FC sucht Schuld bei sich, nicht beim Schiedsrichter – und tut gut daran

Der 1. FC Köln sucht die Schuld bei sich.
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FC sucht Schuld bei sich, nicht beim Schiedsrichter – und tut gut daran

Beim 1:1-Unentschieden gegen Mainz lief viel gegen den FC. Auch einige Schiedsrichter-Entscheidungen waren mindestens unglücklich. Das wollten die Kölner Verantwortlichen aber nicht als Ausrede gelten lassen.

Ein gutes Spiel abgeliefert, am Ende aber nur einen Punkt eingefahren. Zu wenig für den FC. Dabei war das Momentum nicht gerade auf Kölner Seite. Der Rückstand, der verschossene Elfmeter und einige Schiedsrichterentscheidungen gegen den FC. Aber: Der 1. FC Köln sucht die Schuld bei sich.

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Jeff Chabot wollte oder konnte nicht mehr an sich halten. Der Kölner Innenverteidiger hatte Jonathan Burkardt bei einem Luftduell im Ringer-Style zu Boden geworfen, den Freistoß-Pfiff kassiert und sich danach dermaßen aufgeregt, dass man sich kurzfristig Sorgen um Schiedsrichter Benjamin Brand, mindestens aber um den Ball machen musste. Chabot war außer sich. Dabei hatte seine Hand tatsächlich nichts im Gesicht des Mainzer Angreifers zu suchen. Der Pfiff war berechtigt, die anschließende Gelbe Karte ebenso. Vermutlich wird sich der Abwehrspieler gar nicht so sehr über den Pfiff aufgeregt haben, vielmehr über die Aktion keine 60 Sekunden zuvor. Anthony Caci hatte den Tempo aufnehmenden Max Finkgräfe im Mittelfeld von den Beinen geholt – ein taktisches Foul, das eigentlich eine Gelbe Karte mit sich bringt.

Nicht die einzige fragwürdige Entscheidung

Caci war bereits verwarnt, hätte wohl eigentlich vom Platz gemusst. Doch Schiedsrichter Brand wertete die Situation anders. Caci ging nur wenige Sekunden später vom Feld, allerdings erkannte Mainz-Trainer Bo Henriksen die Notlage und wechselte den Franzosen aus. Für weiteren Unmut sorgte der Schiedsrichter bei vielen Fans als er sich die Videobilder nach dem harten Einsteigen von Mainz-Keeper Zentner gegen Sargis Adamyan noch einmal in der Review-Area ansah. Selbst, wenn es sich nicht um einen ganz klaren Elfmeter gehandelt hätte, eine klare Fehlentscheidung war es aber definitiv auch nicht. Der Videoassistent hätte gar nicht eingreifen dürfen. Kurz vor Spielende hätten sich die Kölner aber ein Eingreifen gewünscht, als Leandro Barreiro einen Kopfball von Mark Uth mit dem nicht anliegenden Arm abfälschte. Einen dritten Elfmeter gab Brand in der letzten Sekunde nicht mehr.

Gerade die letzte Aktion hätte dem FC den so dringend benötigten Sieg bescheren können, ein früherer Platzverweis dem Spiel eine andere Wendung. Dementsprechend wütend reagierten die Kölner Spieler und Verantwortlichen auf die jeweiligen Szenen. Sowohl Thomas Kessler als auch Timo Schultz waren sichtbar aufgebracht, Chabot war außer sich. Dabei hatte der Kölner Abwehrchef bei seiner Aktion gegen Burkardt, die der 26-Jährige noch mit ein paar eindringlichen Worten gegen Gegenspieler und Schiedsrichter garnierte, Glück, nicht ebenfalls die doppelte Verwarnung innerhalb von wenigen Sekunden zu bekommen. Auch der bereits verwarnte Mark Uth beging im Mittelfeld ein taktisches Foul und kam mit einer letzten Verwarnung davon. Die Rote Karte gegen Philipp Mwene in der Nachspielzeit war zudem extrem hart.

Keller: „Wir müssen uns immer an die eigene Nase fassen“

Und doch überwog das Gefühl der vermeintlichen Fehlentscheidungen gegen den FC. Den verpassten Sieg wollten die Kölner aber sich nicht am Unparteiischen festmachen. „Wir müssen uns immer an die eigene Nase fassen. Das einzige, was wir beeinflussen können, ist unsere eigene Leistung“, erklärte Christian Keller. Und auch Timo Schultz fand zumindest öffentlich keine kritischen Worte: „Wir haben einen Elfmeter bekommen, den wir verschossen haben. Da sollten wir uns an die eigene Nase fassen und nicht beim Schiedsrichter nachkarten“, sagte der Coach. „Wir sollten uns auf das konzentrieren, was wir beeinflussen können. Das ist unsere eigene Leistung. Wir sollten nicht danach schauen, was der Schiedsrichter vielleicht nicht gegeben hat.“

Und das ist auch aus sportpsychologischer Sicht eine kluge Herangehensweise. Laut dem sportpsycholgischen Experten Thorsten Loch ist es emotionsfördernd, den Grund für eine Niederlage in einer Wettkampfbenachteiligung zu suchen. „Derartige Ursachenzuschreibungen führen zu einer Verstärkung des negativen Gefühlszustands nach einer Niederlage, weil man auch noch den Eindruck von Ungerechtigkeit zu verarbeiten hat. Somit verhindert das Gefühl der Benachteiligung die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Leistung. Vor lauter Ärger über den beispielsweise nicht gegebenen Elfmeter sind viele Spieler nicht mehr dazu in der Lage, sich auf die Korrektur der eigenen Fehler zu konzentrieren“, schreibt Loch in seinem Blog zum Thema: „Abstiegskampf – Wie Krisen funktionieren und sich lösen lassen“.

Immerhin haben die Geißböcke dennoch eine Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Wenn auch nur eine kleine. Der mutige und zum Teil überzeugende Auftritt sollte dem FC Selbstbewusstsein für das Spiel gegen Freiburg geben. Er kann es gut gebrauchen.


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Ein Auftritt, der Fragezeichen hinterlässt

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Ein Auftritt, der Fragezeichen hinterlässt

Gegen Bochum war Luca Waldschmidt noch der Matchwinner, gegen Mainz nun der absolute Unglücksrabe. Mit seinen kolportierten Abwanderungsgedanken hat das aber sicherlich wenig zu tun.

Gegen Bochum noch der Held, gegen Mainz plötzlich der Pechvogel. Im Heimspiel gegen den VfL erzielte der Angreifer den Last-Minute-Treffer, gegen die Rheinhessen leitete der 27-Jährige das 0:1 ein und vergab den Elfmeter zum Ausgleich. Luca Waldschmidt – vom Hoffnungsträger zum Unglücksraben.

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Es ist erst wenige Wochen her, da setzte Timo Schultz besonders große Stücke auf seinen Hoffnungsträger. Der Kölner Coach ernannte Luca Waldschmidt zu seinem Unterschiedsspieler. Für seinen Angreifer traf der Coach sogar die „unvernünftige Entscheidung“, den Offensivspieler nur wenige Tage nach seiner Genesung wieder auf den Platz zu bringen. Waldschmidt hatte sich Anfang des Jahres das Wadenbein angebrochen, gegen Augsburg gab die Wolfsburger Leihgabe an Ostern sein Comeback. Welchen Unterschied der Angreifer machen kann, zeigte er dann im Duell gegen den VfL Bochum, als er mit seinem Kopfball den Kölnern wieder eine ungeahnte Klassenerhalts-Hoffnung in letzter Minute bescherte. Gegen den VfL noch der Matchwinner, gegen Mainz nun mindestens der Unglücksrabe.

