FC holt Punkt in packendem Derby

Der FC spielt 3:3 Unentschieden gegen Gladbach
, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 17

FC holt Punkt in packendem Derby

Der 1. FC Köln kehrt mit einem Punkt vom Rheinderby aus Mönchengladbach heim. Beim packenden 3:3-Unentschieden hatte Faride Alidou die Kölner mit einem Doppelpack jeweils in Führung gebracht. Damion Downs glich das Gladbacher 3:2 spät aus.

Der 1. FC Köln hat sich in einem packenden Rheinderby einen wichtigen Punkt erkämpft, aber einen durchaus möglichen Sieg verpasst. Der FC spielt 3:3 bei Mönchengladbach. Faride Alidou brachte den FC mit einem Doppelpack jeweils in Führung, Franck Honorat glich zwischenzeitlich das 0:1 aus. Robin Hack drehte die Begegnung ebenfalls mit zwei Treffern. Schließlich sorgte Damion Downs für das wichtige 3:3.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Notgedrungen musste Timo Schultz seine Mannschaft auf zwei Positionen im Vergleich zum 0:2 gegen Leverkusen in der vergangenen Woche verändern. Für den gesperrten Jan Thielmann rückte wie angekündigt Kapitän Florian Kainz wieder in die Anfangsformation. Zudem ersetzte Denis Huseinbasic den ebenfalls fehlenden Dejan Ljubicic. Beide Temas spielten von Beginn an munter nach vorne, suchten den schnellen Weg in die gegnerische Hälfte, am Sechzehner war aber meist Schluss. Bis Kainz an der Strafraumgrenze Faride Alidou einsetzte. Der 22-Jährige nahm Tempo auf und zog zur Grundlinie. Aus spitzem Winkel zog Alidou ab und Gladbachs Torwart Moritz Nicolas lenkte den Ball unglücklich ins eigene Netz (7.). Die Fohlen reagierten umgehend. Zunächst traf Florian Neuhaus den Pfosten, den Abpraller schoss Nathan Ngoumou ans Außennetz (10.).

Hübers mit haarsträubendem Fehlpass

Doch der FC suchte ebenfalls weiterhin den Weg in die Offensive. Unter anderem brachte Linton Maina im Sechzehner einen weiteren Ball Richtung langen Pfosten flach vor das Tor, aber Sargis Adamyan kam nicht heran. Kurz darauf tanzte sich Finkgräfe durch einen Teil der Gladbacher Hintermannschaft, bediente Kainz, der aus 20 Metern Nicolas erfolglos prüfte (21.). Und auch Jeff Chabot kam zu einem Abschluss nach einer Hereingabe von Eric Martel (24.). Auf der anderen Seite setzte sich Ngoumou problemlos gegen Carstensen durch, Jordan war vor Chabot am Ball, brachte den aber nicht aufs Tor (30.).

Ganz anders als Franck Honorat. Timo Hübers spielte einen katastrophalen Fehlpass auf Nico Elvedi. Der Ball landete bei Neuhaus, der Honorat mit einem Pass in die Tiefe bediente. Der Franzose fackelte nicht lange und netzte mit einem satten Schuss zum 1:1 ein (32.). Zu viele Fehlpässe, viele Ungenauigkeiten, kleine Fouls – das Duell flachte zunehmend ab. Gefährlich wurden die Kölner erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel wieder. Kainz flankte ins Zentrum, Adamyan brachte den Ball aber zu zentral auf die Kiste (45.+1). Es ging mit dem 1:1 in die Kabine.

Doppelpack Faride Alidou

Die erste Aktion nach dem Wechsel gehörte auch dem FC: Kainz brachte eine Flanke aus dem Halbfeld, doch Nicolas war vor Maina am Ball (47.). Gladbach machte es wieder einen Tick besser. Neuhaus kombinierte sich mit Ngoumou durch den gesamten Sechzehner. Nach einem Doppelpass mit Jordan zog der Mittelfeldspieler aus kurzer Distanz ab, traf aber nur den Pfosten (53.). Das Spiel blieb aber weiterhin chancenarm. So war es eine Standardsituation, die der FC nutzte. Ein Freistoß aus dem Halbfeld brachte Kainz an den langen Pfosten, Alidou stand genau richtig und nickte zum 2:1 ein (64.). Wieder ließ die Antwort der Fohlen nicht lange auf sich warten. Ngoumou zog aus 13 Metern ab, aber Schwäbe war zur Stelle. Gegen den kurz zuvor eingewechselten Robin Hack hatte Schwäbe gleich doppelt keine Chance. Zunächst traf der 25-Jährige nach einer Flanke aus dem Halbfeld, anschließend nach einer Ecke, die die Geißböcke nicht rechtzeitig klärten (71., 73.).

Timo Schultz brachte mit Davie Selke und Damion Downs zwei weitere Stürmer für die Schlussphase. Und der erste stach sofort. Denis Huseinbasic steckte den Ball auf der linken Seite auf Downs durch, der sich im Rücken von Itakura davon geschlichen hatte. Downs brachte den Ball im langen Eck unter (79.). Beide Mannschaften wollten die Sieg. Die Kölner waren sogar ein bisschen näher dran. Unter anderem brachte Pacarada eine Flanke von der rechten Seite auf den langen Pfosten, doch Itakura war gerade noch vor Selke am Ball (89.). In der Nachspielzeit kam auch Gladbach noch zu zwei weiteren Möglichkeiten. Der Ball wollte aber nicht mehr ins Tor. Am kommenden Freitag empfängt der FC RB Leipzig.


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Hübers, Kilian, Carstensen – Martel, Huseinbasic – Maina (65. Pacarada), Kainz (74. Selke), Alidou (74. Downs) – Adamyan – Tore: 0:1, 1:2 Alidou (7., 64), 1:1 Honorat (32.), 2:2, 3:2 Hack (71., 73.), 3:3 Downs (79.).


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Übermotiviert und unnötig

1. FC Köln: Jan Thielmann sieht Rot
, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 17

Übermotiviert und unnötig

Bereits nach einer Viertelstunde konnte Timo Schultz seinen Matchplan gegen Bayer Leverkusen über den Haufen werfen. Jan Thielmann sah die Rote Karte und erwies seiner Mannschaft einen Bärendienst.

