Plakat beim 1. FC Köln: Thomas Kessler äußert sich erstmals nach dem Kwasni-Yok-Banner

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Plakat beim 1. FC Köln: Thomas Kessler äußert sich erstmals nach dem Kwasni-Yok-Banner

Beim 2:2-Unentschieden der Geißböcke in Heidenheim hatte ein Banner für Aufsehen gesorgt. Anschließend machten Spekulationen und Gerüchte die Runde rund um den Trainer des 1. FC Köln: Thomas Kessler äußert sich nun erstmals zum Banner.

Das Remis gegen Heidenheim geriet fast schon zur Nebensache, im Fokus stand eine Aktion der aktiven Fanszene des 1. FC Köln: Thomas Kessler äußert sich nun erstmals in einem Video von RTL zum Banner der Kölner Ultras.

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Eigentlich steht der FC vor dem wohl entspanntesten Spiel der Saison – immerhin ist die Erwartungshaltung nicht die allergrößte in Begegnungen gegen den FC Bayern München. Und doch ist die Lage rund um das Geißbockheim massiv angespannt. Nach dem 2:2-Unentschieden sorgte ein Banner der Ultras für besonders viel Gesprächsstoff. Auf diesem stand „Kwasni Yok“ – eine Anspielung auf das türkische Wort „Yok“ (ugs. „nein“ oder „nicht“) und damit eine öffentliche Ablehnung gegen den Trainer. Die Spekulationen gingen viral, in den Sozialen Medien gab es über die Ursache der Aktion die wildesten Gerüchte. Ein offizielles Statement von Vereinsseite gab es bislang nicht. Doch nun hat sich Sportdirektor Thomas Kessler gegenüber RTL geäußert.

„Da sind wir stolz drauf“

„Wir haben mit dem Verein und gerade mit dem Vorstand den direkten Kontakt zu unserer aktiven Fanszene gesucht, um auch zu hinterfragen: Woher kommen denn die Ängste oder auch der Fingerzeig jetzt aus der Kurve, zu sagen: Ihr müsst schon ein bisschen aufpassen“, sagte Kessler. „Das ist sehr wichtig und da sind wir auch sehr stolz drauf: Wir wissen, wir sind ein großer Traditionsverein, wir haben viele Mitglieder und eine sehr große Fanszene, die uns überall bei Wind und Wetter bis hin nach Heidenheim begleitet. Da ist es wichtig, dass wir da in den Dialog gehen. Das haben wir getan und sehr konstruktiv miteinander gesprochen.“ Man habe sehr konstruktiv miteinander gesprochen. Nun wolle man aber den Fokus wieder auf das sportliche richten, erklärte Kessler.

Zu den genauen Inhalten des Gesprächs äußerte sich der 39-Jährige erwartungsgemäß nicht. „Wir reden über einen Dialog mit unseren Fans und Mitgliedern und der ist sehr vertrauensvoll“, so Kessler. „Wir haben über Themen gesprochen, die wir auf den Tisch gebracht haben, die wir aber auch intern halten wollen. Das ist die Kultur des 1. FC Köln.“ Tatsächlich soll es bei der Bekundung der aktiven Fanszene nicht um die sportliche Talfahrt der Geißböcke, vielmehr um ein gewisses Verhalten auch abseits des Platzes gegangen sein. In den vergangenen Tagen soll der Dialog mit den Fans erfolgt sein.

Trotz des Negativtrends stärkte Kessler seinem Coach aber den Rücken. „Wir sind sehr froh, dass wir Lukas als unseren Trainer haben. Wir brauchen nicht darüber reden, dass bei sieben sieglosen Spielen in Folge nicht alles gut war. Aber da geht es auch um interne Kommunikation“, so Kessler weiter. „Ich nehme ihn als sehr kommunikativ wahr mit der Mannschaft. Wir stehen in einer Tabellenregion, die ist für uns völlig vernünftig. Und auch die Punktzahl ist völlig vernünftig.“ Kessler sprach davon, die Situation rational bewerten zu wollen.


Der 1. FC Köln tritt sportlich auf der Stelle und erhält dennoch wichtige Erkenntnisse – ein Kommentar

Spieler des 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln tritt sportlich auf der Stelle und erhält dennoch wichtige Erkenntnisse – ein Kommentar

Vor dem Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim war die Stimmung in Köln massiv angespannt. Das 2:2 hat letztlich die Ausgangslage nicht verändert, aber doch ein paar Erkenntnisse gebracht. Ein Kommentar zum Remis des 1. FC Köln gegen Heidenheim.

Von ruhigem Fahrwasser kann man momentan beim FC wahrlich nicht sprechen. Und das, obwohl die Geißböcke als Aufsteiger mit Platz elf rein tabellarisch im Mittelfeld der Liga liegen. Das Unentschieden gegen Heidenheim hat zwar nicht die erhofften drei Punkte eingebracht und war insofern enttäuschend, hatte aber dennoch auch gute Seiten: Ein Kommentar zum Remis des 1. FC Köln gegen Heidenheim.

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Mit dem 2:2-Unentschieden gegen den 1. FC Heidenheim endete am Samstagnachmittag eine turbulente Woche der Geißböcke. Und am Ende jener Tage steht ein Ergebnis, das bei dem ein oder anderen Kölner Anhänger ein Gefühl von weder Fisch noch Fleisch hinterlässt. Schon vor Weihnachten hat die Kritik am Kölner Trainer unter den FC-Fans deutlich zugenommen. Dass in den Sozialen Medien vornehmlich negativ, deutlich seltener positiv kommentiert wird, ist mittlerweile – leider – normal. Die kritischen Töne haben in den vergangenen Wochen Aber noch einmal merklich zugenommen. Das ist angesichts der Punkteausbeute der jüngsten Phase absolut verständlich und auch legitim. Drei Punkte von möglichen 21, darunter wohl fünf Spiele gegen Mannschaften auf Augenhöhe, ist definitiv zu wenig.

Ein paar wichtige Erkenntnisse

Der FC hat sein Punktepolster und Lukas Kwasniok seinen Kredit bei einigen FC-Anhängern in den vergangenen Wochen verspielt. Und so war die Stimmung auch vor dem Duell gegen den 1. FC Heidenheim recht aufgeheizt. Aufgeheizt auch, weil der Trainer Kaderentscheidungen getroffen hat, die zum einen als sehr radikal kommuniziert und zum anderen für den ein oder anderen Betroffenen nicht 100 prozentig nachvollziehbar erschienen. In der Wahrnehmung mancher Fans hatte die Begegnung wohl schon etwas von einem Entscheidungsspiel. Auf der einen Seite hofften die Anhänger der Geißböcke auf den großen Befreiungsschlag gegen den Tabellenvorletzten, auf der anderen Seite die Gefahr, mit einer Niederlage in die tiefe Krise zu stürzen.

