Auf diese Leihspieler kann der FC in der kommenden Saison hoffen

Marvin Obuz spielt den Ball.
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Auf diese Leihspieler kann der FC in der kommenden Saison hoffen

Nach dem Abstieg steht wohl fest, dass den 1. FC Köln einige Leistungsträger verlassen werden. Aufgrund der Transfersperre werden die Kölner notgedrungen auf Leihspieler und den Nachwuchs setzen müssen. Doch wer hilft den Geißböcken?

Seit Samstagnachmittag steht der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte fest. Normalerweise stünde in so einem Fall ein personeller Umbruch in der Mannschaft an. Doch die Transfersperre schränkt den FC in seinen Handlungen ein. Auch deswegen hat Christian Keller schon im vergangenen Winter angekündigt, dass die Leihspieler eine größere Rolle spielen könnten. Diese Leihspieler können dem FC weiterhelfen.

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Jeff Chabot, Marvin Schwäbe, Timo Hübers und Davie Selke – die Liste der Spieler, die den FC möglicherweise verlassen werden, ist lang und sie scheint endlos. Immer wieder finden sich neue Namen dort wieder. Tatsächlich wird Christian Keller nicht alle Spieler halten können und vermutlich auch gar nicht wollen. Denn der Gang in die 2. Bundesliga ist bekanntlich mit erheblichen finanziellen Einbußungen verbunden. Somit wird der FC wie angekündigt auf Leihspieler und den Nachwuchs setzen müssen. Im Sommer sollen die Spieler wieder zum Geißbockheim kommen. Doch nicht jeder Spieler wird dauerhaft zum FC zurückkehren.

Jonas Urbig: Die wohl größten Chancen auf einen Platz im Kader hat Jonas Urbig. Und nicht nur das. Das große Keeper-Talent kann mit einem Auge Richtung Stammplatz im Tor des 1. FC Köln schielen. Denn ob Marvin Schwäbe auch in der 2. Liga das Tor für die Geißböcke hüten wird, ist unwahrscheinlich. Und das nicht unbedingt nur, weil der Keeper den FC möglicherweise verlassen und in der Bundesliga bleiben will. Schwäbe deutete an, dass ein Verbleib auch an der Vereinsführung liege. Urbig scheint aber bereit – für die 2. Bundesliga allemal. Der Keeper beendete eine beeindruckende Saison bei Greuther Fürth. Urbig spielte in der Saison elf Mal zu Null, kassierte 48 Gegentore, hielt starke 50 Prozent der Elfmeter. Das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Marktwert auf vier Millionen Euro ein. Urbig ist damit der wertvollste Keeper der zweiten Liga.

Drei Kandidaten für die Offensive

Tim Lemperle: Der Angreifer ist beim Kleeblatt ebenfalls uneingeschränkter Stammspieler und hat viel Spielpraxis sammeln können. Beim 2:0-Erfolg über Schalke war der Angreifer einmal mehr erfolgreich, obwohl Lemperle eher im linken Mittelfeld auflief. Insgesamt ist die Ausbeute des Offensivspielers mit sechs Toren und vier Vorlagen aber überschaubar. Ein Verbleib beim FC hängt wohl auch mit einigen Entscheidungen der aktuellen Stürmer beim FC zusammen. Dass Luca Waldschmidt nicht in Köln bleiben wird, gilt als sehr wahrscheinlich. Aber auch hinter Davie Selke steht noch ein dickes Fragezeichen. Selke hat stand jetzt keinen Vertrag für die 2. Bundesliga, es gibt Angebote. Justin Diehl wechselt bekanntlich zum VfB Stuttgart. Ob der FC weiterhin auf die weiteren Stürmer setzen wird, ist offen. Ein Sturm-Duo mit Damion Downs und Lemperle klingt sicherlich in der 2. Bundesliga auch nicht schlecht.

Marvin Obuz: Der Rechtsaußen hatte beim FC lange und teils auch vergeblich auf den Durchbruch gewartet. Auch deswegen stand schon in der Vorsaison die Leihe Richtung Kiel an, die ebenfalls eher mau verlief. Auf gerade einmal 140 Minuten Einsatzzeit kam Obuz. Nun blickt der Offensivspieler auf eine wesentlich erfolgreichere Saison zurück. Auch, wenn es „nur“ in Liga drei war, startete der 22-Jährige in dieser Spielzeit bei Rot-Weiß Essen durch. Sein Marktwert steigerte sich auf 600.000 Euro. In 34 Spielen erzielte Obuz sieben Tore und lieferte 14 Vorlagen für den Tradidtionsclub, der Obuz gerne behalten hätte. Nun könnte es zurück zum FC gehen. Bekanntlich ist der Sprung von der 3. in die 2. Liga nicht der größte.

Maxi Schmid: Eigentlich begann die Spielzeit perfekt für den Offensivspieler, Schmid erarbeitete sich einen Stammplatz, erzielte in den ersten sieben Einsätzen drei Tore und bereitete zwei weitere vor. Nach einer längeren Durststrecke kam Schmid nicht mehr über die Rolle des Jokers hinaus und war zuletzt auch einige Male außen vor. Nach dem Drama um den sicher geglaubten Aufstieg läuft es in den Aufstiegs-Playoffs alles andere als rund. Ob Schmid dem FC wirklich weiterhelfen kann, scheint aktuell eher unwahrscheinlich.

Wie geht es weiter mit Soldo?

Mathias Olesen: Der Luxemburger hatte mit Steffen Baumgart einen großen Befürworter beim FC. Der richtige Durchbruch blieb dem Mittelfeldspieler in Köln aber verwehrt. Auch bei seinem Leihverein in der Schweiz läuft es nicht perfekt für Olesen. Einen sicheren Stammplatz hat der Mittelfeldspieler bei Yverdon FC nicht. Auch seine feste Rückkehr hängt wohl mit der Personalsituation in Köln zusammen. Wie der „Kicker“ berichtet hat, soll Eric Martel über eine Ausstiegsklausel verfügen. In dem Fall könnte der Sechser die Geißböcke für einigermaßen „kleines“ Geld verlassen. Der Verbleib von Dejan Ljubicic scheint auch alles andere als sicher. Immerhin soll man dem Österreich in der vergangenen Spielzeit das Wort gegeben habe, dass er den Club verlassen könne. Dann wäre eine Rückkehr von Olesen sinnvoll.

