Stürmer-Not beim FC: War die Leihe von Youssoupha Niang ein Fehler?

Youssoupha Niang spielt mittlerweile für St. Pauli
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Stürmer-Not beim FC: War die Leihe von Youssoupha Niang ein Fehler?

Mit Thijs Dallinga und Imad Rondic fehlen dem 1. FC Köln aktuell zwei Stürmer verletzungsbedingt. Ragnar Ache ist zumindest wieder teilintegriert, braucht aber auch noch Zeit. Eine weitere Option, die hätte in der Offensive auflaufen können, wäre Youssoupha Niang gewesen. Der Angreifer ist derzeit an den FC St. Pauli ausgeliehen. Hätten die Kölner den 20-Jährigen im Sommer lieber behalten sollen?

Für Youssoupha Niang läuft es beim FC St. Pauli bislang richtig gut. Der Stürmer stand in vier von von sechs möglichen Zweitliga-Partien in der Startelf und kam in den anderen beiden Partien als Joker zum Einsatz.

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Auch wenn es mit dem Toreschießen bislang noch nicht funktioniert hat, ist die Spielpraxis für den 20-Jährigen elementar wichtig für seine Entwicklung. Gemeinsam mit Abdoulie Ceesay bildet Niang seit drei Partien das Offensiv-Duo bei St. Pauli. „Das hat sich jetzt so ein wenig ergeben mit Youss, der geradlinig ist, der auch brutale Power hat, am Gegner vorbeiziehen kann und beim Anlaufen richtig gut ist“, lobte Trainer Marcel Rapp den Youngster nach dem 2:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC.

Niang durfte in der vergangenen Saison sowohl unter Ex-Coach Lukas Kwasniok als auch unter René Wagner bereits Bundesligaluft schnuppern. Zweimal stand der junge Stürmer in der Startelf, zudem kam er achtmal von der Bank. Im vergangenen Sommer entschieden sich die FC-Verantwortlichen jedoch, Niang in die 2. Bundesliga an St. Pauli zu verleihen. In Hamburg sollte das Eigengewächs wichtige Spielpraxis und Erfahrungen sammeln. Angesichts der aktuellen Lage bei den Geißböcken muss jedoch die Frage erlaubt sein, ob bei der Kaderplanung in der Offensive nicht einen Fehler gemacht wurde. Aktuell steht man in Köln ohne nominellen Stürmer da.

Niang als zusätzliche Option in der Kölner Offensive

Der gleichzeitige Ausfall von Ragnar Ache und Thijs Dallinga traf den FC hart. Dahinter steht als dritte Option für das Sturmzentrum lediglich Imad Rondic bereit. Der Bosnier konnte allerdings seit seinem Wechsel nach Köln seine Qualitäten nie wirklich unter Beweis stellen und fehlte zuletzt ebenfalls. Marius Bülter wird unter Wagner primär auf den Außenbahnen eingesetzt, spielte aufgrund der aktuellen Lage allerdings immer wieder neben Said El Mala in der vordersten Linie. Der 33-Jährige ist allerdings kein klassischer Stürmer. Wie die Rolle von Niang bei einem Verbleib aktuell aussehen würde, ist rein spekulativ. Auch wenn es vielleicht nicht für die Startelf reichen würde, dürfte er dennoch zumindest eine große Rolle von der Bank spielen. Der gebürtige Bonner bringt einige Eigenschaften mit, die dem Team gut zu Gesicht stehen würden. Er ist jung, hungrig und flexibel einsetzbar.

In der Vorbereitung machte Niang durch starke Leistungen auf sich aufmerksam und traf unter anderem in den Testspielen gegen den FC Rheinsüd und Bergisch Gladbach. Sogar ein möglicher Durchbruch als Stammspieler wurde immer wieder diskutiert. Trotzdem entschieden sich Wagner und sein Team am Ende bekanntlich für eine Leihe als bessere Option. Rund zwei Monate später steht der FC ohne Stürmer da. Weder Bülter, noch der aktuell fehlende Rondic werden diese Lücke vollständig schließen können. Für Niang hätte es die Möglichkeit sein können, sich in der Bundesliga zu beweisen. Vereinsintern werden große Stücke auf den Angreifer gehalten. Welche Rolle er nach seiner Rückkehr einnimmt, wird sich noch zeigen.

Wagner setzt auf junge Talente

Dass Wagner keine Scheu hat, auf junge und talentierte Spieler zu setzen, zeigt unter anderem der Umgang mit Jahmai Simpson-Pusey und Mikey Moore. Neuzugang Reigan Heskey spielte zuletzt ebenfalls wieder eine größere Rolle. In Frankfurt durfte der junge Engländer in der Schlussphase ran und hatte noch die Chance zum Ausgleich. Von der aktuellen Situation hätte Niang zwar profitieren können – allen voran aber der FC selbst. Seine Schnelligkeit könnte im Umschaltspiel der Kölner eine Waffe sein – besonders, wenn Wagner wie gegen die Eintracht eine defensivere Ausrichtung wählt und auf Konter setzt.

Niang wurde beim FC in der vergangenen Saison auch schon auf der rechten Außenbahn eingesetzt und hätte dort den Konkurrenzkampf ankurbeln können. Auf der Position hat momentan Linton Maina die Nase vorn. Der Außenspieler ist aktuell Topscorer bei den Kölnern und verdrängte Jan Thielmann direkt zu Beginn der Spielzeit aus der Startelf. Thomas Kessler deutete bereits an, für den Platz im Sturmzentrum im Winter auf dem Transfermarkt aktiv werden zu wollen. Womöglich steht auch eine frühzeitige Leih-Rückkehr im Raum.

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Ache zurück im Training: Das Personal-Update vor Schalke

Ragnar Ache im Training des 1. FC Köln
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Ache zurück im Training: Das Personal-Update vor Schalke

Der 1. FC Köln startet in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den FC Schalke 04. Nach seiner Verletzung im Testspiel nimmt Ragnar Ache erstmals wieder teilintegriert an der Einheit teil. Joel Schmied wird nach seiner Auswechslung am Freitagabend untersucht und fehlt daher, fünf Spieler arbeiten weiterhin im Reha-Bereich.

Nach dem langen Wochenende beginnt der FC am Montag sich auf das anstehende Heimspiel vorzubereiten. René Wagner setzt dafür hauptsächlich auf nicht-öffentliche Einheiten.

