Wilder Abstiegs-Fight: Das Restprogramm ist Kölns kleiner Vorteil

Die Kölner sind wieder mitten drin in der Verlosung um den sicheren Klassenerhalt.
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Wilder Abstiegs-Fight: Das Restprogramm ist Kölns kleiner Vorteil

Mit dem 2:1-Erfolg über den VfL Bochum hat der 1. FC Köln den Anschluss zum rettenden Ufer wieder hergestellt und gleichzeitig den VfL wieder mit in den Abstiegskampf hineingezogen. Auf der Zielgeraden wird es nun noch einmal spannend.

Mit dem atemberaubenden Spektakel im Kölner Stadion hat der FC am Samstagnachmittag ein Lebenszeichen gesendet. Nicht nur das, die Kölner sind wieder mitten drin in der Verlosung um den sicheren Klassenerhalt. Das Restprogramm spricht für den 1. FC Köln.

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Mit dem erfolgreichen Herzschlagfinale gegen den VfL Bochum hat sich der 1. FC Köln drei wichtige Punkte, einen psychischen Impuls und das Momentum in der Crunchtime auf seine Seite geholt. Und den VfL wieder mit in die Verlosung gezogen. Der VfL reagierte am Montag auf den jüngsten Negativlauf und beurlaubte Thomas Letsch. Die Westfalen haben noch vor wenigen Wochen die Bayern sensationell besiegt, danach aber kein Spiel gewonnen und nun nur noch drei Punkte Vorsprung auf den FSV Mainz, dabei aber das deutlich schlechtere Torverhältnis. Und auch der FC hat sich im direkten Duell wieder auf vier Zähler an den VfL herangeschoben. Die Begegnung am Samstag zeigte besonders eindrucksvoll, wie knapp es in den kommenden Duellen zugehen kann.

Restprogramm spricht für den FC

Am Dienstag haben die Geißböcke mit der Vorbereitung auf die nächste Hürde begonnen. Dem FC steht mit dem Duell beim FC Bayern München am kommenden Wochenende zumindest auf dem Papier die schwerste Aufgabe bevor. Bochum empfängt zeitgleich den 1. FC Heidenheim und Mainz die TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr, Sky). Die Punktesituation könnte sich also schon am 29. Spieltag wieder deutlich verändern. Und dennoch ist das Restprogramm für die Kölner wohl ein leichter Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Rein statistisch an den Tabellenplätzen gemessen hat Köln das leichteste Restprogramm der Abstiegskandidaten (11,31). In der gesamten Liga haben es nur der SC Freiburg (14,67) und der 1. FC Heidenheim (13,17) noch leichter erwischt.

Zudem spielen die Geißböcke noch gegen zwei direkte Abstiegskonkurrenten – am 30. Spieltag zu Hause gegen Darmstadt und am 31. Spieltag in Mainz. Bochum hat die direkten Duelle hinter sich, die Rheinhessen eben nur die Begegnung gegen den FC noch vor sich. Gegen die Top-Teams steht für jeden der Kandidaten jeweils noch eine Begegnung aus. Während die Kölner beim Rekordmeister antreten, empfängt Bochum am 33. Spieltag den wohl kommenden Meister aus Leverkusen und Mainz zeitgleich Borussia Dortmund.

Wolfsburg auch wieder mit in der Verlosung

Mit der 1:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach hat sich aber auch der VfL Wolfsburg noch einmal im Abstiegskampf zurückgemeldet. Der Vorsprung auf Mainz beträgt nur fünf Punkte. Zwar müssen die Wölfe noch gegen die Bayern und Leipzig ran, der VfL spielt aber auch noch gegen Mainz, Darmstadt und Bochum – alle drei Begegnungen vor heimischem Publikum. Gerade das Duell am 34. Spieltag gegen Mainz könnte also noch einmal von besonderer Bedeutung sein. Mit das schwerste Restprogramm hat neben Eintracht Frankfurt noch Werder Bremen. Die Mannschaft von Ole Werner spielt in den verbliebenen sechs Spielen noch gegen vier Mannschaften aus der Top-7, darunter Leverkusen, Stuttgart und Leipzig. Bei acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz, ist das Abstiegsgespenst eigentlich in weiter Ferne. Dass Werder aber noch einmal in die Richtung rutscht, ist bei dem Restprogramm nicht ausgeschlossen.


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Downs, Waldschmidt, Tigges oder Thielmann – wer ersetzt Selke?

1. FC Köln: Wer ersetzt Selke im Sturm?
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Downs, Waldschmidt, Tigges oder Thielmann – wer ersetzt Selke?

Nach der Verletzung von Davie Selke stellt sich beim FC die Frage nach dem Ersatz. Luca Waldschmidt ist naheliegend. Allerdings kommt ein Einsatz von Beginn wohl noch zu früh. Alternativen wären wieder Jan Thielmann, Steffen Tigges oder Damion Downs.

Der FC muss im Saison-Endspurt ohne seinen Topstürmer auskommen. Bitter, auch, wenn Davie Selke nicht immer überzeugte, erzielte der Angreifer sechs Tore. Die Suche nach einem potentiellen Ersatz ist eröffnet beim 1. FC Köln: Wer ersetzt Selke im Sturm?

