Der 1. FC Köln ist bei weitem nicht mehr so effizient wie zu Beginn der Saison

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln beim Sieg gegen Freiburg
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Der 1. FC Köln ist bei weitem nicht mehr so effizient wie zu Beginn der Saison

Sieben Punkte aus, acht Tore in drei Spielen – furios ist der FC in die Saison gestartet. Doch das Punktepolster schmilzt. Das hat sicherlich einige Gründe. Zahlen belegen einen Trend. Der 1. FC Köln ist nicht mehr so effektiv wie noch zu Beginn dieser Spielzeit.

Die Anfangseuphorie ist rund um das Geißbockheim langsam ein wenig verflogen. Die Tendenz ist mittlerweile eher negativ. Nur eins der vergangenen acht Pflichtspiele hat der FC gewonnen. Eine neue Schwäche ist ganz offensichtlich die vor dem Tor. Der 1. FC Köln ist im Abschluss jedenfalls nicht mehr so effektiv wie noch zu Saisonbeginn.

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Möglicherweise war es eine der beiden Spiel entscheidenden Szenen der Begegnung. Ragnar Ache wurde in der Nachspielzeit der Begegnung gegen den FC St. Pauli Höhe des Sechzehners angespielt. Der Stürmer zog mit dem Ball nach innen und dann ab, aber zum wiederholten Mal parierte Nikola Vasilj im Tor der Gäste stark. Der Abpraller landete vor dem Fuß von Florian Kainz, der das freie Tor vor und Isak Johannesson frei stehend neben sich hatte. Doch auch der Ex-Kapitän der Kölner traf nicht zum 2:0. „In der Situation haben die Jungs einen Puls von 180 und müssen dann Entscheidungen treffen“, nahm Lukas Kwasniok seine Schützlinge später im „aktuellen sportstudio“ in Schutz. „Es macht ja keiner mit Absicht“, so der Trainer weiter.

Effizienz hat deutlich nachgelassen

Natürlich hatten die FC-Spieler die Chance nicht absichtlich vergeben. Ärgerlich war es natürlich dennoch. Denn bei den xGoals-Werten stand beim FC eine zwei, während der Gast auf 0,2 kam – auf der Anzeigetafel wiederum ein 1:1. „Nur ein verdammter Schuss, ein Schuss“, fluchte Eric Martel frustriert, als er nach dem Duell die Katakomben des Kölner Stadions betrat. Denn dieser eine Torschuss der Hanseaten ließ die Kölner nach einem eigentlich ordentlichen Spiel zwei Punkte verlieren und den Abstand auf die unteren Tabellenplätze eben nicht wie gehofft ausbauen. Wenn man so will schlugen die Hamburger den FC also nicht nur in Bezug auf das späte Tor in der Nachspielzeit mit den eigenen Waffen, sondern auch mit der gnadenlosen Effizienz, die Köln noch in den ersten drei Spielen ausgemacht hatte.

Damals kamen die Geißböcke nach dem dritten Spieltag auf einen XGoals-Wert von 4,8. Die Qualität der Chancen ließ also knapp fünf Tore erwarten. Es waren zu diesem Zeitpunkt aber schon acht. Nahezu drei pro Spiel. Die Effizienz lag damals also bei 3,2 – der viertbeste Wert der Liga, hinter den Bayern, Frankfurt und Augsburg. Seit dem fulminanten Start hat sich die Effizienz aber ein wenig verkehrt. Zwar erspielen sich die Kölner mit einem xGoals-Wert von 16,67 auch weiterhin gute Chancen (nur vier Teams besser), der xGoals-Wert-Schnitt liegt wie zu Saisonbeginn bei 1,6, Tore waren es am Ende aber „nur“ 14, also 1,4 pro Spiel. Die Effizienz ist auf -2,67 gefallen – der drittschlechteste Wert der Liga. „Es ist ja nicht so, dass wir die Dinger reihenweise versiebt haben in dieser Saison. Wir waren schon sehr effektiv. Die Jungs sind qualitativ aus meiner Sicht sehr gut unterwegs“, erklärte Kwasniok am Samstag.

Tatsächlich sind die 14 Treffer kein schlechter Wert, nur war der FC zu Saisonbeginn zumindest nach diesen Zahlen vor dem Tor offensichtlich kaltschnäuziger. Anders verhält es sich bei den gefangenen Gegentreffern. Da ließen die xGoals-Werte der Kölner Gegner nach drei Spielen 3,5 Gegentore erwarten, es waren vier. In den vergangenen zehn Partien lag der Wert bei 16,83, Köln kassierte aber 17 Gegentreffer. Eine großartige positive oder negative Veränderung lässt sich trotz der Verletzungsmisere in der Hintermannschaft nicht ausmachen.

Kann Linton Maina gegen Leverkusen für den 1. FC Köln zum X-Faktor werden?

Linton Maina im Spiel gegen den VfB Stuttgart
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Kann Linton Maina gegen Leverkusen für den 1. FC Köln zum X-Faktor werden?

Der FC gastiert am kommenden Samstag am 14. Spieltag der Bundesliga beim Rhein-Rivalen Bayer 04 Leverkusen und hat nach zuletzt vier sieglosen Spielen die Chance, wieder mal drei Punkte einzufahren. Ein Akteur könnte dabei eine wichtige Rolle spielen beim 1. FC Köln: Ist Linton Maina der Überraschungsfaktor gegen Leverkusen?

Eine größere Rolle spielen könnte beim Duell gegen Leverkusen Linton Maina, der in der Vergangenheit gegen die Werkself bereits einen guten Eindruck hinterließ und daher nun bereit für die Startelf zu sein scheint beim 1. FC Köln: Ist Linton Maina der Überraschungsfaktor gegen Leverkusen.

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Für den 1. FC Köln geht es nach zuletzt vier sieglosen Partien in Folge gegen den rheinischen Rivalen aus Leverkusen darum, sich mit drei Punkten wieder in eine positive Stimmung zu bringen. Vor dem möglicherweise richtungsweisenden Duell mit Konkurrent Union Berlin um Ex-Coach Steffen Baumgart am letzten Spieltag vor Weihnachten wäre ein Sieg sicher hilfreich, um den zuletzt eher negativen Trend zu brechen und sich wieder ein kleines Polster auf den Relegations- und die Abstiegsränge zu verschaffen. Möglicherweise wird auf Seiten der Kölner dabei auch Linton Maina wieder eine größere Rolle spielen als zuletzt. Der schnelle Flügelspieler hinterließ gegen die Werkself in der Vergangenheit schon einen guten Eindruck und könnte daher am Wochenende wieder von Beginn an auflaufen.

