Mark Uth zwischen Dauerverletzt und Hoffnungsträger

Mark Uth bereitet das 2:2 des 1. FC Köln vor.
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Mark Uth zwischen Dauerverletzt und Hoffnungsträger

Unfreiwillig sammelte Mark Uth am vergangenen Samstag den ersten Liga-Scorerpunkt der Saison ein. Spätestens nach der Verletzung von Luca Waldschmidt ist der gebürtige Kölner für das Spiel gegen Heidenheim wieder der Hoffnungsträger. Doch die Sorge vor weiteren Verletzungen schwingt mit.

Am Samstag leitete der gebürtige Kölner mit einem verunglückten Schuss die Wende im Duell gegen den 1. FC Union Berlin ein. Das weckt Erwartungen beim 1. FC Köln: Mark Uth wird einmal mehr zum Hoffnungsträger.

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Über die Bedeutung von Mark Uth gibt es bei Timo Schultz wenig Zweifel. Der Trainer des 1. FC Köln hat schon mehrfach betont, welche Rolle der Offensivspieler für die Geißböcke hat. Wirklich zählbar war diese Bedeutung zumindest in der Liga bislang noch nicht. Bis zum vergangenen Samstag hatte Uth weder ein Tor für den FC geschossen noch einen Assist im Ligabetrieb beigesteuert. Einzig beim Pokal-Aus gegen Lautern war der Stürmer erfolgreich. Die Gründe dürften natürlich vielschichtig sein. Die Verletzungsanfälligkeit des 32-Jährigen spielt jedenfalls eine große Rolle. Zunächst litt Uth unter muskulären Problemen, nach einem Kurz-Comeback warf den Stürmer eine Knieverletzung zurück, später war es noch eine Erkrankung. So kommt Uth auf insgesamt zwölf Saisonspiele.

Für Uth geht es auch um die eigene Zukunft

Für einen geplanten Leistungsträger deutlich zu wenig. Dabei deutete der Routinier in den vergangenen Begegnungen gleich mehrfach an, dass er dem FC weiterhelfen kann. Auch, wenn nicht alles gelingt. Am Samstag verunglückte ein Schussversuch, dieser landete bei Steffen Tigges, der wiederum zum 2:2 einnickte – der erste Assist in der Liga. Uth hatte bei einem Comeback im Herbst gegen Kaiserslautern im Pokal bereits einen Treffer und eine Vorlage eingesammelt. Gerade in Hinblick auf die mögliche Verletzung von Luca Waldschmidt könnte dem Offensivspieler eine wichtige Rolle zukommen. Vielleicht wird Uth sogar ein Kandidat für die Startelf. „Wenn du Mark selbst fragst, bekommst du ein eindeutiges Ja. Den Rest werden wir während der Woche klären.“

Das Zögern ist angesichts der Verletzungshistorie des Angreifers durchaus verständlich. „Spieler wie Mark Uth, aber auch Luca Waldschmidt und Davie Selke sind in einer guten Verfassung für den Kader Gold wert“, sagte Schultz. „Wenn man sieht, wie er auf den Platz kommt, die Bälle fordert, immer wieder auch in schwierigen Situationen die Übersicht behält, ist er für uns ein Unterschiedsspieler.“ Dass Uth noch einmal alles für die Geißböcke geben wird, steht wohl außer Frage. „Er will unbedingt. Er ist Kölner“, sagt Schultz. „Er brennt durch und durch für diese Mannschaft und diesen Verein.“ Für den 32-Jährigen geht es allerdings auch um die Zukunft. Uth hat keinen Vertrag für die 2. Liga, könnte den Club einfach verlassen. Ob es so kommt, wollte der Angreifer zuletzt nicht kommentieren. Allerdings ist die Verletzungsanfälligkeit der vergangenen Monate keine wirklich optimale Bewerbung. Die kann der Angreifer gegen Heidenheim abgeben.



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FC-Leihspieler: Überraschendes Comeback und die Fortsetzung im Aufstiegs-Drama

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FC-Leihspieler: Überraschendes Comeback und die Fortsetzung im Aufstiegs-Drama

In der kommenden Saison sollen und werden sie wohl auch eine wichtige Rolle im Kader der Kölner spielen müssen, aktuell schauen die FC-Leihspieler auf ein durchwachsenes und kurioses Wochenende zurück.

Trotz des 3:2-Erfolgs über Union Berlin deutet beim FC noch immer viel auf den siebten Abstieg der Vereinsgeschichte hin. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Kölner Leihspieler eine größere Rolle im FC-Kader der kommenden Saison spielen werden. Das vergangene Wochenende verlief zdurchwachsen. So schlugen sich die FC-Leihspieler.

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Fast drei Monate saß er nur auf der Tribüne, war von einem Einsatz weit entfernt, am Samstag gab Nikola Soldo dann doch sehr überraschend sein Startelf-Comeback beim 1. FC Kaiserslautern. Im Duell gegen Hertha BSC stand der Sohn des Ex-FC-Trainers von Beginn an auf dem Feld, allerdings nicht auf seiner gewohnten Position des Innenverteidigers, Soldo startete auf der Doppelsechs. Für den 23-Jährigen war es der 14. Liga-Einsatz, der neunte von Beginn an, der erste nach elf Spielen auf der Tribüne. Die Niederlage konnte der junge Kroate aber auch nicht verhindern. Lautern kassierte eine 1:3-Pleite, hat den Klassenerhalt aber aufgrund der Niederlagen von Rostock und Wehen Wiesbaden dennoch sicher. Es wird spannend, wie es für Soldo im Sommer weitergeht. Eigentlich sprach Christian Keller zuletzt davon, dass der FC erst einmal alle Leihspieler zurückholen wolle. Die bisherige Saison von Soldo ist allerdings sehr bescheiden.