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Wirklich überraschend kam die Nachricht am Montagmittag nicht mehr: Die Bilder von Samstagnachmittag waren nicht nur „schrecklich“, wie Steffen Tigges später sagte. Sie waren eindeutig. Mit schmerzverzehrten Gesicht humpelte Davie Selke über den Platz, erst noch Richtung Kurve, später Richtung Katakomben. Beim Anblick der Bilder war klar, dass Davie Selke ausfallen würde, vielleicht sogar für den Rest der Saison. Die Bestätigung folgte keine 48 Stunden später. Selke hat sich den Fuß gebrochen, erneut, wie schon im Januar. Nur wird der Angreifer dieses Mal operiert. Eine Rückkehr zum Saisonfinale ist damit ausgeschlossen. Auch Timo Schultz hatte das kommen sehen und am Samstag berichtet, dass sich das gar nicht gut anfühle. Wohl ahnend, dass er auf seinen gefährlichsten Stürmer würde verzichten müssen. Immerhin hatte er einen Lösungsansatz parat. „Dann stellen wir Luca Waldschmidt als Zielstürmer vorne rein“, sagte der 46-Jährige.

Waldschmidt kein klassischer Zielstürmer

Eine Position, die Waldschmidt in seiner Karriere durchaus schon gespielt hat. Und das auch erfolgreich. Gerade zu Beginn seiner Karriere spielte Waldschmidt im Zentrum. Nicht umsonst nannte ihn die „Gazzetta dello Sport“ nach der U21-EM 2019 „Il bomber“. Ein klassischer Zielstürmer ist der 27-Jährige dabei aber ganz sicher nicht. Mit einer Körpergröße von 1,80 Metern und von eher schlaksiger Natur fehlt Waldschmidt schon alleine die Physis für den Mittelstürmer. So sagte der Offensivspieler auch selbst einst, dass er höchstens vom „Torhunger her“ ein Mittelstürmer sei. Waldschmidt entspricht von seinem Spielverständnis her eher einer falschen Neun, machte seine besten Spiele hinter den Spitzen. Ein Kopfballspezialist wie am Samstag ist der 27-Jährige sicher nicht. Vor allem aber wird der Angreifer zumindest gegen die Bayern wohl eher kein Akteur für die Startelf sein. Zu lange war Waldschmidt verletzt, zu kurz ist er wieder da.

„Der neuerliche Ausfall von Davie tut natürlich auch unserer Mannschaft weh“, sagte Christian Keller am Montag. „Aber auch für die Mannschaft gilt, dass sie diesen Rückschlag verarbeiten wird.“ Die Frage ist natürlich nun nach dem „Wie?“. Während der ersten Verletzungsphase des Jahres hat Jan Thielmann den Angreifer im Zentrum ersetzt. Der 21-Jährige ist aber ebenfalls kein gelernter Zielstürmer. Zwar war das Kölner Eigengewächs extrem bemüht, erfolgreich aber eher nicht. Zudem scheint Schultz in dem Offensivspieler den künftigen Rechtsverteidiger gefunden zu haben. In den vergangenen beiden Spielen agierte Thielmann in der Viererkette. Der Gedanke dahinter war eine verstärkte Offensive. Ob der Trainer darauf gegen die Bayern setzt, ist offen.

Downs ein Kandidat für die Startelf?

Die Suche nach einem klassischen Zielstürmer mit Bundesliga-Format gestaltet sich bei den Kölnern nach den bisherigen Leistungen eher schwierig. Zwar setzte Steffen Tigges am vergangenen Samstag mit dem Ausgleich gegen den VfL Bochum laut Timo Schultz ein „Ausrufezeichen“, doch der Stürmer hat in dieser Saison auch schon zahlreiche Möglichkeiten verpasst, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ein Kandidat für die Startelf ist der 25-Jährige angesichts der bisherigen Spielzeit unter Schultz sicherlich nicht. Damion Downs schon eher. Der Youngster machte mit seinem Tor im Rheinderby auf sich aufmerksam. Allerdings beorderte Timo Schultz den 19-Jährigen zuletzt wieder in die U21 des FC. Die Chancen stehen aber auch nicht schlecht, dass die Kölner gegen die Bayern auch ohne Zielstürmer spielen werden. Sargis Adamyan dürfte ohnehin gesetzt sein.


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Wie geht es weiter mit Benno Schmitz?

1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Benno Schmitz?
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Wie geht es weiter mit Benno Schmitz?

Mit seiner Flanke zum 2:1 hatte Benno Schmitz am Samstag maßgeblichen Anteil am Erfolg des 1. FC Köln über den VfL Bochum. Ob der 29-Jährige auch im kommenden Jahr für die Kölner spielt, ist aber offen. Noch.

Benno Schmitz ist einer von drei Spielern des 1. FC Köln, deren Vertrag im Sommer ausläuft – abgesehen von den Leihen. Aufgrund der Transfersperre wollen die Kölner den Rechtsverteidiger gerne behalten. Doch wirklich zufriedenstellend lief die Saison für den 29-Jährigen nicht beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Benno Schmitz?

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Mit den beiden Treffern in der Nachspielzeit avancierten Steffen Tigges und Luca Waldschmidt am Samstag zu den Matchwinnern im Duell gegen den VfL Bochum. Dabei ging eine Aktion, die zum Siegtreffer geführt hat ein wenig unter: die Flanke von Benno Schmitz. Für den Rechtsverteidiger war es die erste Tor-Beteiligung in der Liga in dieser Spielzeit. Im Pokal gegen den VfL Osnabrück hatte der Rechtsverteidiger mit einem Traumtor getroffen, im Spiel gegen Kaiserslautern einen weiteren Treffer vorbereitet. Nach seinem Tor betonte Ex-Trainer Steffen Baumgart feixend, dass Schmitz ja nur ein Tor in der Saison erziele. Er sollte Stand jetzt recht behalten. Nun hatte der dienstälteste Kölner entscheidenden Anteil am wichtigen 2:1 gegen den VfL Bochum.

