Entscheidung von Daniel Siebert sorgt für Ärger

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Entscheidung von Daniel Siebert sorgt für Ärger

Ein vermeintliches Handspiel hätte dem Spiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim eine andere Wendung geben können. Schiedsrichter Daniel Siebert gab den Elfmeter nicht. Zu recht?

Gleich zwei Situationen sorgten im Spiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim für Diskussionen. Zweimal spielten Hoffenheimer Akteure den Ball im eigenen Sechzehner mit der Hand, in beiden Fällen gab es keinen Elfmeter. Warum Schiedsrichter Siebert nicht auf Strafstoß entschied.

Als beachtlich und außergewöhnlich bezeichnete TSG-Geschäftsführer Alexander Rosen die Verpflichtung von Wout Weghorst, als die Hoffenheimer den niederländischen Stürmer offiziell in Hoffenheim begrüßten. Tatsächlich überraschte der Transfer. Für 1.5 Millionen Euro haben die Sinsheimer Weghorst vom FC Burnley im Sommer ausgeliehen, um die Offensive zu beleben. Gegen den FC war der Niederländer aber an zwei Defensivaktionen beteiligt, die dem Spiel einen anderen Verlauf hätten bescheren können. Zum einen köpfte der Hüne den Schlenzer von Dejan Ljubicic für seinen geschlagenen Keeper aus dem Kasten, zum anderen rutschte Weghorst in einen Schussversuch von Florian Kainz. Der Ball sprang dem Niederländer deutlich an den abgestützten Arm. Weghorst verhinderte mit dem Handspiel eine klare Torchance. Der erste Impuls: Ganz klarer Elfmeter. Doch Schiedsrichter Daniel Siebert entschied nach Absprache mit dem VAR auf kein strafbares Handspiel.

Weghorsts Handspiel als Stützarm gewertet

Tatsächlich lag Siebert bei seiner Entscheidung in den Leitplanken der Regeln. „Ein Handspiel liegt vor, wenn ein Spieler den Fußball absichtlich mit der Hand oder dem Arm berührt oder seinen Körper unnatürlich vergrößert, also ein Handspiel riskiert oder in Kauf nimmt“, sagt die Regel. Und weiter: „Eine unnatürliche Vergrößerung des Körpers liegt vor, wenn die Hand-/Armhaltung weder die Folge einer Körperbewegung des Spielers in der jeweiligen Situation ist noch mit dieser Körperbewegung gerechtfertigt werden kann.“ Wenn sich die Hand also zum Abfangen zwischen Körper und Boden befindet und nicht seitlich oder senkrecht vom Körper weggestreckt ist, spricht man von einer sogenannten Stützhand. Dann liegt keine unnatürliche Vergrößerung des Körpers und kein strafbares Handspiel vor. Das sieht auch Alexander Feuerherdt, Mitbegründer des Podcasts Collinas Erben und Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB Schiri GmbH, so. Der Experte sprach nach der Partie von einem Paradebeispiel eines Stützarms. Einen Elfmeter hätte es aus seiner Sicht nicht geben dürfen. „Es ist der Stützarm, klar. Aber man kann ihn auch geben. Ich hätte ihn gerne gehabt“, sagte Florian Kainz. „Das wäre dann vielleicht das 2:3 gewesen und dann hätte die Bude noch einmal gebrannt. Es ist aber immer schwierig bei Handelfmetern.“

Foulspiel von Selke?

Auch Steffen Baumgart sah kein absichtliches Handspiel . „Er hat die Hand hinterm Rücken und geht nicht mit Absicht dahin“, sagte der Trainer. „Es war trotzdem eine hervorragende Torwartparade, mit der er es sicherlich in die Elf des Tages gekommen wäre.“ Baumgart haderte aber damit, dass Siebert sich die Situation noch einmal hätte anschauen können. Für Ärger sorgte wenige Minuten vor Spielende dann aber noch ein anderes Handspiel. Denn auch Marius Bülter spielte im eigenen Strafraum den Ball mit der Hand. In diesem Fall vergrößerte der TSG-Spieler seine Körperfläche unnatürlich, hob den Arm eindeutig zum Ball, wieder entschied sich Siebert nicht für den Strafstoß. Der Schiedsrichter hatte ein Offensivfoul von Davie Selke gesehen. Tatsächlich hatte der Stürmer die Hände am Gegner, auch einen leichten Schubser kann man in den Videobildern ausmachen. „Wenn ich meine Arme in der Bundesliga nicht benutze, ist die Frage, wie oft ich überhaupt noch zu einem Kopfball komme“, sagte Selke. Aber: „Man kann es wohl pfeifen.“

Immerhin ließ Siebert auch ein Handspiel auf Kölner Seite ungeahndet. Denn auch Leart Pacarada sprang der Ball im eigenen Sechszehner an die Hand. Unabsichtlich, ohne die Körperfläche zu vergrößern. Kein Strafstoß war die richtige Entscheidung.

Die Niederlage der Kölner hat Gründe

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Die Niederlage der Kölner hat Gründe

Der 1. FC Köln kassierte am Samstag bereits die dritte Niederlage im vierten Ligaspiel. Und das trotz einer ordentlichen Leistung. Die Pleite hatte aber Gründe. Das lief gut, das schlecht.

Der FC investierte viel, stand aber am Samstagnachmittag mit leeren Händen da. Trotz positiver Statistik gab es am Ende eine 1:3-Pleite gegen die TSG Hoffenheim. Das lag sicher nicht an dem Nimbus des vermeintlichen Angstgegners. Vielmehr hatte es handfeste Gründe: Zu viele Fehler, zu wenig Präzision.

Die Wahrheit ist bitter, ungeschönt: Vier Spiele, ein Punkt, Platz 16 – und das vor den Sonntagsspielen, an denen der SV Darmstadt noch am FC vorbeiziehen kann. „Das ist zu wenig“, sagte auch Steffen Baumgart treffend nach dem bitteren 1:3 gegen die TSG Hoffenheim, ausgerechnet am 100. Geburtstag der Kölner Heimspielstätte. Doch Baumgart fand noch einen anderen Zugang zu eben jener Wahrheit: „Es ist auch zu wenig für das, was die Jungs leisten“, schob der Trainer hinterher. Damit lag der 51-Jährige nach dem Spiel gegen die Sinsheimer ebenfalls richtig. Denn die Kölner hatten wahrlich keine schlechte Leistung abgerufen. Sie hatten sich durch individuelle Fehler, und die dann noch zum falschen Zeitpunkt, das Leben unnötig schwer gemacht.