Kerkrade und Maxi Schmid verpassen den direkten Aufstieg

Zwar hat Maximilian Schmid bei Roda Kerkrade nichts mit dem Abstieg aus der 2. niederländischen Liga zu tun, großen Grund zur Freude gab es bei dem Kölner Leihstürmer zuletzt aber auch nicht. Nach dem kuriosen Aufstiegs-Drama in der Vorwoche, bei dem zunächst die Fans den Platz stürmen wollten, in der falschen Annahme, Kerkrade sei aufgestiegen und sich schließlich die Spieler von den Fans aufgrund einer ebenfalls falschen Information über das Feld tragen ließen, folgte am vergangenen Wochenende eine bittere 0:2-Niederlage gegen Groningen. Roda verpasste dadurch am letzten Spieltag der regulären Saison den direkten Aufstieg und muss in die komplizierten Playoffs. Maxi Schmid hatte keine Gelegenheit, dem Spiel eine andere Wendung zu geben. Der Stürmer kam einmal mehr nicht zum Einsatz

Rot-Weiss Essen wird dagegen definitiv nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun haben. Der Traditionsclub unterlag am Freitag 1860 München 0:1 und wird am letzten Spieltag nicht mehr ins Aufstiegsrennen einsteigen können. Für den FC gab es dennoch eine erfreuliche Nachricht. Essens Topscorer und Kölns Leihspieler Marvin Obuz gab sein Comeback und kam zu einem Kurzeinsatz. Nach der starken Spielzeit in Essen stehen die Chancen nicht schlecht, dass Obuz in der kommenden Saison im Kader der Geißböcke stehen wird.

Urbig mal wieder mit weißer Weste

Jonas Urbig behielt im Duell von Greuther Fürth gegen den FC Magdeburg am Wochenende zum zehnten Mal in dieser Spielzeit seine weiße Weste und ist damit einer der besten Keeper der 2. Liga. Nur Timon Weiner von Holstein Kiel spielte öfter zu Null. Allerdings kam das Kleeblatt in Magdeburg nicht über ein müdes 0:0 hinaus. Tim Lemperle stand ebenfalls in der Startelf. Der Stürmer spielte allerdings auf der linken Außenbahn und wurde in der Schlussphase ausgewechselt. Auch Mathias Olesen spielte die Begegnung gegen Stade-Lausanne nicht durch. Bei der 1:3-Niederlage war nach einer guten Stunde Schluss für den Mittelfeldspieler. In der vergangenen Woche hatte sich Olesen mit einem Assist erstmals in die Scorerliste bei Yverdon Sport FC eingetragen.


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Im Abstiegsfall droht ausgerechnet die Innenverteidigung zur Baustelle zu werden

Jeff Chabot und Timo Hübers verteidigen den Ball gegen einen Gegenspieler.
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Im Abstiegsfall droht ausgerechnet die Innenverteidigung zur Baustelle zu werden

Sollte der 1. FC Köln am Samstag den Gang in die 2. Bundesliga antreten müssen, wird Jeff Chabot den Verein mit großer Wahrscheinlichkeit verlassen und auch hinter Timo Hübers steht ein Fragezeichen. Da Luca Kilian noch lange ausfällt, könnte ausgerechnet die Innenverteidigung zur Baustelle werden.

Jeff Chabot und Timo Hübers gehören ohne Zweifel zum besten Innenverteidiger-Duo der Spielzeit. Doch beide Abwehrspieler verfügen im Abstiegsfall über eine Ausstiegsklausel. Luca Kilian fehlt dem 1. FC Köln: Deswegen kann die Verteidigung zum Problem werden.

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Jeff Chabot sank auf die Knie, fasste sich an die Stirn, um direkt wieder aufzuspringen und Richtung Fans zu laufen. Dass der Abwehrspieler noch diese Energie für den Jubelsturm hatte, war angesichts der überragenden Leistung in den 90 Minuten zuvor bemerkenswert. Chabot rieb sich in der Defensive nicht nur an Brendan Aaronson und Co. in beeindruckender Form auf, der Innenverteidiger stürmte in der Schlussphase auch noch für den FC – wenn auch mit eher mäßigem Erfolg. Chabot ist der Inbegriff des Abwehrkampfes. Dem Innenverteidiger kann man jedenfalls keinen Vorwurf in Bezug auf mangelnde Einstellung oder fehlendem Willen machen. Auch am Samstag überzeugte der 26-Jährige wieder mit starker Zweikampf- und Passquote. Chabot tut so ziemlich alles dafür, dass die Geißböcke nicht absteigen.

Wie geht es im Abstiegsfall weiter mit Timo Hübers?

Dabei winkt dem Abwehrspieler im Abstiegsfalls bekanntlich die Champions League. Die bestehende Ausstiegsklausel ist genauso wenig ein Geheimnis wie das Interesse diverser Bundesligisten und Clubs der Premier League. Chabot wäre für kleines Geld zu haben und im Abstiegsfall nicht zu halten. Auch Timo Hübers soll über eine ähnliche Klausel verfügen, könnte den Club ebenfalls beim Gang in die 2. Liga für verhältnismäßig wenig Ablöse verlassen. Während bei Chabot die Zeichen beim Abstieg klar auf Abschied stehen, ist die Situation rund um Hübers unklar. Dass der Abwehrspieler nun doch wieder von einer Agentur beraten und vertreten wird, ist jedenfalls kein eindeutiges Zeichen für einen drohenden Weggang. Doch die Möglichkeit besteht.

Und so droht dem FC das Innenverteidiger-Duo komplett wegzubrechen. Angesichts der überragenden Leistungen ein herber Verlust und einer, der eine große Lücke reißt. Denn aktuell wird es hinter dem Duo auf der Innenverteidiger-Position ein wenig mau. Mit Dominique Heintz hat der FC rund um Ostern um ein weiteres Jahr verlängert. Zwar lieferte Heintz am Samstag gegen Union Berlin eine solide Begegnung ab, ein gewisses Tempodefizit war aber gerade bei den Umschaltmomenten der Gäste deutlich auszumachen. Luca Kilian wird mit seinem Kreuzbandriss noch weit in die neue Saison hinein ausfallen. Sollten Chabot und Hübers den FC verlassen, würde wohl Elias Bakatukanda nachrücken. Dem Talent traut man durchaus den Sprung zu, allerdings hätte der FC mit Heintz und Bakatukanda zu Saisonbeginn genau zwei etatmäßige Innenverteidiger.

