiel heraus kassierte auf die Mannschaft der Liga, die meisten Chancen kreiert – den 1. FC Köln: Köln gegen Düsseldorf: Offensive vs. Defensive.

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Sechster Spieltag, achter Tabellenrang, 12 Tore, gute Leistungswerte. Der 1. FC Köln ist eigentlich gut in die zweite Liga gestartet – eigentlich. Die Laufbereitschaft und Spielfreude sowie das frühe Pressing sprechen in den vergangenen fünf Ligaspielen für die Mannschaft von FC-Coach Gerhard Struber. Der Fußball der Geißböcke lässt sich gut anschauen, die Mannschaft ist aktiv. Die Torausbeute und der Tabellenrang sowie zwei verlorene Spiele und ein Unentschieden auf der anderen Seite machen allerdings noch nicht wirklich glücklich und werden den Leistungen der Kölner auch nicht gerecht. Gerade im vergangenen Duell gegen den 1. FC Magdeburg war der FC bis in die zweite Halbzeit hinein deutlich überlegen, gab insgesamt 33 Torschüsse ab – die Offensive lebt. Jedoch lässt die Chancenverwertung noch zu wünschen übrig.

Stabile Defensive, sicherer Torwart

Ausgerechnet nun geht es für den FC gegen den Spitzenreiter, gegen den Nachbarn aus Düsseldorf und gegen die Mannschaft mit der besten Defensive der Liga. Tatsächlich kassierte die Fortuna in der bisherigen Spielzeit einen einzigen Gegentreffer, den per Elfmeter gegen Ulm. Und das, obwohl Düsseldorf alles andere als nur gegen Fallobst gespielt hat. Auf dem Spielplan standen mit dem Karlsruher SC, Hannover 96 und Hertha BSC gleich drei Teams, die vor der Spielzeit als potenzielle Aufstiegskandidaten gehandelt wurden. Gerade der 2:0-Erfolg in Berlin am vergangenen Wochenende war besonders beeindruckend. Während der vergangenen Spielzeit stellte Daniel Thioune sein Spielsystem um, setzt verstärkt auf die Defensive, das Abwehr-Bollwerk eine logische Konsequenz, aber kein Muss.

„Beim Verteidigen bedarf es keiner großen Fußballkunst, das hat auch etwas mit Haltung und Intensität zu tun“, erklärte der Düsseldorfer Trainer. „Dazu muss jeder in der Lage sein, man muss auch eine gewisse Toleranz für Fehler haben und darf sich gegen den Ball nicht darauf verlassen, dass es ein anderer macht.“ Neben den starken Defensivpielern um Tim Oberdorf oder Kapitän Andre Hoffmann arbeiten auch die Außenspieler wie Tim Rossmann oder Felix Klaus immer wieder mit zurück, verleihen der Viererkette noch zusätzliche Stabilität. „Und auch Florian Kastenmeier macht nicht so viel verkehrt“, lobt der Trainer seinen Torwart. Mit 24 gehaltenen Schüssen liegt Kastenmeier hinter Magdeburgs FC-Schreck Dominik Reimann(27) und Lauterns Julian Krahl (25). Jonas Urbig liegt in dieser Statistik auf Rang zehn.

Nun kommt das Team nach Düsseldorf, das die meisten Chancen kreiert, die meisten Torschüsse abgibt und die meisten Offensivaktionen im gegnerischen Schlussdrittel hat. Max Finkgräfe sieht die Chancen der Kölner auf einen Sieg durchaus gegeben. „Fortuna ist immer ein Kandidat der vorne mitspielen kann“, so Finkgräfe. „Ich glaube schon, dass Düsseldorf schlagbar ist. Der große FC geht in der 2. Liga immer als Favorit in ein Spiel.“


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Verliert der FC den Anschluss?

Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Trainingsabbruch bei Linton Maina

Vor emotionaler Rückkehr – Max Finkgräfe hofft auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Verein

Max Finkgräfe beim Training des 1. FC Köln
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Vor emotionaler Rückkehr – Max Finkgräfe hofft auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Verein

Nach langer Verletzungspause arbeitet Max Finkgräfe mit Hochdruck an seinem Comeback. Am liebsten will der Linksverteidiger bereits am Samstag wieder spielen. Auch, weil es für den 19-Jährigen ein ganz besonders Spiel ist. Das sagt Max Finkgräfe über sein Comeback und Düsseldorf.

Nach seiner Innenbandverletzung im Sommer ist Max Finkgräfe wieder voll im Mannschaftstraining dabei. Am liebsten will er am Samstag wieder auf dem Platz stehen. Ob das klappt, ist offen. Das sagt Max Finkgräfe über sein Comeback und Düsseldorf.