Bleibt Benno Schmitz in Köln

Für Schmitz einer der wenigen Höhepunkte einer tristen Saison. Und das nicht nur aufgrund der schwachen Spielzeit der Kölner. Unter Steffen Baumgart, unter dem der Rechtsverteidiger zum „kölschen Cafu“ avancierte, war Schmitz als Stammspieler in die Runde gestartet, mit Rasmus Carstensen wurde ein Backup gefunden, das dem 29-Jährigen eher nicht gefährlich werden sollte. Es dann aber schneller tat, als dem gebürtigen Bayer wohl lieb war. Selbst Baumgart hielt in der Hinrunde nicht mehr an Schmitz fest. Der Däne lief dem Routinier den Rang ab. Mit dem Wechsel von Baumgart auf Timo Schultz hat sich die Situation wahrlich nicht verbessert. In den zwölf Spielen unter dem neuen Trainer stand Schmitz vier Mal in der Startelf und kam zu vier Kurzeinsätzen (insgesamt 18 Minuten). Nachdem auch Carstensen zuletzt nicht immer überzeugte, wurde mit Jan Thielmann ein Offensivspieler dem Routinier bevorzugt.

Wirklich zufriedenstellend wird der Saisonverlauf für den einstigen Stammspieler also wahrlich nicht sein. Die Zukunft in Köln verspricht nicht unbedingt Besserung. Dabei befindet sich der Abwehrspieler eigentlich in einer guten Position. Der Vertrag von Schmitz läuft im kommenden Sommer aus. Der 29-Jährige ist neben Philipp Pentke und Justin Diehl einer von drei Profis, die noch keinen Kontrakt für die kommende Spielzeit haben. Dass der FC den Rechtsverteidiger aufgrund der Transfersperre gerne noch weiter behalten will, ist alles andere als ein Geheimnis. Schließlich verfügt Köln nur über einen weiteren etatmäßigen Rechtsverteidiger. Nicht umsonst verdichten sich seit einer guten Woche die Gerüchte, dass Schmitz bereits ein Angebot des FC vorliegen soll.

Rückkehr zum Jugendverein

Ob sich der Rechtsverteidiger aber aufgrund der sportlichen Perspektive weiterhin im Geißbock-Trikot sieht, ist zumindest fraglich. Zuletzt machten ebenfalls Gerüchte die Runde, Schmitz könne Baumgart nach Hamburg folgen. Einen Beleg gibt es dafür nicht. Für den Routinier steht am Wochenende zunächst einmal die Rückkehr zum FC Bayern München auf dem Plan. Der Rechtsverteidiger wurde beim Rekordmeister ausgebildet, durchlief bereits ab dem Alter von sieben Jahren sämtliche Juniorenmannschaften des FCB. Möglicherweise wird Schmitz wieder nur zu einem Kurzeinsatz kommen. Vielleicht hat er dann aber immerhin schon einen weiteren Schritt seiner Zukunft geplant.


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Wird Selke nochmal im FC-Trikot auflaufen?

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Wird Selke nochmal im FC-Trikot auflaufen?

Davie Selke wird dem FC bis zum Saisonende fehlen. Das ergab die Untersuchung am Montag. Ob der Stürmer überhaupt noch einmal für die Geißböcke aufläuft ist alles andere als klar.

Der FC muss im Saison-Endspurt ohne seinen Topstürmer auskommen. Wie geht es weiter für den Stürmer des 1. FC Köln: Wird Davie Selke nochmal für den FC spielen?

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Auch, wenn der Erfolg des 1. FC Köln über den VfL Bochum besonders süß war, der Abschied von Davie Selke war bitter. Das Spiel gegen Bochum könnte der letzte Auftritt von Davie Selke mit dem Geißbock auf der Brust gewesen sein. Dass der Stürmer in dieser Saison nicht mehr aufläuft, stellte der Verein am Mittag mit einer kurzen Meldung klar. Die Verletzung, die sich Selke im Duell gegen Bochum zugezogen hatte, stellte sich nach der MRT-Untersuchung als Fußbruch heraus. Die gleiche Verletzung, die den Stürmer zu Beginn des Jahres für acht Wochen außer Gefecht gesetzt hatte. Nun dieselbe Verletzung, nur wird sie dieses Mal nicht konservativ sondern operativ behandelt. Selke wird für das Saisonfinale nicht mehr fit.

Selke hat keinen Vertrag für die 2. Bundesliga

Zwar zeigte sich Sportdirektor Christian Keller kämpferisch und versprach, dass Selke als Kämpfer aus diesem herben Rückschlag „gestärkt hervorgehen“ werde. Ob Selke das allerdings für die Geißböcke tun wird, ist alles andere als klar. Denn der Stürmer hat keinen Vertrag für die zweite Liga, kann den Verein also im Abstiegsfall ablösefrei verlassen. Konkret hatte sich der Stürmer zu diesem Fall nicht geäußert. Eigenwerbung kann der Angreifer bis zum Saisonschluss nicht mehr betreiben. „Wir drücken ihm die Daumen für eine erfolgreiche OP und werden ihn bei der anschließenden Reha bestmöglich unterstützen“, sagte Keller.  

Für Selke ist es nun ein weiterer Rückschlag, in der ohnehin schwierigen Saison. Schon zu Beginn der Spielzeit war Selke verletzt, litt unter Rückenbeschwerden, die ihn nicht bei 100 Prozent agieren ließen. Im Januar folgte der erste Fußbruch. Erst vor gut vier Wochen hatte der Stürmer sein Comeback gegeben. Auf Instagram hatte sich Selke am Mittag an die Fans gerichtet. „Jeder der mich kennt, weiß wie schwer dieser erneute Rückschlag für mich ist. Ich habe alles dafür getan um mit den Jungs auf dem Platz für unser Ziel zu kämpfen. Leider hat mein Fuß dabei nicht mitgespielt. Die letzten Minuten gegen Bochum haben gezeigt wie unser Weg auszusehen hat. Zusammen mit euch schaffen wir das“, schrieb der Stürmer. Gegen Augsburg hatte der Stürmer das wichtige 1:1 erzielt, sein sechstes Saisontor, möglicherweise das letzte für die Geißböcke.