Die Kölner Spieler standen möglicherweise noch unter dem ganz weißen Eindruck, der tatsächlich beeindruckenden Fan-Choreografie, die eigentlich noch nicht einmal beendet war, als es bereits zum ersten Mal im FC-Gehäuse klingelte. Leart Pacarada hinderte seinen Gegenspieler nicht an der Flanke, Jeff Chabot und Timo Hübers hinderten den Ball nicht an seinem gefühlt Kilometer langem Weg durch den Sechzehner und Benno Schmitz verhinderte durch eine ungewollte Vorlage ebenfalls das Klären des Balls. 0:1, 50 Sekunden gespielt.

Auch der FC hatte seine Chancen

Beim 0:2 passte Denis Huseinbasic haarsträubend auf Timo Hübers, schickte damit aber viel mehr Maximilian Beier auf die Reise und lud Marvin Schwäbe zu einer solchen ein. Eine Reise, über deren Sinnhaftigkeit spätestens nach dem Traumtor von Florian Grillitsch diskutiert werden darf. „Beim zweiten Gegentor sieht es extrem unglücklich aus, da muss ich den Ball irgendwie klären“, sagte Schwäbe, der Grillitsch den Ball in die Füße spielte und das auf Höhe der Mittellinie. Allerdings wäre der schnelle Beier auch durch gewesen, einzig Jeff Chabot hätte den U21-Nationalspieler möglicherweise noch abfangen können. Den Ball fing der Innenverteidiger nicht mehr ab. Beim 0:3 hatte die Kölner Innenverteidigung dann viel vom stillen Beobachter, als jener Beier ziemlich unbehelligt zum ehrlicherweise wunderschönen 0:3 ins Tor schlenzte. „Das 0:2 – ich glaube, das passiert dieses Jahr auch nicht noch mal. Das dritte Gegentor war dann eine sehr gute Einzelleistung“, sagte Baumgart wieder treffend. Allerdings lag der FC damit auch 0:3 zurück, das Spiel hätte eigentlich gegessen sein sollen.

War es aber nicht. Und das nicht ohne Grund. Denn die Kölner waren gegen die kaltschnäuzigen Hoffenheimer das bessere Team – unabhängig vom Spielstand. Der FC ließ sich von keinem der drei Gegentreffer aus der Ruhe bringen, spielte immer weiter nach vorne. So, wie es der Kölner Coach unentwegt fordert. „Meine Jungs haben trotzdem nie aufgegeben, sind weitermarschiert. Wir haben ein Scheiß-Ergebnis, aber alles andere hat gepasst“, sagte Baumgart. Das zeigt auch ein Blick auf die Statistik. Der FC kam auf 55 Prozent Ballbesitz, gewann 60 Prozent der Zweikämpfe, spielte 100 Pässe mehr und gewann die Torschuss- (13:8) und Flanken-Statistik (32:13). Erstaunlicherweise liefen die Hoffenheimer mehr als die Kölner, wenn auch nur ein paar hundert Meter. „

Es fehlt dem FC an Präzision

Wir wissen, was wir wollen. Wir wollen, das, was wir heute gemacht haben, genauso weitermachen, nur mit einem anderen Ergebnis“, sagte Baumgart und betonte, dass seine Spieler einige Chancen hatten liegen gelassen. So hätte Selke bereits nach 180 Sekunden ausgleichen können, Rasmus Carstensen und Luca Waldschmidt scheiterten an Oliver Baumann und Dejan Ljubicic krönte seine ordentliche Leistung nicht, weil Wout Weghorst für den geschlagenen Keeper rettete. Der FC hatte seine Chancen, hätte das Spiel deutlich offener gestalten und mit weniger individuellen Fehlern möglicherweise sogar gewinnen können.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der FC sich viel mehr Chancen hätte erspielen müssen. Zwar erzeugten Rasmus Carstensen und Linton Maina über die Außen das erhoffte Tempo, gerade von der linken Seite kamen die Hereingaben aber viel zu selten im Zentrum an. Selbst bei aussichtsreichen Kontern fehlte im Abspiel die letzte Präzision. „Wir haben einige Umschaltsituationen, bei denen wir auf die letzte Kette zugelaufen sind, nicht gut ausgespielt. Der letzte Pass hat manchmal gefehlt“, sagte der Kölner Kapitän Florian Kainz. Möglicherweise hätte der starke Davie Selke nicht nur einen Treffer erzielt. Zudem kamen von den 32 Flanken gerade einmal fünf bei den Kölner Abnehmern an. Und obwohl Steffen Baumgart in der Schlussphase auf volle Offensive und gleich vier Stürmer (!) setzte, nahm die Gefahr vor dem gegnerischen Tor nicht mehr zu. „Von der Leistung war es aber gut“, stellte Florian Kainz treffend fest. Die ganze Wahrheit lässt sich am Ende des Tages aber an der Tabelle ablesen.

„Wir werden in naher Zukunft auch wieder punkten“

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„Wir werden in naher Zukunft auch wieder punkten“

Der 1. FC Köln hat den ersten Ligasieg auch gegen Hoffenheim verpasst, dabei aber in Teilen überzeugt. Die Stimmen zum Spiel.

„Wir haben den Start ein bisschen verschlafen. Aber die Reaktion war gut, wir waren eine Viertelstunde nur in der Hoffenheimer Hälfte. Wenn man aus der Zusammenfassung die Hoffenheimer Tore rausschneidet, glaubt man nicht, dass Hoffenheim das Spiel gewinnt. Aber so ist leider der Fußball. Wir haben von der Leistung her ein echt gutes Spiel gemacht. Da müssen wir weitermachen. Wenn auf lange Sicht die Leistung stimmt, dann kommen auch die Ergebnisse. Das muss uns Mut machen, auch wenn es für den Moment sehr wehtut.“ 

Timo Hübers

„Ich glaube, wir können einiges positiv bewerten, vor allem die Leistung. Wenn wir den Weg so weitergehen, werden wir auch in naher Zukunft wieder punkten. Wenn man so ins Spiel startet, ist es unglücklich. Aber wir haben die Situation angenommen. Die Tore zwei und drei von Hoffenheim sprechen für sich. Ich will die Leistung von Hoffenheim nicht schmälern, aber es ist sehr viel in ihre Richtung gelaufen. Das müssen wir, auch wenn es hart ist, akzeptieren. Für uns ist wichtig, dass wir wieder unser Spiel aufs Feld gebracht haben. Wenn wir das so weitermachen, kommen auch wieder die Punkte.“ 