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Max Finkgräfe gibt wieder Vollgas. Der 19-Jährige ist im Trainng bei der Mannschaft wieder dabei, arbeitet an seinem Comeback. „Ich bin jetzt seit Sonntag wieder komplett im Training drin. Ich mache alles mit, was geht und fühle mich mega“, sagte der 19-Jährige am Mittwoch nach der Einheit. Finkgräfe will zurück auf den Platz, will die Erfolgsgeschichte aus der vergangenen Spielzeit fortschreiben. Und das am liebsten schon am Samstag gegen den Spitzenreiter. „Ich selbst habe mir den Zeitplan gesteckt, unbedingt gegen Düsseldorf im Kader dabei sein zu wollen“, so der Youngster. „Weil das auch persönlich für mich ein emotionales Spiel ist. Ob es aber am Ende reicht, ist eine andere Frage. Das habe nicht ich zu entscheiden.“ Die Entscheidung wird Gerhard Struber treffen und möglicherweise am Donnerstag auf der Spieltags-Pressekonferenz verkünden.

Finkgräfe vor emotionalem Spiel

Für Finkgräfe würde damit eine doch lange Leidenszeit enden. Im Testspiel gegen St. Truiden hatte sich der Linksverteidiger im Sommer am Knie verletzt, fiel den Rest der Vorbereitung und den Saisonbeginn aus. „Mitten in der Vorbereitung ist ein besonders schlechter Zeitpunkt. Und dann so lange vom Team getrennt zu sein“, sagte der Linksverteidiger. Es folgte die Reha und offenbar jede Menge ungeduld. Diese sei „mega“ gewesen. „Man drängt den Rehatrainer mehr zu machen, als erlaubt. Aber das geht schon mal nach hinten los“, sagt Finkgräfe. Nun befindet er sich voll im Zeitrahmen und fühlt sich bereit. Ob Finkgräfe nach der langen Verletzung schon ein Kandidat für Samstag ist, ist aber offen. „Ich gebe alles auf dem Platz und versuche, mich zu zeigen“, sagt der Abwehrspieler.

Es wäre für Finkgräfe ein besonderes Comeback. Denn eigentlich liegen die Wurzeln des Kölner Eigengewächses ganz woanders. Geboren wurde der Linksverteidiger in Mönchengladbach, Finkgräfe kommt aber aus der Stadt Willich am Niederrhein, die ziemlich zentral zwischen Neuss, Gladbach und Düsseldorf liegt. Nach den ersten fußballerischen Schritten beim VfL Willich wechselte das Talent in die Jugend von Fortuna Düsseldorf. „Ich komme da aus der Jugend, habe drei Jahre dort gespielt und habe auch viele Freunde, die im Stadion sein werden“, sagt Finkgräfe und schiebt hinter her: „aber wohl für die falsche Mannschaft sein werden.“ Die Zeit in Düsseldorf war nicht durchweg positiv. Verletzungen, nach drei Jahren folgte der Wechsel nach Dortmund, von dort zu den Fohlen und schließlich über den Umweh Unterrath in den Nachwuchs des FC.

Finkräfe über Pacarada: „Er macht einen mega guten Eindruck“

Im vergangenen Sommer dann das Profidebüt, in der Saison das erste Profitor und ständige Vergleiche mit FC-Ikone Jonas Hector gleich von diversen Experten. Finkgräfe war der Shootingstaar der Krisenspielzeit, tat sich als Leistungsträger hervor und war auch deswegen in dieser Saison wohl als Stammspieler gedacht. Zumal Leart Pacarada auf der gleichen Position eben keine besonders gute Spielzeit hinter sich hatte. Doch auch der Nationalspieler des Kosovo spielt bislang eine ordentliche Saison. „Er wird von Spiel zu Spiel besser, findet sich sehr gut rein“, sagt Finkgräde. „Er macht einen mega guten Eindruck.“ Und so wird es wohl früher oder später zum Konkurrenzkampf kommen. „Ich versuche, mir so wenig Druck wie möglich zu machen, weil ich auch aus einer Verletzung komme“, sagt der 19-Jährige. „Ich versuche, auf mich selbst zu gucken, an mir selbst zu arbeiten und im Training alles zu geben. Der Rest kommt dann von alleine.“

So wie in der vergangenen Spielzeit. Auch dort kam für den Youngster viel von alleine. Nur wird es Pacarada dem 19-Jährigen nicht leicht machen. „Konkurrenzkampf ist im Fußball ganz normal“, so Finkgräfe. Zunächst geht es ohnehin am Wochenende gegen Fortuna Düsseldorf. Finkgräfe erwartet ein megahitziges Duell. „Ich glaube, es wird ein sehr hitziges Spiel. Ich hoffe, dass auf den Rängen nichts passiert“, sagt der Youngster. „Ich glaube schon, dass Düsseldorf schlagbar ist. Der große FC geht in der 2. Liga immer als Favorit in ein Spiel.“


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Verliert der FC den Anschluss?

