Remis trotz klarer Überlegenheit gegen den HSV- Punktgewinn oder verpasster Sieg?

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Remis trotz klarer Überlegenheit gegen den HSV- Punktgewinn oder verpasster Sieg?

Der FC nimmt beim Hamburger SV ein 1:1 mit. Doch wie gerecht ist das Ergebnis? Während HSV-Coach Merlin Polzin von einem leistungsgerechten Remis spricht, hadert FC-Trainer Lukas Kwasniok mit der Punkteteilung. 1. FC Köln: Punktgewinn oder verpasster Sieg?

Mit dem 1:1 in Hamburg haben die Kölner einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf gesammelt. Doch eigentlich wäre doch mehr drin gewesen, oder?

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Auf der Pressekonferenz nach dem zähen 1:1-Unentschieden wurde es zwischenzeitlich sogar ausgelassen. FC-Trainer Lukas Kwasniok forderte die anwesenden Medienvertreter etwa zu einem Applaus für seinen Kollegen Merlin Polzin auf. Für den HSV-Coach war das Spiel gegen die Domstädter das 50. als Cheftrainer der Rothosen. Dafür erhielt er auch die Anerkennung von Kwasniok. Neben Heiterkeit und Wertschätzung traten jedoch auch Unterschiede in der Bewertung der Partie zutage. Während Polzin von einem leistungsgerechten Unentschieden sprach, machte Kwasniok mit verzogener Mine deutlich, was er von dieser Einschätzung hielt. Aus Sicht des FC-Trainers sprach vieles für seine Mannschaft. Die Geißböcke waren in vielen Bereichen überlegen. Sie gaben doppelt so viele Torschüsse ab wie die Gastgeber, hatten mehr Ballbesitz, liefen mehr und zeigten eine höhere Intensität. Insgesamt schnürte Kwasnioks Elf ein Gesamtpaket, das den Punktgewinn für die Hamburger eher glücklich als leistungsgerecht erscheinen lässt.

Der FC beendete gegen Hamburg den „Topspiel-Fluch“

Der Punkt aus dem Duell mit dem HSV bedeutet zugleich, dass die Geißböcke im achten Anlauf erstmals in einem Topspiel am Samstagabend etwas Zählbares mitnehmen. „Für uns ist es so, dass wir am Samstagabend bislang noch nicht allzu häufig gepunktet haben. Deshalb nehmen wir den Punkt mit, auch wenn es sich insgesamt so angefühlt hat, als hätten wir einen Sieg mitnehmen können“, ordnete Kwasniok ein. Zudem steht nach der Niederlage des FC St. Pauli gegen Borussia Mönchengladbach am Freitag fest, dass der FC mit 25 Punkten in jedem Fall über dem Strich bleibt. Damit lässt sich das Unentschieden leichter verdauen. Zumal auch Kwasniok anerkennen musste, dass das Führungstor durch Hamburgs Fabio Silva eines der besonderen Sorte war. „Wir wollen aber nicht vermessen sein, vor allem, wenn der Gegner mit so einem sensationellen Tor in Führung geht. Wir mussten dann wieder hinterherlaufen, obwohl zu dem Zeitpunkt nichts auf einen Rückstand hingedeutet hatte. Jeder Punkt ist im Kampf um den Verbleib in der ersten Liga goldwert.“

Kwasniok: „Haben etwas gutzumachen“

Lange wird die Punkteteilung die Domstädter nicht verfolgen. Denn in der kommenden Woche empfangen sie Borussia Mönchengladbach zum Rheinderby in der RheinEnergieArena (Samstag, 15.30 Uhr, Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Und dann sei ein Sieg für seine Mannschaft nochmal ungleich wichtiger, meinte Kwasniok. “Fakt ist: Lieber spiele ich 1:1 in Hamburg und gewinne zu Hause gegen Gladbach, als umgekehrt. Das wird man höchstwahrscheinlich wieder als Ansage nehmen, aber das ist auch völlig in Ordnung. Wir haben etwas gutzumachen. Und wir wollen in unserem Wohnzimmer gewinnen. Damit wir die Fans und uns glücklich machen und die Ausgangssituation für die restlichen Wochen noch mal verbessern.” Am Samstag gegen Gladbach bekommt der FC die nächste Gelegenheit. Dann wollen die Kölner nicht nur überzeugen, sondern diesmal auch die drei Punkte behalten.


Der 1. FC Köln kann Ecken, Said El Mala kann Kopfballtor – „Ich war auch überrascht“

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Der 1. FC Köln kann Ecken, Said El Mala kann Kopfballtor – „Ich war auch überrascht“

Beim 1:1 in Hamburg haben die Kölner mal wieder an einer der Schwachstellen gearbeitet und das erfolgreich. Der 1. FC Köln trifft mal wieder nach einer Ecke. Zudem erzielte Said El Mala sein erstes Kopfballtor.

Die Torgefahr hielt sich bei den Kölnern nach Standards in dieser Saison in Grenzen. Vor allem bei Ecken strahlte der FC nur selten Gefahr aus. Am Samstagabend gab es mal wieder einen Treffer nach einer Hereingabe. Und das mit einem Kopfball eines Torschützen, der sonst eher durch seine Schüsse auffällt: Said El Mala.

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Nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende wurde es dann wieder zum Thema: Die Standardschwäche der Kölner. Serhou Guirassy hatte nach einer Ecke auf den zweiten Ball gelauert und die Kugel dann tatsächlich gegen die unkonzentrierte Kölner Defensive über die Linie geschoben. 15 Gegentore haben sich die Geißböcke bereits nach ruhenden Bällen gefangen – absoluter Liga-„Bestwert“. Dabei hatte der FC in der Rückrunde die Schwäche lange in den Griff bekommen, 2026 bis zum BVB-Spiel nur ein Gegentor nach einer Standardsituation kassiert. Und auch nach dem HSV-Spiel ist die Statistik für dieses Jahr bislang eine recht ordentliche – trotz des Guirassy-Treffers. Auch, weil die Kölner wenige Minuten vor Schluss Glück hatten, dass Daniel Elfadli das Tor nach einer Ecke nur ganz knapp verpasste.

