Nach Traumtor schon wieder ein Hoffnungsträger? Struber ist vorsichtig optimistisch

Mark Uth wird nach seinem Traumtor beglückwünscht
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Nach Traumtor schon wieder ein Hoffnungsträger? Struber ist vorsichtig optimistisch

Mit einem Traumtor hat Mark Uth sein perfektes Comeback bei den Profis gefeiert – allerdings im Testspiel gegen Groningen. Damit wird der Routinier zwangsläufig wieder zu einem Hoffnungsträger beim 1. FC Köln: Gerhard Struber bremst bei Mark Uth die Erwartungen.

Mark Uth hat zum ersten Mal seit drei Monaten wieder an einem Spiel der Profis der Geißböcke teilgenommen. Und das war bemerkenswert. Zwangsläufig wird der 33-Jährige so zum Hoffnungsträger beim 1. FC Köln: Aber Gerhard Struber bremst bei Mark Uth die Erwartungen. Der Trainer hat die Verletzungshistorie im Hinterkopf.

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So richtig Vertrauen wollte Gerhard Struber der Situation dann doch noch nicht. „Ich bin sehr vorsichtig mit zu viel Euphorie, weil wir wissen, wie schnell das bei Mark in der Vergangenheit dann auch wieder in eine andere Richtung gegangen ist“, sagte der Trainer des 1. FC Köln nach dem 1:1 im Testspiel seiner Geißböcke. Am Donnerstag lief es für Mark aber in die richtige Richtung. Mark Uth hatte zum ersten Mal seit der Begegnung gegen die SV Elversberg im August wieder auf dem Spielfeld einer Begegnung bei den Profis gestanden. Zwar nur ein Testspiel, aber immerhin der zweite Auftritt des Stürmers mit Struber an der Seitenlinie. Und es war ein recht ordentlicher Auftritt. Uth bemühte sich hinter den Spitzen von Beginn an als Ballverteiler, suchte aber auch selbst seine Chance.

Traumtor per Freistoß

Und nutzte sie bereits nach einer knappen halben Stunde. Und wie: Bei einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld suchte der gebürtige Kölner den direkten Weg Richtung Tor und fand den langen Giebel: 1:0. Ein toller Treffer, auch, wenn der gegnerische Torhüter sicher nicht ganz so besonders aussah. „Dass er solche Tore schießen kann, glaube ich ist jetzt nicht so eine besondere Überraschung“, sagte der Trainer, der sich aber freute, „dass er das jetzt schmerzfrei und mit einer großen Intensität hinbekommen hat. Jetzt hoffen wir, dass keine große Reaktion morgen oder übermorgen kommt und dann hoffen wir, dass wir darauf aufbauen können.“ Aufbauen würden die Kölner auf die Leistung des Offensivspielers wohl sehr gerne. Denn ein Spieler wie Uth in Topform würde dem FC im Kampf um den Aufstieg noch einmal weitere Qualität bringen.

Würde, denn da schwingt ja noch dieses „aber“ mit. Die Verletzungshistorie des 33-Jährigen gerade in den vergangenen beiden Spielzeiten lässt den Trainer mit voller Überzeugung und Kraft auf die Euphoriebremse treten. Uth hat in den vergangene zweieinhalb Jahren drei Mal mehr Spiele verletzungsbedingt verpasst als gespielt. In dieser Saison stehen genau fünf Minuten Einsatzzeit in einem Pflichtspiel für die Profis. Und das, obwohl die Kölner Verantwortlichen die Vorbereitung bereits besonders behutsam angegangen waren. Doch es folgte der nächste Rückschlag. Die als harmlos erachtete Adduktorenzerrung ließ den Stürmer nun monatelang ausfallen. Einzig zwei Einsätze bei der U21 stehen auf Uths Konto. Doch nun machte der Stürmer einen guten Eindruck. „Jetzt freuen wir uns mal, er war stabil drin“, sagte Struber. „Dass er kicken kann, wissen wir und dass er per Du ist mit dem Ball.“



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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Länderspiele

Starke erste Halbzeit beim 1:1 gegen Groningen – Uth mit Traumtor und guten Comeback

Elias Bakatukanda vom 1. FC Köln
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Starke erste Halbzeit beim 1:1 gegen Groningen – Uth mit Traumtor und guten Comeback

Eine starke erste Halbzeit hat dem FC im Testspiel am Donnerstagnachmittag nicht zum Sieg gereicht. Der 1. FC Köln spielt 1:1 gegen den FC Groningen. Mark Uth gab sein Comeback und traf sehenswert zur Kölner Führung. Nach dem Wechsel flachte die Begegnung ab.

FC-Trainer Gerhard Struber wird sicherlich zufrieden sein: Der 1. FC Köln spielt im Testspiel 1:1 gegen den FC Groningen. Vor allem im ersten Abschnitt zeigen die Kölner eine ordentliche Leistung. Auch durch die vielen Wechsel bedingt, flacht die Begegnung in Halbzeit zwei ab. Die Führung durch Mark Uth gleicht Hijs Oosting aus.

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Wie angekündigt setzte Gerhard Struber auf einige Spieler, die zuletzt wenig Einsatzzeit bekamen wie Florian Kainz, Marvin Obuz oder Rasmus Carstensen. Auf einige Stammspieler oder Akteure aus dem erweiterten Kreis der Anfangsformation konnte und wollte der Coach aber nicht verzichten. So führte Timo Hübers die Mannschaft auf das Feld. Auch Dominique Heintz, Marvin Schwäbe und Dejan Ljubicic waren von Beginn an dabei. Ebenfalls angekündigt und natürlich besonders erfreulich: Mark Uth gab sein Comeback. Die wild zusammengewürfelte Mannschaft hatte der Kölner Coach offenbar sehr gut eingestellt. Denn der FC gab von der ersten Minute den Ton an, war Spiel bestimmend und dominierte. Der niederländische Erstligist stand zunächst sehr tief und ließ die Kölner kommen.

Uth mit Traumtor

Doch gerade im Schlussdrittel fehlten in den ersten Minuten die Ideen. So kam der FC erst nach einer knappen Viertelstunde zur ersten Chance. Kainz steckte durch auf Luca Waldschmidt, dessen Flachschuss noch so gerade von Groningens Keeper Hidde Jurjus verteidigt wurde (14.). Der FC blieb dran. Hübers spielte einen langen Ball auf Tigges, der Stürmer war durch, bekam die Kugel aber nicht in Richtung Tor gelupft (18.). Anschließend vergab Obuz mit einer Direktabnahme nach Pass von Waldschmidt (19.). Auf der anderen Seite passierte sehr lange nichts. Bis ein Querpass durch die gesamte Kölner Box rauschte und Romano Postema nur um Zentimeter verpasste (20.). Dennoch war die Kölner Führung mehr als verdient und zudem besonders schön. Nach einem Foul an Marvin Obuz nahm Mark Uth den Freistoß aus dem rechten Halbfeld direkt und verwandelte sehenswert (28.).