Linton Maina muss Training abbrechen

Linton Maina verletzt
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Linton Maina muss Training abbrechen

Fehlt dem 1. FC Köln am Wochenende die Schaltzentrale? Dejan Ljubicic fehlte auch bei der Einheit am Mittwoch erkrankt, zudem gibt es weitere Sorge beim 1. FC Köln: Linton Maina muss das Training abbrechen.

Schon am Dienstag fehlte Dejan Ljubicic zum Trainingsauftakt, auch am Mittwoch war der Österreicher nicht dabei. Nun gibt es weitere Sorge beim 1. FC Köln: Linton Maina muss ebenfalls das Training abbrechen. Offenbar aufgrund von Rückenbeschwerden.

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Ausgerechnet vor der Begegnung gegen den Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf am Samstag (Sky und Liveticker bei come-on-fc.com) droht dem FC ein Großteil des Zentrums wegzubrechen. Dejan Ljubicic fehlte bereits mit einer Erkältung beim Training,. In der Einheit am Mittwoch fiel dann mit Linton Maina eine weitere Offensivkraft aus. Der Mittelfeldspieler krümmte sich während der Einheit mit Rückenbeschwerden auf dem Boden, musste behandelt werden. Der Offensivspieler versuchte es noch einmal, brach dann aber doch noch ab. Ausgerechnet der Rücken. Schon in der vergangenen Spielzeit fiel der 25-Jährige mit Rückenbeschwerden aus, konnte Teile der Vorbereitung nicht absolvieren und verpasste auch den Saisonauftakt. Nun scheint es ähnliche Probleme zu geben.

Maina mit sieben Punkten Topscorer der Kölner

Ein Ausfall der beiden Mittelfeldpieler wäre für Samstag besonders bitter. Dejan Ljubicic scheint wieder zu alter Form zu finden, ist in der Kölner Schaltzentrale ein wichtiger Faktor, leitet viele Angriffe ein. Das gilt in dieser Spielzeit auch wieder für Linton Maina. Der 25-Jährige erzielte bereits drei Tore und bereitete vier vor und ist damit der Topscorer der Geißböcke. Nicht nur dasa, im vergangenen Monat wurde Maina von den FC-Fans zum Spieler des Monats August gewählt. Der 25-Jährige scheint endlich angekommen zu sein. Ob die beiden Mittelfeldakteure für Samstag rechtzeitig fit werden, ist komplett offen. Mögliche Profiteure wären Mathias Olesen und Luca Waldschmidt. Nach wie vor fallen Mark Uth, Florian Kainz, Luca Kilian und Jacob Christensen verletzt aus.

Die Begegnung am Samstag ist für den FC bereits in gewisserweise richtungsweisend. Aktuell haben die Kölner sechs Punkte Rückstand zur Spitze, bei einer Niederlage wären es neun. Eine Woche später folgt das nächste Topspiel gegen den Karlsruher SC. Die Aufgaben werden nicht leichter. Und Trainer Gerhard Struber setzt bislang in der Startformation gerne auf bewährte Kräfte. Maina und Ljubicic gehören definitiv dazu.


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Jonas Hector: Der FC „hat viele Punkte einfach liegen gelassen“

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Jonas Hector: Der FC „hat viele Punkte einfach liegen gelassen“

In der aktuellen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“ zieht der Ex-Kapitän der Geißböcke eine erste kleine Bilanz über die Spiele des 1. FC Köln: Das sagt Jonas Hector zum Saisonauftakt des FC.

Gemeinsam mit Fabian Köster spricht Jonas Hector in einer weiteren Folge des Podcasts „Schlag und fertig“ über seinen Ex-Club und die ersten Spiele unter Gerhard Struber. 1. FC Köln: Das sagt Jonas Hector zum Saisonauftakt des FC.

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Auch, wenn der Fokus schon wieder auf die Begegnung gegen Fortuna Düsseldorf gerichtet ist, fällt der Blick in den Rückspiegel noch immer schmerzhaft aus. Die 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg wirkt nach. Auch bei Jonas Hector. Der ehemalige Kapitän des 1. FC Köln war am Samstagabend ebenfalls im Stadion und berichtete nun in der aktuellen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“ unter anderem von den enttäuschten Fans. „Jedem, der das Spiel gesehen hat und gerade für den FC hält, der war entweder enttäuscht oder einfach nur sauer“, sagte Hector. „Es ist doch fast schon so: ,Ne ich bin nicht sauer, sondern einfach nur traurig.'“ Der FC hat eine knappe Stunde den Gegner dominiert, sich Chance um Chance erspielt, nur zu wenige davon genutzt. „Es waren ja genug Chancen da. Aber es sollte wohl nicht sein“, so der ehemalige Nationalspieler. „Normalerweise musst du zur Halbzeit 3:0 führen. Dann hast du auch einen entspannten Samstagabend.“

