Kölns überdurchschnittlich hohes Verletzungspech

Verletzungsrate beim 1. FC Köln ist bei den Offensivspielern außergewöhnlich hoch.
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Kölns überdurchschnittlich hohes Verletzungspech

Der Ausfall von Davie Selke hat die Kölner Verantwortlichen geschockt. Denn es ist nicht die erste Verletzung des Angreifers und schon mal gar nicht der Kölner Offensivabteilung. Die Verletzungswelle liegt jedenfalls deutlich über dem Schnitt.

Auf der Suche nach Gründen für die anhaltende Misere wird man beim 1. FC Köln schnell in der Breite des Kaders und bei der Torgefahr der Geißböcke fündig. Der FC selbst sucht selten die Ausrede der vielen Verletzten. Dabei wäre die durchaus berechtigt: Die Verletzungsrate bei den Offensivspielern ist außergewöhnlich hoch.

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Die Freude über den 2:1-Erfolg über den VfL Bochum war auch bei den Kölner Verantwortlichen groß. „Wir waren fast weg und in der Nachspielzeit bist du auf einmal wieder voll in der Verlosung mit dabei“, sagte Christian Keller. „Es ist wenig für uns gelaufen in der Saison und dann darf es auch gerne mal so ausgehen, wie es jetzt ausgegangen ist.“ Doch es sollte bekanntlich auch weiterhin nicht alles optimal beim FC laufen. Denn nur wenige Stunden später bewahrheiteten sich die ersten Vermutungen. Die Geißböcke müssen wieder ohne Davie Selke auskommen, wieder ist es der Mittelfuß. Für Selke ist es in dieser Spielzeit bereits der vierte verletzungs- oder krankheitsbedingte Ausfall. Insgesamt verpasste der Angreifer neun Spiele und wird auch die kommenden drei bis vier Monate nicht auf dem Platz erleben. „Das ist auf jeden Fall keine schöne Situation“, sagte Timo Schultz am Dienstag. 

Bemerkenswerte Verletzungswelle

Keine schöne und alles andere als eine unbekannte Situation. Selke reiht sich mit dem Mittelfußbruch in eine bemerkenswerte Verletzungswelle der Kölner Stürmer ein. Denn der FC hat in dieser Spielzeit mal wieder ein überdurchschnittliches Pech bei seinen Angreifern. Während die drei Mittelstürmer des FC Bayern nicht ein einziges Ligaspiel verletzungsbedingt ausfielen, können die Kölner ihren gesamten Sturm bei den verletzten Spielern aufzählen. Selke hat sich nun erneut den Mittelfuß gebrochen, fiel aber auch aufgrund von Rückenbeschwerden aus. Mark Uth trainierte unter der Woche wieder mit der Mannschaft. Endlich. Der Angreifer kam zu Beginn der Saison aufgrund einer rätselhaften Verletzung nicht zum Einsatz, verletzte sich Anfang Januar das Innenband und fehlte dem FC bislang in 18 Begegnungen. Die Rückkehr ist trotz der ersten Einheiten noch ungewiss. Luca Waldschmidt brach sich das Wadenbein an, fiel zudem zwischenzeitlich erkrankt aus, fehlte elf Spiele.

Weitere Ausfälle

Auch Sargis Adamyan (Muskelverletzung, drei Spiele), Steffen Tigges (Trainingsrückstand nach Schulterverletzung, drei Spiele), Florian Dietz (Kreuzbandriss, Schulterverletzung, zehn Spiele) und Damion Downs (Gehirnerschütterung, ein Spiel) fielen beim FC in dieser Saison schon aus. Rund 60 Spiele fehlten die etatmäßigen Stürmer der Kölner dem FC und damit fast doppelt so oft wie der Schnitt der Ausfallzeit der Bundesliga-Angreifer liegt. Mit Jan Thielmann (Knieverletzung, zehn Spiele), Justin Diehl (Muskelverletzung und krank, sechs Spiele) und Linton Maina (Rückenbeschwerden und krank, fünf spiele) sowie Faride Alidou, der ebenfalls ein Spiel erkrankt verpasste, kommen noch zahlreiche weitere Verletzungen der Offensivkräfte dazu. Für die gesamten Offensivspieler liegen die Kölner damit ebenfalls fast doppelt so hoch wie der Schnitt.

Ebenfalls hart hat es den Angriff des SV Darmstadt erwischt. Mit Fabio Torsiello, Aaron Seydel, Braydon Manu und Frason Horby hatten die Lilien mit vier langzeitverletzten Mittelstürmern zu kämpfen. Für die Kölner ist die Verletzungsmisere des Sturms allerdings nichts Neues. Auch in der vergangenen Spielzeit fielen die etatmäßigen Angreifer in mehr als 80 und die gesamte Offensive in mehr als 100 Ligaspielen aus – ein schwacher Trost. Die Bänder- und Knochenverletzungen der Kölner Stürmer zählen jedenfalls nicht zu den typischen Überbelastungsverletzungen im Sport.


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Timo Schultz kann sich „weit mehr als 100 Tage“ in Köln vorstellen

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Timo Schultz kann sich „weit mehr als 100 Tage“ in Köln vorstellen

Am Freitag ist Timo Schultz seit 100 Tagen beim FC im Amt. Der 46-Jährige hat die Geißböcke wieder in ruhigere Gewässer geführt, doch der Klassenerhalt ist ein Stück weit entfernt. Der Trainer könnte sich vorstellen, beim FC zu bleiben.

Der Abschied von Steffen Baumgart fiel vielen Fans nicht leicht, mittlerweile ist der Ex-Coach kaum noch ein Thema. Auch, weil sich der 1. FC Köln stabilisiert hat. Wie geht es weiter mit Timo Schultz?