Guter Auftritt im letzten Duell   

Auch wenn Maina nach seiner Einwechslung gegen den FC St. Pauli am letzten Wochenende noch immer nicht sein erstes Saisontor gelang, so dürfte er durchaus gute Karten auf einen Platz in der Startelf der Kölner haben für das Spiel gegen die Leverkusener. Nachdem Jungstar Said El Mala beim 1:1 gegen die Hamburger in der Sturmmitte auflief und seine Rolle mit dem einzigen FC-Tor durchaus ordentlich interpretierte, scheint ein Startplatz auf einem der beiden Flügel durchaus realistisch für den gebürtigen Berliner. Mit Blick auf seine Leistung beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten dürfte sich FC-Coach Lukas Kwasniok ernsthafte Gedanken über einen Einsatz des Offensivmannes von Beginn an machen.

Zumal die Flügelzange aus dem Pauli-Spiel bestehend aus Marius Bülter und Luca Waldschmidt nicht wirklich zu überzeugen wusste. Während Waldschmidt zuletzt immerhin eine aufsteigende Formkurve zeigte und gegen die Hamburger nach mehreren Spielen wieder mal in der Anfangsformation stand, läuft Bülter seiner Form aus den ersten Ligaspielen der Saison aktuell ein wenig hinterher. Das Tor bei der 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt war für den 32-jährigen Neuzugang das einzige Erfolgserlebnis aus den letzten neun Ligapartien, auch gegen St. Pauli agierte der ehemalige Hoffenheimer und Schalker ziemlich glücklos.

X-Faktor Maina

Mit Maina steht einer der schnellsten und antrittstärksten Spieler im FC-Kader demnach in den Startlöchern. Zwar ist der 26-Jährige in der aktuellen Spielzeit noch ohne Tor oder Vorlage, dennoch scheint Gegner Bayer Leverkusen ihm zu liegen. Denn die letzte Begegnung des Kölner Flügelflitzers mit der Werkself spricht eine deutliche Sprache. Im Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC und den Leverkusenern im Februar dieses Jahres zeigte Maina, was er der Werkself entgegenzusetzen hat. So sorgte er mit seinen Tempoläufen für Entlastung und leitete zunächst das 1:0 ein, als er Dejan Ljubicic den Ball vorlegte, der Damion Downs damals den Führungstreffer ermöglichte. Maina bekam im Gegenzug von Downs das 2:0 aufgelegt und vollstreckte erstaunlich souverän.

Für seine starke Leistung im Pokal-Fight wurde er vom „Kicker“ mit der Note 2,0 sogar zum Spieler des Spiels ernannt. Und auch damals war der FC wahrlich nicht als Favorit in das Duell gestartet. Mit Blick auf die Rolle der Kölner als Außenseiter und klarer Underdog gegen den amtierenden Deutschen Meister könnte also gerade Maina für schnelle Umschaltmomente und Konteraktionen am Samstag deutlich besser geeignet sein als der eher wuchtig und langsamere Bülter. Zudem rechnet man in Kölner sicher mit deutlich weniger Ballbesitz als der Gegner, umso mehr muss man die sich bietenden Gelegenheiten in der Offensive mit Tempo nutzen.

Für Kwasniok und seine Mannschaft könnte der frühere U21-Nationalspieler somit ein echter X-Faktor sein, zumal auch die Werkself durch die 0:2-Auswärtsniederlage beim FC Augsburg im jüngsten Bundesligaspiel zuletzt ein wenig ins Straucheln gekommen war. Der 1. FC Köln könnte mit einem Punktgewinn bei einem Top-Team der Bundesliga oder gar einem Auswärtssieg die Sieglos-Serie brechen und sich pünktlich vor dem Duell mit Union Berlin wieder in eine positiv vorweihnachtliche Stimmung bringen.

Für und Wider des personellen Roulette am Rhein: Verzockt sich Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln?

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Für und Wider des personellen Roulette am Rhein: Verzockt sich Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln rotiert sich durch die Saison – und gefühlt manchmal auch ins eigene Chaos. Zwar setzt Trainer Lukas Kwasniok unbeirrt auf maximale Variabilität, doch nach Wochen ohne Sieg stellt sich die Frage beim 1. FC Köln: Überraschungsmoment gegen Stabilität?

Auch vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli ließ der FC-Coach eine rundum erneuerte Startelf auflaufen. Am Ende stand bekanntlich das bittere Unentschieden und damit das fünfte sieglose Spiel infolge für den 1. FC Köln: Überraschungsmoment gegen Stabilität?

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Aufmerksame Beobachter werden beim Blick auf die Startformation des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli am vergangenen Samstag mal wieder die Stirn gerunzelt haben. Said El Mala im Sturmzentrum? Denis Huseinbasic und Tom Krauß gemeinsam auf der Sechser- bzw. Achterposition? Dreier- oder Viererkette? Viele Fragen lagen in der Luft, bevor der Ball rollte. Doch nicht erst seit Samstag sorgt FC-Trainer Lukas Kwasniok Woche für Woche für Kopfzerbrechen bei Fans, Gegnern und vielleicht sogar bei den eigenen Spielern. In fünf der vergangenen sechs Spiele nahm er mindestens vier Veränderungen vor, in allen bisherigen fünfzehn Pflichtspielen, an allen dreizehn Bundesligaspieltagen und in beiden Pokalrunden ließ er rotieren. Seine Vision hinter dieser konsequenten Variabilität hat er bereits mehrfach erläutert.

Ist jetzt die Zeit für Veränderungen?