Der FC hätte vor der Halbzeit sogar noch nachlegen müssen. Waldschmidt ging mit Tempo Richtung Box, steckte durch auf Tigges, der aber mit einem Flachschuss scheiterte (42.). Auf der anderen Seite hielt Marvin Schwäbe einen Versuch von Thijs Oosting (42.). Es blieb bei der knappen Kölner Führung zur Halbzeit. Der FC kam auch schwungvoll aus der Kabine. Doch auch Groningen traute sich nun mehr. Die erste Chance gehörte erneut Uth, der wieder einen Freistoß Richtung Tor brachte, doch dieses Mal blockte der Gegner ab. Die anschließende Ecke führte ebenfalls zu einem Uth-Abschluss – mit ähnlichem Erfolg. Wie aus dem Nichts glich der Gast aus. Bakatukanda bekam einen Ball nicht sauber geklärt. Oosting nahm seinem Mitspieler Rui Mendes den Ball ab und traf zum 1:1 (51.).

Wenig Spielfluss in Halbzeit zwei

Der FC bekam nun zunehmend Schwierigkeiten, das Spiel zu kontrollieren. Da aber auch dem FC Groningen die guten Ideen fehlten, passierte im zweiten Abschnitt lange recht wenig. Erst ein Querpass auf den eingewechselten Sargis Adamyan sorgte wieder für einen Hauch von Gefahr. Doch der Angreifer spielte den Ball unbedrängt Richtung Eckfahne (75.). Abschlüsse blieben auf beiden Seite Mangelware. Die vielen Wechsel sorgten ebenfalls nicht gerade für mehr Spielfluss. So blieb es beim insgesamt doch leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. Der FC hat am Freitag noch eine Einheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nach dem freien Wochenende beginnt an Montag die Vorbereitung auf das Ligaspiel gegen Preußen Münster am 22. November. Auch weiterhin ohne die Nationalspieler.


FC: Schwäbe (46. Pentke) – Bakatukanda, Hübers, Heintz (46. Telle) – Carstensen (77. Maina), Ljubicic (46. Wäschenbach), Kainz (61. Strauch), Obuz (77. Sponsel) – Uth (55. Adamyan) – Waldschmidt (55. Pinto), Tigges (55. Dietz) – Tore: 1:0 Uth (28.), 1:1 Oosting (51.)


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Länderspiele

Last-Minute-Downs erlöst den FC: Der Youngster trifft zum 1:0 gegen Fürth in letzter Sekunde

Linton Maina im Zweikampf
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Last-Minute-Downs erlöst den FC: Der Youngster trifft zum 1:0 gegen Fürth in letzter Sekunde

Der FC feiert den dritten Sieg in Folge: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Greuther Fürth 1:0. Und das nach einer trostlosen Nummer dann noch erstaunlich spektakulär. Joker Damion Downs trifft unmittelbar vor dem Spielende.

Die Defensive stand meist stabil, die Offensive war erneut zu harmlos, das Ergebnis am Ende aber besonders erfreulich: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Greuther Fürth 1:0. Nach einer lange Zeit trostlosen Nummer erlöste Damion Downs den FC in der Schlussminute der Nachspielzeit.

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Gerhard Struber hatte unter der Woche erklärt, dass die Dreierkette nicht in Stein gemeißelt sei. Grund diese aber wieder in eine Viererformation umzuwandeln, sah der Coach auch nicht. Warum auch, der FC trat zuletzt deutlich stabiler auf, ließ nur wenig zu und kassierte in den vergangenen beiden Spielen bekanntlich auch keinen Gegentreffer. So gab es offensichtlich auch keinen Anlass, die Startaufstellung zu verändern. Zum ersten Mal seit fünf Jahren lief damit drei Mal in Folge beim FC dieselbe Elf auf. Zwar startete der FC dominant und sehr bemüht, die erste dicke Chance hatte aber der Gast und das, weil die Kölner Abwehr eben nicht sortiert war. Kleeblatt-Keeper Nahuel Noll brachte einen langen Ball, der überflog erstaunlich leicht die Dreierkette und Noel Futkeu tauchte alleine vor Marvin Schwäbe auf. Der Keeper machte sich ganz groß und verhinderte den Rückstand (7.)

Pacarada trifft die Latte

Der FC machte schon Druck, sorgte vor allem über die linke Seite und bei Standards für Gefahr. Unter anderem vergab Timo Hübers nach einem Freistoß per Kopf, Martel genauso nach einer Ecke (13.). Auf der anderen Seite sorgte erneut ein Konter für mächtig Gefahr. Branimir Hrgota spielte einmal mehr einen langen Ball. Thielmann leitete etwas unbeholfen weiter und Roberto Massimo war auf der linken Seite durch, doch der Pass auf den frei stehenden Sacha Bansé war zu ungenau (13.). Köln war auch weiterhin dominant, erspielte sich viel Ballbesitz. Doch im letzten Drittel passierte relativ wenig – zumindest fehlte der finale Punch, das letzte bisschen. So hatte Fürths Keeper Noll trotz der Kölner Überlegenheit, trotz der bis dahin acht Abschlüsse erstaunlich wenig zu tun. Heiß wurde es erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel als Futkeu wiederholt gegen Heintz austeilte. Der Routinier hatte sich für einen Augenblick nicht im Griff und holte sich durch einen unnötigen Schubser Gelb ab.

Auch nach dem Wechsel ein ähnliches Bild. Köln machte Druck, ohne wirklich gefährlich zu werden. Für die größte Gefahr sorgte zunächst Pacarada nach Vorarbeit von Lemperle. Doch der verunglückte Abschluss ging eher Richtung Eckfahne. Struber reagierte und brachte schon nach einer knappen Stunde Luca Waldschmidt für Thielmann. Und tatsächlich gab es auch direkt eine etwas bessere Möglichkeit. Eine Flanke bekam Noll nicht zu fassen, die Kugel kam über Umwege zu Martel, der aber knapp verfehlte (58.). Doch Köln wurde nun ein wenig stärker, wirklich ein wenig. Einen direkten Freistoß aus 20 Metern setzte Pacarada auf die Latte (65.). Anschließend wurde Waldschmidt geschickt, der die Kugel neben das Tor schob (66.). Fürth fand in dieser Phase in der Offensive überhaupt nicht mehr statt, stand mit zwei Ketten tief am eigenen Sechzehner und machte die Räume eng.

Der FC in der Offensive lange zu harmlos, dann kommt Downs

Dementsprechend schwer taten sich die Kölner auch weiterhin. Und wenn mal ein Steckpass von Maina und Co. durchkam, dann fehlte die nötige Präzision oder ein Fürther bekam noch ein Bein dazwischen. Struber brachte für die Schlussphase mit Florian Kainz und Damion Downs zwei weitere Offensivspieler. Doch auch in den letzten Minuten wollte den Kölnern im Vorwärtsgang nicht mehr viel einfallen. So war es dann ein Torwartfehler, den Damion Downs nutzte. Eine Ecke schätzte Noll falsch ein, Downs stand bereit und nickte ein (90.+4). Der FC spielt zum dritten Mal in Serie zu „Null“, enttäuscht gerade im Schlussdrittel und gewinnt dennoch absolut verdient. Am 22. November geht es weiter mit dem Duell bei Preußen Münster.


FC: Schwäbe – Heintz, Hübers, Pauli (84. Kainz) – Pacarada (68. Finkgräfe), Martel, Huseinbasic, Thielmann (58. Waldschmidt) – Lemperle (84. Downs), Ljubicic, Maina Tore: 1:0 Damion Downs (90+4)


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Alles zum Pokal

FC gewinnt auch gegen Berlin – Lemperle erneut der Matchwinner

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FC gewinnt auch gegen Berlin – Lemperle erneut der Matchwinner

Der 1. FC Köln gewinnt 1:0 bei Hertha BSC und feiert den zweiten Sieg in Folge. Tim Lemperle erzielt den entscheidenden Treffer in der Hauptstadt. Damit verbessern sich die Kölner in der Tabelle auf Rang zehn.