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Dass Timo Schultz Spaß an der Arbeit beim FC hat, war dem Trainer spätestens beim 2:1 der Kölner gegen den VfL Bochum anzusehen. Der sonst so gefasst wirkende Ostfriese rannte beim Treffer von Luca Waldschmidt die Seitenlinie in bester Baumgart-Manier entlang, herzte dabei aber gefühlt jeden seiner Assistenten. Kein Wunder, gegen den VfL war den Kölnern nicht nur ein wichtiger, ihnen war erst der zweite Saisonsieg unter dem neuen Coach gelungen. Befreiung pur. Am Freitag ist der 46-Jährige 100 Tage beim FC im Amt.

In der Zeit haben sich die Kölner stabilisiert, spielen vielleicht nicht mehr so attraktiv, dafür aber auch nicht mehr so anfällig. Der FC ist nicht aus dem Gröbsten heraus, aber auf einem ordentlichen Weg. „Wir sind schon im Plan, aber auf keinen Fall dem Plan voraus und hätten schon gerne ein paar Punkte mehr gehabt“, sagte Schultz. „Wir wussten, dass es bis zur Länderspielpause schwer werden wird. Mit einigen Langzeitverletzten haben wir Pünktchen und Pünktchen gesammelt. Aber gerade die drei Punkte gegen Bremen hätte ich gerne gehabt.“

Keller: „Die Zukunft des Trainers kann nicht an der Ligazugehörigkeit liegen“

So sind es nun zwölf Zähler aus zwölf Begegnungen. Schultz liegt damit über dem Punkteschnitt von Steffen Baumgart, zum Klassenerhalt wird der aber wohl nicht reichen. „Nach der Länderspielpause haben wir gesagt, dass wir angreifen. wir müssen vermehrt auf Sieg spielen, wir brauchen mal eine kleine Serie“, erklärte Schultz. „Da haben wir jetzt einen Anfang gesetzt, aber so muss es dann auch jetzt weitergehen.“ Denn der Klassenerhalt steht weiterhin über allem. Dass es mit Schultz auch in die 2. Liga geht, ist offen. Am Mittwochabend betonte Christian Keller auf einer Veranstaltung von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Express“: „Ich finde, Timo macht von Tag eins an, also vom ersten Tag des Auswahlverfahrens, einen guten Job. Er hat einen guten Zugang zur Mannschaft gefunden. Er trifft auch einen guten Ton hier. Ich bin sehr, sehr zufrieden. Dann kann die Zukunft des Trainers nicht an der Ligazugehörigkeit liegen.“

Schultz: „Die Stadt selbst ist Rot-Weiß. Sie lebt diesen Verein, sie liebt diesen Verein“

Klingt fast so, als wolle der Verein so oder so mit dem Trainer weiter arbeiten. Und was denkt Schultz? Der ließ zumindest keinen Zweifel daran, dass auch er sich in „der tollen Stadt“ Köln sehr wohl fühlt. „Die Stadt selbst ist Rot-Weiß. Sie lebt diesen Verein, sie liebt diesen Verein – mit allem, was dazu gehört. Es macht Spaß hier zu sein. Ich bin stolz Teil dieses Vereins, der Stadt zu sein“, sagte der Coach. „Wir haben alle ein ganz großes gemeinsames Ziel. Wenn wir das erreichen, dann wird es mir auf jeden Fall weit über die 100 Tage hinaus sehr gut gefallen.“ Der Coach betonte, dass der Fokus nun aber dem kommenden Gegner gehöre. Dennoch scheinen die Zeichen auf Fortführung zu stehen. „Er macht einen sehr guten Job, er arbeitet gut mit dem Team zusammen und ist ein Teamplayer“, sagte auch Thomas Kessler, Leiter der Lizenzabteilung. „Ich finde, er passt sehr gut hierhin, er lebt diese Stadt, er spürt das. Und wir werden die nächsten Wochen gemeinsam alles dafür tun, dass wir noch mehr als 100 schöne Tage haben.“


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Planung des Sommerfahrplans: FC reist zum Sommer-Trainingslager in die Steiermark

Der FC reist zum Sommer-Trainingslager in die Steiermark
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Planung des Sommerfahrplans: FC reist zum Sommer-Trainingslager in die Steiermark

Der 1. FC Köln wird sich im kommenden Sommer in der Steiermark auf die neue Saison vorbereiten. Das gab der Verein am Mittwoch bekannt. Auch der genaue Termin steht schon fest.

Das Kurztrainingslager im spanischen Algorfa ist noch keinen Monat alt, da können bereits die Planungen für den kommenden Sommer beginnen. Der FC reist zum Sommer-Trainingslager in die Steiermark.

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Früh hat der 1. FC Köln die Rahmenbedingungen für das Trainingslager im kommenden Sommer bekanntgegeben. Noch ist nicht klar, mit welchem Kader, mit welcher Klassenzugehörigkeit und mit welchem Trainer die Geißböcke die Übungseinheiten im Sommer angehen. Klar ist aber, dass sie wieder in Österreich stattfinden. Der FC gab am Mittwoch bekannt, dass er mit der Steirischen Tourismus und Standortmarketing/STG einen neuen Kooperationspartner für sein Sommer-Trainingslager gefunden hat. Die Region im Osten Österreichs wird zunächst bis zum Jahr 2027 die Heimat des FC in der Saisonvorbereitung sein. „Mit der Steiermark und dem Hotel in Bad Waltersdorf haben wir die perfekten Partner für ein gutes Sommer-Trainingslager gefunden. Die Region mit Herz wird nicht nur für unser Team, sondern auch für all die Fans, die uns regelmäßig in großer Anzahl begleiten, ein großartiger Gastgeber sein“, so FC-Geschäftsführer Markus Rejek.

