Geplante feste Verpflichtung vs. Warteschleife: Youngster Felipe Chávez könnte jetzt wichtig werden

Felipe Chávez im Spiel gegen Leipzig
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Geplante feste Verpflichtung vs. Warteschleife: Youngster Felipe Chávez könnte jetzt wichtig werden

Der FC will bei Felipe Chávez offenbar Nägel mit Köpfen machen und die Kaufoption des Youngsters ziehen. Viele Einsatzminuten sammelte der Peruaner aber noch nicht beim 1. FC Köln: Felipe Chávez befindet sich noch in der Warteschleife.

Lukas Kwasniok betonte am Donnerstag auf der Pressekonferenz das erstaunlich junge Alter seiner letzten Startelf. Dabei wartet ein großes junges Talent noch auf den ersten Einsatz von Beginn an. Felipe Chávez kam erst auf vier Kurzeinsätze. Dennoch wollen die Kölner die Kaufoption für den Peruaner ziehen.

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Nach den nackten Zahlen scheinen die Ideen von Lukas Kwasniok und Thomas Kessler noch nicht so recht zusammenpassen zu wollen. Wie die „Abendzeitung“ am Donnerstagabend berichtet, will der FC im Sommer die Kaufoption des Mittelfeldspielers ziehen. Einziges Problem der FC Bayern München hat gleich zwei Rückkaufoptionen vereinbart. Eine für 2027 und eine für 2028. Bedeutet wiederum, die Kölner würden den Offensivspieler mindestens ein Jahr an sich binden können und die Bayern haben mit dem peruanischen Nationalspieler ganz offensichtlich noch einiges vor. Kein Wunder Chávez gilt als besonders großes Talent, der 18-Jährige wurde beim Rekordmeister in den höchsten Tönen gelobt und gilt in Peru als künftiger Starspieler.

Hohe fußballerische Qualität

In den Spielen kommt der Rohdiamant dann aber noch gar nicht so zum Einsatz. Kwasniok wechselte den 18-Jährigen genau vier Mal ein – insgesamt spielte der gebürtige Schwabe 25 Minuten mit dem Geißbock auf der Brust. Das klingt nicht nach vielen Chancen, um sich für mehr auszuzeichnen. „Er bringt ein sehr interessantes Profil mit, hat beim FC Bayern eine hervorragende Ausbildung genossen und verfügt über hohe fußballerische Qualitäten“, sagte Thomas Kessler nach der Verpflichtung im Winter. „Mit seinen Offensivfähigkeiten gibt er uns zusätzliche Variabilität im Mittelfeld. Wir sind überzeugt davon, dass wir ihm die optimalen Rahmenbedingungen bieten können, um sein Potenzial konsequent auszuschöpfen und sich sportlich weiterzuentwickeln.“ Aktuell sind die Rahmenbedingungen auf Kurzeinsätze beschränkt.

Und dennoch scheint der Spieler einen so bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben, dass sich der FC von dem Youngster einiges erhofft. Immerhin droht nach der festen Verpflichtung schon im Sommer 2027 der Abgang. Es wird also nicht nur um die Weiterentwicklung des Talents als Edeljoker gehen. „Hoffenheim, Stuttgart und Leipzig schaffen es, dich sehr schnell einfach unter Druck zu setzen und ein großes Feld herzustellen. Das heißt, es geht viel mehr hin und her. Du selbst musst kompakter verteidigen und in die Umschaltaktionen kommen“, hatte Lukas Kwasniok im Februar gesagt. Chávez passte offenbar nicht in die Formation. Auch, weil der Trainer in jenen Begegnungen mehr Physis auf dem Platz haben wollte. Doch aktuell wird es beim FC wohl auch um die spielerischen Elemente gehen.

„Ich habe meine Stärken im Spielaufbau“

Und genau dort liegen die Stärken des Offensivspielers. Chávez wird eine hohe fußballerischer Qualität nachgesagt, die er in den Trainingseinheiten am Geißbockheim auch regelmäßig unter Beweis stellt. Dazu verfügt Chávez über einen herausragenden Abschluss. Für die U19 der Bayern erzielte der 18-Jährige im vergangenen Jahr 15 Tore in 24 Spielen. Schon damals spielte er zudem erfolgreich in der Regionalliga. „Ich habe meine Stärken im Spielaufbau und werde offensiv umso gefährlicher, je weiter vorne ich spiele“, sagte der Youngster eins. „Ich schließe einfach gerne ab, auch wenn die Position mal nicht so aussichtsreich ist. Mein Leitsatz ist: Wenn du es nicht probierst, kannst du auch kein Tor erzielen.“ Dieser Satz lässt sich auf die aktuelle Situation leicht abändern: Wenn du nicht spielst, auch nicht.

Doch gerade gegen den Hamburger SV und in den weiteren Spielen auf Augenhöhe könnten die spielerischen Elemente des Peruaners wichtig werden. Vielleicht darf der 18-Jährige gegen die Rothosen zeigen, warum Thomas Kessler die Kaufoption ziehen will.


Auf der Suche nach der Form: Dabei könnte Isak Johannesson jetzt so wichtig für den 1. FC Köln sein

Isak Johannesson kommt beim 1. FC Köln nicht in Form?
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Auf der Suche nach der Form: Dabei könnte Isak Johannesson jetzt so wichtig für den 1. FC Köln sein

Seit Monaten läuft Isak Johannesson seiner Form beim FC hinter her. Gegen den BVB musste der Isländer vielleicht auch aus taktischen Gründen nach 45 Minuten vom Platz. Nun kommen die Gegner auf Augenhöhe für den 1. FC Köln und damit die Suche nach dem spielerischen Element: Ein formstarker Isak Johannesson wäre gerade so wichtig.