Keine 15 Minuten waren im Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen gespielt, da nahm die Begegnung eine folgenschwere Wende für den 1. FC Köln: Jan Thielmann sieht Rot.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Wohl kaum ein Spieler des 1. FC Köln strotzt so vor Leidenschaft und Willen wie Jan Thielmann. Nach der langen Verletzungspause im Sommer sprach Ex-Coach Steffen Baumgart genau diese Qualität des Youngsters an, sprach aber gleichzeitig auch eine Warnung aus: „Er ist positiv verrückt, aber wir müssen ihn leider etwas weiter einbremsen“, sagte der damalige Trainer. Eigentlich auf den Übereifer angesprochen. Thielmann wollte schneller zurück auf das Feld als es der Genesungsprozess zuließ. Nun wird der Kölner Offensivspieler dem FC fehlen, gegen Gladbach eben nicht zurück aufs Feld kehren. Zwar ist Thielmann mittlerweile absolut fit, gibt in jedem Spiel seine 100 Prozent und manchmal mehr. Doch diese Prozent mehr kosten den 21-Jährigen das Derby. Thielmann sah im Duell gegen Leverkusen bereits nach einer Viertelstunde die Rote Karte.

Früh ein anderer Matchplan

Timo Schultz konnte seinen Matchplan damit über den Haufen werfen. Dabei schien der bis dahin aufzugehen. Der FC ließ abgesehen von einer Möglichkeit für Jonas Hofmann in der Defensive nicht viel zu. Kurz vor dem Platzverweis hatte Dejan Ljubicic die Chance auf die Kölner Führung. Das Foul an Granit Xhaka sah auf den ersten Blick gar nicht wild aus. Das sah auch Schiedsrichter Tobias Stieler so. Der Kölner Keller sah das anders, Stieler die Bilder und Thielmann eine berechtigte Rote Karte. „Warum er so reingeht, muss er selbst wissen. Selbst schuld. Die Entscheidung war auf jeden Fall korrekt“, sagte Xhaka. Für den Heißsporn war es im 117. Pflichtspiel für die Profis der erste Platzverweis. Bei den B-Junioren hatte Thielmann einst die Ampelkarte gesehen.

Trainer Timo Schultz war über die Szene ebenfalls eher unglücklich. „Der Schiedsrichter will das eigentlich weiterlaufen lassen und wird dann zum Monitor gebeten. Er trifft ihn über dem Knöchel und dann geben die Regeln das heute her““ Der Ex-Profi meinte daher auch: „, sagte der 46-Jährige. „Zu meiner Zeit hätte man sich die Hand gegeben und gut ist.“ Doch Xhaka monierte, verzögerte so den weiteren Spielverlauf – allerdings vollkommen legitim. „Er muss da nicht so hingehen. Damit schwächt er seine Mannschaft. Wir profitieren“, sagte der Leverkusener Mittelfeldspieler. Zwar haderten die Kölner verständlicherweise mit dem Platzverweis, von einer ganz ähnlichen Szene hatten die Kölner aber auch bereits profitiert. Im ersten Spiel der vergangenen Saison sah Dominick Drexler die Rote Karte nach einem ähnlichen Foul an Jonas Hector. Nur hatte sich der Kölner Kapitän nicht so beschwert.

Für den FC war die Rote Karte gegen Thielmann wettbewerbsübergreifend der sechste Platzverweis der laufenden Spielzeit.

Bilder zum Spiel Köln gegen Leverkusen



Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Die Niederlage war verdient, aber höchst unglücklich

1. FC Köln: Deswegen war die verdiente Niederlage dennoch unglücklich.
, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 17

Die Niederlage war verdient, aber höchst unglücklich

Die 0:2-Niederlage des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen ging absolut in Ordnung, sie war aber dennoch sehr unglücklich. Und das aus mehreren Gründen.

Alles andere als eine Niederlage gegen Leverkusen wäre nach dem aktuellen Saisonverlauf beim 1. FC Köln einer Sensation gleich gekommen. Insofern war das 0:2 auch erwartbar. Und dennoch durfte man nach dem Duell mit dem Spielverlauf alles andere als glücklich gewesen sein beim 1. FC Köln: Deswegen war die verdiente Niederlage dennoch unglücklich.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Dass der 1. FC Köln im Nachbarschafts-Duell es am Sonntagnachmittag dann mal nicht mit einem Gegner auf Augenhöhe zu tun bekommen würde, war wohl bereits vor dem Spiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Leverkusen klar. Der Blick auf die Statistik nach dem Spiel untermauerte die These mehr als nur eindrucksvoll: 830:230 Pässe, 80:20 Prozent Ballbesitz, 17:6 Torschüsse – man könnte x-beliebige weitere Daten anschauen, die Dominanz der Werkself war beeindruckend. Insofern ging das 2:0 der Leverkusener auch absolut in Ordnung. Und dennoch kann die Niederlage durchaus als Mutmacher gesehen werden. Denn die Niederlage war zwar verdient, sie war trotz der Dominanz des Spitzenreiters aber paradoxer Weise auch höchst unglücklich.

Jan Thielmann kassiert die Rote Karte

„Das Spiel ist für uns heute maximal unglücklich gelaufen“, befand dementsprechend auch Trainer Timo Schultz. Und das Unglück begann bereits in der Anfangsphase, als Dejan Ljubicic einen Kopfball freistehend neben das Tor setzte. Eine Chance, die der Mittelfeldspieler auch gerne schon mal verwertet hat. Nur vier Minuten später kam Jan Thielmann einen Schritt gegen Granit Xhaka zu spät. Schiedsrichter Tobias Stieler beließ es erst bei einer deutlichen Verwarnung. Zunächst beschwerte sich Xhaka vehement, dann gab der Kölner Keller Bescheid. Stieler schaute sich die Szene an und zeigte Thielmann berechtigter Weise die Rote Karte. „Er muss da nicht so hingehen. Damit schwächt er seine Mannschaft“, sagte der Gefoulte nüchtern und traf damit den Punkt. „Die Entscheidung war auf jeden Fall korrekt.“ Korrekt und doch für Köln unglücklich, denn die Ausgangslage verbesserte sich dadurch sicher nicht.