Nach dem spektakulären Testspiel gegen Atalanta Bergamo Anfang August sagte der Trainer beispielsweise: „Wir werden schauen, dass wir den gesamten Kader nutzen, weil jedes Spiel andere Herausforderungen mit sich bringt und jedes Mal andere Spielertypen gefragt sind. Bei mir gibt es keine Stammelf, sondern eine Startelf, die sich je nach Bedarf und natürlich nach der persönlichen Verfassung einzelner Spieler verändert.“ Und auch gut fünf Monate später rückt er nicht von seinem Credo ab. So erklärte er am Samstag im „aktuellen sportstudio“: „Diese Woche haben die Jungs schon zwei Tage vor dem Spiel gewusst, wie wir auftreten werden. In Hoffenheim allerdings erst drei Stunden vor Spielbeginn. Monotonie ist der Tod der Aufmerksamkeit, das habe ich schon ein paar Mal gesagt.“

Dieser Pragmatismus ging im erfolgreichen Saisonstart des FC durchaus auf. Doch nach dem Unentschieden gegen die Kiezkicker wird der Negativtrend beim 1. FC Köln deutlicher. Seit dem Heimsieg gegen den Hamburger SV Anfang November wartet der FC auf einen Sieg in der Liga. Ist nun der Moment gekommen, Kwasnioks undogmatischen Ansatz zu hinterfragen? Die Rotation fordert mitunter einen schmerzhaften Tribut, der sich möglicherweise bei ruhenden Bällen bemerkbar macht. Gerade in Phasen, in denen es auf einstudierte Abläufe ankommt, wirkt der 1. FC Köln häufig anfällig. Das beginnt bereits bei den Standardsituationen, die in einer Mannschaft mit stetig wechselnder Besetzung naturgemäß schwerer zu automatisieren scheinen.

Standards ein Zeichen für mangelnde Eingespieltheit?

Wenn also eine gewisse Eingespieltheit fehle, könnten diese Zahlen ein Beweis sein. Der FC kassierte bereits elf Gegentore nach ruhenden Bällen – Negativrekord in der Bundesliga. Besonders auffällig war das passive Abwehrverhalten nach einer Ecke gegen Werder Bremen, bei der mangelnde Abstimmung und unklare Verantwortlichkeiten letztlich zum Treffer von Marco Friedl führten, oder auch zum Frankfurter Anschlusstreffer des völlig freien Arthur Theate. Ein Blick ins Detail macht das Problem noch deutlicher. Vier Gegentore fielen nach Ecken, was ebenfalls den Liga-Höchstwert bedeutet. Drei Treffer kassierte der FC nach Freistößen; auch hier steht keine Mannschaft schlechter da. Zusätzlich ließ Köln in dieser Saison bereits vier Strafstöße zu.

Diese Werte dürften auf strukturelle Schwierigkeiten hindeuten, die sich durch jede weitere Rochade wohl eher vergrößern als verringern. In der Offensive sieht es nicht viel besser aus. Alle 52 Ecken des FC blieben in dieser Saison ohne direkte Wirkung. Insgesamt gelangen der Mannschaft erst zwei Treffer nach Standards.

Das spricht für den Kwasniok-Weg

Zunächst einmal wäre es vermessen, die Leistungen der Geißböcke aus den vergangenen Wochen als unzureichend zu bewerten. Zwar ist es für sich genommen kein Beweis dafür, dass in Köln alles richtig läuft, aber als Aufsteiger nach dreizehn Spieltagen mit 16 Zählern in der oberen Tabellenmitte zu stehen, ist durchaus beachtlich und alles andere als selbstverständlich. Hinzu kommt, dass der FC derzeit mit einem akuten Notstand in der Innenverteidigung kämpft. Die Ausfälle von Timo Hübers, Joel Schmied und Dominique Heintz erschweren die Arbeit des Trainerteams erheblich. Abstimmungsprobleme oder sichtbare Kommunikationslücken können durchaus ihre Ursache in dieser personellen Notsituation haben. Wer jede Woche eine andere Besetzung in der letzten Linie aufs Feld schicken muss, kann kaum defensive Perfektion erwarten.

Darüber hinaus könnte man die Marschroute des Kölner Trainers insofern deuten, dass er seine Mannschaft mit der ständigen Rotation keineswegs überfordert, sondern vielmehr das bestmögliche aus seinen Schützlingen herausquetscht. Er treibt seine Spieler an ihre Leistungsgrenze, so wie er es bereits in Paderborn, Saarbrücken oder Jena getan hat. In seinem System gibt es keinen Raum, um sich auszuruhen. Wer nachlässt, riskiert bereits am nächsten Spieltag den Platz auf der Bank. Dieses Prinzip der inneren Konkurrenz belebt den Kader, verschärft den internen Wettbewerb und verhindert träge Selbstzufriedenheit. Zudem ist der Kader des FC erkennbar auf die Anforderungen des Coaches zugeschnitten. Sportchef Thomas Kessler und Kaderplaner Gabor Ruhr nutzten den Sommer, um mit Personalien wie Jakub Kaminski Spieler an Bord zu holen, die nahezu jede Position bekleiden können.

Kwasniok: „Werden diesen Weg weiterhin verfolgen“

Im „aktuellen sportstudio“ erklärte der 44-Jährige, warum er seine derzeitige Herangehensweise trotz der Rückschläge aus den vergangenen Spieltagen für alternativlos hält: „Ich will unberechenbar bleiben, aber nicht um meiner selbst willen, sondern um das nächste Spiel zu gewinnen. Das ist als Aufsteiger und Underdog in der Liga sicherlich hilfreich, um den Gegner zu überraschen und eine gewisse Kreativität an den Tag zu legen. Wenn wir immer gleich spielen, haben wir mit den aktuellen Möglichkeiten einfach nicht ganz so hohe Wahrscheinlichkeiten, gegen die Top-Teams zu gewinnen. Deshalb werden wir diesen Weg weiterhin verfolgen, in der Hoffnung, bessere Ergebnisse als heute einzufahren– am besten am kommenden Wochenende in Leverkusen.“ Vor der Begegnung mit dem Bayer-Club dürfen sich alle Beteiligten wieder darauf freuen, was sich Kwasniok und sein Team für diese knifflige Aufgabe ausgedacht haben. Sicher scheint vorab nur eines: Auch gegen die Werkself wird es Überraschungen geben.


Vor- und Nachteile: Wird Said El Mala zur Dauerlösung als Mittelstürmer beim 1. FC Köln?

Said El Mala erzielt gegen St. Pauli das 1:0
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Vor- und Nachteile: Wird Said El Mala zur Dauerlösung als Mittelstürmer beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln sah sich gegen den FC St. Pauli am vergangenen Samstag lange als Sieger, ehe es doch noch den späten Ausgleich gab. Einen guten Eindruck hinterließ dabei Jungstar Said El Mala, der gegen die Hamburger als Mittelstürmer auflief. Und so stellt sich durchaus eine Frage beim 1. FC Köln: Ist Said El Mala eine gute Dauerlösung als Mittelstürmer?