Nach dem Spiel könnte man also leicht der Meinung sein, dass nichts passiert sei. Das 2:2 an der Ostalb hat den FC rein tabellarisch nicht weiter nach vorne gespült, der erhoffte Befreiungsschlag ist ausgeblieben, die Negativserie ist nicht durchbrochen. Auf der anderen Seite ist aber auch ein Debakel ausgeblieben, das gerade in Durchgang eins möglich schien. Die Kölner sind trotz des Einsatzes der jungen Spieler nicht beim Tabellenvorletzten untergegangen, haben am Polster vor der direkten Konkurrenz nichts eingebüßt.

Drei Zähler gegen Mainz?

Weder Fisch noch Fleisch also? Das kann man so eigentlich nicht sagen. Denn unterm Strich bleiben auch einige wichtige Erkenntnisse. Die ins kalte Wasser geworfenen Debütanten haben durchaus gezeigt, dass sie das Zeug für die Bundesliga haben – wenn auch sicher gegen einen eher harmlosen Gegner. Zudem hat sich der FC gleich zwei Mal wieder zurück gekämpft und schnupperte nach zwei Rückständen sogar zwischenzeitlich am Dreier – das Team scheint also durchaus intakt zu sein. Zudem zeigten die Geißböcke gegen einen nicht gerade für Offensivfußball stehenden Gegner eine spielfreudige Leistung, erspielten sich 21 Abschlüsse und einen xGoals-Wert von nahezu drei.

Das ist kein großer Erfolg – das wären drei Zähler gewesen. Doch ist es auch nicht die von einigen Fans erwartete Katastrophe, die mit der Bekanntgabe der Aufstellung in den Sozialen Medien bereits an die Wand geworfen wurde. Es bleibt dabei, der FC muss von den kommenden beiden Heimspielen eins gewinnen – und das wird nach menschlichem Ermessen wohl die Partie gegen Mainz sein. Im Anschluss wird man dann wissen, ob Fisch oder Fleisch!

Isak Johannesson mit entscheidender Rolle beim 1. FC Köln: „Das ist die perfekt Position für mich“

Isak Johannesson fühlt sich wohl beim 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)
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Isak Johannesson mit entscheidender Rolle beim 1. FC Köln: „Das ist die perfekt Position für mich“

Der isländische Nationalspieler hat sich nach seinem Wechsel von Fortuna Düsseldorf zum 1. FC Köln ziemlich schnell an den neuen Verein gewöhnt und stand bei den Geißböcken zu Saisonbeginn gleich regelmäßig in der Startelf. Diese Rolle spielt Isak Johannesson beim 1. FC Köln.

Auch der Isländer konnte den in den letzten Spielen anhaltenden Negativtrend jedoch nicht verhindern. Trotz der sportlich schwierigen Phase ist der Mittelfeldspieler aber schon jetzt als Schlüsselspieler mehr als angekommen in Köln und sieht sich selbst – anders als noch in Düsseldorf – als wichtigen Verbindungsspieler im zentralen defensiven Mittelfeld. Diese Rolle spielt Isak Johannesson beim 1. FC Köln.

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Für viele war Isak Bergmann Johannesson ein absoluter Schlüsseltransfer für den FC vor Beginn der neuen Bundesligasaison. Der Isländer gehörte bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf zu den absoluten Leistungsträgern und ging somit mit durchaus hohen Erwartungen in seine neue Aufgabe beim 1. FC Köln. Während in Düsseldorf noch in einer offensiveren Rolle unterwegs, so war Johannesson unter FC-Coach Lukas Kwasniok meist etwas tiefer gefragt, agierte oft mit einem Nebenmann im zentralen defensiven Mittelfeld. Hier übernahm der 22-Jährige in den ersten Spielen der laufenden Saison oft die Aufgabe des Ballschleppers und Verbindungsspielers zwischen Abwehr und Angriff. Mit seiner Spielintelligenz, Laufstärke und Passqualität vereint der Neuzugang wichtige Eigenschaften, die gerade für einen Aufsteiger wie die Kölner unabkömmlich sind für das eigene Spiel und das gemeinsame Ziel Klassenerhalt.

Johannesson zufrieden mit sich und Start in Köln

Der Spieler selbst blickt zufrieden auf seine Einsatzzeiten und seine zum Vergleich zu seinem Ex-Club veränderte Rolle im Team: „Ich stand in 15 Spielen auf dem Platz, deswegen bin ich sehr glücklich. Ich übernehme auf der Doppelsechs eine wichtige Aufgabe, kann mich in das Spiel nach vorne einschalten. Das ist schon die perfekte Position für mich.“ Geht man ein wenig ins Detail, so ist gerade auf der Doppelsechs eine gute Spielauffassung entscheidend.

Johannesson agiert sehr positionsdiszipliniert, schiebt immer wieder klug in die Halbräume und sorgt mit klaren ersten Pässen für Struktur im Kölner Aufbauspiel. In Ballbesitz lässt er sich häufig fallen, um Anspielstationen für die Innenverteidiger zu schaffen, während er gegen den Ball mit gutem Timing ins Pressing geht. Mit ihm auf dem Platz hat das FC-Spiel deutlich mehr Balance als ohne ihn.

Schnell angekommen in Köln

Dass sich sein Aufgabenbereich und seine Rolle auf dem Spielfeld im Vergleich zu Ex-Club Düsseldorf verändert haben, hat man Johannesson nur bedingt angemerkt. Direkt zu Saisonbeginn konnte er sich unter Coach Kwasniok als Stammspieler etablieren. Während er in Düsseldorf noch häufiger selbst zum Abschluss kam, liegt sein Fokus beim FC nun stärker auf der Organisation und Vorbereitung der eigenen Offensivaktionen. „Auf der Sechs fühle ich mich extrem wohl. Aber es stimmt schon, ich habe in Düsseldorf mehr Tore geschossen. Jetzt habe ich eine etwas andere Aufgabe. Ich bin eher für den Spielaufbau mitverantwortlich, spiele die Pässe zu den Jungs, die die Tore erzielen sollen,“ so der Nationalspieler. Auch seine bis hierhin fehlende Torgefahr fällt in der defensiveren Position nicht so stark ins Gewicht, er kann sich so auf andere Aufgaben konzentrieren und die torgefährlicheren Mitspieler in Szene setzen.

Unauffällig aber wichtig

Im FC-System ohne echten Spielmacher ist grade der Spielertyp Johannesson mit seinen Qualitäten enorm wichtig, um die eigenen Angriffe klug einzuleiten. Auch wenn er zuletzt mitunter das Opfer kleinerer System- und Positionsanpassungen beim FC wurde, so ist er in Topform doch ein essenzieller Schlüsselspieler im Mittelfeld der Kölner. Mit Blick auf das neue Jahr muss es beim 1. FC Köln darum gehen, seine Fähigkeiten, Räume zu lesen und das Tempo zu kontrollieren und in den richtigen Momenten durch kluge Schnittstellenpässe zu verschärfen, gewinnbringend zu integrieren. In dieser Rolle mag er beim 1. FC Köln zwar  vielleicht nicht immer der auffälligste Akteur sein – als (vor)letzter Passgeber oft in manchen Momenten aber ein sehr entscheidender.