Hector: „Es waren immer Chancen da“

Statt Rang drei belegen die Kölner somit nach dem fünften Spieltag den achten Platz und stehen gegen den Tabellenführer Düsseldorf am Samstag bereits ein wenig unter Zugzwang. Mit einer Niederlage würde der Spitzenreiter schon auf neun Zähler wegziehen, möglicherweise auch das Spitzenduo. Denn auch Karlsruhe hat sechs Punkte Vorsprung, trifft allerdings am Wochenende auf den Drittplatzierten, auf Kölns letzten Gegner Magdeburg. Hätte der FC gewonnen, wären die Kölner als Dritter zum Primus gefahren. Nur waren da eben die zahlreichen vergebenen Chancen der Kölner Offensive, wieder einmal. Unter anderem sei der missglückte Abschluss von Damion Downs, der Denis Huseinbasic traf „bezeichenend“ für den FC an diesem Abend gewesen. „So ein Spiel wie jetzt hat es so ein bisschen gezeigt. Ich glaube, es ist echt ordentlich“, sagte Hector in einer ersten kleinen Analyse über den Auftakt des FC unter Gerhard Struber.

Doch der ehemalige Kapitän spricht auch das Kernproblem der Kölner deutlich an. „Egal, welche Spiele du gesehen hast, es waren eigentlich immer Chancen da, die dann in der Frühphase vom Spiele, wenn man drückend überlegen ist, nicht genutzt werden“, so Hector. „Du hast viele Punkte einfach liegen gelassen, weil der Gegner mit seinen wenigen Chancen die Tore gemacht hat.“ So wie nun eben Magdeburg. Während die Kölner aus einem xGoal-Wert von 4,6 nur einen Treffer erzielten, waren die Magdeburger mit einem Wert von 1,2 gleich doppelt erfolgreich. „Du musst die Dinger rein machen, wenn du gewinnen willst. Dann würdest du noch deutlich besser dastehen können.“ So bleibt aktuell Platz acht und schon ein ordentlicher Rückstand zur Spitze.

Angesichts der Torflaute kommt Hector bei Erling Haaland fast schon ins Schwärmen. „Der hat nach vier Spielen einfach neun Tore“, sagt der 34-Jährige. „Das ist einfach absurd. Das ist Fließbandarbeit.“ Hector hatte im Mai 2023 seine Profikarriere beendet. Der Abwehrspieler war mehr als ein Jahrzehnt Profi beim FC und absolvierte nahezu 350 Pflichtspiele für die Geißböcke. Nach der WM 2014 wurde der Linksverteidiger Nationalspieler. 43 Mal lief Hector mit dem Adler auf der Brust auf.



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FC unter Zugzwang

Jaka Potocnik vom 1. FC Köln

Potocnik muss warten

Und Jaka Potocnik muss weiter warten

Jaka Potocnik wartet auf sein Debüt beim 1. FC Köln
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Und Jaka Potocnik muss weiter warten

Obwohl gerade die Joker beim 1. FC Köln so gut wie keine Torgefahr ausstrahlen, spielt Jaka Potocnik in den Planungen von Gerhard Struber noch keine große Rolle beim 1. FC Köln: Bekommt Potocnik bald sein Profi-Debüt?

Jaka Potocnik stand am Samstag für die U21 auf dem Platz. Für viele Fans ist der junge Slowene eine mögliche Antwort auf die Frage nach der gesuchten Durchschlagskraft beim FC. Doch ist der Youngster schon soweit?

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Schon unmittelbar nach der 1:2-Niederlage des FC gegen den 1. FC Magdeburg schalteten Spieler und Trainer auf Angriffsmodus. Timo Hübers etwa wollte die Wut über die vergebene Chance mit ins Düsseldorf-Spiel nehmen und sich den Frust von der Seele schießen, Gerhard Struber prophezeite ein wenig behutsamer, dass der FC auch bald wieder Grund zur Freude haben würde. Dabei offenbarte die Pleite ein Grundproblem, das die Kölner alleine durch Worte sicher nicht abtun werden. Struber hatte vor dem Magdeburg-Spiel erklärt, dass das Tore schießen eine logische Folge der erarbeiteten Chancen sei. Am Samstag hatte diese Logik genauso wie in den ersten Saisonspielen gegen Hamburg und Elversberg über weite Strecken ausgesetzt. Und so wurden unmittelbar nach dem Spiel die Rufe laut, die den FC schon durch die vergangene Spielzeit getragen haben. 