Lange sahen die Kölner am Samstag wie der sichere Sieger aus. Nur ein Ausrutscher von Marvin Schwäbe verhinderte letztlich den Sieg der Geißböcke. Ein Spieler stach einmal mehr heraus und das auf ungewohnter Position für den 1. FC Köln: Ist Said El Mala vielleicht sogar eine gute Dauerlösung als Mittelstürmer?

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Auch wenn der 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli am Samstag lange wie der sichere und verdiente Sieger aussah, mussten sich die Kölner nach dem 1:1-Ausgleich in den letzten Spielsekunden am Ende doch noch mit einem Unentschieden begnügen. Trotz des bitteren doppelten Punkteverlustes machte auch gegen die Hamburger wieder einmal Youngster Said El Mala auf sich aufmerksam und erzielte das einzige Tor seiner Mannschaft zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung. Ungewöhnlich dabei: Der 19-Jährige lief gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt erstmals als Mittelstürmer auf und hinterließ dabei einen sehr ordentlichen Eindruck. Für FC-Trainer Lukas Kwasniok scheint sich nach dem Auftritt seines Top-Talents nun die berechtigte Frage zu stellen, ob El Mala nicht auch als eine Dauerlösung für die Problemzone Sturmspitze fungieren kann.

Effizientester Spieler der Liga nach Kane

Mit dem Treffer gegen St. Pauli ist El Mala nun mit sechs Toren und drei Vorlagen alleiniger Top-Scorer der Kölner. Der gebürtige Krefelder kam bis zuletzt fast ausschließlich über den linken Flügel zum Zug, brachte sich selbst aber immer wieder durch starke Tempodribblings in gute Abschlusspositionen am oder im gegnerischen Strafraum. Mit nur 4,7 Versuchen pro Tor ist er nach Bayern-Star Harry Kane sogar der effizienteste Spieler der Bundesliga. Neben seinem Torinstinkt und eben jener Effizienz bringt El Mala zumindest theoretisch auch körperlich einiges mit, ist mit 1,87 Meter groß gewachsen und dürfte das Potenzial haben, in Luftduellen oder beim Ballabschirmen noch deutlich mehr mitzuhelfen.

Als vorderster Angreifer ist der Weg zum Tor für ihn zudem deutlich kürzer als über den Flügel, er könnte sich zwischen den gegnerischen Innenverteidigern mit seinem Tempo in die Tiefe direkt zum Tor bewegen und müsste nicht erst über die Außenbahn einen Gegenspieler ausspielen, um dann nach innen in die gefährlichen Räume zu ziehen. Ohnehin ist der 19-Jährige auf dem Flügel eher der Typ Flügelspieler, der im Robben-Style nach innen geht und den Abschluss sucht. Die Außenposition könnte Lukas Kwasniok so beispielsweise mit einem flankenstarken Spieler wie Kaminski besetzen. Abgesehen von seinen offensiven Talenten könnte El Mala in der Sturmmitte vielleicht auch eher seine defensiven „Schwächen“ kaschieren und er könnte sich mehr auf seine Rolle als offensiver Gefahrenherd konzentrieren.

El Mala wirklich als Mittelstürmer-Dauerlösung?

Allerdings mangelt es El Mala zurzeit noch an der Erfahrung in zentraler Sturmposition sowie an einer massiv robusten Spielweise. Der 19-Jährige ist zwar pfeilschnell, setzt seinen Körper trotz seiner Größe aber noch zu wenig ein. Auch das Kopfballspiel gehört Stand jetzt (noch) nicht zu den bislang nachgewiesenen Stärken des jungen Top-Talents. Darüber hinaus kommt mit dem kürzeren Weg zum Tor in der Sturmspitze auch seine hohe Endgeschwindigkeit deutlich weniger zum Tragen, da auf dieser Position eher explosive kurze bis mittellange Sprints relevant sind. Lange Läufe auf höchstem Tempo über das Spielfeld wie beim Tor gegen den FC St. Pauli sind als Mittelstürmer wohl eher selten möglich.

Insgesamt verfügt der Youngster zwar über ein hochinteressantes Skillset, hat aber nicht die klassische Ausbildung als Mittelstürmer genossen. Der Überraschungsfaktor könnte innerhalb eines Spiels womöglich interessant werden, um El Mala je nach Spielstand vom Flügel in die Mitte zu beordern – ob diese Rolle allerdings als Dauerlösung Früchte tragen kann, wird die Zukunft zeigen. Fest steht jedenfalls eins: FC-Coach Kwasniok hat mit seinem Top-Talent mehrere Optionen und auch der 19-Jährige wird von Training zu Training und Spiel zu Spiel reifer und besser werden. Aus der Startelf ist der Topscorer jedenfalls zurzeit nicht mehr wegzudenken.

Abstiegskampf, Tabellenführung und Ausfälle: So lief das Wochenende der Leihspieler des 1. FC Köln

Julian Pauli vom 1. FC Köln
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Abstiegskampf, Tabellenführung und Ausfälle: So lief das Wochenende der Leihspieler des 1. FC Köln

Einige der Kölner Leihen blicken auf ein erfolgreiches Wochenende zurück – andere nicht. Die Spieler kämpften um Einsatzzeit und den Punktgewinn. Doch nicht alle Leihspieler des 1. FC Köln performten am Wochenende.

Bei den verliehenen Spieler des FC läuft es durchaus unterschiedlich. Spielpraxis und Einsatzzeit konnten nicht alle sammeln am vergangenen Spieltag. Nicht alle Leihspieler des 1. FC Köln performten am Wochenende.

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Rasmus Carstensen: Für den Dänen scheint sich die Leihe nach Aarhus bisher wohl verdient zu machen. Nachdem der 25-Jährige in den vergangenen Spielen gegen Silkeborg und Kopenhagen traf, gelang dem Mittelfeldspieler mit Aarhus am Wochenende ein 2:1 beim Randers FC. Der Kölner Leihspieler ist unumstrittener Stammspieler. Auch am Wochenende stand Carstensen die komplette Spielzeit auf dem Platz. Aarhus GF konnte durch den Sieg die Tabellenführung und den Abstand auf den Tabellenzweiten Midtjylland auf vier Punkte ausbauen.