Genauso richtig, aber im Ergebnis für die Kölner in Bezug auf die kommende Aufgabe in Gladbach ebenfalls sehr ungünstig war die fünfte Gelbe Karte für Dejan Ljubicic. Der Mittelfeldspieler echauffierte sich dermaßen über ein nicht gepfiffenes Handspiel gegen Xhaka, dass Stieler gar nichts anderes übrig blieb, als Ljubicic zu verwarnen. Der Österreicher und Thielmann fehlen also im Derby kommenden Samstag (15.30 Uhr, Sky). „Ich denke, es war keine Absicht. Er trifft ihn trotzdem deutlich über dem Knöchel und dann ist das heutzutage so, dass man dafür vom Platz fliegt“, sagte Schultz. „Mit elf Mann war es schon schwer, gegen die anzulaufen. Mit zehn noch schwieriger“, sagte Sargis Adamyan, der überraschend in der Startelf gestanden hatte. „Ich hätte das Spiel über 90 Minuten gerne elf gegen elf gesehen.“

Diehl nach 180 Sekunden verletzt vom Platz

Ob der Spielverlauf ein anderer, aus Kölner Sicht besserer geworden wäre, ist rein spekulativ. Glücklich war indes, dass der FC das Spiel zumindest mit zehn Spielern zu Ende brachte. Denn auch Eric Martels Einsteigen gegen Florian Wirtz war nah an der Platzverweis-Grenze. Nur wenige Minuten später klingelte es das erste Mal. Und das, obwohl Leverkusen im letzten Drittel nicht die Gefahr ausstrahlte, die man von dem Spitzenreiter gewohnt war. Mit ein wenig mehr Glück hätte Faride Alidou noch vor dem Wechsel ausgleichen können, doch der Offensivspieler war für die Flanke von Rasmus Carstensen minimal zu klein, bekam nicht genügend Druck hinter den Ball.

Nach dem Wechsel machte es Adamyan noch einen Tick besser. Aber eben nur einen Tick. Der Armenier machte nach einer weiteren Flanke viel richtig, traf aber nur den Pfosten. „Seitdem ich hier bin, haben wir, glaube ich, viermal den Innenpfosten getroffen und mehrfach Kann-Elfmeter nicht für uns gepfiffen bekommen“, so Schultz. „Ich will das Wort Glück nicht überstrapazieren, aber es würde helfen, wenn da das Quäntchen Glück kommt.“ Kam es gegen Leverkusen nicht. Gar nicht – zumindest nicht für Justin Diehl. Der Youngster kam als Hoffnungsträger nach einer guten Stunde und musste nur drei Minuten später schon wieder verletzt runter, wird dem FC wohl ebenfalls einige Wochen fehlen. Der FC gab sich nicht auf. Der Ausgleich schien angesichts der Kölner Konter möglich. Doch Leverkusen schlug erneut zu, traf durch Grimaldo zum 2:0.

Bei allem Unglück fand Timo Schultz dennoch auch positive Aspekte: „Was die taktische Disziplin, die Kompaktheit angeht, war es eine sehr gute Leistung von uns. Wir sind immer noch überm ersten Strich“, sagte der Coach. „So wie die Jungs sich präsentieren, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir es schaffen.“

Bilder zum Spiel Köln gegen Leverkusen



Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Ausschreitungen in Köln: Ordner schwer verletzt, Polizei attackiert

Ausschreitungen in Köln: Ordner schwer verletzt, Polizei attackiert
, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 17

Ausschreitungen in Köln: Ordner schwer verletzt, Polizei attackiert

Bei Ausschreitungen während und nach dem Nachbarschafts-Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen ist ein Ordner schwer verletzt und die Polizei attackiert worden. Zwei vermeintlich Beteiligte wurden in Gewahrsam genommen.

Während und nach dem Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen ist es zu Auseinandersetzungen der Anhänger gekommen im und am Stadion des 1. FC Köln: Schwerverletzter bei Ausschreitungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Schon während der Begegnung zwischen dem FC und Bayer Leverkusen waren Anhänger beider Mannschaften auf dem Oberrang der Nordtribüne aufeinander losgegangen. Laut der Kölner Polizei wollte ein Ordner dazwischen gehen und wurde mit einem Schlag niedergeschlagen. Der Ordner brach bewusstlos zusammen und wurde von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht. Ein weiterer Ordner soll dem Vernehmen nach ebenfalls leicht verletzt worden sein. Laut WDR soll der mutmaßliche Täter vor Ort ermittelt worden sein. Ordner und Polizei trennten die unterschiedlichen Fanlager anschließend.

Ausschreitungen auch vor dem Stadion

Nach dem Abpfiff gerieten zudem auf der Junkersdorfer Straße weitere Fans aneinander. „Als Bereitschaftspolizisten dazwischengingen und die Parteien trennten, wurden Teilnehmer eines Fanmarsches, der kurz vorher mit etwa 500 Personen gestartet war, auf die Situation aufmerksam“, teilte ein Polizeisprecher mit. Laut der Kölner Polizei kehrten die Teilnehmer des Fanmarschs zurück und attackierten die Einsatzkräfte. Es soll sich um rund 200 Anhänger gehandelt haben, die eingekesselt wurden. Die Gewalttäter warfen unter anderem mit Pyrotechnik, Fahrrädern, Ästen und Steinen auf die Einsatzkräfte. Dabei wurden auch zwei Polzisten leicht verletzt.

„Unterstützungskräfte umschlossen die Angreifer und unterbanden weitere Angriffe. Bislang wird gegen mindestens zehn Personen wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt, zwei von ihnen sitzen bereits im Polizeigewahrsam“, heißt es von der Polizei. Vor dem Duell hatten Bayer-Fans einen Marsch vom Kölner Hauptbahnhof Richtung Neumarkt gestartet. Die Polizei hatte sich mit einem Großaufgebot auf den angekündigten Fanmarsch eingestellt. Bereitschaftspolizisten begleiteten die Leverkusener Anhänger. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Auseinandersetzungen mit Fans des 1. FC Köln gab es während des Fan-Marschs nicht. Auch ein Zusammentreffen mit FC-Ultras habe es nicht gegeben.

Bilder zum Spiel Köln gegen Leverkusen



Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Großer Kampf, aber bittere Niederlage

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 17

Großer Kampf, aber bittere Niederlage

Der 1. FC Köln hat das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen verdient 0:2 verloren. Gegen den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter agierte der FC nach einer Roten Karte mehr als 75 Minuten in Unterzahl.