Nikola Soldo: Der Abwehrspieler ist ein Fall für sich. Beim 1. FC Kaiserslautern kam Soldo im Grunde nicht in Schwung, war unter Friedhelm Funkel lange aussortiert und spielte die jüngsten beide Begegnungen wieder. Und dennoch hat Soldo durchaus Chancen auf ein Comeback im FC-Trikot. Denn mit Jeff Chabot und Timo Hübers könnten beide Innenverteidiger den FC verlassen. Zudem fällt Luca Kilian noch Monate aus. Sollte das Innenverteidiger-Duo wirklich den Club verlassen, stehen dem FC aktuell mit Dominique Heintz und Elias Bakatukanda genau zwei fitte Innenverteidiger zur Verfügung.


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Kommentar: Nun ist die Zeit des Redens tatsächlich vorbei

Timo Schultz und Christian Keller im Zwiegespräch.
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Kommentar: Nun ist die Zeit des Redens tatsächlich vorbei

Geredet, gefordert und ausgerufen wurde beim 1. FC Köln in dieser Saison viel. Doch den Phrasen folgten nur selten Taten. Die Quittung für die Fehleinschätzungen und Versäumnisse erhielt der FC am letzten Spieltag der Saison, als er gegen Heidenheim die fehlende Klasse zum Verbleib in der ersten Bundesliga unter Beweis stellte. Ein Kommentar.

Die Vorkommnisse rund ums Geißbockheim hätten in dieser Saison kaum turbulenter sein können. Das Wegbrechen der Leistungsträger vergangener Jahre, das nicht adäquat aufgefangen wurde und der lapidare Umgang mit dem Fall Potocnik und dessen Konsequenzen sind nur zwei Beispiele von getroffenen Fehleinschätzungen innerhalb der Vereinsführung. Die Rettungsversuche brachten ebenfalls keine Hilfe. Lediglich rhetorisch überzeugte der FC in dieser Spielzeit durch Phrasen, Erklärungen und Schönrederei – Taten folgten eher selten oder blieben erfolgslos. Unter dem Strich bleibt die Leistung der Mannschaft, die es ganz offensichtlich nicht besser konnte. Ein Kommentar zum Abstieg des 1. FC Köln.

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Es hatte schon eine gewisse Ironie, als Thomas Kessler vor dem Darmstadt-Spiel vor der Presse mit markigen Worten erklärte, dass die Zeit des Redens nun vorbei sei und man endlich liefern müsse. Der Leiter der Lizenzspielabteilung forderte mit seinen Aussagen mehr Leistung. Mehr Leistung, von einer Mannschaft, die in dieser Verfassung, mit dieser Qualität, in dieser Zusammenstellung ganz einfach nicht in diese doch eher schwache Bundesliga gehörte. Ironisch wirkten die Worte aber, weil die Kölner Verantwortlichen viele ihrer folgenschweren Fehleinschätzungen, der nun kostspieligen Versäumnisse und der zumindest nach Außen so wirkenden Tatenlosigkeit hinter Phrasen und Lippenbekenntnissen versteckten. Geredet wurde viel, geliefert unterm Strich doch wenig.

Der Abstieg ist die verdiente Quittung

Die Quittung haben der Verein, aber genauso die Fans dafür am Samstagnachmittag erhalten. Der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte ist nach dem blutleeren Auftritt gegen Heidenheim besiegelt und er ist in weiten Teilen hausgemacht. Und das, nachdem die Kölner nach dem letzten Fast-Abstieg 2021 unter dem Entwickler und Motivator Steffen Baumgart zu einem ungeahnten Höhenflug angesetzt hatten. Es folgte eine Art Sturzflug, mit dem der Club auf die wohl dunkelste Zeit der Vereinsgeschichte zugesteuert ist. Das Team konnte da am Ende herzlich wenig für. Gut möglich, dass sich der Frust der Fans auch deswegen erstaunlich selten und erstaunlich gediegen gegenüber der Mannschaft entlud.

Schon im Sommer 2022 verpasste es der FC, essentielle Abgänge des Baumgart-Systems zu kompensieren. Für Anthony Modeste gab es genauso wenig einen adäquaten Ersatz wie im Folgejahr für Jonas Hector oder Ellyes Skhiri. Hinweise auf mögliche Kaderlücken wurden dagegen mit einem breiten Grinsen weggewischt, mit einem Glauben an die Qualität der Nachfolger schöngeredet oder durchaus plausibel mit fehlenden finanziellen Mitteln erklärt. Die drohende Transfersperre haben die FC-Bosse ebenfalls vollkommen falsch, offenbar zu naiv eingeschätzt und in gleich mehreren Situationen ganz offensichtlich nicht angemessen reagiert. Man wolle den Kader nicht künstlich aufblähen, hieß es im vergangenen Sommer, obwohl nicht wenige Experten die drohende Sperre als sehr wahrscheinlich einordneten.

Maßnahmen gegen den Abstieg blieben wirkungslos

Ob die Entlassung von Steffen Baumgart die richtige Entscheidung war, ist rein spekulativ. Dass der erhoffte Impuls eines neuen Trainers genauso deutlich verpufft ist wie das durchaus fragwürdige Mini- und Rumpf-Trainingslager in Spanien, steht außer Frage. Sämtliche Maßnahmen gegen den Abstieg blieben jedenfalls wirkungslos. Tatsächlich wohl auch, weil die Mannschaft in dieser Spielzeit einfach nicht mehr hergegeben hat. Der FC blickt nach dem Abstieg mit dem Schatten der Transfersperre einer dunklen Zukunft entgegen. Sie ist ungewiss. Auch oder gerade in Bezug auf Kader und Trainer. Die Rückkehr ins Oberhaus ist alles andere als selbstverständlich, wie genug Beispiele der 2. Bundesliga zeigen.

Wenn man dem letzten Spieltag, dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte etwas Positives abgewinnen kann, dann, dass der Schrecken dieser einmalig desolaten Spielzeit vorerst ein Ende hat. Zumindest sportlich kann für einige Wochen keine weitere Enttäuschung mehr folgen. Auf anderen Ebenen leider sehr wohl. Vielleicht ist die Zeit des Redens nach diesem bitteren Abstieg nun aber tatsächlich vorbei. Jetzt muss geliefert werden!


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Abstieg bringt sportliche Klarheit, wirft aber viele Fragen auf

Bleibt Timo Schultz Trainer des 1. FC Köln?
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Abstieg bringt sportliche Klarheit, wirft aber viele Fragen auf

Nach dem FC-Abstiegskrimi der vergangenen Spieltage ist nach der 4:1-Niederlage gegen Heidenheim der Abstieg in die zweite Bundesliga besiegelt. Sportlich weiß der Verein nun, wo er steht. Doch die Leistungen der Saison müssen aufgearbeitet werden und werfen viele Fragen auf.