Ausfälle und Abstiegskampf

Jaka Potocnik: Nach dem Gala-Auftritt gegen Schweinfurt fällt der Pole weiterhin aus. Gegen den VfB Stuttgart II konnte der Kölner Leihspieler seinem Team Rot-Weiss Essen wegen seiner Muskelverletzung nicht zur Seite stehen. Somit gab es auch kein Aufeinandertreffen mit FC-Teamkollege Mansour Ouro-Tagba vom VfB.

Mansour Ouro-Tagba: Für Ouro-Tagba lief es beim 1:1 gegen Rot-Weiss Essen deutlich besser. Zuletzt stand der 20-Jährige immer über die volle Spielzeit auf dem Platz, wurde am Wochenende aber nach 72 Minuten ausgewechselt. In dieser Saison kommt Ouro-Tagba auf zwölf Spiele, in denen er mit fünf Toren und drei Vorlagen punkten konnte.

Chilohem Onuoha: Vier Mal stand der 20-Jährige in dieser Spielzeit ohne Einsatz im Kader, so auch vergangenes Wochenende gegen Havelse. Insgesamt kommt der Stürmer auf 13 Einsätze, fügte seinem Scorerkonto bereits drei Treffer und eine Vorlage hinzu. Der SC Verl spielte bei Havelse ohne Onuohas Unterstützung 2:2-Unentschieden und fuhr einen Punkt im Aufstiegsrennen ein.

Julian Pauli: Im Abstiegsrennen hingegen befindet sich aktuell Julian Pauli mit Dynamo Dresden. Gegen den 1. FC Kaiserslautern verloren die Sachsen auf dem Betzenberg am Wochenende 1:3. Dabei stand der Kölner Leihspieler 90 Minuten auf dem Platz. Für die Dresdener bedeutet die Niederlage nun 13 Zähler nach 15 Spieltagen und somit den 17. Tabellenplatz.

Elias Bakatukanda: Elias Bakatukanda lief aufgrund von muskulären Problemen nicht für den FC Blau-Weiß Linz auf, konnte dementsprechend dieses Wochenende auch keine Spielpraxis sammeln. Seine Mannschaft verlor gegen den Tabellenführer 0:2.

Imad Rondic: Imad Rondic wird über seine Einsatzzeit bei Rakow Czestochowa nicht gerade glücklich sein. Gegen GKS Katowice wurde der Kölner Stürmer in der 80. Minute eingewechselt. Einen Scorerpunkt konnte der Bosnier bisher nicht einfahren.


Kann Luca Waldschmidt zur Konstante beim 1. FC Köln werden? Ein unermüdliches Startelf-Comeback

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Kann Luca Waldschmidt zur Konstante beim 1. FC Köln werden? Ein unermüdliches Startelf-Comeback

Die Kritik verstummt, die Form steigt. Gegen St. Pauli zeigte Luca Waldschmidt eine seiner stärksten Leistungen im Trikot der Geißböcke. Bei dem Stürmer deutet vieles auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend hin beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidts unermüdliches Startelf-Comeback.

Ein Startelf-Comeback, die Vorlage zum zwischenzeitlichen Führungstreffer und unbändige Aufopferungsbereitschaft. Luca Waldschmidts Auftritt gegen den FC St. Pauli war überzeugend und untermauerte seine anhaltend hohe Form der vergangenen Wochen. Auch von Beginn an lieferte er eine Leistung ab, die insbesondere seinem Trainer gefiel beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidts unermüdliches Startelf-Comeback.

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Zwei Tage nach dem schmerzhaften Punktverlust sitzt der Stachel noch immer tief. Die späte Enttäuschung der Kölner vom vergangenen Wochenende durchzieht die Gespräche rund um den Club. Doch wer den Blick ausschließlich auf das unglückliche Gegentor richtet, übersieht schnell die die guten Seiten dieses Spiels. Denn bei der Rückschau auf den Samstag führt, fernab von allen berechtigten Diskussionen um den späten Ausgleich, kein Weg an einem Namen vorbei: Luca Waldschmidt. Der zuletzt oft kritisierte Angreifer zeigte gegen St. Pauli eine Leistung, die den Gästen permanent Kopfzerbrechen bereitete und die Offensive belebte.

Waldschmidt sah sich in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit überzogenen Erwartungen konfrontiert. Nicht selten blieb er hinter ihnen zurück. Gegen St. Pauli präsentierte er sich jedoch wie befreit und setzte genau jene Akzente, die ihn bereits als Joker gegen Eintracht Frankfurt oder Borussia Mönchengladbach besonderen Wert verliehen. Entsprechend deutlich stellte sich Trainer Lukas Kwasniok nach der Partie vor seinen Stürmer. Auf die wiederkehrende Kritik angesprochen, sagte er: „Weder ich noch das Trainerteam oder die Mannschaft kritisieren ihn. Wir sind alle froh, dass er bei uns ist. Und ansonsten bekomme ich das relativ selten mit. Was in der Vergangenheit war, interessiert mich nicht, ich bewerte Leistungen.“

Waldschmidts Schlüsselrolle im Kwasniok-System

Diese Leistung war nicht zuletzt das Ergebnis einer anspruchsvollen Rolle, die Kwasniok ihm gegen die tiefstehenden Boys in Brown zugedacht hatte. Waldschmidt fungierte als Verbindungsspieler zwischen letzter und vorderster Kette, ein Job, der unermüdliche Laufarbeit, ständige Anspielbarkeit im überladenen Zentrum und das geduldige Suchen nach Lücken im dichten Gefüge der Hamburger Fünferkette verlangte. Immer wieder fand er kleine Räume, bot sich klug an und war gemeinsam mit Said El Mala an nahezu allen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt. Auch beim zwischenzeitlichen 1:0 hatte er seine Füße im Spiel. Nach einem misslungenen Freistoß der Gäste reagierte Waldschmidt hellwach und setzte El Mala mit einem kraftvollen Anspiel tief in die gegnerische Hälfte in Szene, woraufhin der pfeilschnelle Angreifer zu seinem sechsten Saisontor vollendete. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass der Assist auch viel von eine, Befreiungsschlag hatte.