Die Überraschung ist ausgeblieben: Der 1. FC Köln verliert das Duell gegen Bayer Leverkusen 0:2. Das aber durchaus bitter. Bereits in der Anfangsphase sah Jan Thielmann die Rote Karte (14.) und verstärkte die ohnehin schwierige Situation der Geißböcke. Jeremie Frimpong (37.) und Grimaldo (73.) trafen für den weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Timo Schultz sorgte zumindest bei der Startelf für die ein oder andere Überraschung. Erstmals saß Florian Kainz unter dem neuen Trainer nur auf der Bank. Für den Kapitän startete Sargis Adamyan im Angriff – für den Armenier der erste Startelf-Einsatz seit der 1:6-Pleite gegen Dortmund vor etwa einem Jahr. Zudem spielten Timo Hübers für Luca Kilian sowie Faride Alidou und Linton Maina für Denis Huseinbasic und Justin Diehl. Die Rolle von Huseinbasic auf der Sechs übernahm zunächst Dejan Ljubicic, Jan Thielmann startete zumindest auf dem Papier auf der rechten Seite, Faride Alidou neben Adamyan im Angriff.

Thielmann sieht Rot

Wenig überraschend kam aber der Gast zur ersten Möglichkeit. Patrik Schick legte den Ball zurück auf Jonas Hofmann, der aus kurzer Distanz die Kugel neben das Tor (3.) schob. Leverkusen gab erwartungsgemäß den Ton an, Köln stand extrem tief. Und konterte. So nahm Maina Tempo auf der rechten Seite auf, brachte die Flanke aus dem Halbfeld auf Ljubicic, der das Tor knapp verfehlte (10.). Doch die Kölner Hoffnung erlebte einen frühen Dämpfer. Jan Thielmann kam gegen Granit Xhaka deutlich zu spät, trat dem Mittelfeldspieler von hinten in die Hacke und sah nach Ansicht der Videobilder die Rote Karte (14.). Nur eine Minute später holte sich Ljubicic für Meckern seine fünfte Gelbe Karte ab, beide Spieler fehlen dem FC im Derby gegen Gladbach.

Frimpong eiskalt

Leverkusen erhöhte den Druck, fand aber gegen die kompakt verteidigenden Kölner lange kein Mittel. Grimaldo probierte es Mitte der ersten Halbzeit mit einem direkten Freistoß, verzog aber deutlich (23.). Näher kam der Leverkusener mit dem nächsten Versuch von der Strafraumgrenze. Der Ball streifte das Tornetz (31.). Der FC fand nur wenige Konter zur Entlastung. Alidou spielte nach einem Umschaltmoment Adamyan frei. Der Angreifer zögerte einen Tick zu lange, legte sich den Ball auf den stärkeren rechten Fuß, wurde dann aber geblockt (35.).

>>>So bewerten wir die Spieler des 1. FC Köln gegen Leverkusen>>>

Auf der anderen Seite rettete Schwäbe zunächst noch mit einem starken Reflex gegen Florian Wirtz (36.). Beim nächsten Angriff war der Kölner Keeper chancenlos. Grimaldo brachte von der linken Seite eine scharfe Hereingabe, Schick spitzelte den Ball gemeinsam mit Chabot weiter und Frimpong war vor Max Finkgräfe zur Stelle (37.). Noch vor dem Wechsel probierte es erneut Wirtz aus spitzem Winkel (41.), scheiterte aber wieder an Schwäbe. Köln konterte noch einmal über Alidou, auf dessen Flanke wartete Adamyan, wurde aber von Grimaldo abgeräumt. Schiedsrichter Tobias Stieler sah aber keinen Grund, die Szene zu überprüfen. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff brachte Carstensen eine Flanke auf Alidou, der aber nicht genug Druck hinter den Ball bekam (45.+2).

Adamyan trifft nur den Pfosten

Das Bild änderte sich erwartungsgemäß auch nach dem Wechsel zunächst nicht. Leverkusen trat weiterhin dominant auf, spielte bis weit in die Kölner Hälfte eine gute Kugel, tat sich im Strafraum weiterhin schwer. Auf der anderen Seite setzte Alidou Rechtsverteidiger Carstensen perfekt ein. Der Däne flankte genau auf Adamyan, der den Ball direkt nahm und gegen die Laufrichtung von Lukas Hradecky aufs Tor brachte. Doch die Kugel knallte nur an den Innenpfosten (51.). Leverkusen fiel weiterhin nicht viel ein. Erst Timo Hübers lud den Gegner wieder ein. Der Abwehrspieler spielte weit aufgerückt Hofmann an, dessen Querpass der Innenverteidiger aber selbst abfing (59.). Schultz reagierte nach einer guten Stunde, brachte Justin Diehl für den ordentlich agierenden Adamyan.

Für den Angreifer war bereits 180 Sekunden später schon wieder Schluss. Diehl musste verletzt vom Platz. Schultz brachte Leart Pacarada, Fingräfe rückte ins linke Mittelfeld. Der FC gab sich nicht auf, wurde aber erneut kalt erwischt. Armine Adli tankte sich problemlos auf der linken Seite gegen Carstensen durch und brachte die Kugel in die Box. Grimaldo zog direkt ab, die Kugel wurde von Chabot noch unhaltbar abgefälscht (73.). Die Werkself schaltete sichtbar einen Gang herunter, hielt den Ball in den eigenen Reihen, sorgte nur noch für wenig Gefahr. Bayer ließ auf der anderen Seite aber auch nicht mehr viel zu. Am kommenden Samstag ist der FC zu Gast bei Borussia Mönchengladbach.

Bilder zum Spiel Köln gegen Leverkusen


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Hübers, Kilian, Carstensen – Martel (82. Schmitz), Ljubicic – Maina (82. Tigges), Thielmann – Adamyan (64. Diehl, 69. Pacarada), Alidou (82. Tigges) – Tore: 0:1 Frimpong (37.), 0:2 Grimaldo (73.) Rote: Karte: Thielmann


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

FC bestätigt den Optimismus des Trainers

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 17

FC bestätigt den Optimismus des Trainers

Nach der Niederlage gegen Bremen gab sich FC-Trainer Timo Schultz zuversichtlich, aus den kommenden Spielen Punkte zu holen. Gegen den VfB bestätigte der FC die Kampfansage des Coaches und sammelte einen verdienten Zähler ein.