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Durch das Spiel am Freitagabend hat sich die Struktur des Wochenendes beim 1. FC Köln verändert. Am Montag stand die Mannschaft daher wieder auf dem Trainingsplatz um mit der Vorbereitung zu beginnen. Nachdem Joel Schmied sich in Frankfurt verletzte und daher die Einheit zum Wochenstart verpasste, kehrte mit Ragnar Ache ein Spieler zurück – früher als erwartet. Die Trainingsgruppe blieb also gleich groß, während Timo Hübers, Rav Van den Berg, Imad Rondic, Thijs Dallinga und Ellyes Skhiri weiterhin im Reha-Bereich arbeiten.

Geheime Trainingswoche vor Schalke

Nachdem Wagner in Frankfurt mit einer Fünferkette überraschte, könnte gegen Schalke die nächste Veränderung folgen. Von den vier Einheiten in dieser Woche ist lediglich die erste am Montag öffentlich. Dienstag, Donnerstag und Freitag trainiert das Team ohne Zuschauer, am Mittwoch haben die Spieler nochmal frei.

Eine Kadernominierung für Ache käme wohl trotz Rückkehr noch deutlich zu früh. Der Stürmer soll langsam wieder herangeführt werden und im Saisonverlauf noch eine entscheidende Rolle spielen. Interessant ist die Situation in der Innenverteidigung, da nach dem Ausfall von Schmied mit Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili nur noch zwei Profis für diese Position zur Verfügung stehen. Wie schon in der Vorwoche dürfte Youngster Assad Kotya-Fofana dementsprechend nicht nur Trainingsgast sein, sondern auch gute Chancen auf einen Kaderplatz am Wochenende haben. Spannend wird zudem die Situation auf den Außenverteidiger-Position. Durch die Rückkehr von Alessio Castro-Montes hat Wagner hier eine weitere Option, die womöglich auch zu einer Veränderung auf links führen könnte. Durch einen guten Saisonstart hatte sich hier Gideon Mensah zunächst etabliert, zuletzt bekam allerdings Neuzugang Borna Sosa das Vertrauen von Beginn an.

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Zweiter Startelfeinsatz in Folge: Patrik Kristal fasst beim FC Thun Fuß

Patrik Kristal gemeinsam mit Paul Okon-Engstler beim Training des 1. FC Köln
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Zweiter Startelfeinsatz in Folge: Patrik Kristal fasst beim FC Thun Fuß

Patrik Kristal stand beim FC Thun zuletzt erstmals in der Startelf und durfte am Wochenende direkt wieder von Beginn an ran. Während der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln damit in den kommenden Wochen auf mehr Spielzeit hoffen darf, wartet Elias Bakatukanda beim VfL Osnabrück weiterhin auf sein Pflichtspieldebüt. So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln.

Der 1. FC Köln hat für die Saison 2026/27 acht Spieler verliehen. Mehrere von ihnen kamen am vergangenen Wochenende für ihre Leihvereine zum Einsatz. Besonders erfreulich verlief zuletzt die Entwicklung bei Patrik Kristal, der nach seinem Startelfdebüt in der Vorwoche erneut von Beginn an auflief. Während andere Kölner Leihspieler ohne Einsatz blieben, sammelten Julian Pauli und Jusuf Gazibegovic wichtige Spielminuten.

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Für Patrik Kristal geht es beim FC Thun langsam voran. Nachdem der Mittelfeldspieler zuvor lediglich einmal eingewechselt worden war, stand er in der vergangenen Woche erstmals in der Startelf. Beim 0:1 in der Conference League bei Twente Enschede durfte der Leihspieler des 1. FC Köln 60 Minuten mitwirken. Nur wenige Tage später folgte der nächste Einsatz von Beginn an. In der zweiten Runde des Schweizer Pokals war Thun beim Drittligisten FC Schaffhausen gefordert. Kristal stand erneut in der Anfangsformation und spielte, wie bereits unter der Woche, rund eine Stunde. Beim Stand von 0:1 wurde der Mittelfeldspieler ausgewechselt.

Seine Mannschaft schaffte es anschließend jedoch noch ins Elfmeterschießen und setzte sich mit 10:9 durch. Damit zog der FC Thun in die nächste Runde ein. Für Kristal ist die erneute Nominierung ein positives Zeichen. Nachdem er zunächst kaum Spielzeit erhalten hatte, stand er innerhalb weniger Tage zweimal in der Startelf. Nun kann der 18-Jährige versuchen, sich dauerhaft für weitere Einsätze zu empfehlen.

Startelf für Pauli, Niang und Gazibegovic

Auch Julian Pauli durfte sich über ein erfolgreiches Wochenende freuen. Mit Odense BK gewann der Abwehrspieler mit 2:1 gegen Bröndby IF. Dabei stand Pauli bereits zum zweiten Mal in Folge über die gesamte Spielzeit auf dem Platz. Der Innenverteidiger sammelt damit weiterhin wichtige Einsatzminuten bei seinem dänischen Leihverein. Jusuf Gazibegovic stand bei Widzew Lodz ebenfalls wieder in der Startelf. Nach seinem Comeback in der Vorwoche vertraute ihm sein Trainer erneut von Beginn an. Gegen Wisla Krakau spielte der Rechtsverteidiger die kompletten 90 Minuten. Tore fielen allerdings keine, sodass sich beide Mannschaften mit einem 0:0 trennten. Für Gazibegovic ist es dennoch ein positives Signal, dass er nach seiner Rückkehr direkt wieder regelmäßig zum Einsatz kommt.

Auch die Leihe von Youssoupha Ninag zum FC St. Pauli scheint immer weiter aufzugehen – zumindest wenn es um die Einsatzzeit geht. Beim Auswärtsspiel gegen Hannover 96 durfte der Angreifer von Beginn an ran, fand jedoch zu keinem Zeitpunkt wirklich in die Partie. Nach rund einer Stunde wurde Niang beim Stand von 1:1 ausgewechselt. An diesem Ergebnis änderte sich bis zum Abpfiff nichts, sodass beide Mannschaften die Punkte teilten.