Davie Selke

„Die erste Minute ist sehr unglücklich verlaufen. Danach haben wir die Köpfe hochgenommen, Vollgas gegeben, sind vorne angelaufen und haben alles rausgeholt. Das zweite Gegentor war unglücklich, beim dritten der Ball sehr gut getroffen. Beim zweiten Gegentor sieht es extrem unglücklich aus, da muss ich den Ball irgendwie klären. Aber es geht weiter. Abgesehen vom Ergebnis gibt uns das Spiel viel. Wir können darauf aufbauen und wissen, wo unsere Tugenden liegen. Wenn wir das Woche für Woche zeigen so wie heute, dann kommen die Punkte auch.“

Marvin Schwäbe

„Wir sind relativ schnell in Rückstand geraten, das war auf jeden Fall unnötig. Dann haben wir viel von dem gezeigt, was ich mir vorgestellt hatte. Wir sind viel ins Gegenpressing gegangen, haben viele Bälle gewonnen und hatten gute Strafraumsituationen. Da ging einiges nicht in unsere Richtung, und man läuft der Geschichte hinterher. Das 0:2 – ich glaube, das passiert dieses Jahr auch nicht noch mal. Das dritte Gegentor war dann eine sehr gute Einzelleistung. Meine Jungs haben trotzdem nie aufgegeben, sind weitermarschiert. Wir haben ein Scheiß-Ergebnis, aber alles andere hat gepasst. Fakt ist dennoch, dass wir einen Punkt aus vier Spielen geholt haben. Das ist zu wenig. Auch zu wenig für das, was die Jungs leisten.“

Steffen Baumgart

„Der Spielverlauf war sehr ärgerlich, wir haben gute Chancen gehabt, haben Energie auf den Platz gebracht, sind als Team aufgetreten. Viele positive Dinge, die wir ins nächste Spiel mitnehmen können, aber das Ergebnis hat nicht gestimmt. Wir müssen uns natürlich auch anschauen, was wir nicht gut gemacht haben. Wir haben einige Umschaltsituationen, bei denen wir auf die letzte Kette zugelaufen sind, nicht gut ausgespielt. Der letzte Pass hat manchmal gefehlt. Und wir bekommen heute Tore des Monats. Wir haben uns nicht aufgegeben, haben den Anschluss gemacht, haben den Elfmeter nicht bekommen – sonst wäre es noch einmal richtig spannend geworden. Von der Leistung war es aber gut.“

Florian Kainz

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So bewerten wir die FC-Profis gegen Hoffenheim

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So bewerten wir die FC-Profis gegen Hoffenheim

Mit 1:3 hat der 1. FC Köln im vierten Spiel die dritte Liga-Niederlage kassiert. Allerdings zeigten die Kölner eine ordentliche Leistung. Zumindest einige. So reicht die Notenrange von 2 bis 5.

Der FC wartet weiterhin auf die ersten Sieg in der Liga. Gegen die TSG Hoffenheim kassierten die Kölner eine 1:3-Pleite. Allerdings eine, die vermeidbar gewesen wäre. Zumindest war Hoffenheim an diesem Spieltag die deutlich glücklichere Mannschaft. Die Leistungen der Kölner waren allerdings durchwachsen. Das zeigt die Einzelkritik der FC-Profis gegen Hoffenheim.

So überzeugte allen voran ein starker Davie Selke, der nicht nur die komplette Spielzeit durchhielt, der für einen Stürmer auch erstaunlich viel lief. Dazu erzielte der Kölner Stürmer seinen ersten Saisontreffer. Auch Dejan Ljubicic überzeugte und hätte sich beinahe mit einem sehenswerten Treffer belohnt. Keinen guten Tag erwischte dagegen Marvin Schwäbe. Zwar war der Keeper bei mindestens zwei Treffern chancenlos, allerdings musste der Kölner Keeper drei Mal hinter sich greifen. Insgesamt verdiente sich die Kölner Hintermannschaft nicht die besten Noten. Die 5 erhielt aber ein Mittelfeldspieler.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Hoffenheim

War beim Kramaric- und beim dritten Gegentreffer machtlos. Gewann vor dem 0:2 den Ball in Höhe Mittellinie gegen Beier, legte ihn Grillitsch auf. Ob der Keeper dort hätte verteidigen müssen, ist insgesamt schwer einzuschätzen. Rettete später im Eins-gegen-eins gegen Berisha.

Sah beim 0:1 nicht gut aus, hätte den Ball konsequenter klären müssen. War in der Defensive sehr gefordert. Gewann allerdings im Schnitt noch nicht einmal die Hälfte seiner Zweikämpfe. Fiel in der Offensive nur durch scharfe Ecken auf.

Rettete bei einem schicken Kramaric-Schlenzer mit dem Kopf. War ohnehin im eigenen Sechzehner sehr kopfballstark. Sah in den direkten Duellen dafür alles andere als gut aus. Ließ den Ball beim 0:1 erstaunlich durch den Strafraum passieren, ließ auch beim 0:2 den Ball von Huseinbasic passieren. Da traf ihn aber keine Schuld. Ließ dafür aber sehr oft die Gegner passieren.

Zeigte sich erneut zweikampf- und willensstark. Kam auf eine gute Zweikampfquote von 80 Prozent. War ausgerechnet vor dem 0:3 nicht zur Stelle. Beim 0:2 scheiterte der akrobatische Abwehrversuch. Dennoch erneut der beste Abwehrspieler der Kölner.

Ließ den Ball beim 0:1 vor die Füße den Köln-Schrecks Kramaric liegen. Sah auch sonst in der Defensive nicht immer sattelfest aus. Fiel in der Offensive nur durch einen verunglückten Schuss auf.

War engagiert, eroberte viele Bälle. Bereitete mit einem haarsträubenden Fehlpass Richtung Hübers das zweite Gegentor, vermutlich das Tor des Monats, vor. Legte immerhin noch das 1:3 gut auf.

Sein enormes Tempo ist und bleibt eine Kölner Waffe. Bei seinen ungenauen Hereingaben aber eine eher stumpfe. Hatte gleich mehrere Assists geben können. So blieb sein Tempo brotlose Kunst.

Wohl bislang das beste Ligaspiel des Kölner Kapitäns. Bemühte sich sehr, versuchte, das Spiel zu lenken, zu ordnen. Allerdings sprang beim Kölner Zehner wenig Zählbares heraus.

War erneut hauptsächlich defensiv gefordert. Versuchte das Spiel mit genauen Pässen zu strukturieren, brachte davon 90 Prozent beim Mitspieler unter. Hatte Pech, dass Weghorst den Ball von der Linie kratzte.