Welche Talente und Leihspieler sollen helfen?

Aufgrund der Transfersperre wird man beim FC im Sommer nicht nachbessern können. Auch deswegen betonte Christian Keller im Winter, dass man die Sanktion mit Hoffnungsträger aus dem Nachwuchs oder den zurückkehrenden Leihspielern auffangen will. Zwar verfügen die Kölner tatsächlich über talentierte Nachwuchs-Verteidiger, ob der Sprung in den Profi-Fußball aber nicht noch eine Spur zu groß ist, muss sich zeigen. Unter den zurückkehrenden Leihspielern befindet sich indes nur ein Innenverteidiger: Nikola Soldo. Der Sohn des Kölner Ex-Trainers war mit der Absicht verliehen worden, sich durch Spielpraxis näher an die Profimannschaft bringen zu können. Bei Kaiserslautern spielt der junge Kroate aber bekanntlich keine Rolle, stand am Sonntag zum ersten Mal seit Februar wieder im Kader und auch auf dem Platz – allerdings als Sechser. Nach einer guten Stunde war schon wieder Schluss.

Im Falle des Abstiegs und je nach Abgängen werden sich die Kölner Verantwortlichen dennoch ihre Gedanken um Soldo als möglichen Backup machen. Zumindest bis Luca Kilian wieder zurückkehrt und der FC auf dem Transfermarkt tätig werden kann.



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Jan Thielmanns bislang ungewohnteste Rolle

Jan Thielmann sit beim 1. FC Köln eigentlich Stammspieler.
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Jan Thielmanns bislang ungewohnteste Rolle

Jan Thielmann ist beim FC in dieser Saison eine Art Allzweckwaffe. Auf einigen Positionen wurde der 21-Jährige bereits eingesetzt. Am Samstag saß das Eigengewächs nur auf der Bank. Das sollte sich am Samstag wieder ändern.

Zum ersten Mal in dieser Saison blieb Jan Thielmann am Samstag nur die Rolle des Bankdrückers. Das Kölner Eigengewächs wurde beim 3:2-Erfolg des 1. FC Köln über Berlin nicht berücksichtigt. Das wird sich am Samstag wohl wieder ändern. Jan Thielmann ist wieder ein Kandidat für die Startelf.

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Er spielte in dieser Saison bereits auf der Außenbahn, mal als Rechtsverteidiger, mal als falsche Neun, mal als Stoßstürmer – nicht umsonst eilt Jan Thielmann der Ruf der Kölner Allzweckwaffe voraus. „Jan ist ein Spieler, der wie kaum ein anderer hier den 1. FC Köln verkörpert. Er hat das Herz am rechten Fleck, gibt immer Vollgas“, hatte Timo Schultz noch Anfang Mai erklärt. Im April hatte das Kölner Eigengewächs die etatmäßigen Rechtsverteidiger Benno Schmitz und Rasmus Carstensen aus der Startelf verdrängt, der Ex-FC-Profi Matthias Scherz hatte den 21-Jährigen auf dieser Position schon als künftigen Nationalspieler ausgemacht. Das Experiment war von vierwöchiger Dauer, dann kehrte Thielmann zurück auf seine angestammte Position eine Reihe weiter vorne. „Es ist für mich als Trainer gut, ihn auf beiden Positionen einplanen zu können“, sagte Schultz.

Schultz: „Bei den Einwechslungen haben wir mehr richtig gemacht, als falsch“

Am Samstag war die Allzweckwaffe im Duell gegen den 1. FC Union Berlin allerdings eine sehr stumpfe, denn Thielmann saß 90 Minuten gegen die Eisernen nur auf der Bank. Der Trainer hatte den 21-Jährigen auf keiner der Positionen eingeplant. „Bei den Einwechslungen haben wir mehr richtig gemacht, als falsch. Jan hat in den vergangenen Wochen immer auf dem Platz gestanden“, sagte Timo Schultz. „Wer Jan kennt, der weiß, dass er für diese Mannschaft alles gibt und noch mehr, wenn er könnte.“ Zwar kommt der etatmäßige Offensivspieler in dieser Saison erst auf 21 Liga-Einsätze, allerdings fiel Thielmann bis Ende Oktober verletzt aus. Abgesehen von der Sperre nach seiner Roten Karte gegen Leverkusen bekam der 21-Jährige immer seine Einsatzzeit.

Am Samstag erstmals nicht. Das sicher auch, weil Thielmanns Ehrgeiz, Wille und Leidenschaft in den vergangenen Spielen nicht ausreichten. Das Kölner Eigengewächs tat sich sichtbar schwer. Dabei gehört Thielmann mit seinen 21-Jahren schon zu den Routiniers beim FC. Einzig Florian Kainz und Benno Schmitz haben mehr Spiele für den FC abgerissen. Thielmann kommt schon auf 123 Pflichtspieleinsätze für den FC. „Auch ihn werden wir nächste Woche wieder brauchen“, betonte auch Timo Schultz am Samstag. Und das wohl wieder von Beginn an. Benno Schmitz wird nach seiner fünften Gelben Karte definitiv ausfallen, möglicherweise wird Thielmann als Ersatz eine Option. Durch den möglichen Ausfall von Luca Waldschmidt könnten aber auch Faride Alidou oder Florian Kainz auf die Position hinter die Spitze rücken und Thielmann eine Rolle auf der Außenbahn eröffnen.



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Damion Downs empfiehlt sich für das Startelf-Debüt

Damion Downs vom 1. FC Köln jubelt nach seinem Tor.
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Damion Downs empfiehlt sich für das Startelf-Debüt

Mit dem Treffer zum 3:2 gegen Union Berlin avancierte Damion Downs am Samstagnachmittag zum Matchwinner – schon wieder. Der 19-Jährige empfiehlt sich für sein Startelf-Debüt.

In der dritten Minute der Nachspielzeit brachte er das Stadion endgültig zum Kochen und macht Hoffnung für den 1. FC Köln: Damion Downs gibt eine starke Bewerbung ab. Nicht nur für das letzte Saisonspiel gegen Heidenheim. Auch für die mittelfristige Zukunft.