Zweiter Pflichtspielsieg in Folge: Der 1. FC Köln gewinnt 1:0 bei Hertha BSC und verschafft sich weitere Luft. Die Entscheidung erzielte der starke Tim Lemperle bereits in der ersten Halbzeit. Nach dem Wechsel ließen die Kölner das 2:0 aus. Auch Hertha kam zu einigen wenigen Chancen.

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Eigentlich hatte sich Gerhard Struber vorgenommen, die Aufstellung erst vor dem Spiel bekannt zu geben, zumindest die Position von Marvin Schwäbe war bereits am Freitag durchgesickert. Und so stand der Keeper tatsächlich im Olympiastadion zwischen den Pfosten und Jonas Urbig saß zunächst nur auf der Bank. Für große Überraschungen sorgte der Coach dann aber nicht. Struber blieb auch bei der Dreierkette und bei der komplett gleichen Aufstellung. Und ähnlich wie gegen Kiel störten die Geißböcke früh, pressten hoch. Zudem hatte Köln zunächst deutlich mehr Ballbesitz. Kapital schlug der FC aber nicht daraus. Hertha setzte auf Konter, war aber in der Anfangsphase ebenfalls nicht gefährlich. So passierte in der ersten Viertelstunde rein gar nichts. Den ersten Warnschuss gab Ibrahim Maza ab, vergriff sich aber deutlich im Regalfach (15.).

Lemperle trifft, Martel rettet

Besser machte es Lemperle mit seinem Versuch aus 16 Metern. Der Angreifer schlenzte die Kugel Richtung langes Eck, aber eben nur Richtung (18). Doch so wirklich viel wollte in der Offensive auch weiterhin nicht viel zusammenlaufen. Es brauchte schon einen genialen Moment vom starken Dominique Heintz. Der Abwehrspieler schickte mit einem langen Ball Lemperle, der alleine durch war und die Kugel an Tjark Ernst vorbeischob (31.). Und der FC setzte nach. Unter anderem brachte Leart Pacarada eine ganz starke Flanke, die Deyovaisio Zeefuik dann Linton Maina auflegte. Der Offensivspieler spielte zurück auf Thielmann, der die Kugel nicht traf ( 34.). Anschließend legte Maina den nächsten Ball auf. Dieses Mal für Denis Huseinbasic, der aus 16 Metern den Ball knapp neben das Tor setzte (38.). Erst Sekunden vor dem Halbzeitpfiff stimmte die Zuordnung nicht mehr. Hertha rannte mit einer Drei-auf-zwei-Situation an. Derry Scherhant spielte den tödlichen Pass auf Niederlechner, doch Martel rettete ganz stark grätschend.

Hertha kam deutlich munterer aus der Kabine, investierte nun mehr in die Offensive und bot dem FC dadurch Räume. Allerdings kam die alte Dame so nun auch zu Abschlüssen. Unter anderem bekam Schwäbe die Fäuste bei einem Schuss von Jon Dagur Thorsteinsson gerade noch hochgerissen (48.). Der Isländer vergab genauso aus spitzem Winkel (52.), wie anschließend Florian Niederlechner (55.). Auf der anderen Seite setzte Pacarada Lemperle mit einem starken Pass ein, doch der Stürmer kam einen Schritt zu spät. Anschließend schickte Lemperle Mittelfeldspieler Ljubicic mit einem perfekten Ball. Der Österreicher hätte die Kugel nur über den Keeper lupfen müssen, doch traf den Ball nicht (60.). Keine 60 Sekunden später legte Maina einmal mehr für Pacarada auf, der aus der Distanz abzog, aber Deyovaisio Zeefuik fälschte gerade noch ab (61.).

Julian Pauli im Glück

Berlin gab aber nicht auf. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld verschätzte sich Schwäbe erstaunlich, doch der Ball wurde noch geklärt. Einen weiteren Freistoß von Michael Cuisance faustete der Keeper unkonventionell weg (67.). Struber reagierte und brachte mit Damion Downs und Luca Waldschmidt neue Kräfte. Doch Berlin drückte nun. Glück hatte Julian Pauli, der einen Berliner Angriff unterband und die zweite Gelbe Karte nicht gezeigt bekam. Für die Schlussphase rückte Eric Martel für den verletzten Heintz in die Innenverteidigung und hielt diese weiterhin stabil. Der FC verteidigte leidenschaftlich, fand aber kaum noch Entlastung, Berlin aber weiterhin kein Mittel. So blieb es beim knappen, aber sehr verdienten Erfolg. Am kommenden Samstag empfängt der FC die Spielvereinigung Greuther Fürth im Kölner Stadion.


FC: Schwäbe – Heintz (79. Olesen), Hübers, Pauli – Pacarada, Martel, Huseinbasic, Thielmann – Lemperle (68. Downs), Ljubicic (73. Waldschmidt), Maina (79. Kainz) Tore: 0:1 Lemperle (31.)


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Alles zum Pokal

Erst Bankdrücker, plötzlich der Top-Torjäger

Luca Waldschmidt jubelt nach seinem Tor gegen den SSV Ulm.
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Erst Bankdrücker, plötzlich der Top-Torjäger

Mit seinen beiden Treffern gegen Holstein Kiel war auch Luca Waldschmidt einer der großen Gewinner des Pokalspiels. Für den 28-Jährigen eine Genugtuung, nachdem er auch in dieser Saison lange hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben ist beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt ist plötzlich der Top-Torjäger.

Beim 3:0-Erfolg über Holstein Kiel saß Luca Waldschmidt zunächst nur auf der Bank. Doch der Angreifer avancierte mit seinen Treffern zu einem der Matchwinner des 1. FC Köln: Und Luca Waldschmidt ist damit plötzlich der Top-Torjäger der Geißböcke.

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Es hatte schon viel von „Wo sind die ganzen Kritiker?“ als Luca Waldschmidt nach seinem sehenswerten Treffer zum 2:0 gegen Holstein Kiel zu den Fans lief und sich die Finger hinter die Ohren hielt. Und man konnte die Geste des Torschützen – wenn sie denn so gemeint war – durchaus verstehen. Waldschmidt ist bei den Fans des FC sicherlich einer der umstrittensten Profis. Kein Wunder, der Offensivspieler galt einst als eins der größten Talente des Landes. Für den damaligen Nationalspieler wurden unwirklich erscheinende Freigabesummen in Verträgen verankert, der Spieler mit Superlativen überhäuft, Waldschmidt zahlte das Vertrauen oft mit Toren zurück. Oft, aber nicht immer. Schon bei der letzten Station, beim VfL Wolfsburg, wollte es für den Angreifer nicht mehr so richtig rund laufen. Beim FC hatte man dagegen die Hoffnung, Entwickler Steffen Baumgart würde den Stürmer schon wieder hinbekommen. Und wenn nicht Baumgart, dann später Timo Schultz.