Bakatukanda weiter außen vor

Jaka Cuber Potocnik musste bei Rot-Weiss Essen zunächst auf der Bank Platz nehmen. Beim Auswärtsspiel der Essener beim FC Ingolstadt wurde der Angreifer rund 15 Minuten vor dem Ende eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt lag RWE mit 0:1 zurück. Auch mit dem Kölner Leihspieler auf dem Platz gelang der Ausgleich nicht mehr, sodass Essen die Partie verlor. Für Elias Bakatukanda bleibt die Situation beim VfL Osnabrück schwierig. Bei der 1:2-Niederlage in Bielefeld stand der Innenverteidiger erneut nicht im Kader. Damit wartet der Leihspieler des 1. FC Köln weiterhin auf seine ersten Pflichtspielminuten für die Niedersachsen.

Yannick Mausehund kam beim TSV Havelse ebenfalls nicht zum Zug. Während des Auswärtsspiels beim SV Meppen saß der Abwehrspieler über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Die Begegnung endete mit einem 1:1-Unentschieden. Fynn Schenten und Roda Kerkrade sind erst am Montagabend im Einsatz. Der Stürmer trifft mit seinem Club in der zweiten niederländischen Liga auf die U21 des FC Utrecht.

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Verletzungspech beim 1. FC Köln? Die Zahlen zeichnen ein überraschendes Bild

Thijs Dallinga liegt verletzt am Boden
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Verletzungspech beim 1. FC Köln? Die Zahlen zeichnen ein überraschendes Bild

Mit Joel Schmied droht dem 1. FC Köln der nächste Ausfall. Schon jetzt fehlen den Geißböcken zahlreiche Spieler, darunter wichtige Leistungsträger. Doch trifft es den FC tatsächlich härter als andere Bundesligisten? Ein Vergleich der Verletzungszahlen liefert eine überraschende Antwort – und zeigt, warum die Kölner dennoch ein ernstes Personalproblem haben.

Die Verletztenliste des 1. FC Köln wird immer länger. Nach Thijs Dallinga, Ragnar Ache und weiteren Spielern könnte nun auch Joel Schmied ausfallen. Der Eindruck einer außergewöhnlichen Verletzungsserie liegt nahe. Doch die Zahlen erzählen eine etwas andere Geschichte.

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Noch ist keine Diagnose bekannt, doch aktuell deutet viel daraufhin, dass im Spiel gegen den FC Schalke 04 am kommenden Samstag (15:30 Uhr, Liveticker bei come-on-fc.com) ein weiterer Kölner Spieler fehlen könnte. Joel Schmied knickte im Duell gegen Eintracht Frankfurt unglücklich um. Der Innenverteidiger probierte es nochmal, aber der Versuch war schnell beendet. Der Schweizer wurde doch ausgewechselt, es folgten Untersuchungen. Sollte Schmied nun tatsächlich ausfallen, reiht sich der Innenverteidiger in eine illustre Runde ein. Denn der FC scheint in dieser Spielzeit extrem vom Verletzungspech verfolgt. Das hatte die Kölner schon in der Vorsaison heimgesucht. Auch ein Grund, warum damals noch Lukas Kwasniok viel rotieren musste. Der Ex-Trainer beschwerte sich allerdings nicht, gab das vermeintliche Pech nicht als Grund an, wenn es sportlich nicht lief.

Verletzungen beim 1. FC Köln: Andere Bundesligisten trifft es noch härter

Nun wiederholt sich die Serie gefühlt. Im Testspiel gegen Viktoria Köln verletzten sich Thijs Dallinga und Ragnar Ache. Anschließend fielen auch Rav van den Berg und Imad Rondic aus. Und nun kommt vermutlich auch Schmied dazu. Die Kölner scheint es auch in dieser Spielzeit wieder besonders hart zu treffen. Aber stimmt das so überhaupt. Schon vor einigen Wochen hatte come-on-fc.com die muskulären Verletzungen der Bundesligisten genauer untersucht. Dabei zeigten sich erstaunlicherweise die Bayern und Gladbach als Teams, die den FC sogar über den Zeitraum sei Beginn der Spielzeit 25/26 noch übertrafen. Allgemein kommen die Geißböcke in dieser Spielzeit auf neun Akteure, die sich während der Vorbereitung oder der Saison verletzt haben. Damit sind die Kölner aber nicht Ligaspitze. Bei Bremen und Hamburg fielen bereits deutlich mehr Spieler aus.

Warum die Verletztenliste beim FC trotzdem besonders problematisch ist

Allerdings liegen die Geißböcke über dem Schnitt. Der liegt bei 7,5 Verletzten pro Team. Die neun verletzten Kölner wiederum verpassten bislang 22 Spiele. Auch das geht deutlich schlimmer. So kommt der VfB Stuttgart in dieser Statistik auf mehr als 40 Begegnungen, Bremen und Union Berlin kratzen an dieser Marke. Man kann also nicht behaupten, dass der FC bei den verpassten Spielen besonders schlecht dasteht. Bei den schweren Verletzungen wie bei Timo Hübers oder Ellyes Skhiri ist der FC dagegen gemeinsam mit Dortmund ganz vorne in negativer Hinsicht. Gleich drei Langzeitverletzte haben die Kölner zu verzeichnen. Wobei es sich bei dem Begriff um einen recht schwammigen handelt. Und doch ist der Eindruck vom Kölner Verletzungspech nicht von der Hand zu weisen. Sollte Schmied nämlich am Samstag wirklich fehlen, würden sieben Akteure zum gleichen Zeitpunkt ausfallen. Und da kann wahrlich kein anderer Bundesligist mithalten.

Entscheidend ist daher nicht nur, wie viele Spieler sich im Laufe einer Saison verletzen. Für die sportliche Situation macht es einen erheblichen Unterschied, ob die Ausfälle über mehrere Monate verteilt auftreten oder sich innerhalb weniger Wochen häufen, genauso welche Rolle die Verletzten spielen, ob Stamm oder nicht. Gerade wenn mehrere Spieler auf ähnlichen Positionen fehlen, schrumpfen die taktischen Möglichkeiten eines Trainers erheblich. Genau das droht dem FC aktuell im Angriff und in der Innenverteidigung. Die Statistik der insgesamt verpassten Spiele bildet dieses Problem nur bedingt ab. Der Eindruck, dass der FC besonders hart vom Verletzungspech getroffen wird, ist damit nicht grundsätzlich falsch. Er muss nur genauer eingeordnet werden.