Kwasniok muss die Defensive erneut umbauen – so könnte der 1. FC Köln gegen Heidenheim starten

Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln
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Kwasniok muss die Defensive erneut umbauen – so könnte der 1. FC Köln gegen Heidenheim starten

Drei Wochen nach dem bitteren Last-Minute-Gegentor und der damit verbundenen 0:1-Niederlage gegen Union Berlin steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok am 16. Spieltag der Bundesliga das Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim an. Wer an der Brenz von Beginn an auf dem Platz stehen wird, ist allerdings noch offen. So könnte der 1. FC Köln bei Heidenheim beginnen.

Für den FC steht das erste Pflichtspiel in diesem Kalenderjahr an. Im Vergleich zur 0:1-Pleite gegen Union Berlin muss Lukas Kwasniok dabei weitere Ausfälle verkraften. Gleichzeitig könnte jedoch ein Neuzugang sein Debüt im Trikot des FC feiern. Ob es tatsächlich zu dieser Premiere kommt oder der FC ohne Neuzugang startet, wird sich am Samstag zeigen. So könnte der 1. FC Köln bei Heidenheim beginnen.

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FC-Trainer Lukas Kwasniok muss in Heidenheim neben den Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers und Joel Schmied auch auf Rav van den Berg und Dominique Heintz verzichten. Der Niederländer sah gegen Union Berlin nach einem Handspiel die Rote Karte und wurde vom DFB-Sportgericht für zwei Spiele gesperrt. Heintz fehlt aufgrund von muskulären Problemen. Damit ist eine Umstellung in der Defensive unumgänglich, weitere Wechsel in der Startelf sind jedoch ebenfalls möglich.

Der nächste Engpass in der Defensive

Im Tor ist die Situation indes klar: Marvin Schwäbe wird zwischen den Pfosten stehen. Davor gestaltet sich die Personalsituation aufgrund der Ausfälle deutlich schwieriger. Eric Martel dürfte erneut den zentralen Part in der Abwehr übernehmen. Durch die Verletzung von Heintz ist die Besetzung der weiteren Position in der letzten Reihe offen. Sebastian Sebulonsen ist wieder eine Option. Der Norweger half in dieser Saison bereits mehrfach in der Abwehr aus und erledigte seine Aufgaben ordentlich. Alternativ könnte es auch zum Debüt von Jahmai Simpson-Pusey kommen, der zu Wochenbeginn per Leihe von Manchester City zum FC wechselte.

Da der junge Engländer jedoch zuletzt bei Celtic Glasgow kaum Spielpraxis sammelte und bislang nur wenige Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolvierte, erscheint ein Startelfeinsatz eher unwahrscheinlich. Eine weitere Möglichkeit stellt Cenk Özkacar dar, der bereits angedeutet hat, welches Potenzial in ihm steckt, zuletzt jedoch hinter Heintz zurückfiel. Durch die weiteren Ausfälle könnte auch eine Viererkette spielen.

Kehrt El Mala in die Startelf zurück?

Im zentralen Mittelfeld dürften Isak Johannesson und Denis Huseinbasic beginnen. Das Duo stand gegen Lugano von Beginn an auf dem Platz und überzeugte mit einer ordentlichen Leistung. Zuletzt hatte Kwasniok angedeutet, dass eine ähnliche Elf auflaufen würde, wie im Test gegen Lugano. Damit könnte Alessio Castro-Montes beginnen. Rückt Sebulonsen in die Abwehr, dürfte Jan Thielmann den rechten Schienenspieler geben. In der Offensive dürften Jakub Kaminski und Marius Bülter gesetzt sein. Gegen Lugano startete Fynn Schenten. Ob der Youngster aber von Beginn an auf dem Platz steht, ist eher unwahrscheinlich. Vielmehr könnte Said El Mala beginnen.

So könnte der FC gegen Heidenheim starten

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln

Alessio Castro-Montes

Denis Huseinbasic rotierte gegen Freiburg in die Startelf

Denis Huseinbasic

Isak Johannesson wird am Samstag wohl erstmal auf der Bank sitzen

Isak Johannesson

Jan Thielmann ist erfolgreich in die Saison gestartet. (Foto: Herbert Bucco)

Jan Thielmann

Said El Mala beim Spiel des 1. FC Köln
Said El Mala
Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV

Jakub Kaminski

Marius Bülter wirkt ratlos bei einem Spiel des 1. FC Köln

Marius Bülter



Joel Schmied im Interview: „Wenn du dann da bist, siehst du erst, was Wucht wirklich bedeutet“

Joel Schmied im Trainingslager in La Nucia
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Joel Schmied im Interview: „Wenn du dann da bist, siehst du erst, was Wucht wirklich bedeutet“

Der Schweizer wechselte vor knapp einem Jahr an den Rhein. Mit come-on-fc.com spricht der 27-Jährige über den Wechsel, sein Vorbild und seine Rolle beim 1. FC Köln: Joel Schmied im Interview.

Nach einem guten Start bei den Geißböcken hat der Schweizer auch harte Kritik einstecken müssen. Nach seiner Verletzung fuhr der 27-Jährige mit ins Trainingslager nach La Nucia und sprach mit come-on-fc.com über seine Rückkehr und die Wucht des 1. FC Köln: Joel Schmied im Interview.

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Das Gespräch führte come-on-fc.com
Herr Schmied, als erstes natürlich die Frage: Wie geht es Ihnen?

Joel Schmied: Vielen Dank der Nachfrage. Es wird von Tag zu Tag besser. Ich habe in der kommenden Woche noch ein MRT und wenn da alles gut aussieht, kann ich mit unserem Athletiktrainer Leif Frach wieder trainieren.

Wann dürfen die Fans Sie denn wieder bei einem Spiel erwarten?

Joel Schmied: Vielleicht ist es im Februar schon wieder so weit. Prognosen sind im Fußball jedoch immer so eine Sache, aber der Februar ist durchaus realistisch.

Am Samstag saßen Sie während des Trainings am Rand und haben beseelt, glücklich das Training beobachtet. Waren Sie froh, dass es nun generell wieder losgeht oder happy, dass Sie noch nicht die Intensität des Trainers spüren müssen?

Joel Schmied: (Lacht.) Ich bin grundsätzlich ein sehr positiver Mensch. Natürlich ist es schön, dass es wieder losgeht. Urlaub tut zwar jedem gut, aber der Drang, wieder aufs Feld zurückzukehren und Siege einzufahren, ist groß. Es tut einfach gut, mit den Jungs zusammen zu sein, sich auszutauschen. Als ich gefragt wurde, ob ich trotz der Verletzung mitreisen wolle, war das für mich keine Frage. Das war mir sehr wichtig.

Als Sie vor einem Jahr Ihr erstes Training absolviert haben, berichteten Sie später von Seitenstichen, dass Sie schnell an Ihre Grenzen kamen. Haben Sie sich an die Intensität der Bundesliga gewöhnt?