Engagierte Leistung des Dänen. Lief elf Kilometer und war damit der zweitbeste FC-Profi. Kam zu einem guten Torabschluss Seine Flanken fanden aber keine Abnehmer. Die Gelb-Rote Karte hätte er sich sparen können.

Bester Kölner Spiele und das nicht nur wegen seines Treffers. Hätte schon noch drei Minuten sein erstes Saisontor erzielen können. Arbeitete viel, lief mit mehr als zehn Kilometern auch erstaunlich viel. Dürfte zumindest vorerst die Stürmer-Diskussion beendet haben.

FC unterliegt Heidenheim 1:3

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FC unterliegt Heidenheim 1:3

Der 1. FC Köln bleibt auch nach dem 4. Spieltag in der Bundesliga ohne Sieg. Gegen die TSG Hoffenheim lieferte der FC eine ordentliche Partie ab, kassierte aber dennoch eine 1:3-Niederlage.

„Alle in Weiß“ lautete das Motto der Kölner Fans zum 100. Geburtstag des Müngersdorfer Stadions, der 4. Spieltag hatte für den FC aber lange Zeit viel von Rabenschwarz. Zumindest agierten die Kölner beim 1:3 gegen Hoffenheim lange glücklos. Nach der frühen Führung durch Andrej Kramaric erhöhten Florian Grillitsch und Maximilian Beier auf 0:3, bevor Davie Selke verkürzte. Trotz einer ordentlichen Leistung: der FC kassiert eine bittere Pleite. Zudem sah Rasmus Carstensen in der Nachspielzeit Gelb-Rot.

Ungewohnt lange hatte FC-Trainer Steffen Baumgart über die Startaufstellung gegen Hoffenheim nachgedacht, am Ende entschied er sich für die Aufstellung, die schon zwischen den Zeilen zu lesen war. Für den verletzten Eric Martel lief zunächst Denis Huseinbasic auf, auf der rechten Seite startete Rasmus Carstensen, dafür nahm Neuzugang Luca Waldschmidt zunächst auf der Bank Platz. Im Sturm startete erwartungsgemäß Davie Selke. Zwar kam der Stürmer nach drei Minuten bereits auch zur ersten dicken Chance für den FC, zu diesem Zeitpunkt lagen die Geißböcke aber bereits 0:1 zurück. Die Kölner Fans befanden sich noch mitten in den Feierlichkeiten anlässlich des 100. Geburtstags des Müngersdorfer Stadions, da hatte Andrej Kramaric schon zugeschlagen. Natürlich Kramaric. Kein anderer Hoffenheimer hat öfter gegen den FC getroffen, es war bereits das sechste Tor des Kroaten gegen Köln.

Kölner Hintermannschaft lädt zu Gegentoren ein

Allerdings auch mit freundlicher Unterstützung der Kölner Hintermannschaft. Leart Pacarada bekam den Ball nach einer Hereingabe nicht geklärt, die zweite Flanke irrte durch den kompletten Kölner Sechzehner, Benno Schmitz klärte den Ball vor die Füße des Kroaten, der nur noch einschob. Der FC zeigte aber die richtige Reaktion. Selke versuchte es aus spitzem Winkel, scheiterte aber genauso an Oliver Baumann wie Rasmus Carstensen aus der Distanz. Florian Kainz schoss ebenfalls aus Sechzehn Metern, der Schuss wurde aber geblockt. Köln bemühte sich über die schnellen Außen – vor allem über Linton Maina – für Gefahr zu sorgen, Hoffenheim probierte es zunächst ungewohnt oft über Flanken, die die Kölner Hintermannschaft vor das ein oder andere Problem stellten.

Das tat auch Huseinbasic. Ein verunglückter Ball des Youngsters landete bei Maximilian Beier. Marvin Schwäbe eilte aus dem Tor, gewann den Zweikampf in Höhe der Mittellinie, passte aber auf Florian Grillitsch der aus der eigenen Hälfte ins leere FC-Tor traf. Auch nach dem zweiten Gegentreffer gaben die Kölner weiterhin den Ton an, der FC war aber bis zum Seitenwechsel bei weitem nicht mehr so zielstrebig. Das sehenswerte zweite Tor hatte offensichtlich Wirkung hinterlassen.

FC belohnt sich erst spät

Dennoch lieferten die Kölner keine schlechte Partie ab, sie waren in vielen Situationen aber glücklos. Auch in der Drangphase zu Saisonbeginn. Denn die erste Kölner Chance nach dem Wechsel gehörte Selke. Eine Flanke von Carstensen brachte der Stürmer allerdings nicht aufs Tor. Anschließend stand Selke einschussbereit vor Baumann, aber die Hereingabe von Maina war nicht genau genug. Genau gepasst hätte wohl der Schlenzer von Dejan Ljubicic, doch Wout Weghorst rettete für den geschlagenen Baumann auf der Linie. Der Niederländer hatte auch in der nächsten Situation Glück. Zwar bekam der Stürmer einen Schuss von Kainz unabsichtlich gegen den Arm geschossen, Weghorst verhinderte aber eine klare Tormöglichkeit. Über einen Elfmeter hätte sich Hoffenheim nicht beschweren dürfen. Im direkten Gegenzug sorgte Maximilian Beier für klare Verhältnisse. Bei seinem Schlenzer war Schwäbe erneut chancenlos, der Hoffenheimer kam aber auch erstaunlich unbedrängt zum Abschluss.

Trotz des deutlichen Rückstands gaben die Kölner nicht auf, spielten weiter munter nach vorne und belohnten sich endlich. Huseinbasic legte den Ball auf Selke ab, der durch die Hosenträger von Baumann zum 1:3 traf. Baumgart setzte nun auf volle Offensive, brachte mit Faride Alidou und Luca Waldschmidt zwei weitere Offensivkräfte. Anschließend sogar noch Sargis Adamyan und Steffen Tigges. Waldschmidt fand sich schnell ins Spiel, spielte Selke frei, der aber aus kurzer Distanz nur das Außennetz traf. Köln blieb dran, zog ein Powerplay auf. Waldschmidts Aufsetzer rettete Baumann gerade noch zur Ecke. Die Kölner Offensive bot Hoffenheim allerdings Räume und die Chance auf Konter. So tauchte der eingewechselte Mergim Berisha vor Schwäbe auf, scheiterte aber am Kölner Torhüter. In den Schlussminuten machte es Hoffenheim cleverer, hielt den Ball in den eigenen Reihen.