Trainingslager unabhängig von Ligazugehörigkeit

Auch der Termin steht bereits fest. Die FC-Profis reisen vom 21. bis 28. Juli 2024 in die Steiermark. In Bad Waltersdorf beziehen die Geißböcke das Spa Resort Styria Quartier – ein Vier-Sterne-Hotel. „In Bad Waltersdorf haben wir alles, was es für eine gute Saisonvorbereitung braucht: Kurze Wege, einen hervorragenden Trainingsplatz und ein Hotel, in dem sich alle wohlfühlen werden. Wir freuen uns auf Top-Bedingungen in den nächsten drei Jahren“, sagt Christian Keller. Auch im vergangenen Jahr waren die Geißböcke nach Österreich gereist allerdings in Maria Alm in der Region Hochkönig. “Wir hatten gute Bedingungen, alle haben sich sehr bemüht alles für uns hinzukriegen, auch den Platz nach den sturzbachartigen Regenfällen”, sagte der damalige Trainer Steffen Baumgart damals. “Klar gibt es immer etwas zu verbessern, das besprechen wir aber intern, damit wir vielleicht im nächsten Jahr wiederkommen und ein noch besseres Trainingslager zu erleben.”

Der FC reist nun nicht nur ohne Baumgart sondern gar nicht in Maria Alm an. In den Jahren zuvor ging es im Sommer vier Jahre lang nach Donaueschingen. Der Termin des Trainingslagers ist unabhängig der Ligazugehörigkeit. Dabei beginnt die 2. Bundesliga bereits am 2. August und damit drei Wochen vor dem Bundesliga-Kick-off.



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Das sagt Timo Schultz zum möglichen Selke-Ersatz, Waldschmidt und den Bayern

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Das sagt Timo Schultz zum möglichen Selke-Ersatz, Waldschmidt und den Bayern

Nach dem Last-Minute-Erfolg über den VfL Bochum geht es für den 1. FC Köln nun zum Rekordmeister aus München. Am Donnerstag fand die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag statt.

Mit dem Heimsieg gegen den VfL Bochum hat der 1. FC Köln wichtige Punkte für den Abstiegskampf gesammelt. Nachlegen wird schwierig. Denn es geht nun zum FC Bayern München. Der letzte Sieg bei den Bayern liegt 15 Jahre zurück. Allerdings sah es zuletzt gegen den Rekordmeister selten ganz schlecht aus. Das sagt Timo Schultz vor dem Bayern-Spiel.

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An Dienstag und Mittwoch hatte sich die Personalsituation ein wenig verbessert, nun gibt es zwei weitere Fragezeichen. Denis Huseinbasic und Faride Alidou mussten die Einheit am Donnerstag vor dem Duell bei Bayern München abbrechen. „Das Training war hinten raus sehr Torschusslastig, es war viel im letzten Drittel. Die beiden haben leichte muskuläre Probleme“, sagte Timo Schultz. „Ich gehe davon aus, dass sie auf dem Platz stehen können. Da werden wir aber erst morgen Bescheid wissen.“ Definitiv nicht mit dabei sind die Langzeitverletzten Luca Kilian und Davie Selke, der sich bereits nach der erfolgreichen Fuß-Op via Instagram gemeldet hat. Für Mark Uth und Justin Diehl kommt ein Einsatz beim Rekordmeister erwartungsgemäß zu früh. „Wir haben einige Kandidaten wieder zurück an die Mannschaft geführt. So konnte Mark wieder mit der Mannschaft trainieren, ist aber sicherlich noch kein Kandidat, um auf dem Platz zu stehen“, so Schultz.

Schultz: „Nachdenken ist im Fußball keine gute Sache“

Somit stellt sich die Frage nach dem Ersatz für Selke. „Wir haben verschiedene Überlegungen. Natürlich können wir uns Luca von Anfang an auf dem Platz vorstellen. Er sicherlich auch. Aber auch da müssen wir gucken, was macht Sinn, wo sehen wir ihn, wo hat er den größten Wert für uns. So einen Spieler von der Bank zu bringen, der einen Push hat, ist auch in den Überlegungen drin“, sagt Schultz. „Wir haben verschiedenste Optionen zu denen wir uns Gedanken machen können.“ Eine Tendenz wollte der Trainer nicht abgeben. Der Wert von Waldschmidt ist für den 46-Jährigen aber unbestritten. „Luca Waldschmidt ist ein Spieler, reißt das Ruder an sich, will jeden Ball haben, der Lösungen hat am Ball“, so Schultz weiter.

Über Neu-Rechtsverteidiger Jan Thielmann sprach der Trainer auch: „Jan bringt für diese Positionen alle Voraussetzungen mit“, sagte Schultz. „Wir haben uns in einigen Situationen schon mehr Mut gewünscht, sich mehr in die Offensive mit einzubringen.“ Man werde dem Spieler aber alle Zeit für diese Position geben, könne ihn sich aber auch eine Reihe offensiver vorstellen, betonte der Coach.

Schultz: „Wir werden das Herz in beide Hände nehmen“

Vor allem der Schwung aus dem Bochum-Spiel soll dem FC gegen die Bayern Mut machen. „Die Stimmung ist besser wenn man gewinnt, als wenn man verliert. Wir haben das Spiel aufgearbeitet. Es wird uns aber sicherlich ein anderes Setting erwarten als gegen Bochum“, sagte Schultz, der betonte, dass sich die Mannschaft den Sieg auch ein wenig erzwungen habe. Der Trainer habe ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen. Auch, wenn nicht alles funktioniert hat. „Es heißt Fußballspielen und nicht Fußballrennen. Es ist ganz normal, dass nicht alles von alleine geht. Dass man das ein oder andere Mal über eine Lösung nachdenkt. Und Nachdenken ist im Fußball keine gute Sache.“ Der Trainer wünscht sich das einfache Spiel. „Aber das ist manchmal einfacher als gesagt.“

Dennoch trifft der FC auf einen Verein, der in der Liga zuletzt kriselte. „Sie haben unfassbar viel Qualität. Sie haben sich die Saison aber sicherlich anders vorgestellt, werden dieses Jahr vermutlich nicht Deutscher Meister. Sie haben weiterhin die Chance, in der Champions League den Titel zu holen. Wir erwarten einen Gegner, der zu Hause alles daran setzen wird, das Spiel zu gewinnen. Sie haben den Anspruch, dass die drei Punkte in München bleiben. Wir wollen uns gut präsentieren. Wir werden das Herz in beide Hände nehmen, unsere Chance suchen und versuchen zu nutzen.“


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Defensive oder Offensive: Welche Rolle spielt Jan Thielmann gegen die Bayern?