Waldschmidt blieb lange hinter den Erwartungen zurück

Mittlerweile heißt der Trainer Gerhard Struber. Und offenbar hatten die Kölner Verantwortlichen die Hoffnung im Sommer noch immer nicht aufgegeben, sonst hätte man für den geliehenen Stürmer wohl nicht in die Tasche gegriffen. Wie tief, ist nicht genau bekannt. Allerdings war die feste Verpflichtung des Spielers auch eine der wenigen, die der FC im Sommer tätigen durfte und konnte. Doch nach einer verheißungsvollen Vorbereitung wollte es in dieser Spielzeit nicht so richtig rund laufen. Waldschmidt blieb erneut hinter den Erwartungen zurück. Beim 5:0 gegen Eintracht Braunschweig erzielte der 28-Jährige sein erstes Saisontor und setzte den Schlusspunkt unter die einseitige Partie. Auch damals richtete sich der Stürmer mit der gleichen Geste an die Kölner Anhänger, obwohl er bei seinem Schussversuch doch schon sehr vom abfälschenden Gegenspieler Ermin Bicakcic profitierte.

Der Knoten war damit aber noch nicht geplatzt. In der Folge kam der von Gerhard Struber als möglicher Unterschiedsspieler zu zwei Kurzeinsätzen sowie 90 Minuten gegen Düsseldorf und verdiente sich in allen drei Begegnungen nicht die Bestnoten. Gegen Ulm und den Karlsruher SC war Waldschmidt dann wieder jeweils erfolgreich und erneut entstand der Eindruck, die Wende sei eingeleitet. Zumal sich Waldschmidt auch im Testspiel gegen Bochum von einer guten Seite zeigte und das dritte Tor in Folge erzielte. Doch auch in den vergangenen Spielen war die Leistung des Offensivspielers wieder überschaubar. Kaum Ballkontakte, kaum gute Aktionen. Auch deswegen saß der 28-Jährige im Duell gegen Kiel wohl zunächst nur auf der Bank. Die Jokerrolle stand dem Angreifer dieses Mal aber gut zu Gesicht: Waldschmidt machte den Deckel mit einem Doppelpack drauf.

Der erste Doppelpack seit vier Jahren

Für den Siegener war es der erste Doppelpack seit mehr als vier Jahren. Im Oktober 2020 hatte Waldschmidt für Benfica beim 3:0 gegen Rio Ave zwei Tore erzielt, zum zweiten Mal in dieser Spielzeit, zum dritten Mal im Jahr 2020. Denn auch für Freiburg hatte Waldschmidt im Sommer 2020 gegen den FC Schalke 04 einen Doppelpack geschnürt – nun also seinen ersten für den FC. Waldschmidt führt nun gemeinsam mit Tim Lemperle die interne Torjägerliste der Kölner an. Ob die beiden Treffer gegen Kiel für den 28-Jährigen dieses Mal auch einen Kurswechsel auf der Leistungsachterbahn bedeuten, ist fraglich. Ein Schritt in die richtige Richtung ist es allemal.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Einzelkritik

Im Pokal verdient gewonnen, es lief aber sicher nicht alles rund

Eric Martel im Spiel des 1. FC Köln gegen Holstein Kiel
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Im Pokal verdient gewonnen, es lief aber sicher nicht alles rund

Mit dem verdienten 3:0-Erfolg über Holstein Kiel hat der 1. FC Köln die dritte Runde des DFB-Pokals erreicht und sich gleichzeitig Selbstbewusstsein für die kommenden Begegnungen geholt. Der Sieg ging absolut in Ordnung für den 1. FC Köln: Beim FC lief aber nicht alles rund.

Am Dienstagabend gelang dem FC ein Sieg im eigenen Stadion – ein verdienter Sieg. Die Geißböcke standen stabiler, zeigten sich selbstbewusster – ein anderes Gesicht des 1. FC Köln: Beim FC lief aber nicht alles rund.

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Dass der FC die Begegnung gegen Holstein Kiel durchaus verdient gewonnen hat, stand nach dem 3:0-Erfolg außer Frage. Auch, wenn Marcel Rapp nicht ganz zu unrecht befand, dass das Ergebnis ein wenig hoch ausgefallen sei. Kiels Trainer haderte ohnehin viel lieber mit der Leistung des Schiedsrichters oder eher dem Fehlen eines Videoassistenten. Auch das wohl nicht zu unrecht. Der Schubser von Tim Lemperle war wohl in der Tat eine 50:50-Entscheidung. „Ich denke, wenn er sich fallen lässt, dann pfeift auch vielleicht der Schiedsrichter. Ich hatte drei Jahre Zeit, um mir das bei Anthony Modeste abzugucken, einem unfassbaren Kopfballspieler“, sagte auch der Torschütze. Es hat aber auch schon Tore gegeben, denen ein eindeutigeres Foul vorausgegangen ist. Beim Treffer von Marvin Schulz hatten die Kölner dann schon mehr Glück. Schiedsrichter Bastian Dankert war der Meinung, ein Foul gesehen zu haben, die Videobilder belegten das aber nicht.

Lemperle in Modeste-Manier

Tatsächlich waren beide Szenen für den weiteren Spielverlauf nicht ganz unerheblich. Die eine veränderte das Spiel, die andere hätte es verändern können. So kam der FC überraschend selbstbewusst aufs Feld. Überraschend, weil den Geißböcken in den vergangenen beiden Begegnungen genau diese Selbstsicherheit noch gefehlt hatte. Nun aber gaben die Kölner trotz neuer taktischer Ausrichtung und dem vermeintlich favorisierten Gegner aus der Bundesliga den Ton an und suchten den direkten Weg ins gegnerische Schlussdrittel. Dort fand Leart Pacarada eben Stürmer Lemperle, der in gefühlter Modeste-Manier zur Führung einnickte. Doch fortan kehrte sich die Spielverlauf. Kiel übernahm zunehmend die Spielkontrolle und der FC stand mit dem 1:0 im Rücken dann doch wieder deutlich tiefer.

In Konter wollte der FC nicht laufen. „Wir haben uns heute voll reingehauen und eine gute Energie auf dem Platz gehabt. Die Balance war heute besser als zuletzt“, sagte Timo Hübers. Das stimmte in Teilen. Köln stand in der letzten Kette sicherer, ließ nur wenig zu. Wirklich sauber verteidigten die Kölner die gegnerischen Angriffe aber auch nicht weg. So wurden mehrfach die Bälle aus dem Sechzehner – aber auch mehrfach zum Gegner – geschlagen. Vielleicht auch aufgrund der Systemumstellung. Weitere Ballverluste machten die bis dahin nicht stattfindenden Kieler unnötig stark. Der Bundesligist wurde zwar nur selten zwingend, kontrollierte aber das Spielgeschehen. Und so hätte der vermeintliche Ausgleich von Schulz das Spiel sicherlich verändert, der FC wäre wieder unter Zugzwang gewesen. Doch Dankert entschied auf Foulspiel, der FC ging mit der knappen Führung in die Kabine.