Mit einem Fehlpass vor der Ecke zum 0:1 betrieb Isak Johannesson am vergangenen Samstag nicht gerade Eigenwerbung. Dabei kommen nun Gegner für die Geißböcke, bei denen es auf Spieler wie Johannesson ankommen könnte.

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Wenn es in zwei Wochen für die Nationalspieler zu den jeweiligen Auswahlen geht, dürfte die Gefühlslage je nach Akteur wohl sehr unterschiedlich sein. Gerade im Abstiegskampf werden die meisten Spieler wohl froh sein, auch mal andere Gedanken zu fassen. Und dennoch haben die Länderspiele für die Kölner Profis eine höchst unterschiedliche Tragweite. Während beispielsweise Jakub Kaminski gegen Albanien und bei einem Erfolg gegen den Sieger aus der Begegnung Ukraine gegen Schweden um das Ticket für die WM in den USA, in Kanada und Mexiko spielt, ist der Zug für Isak Johannesson und Island abgefahren. Der Traum von der Teilnahme am Endturnier platzte im vergangenen November mit einer 0:2-Niederlage gegen die Ukraine.

„Rückschläge gehören zum Sport dazu“

„Natürlich war das ein großer Traum von mir. Insofern ist es auch hart, dass wir uns nicht qualifiziert haben. Es hat vielleicht zwei, drei Tage gebraucht, um es zu verarbeiten“, sagte Johannesson im Trainingslager in La Nucia im Interview come-on-fc. „Rückschläge gehören zum Sport genauso wie zum Leben einfach dazu. Es ist aber nicht der erste Rückschlag meiner Karriere.“ Auch Lukas Kwasniok erklärte, dass der Isländer durchaus geknickt gewesen sei. Aber: „Er hat mir gegenüber kurz auch kommuniziert: ,Hey, zum einen ist es so im Fußball und zum anderen haben wir eine sehr junge Mannschaft“, sagte der Trainer damals. „So ticken die Jungs, gleich mit dieser Aussage: Die junge Mannschaft hat das nächste Ziel die Europameisterschaft. Das eine Ziel nicht erreicht und das nächste Ziel einfach auch schon wieder ins Visier genommen.“

Und doch ist zumindest zeitlich ein gewisser Einschnitt bei Johannesson zu sehen. Der Isländer läuft seit Monaten, eben seit jenem November, seiner Form hinterher. Bei der 3:4-Niederlage gegen Frankfurt stand der Mittelfeldakteur und Stammspieler des Saisonbeginns noch 90 Minuten auf dem Platz, gegen Bremen waren es nur noch 45 und fortan war es dann auch mit dem unumstrittenen Stammplatz vorbei. Oft reichte es nur noch zu Kurzeinsätzen, den großen Impact fand der 22-Jährige in den Begegnungen aber nicht. Am Samstagabend stand Johannesson gegen den BVB von Beginn an auf dem Platz, hätte sogar früh treffen können. Doch in Erinnerung blieb vor allem der schreckliche Fehlpass auf Tom Krauß, der wiederum zum Eckstoß vor dem 0:1 führte. Sicherlich hätte man Johannesson das Erfolgserlebnis gegen die Gelbschwarzen gewünscht.

Vier Torbeteiligungen für den FC

Denn gerade jetzt kommen die Begegnungen oder die Gegner, die Johannesson eigentlich liegen sollten. Es sind die Spiele gegen die Konkurrenz, in denen der FC den Ball haben dürfte, das Spiel zum Teil machen muss. Und der feine Techniker Johannesson könnte genau ein Akteur sein, der für die Kölner das zuletzt oft fehlende spielerische Element auf den Platz bringen sollte. Für Fortuna Düsseldorf war der Mittelfeldspieler in 69 Begegnungen an 33 Treffern (18 Tore, 15 Assists) beteiligt, also nahezu an jedem zweiten. Beim FC kommt der Isländer bislang auf zwei Tore und zwei Vorlagen und das in 25 Partien. Vielleicht wäre die Partie gegen den Hamburger SV genau der richtige Zeitpunkt, diese Bilanz aufzupolieren. Es wäre zumindest ein positives Gefühl, mit dem Johannesson zur Nationalmannschaft reisen würde.


Lukas Kwasniok will mit dem 1. FC Köln gegen den HSV dem steigenden Druck und der schweren Aufgabe trotzen

Ragnar Ache vom 1. FC Köln im Duell gegen den HSV
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Lukas Kwasniok will mit dem 1. FC Köln gegen den HSV dem steigenden Druck und der schweren Aufgabe trotzen

Auf Lukas Kwasniok steigt der Druck. Vor dem Duell gegen den HSV scheint der Trainer angezählt und in Hamburg wartet auf die Geißböcke wahrlich keine leichte Aufgabe. Der Kölner Coach ist dennoch zuversichtlich, Punkte aus der Hansestadt mitzunehmen: So will der 1. FC Köln beim HSV punkten.

Nach der Niederlage gegen den BVB trotz der ordentlichen der Kölner Mannschaft hat sich die Tabellensituation des FC zugespitzt. Am Samstagabend will sich das Team bei den Rothosen wieder etwas Luft verschaffen und einen Dreier gegen den HSV einfahren.