Struber gibt logische Antwort

Der FC muss sich im Winter im Angriff verstärken, lautet wohl der größte Wunsch der Kölner Anhänger. Doch bis zur Winterpause ist es noch ein gewisser Weg, schnelle Hilfe muss beim eigenen Personal gefunden werden. Ganz offensichtlich ein Problem, denn die Bank scheint nach vielen und langen Eindrücken nicht ausreichend besetzt zu sein. Und so mehren sich in den Sozialen Medien und unter den Anhängern auch wieder die Wünsche auf mehr Einsatzzeit für Jaka Potocnik. Jenen hoch talentierten Spieler, der offenbar über so viel Potenzial verfügt, dass die Kölner Verantwortlichen gleich an mehreren Stellen bereit waren, ein hohes Risiko für den jungen Slowenen zu gehen. Warum also nicht das Risiko eingehen und auf Potocnik auch bei den Profis setzen, nachdem Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Co. noch keine große Torgefahr ausstrahlen.

Eine durchaus legitime Frage. Aber auch eine Frage, auf die Gerhard Struber schon nach dem 5:0-Erfolg über Braunschweig eine passende Antwort gegeben hatte. Auch damals hätten viele Kölner Fans den Offensivspieler gerne in der Schlussphase gesehen. Das Spiel war entschieden. „Ich gehe natürlich auf die Vorbereitung, die letzten Spiele und die Trainingsleistungen ein. Da sehe ich tagtäglich, wer da gerade wo steht“, sagte Struber damals. Eine logische Antwort und die eines Trainers, der immerhin eng mit den Spielern arbeitet und nach seinen Eindrücken aufstellt. „Ich denke, wir brauchen das richtige Timing für die Jungs und nicht nur ein Vorsprung am Ende würde dann bewerkstelligen, die Spieler reinzubringen, sondern es ist am Ende immer die Leistung, die zählt und nichts anderes“, so Struber weiter und: „Da müssen sich einige dann auch schon noch ein Stück weit strecken.“

Auch kein Einsatz für die slowenische U21

So war Struber am vergangenen Samstag offenbar nicht davon überzeugt, dass Potocnik dem FC gegen Magdeburg hätte weiterhelfen können, sich offenbar nicht genug gestreckt hatte. Der Youngster spielte in der U21, für die der Angreifer bereits zwei Tore erzielte. Dass es die aktuellen Joker aber eben auch nicht besser machen, sollte die Entscheidung des Trainers gegen Potocnik auch nicht in Frage stellen. Schließlich ist es reine Spekulation, ob der junge Slowene das Tor öfter getroffen hätte. Kann sein, kann aber auch nicht sein. Und Struber ist nun wahrlich nicht bekannt dafür, junge Spieler zu ignorieren. So gaben Julian Pauli und Elias Bakatukanda bekanntlich ihr Debüt, andere Youngster wie Damion Downs, Jonas Urbig und Co. sind Stammspieler und setzten sich gegen die Routiniers durch.

Mit seiner Einschätzung ist der Kölner Trainer offensichtlich aber nicht alleine. Potocnik wartet auf sein Debüt für die slowenische U21-Nationalmannschaft. Die führt aktuell die Gruppe H der EM-Quali souverän an, unter anderem vor Frankreich. Das Ticket für das Turnier in der Slowakei im kommenden Sommer ist also greifbar. Nominiert war Potocnik im Gegensatz zu U21-Torhüter Alessandro Blazic nicht. Der Angreifer spielte beim Blitz-Turnier in Bonn, anstatt gegen Frankreichs Youngster um Bayerns Mathys Tel. Sollte sich Slowenien qualifizieren, wird Jaka Potocnik möglicherweise in der Slowakei dabei sein. Bis dahin wird sich der Stürmer auch in der Kölner U21 über Spielpraxis weiterentwickeln. Das schließt das Debüt für die Profis aber ganz sicher nicht aus. Das wird mit großer Wahrscheinlichkeit schon bald kommen. Vielleicht schon am Samstag gegen Düsseldorf. Wenn sich der 19-Jährige im Training genug streckt.  


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Verliert der FC den Anschluss?

Florian Wirtz spricht in Doku über seine FC-Vergangenheit: „Es ist immer komisch“

Florian Wirtz gegen Eric Martel
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Florian Wirtz spricht in Doku über seine FC-Vergangenheit: „Es ist immer komisch“

Der Wechsel von Florian Wirtz zu Bayer Leverkusen hatte im Winter 2020 für viel Wirbel gesorgt und ist gerade bei den FC-Fans noch immer nicht vergessen. Nun äußerte sich der Nationalspieler in einer neuen Doku. Das sagt Florian Wirtz über den 1. FC Köln.