Waldschmidt: „Das tut schon sehr weh“

Denn mit seinem misslungenen Freistoß aus dem Halbfeld leitete Waldschmidt den Rückstand ein. Der Offensivspieler eilte zwar mit zurück, konnte den Schuss von Karim Onisiwo nicht verhindern, den Marvin Schwäbe dann dem Torschützen Leandro Barreiro vor die Füße legte. Auch sonst hatte Waldschmidt erstaunlich wenige gute Aktionen. Zwar forderte der 27-Jährige immer wieder den Ball, ließ sich in die eigene Hälfte fallen, um die Kugel dann auch zu verteilen, gefährliche Aktionen kreierte der Offensivspieler aber nicht. Zu allem Überfluss verschoss der ehemalige Nationalspieler den Elfmeter zum möglichen 1:1-Ausgleich. „Das tut schon sehr weh, aber das gehört dazu“, sagte Waldschmidt, der angab, sich gut gefühlt zu haben. „Ich würde den nächsten genauso wieder nehmen, aber es tut mir leid für die Mannschaft, für die Fans. Ich glaube, wenn ich den gemacht hätte, hätten wir das Spiel gewonnen.“

Tatsächlich machte der 27-Jährige beim Elfer viel richtig. Waldschmidt guckte Mainz-Keeper Zentner aus und wollte den Ball in die andere Ecke schieben. Er schob allerdings vorbei. So glich erst Florian Kainz in der Nachspielzeit aus, für Waldschmidt war nach einer guten Stunde Schluss. „Er hängt natürlich im 0:1 entscheidend mit drin mit dem unglücklich ausgeführten Freistoß, verschießt dann den Elfmeter, aber ich habe ihn mir schon nach dem Spiel geschnappt und habe gesagt, mach den Kopf hoch, mach die Brust raus“, sagte Sportdirektor Christian Keller später und wiederholte die Worte, die er zuvor an Waldschmidt gerichtet habe: „Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen. Heute war es für dich nicht so gut, aber vielleicht bist du nächste Woche schon der, der es für uns in die richtige Richtung dreht.“ 

Waldschmidt: „Wir zeigen, dass wir leben“

Dass er das kann, hat Waldschmidt zuletzt gegen Bochum beim 2:1 gezeigt und damit ganz offensichtlich auch bewiesen, dass der Stürmer nicht wir kolportiert, mit dem FC schon abgeschlossen habe. Diese Meinung machte in einigen Social-Media-Kommentaren nach dem 1:1 gegen Mainz die Runde. Ein Hintergrund der Kritik: Dem Vernehmen nach soll Waldschmidt den Kölner Verantwortlichen signalisiert haben, er würde nicht mit in die 2. Bundesliga gehen. Eine öffentliche Aussage des Spielers gibt es dazu nicht. Dass sich der Angreifer aufgrund eines Abschieds im Abstiegsfall aber nicht ins Zeug legt, widerspricht einer gewissen Logik. Schließlich sollte Waldschmidt doch gerade dann am Klassenerhalt der Kölner interessiert sein. Zumal der „Kicker“ berichtet, dass der VfL Wolfsburg seinem Kader ein neues Gesicht verleihen wolle. Ein Platz für Waldschmidt ist eher unwahrscheinlich. Es geht für den Siegener also auch um Eigenwerbung.

Möglich, dass die ungeklärte Situation Spuren hinterlässt, möglich, dass der Abstiegskampf weiterhin lähmt. Gegen Mainz erwischte Waldschmidt am Sonntag vielleicht aber auch einfach einen rabenschwarzen Tag. Gegen seinen Ex-Verein Freiburg kann es der Offensivspieler am kommenden Wochenende schon besser machen. Und Waldschmidt konnte dem 1:1 auch etwas Positives abgewinnen. „Wir kommen zurück, wir zeigen, dass wir leben, dass der Wille da ist, das Ding unbedingt zu drehen. Man sieht, dass wir es doch auf den Platz kriegen können“, sagte der 27-Jährige.


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Ein Punkt für die Psyche – wohl zu wenig für den Klassenerhalt

1. FC Köln: Gemischte Gefühle nach 1:1 gegen Mainz
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Ein Punkt für die Psyche – wohl zu wenig für den Klassenerhalt

Gemischte Gefühle beim 1. FC Köln und seinen Anhängern. Zwar zeigten die Kölner am Sonntag eine ansprechende Leistung, eine Reaktion auf das 0:2 gegen Darmstadt, als Sieger verließen die Geißböcke das Feld aber auch nicht. Der Klassenerhalt wird immer unwahrscheinlicher.

Das Schneckenrennen im Abstiegskampf geht weiter. Auch wenn die Chance auf den Klassenerhalt gering ist, nach dem 1:1 gegen Mainz gibt es sie noch beim 1. FC Köln: Gemischte Gefühle nach 1:1 gegen Mainz.

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Als sich die Kölner Spieler nach mehr als 100 Minuten Abstiegskampf auf dem Mainzer Rasen fallen ließen, wird die Gefühlswelt wohl ähnlich diffus gewesen sein, wie bei den meisten Fans. Der FC hatte nach einer ordentlichen ersten Halbzeit starke zweite 45 Minuten hingelegt. Dass die Kölner einen Gegner über weite Phasen dominiert hatten, kam in dieser Spielzeit wahrlich nicht oft vor. Die formstarken Mainzer führte der FC an den Rande einer Niederlage. Aber eben nur an den Rande. Denn nach diesen nervenaufreibenden 100 und irgendwas Minuten stand ein 1:1 auf der Anzeigetafel und damit auf der Haben-Seite zwei Zähler zu wenig. „Ein Punkt ist für uns zu wenig, das wissen wir selbst“, erkannte auch Timo Schultz.

Uth: „Wir leben, wir sind wieder da“

Der FC hatte auf der anderen Seite endlich die Abstiegsreaktion gezeigt, die man sich seit Wochen herbeisehnt. „Ich freue mich, dass die Mannschaft am Schluss das gemacht hat, was ich vor dem Spiel gesagt hatte. Das sie einfach das Herz in beide Hände genommen haben und einfach nur noch Fußball gespielt haben“, sagte Christian Keller. Der Sportdirektor der Geißböcke erwähnte aber nicht, dass das Aufbäumen wohl zu spät kommt. Denn drei Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz fünf Zähler, der zum rettenden Ufer sieben – inklusive deutlich schlechterem Torverhältnis. Eine Aufholjagd ist nicht unmöglich, wenn auch mehr als unwahrscheinlich. Dennoch: „Die letzten drei Spiele sind wieder Endspiele. Wir leben, wir sind wieder da und abgestiegen sind wir noch lange nicht“, sagte Mark Uth. „Wir wissen, dass wir alle drei Spiele gewinnen müssen, um in die Relegation zu kommen.“

Und selbst dann müssten die Kölner schon auf ziemlich viel Schützenhilfe hoffen. Dabei hatte es lange noch nicht einmal nach dem letzten Hoffnunsschimmer(chen) ausgesehen. Es war ein typisches FC-Spiel, symptomatisch für den bisherigen Saisonverlauf. Der FC spielte ordentlich, mehr nicht. Erspielte sich dagegen eher nicht so viele ordentliche Chancen und ging wieder einmal in Rückstand. Und das nach einer eigenen Offensivaktion, die seltsam schlampig ausgespielt wurde. Fortan mühten sich die Kölner, hatten aber kaum eine Idee. Mehr als einige Distanzschüsse waren nicht drin. Wie aus dem Nichts gab es Elfmeter, aber daraus resultierte auch kein Tor. Eine Gelb-Rote Karte, die es sicher für Anthony Caci hätte geben müssen, wollte Schiedsrichter Benjamin Brand ebenfalls nicht zeigen. Nein, es lief wieder einmal nicht so viel zusammen für die Geißböcke. Ein 0:2 wäre durchaus erwartbar gewesen.