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Defensive oder Offensive: Welche Rolle spielt Jan Thielmann gegen die Bayern?

Im Hinspiel gegen den FC Bayern spielte Jan Thielmann erstmals unter Steffen Baumgart als rechter Verteidiger. Eine Halbserie und einen Trainer später ist der 21-Jährige wieder dort angekommen. Gegen den Bayern-Angriff könnte auf Thielmann aber wieder eine andere Aufgabe zukommen.

Zuletzt lief Jan Thielmann auch beim 1. FC Köln als Rechtsverteidiger auf. Engagiert, aber nicht immer überzeugend. Nun warten Sané, Coman und Co. auf Jan Thielmann: Welche Rolle spielt er im Bayern-Plan?

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Die Kölner Krise war wohl nicht mehr aufzuhalten, als sich Steffen Baumgart durchrang, etwas Neues zu probieren. Nach zweieinhalb Jahren Viererkette stellte der damalige Kölner Trainer die FC-Defensive auf Fünferkette um. Und das gegen die Bayern. Möglicherweise wollte der Trainer sein Gegenüber mit dem Taktik-Wechsel aus dem Konzept bringen, vielleicht war es auch einfach ein Akt der Verzweiflung. Doch dort stand sie nun die Dreier- bzw. Fünferkette. Und auf der rechten Seite agierte nach dem Wechsel Jan Thielmann. Der Auftritt bei der knappen 0:1-Niederlage schien dem Trainer so gut zu gefallen, dass er Thielmann auch gegen den SV Darmstadt auf der rechten Abwehrseite spielen ließ. Eine Halbserie und auch einen Trainer später ist der gelernte Offensivakteur zurück auf der gleichen Position und sagt heute wie damals, dass er dort spiele, wo der Coach ihn aufstelle.

Kölner Defensive am Samstag gefragt

Zwei Begegnungen war das nun als rechter Teil der Viererkette. Thielmann hat den etatmäßigen Rechtsverteidigern vorerst den Rang abgelaufen. Auch, weil der 21-Jährige eben den Offensivdrang verspürt, den Schultz gerne bei seinen Außenverteidigern sieht. Dabei war der Erfolg gerade gegen den VfL Bochum am Samstag überschaubar. Thielmann hatte nur wenige gute Offensivaktionen und war in der Defensive nicht immer stabil. Der Youngster gewann im Schnitt jeden zweiten Zweikampf – für einen Außenverteidiger ein ordentlicher, aber kein überragender Wert. Spieler wie Alphonso Davies oder David Raum sind über die gesamte Saison nur minimal besser.

Nun geht es am Samstag gegen die Bayern und damit trotz der kriselnden Form und wohl vergebenen Meisterschaft gegen das torgefährlichste Team der Liga. 80 Treffer hat der Rekordmeister in dieser Spielzeit bereits erzielt, schickt sich an, die 100 zu knacken. Auf die Kölner Defensive kommt einiges zu und bei Spielern wie Leroy Sané, Kingsley Coman oder Jamal Musiala über die Außen in erster Linie Technik gepaart mit Tempo. Zwar fällt Serge Gnabry verletzt aus, die Qualität von der Bank kann sich bekanntlich dennoch sehen lassen. Viele Freiheiten wird der klassische Außenverteidiger also nicht bekommen. So ist die Frage, ob Timo Schultz über die Außen eher absichern will oder den Weg in die Offensive sucht. Dass der Kölner Coach im Vergleich zu seinem Vorgänger einen größeren Fokus auf die Rückwärtsbewegung legt, ist bekannt.

Setzt Schultz auf mehr Defensive

Schultz könnte auch auf die defensivere Variante mit dem schnellen Rasmus Carstensen oder dem Bayern erprobten Routinier Benno Schmitz setzen. Dann wäre Thielmann wieder eine Option in der Offensive. Auf der rechten Seite machte der 21-Jährige mit seinem Tempo seine besten Spiele in dieser Saison. Allerdings zeigte gerade Faride Alidou nach seiner Einwechslung gegen Bochum ebenfalls wieder gute Ansätze.

Möglich, dass Thielmann aber auch wieder für Davie Selke ins Zentrum rückt. Das Kölner Eigengewächs hatte den Stürmer bereits vor seiner Roten Karte bei der ersten Fußverletzung vertreten. Zuletzt sprach Schultz davon, dass er auf Thielmann in der Offensive setze, wenn die Mannschaft defensiv ausgerichtet sei und er Tempo benötige. Also gegen die Bayern? Dass Angriff gegen den Rekordmeister die beste Verteidigung sein kann, zeigte ebenfalls Steffen Baumgart mit dem FC vor etwas mehr als einem Jahr bei den Bayern. Damals gelang den Bayern in der Schlussminute der Ausgleich.


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Ausgerechnet gegen die Bayern: Jeff Chabots Gamechanger

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Ausgerechnet gegen die Bayern: Jeff Chabots Gamechanger

Jeff Chabot ist in dieser Saison wohl der insgesamt beste Kölner Feldspieler. Kein Wunder, dass der Abwehrspieler Interesse weckt. Dabei hatte der Innenverteidiger Startschwierigkeiten. Ausgerechnet bei den Bayern legte Chabot den Grundstein des beeindruckenden Leistungsanstiegs.

Nach seinem Wechsel zum 1. FC Köln fand sich Jeff Chabot in der Bundesliga nicht so wirklich zurecht. Mittlerweile ist der Abwehrspieler eine feste Größe beim FC und auch in der gesamten Liga. Nicht umsonst, soll es Interessenten aus der Liga und der Premier League geben. Jeff Chabot entwickelte sich zu einem der besten Liga-Innenverteidiger.