Zu allem Überfluss ließ sich der ansonsten gute Carstensen zu einem taktischen Foul hinreißen, für das er die Ampelkarte sah. Waldschmidt versuchte es noch einmal aus 18 Metern, letztlich blieb es aber beim 1:3, der FC bleibt auch im vierten Spiel ohne Sieg. Am kommenden Samstag folgt das Duell gegen Werder Bremen.

1. FC Köln: Schwäbe – Schmitz (60. Alidou), Chabot, Hübers, Pacarada (77. Heintz) – Ljubicic, Huseinbasic (66. Waldschmidt) – Maina (77. Tigges), Kainz (77. Adamyan), Carstensen – Selke Tore: 0:1 Kramaric (1.), 0:2 Grillitsch (27.), 0:3 Beier (52.), 1:3 Selke (61.)

Hoffenheim im Gegnercheck: Schnelles Umschaltspiel und gute Investitionen

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Hoffenheim im Gegnercheck: Schnelles Umschaltspiel und gute Investitionen

Mit der Begegnung gegen Hoffenheim kehrt der 1. FC Köln aus der Länderspielpause zurück. Die Geißböcke erwartet gegen die Sinsheimer allerdings alles andere als eine leichte Aufgabe.

Auch am 4. Spieltag der Bundesliga steht der 1. FC Köln vor einer schweren Aufgabe. Am Samstag empfängt der FC die TSG Hoffenheim. Ein schwerer Brocken. Das zeigt auch der Gegnercheck: Schnelles Umschaltspiel und gute Investitionen.

Der Ausfall von Eric Martel scheint FC-Trainer Steffen Baumgart schon ordentlich getroffen zu haben. Unvorbereitet. Natürlich. Mit der Verletzung konnte der Kölner Trainer nicht rechnen. Und so wirft der Ausfall sämtliche Pläne über Bord, ändert die Herangehensweise an das Duell gegen Hoffenheim und die taktische Ausrichtung der Kölner offenbar massiv – ungewohnt unschlüssig gibt sich der Kölner Coach dieser Tage. Über eine frühzeitige Startelf-Bekanntgabe durfte sich TSG-Trainer Pellegrino Matarazzo jedenfalls nicht freuen. Aber auch Matarazzo ist sich über seine Aufstellung noch nicht im Klaren. Doch die Ursache für das Zögern ist in Hoffenheim eine andere. „Ich freue mich sehr über meine Situation“, sagte der TSG-Trainer in Bezug auf das volle Personal. „Konkurrenzkampf gekoppelt mit Respekt und Akzeptanz kann unsere größte Waffe werden. Es schafft eine Qualitätserhöhung und Schärfe im Training, dazu können wir im Spiel nun besser reagieren. Darüber freut sich jeder Trainer. Der Konkurrenzkampf ist extrem willkommen.“

Hoffenheim will sich im oberen Tabellendrittel halten

Die TSG hat im Sommer ordentlich aufgerüstet. 13 Spieler haben die Sinsheimer verpflichtet, zuletzt mit Mergim Berisha, Anton Stach, Attila Szalai und Wout Weghorst auch noch einige namhafte, die auch beim FC von dem ein oder anderen Fan gerne gesehen worden wären. „Man hat dort in den letzten Jahren unter Wert gespielt. Wenn wir alleine die letzten drei Transfers uns anschauen, dann habe ich schon den Eindruck, dass die TSG in andere Tabellenregionen vorrücken möchte“, sagt auch FC-Trainer Steffen Baumgart. Für den Klub, der regelmäßig viel investiert, aber in den vergangenen Jahren nicht über einen Platz im Mittelfeld hinausgekommen ist, soll der Weg wieder nach oben gehen.

Dafür hat Hoffenheim mehr als 40 Millionen Euro investiert. Und der erste Eindruck ist aus TSG-Sicht alles andere als verkehrt. Von den bisherigen drei Spielen hat Hoffenheim zwei gewonnen, gegen Freiburg kassierte die TSG zum Saisonauftakt eine 1:2-Pleite. Doch auch Hoffenheim hat wichtige Spieler abgegeben. Vor allem der Abgang von Christoph Baumgartner schmerzt. Auch, wenn RB Leipzig rund 24 Millionen Euro für den Österreicher bezahlt hat. Der 23-Jährige ist der Inbegriff für das, was der FC gerne erreichen würde: für einen Entwicklungsklub.

Matarazzo bevorzugt die Dreierkette

Matarazzo spielt in der Regel mit einer Dreierkette. Über die Außen versucht Hoffenheim mit Tempo schnell Richtung Tor zu kommen. Das Umschaltspiel ist die Stärke der Sinsheimer. Hoffenheim probiert es dabei auffällig oft über die linke Seite, die zuletzt Neuzugang Marius Bülter bekleidete. Auf der rechten Seite sorgte Ihlas Bebou für Tempo, also jener Stürmer, der kurzfristig, sehr kurzfristig, beim FC im Gespräch war. Durch das Zentrum passiert bei Hoffenheim dagegen relativ wenig. Die TSG agiert mit vielen langen Bällen, nur selten mit Flanken.

Gegen den FC will Matarazzo über Ballbesitz das Spielgeschehen übernehmen. „Wir brauchen ein geradliniges Spiel und müssen das Geschehen in ihre Hälfte verlagern“, sagte der Hoffenheimer Coach. Vielleicht auch, weil der FC genau damit gegen Frankfurt seine Probleme hatte. Nicht umsonst forderte FC-Trainer Baumgart am Donnerstag die Rückkehr zum Offensivfußball. So betonte der Trainer auf der Pressekonferenz am Donnerstag, dass Abwehrschlachten nicht seine Idee von Fußball seien. Genau dorthin will Matarazzo die Kölner aber bekommen.

Der Vergleich:

Der Kaderwert spricht deutlich für die Gäste. Hoffenheim erreicht laut Gool.ai einen Kaderwert von rund 130 Millionen Euro, der FC liegt aktuell bei knapp 68 Millionen Euro. Kölns wertvollster Spieler ist Dejan Ljubicic (8.7 Mio), gäbe es in Hoffenheim eine interne Liste der wertvollsten Spieler würde sich der Österreicher auf Rang 7 einsortieren. Die Bilanz spricht dabei knapp für die TSG, die 13 der Partien gewann. Köln schaffte neun Siege, zudem gab es sieben Remis. Weitere Zahlen und Fakten zum Duell gibt es hier.

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Beim FC gibt es die Qual der Wahl: Überraschung in der Offensive?

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Beim FC gibt es die Qual der Wahl: Überraschung in der Offensive?

Durch den Ausfall von Eric Martel offenbart sich auf der Doppelsechs beim 1. FC Köln eine Vakanz. Auf anderen Positionen hat der Kölner Trainer dagegen die Qual der Wahl.