Schultz glaubt weiterhin an seine Mannschaft

Doch nach einer guten Stunde übernahm der FC vollends die Kontrolle, drückte auf den Ausgleich, nahm den Abstiegskampf an und verdiente sich das 1:1. Dass sich Schiedsrichter Brand die Aktion von Mainz-Keeper Zentner gegen Sargis Adamyan noch einmal in der Review-Area ansah, kam ähnlich überraschend wie die nicht gegebene Ampelkarte, genauso aber auch wie der Platzverweis gegen Philipp Mwene. Mit ein wenig mehr Fortune hätte der Unparteiische unmittelbar vor Spielende sogar noch ein drittes Mal auf den Punkt zeigen können. Einen Kopfballversuch von Uth spielte Barreiro eindeutig mit der Hand. So blieb es beim 1:1. „Ich glaube daran, das Ganze kann anders aussehen, wenn wir gegen Freiburg gewinnen“, sagte der Kölner Coach.

Allerdings wird das trotz des guten Auftritts gegen Mainz eine schwere Aufgabe. Das Team aus dem Breisgau hat sehr realistische Chancen auf den europäischen Wettbewerb, wird alles dafür tun. „Das Entscheidende wird sein, dass wir so spielen, wie heute“, sagte Schultz. „Dass wir das Herz in die Hand nehmen, dass wir nach vorne spielen, dass wir uns nicht zu viel Kopf machen. Dann wird nach dem nächsten Spieltag wieder auf die Tabelle geguckt und so machen wir das bis zum Spieltag 34. Und dann schauen wir mal, was dabei rausgekommen ist.“ Mit einem weiteren Unentschieden dürfte der Abstieg schon am kommenden Wochenende besiegelt sein. Der FC muss gewinnen. Mit nur einer guten Leistung wird es am Ende nicht reichen.    


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Schmitz – Martel, Huseinbasic (72. Kainz) – Alidou (83. Adamyan), Thielmann (61. Maina) – Waldschmidt (61. Uth) – Tigges – Tore: 1:0 Barreiro (29.), 1:1 Kainz (90.+4) – Rote Karte: Mwene (90.+9)


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1:1 – FC wahrt noch das letzte Fünkchen Hoffnung, ein besonders kleines

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1:1 – FC wahrt noch das letzte Fünkchen Hoffnung, ein besonders kleines

Der 1. FC Köln steuert weiterhin auf die 2. Bundesliga zu, hat sich aber eine Minimalchance offen gehalten. In der Nachspielzeit erzielte Florian Kainz per Strafstoß den Ausgleich im Keller-Duell gegen Mainz.

FC-Trainer Timo Schultz hatte eine Reaktion seiner Mannschaft nach dem 0:2 gegen Darmstadt gefordert. Er hat sie bekommen. Ob diese aber am Ende reicht, ist eher unwahrscheinlich. Der 1. FC Köln spielt 1:1 beim 1. FSV Mainz und hat drei Spieltage vor Saisonende fünf Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Die Führung von Leandro Barreiro glich Florian Kainz in der Nachspielzeit aus.

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Nach dem schwachen Auftritt gegen den SV Darmstadt am vergangenen Wochenende hatte Timo Schultz Veränderungen angekündigt. Und der Kölner Coach machte sie wahr. So rotierte Jan Thielmann eine Position weiter in die Offensive, Benno Schmitz startete als Rechtsverteidiger. Dafür wechselte Faride Alidou auf die linke Seite, Florian Kainz nahm zunächst nur auf der Bank Platz. Zum ersten Mal seit dem Leverkusen-Spiel, bei dem der Kölner Kapitän 90 Minuten zusah. In der Offensive begann Steffen Tigges für den zuletzt schwachen Sargis Adamyan. Auf der Doppelsechs spielten zunächst Eric Martel und Denis Huseinbasic. Schultz hatte sich noch vor dem Spiel bei DAZN einen mutigeren Fußball erhofft. Und die Kölner begannen zumindest sehr zweikampfstark.

Barreiro schockt den FC

Offensiv tat sich der FC aber einmal mehr schwer. Einen ersten scharfen Pass in die Box spielte Alidou dem Stoßstürmer Tigges aber in den Rücken (4.). Auch eine Flanke von Finkgräfe fand keinen Abnehmer (10.). Erst Huseinbasic wurde mit einem Distanzschuss präziser, aber Robin Zentner war zur Stelle (13.). Nach einer knappen Viertelstunde kam auch Mainz erstmals gefährlich in den Kölner Sechzehner. Max Finkgräfe blockte den Schuss von Nadiem Amiri (14.). Auf der anderen Seite verfehlte Huseinbasic ein weiteres Mal (15.). Doch der Gastgeber war nun deutlich besser im Spiel, erarbeitete sich zunehmend ein Übergewicht. Unter anderem scheiterte Sepp van den Berg nach eine Ecke mit einem Flachschuss an Marvin Schwäbe (21.). Der FC mühte sich dennoch.

Und ließ sich böse auskontern. Ein Freistoß von Luca Waldschmidt aus dem linken Halbfeld geriet viel zu kurz, Mainz schaltete schnell um. Karim Onisiwo brachte den Ball von rechts auf den Kasten, Schwäbe parierte stark, legte den Ball aber vor die Füße von Leandro Barreiro, der zur Führung einschob (29.). Und Mainz legte nach. Brajan Gruda spielte von der rechten Seite einen perfekten Chipball auf Jonathan Burkardt, der aber aus kürzester Distanz die Kugel über das Tor jagte (34.). Die Rheinhessen lauerten zunächst einmal auf Konter, dem FC fiel auch weiterhin rein gar nichts ein. Erst in der Nachspielzeit suchte Tigges von der linken Seite noch mal den Abschluss, der Winkel war aber zu spitz.

Waldschmidt verschießt vom Punkt

Die Kölner kamen mit Schwung aus der Kabine und Mainz dem FC entgegen. Denn absolut grundlos suchte Anthony Caci im eigenen Sechzehner den Kontakt des davon eilenden Alidou. Schiedsrichter Benjamin Brand entschied umgehend auf Strafstoß. Waldschmidt krallte sich den Ball, übernahm Verantwortung. Doch der 27-Jährige legte die Kugel neben den Pfosten (51.). Köln war sichtbar geschockt, fand zunächst die Linie nicht mehr. Aber Timo Schultz reagierte nach einer guten Stunde. Mark Uth, Linton Maina und Damion Downs kamen für Jan Thielmann, Luca Waldschmidt und Steffen Tigges. Möglicherweise hätte der Schiedsrichter dem Spiel früher noch eine Wende geben können. Doch Brand entschied sich erstaunlicher Weise dagegen, den bereits verwarnten Caci nach einem taktischen Foul die Ampelkarte zu geben.