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Bittere Nachricht: Saison-Aus für Selke

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Bittere Nachricht: Saison-Aus für Selke

Es hatte sich bereits angedeutet, nun ist es offiziell: Davie Selke wird dem 1. FC Köln bis zum Saison-Ende nicht zur Verfügung stehen. Der Stürmer zog sich am Samstag eine Verletzung am Fuß zu.

Der FC muss im Saison-Endspurt ohne seinen Topstürmer auskommen. Bittere Nachricht für den 1. FC Köln: Davie Selke fällt bis zum Saison-Ende aus. Das bestätigte der Verein am Montag.

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Der 2:1-Erfolg des 1. FC Köln gegen den VfL Bochum war essentiell wichtig, er war aber auch besonders teuer erkauft. Denn genau vier Wochen nach seinem Comeback hat sich Davie Selke erneut den Fuß gebrochen und fällt voraussichtlich bis zum Saisonende aus. Ob der Stürmer also nochmal für die Geißböcke aufläuft, ist offen. Denn dem Vernehmen nach besitzt der 29-Jährige keinen Vertrag für die 2. Bundesliga. Selke war im Duell gegen Bochum unglücklich aufgekommen und hatte sofort signalisiert, dass er sich verletzt habe. Selke humpelte vom Platz und die Feierlichkeiten nach dem Spiel in der Kurve gestützt miterleben. Athletik-Trainer Tillmann Bockhorst trug den Angreifer sogar huckepack zu den Fans. Steffen Tigges berichtete später von „schrecklichen“ Bildern.

Selke beendet Training frühzeitig

Auch Timo Schultz betonte, dass es sich gerade nicht so gut anfühle. Und der Trainer sollte also recht behalten. Wie der Verein mitteilte, hat sich Selke erneut den Fuß gebrochen. Der Bruch wird operativ behandelt. Ein Comeback bis zum 34. Spieltag damit unmöglich. Im Duell gegen den 1. FC Heidenheim hatte sich Selke die Fußverletzung erstmals zugezogen und war dann fast acht Wochen ausgefallen. Sein Comeback hatte der Angreifer im Rheinderby gegen Gladbach gegeben. Schon am vergangenen Wochenende war Selke umgeknickt, konnte unter der Woche nicht voll trainieren, war dann aber doch einsatzfähig. Timo Schultz sprach dem Angreifer eine Einsatzgarantie aus. „Wenn er fit ist, spielt er“, sagte der Trainer.

„Jeder der mich kennt, weiß wie schwer dieser erneute Rückschlag für mich ist. Ich habe alles dafür getan um mit den Jungs auf dem Platz für unser Ziel zu kämpfen. Leider hat mein Fuß dabei nicht mitgespielt. Die letzten Minuten gegen Bochum haben gezeigt wie unser Weg auszusehen hat. Zusammen mit euch schaffen wir das“, schrieb der Stürmer in einer Nachricht auf Instagram. Selke hatte sich bereits im ersten Pflichtspiel im Pokal eine Verletzung zugezogen, die später den Ausfall gegen Frankfurt bedeutete. „Wir werden die nächsten zwei Tage mit den Untersuchungen abwarten“, hatte Schultz bereits nach dem Spiel am Samstag gesagt. „Zur Not stellen wir Luca Waldschmidt wieder vorne als Zielstürmer rein.“ Das wird nun wahrscheinlicher.


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Urbig mit Fürth in der Krise, Obuz darf mit Essen hoffen

1. FC Köln: So schlagen sich die Leihspieler
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Urbig mit Fürth in der Krise, Obuz darf mit Essen hoffen

Der eine Aufstiegstraum ist geplatzt, der andere lebt weiter. Während Jonas Urbig mit Greuther Fürth eine bittere Niederlage kassierte, gewann Rot-Weiss Essen erneut. So schlugen sich die Leihspieler am Wochenende.

Während der 1. FC Köln durch den 2:1-Erfolg über den VfL Bochum neue Hoffnung im Abstiegsrennen gesammelt hat, ist der Traum von der Rückkehr ins Bundesliga-Oberhaus für Greuther Fürth mit Jonas Urbig und Tim Lemperle wohl geplatzt. Aufstiegshoffnungen dürfen sich andere Kölner Leihgaben machen. So schlugen sich die FC-Leihgaben.

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Wirklich viel zu tun bekam Jonas Urbig am Sonntagnachmittag nicht. Und das erwartungsgemäß. Das Kölner Talent war mit der SpVgg Greuther Fürth zu Gast beim Tabellenschlusslicht VfL Osnabrück, beim zweit ungefährlichsten Team der 2. Liga. Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Serie sollte an der Bremer Brücke die Wende gelingen, um vielleicht doch noch einmal in den Aufstiegskampf einzugreifen. Doch obwohl Urbig nicht viel zu tun bekam, kassierten die Franken eine 0:2-Niederlage und können bei nun zehn Zählern Rückstand auf Rang drei wohl sämtliche Aufstiegsambitionen begraben. Die Kölner Leihgabe bekam genau drei Schüsse aufs Tor, schon die ersten beiden zappelten im Netz. In beiden Fällen hatte der Keeper keine Chance. Fürth war zwar deutlich überlegen, gefährlich wurde das Kleeblatt aber nicht.