Die Kölner Defensive um Abwehrchef Jeff Chabot stand gegen den VfB stabil. Eric Martel belohnte sich mit seinem ersten Saisontreffer für eine starke Spielzeit und Timo Schultz` Ankündigung, man werde Punkte aus den kommenden Spielen mitnehmen, bewahrheitete sich. Der FC holt einen Punkt in Stuttgart.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Timo Schultz war nach der 0:1-Niederlage gegen Werder Bremen am vergangenen Spieltag natürlich alles andere als glücklich. Kein Wunder, die Leistung gegen Werder war auch alles andere als gut, noch nicht mal ordentlich. Doch Schultz brauchte gar nicht lange, um in den fast schon obligatorischen Optimismus zu verfallen. Gegen Werder nach einer schwachen Leistung verloren, warum die Punkte nicht in den Spielen gegen Stuttgart und Leverkusen zurückholen, ließ Schultz zwischen den Zeilen lesen. Schließlich könne man jedem Gegner der Liga wehtun. So recht wollte man den Optimismus des neuen Trainers angesichts der schweren Aufgaben nicht teilen.

Hintermannschaft nimmt Guirassy aus dem Spiel

Doch Schultz behielt mit seiner Ankündigung zumindest gegen den Champions-League-Anwärter aus Stuttgart recht. Die Kölner taten den Schwaben weh. 1:1 hieß es am Samstagnachmittag nach 95 umkämpften Minuten. „Wir haben gewusst, dass uns ein sehr spielstarker Gegner erwartet, das hat Stuttgart dann auch über die vollen 95 Minuten auf den Platz gebracht“, sagte der Trainer. „Wir haben sehr viel Arbeit in unsere Defensive investiert. Ich denke, das haben die Jungs wirklich alle, wie sie auf dem Platz standen, hervorragend gemacht.“ Das stimmte nicht ganz. Alle hatten es nicht hervorragend gemacht. Aber vor allem die Defensive der Geißböcke erledigte wie schon in den vergangenen Wochen einen weitestgehend sicheren Job. Vor allem den Goalgetter und Ex-Kölner Serhou Guirassy nahm der FC nahezu komplett aus dem Spiel. Mehr als ein Kopfball nach einer guten Viertelstunde war für den Stürmer nicht drin.

Auch, weil Jeff Chabot einen hervorragenden Tag erwischte und den Stürmer mit Unterstützung des ebenfalls gut spielenden Luca Kilian an der Entfaltung hinderte. „Es war körperbetont und die ganze Liga weiß, was er drauf hat. Heute ist es mir aber gut gelungen, dass er nicht getroffen hat“, sagte Chabot. Bis zu Guirassys Kopfball hatte einzig Wooyeong Jeong den Ball aufs Kölner Tor gebracht. Nach gut 20 Minuten versuchte es Enzo Millot, doch immer blieb Marvin Schwäbe der Sieger. Auch nach dem Wechsel ließ die Kölner Hintermannschaft wenig zu, verteidigte viel konsequent weg. Beim Gegentreffer waren die Geißböcke nicht auf der Höhe, so dass der Ex-Kölner Chris Führich dem Franzosen Millot den Treffer perfekt auflegte. Millot hätte auf 2:0 erhöhen können, doch Marvin Schwäbe zeigte sich nach dem folgeschweren Fehler gegen Bremen nun wieder in Top-Verfassung und rettete mit einem starken Reflex.

Alidou hat den Sieg auf dem Fuß

Nach der Stuttgarter Führung benötigte man schon eine gehörige Portion Fantasie, um dem FC noch einen Punkt zuzutrauen. Denn auch gegen Stuttgart hatte der FC lange seine Schwierigkeiten, Chancen zu kreieren. Und wenn die Kölner in gute Abschlusspositionen kamen, strahlten sie eher geringe Gefahr aus. So tauchte Jan Thielmann bereits in der dritten Minute alleine vor Fabian Bredlow auf, doch vor große Probleme stellte der Kölner Youngster den gegnerischen Keeper nicht. Ähnlich ungefährlich waren auch die Abschlüsse von Justin Diehl und Dejan Ljubicic. Das 0:0 zur Pause war aus Kölner Sicht schon eher ein glückliches.

Nach dem Wechsel spielten die Kölner in der Offensive mutiger. Zunächst verpasste Thielmann eine gute Hereingabe des ansonsten erneut blassen Florian Kainz, nach einer knappen Stunde brachte Linton Maina eine Flanke aus dem Halbfeld Richtung langen Pfosten und Eric Martel schob ein. „Ich musste ihn eigentlich nur noch reinmachen“, sagte der Torschütze, der mit seinem ersten Saisontor ausglich. Der Ausgleich machte offensichtlich Mut.

Die Geißböcke witterten nun ihre Chance und spielten auf einmal auf Augenhöhe mit. Nicht nur das, in der Schlussphase hatten die Kölner sogar ein Chancenplus. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, einen Punkt verdient gehabt, hinten raus vielleicht sogar drei“, sagte Thielmann und deutete eine Szene unmittelbar vor dem Ende der regulären Spielzeit an. So kam Faride Alidou etwas glücklich in Ballbesitz und lief alleine aufs Tor zu. Doch offenbar verließ den Offensivspieler der Mut. „Nicht jede Hundertprozentige ist auch immer ein Tor, so ist das manchmal, aber es ist natürlich bitter“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. Doch für zu viel Trübsal war kein Platz. „Jeder Punkt ist viel wert und wir gucken einfach nächste Woche, dass wir dort auch etwas rausholen“, sagte Chabot. Vor dem Duell gegen Leverkusen vielleicht ein wenig zu optimistisch. Doch eben jener Optimismus hat sich gegen den VfB bestätigt.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

FC spielt 1:1 gegen den VfB Stuttgart

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 17

FC spielt 1:1 gegen den VfB Stuttgart

Dank einer leidenschaftlichen Leistung kehrt der 1. FC Köln mit einem Punkt aus Stuttgart heim. Beim VfB spielten die Kölner 1:1. In der Schlussphase wäre sogar noch mehr drin gewesen.