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Es war der Hauch eines Paradigmen-Wechsels – der war aber eindeutig dem Spielstand geschuldet. Mit breiter Brust waren die Kölner zum FC Bayern gereist. Der 7:1-Kantersieg über Werder Bremen nur eine Woche zuvor hatte dem FC Auftrieb gegeben und den Negativtrend von fünf sieglosen Pflichtspielen in Folge beendet. Nun also die Bayern zum Abschluss der Hinrunde. Und Köln legten im gewohnten Baumgart-Style mutig los, rannten Bayern früh an, spielten offensiv. Und das wirkte. Bereits nach vier Minuten verlängerte Jeff Chabot eine Flanke von Florian Kainz und Ellyes Skhiri brachte die Kölner in Front. Natürlich erhöhte der Rekordmeister den Druck, steigerte sich, doch der FC blieb auch weiterhin durch Konter gefährlich. Nach dem Wechsel änderte sich das Bild. Der FC stand ungewohnt, vor allem aber viel zu tief, fand keine Entlastung mehr. Die Bayern schnürten die Kölner ein, taten sich aber im letzten Drittel erstaunlich schwer. Erst in der Schlussminute sorgte Joshua Kimmich mit einem Distanzschuss für den Ausgleich.

Chabot und Soldo als starke Vertretung

Dass die Kölner dem Druck des Rekordmeisters Stand hielten, war vor allem zwei Spielern zu verdanken. Und dann auch noch zwei Spielern, die ursprünglich eigentlich nicht unbedingt für die Startelf vorgesehen waren. Denn dem Innenverteidiger-Duo Luca Kilian und Timo Hübers gehörte zu diesem Zeitpunkt eigentlich das Vertrauen. Die beiden Abwehrspieler waren unter Steffen Baumgart gesetzt. Nur hatte sich Hübers für das Duell in der Allianz Arena krank gemeldet und Kilian sich schon in der Winterpause einen Muskelbündelriss zugezogen. So standen Jeff Chabot und Nikola Soldo auf dem Platz und die beiden Innenverteidiger machten ihre Sache ebenfalls gut, hatten vor allem nach dem Wechsel zahlreiche Möglichkeiten sich auszuzeichnen. Und taten das gegen Sané, Musiala und Co. auch in beeindruckender Manier. Die beiden Abwehrspieler waren neben dem überragenden Skhiri die beiden Erfolgsgaranten auf dem Platz.

Für beide war die Begegnung wohl auch eine Art Gamechanger – wenn auch in unterschiedliche Richtungen. Denn trotz der guten Leistung war es für Soldo das vorletzte Pflichtspiel im Kölner Trikot. In der Hinrunde hatte der Kroate noch Einsatzzeit gesammelt, kam wettbewerbsübergreifend immerhin auf 15 Begegnungen, nach dem Bayern-Spiel war es noch eins gegen den VfB Stuttgart. Und das, weil Hübers eine Gelbsperre absitzen musste. Soldo musste den Club im Sommer verlassen, wurde an Kaiserslautern ausgeliehen und steht bei dem abstiegsbedrohten Zweitligisten mittlerweile auch nicht mehr im Kader. Wie es mit dem Abwehrspieler im Sommer weitergeht, ist offen. Eine Zukunft bei den Geißböcken ist aber mehr als unwahrscheinlich.

Zukunft von Chabot noch offen

Auch die Zukunft von Jeff Chabot ist nicht vollends geklärt. Der Innenverteidiger hat Vertrag bis 2026 – allerdings auch eine Ausstiegsklausel im Abstiegsfall und könnte dann den Verein verlassen. Und wie berichtet gibt es Interessenten aus der Bundesliga und der Premier League. Auch, weil sich Chabot nach dem 1:1 gegen die Bayern vor mehr als einem Jahr in genau die andere Richtung entwickelte. Der Innenverteidiger war im Februar 22 an den Rhein gewechselt, hatte von Beginn an erstaunliche Anpassungsschwierigkeiten. Chabot wirkte in vielen Situationen ungelenk, mitunter zu langsam, unsicher. Schon in der folgenden Vorbereitung zeigte Chabot ein ganz anderes Gesicht, spielte sich in den Fokus von Steffen Baumgart und verletzte sich am Sprunggelenk. Beim 7:1 gegen Bremen stand Chabot in der Startelf, bekam aber nicht viel zu tun. Gegen die Bayern war der aktuelle Kölner Abwehrchef der beste Feldspieler. Und das nicht zum letzten Mal.

Seitdem stand Chabot – wenn nicht gesperrt – immer in der Startelf. Der Innenverteidiger ist wohl von allen Kölnern Feldspielern der, der auf dem konstant höchsten Leistungsniveau agiert. Ist sicher einer der besten Innenverteidiger der Liga. Am Samstag wird der Abwehrspieler auch wieder bei den Bayern auflaufen.


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Marvin Schwäbe: „Es ist klar, dass das nicht einfach ist“

Das sagt Marvin Schwäbe zu den Bayern und der Trennung von Uwe Gospodarek
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Marvin Schwäbe: „Es ist klar, dass das nicht einfach ist“

Einer der wenigen konstanten Leistungsträger beim 1. FC Köln ist in dieser Spielzeit Marvin Schwäbe am Mittwoch äußerte sich der Kölner Keeper zum Erfolg gegen Bochum, den Bayern und der Trennung von Uwe Gospodarek.

Marvin Schwäbe erlebte am vergangenen Spieltag einen eher ruhigen Nachmittag. Bis zum 2:1-Siegtreffer. Denn auch für den besonnenen Keeper war die Eskalation im Kölner Stadion etwas besonderes. Am kommenden Samstag geht es gegen die Bayern und Schwäbe erwartet mehr Arbeit. Das sagt Marvin Schwäbe zu den Bayern und der Trennung von Uwe Gospodarek.