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Endspiel oder kein Endspiel – darin scheiden sich aktuell in Köln die Geister rund um das Geißbockheim. Während gerade in den Sozialen Medien viele Fans die Ablösung des Trainers fordern, hat Lukas Kwasniok ganz offensichtlich eine andere Vision. Der Trainer ist guter Dinge, die Wende noch zu schaffen und prophezeit dem Verein sogar noch mehr. „Ich glaube, dass dem Verein einfach auch eine gute und gesunde Zukunft bevorsteht“, sagte der 44-Jährige. „Und ich glaube, je fokussierter wir jetzt auf die Dinge sind, die wir beeinflussen können, desto schneller werden die Ergebnisse kommen und desto wunderbarer wird die Zukunft aussehen.“ Allerdings sprach der Coach nicht davon, dass es dabei um eine gemeinsame Zukunft gehe.

Zwischen Vision und Druck

Fakt ist, der FC hat aus den vergangenen 16 Spielen gerade einmal zehn Punkte geholt, ist in der Formtabelle (der vergangenen fünf Spiele) auf Rang 16 angekommen, punktgleich mit den Plätzen 17 und 18, liegt ebenfalls punktgleich auf dem Relegationsrang. Die Ergebnisse blieben zuletzt aus, auch, wenn die Leistung oft stimmte. Zur Wahrheit gehört auch, dass in diesen Spielen der FC aber selten als unverdient Geschlagener vom Platz ging. Dass die Geißböcke sich in einer Krise befinden, ist also alles andere als von der Hand zu weisen. Und so wirken die Visionen des Trainers wohl nicht für Jedermann überzeugend. Auch wenn sich die Anhänger sicherlich eine wunderbare Zukunft ihres Vereins wünschen würden.

Für einen Lichtblick oder einen Hoffnungsschimmer würde sicherlich eine gute Leistung und vor allem drei Punkte in Hamburg sorgen. Der FC, vor allem aber Lukas Kwasniok würden sich wieder ein wenig Luft verschaffen, mit Selbstvertrauen in das Derby gegen Gladbach starten und vor allem den HSV wieder mit in die Abstiegs-Verlosung reißen. Doch die andere Seite der Medaille wäre dann ein doch schon ordentlicher Druck auf der Kölner Brust. Denn auch wenn Lukas Kwasniok am Donnerstag sicher schien, dass die Performance auch über seine Situation mit entscheide, wird es am Ende dann doch um Punkte gehen. Heißt: Verliert Köln in Hamburg, sind die Rothosen wohl gesichert, der FC könnte aber auf den Relegationsplatz abrutschen, zum ersten Mal in dieser Spielzeit.

Kwasniok weiß um die Stärke des Gegners

Dass die Aufgabe im Volksparkstadion keine leichte wird, weiß auch Kwasniok. „Sie haben noch relativ spät in der Sommer-Transferperiode etwas gemacht. Dadurch haben die Jungs ein bisschen gebraucht. Aber es ist keine Überraschung, dass sie sich dann einfach mit guter kontinuierlicher Arbeit da rausgearbeitet haben“, sagte der Trainer. „Sie haben dann echt zugeschlagen mit Vieira, Lokongo und vor allem dann auch Vuskovic, der einfach ein Gamechanger ist für sie. Es ist jetzt einfach so, dass sich die Vorzeichen so ein wenig geändert haben zum Hinspiel.“ Damals hatten die Kölner bekanntlich 4:1 gewonnen. Auch, weil der VAR dem FC damals wohlgesonnen war.

Dieses Mal wäre sicher ein knapper Sieg ebenfalls im Sinne des Trainers. „Ich glaube einfach, dass wir sehr wohl in der Lage sind, dort zu bestehen“, sagte Kwasniok und schränkte direkt ein: „wohlwissend um die Qualitäten vor allem in der Rotation ihrer Spielanlage, plus eine Defensive, eine Kompaktheit, die es einfach schwer macht, sie zu bespielen.“ Personell steht dem FC wieder Sebastian Sebulonsen zur Verfügung, Jahmai Simpson-Pusey fällt gesperrt aus. Für den Engländer wird Cenk Özkacar beginnen, sonst sind keine weiteren Wechsel im Vergleich zum BVB-Spiel zu erwarten. Die Leistung des Teams sei gut gewesen, sagt Kwasniok und deutet dann doch den Ernst der Lage der beiden kommenden Partien an. „Der Weg ist das Ziel und ein Weg führt uns jetzt nach Hamburg und der nächste dann zum Heimspiel gegen Gladbach, um am Ende dann das Ziel zu erreichen.“  


Das sagt Lukas Kwasniok zum Abschied von Florian Kainz – „Vielleicht zirkelt er ja noch mal einen rein“

Florian Kainz könnte am Samstag sein 200. Pflichtspiel für den FC bestreiten
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Das sagt Lukas Kwasniok zum Abschied von Florian Kainz – „Vielleicht zirkelt er ja noch mal einen rein“

Florian Kainz hat am Mittwoch sein Karriereende im Sommer bekannt gegeben. Für den Österreicher ist nach der Saison Schluss. Das hatte sich angedeutet. Der Spieler kam zuletzt immer seltener zum Einsatz für den 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zu Florian Kainz.

Elf Einsätze, zwei Mal Startelf insgesamt 230 Spielminuten – Florian Kainz kam in dieser Saison noch nicht so recht zum Zug. Vielleicht auch ein Grund, warum der Grazer seine Karriere beenden will. Nun äußerte sich der Trainer zum leisen „Servus“.

