Durch die Verletzung von Dominique Heintz spielte Rav van den Berg früher und mehr als zunächst geplant. Doch der Abwehrspieler machte ein gutes Spiel für den 1. FC Köln: Rav van den Berg gibt ein starkes Comeback.
Nach gut zwei Monaten stand er wieder auf dem Platz für den 1. FC Köln: Rav van den Berg gibt gegen Werder Bremen ein starkes Comeback und macht nun Hoffnung auf mehr. Nach der Verletzung von Dominique Heintz kommt der Trainer wohl nicht mehr an dem Innenverteidiger vorbei.
Rav van den Berg im Duell gegen Werder Bremen
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Lukas Kwasniok hatte dann doch seine Bedenken, Rav van den Berg von Beginn an zu bringen. Schon am Freitag hatte der Trainer angedeutet, dass er sich nicht sicher sei, ob der Niederländer in der Startelf stehen würde. Kwasniok erklärte, er habe ja auch eine gewisse Verantwortung für seine Spieler. Und das Risiko bei Rekonvaleszent van den Berg schien dem Trainer dann wohl zu groß. Fast schon paradox, dass nur zehn Minuten nach Beginn der Partie mit Dominique Heintz ein anderer Innenverteidiger ausfiel – der fünfte auf die gesamte Spielzeit bezogen – und van den Berg dann doch zu seinem Einsatz kam. Eine undankbarer Einstieg, denn die Geißböcke waren zu diese Zeitpunkt schon massiv in die Defensive gerückt, verteidigten die Bremer Offensivbemühungen und das an manchen Ecken (oder auf den Seiten) nicht besonders gut.
Viele Ballkontakte, sichere Pässe
Van den Berg war aber sofort da, verteidigte im Zentrum, blockte, was das Zeug hielt – unter anderem gegen Cameron Puertas wenige Minuten nach seiner Einwechslung. Vor allem störte der Innenverteidiger aber Romano Schmid bei seinem Run Richtung Kasten von Marvin Schwäbe. Möglicherweise so entscheidend, dass der Bremer dann auch am Kölner Keeper scheiterte. Van den Berg steigerte sich in der Viererkette im zweiten Abschnitt dann noch einmal mehr. Der Niederländer hatte am Ende des Spiel die meisten Ballkontakte aller Kölner aufzuweisen und eine überragende Passquote von 96 Prozent. Natürlich gelang auch van den Berg nicht alles. Der 21-Jährige verlor auch einige Zweikämpfe, war aber der stabilste Kölner Verteidiger.
Dass der Neuzugang am kommenden Wochenende gegen den FC St. Pauli zur Startelf gehört, ist wohl angesichts der neuerlichen Verletzung in der hintersten Kölner Reihe sehr wahrscheinlich. Neben dem Niederländer steht dem FC bei einem Ausfall von Heintz als nomineller Innenverteidiger nur noch Cenk Özkacar zur Verfügung. Eigentlich kommt der Kölner Trainer am kommenden Samstag also ab dem Abwehrspieler nicht mehr vorbei. Zumal auch Kwasniok einen guten Eindruck von seinem Innenverteidiger hatte hatte. „Die Kombination hinten raus mit van den Berg und Sebulonsen hat mir sehr sehr gut gefallen“, sagte der Coach nach der Begegnung.
Und van den Berg? „Ich kann noch deutlich besser spielen, aber das ist klar nach dem ersten Spiel nach einer so langen Zeit“, sagte der Verteidiger. Dass van den Berg bereit für die Startelf ist, hat der Spieler auf jeden Fall bewiesen.
Am Samstagnachmittag holt der FC im Weserstadion gegen die Mannschaft von Horst Steffen noch spät einen Punkt. Nach dem Duell äußerten sich unter anderem Lukas Kwasniok und Marius Bülter: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln bei Werder Bremen.
Beim Spiel gegen Werder Bremen stand er in der Anfangsformation und musste nach gut zehn Minuten vom Platz. Auch Dominique Heintz fällt beim 1. FC Köln wohl vorerst aus. Es ist der fünfte Innenverteidiger der Geißböcke, der sich in dieser Saison verletzt hat.
Der Innenverteidiger-Verletzungs-Fluch hält beim FC weiter an. Dominique Heintz fällt beim 1. FC Köln vorerst aus. Der Abwehrspieler musste gegen Bremen nach zehn Minuten vom Platz.