Ein eigener Treffer blieb Waldschmidt hingegen verwehrt, auch wenn er diesem Mitte der ersten Hälfte so nah kam wie in keiner anderen Szene. Über die linke Seite leitete er zunächst einen Angriff über Marius Bülter ein, dessen Hereingabe El Mala aus kürzester Distanz eigentlich nur noch verwerten musste. Pauli-Keeper Nikola Vasilj rettete in größter Not. Im Anschluss kam Waldschmidt selbst zum Abschluss, sein Versuch wurde jedoch geblockt und sprang vom Pfosten zurück ins Feld, bevor Vasilj auch gegen Sebastian Sebulonsen zur Stelle war. Waldschmidt ordnete die Szene später selbstkritisch ein: “Ich glaube, am Ende muss ich ihn vielleicht einen Tick eher nehmen, weil der Torwart schon ein bisschen auf die lange Ecke spekuliert hat. Ist ja so der Klassiker irgendwie, entweder man schießt ihn von da oder in die kurze Ecke. Das war so mein erster Gedanke danach”.

Mehr als nur ein feiner Techniker

Insgesamt war es wohl keine hundertprozentige Chance, die Waldschmidt nachts den Schlaf rauben wird. Doch es blieb die klarste Möglichkeit, seinen Positivtrend fortzuschreiben, den er schon gegen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach angedeutet hatte. Gerade weil seine Formkurve zuletzt spürbar nach oben zeigte, wäre ein Treffer die logische Vollendung eines erneut starken Auftritts gewesen.

Geht es nach seinem Coach, lag es gegen St. Pauli jedoch weniger an Waldschmidt selbst als vielmehr an den Umständen, dass ihm der verdiente Torerfolg verwehrt blieb. „Luca hat sich das durch Trainingsarbeit und Spielleistung einfach verdient. Heute hätte er seine Leistung krönen können. Sein Problem ist eher, dass wir in den Zwischenräumen nicht ganz so sauber sind und nicht in die nächste Ebene kommen, in der seine Stärken zur Geltung kommen.“ Selbst der vergebenen Großchance zum möglichen 2:0 konnte Kwasniok noch etwas Positives abgewinnen. „Was mich freut, ist, dass er sich die Chance erarbeitet hat, ein Spiel auf den zweiten Ball zu machen. Das ist nicht seine Kernkompetenz, denn er ist ja auch ein sehr feiner Fußballer. Aber diese Bescheidenheit zu haben, den Ball zu erkennen und dann wirklich um den zweiten zu kämpfen, das steht ihm auch gut zu Gesicht.“

Kwasniok: „Hoffe, dass die Kritik verstummen wird“

Es war also ein Waldschmidt-Auftritt ganz nach dem Geschmack seines Trainers: aufopferungsvoll, präsent in den entscheidenden Räumen und mit voller Intensität in jedem Laufduell. Der gelernte Mittelstürmer gehörte gemeinsam mit Eric Martel und Sebastian Sebulonsen zu den laufstärksten Spielern im Team der Domstädter und lieferte damit eindrucksvoll den Beweis, dass er längst mehr ist als lediglich ein feiner Techniker.

Behält der Offensivakteur seine aktuelle Form bei, dürften weitere Einsätze von Beginn nicht zur Debatte stehen. Für das brisante Duell mit Bayer 04 Leverkusen deutete Kwasniok bereits am Samstag an, welche Rolle er seinem Stürmer zutraut. “Er ist jetzt ein Kandidat für die Startelf in Leverkusen und sein linker Fuß ist für uns Gold wert. Das steht außer Frage.” Und so bleibt am Ende eine Botschaft, die fast wie ein Wunsch klingt: “Ich hoffe, dass die Kritik, die es anscheinend gibt, in Zukunft verstummen wird.”


Wintertransfers: Was hat der 1. FC Köln im Winter noch vor?

Thomas Kessler arbeitet auch diesen Winter am Kader des 1. FC Köln
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Wintertransfers: Was hat der 1. FC Köln im Winter noch vor?

Auch am Samstag war FC-Trainer Lukas Kwasniok gegen den FC St. Pauli wieder gezwungen, zu basteln. Und so scheint es, als gäbe es bei den Geißböcken im kommenden Transferfenster Handlungsbedarf, allerdings nicht um jeden Preis. Vor allem die Defensive könnte allerdings nochmal verstärkt werden mit Wintertransfers: Bessert der 1. FC Köln noch einmal nach?

Auch in diesem Winter wäre der FC handlungsfähig, könnte aber wohl nicht die ganz großen Sprünge machen. Schnellschüsse wie vor einem Jahr will Thomas Kessler wohl nicht tätigen bei den Wintertransfers: Bessert der 1. FC Köln noch einmal nach?

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Wäre der späte Ausgleich am Samstagnachmittag im Duell gegen den FC St. Pauli nicht noch gefallen, der FC hätte nicht nur drei Punkte eingefahren, erst zum dritten Mal in dieser Serie hätten die Geißböcke zu Null gespielt. Zum ersten Mal seit mehr als zwei Monaten wohlgemerkt. Zumindest nach der offensichtlichen Statistik wäre das wohl ein Beweis für eine starke Defensivleistung gewesen – trotz Verletzungsmisere. Auch mit dem Gegentor, das die Geißböcke immerhin zwei Punkte kostete, hatte es die Kölner Verteidigung laut Statistik recht gut gemacht. Insgesamt kam St. Pauli auf einen xGoals-Wert von 0,2. Die Qualität der Chancen ließ also nur 0,2 Tore erwarten, während der FC auf zwei Tore zusteuerte. Der Treffer hatte am Ende eine Wahrscheinlichkeit von unter zwei Prozent – der niedrigste Wert des gesamten Spieltags.

„Da machen wir uns ganz in Ruhe Gedanken drüber“

Man könnte also meinen, dass es in der Kölner Hintermannschaft keinen großen Handlungsbedarf gibt. Nur entspricht das nicht so ganz der Realität. Zum einen spielten die Nordlichter in der Offensive erschreckend schwach, fanden eigentlich dort gar nicht statt. Oder anders: Die Kölner Defensive machte einen guten Job, nur stellte der Gast diese auch nicht vor die allergrößten Herausforderungen. Zum anderen musste Lukas Kwasniok am Wochenende einmal mehr „basteln“, wie er die Suche nach der perfekten Aufstellung im Vorfeld selbst nannte. Es wäre also schon fahrlässig aus dem Spiel von Samstag abzuleiten, dass es keinen großen Handlungsbedarf in Sachen Kaderplanung gäbe. „Es ist ja kein Geheimnis, dass uns in der Innenverteidigung Spieler verletzungsbedingt weggebrochen sind. Der Trainer ist schon gezwungen, auch ein bisschen zu basteln. Da machen wir uns ganz in Ruhe Gedanken drüber“, erklärte Thomas Kessler am Samstag bei „Sky“.  