Kainz trifft in der Nachspielzeit

Der FC mühte sich weiter, suchte auch den Weg in die Offensive. Eine Flanke von Uth blieb noch ungefährlich. Dann tankte sich Maina auf der linken Seite durch und spielt den Ball scharf vor das Gehäuse. Aus dem Rückraum kam Schmitz an den Ball und traf nur Zentner (73.). Auch der anschließende Eckball wurde gefährlich, ein Tor fiel weiterhin nicht. Der FC machte nun Druck. Uth schickte Alidou über die linke Seite. Der Offensivspieler lief zunächst alleine Richtung Mainzer Tor, machte es dann aber zu umständlich. Der Ball wurde noch zur Ecke abgefälscht. Im Anschluss an die Ecke kam der kurz zuvor eingewechselte Florian Kainz zum Abschluss, verfehlte die Kiste aber auch (76.). Köln drückte, wollte das Tor unbedingt. Schmitz kam über die rechte Seite, spielte den Ball von der Grundlinie vor das Tor, aber Uth brachte den Ball nicht über die Linie (84.).

Es deutete bereits alles auf die 0:1-Niederlage hin, als Zentner im Strafraum Adamyan umrammte. Ein klarer Elfmeter. Allerdings nicht für Brand und die Video-Assistenten. Erst nach langer Überprüfung blieb es dabei. Dieses Mal trat Kainz an und traf. Köln suchte weiterhin die Flucht in die Offensive. Unter anderem kam Uth nach einer Ecke zum Kopfball, doch der Ball wurde noch abgefälscht. Ein weiteres Tor wollte den Geißböcken aber nicht mehr gelingen. Und das, obwohl Philipp Mwene noch die Rote Karte sah.


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Schmitz – Martel, Huseinbasic (72. Kainz) – Alidou (83. Adamyan), Thielmann (61. Maina) – Waldschmidt (61. Uth) – Tigges – Tore: 1:0 Barreiro (29.), 1:1 Kainz (90.+4) – Rote Karte: Mwene (90.+9)


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0:2 – FC erleidet bitteren Dämpfer im Abstiegskampf

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0:2 – FC erleidet bitteren Dämpfer im Abstiegskampf

Der 1. FC Köln hat einen weiteren herben Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen müssen. Die Geißböcke unterlagen im „eminent“ wichtigen Heimspiel dem SV Darmstadt 0:2.

Die Chancen auf den Klassenerhalt haben einen weiteren Dämpfer erlitten: Der 1. FC Köln verliert das Heimspiel gegen den SV Darmstadt 0:2. Christoph Klarer schockte die Kölner (57.) nach dem Wechsel, kurz vor Spielende erhöhte Oscar Vilhelmsson (90.). Der FC hat weiterhin vier Punkte Rückstand auf Mainz und fünf auf Bochum. Die Rheinhessen spielen am Sonntag gegen Freiburg.

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Timo Schultz wartete erwartungsgemäß mit keinen großen Überraschungen auf. Eric Martel rotierte zurück in die Startelf und nahm die Position neben Jacob Christensen ein, der den Vorzug vor Denis Huseinbasic erhielt. Dejan Ljubicic fehlte krank. Zudem saß Linton Maina zunächst auf der Bank, dafür startete Luca Waldschmidt hinter Sargis Adamyan. Und tatsächlich sorgte der Offensivspieler in den Anfangsminuten für ein wenig Wirbel. Zunächst wurde Waldschmidt an der Strafraumgrenze von den Beinen geholt, allerdings nicht strafwürdig. Anschließend stand der 27-Jährige bei einem Pass von Max Finkgräfe knapp im Abseits. Ansonsten probierten es Martel und Jan Thielmann in den Anfangsminuten aus Distanz, beide verzogen aber deutlich (8., 13.). Erstmals wirklich gefährlich wurde ein Versuch von Faride Alidou, der aus dem Gewühl abzog und nur den Pfosten traf (18.).

Klarer schockt den FC

Köln war zwar Spiel bestimmend, fand aber im letzten Drittel einmal mehr zu wenig statt, Darmstadt war vor allem auf eine geordnete Defensive aus. Mehr als ein harmloser Distanzschuss war in der ersten halben Stunde für die Lilien nicht drin. Doch auch Köln erzeugte so gut wie keine Torgefahr. Zwar war Adamyan nach einer guten halben Stunde mal durch, doch der Versuch mit der Pike ging aus kurzer Distanz erstaunlich weit am Tor vorbei (35.). Marvin Schwäbe bekam es in der 36. Minute erstmals mit dem Ball zu tun, als Martel einen harmlosen Versuch gefährlich abfälschte. Kurz vor dem Seitenwechsel kam noch einmal Jeff Chabot nach einer Flanke von Kainz zum Kopfball und Adamyan aus spitzem Winkel zum Abschluss, beide verfehlten deutlich (43., 45.). Es ging nach extrem schwachen 45 Minuten torlos in die Kabine, dafür aber mit den ersten Pfiffen.

Uth gibt sein Comeback

Schultz brachte zur zweiten Halbzeit Linton Maina für Alidou, der in den Anfangsminuten einen Ball abbekommen hatte. Der erste Abschluss gehörte den Gästen. Vilhelmsson zog aus zehn Metern ab, kein Problem für Schwäbe (46.). Auf der anderen Seite steckte Waldschmidt den Ball nahezu perfekt durch auf Adamyan, der an Marcel Schuhen vorbei dribbelte und am Tor erstaunlicherweise vorbeischoss (51.). Immerhin stand der Armenier knapp im Abseits. Aus dem Nichts meldeten sich die Gäste zu Wort. Nach einer Ecke bekamen die Kölner den Ball nicht geklärt, die Kugel landete vor den Füßen von Christoph Klarer, der einfach durch zahlreiche Kölner Abwehrbeine einschob (57.). Dem FC fiel weiterhin gar nichts ein. Dafür den Gästen. Tim Skarke war auf der rechten Seite nach einem Ballverlust von Max Finkgräfe durch, Mathias Honsak im Zentrum komplett blank, doch der Österreicher köpfte nach einer starken Flanke neben das Tor (63.).

Schultz brachte mit Steffen Tigges, Denis Huseinbasic und Benno Schmitz frische Kräfte. Doch das Bild änderte sich nicht wirklich. Köln war bemüht, erspielte sich aber weiterhin keine Torchancen. Nach einer Einzelaktion tauchte Jeff Chabot auf einmal im gegnerischen Sechzehner auf, tankte sich durch, doch der Abwehrspieler wurde im entscheidenden Moment von Adamyan gestört (73.). Eine Flanke von Thielmann landete bei Adamyan, der aus acht Metern erneut verfehlte (77.). Für die Schlussphase wechselte der Kölner Coach Mark Uth für Christensen ein. Der FC warf alles nach vorne, blieb aber weiterhin ohne zwingende Möglichkeiten. Am Sechzehner war für den FC Schluss. Auf der anderen Seite konterte Darmstadt die Kölner aus. Gerrit Holtmann scheiterte noch an Schwäbe, den Nachschuss verwandelte Vilhelmson sicher (90.). Unmittelbar vor dem Spielende hatte Chabot noch die beste Chance der zweiten Halbzeit, verfehlte das Tor aber auch (90.+4).

Der FC verliert gegen den SV Darmstadt 0:2. Zwar beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz weiterhin vier Punkte, allerdings spielt Mainz erst am Sonntag.