Dominique Heintz und Rav van den Berg im Spiel gegen Bremen (Foto: Stuart Franklin/GettyImages)
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Unter der Woche hatte sich Kölns Trainer Lukas Kwasniok einen Startelf-Einsatz von Rav van den Berg noch offen gelassen und betont, dass er ja eine gewisse Verantwortung für Rekonvaleszenten habe. Van den Berg spielte zunächst nicht, doch nun gesellt sich möglicherweise ein weiterer Spieler zu der Verletztenliste dazu. Denn Dominique Heintz musste bereits nach gut zehn Minuten vom Platz. Der Abwehrspieler griff sich bereits früh an den Oberschenkel, ließ sich behandeln und ging dann vom Feld. „Das gehört leider dazu, dass jetzt gefühlt alle Innenverteidiger ausfallen. Das ist wie verhext. Für mich ist wichtig, dass wir auch da wieder Lösungen gefunden haben“, sagte Lukas Kwasniok nach der Begegnung. Allerdings betonte der Coach auch, dass noch keine genaue Diagnose vorliege.
Der fünfte verletzte Innenverteidiger
Die wird wohl am Sonntag im Laufe des Tages erfolgen. Heintz wird zumindest in den kommenden Einheiten ausfallen und dem FC ein weiterer Innenverteidiger fehlen – es ist der fünfte in dieser Spielzeit. Luca Kilian riss sich im Sommer zum dritten Mal das Kreuzband, van den Berg musste nach einem Foulspiel im Duell gegen den VfL Wolfsburg an der Schulter operiert werden, Timo Hübers zog sich gegen den BVB eine schwere Knieverletzung zu und Joel Schmied in der vergangenen Woche eine Muskelverletzung. Nun also auch Heintz. Neben dem Rückkehrer van den Berg ist Cenk Özkacar der einzige fitte gelernte Innenverteidiger im Kölner Kader. Schon in den vergangenen Wochen mussten mit Eric Martel oder Sebastian Sebulonsen immer wieder positionsfremde Spieler im Abwehrzentrum ran.
Im Trainingslager in Bad Waltersdorf hatte sich zudem Julian Pauli verletzt. Der Youngster ist bekanntlich mittlerweile an Dresden verliehen. Ob und wie lange Heintz ausfällt, wird sich also am Sonntag herausstellen. Wirklich optimistisch klang der Kölner Trainer aber nicht.
Der FC spielt am Samstag nicht nur gegen Bremen, sondern dort auch gegen die nächste Negativbilanz. Seit 30 Jahren hat Köln nur einen Erfolg an der Weser einfahren können. Doch das Gesetz der Serie hat die Geißböcke in dieser Spielzeit eher selten abgeschreckt. Kann der 1. FC Köln den Bremen-Fluch beenden?
Das Weserstadion ist für die Geißböcke wahrlich kein gutes Pflaster. Nur ein Sieg in 30 Jahren steht zu Buche. Nun soll die Wende her: Kann der 1. FC Köln den Bremen-Fluch am Samstagnachmittag beenden?
Anthony Ujah trifft im Weserstadion in Bremen (Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)
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Eigentlich hätte Anthony Ujah seine Karriere gerne fortgeführt, doch im August 2025 trat der Stürmer vom aktiven Dasein als Fußballprofi zurück. „Heute treffe ich die schwerste Entscheidung meines Lebens: Ich beende meine Karriere als Profifußballer“, hatte Ujah damals auf Instagram geschrieben. Der 35-Jährige kann auf eine abwechslungsreiche Laufbahn zurückblicken. Und am Samstag wird der Angreifer möglicherweise nach Bremen blicken, denn da treffen gleich zwei seiner Ex-Vereine aufeinander. Und Ujah ist tatsächlich der Siegtorschütze beim letzten Kölner Erfolg im Weserstadion gewesen. Im Oktober 2014 erzielte der Stürmer den einzigen Treffer der Begegnung in Bremen. Thomas Kessler saß damals als Ersatzkeeper auf der Bank. In den folgenden acht Partien gab es vier Niederlagen und vier Mal ein 1:1.