„Wir haben das trainiert“

Die Standardschwäche scheint dennoch nicht mehr die größte Baustelle – zumindest in der Defensive. In der Offensive hapert es beim FC nach wie vor nach dem ruhenden Ball. Erst drei Treffer hatten die Kölner nach Standards bis zum Duell am Samstagabend erzielt, davon einen nach einer Ecke. Diese Bilanz hat der FC verdoppelt. Denn gegen die Rothosen klingelte es mal wieder nach einer Hereingabe von der Grundlinie. Die wurde von Rav van den Berg verlängert, am langen Pfosten lauerte Said El Mala und vollendete zum verdienten Ausgleich. Zuvor hatte Fabio Vieira mit einem Lupfer die Hamburger in Führung gebracht. Schon zuvor hatten die Kölner so ziemlich jegliche Variante ausprobiert. Mal die kurze Ecke, die dann mit einer eher schwachen Hereingabe verpuffte, mal eine Ecke zum, mal weg vom Tor. Die ganz große Gefahr strahlten die Geißböcke aber nicht aus.

Eben bis zum verdienten 1:1 kurz vor dem Seitenwechsel. Der Treffer bedeutete gleichzeitig aber auch zwei Premieren. Denn für den HSV war es das erste Gegentor nach einer Ecke. Die Rothosen waren noch das letzte Team, bei dem die „Null“ stand. Nun trafen die Geißböcke. „Wir hatten da eine Thematik und haben dann leider handeln müssen – auch personell“, so Kwasniok. „Es ist einfach so, dass die Überzeugung da ist, dass man sich da verbessern kann. Wir haben ein Tor gemacht nach einem Standard. Wir hatten auch acht Ecken und sind keine Kopfball-Ungeheuer.“ So traf Said El Mala zum ersten Mal im Trikot der Geißböcke mit dem Kopf ins gegnerische Tor. „Wir haben das trainiert, weil wir wussten, dass die Hamburger am zweiten Pfosten nicht so stark verteidigen“, sagte Said El Mala. „Ich hatte das Glück dahin zu laufen. Dass der Ball dann auf den Kopf fällt, umso schöner – da musste ich nicht mehr viel machen.“

Der Kölner Youngster kommt mittlerweile auf neun Tore. Als Kopfball-Ungeheuer ist der 19-Jährige wahrlich nicht bekannt. „Ich war auch ein wenig überrascht, aber ich musste nicht viel machen.“


Und wieder Ärger mit den Unparteiischen beim 1. FC Köln – „Das geht mir alles auf den Sack“

Tobias Welz zeigt Said El Mala die Gelbe Karte
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Und wieder Ärger mit den Unparteiischen beim 1. FC Köln – „Das geht mir alles auf den Sack“

Das 1:1-Unentschieden gegen den HSV hat für die Geißböcke in der Tabelle recht wenig verändert. Immerhin haben die Kölner einen wichtigen Zähler eingefahren. Doch es gab auch Unmut beim 1. FC Köln: Wieder gerät der Schiedsrichter in die Kölner Kritik.

Hier ein Rempler, der nicht gepfiffen wurde, da eine Gelbe Karte, die nicht ansatzweise an das Foulspiel heranreichte, das noch nicht einmal einen Freistoß mit sich brachte. Schiedsrichter Tobias Welz geriet gerade bei den Kölnern in die Kritik.

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Lukas Kwasniok war schon nach einer guten Viertelstunde außer sich. Wild gestikulierend redete der Trainer im Duell beim HSV auf den vierten Offiziellen, Dr. Max Burda, ein – mal wieder. Denn schon in der vergangenen Woche war der Trainer gegenüber den Unparteiischen deutlich geworden. Kein Wunder, gegen den BVB gab es gleich mehrere diskutable Situationen und VAR-Eingriffe oder Nicht-Eingriffe. Wie berichtet hatte Jahmai Simpson-Pusey nach einem Tritt an Maximilian Beier die Rote Karte gesehen. Nach Ansicht der Videobilder eine vertretbare Entscheidung. Simpson-Pusey hatte Beier in der Achillessehne erwischt, war einen Schritt zu spät gekommen. Für Aufregung sorgte dann aber ein Handspiel von Yan Couto, für das es in der Nachspielzeit keinen Elfmeter gab, obwohl es ihn wohl hätte geben müssen.

„Das Problem ist die unterschiedliche Bewertung“

Tagelang war das Handspiel noch Thema. Wohl auch, weil der FC mit einem Elfmeter möglicherweise in der Nachspielzeit noch den Ausgleich erzielt hätte. Dieses Mal ging es nicht um einen Strafstoß. Eigentlich ging es gleich um mehrere Situationen. Hier wurde Rav van den Berg mit einem Bodycheck gestört, Schiedsrichter Tobias Welz sah kein Foul, entschied sogar auf Freistoß für den Gegner, auf der anderen Seite zog ein leichter Check der Kölner ebenfalls einen Hamburger Freistoß mit sich. Luka Vušković hatte schon in den ersten Minuten nach einem Pfiff noch den Ball weggespielt, eine Verwarnung gab es nicht. Auf der anderen Seite fing sich Sebastian Sebulonsen in der Nachspielzeit für eine ähnliche Situation die Gelbe Karte ein. Eine besonders bittere, denn der Norweger fällt nun mit der fünften Verwarnung für das Derby kommende Woche aus.

„Das Problem ist ja immer die unterschiedliche Bewertung. Ich bin ein totaler Freund davon, immer Gelb zu zeigen, wenn die Jungs einfach den Ball wegspielen. Lass den Ball liegen, sonst ist es Gelb“, sagte Lukas Kwasniok. „Das Problem ist, dass es inkonsequent gehandhabt wird. Beim Seb war es so, weil er den Ball außerhalb des Feldes ein bisschen bei Seite geschoben hat.“ Eine Konsequenz nehme er nicht wahr, sagte der Trainer weiter, eine Kultur wie im Handball könne sich so nicht entwickeln. „Inkonsequenz führt dazu, dass es Diskussionen gibt.“ Eine ganz offensichtlich unterschiedliche Bewertung gab es dann noch bei einer anderen Situation, die durchaus dem Spiel einen anderen Verlauf hätte bescheren können.