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Marvin Schwäbe ist wahrlich nicht aus der Ruhe zu bringen. Die Kölner Nummer eins ist bekannt für seine gelassene Art, gefühlt der Ruhepol der Mannschaft. Am Mittwoch nach dem Training geriet der Keeper der Kölner fast schon ein wenig ins Schwärmen über die Eskalation im Kölner Stadion nach dem 2:1 für den FC. „Für mich war es Wahnsinn. Natürlich habe in in den letzten drei Jahren auch ein bisschen was erlebt, aber ich glaube, das war für mich der lauteste Moment im Stadion“, sagte der Keeper gewohnt bedächtig am Mittwoch nach dem Training. „Das waren Gefühle pur.“ Gefühle pur und der Erfolg ein Lebenszeichen. Das Ziel Klassenerhalt ist für die Kölner somit nach wie vor erreichbar. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf Bochum, der Relegationsplatz mit Mainz ist nur einen Zähler entfernt.

Schwäbe: „Man ist ein Stück weit selbstbewusster“

Doch der Sieg dürfte auch wichtig für Psyche und Moral gewesen sein. „Man ist sicher ein Stück weit selbstbewusster“, sagte Schwäbe. „Aber man muss auch sagen, dass wir im Team immer funktioniert haben, dass wir immer eine gute und saubere Stimmung bei uns in der Mannschaft haben. Daran hat sich nichts geändert, ob wir jetzt einen Punkt mehr oder weniger haben.“ Nur dürfte sich die Drucksituation vor dem kommenden Spiel verändert haben. „Natürlich lässt es sich was besser arbeiten, wenn man auch mal drei Punkte mitnimmt“, sagte Schwäbe, um dann aber auch den Blick schon wieder auf das kommende Spiel gegen die Bayern zu richten. Am Samstag sind die Geißböcke zu Gast in München. „Die Woche ist lang. Wir bereiten uns auf die Bayern vor. Wir wissen, dass die unter der Woche gespielt haben, dass die ein Spiel mehr haben und einfach nicht die Zeit haben, sich so optimal zu regenerieren.“

Immerhin dürften sich die Bayern aber durch das 2:2 im Emirates gegen Arsenal London am Dienstagabend eine Spur Selbstbewusstsein zurückgeholt haben. Denn in der Liga kriselte der Rekordmeister zuletzt einmal mehr, kassierte jüngst zwei Niederlagen in Serie. „Sie haben einfach ihre Klasse und da braucht man nicht auch nicht lange drum herum reden. Dass es ein extrem schweres Spiel für uns wird, das wissen wir. Dass wir einen sehr sehr guten Tag brauchen, um da was mitzunehmen, das ist auch klar“, sagte der Keeper. „Für uns geht es um jedes Tor, um jeden Punkt und deswegen werden wir da alles versuchen“, sagte Schwäbe. „Die letzten Wochen machen Hoffnung. Gerade gegen Augsburg oder auch Bochum haben wir gut gespielt. Ich glaube, dass wir bissig sind, in den Zweikämpfen gut sind, dass wir mutig nach vorne spielen, wir unser Konzept gefunden haben und dass wir da auch schwierig zu bespielen sind, egal, wer da auf der anderen Seite steht.“

Schwäbe: „Man muss einfach bei sich bleiben“

Für die Kölner wären drei Zähler überlebenswichtig und ganz nebenbei könnten die Geißböcke dem Nachbarn Bayer Leverkusen zur Meisterschaft verhelfen. „Wenn wir drei Punkte mitnehmen, ist mir das ganz lieb“, sagt Schwäbe. „Ob ich den Leverkusenern das gönne oder nicht, für uns geht es einzig um den Klassenerhalt und das zählt.“ Auch Schwäbe blickt auf eine schwere Saison zurück. Vor allem der Abschied von Torwart-Trainer Uwe Gospodarek zu Beginn des Jahres war für den Keeper nicht einfach. „Wenn man zweieinhalb Jahre mit einem Torwart-Trainer zusammengearbeitet hat und relativ eng war, man auch eine Bindung oder eine Sicherheit hat, ist es klar, dass es nicht einfach ist, wenn es dann mehr oder weniger abrupt endet“, sagte Schwäbe. „Das ist wie mit dem Cheftrainer auch: Wenn da gewechselt wird, muss man einfach bei sich bleiben.“


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Das Lazarett lichtet sich, wenn auch langsam

Diehl ist zurück auf dem Platz.
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Das Lazarett lichtet sich, wenn auch langsam

Nachdem am Dienstag Mark Uth wieder bei Teilen des Mannschaftstrainings dabei war, arbeitete am Mittwoch auch Justin Diehl wieder mit dem Ball.

Die Verletzung von Davie Selke war ein Schock für die Kölner Verantwortlichen. Doch es gibt auch Lichtblicke: Nachdem Mark Uth am Dienstag wieder mit der Mannschaft arbeitete, kehrte nun auch ein Youngster wieder ins individuelle Training zurück. Justin Diehl ist zurück auf dem Platz.

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Die Kreuzbandverletzung von Luca Kilian, der Mittelfußbruch von Davie Selke – innerhalb von zehn Tagen haben gleich zwei FC-Profis mit ihren Verletzungen für Hiobsbotschaften am Geißbockheim gesorgt. Beide Spieler mussten operiert werden und beide Akteure werden in dieser Saison nicht mehr für die Geißböcke zum Einsatz kommen. Und dennoch lichtet sich das Lazarett der Kölner auch wieder ein wenig. Schon am Dienstag absolvierte Mark Uth Teile des Mannschaftstrainings. „Er fühlt sich am wohlsten, wenn er auf dem Trainingsplatz steht. Er ist nicht unbedingt der Typ, der sich gerne lange im Gym aufhält. Sobald er einen Ball am Fuß hat, lächelt er“, sagte FC-Trainer Timo Schultz und: „Es sieht gut aus, dass er bald wieder eine Alternative sein kann. Manchmal reicht es auch, für zehn, fünfzehn Minuten da zu sein. Das haben wir am Wochenende gesehen.“ Am Wochenende hatten die beiden Einwechselspieler Steffen Tigges und Luca Waldschmidt für die späte Entscheidung gesorgt.

