Lange gut mitgespielt und doch nichts geholt

Der 1. FC Köln unterliegt bei den Bayern 0:2
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Lange gut mitgespielt und doch nichts geholt

Gegen den FC Bayern München kam der 1. FC Köln am Samstagnachmittag zu ungewohnt vielen Möglichkeiten. Einen Punkt nahmen die Kölner nicht mit nach Hause. Und das trotz der Möglichkeiten nicht unverdient.

Bei den Bayern zu punkten, ist für den 1. FC Köln alles andere als selbstverständlich. Der letzte Erfolg beim Rekordmeister liegt 15 Jahre zurück. Auch am Samstag war der Tabellenzweite das bessere Team, gewann verdient 2:0. Und doch war die Enttäuschung groß beim 1. FC Köln: Wäre ein Punkt wirklich verdient gewesen?

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Die Enttäuschung war den Kölner Spielern, aber auch dem Trainer später auf der Pressekonferenz nach dem 0:2 gegen den FC Bayern München anzusehen. „Es wäre durchaus ein Punkt möglich gewesen“, sagte demnach Thomas Kessler, Leiter der Kölner Lizenzspielabteilung nach der Niederlage beim Rekordmeister. „In der zweiten Halbzeit gerade kurz vor Schluss, bevor wir das 2:0 bekommen, haben wir eigentlich eine Doppelchance. Wenn du mit ein bisschen mehr Ruhe in der Situation bleibst, machst du hier den Ausgleich. Jetzt stehst du hier und hast verloren.“ Tatsächlich hatte Luca Waldschmidt nur wenige Minuten zuvor, wieder in der Nachspielzeit, den möglichen Ausgleich liegen lassen und im Grunde im direkten Gegenzug mit einer unfreiwilligen Vorlage Thomas Müller die Entscheidung aufgelegt.

Schultz: „Wenn man etwas mitnehmen möchte, dann muss man seine Chance auch nutzen“

In beiden Situationen agierte Waldschmidt zu hastig. „Wenn man etwas mitnehmen möchte, dann muss man seine Chance auch nutzen“, sagte auch Timo Schultz. Und die Chancen hatte der FC – mehr als bei den Bayern gewohnt. Faride Alidou vergab aus spitzem Winkel, Sargis Adamyan frei stehend mit einem Kopfball aus kurzer Distanz sowie erneut Alidou nach einer Flanke kurz vor dem Seitenwechsel. Und eben Waldschmidt, der wohl die dickste Möglichkeit vergab. Elf Schüsse gaben die Kölner ab, fünf kamen auf das Tor von Sven Ulreich, der Manuel Neuer ersetzte. Tatsächlich hatte Thomas Tuchel gleich auf sieben Positionen rotiert. Das wollten die Kölner offensichtlich ausnutzen, waren gerade in der Anfangsphase mutig, zielstrebiger, wenn auch nicht besser. Doch der FC hatte eben seine Chance gegen nicht sattelfeste Bayern, nutzte sie aber nicht.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Rekordmeister vor dem Wechsel ähnlich fahrlässig mit seinen Möglichkeiten umgingen. Mathys Tel und Raphael Guerreiro scheiterten am überragenden Schwäbe. „Wir brauchen einen guten Torwart, um in München lange die Chance auf einen Punkt zu haben oder vielleicht sogar auf drei. Marvin hat das heute gut gemacht“, bescheinigte auch Kessler, der ehemalige FC-Keeper. Kane und Tel trafen zudem den Pfosten. Der Rekordmeister hätte zur Halbzeit genauso gut führen können, vermutlich sogar müssen. „Ich denke, wir haben uns aufgrund einer sehr gut organisierten Abwehrleistung der gesamten Mannschaft lange im Spiel gehalten“, sagte Schultz. So hatten die Kölner auch nach dem Wechsel die erste Möglichkeit, doch Florian Kainz vergab nach Flanke von Dejan Ljubicic.

Schultz: „Wir wissen, dass wir in den kommenden Wochen Siege einfahren müssen“

Ärgerlicher waren aber die hundertprozentigen Chance, die der FC nicht nutzte. „Im Endeffekt geht es ums Toreschießen im Fußball und die Chancen musst du dann halt machen, sonst kriegst du sie hinten rein“, erklärte der starke Max Finkgräfe. Und der Youngster sollte recht behalten. Nach einer kurzen Ecke zog Guerreiro einfach von der Strafraumkante ab und überwand den besten Spieler des Duells. „Standardsituationen sind die einzigen Situationen im Fußball, die du konkret planen kannst“, sagte Schultz. „Dementsprechend ärgert es mich ungemein, dass wir da nicht die nötige Konsequenz an den Tag legen und in den Abläufen scharf genug sind.“ Die Niederlage war auch alles andere als unverdient. Bayern hatte nahezu 70 Prozent Ballbesitz, kam auf 17:11 Torschüsse und rund 700:350 Pässen. Der Rekordmeister war dominant, die bessere Mannschaft, der verdiente Sieger.

„Nun fahren wir ohne Punkte nach Hause“, sagte Schultz. Und dennoch fand der Trainer auch positive Aspekte in der Niederlage: „Positiv ist, dass wir unseren Plan zu hundert Prozent umgesetzt und uns gewehrt haben und uns auch spielerisch aus einigen Situationen befreien konnten. Das wird unser Weg bleiben“, sagte der Trainer. Der geht am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen den SV Darmstadt weiter. „Wir wissen, dass wir in den kommenden Wochen Siege einfahren müssen“, so Schultz. Und das zwingend. Denn Mainz punktete dreifach, Bochum einfach. Der FC gar nicht. Auch, wenn es gegen die Bayern möglich gewesen ist.



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„Das ärgert mich ungemein“

1. FC Köln: Die Stimmen zum Bayern-Spiel
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„Das ärgert mich ungemein“

Der 1. FC Köln kämpft gegen den FC Bayern München, belohnt sich aber nicht. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem der überragende Marvin Schwäbe. Die Stimmen zum Bayern-Spiel.