Machino trifft die Latte

Und auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Kiel lief an, versuchte etwas aus dem erhöhten Ballbesitz zu machen, doch passierte das lange nicht. Auch, weil der FC viele entscheidende Zweikämpfe gewann, mal mit einer positiven Zweikampfbilanz (55 Prozent) aus dem Spiel ging. Vor allem Timo Hübers gewann mehr seiner Zweikämpfe (70 Prozent) als noch in den vergangenen Wochen. Und kam der Kapitän nicht hinterher, bügelte Julian Pauli aus. „Wir haben uns von der ersten Minute an gut reingearbeitet. Wir haben in dieser Systematik gute Abstände vorgefunden. Am Ende des Tages waren es kaum große Chancen“, sagte der Trainer. Gegen Ende des Spiels nahmen die Chancen aber wieder zu. „Hinten raus das ein oder andere, aber da braucht man auch das bisschen Glück“, sagte Struber.

Und das gewaltig: Der Pass auf Machino in die Schnittstelle wurde nicht unterbunden, Dominique Heintz rettete gegen Machino mit einer Monstergrätsche, die auch ins Auge hätten gehen können. Nur wenige Minuten später stand der Japaner bei einer Ecke komplett blank, traf aber nur die Latte. Zur Wahrheit gehört auch, dass Kiel dem FC extrem viele Räume anbot, Köln diese aber so gut wie gar nicht nutzte. Die Geißböcke spielten die Umschaltmomente nicht gut aus. Hier nahmen die Kölner das Tempo aus dem Spiel, dort wollte der entscheidende Pass nicht ankommen. So kam der FC nur auf zwölf Torabschlüsse, also genauso viel wie gegen Paderborn und deutlich weniger als der Schnitt vor mehr als 20 Abschlüssen pro Spiel.

Nur, dass Luca Waldschmidt wenige Minuten vor Spielende einen dieser Abschlüsse sehenswert in den Winkel schweißte und Kiel damit den Wind aus den Segeln nahm. Beim zweiten Treffer musste der Stürmer nur noch den Fuß hinhalten. Ohne Frage zeigte sich der FC gegen Kiel in der Defensive deutlich stabiler. Doch gegen einen ähnlich harmlosen Gegner wie schon gegen Ulm. In der Vorwärtsbewegung war es von beiden Mannschaften Magerkost. Und dennoch überwiegt eine ordentliche Leistung und vor allem der wichtige Sieg. „Nun gilt es, den Schwung mitzunehmen und mit Selbstvertrauen gegen Hertha dann am Samstag ein gutes Spiel abzuliefern“, sagte Tim Lemperle, der Spieler des Spiels.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Einzelkritik

Marvin Schwäbe mit weißer Weste zurück zur Nummer eins? Struber hält sich bedeckt

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln
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Marvin Schwäbe mit weißer Weste zurück zur Nummer eins? Struber hält sich bedeckt

Marvin Schwäbe war sicherlich einer der Gewinner des ohnehin erfolgreichen Pokalsiegs über Holstein Kiel. Gegen den harmlosen Bundesligisten stand der Keeper nicht nur wieder im Kasten, er hielt diesen auch sauber und eröffnete damit die Diskussion beim 1. FC Köln: Wer steht gegen Berlin im Tor?

Nicht nur der FC hat es in die nächste Runde geschafft, auch die Torwartdiskussion könnte nach Dienstagabend noch einmal aufflammen. Denn Marvin Schwäbe machte bei seinem Comeback eine sehr gute Begegnung und eröffnete damit die Frage beim 1. FC Köln: Wer steht gegen Berlin im Tor? FC-Trainer Gerhard Struber wollte sich nicht so recht festlegen.

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Zwar war der Freistoß von Fiete Arp nicht wirklich so richtig gut geschossen, die Reaktion war dennoch gut. Marvin Schwäbe riss die Arme in die Höhe und verhinderte den Anschlusstreffer. Für Timo Hübers und Eric Martel Grund genug, den Keeper ordentlich abzufeiern. Und auch durch das Kölner Stadion hallte der Name des Keepers. „Das war natürlich Gänsehaut pur“, sagte der Keeper für seine Verhältnisse dann doch recht emotional. Schwäbe ist bekanntlich einer der nüchternen Sorte, in sich gekehrt, eine Art Ruhepol. Eine Ruhe, die der Keeper auch im Spiel vorlebt. Am Dienstagabend seit einem halben Jahr mal wieder im Kölner Stadion. Und der Torhüter ließ dann doch an seiner Gefühlswelt teilhaben. „Für mich ging es heute darum, das Ganze nach den vergangenen Wochen und Monaten zu genießen. Das ist mir definitiv gelungen“, sagte Schwäbe.

Schwäbe behält die weiße Weste

Die vergangenen Wochen und Monate waren für Schwäbe bekanntlich alles andere als leicht. In der vergangenen Spielzeit war der Torhüter noch einer der wenigen FC-Spieler, die konstant auf normalen Niveau agierten. Und doch kam im Sommer die Degradierung. Vom Stammkeeper in der Bundesliga, zum Ersatztorhüter in Liga zwei und das mit ordentlichen Leistungen. Über die Ursachen gibt es bekanntlich unterschiedliche Erzählweisen und Wahrnehmungen. Schwäbe fühlte sich von den FC-Bossen jedenfalls nicht wie gewünscht behandelt. Kein Wunder, der Keeper sah und sieht sich nicht auf der Bank eines Zweitligisten. Und das vermutlich zu recht. Dennoch steht sein Abschied wohl nach wie vor im Raum. Schwäbe wollte die Geißböcke schon im Sommer verlassen, durch den Wechsel seines Beraters deutete auch in den vergangenen Monaten wohl viel daraufhin, dass der Weggang nun im Winter erfolgen kann.

Auch das käme nicht überraschend. Denn die Chancen, dass Schwäbe wieder zwischen die Pfosten gerät, schien in der vergangenen Woche noch sehr sehr weit entfernt. Jonas Urbig war gesetzt. Das junge Nachwuchstalent will der FC unbedingt halten, am liebsten den Vertrag verlängern. Denn der Kontrakt läuft nur bis 2026, im kommenden Sommer wäre demnach noch ein wenig Ablöse drin, das Interesse am U21-Nationaltorhüter ist groß. So wirklich wollen es sich die Kölner nicht mit Urbig verscherzen. Nun aber erhielt Schwäbe seine Chance und nutzte sie. Wenn auch mit freundlicher Unterstützung der Latte beim Kopfball von Shuto Machino sowie von Timo Hübers beim Versuch von Armin Gigovic und aufgrund des harmlosen Auftritts des Gegners.

Marvin Schwäbe: „Ich habe mich sehr gefreut, habe mich sehr gut gefühlt“

Dennoch wird das Spiel auch eine Art Genugtuung für Schwäbe gewesen sein. „Ich habe mich sehr gefreut, habe mich sehr gut gefühlt und am Ende freut es mich, dass wir 3:0 gewonnen haben“, sagte der Torhüter. Sichtbar gefreut hatte sich auch Gerhard Struber über das 3:0, der nach den Toren mit Ersatzspielern und Trainerkollegen wechselnd ins Freudenkollektiv fiel. Dabei bringt das Spiel den Trainer nun in eine etwas missliche Lage. Wohl erwartungsgemäß. Schwäbe lieferte jedenfalls genug Argumente, um auch weitere Einsatzzeit zu erhalten. Nur ist da eben noch Jonas Urbig, der aus bekannten Gründen ebenfalls den Anspruch auf die Nummer eins anmeldet und bis auf jeweils ein Gegentor gegen den Hamburger SV sowie den Karlsruher SC bei den dann doch nicht wenigen Treffern ins Kölner Tor machtlos schien. Nicht umsonst hatte der Trainer sinngemäß gesagt, dass auch Urbig auf eine stabile Defensive angewiesen ist.