„Am Ende ist es müßig“

Denn Hamburgs William Mikelbrencis war beim Versuch Kristoffer Lund den Ball abzulaufen, in die Achillessehne des Kölners gestiegen. Das Trefferbild entsprach einem doch sehr ähnlichem wie in der Vorwoche bei dem Duell Simpson-Pusey gegen Beier. Auch hier erfolgte das Foulspiel ohne Absicht, aber auch hier von hinten, ohne die Chance auf den Ball, dafür aber die Verletzung in Kauf nehmend. Genauso wie in der Vorwoche die Kölner hätten sich die Rothosen wohl nicht über einen Platzverweis beschweren können. Es wurde aber noch nicht einmal auf Foulspiel entschieden. „Das geht mir alles auf den Sack. Ich will es genauso klar ausdrücken“, sagte Kölns Trainer. „Ich will weder bei Jahmai vergangene Woche, noch diese Woche, dass es eine Rote Karte ist. Aber ich verstehe nicht, dass es so unterschiedlich gehandhabt wird.“

Tatsächlich gab es „nur“ Ecke für die Kölner, die aber für keine große Gefahr sorgte. „Nach meinen Maßstäben ist es weder bei Jahmai noch bei Mikelbrencis eine Rote Karte. Aber nach den Maßstäben, die uns mitgeteilt werden, dann ist es vergangene Woche Rot, aber dann kann ich nicht verstehen, dass es diese Woche keine Rote Karte ist.“ Auch Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler ordnete die Situation ähnlich ein. „Ich bin absolut kein Freund davon, Rote Karten zu fordern. Aber da liegt ein Spieler am Boden und bekommt den Fuß voll auf die Achillessehne“, so der ehemalige Keeper. „Ich bin mir sicher, dass es in diesem Jahr schon die ein oder andere Situation gegeben hat, wo der Schiedsrichter richtig hingeschaut hat, oder der VAR sich gemeldet hat. Am Ende ist es müßig darüber zu sprechen.“ 

Denn am Ergebnis wird das ohnehin nichts mehr ändern. Ein bitterer Beigeschmack bleibt nach dem Spiel dennoch.


„Da kannst du dir nichts für kaufen“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV

Lukas Kwasniok von 1. FC Köln beim Auswärtsspiel in Hamburg
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„Da kannst du dir nichts für kaufen“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV

Am Samstagabend war der FC zu Gast im Hamburger Volksparkstadion. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Said El Mala und Lukas Kwasniok: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV.

Der Top-Spiel-Fluch ist gebrochen. Denn der FC holte am Samstagabend gegen den HSV einen Punkt beim 1:1-Unentschieden.

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„Wir haben das trainiert„

Said El Mala ist nun wertvollster Kölner Spieler der Vereinsgeschichte

Said El Mala

“Der Punkt ist extrem wichtig. Auch, wenn man hier sicherlich drei Punkte mitnehmen kann. Auf den Punkt können wir auf jeden Fall aufbauen. Wir waren heute im letzten Drittel nicht so gefährlich. Wir waren vielleicht auch ein bisschen unsauber. Wir haben aber dennoch ein recht gutes Auswärtsspiel gemacht.


Zu Vieira: Er macht das überragend. Mit einem Ballkontakt das ist schon weltklasse. Der direkte Ausgleich vor der Halbzeit war extrem wichtig. Wie wir aus der Halbzeit gekommen sind, war auch gut. Wir haben ihnen eigentlich keine Chance gelassen. Dann ärgert man sich schon, dass man nicht drei Punkte mitnimmt.“


„Wir haben das trainiert, weil wir wussten, dass die Hamburger am zweiten Pfosten nicht so stark verteidigen. Ich hatte das Glück, dahin zu laufen. Dass der Ball dann auf den Kopf fällt, umso schöner – da musste ich nicht mehr viel machen. Ich war auch ein wenig überrascht, aber ich musste nicht viel machen.
Dass, was wir heute geleistet haben, können wir ins Derby mitnehmen. Wir wissen, was auf uns zukommt. Wir haben ein Heimspiel. Mit den Fans im Rücken wollen wir auch wieder alles geben und hoffentlich alle drei Punkte holen.“


„Ich kann nur ein großes Lob aussprechen„

Marvin Schwäbe im Testspiel gegen Bergisch Gladbach

Marvin Schwäbe

„Ich glaube, es war sehr hart umkämpft. Wir haben den Kampf angenommen. Man sieht trotzdem, dass wir unsere Leistung abrufen, nach vorne marschieren, dass wir alles geben und dass wir nach einem Rückstand auch wieder zurückkommen.
Das überrascht in dem Moment, weil er es auch einfach gut macht. Diesen Heber macht er richtig gut mit seinem linken Fuß. Das muss man dann neidlos anerkennen.“


„Ich kann nur ein großes Lob aussprechen, was die heute wegverteidigt haben, war absolut sehenswert. Die Hamburger waren definitiv nicht ungefährlich und doch wir haben es einfach aussehen lassen, wie wir es verteidigt haben.
Jeder Punkt ist im Abstiegskampf wichtig. Wir haben jetzt gegen Hamburg vier Punkte eingefahren, das ist nicht verkehrt.“


„Es freut mich, dass er wieder ein Tor gemacht hat„

Thomas Kessler beim Spiel des 1. FC Köln

Thomas Kessler

„Ich glaube wir hätten heute schon drei Punkte holen können. Wenn du natürlich mit der einzigen Chance, die der HSV hat, vielleicht mit Ausnahme jetzt kurz vor Schluss nochmal, ein Gegentor bekommst, dann ist es gut, dass wir in der ersten Halbzeit noch so reagiert haben. Das ist schon ein Nackenschlag für die Mannschaft. Ich finde, dass wir das in der ersten Halbzeit schon gut gemacht haben. In der zweiten Halbzeit waren wir dann zu wenig zwingend in den Situationen, wo wir dann auch mal Ballgewinne hatten. Dann musst du mit dem Punkt heute hier zufrieden sein.“