Joel Schmied: Die Intensität ist deutlich höher als in der Schweiz. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So hart es am Anfang ist, so schnell bis du dann auch drin. Man lernt die Übungen kennen, weiß, wie das Training aufgebaut ist und dann kann man es sich besser einteilen. Als neuer Spieler gibt man von Beginn an immer 100 Prozent Vollgas. Das sieht man jetzt auch bei den Jungs aus dem Nachwuchs. Die erzählen mir beim Essen, dass sie auch mal am Anschlag sind.

Sie sind jetzt ein Jahr beim FC, nicht mehr einer der „Neuen“. Übernehmen Sie auch – gerade gegenüber den jungen Spielern – Verantwortung? Immerhin waren Sie ja Vize- und Interimskapitän in Sion…

Joel Schmied: Ich sehe mich schon ein wenig als Bindeglied im Team. Ich bin 27 Jahre alt und habe eine gute Connection zu jung und alt. Verantwortung ist aber auch Teil meiner Persönlichkeit. Es ist einfach wichtig, einen guten Teamspirit zu haben und dann ist es egal, ob du 17 oder 37 bist – jeder hat seinen Platz.

In einer knappen Woche sind Sie nun genau ein Jahr beim FC. Wie kam es überhaupt zu dem Wechsel nach Köln? Wie war Ihr Gefühl, als ein Bundesligist angeklopft hat?

Joel Schmied: Das war ein unglaublich schönes Gefühl. Ich war schon ein wenig überrascht, als mein Berater mir vom Kölner Interesse erzählt hat. Gerade im Winter ist das Transferfenster nicht so einfach und Sion auch nicht bekannt dafür, viele Spieler in die Bundesliga oder 2. Liga zu bringen. Wir haben uns lange ausgetauscht, aber jetzt bin ich überglücklich, hier zu sein. Man merkt erst, wenn man hier ist, dass man nicht mehr zurück will. Denn alles ist viel professioneller, viel größer und cooler. Es ist ein absoluter Traum, der in Erfüllung gegangen ist. 

Joel Schmied vom 1. FC Köln
Joel Schmied vom 1. FC Köln (Foto: Lars Baron/Getty Images)
In Sion ging es über lange Zeit sehr turbulent zu. Das kann man vom FC – wenn auch anders gelagert – wohl auch behaupten. Jetzt kennen Sie Köln. Haben Sie diese Wucht der Stadt, des Vereins so erwartet?

Joel Schmied: Christian Keller und Thomas Kessler haben versucht, mich in unseren ersten Gesprächen vor einem Jahr bestmöglich auf die Wucht des Vereins vorzubereiten. Darüber zu sprechen, ist immer leicht und als Spieler denkst du erst einmal, damit kommt man locker klar. Wenn du dann aber da bist, siehst du erst, was „Wucht“ wirklich bedeutet. Das kann einen schon überrumpeln, gleichzeitig aber auch Energie bringen, weil du diesen Support einfach spürst. Obwohl wir aufgestiegen sind, hatten wir viele Aufs und Abs. Das war zum Reinkommen gar nicht schlecht, denn in einer Woche bist du der King, in der nächsten bist du vielleicht der Schlechteste. Die Fans im Stadion stehen aber immer hinter der Mannschaft, egal, wie wir spielen.

In der Rückrunde der vergangenen Saison gab es auch den ein oder anderen kritischen Kommentar – gerade nach dem verursachten Elfmeter gegen Düsseldorf. Die Welle, die einem da entgegen schwappt, dürfte auch größer sein als in Sion. Wie stecken Sie solche Nebenschauplätze weg?

Joel Schmied: Erst einmal kann ich das absolut verstehen. Wenn man den Verein liebt und ein Verteidiger so einen Blackout hat, dann ärgert das natürlich. Mich auch, ich will ja auch gewinnen – gerade in einem Derby. Das darf man nicht persönlich nehmen. Vielleicht muss man dann die Social-Media-Kanäle mal zwei, drei Wochen runterfahren. Es gibt aber auch immer Menschen, die über das Ziel hinausschießen, das gehört leider beim Fußball dazu. Ich habe vor kurzem eine Hand-Aktion von Virgil van Dijk gesehen – das war Eins-zu-Eins das gleiche. Es tut einem dann gut, wenn das auch den Besten der Welt passiert (lacht).

Seitdem ist viel passiert. Bis zu Ihrer Verletzung waren Sie unumstrittener Stammspieler. Vielleicht eine Rolle, die Ihnen Kritiker so nicht zugetraut hätten. Fühlen Sie eine Spur von Genugtuung?

Joel Schmied: Es tut immer gut, wenn man Kritikern mit Leistungen und Performance entgegentreten kann. Ich habe immer gewusst, was ich kann. Gerade gegenüber den neuen Spielern sollte man aber auch Geduld aufbringen. Es ist immer schwierig, nach drei oder vier Monaten schon zu hinterfragen, ob ein Spieler etwas kann oder eben nicht, denn man befindet sich in einem Integrationsprozess. Jetzt bin ich angekommen und man merkt auch im Team, dass das Standing steigt, wenn man gute Leistungen bringt. Ich sehe mich nicht mehr als Neuling, sondern als ein Spieler, der versucht, die Neuen zu integrieren.

Welche Rolle spielt Lukas Kwasniok in Ihrer Entwicklung?

Joel Schmied: Eine sehr große. Wenn man einen Trainer hat, der auf einen baut, dann ist alles viel einfacher. Dieses Vertrauen versuche ich aber auch zurückzuzahlen. Wir sind vom Typ her sehr ähnlich, haben einen ähnlichen Humor und können auch neben dem Platz unsere Späße machen. Es ist eine richtig gute Beziehung zwischen uns.

Joel Schmied vom 1. FC Köln
Joel Schmied vom 1. FC Köln grüßt aus dem Kraftraum
Nach außen wirkt Lukas Kwasniok oft so, als wäre er für jeden Spaß zu haben. Auf der anderen Seite ist er ein Mensch, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Wie ist er zur Mannschaft? Vielleicht auch gerade in dieser etwas schwierigen Phase?

Joel Schmied: Man muss sich immer selbst treu bleiben. Lukas hat auch auf den Tisch gehauen, als wir die sieben Punkte aus drei Spielen eingefahren haben. Er war damals nicht mit allem zufrieden. Er hat einen sehr hohen Anspruch – vor allem an sich selbst. Wir dürfen uns Fehler erlauben, der Trainer will aber, dass wir daraus lernen und uns weiterentwickeln. Das braucht seine Zeit.

Er ist aber auch für die ein oder andere Überraschung gut. Hatten Sie schon den Moment, bei dem Sie sich bei Ihrem Nebenmann gefragt haben, was macht der denn hier hinten?

Joel Schmied: Ich habe nicht den Anspruch, die Aufstellung in Frage zu stellen (lacht). Es ist positiv, dass jeder, der im Profikader steht, weiß, dass er auch zum Einsatz kommen kann. Wenn du eine gute Trainingswoche hast und körperlich in einer guten Verfassung bist, weiß jeder, dass ab Montag der Konkurrenzkampf für Samstag anfängt. Das pusht einen. Da ist keiner, der sich ausruhen kann. So sind wir gleichzeitig auch nicht so leicht auszurechnen.