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Viele Abschlüsse, kaum Torgefahr: Kölns Offensivproblem hat auch in Frankfurt Bestand

Said El Mala überzeugte nicht gänzlich im Spiel gegen Würzburg
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Viele Abschlüsse, kaum Torgefahr: Kölns Offensivproblem hat auch in Frankfurt Bestand

Der 1. FC Köln gehört bei den Torabschlüssen zu den auffälligeren Mannschaften der Bundesliga. Doch die nackte Anzahl der Schüsse täuscht über ein Problem hinweg: Wirklich gefährliche Möglichkeiten erspielen sich die Geißböcke vergleichsweise selten. Das zeigte auch die Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Warum der FC trotz vieler Abschlüsse offensiv zu wenig Durchschlagskraft entwickelt.

Gegen Eintracht Frankfurt blieb Said El Mala ohne Treffer, auch Marius Bülter konnte seine Möglichkeiten nicht nutzen. Doch die ausbleibenden Tore sind nicht nur eine Frage der Chancenverwertung. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Kölner vor allem ein anderes Problem haben.

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Wenige Tage, nachdem sich Said El Mala mit seinem Treffer zum 2:1 zum Derbyhelden geschossen hatte, lief es bei dem 20-Jährigen nicht mehr so gut. Zwar hatte der Offensivspieler auch gegen Eintracht Frankfurt seine Möglichkeiten, die ganz große Torgefahr strahlte El Mala dabei aber nicht aus. Denn Torschuss ist nicht gleich Torschuss und Chance eben nicht gleich Chance. Anders ausgedrückt: Die Anzahl an Abschlüssen sagt relativ wenig über die Anzahl von guten Torchancen aus und diese wiederum nicht so wirklich viel über deren Qualität. El Mala kreierte jedenfalls nicht die ganz große Torgefahr. Dass aber ein möglicher Zusammenhang nur an der Leistung des Youngsters hänge, wollten weder der deutsche Nationalspieler noch Geschäftsführer Thomas Kessler so sehen.

Nicht nur El Mala: Auch Bülter lässt Chancen liegen

El Mala sagte am Sky-Mikrofon, dass diese These Quatsch sei. Kessler verwies wiederum darauf, dass eben auch andere Offensivspieler ihre Möglichkeiten hatten. Am auffälligsten war in der Tat Marius Bülter. Der Stürmer kam schon in eine gute Abschlussposition, da hatten die letzten Fans ihren Sitzplatz noch nicht eingenommen. Später war Eintracht-Keeper Noah Atubolu aus kurzer Distanz für den Stürmer nicht zu überwinden. „Ich muss vielleicht genauer zielen. Den ersten will ich ihm über den Kopf hauen, da reißt er die Arme hoch, den zweiten hält er ganz gut. Da fehlt vielleicht das Glück“, so Bülter. Zwar gehört es zu den Kernkompetenzen eines Angreifers, die Chancen dann auch zu nutzen, doch Marius Bülter war sicherlich der Kölner Stürmer, der sich für die Geißböcke in die gefährlichsten Situationen brachte.

91 Torschüsse – doch die x-Werte zeigen das FC-Problem

Bülter stand vor allem aber symptomatisch für ein Kernproblem der Kölner. Der FC kommt zwar zu Abschlüssen, in aller Regel auch deutlich mehr als das Ligamittel, Großchancen kreieren die Kölner dabei eher selten und auch die Torgefahr strahlen die Geißböcke eher wenig aus. Um es zu veranschaulichen: Mit 91 Torabschlüssen liegt Köln in dieser Statistik im oberen Tabellendrittel. Mit dem xGoals-Wert von 9 dagegen im unteren. So hatte Marius Bülter gegen die Eintracht wohl die besten beiden Möglichkeiten. Der FC ging aber mit einem xGoals-Wert von 0,4 in die Kabine. Bedeutet: Die Qualität der Möglichkeiten ließ gerade einmal 0,4 Tore erwarten. Im zweiten Durchgang kamen noch einmal 0,1 dazu.

Dass die Torwahrscheinlichkeit von 0,1 wiederum zu einem Treffer reicht, zeigte Frankfurts Nationalspieler Younes Ebnoutalib. Denn beim entscheidenden 1:0 erreichte der junge Angreifer genau diesen Wert. Und das war insofern erstaunlich, da Frankfurt insgesamt einen xGoals-Wert von 1,8 erreichte, abgesehen vom Treffer hätten nach dieser Statistik also durchaus noch weitere Tore fallen können. Der Eindruck, die Kölner hätten also einen Punkt verdient gehabt, deckt sich nicht mit der ausgestrahlten Torgefahr. Und tatsächlich begegneten sich die Mannschaften in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe. Frankfurt hatte mehr Spielanteile, der FC mehr Abschlüsse. Nach dem Wechsel verdiente sich die Eintracht den Sieg aber zunehmend. Umso erstaunlicher, dass FC-Coach René Wagner bei seiner durchaus verständlichen Herangehensweise, für die Stabilität der Defensive einen Offensivspieler zu opfern, auf Mikey Moore verzichtete, der mindestens in der Wahrnehmung der Kölner Fans für mehr kreative Momente in der Offensive verpflichtet wurde.

Derbysieg zeigt: Auch unwahrscheinliche Treffer sind möglich

Dass man jedoch Spiele auch ohne die ganz große Torgefahr gewinnen kann, zeigte der Derbysieg. Dort kamen die Torschützen Said El Mala und Isak Johannesson mit ihren Treffern gemeinsam auf einen xGoals-Wert von sage und schreibe 0,07. Die beiden erzielten damit die unwahrscheinlichsten Treffer des gesamten Spieltags.

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Vom Luxusproblem zur Personalnot: Dem 1. FC Köln gehen schon wieder die Innenverteidiger aus

Luka Lochoshvili im Zweikampf im Duell gegen Eintracht Frankfurt
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Vom Luxusproblem zur Personalnot: Dem 1. FC Köln gehen schon wieder die Innenverteidiger aus

Eigentlich schien der 1. FC Köln in der Innenverteidigung besonders gut aufgestellt. Doch nach dem Ausfall von Rav van den Berg droht mit Joel Schmied bereits der nächste Abwehrspieler wegzubrechen. Für René Wagner könnte damit ausgerechnet die zuletzt stabilere Fünferkette zum Problem werden. Und für ein Kölner Talent eröffnet sich möglicherweise eine unverhoffte Chance.