Zur Frage, ob die Position von Schwäbe beim Gegentor unglücklich war: “Von der Tribüne aus würde ich jetzt klar nein sagen, ich habe es aber auch noch nicht im Fernsehen gesehen. Ich glaube, wir einigen uns darauf, nicht bei jeder Situation, die in der Bundesliga passiert immer einem die Schuld zu geben. Vielleicht sagen wir einfach, dass es ein schönes Tor war.“

Zu El Mala: “Wenn man einen guten Fußballer in Köln hat, dann wird über den auch gesprochen. Es freut mich, dass er wieder ein Tor gemacht hat. Sehr untypisch für ihn, dass er es mit dem Kopf getan hat, aber ich glaube, das wird dem Jungen sicherlich gut tun, dass er in der Bundesliga auch mal wieder ein Tor gemacht hat.“

Zur Chance, dass El Mala von Nagelsmann für die Länderspiele eingeladen wird: “Das wird jetzt nicht unser Thema sein. Er hat sich sehr klar dazu geäußert, ich habe mit ihm auch darüber gesprochen. Er arbeitet jeden Tag sehr hart dafür, sich zu verbessern. Wir haben gute Spieler in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Wenn Julian Nagelsmann auf die Idee kommt, ihn einzuladen, dann wird er sich freuen und wenn nicht, dann wird er weiter Gas geben, arbeiten und für uns wichtige Tore schießen. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis er mal wieder dabei ist.“

Zur Foul-Situation an Lund: „Ich bin absolut kein Freund davon, Rote Karten zu fordern. Aber da liegt ein Spieler am Boden und bekommt den Fuß voll auf die Achillessehne. Ich bin mir sicher, dass es in diesem Jahr schon die ein oder andere Situation gegeben hat, wo der Schiedsrichter richtig hingeschaut hat, oder der VAR sich gemeldet hat. Am Ende ist es müßig darüber zu sprechen. Im Gesamten hat der Schiedsrichter heute eine vernünftige Leistung gezeigt. Aber in dieser Situation auf Eckball zu entschieden, war sicherlich die falsche Entscheidung.“


„Der Fluch ist besiegt“

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln

Lukas Kwasniok

“Es fühlt sich irgendwie komisch an. Wir haben in der ersten Halbzeit eine Aktion zugelassen. Das macht Fabio Vieira natürlich dann auch überragend mit dem Lupfer. Es ist kein Spektakel gewesen, das war aber auch nicht zu erwarten, wenn der HSV gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga spielt. Zwei Aufsteiger, es geht um viel. Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft gewesen sind. Da kannst du dir nichts für kaufen, das ist schon klar. Aber es ist immer so ein Gefühl, dass es immer weitergeht und der Groschen wird dann irgendwann auch komplett fallen. Heute war das noch nicht der Fall. Wir können mit dem Punkt leben. Der Fluch ist besiegt.“

Zu Gegentor: „Vieira mach das sensationell. XG-Wert ist bei 0,04 gewesen, also vier von hundert. So viele, die das können, findet man in der Bundesliga nicht. In dem Moment glaubst du, du bist im falschen Film. Woche für Woche das Gleiche. Machen wir uns nichts vor, das wäre typisch gewesen, wenn dann hier in der 95. das 2:1 aus dem Nichts heraus fällt. Da haben wir Glück gehabt.“

Zur letzten Torchance von Eric Martel: „Als der Ball gekommen ist, haben wir schon gesehen, dass Eric da rankommt. Der Verteidiger arbeitet dann noch gut in den Mann rein und lässt ihn nicht komplett frei köpfen.“

Rav van den Berg entwickelt sich zunehmend zur festen Größe

Rav van den Berg im Spiel gegen den BVB
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Rav van den Berg entwickelt sich zunehmend zur festen Größe

Der Beginn des Jahres verlief zunächst noch schleppend, doch die Formkurve zeigt zuletzt steil nach oben beim 1. FC Köln: Rav van den Berg wird bei den Geißböcken zunehmend zum Leistungsträger.

So richtig rund lief die Saison für Rav van den Berg nicht. Zu Beginn verletzt, zum Jahresauftakt gesperrt, zwischendurch im Formtief, nur Bankdrücker. Zuletzt stand der Niederländer aber drei Mal in Folge in der Startelf und wird wohl auch gegen Hamburg beginnen.

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Lukas Kwasniok war nach dem Duell gegen Borussia Dortmund zwar sichtbar angefressen, ob des nicht gegebenen Elfmeters, der Trainer fand aber dennoch lobende Worte. Unter anderem für Rav van den Berg. Dem Innenverteidiger bescheinigte der Kölner Coach die wohl beste Leistung bisher im Trikot der Geißböcke. Dem Niederländer unterliefen gegen die starke Dortmunder Offensive nicht die ganz großen Patzer, obwohl van den Berg beim ersten Gegentor vielleicht nicht hellwach war. Der 21-Jährige gewann etwas mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe, brachte aber im Spielaufbau mehr als 94 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler – der Bestwert der Köln.

„Ich wollte abliefern und das Vertrauen rechtfertigen“

Ordentliche Werte, das Lob vom Trainer und auch der Spieler selbst war zufrieden. „Ich war das ganze Spiel lang hellwach. Das versucht man selbstverständlich, in jedem Spiel zu sein, aber es hat sich am Samstag einfach sehr gut angefühlt“, erklärte van den Berg nun im FC-Interview bei fc.de. „Dieses Gefühl kennt jeder Fußballer, wenn einfach jede Bewegung passt.“ Doch die Bewegung hat bei van den Berg in dieser Spielzeit bekanntlich nicht immer gepasst. Gerade der Anfang der Saison war schwer. Auch, aufgrund seiner Verletzung. Dabei war der Niederländer mit hohen Erwartungen aus England zum FC gewechselt. Immerhin hatten die Geißböcke noch nie zuvor mehr für einen Innenverteidiger ausgegeben.