Der FC spielt nächste Saison wieder zweitklassig, die Transfersperre verbietet ein Nachbessern und viele Personalfragen sind offen. Die Aufarbeitung der verkorksten Saison lässt personelle Veränderungen vermuten. Wie geht es weiter mit dem 1. FC Köln: Wie geht es personell weiter?

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Der Abstieg war noch keine 18 Stunden besiegelt, da bat FC-Trainer Timo Schultz seine Mannschaft noch einmal zum Gespräch ins Geißbockheim. Eine knappe Dreiviertel Stunde soll die finale Aussprache gedauert haben. Wenig Zeit, um die Geschehnisse der verkorksten Saison aufzuarbeiten. Nach dem Treffen verabschiedeten sich die Spieler und Trainer bis zum 21. Juni und der Aufnahme der Leistungstests in die Sommerpause, bevor es am 24. Juni dann wieder mit dem Training auf dem Platz losgeht. Sportdirektor Christian Keller betonte noch am Samstag: “Wir werden das aufbereiten. Wir haben schon damit angefangen und werden uns noch die nächsten Tage Zeit nehmen, das muss sein.” Stand jetzt ist zumindest nach außen nicht klar, wer nach dieser Analyse noch übrig bleibt.

Personelle Veränderungen stehen im Raum

Darüber hinaus hatte Keller mehrfach angedeutet, dass er als Hauptverantwortlicher im Geißbockheim bleiben wird. In der Vergangenheit betonte er auch mehrfach, er sei zufrieden mit der Arbeit von Timo Schutz. Dass personelle Veränderungen notwendig sind und diese auch kommen werden, steht hingegen wohl außer Frage. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass Timo Schultz im Juni noch mit dabei sein wird wohl eher als gering einzuschätzen. Denn die Mission „Klassenerhalt“ ist bekanntermaßen deutlich gescheitert. Auch wenn Schultz immer betont hat, auf Augenhöhe gespielt zu haben, zeigt die Bilanz, dass dem eben nicht so ist und spricht eine deutliche Sprache. Auch wenn es oft kolportiert wurde, stabilisiert hat er den FC nicht. Der Ostfriese bekam in seiner bisherigen Amtszeit sogar mehr Gegentore als Ex-Trainer Steffen Baumgart in der Hinrunde der Saison. So kassierten die Geißböcke unter dem zuletzt für seinen Hurra-Fußball kritisierten Ex-Coach in der Hinrunde 28 Gegentreffer. Unter Schultz musste Schwäbe jedoch sogar 32 Mal hinter sich greifen. Von Stabilität kann nicht die Rede sein – die Null stand eben nicht.

Auch die Personalsituation des Kaders ist mehr als unsicher. Bereits im Vorfeld des besiegelten Abstiegs gab es zu verschiedenen Spielern des aktuellen Kaders mehr oder weniger handfeste Gerüchte über Wechselabsichten und Verhandlungen mit anderen Vereinen. Mit Davie Selke und Mark Uth hatten gleich zwei Akteure keinen Vertrag für die zweite Liga. Uth machte bereits vor der Begegnung gegen Heidenheim Nägel mit Köpfen und verlängerte seinen Vertrag mit dem FC auch für die zweite Bundesliga. Ein starkes Statement und ein Bekenntnis zum Verein, das an Loyalität kaum zu übertreffen ist. Uth äußerte sich dazu kurz nach dem besiegelten Abstieg: „Ich habe meinen Vertrag auch verlängert, um ein Zeichen zu setzen, dass vielleicht andere Spieler auch bleiben. Ich hoffe es sehr.“

Vereinsführung muss Entscheidungen treffen

Wie es um den Verbleib von Luca Waldschmidt, Davie Selke, Fahride Alidou, Timo Hübers und Eric Martel steht, ist weiterhin offen. Bei Jeff Chabot und Marvin Schwäbe stehen die Zeichen eher auf Abschied. Obwohl es so scheint, als sei dies nicht alleine die Entscheidung der Spieler. So äußerte sich der Kölner Keeper zu der Frage nach seinem Verbleib beim Verein und ließ aufhorchen. „Erst mal muss sich der Verein klar werden: Wer soll bleiben? Wer darf bleiben? Wer soll den Weg mitgehen und wer nicht? Dann werden wir sehen, was in den kommenden Wochen dabei rauskommt“, so Schwäbe. Die Entscheidung in der Torwart-Frage scheint also nicht alleine die jetzige Nummer eins zu treffen.

All diese Fragen muss sich die Vereinsführung nun stellen und diese auch möglichst bald für sich beantwortet haben. Die zweite Bundesliga startet am 2. August. Das FC-Trainingslager findet bereits vom 21.-28. Juli in der Steiermark statt. Nicht viel Zeit zur Aufarbeitung der komplexen Geschehnisse der vergangenen Saison – nicht viel Zeit, um wichtige Spieler an den Verein zu binden.


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Das bedeutet der Abstieg

Torwart-Frage: Schwäbe-Äußerung lässt aufhorchen

1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Marvin Schwäbe?
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Torwart-Frage: Schwäbe-Äußerung lässt aufhorchen

In den vergangenen Wochen wurde viel darüber spekuliert, dass Marvin Schwäbe den FC im Abstiegsfall verlassen wolle. Jüngste Äußerungen hören sich aber so an, als würde diese Entscheidung auf anderer Ebene getroffen.

Geht er oder bleibt er beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Marvin Schwäbe? Bislang waren viele Experten von einem Abschied des Keepers ausgegangen. Doch so eindeutig hörte sich der Torhüter am Samstag nicht an.

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Marvin Schwäbe war sichtbar mitgenommen, als er nach dem ernüchternden 1:4, der erschreckend schwachen Leistung gegen Heidenheim, vor das Sky-Mikrofon trat. „Dass wir die erst Halbzeit so spielen, wie wir gespielt haben, ich will nicht ausfallend werden, aber das war nix. Ich glaube, dass wir gefühlt jedes 50/50-Duell verloren haben. Wir haben uns vor allem in der ersten Halbzeit komplett kaputt gemacht, sind gar nicht in unser Spiel reingekommen“, wurde der Ersatz-Kapitän deutlich. „Es war klar, dass sie uns nicht den roten Teppich auslegen, damit wir in der Liga bleiben.“ Das tat Heidenheim tatsächlich nicht. Im Gegenteil, der Aufsteiger machte von der ersten Minute an deutlich, dass er gerne das Märchen des erfolgreichen Außenseiters auch aufs internationale Parkett bringen wolle.