Nun stand am Ende eines erfolgreichen Kölner Abends aber die Null auf der Anzeigetafel und damit zwangsläufig die Frage, wie es im Tor nun im kommenden Spiel gegen Hertha BSC am Samstagabend (20.30 Uhr bei Sky und ab 19.15 Uhr im Liveticker bei come-on-fc.com) weitergehen könnte. Struber betonte, er habe Schwäbe sehr gut gesehen. „Das bedeutet für das Wochenendspiel aber erst einmal gar nichts, weil wir gerade erstmal ein Cupspiel rübergebracht haben. Das hat er ordentlich gemacht. Aus meiner Sicht jetzt auch nicht überraschend, weil er sich die letzten Wochen sich schon sehr gut zeigt“, sagte der Coach. „Wir wissen auch, wie der Jonas Urbig seine Leistungen gebracht hat. Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickelt.“ Struber legte sich also öffentlich nicht fest und wird damit wieder einige Spekulationen loslösen.

Schwere Entscheidung für den Trainer

Denn es scheint so, als sei die vor der Saison ausgegebene Marschroute mit Jonas Urbig als unumstrittene Nummer eins dann doch gar nicht mehr so in Stein gemeißelt. Ist der Kampf um den Platz zwischen den Pfosten damit neu eröffnet? Noch in der vergangenen Saison brandete bereits die Diskussion um die beiden Keeper auf. Als Schwäbe dann im Sommer keinen Verein fand, betonten die FC-Bosse immer wieder, dass es doch gar nicht verkehrt sei, zwei so starke Torhüter im Kader zu haben. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, da ist wohl etwas wahres dran. Allerdings wollen auch beide Keeper im Kasten stehen, es gibt aber nur den einen Platz. Für den Trainer sollte es nach dem Leistungsprinzip gehen, die Kölner Verantwortlichen werden auch mittelfristig denken. Denn Urbig wird wenn überhaupt nur beim FC bleiben, wenn er eine Perspektive als Nummer eins sieht.

“Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft und kann nur ‘Danke’ sagen. Es ist alles eingetreten, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Schwäbe später in der Sportschau. Weitere Einsätze würden ihn freuen, aber da müsse man den Trainer fragen. Kurzfristig wird sich der Trainer mit seinem Torwartteam, das Struber noch einmal besonders hervorhob, beraten und entscheiden. Eine Möglichkeit wäre auch die Entscheidung für einen Pokal-Torwart, schließlich hat sich der FC die dritte Runde vor Weihnachten noch erspielt. „Heute hat unsere Nummer zwei unter Beweis gestellt, wie gut er ist. Nicht mehr und nicht weniger“, sagte Struber. Doch ganz so einfach ist es wohl nicht.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Ticker zum Nachlesen

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Einzelkritik

Dem 1. FC Köln gelingt ein kleiner Befreiungsschlag: Der FC schmeißt Kiel aus dem Pokal

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Dem 1. FC Köln gelingt ein kleiner Befreiungsschlag: Der FC schmeißt Kiel aus dem Pokal

Gerhard Struber hat mit dem FC in unruhigen Zeiten einen wichtigen Erfolg gefeiert. Der 1. FC Köln gewinnt im Pokal gegen Kiel. Durch das verdiente 3:0 ziehen die Geißböcke in die dritte Runde des DFB-Pokals ein.

Aufatmen bei den Geißböcken. Der 1. FC Köln gewinnt im Pokal gegen Kiel. Die Geißböcke setzen sich am Dienstagabend mit 3:0 gegen den Bundesligisten Holstein Kiel durch und ziehen in die dritte Runde ein. Tim Lemperle brachte den FC im ersten Durchgang in Führung (8.). Nach dem Wechsel war Luca Waldschmidt doppelt zur Stelle (84., 90.+7).

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„Frische Gesichter“ hatte Gerhard Struber für die Begegnung gegen den Bundesligisten Holstein Kiel angekündigt, der Trainer des 1. FC Köln änderte seine Startelf auf zwei Positionen, setzte mit Marvin Schwäbe für Jonas Urbig und Dominique Heintz für Luca Waldschmidt auf zwei Routiniers. Die größte Veränderung war eine taktische. Struber setzte auf eine Dreierkette, neben Julian Pauli und Timo Hüber spielte eben Heintz. Der FC kam mit der Umstellung offensichtlich auch gut zu recht. Zumindest gehörten die Anfangsminuten den Kölnern. Wirklich zwingend wurde die Struber-Elf in den ersten Minuten nicht. Bis Tim Lemperle eingesetzt wurde. Linton Maina wurde auf der linken Seite geschickt, der Offensivspieler legte zurück auf Leart Pacarada, der sofort die Hereingabe suchte. Lemperle verschaffte sich gegen Max Geschwill Platz und nickte ein (8.).

Gigovic vergibt aus Thielmann-Position

Die frühe Führung brachte aber nicht die erhoffte Sicherheit. Im Gegenteil, Kiel wurde stärker, der FC stand nun doch deutlich tiefer und leistete sich gerade in der Hintermannschaft immer wieder unnötige Fehlpässe und Ballverluste. Hier spielte Pacarada dem Gegner den Ball in den Fuß, da dribbelte sich Dejan Ljubicic am eigenen Sechzehner fest. Für die größte Gefahr des Gegners sorgte Marvin Schulz mit einem direkten Freistoß aus 25 Metern, doch die Kugel rauschte am Giebel vorbei (29.). Zehn Minuten später zielte der Kieler genauer, traf auch ins Netz, doch Schiedsrichter Bastian Dankert hatte zuvor abgepfiffen (39.). Auf der anderen Seite nahm Maina auf der linken Seite Tempo auf und prüfte Kiels Keeper Timo Weiner aus spitzem Winkel, doch der Torhüter reagierte stark (45.). Es ging mit der knappen Führung in die Kabine.

Nach dem Wechsel flachte die Begegnung zunehmend ab. Der FC stand deutlich tiefer, ließ dafür aber nur noch wenig zu. Für den ersten Höhepunkt sorgte Pacarada, der einen direkten Freistoß über die Latte legte (55.). Erst ein langer Ball von Schwäbe wurde richtig gefährlich. Lemperle nahm auf der linken Seite Tempo auf, ging an Becker vorbei und suchte den Abschluss. Das Tor fand der Kölner nicht (60.). Auf der anderen Seite verfehlte der gerade erst eingewechselte Fiete Arp mit der Hacke (62.) Kiel mühte sich zwar, fand aber kein Mittel. Der FC bekam dadurch Räume, nutzte diese aber lange zu selten. Und so wurde es erst in der Schlussphase heiß. Armin Gigovic fiel an der Strafraumgrenze der Ball vor die Füße, aus ähnlicher Position wie Thielmann am Freitag zog der Kieler ab, aber Hübers fälschte ins Toraus ab.