Der FC verdient sich mit einer leidenschaftlichen Leistung einen Punkt in Stuttgart. Beim VfB spielten der 1. FC Köln am 23. Spieltag 1:1. Die Führung durch Enzo Millot glich Eric Martel aus. In der Schlussphase ließ Faride Alidou das 2:1 für die Kölner aus.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


FC-Trainer Timo Schultz musste einmal mehr seine Abwehrzentrale umbauen, Timo Hübers hatte sich am Freitag erneut krankgemeldet, so lief neben Rückkehrer Jeff Chabot erneut Luca Kilian auf. Auch auf der rechten Abwehrseite veränderte der Trainer die Startelf: Rasmus Carstensen rotierte für Benno Schmitz in die Mannschaft. Zudem feierte Justin Diehl das ersehnte, aber erwartbare Startelf-Debüt. Für den 19-Jährigen saß Linton Maina zunächst auf der Bank. Dabei setzte der Trainer zunächst auf eine 4-4-2-Formation mit Jan Thielmann und Kapitän Florian Kainz im Angriff, so wie der FC es schon gegen Dortmund gespielt hatte. Dabei seien die ersten 60 Minuten gegen den BVB die besten gewesen, die Schultz seit seinem Amtsantritt von seiner Mannschaft gesehen habe, erklärte der 46-Jährige vor dem Spiel.

Thielmann im Abschluss zu zögerlich

Tatsächlich war es auch der FC, der zum ersten Abschluss kam. Nach einem langen Ball von Carstensen tauchte Thielmann im Grunde alleine vor Fabian Bredlow auf, der Abschluss war aber viel zu zögerlich, für den VfB-Keeper kein Problem (3.). Stuttgart übernahm aber zunehmend die Kontrolle. Doch es dauerte bis zur 13. Minute, bis auch die Schwaben den ersten Ball aufs Tor brachten. Und das gleich doppelt. Wooyeong Jeong zog aus gut elf Metern ab, Schwäbe ließ abprallen. Kurz darauf kam der Südkoreaner erneut zum Abschluss, wieder war der Kölner Keeper zur Stelle. Jeong leitete auch die nächste Chance ein. Der Offensivspieler flankte von der rechten Seite, Serhou Guirassy stieg höher als Kilian, nickte den Ball aber knapp neben das Tor (16.). Der VfB schnürte den FC in dieser Phase tief in der Kölner Hälfte ein, drückte auf die Führung. Der FC sorgte viel zu selten für Entlastung.

Auch, weil sich die Kölner unerklärliche Fehler im Aufbauspiel erlaubten. Nach gut 20 Minuten setzte Thielmann erstmals Diehl ein, dessen Abschluss aber auch eher ungefährlich war (21.). Auf der anderen Seite stellte Enzo Millot den Kölner Keeper aber auch vor keine großen Probleme (23.). Doch der FC befreite sich aus der Umklammerung. Stuttgart hatte nicht mehr den Zugriff, blieb bei Flanken gefährlich, diese fanden aber nur selten einen Abnehmer. Kurz vor dem Seitenwechsel zog Dejan Ljubicic noch einmal aus der Distanz ab, verzog aber deutlich (43.). Genauer machte es der Ex-Kölner Christ Führich mit einem direkten Freistoß. Doch Chabot stand genau richtig (45.+2).

Martel gleicht aus

Auch nach dem Wechsel kamen die Geißböcke zur ersten gefährlichen Aktion. Kainz spielte den Ball von rechts scharf in den Strafraum, aber Thielmann kam nicht heran (50.). Der erste Treffer fiel aber auf der anderen Seite. Führich kombinierte sich mit Hiroki Ito auf der linken Seite durch und bediente Enzo Millot, der locker einschob (53.). Und die Schwaben hätten umgehend nachlegen können. Doch Josha Vagnoman war zu überrascht, dass er aus kurzer Distanz zum Abschluss kam (56.). Schultz brachte für die letzte halbe Stunde mit Linton Maina für Diehl und Faride Alidou für Huseinbasic noch einmal neue Kräfte. Und der Wechsel zeigte direkt Wirkung. Maina brachte nach einer Ecke eine Flanke aus dem Halbfeld, Martel stand völlig blank und schob zum Ausgleich ein (62.).

Alidou lässt 2:1 liegen

Doch Stuttgart blieb das bessere Team, wollte den Sieg. Guirassy steckte den Ball stark auf Millot durch, dessen Schuss Schwäbe ganz stark parierte (68.). Der FC setzte auf Konter, spielte die aber nicht gut genug zu Ende. Immerhin schloss Alidou aus 20 Metern ab, allerdings zu ungenau und harmlos (70.). Genauso wie der zweite Versuch von Martel aus 25 Metern, den Bredlow im Nachfassen hielt (74.). Der FC spielte nun deutlich besser mit. Beide Teams kamen zu ihren Möglichkeiten. Guirassy bekam die Füße im Sechzehner nicht rechtzeitig geklärt, auf der anderen Seite wurde ein Abschluss des eingewechselten Sargis Adamyan nach einem Konter noch im letzten Moment geblockt (80.). Wie aus dem Nichts hätte schließlich Alidou die Entscheidung erzielen müssen, als er alleine auf das Tor von Bredlow zulief. Mit Tempo ging der 22-Jährige an dem Keeper vorbei, wurde dabei aber so abgedrängt, dass er den Ball nicht mehr aufs Tor brachte (87.).

Zwar war Alidou in der letzten Minute der Nachspielzeit genauer, sein Abschluss aber erneut harmlos (90.+4). So blieb es beim nicht unverdienten 1:1-Unetschieden. Am kommenden Sonntag empfängt der 1. FC Köln Bayer Leverkusen im Kölner Stadion.


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Hübers, Kilian, Carstensen – Martel, Huseinbasic (59. Alidou) – Diehl (59. Maina), Ljubicic – Kainz (72. Adamyan), Thielmann (92. Tigges) – Tore: 1:0 Millot (53.), 1:1 Martel (62.)


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Ausgerechnet Schwäbe patzt, blickt aber sofort wieder nach vorne

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 17

Ausgerechnet Schwäbe patzt, blickt aber sofort wieder nach vorne

Bei der 0:1-Niederlage gegen Bremen avancierte ausgerechnet der große Kölner Rückhalt Marvin Schwäbe zur tragischen Figur. Dennoch ist der Keeper auch weiterhin die Kölner Konstante.