Am Samstagnachmittag spielte der FC gegen die Bayern 2:0 und steht weiterhin mit 22 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz. Das Team von Timo Schultz zeigte eine ordentliche Leistung, vergab aber zu viele Chancen. Die Stimmen zum Bayern-Spiel.

Ich glaube, dass wir jetzt im Nachhinein ein Stück weit enttäuscht sind, weil wir auch unsere Chancen rausgespielt haben. Gerade jetzt am Ende, wo wir hätten den Fehlpass mehr für uns nutzen müssen. Am Ende steht es 2:0 und ich glaube, ein Unentschieden wäre auch in Ordnung gewesen.

Marvin Schwäbe

1. FC Köln: Die Stimmen zum Bayern-Spiel

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Wir hatten schon hundertprozentige Torchancen würde ich sagen. Im Endeffekt geht es ums Toreschießen im Fußball und die musst du dann halt machen, sonst kriegst du sie hinten rein. Natürlich kannst du Chancen vergeben. Das passiert im Fußball. Fußball ist ein Fehlersport, aber die musst du machen, um Punkte zu holen.

Max Finkgräfe

Wir haben die Tore nicht gemacht. Der Matchplan ist aufgegangen. Wir wussten, dass wir immer wieder Räume bekommen, wenn wir souverän hinten rausspielen. Das haben wir in vielen Situationen auch geschafft, aber haben dann das Tor nicht gemacht. Und dann wird das hier in München leider bestraft. In der zweiten Halbzeit gerade kurz vor Schluss, bevor wir das 2:0 bekommen, haben wir eigentlich eine Doppelchance. Wenn du mit ein bisschen mehr Ruhe in der Situation bleibst, machst du hier den Ausgleich. Jetzt stehst du hier und hast 2:0 verloren. Es wäre durchaus ein Punkt möglich gewesen.
Zu Marvin Schwäbe: Wir brauchen einen guten Torwart, um in München lange die Chance zu haben auf einen Punkt oder vielleicht sogar auf drei. Marvin hat das heute gut gemacht. Es ist natürlich schade, dass gerade in einer Standardsituation dann wieder ein Traumtor dafür sorgt, dass das so ein bisschen der Dosenöffner für die Bayern war. Am Ende müssen wir uns an unsere eigene Nase fassen. Wir haben schon sehr leidenschaftlich verteidigt, aber in der einen oder anderen Situation nicht konsequent genug. Sowohl vor dem eigenen als auch vor dem gegnerischen Tor.
Zur Situation im Abstiegskampf: Wir müssen jetzt von Woche zu Woche schauen. Wir machen jetzt einen Strich drunter, schauen, wie der Spieltag ausgegangen ist. Wir haben nächste Woche ein brutal wichtiges Heimspiel gegen Darmstadt. Darauf werden wir uns vorbereiten. Wir müssen unter der Woche daran arbeiten, dass wenn wir uns diese Situationen so erspielen wie heute, dass daraus auch Tore resultieren.

Thomas Kessler

Es war kein unverdienter Sieg für die Bayern. Sie haben zwischenzeitlich einen sehr hohen Druck aufbauen können. Ich denke, wir haben uns aufgrund einer sehr gut organisierten Abwehrleistung der gesamten Mannschaft lange im Spiel gehalten. Gerade unsere beiden Innenverteidiger und Marvin Schwäbe im Tor haben einen sehr guten Tag erwischt. Darüber hinaus sind wir auch immer wieder mal gefährlich vorm gegnerischen Tor aufgetaucht. Wenn man etwas mitnehmen möchte, dann muss man seine Chance auch nutzen. So fahren wir ohne Punkte nach Köln. Positiv ist, dass wir unseren Plan zu hundert Prozent umgesetzt und uns gewehrt haben und uns auch spielerisch aus einigen Situationen befreien konnten. Das wird unser Weg bleiben. Wir wissen, dass wir in den kommenden Wochen Siege einfahren müssen. Zum Gegentor nach der Ecke: Standardsituationen sind die einzigen Situationen im Fußball, die du konkret planen kannst. Dementsprechend ärgert es mich ungemein, dass wir da nicht die nötige Konsequenz an den Tag legen und in den Abläufen scharf genug sind.

Timo Schultz

Spielbericht

Einzelkritik

Die Einzelkritik gegen den FC Bayern

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Die Einzelkritik gegen den FC Bayern

Der 1. FC Köln kassiert gegen den FC Bayern München eine verdiente Niederlage, hatte gegen den nicht immer sattelfesten Rekordmeister aber durchaus die Chance auf einen Punkt. So bewerten wir die Kölner Spieler.

Ein ordentliches Spiel reicht gegen nicht sattelfeste Bayern nicht. Trotz guter Chancen erzielen die Geißböcke keine Tore. Ein bitterer Nachmittag für den 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen den FC Bayern.

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Lange spielten die Kölner gegen den FC Bayern München gut mit, lange hielt der überragende Marvin Schwäbe die Null. Am Ende kehren die Kölner mit leeren Händen aus München zurück. Auch, weil der FC in der Offensive wieder einmal zu schwach war. Sargis Adamyan und Luca Waldschmidt hatten jeweils einen Treffer auf dem Fuß (oder Kopf). Ein Treffer wollte aber nicht gelingen. In der Defensive bekamen die Geißböcke erwartungsgemäß viel zu tun, standen aber meist sicher. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass Schwäbe ein mögliches Debakel wohl verhinderte.

So bewerten wir die FC-Profis gegen den FC Bayern

Einmal mehr in überragender Form. Rettete im ersten Abschnitt schon stark gegen Tel und dann weltklasse gegen Guerreiro sowie gleich doppelt gegen Kane. Auch nach dem Wechsel direkt wieder gegen Tel stark zur Stelle. Beim Traumtor von Guerreiro genauso chancenlos wie beim 0:2 durch Müller.