Kein Einsatz für Lemperle

Kurz vor Spielende rettete Urbig stark gegen Noel Niemann Nicht zum Einsatz kam Tim Lemperle. Trainer Alexander Zorniger hatte auf den Angreifer verzichtet, der unter Sprunggelenksproblemen leidet. Für den Angreifer war es erst das zweite Spiel, das er in dieser Saison verpasst hat. Fürth reiht sich mit der Niederlage in eine prominente Liste ein. Auch St. Pauli, Hannover 96 und der Hamburger SV verloren in dieser Spielzeit gegen die Lilien. Urbig soll ab dem kommenden Sommer die Nummer zwei beim FC sein. Sollten die Kölner absteigen, wird Marvin Schwäbe die Geißböcke wohl verlassen. Dann würde Urbig wohl die neue Nummer eins beim FC. Eine Rolle, die er sicherlich schon bekleiden kann.

Obwohl Rot-Weiss Essen ihn gerne behalten würde, kehrt wohl auch Marvin Obuz im Sommer zurück zum 1. FC Köln. Möglicherweise spielt er dann gegen seinen aktuellen Club – sollten die Kölner den Klassenerhalt verpassen. Denn RWE darf sich weiter Hoffnungen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga machen. Am Wochenende gewann der Traditionsclub gegen den MSV Duisburg 4:1, bleibt somit auf Tuchfühlung mit dem Relegationsplatz und verschärfte gleichzeitig die Abstiegssorgen der Zebras. Zwar erwischte der Offensivspieler keine ähnliche Gala wie beim 4:0 gegen Dortmund II als er an drei Treffern beteiligt war, Obuz holte aber den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 3:1 raus. Zwar hat RWE fünf Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz, allerdings ein Spiel weniger absolviert als die Konkurrenz. Es ist also noch alles möglich.

Soldo erneut nicht im Kader des FCK

Für Nikola Soldo bleibt die Situation beim 1. FC Kaiserslautern schwierig. Der Innenverteidiger spielt auch weiterhin keine Rolle in den Planungen von Friedhelm Funkel, stand am Wochenende wieder nicht im Kader. Kaiserslautern unterlag dem Hamburger SV 1:2 und belegt wie der FC den vorletzten Platz, allerdings beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer nur zwei Zähler. Eine Zukunft beim FC ist angesichts der Nicht-Berücksichtigung bei den Pfälzern trotz Transfersperre und Verletzung von Luca Kilian unwahrscheinlich. Mathias Olesen kam beim 3:2-Erfolg über die Grasshoppers aus Zürich für Yverdon Sport FC erneut in der Startelf zum Einsatz. Der Luxemburger wurde zwei Minuten vor Spielende ausgewechselt. Durch den Erfolg wird der Club wohl eher weniger mit dem Abstieg zu tun bekommen. Maxi Schmid kam bei Kerkrade am Wochenende nicht zum Einsatz.


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Kommentar: Eine Initialzündung? Bestimmt! Aber auch eine Warnung

Ein Kommentar zum wichtigen Sieg gegen Bochum
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Kommentar: Eine Initialzündung? Bestimmt! Aber auch eine Warnung

Mit den beiden Treffern in der Nachspielzeit haben Luca Waldschmidt und Steffen Tigges das Kölner Stadion in ein Tollhaus verwandelt. Der späte Erfolg könnte eine Initialzündung sein, wirklich rund lief es beim FC aber nicht. Ein Kommentar.

Mit dem 2:1 über den VfL Bochum hat der 1. FC Köln den erhofften Sieg im Abstiegskampf eingefahren. Die Art und Weise des Erfolgs könnte den Kölnern einen Schub geben. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der FC bis zu den beiden Treffern in der Nachspielzeit kein Mittel hatte, dem VfL wirklich gefährlich zu werden. Ein Kommentar zum wichtigen Sieg gegen Bochum.

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„Der FC lebt“, brachte es Florian Kainz nach der Gefühlsexplosion am Samstagnachmittag in drei einfachen Worten auf den Punkt. Mit dem Last-Minute-Erfolg über den VfL Bochum hat der 1. FC Köln einen wichtigen Sieg, vielmehr aber noch drei wichtige Punkte eingefahren. Denn mit dem Ende der regulären Spielzeit sah Köln wie der große Verlierer des 28. Spieltags aus. Mit einem 0:1 gegen die formschwachen Westfalen wäre der VfL auf zehn Punkte und Mainz auf vier Zähler davongezogen. Angesichts der kommenden Aufgabe bei den Bayern, die naturgemäß eher selten drei Spiele in Folge verlieren, und Hoffenheim und Heidenheim als Gegner der Konkurrenz, wäre eine Niederlage mindestens einem deutlichen Fingerzeig Richtung Zweitklassigkeit gleichgekommen.

Sieg als Initialzündung?

Doch das ist es nicht. Der FC hat mit einem Kraftakt das Spiel in der Nachspielzeit gedreht, zu einem Zeitpunkt, an dem nicht viele Fans an die Geißböcke geglaubt, sie phasenweise sogar erstmals in dieser Spielzeit ausgepfiffen haben. Die Kölner standen mit dem Rücken zur Wand, der Druck auf die Spieler muss immens gewesen sein. Steffen Tigges und Luca Waldschmidt verwandelten mit ihren Toren das Kölner Stadion schließlich in ein Tollhaus, verhalfen dem angeschlagenen Club wieder auf die Beine. Der FC lebt. Und nicht nur das. Dieser Erfolg über Bochum, dieser unbändige Willen, das verloren geglaubte Spiel zu drehen, die entfachte Leidenschaft können eine Initialzündung für die Kölner sein. Einen besseren Impuls als diese letzten Minuten in Müngersdorf hätte kein Motivator, kein leidenschaftlicher Trainer geben können.