Doch auch nach seiner Genesung stotterte der Motor noch, seit drei Spielen gehört der Niederländer nun zum Stamm. „Am Anfang der Saison habe ich mir darüber schon Gedanken gemacht. Ich wollte abliefern und das Vertrauen rechtfertigen. Lukas Kwasniok und Thomas Kessler konnten mir den Druck ein Stück weit nehmen, sodass ich in den letzten Wochen zeigen konnte, auf welchem Level ich spielen kann. Jetzt liegt es an mir, mich weiter zu verbessern“, sagt van den Berg. Aktuell profitiert der 21-Jährige natürlich auch von den Verletzungen seiner Mitspieler und der Sperre von Jahmai Simpson-Pusey. Und da Lukas Kwasniok am Donnerstag ankündigte, im Vergleich zum Dortmund-Spiel gar nicht so viel verändern zu wollen, wird der Niederländer wohl auch gegen den Hamburger SV auflaufen.

„Es wird ein anderes Spiel“

Erneut eine schwere Aufgabe, wenn auch eine ganz andere. „Es wird ein anderes Spiel als gegen den BVB. Beide Teams stehen unter Druck, deswegen wird wahrscheinlich weniger Fußball gespielt werden. Ich erwarte mehr lange Bälle und ein nervöseres Spiel“, sagt van den Berg. „Wir haben schon gezeigt, dass wir diese Art von Matches gewinnen können und wollen das auch am Samstag tun.“ Dabei liegt der letzte Sieg schon eine Zeit zurück. Aus den vergangenen fünf Spielen gab es gerade einmal einen Zähler. Das soll sich nun ändern. „In der Bundesliga wird jeder Fehler bestraft. Gerade bringen uns diese kleinen unkonzentrierten Momente um die Punkte“, sagt der 21-Jährige. „Wenn wir diese Fehler abstellen und weiter positiv bleiben, werden wir auch wieder mehr Siege feiern.“ Am liebsten schon gegen den HSV.


Hamburg weist eine Schwäche auf, die dem 1. FC Köln gerade recht kommt

Luka Vušković verfehlt bei einem Standard das Leverkusener Tor
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Hamburg weist eine Schwäche auf, die dem 1. FC Köln gerade recht kommt

Lange sah die Kölner Defensive bei gegnerischen Standards wieder stabilisiert aus. Doch gegen den BVB gab es den nächsten Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Ein Aspekt macht am Samstag aber Hoffnung für den 1. FC Köln: Der HSV strahlt bei Standards keine große Gefahr aus.

Wie ein roter Faden hat sich die Standardschwäche der Kölner durch die Hinrunde gezogen. Auch deswegen wurden bereits personelle Entscheidungen bei den Geißböcken im Trainerteam getroffen. Hannes Dold wurde von seinen Aufgaben als Standardtrainer entbunden. Zuletzt waren die Kölner auch stabilisiert, bis gegen Dortmund Serhou Guirassy zuschlug. Immerhin droht vom HSV bislang nicht die ganz große Gefahr.

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Die Bilanz ist schon ein wenig kurios: In der Hinrunde kassierten die Kölner mit Abstand die meisten Gegentreffer nach Standards. 13 Mal musste Marvin Schwäbe in Folge eines ruhenden Balls hinter sich greifen. Im Jahr 2026 stand bis zum Dortmund-Duell nur ein Gegentor nach einer Standardsituation auf dem Kölner Konto – Liga-Bestwert. Gegen den BVB zeigte der FC aber einmal mehr seine Unkonzentriertheit in der Hintermannschaft. Nach einem Eckball, dem schon ein unnötiger Fehlpass von Isak Johannesson vorausgegangen war, stand Serhou Guirassy beim zweiten Ball völlig blank vor Torhüter Marvin Schwäbe und schob ein. Die Westfalen hatten bis zu diesem Zeitpunkt recht wenig Gefahr ausgestrahlt und befanden sich damit bereits nach 15 Minuten auf dem Erfolgskurs.

Wenige Hereingaben, wenige Tore

Abgestellt ist die Schwäche bei Standards demnach noch nicht. Insofern kommt der Hamburger SV den Kölnern möglicherweise – zumindest in dieser Hinsicht – gerade recht. Denn die Rothosen sind in dieser Saison ähnlich wie der FC alles andere als Spezialisten mit dem ruhenden Ball. Der HSV kommt zwar auf sieben Tore durch Standardsituationen, darunter aber immerhin drei verwandelte Elfmeter. Nach Ecken waren die Nordlichter erst einmal erfolgreich – genauso oft wie der FC. Die beiden Aufsteiger sind in dieser Bilanz die schlechtesten Teams der Liga. Tatsächlich scheinen Flanken bei einem ruhenden Ball auch kein taktisches Mittel von Merlin Polzin zu sein. Der HSV hat in dieser Spielzeit erst 85 Hereingaben nach einem Standard gebracht – kein Team weniger, der FC immerhin rund 30 mehr.

Vielleicht auch, weil die Hanseaten recht wenig Gefahr bei Kopfbällen ausstrahlen. So erzielten die Rothosen bislang drei Treffer und damit halb so viele wie die Kölner. Zwar strahlt der Mitaufsteiger so wenig Gefahr in der Offensive aus, in der Defensive stehen die Rothosen bei Standards aber umso sicherer. Erst sechs Gegentore musste Hamburg so hinnehmen, beim FC sind es mittlerweile 15. Lukas Kwasniok und die Köln Fans würden sich freuen, wenn am Samstag nicht das nächste dazu kommt.


Fabio Vieira – Hamburg hat das spielerische Element, das der 1. FC Köln zurzeit braucht

Fabio Vieira vom Hamburger SV (Foto Stuart Franklin / Getty Images)
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Fabio Vieira – Hamburg hat das spielerische Element, das der 1. FC Köln zurzeit braucht

Gerade gegen die Teams auf Augenhöhe hatten die Kölner mitunter ihre Probleme. Auch, weil im Spiel mit dem Ball oft die Ideen, die Kreativität fehlt. Einen Spieler mit dieser Qualität gibt es derweil beim kommenden Gegner. Der 1. FC Köln braucht in der aktuellen Verfassung einen Spieler wie Fabio Vieira.