Schwäbe: „Erst mal muss sich der Verein klar werden“

Der FC hatte keine Chance, wurde geradezu deklassiert und mit einer Packung in die 2. Bundesliga geschickt. Den Abschied aus dem Oberhaus des deutschen Fußballs hatte sich wohl ganz Köln anders vorgestellt. Auch Schwäbe, der zum Abschluss weitere vier Mal hinter sich greifen musste. „Gerade herrscht in mir absolute Leere. Die richtigen Worte zu finden für heute, für die erste Halbzeit, ist extrem schwer“, sagte der Keeper und sprach davon, dass man nun nach vorne schauen müsse. Dabei ist gar nicht so recht klar, in welche Richtung Schwäbe so schaut. Wie berichtet besitzt der Keeper im Abstiegsfall eine Ausstiegsklausel. Schwäbe kann den Verein für eine überschaubare Ablöse verlassen. Und bislang wurde auch kolportiert, dass er das auch wahrscheinlich tun werde.

Trotz, vielleicht auch gerade wegen der Krise war Schwäbe einer der besten Keeper der Liga, führte in einigen Statistiken auch die Liste der deutschen Torhüter an und hatte sich zu Beginn der Saison wohl auch noch Hoffnung auf die EM im eigenen Land gemacht. Ein Gang in die 2. Bundesliga erschien nicht unbedingt wahrscheinlich. Doch am Sky-Mikrofon ließ der Keeper doch aufhorchen. “Wir müssen jetzt erst einmal analysieren, was wir schlecht gemacht haben. Erst mal muss sich der Verein klar werden: Wer soll bleiben? Wer darf bleiben? Wer soll den Weg mitgehen und wer nicht? Dann werden wir sehen, was in den kommenden Wochen dabei rauskommt.“ Das hört sich nicht danach an, als wäre Schwäbe gedanklich schon bei einem anderen Club oder schließe einen Verbleib kategorisch aus.

Wie groß sind die Kaderbewegungen?

Im Gegenteil. Die Worte des Keepers lassen darauf schließen, dass man sich beim FC alles andere als sicher ist, wie eine kommende Mannschaft für die 2. Bundesliga aussehen könnte. Vielleicht sogar mit dem ein oder anderen Abschied eines Großverdieners liebäugeln könnte. Auch, wenn der FC nach eigenen Angaben den Abstieg verkraften kann, wird der Sparkurs nun sicherlich nicht aufgehoben. Im April hatte der Kölner Sportdirektor Christian Keller noch angedeutet, dass es keine großen Veränderungen geben werde. „Das heißt automatisch, dass es keine großen Kaderbewegungen geben kann auf der Abgangsseite. Wir brauchen eine funktionsfähige Achse. Eckpfeiler können wir nicht gehen lassen“, sagte Keller damals.

Bleibt es dabei? Ist Schwäbe nicht einer der Eckpfeiler? Das scheint offen zu sein. Auch, weil die Kölner mit Jonas Urbig eins der größten Torhüter-Talente des Landes in der Hinterhand haben. Urbig wurde zu Beginn der Spielzeit an Greuther Fürth verliehen, zeigte dort eine überragende Leistung und hat sicher den Anspruch auf mehr als die Nummer zwei eines Zweitligisten zu sein. Er ist aktuell schon einer der Top-3-Keeper des Liga-Unterhauses. Zudem dürfte Schwäbe beim FC zu den Besser-Verdienern gehören. Als das Thema vor einigen Wochen aufkam, wurde es mal wieder mit Verweis auf den Abstiegskampf umschifft. Das ist nun nicht mehr möglich. Spätestens jetzt wird die Keeper-Frage zu einem wichtigen Thema.


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Das bedeutet der Abstieg

Der FC verabschiedet sich mit einer desolaten Leistung – einer weiteren

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Der FC verabschiedet sich mit einer desolaten Leistung – einer weiteren

Der 1. FC Köln steigt in die 2. Bundesliga ab und das nach einer weiteren desolaten Leistung beim 1. FC Heidenheim. Köln lässt einmal mehr alles vermissen, was es zum Abstiegskampf benötigt hätte.

Mit dem 1:4 gegen Heidenheim verabschiedet sich der 1. FC Köln aus der Bundesliga. Das Duell an der Ostalb war symptomatisch für den Saisonverlauf. Dem 1. FC Köln fehlt mal wieder die Qualität.

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Als Eren Dinkçi nach gut 20 Minuten Timo Hübers und Jeff Chabot wie zwei Juniorenspieler stehen ließ und zum 2:0 für Heidenheim im „Endspiel“ gegen den FC einschob, da wurde wohl auch dem letzten FC-Fan klar, dass die Hoffnung, die Damion Downs am vergangenen Samstag mit seinem 3:2-Treffer gegen Union Berlin noch entfachte, nicht mehr als ein Fünkchen war. Köln musste gegen einen Europa-League-Anwärter gewinnen, vier Tore auf Union Berlin aufholen und die Eisernen gegen Freiburg verlieren – ehrlicherweise war die Ausgangslage ohnehin nicht mehr als ein Hoffnungsschimmer und gefühlt verblasste dieser mit jeder Minute, die das entscheidende Spiel näher rückte.

Uth: „Das geht einfach nicht“

Und obwohl die Ausgangslage vor dem Spiel eindeutig war, verfiel Köln in eine seltsam abwartende Haltung, stand tief, überließ dem Gastgeber das Spiel. „Die erste Halbzeit, keine Ahnung, ich habe dafür keine Worte. Wir haben keinen einzigen Zweikampf gewonnen, wir haben nicht mal einen Zweikampf geführt. Und das in einem Spiel, in dem du eigentlich 2:0 oder 3:0 gewinnen musst“, sagte Mark Uth, der zur Halbzeit eingewechselt wurde und immerhin für ein wenig Offensivdrang sorgte. „Das geht einfach nicht in so einem Spiel. Jetzt stehen wir hier und sind verdient abgestiegen.“ Tatsächlich haben sich die Kölner diesen Abstieg mehr als verdient. 27 Punkte, 28 Tore, 17 Niederlagen – und eine ganz bittere gegen Heidenheim. Denn der Gastgeber machte es den Kölnern vor, zeigte, wie Offensivfußball geht, ohne zu überragen. Mit den einfachsten Mitteln spielten die Heidenheimer den FC aus, führten ihn regelrecht vor.