Justin Diehl trainiert wieder mit Ball

Gegen die Bayern wird ein Einsatz am Samstag für Uth wohl noch zu früh kommen, denn auch bei den Geißböcken will man trotz der angespannten Situation nichts überstürzen. Und dennoch wird das Comeback herbeigesehnt. „Wir alle wissen, dass ein Mark Uth besondere Sachen machen kann. Deshalb freue ich mich, wenn er wieder hinter mir auf der Bank sitzt“, sagt Schultz, der den Stürmer jedoch schon „demnächst“ als Alternative sieht. Für einige Kurzeinsätze wird es bei dem Offensivspieler wohl noch reichen. Das könnte auch der Fall bei Justin Diehl sein. Der Youngster wird den Verein wohl im Sommer verlassen, zuvor könnte aber auch der 19-Jährige noch zu weiteren Minuten Kölner Bundesligaluft kommen. Am Mittwoch absolvierte der Youngster wieder individuelle Einheiten auf dem Platz und die ersten auch wieder am Ball mit Leif Frach.

Diehl hatte sich beim 0:2 gegen Bayer Leverkusen unmittelbar nach seiner Einwechslung eine Muskelverletzung zugezogen. Auch wenn der Youngster nun erste Schritte wieder mit dem Ball macht, wird ein Comeback aber noch etwas auf sich warten lassen müssen. Diehl soll behutsam an das Mannschaftstraining herangeführt werden. Einen ersten Schritt hat er aber gemacht. Gegen die Bayern werden es also andere Spieler richten müssen. Kein unbekanntes Problem für den Kölner Coach. „Wir mussten ein Großteil der Rückserie ja leider schon auf ihn verzichten“, sagte Schultz. „Da sind einige Jungs in die Presche gesprungen. Allen voran Sargis, der sich wirklich sehr, sehr positiv entwickelt hat. Aber auch Tiggi, der von seiner körperlichen Statur ein 1:1-Ersatz wäre und uns mit seinem Tor gegen Bochum enorm geholfen hat. Wir werden jetzt schauen, was für das Spiel in München am besten ist.“ 


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Jonas Hector: „Im Stadion hat keiner mehr einen Pfifferling darauf gesetzt“

Das sagt Jonas Hector zum 2:1-Erolg über den VfL Bochum
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Jonas Hector: „Im Stadion hat keiner mehr einen Pfifferling darauf gesetzt“

Jonas Hector verfolgte den emotionalen 2:1-Erfolg des 1. FC Köln über den VfL Bochum am Samstag im Stadion. In der aktuellen Podcast-Folge von „Schlag und fertig“ äußerte sich Hector zum FC, aber auch zu einem Interview.

In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitän der Kölner über das vergangene Fußball-Wochenende. Das sagt Jonas Hector zum 2:1-Erolg über den VfL Bochum.

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Die Erleichterung nach dem 2:1-Erfolg über den VfL Bochum war nicht nur den Spielern auf dem Feld anzusehen. Das Stadion eskalierte. Unter anderem auch Jonas Hector. „Ich bin beim 2:1 wie ein Flummi rumgesprungen, einfach ausgeflippt, geschrien. Jeder um dich herum hat das Gleiche gemacht“, erzählt der ehemalige Kapitän der Geißböcke in seinem Podast „Schlag und fertig“. „Im Stadion hat keiner mehr einen Pfifferling darauf gesetzt, dass das Ding noch gedreht wird.“ Die Stimmung sei nach 90 Minuten eher in die Richtung des Hinnehmens gegangen. „Und dann kommt dieser Eckball, es fällt das 1:1 und jeder dachte: ,Gut, aber eigentlich müssten wir doch gewinnen‘. Dann fällt dieses 2:1 und es war wirklich krank. Es war der pure Wahnsinn“, so Hector weiter, der das Spiel unter anderem mit Mark Uth verfolgte. „Das ganze Stadion plus Spieler und Ersatzbank sind komplett ausgeflippt und das zu Recht. Da als Fan dabei gewesen zu sein, war einfach geil.“

Hector: „Es war so krass emotional“

Die sommerlichen Temperaturen, volle Restaurants im Belgischen Viertel, Musik, der FC-Sieg – für den ehemaligen Nationalspieler habe an diesem Tag in Köln alles gepasst. „Die ganze Stadt hat nach diesem Tag gelechzt. Ich bin jetzt 13 Jahre Profi gewesen und so etwas ist nie passiert. So ein Spiel gab es noch nicht“, sagt Hector. Tatsächlich haben die Kölner noch nie in den Schlussminuten ein Spiel nach Rückstand komplett gedreht. „Auf dem Feld ist man sehr angespannt und fokussiert sich auf die Aufgabe, die man auf dem Platz hat. „Es war so krass emotional. Die Spieler und Trainer, die unten auf der Bank waren, die waren fix und fertig. Weil es vom gefühlten Abstieg bis hin zum ,Jetzt schaffen wir alles‘ – wie es in Köln nun mal so ist – nur fünf Minuten waren.“ Als Fan sei Hector einfach nur glücklich gewesen.

Mit dem 2:1-Erfolg über den VfL hat der FC den Anschluss zum sicheren Ufer wieder hergestellt. Nicht wenige Fans erhoffen sich von dem Last-Minute-Erfolg eine Initialzündung. „Ich glaube schon, dass man da etwas mitnehmen kann“, sagt Hector. „Vor dem Spiel hat jeder gesagt, das musst du gewinnen. Es sah lange Zeit nicht danach aus. Die Jungs sind dran geblieben und haben es am Ende gedreht. Ich glaube schon, dass du das mit in die restlichen Spiele nehmen kannst. Dass du weißt, dass selbst wenn es knapp, dass du es hinten raus noch drehen kannst.“ Für den Ex-Kapitän vor allem ein moralischer Aspekt. „Hättest du 3:0 gewonnen, hätte jeder gesagt, dass du es gewinnen musstest. So hast du das Gefühl, da geht eben auch am Ende noch was. Man darf nicht aufgeben. Das ist auch das Gefühl, das die Mannschaft transportiert hat“, sagte der 33-Jährige.