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Dass Florian Kainz in der kommenden Spielzeit nicht mehr für den FC auflaufen würde, war bereits in den vergangenen Wochen ein wenig abzusehen – zumindest die Tendenz. Der Österreicher hatte unter FC-Trainer Lukas Kwasniok nur noch wenige Chancen bekommen, sich auszuzeichnen, stand einige Male erst gar nicht im Kader (In 2026 fünf Mal). Im Gegensatz zu einigen Eigengewächsen aus dem Nachwuchs. Dass der Mittelfeldspieler aber nach der Saison seine Karriere beenden würde, kam dann für viele Fans vielleicht doch überraschend. Zumindest wäre beispielsweise eine Rückkehr nach Österreich nicht gerade einer Sensation gleich gekommen. Zahlreiche Weggefährten wie Mark Uth reagierten auf das emotionale „Servus“ in den Sozialen Medien, schickten ebenso emotionale Grüße.

Der plötzlich angekündigte Abschied kam für den Kölner Coach indes alles andere als plötzlich. „Die Nachricht war jetzt gestern für mich nicht mehr so überraschend. Wir haben da schon drüber gesprochen“, erklärte Lukas Kwasniok am Donnerstag. „Das ist jetzt keine Entscheidung von ihm, die er in den letzten drei Tagen getroffen hat. Mit dem Gedanken hat er schon ein Ticken länger gespielt. Wir haben uns auch darüber ausgetauscht und er hat sie erst Thomas Kessler und dann auch mir irgendwann mitgeteilt in den vergangenen Wochen.“ Kainz spielte bekanntlich mehr als sieben Jahre für den FC, kam im Januar 2019 von der Weser an den Rhein. „Die Dinge, die er in den letzten Wochen für die Mannschaft und den Verein getan hat, die wird er auch weiterhin tun. Er wird seine Erfahrung weitergeben“, sagt Kwasniok.

„Ich glaube mit dem gewissen Alter kommt so eine gewisse Souveränität, so eine Ruhe auch zur Hilfe und die strahlt er aus, wohlwissend, dass es halt irgendwann zu Ende ist“, so der Trainer weiter. Er sei weiter mit viel Freude dabei, gerade wenn er sich mit den anderen Spieler im Training battele, sagt Kwasniok. „Dass er ja, nach Möglichkeit die Zeit hier mit dem Klassenerhalt dann auch beenden will, das steht außer Frage und da wird er, glaube ich, auch noch mal alles für geben. Er hat hier ganz viele tolle Dinge erreicht. Conference League gespielt, zwei Aufstiege, war auch irgendwo der Aufstiegsheld im Spiel in Nürnberg. Wer weiß, vielleicht zirkelt er ja noch mal ein Freistoß rein.“ Dafür müsste der 33-Jährige dann aber auch noch mal zum Einsatz kommen. Im Hinspiel gegen den HSV traf der Österreicher zum ersten Mal in seiner Karriere per direktem Freistoß.


Schicksalsspiel gegen den Hamburger SV? Für Lukas Kwasniok nicht – so reagiert der Coach auf die Trainerdiskussion

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Schicksalsspiel gegen den Hamburger SV? Für Lukas Kwasniok nicht – so reagiert der Coach auf die Trainerdiskussion

Vor dem Spiel gegen den Hamburger SV steht Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln zunehmend unter Druck. Der Coach gilt vor dem Spiel gegen die Rothosen als angezählt. Kwasniok sieht derweil keinen Grund zur Panik beim 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zur Trainerdiskussion.

Die Lage beim 1. FC Köln spitzt sich vor dem Spiel gegen den Hamburger SV zu. Für Trainer Lukas Kwasniok könnten die nächsten Punkte über seine Zukunft entscheiden. Trotz wachsender Kritik zeigt sich der 44-Jährige gelassen und erklärt, wie er das Ruder beim Domstadtclub herumreißen will.

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Nach der letzten Bilanz könnte das Spiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV am Samstagabend vorerst das letzte Spiel unter Cheftrainer Lukas Kwasniok sein. So wurde kolportiert, dass für die Verantwortlichen am Geißbockheim nur Punkte zählen. Gute Leistungen allein seien nicht mehr ausreichend für eine Zusammenarbeit über die Länderspielpause hinaus. Obwohl er noch im Amt ist, muss sich Lukas Kwasniok bereits mit den ersten Gerüchten um potenzielle Nachfolger herumschlagen. Darunter sind sein Co-Trainer René Wagner sowie Friedhelm Funkel, der den FC in der abgelaufenen Saison vom geschassten Gerhardt Struber übernommen und in die erste Bundesliga geführt hat. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag zeigte sich Kwasniok unbeeindruckt von der schwierigen Tabellensituation seiner Mannschaft oder gar dem HSV-Spiel als letzte Chance für ihn. Der 44-Jährige erläuterte, wie er persönlich mit der Kritik an seiner Person umgeht.

Kwasniok: „Es ist wichtig, Distanz aufzubauen“

„Auf der einen Seite ist es wichtig, Nähe zu den Spielern und zu den Dingen aufzubauen, die du beeinflussen kannst. Auf der anderen Seite ist es wichtig, Distanz zu Dingen aufzubauen, die für dich und deine Arbeit irrelevant sind. Das ist die Kunst“, erklärte der 44-Jährige. Kwasniok führte seine Gelassenheit auch auf persönliche Erfahrungen zurück. „Dadurch, dass mein Leben viele Wellenbewegungen hatte, angefangen in der Kindheit. Wenn du in jungen Jahren das Land verlässt und viele Hindernisse überwinden musst, dann baust du so eine Distanz zu den Elementen auf, die auch mal schwieriger sind. Und das hilft dir, weil du dann diese Nähe zu den wichtigen Elementen wiederum aufbauen kannst. Ich fokussiere mich auf Fakten, auf die Arbeit. Und das macht mir unendlich viel Spaß.“ Nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag hatte FC-Sportdirektor Thomas Kessler allerdings deutliche Worte gefunden. „Es reicht nicht, phasenweise gut zu sein. Man weiß, was gefordert ist“, erklärte der Funktionär.