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Es ist gerade erst acht Wochen her, da erlebte Damion Downs einen der größten Momente seiner jungen Profi-Karriere. Der junge Stürmer war im Rheinderby spät eingewechselt worden und hatte nur kurz darauf das 3:3, den wichtigen Ausgleich in einem Spiel erzielt, in dem das Momentum ganz klar Richtung Gladbach ging. Für Downs war das erste Profi-Tor eine „Erfahrung, die nicht von dieser Welt ist“, schrieb der 19-Jährige später auf Instagram. Der vergangene Samstag dürfte noch einmal eine Steigerung für den Stürmer gewesen sein. Denn Downs brachte mit seinem Treffer zum 3:2 gegen Union Berlin das Kölner Stadion nahe der Explosion. “So viele Leute um sich herum jubeln zu sehen, ist brutal”, sagte Downs. „Man kann es nicht beschreiben. Es ist so ein schönes Gefühl. Es ist geisteskrank.”

Chancen auf Startelf-Debüt

Tatsächlich hatten die Schlussminuten in Köln viel von einem Ausnahmezustand. Kein Wunder, Downs hält mit seinem Treffer das letzte Fünkchen Hoffnung eines bereits totgesagten Bundesligisten am Leben. Die Geißböcke können am kommenden Samstag das Wunder Klassenerhalt noch schaffen, auch wenn die Chance nur eine sehr kleine ist. Nachdem Downs in den vergangenen Wochen nicht mehr so in den Fokus gerückt war, hätte dieser wiederum am Samstag kaum größer sein können. „Damion hat einen guten Instinkt gehabt. Es hat schon das zweite wichtige Tor geschossen“, erklärte Florian Kainz und auch Tim Hübers sprach von der sehr guten Entwicklung der jungen Spieler. Und die ist immerhin so gut, dass Timo Schultz offenbar sogar über einen Startelf-Einsatz des Stürmers gegen Berlin nachgedacht habe.

„Er hat aber noch Probleme gegen physisch starke Spieler. Wenn die Gegenspieler müde werden, fällt es ihm leichter“, erklärte der Kölner Trainer die Joker-Rolle des Siegtorschützen. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit nicht gerade gering, dass das Startelf-Debüt schon zum Saisonfinale ansteht. Zumindest dürften die Chancen nach Samstag aus gleich mehreren Gründen gestiegen sein. Mit Luca Waldschmidt wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein Stammspieler der Offensive ausfallen. Der 27-Jährige wurde von Rani Khedira gefoult und am im Januar gebrochenen Wadenbein getroffen. Ein Einsatz am Samstag erscheint unwahrscheinlich. Sargis Adamyan lieferte gegen Union Berlin einmal mehr eine erstaunlich schwache Leistung ab. Da der FC nicht nur drei Punkte, sondern auch vier Tore auf Berlin aufholen muss, ist ein gewisser Offensivdrang gegen Heidenheim wahrscheinlich.

FC mit Doppelspitze gegen Heidenheim?

Tatsächlich spricht viel für einen Einsatz von Downs oder eben Steffen Tigges, der ähnlich wie Downs bereits zum zweiten Mal ein enorm wichtiges Tor für die Geißböcke erzielte. Am Samstag den 2:2-Ausgleich, beim letzten Last-Minute-Erfolg gegen den VfL Bochum war es der 1:1-Ausgleich. Möglicherweise agiert Schultz aber auch mit einer Doppelspitze. So oder so gab der Stürmer auch eine Bewerbung für die mittelfristige Zukunft ab. Denn im Falle des Abstiegs könnten gleich mehrere Offensivspieler den FC verlassen. So hat Waldschmidt dem Vernehmen nach bereits signalisiert, den FC im Abstiegsfall verlassen zu wollen. Auch die Kaufoption von Faride Alidou wird nicht zwingend gezogen. Die Verträge von Davie Selke und Mark Uth gelten nicht für die 2. Liga. Ob die beiden Routiniers bleiben, ist offen. Nur der Abgang von Justin Diehl scheint fix. Die Kölner werden sich im Worst Case in der Offensive neu aufstellen müssen.

Damion Downs wird wohl eine große Rolle dabei spielen. Dass der Stürmer als eins der größten Kölner Talente gilt, ist bekannt. Doch um den Gang in die 2. Bundesliga macht sich Downs keine große Gedanken. „Auf jeden Fall bleiben wir drin. Das ist für mich keine Frage. Mit den Fans geht es nicht anders“, sagte der Matchwinner.  



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Kommentar: Die Mentalität ist ungebrochen, die Chance könnte kaum geringer sein

Damion Downs und Faride Aidou freuen sich ner den Sieg gegen Berlin. 1. FC Köln Effzeh Klassenerhalt Abstiegskampf
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Kommentar: Die Mentalität ist ungebrochen, die Chance könnte kaum geringer sein

Der FC hat nach dem Sieg gegen Berlin immer noch die Chance auf den Klassenerhalt. Diese ist aber mehr als gering. Und dies ist nicht die Schuld der Gegner. Wer nach dem 33. Spieltag mit 27 Punkten dasteht, der hat ein Problem – ein hausgemachtes Problem. Ein Kommentar.

Bei allen Problemen des Vereins verfügen die Geißböcke aber über eine maßgebliche Qualität. Die Steh-Auf-Mentalität der Mannschaft nach einer Saison mit vielen Rückschlägen, Niederlagen und Turbulenzen ist ungebrochen, wenn nicht stärker denn je. In dieser Mentalität liegt die Chance des FC, den Relegationsplatz mit viel Glück doch noch zu erreichen – auch wenn die Chance äußerst gering ist. Ein Kommentar zum möglichen Klassenerhalt des 1. FC Köln.