Hatte mit Mathys Tel mächtig viel in der Defensive zu tun und löste die Aufgabe meist souverän. Schaltete sich vor dem Wechsel auch mit in die Offensive ein, blieb da aber blass. Nach dem Wechsel mit zwei starken Grätschen. Ordentliche Partie des etatmäßigen Offensivspielers.

Köpfte gefühlt jeden hohen Ball aus der Gefahrenzone – wenn Kane nicht in der Nähe war. Gegen den Engländer oft nur zweiter Sieger. Legte mit einer Kopfballabwehr die Kugel auf Coman, der den Pfostenschuss von Kane einleitete. Gewann im Schnitt zwei von drei Zweikämpfen, brachte erstaunlich wenige Pässe zum Mitspieler.

Hatte Kane meist im Griff, aber nicht immer. Gewann nur 50 Prozent seiner Zweikämpfe. War auch sonst nicht immer auf der Höhe des Geschehens.

Hat offensichtlich keine Angst vor großen Namen. Spielte mutig gegen Kingsley Coman und schaltete sich auch immer wieder in die Offensive mit ein. Brachte im ersten Abschnitt gleich zwei starke Flanken, von denen mindestens die auf Adamyan ein Tor hätte sein müssen. Spielte später auch gegen Müller und Musiala stark. Einmal mehr bester Kölner Feldspieler.

Holte sich früh die Gelbe Karte gegen Kane ab. Das hielt ihn aber nicht von einer ordentlichen Partie ab. Gewann einige wichtige Bälle im Mittelfeld, mehr als 60 Prozent seiner Zweikämpfe. Kommt auf eine Passquote von 96 Prozent und lief von allen Spielern am meisten. War sich vor dem 0:2 uneinig mit Waldschmidt.

Steckte einen Ball gut durch auf Alidou, der anschließend knapp verfehlte und brachte eine Flanke auf Kainz. Überzeugte läuferisch. Ansonsten fiel der Mittelfeldspieler aber meist nur durch Diskussionen auf.

Gewann nur 25 Prozent seiner Zweikämpfe – nur Faride Alidou hat eine schlechtere Quote. Spielte zudem gerade einmal 18 Pässe. Blieb erschreckend blass.

Ein weiterer rätselhafter Auftritt des Mittelfeldspielers. Verlangsamt immer wieder Situationen, bei denen er eigentlich Tempo aufnehmen könnte. Trat kaum in Erscheinung.

Hätte die Kölner Führung nach starker Flanke von Finkgräfe machen müssen (!), köpfte aber zu zentral auf Ulreich. Ackerte und arbeitete viel, blieb aber komplett blass. Fiel nur noch einmal auf, als er unerklärlich den Ball mit der Hand spielte. Kein wirklicher Ersatz für Selke.

Kam zunächst aus spitzem Winkel zum Abschluss und verfehlte knapp, hatte vor dem Wechsel die Führung auf dem Kopf, vergab auch diese Möglichkeit. Zu oft mit technischen Schwierigkeiten, zu selten nutzt er seine Tempovorteile.

Kam nach gut 50 Minuten und machte nicht den erhofften Unterschied. Zumindest nicht in der Offensive. Seine Unstimmigkeit mit Christensen verursachte das 0:2. Unmittelbar zuvor ließ der Angreifer den Ausgleich liegen, als Upamecano ihn freispielte. Da muss er mehr draus machen.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

0:2! Der FC belohnt sich nicht für aufopferungsvollen Kampf

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0:2! Der FC belohnt sich nicht für aufopferungsvollen Kampf

Der 1. FC Köln kehrt trotz ordentlicher Leistung ohne Punkte vom FC Bayern heim. Beim Rekordmeister kassierte der FC eine verdiente 0:2-Niederlage. Allerdings ließen die Kölner auch einige Chancen liegen.

Der 1. FC Köln unterliegt bei den Bayern 0:2. Dabei spielten die Kölner lange munter mit und ließen einige Chancen liegen. Auch Marvin Schwäbe hielt lange die Null. Raphael Guerreiro (65.) und Thomas Müller (90.+3) waren für den Rekordmeister erfolgreich.

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Timo Schultz rechnete sich vor der Begegnung auch gegen die Bayern durchaus Chancen aus. Zwar sprach der Trainer unmittelbar vor Spielbeginn die Qualität der Bayern an, dennoch wolle er „Nadelstiche“ setzen. Notgedrungen musste der Coach seine Mannschaft vom emotionalen 2:1-Erfolg über Bochum umstellen. Für den verletzten Davie Selke rotierte Faride Alidou zurück in die Anfangsformation. Der 22-Jährige spielte auf den Flügeln, dafür wanderte Florian Kainz Richtung Zentrum. In der Sturmspitze spielte Sargis Adamyan. Für den gesperrten Eric Martel stand erstmals Jacob Christensen in der Anfangs-Elf. Auch, weil sich Denis Huseinbasic am Freitag abgemeldet hatte. Bayern-Coach Thomas Tuchel wechselte angesichts der verbliebenen Chance in der Champions-League auf gleich sieben Positionen. Unter anderem fehlten Manuel Neuer, Serge Gnabry und Leroy Sané. Tuchel selbst saß ebenfalls auf der Tribüne (gesperrt).

Adamyan verpasst die Führung, Schwäbe hält die Null fest

Die Bayern übernahmen erwartungsgemäß die Kontrolle, hielten den Ball in den eigenen Reihen. Die ersten Flanken gehörten aber dem FC. Doch die Hereingaben von Max Finkgräfe, Kainz und Jan Thielmann kamen nicht an. Das erste Mal gefährlich wurden auch die Geißböcke. Dejan Ljubicic steckte durch auf Alidou, der aus spitzem Winkel aber knapp verpasste (9.). Auch Kainz probierte es aus der Distanz, mit gleichem Erfolg. Auf der anderen Seite sorgte Mathys Tel das erste Mal für Gefahr. Der Franzose schlenzte den Ball Richtung langes Eck, doch Marvin Schwäbe war da (12.). Die Bayern waren dennoch von der Spielanlage das bessere Team, kamen in den ersten 15 Minuten auf einen Ballbesitz von fast 70 Prozent. Doch der FC stand in der Anfangsphase sicher.