Auch vier Jahre nach dem Wechsel zu Bayer Leverkusen haben viele Fans den Abschied aus Köln noch nicht vergessen. In einer neuen Dokumentation über Bayer Leverkusen sprechen die Beteiligten über den Wechsel. Das sagt Florian Wirtz über den 1. FC Köln.

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Wirklich viel hatten auch die Kölner der Wucht von Bayer Leverkusen in der vergangenen Spielzeit, vor ziemlich genau einem Jahr, nicht entgegenzusetzen. Kein Wunder, die Werkself setzte in der Liga früh zum Höhenflug an, spielte sich in einen Rausch, der FC kam genauso früh ins Stolpern und erholte sich bekanntlich nicht wirklich. 0:3 verlor der FC verdient. „Wir hatten eine Rechnung offen, die wollten wir begleichen“, sagt Florian Wirtz in der neuen Doku von Bayer Leverkusen „A dream comes true“. Der Nationalspieler zeigte damals eine starke Leistung und verbarg auch seine Freude nicht über den Erfolg. „Es geht da schon um besondere drei Punkte. Das muss man den Fans dann auch schenken, dass man den Rivalen geschlagen hat und das muss man auch feiern“, so der Zehner weiter.

Komplizierte Beziehung zum FC

Damit sorgte der Nationalspieler natürlich alles andere als für Kölner Begeisterung. Der Beziehungsstatus zwischen Wirtz und den Fans des 1. FC Köln ist freundlich ausgedrückt kompliziert. Den Wechsel zu Bayer Leverkusen haben viele FC-Anhänger noch nicht verdaut. Rein nach den nackten Zahlen verständlich, Wirtz ging für eine sechsstellige Ablöse, das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Marktwert mittlerweile auf 130 Millionen Euro ein. Der FC hat für Kleingeld sein größtes Talent hergeben müssen. „Das erste Mal habe ich ihn gesehen, als er 13 war. Dann mit 14 wieder, dann mit 15. Da war ich noch gar nicht bei Bayer 04. Es war einfach so, dass der Vertrag auslief und Florian ablösefrei war“, sagt Simon Rolfes, dem nach den Worten von Bayer-04-Geschäftsführer Fernando Carro der einzige Dank zu dieser Verpflichtung gehöre.

Nicht erwähnt wird das kolportierte Gentleman’s-Agreement, das es zwischen den rheinischen Clubs gegeben hat, Jugendpieler eben nicht abzuwerben. Leverkusen erklärte später den Schritt, mit dem Vorhaben, Wirtz umgehend zum Profi zu machen. Er wäre also kein Jugendspieler mehr. „Ich bin dann Sportdirektor geworden und in dem ganzen Prozess war für mich klar, Florian hat ein riesen Potenzial und passt wie die Faust aufs Auge zu dem Fußball von Bayer 04“, sagte Simon Rolfes und tütete den Deal dann auch ein. Seitdem spielt Wirtz in Leverkusen und die Karriere hat ein enormes Tempo aufgenommen. „Er ist einer der speziellen Spieler, die die Nummer 10 zu würdigen wissen. Von denen gibt es nicht viele“, sagt Leverkusens Trainer Xabi Alonso in der Doku.

Wirtz: „Da wurde mit mir nicht gut umgegangen“

Und das schon auf höchstem Niveau. Stammspieler bei der Europameisterschaft für Deutschland, nun die Champions League mit Leverkusen, die Raketenkarriere ist für viele FC-Fans nur schmerzhaft zu ertragen. Für den Spieler isind die Begegnungen gegen den Ex-Club etwas besonderes. „Es ist immer komisch gegen Köln zu spielen. Es ist immer wieder auf jeden Fall besonders. Ich habe natürlich gemischte Gefühle, wenn ich an den 1. FC Köln denke“, sagt der 21-Jährige und denkt an die Ausbildung zurück. Er habe „eine sehr schöne Jugend dort gehabt“. „Er hat schon noch einen doppelten Druck gehabt, weil er vom Rivalen kam und es total aufgebauscht war und er medial sehr viel abbekommen hat“, sagt Teammanager Hans-Peter Lehnhoff. Vergessen ist eben auch nicht der Kreuzbandriss, den sich der Zehner im März 2022 zugezogen hatte.

Ausgerechnet gegen Köln. „Da wurde nicht so gut mit mir umgegangen“, sagt Wirtz und meint unter anderem die Schmähgesänge im Stadion, als er auf dem Platz behandelt und schließlich vom Platz getragen wurde. „Dass man selbst vom Rivalen die Häme bekommt, obwohl sich einer schwer verletzt, für so einen jungen Spielen, in dieser Situation – da zeigt Florian einen super Charakter, dass er nie ein böses Wort dazu gesagt hat“, so Teammanager Lehnhoff. Im vergangenen Jahr gab Wirtz seine Antwort auf dem Platz, bereitete unter anderem das 1:0 gegen seinen Heimatclub vor. „Ich habe einfach versucht, meine Leistung auf den Platz zu bekommen, Abschlüsse zu suchen und einfach dafür zu sorgen, dass wir gewinnen“, sagt der Nationalspieler. Das ist ihm zum Leidwesen der Kölner gelungen.