Ujah trifft für und gegen Köln
Seit 1995 haben die Kölner nur dieses eine Mal in Bremen gewonnen. Ebenfalls 1:0 nach einem Treffer von Stefan Kohn, aber in Unterzahl, weil der Vater des heutigen Werder-Spielers und Ex-Kölner Mitchell Weiser, Patrick Weiser, mit Gelb-Rot vom Platz musste. Die Bilanz ist also alles andere als eine gute gegen Werder. Und doch gibt es natürlich Hoffnung. Denn der FC ist in dieser Saison geradezu Spezialist, wenn es darum geht Bilanzen aufzupolieren. Freiburg, Hoffenheim und der Hamburger SV waren in den vergangenen Jahren alles andere als gern gesehene Gegner. Gegen alle drei sammelten die Geißböcke bekanntlich neun Punkte ein. Warum also nicht gegen Bremen. Bei der Eintracht verhielt es sich in der vergangenen Woche bekanntlich andersrum. Der FC hatte nur einmal seit 1994 gegen Frankfurt daheim verloren. Eben bis zum 3:4 am vergangenen Spieltag.
Und jede Statistik ist natürlich nur so gut, wie man sie liest. Zwar hat Bremen von den vergangenen sieben Duellen gegen den FC nur eins verloren, da setzte es aber eine – aus Werder-Sicht – bittere 1:7-Klatsche. Unmittelbar nach dem letzten Erfolg der Kölner über Bremen wechselte Anthony Ujah dann an die Weser, spielte für Bremen und wurde in der 2. Runde zum Pokalhelden, als er das 1:0 für die Nordlichter erzielte. Natürlich gegen den 1. FC Köln.
Nach der knappen 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok mit dem Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen der zwölfte Spieltag in der Bundesliga vor der Tür. Wer am Samstagnachmittag in Bremen von Beginn an auf dem Feld steht, ist aber noch offen. So könnte der 1. FC Köln in Bremen spielen.
Für den 1. FC Köln steht mit der Partie beim SV Werder Bremen das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm. Im Vergleich zum vergangenen Spiel gegen Eintracht Frankfurt muss Trainer Lukas Kwasniok auf zwei Spieler verzichten, die gegen die Hessen in der Startelf standen. Daher muss der FC-Coach seine Startelf in Bremen definitiv auf zwei Positionen verändern. So könnte der 1. FC Köln in Bremen spielen.
Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)
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Nachdem sich die Personalsituation vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt noch ein wenig entspannt hatte, sieht die Situation vor dem kommenden Spiel in Bremen wieder anders aus. Neben den beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian muss der FC an der Weser auch ohne Joel Schmied und Ragnar Ache auskommen. Während sich Schmied gegen Frankfurt eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen hatte, erlitt Ache am Mittwoch im Training durch einen Ellbogentreffer eine Gehirnerschütterung. Dadurch muss Lukas Kwasniok seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel gegen die Eintracht also auf mindestens zwei Positionen verändern. Zudem könnte Kwasniok auch wieder zu einer Dreierkette zurückkehren. Im Spiel gegen Frankfurt startete der FC mit einer Viererkette, zeigte sich dabei jedoch nicht wirklich sicher.
Kaminski mit El Mala auf der Schiene?
Im Tor ist Marvin Schwäbe natürlich weiterhin gesetzt. Vor dem Schlussmann dürften in einer Dreierkette Dominique Heintz links, Eric Martel zentral und van den Berg rechts beginnen. Für den Niederländer wäre es der erste FC-Einsatz seit dem Auswärtsspiel in Wolfsburg Mitte September. Van den Berg selbst sieht sich bereit für sein FC-Comeback. „Jetzt bin ich wieder da. Vielleicht sieht das der Coach anders. Aber wenn mich der Coach braucht, bin ich da“, so der 21-Jährige. Kwasniok hingegen wollte noch keinen Hinweis auf eine mögliche Startelfnominierung von van den Berg geben und betonte, dass die Rolle in der Innenverteidigung die einzige offene Position für das Spiel in Bremen sei. Van den Berg sei „ein Gedankengang. Der liegt auf der Hand, logischerweise. Ich muss gestehen, dass im Fall eines fitten Joel Schmied die Überlegung noch nicht vorhanden gewesen wäre. Er ist gerade an der Schwelle“, so der 44-Jährige auf der Pressekonferenz.