Und hätte die Führung erzielen müssen. Eine Flanke von Finkgräfe aus dem Halbfeld landete genau auf dem Kopf von Adamyan, der die Kugel aus kurzer Distanz auf Sven Ulreich köpfte (20.). Auf der anderen Seite zeichnete sich Schwäbe mit einer Glanzparade aus. Thomas Müller spielte im Zentrum Harry Kane frei, der steckte durch auf Raphael Guerreiro und der Portugiese schlenzte freistehend aus zehn Metern aufs lange Eck, der Kölner Keeper rettete mit einem starken Reflex (30.). Keine fünf Minuten später rettete der Pfosten, als Kane nach Vorarbeit von Kingsley Coman aus zehn Metern einschieben wollte (35.). Aus spitzem Winkel rauschte der Ball ebenfalls nach einem Versuch von Kane knapp am langen Eck vorbei (38.). Schwäbe griff gegen den Engländer erneut zu, als der Stürmer nach einer Flanke von Kimmich zum Kopfball kam (43.). Auf der anderen Seite setzte Alidou einen weiteren Kopfball neben das Tor (45.).

Guerreiro und Müller überwinden Schwäbe

Zwar waren die Bayern im ersten Abschnitt klar überlegen, der FC kam aber zu vielen Umschaltmomenten, spielte diese aber mit zunehmender Spieldauer nicht mehr gut aus. Auch nach dem Wechsel änderte sich der Bild zunächst nicht. Bayern gab den Ton an, kam auch durch den eingewechselten Jamal Musiala zum ersten Abschluss. Die erste große Chance gehörte aber den Kölnern. Nach einer Flanke von Ljubicic, brachte Kainz den Kopfball zu harmlos auf Ulreich (51.). Die letzte Aktion des Kapitäns, Luca Waldschmidt kam. Zuvor hatte sich einmal mehr Schwäbe bei einem Versuch von Tel auszeichnen können (54.). Beim traumhaften Schlenzer von der Strafraumkante von Guerreiro war der Kölner Keeper chancenlos (65.).

Schultz reagierte und brachte mit Benno Schmitz und Steffen Tigges sowie für die Schlussphase Dominique Heintz und Damion Downs neue Kräfte. Doch wirklich viel fiel den Kölnern zunächst nicht ein. Schmitz versuchte es noch einmal eher harmlos aus der Distanz (76.). Die Münchner taten nicht mehr als nötig und wurden vom FC eingeladen. Der eingewechselte Goretzka brachte eine Art Flanke Richtung Tor, die sich gefährlich dem Pfosten annäherte (81.). Die Kölner warfen noch einmal alles nach vorne. Und bekamen noch die Chance. Dayot Upamecano spielte am eigenen Sechzehner einen Querpass auf Waldschmidt, der aus 15 Metern aber viel zu unpräzise und ohne Druck abschloss. Der Nachschuss landete bei Tigges, dessen Versuch Ulreich stark parierte (90.). Auf der anderen Seite beendete Thomas Müller die letzte Kölner Hoffnung. Waldschmidt und Christensen konnten sich in der eigenen Hälfte nicht einigen, Müller nutzte die Gunst der Stunde und vollendete sicher (90.+3).

Da Mainz das Heimspiel gegen Hoffenheim souverän gewann und Bochum sich einen Zähler gegen Heidenheim erkämpfte, beträgt der Abstand zum Relegationsplatz für die Geißböcke vier und zum sicheren Ufer fünf Punkte. Am kommenden Samstag empfängt Köln den SV Darmstadt.


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann (. Heintz) – Ljubicic, Christensen – Maina (67. Schmitz), Alidou (76. Downs) – Kainz (54. Waldschmidt) – Adamyan (67. Tigges) – Tore: 1:0 Guerreiro (65.), 2:0 Müller (90. +3)


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Zwei Veränderungen in der Startelf

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Zwei Veränderungen in der Startelf

Mit zwei Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche startet der FC am Samstagnachmittag gegen den FC Bayern München. Sargis Adamyan übernimmt die Position des Zielspielers.

Mit einigen Veränderungen startet der 1. FC Köln in das Duell gegen den FC Bayern München. Eric Martel und Davie Selke sind nicht dabei. So spielt der FC gegen den FC Bayern.

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Wirklich große Überraschungen hat Timo Schultz im Duell gegen den FC Bayern München trotz der Ausfälle von Martel (gesperrt) und Selke nicht parat. Da auch Denis Huseinbasic kurzfristig ausgefallen ist, werden die Kölner auf Jacob Christensen auf der Sechs neben Dejan Ljubicic zurückgreifen. Für den Dänen ist es das Startelf-Debüt. Die Viererkette wird allerdings nicht verändert. Das heißt, auch gegen die Bayern spielt Jan Thielmann auf der rechten Verteidigerposition. Daneben Jeff Chabot, Timo Hübers und Max Finkgräfe.

Alidou zurück

Auf dem Flügel wird wie gegen Bochum Linton Maina beginnen – allerdings wohl auf der linken Seite. Dafür dürfte Florian Kainz wieder eine zentralere Rolle übernehmen. Auf der rechten Seite startet Faride Alidou, der gegen Augsburg einen schlechten Tag erwischte, nach seiner Einwechslung gegen Bochum aber wieder für Schwung sorgte. In der Spitze agiert Sargis Adamyan als Zielspieler.