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Verliert der FC den Anschluss?

Stammspieler fehlt zum Auftakt in die Vorbereitung auf Düsseldorf

Training des 1. FC Köln
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Stammspieler fehlt zum Auftakt in die Vorbereitung auf Düsseldorf

Der FC ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf am kommenden Samstag gestartet. Und es gibt ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Dejan Ljubicic fehlt erkältet.

Drei Tage nach der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg der zweiten Heimspiel-Pleite ist der FC in die Vorbereitung auf die kommende Partie gestartet. Am Samstag sind die Geißböcke zu Gast bei Fortuna Düsseldorf. Dazu gibt es ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Dejan Ljubicic fehlt erkältet.

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Die bittere 1:2-Niederlage gegen Magdeburg dürfte den Kölnern noch in den Knochen stecken. Zu viele Chancen hat der FC liegen gelassen, drei Punkte wären am 5. Spieltag definitiv möglich gewesen, am Ende folgte die Pleite. Und schon am kommenden Samstag stehen die Kölner vor der nächsten schweren Aufgabe. Es geht zum Spitzenreiter und zudem zum Nachbarn Fortuna Düsseldorf. Dabei ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Kölner schon unter einem gewissen Zugzwang stehen. Sechs Punkte beträgt der Rückstand zu den Fortunen, genauso wie zum Tabellenzweiten, dem Karlsruher SC. Sollte Köln die Begegnung also am Samstagnachmittag verlieren, sind es neun Zähler zum Spitzenreiter, der Abstand zum Primus und zu den direkten Aufstiegsplätzen wäre schon sehr beachtlich.

Ljubicic fehlt im Training

Deswegen wird Gerhard Struber bemüht sein, die Niederlage schnell aus den Köpfen seiner Spieler zu bekommen und den Fokus auf Samstag zu richten. Denn es lief wahrlich nicht alles schlecht bei den Kölnern. Im Gegenteil, bis zum gegnerischen Drittel entfachte der FC eine beeindruckende Wucht, erspielte sich eben auch eine Vielzahl von Chancen, nur muss diese dann auch nutzen. Zum Auftakt in die Vorbereitung auf das Spiel am Samstag musste Struber jedoch auf einen Stammspieler verzichten. Dejan Ljubicic fehlte krank. Der Mittelfeldspieler hatte sich am Morgen krankgemeldet. Auch Ljubicic ließ am Samstag Chancen liegen, dennoch ist der Österreicher einer der Leistungsträger in der bisherigen Spielzeit. Schon in der vergangenen Saison hatte Ljubicic immer wieder wegen Erkrankungen gefehlt.

Auch im Pokal beim SV Sandhausen fiel der Mittelfeldspieler aus, damals mit Knieproblemen. Da auch Eric Martel gesperrt nicht mit dabei war, kam Mathias Olesen zu seinem ersten Startelf-Einsatz in dieser Spielzeit und erzielte den entscheidenden Treffer. Seitdem spielte der Luxemburger für den FC nur noch fünf Minuten. Max Finkgräfe stand am Dienstag mit der Mannschaft wieder auf dem Feld. Es fehlen aktuell noch Mark Uth, Florian Kainz, Luca Kilian und Jacob Christensen. Am Mittwoch steht eine weitere Einheit um 10.30 Uhr auf dem Programm. Am Donnerstag ist noch einmal trainingsfrei. Die Einheiten am Freitag und Samstag finden unter ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Begegnung in Düsseldorf wird am Sonntag um 13.30 Uhr (Sky und Liveticker auf come-on-fc.com) angepfiffen.


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Gegenpole der Ex-Kölner beim VfB – Chabot startet durch, Diehl muss zuschauen

Jeff Chabot und Justin Diehl
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Gegenpole der Ex-Kölner beim VfB – Chabot startet durch, Diehl muss zuschauen

Am Abend spielt der VfB Stuttgart in der Champions League bei Real Madrid. Auf die ganz große Bühne wollten auch zwei Akteure, die in der vergangenen Saison noch für den FC auf dem Feld standen. Doch das Zwischenfazit fällt höchst unterschiedlich aus. So schlagen sich die Ex-Kölner Jeff Chabot und Justin Diehl beim VfB Stuttgart.

Für Jeff Chabot steht am Abend die Premiere in der Champions League gegen Real Madrid auf dem Programm, für Justin Diehl ist erst einmal Pause angesagt. So schlagen sich die Ex-Kölner Jeff Chabot und Justin Diehl.