Während Sebastian Sebulonsen erneut auf der rechten Schienenposition beginnen dürfte, könnte Kristoffer Lund auf der anderen Seite nach zwei unglücklichen Auftritten auf die Bank rotieren. Die Position des Linksverteidigers dürfte dann Jakub Kaminski einnehmen, der in dieser Spielzeit in dieser Rolle zu überzeugen wusste. Im zentralen Mittelfeld hat Isak Johannesson seinen Platz sicher. Neben dem Isländer könnte wie bereits in den vergangenen Spielen Denis Huseinbasic beginnen. In der Offensive dürfte Marius Bülter für Ragnar Ache starten und somit die Position des Stürmers einnehmen. Rechts scheint aktuell Jan Thielmann die besten Karten zu haben und wird wohl auch in Bremen von Beginn an auf dem Feld stehen. Die offene Position auf der linken Seite durch das Zurückziehen von Kaminski wird voraussichtlich Said El Mala besetzen.
Allerdings könnte Kwasniok auch weiterhin auf eine Viererkette setzen. In diesem Fall würden Heintz und Van den Berg wohl die Innenverteidigung bilden, Sebulonsen und Kaminski die beiden Außenverteidigerpositionen besetzen und Martel neben Johannesson ins Zentrum rücken. Überdies könnte dann Waldschmidt für Huseinbasic ins Team rücken und hinter Bülter als eine Art Zehner agieren.
Für den FC steht am 12. Spieltag mit Werder Bremen eine besonders schwere Aufgabe an. Denn das Weserstadion ist nicht das beste Pflaster und Trainer Lukas Kwasniok erwartet einen schweren Gegner. Dennoch sollen auch drei Punkte eingefahren werden. So will der 1. FC Köln in Bremen punkten.
FC-Trainer Lukas Kwasniok erwartet am Samstagnachmittag einen schweren Gegner beim Auswärtsspiel seiner Geißböcke bei Werder. Dennoch soll nun die sportliche Trendwende geschafft werden. So will der 1. FC Köln in Bremen punkten.
Jan Thielmann beim Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen
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Nach dem fulminanten Saisonauftakt mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen ist der FC zuletzt wieder ein wenig auf dem Boden der Tatsachen heimisch geworden. Auch in den vergangenen acht Partien gab es sieben Zähler. Von den vergangenen fünf Pflichtspielen gingen sogar vier verloren. Der Trend hat sich also durchaus verkehrt. „Es liegt in der Natur der Sache, dass du als Aufsteiger irgendwann auch mal zwei Spiele am Stück verlieren wirst und höchstwahrscheinlich auch mal irgendwann sogar vielleicht drei oder vier“, sagte Lukas Kwasiok. „Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt, das haben wir vom ersten Tag an auch so kommuniziert“, betonte der Coach und deutete an, dass gerade der Auftakt die Menschen habe Träumen lassen. „Es sind halt zwei Spiele, die uns einfach einen Puffer gegeben haben und den haben wir nach wie vor.“
„Das Beste, was die Liga zu bieten hat“
Und mit diesem Puffer geht es nun in das schwere Auswärtsspiel bei Werder Bremen. Nach einem holprigen Saisonstart hätte sich der Gegner nun wieder „stabilisiert und haben ganz klare Abläufe in der Arbeit mit dem Ball. Sie spielen einen ansehnlichen schönen Fußball und sind vor allem in Umschaltsituationen somit das Beste, was die Bundesliga zu bieten hat“, schwärmte Kwasniok fast schon. „Sie warten wie so Hyänen auf Bälle, die sie abgreifen können, um dich dann in Richtung gegnerisches Tor überfallartig auf dem falschen Fuß zu erwischen. Das macht sie echt aus.“ Der Leistungsverlauf steht ein wenig im Gegensatz zu dem der Kölner. Mit dem Pokal-Aus gegen Bielefeld und vier Punkten aus fünf Spielen ging es in den Herbst. Aus den vergangenen sechs Spielen holte Werder dann aber elf Zähler.