Trainerwechsel im Tabellenkeller

Neben dem persönlichen Einblick sprach Kwasniok auch über die Situation im Tabellenkeller der Bundesliga. Aus seiner Sicht würde eine Trainerentlassung zum jetzigen Zeitpunkt dem widersprechen, was Verein und Trainerteam vor der Saison gemeinsam vereinbart hatten. „Wenn man sich die untere Tabellenhälfte anschaut, dann haben fünf Vereine den Trainer gewechselt und fünf nicht“, sagte Kwasniok. „Ich glaube, diejenigen, die überrascht waren, dass sie plötzlich im Kampf um den Klassenerhalt stecken, sind zum Beispiel Mainz, weil sie sich letztes Jahr für Europa qualifiziert haben, oder Augsburg, weil sie mehr wollten, als nur gegen den Klassenerhalt zu kämpfen. Oder Werder Bremen, die sich vielleicht einen Ticken weiter gesehen haben.“ Andere Teams seien dagegen mit einer klaren Erwartungshaltung in die Saison gestartet. „Die anderen, St. Pauli, Hamburg, Heidenheim, Union und eben auch der 1. FC Köln, sind meiner Meinung nach in die Saison gegangen, in dem Wissen, worum es geht. Um den Klassenerhalt.“

Kwasniok prophezeit dem FC rosige Zeiten

Für den FC bietet sich am Samstag die nächste Gelegenheit, im Abstiegskampf wichtige Punkte zu sammeln (Anstoß 18.30 Uhr, Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Sollte der Klassenerhalt gelingen, sieht Kwasniok für den Verein eine positive Perspektive. „Ich glaube, dass dem Verein einfach auch eine gute und gesunde Zukunft bevorsteht. Und ich glaube, je fokussierter wir jetzt auf die Dinge sind, die wir beeinflussen können, desto schneller werden die Ergebnisse kommen und desto wunderbarer wird die Zukunft aussehen.“ Ob diese Zukunft auch mit Kwasniok auf der Trainerbank geschrieben wird, dürften jedoch die kommenden Wochen entscheiden.


Personal-Update beim 1. FC Köln: Eine Einsatzgarantie, ein Rückkehrer und ein Spieler mit Fragezeichen

Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Union Berlin
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Personal-Update beim 1. FC Köln: Eine Einsatzgarantie, ein Rückkehrer und ein Spieler mit Fragezeichen

Vor dem Spiel gegen den Hamburger SV am Samstagabend hat der Kölner Coach ein Personal-Update gegeben. Es wird mindestens eine Veränderung geben beim 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zum Personal vor dem HSV.

Der FC bereitet sich weiterhin auf die Begegnung gegen den Hamburger SV am Samstagabend vor. Auf die Kölner wartet eine schwere Aufgabe. Große personelle Veränderungen gibt es noch nicht.

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Für den FC geht es nun in doch vorentscheidende Wochen. In den kommenden fünf Begegnungen warten gleich vier Mannschaft, die sich vermeintlich auf Augenhöhe mit dem FC befinden. Am Samstagabend sind die Kölner zu Gast beim Hamburger SV. Die Bedeutung der Partie ist klar: Sollten die Kölner die Begegnung verlieren, drohen die Geißböcke auf einen Abstiegsrang abzurutschen. Zumal die Konkurrenz aus Mainz und St. Pauli ebenfalls vor direkten Duellen stehen. Personell hat sich die Situation nur punktuell verändert. Jahmai Simpson-Pusey fällt bekanntlich aufgrund der Roten Karte gegen den BVB für die kommenden beiden Begegnungen aus. Dafür kehrt Sebastian Sebulonsen wieder in den Kader zurück und wird für Lukas Kwasniok zur Option.

„Cenk Özkacar wird spielen“

Wenn auch nicht zwingend unbedingt zu einer Startelf-Alternative. „Seb hat jetzt alles mitgemacht, insofern ist das grundsätzlich denkbar. Er wird auf jeden Fall im Kader sein“, erklärte der Kölner Trainer am Donnerstag auf der Spieltags-Konferenz. „Ich habe noch keine finale Entscheidung getroffen, weil man dann ja auch bedenken muss, wenn er anfängt, ist er in der Lage 90 Minuten zu spielen. Besteht die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn runternehmen muss, damit er sich nicht wieder in der Muskulatur verletzt.“ Nach den zahlreichen muskulären Verletzungen will der FC kein Risiko mehr eingehen. Das verdeutlicht gerade auch der Fall um Alessio Castro-Montes. Der Belgier hatte eine Einsatz-Garantie für die Begegnung gegen den BVB erhalten, im Abschlusstraining aber wieder etwas gespürt.