Durch die Fünferkette wirkte der FC am Freitagabend nicht so anfällig, hielt lange die Null. Auch René Wagner sprach später davon, dass dieses taktische Mittel eine Option für die Zukunft darstelle. Nur fehlen dafür möglicherweise die Spieler.

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Ein paar Minuten hat er es nochmal probiert. Doch die Bilder hatten bei Joel Schmied nicht getäuscht. Der Innenverteidiger ist nicht wirklich bekannt dafür, mit einer Showeinlage auf ein Foulspiel zu reagieren. Als der Schweizer im Duell gegen Eintracht Frankfurt also am Boden lag und eindeutig Hilfe benötigte, war klar, da könnte etwas ernsteres passiert sein. Eine genaue Diagnose steht bei Schmied noch aus, doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Innenverteidiger nun auch erst einmal ausfällt. Der Abwehrspieler weist bei den Geißböcken eine erstaunlich lange Krankenakte auf. Gleich zwei längere Verletzungen verzeichnete Schmied in der Vorsaison, verpasste dadurch 14 Spiele. Nun wird er anscheinend wieder fehlen. Und damit tut sich in der Innenverteidigung plötzlich eine ungeahnte Lücke auf.

Kommt Assad Kotya-Fofana zu seinem Debüt?

Ungeahnt, denn eigentlich schienen die Geißböcke in der zentralen Defensive besonders gut aufgestellt. Immerhin so gut, dass die beiden Kölner Talente Elias Bakatukanda und Julian Pauli vor dem Deadline Day noch die nächste Leihe eingegangen sind. Zumindest bei Pauli soll nach Informationen von come-on-fc.com ein Verkauf ebenfalls eine Option gewesen sein. Das Vertrauen von Trainer René Wagner gehörte also vier erfahreneren Spielern. Nun fallen mit Rav van den Berg und Schmied zwei Innenverteidiger aus. Assad Kotya-Fofana rückte am Freitag schon zum ersten Mal bei einem Pflichtspiel in den Profi-Kader auf, ein erster Einsatz rückt nun sogar noch einmal näher. Denn es bleiben „nur“ die beiden Stammspieler Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili, der ebenfalls nicht unversehrt aus dem Spiel gegen die Eintracht hervorging.

Aus den vier sind nun also innerhalb weniger Tage zwei nomineller Innenverteidiger im Kader geworden. Angesichts der unterm Strich doch recht stabilen Fünferkette ein kleines Problem – denn diese benötigt bekanntlich drei zentrale Abwehrspieler. Dafür gibt es nach aktuellem Verletztenstand nur zwei Alternativen. Entweder Sebastian Sebulonsen wird wie in der Vorsaison wieder zum Innenverteidiger umfunktioniert oder Kotya-Fofana wird tatsächlich zur Alternative. Für den 18-Jährigen vielleicht ein etwas großer Schritt. So oder so wird René Wagner wohl in den kommenden Tagen wieder puzzeln müssen. Das vermeintliche Luxusproblem des Saisonbeginns ist innerhalb weniger Tage zu einer gravierenden Baustelle geworden.

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„Das freut mich extrem“: Frauen-Trainerin Carlson lobt die Entwicklung ihrer Mannschaft nach HSV-Sieg

Britta Carlson vom 1. FC Köln
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„Das freut mich extrem“: Frauen-Trainerin Carlson lobt die Entwicklung ihrer Mannschaft nach HSV-Sieg

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln waren nach dem 3:1-Heimerfolg gegen den Hamburger SV in Partylaune. Britta Carlson lobte ihre Mannschaft sowie insbesondere ihre Matchwinnerin Pauline Bremer. Zugleich benannte die Trainerin aber auch zwei Punkte, die noch besser hätten laufen müssen.

Mit einem Dreierpack hatte Pauline Bremer den 1. FC Köln am Samstagmittag zum Sieg gegen den HSV geführt. So gab es für die Matchwinnerin, aber auch für den Rest des Teams nach dem 3:1-Erfolg lobende Worte von Trainerin Britta Carlson.

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Bei den Fußballerinnen des 1. FC Köln herrschte nach dem dritten Sieg im vierten Heimspiel Partylaune. Die Mannschaft feierte nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit den Fans den Dreier gegen den Hamburger SV. Natürlich hatte auch Trainerin Britta Carlson hinterher gute Laune: „Ich bin sehr zufrieden, was die Mannschaft gerade leistet, wie sie auch heute agiert hat, die Intensität, die sie fährt. Und vor allen Dingen die Zielstrebigkeit, die wir heute hatten, die uns in der letzten Woche noch gefehlt hat, die war heute da und das freut mich extrem.“ Ihre Mannschaft habe sich für die Leistung belohnt.

Bremer mit Dreierpack zum Sieg im Jubiläumsspiel

Besonders hervor stach Pauline Bremer, die ihr 100. Bundesliga-Spiels mit einem Dreierpack feierte. „Pauli hatte immer einen sehr hohen Anspruch an sich selbst. Das ist eine Spielerin, die in jedem Training ihre Tore zählt“, verriet Carlson. Gegen den HSV habe die Stürmerin zudem viele Wege für das Team gemacht und zahlreiche Bälle festgemacht. „Das ist die Pauline Bremer, die wir immer wieder schonmal gesehen haben, aber vielleicht nicht über 90 Minuten. Das hat sie heute über 90 Minuten richtig gut gespielt“, lobte die Trainerin, bezog aber auch das Kollektiv mit ein: „Sie wurde von ihren Mitspielerinnen aber auch gut in Szene gesetzt.“

Bremer selbst hatte sich nach dem Spielende direkt den Ball geschnappt, den sie im Anschluss noch von ihren Mitspielerinnen unterschreiben lassen wollte, wie sie gegenüber unserer Redaktion verriet. Zuhause wird das Spielgerät sicher ebenso einen besonderen Ort für die Erinnerung bekommen wie auch das Trikot Bremers. Als Willi-Ostermann-Spezialtrikot handelte es sich ohnehin schon um ein Unikat für die Sammlung der Stürmerin, doch durch den Dreierpack wurde es direkt ein spezielles Sondertrikot. „Ich finde das Trikot super schön, mag die Farben sehr gerne und habe mich sehr wohl gefühlt in dem Trikot. Das ist, denke ich, ein schönes Andenken“, erklärte Bremer auf Nachfrage unserer Redaktion.