Kwasniok freut sich auf einen offenen Schlagabtausch. „Wir freuen uns auf dieses Duell, weil beide Mannschaften grundsätzlich einfach nach vorne spielen wollen, ein gewisses Risiko gehen und dadurch eben aber auch Fehler entstehen, die dann normalerweise irgendwie auch zu Torerfolgen führen“, sagte der 44-Jährige. „Deswegen kann es für die Zuschauer ein recht attraktives Spiel werden.“ Doch gerade die gemachten Fehler brachen dem FC zuletzt gleich zwei Mal das Genick. „Wir haben zuletzt zu viele Elfmeter-Situationen verursacht und hatten darüber hinaus ein, zwei kapitale Aussetzer“, sagte der Coach. „Wir haben die Spiele zuletzt in fünf, sechs, acht oder zehn Minuten hergegeben. Wenn du zwei Tore zurückliegst, dann hast du immer die Möglichkeit, ins Spiel zurückzufinden.“
Mehr Gefahr über die Außen
Vor allem Kristoffer Lund geriet auf der linken Seite einige Male in Bedrängnis, sah in den vergangene beiden Spielen jeweils bei mehreren Gegentreffern nicht gut aus. Auch anderen Spielern unterliefen „kapitale Aussetzer“. Kwasniok hofft nun auf ein besseres „Game-Management“ wenn es mal nicht ganz so gut laufe. Dann gehe es auch darum, „eine Fehlervermeidung an den Tag zu legen“. Zudem verspricht sich der Coach mehr Torgefahr von seinen Wingbacks. Wie berichtet, ist diese bislang eher überschaubar. Weder Sebastian Sebulonsen noch Lund haben bislang einen Assist erzielt, obwohl der FC durchaus Flanken schlägt. „Da haben wir definitiv Luft nach oben und da versuchen wir jetzt die richtige Balance zu finden“, sagte Kwasniok.
Der Kölner Trainer ist zudem auf der Suche nach der richtigen Startelf. Mit Joel Schmied und Ragnar Ache fallen zwei Spieler aus, die zu den potenziellen Kandidaten einer Anfangsformation gehören. Vor allem der Ausfall des Schweizers wiegt angesichts der ohnehin schon angespannten Personal-Situation im Defensivverbund schwer. Immerhin kehrt Rav van den Berg zurück. Eine Startelf-Garantie wollte Kwasniok dem Niederländer aber nicht aussprechen. Der 21-Jährige sei aber sicher ein Gedankengang für die Anfangsformation. Ragnar Ache dürfte wohl durch Marius Bülter ersetzt werden, der in der vergangenen Woche seine Torgefahr mal wieder unter Beweis gestellt hat. Ansonsten habe der Trainer in der Offensive mal wieder die „Qual der Wahl“. Der FC darf einmal mehr auf viel Unterstützung aus der Heimat bauen. 4500 FC-Fans begleiten den Club ins Weserstadion.
Nach wie vor sind die Standardsituationen eine Schwäche der Geißböcke und das eben in beide Richtungen. Hinten zu anfällig, vorne zu ungefährlich – ein Manko des 1. FC Köln: So ordnet Lukas Kwasniok die Standardschwäche ein.
Erst zwei Tore nach einem Standard geschossen, aber schon elf kassiert. Es ist und bleibt das große Manko beim 1. FC Köln: So ordnet Lukas Kwasniok die Standardschwäche ein.
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Nach einem knappen Drittel der aktuellen Bundesliga-Saison hat sich beim FC eine Schwäche ganz klar herauskristallisiert. Der FC hat große Probleme bei den Standardsituationen. Erst am vergangenen Spieltag fing sich Köln wieder einmal einen Treffer nach einer Ecke. Lukas Kwasniok hatte nach dem Spiel erklärt, dass es Torschütze Arthur Theate auch sehr gut gemacht habe. Dennoch stand der Frankfurter unter Beobachtung von Ragnar Ache, der es in dieser Situation dann nicht so gut gemacht hatte. Die Bilanz ist bitter: Die Geißböcke haben bereits elf von 19 Gegentoren nach einem ruhenden Ball kassiert, darunter schon vier Elfmeter. Zwar betonte der Kölner Trainer zuletzt, dass es eine Menge Gegentore nach Standards gegeben habe, zu hoch wollte der Coach das Thema aber nicht hängen.