Marvin Schwäbe griff zum ersten Mal in dieser Saison gegen Werder Bremen daneben und hatte damit seinen Anteil an der Niederlage. Mit Schwäbe patzt ausgerechnet die Kölner Konstante.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Vom Zitronenfalter war damals die Rede, als Toni Schumacher beim WM-Finale 1986 im gelben Nationaltrikot am Ball vorbeisegelte. Auch wenn die Tragweite am Freitagabend eine ganz andere war, hatte Marvin Schwäbe ein wenig von dem damaligen Nationalkeeper. Auch Schwäbe segelte seltsam an der Kugel vorbei, Justin Njimah war zur Stellte und schob problemlos zur Bremer Führung und damit auch zum Siegtreffer ein. Die Konstante der bisherigen Kölner Saison hatte sich erstmals einen großen Fehlgriff geleistet. Zumindest einen Fehlgriff, der ein Spiel mit entschied. „Ich wollte eigentlich zum Ball, sehe dann vor mir noch einen Bremer reinlaufen, dementsprechend wollte ich mehr in den Block. Ich hatte das Gefühl, dass ich dann keine Chance habe, wenn der Ball kommt und dann im leeren Raum stehe“, sagte Schwäbe. „So stand ich auch im leeren Raum und sehe nicht ganz glücklich aus.“ Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Fehlerkette an anderer Stelle begann.

Schwäbe der große Rückhalt der Kölner

Dabei spielt Schwäbe bislang wohl die beste Saison seiner bisherigen Karriere. In zahlreichen Spielen verhinderte der Keeper beim FC Schlimmeres, bewahrte den FC gegen Leverkusen beispielsweise vor einem Debakel, hielt gegen unter anderem Bochum auch einen wichtigen Punkt fest. Der 28-Jährige ist die Konstante bei den Geißböcken. An Schwäbe liegt die Krise sicher nicht. Mit 75 bisherigen Paraden gehört Schwäbe zu den besten deutschen Torhütern der Liga, der 28-Jährige vereitelte 25 Großchancen, so viel wie kein anderer Bundesliga-Keeper. Zwar ließ die Kölner Hintermannschaft auch am meisten Großchancen zu und bot Schwäbe damit auch die größte Chance, sich auszuzeichnen, mit einer Quote von 50 Prozent sind aber auch nur Koen Casteels und Alexander Nübel prozentual besser.

Schwäbe: „Wir wissen, was wir leisten können“

Schwäbes Qualität zeigt sich auch eindrucksvoll in der Torwarteffizienz. Dieser Wert ergibt sich aus den xSaves, die wie die Expected Goals erfasst werden. Die xSaves geben an, mit welcher Wahrscheinlichkeit auf das Tor abgegebene Schüsse pariert werden. Übersteigt die Anzahl erfolgreicher Paraden eines Torhüters den Wert der Schüsse, dann hat er eine positive Torwart-Effizienz. Ende Dezember lag der Wert bei Kölns Schwäbe mit einem Wert von +7.2 der Fall. Nicht nur das, Schwäbe ist damit der Beste der Bundesliga. Laut bundesliga.de waren bei dem Kölner Keeper in dieser Saison 50 Paraden erwartbar, Schwäbe kam aber auf 58. Auf Rang zwei folgte Lukas Hradecky mit einem Wert von 7.1, den dritten Rang belegte Gregor Kobel mit 6.7. Nun der entscheidende Fehlgriff. Schwäbe blickt aber schon wieder nach vorne. „Jetzt stehen starke Gegner vor der Brust, aber auch da müssen wir unsere Punkte holen“, sagt der Keeper. „Wir wissen, was wir leisten können“.

Das gilt auch für den Kölner Keeper. Was er leisten kann, hat der Torwart in dieser Saison schon mehr als genug bewiesen. Daran ändert auch die Flugeinlage von Freitag nichts. Zumal er gegen Marvin Duksch bereits zeigte, warum er bislang der Rückhalt der Geißböcke ist.

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Werder Bremen


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Mehr Einsatzzeit für Justin Diehl?

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 17

Mehr Einsatzzeit für Justin Diehl?

Über weite Stecken fehlten dem Spiel des 1. FC Köln gegen Bremen der Mut und die Überzeugung. Der Mannschaft fiel nicht viel gegen Werder ein. Nur die Youngster machten Lust auf mehr.

Nach der Einwechslung des 19-jährigen Justin Diehl nahm das Kölner Spiel an Tempo zu. Alleine drei Abschlüsse kreierte das Eigengewächs des FC. Der Kölner Nachwuchs macht Lust auf mehr.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Das Spiel war 76 Minuten alt, die Kölner Offensive hatte keine passende Antwort auf das zuvor gefallene 0:1 durch Justin Njinmah. Der acht Minuten zuvor eingewechselte Justin Diehl schnappte sich den Ball, zog ab, dieser wurde abgefälscht und landete auf dem Tor. Nur zwei Minuten zuvor ging Diehl gegen Malatini ins Dribbling, der Bremer klärte aber per Grätsche zur Ecke. Diese brachte der 19-Jährige hoch auf den zweiten Pfosten und Friedl in Nöte, nachdem Ljubcic gegen Weiser ins Kopfballduell gegangen war. Der Ball sprang an Weisers Kopf und von dort in Richtung Tor. Weitere gefühlte 27 Mal suchte Diehl das Eins-zu-eins über die linke Seite, blieb jedoch erfolglos, vielleicht auch, weil er dann doch mal hätte früher abspielen müssen. Den Willen und den nötigen Mut, einen Abschluss zu erzielen, kann dem 19-Jährigen allerdings nicht abgesprochen werden. „Justin ist ein gutes Beispiel dafür, dann auch mal das Herz in beide Hände zu nehmen, ins offensive Eins-zu-eins zu gehen und draufzuhalten. Er hätte sich fast dafür belohnt, dass er genau diese Attribute auf den Platz bringt. Das ist seine große Stärke und daher bin ich froh, dass ich ihn habe“, sagte Timo Schultz. Allerdings stellte der Trainer auch fest, dass Überzeugung und Mut fehlten, „um mit dem Ball mehr zu kreieren. In der Halbzeit haben wir das angesprochen, danach war es aus der Struktur heraus besser, wir konnten aber trotzdem keinen Druck erzeugen.“

Mehr Mut durch Youngster

Und genau da liegt das Problem. Die „erfahrenen“ Spieler auf dem Feld schafften es nicht, Druck zu erzeugen. Die Flanken von Benno Schmitz blieben völlig harmlos, es hat sie zwar gegeben, aber sie wurden kein Mittel bei einem 1,78 Meter großen Stürmer wie Jan Thielmann. Auch der Kölner Kapitän blieb bei den Versuchen, hinter die Ketten zu kommen, erfolglos und hatte keinen Effekt auf das Spiel. Linton Maina machte ordentlich Tempo. Die Hälfte der Kölner Angriffe lief über die linke Seite, trotz dessen kam gefühlt kaum ein Ball bei den Mitspielern an. Die „alten Hasen“ sorgten für keinerlei Gefahr.