Bilder vom Duell 1. FC Köln – SV Darmstadt 98


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann – Martel (66. Huseinbasic), Christensen (80. Uth) – Kainz (66. Schmitz), Alidou (46. Maina) – Waldschmidt (66. Tigges) – Adamyan – Tore: 0:1 Klarer (57.), 0:2 Vilhelmson (90.)


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0:2! Der FC belohnt sich nicht für aufopferungsvollen Kampf

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0:2! Der FC belohnt sich nicht für aufopferungsvollen Kampf

Der 1. FC Köln kehrt trotz ordentlicher Leistung ohne Punkte vom FC Bayern heim. Beim Rekordmeister kassierte der FC eine verdiente 0:2-Niederlage. Allerdings ließen die Kölner auch einige Chancen liegen.

Der 1. FC Köln unterliegt bei den Bayern 0:2. Dabei spielten die Kölner lange munter mit und ließen einige Chancen liegen. Auch Marvin Schwäbe hielt lange die Null. Raphael Guerreiro (65.) und Thomas Müller (90.+3) waren für den Rekordmeister erfolgreich.

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Timo Schultz rechnete sich vor der Begegnung auch gegen die Bayern durchaus Chancen aus. Zwar sprach der Trainer unmittelbar vor Spielbeginn die Qualität der Bayern an, dennoch wolle er „Nadelstiche“ setzen. Notgedrungen musste der Coach seine Mannschaft vom emotionalen 2:1-Erfolg über Bochum umstellen. Für den verletzten Davie Selke rotierte Faride Alidou zurück in die Anfangsformation. Der 22-Jährige spielte auf den Flügeln, dafür wanderte Florian Kainz Richtung Zentrum. In der Sturmspitze spielte Sargis Adamyan. Für den gesperrten Eric Martel stand erstmals Jacob Christensen in der Anfangs-Elf. Auch, weil sich Denis Huseinbasic am Freitag abgemeldet hatte. Bayern-Coach Thomas Tuchel wechselte angesichts der verbliebenen Chance in der Champions-League auf gleich sieben Positionen. Unter anderem fehlten Manuel Neuer, Serge Gnabry und Leroy Sané. Tuchel selbst saß ebenfalls auf der Tribüne (gesperrt).

Adamyan verpasst die Führung, Schwäbe hält die Null fest

Die Bayern übernahmen erwartungsgemäß die Kontrolle, hielten den Ball in den eigenen Reihen. Die ersten Flanken gehörten aber dem FC. Doch die Hereingaben von Max Finkgräfe, Kainz und Jan Thielmann kamen nicht an. Das erste Mal gefährlich wurden auch die Geißböcke. Dejan Ljubicic steckte durch auf Alidou, der aus spitzem Winkel aber knapp verpasste (9.). Auch Kainz probierte es aus der Distanz, mit gleichem Erfolg. Auf der anderen Seite sorgte Mathys Tel das erste Mal für Gefahr. Der Franzose schlenzte den Ball Richtung langes Eck, doch Marvin Schwäbe war da (12.). Die Bayern waren dennoch von der Spielanlage das bessere Team, kamen in den ersten 15 Minuten auf einen Ballbesitz von fast 70 Prozent. Doch der FC stand in der Anfangsphase sicher.

Und hätte die Führung erzielen müssen. Eine Flanke von Finkgräfe aus dem Halbfeld landete genau auf dem Kopf von Adamyan, der die Kugel aus kurzer Distanz auf Sven Ulreich köpfte (20.). Auf der anderen Seite zeichnete sich Schwäbe mit einer Glanzparade aus. Thomas Müller spielte im Zentrum Harry Kane frei, der steckte durch auf Raphael Guerreiro und der Portugiese schlenzte freistehend aus zehn Metern aufs lange Eck, der Kölner Keeper rettete mit einem starken Reflex (30.). Keine fünf Minuten später rettete der Pfosten, als Kane nach Vorarbeit von Kingsley Coman aus zehn Metern einschieben wollte (35.). Aus spitzem Winkel rauschte der Ball ebenfalls nach einem Versuch von Kane knapp am langen Eck vorbei (38.). Schwäbe griff gegen den Engländer erneut zu, als der Stürmer nach einer Flanke von Kimmich zum Kopfball kam (43.). Auf der anderen Seite setzte Alidou einen weiteren Kopfball neben das Tor (45.).

Guerreiro und Müller überwinden Schwäbe

Zwar waren die Bayern im ersten Abschnitt klar überlegen, der FC kam aber zu vielen Umschaltmomenten, spielte diese aber mit zunehmender Spieldauer nicht mehr gut aus. Auch nach dem Wechsel änderte sich der Bild zunächst nicht. Bayern gab den Ton an, kam auch durch den eingewechselten Jamal Musiala zum ersten Abschluss. Die erste große Chance gehörte aber den Kölnern. Nach einer Flanke von Ljubicic, brachte Kainz den Kopfball zu harmlos auf Ulreich (51.). Die letzte Aktion des Kapitäns, Luca Waldschmidt kam. Zuvor hatte sich einmal mehr Schwäbe bei einem Versuch von Tel auszeichnen können (54.). Beim traumhaften Schlenzer von der Strafraumkante von Guerreiro war der Kölner Keeper chancenlos (65.).

Schultz reagierte und brachte mit Benno Schmitz und Steffen Tigges sowie für die Schlussphase Dominique Heintz und Damion Downs neue Kräfte. Doch wirklich viel fiel den Kölnern zunächst nicht ein. Schmitz versuchte es noch einmal eher harmlos aus der Distanz (76.). Die Münchner taten nicht mehr als nötig und wurden vom FC eingeladen. Der eingewechselte Goretzka brachte eine Art Flanke Richtung Tor, die sich gefährlich dem Pfosten annäherte (81.). Die Kölner warfen noch einmal alles nach vorne. Und bekamen noch die Chance. Dayot Upamecano spielte am eigenen Sechzehner einen Querpass auf Waldschmidt, der aus 15 Metern aber viel zu unpräzise und ohne Druck abschloss. Der Nachschuss landete bei Tigges, dessen Versuch Ulreich stark parierte (90.). Auf der anderen Seite beendete Thomas Müller die letzte Kölner Hoffnung. Waldschmidt und Christensen konnten sich in der eigenen Hälfte nicht einigen, Müller nutzte die Gunst der Stunde und vollendete sicher (90.+3).

Da Mainz das Heimspiel gegen Hoffenheim souverän gewann und Bochum sich einen Zähler gegen Heidenheim erkämpfte, beträgt der Abstand zum Relegationsplatz für die Geißböcke vier und zum sicheren Ufer fünf Punkte. Am kommenden Samstag empfängt Köln den SV Darmstadt.


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann (. Heintz) – Ljubicic, Christensen – Maina (67. Schmitz), Alidou (76. Downs) – Kainz (54. Waldschmidt) – Adamyan (67. Tigges) – Tore: 1:0 Guerreiro (65.), 2:0 Müller (90. +3)


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FC dreht Abstiegskrimi in der Schlussphase

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FC dreht Abstiegskrimi in der Schlussphase

Der 1. FC Köln darf weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen. Und das Dank eines beeindruckenden Finishs. Steffen Tigges und Luca Waldschmidt drehen die Begegnung in der Nachspielzeit.