Waldschmidt macht den Deckel drauf

Keine 120 Sekunden später rettete Dominique Heintz im Sechzehner ganz stark gegen Shuto Machino, der sehr theatralisch fiel (75.). Beim anschließenden Gerangel hatte der Japaner Glück, nicht vom Platz zu fliegen. Köln verteidigte weiterhin sehr konsequent und schenkte nicht mehr so viele Bälle weg, wie im ersten Abschnitt. Erst eine Ecke der Kieler wurde richtig gefährlich. Machino lauerte am zweiten Pfosten, köpfte die Kugel aber nur an die Latte (81.). Auf der anderen Seite legte Maina den Ball nach einem Konter zurück auf Pacarada, der aus der Distanz Maß nahm. Auch die Kugel wurde entscheidend abgefälscht (83.). Doch der FC setzte nach und wie. Zunächst spielte Pacarada einen perfekten Steckpass auf Maina, über Umwege gelang die Kugel zurück zum Offensivspieler, der die Übersicht behielt und Luca Waldschmidt einsetzte. Der Kölner Angreifer visierte den Winkel an und traf (84.).

Kiel war noch einmal alles nach vorne. Unter anderem versuchte es Arp mit einem direkten Freistoß, doch Marvin Schwäbe riss schnell genug die Arme hoch und wurde dementsprechend von seinen Mitspielern gefeiert. Auch in der Nachspielzeit war der Keeper noch einmal bei einem Freistoß zur Stelle. In der Schlussminute war Waldschmidt erneut zur Stelle: Es blieb beim verdienten 3:0-Erfolg. Der FC schmeißt den Bundesligisten aus dem Pokal und steht in der dritten Runde. Am Samstag steht das nächste Spiel für die Kölner an. Der FC ist im so genannten Topspiel zu Gast bei Hertha BSC.


FC: Schwäbe – Heintz, Hübers, Pauli – Pacarada, Martel, Huseinbasic (90. Olesen), Thielmann – Lemperle (88. Obuz), Ljubicic (76. Waldschmidt), Maina Tore: 1:0 Lemperle (8.), 2:0, 3:0 Waldschmidt (85., 90+7)


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Ticker zum Nachlesen

Mehr als nur zwei Transfers?

Verteidigung ist sicher nicht der beste Angriff

Gerhard Struber wirkt ratlos
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Verteidigung ist sicher nicht der beste Angriff

Es war viel über Veränderungen und Konsequenzen beim 1. FC Köln spekuliert worden. Die größte Veränderung war wohl die defensive Spielweise der Geißböcke. Zwar war der FC dadurch nicht so konteranfällig, die erhoffte Stabilität fehlte trotzdem. Und so bleibt die Erkenntnis beim 1. FC Köln: Ohne Offensive gewinnt man keine Spiele.

Überraschenderweise setzte Gerhard Struber im Duell gegen den SC Paderborn auf eine defensive Spielweise. Darunter litt vor allem der Angriff des 1. FC Köln: Und ohne Offensive gewinnt man keine Spiele. Das war zumindest die bittere Erkenntnis des Freitagabends.

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Schon eine gute Stunde vor der Begegnung gegen den SC Paderborn machte sich eine gewisse Spannung bei den Fans des 1. FC Köln aus. Kein Wunder, eine ganze Woche lang war über Konsequenzen gesprochen und über Veränderungen spekuliert worden. Angefacht von einem einberufenen Geheimtraining. Noch am vergangenen Mittwoch hatte Struber von einem Plan berichtet, den man sich erarbeitet habe. Man habe viel investiert, erklärte der Coach. Geheimtraining, ein Plan, ein Netz, das für mehr Kompaktheit sorgen solle – die Erwartungen waren sicherlich groß, mehr als eine 4-2-3-1-Formation war dann aber eine Stunde vor dem Spiel auf dem Papier nicht zu sehen. Keine Dreierkette (wie berichtet auch erwartungsgemäß), keine großen personellen Veränderungen. Jan Thielmann für Rasmus Carstensen und Dejan Ljubicic für den erkrankten Damion Downs überraschten jedenfalls nicht wirklich.

Viel Geheimnis, wenig Veränderung?

Umso größer erschien dann aber wieder die Überraschung, wie die erhoffte Reaktion auf das 1:5 gegen Darmstadt ausfiel. Denn eine Veränderung war dann bei den Kölnern doch sichtbar. Mehr als sichtbar. „Wir wollten einfach stabiler werden und über die ganze Spielzeit versuchen, wenig zuzulassen. Ich finde, das ist uns schon gelungen“, sagte der sichtbar enttäuschte Gerhard Struber. Tatsächlich stand der FC tief, griff den Gegner frühestens an der Mittellinie an und dann auch nicht mehr der Aggressivität der vergangenen Wochen. So überließen die Geißböcke Paderborn von der ersten Minute das Spielgerät in der Hoffnung, weniger anfällig zu sein. Das klappte in gewisser Weise auch. Der FC war nicht mehr so Konter anfällig wie gegen die Lilien am vergangenen Freitag.

Doch mit dem Unterbinden des Brandherdes Konter, entfachten die Kölner die Schwachstelle Offensive auf erschreckende Art und Weise. Das Gegenstück zu Angriff ist die beste Verteidigung wollte nicht passen. Verteidigung ist jedenfalls ganz offensichtlich nicht der beste Angriff. „Der Knackpunkt heute war, dass wir aus einer tieferen Startposition zu sehr in Passivität verfallen sind und die Elemente, die unser Spiel ausmachen, dann gar nicht mehr auf den Platz kriegen“, brachte es Timo Hübers in Teilen auf den Punkt. In Teilen, weil auch der Abwehrchef einmal mehr ein Knackpunkt der Kölner werden sollte. Das allerdings nach dem Wechsel. Bis zum Pausenpfiff ließen die Geißböcke wenig zu. Nur ein Missverständnis von Julian Pauli und Jonas Urbig brachte den 17-jährigen Luis Engelns auf den Plan, der aber frei stehend vergab. Eine nicht gut verteidigte Flanke hätte beinahe zur Paderborner Führung, doch Urbig rettete, wenn auch nicht beabsichtigt.

Michel schockt den FC

Das Pfeifkonzert der Kölner Fans war nicht nur unüberhörbar, es war verständlich. Denn die erhoffte Reaktion auf das 1:5 konnte in der Wahrnehmung der FC-Anhänger doch nicht einzig das Verteidigen des eigenen Tores bedeuten. Die Geißböcke wurden nach dem Wechsel offensiver, attackierten früher und erzeugten auch ein wenig mehr Gefahr, wobei die Betonung getrost auf „wenig“ gelegt werden kann. Gleichzeitig boten sich nun aber auch Räume. So gewann man schnell den Eindruck, dass ein wenig mehr Offensivdrang gleichzeitig das Risiko von Gegentoren massiv erhöhte. „Man kann ja Spiele auch mal über so einen Weg entscheiden“, sagte Struber nach dem Spiel fast schon verteidigend. Denn der Trainer wird durchaus gewusst haben, dass man Spiele so gewinnen kann – das aber wiederum mehr als unverdient gewesen wäre.