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Wenn ein Bundesligist nach 33 Spieltagen mit 27 Punkten und 27 Toren auf dem vorletzten Tabellenplatz verweilt, dann kann man wohl nicht von Pech, von unglücklichen Entscheidungen oder einer Momentaufnahme sprechen. Die Situation nach dem vorletzten Spieltag hat sich zu diesem späten Zeitpunkt der Saison so nivelliert, dass die Tabelle wohl sehr deutlich den Leistungsstand einer Mannschaft widerspiegelt. Zumal auch die Maßnahmen der Kölner Verantwortlichen einfach nur verpufft sind – unabhängig ihrer Qualität. Der FC befand sich in dieser Spielzeit eben nicht wie so oft kommuniziert mit den Gegnern auf Augenhöhe, steht vollkommen zu recht im Tabellenkeller und muss mindestens genauso berechtigt nach wie vor zittern. Nein, der FC muss sich um die Erstklassigkeit für die kommende Spielzeit ernsthafte Sorgen machen.

Die Situation hat sich trotz des Erfolgs eher verschlechtert

Daran hat auch der 3:2-Last-Minute-Erfolg über Union Berlin nicht viel geändert. Trotz aller Euphorie, trotz allem Stadion-Wahnsinn und trotz jeglicher Glücksgefühle ist der siebte Kölner Abstieg am kommenden Spieltag schon doch wahrscheinlicher als der Klassenerhalt. Ehrlich gesagt auch viel wahrscheinlicher. Der FC muss gegen den 1. FC Heidenheim gewinnen, für den es noch um die internationalen Plätze geht. Union Berlin muss gegen den SC Freiburg verlieren, gegen den die Eisernen zuletzt vor 20 Jahren im eigenen Stadion eine Pleite kassiert haben und zu allem Überfluss muss die lahmende FC-Offensive vier Tore auf die Hauptstädter herausholen. Sprich: Sollte Köln mit einem Tor Vorsprung gewinnen, müsste Berlin mit drei Treffern Differenz verlieren. Dazu fehlen den Kölnern mit großer Wahrscheinlichkeit gleich vier Spieler, die zuletzt in der Startelf gestanden haben.

Der Klassenerhalt ist möglich, aber unwahrscheinlich und das ist absolut hausgemacht. Der FC ist am wahrscheinlichen siebten Abstieg der Vereinsgeschichte selbst schuld. Insofern sollte sich der Groll gegenüber Borussia Dortmund in Grenzen halten. Ja, der BVB ist nicht mit seiner Stamm-Auswahl in Mainz angetreten, hat Leistungsträger zu Hause gelassen und alles andere als wie ein Champions-League-Finalist bei den Rheinhessen gespielt. Gerade nachdem Mainz den Westfalen in der Vorsaison einen Strich durch die Meisterschafts-Rechnung gemacht hat, hätte man eine andere Leistung erwartet. Das ist ärgerlich. Und der Impuls, den Aufritt als unfair zu empfinden, vollkommen verständlich. Zur Wahrheit gehört aber eben auch, dass der FC 33 Spieltage Zeit hatte, die Situation so anders zu gestalten, dass das Spiel der Dortmunder bei den 05ern für Köln von keiner Relevanz gewesen wäre.

Der FC hat bewiesen, dass er Unmögliches möglich machen kann

Und mal Hand aufs Herz, warum sollte Dortmund bei den Leistungsträgern Verletzungen in Kauf nehmen, wenn das Finale der Königsklasse vor der Tür steht? Natürlich bleibt ein Geschmäckle, doch die Kölner sollten sich auf die eigenen Baustellen konzentrieren. Denn wenn die vergangenen Wochen den Zuschauern einst gelehrt haben, dann, dass der FC nicht abzuschreiben ist. Wer nach 33 Spieltagen auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, der hat es wohl nicht anders verdient. Wer nach so vielen verpassten Endspiel-Siegen noch immer die Chance auf den Klassenerhalt hat, der hat es sich durch eine ungeahnte Steh-Auf-Mentalität wiederum verdient. Verdient, auf den Klassenerhalt zu hoffen – verdient, an die kleinste Minimal-Chance zu glauben. Warum auch nicht, dieser fußballerisch limitierte FC hat zumindest am Sonntag bewiesen, dass der Glaube Unmögliches möglich machen kann.

Auf den Punkt gebracht: Sollte der FC dem Abstieg am Samstag erneut von der Schippe springen – wie auch immer, dann würde es die Relegation geben. Und das wäre mehr, als seit Wochen für möglich gehalten.


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Der FC erhält sein finales Endspiel – der Abstieg ist weiterhin wahrscheinlicher

Die Kölner Mannschaft feiert nach dem 3:2-Sieg über Union Berlin vor der Südkurve. effzeh 1 FC Köln Klassenerhalt Abstiegskampf
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Der FC erhält sein finales Endspiel – der Abstieg ist weiterhin wahrscheinlicher

Mit dem 3:2-Erfolg über Union Berlin bekommt der FC am kommenden Wochenende das erhoffte Endspiel. Allerdings eins mit Schönheitsfehler. Ein Sieg alleine wird dem FC nicht reichen. Eine Niederlage von Union Berlin aber auch nicht zwingend.

Eine gewisse Moral ist dem 1. FC Köln nach dem Saisonfinale mit Endspiel um Endspiel sicher nicht abzusprechen. Zumindest waren die Kölner gefühlt schon mehrfach sicher abgestiegen. Doch selbst mit dem Erfolg haben die Geißböcke die Relegation noch nicht erreicht. Deswegen ist der Klassenerhalt für den FC noch immer unwahrscheinlich.

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Selbst Timo Schultz konnte nach dem 3:2-Erfolg über Union Berlin nicht mehr seine ostfriesische Ruhe bei sich behalten. Der Trainer des 1. FC Köln befand sich irgendwo mitten in der Traube, die sich um den Sieg-Torschützen Damion Downs gebildet hatte. „Der Druck war einfach unfassbar hoch. Da löst sich dann am Ende alles“, sagte der Trainer, dem die Erleichterung und auch eine gewisse Genugtuung in den Interviews nach dem Dreier anzusehen war. „Wir machen immer weiter, egal, welche Rückschläge wir hinnehmen müssen.“ Und Rückschläge haben die Kölner auch gegen die Eisernen hinnehmen müssen. Das schlecht verteidigte 0:1 mit der ersten Chance der Berliner, der ärgerliche Handelfmeter, der zum 0:2 führte sowie die Verletzung von Luca Waldschmidt. Dementsprechend war die Erleichterung, die Freude mehr als angebracht.