Mit der erneuten Auswechslung von Florian Kainz nach gut einer Stunde kam durch den Youngster Diehl mehr Tempo auf den Platz. Nach seiner Einwechslung konnte der Nachwuchsspieler alleine drei Abschlüsse auf das gegnerische Tor bringen. Knapp ein Drittel der Gesamttorschüsse der Kölner Mannschaft im Duell. Auch die anderen Youngster machten ihre Sache gut. Max Finkgräfe überzeugte erneut durch seinen Einsatz, Mut in den Dribblings und starke Zweikämpfe. Er zeigte, dass Tempo ein durchaus wirksames Mittel gegen Werder sein kann, war aber einer der wenigen, die Tempo gingen. Auch Jan Thielmann zeigte Einsatzbereitschaft und bewies seinen Willen durch leidenschaftliche Grätschen. Die offensiven Aktionen des 21-Jährigen blieben aber überschaubar.

Die Kölner Youngster machen Lust auf mehr. Finkgräfe hat sich bereits gegen Leart Pacarada durchgesetzt und steht in der Startelf. Jan Thielmann ist ebenfalls gesetzt. Für Justin Diehl scheinen sich die Einsatzchancen in der Startelf zu erhöhen. „Er ist für uns eine ernsthafte Alternative, dass er auch mal von Anfang an auflaufen kann“, so der FC-Coach.

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Werder Bremen


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Wieder einmal Kölner Frust über eine strittige Entscheidung

, ,
Startseite » Spielberichte » Seite 17

Wieder einmal Kölner Frust über eine strittige Entscheidung

Der FC präsentierte sich gegen Werder Bremen alles andere als in guter Form. Entscheidend waren aber auch zwei Torwart-Aktionen, die für Gesprächsstoff sorgten.

Die Enttäuschung über die eigene Leistung war beim 1. FC Köln am Freitagabend nach der 0:1-Niederlage gegen Bremen groß. Doch es herrschte auch FC-Frust nach nicht gegebenem Elfmeter.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Nein, die strittige Szene wollte sich Timo Schultz nach dem Spiel nicht mehr ansehen. „Der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen, also war es auch kein Elfmeter“, sagte der 46-Jährige gewohnt nüchtern. Und so nüchtern betrachtet, hat der Ostfriese auch nicht ganz unrecht. Denn unterm Strich gab es keinen Elfmeter – ob Fehlentscheidung oder nicht. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ergänzte der Trainer dann, dass sich niemand hätte beschweren dürfen, wenn der Elfmeter gepfiffen worden wäre. Nein, es hätte sich niemand beschweren können. Michael Zetterer war nach einem Freistoß mit dem Knie voran in die Rippen von Luca Kilian gesprungen – ein klares Foulspiel. „Aus Torwartsicht will er zum Ball“, versuchte FC-Keeper Marvin Schwäbe noch den Hauch von Verständnis aufzubringen, um dann aber die Szene anders einzuordnen. „Er springt aber mit dem Knie voraus in den Rücken, berührt den Ball auch nicht. Für mich daher auch ein Elfmeter.“

Kainz: „Vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschaut“

Nur gab es diesen am Ende nicht. Schon mehrfach fühlten sich die Kölner in dieser Saison in strittigen Entscheidungen benachteiligt. Zuletzt im Duell gegen Wolfsburg, als Moritz Jenz der Ball im Strafraum gegen die Hand gesprungen war. Einen Elfmeter gab es damals nicht. “Das war Gipfel der Entscheidungen heute. Da möchte ich wirklich mal drum bitten, dass sich das einige noch mal anschauen, weil ich glaube, dass es in unserer Situation wichtig ist, dass auch auf Kleinigkeiten geschaut wird. Da verstehe ich nicht, dass es keinen Handelfmeter gibt”, hatte damals Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung, gesagt. Das Unverständnis über den nicht gegebenen Elfmeter am Freitagabend dürfte aber nun wohl noch größer bei den Geißböcken ausfallen.

Das sah auch Florian Kainz ähnlich. „Für mich war das ein ganz klarer Elfmeter. Vollkommen unverständlich, wie man sich das nicht anschaut“, sagte der Kölner Kapitän. „Aber die (Schiedsrichter, Anm.d.Red.) dürfen ja machen, was sie wollen.“ Allerdings sollte die umstrittene Elfmeterentscheidung nicht über die schwache Leistung der Geißböcke hinwegtäuschen. Denn der FC spielte erneut einmal viel zu harmlos, kreierte keine einzige Großchance. Für die größte Gefahr sorgte der Ex-Kölner Mitchell Weiser nach einer Ecke, als er den Ball aufs eigene Tor brachte und Michael Zetterer gemeinsam mit Marco Friedl das Spielgerät noch von der Linie kratzte. „Im Spiel mit dem Ball war es gerade in der ersten Halbzeit nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles investiert und sind leider nicht belohnt worden“, sagte Kainz.

Bremen belohnte sich am Ende für eine ebenfalls mäßige Leistung. Denn auch Werder konzentrierte sich weitestgehend auf die Defensivarbeit. So war es nicht verwunderlich, dass ein Torwartfehler die Entscheidung brachte. Marvin Schwäbe flog bei einer Flanke von Weiser seltsam am Ball vorbei und eröffnete Justin Njinmah die Entscheidung. „Ich wollte eigentlich zum Ball, sehe dann vor mir noch einen Bremer reinlaufen, dementsprechend wollte ich mehr in den Block, weil ich das Gefühl hatte, dass wenn er an den Ball kommt, dass ich dann keine Chance hab und dann im leeren Raum stehe“, sagte Schwäbe. „So stand ich auch im leeren Raum und sehe nicht ganz glücklich aus.“ Der FC verpasste vor allem aber die Chance, weiteren Boden im Abstiegskampf gutzumachen. Dementsprechend wollte sich Timo Schultz auch nicht mehr zu lange mit dem nicht gegebenen Elfmeter aufhalten. „Ich kümmere mich lieber darum, dass wir besseren Fußball spielen”, sagte der Trainer. 

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – Werder Bremen


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!