Das Variable ist das eine, unter den Fans wird aber auf der anderen Seite diskutiert, ob das nicht einer vermeintlichen Eingespieltheit schadet. Was würden Sie diesen Kritikern sagen?

Joel Schmied: Wir trainieren jeden Tag zusammen. Jeder von uns kennt seinen Mitspieler sehr gut. Wir haben ein Grundgerüst von Spielern, die immer auf dem Platz stehen, wenn sie 100 Prozent fit sind. Zusätzlich spielen die, die am besten trainiert haben. Ich sehe das sehr positiv.

Sie haben in Ihrer Karriere viel erlebt. Bei der Verletzung von Timo Hübers standen Sie auf dem Platz. Was geht einem als Spieler in so einem Moment durch den Kopf?

Joel Schmied: Das war für uns alle ein Schock. Ich stand auf dem Spielfeld. Wenn man einen 29-jährigen Mann so am Boden sieht, dem die Schmerzen im Gesicht anzusehen sind, dann weißt du sofort, dass es ganz heftig sein muss. Hübi ist zum Glück ein sehr, sehr positiver Mensch. Er kam mit Krücken in die Umkleidekabine und hatte wieder ein Lächeln im Gesicht. Jetzt kann ich mit ihm gemeinsam die Physio-Einheiten absolvieren und bin froh, nicht alleine zu sein. Teilweise war Dominique Heintz auch dabei – da hatten wir unsere Dreierkette wieder beisammen. Für unseren Reha-Trainer war das sicher nicht einfach, uns machte das schon Spaß. Ich freue mich darauf, wenn ich auch auf dem Platz wieder neben ihm stehen kann.

In einem Interview haben Sie Mal über Ihre „Big Five for Life“ gesprochen, Dinge, die auf Ihrer Fußball-Bucket-Liste stehen. Ihre Auslandsstation ist nun also schon einmal abgehakt. Doch es stand noch mehr auf der Liste. Sie wollen alle Kontinente bereisen, ein Spiel in der Nati absolvieren. In fünf Monaten spielt die Schweiz gegen Katar. Dort wäre ein Kontinent drin. Vor allem aber die WM. Ist das ein Ziel?

Joel Schmied: Für jeden Schweizer Fußballer ist es das Ziel, mal in der Nati aufzulaufen – gerade bei einer WM. Das ist das größte aller Gefühle und das Größte, das man als Fußballer erleben kann. Ich war noch nie dabei, deswegen wäre es vermessen zu sagen, ich warte auf den Anruf des Nationaltrainers. Ich werde einfach Woche für Woche performen, damit ich für den Coach ein Thema werden kann. Und wenn nicht, werde ich die Spiele im Urlaub vom Strand aus verfolgen und mitfiebern. 

Sie werden viel Spielzeit benötigen. Der FC reagiert auf die Verletzungsmisere in der Hintermannschaft mit neuen Spielern. Jahmai Simpson-Pusey ist verpflichtet worden. Neue Konkurrenz auch für Sie… Wie geht man als arrivierter Spieler damit um?

Joel Schmied: Das ist einfach „daily business“ im Fußball. Ich bin nicht mehr ganz jung und kenne solche Situationen. Es ist normal, dass neue Spieler nachrücken, gerade auch nach dem Ausfall von Hübi. Dass da etwas passiert, war klar, da Eric ja auch kein gelernter Innenverteidiger ist. Ich hätte es Thomas Kessler jedenfalls genauso empfohlen (lacht).

Es werden weitere Namen spekuliert. Beschäftigen Sie sich mit Gerüchten?

Joel Schmied: Nein, ich beschäftige mich mit Neuzugängen eigentlich erst, wenn die Spieler dann auch da sind. Dann heiße ich sie herzlich Willkommen und helfe ihnen, sich schnell zu integrieren. 


Gute Bedingungen, durchwachsene Stimmung, viele Spielformen – Lukas Kwasniok zieht ein positives Fazit

Alessio Castro-Montes im Spiel des 1. FC Köln
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Gute Bedingungen, durchwachsene Stimmung, viele Spielformen – Lukas Kwasniok zieht ein positives Fazit

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come-on-fc.com berichtet vom Trainingslager in Spanien

Dass nur sechs von 18 Mannschaften der Bundesliga die Reise in ein Wintertrainingslager im Süden angetreten haben, dürfte in erster Linie an der Kürze der Winterpause gelegen haben. Zwischen dem Neujahrstag und dem ersten Pflichtspiel des Jahres liegt eben nur eine gute Woche und die wird in der Regel als „normale“ Vorbereitungswoche genutzt. Diese dann mit Reisestrapazen zu verbinden, darf also durchaus hinterfragt werden. Aber auch ohne die kurze Vorbereitungszeit sind nicht alle Trainer große Freunde des Winterausflugs. Doch der FC hat damit – vielleicht ahnend, unterm Strich aber nicht gänzlich wissend – alles richtig gemacht. Die Trainingsbedingungen wären in Köln in den vergangenen Tagen mindestens schwierig gewesen.

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Ganz anders die Bedingungen in Spanien.

Stark im Trainingslager: Wird Alessio Castro-Montes ein gefühlter Neuzugang des 1. FC Köln?

Alessio Castro-Montes im Spiel des 1. FC Köln
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Stark im Trainingslager: Wird Alessio Castro-Montes ein gefühlter Neuzugang des 1. FC Köln?

Bislang kam er überhaupt nicht zu recht, doch nun lieferte er eine starke Vorbereitung beim 1. FC Köln: Wird Alessio Castro-Montes ein gefühlter Neuzugang? Der Belgier ist einer der Gewinner von La Nucia.

Von vielen Anhängern wurde er bereits als Transferflop angesehen, nun absolvierte der Belgier eine starke Winter-Vorbereitung im Trainingslager des 1. FC Köln: Wird Alessio Castro-Montes ein gefühlter Neuzugang?

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Lukas Kwasniok ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das betrifft auch seine eigene Mannschaft. Nach dem Testspiel gegen den FC Lugano verriet der 44-Jährige beispielsweise, dass er mit seiner Mannschaft in den ersten Tagen in La Nucia nicht so richtig zufrieden war. Eine gewisse Diskrepanz zwischen gesprochenem Wort und Leistung auf dem Platz war im Herbst zu vernehmen. Damals erzählte der Coach davon, dass er bei der ersten Trainingseinheit mit Alessio Castro-Montes eine Mischung aus Messi und Neymar in dem Belgier gesehen haben wolle. Das wird sicherlich für die erste Einheit auch stimmen, bei den bisherigen Auftritten für den FC war von den angesprochenen Fähigkeiten allerdings recht wenig zu sehen.