Im Hinspiel sah er die Gelb-Rote Karte und erwies seiner Mannschaft bei der 1:4-Pleite einen Bärendienst. Nun hofft der HSV, dass Fabio Vieira den Unterschied in die andere Richtung macht. Beim FC hätte man aktuell wohl gerne einen Spieler, mit diesen Qualitäten.

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Für einen Augenblick dürften sich Sorgenfalten auf der Stirn von Merlin Polzin sowie zahlreichen HSV-Fans ausgebreitet haben. Doch der Hamburger Trainer gab auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen die Geißböcke Entwarnung. Fabio Vieira hatte sich am Mittwoch verletzt, wird aber wohl gegen Köln spielen können. Für den HSV ein entscheidender Faktor, denn der vom Tabellenführer der Premier League, dem FC Arsenal, ausgeliehene Mittelfeldakteur ist bei den Rothosen ein absoluter Unterschiedsspieler. Die Leihe im Sommer wurde von nicht wenigen Experten als Transfer-Coup bis hin zum Geniestreich beschrieben. Tatsächlich brauchte der Portugiese aber eine Zeit lang, um bei den Hanseaten in Form zu kommen. „Er ist ein außergewöhnlicher Fußballer, der uns sehr hilft. Sein linker Fuß ist exzellent. Wir sind froh über jeden Tag, den er da ist. Es ist einfach ein fantastischer Spieler für uns“, sagte HSV-Sportdirektor Claus Costa vor einigen Wochen. 

HSV will Vieira behalten

Ein Akteur, der eben den Unterschied machen kann in einem Duell, bei dem es für beide Mannschaften um wichtige Punkte geht. Im Hinspiel avancierte der 25-Jährige im Kölner Stadion auch zum Unterschiedsspieler: Allerdings hat sich Coach Polzin seine Rolle damals wohl anders vorgestellt. Denn der ehemalige U21 Nationalspieler Portugals sah gegen die Geißböcke in Müngersdorf nach einer aus Hamburger Sicht „Kontaktaufnahme“ mit Schiedsrichter Daniel Schlager in der 83. Minute die Gelb-Rote Karte. „Fabio fragt, warum Schwäbe sich Zeit lassen kann. Dafür kriegt er Gelb-Rot. Ich muss aufpassen, was ich sage, da ich emotional bin“, sagte Polzin nach der Partie bei DAZN. Eine Entscheidung, die wohl auch ihren Anteil am Endergebnis hatte. Die Kölner setzten sich 4:1 durch.

Mittlerweile ist Vieira so in Form, dass die Hamburger den Spieler eigentlich unbedingt behalten wollen. Eigentlich, weil die Rothosen dafür eine Ablöse in Höhe von 20 Millionen Euro berappen müssten. Doch der Wunsch kommt nicht von ungefähr. Vieira hat in dieser Saison schon vier Tore erzielt, vier weitere vorbereitet. Mich acht Punkten ist der Portugiese damit der absolute Topscorer beim HSV. Zudem gab der 25-Jährige neben Ransford-Yeboah Königsdörffer die meisten Torschüsse der Hamburger ab, kommt auf den zweithöchsten xGoals-Wert der Rothosen und weist eine höhe Effizienz vorm Tor auf. Die Qualität ist unbestritten. Vieira bringt ein spielerisches Element mit, das beim HSV lange unentfaltet blieb, weil der Portugiese nicht so richtig in das Hamburger System passen wollte.

Der FC wird Vieira aus dem Spiel nehmen müssen

Als klassischer Zentrumsspieler, meist hinter den Spitzen, aber auch schon mal auf der Acht, musste Vieira einige Male auf den Flügel ausweichen, blieb dort hinter seinen Möglichkeiten. „Ich bin da, um zwischen den Linien die letzte Entscheidung zu treffen. Ich kann den letzten Pass spielen und selbst abschließen“, sagte der Spieler selbst im Interview mit bundesliga.de. Beim FC sucht man nach spielerischer Qualität der Marke Vieira. Luca Waldschmidt fehlt beispielsweise die nötige Konstanz, Isak Johannesson sucht nach seiner Form oder Jakub Kaminski ist eigentlich auf der Schiene zu Hause, wird dort aber auch (zu oft) in der Defensive eingesetzt. Dabei sind die Kölner durchaus gefährlich, kommen auf starke 34 Tore in dieser Spielzeit. Doch gerade in den Partien, in denen der FC den Ball hat, das Spiel machen muss, fehlt die Kreativität – so wie gegen den FC Augsburg, aber auch gegen Bremen oder Union Berlin.

Beim FC sucht man zurzeit das spielerische Element, das eine kompakte Defensive, die Lukas Kwasniok auch in Hamburg erwartet, aushebeln könnte. Am Samstagabend wird es für die Kölner nicht nur darum gehen, diesen Unterschiedsspieler zu finden, vor allem den der Hamburger aus dem Spiel zu nehmen.


Startelfgarantie für Abwehrmann und wenig Änderungen: So könnte der 1. FC Köln beim Hamburger SV spielen

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Startelfgarantie für Abwehrmann und wenig Änderungen: So könnte der 1. FC Köln beim Hamburger SV spielen

Mit dem Spiel beim Hamburger SV steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok das nächste Spiel an einem Samstagabend vor der Tür. Wer im Topspiel im Volkspark von Beginn an auf dem Platz steht, ist aber noch offen. So könnte der 1. FC Köln beim Hamburger SV spielen.

So richtig hat sich die Personalsituation beim 1. FC Köln unter der Woche nicht entspannt. Zwar ist mit Sebastian Sebulonsen wieder ein Abwehrspieler dabei, dafür fehlt Jahmai Simpson-Pusey gesperrt. Lukas Kwasniok muss also wieder umbauen.