So spielt der FC gegen den FC Bayern

Max Finkgräfe

Timo Hübers

Jeff Chabot

Jan Thielmann

Dejan Ljubicic

Jacob Christensen

Florian Kainz

Linton Maina

Sargis Adamyan

Faride Alidou

FC-Startelf gegen München: Schultz muss erneut Ersatz finden

So könnte der FC gegen München spielen
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FC-Startelf gegen München: Schultz muss erneut Ersatz finden

Nach dem 2:1 gegen den VfL Bochum geht es für den 1. FC Köln am 29. Spieltag zu den Bayern. Die Elf von Timo Schultz muss dabei auf ihren verletzten Stürmer Davie Selke, den gelbgesperrten Eric Martel und Denis Huseinbasic verzichten.

Am Samstag geht es für den FC zum Rekordmeister. Den Geißböcken fehlen allerdings wichtige Stammspieler im Kader. Timo Schultz muss Ersatz für Selke, Martel und Huseinbasic finden. So könnte der FC gegen die Bayern spielen.

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Die Partie gegen den VfL Bochum am vergangenen Spieltag brachte den Kölnern zwar einen Dreier ein, allerdings musste der 1. FC Köln im Kampf der Kellerkinder personelle Federn lassen. So brach sich Davie Selke erneut den Mittelfuß, musste verfrüht ausgewechselt werden und wurde unter der Woche operiert. Der Stürmer wird dem Team von Timo Schultz den Rest der Saison fehlen. Auch Eric Martel fehlt im Duell gegen Bayern München, weil sich der Mittelfeldspieler seine fünfte Gelbe Karte abholte und für das Duell mit der Tuchel-Elf gesperrt ist.

Somit muss sich Schultz zum wiederholten Mal einen neuen Matchplan zurecht legen. Auf Mark Uth und Justin Diel wird der Trainer dabei noch nicht setzen können. Ein Einsatz käme für die beiden noch zu früh. Denis Huseinbasic und Faride Alidou mussten die Trainingseinheit bereits am Donnerstag vor dem Duell bei Bayern München abbrechen. „Die beiden haben leichte muskuläre Probleme“, so Schultz noch hoffnungsvoll. Die Hoffnungen bewahrheiteten sich nicht. Beim Abschlusstraining der Geißböcke verließ Huseinbasic erneut verfrüht den Platz und steht gegen den FCB entgegen aller Hoffnungen nicht zur Verfügung.

Wer kann Selke ersetzen?

Gerade der Ausfall von Huseinbasic wiegt schwer. Der 22-Jährige sollte mit Dejan Ljubicic wohl wieder die Doppelsechs bekleiden. Nun muss Schultz umbauen und sich die Frage stellen, ob er bei der Doppelsechs bleibt. Davon ist eigentlich gegen die Bayern auszugehen. Dann wird Jacob Christensen wohl sein Startelf-Debüt feiern. Sicher ist das aber nicht, denn der Däne sammelte bislang wenig Einsatzzeit. Sicher ist in der Defensive das Innenverteidiger-Duo mit Jeff Chabot und Timo Hübers. Auf der linken Seite wird Max Finkgräfe beginnen, auf der rechten Seite spricht viel für Jan Thielmann, obwohl sich Schultz noch nicht öffentlich festlegen wollte. So ist auch denkbar, dass Thielmann „eine Reihe weiter vorne“ spielen wird, wie Schultz erklärte. Bei Davie Selkes erstem Ausfall agierte der 21-Jährige sogar als Zielspieler.

Dort hat der Kölner Trainer „verschiedene Überlegungen“ oder vielleicht auch die Qual der Wahl. „Natürlich können wir uns Luca von Anfang an auf dem Platz vorstellen. Er sicherlich auch“, sagte Schultz. „Aber auch da müssen wir gucken, was macht Sinn, wo sehen wir ihn, wo hat er den größten Wert für uns. So einen Spieler von der Bank zu bringen, der einen Push hat, ist auch in den Überlegungen drin.“ Das hört sich eher nach Jokerrolle ab. Die vermutlich wahrscheinlichere Variante ist Sargis Admayan, der unter Schultz in den vergangenen Duellen zum Einsatz kam und sich weiterhin in guter Form zeigt. Optionen sind aber auch Steffen Tigges und Damion Downs. Je nachdem könnte auch Florian die zweite Spitze, das spielerische Element um den Zielstürmer sein. Dann wäre auf der linken Seite Platz für Linton Maina. Nach seinem guten Auftritt gegen Bochum sollte Faride Alidou ebenfalls wieder gesetzt sein.

So spielt der FC gegen den FC Bayern München

Max Finkgräfe

Timo Hübers

Jeff Chabot

Jan Thielmann

Jacob Christensen

Dejan Ljubicic

Florian Kainz

Linton Maina

Sargis Adamyan

Faride Alidou

Alle Infos zum FC-Spiel gegen Bayern München

Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bayern München
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Alle Infos zum FC-Spiel gegen Bayern München

Im Abstiegskampf steht für den FC der Endspurt des Jahres an. Dazu treffen die Kölner zunächst auf den FC Bayern München. Eine denkbar schwere Aufgabe und eine mit Historie.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen den FCB geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bayern München.

Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bayern München

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München?

Zum 106. Mal treffen der 1. FC Köln und der FC Bayern München am Samstagnachmittag aufeinander. Die Bilanz spricht deutlich für die Bayern. Der FC gewann 24 der Partien, der FCB setzte sich in 57 Spielen durch. 24 Begegnungen endeten demnach unentschieden. Auch die Torbilanz spricht mit 223:132 für den Rekordmeister. Von den jüngsten 15 Begegnungen konnte Köln nur eine gewinnen.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln gegen Bayern München?

Das Spiel beginnt am Samstagnachmittag um 15.30 und wird daher von Sky übertragen. Zusammenfassungen gibt es am Samstag unter anderem in der „Sportschau“ und im „ZDF Sportstudio“.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen den FC Bayern München?