Starker Auftritt im Trainingslager

Castro-Montes blieb bislang hinter den Erwartungen in den Schienenspieler weit zurück. Von den Neuverpflichtungen konnte der 28-Jährige wohl bislang am wenigsten überzeugen, stand vier Mal für den FC auf dem Platz und dann mit eher durchwachsenen Leistungen. Kein Wunder, dass nicht wenige Anhänger den Belgier in den Sozialen Netzwerken als Transferflop bezeichnen. Doch ausgerechnet Castro-Montes ist so etwas wie der große Gewinner des Trainingslagers in La Nucia.

Der Schienenspieler absolvierte eine richtig gute Woche, machte einen guten Eindruck im Testspiel gegen Lugano und hat ganz nebenbei auch die sportliche Führung überzeugt. Thomas Kessler sprach etwa von einem „deutlichen Schritt“ nach vorne. „Er hat die die Woche für sich genutzt, um einfach positiv aufzufallen. Das hat mir persönlich gut gefallen und ich würde mir wünschen, dass er ja, diese positive Formkurve beibehalten kann.“

„Irgendwas im Silvestergala-Menü“

Auch Lukas Kwasniok teilte die Einschätzung des Sportdirektors: „Als er im Sommer ankam, war die Vorbereitung rum, bei uns lief es gut und er hatte erste Einsätze, die nicht so gut waren. Aber er hatte sich vorgenommen, diese eine Woche voll zu nutzen und auf sich aufmerksam zu machen“, sagte der Trainer. „Das hat er getan und er bringt ein anderes Attribut mit, Spielstärke und Kreativität. Deshalb haben wir ihn verpflichtet. Er scheint jetzt gut angekommen zu sein.“

Gerade zur rechten Zeit? Denn der FC sucht eigentlich nach weiteren Schienenspielern. Gerade, weil Castro-Montes bislang eben nicht die erhoffte Verstärkung ist. Der Rechtsfuß kann bekanntlich auf beiden Schienen spielen, wäre also ein guter Backup für Sebastian Sebulonsen oder Kristoffer Lund, nur fehlten bislang die Leistungen. Und das führte dazu, dass zum einen über mögliche weitere Verstärkungen sowie einen potenziellen Abgang des 28-Jährigen spekuliert wurde.

Schon am Montagnachmittag hatte Kwasniok angedeutet, dass die Startelf von dem Testspiel gegen Lugano tendenziell gute Chancen auf einen Einsatz gegen Heidenheim habe. Das gilt ganz offensichtlich auch für Castro-Montes – den sportlichen Gewinner des Trainingslagers. „Irgendwas muss im Silvestergala-Menü gewesen sein, das ihm gutgetan hat“, sagte der Coach.

Martel, Ache, Zu- und Abgänge – das sagt Thomas Kessler über mögliche Winter-Transfers beim 1. FC Köln

Thomas Kessler im Trainingslager in La Nucia
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Martel, Ache, Zu- und Abgänge – das sagt Thomas Kessler über mögliche Winter-Transfers beim 1. FC Köln

Am Rande des Trainingslagers in La Nucia sprach der Sportdirektor des 1. FC Köln auch über den Kader: Thomas Kessler äußert sich über mögliche Winter-Transfers in beide Richtungen sowie Personalien wie Eric Martel und Ragnar Ache.

Nachdem der erste Wintertransfer beim FC eingetütet ist, äußert sich der Sportdirektor der Geißböcke zu weiteren möglichen Zu- und Abgängen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler äußert sich über Winter-Transfers.

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come-on-fc.com berichtet vom Trainingslager in La Nucia

Fynn Schenten, Said El Mala oder Isak Johannesson – gleich mehrere Spieler bestätigten in den vergangenen Tagen, dass das Trainingslager in La Nucia schon recht intensiv gewesen ist. Das aber offensichtlich nicht nur für die Akteure. Denn auch Thomas Kessler hatte allerhand zu tun. Der Sportdirektor der Geißböcke telefonierte hier, führte Einzelgespräche da.

„Man muss ihm jetzt auch die Zeit geben“

Kein Wunder, denn für den ehemaligen Kölner Keeper geht es auch darum, eine schlagkräftige Truppe für den zweiten Teil der Bundesliga zu formen. Und da stehen hinter einigen Personalien noch Fragezeichen. Auf der Zugangs-Seite hat Kessler den ersten Transfer bereits fix gemacht: Jahmai Simpson-Pusey wurde von ManCity ausgeliehen. Und prompt stellt sich die Frage, ob die Kölner damit ihre Soforthilfe für die Defensive verpflichtet haben.

„Er war gefühlt zweieinhalb Tage unterwegs, weil da auch nicht alles glatt gelaufen ist. Man muss ihm jetzt ein bisschen Zeit geben, um hier auch anzukommen. Ich glaube, der erste Eindruck ist sehr positiv“, sagte Kessler. Ob der Engländer aber eine Soforthilfe ist, wollte der Kölner Sportdirektor nicht direkt beantworten: „Ich glaube, dass er eine hohe Grundqualität hat, gerade auch mit dem Ball. Das ist sicherlich ein Element, nach dem wir auch nachgesucht haben. Es ist aber natürlich jetzt eher ein Transfer, der unter der Kategorie Talent einzuordnen ist.“

Und so könnte es durchaus weitere Verpflichtungen gerade in der Defensive geben. „Ich habe den Eindruck, dass jetzt ein Stück weit ein bisschen Fahrt reinkommt“, sagt Kessler zum Transfermarkt und betont, dass es schon einen Zielmarkt bei den Spielern gäbe, die bei „einem vermeintlich besseren Clubs mit besseren finanziellen Möglichkeiten eben nicht zum Einsatz kommen, die jetzt in der Rückrunde auf der Suche sind nach Spielpraxis, gerade mit dem Blick auf eine Weltmeisterschaft. Da wird sicherlich das ein oder andere Profil auch noch aufgehen, wo wir auch schon vernünftige Gespräche geführt haben.“

Gespräche sollen unter anderem mit Sebastiaan Bornauw geführt worden sein. Der Belgier gilt nach wie vor als realistisches Transferziel. Den Namen wollte Kessler erwartungsgemäß nicht kommentieren. Ins Profil würde der Belgier aber schon sehr gut passen. Weitere Neuverpflichtungen sind aber wahrscheinlich. „Wir schauen uns auf dem Transfermarkt um, wie wir den Kader in Gänze für die Rückrunde noch optimieren können“, so Kessler.

Abgänge beim FC durchaus möglich

Auch auf der Abgangsseite sind Veränderungen noch möglich. Laut Kessler ein „völlig normaler Prozess. Die Spieler bei uns werden sicherlich auch ganz genau betrachten, was wird in den ersten Wochen hier passieren und dann werden wir sicherlich das ein oder andere Gespräch führen.“ Es könnte durchaus sein, dass sich der „ein oder andere Spieler“ seine Gedanken mache.

Eine schnelle Einigung in der Causa Eric Martel scheint es jedenfalls nicht zu geben. Zumindest haben noch keine Gespräche laut Kessler stattgefunden. Wie berichtet, hatte sich Martel Bedenkzeit bis zum Winter erbeten. Der Sechser hat noch bis zum Sommer Vertrag, wäre dann ablösefrei zu haben. Will der FC in dem Fall noch eine Ablöse einstreichen, wäre ein Transfer nur jetzt denkbar. Interessenten soll es geben.