Der 1. FC Köln gewinnt am 28. Spieltag 2:1 gegen den VfL Bochum und darf weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen. Die Führung durch Felix Passlack (53.) drehten Steffen Tigges (90.+1) und Luca Waldschmidt (90.+2) erst in der Nachspielzeit. Da auch Mainz sein Heimspiel gegen Darmstadt gewonnen hat, bleiben die Kölner auf dem vorletzten Platz.

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Im Vergleich zum 1:1-Unentschieden gegen den FC Augsburg nahm FC-Trainer Timo Schultz drei Veränderungen vor. Wie erwartet starteten Max Finkgräfe für Leart Pacarada und Eric Martel für Denis Huseinbasic. Zudem ersetzte Linton Maina den zuletzt schwachen Faride Alidou.

Köln nutzt Drangphase nicht

Die Mannschaften wollten in der Anfangsphase kein großes Risiko eingehen, waren erst einmal auf Sicherheit aus. So dauerte es bis zur zehnten Minute als die Kölner das erste Mal gefährlich vor das gegnerische Tor kamen. Florian Kainz schlug eine Flanke in den Sechzehner, doch Manuel Riemann war vor Sargis Adamyan am Ball. Ein erster Weckruf, dem umgehend der nächste Hochkaräter folgte. Maina kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, aber Riemann war erneut zur Stelle (13.). Nach einer weiteren Flanke von Kainz von der rechten Seite kam Adamyan dieses Mal frei zum Kopfball, doch der Armenier setzte den Ball aus kurzer Distanz über den Kasten (15.).

Auf der anderen Seite sorgte Anthony Losilla Mitte der ersten Halbzeit für die erste gefährliche Aktion. Nach einer Ecke von Kevin Stöger zog der Franzose aus der zweiten Reihe ab. Doch der Ball wurde abgefälscht (23.). Doch der VfL war nun besser im Spiel, Köln nicht mehr so druckvoll. Und die Gäste bekamen nun auch ihre Chancen. Eine Flanke von Felix Passlack brachte Erhan Masovic Richtung Tor, allerdings nur in die Richtung (32.). Doch die Begegnung flachte zunehmend ab. Dem FC fehlten wieder einmal die Präzision im letzten Drittel, die Ideen, kreative Momente. Bochum kam zwar zu zahlreichen Standards, wirklich gefährlich wurde der Gast dabei aber auch nicht. In der Nachspielzeit des ersten Abschnitts legte Florian Kainz den Ball Höhe Sechzehner quer, Martel nahm Maß, doch verfehlte knapp. Die anschließende Ecke wurde nicht gefährlich. Somit ging es torlos in die Kabine.

Passlack schockt den FC

Der VfL kam mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine, hatte sich offenbar mehr vorgenommen. Bernardo schickte Moritz Broschinski über die linke Seite, der legte den Ball zurück in den Sechzehner, Passlack schob Finkgräfe den Ball durch die Beine und ins lange Eck (54.). Der FC suchte weiterhin den Weg ins gegnerische Drittel, tat sich dort aber unheimlich schwer. Schultz reagierte und brachte nach einer guten Stunde mit Faride Alidou und Denis Huseinbasic zwei neue Kräfte. Und Alidou setzte umgehend Davie Selke in Szene, doch der Angreifer verzog von der rechten Seite deutlich (64.). Anschließend musste Selke verletzt ausgewechselt werden, es kam Luca Waldschmidt. Doch die nächste Chance gehörte Alidou. Der 22-Jährige ließ Stöger mit einem Übersteiger stehen und knallte den Ball an den Pfosten (69.).

Dem FC fiel auch weiterhin wenig ein. Zwar rannten die Kölner den Gegner an, doch Gefahr strahlten die Geißböcke fortan nicht mehr aus. Bochum setzte dagegen auf Konter und die Umschaltmomente. Erst in der Schlussphase sorgten die Kölner noch einmal für Spannung. Einen Versuch aus 18 Metern setzte Waldschmidt knapp über das Tor (84). Als keiner mehr mit einem Treffer rechnete, brachte Kainz eine Ecke an den kurzen Pfosten und der kurz zuvor eingewechselte Steffen Tigges nickte ein (90.+1). Keine 60 Sekunden später flog die nächste Flanke von Benno Schmitz in die Box und Waldschmidt war zur Stelle (90.+2). Ein weiterer Treffer fiel nicht mehr. Im weiteren Kellerduell gewann Mainz deutlich gegen Darmstadt, der FC bleibt auf Rang 17. Am kommenden Wochenende ist der FC zu Gast bei Bayern München.

Bilder zum Spiel 1. FC Köln – VfL Bochum


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Thielmann (84. Schmitz) – Ljubicic, Martel (63. Huseinbasic) – Kainz, Maina (63. Alidou) – Adamyan (84. Tigges), Selke (68. Waldschmidt) – Tore: 0:1 Passlack (54.), 1:1 Tigges (90.), 2:1 Waldschmidt (90.+2).


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Wieder kein Sieg für den FC

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Wieder kein Sieg für den FC

Der 1. FC Köln erkämpft sich beim FC Augsburg einen Punkt, verpasste aber ein weiteres Mal einen wichtigen Sieg. Dabei konnten sich die Kölner für den Zähler auch bei Marvin Schwäbe bedanken.

FC-Trainer Timo Schultz wollte das Spiel gegen den FC Augsburg offensiver angehen. Davon war trotz einiger Umstellungen gegen den FCA am 27. Spieltag aber nicht wirklich viel zu sehen. Der 1. FC Köln spielt nur 1:1 in Augsburg. Die Führung von Arne Maier (18.) glich Davie Selke (33.) aus. Insgesamt waren die Gastgeber wohl näher am Sieg.

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Nach dem Kurztrainingslager in Algorfa änderte Timo Schultz seine Startelf im Vergleich zur Pleite gegen RB Leipzig auf vier Positionen. Wie erwartet feierte Davie Selke in der Doppelspitze neben Sargis Adamyan sein Startelf-Comeback. Dejan Ljubicic startete derweil für den angeschlagenen Eric Martel. In der Viererkette begann Timo Hübers nach seiner Gelbsperre und Jan Thielmann nach abgesessener Rotsperre. Max Finkgräfe saß zunächst ebenfalls nur auf der Bank, Leart Pacarada spielte wie schon gegen Leipzig auf der linken Abwehrseite.

Selke gleicht aus

Der FC hatte sich viel vorgenommen, suchte zumindest den schnellen Weg in die Offensive. Der erste Abschluss gehörte aber dem Gastgeber. Der Ex-Kölner Elvis Rexhbecaj zog nach einem Fehlpass einfach mal trocken aus 25 Metern ab, verfehlte das Tor aber deutlich. Die Kölner kamen in der Anfangsphase nur durch Standards vor das gegnerische Tor, wirklich gefährlich wurden die Geißböcke genauso wenig wie die Augsburger. So fiel die Führung der Gastgeber wie aus dem Nichts. Einen Einwurf von Kevin Mbabu lenkte Philipp Tietz unbedrängt weiter auf Ruben Vargas und der weiter auf Arne Maier, der aus kurzer Distanz einfach nur einschob (18.). Köln zeigte eine Reaktion. Unter anderem brachte Adamyan den Ball nach einem Freistoß von Kainz auf den kurzen Pfosten, doch Hübers wusste mit der Kugel nicht viel anzufangen (21.).