Der höchste Sieg gelang dem FC bereits beim Premierenmatch der beiden Teams. Im Dezember 1965 spielten die Klubs das erste Mal in einem Pflichtspiel gegeneinander. Damals war der FC noch deutlich favorisiert und setzte sich auch verdient gegen den Rekordmeister durch. 6:1 hieß es nach 90 Minuten. Heinz Hornig (2), Fritz Pott, Christian Müller und Karl-Heinz Thielen trafen für den FC. Für die Bayern Franz Beckenbauer und Karl Borutta, der allerdings zum 1:0 ins eigene Netz. 

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen den FCB?

Die höchste Pflichtspiel-Pleite liegt genau 20 Jahre zurück. 2003 trafen die Teams im DFB-Pokal aufeinander. Der FC war als Zweitligist der klare Außenseiter, kam aber als Tabellenführer dennoch mit breiter Brust nach München. Das nutzte dem FC herzlich wenig Bayern gewann problemlos.  Mit acht Buden im Gepäck fuhren die Kölner wieder Heim. Giovanne Elber (2), Owen Hargreaves und Bastian Schweinsteiger sorgten früh für die Entscheidung. Im zweiten Abschnitt erhöhten erneut Elber und Schweinsteiger sowie Zé Roberto und Willy Sagnol zum 8:0-Endstand. 1971 kassierten die Geißböcke gegen die Bayern ihre höchste Bundesliga-Pleite der Vereinsgeschichte. 0:7 hieß es damals.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Bayern?

Die meisten Tore im FC-Dress erzielte Hannes Löhr gegen die Bayern. Die Kölner Legende war acht Mal erfolgreich. Auf der anderen Seite erzielte Gerd Müller 20 Tore für die Bayern gegen den FC. Von den aktuellen Offensivspielern traf Davie Selke zwei Mal gegen die Bayern, Mark Uth war schon fünf Mal erfolgreich und Luca Waldschmidt traf vier Mal in der U17 gegen den Rekordmeister, in der Liga noch nicht.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen München?

Hannes Löhr trug gegen den FCB am häufigsten das FC-Trikot. Der ehemalige Kölner Spieler kommt auf insgesamt 28 Duelle gegen die Bayern. Sepp Maier stand auf der anderen Seite bei 32 Spielen gegen den FC auf dem Platz.

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Ohne Martel und Huseinbasic: Trotzdem mit Doppelsechs?

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Ohne Martel und Huseinbasic: Trotzdem mit Doppelsechs?

Den FC lässt die Welle der Ausfälle nicht los. Auch im Mittelfeld fehlen gegen die Bayern wichtige Akteure. Jetzt fällt auch Denis Huseinbasic aus. Wen wird FC-Trainer Timo Schultz auf der Doppelsechs einsetzen?

Timo Schultz muss kurzfristig seine Pläne für das schwere Auswärtsspiel beim FC Bayern München umwerfen. Neben dem Gelb-gesperrten Eric Martel fällt nun auch Denis Huseinbasic gegen die Bayern aus. Wer spielt für Martel und Huseinbasic auf der Doppelsechs?

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Der 2:1-Erfolg über den VfL Bochum war für den 1. FC Köln gleich doppelt teuer erkauft. Neben Davie Selke, der sich den Mittelfuß gebrochen hat und bereits operiert worden ist, wird auch Eric Martel nach seiner fünften Gelben Karte gegen die Bayern fehlen. Der Ersatz stand eigentlich bereit. Denn schon gegen den FC Augsburg spielten Dejan Ljubicic und Denis Huseinbasic auf der Doppelsechs. Nun muss Timo Schultz aber erneut umbauen. Es hatte sich am Donnerstag Vormittag bereits angedeutet, als Huseinbasic und Faride Alidou das Training frühzeitig verlassen hatten. Der Kölner Trainer hatte aber noch Hoffnung, doch zumindest in einem Fall wird daraus nichts. Huseinbasic ist nicht mit dem FC nach München aufgebrochen. Somit wird der 22-Jährige auch nicht zum Einsatz kommen.

Gegen die Bayern ohne Doppelsechs?

Der weitere Ausfall schmerzt, denn dem Kölner Trainer gehen die etatmäßigen Sechser aus. Neben Dejan Ljubicic ist Jacob Christensen die naheliegendste Variante. Schultz hatte den Dänen vor einigen Woche gelobt, betont, wie nahe der 22-Jährige an einem Startelf-Einsatz sei. Nur kam es bislang nicht dazu. Im Gegenteil: In den vergangenen beiden Spielen stand Christensen gar nicht mehr im Kader. Unter Schultz kam der Mittelfeldspieler bislang zu fünf Einsätzen, spielte insgesamt 46 Minuten. Ganz so nahe scheint der Mittelfeldspieler dann doch nicht an der ersten Elf zu sein. Nun bleibt Schultz wohl nicht viel anderes übrig, als Christensen ausgerechnet gegen die Bayern ins kalte Wasser zu werfen. Denn ein weiterer Sechser steht nicht im Kader.

Möglicherweise entscheidet sich Schultz aber auch gegen die Doppelsechs. So wäre Ljubicic als alleiniger Sechser denkbar, davor könnte ein klassischer Zehner spielen. Dass sich Schultz aber ausgerechnet gegen die Bayern dieser offensiveren Variante verschreibt, ist wohl eher unwahrscheinlich. Schultz hat noch kein Pflichtspiel beim FC ohne Doppelsechs gespielt, bevorzugt ein kompaktes Mittelfeld und wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht kurzfristig vor dem Duell beim Rekordmeister mit einer taktischen Umstellung beschäftigen. Faride Alidou ist derweil mit nach München gereist.


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Bittere Pleiten, Sensationen – legendäre Spiele des FC gegen Bayern

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Bittere Pleiten, Sensationen – legendäre Spiele des FC gegen Bayern

Am Samstag treffen der 1. FC Köln und Bayern München zum 106. Mal in einem Pflichtspiel aufeinander. Beide Teams feierten in den Duellen bereits große Erfolge, kassierten aber auch bittere Klatschen.