Viel Lob von der Trainerin, aber auch ein Kritikpunkt

Die Trainerin wiederum hob in ihrer Analyse neben der Effizienz vor dem Tor die Reaktion ihrer Mannschaft auf personelle Schwierigkeiten hervor. Kurz vor dem Anpfiff musste Taylor Ziemer aufgrund muskulärer Probleme aussetzen. Marina Hegering rückte kurzfristig ins Team. „Da kann ich nur ein großes Kompliment an die Mannschaft geben, dass sie das gerade, wenn wieder so Schwierigkeiten kommen, souverän löst“, lobte Carlson. Bei Ziemer habe es sich zunächst nicht um größere Probleme gehandelt. Im letzten Sprint habe die Spielerin jedoch mehr Beschwerden verspürt und sich gegen einen Einsatz entschieden, um kein Risiko einzugehen. Carlson sprach von einer richtigen Entscheidung und betonte, dass sich das Trainerteam bereits im Vorfeld Gedanken über mögliche Alternativen gemacht habe.

Einen Kritikpunkt hatte Carlson an diesem Nachmittag aber doch: „Was mich ein bisschen ärgert: Nach der gelb-roten Karte haben wir einen Schritt zu wenig gemacht. Ich möchte eigentlich, dass wir dann einen Schritt mehr machen.“ Dass der FC die Partie anschließend dennoch souverän zu Ende spielte, wertete die Trainerin positiv. Gleichzeitig sah sie weiteres Verbesserungspotenzial im Umschaltspiel: „Wenn wir die Situationen noch konsequenter zu Ende spielen, dann hätte es nachher auch Richtung drei, vier Tore mehr gehen können.“ Mit zwölf Punkten im Gepäck richtet sich der Blick nun auf das Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am kommenden Samstag. Mit einer abermals treffsicheren Bremer könnte beim haushohen Favoriten eine Überraschung gelingen.

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Neuer Kandidat bei der Kölner Stürmer-Suche? – Der 1. FC Köln soll sich mit Lukas Nmecha beschäftigen

Ist der 1. FC Köln an Lukas Nmecha interessiert? (Foto: George Wood/Getty Images)
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Neuer Kandidat bei der Kölner Stürmer-Suche? – Der 1. FC Köln soll sich mit Lukas Nmecha beschäftigen

Zuletzt hatte Thomas Kessler bestätigt, dass der 1. FC Köln den Transfermarkt für den Winter sondiert. Ein Kandidat im Sturm soll Lukas Nmecha sein. Der Angreifer steht momentan noch bei Leeds United unter Vertrag und könnte die Lücke, die durch die Dallinga-Verletzung entstanden ist, schließen.

Wie die „Bild“ berichtet, soll sich der 1. FC Köln mit Lukas Nmecha beschäftigen. Der frühere deutsche Nationalspieler kommt bei Leeds United momentan nur sporadisch zum Einsatz.

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Durch die Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache waren zuletzt schnell Gerüchte hochgekocht, dass der FC einen Ersatz verpflichten könnte. Vertragslose Spieler möchten die Geißböcke zwar nicht holen, aber im Winter könnte es durch die lange Ausfallzeit von Dallinga durchaus zu einem Transfer kommen. „Wir sondieren den Markt“, sagte etwa Geschäftsführer Thomas Kessler am vergangenen Freitag bei „Sky“ und machte damit klar, dass sich die Kölner zumindest nach Alternativen umschauen. Einen neuen Kandidaten bringt nun die „Bild“ ins Spiel: Lukas Nmecha soll beim 1. FC Köln als Option auf der Liste stehen.

Vertrag läuft nur noch bis Sommer 2027

Der Stürmer geht momentan für Leeds United auf Torejagd. Dort hatte es ihn vor einem Jahr ablösefrei aus Wolfsburg hingezogen. In England muss sich der 27-Jährige jedoch meistens mit der Joker-Rolle zufrieden geben. So absolvierte der siebenmalige deutsche Nationalspieler 2025/26 zwar 31 Ligaspiele, stand dabei allerdings nur zehnmal in der Startelf. Trotzdem gelangen ihm respektable sechs Tore sowie eine Vorlage. Mehr Spielzeit verschaffte ihm diese Quote für die aktuellen Saison jedoch trotzdem nicht. Gerade mal 75 Minuten stand Nmecha in der Premier League seit dem Sommer auf dem Platz.

Zuletzt hatte daher schon das Portal „Teamtalk“ darüber berichtet, dass es Interessenten aus der zweiten englischen Liga sowie aus der Bundesliga gibt. Denn der Vertrag des Angreifers läuft bereits im kommenden Sommer aus. Auch wenn ihn Leeds gerne halten würde, werde es wegen der geringen Einsatzzeiten immer wahrscheinlicher, dass Nmecha seinen Vertrag nicht verlängert. Dann gebe es für die Engländer nur noch im Winter die Möglichkeit, eine Ablöse für den 27-Jährigen zu erzielen. Dessen Marktwert wird momentan zwar auf zehn Millionen Euro geschätzt. Die Summe dürfte bei einem Wechsel im Winter aber wegen der kurzen Restlaufzeit des Kontrakts geringer ausfallen.

Bei Leeds als Joker geschätzt

Ob die Engländer den Stürmer aber schon im Winter abgeben wollen, ist nicht klar. Denn auch wenn Nmecha nur die zweite Wahl hinter Dominic Calvert-Lewin ist, schätze laut dem „Teamtalk“-Bericht Trainer Daniel Farke den Angreifer als Joker und wegen seiner hohen Einsatzbereitschaft. Ein weiteres Problem aus Kölner Sicht könnte das Gehalt des 27-Jährigen werden. Denn in England dürfte Nmecha deutlich mehr verdienen, als er es in der Domstadt tun würde.

Das Profil des Angreifers als klassischer Mittelstürmer dürfte allerdings für die Geißböcke sehr interessant sein. Schließlich verfügt der frühere deutsche Nationalspieler über eine Menge Bundesliga-Erfahrung, erzielte für den VfL Wolfsburg in 69 Partien im deutschen Oberhaus insgesamt 16 Treffer und steuerte drei Vorlagen bei. Allerdings hatte er gerade bei den Wölfen immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, verpasste alleine durch verschiedene Probleme mit dem Knie insgesamt 29 Spiele. Ein Fakt, den sich die Verantwortlichen beim FC wohl genau anschauen werden. Denn ein möglicherweise ebenfalls verletzungsanfälliger Stürmer neben Ache könnte schnell zum gleichen Problem führen, wie es die Kölner momentan haben.