Auch wenn nach dem Spiel schon sehr viel Pathos in den Worten von FC-Trainer Timo Schultz gesteckt hat, man hatte tatsächlich das Gefühl, dass sich Fans und Mannschaft in diesen beiden glücklichen Momenten, in diesen 100 Sekunden purer Gänsehaut gegenseitig entfachten und nun in der Crunchtime voneinander profitieren können. Diese Wucht sollten die Kölner mit in die kommenden Spiele nehmen, sich daran erinnern wie „unbeschreiblich“, wie „schön“ dieser 2:1-Erfolg war, wie die Kölner Akteure den Sieg selbst beschreiben. Gut möglich, dass das dann etwas beim FC auslöst. Dass diese Initialzündung der Anfang einer Aufholjagd ist. Dass die Kölner genau diesen Weckruf nach der regulären Spielzeit für den Endspurt gebraucht haben.

Die andere Seite der Wahrheit

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sie ihn gebraucht haben. Gegen einen kriselnden Club, dessen Etat, dessen Kaderwert deutlich unter dem der Geißböcke liegt. Ein Team, dass nun seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen, nur einen Punkt geholt hat. Der FC hat das Spiel ganz sicher nicht unverdient gewonnen, war über weite Strecken die bessere Mannschaft, mit den größeren Möglichkeiten und doch hätte sich der Tabellenvorletzte über eine Niederlage nicht beschweren dürfen. In der Offensivbewegung war Köln behäbig, seltsam gehemmt, vielleicht sogar gelähmt, entwickelte einmal mehr viel zu wenige Tormöglichkeiten, wirkte über weite Strecken ideenlos. Dazu gesellten sich Fehlpässe, individuelle Fehler und unnötige Ballverluste. Nach der regulären Spielzeit sprach nicht sonderlich viel dafür, dass diese Kölner Mannschaft noch eine Idee hat, wie sie dem Abstieg entkommen soll.

Durch das 2:1 hat der FC den Relegationsplatz Stand 28. Spieltag wieder in der eigenen Hand. Die Kölner können mit einem Erfolg über Mainz den 16. Platz erklimmen, sollte sich die Punktedifferenz bis dahin nicht deutlich verschlechtern. Vielleicht ist nun sogar noch ein wenig mehr drin – die direkte Rettung. Die 100 Sekunden Glückseligkeit können tatsächlich eine Initialzündung sein, die 90 Minuten zuvor sollten aber eine Warnung sein.


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Drei Punkte, dennoch lief nicht alles rund beim FC

Gegen Bochum lief nicht alles rund beim 1. FC Köln
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Drei Punkte, dennoch lief nicht alles rund beim FC

Mit dem 2:1-Erfolg über den VfL Bochum hat der 1. FC Köln wieder Hoffnung im Abstiegsrennen geschöpft. Doch so wirklich rund lief es bei den Geißböcken lange nicht.

Die Wichtigkeit des Duells war den Spielern des FC durchaus bewusst. Die Anspannung hemmte das Spiel der Kölner zeitweilig, bis sie in der Schlussphase aufdrehten und zum ersten Mal in dieser Saison einen Rückstand drehten und die Partie so für sich entschieden. Doch gegen Bochum lief nicht alles rund beim 1. FC Köln.

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Das Stadion bebte, nachdem Luca Waldschmidt zum 2:1 gegen den VfL Bochum getroffen hatte und es wollte auch die letzten fünf Minuten nicht damit aufhören. Und das nicht nur, weil die Kölner nach dem Ende der regulären Spielzeit die Begegnung noch komplett drehten. Auch, weil der FC sich weiterhin Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen darf.  „Wir waren fast weg und in der Nachspielzeit bist du auf einmal wieder voll in der Verlosung mit dabei“, sagte Christian Keller sichtbar erleichtert. Tatsächlich sah es nach 90 Minuten so als, als würden die Kölner mit zehn Punkten Rückstand auf Rang 15 und vier auf den Relegationsplatz am kommenden Wochenende nach München fahren. Doch der Sportdirektor ordnete die Begegnung auch realistisch ein: „Wir waren nicht gut, aber wir waren die bessere Mannschaft. Sehr sehr lang hat man uns die Anspannung angemerkt, wie schwierig und wie wichtig dieses Spiel für uns ist.“ 

Schwache Passquote, viele Abschlüsse

Gerade in den ersten Minuten merkte man den Kölnern vor allem an, dass sie kein zu großes Risiko gehen wollten, erst einmal abwarten wollten. Das änderte sich nach zehn Minuten, als die Kölner aufdrehten. Linton Maina und Sargis Adamyan hätten schon früh für die Kölner treffen können. Doch spätestens mit der ersten dicken Chance der Bochumer, einem Versuch aus der zweiten Reihe von Anthony Losilla, änderte sich das Bild. Die Kölner verloren zunehmend den Zugriff auf die Begegnung, wirkten auf einmal seltsam gelähmt. „Ich habe in den 90 Minuten vorher ganz viele Dinge gesehen, die mir nicht gefallen haben“, sagte auch Timo Schultz. „Wir waren ein Stück weit gehemmt. Wir hätten zielstrebiger nach vorne spielen sollen und hätten unsere fußballerischen Qualitäten auf den Platz bringen müssen.“ 

Die Kölner erlaubten sich zahlreiche individuelle Fehler, kamen auf eine Passquote von gerade einmal 75 Prozent. Zwar schlugen die Kölner 25 Flanken, von denen aber nur vier beim Mitspieler ankamen. Zwischen der 20. und der 60. Minute stockte das Kölner Offensivspiel einmal mehr. Erst mit der Einwechslung von Luca Waldschmidt und Faride Alidou nahm die Offensivbewegung wieder ein wenig an Fahrt auf. Zwingend wurden die Kölner aber eigentlich erst in der Schlussphase. Immerhin standen am Ende 18 Torschüsse, davon auch sechs auf das Gehäuse auf der Kölner Habenseite.