Und dieses „etwas“ stellt sich offenbar als größeres Problem heraus. „Monti hatte mit dieser Sache schon länger zu kämpfen. Die Gesamtsituation macht ihm schon mehr zu schaffen“, sagte der Trainer. In der Hinrunde, als der Schienenspieler noch nicht oft zum Einsatz gekommen sei, sei das noch kein Problem gewesen. Das habe sich nun aber geändert. „Der Muskel reagiert. Wir sind da sehr sehr vorsichtig.“ Castro-Montes wird somit wohl noch einige Wochen fehlen. Linton Maina könnte dagegen aber zu einer Option für den FC werden. „Er hat die ersten Minuten gegen Dortmund bekommen und hat das gut gemacht. Er hat das Spiel belebt. Deshalb ist er eine Option“, sagte Kwasniok. „Ich möchte auch betonen, dass wir im Elf gegen Elf ein gutes Spiel gemacht haben. Deswegen wird sich jetzt an der grundsätzlichen Formation nicht so viel verändern.“

Kwasniok habe nicht vor, auf vielen Positionen zu wechseln. Auf einer muss er nun mal wechseln. Simpson-Pusey ist gesperrt, es wird einen Wechsel geben müssen. Und auch darauf verriet der Trainer schon die passende Alternative: „Cenk Özkacar wird spielen“, sagte Kwasniok.


Tim Steidten wird Direktor Recruiting & Kaderplanung beim 1. FC Köln

Tim Steidten übernimmt eine neue Funktion beim 1. FC Köln
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Tim Steidten wird Direktor Recruiting & Kaderplanung beim 1. FC Köln

Es hatte sich angedeutet, nun ist es offiziell: Der 1. FC Köln stellt Tim Steidten ein. Der gebürtige Bremer übernimmt die Funktion des Direktors Recruiting & Kaderplanung bei den Geißböcken. Das war schon zu Beginn der Woche durchgesickert.

Eine Überraschung war es spätestens nach seinem Besuch am Mittwoch nicht mehr. Tim Steidten hatte sich bereits die Geschäftsstelle bei den Geißböcken angeschaut, nun übernimmt der 46-Jährige die erwartete Funktion beim FC.

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Der FC treibt seine Umstrukturierung auch auf der Führungsebene weiter an und hat einen neuen Direktor Recruiting & Kaderplanung. Tim Steidten wird die Funktion bei den Geißböcken ausfüllen. „Der Bereich ‘Kaderplanung und Recruiting’ ist ein zentraler Baustein unserer sportlichen Ausrichtung beim FC. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir mit Tim Steidten eine Persönlichkeit für uns gewinnen konnten, die in diesem Bereich über große Erfahrung und ein starkes internationales Netzwerk verfügt“, sagt Thomas Kessler. „Mit seiner Expertise wollen wir unsere Prozesse weiter schärfen und neue Impulse setzen. Gleichzeitig ist die strukturelle Neuordnung ein wichtiger Schritt, um unsere Kaderplanung künftig noch klarer, vorausschauender und nachhaltig erfolgreich aufzustellen.“

„Es hat auf menschlicher Ebene direkt gepasst“

Die Expertise kann sich in der Tat sehen lassen. Der 46-Jährige begann als Scout bei Werder Bremen, wurde später Chefscout, Kaderplaner und Sportdirektor. Bei Bayer Leverkusen war der ehemalige Abwehrspieler anschließend ebenfalls in die Planung des Kaders maßgeblich involviert. Unter anderem hatte der 46-Jährige großen Anteil an der Zusammenstellung des Meisterkaders bei Bayer. Zahlreiche bekannte Namen lotste der gebürtige Bremer zu seinen Clubs. Später folgte der Wechsel zu West Ham United. Auch nach London holte der Manager einige bekannte Spieler. Und dennoch geriet Steidten in England auch in die Kritik. Vor einem Jahr wurde die Zusammenarbeit beendet. Nun soll eine weitere positive Phase in Köln beginnen.

„Nach meiner Zeit in der Premier League bin ich froh, zurück in der Bundesliga zu sein. Im vergangenen Jahr habe ich mir bewusst eine Auszeit genommen und für mich klar definiert, was mir für meine nächste Aufgabe wichtig ist. Thomas hat mir in unseren Gesprächen eine klare Struktur aufgezeigt, wie beim FC künftig im Bereich Recruiting und Scouting gearbeitet werden soll“, sagt Steidten. „Dazu hat es auf menschlicher Ebene direkt gepasst – Thomas ist ambitioniert, und keiner kennt den FC und seine Herausforderungen besser. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm und dem gesamten Team aus dem Sport – und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der FC künftig stabil in der Bundesliga spielt.“

In der jüngeren Vergangenheit hatten die FC-Bosse mehrfach erklärt, dass sie sich anders als zuletzt aufstellen wollen. Tim Steidten ist der nächste Schritt in diese Richtung.


„Da kannst du dir gar nichts von kaufen“ – das sagt Jonas Hector zum VAR gegen den BVB

Jonas Hector beim Spiel des 1. FC Köln gegen Hoffenheim
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„Da kannst du dir gar nichts von kaufen“ – das sagt Jonas Hector zum VAR gegen den BVB

In der aktuellen Folge des Podcasts „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Nationalspieler über die Vorkommnisse am Wochenende beim 1. FC Köln: Jonas Hector kritisiert den VAR gegen Dortmund.

Auch Tage nach dem Duell gegen Borussia Dortmund wird noch über den nicht gegebenen Elfmeter diskutiert. Auch im Podcast „Schlag und fertig“ wird das Thema von Jonas Hector natürlich wieder aufgegriffen.