Der FC ist weiterhin auf Schützenhilfe angewiesen

Der FC hat sich durch eine besonders starke mentale Leistung noch das Endspiel gegen Heidenheim und den Kölner Anhängern eine weitere Woche der Hoffnung beschert. Eine Hoffnung, an die wohl auch nur wenige Spieler noch geglaubt hätten. „Jetzt haben wir ein wirkliches Endspiel. Wenn mir das jemand vor drei, vier Wochen gesagt hätte, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagte Timo Hübers und erklärte, dass das „schon wild“ sei. Schon nach der Niederlage gegen Darmstadt trauten den Kölnern nur wenige noch den Klassenerhalt zu. Nach dem verpassten Sieg im Endspiel gegen Mainz wurden es wohl weniger, nach dem 0:0 gegen Freiburg war der Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur. Nun gibt es nach dem 3:2 noch immer die Chance. Allerdings nach dem 0:3 der Dortmunder in Mainz nur noch auf den Relegationsplatz.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass dafür schon sehr viel für eine Mannschaft zusammenkommen muss, die in dieser Saison wahrlich nicht oft überzeugt hat und auch nicht gerade das Glück als Partner an seiner Seite weiß. Dass die Kölner überhaupt noch ein Endspiel bekommen, liegt auch an den Unzulänglichkeiten der Konkurrenz. Und auf die sind die Kölner auch weiterhin angewiesen. Denn im Unterschied zu einem „wirklichen Endspiel“ brauchen die Kölner nicht nur drei Punkte gegen Heidenheim, sie müssen auch auf einen weiteren Patzer von Union Berlin hoffen. Die Eisernen empfangen am Samstag den SC Freiburg. Das Team von Christian Streich braucht zwar einen Erfolg, um den europäischen Wettbewerb abzusichern und würde dem Trainer gerne mit einen Sieg verabschieden, bei Union feierte der SC aber erst einen Erfolg und der liegt mittlerweile 20 Jahre zurück.

Köln muss vier Tore aufholen

Dass Serien im Fußball reißen, haben die Kölner am Samstag eindrucksvoll bewiesen. Mit dem 3:2 gab es für den FC den ersten Sieg über Union Berlin in der Bundesliga überhaupt. Ein Dreier der Freiburger ist demnach auch an der Alten Försterei alles andere als unmöglich. Doch mit der Sieg-Niederlage-Ausgangsposition der Kölner ist es noch nicht getan. Der FC muss auch noch drei, eigentlich vier Tore aufholen. Aktuell kommt der FC auf eine Tordifferenz von -29, Union Berlin auf -26. Bei Gleichheit der Differenz zählen die erzielten Tore. Auch dort hat Berlin die Nase mit 31 gegenüber den 27 der Kölner die Nase vorne. Gewinnt der FC also mit einem Tor Vorsprung und Berlin verliert mit zwei Treffern Differenz, kämen beide Teams auf -28. Union hätte aber aufgrund der geschossenen Treffer die bessere Platzierung. Es müssen also vier Tore aufgeholt werden. Gewinnt Köln also beispielsweise 1:0 in Heidenheim, müsste Berlin 0:3 gegen Freiburg im eigenen Stadion verlieren.

Trotz der drei Treffer gegen Berlin eine hohe Hürde. Auch deswegen wies Dominique Heintz nach dem Duell daraufhin, dass noch nichts erreicht sei. Der FC stand in dieser Saison zweifelsohne schon vor einfacheren Aufgaben, die dann aber gerne daneben gingen. Doch das Spiel gegen Union hat bewiesen, dass der FC gerade unmöglich erscheinende Aufgaben packen kann.



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„Verlustreiche Schlacht“ – Sorge um Max Finkgräfe

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„Verlustreiche Schlacht“ – Sorge um Max Finkgräfe

Der 1. FC Köln hat sich mit dem 3:2-Erfolg über Union Berlin noch ein weiteres Endspiel erspielt. Das wird möglicherweise ohne Max Finkgräfe stattfinden. Der Linksverteidiger zog sich eine Verletzung zu. Auch Luca Waldschmidt angeschlagen.

Der Sieg des 1. FC Köln war enorm wichtig, wenn man so will essentiell – er war vor allem aber auch teuer erkauft. Unter anderem hat sich Max Finkgräfe im Duell gegen die Eisernen verletzt.

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Im ohrenbetäubenden Jubel nach dem zweiten Last-Minute-Erfolg der Spielzeit wäre es beinahe untergegangen. Während sich der Großteil der Kölner Spieler vor Erschöpfung und oder Erleichterung nach dem Schlusspfiff auf die Knie sinken ließ, waren es bei Max Finkgräfe die Schmerzen. Der Kölner Youngster war ausgerechnet bei der letzten Situation, nach einem harmlosen Kopfball-Zweikampf, umgeknickt und zu Boden gegangen. Finkgräfe griff sich sofort an den rechten Knöchel. Da aber gefühlt jeder Spieler in weißem Trikot auf dem Rasen lag, dauerte es einen Moment, bis die medizinische Abteilung auf die wilde Gestik von Marvin Schwäbe reagierte. Während sich die Kölner Spieler in der Südkurve feiern ließen, wurde Finkgräfe gestützt in die Kabine begleitet.

Timo Schultz: „Beide haben kein gutes Gefühl“

Zwar stand am Samstagabend eine Diagnose noch aus, die Wahrscheinlichkeit, dass der Kölner Youngster am kommenden Wochenende im erkämpften Endspiel beim 1. FC Heidenheim aber auch dem Platz steht, ist angesichts der Bilder aber wohl sehr gering. Ausgerechnet einer der großen Gewinner der aktuellen Spielzeit könnte somit beim Saisonfinale fehlen. Für Finkgräfe wäre es nicht die erste Verletzung am Sprunggelenk. Auch Luca Waldschmidt könnte am Samstag ausfallen. Der Offensivspieler musste bereits nach 20 Minuten angeschlagen vom Platz. Rani Khedira hatte Waldschmidt böse gefoult, war aber noch nicht einmal verwarnt worden. Waldschmidt hatte erst Anfang des Jahres einen Anbruch des Wadenbeins erlitten.