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Der 1. FC Köln muss gegen Hamburg weiterhin auf die Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers sowie auf Jan Thielmann, Denis Huseinbasic und Joel Schmied verzichten. Auch Alessio Castro-Montes fehlt weiterhin. Überdies steht Jahmai Simpson-Pusey den Kölnern aufgrund seines gegen den BVB erhaltenen Platzverweises nicht zur Verfügung. Der Engländer verpasst durch seine Sperre nicht nur die Partie beim HSV, sondern auch das darauffolgende Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Allerdings kann der FC in Hamburg wieder auf Sebastian Sebulonsen zurückgreifen, der die vergangenen beiden Partien aufgrund einer Muskelverletzung verpasste. Dass der Norweger jedoch bereits eine Option für die Startelf darstellt, ist wohl eher auszuschließen. Lukas Kwasniok kündigte auf der Pressekonferenz an, nicht viele Wechsel an seiner Aufstellung vorzunehmen. 

Wenige Veränderungen in der Startelf

Zwischen den Pfosten wird Marvin Schwäbe beginnen. Vor dem Schlussmann muss der FC Simpson-Pusey ersetzen. Wer die Lücke des Engländers füllt, steht bereits schon fest. „Cenk Özkacar wird spielen“, so Kwasniok. Damit werden Kristoffer Lund links und Cenk Özkacar sowie Rav van den Berg drei der vier Positionen in der Abwehr bekleiden. Auf der rechten Seite könnte wohl wieder Tom Krauß als Verteidiger aushelfen.

Im zentralen Mittelfeld dürfte dann wieder Eric Martel starten. Neben dem ehemaligen Leipziger gibt es verschiedene Varianten. So sind Isak Johannesson oder Jakub Kamiński Optionen. In der offensiven Dreierreihe hat Said El Mala seinen Platz auf der linken Außenbahn sicher. Hinter der Spitze dürfte erneut Jakub Kaminski spielen, sofern der Pole, der beim FC schon so gut wie jede Position besetzte, nicht ein Stück nach hinten gezogen wird. Rechts wird wohl die Entscheidung zwischen Linton Maina und Youssoupha Niang fallen. Aufgrund der höheren Erfahrung sowie des leicht besseren Tempos könnte Maina hier die Nase vorn haben. Spielt Kaminski allerdings neben Martel, könnten sowohl Maina als auch Niang von Beginn an auf dem Feld stehen. Auf der verbliebenen Position in der Sturmspitze wird es keine Überraschung geben. So wird wie bereits in den vergangenen Wochen Ragnar Ache als Mittelstürmer agieren und versuchen, mit Treffern für ein positives Resultat zu sorgen. 

So könnte der FC gegen den Hamburger SV beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Tom Krauß überzeugt zunehmend

Tom Krauß

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Lukas Kwasniok gibt Rav van den Berg Anweisungen

Rav van den Berg

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln

Kristoffer Lund

Wie geht es weiter mit Eric Martel beim 1. FC Köln?

Eric Martel

Isak Johannesson vom 1. FC Köln im Duell gegen den FC Augsburg

Isak Johannesson

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Linton Maina traf gegen die Bayern

Linton Maina

Ragnar Ache vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin

Ragnar Ache

Jakub Kaminski jubelt nach einem Tor

Jakub Kaminski



Vom FC über England zum HSV: Damion Downs erwartet ein „besonderes Spiel“ und will endlich wieder treffen

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Vom FC über England zum HSV: Damion Downs erwartet ein „besonderes Spiel“ und will endlich wieder treffen

Im Kellerduell zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV steht viel auf dem Spiel. Im Fokus: Ex-Kölner Damion Downs, der beim HSV noch auf seinen ersten Scorerpunkt wartet, aber dennoch das Vertrauen von Trainer Merlin Polzin genießt. Nun geht es gegen seinen Ex-Club, den 1. FC Köln: Wiedersehen mit Damion Downs.

Am Samstagabend steht automatisch ein Ex-Kölner im Fokus: Damion Downs. Bislang will es noch nicht rundlaufen für den Angreifer. Das soll sich ausgerechnet gegen den Ex-Club ändern.

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Das Spiel am Samstagabend zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV hat alles, was es braucht, um als Schicksalsspiel zu gelten. Denn da treffen nicht nur zwei absolute Traditionsclubs vor altehrwürdiger Kulisse bei Flutlicht aufeinander, beide befinden sich auch noch in Schlagdistanz zu den Abstiegsrängen. Bei den Rothosen von Merlin Polzin schrillen die Alarmglocken dank des Aufwärtstrends der Hamburger zuletzt etwas leiser als bei den Gästen. Die wiederum nur noch die bessere Tordifferenz vom Relegationsplatz trennt. Und inmitten dieser Gemengelage kommt es zum Wiedersehen mit Damion Downs, der seit dem vergangenen Winter in der Hansestadt weilt.

Trotz fehlender Scorer: HSV-Coach Polzin setzt auf Downs

Seit seiner Rückkehr in die Bundesliga aus dem südenglischen Southampton wartet der 21-Jährige noch auf seinen ersten Scorerpunkt, genießt aber dennoch das Vertrauen seines Trainers. Zumindest wenn er fit ist erhielt er häufig den Vorzug im Hamburger Sturmzentrum. Der HSV-Kader mangelt nicht an Alternativen auf der Downs-Position. Gerade deshalb wirft die Entscheidung gegen Königsdörffer Fragen auf. Der Angreifer gehört zusammen mit Shootingstar Luka Vušković und der Leihgabe Fábio Vieira von Arsenal FC zu den produktivsten Offensivspielern der Hamburger in dieser Saison.