Nach dem Ausfall von Eric Martel sucht FC-Trainer Steffen Baumgart nach der Alternative. Auf anderen Positionen hat er die Qual der Wahl. Bahnt sich sogar eine Überraschung in der Offensive an?

Eigentlich kam die Länderspielpause für Steffen Baumgart genau zur rechten Zeit. Eigentlich, denn die Verletzung von Eric Martel trübte dann doch die Stimmung des Kölner Trainers. Der Verlust des Sechsers durchkreuzte die Pläne des Coachs für das Spiel gegen Hoffenheim. „Das sind Dinge, die passieren nun mal. Wir werden bestimmt nicht mit dem Finger auf irgend jemanden zeigen“, sagte Baumgart. Der Trainer betonte aber auch, dass er natürlich nicht sonderlich glücklich über die Verletzung während der Länderspielpause sei, zumal er eine ähnliche Erfahrung bereits mit Jan Thielmann gemacht hat. Dennoch hatte die Länderspielpause auch etwas Gutes. Mit Davie Selke und Jeff Chabot hatten die beiden zuletzt angeschlagenen Stammspieler die Chance, sich zu erholen. Und tatsächlich: Selke und Chabot stehen für die Begegnung gegen Hoffenheim wieder im Kader.

Wer startet im Angriff?

Während Baumgart also auf der Suche nach der passenden Sechs ist, hat er durch die Rückkehr der Rekonvaleszenten auf anderen Positionen gleich die Qual der Wahl. „Dadurch, dass jetzt einige Sachen neu sind, müssen wir Dinge hinterfragen, neu bewerten. Ob sie beide spielen, wird erst später entschieden“, sagte der Trainer am Donnerstag. Im Sturmzentrum fällt die Entscheidung zwischen Selke und Steffen Tigges. „Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, ob ich mit Davie beginne, der jetzt eine Woche trainiert hat oder ob ich bei Tiggi bleibe“, sagte Baumgart. Tatsächlich hatte der Selke-Ersatz Tigges gegen Frankfurt nicht überzeugen können, hatte so gut wie keinen Zugriff auf die Begegnung. In mehr als 70 Spielminuten kam der Angreifer auf 20 Ballkontakte, keinen Torabschluss. Allerdings hat auch Selke in den bisherigen Spielen nicht überzeugen können – zumal jedes mit der vorzeitigen Auswechslung endete. Da das Kölner Spiel auf einen Zielstürmer ausgelegt ist, wird einer der beiden Angreifer beginnen. Mehr spricht aktuell für Selke.

Die Entscheidung über die Zusammenstellung der Innenverteidigung dürfte Baumgart da schon leichter fallen. Nach den überragenden Leistungen gegen Dortmund und Frankfurt sollten Jeff Chabot und Timo Hübers in der Abwehrzentrale gesetzt sein. Allerdings wird Baumgart dann gegen die eigenen Prinzipien verstoßen. Normalerweise werden die verletzten Spieler erst einmal wieder an die Mannschaft herangeführt. Chabot wird dort wohl eine Ausnahme bilden. Zu Beginn der Woche hatte der Abwehrspieler noch individuell trainiert, zuletzt war er wieder voll im Training dabei. Sollte Chabot erst einmal auf der Bank Platz nehmen, käme wohl Dominique Heintz zu seinem insgesamt 200. Bundesliga-Einsatz.

Wer spielt in der Offensive?

Und auch im offensiven Mittelfeld gibt es für Baumgart noch einige Fragezeichen und eventuell auch eine Überraschung. So stehe noch nicht fest, „ob wir mit Luca Waldschmidt und mit Florian Kainz beginnen oder nur mit einem von den beiden“, sagte Baumgart. Möglicherweise droht einem Stammspieler der Platz auf der Bank. So könnte auch Linton Maina auf der linken Seite beginnen. Sowohl der diesjährige Königstransfer als auch der Kölner Kapitän standen in allen vier Pflichtspielen in der Startformation, kommen bislang auf 300 Einsatzminuten und erzielten jeweils einen Treffer. Gegen die TSG will Baumgart über die Außen offenbar aber mit Geschwindigkeit punkten. Das spricht für Maina.

Baumgart wisse „auch nicht, ob er Ralle (Rasmus Carstensen, Anm. d. Red.) wieder auf die Acht nach vorne ziehe, um Tempo zu erreichen.“ Mal abgesehen von der Besetzung der Sechs hat der Trainer „ganz, ganz viele Möglichkeiten“, kein Spieler der Offensive scheint gesetzt. „Es hängt viel davon ab, ob wir mit zwei Sechsern spielen, ob wir mit zwei Stürmern spielen“, so der Trainer. „Deswegen ist es für mich noch nicht klar, was wir machen wollen.“ So sagte der Trainer, dass er sich auch bei der taktischen Ausrichtung noch nicht über die Aufstellung im Klaren sei.

So könnte der FC gegen Stuttgart spielen

 

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Bilanz, TV, Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Hoffenheim

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Bilanz, TV, Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Hoffenheim

Mit der Begegnung gegen die TSG Hoffenheim kommt der 1. FC Köln aus der Länderspielpause. Alles Wissenswerte rund um die Partie gibt es hier.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen die TSG geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Hoffenheim.

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Hoffenheim?

29-mal trafen der 1. FC Köln und Hoffenheim bislang in Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz spricht dabei knapp für die TSG, die 13 der Partien gewannen. Köln schaffte neun Siege, zudem gab es sieben Remis. Auch die Torbilanz spricht mit 56:38 für Hoffenheim. 24 der 29 Partien fanden in der Bundesliga statt. Da ist die Bilanz noch deutlicher. Zwölf Hoffenheimer Siege stehen fünf Kölner Erfolgen gegenüber. Seit April 2015 hat der FC gegen Hoffenheim in der Liga nicht mehr gewonnen.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln gegen Hoffenheim im TV?

Das Spiel beginnt am Samstag um 15.30 Uhr. Die Begegnung wird daher bei Sky live übertragen. Zusammenfassungen gibt es wie immer unter anderem bei der Sportschau und im Sportstudio.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Hoffenheim?

Den höchsten Sieg fuhren die Kölner im November 2002 in Hoffenheim ein. Damals setzten sich die Geißböcke in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit 5:1 gegen die Mannschaft aus Sinsheim durch. Die Tore erzielten Francis Kioyo, Markus Kreuz, Markus Happe, Matthias Scherz und Andrew Sinkala. Für Hoffenheim traf Sven Heller.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen Hoffenheim?