„Sie sind beide sehr angeschlagen und beide habe kein gutes Gefühl“, sagte Timo Schultz. „Aber das heißt ja auch nicht immer all zu viel.“ In den kommenden Tagen werde es einige Untersuchungen geben. Denis Huseinbasic und Benno Schmitz werden das letzte Saisonspiel ganz sicher nicht auf dem Spielfeld verfolgen. Die beiden FC-Profis holten sich jeweils die fünfte Gelbe Karte ab und sind somit gegen Heidenheim gesperrt. „Es scheint heute wieder eine verlustreiche Schlacht gewesen zu sein“, sagte der Trainer. „Wir haben so viele Spieler im Kader und jeder brennt zum Einsatz zu kommen.“



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Der FC trotzt allen Widrig- und Regelmäßigkeiten

Dominion Downs freut sich über sein Tor.
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Der FC trotzt allen Widrig- und Regelmäßigkeiten

Bereits nach 20 Minuten sah der 1. FC Köln gegen den 1. FC Union Berlin wie der sichere Verlierer, wie ein Absteiger aus. Mit einem beeindruckenden Schlussspurt wahren die Geißböcke ihre Minimalchance.

Auch wenn Timo Schultz unter der Woche noch eine gehörige Portion Optimismus versprühte, standen die Chancen auf den Relegationsplatz beim FC nach 32 Spieltagen eher mau. Durch den 3:2-Erfolg über Berlin wahren die Kölner die Chance auf den Klassenerhalt – und das auf sehr beeindruckende Weise.

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Es waren erst sehr wenige Minuten im zweiten Abschnitt gespielt, als Jérôme Roussillion nach einem Foulspiel schon auffallend lange an seinen Schnürsenkeln rumhantierte. Schnürsenkel, die weder sonderlich offen schienen noch den Abwehrspieler an einem Weiterspielen gehindert hätten. Ähnlich viel Zeit ließ sich auch Berlins Keeper Fredrik Rønnow bei einem Abstoß zu einem Zeitpunkt, bei dem man sich schon über die ausführlich ausgeübte Maßnahme wundern konnte. Denn auch wenn Florian Kainz vor dem Seitenwechsel noch mit einem Elfmeter auf 1:2 gestellt hatte, glaubten wohl nicht viele Zuschauer der Begegnung des 1. FC Köln gegen Union Berlin an eine Auferstehung der Geißböcke. Zumindest nicht die, die ein Spiel mit drei Elfmetern für die Heimmannschaft für möglich hielten. Der FC schien sehr weit weg von einem weiteren Treffer, von einer Wende. Ein Zeitspiel nach 50 Minuten war eigentlich unnötig.

Wenig sprach nach 20 Minuten für den FC

Schon nach dem frühen 0:2 war der FC gefühlt abgestiegen. Alles sprach gegen die Geißböcke. Union ging nach einer Ecke mit dem ersten Torschuss der Gäste durch Robin Knoche in Führung, Berlin erhöhte nach einem unglücklichen Handspiel von Faride Alidou, mit einem schlecht geschossenen oder extrem abgebrühten Elfmeter von Kevin Volland. Und zu allem Übel musste Luca Waldschmidt nach 20 Minuten vom Platz. Nach einem Foulspiel, für das der Übeltäter noch nicht einmal verwarnt wurde. „Man merkt so richtig, wie die Jungs dann ins Zweifeln kommen“, sagte Schultz. Wenn eine Mannschaft über Wochen die Bundesligatauglichkeit vermissen lässt und dann auch noch das Spielglück komplett fehlt, dann ist der Abstieg wohl nur eine Frage der Zeit. So erklärte auch Sky-Experte Didi Hamann, dass zu diesem Zeitpunkt niemand mehr einen Pfifferling auf die Kölner gesetzt hätte.

Und auch Timo Hübers gab zu, dass er in diesem Moment nicht mehr an eine Wende gedacht habe. „Nach dem 0:2 gehen die Köpfe erst einmal runter. Du kommst aus einer Negativspirale, spielst die Woche davor nur 0:0, davor die Woche 1:1, davor verlierst du. Da ist es normal, dass man nicht vor Optimismus sprüht“, sagte der Abwehrspieler. Doch der FC kam zurück. Rani Khedira foulte den Abwehrspieler auf unnötigste Art und Weise unmittelbar vor der Pause und Florian Kainz verkürzte per Elfmeter. Die Hoffnung lebte. Allerdings nicht besonders lange. Denn die Geißböcke ließen auch nach dem Wechsel jegliche Kreativität vermissen, zeigten einmal mehr eindrucksvoll, woran es in dieser Spielzeit so erschreckend lahmt – an der Offensive. Mehr als eine Großchance von Alidou, die dieser beeindruckend einfach vergab, hatten die Kölner nicht.

Dominique Heintz: „Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren, weil wir noch nichts erreicht haben“

Fast schon planlos wirkten die lange Bälle, die die Kölner fortan nach vorne jagten. Einen Abnehmer fanden die Geißböcke dabei nur selten. Erst als niemand mehr daran glaubte, einige Fans die Heimreise schon angetreten hatten, schlug der FC zu. Zunächst köpfte Steffen Tigges den Ausgleich, anschließend traf Damion Downs zum 3:2. Der FC darf mit dem Erfolg weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Ein Selbstläufer ist das aber nicht. „Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren, weil wir noch nichts erreicht haben“, sagte Dominique Heintz. Tatsächlich haben die Kölner das Erreichen des Relegationsplatzes nicht in der eigenen Hand. Der FC muss in Heidenheim gewinnen, Union Berlin muss verlieren. Zudem müssen die Kölner trotz lahmender Offensive auch einige Tore aufholen.

Die Ausgangslage ist wahrlich keine gute. Bei allen Schwächen, desolaten Auftritten und Schwierigkeiten beweist Köln in dieser Spielzeit eine beeindruckende Stehauf-Mentalität. „Das wichtigste ist, dass man gesehen hat, dass wir alle zusammenstehen und egal, wie es läuft, wie viele Rückschläge auch kommen, dass jeder gewillt ist, wieder aufzustehen und auch jeder dran glaubt, dass es noch möglich ist“, sagte Christian Keller. Der Klassenerhalt ist vor dem 34. Spieltag auch weiterhin sehr unwahrscheinlich, aber bei dieser Kölner Mannschaft nicht ausgeschlossen.