Downs‘ Qualitäten lassen sich aber eben nicht in Toren quantifizieren, meint zumindest sein Trainer Merlin Polzin. Der Hamburger Coach messe seinen Schützling nicht ausschließlich nach der Anzahl an der Torbeteiligungen. Der Deutsch-Amerikaner bringe in seiner Offensive anderweitig viel auf den Rasen. „Wir bewerten den Spieler nicht nur daran, wie oft du im Ballbesitz Lösungen findest, sondern auch daran, was in den Minuten passiert, in denen du den Ball nicht hast. Und das sind meistens deutlich mehr als andersherum. Und das macht er einfach extrem gut, weil er das Pressing steuern und auslösen kann und für die Mitspieler Räume freizieht. Trotzdem ist es mir wichtig, noch einmal zu betonen, dass es weniger eine Entscheidung von mir oder von uns für den einen und gegen den anderen ist, sondern eine Entscheidung für die Mannschaft und dafür, wie wir erfolgreich sein können.“

Verpflichtet als Strafraumstürmer

Allerdings blendet diese Argumentation einen wichtigen Punkt aus. Der HSV hatte Downs ursprünglich auch deshalb verpflichtet, weil im Kader ein klassischer Mittelstürmer fehlte, der im Strafraum für Gefahr sorgt. Downs Abschlussverhalten in seiner letzten Saison beim FC schien den Kaderplanern des HSV attraktiv. Denn der Offensivspieler erzielte neun seiner zehn Saisontore in der Zweitligasaison 2024/2025 von innerhalb des Strafraums. Diese Qualität ist dem 1,90 m großen Stürmer in dieser Saison allerdings abgegangen. Seit seinem Wechsel aus der 2. Bundesliga zur Championship als absoluter Wunschtransfer des ehemaligen Southampton-Coachs Will Still kam er für die „Saints“ nur auf eine Vorlage- bisher bekanntlich Downs´ einziger Scorer wettbewerbsübergreifend. In England gingen Presse und Anhänger hart ins Gericht mit dem glücklosen Goalgetter, der den Tapetenwechsel von England nach Hamburg dankend annahm.

Damion Downs: „Ich bin kein fertiges Produkt“

Im Interview mit come-on-fc.com blickte Downs auf seine Zeit in England zurück: „Man merkt in vielen Situationen, dass es in England einfach viel physischer zugeht. Man geht vielleicht mit ein, zwei blauen Flecken mehr nach Hause. Du hast nach dem Spiel dann auch mal ein paar Schmerzen mehr.“ Von den ausbleibenden Scorerpunkten lässt sich der 21-Jährige dennoch nicht aus der Ruhe bringen: „Ich bin ein junger Spieler, der sich weiterentwickeln muss. Ich bin kein fertiges Produkt, wie man im Fußball sagt. Dementsprechend nehme ich jeden Tag so, dass ich mich bestmöglich weiterentwickeln kann.“ Die nächste Gelegenheit dazu könnte ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Club kommen.

Im „besonderen Spiel“ mit Köln steht für den HSV nicht nur ein wichtiger Schritt im Abstiegskampf auf dem Spiel. Gleichzeitig bietet sich für Downs die Chance, seine Torflaute auf der größten Bühne des Wochenendes (Samstag, 18:30 Uhr, abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) zu beenden. Und genau das hat er angekündigt. Downs will treffen und gewinnen. Immerhin: Dann wolle der Spieler nicht jubeln, sagte Downs.


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Drei Rückkehrer trainieren individuell – Das ist der Kader für Hamburg

Die Spieler des 1. FC Köln um Florian Kainz auf dem Weg nach Hamburg
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Drei Rückkehrer trainieren individuell – Das ist der Kader für Hamburg

Mit der Begegnung gegen den Hamburger SV steht für den FC das achte Topspiel der Saison an. Und nun sollen die ersten Punkte her. Während gleich mehrere Rückkehrer individuell trainierten, machte sich das Team auf den Weg zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln: Das ist der Kader für Hamburg.

Nach fünf sieglosen Spielen in Serie wollen und müssen die Geißböcke am Samstagabend endlich wieder punkten. Für den FC geht es dazu nach Hamburg. Doch der HSV befindet sich aktuell in recht guter Verfassung. Es wird also nicht leicht für den FC.

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Für den FC geht es nun zum schweren Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV. Am frühen Nachmittag brach die Mannschaft um Trainer Lukas Kwasniok nach der Abschlusseinheit auf. Große Überraschungen gibt es im Kader nicht. Vor allem, weil sich dieser aufgrund der zahlreichen Verletzungen im Grunde von selbst aufstellt. Unter anderem sind die Youngster Youssoupha Niang und Cenny Neumann mit von der Partie. Auch Florian Kainz stieg nach seiner Ankündigung, die Karriere im Sommer beenden zu wollen in den Bus. Kwasniok hatte am Donnerstag erklärt, dass ihn das Aus nicht überrascht habe, er sich aber noch einen besonderen Moment vorstellen könne. „Vielleicht zirkelt er noch einen rein“, sagte der Coach. Möglicherweise in Anlehnung an das Traumtor aus dem Hinspiel gegen Hamburg.

Individuelle Einheit

Fynn Schenten wurde dieses Mal nicht berücksichtigt. Derweil absolvierten gleich mehrere Spieler, die zuletzt ausgefallen waren, parallel zur Abfahrt individuelle Einheiten. So waren Joel Schmied, Jan Thielmann und Denis Huseinbasic auf dem Platz am Geißbockheim unterwegs. Schmied und Thielmann plagen muskuläre Probleme, Huseinbasic hat Schwierigkeiten mit der Hüfte. Der FC ist von argen Verletzungspech verfolgt. Zurzeit fallen gleich zahlreiche Spieler aus. Zudem steht auch Jahmai Simpson-Pusey dem FC nicht zur Verfügung. Der Abwehrspieler sitzt seine Rotsperre ab.

Laufeinheit am Freitag: Joel Schmied und Denis Huseinbasic sind wieder auf dem Platz
Laufeinheit am Freitag: Joel Schmied und Denis Huseinbasic sind wieder auf dem Platz

Diese Spieler sind am Samstag mit von der Partie

Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler
Abwehr: Sebastian Sebulonsen, Cenk Özkacar, Rav van den Berg, Kristoffer Lund, Dominique Heintz, Cenny Neumann
Mittelfeld: Felipe Chávet, Isak Johannesson, Tom Krauß, Eric Martel, Said El Mala, Jakub Kaminski, Linton Maina
Sturm: Ragnar Ache, Marius Bülter, Luca Waldschmidt, Fynn Schenten, Youssoupha Niang

Verletzt, gesperrt oder nicht berücksichtigt: Luca Kilian, Timo Hübers, Jahmai Simpson-Pusey, Joel Schmied, Denis Huseinbasic, Jan Thielmann, Alessio Castro-Montes, Fynn Schenten