Keller: „Die Spieler wussten, wie wichtig dieses Spiel ist“

Der Sieg war zudem teuer erkauft. Davie Selke wird wohl vorerst fehlen, Eric Martel sah die fünfte Gelbe Karte, wird gegen die Bayern ebenfalls nicht auflaufen. Das zähe Spiel blieb natürlich auch den Kölner Fans nicht verborgen. So dass es nach dem ein oder anderen Fehlpass die ersten Pfiffe gab. „Die Zuschauer wussten, wie wichtig dieses Spiel ist und wenn du da dann mit hoher Hoffnung und Erwartung sitzt und siehst, dass wir nicht so viel auf die Kette kriegen, dann habe ich da totales Verständnis, wenn die auch mal durchhängen“, sagte Keller. „Wenn du in so einem wichtigen Spiel 0:1 hinten bist, ist es ganz normal, dass Pfiffe kommen“, ergänzte Kapitän Florian Kainz, der dann aber mit seiner Ecke zum 1:1 die Wende einleitete – auf dem Platz und auf den Rängen. Denn zum ersten Mal in dieser Saison drehten die Geißböcke ein 0:1.

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – VfL Bochum


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann (84. Schmitz) – Ljubicic, Martel (63. Huseinbasic) – Kainz, Maina (63. Alidou) – Adamyan (84. Tigges), Selke (68. Waldschmidt) – Tore: 0:1 Passlack (54.), 1:1 Tigges (90.), 2:1 Waldschmidt (90.+2).


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Luca Waldschmidt: Gegen Bochum der erhoffte Unterschiedsspieler 

Luca Waldschmidt hält den 1. FC Köln im Abstiegskampf
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Luca Waldschmidt: Gegen Bochum der erhoffte Unterschiedsspieler 

Im Duell gegen den VfL Bochum erzielte Luca Waldschmidt in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer und bewies, dass sein Coach Timo Schultz ihn zu Recht als Unterschiedsspieler sieht.

Mit dem Sieg gegen Bochum darf der FC weiterhin auf den Relegationsplatz hoffen. Das Tor des Mittelstürmers kam genau zur richtigen Zeit. Luca Waldschmidt hält den 1. FC Köln im Abstiegskampf.

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Es lief die zweite Minute der Nachspielzeit des 28. Spieltages, als die Flanke des zuvor eingewechselten Benno Schmitz Richtung Luca Waldschmidt segelte, dieser nahm Maß, nickte ein und brachte damit den FC in Führung. Nach seinem Kopfball-Treffer ins Glück rannte der Offensivspieler über den Platz und wirbelte die Hände wild in der Luft. Möglicherweise wollte der 27-Jährige die Fans noch einmal animieren, vielleicht war es ein Weckruf an die eigene Mannschaft. Das Stadion glich aber bereits einem Tollhaus, gefährlich wurde Bochum nicht mehr. Am Samstag war Waldschmidt genau das, was FC-Trainer Timo Schultz sich von ihm erhofft hat: ein Unterschiedsspieler. Als sich die FC-Fans nach Rückstand schon einigermaßen mit dem Punkt arrangiert hatten, traf Waldschmidt zum 2:1-Erfolg. Nur eine Minute zuvor hatte Steffen Tigges den Ausgleich für die Kölner erzielt und die Möglichkeit zu drei Punkten eröffnet.

Waldschmidt machte den Unterschied

Schultz hatte Waldschmidt bereits vor dem Duell gegen Augsburg gelobt. „Luca ist für uns ein Unterschiedsspieler, der mit einer Aktion sehr viel bewirken kann“, sagte der Coach sogar vor dem Augsburg-Duell. „Er hat einen extrem starken Abschluss. Da kommt man als Trainer schon mal ins Grübeln, ob man nicht doch noch einen Kaderplatz freischaufeln kann, der vielleicht in den letzten Minuten eine entscheidende Aktion haben kann.“ Genau die hatte der 27-Jährige gegen Bochum.

Nachdem der Mittelstürmer wochenlang wegen eines Wadenbeinbruchs ausgefallen war und im Duell gegen Augsburg vergangene Woche seinen ersten Kurzeinsatz hatte, ist er nun wieder zurück auf dem Platz. „Es ist ein schönes Gefühl. Nach so einer langen Zeit so zurückzukommen ist umso schöner“, sagte Waldschmidt. Verständlich, denn zu Beginn der Saison lief es für den Mittelstürmer auch nicht gerade rosig. Der Angreifer brachte es bisher auf je ein Tor gegen Wolfsburg und Gladbach und zwei Vorlagen.  

Mehr Einsatzzeit für Waldschmidt?

Sein drittes Saisontor am Samstag kam genau zum richtigen Zeitpunkt. „Ich habe den Ball kurzzeitig gar nicht gesehen, weil noch ein Gegenspieler davor war. Es sieht vielleicht ein wenig komisch aus. Ich wollte ihn da hinten aber reinlegen“, sagte der 27-Jährige. Das Vertrauen des Coaches hat sich also ausgezahlt. „Der Trainer hat gesagt, ich soll mir die Bälle nehmen, mir etwas zutrauen. Er hat gesagt, dass sich die Spieler, die von Anfang an spielen, aufreiben sollen und die Gegenspieler müde machen, damit die Spieler die reinkommen, das Spiel entscheiden.“

Der Matchplan des FC-Trainers ist aufgegangen. Schultz bewies ein besonders glückliches Händchen. Nachdem der FC lange in der Saison kein Joker-Tor erzielt hatte – waren die Treffer von Waldschmidt und Tigges nun die Treffer zwei und drei von Einwechselspielern. Gerade Waldschmidt machte am Samstag den Unterschied. Wieviel Einsatzzeit der Mittelstürmer in den kommenden Partien erhalten wird, ist offen. Gerade in Bezug auf einen möglichen Ausfall von Davie Selke steigen Waldschmidts Chancen auf mehr Spielzeit. „Dann stellen wir Luca als Zielspieler vorne rein“, betonte Schultz.