„Das Ergebnis ist bisher das gleiche“
Doch da ist noch eine weitere Standardschwäche – nämlich die auf der anderen Seite. Die Kölner strahlen nämlich bei den eigenen Versuchen nicht so wirklich viel Gefahr aus. Die Bilanz liest sich bitter. 47 Ecken, kein Tor. 20 Tore, zwei nach Standards – einmal ein Elfmeter von Luca Waldschmidt sowie der direkt verwandelte Freistoß von Florian Kainz gegen den Hamburger SV. Nur die Rothosen und Heidenheim erzielten noch weniger Treffer mit dem ruhenden Ball (jeweils einen). Spitzenreiter ist Freiburg mit neun, vor den Bayern mit acht erfolgreichen Standards. „Wir haben Eckbälle erstmal zum Tor geschlagen. Jetzt ist es so, dass wir sie überwiegend weg vom Tor schlagen, weil wir dann versuchen, eher in den Ball reinzulaufen“, so der Kölner Coach am Freitag. „Ich sage jetzt mal so, das Ergebnis ist bisher das gleiche.“ Nämlich ein erfolgloses.
Nur gegen die Bayern im DFB-Pokal war der FC nach einer Ecke erfolgreich. „Das gibt uns aktuell schon so einen gewissen Glauben daran, dass wir mit den Bällen weg vom Tor erfolgreich sein können“, sagte der Coach. „Weil bei den Bällen, die zum Tor geschlagen worden sind, da hast du das Gefühl gehabt, besser wäre es, wenn der Gegner direkt den Abstoß hat.“ Deutliche Worte von Kwasniok und vielleicht auch eine gewisse Forderung an seine Offensive. Doch der Trainer will auch schon einen Fortschritt ausgemacht haben. „Wir werden besser, aber wenn du in einem Teilbereich nicht gut warst und du dann besser wirst, bist du halt immer noch bei so einer 3,5. Das reicht, um versetzt zu werden, das reicht aber nicht, um richtig gut zu sein.“
Und deswegen lautet die Marschroute des Coachs: „Also gilt es, zu lernen und arbeiten, zu lernen und arbeiten.“
Durch die Verletzung von Ragnar Ache muss Lukas Kwasniok seine Mannschaft wieder ein wenig umbauen. Eine Option ist Angreifer, der weiß, wo im Weserstadion das Tor steht und das braucht der 1. FC Köln: Marius Bülter trifft auf seinen Lieblingsgegner.
Der FC muss gegen Werder Bremen erneut mit einer anderen Startelf als zuletzt auflaufen. Ragnar Ache ist verletzt. Doch es gibt eine gute Alternative für den 1. FC Köln: Marius Bülter trifft auf seinen Lieblingsgegner.
Marius Bülter jubelt mit Jakub Kaminski nach einem Tor
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Am Freitagmorgen bestätigte Lukas Kwasniok vor dem Abschlusstraining der Geißböcke noch einmal, was sich bereits angebahnt hatte. Ragnar Ache gehe es zwar gut, der Stürmer werde aber für die Begegnung gegen Werder Bremen aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung nicht zur Verfügung stehen. Gerade bei Kopfverletzungen sind nicht nur die Clubs sondern auch die DFL und der DFB auf Vorsicht aus. Der 27-Jährige hatte gegen Frankfurt noch in der Anfangsformation gestanden und mit einer starken Aktion Jakub Kaminski die Führung aufgelegt. Überhaupt ist der Angreifer immer besser in Form gekommen, hat in der Saison wettbewerbsübergreifend zwei Tore erzielt und sechs vorbereitet. Nun steht Lukas Kwasniok vor der „Qual der Wahl“, wie er die Offensivplanung für Samstag nannte.
Bülter schon fünf Mal erfolgreich
Kaminski ist unter Kwasniok im Grunde dauergesetzt, das aber hart erarbeitet wie er im Interview mit come-on-fc.com verriet. Die Chancen stehen auch nicht schlecht, dass Said El Mala von Beginn auflaufen wird. Möglicherweise als Duo auf der linken Schiene. Rechts dürfte weiterhin wenig an Jan Thielmann vorbeiführen. Für die Zentrale boten sich gegen Frankfurt gleich zwei Angreifer an. Luca Waldschmidt und Marius Bülter. Beide erzielten nach ihrer Einwechslung die nächsten Treffer. Vor allem Bülter dürfte sich aber Hoffnungen für einen Startplatz von Beginn an machen. Der Angreifer war zu Saisonbeginn gesetzt und stark in die Spielzeit gestartet. Kwasniok deutete am Freitag zudem an, dass er sich mehr Torgefahr über die Außen erhoffe.