Doch im Winter wird der Mittelfeldspieler den Verein nicht verlassen. „Im Winter ist es kein Thema für uns, dass wir den Spieler abgeben werden“, sagte Kessler. „Wenn die Transferphase jetzt vorbei ist und die Bundesliga dann auch wieder läuft, dann werden wir sicherlich auch die Gespräche mit Eric noch einmal intensivieren.“

Zwar hatte sich der Kölner Sportdirektor unter der Woche mit Uwe Fuchs, dem Berater von Ragnar Ache und Dominique Heintz, unterhalten, dabei scheint es aber nicht um einen verfrühten Abschied des Stürmers gegangen zu sein. Vielmehr hat sich Kessler auch persönlich bei dem Stürmer für dessen Einsatz zu Saisonbeginn bedankt. In einer Phase, in dieser noch „Nacholbedarf“ gehabt habe. „Ich finde, das war alles andere als selbstverständlich, dass er ohne Murren jede extra Einheit mitgemacht hat.“

In Spanien es zwischen Sportdirektor und Stürmer ein Gespräch gegeben. „Ich habe Ragnar nur gesagt, wenn ich die Entscheidung heute noch mal treffen müsste, würde ich sie genau wieder treffen. Weil ich ihn für einen wichtigen Spieler für uns halte und ich auch davon überzeugt bin, dass er mit seinen Qualitäten in der Rückrunde für uns extrem wichtig sein wird.“

Grundsätzlich war Kessler mit dem Trainingslager und vor allen Dingen den Bedingungen sehr zufrieden. Jetzt muss die Mannschaft auch liefern. „Wir sind alle in der Bringschuld, den bestmöglichen Job zu machen“, sagte Kessler. „Es war von vornherein klar, dass wir besser sein müssen als die Konkurrenz, die mit uns um den Klassenerhalt kämpft“, so Kessler weiter. „Das Wichtigste ist aber einfach, dass wir absolut davon überzeugt sind, dass die Qualität mit der Truppe, mit der wir zusammen sind, unabhängig von dem, was im Januar auf dem Transfermarkt noch passieren kann, absolut zufrieden sind.“


Said El Mala im Interview: „Ich habe auch noch Luft nach oben“

Said El Mala im Interview mit come-on-fc.com
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Said El Mala im Interview: „Ich habe auch noch Luft nach oben“

Der Kölner Shootingstar blickt auf ein turbulentes Jahr zurück. Mit come-on-fc.com und weiteren Medien spricht der 19-Jährige über sein WG-Leben, seine Karriereträume und den Umgang mit dem Hype um ihn beim 1. FC Köln: Said El Mala im Interview.

Nationalmannschaft, Marktwert-Explosion und Top-Scorer. Seit Sommer hat sich viel verändert beim Kölner Shootingstar. Der 19-Jährige spricht über seine Familie, den Trubel und seine Rolle beim 1. FC Köln: Said El Mala im Interview.

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Said El Mala im Gespräch mit come-on-fc.com und weiteren Medien

Herr El Mala, der Großteil des Trainingslagers ist rum. Wie hart war die Vorbereitung auf Heidenheim?

Said El Mala: Wenn man nach zehn Tagen Urlaub wieder einsteigt und direkt Gas gibt, ist das schon intensiv. Ich finde, dass wir sehr hart und konzentriert arbeiten. Das Testspiel war auch in Ordnung, jetzt gilt der volle Fokus Heidenheim. Da wollen wir wieder in die Spur finden.

Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit, wo man zurückblickt. Wie haben Sie die vergangenen sechs Monate erlebt?

Said El Mala: Es ist extrem viel passiert in meinem Leben. Im Urlaub hatte ich Zeit, mal alles zu reflektieren. Erst dort habe ich realisiert, was in den letzten Monaten bei mir los war. Ich muss sagen, das fühlt sich alles sehr gut an und ich genieße diese Zeit sehr.

„Es ist eine Auszeichnung für mich“

Müssen Sie sich angesichts Ihrer rasanten Entwicklung ab und zu kneifen?

El Mala: Ich würde nicht sagen, dass ich mich wie in einem Film fühle, aber ich weiß schon, dass das nicht alles normal ist für einen jungen Spieler, der aus der 3. Liga kam.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass Sie vor nicht allzu langer Zeit beinah mit dem Fußball aufgehört hätten?

El Mala: Über dieses Thema lache ich sehr oft mit meinem Bruder – weil mittlerweile alles so anders gekommen ist. Dass alles doch noch diese Wendung genommen hat, ist einfach richtig cool. Nicht nur ich, wie beide genießen das sehr.

Inzwischen haben Sie Ihren Marktwert auf 40 Millionen Euro hochgeschraubt. Was macht die Zahl mit Ihnen?

El Mala: Es ist eine Auszeichnung für mich, dass ich so hoch bewertet werde. Ich muss aber dazu sagen, dass dies ohne meine Mitspieler nicht möglich gewesen wäre. Das ist aber nur eine Momentaufnahme. Ich bin ehrgeizig: Mein Ziel ist es weiterzumachen und noch besser zu werden.

Said El Mala mit Tom Krauß auf dem Trainingsgelände in La Nucia
Said El Mala mit Tom Krauß auf dem Trainingsgelände in La Nucia (Foto: come-on-fc.com)
Wie gehen Sie und Ihre Familie mit dem Trubel um Ihre Person um?

El Mala: Auch für meine Eltern ist alles neu. Sie sind immer noch nervös, wenn mich Leute auf der Straße ansprechen. Ich merke aber, dass sie sehr stolz auf mich sind. Sie haben mir früh mitgegeben, dass ich für meine Träume hart arbeiten muss, das war schon so in der Jugend bei Gladbach. Sie geben mir viel auf dem Weg mit. Zum Beispiel, dass ich ruhig und demütig bleiben und das Drumherum ausblenden soll. Gerade ist vieles extrem, vor allem im Vergleich zu früher, aber dafür habe ich meinen Bruder, meine Familie und die Mannschaft, die mir allesamt zur Seite stehen.

Wird Ihnen der Hype auch manchmal zu viel?

El Mala: Nein, mich nervt das ganz und gar nicht. Ich freue mich eher über die Aufmerksamkeit. Ich genieße es, wenn Leute zu mir kommen und ein Foto mit mir machen wollen. Ich bin der Letzte, der so etwas ablehnen würde. Das ist etwas Schönes und sicher nicht selbstverständlich.

„Ich war immer schon ein selbstbewusster Typ“

Welche Eigenschaften haben Sie von Ihrer Mutter und welche von Ihrem Vater?

El Mala: Von meiner Mama habe ich auf jeden Fall meine Hilfsbereitschaft. Von meinem Vater habe ich eher die Coolness und die trockene Art.

Und woher kommt Ihre selbstbewusste Art?