Das 3:0 zur Halbzeit war mehr als verdient. Auch, weil sich der FC nicht wehrte, sich dem Gegner und seinem Schicksal ergab. Erstaunlich nach den markigen Worten, die Trainer noch unter der Woche und vor dem Spiel von sich gegeben hatte. Das 3:2 habe dem FC einen Push gegeben, seine Mannschaft werde alles für den Sieg, für den letzten Strohhalm tun. Nach der Begegnung war Timo Schultz dann schon deutlich kleinlauter. „So eine erste Halbzeit hätte ich meiner Mannschaft ehrlich gesagt nicht zugetraut. Wir hatten schon fünf Offensive auf dem Platz, ich glaube, daran lag es nicht“, sagte der Trainer, der sich erstaunlich deutlich nicht vor seine Mannschaft stellte. „Es lag definitiv nicht an der Aufstellung. Heute lag es an der Einstellung. Wir haben 30 Prozent der Zweikämpfe in der ersten Halbzeit gewonnen, so kannst du kein Fußballspiel bestreiten.“

Schwache Leistung in allen Mannschaftsteilen

Dabei lag es möglicherweise eben doch an der Aufstellung, denn einige der Protagonisten, die von Beginn an aufliefen, fielen nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit durch Mutlosigkeit, Ideen-Armut und Unsicherheit, vor allem aber durch fehlende Qualität auf. Dem FC fiel in den ersten 45 Minuten nicht mehr ein als ein Distanzschuss von Jan Thielmann sowie ein harmloses Schüsschen von Linton Maina. Dazu kam ein Zweikampfverhalten, das ihresgleichen in der Liga suchte. Vor dem 0:1 ließ sich unter anderem Thielmann viel zu leicht abkochen, beim 0:2 schauten Chabot und Hübers nur interessiert zu, beim 0:3 verlor Kainz viel zu einfach das entscheidende Duell. Dazu fanden die Außen mit Linton Maina und Faride Alidou einmal mehr nicht statt. Gerade Alidou glänzte mit der wohl schlechtesten Saisonleistung, angesichts vieler schwachen Vorstellungen, ein gewisse Leistung. Selbst die Auswechslung zur Halbzeit kam vielleicht zu spät.

Zwar wurde das Spiel nach dem Wechsel aus Kölner Sicht einen Hauch besser, aber auch nur, weil Heidenheim mehr verwaltete, als selbst investierte. Das 1:3 mag vielleicht doch noch einmal bei dem ein oder anderen Fan so etwas wie Hoffnung entfacht haben, doch die erlosch nach dem vierten Heidenheimer Tor durch Jan-Niklas Beste. „Wenn du so auftrittst und zum Toreschießen einlädst, verlierst du zu Recht – und steigst zu Recht ab”, sagte Sportdirektor Christian Keller, der an dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte aber sicherlich auch seinen Anteil hat.


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Das bedeutet der Abstieg

Schwäbe: „Ich will nicht ausfallend werden, aber…“

Marvin Schwäbe verlässt nach dem Abstieg mit seinen Teamkollegen geknickt den Platz.
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Schwäbe: „Ich will nicht ausfallend werden, aber…“

Der 1. FC Köln verliert sein Endspiel gegen den 1. FC Heidenheim 4:1 und steigt somit in die 2. Bundesliga ab. Nach dem Spiel äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und Mark Uth. Die Stimmen zum Heidenheim-Spiel.

Am Samstagnachmittag spielte der FC gegen Heidenheim 4:1 und steht mit 27 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz. Das Team von Timo Schultz konnte die wichtigen drei Punkt im Abstiegskampf nicht einfahren und spielt kommende Saison in der 2. Bundesliga. Die Stimmen zum Heidenheim-Spiel.

Schwer, die richtigen Worte zu finden. Wir haben uns die ganze Woche was vorgenommen. Wir haben uns heute morgen nochmal eingeschworen. Dass wir die erst Halbzeit so spielen, wie wir gespielt haben, ich will nicht ausfallend werden, aber das war nix. Ich glaube, dass wir gefühlt jedes 50/50-Duell verloren haben. Wir haben uns vor allem in der ersten Halbzeit komplett kaputt gemacht, sind gar nicht in unser Spiel reingekommen. Es war klar, dass sie uns nicht den roten Teppich auslegen, damit wir in der Liga bleiben. Wir müssen analysieren, was wir schlecht gemacht haben.

Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe verlässt nach dem Abstieg mit seinen Teamkollegen geknickt den Platz.

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Wir sind sehr enttäuscht. In der Kabine herrscht Stille. Die erste Halbzeit war auch wieder…, ich habe keine Worte dafür. Wir haben in der ersten Halbzeit keinen einzigen Zweikampf gewonnen und auch keinen Zweikampf geführt. Und das in einem Spiel, in dem du eigentlich 2:0 oder 3:0 gewinnen musst. Das geht einfach nicht. Im Endeffekt stehen wir jetzt hier und sind verdient abgestiegen. Man sieht jedes Wochenende, wie uns die Fans unterstützen. Es ist verständlich, dass sie heute aufgebracht sind. Der Verein bedeutet den Menschen in Köln alles, mir persönlich auch. Deswegen habe ich auch verlängert, ich bleibe auch in der zweiten Liga. Ich hoffe, dass es mir einige nachtun. Wir brauchen jeden Spieler, denn wir haben eine Transfersperre. Und dann müssen wir nächstes Jahr in der zweiten Liga bestehen. Ich habe meinen Vertrag auch verlängert, um ein Zeichen zu setzen, dass vielleicht andere Spieler auch bleiben. Ich hoffe es sehr.

Mark Uth

Jetzt direkt nach dem Spiel habe ich auch keine Erklärung für so eine erste Halbzeit. Wir waren einfach nicht da. Die Heidenheimer haben Druck aufgebaut und wir haben es weder geschafft, die erste Linie unter Druck zu setzen noch hinten raus das weg zu verteidigen. So eine erste Halbzeit hätte ich meiner Mannschaft ehrlich gesagt nicht zugetraut. Wir hatten schon fünf Offensive auf dem Platz, ich glaube, daran lag es nicht. Es lag definitiv nicht an der Aufstellung. Heute lag es an der Einstellung. Wir haben 30 Prozent der Zweikämpfe in der ersten Halbzeit gewonnen, so kannst du kein Fußballspiel bestreiten.
Zu seinem Verbleib als Trainer: Ich glaube, heute ist nicht der richtige Zeitpunkt. Jetzt sind wir erstmal alle traurig, müssen uns erstmal sammeln, auch ich. Wir haben noch dran geglaubt, wir wollten noch in die Relegation. Jetzt sind wir leider abgestiegen. Wir werden eine Saisonanalyse machen, alle sportlich Verantwortlichen, und dann schauen wir, wie es weitergeht. Aber jetzt Spekulationen voranzutreiben, ist nicht der Moment.