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – VfL Bochum


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann (84. Schmitz) – Ljubicic, Martel (63. Huseinbasic) – Kainz, Maina (63. Alidou) – Adamyan (84. Tigges), Selke (68. Waldschmidt) – Tore: 0:1 Passlack (54.), 1:1 Tigges (90.), 2:1 Waldschmidt (90.+2).


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Erstes Tor seit 322 Tagen: Ausgerechnet Tigges leitet das Wahnsinns-Finish ein

Steffen Tigges bringt die Wende gegen Bochum
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Erstes Tor seit 322 Tagen: Ausgerechnet Tigges leitet das Wahnsinns-Finish ein

Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum zwischenzeitlichen 1:1 leitete Steffen Tigges die späte Wende gegen den VfL Bochum ein. Ausgerechnet Tigges, der unter Timo Schultz bislang keine große Rolle gespielt hat.

Der 1. FC Köln gewinnt am 28. Spieltag 2:1 gegen den VfL Bochum und darf weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen. Und das, obwohl Köln bereits wie der große Verlierer des Spieltags aussah. Einen großen Anteil hatte daran ein Stürmer, der eigentlich außen vor war: Steffen Tigges bringt die Wende gegen Bochum.

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Nein, viel sprach nicht mehr für den 1. FC Köln im Duell gegen den VfL Bochum. Der FC hatte sich 90 Minuten lang bemüht, doch wirklich viel wollte den Geißböcken auch gegen den VfL nicht gelingen. Als Luca Waldschmidt nur wenige Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit einem strammen Schuss aus knapp 18 Metern scheiterte, hatten sich schon viele Fans auf die Niederlage gegen den VfL und damit mit einer drastischen Verschlechterung im Kampf um den Klassenerhalt eingestellt. Die Einwechslung von Steffen Tigges nur eine Minute zuvor, trug wohl nicht unbedingt zum Aufkeimen großer Hoffnung bei. Zu wenig ist der Angreifer in dieser Saison in Erscheinung getreten. In 18 Einsätzen kam Tigges gerade einmal auf zehn Abschlüsse – allerdings in 18 Kurzeinsätzen.

Im 19. Spiel das erste Saisontor

In der 19. Begegnung erzielte Tigges sein erstes Saisontor – und dazu ein besonders wichtiges. „Für solche Momente lebt man als Spieler: Dass man reinkommt und das Spiel in eine andere Bahn lenkt“, sagte der Stürmer unter anderem dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Tigges lenkte das Spiel in eine andere Richtung, denn keine 120 Sekunden später traf Waldschmidt zum 2:1-Siegtreffer. Der FC darf Dank der Einwechselspieler somit weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen. Und das, obwohl die Kölner sich lange sehr schwer taten. „Ich habe in den 90 Minuten vorher ganz viele Dinge gesehen, die mir nicht gefallen haben“, sagte Timo Schultz, der mit seinen Einwechslungen aber maßgeblichen Anteil am Erfolg der Kölner hatte – zumindest bewies der Trainer ein besonders glückliches Händchen.

Und das war so bei Tigges nicht abzusehen. Denn während Waldschmidt für den Kölner Trainer ein Unterschiedsspieler ist, spielte der Zielstürmer bislang keine große Rolle. Zwar kommt Tigges in den zwölf Schultz-Begegnungen auf immerhin acht Einsätze, allerdings spielte der 25-Jährige in diesem Zeitraum insgesamt keine 70 Minuten. Und das, obwohl mit Davie Selke ein Zielstürmer lange ausgefallen war. Schultz setzte lieber auf Jan Thielmann als Selke-Ersatz – ein deutliches, kein positives Zeichen an Tigges. Zuletzt hatte der Trainer auch Damion Downs bevorzugt. Der Stürmer hatte mit seinem ersten Bundesliga-Tor im Rheinderby die Nominierung gerechtfertigt. Spätestens nachdem Downs am Freitagabend den entscheidenden Treffer für die U21 im Duell gegen die U23 von Paderborn erzielt hatte, wuchs bei einigen Fans die Kritik, dass Schultz Tigges und nicht den 19-Jährigen nominiert hatte.

Schultz: „Er hat ein Ausrufezeichen gesetzt“

Nun bekam also Tigges seine Chance. „Seitdem ich hier bin, war er bis jetzt eher hinten dran. Wir haben ihm gesagt, dass er seine Stärken für uns einbringen kann, einbringen muss“, sagte Schultz und nannte die Stärken in einem: „Er ist sehr ballsicher als Wandspieler, er ist gut in der Luft.“ Und gerade die Stärke in der Luft bescherte dem FC den zwischenzeitlichen Ausgleich. Florian Kainz brachte eine Ecke Richtung kurzer Pfosten, Tigges stieg am höchsten und ließ das Kölner Stadion explodieren. Die rund 50.000 FC-Fans ahnten nicht, dass Waldschmidt kurz darauf noch einen draufsetzte. Für Tigges war es der erste Treffer nach 322 Tagen. Ob der Stürmer auch am kommenden Samstag gegen die Bayern spielen wird, ist trotz der Verletzung von Selke und einem mögliche Aus offen. Aber: „Er hat ein Ausreifezeichen gesetzt.“  

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – VfL Bochum


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