Das würde wohl für einen Zielstürmer mit einer gewissen Physis sprechen. Zudem weiß Bülter sehr genau, wo in Bremen das Tor steht. Bereits fünf Treffer erzielte der Angreifer gegen Bremen, damit mehr als jeder andere Profi der Geißböcke. Gegen keinen anderen Bundesligisten war Bülter so erfolgreich. Gleich zwei Mal schnürte der Stürmer sogar einen Doppelpack gegen Werder. In der Saison 19/20 erzielte Bülter beim 2:0-Erfolg der Eisernen in Bremen beide Treffer. In der Spielzeit 23/24 entschied der Angreifer die Begegnung bei Werder in der Nachspielzeit. Als Stürmer der TSG Hoffenheim erzielte er den 3:2-Endstand. In der vergangenen Saison war der nun 27-Jährige ebenfalls mit zwei Toren erfolgreich. Bülter erzielte in den ersten acht Minuten seinen Doppelpack, es reichte im Heimspiel aber nur zu einer 3:4-Pleite für die Sinsheimer.
Eine ordentliche Bilanz, die der Stürmer am Samstag gegen Bremen gerne ausbauen würde.
Der Offensivspieler fühlt sich wohl in Köln – und das nicht nur fußballerisch. Mit come-on-fc.com spricht der 23-Jährige über seine Ziele, die „polnische Connection“ mit Trainer Lukas Kwasniok und die bisherige Zeit beim 1. FC Köln: Jakub Kaminski im Interview.
Nach wenigen Monaten sind die Sympathien, die dem Kölner Offensivspieler entgegenschlagen, in der Domstadt große. Der 23-Jährige ist bei den Geißböcken angekommen und fühlt sich wohl in Köln und beim FC. Mit come-on-fc spricht der polnische Nationalspieler über seinen WM-Traum, Teamkollege Said El Mala und seine Entscheidung für den 1. FC Köln: Jakub Kaminski im Interview.
Jakub Kaminski jubelt nach einem Tor
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Das Gespräch führte Simon Bartsch
Herr Kaminski, wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Würden Sie lieber mit Polen im Sommer bei der WM starten oder mit dem FC in der kommende Saison Europa League spielen?
Jakub Kaminski: Am liebsten beides! (lacht) Mit Polen haben wir im März das Playoff-Spiel gegen Albanien. Und wenn wir das gewinnen, geht es gegen die Ukraine oder Schweden. Da ist etwas möglich für uns. Mit dem FC müssen wir schauen, dass wir weiterhin punkten. Dann wird das eine gute Saison.
Für den Traum mit dem FC in Europa zu spielen, müssten allerdings zwei Dinge zusammenkommen. Köln muss sich qualifizieren und Sie hier am Geißbockheim bleiben. Wie ist da aktuell der Stand? Hat Ihnen Thomas Kessler schon eine Einladung für ein Gespräch geschickt?
Jakub Kaminski: Nein, noch nicht. (lacht) Es ist ja noch sehr früh in der Saison. Aber wenn wir unsere Ziele erreichen, würde ich gerne hier bleiben. Ich fokussiere mich zurzeit erst einmal auf das nächste Spiel, auf das nächste Training. Momentan läuft es gut für mich. Ich bin gerade bei der Nationalmannschaft und hier in Köln in Topform. Aber ich bleibe auf dem Boden.
“Die Fans sind immer mit Feuer und Flamme dabei“
Verfolgen Sie die Entwicklung des VfL noch?
Jakub Kaminski: Ich habe schon noch viele Kontakte nach Wolfsburg. Und es gibt einige, die mir die Daumen drücken. Ich bin ja auch im Guten weggegangen. Auch, wenn es in Wolfsburg gerade nicht so gut läuft, drücke ich dem VfL natürlich auch die Daumen.
Was haben Sie in den ersten Monaten in Köln zu lieben gelernt?
Jakub Kaminski: Es ist schon eine große Stadt, ein großer Verein. Die Fans sind immer mit Feuer und Flamme dabei. Die Südkurve, das ganze Stadion ist immer voll. Die Unterstützung ist immens. Das ist natürlich schon ganz anders als in Wolfsburg. Meine Freundin und ich fühlen uns hier in der Stadt wohl und sind gut angekommen.