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Nach Joker-Einsatz gegen die Eintracht: Wie stehen die Chancen von Reigan Heskey auf (mehr) Spielzeit beim 1. FC Köln?

Reigan Heskey bei der U21 des 1. FC Köln
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Nach Joker-Einsatz gegen die Eintracht: Wie stehen die Chancen von Reigan Heskey auf (mehr) Spielzeit beim 1. FC Köln?

Das erste Mal seit dem zweiten Spieltag kam Reigan Heskey am vergangenen Freitag wieder für die Profis des 1. FC Köln zum Einsatz. Dabei deutete der Flügelspieler sein Potential in der kurzen Zeit als Joker zumindest an. Aber reicht das auch für mehr Einsatzzeit unter FC-Coach René Wagner?

Die vielen Ausfälle im Sturm führten dazu, dass Reigan Heskey in den Partien nach der Länderspielpause zumindest wieder im Kader der Profis des 1. FC Köln stand. Gegen die Eintracht reichte es außerdem zu einem Kurzeinsatz. Über diese Rolle dürfte der Engländer aber auch in den kommenden Wochen wohl nicht hinauskommen.

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Es war eine Aktion, die Lust auf mehr machte: Nach einem langen Pass von Borna Sosa zog Reigan Heskey in der Schlussphase der Partie gegen die Eintracht mit dem Ball von links in den Strafraum. Dort dribbelte der Engländer mit Dynamik an Frankfurts Robin Koch vorbei und versuchte, den Ball in die lange Ecke zu schlenzen. Diesen Abschluss konnte Noël Aséko gerade noch per Grätsche am Tor vorbei lenken. Auch wenn die Situation bei einem Treffer bestimmt nochmal überprüft worden wäre, weil Heskey SGE-Verteidiger Elias Baum in der Entstehung wohl in die Hacken gelaufen war und erst durch dessen Fall den Raum für sein Dribbling hatte, konnte der 18-Jährige in dieser Szene sein zweifellos vorhandenes Potential auch auf Bundesliga-Niveau andeuten. Denn der Joker-Einsatz in Frankfurt war überhaupt erst sein zweites Pflichtspiel für die FC-Profis. Nur am zweiten Spieltag gegen den VfB brachte René Wagner ihn noch für die Schlussphase. Sonst war das Talent in Köln noch einmal Mitte September in der Regionalliga für die U21 auf Spielzeit gekommen.

Heskey als Joker bei Rückständen

Denn trotz des Einsatzes gegen die Eintracht scheint der Sommerneuzugang aus Sicht des Trainerteams noch mehr Zeit zu brauchen, um endgültig in der Bundesliga anzukommen. So hatte Wagner schon Anfang September gemeint, dass Heskey „die Bundesliga auch athletisch bewältigen muss“. Und weiter: „In der Bundesliga gehört mehr dazu, als im Eins-gegen-eins unfassbar gut zu sein.“ Der Engländer muss beim FC in der Bundesliga auch gegen den Ball arbeiten, um für Wagner mehr als eine Joker-Option zu sein. Und um eben überhaupt für den Kader in Frage zu kommen, wenn es nicht so viele Offensiv-Ausfälle gibt.

Dazu passt, dass der Coach das Talent bisher nur eingewechselt hat, wenn der FC einem Rückstand hinterher lief. In diesen Situationen fallen zum einen die defensiven Schwächen des Youngsters weniger ins Gewicht. Denn sowohl gegen Stuttgart als auch gegen die SGE haben die Geißböcke versucht, zum Schluss nochmal alles nach vorne zu werfen, um den Rückstand umzubiegen. Zum anderen sind das genau die Momente, in denen Heskey der Mannschaft nochmal einen Impuls geben kann. Mit seinen Fähigkeiten im Dribbling kann der 18-Jährige auch in der Bundesliga für einen entscheidenden Moment sorgen. Das hat er gegen die Eintracht schon fast geschafft. Wenn seine Mannschaft wie gegen Borussia Mönchengladbach jedoch kurz vor Spielschluss führt, ist der Neuzugang eher keine Option. Denn er ist nicht der Spielertyp, der hilft, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Starke Konkurrenz auf Linksaußen

Mit seinen Stärken erinnert Heskey aber beim FC beinahe automatisch an Said El Mala. Dieser dürfte damit ein weiterer Grund sein, warum Heskey noch nicht mehr gespielt hat. Denn seine Idealposition auf Linksaußen war vor den Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache immer vom deutschen Nationalspieler belegt. Jetzt lief El Mala durch die Ausfälle zwar zuletzt im Sturmzentrum auf. Trotzdem hat der 20-Jährige weiterhin die Freiheit, sich nach links fallen zu lassen und von dort nach innen zu ziehen. So geschehen beim Siegtreffer im Derby vor einer Woche. Wenn allerdings nun Heskey auf links spielt und ähnlich wie El Mala gerne nach innen ziehen möchte, könnte das dazu führen, dass die beiden sich in die Quere kommen.

Daher passt ein Spieler wie Maina, der eher mal in die Tiefe geht, besser als Heskey, wenn El Mala auf dem Platz steht. Da Letzterer gesetzt ist, wird es für den Engländer schwierig, auf mehr Spielzeit zu kommen. Der 18-Jährige wird seine Chancen als Joker nutzen müssen, wenn der FC kurz vor Schluss noch einen Treffer benötigt. Für mehr wird es allerdings wahrscheinlich erstmal nicht reichen – was für ein so junges Talent aber natürlich auch normal ist. Auch wenn Dribblings wie das gegen die Eintracht bestimmt dafür sorgen dürften, dass ihn sein Coach öfter als bisher als gute Option sieht.

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„Wir arbeiten intensiv daran“ – Warum dieser Satz beim 1. FC Köln bald nicht mehr reichen darf – Ein Kommentar

René Wagner beim Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt
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„Wir arbeiten intensiv daran“ – Warum dieser Satz beim 1. FC Köln bald nicht mehr reichen darf – Ein Kommentar

René Wagner wird nicht müde zu betonen, dass beim 1. FC Köln intensiv an den Problemen gearbeitet werde. Doch nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt sind viele der bekannten Baustellen weiterhin offen. Zwar gibt es erste Fortschritte, doch die Ergebnisse lassen auf sich warten. Wie lange reicht die Versicherung, dass gearbeitet wird? Ein Kommentar.