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In der vergangenen Woche gab es ein kleines Wiedersehen. Justin Diehl traf in der U20-Nationalmannschaft auf seinen alten Sturmpartner Damion Downs. Gemeinsam mit dem Angreifer sowie mit dem Ex-Teamkollegen Julian Pauli feierte der Offensivakteur zwei Siege im Dress der Nationalmannschaft, bereitete gegen Italien sogar einen Treffer mit einem Freistoß vor. Für den 19-Jährigen ein wenig Balsam auf die geschundene Seele, denn den Wechsel zum VfB Stuttgart hat sich der gebürtige Kölner sicherlich anders vorgestellt. Die Vorgeschichte ist bekannt. Der FC hätte gerne mit dem Offensivspisler verlängert, Diehl sah seine Zukunft aber nicht mehr beim FC, zunächst wurde das Talent aussortiert, dann in den Kader zurückgeholt. Angebote von Seiten der Kölner lehnte der Youngster ab, der Vertrag lief aus. Der Wechsel von Diehl nach Stuttgart aus Kölner Sicht ärgerlich, aber absolut legitim.

Verletzungspech bei Diehl

Zumal die Vorstellung Champions League zu spielen für einen Fußballprofi sicherlich mehr Charme haben dürfte, als der graue Alltag der 2. Bundesliga. Am Dienstagabend spielt der VfB Stuttgart etwa in der Königsklasse im Estadio Santiago Bernabéu gegen Real Madrid, während sich der FC noch von den Nachwirkungen der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg erholt. Nur wird Diehl nicht in Madrid auflaufen. Aus mehreren Gründen. Vor allem aber, weil er für den Kader der Königsklasse gar nicht erst berücksichtigt wurde. Bei den Schwaben ist Diehl aktuell nur zweite Wahl. Kein Wunder, die Konkurrenz in der Stuttgarter Offensive ist mit Akteuren wie Deniz Undav, Chris Führich oder Ermedin Demirovic beachtlich groß. So kam der 19-Jährige gegen Freiburg zwar im ersten Duell zu einem Kurzeinsatz, es folgten gegen Mainz aber schon 90 Minuten auf der Bank und am vergangenen Wochenende dann sogar der Gang in die Stuttgarter Reserve.

Einen Weg, den der Offensivspieler aus Kölner Zeiten noch kennt. Dabei sah Diehl wie einer der Gewinner der Vorbereitung aus. „Er zählt auf seiner Position zu den spannendsten Spielern in Deutschland. Beim VfB wollen wir seine Fähigkeiten weiter ausbauen und fördern“, hatte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth zu Beginn der Spielzeit gesagt. „Er hat enorme Anlagen, ist schnell und trickreich“, lobte VfB-Coach Sebastian Hoeneß seinen Neuzugang im August. „Es geht darum, dass er gesund bleibt und ab und zu den Kopf hochnimmt.“ Nur ist Diehl nun eben nicht gesund geblieben. Wenige Tage nach seinem Erfolg in der U20 des DFB folgte eine weitere Ernüchterung. Das Drittliga-Duell gegen den FC Ingolstadt war für Diehl bereits nach wenigen Minuten wieder beendet. Ein MRT bestätigte die erste Diagnose: Schulterluxation, Diehl wird vier bis sechs Wochen ausfallen und sich dann mühsam zurückkämpfen müssen.

Chabot beim VfB Leistungsträger

So wird dem Talent vorerst nur die Rolle des Zuschauers bleiben, während sein ehemaliger Kölner Kollege Jeff Chabot am Abend wohl das ganz große Parkett des internationalen Fußballs betreten wird. Der ehemalige Kölner Abwehrchef hat genau diese Rolle auch beim VfB längst übernommen. Der 26-Jährige ist der einzige Stuttgarter Feldspieler, der jede Minute in allen vier Pflichtspielen auf dem Feld stand. Und wie schon im Vorjahr gehört Chabot in der noch jungen Saison nach der Statistik zu den besten Innenverteidigern des Landes. Chabot hat die beste Zweikampfquote aller Stammspieler der Bundesliga, kommt auf eine Passquote von über 90 Prozent. Werte, die er auch beim FC erreichte. Nur eben im Abstiegskampf. Der Wechsel zum VfB verlief nicht nur geräuschlos, die Kölner Fans reagierten mit viel Verständnis. Den Karrieresprung hat sich der Innenverteidiger nach starker Saison verdient, so der wohl berechtigte Tenor.

Nun kann sich der Abwehrspieler auf der internationalen Bühne zeigen, am Abend gegen Real Madrid. Gut möglich, dass für den Abwehrjeff dann schon bald sogar noch ein wenig mehr drin ist. Chabots Vorgänger Waldemar Anton hat es vorgemacht.


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