Vor gut zwei Jahren kassierte der FC eine deftige 0:5-Pleite in Sinsheim, die höchste Niederlage der damaligen Bundesligasaison. Doch es geht aus Kölner Sicht noch schlimmer. Die höchste Pleite erfuhren die Geißböcke nämlich vor fünfeinhalb Jahren. Im März 2018 kassierte der FC eine bittere 0:6-Pleite. Neben Nationalspieler Serge Gnabry traf auch Mark Uth. Der heutige Kölner war gleich doppelt für das Team aus Sinsheim erfolgreich.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Hoffenheim?

Die meisten Tore im Kölner Dress gegen die TSG erzielte Lukas Podolski. Das Kölner Idol war dreimal erfolgreich. Auf der anderen Seite traf ein Hoffenheimer fünfmal im TSG-Trikot gegen Köln. Die schlechte Nachricht: Andrej Kramaric ist noch immer für die TSG aktiv.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Hoffenheim?

Timo Horn trug das Kölner Trikot 13-mal in Begegnungen gegen die TSG. Sebastian Rudy und Oliver Baumann liefen für Hoffenheim bereits 17-mal gegen Köln auf.

Wie hoch liegen die Kaderwerte vom FC und von Hoffenheim?

Die Online-Plattform Gool.ai berechnet den Marktwert des 1. FC Köln auf gut 67.9 Millionen Euro. Der FC liegt damit im unteren Drittel der Liga. Hoffenheims Marktwert berechnet das Portal auf 128 Millionen Euro. Wout Weghorst ist der wertvollste Hoffenheimer mit rund 10 Millionen Euro. Beim FC ist Dejan Ljubicic der wertvollste Spieler mit 8.7 Millionen Euro.

Funfact

Im Kader des FC befinden sich sieben Spieler mit Hoffenheim-Vergangenheit. Mit Matthias Köbbing, Philipp Pentke und Marvin Schwäbe haben sogar drei der vier Kölner Torhüter schon für die TSG gespielt.

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So kompliziert ist die Suche nach dem Zentrum

Keller deutet weiteren Transfer an
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So kompliziert ist die Suche nach dem Zentrum

Der Ausfall von Eric Martel wiegt schwer. FC-Trainer Steffen Baumgart wollte zudem auch Mathias Olesen spielen lassen, der ebenfalls ausfällt. Nun muss ein neues Zentrum gefunden werden und das dürfte dem Kölner Trainer nicht leicht fallen.

Mit Eric Martel und Mathias Olesen fallen beim FC gleich zwei Spieler aus, die eigentlich gegen Hoffenheim hätten spielen sollen. Für FC-Trainer Steffen Baumgart beginnt somit die komplizierte Suche nach dem Zentrum

Keller deutet weiteren Transfer an

Die Aufgabe wird ohnehin nicht leicht. Zumindest erwartet FC-Trainer Steffen Baumgart im Duell gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, Sky) einen unbequemen Gegner. „Ich glaube, dass Hoffenheim immer schon eine Mannschaft war, die eine sehr hohe Qualität im Kader hat“, sagte der Trainer am Donnerstag. „Man hat dort in den letzten Jahren unter Wert gespielt. Wenn wir alleine die letzten drei Transfers uns anschauen, dann habe ich schon den Eindruck, dass die TSG in andere Tabellenregionen vorrücken möchte.“ Mit Mergim Berisha, Atilla Szalai und Anton Stach gaben die Sinsheimer alleine mehr als 35 Millionen Euro Ablöse aus, der FC im Grunde nur die zwei Millionen Euro für die feste Verpflichtung von Jeff Chabot. Doch Baumgart warnt auch vor der Spielweise. „Sie haben eine klare Struktur, ein sehr gutes Umschaltspiel. Da kommt einiges auf uns zu. Wir wissen, wie schwer es wird.“

Baumgart muss sein Team umstellen

Und als wäre die Aufgabe noch nicht schwer genug, muss der Kölner Coach seine eigentlichen Pläne für das Duell gegen Hoffenheim umwerfen. „Eric Martel und Mathias Olesen fallen aus. Darüber bin ich nicht sonderlich begeistert“, sagte der Trainer. „Gerade weil es Jungs sind, die regelmäßig gespielt haben und auch für die Startelf gegen Hoffenheim vorgesehen waren.“ Immerhin stand bereits seit Montag fest, dass der gebürtige Däne ausfallen würde. Die Überraschung hielt sich im Fall Olesen also in Grenzen, bei Martel dürfte sie umso größer, vor allem aber umso schwerer ausgefallen sein. Martel spielt eine starke Saison, bewegte sich gegen Frankfurt mit Ellyes Skhiri absolut auf Augenhöhe, überzeugt bislang in den meisten Statistiken. Und nun das Aus bei der U21. „Wir werden nicht mit dem Finger auf irgendwen zeigen. Es ist einfach ärgerlich, dass Jungs, die eigentlich gesund sind, wiederkommen und nicht spielen können“, sagte Baumgart und erinnert auch an Jan Thielmann, dem es im Sommer genauso erging. „Wir müssen bei Eric einfach einen Schritt zurückgehen. Wenn es nach ihm ginge, würde er sicherlich spielen. Aber das geht einfach nicht, weil wir uns nichts kaputt machen wollen.“

Christensen, Huseinbasic oder andere Lösung?

Martel ist zu wichtig, als dass der Trainer etwas riskieren will. Die „zwei, drei Wochen“, die der Kölner Mittelfeldmotor ausfällt, sind hart genug. Der Trainer muss nun notgedrungen seine gerade formierte Zentrale umbauen, auf seine Konstante verzichten, sogar das System umstellen. Und das, obwohl zu Beginn der Woche noch viel danach aussah, als würde die Startelf sich im Grunde von alleine finden. Martels Ausfall hat das Gleichgewicht durcheinander gebracht. Nun hat die Suche nach dem neuen Zentrum begonnen.

Nominell wäre Jacob Christensen eine Option. Der Däne wurde im Sommer als Sechser verpflichtet, er soll mittelfristig in die Rolle herein wachsen, zuletzt kam der 22-Jährige aber nicht zum Einsatz. Für Baumgart ist er offensichtlich noch nicht so weit. „Wenn man überhaupt von einem Fehlen sprechen kann, ist es die Intensität, die ihm aktuell noch abgeht“, betonte der Trainer. „Das ist eine Entwicklung, die man nicht von heute auf morgen hinbekommt. Der Junge hört gut zu, versucht die Dinge gut umzusetzen. Es ist nun mal so, dass man sich in einer neuen Mannschaft an die Abläufe gewöhnen muss, wenn man vorher eine gewisse Art von Fußball gemacht hat.“ Ähnlich sieht es der 51-Jährige auch mit der zweiten Option für die Sechs, mit Denis Huseinbasic, der allerdings deutlich offensiver ausgerichtet ist. „Auch da werden wir immer wieder rangehen und mit ihm arbeiten müssen.“ Man wolle den „Jungs ein dreiviertel oder halbes Jahr“ Zeit geben.