Die Probleme sind erkannt, die Ursachen ausgemacht, an Lösungen wird intensiv gearbeitet. So lautet seit Wochen die Botschaft von René Wagner. Doch auch nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt kämpft der 1. FC Köln mit vielen bekannten Baustellen. Erste Fortschritte sind erkennbar, die erhofften Ergebnisse bleiben allerdings aus. Wie lange reicht die Versicherung, dass intensiv gearbeitet wird? Ein Kommentar.

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Die Ansammlung an Stimmen nach einem Fußballspiel bietet viel Nährboden für ein Trinkspiel a la Phrasen-Bingo. Bei Thomas Kessler wäre „Am Ende des Tages“ ein sicherer Griff zum Schnapsglas. Bei René Wagner hat sich zuletzt die Aussage „Da arbeiten wir intensiv dran“ als ziemlich verlässlich herausgestellt. Der Kölner Coach wird nicht müde zu betonen, dass man die Baustellen längst als solche ausgemacht und mit der Abhilfe bereits begonnen habe. Was soll ein Fußballtrainer auch anderes sagen. Es ist nun mal eine der Kernkompetenzen seines Berufstandes, Fehler zu erkennen und zu verbessern. Wagner wiederholt seinen Satz ruhig, überzeugt, ohne Ausflüchte. Und man glaubt ihm jedes Wort. Nach dem 0:1 in Frankfurt drängt sich trotzdem die Frage auf, wann die intensive Arbeit dann denn auch sichtbar wird.


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Die Baustellen bleiben – trotz intensiver Arbeit

Die Probleme, über die beim 1. FC Köln vor Wochen gesprochen wurde, sind mindestens in großen Teilen dieselben Probleme, über die heute bei den Fans auch gesprochen wird. Die Arbeit ist vielleicht sichtbar, die Lösungen sind es noch nicht. Zum Beispiel die Negativserie. Der FC hat seit mehr als einem Jahr in der Fremde nicht mehr gewonnen. Daran wollten und wollen die Kölner arbeiten. Gegen die Eintracht hatte Köln früh erste – wenn auch nicht die kolportierten Groß- – Chancen, doch spätestens mit dem Ende der zweiten Halbzeit kann man nicht von einem knapp verpassten Erfolg bei den Hessen sprechen. Wenngleich zur Wahrheit natürlich dazu gehört, dass man als Geißbock einen Sieg im Deutsche Bank Park auch nicht auf der Pflicht-Liste stehen hat. Die Serie geht weiter. Der Erfolg in Hoffenheim vor mehr als einem Jahr bleibt der letzte in der Fremde.

Der FC hat sich zum 20. Mal in Serie in einem Spiel mindestens ein Gegentor gefangen. Das Problem hat René Wagner ausgemacht, nicht nur intensiv dafür gearbeitet, sondern auch einen vielversprechenden Lösungsansatz gefunden. Der FC spielte mit Dreier- bzw. Fünferkette und stand lange sicher. Auch, weil ein Jahmai Simpson-Pusey zu alter Stärke gefunden hat. Auch dort gibt es einen zweiten Teil der Wahrheit. Frankfurt kam auf einen Expected-Goals-Wert von 1,8. Der entscheidende Treffer hatte dabei lediglich einen xG-Wert von rund 0,1. Die übrigen Abschlüsse waren zusammengenommen also deutlich gefährlicher, als es das Ergebnis vermuten lässt. Die Abwehr der Geißböcke war also alles andere als sattelfest. Auf der anderen Seite kamen die Kölner gerade Mal auf einen xGoals-Wert von 0,5 – trotz zahlreicher Abschlüsse. Die Wahrnehmung, der FC bringe sich um den Lohn seiner kreierten Chancen ist also eine sehr verschobene.

Erste Fortschritte sind erkennbar – aber reichen sie?

Dass sich Joel Schmied eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat, ist unglücklich und nicht in den Topf der muskulären Verletzungen zu werfen. An der Ursachenforschung und Bekämpfung arbeitet man in Köln bekanntlich ebenfalls intensiv. Nur kamen zuletzt mit Rav van den Berg und Imad Rondic die Fälle vier und fünf in dieser Spielzeit dazu. Und dann ist da noch die Baustelle Standardsituationen. Nun gab es zwei Spiele in Serie keinen Gegentreffer nach einem ruhenden Ball, die Kölner haben aber ein Tor nach einem Standard erzielt. Die Tendenz scheint nach oben zu zeigen. Nur darf man nicht den Fehler machen, aus dieser Tendenz jetzt schon das Allheilmittel zu lesen. Dennoch deutet sich ein erster kleiner Schritt an, der zeigt, dass die Arbeit sehr wohl wirken kann.

Geduld ist angebracht – aber nicht grenzenlos

René Wagner ist seit April im Amt, 14 Pflichtspiele hat er inzwischen verantwortet, sieben seit dem vergangenen Kader-Umbruch. Eine neue Spielidee braucht Zeit, gerade unter diesen Voraussetzungen, und Wagner hat erkennbar einen Plan – der Derbysieg hat gezeigt, wozu diese Mannschaft fähig ist. Geduld ist also angebracht. Aber Geduld heißt nicht, nicht hinzuschauen. Und je länger die gleichen Baustellen offen bleiben, desto lauter wird die Frage, wann aus der intensiven Arbeit auch sichtbare Fortschritte werden. Die Wochen bis zur kommenden Länderspielpause sind ein vernünftiger Zeitraum, an dessen Ende mehr stehen muss als die Versicherung, dass gearbeitet wird. Denn das ist das Problem an diesem Satz: Er beschreibt einen Prozess, kein Ergebnis. Er sagt, dass etwas passiert, aber nicht, was dabei herauskommt. Am Anfang einer Amtszeit ist das genug. Mit jeder Woche wird es weniger.

Wer beim Phrasen-Bingo auf Wagner gesetzt hat, ist nicht durstig geblieben. Dennoch: Höchste Zeit, dass ein anderer Satz das Glas öfter füllt: „Es hat funktioniert.“

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