Die Rollen sind am Samstagnachmittag eigentlich klar verteilt, wenn es der FC mit Bayern München zu tun bekommt. Das war nicht immer so. Denn auch der FC erlebte schon gute Momente gegen den Rekordmeister. Legendäre Spiele zwischen dem 1. FC Köln und Bayern München.

13 Jahre liegt der letzte Sieg des 1. FC Köln über Bayern München zurück, die Vorzeichen könnten bei dem Tabellenzweiten und dem Tabellenvorletzten kaum größer sein und doch rechnet sich FC-Trainer Timo Schultz durchaus Chancen gegen die Bayern aus. Und die jüngsten Ergebnisse geben dem Kölner Trainer im Grunde auch recht. Schließlich schnupperte der FC zuletzt einige Male an der Überraschung gegen den Rekordmeister. Ob den Kölnern diese auch am Samstag gelingen will, ist fraglich. Immerhin: Eine müde Nullnummer haben die Fans nicht zu erwarten. Denn in den bisherigen 105 Begegnungen gab es ganze vier torlose Remis.

Zudem spricht der bisherige Saisonverlauf nicht gerade für eine torarme Begegnung. Auf der einen Seite der FC, der im Schnitt nahezu zwei Treffer pro Spiel kassiert, auf der anderen der FC Bayern, der knapp drei Tore im Schnitt erzielt. In erster Linie durch Harry Kane. Der englische Nationalspieler kommt bislang alleine schon auf 32 Ligatore und damit auf mehr als die gesamte Kölner Mannschaft. „Er ist weltklasse“, adelte Timo Hübers den englischen Nationalspieler in der Hinrunde.

Bittere Pokal-Pleiten

In der Historie dieser Begegnung gab es zahlreiche torreiche Spiele. Alleine acht Treffer fielen im Pokalspiel vor rund 20 Jahren. Der Spitzenreiter der 2. Bundesliga bekam vom Spitzenreiter der Bundesliga die Grenzen aufgezeigt – und das schmerzlich. Mit acht Buden im Gepäck fuhren die Kölner wieder zurück in die Domstadt. Giovanne Elber (2), Owen Hargreaves und Bastian Schweinsteiger sorgten früh für die Entscheidung. Im zweiten Abschnitt erhöhten erneut Elber und Schweinsteiger sowie Zé Roberto und Willy Sagnol zum 8:0-Endstand. Es ist bis heute die höchste Klatsche, die die Kölner gegen die Bayern kassierten.

Für die FC-Fans eine schmerzhafte Erinnerung, für einige Bayern Anhänger dagegen eine Genugtuung für eine ähnlich derbe Pleite, die eben der heutige Rekordmeister ebenfalls im DFB-Pokal kassierte. Im April 1972 standen sich die Klubs im Viertelfinale des Pokals gegenüber. Bayern hatte das Hinspiel 3:0 gewonnen, stand bereits mit einem Bein im Halbfinale. Doch der FC schlug zurück, setzte sich in Köln nach Toren von Bernd Rupp (2), Jürgen Glowacz, Hannes Löhr sowie einem Eigentor von Georg Schwarzenbeck und dem Treffer von Gerd Müller 5:1 durch.

Premiere ging an den FC, der Titel später an die Bayern

Nur wenige Jahre zuvor waren die Vorzeichen ohnehin andere. So war Köln bei der Premiere des Duells im Dezember 1965 haushoher Favorit und wurde dieser Rolle auch gerecht. 6:1 hieß es nach 90 Minuten. Heinz Hornig (2), Fritz Pott, Christian Müller und Karl-Heinz Thielen trafen für den FC. Für die Bayern Franz Beckenbauer und Karl Borutta, der allerdings zum 1:0 ins eigene Netz. Die Kölner Vorherrschaft hielt aber nicht besonders lang. Bayern lief dem FC den Rang ab, Kölner Siege wurden zunehmend eine Seltenheit. Während die Bayern bis heute 56 Spiele gegen den FC gewannen, setzte sich Köln 24 Mal durch. So kassierten die Geißböcke 1971 gegen die Bayern ihre höchste Bundesliga-Pleite der Vereinsgeschichte. 0:7 hieß es damals.

Eine besonders bittere Pleite setzte es aus Kölner Sicht vor allem aber 1989. Der FC machte sich lange Hoffnungen auf den Titel, glaubte sogar bis zum 30. Spieltag daran. Schließlich lag die Mannschaft von Christoph Daum nur zwei Zählern hinter den Bayern. Doch im Heimspiel gab es am 31. Spieltag eine 1:3-Niederlage. Roland Wohlfahrt erzielte alle drei Münchner Treffer. Die Hoffnung war dahin. Vor zwölf Jahren gelang dem FC dann der letzte Sieg gegen die Bayern. Mario Gomez und Hamit Altintop brachten die Bayern in Führung. Das war auch dringend nötig. Denn die Bayern belegten nur den dritten Platz, die Champions-League schien in Gefahr. Doch Christian Clemens brachte die Kölner wieder ins Spiel. Und dann kam der große Auftritt von Milivoje Novakovic. „Nova“ glich nicht nur per Kopf aus, mit einem Rechtsschuss sorgte er für den 3:2-Erfolg der Geißböcke und stürzte den Rekordmeister tiefer in die Krise.

In der befindet sich nun bekanntlich der FC. Ein Sieg gegen die Bayern käme wohl einer Sensation gleich. Doch auch die hat es in der Historie der beiden Klubs bereits gegeben. Im vergangenen Jahr war der FC in beiden Begegnungen ganz nah dran. Besonders emotional wurde es bekanntermaßen am letzten Spieltag der vergangenen Saison, als Jonas Hector und Timo Horn zu „Tommi“ verabschiedet wurden. Das ist noch keine Saison her und doch irgendwie legendär.

 

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Mut alleine wird gegen unbeständige Bayern nicht reichen

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Mut alleine wird gegen unbeständige Bayern nicht reichen

Nach dem 2:1-Erfolg über den VfL Bochum steht für den FC das Auswärtsspiel bei den Bayern auf dem Programm. Die Statistik spricht klar gegen die Geißböcke. Und trotzdem scheint in dieser Spielzeit etwas für den FC möglich zu sein.