Auch Wasserziehr ein Thema

Noch zwei weitere Fußball-Themen beschäftigen Hector in dem Podcast: Neben der Vertragsverlängerung von Rudi Völler beim DFB spricht der ehemalige Nationalspieler mit Fabian Köster auch über ein Interview, das Nico Schlotterbeck am vergangenen Wochenende Sky-Reporter Patrick Wasserziehr gegeben hat. Schlotterbeck hatte im Duell seiner Borussia aus Dortmund gegen den VfB Stuttgart unmittelbar vor Spielende die Chance zum Ausgleich verpasst. Wasserziehr fragte den Verteidiger, wieso er die Chance nicht genutzt habe und wurde von Schlotterbeck auf den Sinn der Frage angesprochen. „Das ist Jemand, der genau diese Situation auch herauskitzeln will. Das hat er auch geschafft. Ich bin froh, dass Nico Schlotterbeck da so dranbleibt. Ich fühle mit ihm“, sagt Hector, der ebenfalls für seine emotionalen Interviews bekannt war. Fast schon legendär ist ein Youtube-Video von Wasserziehr, der einen Mitarbeiter bittet, seinen Kaffee umzurühren. „Ich lasse mir die Socken anziehen, aber den Kaffee rühre ich noch selber um“, sagt Hector.


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Ausgerechnet jetzt gegen die Bayern: Vor- oder Nachteil?

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Ausgerechnet jetzt gegen die Bayern: Vor- oder Nachteil?

Der 1. FC Köln ist am Samstag zu Gast beim FC Bayern München. Auf dem Papier und in der Statistik eine klare Angelegenheit. Nur kriselt der Rekordmeister in der Liga ungewöhnlich. Ist das die Chance für den FC?

Der FC hat durch den Erfolg gegen Bochum den Abstand zum sicheren Ufer verkürzt. Ausgerechnet jetzt geht es zum Rekordmeister, bei dem die Kölner seit 15 Jahren nicht mehr gewonnen haben. Ist Bayerns Krise die Chance für den 1. FC Köln?

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Durch den knappen Erfolg über den VfL Bochum hat der 1. FC Köln die Westfalen wieder zurück in den Abstiegskampf mit hineingezogen. Nur noch vier Zähler beträgt der Rückstand auf den VfL, das rettende Ufer ist für die Geißböcke wieder in Sicht. Doch schon am Wochenende könnte sich der alte Abstand wieder herstellen. Während Mainz und Bochum ihre Heimspiele gegen die TSG Hoffenheim und den 1. FC Heidenheim bestreiten, ist der FC zu Gast bei Bayern München. Glaubt man den Wettanbietern, ist der alte Abstand bereits am Samstagabend wieder hergestellt. Demnach fahren Bochum, Mainz und der Rekordmeister allesamt Heimsiege ein. Nur geht es eben nicht nach den Buchmachern, sonst hätte Heidenheim wohl kaum gegen Harry Kane und Co. gewinnen können. Immerhin zeigten sich die Bayern in der Königsklasse stark verbessert, brachten den Spitzenreiter der Premier League an den Rande der Niederlage.

Die Bilanz ist eindeutig

Trotz des starken Auftritts beim 2:2 gegen Arsenal am Dienstagabend befinden sich die Bayern in der Liga immer noch in der Krise. Der Rekordmeister wird Bayer Leverkusen in der Liga nicht mehr abfangen können, hat zuletzt zwei Mal in Serie in der Liga verloren, gerade Trainer Thomas Tuchel ist trotz des bereits beschlossenen Abschieds erneut angezählt. Die Chance beim Rekordmeister etwas zu holen, war in der jüngeren Vergangenheit wohl nicht größer. Oder? Ganz so einfach ist es wohl nicht. Die Bilanz spricht erwartungsgemäß gegen die Geißböcke. Von den bisherigen 105 Begegnungen verlor der FC 57, gewann 24. Nur gegen Gladbach kassierten die Kölner mehr Niederlagen, nur gegen Leipzig haben die Geißböcke einen schlechteren Punkteschnitt. Von den 53 Begegnungen bei den Bayern gingen neun an die Kölner.

Drei Liga-Niederlagen in Serie zuletzt 2015

Der letzte Erfolg über den Rekordmeister liegt mittlerweile 13 Jahre zurück. Damals lag der FC gegen die Münchner 0:2 zurück, bevor Christian Clemens und Milivoje Novakovic das Spiel drehten. In München holten die Geißböcke vor 15 Jahren den letzten Dreier. Fabrice Ehret und Daniel Brosinski trafen vor dem Wechsel, bevor Daniel van Buyten noch einmal verkürzte. Allerdings lief es in den vergangenen Jahren auch deutlich besser für den Rekordmeister. Dieses Mal erwarten die Bayern den FC mit zwei Liga-Niederlagen in Serie im Gepäck. Drei Pleiten in der höchsten deuten Spielklasse in Serie gab es für den Rekordmeister zuletzt in der Spielzeit 2014/15 unter Pep Guardiola, davor unter Giovanni Trapattoni 1997/98.

Die Kölner würden sich angesichts des Gegners wohl auch mit einem Zähler zufrieden geben. Den hat es in der vergangenen Spielzeit in der Allianz Arena gegeben. Die Kölner führten nach der frühen Führung durch Ellyes Skhiri damals 1:0, bevor in der Schlussminute Joshua Kimmich mit einem Hammer ausglich. Bekanntermaßen reißt jede Serie irgendwann. Immerhin wurden die Münchner elf Mal in Folge Meister und müssen sich nun überraschend früh Leverkusen geschlagen geben. Wie man gegen die Bayern gewinnt, zeigte am vergangenen Wochenende der 1. FC Heidenheim – die Quote der Wettanbieter sprach auch deutlich gegen den Underdog.


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