El Mala: Ich war immer schon ein selbstbewusster Typ, auch abseits des Platzes. Das hat sich dann mit der Zeit auf den Fußball übertragen. Wenn man gute Leistungen bringt, Tore schießt und Vorlagen gibt, kommt das von alleine. Und wenn man dann auch noch Leute in seinem Umfeld und in der Mannschaft hat, die einen pushen, dann zieht man da sehr viel für sich raus.

Wie sind mittlerweile Ihre Ansprüche nach so einem starken Halbjahr?

El Mala: Ich will einfach da weitermachen, wo ich aufgehört habe. Ich habe auch noch Luft nach oben, denn nicht all meine Spiele waren gut. Ich muss noch mehr Konstanz in meine Leistungen reinbringen, um der Mannschaft dauerhaft zu helfen. Ich möchte natürlich wie alle anderen auch am liebsten immer von Anfang an spielen, die Joker-Rolle ist aber auch okay. Denn ich habe den Eindruck, dass ich meinen Job von der Bank auch sehr gut mache.

Wann haben Sie nach Ihrem Wechsel aus der 3. Liga gespürt, dass Sie auch in der Bundesliga mithalten können?

El Mala: Es hat mir geholfen, dass ich nach einer starken Saison mit Viktoria mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein zum FC kam. Ich wollte von Anfang an alles geben, um mir den Traum von der Bundesliga zu erfüllen. Mein Motto am Anfang war: kicken, Spaß haben und alles geben. Ich habe dann aber sehr schnell gemerkt, dass ich das kann und noch mehr geht.

Hatten Sie keinen Respekt vor den großen Namen?

El Mala: Respekt natürlich schon, aber ich habe einfach den Kopf ausgeschaltet und Spaß an dem gehabt, was ich seit meiner Kindheit liebe. Denn man muss als junger Spieler eine gewisse Frechheit und Unbekümmertheit haben, sonst überlebt man in der Bundesliga nicht. Die hatte ich auch schon in der 3. Liga, da hatte ich auch vor keinem Gegenspieler Angst.

Lukas Podolski hat kürzlich gesagt: „Er ist wie ich ein Straßenfußballer“. Stimmen Sie dem zu?

El Mala: Ich höre den Vergleich mit Poldi oft. Ich habe ehrlich gesagt nicht so viel von ihm gesehen, ganz einfach, weil ich damals noch zu klein war. Ich weiß aber, dass er hier eine absolute Legende ist. Ich habe ihn schon einmal getroffen, wir haben uns kurz ausgetauscht. Dass ich ein Straßenfußballer bin, der sich auf dem Platz auf seine Instinkte verlässt, würde ich auch sagen.

„Ich konnte es erstmal gar nicht glauben“

Im Oktober wurden sie erstmals zur Nationalmannschaft eingeladen. Was war das für ein Gefühl?

El Mala: Ich konnte es erstmal gar nicht glauben, als der Anruf von Julian Nagelsmann kam. Ich bin zunächst gar nicht dran gegangen, weil es eine unbekannte Nummer war. Als ich dann das Profilbild des Bundestrainers bei WhatsApp gesehen habe, habe ich zu meinem Bruder gesagt: ‚Malek, ich glaube, meine Vermutung wird wahr.‘ Es war ein krasses Gefühl, den Bundestrainer zurückzurufen, ich war total aufgeregt. Im Gegensatz zu meinem Bruder, der ist total ruhig geblieben. Als ich nach dem Telefonat aufgelegt habe, habe ich es dann sofort meinen Eltern erzählt.

Wie steht es um Ihren WM-Traum?

El Mala: An erster Stelle steht, mit dem FC wieder in die Spur zu finden und Spiele zu gewinnen. Darauf liegt aktuell mein Fokus. Wir wollen die Klasse halten und dafür werde ich alles geben. Von der WM bin ich noch weit entfernt. Ich wurde zwar eingeladen, bin aber noch nicht zum Einsatz gekommen. Ich muss erstmal konstant meine Leistungen bringen und wenn ich dann nochmal eingeladen werde, auch beim DFB-Team überzeugen. Dann wird man sehen, was passiert.

Wo sehen Sie noch Entwicklungspotenzial bei sich?

El Mala: Bei der Defensivarbeit muss ich definitiv noch zulegen und noch konstanter über 90 Minuten werden.

Ihr Bruder ist ein Orakel, er hat das Tor gegen Hoffenheim auf die Minute genau vorhergesagt. Wie sieht seine WM-Prognose für Sie aus?

El Mala: Es gibt keine, die WM ist zwischen uns beiden überhaupt kein Thema. Wir haben noch kein Wort darüber geredet.

Apropos Malek: Sie sind mittlerweile einen Schritt weiter als Ihr Bruder. Wirkt sich das auf Ihr Verhältnis aus?

El Mala: Nein, das spielt keine Rolle zwischen uns. Er gönnt mir alles von Herzen. Wenn er in meiner Situation wäre, würde ich das genauso tun. Wir leben in einer WG zusammen und sehen uns jeden Tag. Wir glauben gegenseitig an uns und unterstützen uns bedingungslos.

Was fehlt ihm noch für den großen Durchbruch?

El Mala: Ich kann versprechen, dass er eines Tages auch da hinkommt, wo ich gerade bin. Er hat Qualitäten, die es so nicht oft gibt. Er hatte leider zuletzt einige Rückschläge durch Verletzungen, die er jetzt erstmal verarbeiten muss. Er braucht noch ein bisschen Zeit, aber ich glaube, dass er beim FC bestens aufgehoben ist, um den nächsten Schritt zu gehen. Er hat in der Reha viel gearbeitet und ich bin mir sicher, dass er wieder Vollgas geben wird, wenn er bald wieder auf dem Platz steht.

Wie sieht die Aufgabenverteilung in der El-Mala-WG aus?

El Mala:  Wir haben da einen guten Weg für uns gefunden. Wenn ich zum Beispiel die Waschmaschine anmache, räumt Malek sie aus. Wenn ich staubsauge, macht er es beim nächsten Mal. Es ist ein Geben und Nehmen.

„Ich habe eine starke Bindung zur Stadt und zum FC entwickelt“

Sie sind zwar kein gebürtiger Kölner, aber was bedeutet Ihnen der FC?

El Mala: Ich habe eine starke Bindung zur Stadt und zum FC entwickelt. Köln lebt vom Fußball. Die Menschen sind positiv verrückt, wenn es um den Verein geht. Es ist immer geil, vor den eigenen Fans zu spielen und 50.000 im Rücken zu haben. Ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann. Ich spüre das Vertrauen des Vereins und den Fans. Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl. Ich hoffe, dass es so weitergeht.

Welche Träume haben Sie in Ihrer Karriere?

El Mala: Ich will so viel erreichen, wie es nur geht. Ich will mir am Ende der Karriere nicht vorwerfen, dass ich nicht alles herausgeholt habe. Ich bin sicher: Wenn ich dranbleibe, dann werden sich meine Ziele und Wünsche erfüllen.