Man hat also im Kader schon Stellschrauben gefunden, an denen man drehen könnte. Das hatte auch Ulf Sobek auf der Pressekonferenz am vergangenen Montag erklärt. „Das ist natürlich schon die Aufgabe des Sportdirektors gemeinsam mit den Trainern zu schauen, ob wir uns da im Winter noch punktuell und wenn auch auf welchen Positionen wir uns verstärken“, hatte der Vizepräsident erklärt. Und so sagte auch Kessler am Samstag, dann man den „Markt analysiere“. Sprich: Der FC schaut sich um. Wenngleich der Handlungsbedarf dann wohl keinen Schnellschuss mit sich bringen wird. Die Transfersituation hat sich beim FC im Sommer grundlegend verändert. Kessler investiert, doch bedeutet das sicher nicht, dass der Sportdirektor auf Teufel komm raus aus dem Bauch Spieler verpflichtet.

„Wer gibt im Winter gerne seine besten Spieler ab?“

Einen Winter wie im Vorjahr soll es nicht geben. Zur Erinnerung, der FC verpflichtete im ersten Transferfenster nach dem Registrierungsverbot vier Spieler. Anthony Racioppi kam als zweiter Keeper, verlor den Posten aber zwischendurch an den damals 39-jährigen dritten Keeper Philipp Pentke. Jusuf Gazibegovic wurde als Königstransfer gefeiert, spielt unter Lukas Kwasniok aber keine Rolle und wird den Verein möglicherweise nach nur einem Jahr wieder verlassen. Imad Rondic kam wiederum als Sturmhoffnung, wurde mittlerweile an Raków Częstochowa verliehen, wartet da nach wettbewerbsübergreifend 15 Spielen noch auf seinen ersten Treffer. Einzig Joel Schmied hat sich zu einer verlässlichen Größe bei den Kölnern entwickelt – allerdings auch mit reichlich Verspätung.

Beim FC war man im vergangenen Winter sehr darauf bedacht, gerade den Transfer von Rondic nicht als Notlösung zu verkaufen. Doch eigentlich gibt es wohl keinen besseren Begriff für die Verpflichtung. Denn ursprünglich hatten andere Namen als Stürmer auf der Kölner Liste gestanden. „Ich erzähle ja nichts Neues, dass es im Winter nicht immer ganz so einfach ist, da auch die Wunschkandidaten zu bekommen“, sagte Kessler am Samstag. „Wer gibt im Winter gerne seine besten Spieler ab?“ Wohl nur, wenn das nötige Kleingeld fließt. Große Sprünge werden die Geißböcke ohnehin nicht machen. „Ja, die finanziellen Möglichkeiten sind da. Wir sind handlungsfähig“, erklärte der Sportdirektor. „Aber es ist nicht so, dass wir jetzt aus dem Vollen schöpfen können und einfach irgendwelche wilden Dinge tun.“

Heißt: Die Kölner sehen schon Handlungsbedarf – nur eben nicht um jeden Preis. Vor allem auf den Positionen der Außen- und Innenverteidiger könnte noch etwas passieren. Ein Muss ist das aus FC-Sicht wohl nicht, ein Kann, wenn es sich um eine direkte Verstärkung handelt, die sich die Kölner auch leisten können.


Weitere Gerüchte über Rückkehr: Steht Jusuf Gazibegovic wieder auf dem Zettel von Sturm Graz?

Jusuf Gazibegovic beim Training des 1. FC Köln
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Weitere Gerüchte über Rückkehr: Steht Jusuf Gazibegovic wieder auf dem Zettel von Sturm Graz?

Beim FC stehen die Zeichen für den Rechtsverteidiger auf Abschied. Doch es muss ein Abnehmer für den 25-Jährigen gefunden werden. Am Samstag ploppten neue Gerüchte auf, die aber wieder auf ein altes Ziel deuten: Steht Jusuf Gazibegovic vor der Rückkehr zu Sturm Graz?

Am Samstag stand er zwar wieder im Kader, Einsatzminuten gab es aber auch weiterhin nicht. Die Zeichen stehen längst auf Abschied. Beim FC werde man dem 25- Jährigen sicher keine Steine in den Weg legen. Steht Jusuf Gazibegovic vor der Rückkehr zu Sturm Graz?

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Bereits zum fünften Mal innerhalb der vergangenen sechs Pflichtspiele unterstrich Lukas Kwasniok seinen Faible für die Rotation in seiner Mannschaft mit mindestens vier Veränderungen zur Vorwoche. Am späteren Abend erklärte der Trainer die grundsätzliche Wechsel-Maßnahme mit einer möglichen Unberechenbarkeit. Einige feste Größen sind dabei aber wöchentlich gegeben. Stammspieler wie Marvin Schwäbe, Jakub Kaminski oder Eric Martel – vermutlich nun auch Said El Mala – kommen Woche für Woche von Beginn an zum Einsatz, Jusuf Gazibegovic gar nicht. Der Bosnier hat es in den vergangenen fünf Spielen immerhin vier Mal in den Kader geschafft. Allerdings wohl nur der Verletzungssituation geschuldet. Gazibegovic spielt unter Lukas Kwasniok keine Rolle und wird es auch in Zukunft nicht tun. Der Bosnier ist mit seiner Situation natürlich unglücklich, nach einer Lösung wird gesucht.

Klappt es mit der Rückkehr

Doch wie realistisch diese ist, ist nicht ganz klar. Der FC hat den Rechtsverteidiger vor einem knappen Jahr für rund zwei Millionen Euro unter Vertrag genommen. Gazibegovic sollte die große Baustelle auf der rechten Abwehrseite schließen. Auch aufgrund einer Verletzung kam der 25-Jährige in der 2. Bundesliga nicht so zum Zug wie erhofft. Und das hat sich in diese Saison herübertransportiert. Ein einziger Einsatz steht auf dem Konto. Sieben Mal wurde er nicht für den Kader nominiert. Wirklich bewerben konnte sich der Rechtsverteidiger also nicht. Auch deswegen hat der Bosnier seinen Kaderplatz in der Nationalmannschaft verloren. Ein Kaderplatz, der vor einem Jahr noch ein Stammplatz in der A-Elf war. Und da Bosnien noch die Chance auf die WM hat, träumt auch der 25-Jährige sicher vom Endturnier.