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Eine Zwei, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Union Berlin

Die Kölner freuen sich über den Sieg.
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Eine Zwei, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Union Berlin

Der 1. FC Köln holt drei Punkte gegen Berlin. Das hält die Chance auf den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag offen. Dem FC steht am kommenden Samstag das allerletzte Endspiel bevor. So bewerten wir die FC-Profis.

Nach dem 3:2-Sieg gegen Berlin hält der 1. FC Köln nochmal alles offen. Es war zwar vieles lange nicht gut, aber eben auch nicht alles schlecht beim 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Union Berlin.

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Der FC schlittert zwar weiterhin dem Abstieg entgegen, doch die Geißböcke drehen den 0:2-Rückstand gegen Berlin, gewinnen 3:2 und dürfen weiterhin hoffen. Am 34. Spieltag könnte der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte feststehen, genauso haben die Geißböcke aber auch weiterhin die Chance auf den Klassenerhalt. Und danach sah es lange nicht aus. Denn der FC tat sich auch gegen Union Berlin lange erschreckend schwer. Das 0:2 kam zwar ebenfalls aus dem Nichts, genauso wenig deutete bei den Geißböcken aber auch daraufhin, dass es noch eine Wende geben würde. Gerade in der Offensive waren die Geißböcke ideenlos, es fehlte die Kreativität. In der Defensive stand der FC dagegen wieder lange sicher.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Berlin

War beim 0:1 noch am Ball. An einem guten Tag hält er den sicher. Beim Elfmeter chancenlos, wenn von Volland auch erschreckend schlecht geschossen. Parierte stark gegen Gosens, doch der Berliner stand ohnehin im Abseits. In der zweiten Halbzeit wieder weniger zu tun. Mehr als einen Schuss von Roussillon brauchte er nicht halten. Den hätte er aber auch einfach ins Aus durchgehen lassen können.

Hatte im ersten Abschnitt einen Abschluss, der aber einige Regalfächer zu hoch angesetzt war. Ging etwas umständlich in einen Zweikampf mit Aaronson. Den berührte er zwar nicht, sah aber dennoch Gelb und fehlt gegen Heidenheim. Blieb in der Kabine. Auch, weil der FC mit Dreierkette spielte.

Stand beim 0:1 viel zu weit von Knoche entfernt. Führte aber viele wichtige Zweikämpfe, von denen er die meisten (23/17) gewann. Holte vor der Halbzeit den Elfer gegen Khedira raus und rieb sich im zweiten Abschnitt gegen Hollerbach auf.

Wieder einmal mehr der Fels in der Kölner Abwehr-Brandung. Klarer Punktsieger gegen Aaronson. Gewann starke 90 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte knapp 90 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. War sich nicht zu schade, gleich mehrfach warme Worte seinen Gegnern mit auf den Weg zu gehen. Kaum ein Spieler lebt den Abstiegskampf so wie Chabot.

Nicht der Nachmittag des Youngsters. Hatte große Schwierigkeiten, seine Seite dicht zu halten. Nach vorne gelang ihm immerhin die butterweiche Flanke, die Alidou erschreckend schwach vergab. War sonst kein Faktor.

Starke Passquote des Sechsers. Hatte sonst aber nur wenig Zugriff auf das Spiel. Seine Schussversuche durch den Gegner durch, geben aus physikalischer Sicht zu denken. Das sollte unmöglich sein. Holte sich eine unnötige fünfte Gelbe Karte ab.

Einer der schlechteren Auftritt des Mittelfeldspielers. Leistete sich zu Beginn ein paar unerklärlich schwache Befreiungsschläge. Verlor die Hälfte seiner Zweikämpfe, darunter einige nicht ganz unwichtige. Gerade auf der Position, gerade in der Situation muss mehr kommen. Auch im Spiel mit dem Ball.

Erneut Probleme beim ersten Ballkontakt. Die Technik gibt weiterhin Rätsel auf. Brachte es fertig, den Ball aus gefühlt drei Metern gefühlt sechs Meter über das Tor zu schießen. Der Fallrückzieher am eigenen Strafraum setzte der erneut schwachen Leistung die Krone auf. Für den Elfmeter konnte er allerdings herzlich wenig.

Mehr als 70 Minuten deutete rein gar nichts darauf, dass er noch einen entscheidenden Einfluss auf das Spiel nehmen würde. Tat er in der Nachspielzeit mit der starken Flanke auf Downs, der zum 3:2 einnickte. Alleine die Flanke lässt die Note in die Höhe springen.

Bekam früh einen Tritt ab, für den es noch nicht einmal eine Karte gab. Mehr als ein Distanzschuss Richtung Tribüne war nicht drin. Wurde nach 20 Minuten ausgewechelt.

Überhaupt kein Faktor im Spiel. Konnte nach 45 Minuten erstaunliche 14 Ballkontakte aufweisen. In positiver Erinnerung ist kein einziger geblieben. Der Wechsel zur Halbzeit war logisch.

Kam nach 45 Minuten für den schwachen Adamyan. Knüpfte an die Leistung seines Vorgängers an. War ebenfalls kein Faktor. Stand dann genau richtig bei Uths Schussversuch und avancierte wie schon gegen Bochum zu einem der Matchwinner.

Fügte sich direkt mit zwei seltsamen Flanken ein. Zeigte mehrfach, dass er nicht unbedingt der geeignetste Restverteidiger ist. Im Laufduell mit den quirligen Berlinern ohne Chance. Beeindruckte dagegen mit seiner guten Passquote und einem guten Überblick.

Spielt nach wie vor keine Rolle bei den Geißböcken. Außer vom Punkt. Dort ist er weiterhin eine Bank und hielt das Spiel noch einmal offen. Dennoch muss von einem Spieler mit diesen technischen Voraussetzungen, dieser Erfahrung im Abstiegskampf mehr kommen.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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