Timo Schultz

Spielbericht

Einzelkritik

Zwei Sechsen, kein Profi besser als vier – die Einzelkritik gegen Heidenheim

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Zwei Sechsen, kein Profi besser als vier – die Einzelkritik gegen Heidenheim

Mit einer erstaunlichen Leistung ist der 1. FC Köln zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte abgestiegen. Erstaunlich, weil die Kölner lange nicht den Eindruck machten, als gäbe es noch Hoffnung. So bewerten wir die FC-Profis.

Vor dem Spiel hatte Timo Schultz noch Optimismus verbreitet, doch schon nach gut 20 Minuten war das Spiel und damit auch der siebte Abstieg der Geißböcke entschieden. Enttäuschung beim 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Heidenheim

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Die Situation vor dem Duell gegen Heidenheim war eigentlich klar, die Kölner mussten gewinnen. Auf dem Platz erweckten die Geißböcke aber den Eindruck, als würden sie ein 0:0 lieber verwalten wollen. Teils lethargisch, teils überfordert wirkten die Köln in weiten Teilen der Mannschaft. Bei den Gegentoren ließ sich die FC-Hintermannschaft ausspielen wie eine Amateurmannschaft. So fiel so gut wie kein Kölner positiv auf. Dafür gab es zahlreiche Fünfen und auch zwei Sechsen.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Heidenheim

Beim abgefälschten 1:0 durch Dinkci absolut machtlos – wohl auch bei den Gegentreffern zwei und drei. Parierte dann stark gegen Pick, stand beim vierten Gegentreffer falsch.

Stets bemüht würde wohl auf dem Zeugnis sehen. Man kann dem 21-Jährigen in Sachen Willen sicherlich keinen Vorwurf machen. In vielen anderen Dingen heute schon. War auf seiner Seite gerade gegen Beste total überfordert. Kratzte immerhin einen Ball von der Linie als Schwäbe gegen Kleindienst bereits geschlagen war. Versuchte es kurz vor der Halbzeit mal aus der Distanz.

Erwischte auch einen erstaunlich schwachen Tag. Sah Dinkci interessiert zu, wie der Heidenheimer zum 2:0 einschob.

Weiterhin einer der Kölner, die sich gegen den Abstieg und die Niederlage stemmen wollten. Wirkte aber auch teilweise überfordert. Beim 0:2 war er wie Hübers nicht mehr als eine Trainingsstange.

Der Gegenpol zu Jan Thielmann. Ebenfalls bemüht, ebenfalls sehr wenige gelungene Aktionen. War kein Faktor.

Sollte eigentlich den Takt im defensiven Mittelfeld vorgeben, war aber wie große Teile der Defensive komplett überfordert. Verlor einige wichtige Zweikämpfe. Probierte es in der ersten Halbzeit mal mit einem harmlosen Schuss von der Sechzehnerlinie.

Erstaunlicherweise einer der besten Kölner Spieler. Lief am meisten, hatte die meisten Abschlüsse und brachte zumindest teilweise ein wenig Ordnung in das Kölner System. Unterm Strich auch von ihm einmal mehr zu wenig.

Ließ zwei Mal klasse den Ball durch. Für wen, weiß er wohl nur selbst. Wollte sich Bälle mit der Hacke vorlegen, legte diese aber lieber ins Seitenaus. Weiterhin erstaunlich schwacher erster Ballkontakt. Verursachte mit einem seltsamen Zweikampf das 0:2 Konnte mit keinem seiner 14 Ballkontakte überzeugen. Selbst der Wechsel zur Halbzeit war schon zu spät.

Hatte einen Abschluss. Einen. Und der war nicht sonderlich gefährlich. Versuchte es mit einigen Dribblings. Versuchte es. Gelang ihm nicht wirklich. Insgesamt ein weiterer schwacher Auftritt.

Vor dem Spiel betonte Schultz noch, dass er von seinem Kapitän erwarte, dass dieser vorangehe. Tat Kainz einmal mehr nicht. Krönte eine erschreckend schwache Saison mit einer Nicht-Leistung. Fand in der Offensive nicht statt, leitete in der Defensive das 0:3 ein. Mehr als ein Frustfoul war an diesem Nachmittag nicht drin.

War lange überhaupt kein Faktor im Spiel. Wirkt oft im Laufduell ein wenig ungelenk. Köpfte dann aus kurzer Distanz den Ball an die Latte, der Abpraller ging von der Schulter ins Tor.

Nach seiner Einwechslung schien die Offensive ein wenig geordneter und auch griffiger. Ein wenig. Hätte das 2:3 machen müssen.

Kam nach einer knappen Stunde und war an mehr Offensivaktionen beteiligt als Vorgänger Thielmann. Schlug die Flanke vor dem 1:3 und legte sehr clever ab auf Ljubicic, der wiederum Uth beinahe das 2:3 aufgelegt hätte. Wollte und zeigte das auch.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

Was der Abstieg für den FC bedeut

1. FC Köln: Das würde der Abstieg bedeuten
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Was der Abstieg für den FC bedeut

Nun ist es Fakt. Der 1. FC Köln ist in die 2. Bundesliga abgestiegen – zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte. Und die Zukunft ist alles andere als rosig.

Der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte ist nun amtlich beim 1. FC Köln: Das bedeutet der Abstieg.

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Was kostet der Abstieg den FC?

Der FC ist mit dem Abstieg von erheblichen Geldeinbußen betroffen. In der TV-Sendung „Sport1-Doppelpass“ warf der Sender Sport1 ein Minus von 29 Millionen Euro bei der TV-Gelder-Verteilung sowie ein Minus bei den Sponsoren von zehn bis 15 Millionen Euro in den Raum. Keller betonte damals, dass die Größenordnung von rund 40 Millionen Euro in etwa stimme. „Der 1. FC Köln wird auch in der 2. Bundesliga in der Lage sein, sich aus eigener Kraft zu tragen und ein positives Jahresergebnis zu erwirtschaften“, fügte der Sportdirektor an. Und das auch, weil die Kosten in der 2. Bundesliga deutlich reduziert werden.