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Dabei erlebte der Ex-Kapitän der Geißböcke das Spiel gar nicht live im Stadion, erfuhr erst am Sonntag so richtig von den Vorkommnissen in Köln. BVB-Verteidiger Yan Couto hatte den Ball in der Nachspielzeit an die Hand bekommen. Schiedsrichter Daniel Siebert ließ weiterspielen. Der VAR überstimmte den Unparteiischen nicht und sorgte damit in gefühlt ganz Köln für großes Unverständnis. Auch Vertreter des BVB sprachen später vom Glück, dass die Borussia in dieser Situation gehabt hatte. „Als Fan ist es natürlich extrem schwierig da irgendetwas nachvollziehen zu können“, sagte Hector. „Das einzige, was ich dann am Sonntag gelesen habe, dass sie zumindest mal hingegangen sind und gesagt haben, okay, das war ein Fehler von uns, das hätte ein Elfmeter sein müssen. Da kannst du dir natürlich mal gar nichts von kaufen. Es ist aber schön, dass es mal in diese Richtung geht.“

„Vielleicht hat er es nicht wahrnehmen können“

Tatsächlich hatte die DFB Schiri GmbH später erklärt, man hätte wohl eher auf Elfmeter entscheiden müssen. Am Sonntag hatte dann Sky-Reporter Yannick Erkenbrecher, der als Field-Reporter im Einsatz war, erklärt, dass Schiedsrichter Daniel Siebert sich zunächst wohl auch noch hätte äußern wollen, sich dann aber dagegen entschieden hatte. „Wenn er auch auf dem Feld eine Ansicht hat, das ist für mich kein Elfmeter, dann ist das okay. Aber wir haben ja mittlerweile einen Video-Schiri, der eingreifen könnte und sagen könnte – und das ist der Vorwurf der ihm gemacht wird – geh bitte und guck es dir an, du hast da vielleicht was falsch gemacht“, erklärte Hector. „Vielleicht hat er es gar nicht wahrnehmen können. Aber bei der Roten Karte Ende der ersten Halbzeit war es ja genau das gleiche.“

Jahmai Simpson-Pusey hatte Maximilian Beier an der Achillesferse getroffen, ohne Chance auf den Ball. Nach Ansicht der Videobilder entschied Siebert dann auf Rote Karte. Eine vertretbare Entscheidung, aber in der Kombo mit dem Nicht-Eingriff in der Nachspielzeit eine schwierige. In dieser Szene ließ sich Michael Trippel zu den Worten „Pfui! Widerlich“ hinreißen. Nach der Handszene folgte der nächste Kommentar. „Ich glaube schon, dass es andere Personen gibt, die sich nach dem Spiel äußern können und auch die Berechtigung dazu haben“, so Hector. „Das hat der Verein ja so auch mitgeteilt. Du merkst aber in der Diskussion, dass relativ viele Fans auf der Seite von Michel Trippel sind. Die sagen, er habe ja nur die Wahrheit gesagt“, so Hector weiter. Aber: „Hat er ja auch, sollte er trotzdem nicht“.

„Jetzt kommen die Mannschaften auf Augenhöhe“ – Doch leichter wird es für den 1. FC Köln damit nicht

Florian Kainz jubelt nach seinem Freistoßtor gegen den HSV
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„Jetzt kommen die Mannschaften auf Augenhöhe“ – Doch leichter wird es für den 1. FC Köln damit nicht

Nach dem schweren Programm in den vergangenen Wochen warten nun die Kontrahenten aus der unteren Tabellenhälfte. Vier der kommenden fünf Gegner gelten als direkte Konkurrenz. Ein Selbstläufer wird das aber nicht. Der 1. FC Köln muss jetzt Boden gut machen.

Die kommenden Wochen erwarten den FC sicherlich keine leichten Aufgaben. Denn die „Mannschaften auf Augenhöhe“ scheinen ihre Form oft gefunden zu haben. Mit einem Sieg am Samstag könnten sich die Hamburger wohl sogar schon aus dem Abstiegskampf verabschieden.

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Auch nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Folge hat man beim FC die Hoffnung auf die Wende natürlich noch nicht verloren. Sicherlich auch, weil sich die jüngsten Gegner mit Dortmund, Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim wie eine künftige Delegation des europäischen Wettbewerbs liest und Augsburg nun mal als eine der formstärksten Mannschaften in das letzte Saisondrittel gestartet ist. Und so werden die Kölner Spieler nicht müde zu betonen, dass es eben nun drauf ankomme. „Jetzt kommen die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind und wo wir die Punkte holen müssen“, sagte Marvin Schwäbe am Samstag und am Mittwoch nach der Trainingseinheit erklärte Jakub Kaminski ebenso, dass „jetzt die wichtigen Spiele“ kämen und man nun „Punkte sammeln“ müsse.

Hamburg in starker Form

Nach dem schweren Programm in den vergangenen Wochen stimmt die Aussage zumindest auf dem Papier. Tatsächlich stehen nun bis zu der Begegnung gegen Leverkusen Ende April in fünf Spielen vier Kontrahenten auf dem Programm, die man getrost als direkte Konkurrenz bezeichnen kann. Der FC spielt zu Hause gegen Gladbach und Bremen und muss gleich zwei Mal nach Hamburg. Am Samstag zu den Rothosen, am 30. Spieltag ans Millerntor. Zudem geht es auch noch nach Frankfurt zur Eintracht. Es ist in der Tat die Phase der Rückrunde, in der die Kölner wohl den meisten Boden gut machen können. Lukas Kwasniok sprach zuletzt davon, dass er sich durchaus vorstellen könne, mal eine Serie mit einigen Siegen hinzulegen. Zumindest nach den Namen wäre jetzt wohl der richtige Zeitpunkt. Und den Anfang gilt es dann gegen den HSV am Samstagabend im achten Topspiel dieser Saison hinzulegen.