Mit Selbstbewusstsein reist der 1. FC Köln nach dem emotionalen Erfolg über den VfL Bochum nach München. Beim FC Bayern werden die Kölner aber eine andere Leistung abrufen müssen als noch gegen den VfL – trotz der zwei Gesichter des Rekordmeisters. So will der FC gegen die Bayern punkten.

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Auch wenige Tage nach dem 2:1 über Bochum wirkt der Last-Minute-Erfolg bei den Geißböcken noch nach. „Die Stimmung ist besser wenn man gewinnt, als wenn man verliert. Wir haben das Spiel aufgearbeitet und geguckt, was wir davon gegen die Bayern gebrauchen können“, sagte Timo Schultz. Das Könnte in der Theorie einiges ein. Denn der Trainer erklärte, am Samstag ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen zu haben. Diese Meinung teilte sicher nicht jeder Zuschauer des Kellerduells, denn der FC tat sich gegen den VfL doch 90 Minuten schwer – trotz der von Schultz angeführten Schuss- und Eckstatistik. „Es wird uns nun aber sicherlich ein anderes Setting erwarten als gegen Bochum“, sagte Schultz vor dem Duell beim Rekordmeister und wird wohl auch wissen, dass die Leistung von vergangenem Samstag an diesem Samstag nicht reichen wird.

Bayern mit zwei Gesichtern

Zumindest zeigte der FC Bayern im Viertelfinale der Champions League beim FC Arsenal eine starke Leistung, brachte den Tabellenführer der Premier League an den Rande einer Niederlage. Die Bayern gehen fast schon naturgemäß als klarer Favorit in das Spiel. Wäre da nicht dieses kleine „aber“: Die Münchner sind den Spagat zwischen schillernder Königsklasse und grauem Liga-Alltag zwar gewohnt, doch in dieser Saison gestaltet sich dieser anders. Das Team von Thomas Tuchel ist alles andere als konstant, präsentiert in den beiden Wettbewerben zwei verschiedene Gesichter.

Relativ problemlos sind die Münchner durch die Gruppenphase der Champions League marschiert. Spulten nur im Heimspiel gegen Kopenhagen (0:0) in der Gruppe sowie bei Lazio Rom (0:1) im Achtelfinale eher mäßige Leistungen ab, ansonsten hatten die Begegnungen schon viel von königlich. Die Liga war für die Bayern in dieser Spielzeit dann erstaunlich oft grau, fehleranfällig. uninspiriert. Im Jahr 2024 gab es für die Bayern in der Liga mehr Pleiten als für die Geißböcke. Sechs Niederlagen kassierte der Rekordmeister in der Liga bislang – unter anderem gegen Bochum, Bremen und Heidenheim. Dazu noch das 1:2 im Pokal gegen Saarbrücken.

Schultz: „Eine Mannschaft mit unfassbar viel Qualität“

Der vermeintliche Kleine kann in dieser Spielzeit also durchaus gegen den Tabellenzweiten punkten – auch dreifach. Eine Niederalge gegen Köln wäre in der Liga die dritte in Folge und gleich aus doppelter Sicht eine Rarität. Drei Mal in Serie verloren die Bayern in der Liga zuletzt vor neun Jahren, zu Hause gegen den FC vor 15 Jahren. Dennoch will Timo Schultz einen mutigen FC sehen. „Wir werden da sicherlich nicht hinfahren und uns verstecken, sondern werden das Herz in beide Hände nehmen, nach vorne spielen und unsere Chancen suchen“, sagte der 46-Jährige. So wie vor einem guten Jahr als die Kölner den Gegner am Rande einer Niederlage hatten. Die Bayern kamen erst in der Schlussminute durch Joshua Kimmich zum 1:1. „Der FC Bayern ist immer noch der FC Bayern. Eine Mannschaft mit unfassbar viel Qualität“, sagte Schultz. „Wir erwarten einen Gegner, der zu Hause alles daran setzen wird, das Spiel zu gewinnen.“

Verletzungen auf beiden Seiten

Das aber ebenfalls mit reduzierter Mannschaft. Serge Gnabry fällt mit einer Muskelverletzung definitiv aus, Leroy Sané und Manuel Neuer fehlten am Donnerstag beim Training – beide sind auch für den Samstag fraglich. Beim FC gibt es Stand jetzt noch Fragezeichen hinter Faride Alidou und Denis Huseinbasic. Eric Martel muss nach seiner fünften Gelben Karte gegen Bochum definitiv ersetzt werden. Sonst fehlen Davie Selke, Luca Kilian, Justin Diehl und mit großer Wahrscheinlichkeit auch Mark Uth. Gerade den 32-Jährigen hätten die Kölner gerne auf den Platz gebracht. Fünf Tore erzielte der Angreifer bereits gegen die Bayern, nur gegen Mainz war Uth noch erfolgreicher. Gerade die Besetzung des Sturmzentrums ist eine der größten Baustellen der Kölner. Sargis Adamyan dürfte als Teil der Doppelspitze gesetzt sein. Ob als Zielspieler, ist aber offen. Denkbar wären mit Luca Waldschmidt und Steffen Tigges auch die beiden Torschützen vom vergangenen Samstag. 

Der größere Druck wird wohl bei den Kölnern liegen. Zwar wäre bei einer Niederlage gegen Köln der Meisterschaftszug für den Rekordmeister endgültig abgefahren (sollte Leverkusen gewinnen), an den Titel glaubt aber ohnehin niemand mehr. Sollten allerdings die Geißböcke verlieren, wäre möglicherweise der Anschluss zum rettenden Ufer wieder dahin, Mainz könnte erneut auf vier Zähler davon ziehen. Das 2:1 gegen Bochum wäre dann für den Moment nicht mehr als ein positives Saisonerlebnis.


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