Zum einen senken sich die Personalkosten dem Vernehmen nach drastisch und auch die Stadionpacht ist im Ligaunterhaus deutlich niedriger. So soll die jährliche Pacht in der Bundesliga bei rund zehn Millionen Euro liegen, die der zweiten Klasse deutlich drunter. Der Vertrag mit der Stadt steht unmittelbar vor den Unterschriften. Beim Abschluss des aktuellen Kontrakts befanden sich die Kölner in einer misslichen Lage – finanziell und sportlich in Liga zwei. Damals kam die Stadt dem Verein wohl entgegen. Da beide Seiten aufeinander angewiesen sind, wird es auch jetzt wohl eine gute Einigung geben.

Wie sieht der Kader des FC aus?

Nicht alle Spieler haben einen Vertrag für die 2. Bundesliga oder eine Ausstiegsklausel im Abstiegsfall. Bei den dann vertragslosen Spielern handelt es sich wohl wie berichtet um Davie Selke und Mark Uth. Uth hat am Freitag verlängert, bleibt auf jeden Fall in Köln. Hinter Selke steht ein Fragezeichen. Über eine Ausstiegsklausel verfügen Jeff Chabot, Marvin Schwäbe und Timo Hübers. Der „Kicker“ warf mit Eric Martel einen weiteren Namen in den Ring. Es ist kaum vorstellbar, dass zumindest Schwäbe und Chabot den Gang in die 2. Bundesliga mitgehen, auch bei Timo Hübers ist es offen. „Na dann gute Nacht, 1. FC Köln“, sagte Steffen Freund am Sonntag, falls diese Namen stimmen sollten. Zwar haben die weiteren Spieler ein gültiges Arbeitspapier, ein Verkauf des ein oder anderen Leistungsträgers ist dann aber trotz Transfersperre nicht unwahrscheinlich. Beispielsweise Dejan Ljubicic soll man im vergangenen Jahr einen Abschied zugesagt haben.

Auch bei den geliehenen Spielern ist Keller nicht mehr so deutlich wie noch im Winter, als er zumindest die Kaufoptionen bei Luca Waldschmidt und Rasmus Carstensen mit großer Sicherheit ziehen wollte. Waldschmidt wird sich wohl auch nur sehr schwer mit dem Unterhaus anfreunden können, Carstensen ist unter dem aktuellen Trainer zurzeit nur noch die Nummer drei auf der rechten Abwehrposition. Wie es mit Faride Alidou weitergeht, ist noch offen.

Die verliehenen Spieler sollen im Sommer zwar allesamt zurückkehren, doch laut Christian Keller und Thomas Kessler wolle man die Situation dann noch einmal neu bewerten. Jonas Urbig und Tim Lemperle sind sichere Kandidaten für einen Platz im kommenden Kader. Auch Marvin Obuz scheint bei Rot-Weiss Essen einen großen Satz gemacht zu haben. Wie es mit Maxi Schmid und Mathias Olesen weitergeht, scheint offen zu sein. Bei Nikola Soldo, der bei Kaiserslautern so gut wie keine Chance erhält, wird es wohl zu einer Trennung kommen. Allerdings handelt es sich bei den verliehenen Akteuren auch zum Großteil um Spieler, die den Durchbruch bei den Geißböcken bislang nicht geschafft haben. Ein weiteres Augenmerk soll auf dem eigenen Nachwuchs liegen. Es ist gut möglich, dass die Kölner das ein oder andere Talent fest hochziehen.

Wie geht es mit den Verantwortlichen weiter?

Timo Schultz besitzt nur einen Kontrakt für die Bundesliga. Christian Keller betonte zuletzt, dass er mit der Arbeit von Schultz sehr zufrieden sei. Es ist also theoretisch durchaus möglich, dass der Vertrag verlängert wird. Das ist nach der verpassten Mission vom Klassenerhalt aber nur schwer vorstellbar. Die Zeichen stehen wohl auf Abschied. Zumal auch schon die ersten Trainernamen kursieren. Wie es mit Christian Keller und Co. weitergeht, ist ebenfalls offen. Der Vorstand steht offenbar noch hinter dem Sportdirektor. Doch einige der gravierenden Fehleinschätzungen, die zur Krise in dieser Saison geführt haben, gehen auf Keller zurück. Auch der Vorstand hat nicht alles richtig gemacht. Rücktritte wird es aber nicht geben. Und auch die Geschäftsführung erhielt Rückendeckung vom Vorstand.

Wie wahrscheinlich ist ein direkter Wiederaufstieg?

Das ist natürlich rein hypothetisch. Fakt ist aber, dass die Kölner wohl trotz des Abstiegs als einer der finanzstärksten Clubs in der 2. Liga spielen werden. Allerdings können die Geißböcke im Sommer mit dem Budget auf dem Transfermarkt nicht sonderlich viel anfangen. Die Transfersperre macht Neuverpflichtungen nicht möglich, es wird aber Abgänge von Leistungsträgern geben. Auf der anderen Seite sparen die Kölner Geld ein, dass sie dann im Winter auf dem Transfermarkt nutzen können. Dass der Aufstieg aber kein Selbstläufer ist, zeigt das Beispiel des HSV, der über ein ähnliches Budget wie der FC im Abstiegsfall verfügen soll. Die Rothosen versuchen seit 2018 wieder das Oberhaus des deutschen Fußballs zu erreichen. Die Konkurrenz ist mit Schalke, Düsseldorf und Hertha BSC auch im kommenden Jahr alles andere als ohne.


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Abstieg! Heidenheim deklassiert Köln – im wahrsten Sinne des Wortes

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Abstieg! Heidenheim deklassiert Köln – im wahrsten Sinne des Wortes

Der 1. FC Köln steigt in die 2. Bundesliga ab und das absolut verdient. Die Geißböcke unterlagen beim 1. FC Heidenheim nach einer teils erschreckend schwachen Vorstellung 1:4 und krönten damit eine desolate Saison.

Die Kölner haben es lange genug rausgezögert, verhindern konnten sie es nicht. Der 1. FC Köln steigt in die 2. Bundesliga ab. Beim 1. FC Heidenheim unterlag der FC nach einer teils desolaten Vorstellung 1:4. Bereits zur Halbzeit stand der Abstieg im Grunde fest. Eren Dinkci (16., 22.) brachte Heidenheim mit einem Doppelschlag in Führung, Kevin Sessa erhöhte auf 3:0. Nach dem Anschluss von Steffen Tigges (64.) stellte Jan-Niklas Beste den alten Abstand wieder her (78.).