Doch der Eindruck täuscht. Denn ein Selbstläufer wird wohl keine der kommenden Begegnungen. Bremen hat die letzten beiden Spiele unter dem neuen Trainer bekanntlich gewonnen, befindet sich im Aufwind. Das Derby hat ohnehin seine eigenen Gesetze. Und die beiden Nordlichter, der HSV und St. Pauli, haben aus den vergangenen fünf Spielen zehn Punkte eingesammelt, belegen in der Formtabelle die Plätze vier und fünf – punktgleich mit Borussia Dortmund. Gerade der kommende Gegner könnte eine besonders große Herausforderung bedeuten. Der HSV hat nach dem durchwachsenen Saisonauftakt die Kurve bekommen. Von den vergangenen sieben Begegnungen gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte verloren die Rothosen keins – die letzte Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten gab es im Hinspiel in Köln.

HSV kann Schritt Richtung Klassenerhalt machen

Seit dem ist viel passiert bei den Hanseaten. Und der Erfolgskurs hat sich längst auch in der Tabelle niedergeschlagen. Die Hamburger kommen mittlerweile auf 29 Punkte. Mit einem Sieg am Samstagabend dürfte sich der HSV wohl endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet haben. Der Vorsprung auf den FC betrüge dann acht Zähler. Es wäre nach dem FC Augsburg wohl das nächste Team, das man sich lange nicht vor den Kölnern hatte vorstellen können, nun aber beste Chancen auf den Klassenerhalt hat. Auch der 4:1-Erfolg aus dem Hinspiel gibt sicherlich keine Tendenz. Denn der FC profitierte in der Partie auch von der ein oder anderen VAR-Entscheidung. Damit hatten die Geißböcke in der vergangenen Woche bekanntlich kein Glück.

Da es noch zwei weitere direkte Duelle der Keller-Kinder gibt, wird es am Wochenende durchaus deutliche Veränderungen in der Tabelle geben können.


„Servus“ vom 1. FC Köln: Florian Kainz beendet im Sommer seine Karriere

Florian Kainz vom 1. FC Köln
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„Servus“ vom 1. FC Köln: Florian Kainz beendet im Sommer seine Karriere

Über seine Zukunft war natürlich spekuliert worden. Ein Abschied galt als wahrscheinlich im Umfeld des 1. FC Köln: Florian Kainz beendet im Sommer seine Karriere.

Zum Zug war er zuletzt nicht mehr gekommen, dennoch ist die Karriere beim FC für Florian Kainz eine beeindruckende. Lange war er unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger. Im Sommer sagt der Grazer „Servus“.

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Aufstieg, Abstieg, Europa – kaum ein Spieler hat beim 1. FC Köln in den vergangenen Jahren so viel erlebt, wie Florian Kainz. Nun hat der Österreicher in einem emotionalen Video sein Karriereende im kommenden Sommer bekannt gegeben. „Es war eine unglaubliche Reise. Nach 25 Jahren Fußball sage ich im Sommer ‚Servus‘. Vielen Dank für alles“, sagt der Offensivspieler. Das Video ist untermalt mit Stationen seiner Karriere, seines Fußballer-Daseins, beginnend mit Bildern aus der frühesten Jugend. Vor etwas mehr als sieben Jahren wechselte der Grazer von Werder Bremen an den Rhein. Der Offensivspieler kommt auf mehr als 200 Einsätze für die Geißböcke, erzielte für Köln 28 Tore, bereitete 48 vor. Noch in diesem Jahr erzielte Kainz gegen den Hamburger SV seinen ersten direkt verwandelten Freistoß.

Ein besonderes Geschenk

„Und eins ist klar, ich möchte meinen Weg beim FC in der Bundesliga beenden. Dafür werde ich bis zum letzten Tag alles geben – das wäre für mich das schönste Geschenk zum Abschied”, zitiert der FC seinen ehemaligen Kapitän. In dieser Spielzeit kam der ehemalige Österreicher nicht mehr so recht zum Einsatz. Noch im Sommer hatte Kainz gegenüber come-on-fc im Interview geäußert, dass er sich im Laufe der Saison seine Gedanken über die Zukunft machen werde. Die Entscheidung ist nun gefallen. Angesichts der wenigen Spielzeit schien ein Verbleib beim FC unwahrscheinlich. „Mit Kainzi habe ich selbst noch gemeinsam in der Kabine gesessen. Seitdem ist einiges an Zeit vergangen“, sagt Geschäftsführer Thomas Kessler. „In siebeneinhalb Jahren beim FC hat er unglaublich viel erlebt und ist in dieser Zeit nicht nur immer mehr zum Kölner geworden, sondern hat sich vom ersten Tag an zu hundert Prozent mit unserem Club identifiziert.“


Tatsächlich hatte der 33-Jährige nie einen Hehl daraus gemacht, sich in Köln besonders wohl zu fühlen. Die EM in seiner Wahlheimat 2024 hatte Kainz noch als einen der größten Momente seiner Karriere bezeichnet. „Seine sportlichen Leistungen sprechen für sich: über 200 Pflichtspiele, wichtige Tore und starke Auftritte in entscheidenden Momenten. Kainzi hat sich diesen Weg beim FC verdient. Umso wichtiger ist es uns, dass wir gemeinsam alles daransetzen, die Saison erfolgreich zu Ende zu bringen und ihm damit auch den Abschied zu ermöglichen, den er sich verdient hat”, so Kessler weiter. Kainz begann seine Karriere bei Sturm Graz, debütierte dort mit 17 Jahren. Es folgte 2016 der Wechsel nach Bremen und 2019 nach Köln. 28 Mal lief er für Österreich auf.