Doch nach wie vor zeigte der FC in der Offensive zu wenig, fand vor dem gegnerischen Gehäuse so gut wir gar nicht statt. Erst ein genialer Moment von Kainz brachte einen schnellen Angriff. Der Kölner Kapitän spielte einen Ball aus der eigenen Hälfte tief auf den gestarteten Adamyan. Der Angreifer lief mit Tempo auf Finn Dahmen zu und legte im letzten Moment auf Selke ab, der sich nicht zwei Mal bitten ließ. Kurz darauf prüfte Kristijan Jakić nach einer Ecke Marvin Schwäbe, doch der Keeper hielt stark (37.). Genauso wie unmittelbar vor dem Seitenwechsel bei einem Distanzschuss.

Thielmann rettet auf der Linie

Zur Halbzeit brachte Schultz Finkgräfe für den doch oft überforderten Pacarada. Augsburg übernahm das Kommando. Unter anderem düpierte Mbabu Kainz, brachte den Ball scharf ins Zentrum, aber Hübers rettete vor Tietz (51.). Auf der anderen Seite senkte sich eine Flanke des Kölner Kapitäns gefährlich aber doch neben das Tor (53.). Augsburg hatte weiterhin mehr Ballbesitz, doch der FC konterte. Zunächst verfehlte Adamyan noch aus der Distanz, anschließend wurde ein Abschluss des Armeniers im letzten Moment abgefälscht (65.). Genauso wie der Distanzschuss von Jan Thielmann nach einer Ecke (66.). Nach einem weiteren Umschaltmoment drang Linton Maina in die Box ein. Den finalen Pass auf Huseinbasic unterband Mads Pedersen im letzten Moment.

Auf der anderen Seite kratzte Thielmann den Ball für den geschlagenen Schwäbe von der Linie. Der eingewechselte Dion Beljo hatte den Ball mit der Hacke Richtung Gehäuse gebracht (72.). Es ging mittlerweile hin und her. Unter anderem schickte Maina den gerade erst eingewechselten Downs, der aber das Laufduell gegen Mbabu verlor (73.). Für die Schlussphase brachte Schultz Hoffnungsträger Luca Waldschmidt für den Torschützen Selke. Doch die nächste dicke Chance hatte Vargas. Beljo verlängerte nach einer Flanke mit dem Kopf, der Schweizer Nationalspieler kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, aber erneut war Schwäbe zur Stelle (86.). Zwar kam auch Waldschmidt noch zu einem Abschluss, zittern mussten aber die Geißböcke. Es blieb beim 1:1. Am kommenden Samstag empfängt der FC den VfL Bochum.


FC: Schwäbe – Pacarada (46. Finkgräfe), Chabot, Hübers, Carstensen – Ljubicic, Huseinbasic – Kainz (66. Maina), Alidou (66. Martel) – Adamyan (73. Downs), Selke (82. Waldschmidt)- Tore: 1:0 Maier (18.), 1:1 Selke (33.)


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Debakel statt Wende: das falsche Déjà-vu gegen Leipzig

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Debakel statt Wende: das falsche Déjà-vu gegen Leipzig

Als der FC vor knapp drei Jahren in akuter Abstiegsnot den Meisterschaftskandidaten aus Leipzig mit einem 2:1 nach Hause schickte, leiteten die Kölner damit die Wende ein. Die Ausgangslage war zumindest aus Kölner Sicht eine ähnliche wie am Freitag. Es kam sogar auch zum Déjà-vu, allerdings zu einem aus dem Hinspiel.

Jonas Hector avancierte vor drei Jahren gegen RB Leipzig zum Matchwinner zum Inbegriff der Wende und des späteren Klassenerhalts. In Köln hoffte man vor der Länderspielpause auf einen ähnlichen Effekt gegen die Sachsen. Es kam anders. Der FC erlebt das nächste Debakel gegen Leipzig.

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Am Ende waren es acht Minuten, die auch das zweite Duell gegen Leipzig zu einer Art Debakel machten. 60 Minuten hatten die Kölner Akteure, genauso wie die Fans auf der Tribüne die Hoffnung, dass es für den FC einen Lucky-Punch gegen RB geben könnte. Leipzig war spielerisch überlegen, keine Frage. Aber für den FC war doch sicher auch gegen den Champions-League-Anwärter drin – so wie gegen Stuttgart und auch in Teilen in Unterzahl gegen Leverkusen. Tatsächlich hatte der FC um die 60. Minute herum auch so etwas wie einen Höhenflug, kam einige Male vor das gegnerische Tor, mehr als ein sehenswerter Seitfallzieher von Max Finkgräfe als Vorlage für Florian Kainz war in diesen Minuten aber nicht drin. „Wir halten bis zur 60. Minute das Spiel offen. Sicherlich in der ein oder anderen Situation glücklich. Und gerade in der Phase, wo wir selbst das ein oder andere Mal gut umschalten konnten, kassieren wir dann das Zweite“, sagte Timo Schultz. 

Leipzig erst nach dem Wechsel kaltschnäuzig

Im Gegenzug folgte sogar die Leipziger Walze. Der Doppelpack von Lois Openda sowie ein Treffer von Amadou Haidara beendeten alle Kölner Hoffnungen und das auf bittere Art und Weise. „Wir haben das als Mannschaft heute mit allem Willen und aller Energie versucht, weg zu verteidigen. Das ist lange Zeit gut gelungen, hinten raus leider nicht“, erklärte Timo Schultz nach der bitteren 1:5-Pleite. Die Wahrheit war aber ein wenig verzerrt. Denn eigentlich spielten die Kölner in der ersten Viertelstunde mutig mit, trieben einen enormen Aufwand, um das Spiel der Gegner zu stören, den Spielfluss zu unterbinden. Nach einer Viertelstunde folgte der erste Dämpfer. Und der in einer spielerischen Offenbarung, nach einem Umschaltmoment. Es ging schnell, für die Kölner Hintermannschaft zu schnell. Xavi Simons vollendete nach starker Vorarbeit von Benjamin Sesko und Daniel Olmo. Der Ausgleich durch Sargis Adamyan ließ den FC hoffen, war aber nur eine Momentaufnahme.

Denn RB war dem FC spielerisch in allen Belangen überlegen und hätte mit ein wenig mehr Spielglück, vor allem mehr Kaltschnäuzigkeit das Ergebnis schon zur Pause Richtung Debakel stellen können. Sesko vergab aus einer Distanz, aus der es schwieriger sein dürfte, nicht zu treffen als zu vollenden. Openda scheiterte an Schwäbe und einem hauchdünnen Abseits und Olmo nach einem selbst initiierten Angriff am Pfosten. Es hätte sich wohl niemand beschweren dürfen, wenn der FC mit zwei, drei Toren Rückstand in die Kabine gegangen wäre. „Wir haben aber eine Mannschaft gesehen aus Leipzig, die wirklich ein hervorragendes Spiel gemacht hat. Die sich viele Chancen rausspielen, obwohl wir kompakt gestanden haben“, sagte Schultz. „Wir können uns heute über die Niederlage nicht beklagen.“

Keller: „Wir sind zu Recht abgeschossen worden“

Zur Wahrheit gehörte genauso, dass der FC sich auch über die Höhe der Niederlage nicht beklagen durfte, selbst wenn es acht Minuten waren, die das Ergebnis so bitter machten. Vor allem auf den Außenpositionen waren die Kölner teils heftig überfordert, zogen so die eigene Abwehr auseinander und brachten auch die Innenverteidigung in Probleme. „Wir waren dann auf unseren Flügeln auch im defensiven Eins-gegen-eins nicht stabil genug, wodurch wir sie dann auch immer wieder eingeladen haben, Flanken in unseren Sechzehner zu schlagen. Da haben sie dann natürlich auch die gewisse Qualität, die Tore zu machen und uns an die eigene Nase fassen“, sagte Schultz. Auch, weil die Offensive in weiten Teilen lahmte.