Tatsächlich ging der FC durch Jan Thielmann sehenswert in Führung und schnupperte an dem so immens wichtigen Dreier. Über die Zeit brachten die Kölner den Sieg aber nicht. „Dann verfallen wir danach in haarsträubende Fehler und geben das Spiel aus der Hand“, sagte Struber. Und diese haarsträubenden Fehler unterliefen unter anderem Timo Hübers, Julian Pauli und Torschütze Jan Thielmann – nahezu dem gesamten Defensivverbund. Sven Michel, der in dieser Saison noch ohne Treffer war, schob gleich doppelt ein: Paderborn 2, Köln 1. „Da hat man gemerkt, dass die Mannschaft mit dem ganzen Drumherum schon verunsichert ist“, sagte Christian Keller. „Dann haben wir auch keine Lösung mehr gehabt, um hintenraus dann nochmal was in unsere Richtung zu lenken.“

Keller: „Dann ist klar, dass sich irgendwo die Wut, die Enttäuschung, die Verärgerung entladen muss“

Der FC entfachte auch in den Schlussminuten nicht so etwas wie Gefahr. „Siege würden uns schon guttun, dass wir Überzeugung oder Selbstvertrauen finden“, sagte Gerhard Stuber und lieferte ebenfalls eine bemerkenswerte, wenn auch nicht ganz so überraschende Erkenntnis. „Wir haben durch die defensivere Ausrichtung den Preis nach vorne bezahlt.“ Der FC rutscht nach der Niederlage voraussichtlich weiter in der Tabelle ab. Wenn es ganz schlecht läuft, belegen die Geißböcke am Sonntagabend einen Rang im unteren Tabellendrittel, möglicherweise mit zehn Zählern Rückstand auf den direkten Aufstiegsrang. Der Wiederaufstieg ist in weite Ferne gerückt. „Die Menschen haben natürlich die Erwartungshaltung, dass wir in der zweiten Liga besser abschneiden und wir haben auch schon gezeigt, dass wir das besser können. Dann ist klar, dass sich irgendwo die Wut, die Enttäuschung, die Verärgerung entladen muss“, sagte Keller.

Der FC steuert nicht mehr nur auf die Krise zu, er befindet sich in ihr. Am Dienstag steht das Pokalspiel gegen Holstein Kiel auf dem Plan. Der FC muss liefern, Gerhard Struber muss liefern. Ein Geheimtraining alleine wird nicht helfen.


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Köln kassiert die nächste Pleite – Doppelpacker Michel schockt den FC

Enttäuschte Kölner Spieler.
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Köln kassiert die nächste Pleite – Doppelpacker Michel schockt den FC

Der 1. FC Köln kassiert gegen den SC Paderborn die nächste Pleite. 1:2 unterliegt die Mannschaft von Gerhard Struber den Ostwestfalen. Die Führung von Jan Thielmann dreht Sven Michel mit einem Doppelpack.

Die erhoffte Reaktion auf das 1:5-Debakel von Darmstadt ist ausgeblieben. Der 1. FC Köln kassiert gegen den SC Paderborn nach einem seltsamen Auftritt die nächste Pleite. Zwar gehen die Geißböcke nach einem wunderschönen Treffer von Jan Thielmann in Führung (66.), doch der eingewechselte Sven Michel dreht mit einem Doppelpack die Begegnung (77., 81.). Die kommenden Tage dürften für den FC und Trainer Gerhard Struber unangenehm werden.

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Christian Keller hatte nach dem 1:5 gegen Darmstadt Konsequenzen angekündigt und damit Spekulationen über die taktische Ausrichtung der Kölner gegen Paderborn ausgelöst. Tatsächlich setzte Gerhard Struber auf die Doppelsechs und nur eine Spitze, der Kölner Coach blieb aber erwartungsgemäß bei der Viererkette. Jan Thielmann kehrte zurück auf die rechte Verteidigerposition und erstmals seit September startete auch Dejan Ljubicic wieder. Dafür fehlten der erkrankte Damion Downs und Rasmus Carstensen nahm wieder auf der Bank Platz. Und Köln agierte von Beginn an überraschend defensiv. Der FC überließ den Paderbornern den Ball und stand tief in der eigenen Hälfte. Zumindest in der Defensive ging der Plan auch lange auf. Die Ostwestfalen schoben sich den Ball zu, ohne wirklich gefährlich zu werden.

Thielmann trifft nach der Ecke.

Erst ein haarsträubender Fehler von Julian Pauli brachte den erst 17-jährigen Luis Engelns ins Spiel, der vor Jonas Urbig auftauchte, aber die Kugel über das Tor jagte (10.). Der FC fand in der Offensive gar nicht statt. Die Kölner Hintermannschaft probierte es zunächst mit langen Bällen, die aber stets beim Gegner oder im Aus landeten. Erst nach einer Ecke setzte Eric Martel die Kugel nur wenige Meter neben das Tor (22.). Ein Wachmacher war das aber nicht. Paderborn schob sich die Kugel zu, der FC lauerte wohl auf Umschaltmomente, den Gefallen taten die Ostwestfalen den Geißböcken aber nicht. Wie aus dem Nichts musste dann Urbig erstmals wirklich anpacken. Nach einer Flanke von Raphael Obermair kam Ilyas Ansah zum Kopfball und legte die Kugel ab auf Filip Bilbija, der an Urbig und dem Pfosten scheiterte (38.). Kurz vor dem Seitenwechsel schickte Leart Pacarada Luca Waldschmidt mit einem langen Ball, der nahm die Kugel stark mit, um dann schwach abzuschließen (42.).

Köln kam mit mehr Schwung aus der Kabine. Und mit Sargis Adamyan, den Gerhard Struber für Luca Waldschmidt brachte. Die erste Chance gehörte aber Linton Maina, der das Tor aus 18 Metern nur knapp verfehlte (46.). Auf der anderen Seite brachte Aaron Zehnter eine perfekte Flanke auf Koen Kostons, der aber aus fünf Metern vergab (51.). Köln attackierte nun deutlich früher, war so auch gefährlicher, aber eben auch anfälliger. Thielmann legte die Kugel Engelns im Sechzehner auf, doch der 17-Jährige vergab, genauso wie Castaneda, der Urbig aus 25 Metern prüfte (57.). Doch auch Köln wurde immer öfter gefährlich, vor allem durch Standards. Eine Hereingabe von Pacarada klärte die Paderborner Hintermannschaft, allerdings in den Fuß von Thielmann, der die Kugel direkt ins rechte Eck legte (66.).

Michel mit Doppelpack

Auch die nächste Ecke wurde gefährlich, aber Pacarada traf aus der zweiten Reihe die Kugel nicht richtig. Auf der anderen Seite machte es Sven Michel besser. Timo Hübers verschätzte sich bei einer Flanke, Adriano Grimaldi spielte den eingewechselten Sven Michel frei, der ins lange Eck einschob. Drei Minuten später spielte Julian Pauli Santiago Castaneda die Kugel in den Fuß, der flankte erneut auf Michel 1:2 (81.). Hübers und Thielmann sahen beide nicht gut aus. Und Paderborn war dem dritten Treffer näher. Unter anderem steuerte Calvin Brackelmann alleine auf das Tor zu, schob die Kugel an Urbig, aber auch am Pfosten vorbei. Dem FC fiel sonst nichts mehr ein. Es dürfte ungemütlich werden für den Trainer. Schon am Dienstag steht für die Kölner das nächste Heimspiel an. Der FC empfängt in der 2. Runde des DFB-Pokals Holstein Kiel.


FC: Urbig – Pacarada, Pauli (84. Heintz), Hübers, Thielmann – Martel, Huseinbasic (84. Kainz) – Maina, Waldschmidt (46. Adamyan), Ljubicic (63. Olesen) – Lemperle (77. Tigges) Tore: 1:0 Thielmann (66.), 1:1, 1:2 Michel (77., 81.).


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Mehr als nur zwei Transfers?