Taktische Ausrichtung noch nicht klar

Ein wenig Zeit nimmt sich auch der Kölner Trainer – zumindest was die konkrete Planung angeht. „Jetzt machen wir erst einmal ein wenig ruhiger. Wir wissen in etwa, in welche Richtung das gehen kann. Es sind aber noch keine Entscheidungen getroffen“, sagt Baumgart, der betont, dass er sich auch noch nicht sicher sei, ob Davie Selke oder Steffen Tigges beginnt, genauso wenig in der Zentrale, ob er mit Luca Waldschmidt und/oder Florian Kainz beginnt. Nach den Verletzungen von Martel und Olesen ist Dejan Ljubicic auf der Sechs wahrscheinlich gesetzt, die Viererkette dürfte ohnehin stehen. Ansonsten ist aber noch viel offen. „Es hängt viel davon ab, ob wir mit zwei Sechsern spielen, ob wir mit zwei Stürmern spielen. Wir haben für uns viele Möglichkeiten“, so der Trainer. „Deswegen ist es für mich noch nicht klar, was wir machen wollen.“ Nur eins ist für Baumgart klar: „Dass wir gerne gewinnen wollen.“

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Steffen Baumgart: „So kann es nicht weitergehen“

Mit nur einem Punkt aus drei Spielen verlief der Saisonauftakt für den FC holprig. Auch deswegen war die Stimmung unter der Woche angespannt. Auf der Pressekonferenz vor dem Hoffenheim-Spiel fand FC-Trainer Steffen Baumgart deutliche Worte.

Die Anspannung war unter der Woche zu spüren. Der Kölner Coach wurde in den Trainingseinheiten ungewohnt laut. Nun fand er auch auf der Pressekonferenz vor dem Hoffenheim-Spiel deutliche Worte. Steffen Baumgart: „So kann es nicht weitergehen“

Ungewohnt dünnhäutig gab sich FC-Trainer Steffen Baumgart bei den Trainingseinheiten zur Vorbereitung auf das kommende Ligaspiel gegen die TSG Hoffenheim. Der 51-Jährige ist wahrlich nicht für seine ruhige und gelassene Art bekannt. Dennoch wird der Ton rund um das Geißbockheim rauer. „Ich gebe vor, was gemacht wird. Wer das mitmacht, ist dabei. Wer nicht, kann tanzen gehen“, schrie der Trainer sein Team an, dass sich kurz darauf nicht an die Vorgabe der zwei Ballkontakte hielt. „Ich kann es Euch singen: Zwei Kontakte. Es sind meine Lieblingswörter: Zwei Kontakte. Ihr müsst mir nichts schenken, ich müsst mir nichts kaufen – alles nichts Dramatisches. Ich will einfach nur zwei Kontakte sehen. Einfaches Spiel hilft uns.“ Nach einem Punkt aus drei Spielen ist die Stimmung in Köln angespannt. „Das hat vielleicht etwas damit zu tun, dass ich auch die Situation erkannt habe und sage, so kann es nicht weitergehen“, erklärte Baumgart am Donnerstag. „Ich bin jemand, der die Sachen relativ deutlich rüberbringt. Ich bin im Moment in der Situation, wenn mir Sachen nicht gefallen, dann kann ich es laufen lassen oder ich gehe rein. Und wenn es drei Mal nicht funktioniert, gehe ich drei Mal rein.“

Keine gute Bilanz gegen Hoffenheim

Dennoch hatte man den Eindruck, dass es diese Woche ein wenig lauter zuging am Geißbockheim. „Ich bin halt nicht der Typ, der das gerade im leisen Ton macht. Vielleicht bin ich auch mal ein wenig drüber“. sagt Baumgart. „Das Gute ist, dass die Jungs das verstehen. Sie verstehen, dass es nicht um sie sondern um die Sache geht. Vielleicht war es diese Woche etwas emotionaler. Da bin ich so wie ich bin.“ Und die Aufgaben werden für den FC in den kommenden Wochen nicht leichter. Zunächst steht das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim auf dem Spielplan.

Und gerade Heimspiele gegen die Sinsheimer waren in den vergangenen Jahren alles andere als erfreulich für die Geißböcke. Der letzte Sieg im eigenen Stadion liegt mittlerweile sieben Jahre zurück. Im Oktober 2016 gewann der FC in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen die TSG – allerdings erst nach Verlängerung. Den entscheidenden Treffer erzielte der Ex-Hoffenheimer Anthony Modeste. Es folgen die Begegnungen gegen Werder Bremen und Stuttgart. In Bremen haben die Kölner seit 2014 nicht mehr gewonnen, gegen Stuttgart im eigenen Stadion nur eine der vergangenen 13 Begegnungen. Vor der Länderspielpause folgt noch das Duell mit Leverkusen.

Video-Analyse zum Eintracht-Spiel

Eine richtungsweisende Partie wird das Spiel gegen die TSG aber laut Baumgart nicht. „Wir wissen schon, gegen wen wir gespielt haben und was wir für ein Programm hatten. Wir haben gegen Mannschaften gespielt, die gegen andere verlieren“, sagte Baumgart. „Das, was so nicht weitergehen kann, ist, dass wir unseren Fußball nicht mehr so umgesetzt haben. Ich habe einen Gedankengang wie mein Fußball aussehen soll. Und der war nicht so, wie ich ihn mir vorstelle. Eher Abwehrschlachten zu schlagen, ist nicht die Idee, die ich mir vorstelle.“

Tatsächlich ist der FC in den vergangenen Spielzeiten besser in die Saison gestartet, allerdings auch mit einem anderen Auftaktprogramm. „Mir geht es eher um die Art, wie wir Fußball spielen. Ich möchte eine Art Fußball spielen. Gerade gegen Frankfurt haben wir es nicht so gemacht, wie ich es mir vorgestellt habe.“ Auch deswegen erhielten die Spieler noch eine Videoanalyse vom Eintracht-Spiel. „Da ist Vieles nicht so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagte Baumgart. „Das Sehen ist das eine, das Umsetzen ist das andere. Jetzt geht es um das Umsetzen.“ Das soll bereits am Samstag gegen Hoffenheim passieren.

 

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