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Notgedrungen musste Timo Schultz einige Änderungen vornehmen. Für die gesperrten Denis Huseinbasic und Benno Schmitz starteten erwartungsgemäß Jan Thielmann und Dejan Ljubicic. Zudem starteten Linton Maina und Dominique Heintz für die verletzten Max Finkgräfe und Luca Waldschmidt. Zudem stand auch Steffen Tigges für Sargis Adamyan in der Anfangsformation. Der FC begann mit einer Viererkette.

Dinkci schockt Köln mit einem Doppelpack

Doch die Initiative übernahmen die Hausherren. Die Kölner standen erstaunlich tief, verwalteten ein 0:0 (?). Mehr als ein Schüsschen von Maina aus 16 Metern brachten die Geißböcke nicht zustande. Auf der anderen Seite brachte Jan-Niklas Beste eine erste Flanke in die Box, doch Eren Dinkci die Kugel nichts aufs Tor (14.). Zwei Minuten später machte es das Duo besser. Beste tankte sich auf der linken Seite durch, spielte Thielmann erstaunlich leicht aus und Dinkci frei, der den Ball aufs Tor brachte. Jeff Chabot fälschte für Marvin Schwäbe unhaltbar ab (16.). Der FC zeigte noch immer keine Reaktion, suchte noch immer nicht den Weg in die Offensive. Ganz anders Heidenheim. Faride Alidou verlor einen unnötigen Zweikampf und das viel zu einfach. Dinkci ging mit einer Einzelaktion aufs Tor zu, ließ Chabot und Timo Hübers wie Trainingsstangen stehen und schob souverän ein (22.).

Schultz stellte auf Dreierkette um, versuchte es mit einer taktischen Umorientierung, doch es war Kevin Sessa, der nach einem Freistoß von Dinkci den nächsten Ball aufs Kölner Tor köpfte, aber knapp verpasste. Weiterhin spielte nur der Gastgeber. Jonas Föhrenbach brachte von der linken Seite eine Flanke in den Strafraum, Heintz klärte vor die Füße von Sessa, der wunderschön zum 3:0 traf (36.). Erst in der 40. Minute kam der FC zu einem Abschluss, doch Thielmann verfehlte die Kiste doch deutlich. Heidenheim wollte mehr. Eine verunglückte Abwehr nach einer Ecke landete bei Tim Kleindienst, der aus spitzem Winkel Schwäbe überwand, Thielmann köpfte den Ball von der Linie (41.). Der FC wirkte vollkommen von der Rolle, fand nicht ins Spiel und war zur Halbzeit schon mehr als mit nur einem Bein abgestiegen.

Tigges verkürzt

Schultz wechselte bereits zur Halbzeit, brachte Mark Uth für den enttäuschenden Florian Kainz und Damion Downs für den überforderten Faride Alidou. Doch weiterhin gab Heidenheim den Ton an. Immerhin näherten sich die Kölner dem Heidenheimer Tor mal an. Einen Freistoß von Uth köpfte Hübers Richtung Tor, mehr aber auch nicht. Schultz erlöste zudem Thielmann und brachte Rasmus Carstensen sowie Leart Pacarada für Dominique Heintz. Tatsächlich erhöhte der FC den Druck. Nach einer Flanke von Carstensen köpfte Tigges den Ball aus 20 Zentimetern an die Latte, die Kugel tropfte auf die Schulter des Stürmers und ins Tor (64.). Köln legte nach. Unter anderem versuchte es Uth aus der Drehung, doch FCH-Keeper Kevin Müller parierte mit dem Fuß. Auf der anderen Seite zeichnete sich Schwäbe nach einem Schuss von Florian Pick aus (69.). Anschließend legte Ljubicic auf Uth ab, doch beim Flachschuss war das Bein von Mainka im Weg (74.).

Köln wollte nun endlich mehr. Der gerade erst eingewechselte Florian Dietz brachte den Ball aus der Drehung auf den Kasten, doch war dabei ebenfalls nicht gefährlich. Köln drückte, das Tor machte Heidenheim. Beste nahm sich aus gut 20 Metern ein Herz und versenkte die Kugel im Giebel (78.). Köln mühte sich zwar, war aber nicht mehr sonderlich gefährlich und die Entscheidung war natürlich längst gefallen. Der FC geht den bitteren Gang in die 2. Bundesliga. Das aber vollkommen verdient und vor allem hausgemacht.


FC: Schwäbe – Heintz (Pacarada), Chabot, Hübers, Thielmann (54. Carstensen) – Martel (76. Dietz), Ljubicic – Maina, Alidou (46. Downs) – Kainz (46. Uth) – Tigges – Tore: 1:0, 2:0 Dinkci (16., 22.), 3:0 Sessa (36.), 3:1 Tigges (64.), 4:1 Beste (78.)


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Einzelkritik

Das bedeutet der Abstieg

Fünf Veränderungen in der Startelf

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Fünf Veränderungen in der Startelf

FC-Trainer Timo Schultz schickt eine veränderte Mannschaft in das Endspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Es gibt fünf Veränderungen.

Mit fünf Veränderungen startet der 1. FC Köln in das Duell gegen den 1. FC Heidenheim. Große Überraschungen gibt es nicht.

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Mit fünf Veränderungen startet der 1. FC Köln in die Begegnung gegen den 1. FC Heidenheim. Die Ausgangslage ist eindeutig: Köln muss gewinnen und auf Schützenhilfe im Duell der Freiburger gegen Union Berlin hoffen. Für die gesperrten Benno Schmitz und Denis Huseinbasic starten Jan Thielmann und Dejan Ljubicic. Ob der FC mit Vierer- oder Dreierkette spielt, wird sich auf dem Feld zeigen. Für den verletzten Max Finkgräfe läuft zunächst Dominique Heintz auf.

Tigges für Adamyan

Auch in der Offensive gibt es Wechsel. Linton Maina spielt auf der linken Seite und rutscht für Luca Waldschmidt in die Startelf, dafür rückt Florian Kainz ins Zentrum. In der Spitze startet der Torschütze der Vorwoche Steffen Tigges.

So spielt der FC gegen Heidenheim

Dominique Heintz

Timo Hübers

Jeff Chabot

Jan Thielmann

Eric Martel

Dejan Ljubicic

Florian Kainz

Sargis Adamyan

Faride Alidou

Steffen Tigges