Ein Wechsel gilt mehr als wahrscheinlich, doch die Interessenten dürften gerade nicht Schlange stehen. Zumal der FC den vermeintlichen Königstransfer nicht mit einem größeren Verlust abgeben will. Schon seit Wochen halten sich Gerüchte, Sturm Graz könnte an einer Rückholaktion von „Gazi“ interessiert sein. Der Verein dementiert das. Erst am Samstag berichtete das österreichische Nachrichtenportal „meinbezirk.at„, dass man bei Sturm dann doch an einer Rückkehr des Rechtsverteidigers arbeite. Das Portal beruft sich auf Insiderinformationen. Tatsächlich läuft es gerade auf den Außen bei Graz nicht so wirklich rund, die Fans fordern Veränderungen. Gazibegovic soll eine Rückkehr durchaus offen gegenüber stehen. Ausgeschlossen scheint eine Rückholaktion also wahrlich nicht.

Allerdings scheint es ausgeschlossen, dass Graz die zwei Millionen Euro wieder zurücküberweist – falls denn auch vom Verein ein Interesse wirklich besteht. Wahrscheinlicher wäre wohl eine Leihe. Immerhin hat Gazibegovic noch Vertrag bis 2028 beim FC.


Wen „bastelt“ Lukas Kwasniok ins Spiel? So könnte der 1. FC Köln gegen St. Pauli starten

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Wen „bastelt“ Lukas Kwasniok ins Spiel? So könnte der 1. FC Köln gegen St. Pauli starten

Für den FC geht es am Samstagnachmittag ins Heimspiel gegen den FC St. Pauli. Trainer Lukas Kwasniok vergab schon einige Startelf-Plätze, doch es bleiben Fragezeichen. So könnte der 1. FC Köln gegen St. Pauli spielen.

Nach dem 1:1 gegen Werder Bremen geht es für den FC mit dem Heimspiel gegen St. Pauli weiter. Und Lukas Kwasniok wird seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche wieder umbauen müssen. So könnte der 1. FC Köln gegen St. Pauli spielen.

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FC-Trainer Lukas Kwasniok wird seine Mannschaft gegen den FC St. Pauli wohl auf mindestens zwei Positionen im Vergleich zur Vorwoche verändern. Neben dem verletzungsbedingten Ausfall von Dominique Heintz, der sich in Bremen einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, wird voraussichtlich auch Isak Johannesson aus der Startformation rutschen. „Man hat jetzt schon auch ein bisschen gemerkt, dass er einen Tick überspielt ist“, sagte Kwasniok auf der Pressekonferenz, der jedoch auch die Qualität des Isländers von der Bank hervorhob. „Wir wissen, was er kann, aber er braucht eine gewisse Frische, um das umsetzen zu können. Sein einziges Tor in dieser Saison in der Liga hat er von der Bank aus erzielt“. Zwei andere FC-Profis bekamen vom 44-Jährigen bereits eine Einsatzgarantie. Neben Youngster Said El Mala wird auch Innenverteidiger Rav van den Berg zur Startelf des FC gehören. „Die Alternativen sind natürlich auch rar gesät. Ich kann schon bestätigen, dass er auch beginnen wird“, so Kwasniok.

Wer beginnt im Zentrum

Im Tor ist Marvin Schwäbe natürlich ebenfalls gesetzt. Vor dem Schlussmann könnten in einer Dreierkette Cenk Özkacar links, van den Berg rechts und Eric Martel zentral beginnen. Martel spielte gegen die Bremer wieder als Sechser, dürfte aber aufgrund der angespannten personellen Lage in der Abwehr auflaufen. Sebastian Sebulonsen dürfte ebenfalls zur Startelf gehören und wieder auf die rechte Schiene rücken. Auf der linken Schiene würde sich Jakub Kaminski anbieten, der diese Position in dieser Saison bereits spielte und dort auch eine solide Leistung zeigte. Dadurch würde Alessio Castro-Montes nach seinem schwachen Startelfdebüt in Bremen wieder aus der ersten Elf rutschen und die Partie zunächst von der Bank verfolgen. Im Zentrum wären durch das Zurückziehen von Martel sowie die Pause für Johannesson zwei Positionen neu zu besetzen. Dabei bieten sich Denis Huseinbasic und Tom Krauß als Duo an. Während Krauß eher den defensiveren Part von Martel übernehmen würde, könnte Huseinbasic als Ersatz für Johannesson agieren.

In der offensiven Dreierreihe wird Said El Mala links starten und rechts möglicherweise Jan Thielmann. Denkbar wäre aber auch, dass Martel im Mittelfeld eine Position übernimmt. Etwa, wenn Kwasniok mit einer Viererkette startet. Dann wäre Thielmann auch ein Kandidat für die letzte Reihe und Kaminski könnte wie gegen Bremen in die Offensivreihe vorstoßen. Offen erscheint, wer in der Spitze beginnt. Ragnar Ache steht nach seiner Gehirnerschütterung wieder zur Verfügung, wusste zuvor zu überzeugen und bringt dem Spiel des FC eine gewisse Wucht. Allerdings könnte Kwasniok auch überraschen und Jakub Kaminski ins Zentrum ziehen und dafür Kristoffer Lund über die linke Seite starten lassen. Auch Linton Maina, Florian Kainz und Luca Waldschmidt könnten potenzielle Kandidaten für eine Startelfnominierung sein, dürften jedoch ein wenig hinter den anderen Profis stehen.

So könnte der FC gegen den FC St. Pauli starten

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Rav van den Berg im Einsatz für den 1. FC Köln

Rav van den Berg

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Denis Huseinbasic im Testspiel gegen Atalanta Bergamo

Denis Huseinbasic

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV

Kristoffer Lund

Said El Mala und Jakub Kaminski sind zwei Gewinner des ersten Saisondrittels

Said El Mala

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Ragnar Ache im Testspiel gegen Atalanta Bergamo

Ragnar Ache