Wirklich viele Chancen erspielten sich die Kölner im gesamten Spiel nicht. „Wir sind zu Recht abgeschossen worden“, sagte Sportdirektor Christian Keller. „Wir waren in den entscheidenden Zweikämpfen nicht da, haben uns an der Außenlinie mehrfach abkochen lassen. Dann reicht es gegen einen Gegner mit dieser Qualität nicht. Es ist enttäuschend gegen einen Gegner, der in einer anderen Liga spielt als wir.“ Das Problem: auch, wenn der Sinn hinter den Worten von der Sache richtig ist, de facto hat der FC gegen eine Mannschaft aus derselben Liga verloren – das aber mit Klassenunterschied. Leipzig führte den FC an seine Grenzen und vor Augen, dass der Abstiegskampf weiter voll im Gange ist. Zumal der FC auch einen Rückschlag in Sachen Tordifferenz hinnehmen musste. Zudem hat Mainz am Samstag die Chance, die Kölner mit einem direkten Abstiegsplatz in die Länderspielpause zu verabschieden.  


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FC: Schwäbe – Pacarada, Chabot, Kilian, Carstensen – Martel, Huseinbasic (80. Christensen) – Finkgräfe (88. Schmitz), Kainz (73. Selke), Alidou (73. Downs) – Adamyan (80. Tigges) – Tore: 0:1 Xavi (15.), 1:1 Adamyan (18.), 1:2, 1:3 Openda (61., 64.), 1:4 Haidara (71.), 1:5 Poulsen (82.).


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FC kassiert die nächste derbe Pleite gegen Leipzig

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FC kassiert die nächste derbe Pleite gegen Leipzig

Der 1. FC Köln verabschiedet sich mit einer bitteren Niederlage in die Länderspielpause. Nach der 0:6-Pleite im Hinspiel, verlor der FC im Heimspiel gegen Leipzig 1:5. Am Samstag ist der Relegationsplatz in Gefahr.

Die Geißböcke müssen im letzten Spiel vor der Länderspielpause einen herben Dämpfer einstecken. Der 1. FC Köln kassiert eine derbe 1:5-Niederlage gegen Leipzig und könnte am Samstag den Relegationsplatz verlieren.

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Nach der fünften Gelben Karte von Timo Hübers sowie den Erkrankungen von Linton Maina und Dejan Ljubicic musste Timo Schultz bei der Startelf ein wenig puzzlen. Leart Pacarada startete auf der linken Abwehrseite, dafür rückte Max Finkgräfe eine Position nach vorne. Luca Kilian begann neben Jeff Chabot in der Innenverteidigung. Davie Selke saß zunächst wieder nur auf der Bank. Dafür spielte erneut Sargis Adamyan.

Adamyan gleicht Leipziger Führung aus

Zu der ersten Aktion kam allerdings Faride Alidou, der nach einer Flanke aus dem Halbfeld Richtung Tor köpfte, dieses aber deutlich verfehlte (3.). Leipzig übernahm zwar zunehmend die Spielkontrolle, der FC stand aber in der Regel gut, ließ in der Anfangsphase nicht sonderlich viel zu. Erst nach einer guten Viertelstunde ging es das erste Mal richtig schnell. Willi Orbàn leitete den Angriff mit einem Pass in die Tiefe ein. Dani Olmo spielte weiter auf Benjamin Šeško, der mit einem einzigen Kontakt Xavi freispielte. Der Niederländer ließ sich nicht zwei Mal bitten und schob zur Leipziger Führung ein (15.). Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Eine Ecke von Florian Kainz verlängerte Eric Martel Richtung langer Pfosten. Dort lauerte Sargis Adamyan und traf zum Ausgleich (18.).

Doch die Gäste blieben vor allem durch ihr schnelles Spiel gefährlich. Unter anderem wurde Lois Openda geschickt, der auch einnetzte, aber im Abseits stand (26.). Anschließend war Šeško einmal mehr durch, auch nicht im Abseits, verfehlte aber aus kurzer Distanz das nahezu leere Tor (32.). Auch Olmo kam aus der Distanz zum Abschluss, doch Marvin Schwäbe war zur Stelle (37.). Leipzig drehte vor der Pause noch einmal auf. Eine Flanke von David Raum nahm Benjamin Henrichs, setzte die Kugel aber knapp am Tor vorbei (41.). Olmo war deutlich präziser und traf nach einer Ecke den Pfosten (45.+2). Der FC machte zu wenig aus den Umschaltmomenten, leistete sich zu viele ungenaue Pässe oder dribbelte sich unnötig fest. So war das 1:1 zur Pause doch etwas glücklich.

Openda mit Doppelpack

Auch nach dem Wechsel war Leipzig sofort wieder die aktivere Mannschaft, der FC stand tief, setzte auch weiterhin auf Konter, die meist allerdings vor der Mittellinie verpufften. Meist, denn nach einer Flanke von Rasmus Christensen legte Max Finkgräfe mit einem sehenswerten Seitfallzieher zurück auf Kainz, der den Ball aber nicht traf (54.). Die Chance gab den Kölnern zumindest kurzfristig Aufwind. Finkgräfe versuchte es aus der Distanz, setzte aber zu hoch an (57.). Eine Flanke des Youngsters aus dem Halbfeld fand im Zentrum keinen Abnehmer (58.). Wie es besser geht, zeigten die Gäste innerhalb von acht Minuten und das wieder mit wenigen Ballkontakten. Šeško leitete einen Ball aus dem Mittelfeld geschickt auf Xavi weiter, der spitzelte die Kugel an Schwäbe vorbei zu Openda, der einschob (63.). Vier Minuten später köpfte der Offensivspieler nach einer Flanke von Raum erneut ein (67.).

Die Hoffnung war ohnehin schon gering, sie starb wohl endgültig keine weiteren vier Minuten später. Nach einem Eckball landete die Kugel bei Amadou Haidara, der aus gut 20 Metern das rechte Eck fand (71.). Timo Schultz brachte für die Schlussphase noch frische Kräfte. Eine undankbare Aufgabe. Undankbar, weil Leipzig gar nicht daran dachte, einen Gang herunter zu schalten. Henrichs brachte eine Flanke an den kurzen Pfosten, der eingewechselte Yussuf Poulsen schob ein (82.). Mehr als ein Distanzschuss von Steffen Tigges fiel den Kölnern aber nicht mehr ein. Am Montag reist der FC nach Spanien ins Kurztrainingslager, um sich auf den Saisonendspurt vorzubereiten. Im Gepäck haben die Kölner eine bittere 1:5-Klatsche.


FC: Schwäbe – Pacarada, Chabot, Kilian, Carstensen – Martel, Huseinbasic (80. Christensen) – Finkgräfe (88. Schmitz), Kainz (73. Selke), Alidou (73. Downs) – Adamyan (80. Tigges) – Tore: 0:1 Xavi (15.), 1:1 Adamyan (18.), 1:2, 1:3 Openda (61., 64.), 1:4 Haidara (71.), 1:5 Poulsen (82.).


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