Den ersten Kulturschock haben Sie verpasst. Linton Maina als Michael Jackson, Tom Krauß als Obelix, der Trainer als Schlumpf – den 11.11. haben Sie aufgrund der Länderspielreise vor zwei Wochen nicht mitbekommen. Die Enttäuschung wird sich in Grenzen gehalten haben. Immerhin ging es mit Polen um das WM-Ticket…
Jakub Kaminski: Ich habe auf Instagram verfolgt, wie sich die Jungs verkleidet haben. Karneval ist für die Stadt und Köln offenbar sehr wichtig. Im Februar bin ich dann dabei – vielleicht sogar ja auf dem Wagen.
Sie haben die EM 2024 in Deutschland verpasst, weil Sie in Wolfsburg nicht mehr viel gespielt haben. War Ihnen der Tapetenwechsel vor der anstehenden WM daher auch noch mal wichtig?
Jakub Kaminski: Damals hatte ich eine schwierige Phase in Wolfsburg. Ich habe nicht so oft gespielt, deswegen war ich nicht bei der EM dabei. So ist der Fußball, so ist das Leben. Es geht mal auf, mal ab. Das muss man akzeptieren. Sportlich lief es nicht mehr. Darum habe ich mich für eine Veränderung entschieden. Ich freue mich, dass es jetzt wieder besser läuft. Nach den drei Jahren war es für mich einfach besser, den nächsten Schritt zu gehen. Am Ende sind wir alle happy mit der Entscheidung.
Sie haben sich ganz bewusst für den FC entschieden. Wie kam es dazu?
Jakub Kaminski: Mein Ziel war es, in der Bundesliga zu bleiben. Mein Berater hat damals gesagt, dass der FC als Aufsteiger eine interessante Idee wäre – gerade mit der Option der Leihe. Dann habe ich abgewartet, wer der neue Trainer wird. Die Gespräche mit Lukas Kwasniok über meine Person, meine Rolle in der Mannschaft, meine Position auf dem Platz waren so gut, dass mir die Entscheidung leicht gefallen ist.
“Mir gibt das Vertrauen“
Lukas Kwasniok hat zuletzt erklärt, dass er Ihnen die Position vorne links versprochen habe. War das ein Kriterium für den FC-Wechsel?
Jakub Kaminski: Das war ein Punkt, der mir wichtig war. Ich spiele gerne in der Offensive. Ich spüre das Vertrauen des Trainers und spüre dadurch auch wieder mehr Selbstvertrauen. Nicht umsonst habe ich jetzt fünf Tore erzielt. In den vergangenen beiden Spielzeiten habe ich gar nichts getroffen.
Es ist nun auch das erste Mal, dass Sie für einen Verein deutlich mehr Tore als Assists erzielt haben. Woran würden Sie das festmachen? An den Positionen kann es ja eigentlich nicht liegen, sie haben ja für jeden Verein gefühlt überall gespielt.
Jakub Kaminski: Auf dem Platz komme ich aktuell immer wieder in gute Positionen. Und natürlich spiele ich unter Lukas ein wenig offensiver. Dadurch komme ich öfter in Eins-gegen-Eins-Situationen mit dem Torwart und in Aktionen im Strafraum.
Im Zusammenhang mit ihrer positiven Entwicklung wird immer wieder das spezielle Verhältnis zu Lukas Kwasniok genannt. Dass er Ihnen Vertrauen schenkt. Einen Freifahrtschein haben Sie aber nicht…
Jakub Kaminski: Es ist ja nicht so, dass ich zur Vorbereitung gekommen bin und der Trainer sofort gesagt hat, egal was er hier macht, Kuba spielt. Vom ersten Tag und vom ersten Training an wollte ich beweisen, dass ich die Qualität habe, Bundesliga zu spielen. Die Jungs sagen immer, dass der Trainer und ich eine polnische Connection hätten. (lacht) Unabhängig davon will ich meine Qualitäten für die Mannschaft einbringen und alles geben, egal auf welcher Position. Natürlich gibt es aber auch immer wieder Gespräche mit dem Trainer – alleine oder in der Gruppe. Das ist wichtig für die ganze Mannschaft. Mir gibt das Vertrauen, aber ich muss das dann auf dem Platz auch zurückgeben.
Sie sind beim FC unter den Feldspielern der absolute Dauerbrenner, standen in der Liga als einziger Feldspieler jede Minute auf dem Platz. Das ist doch auch ein unausgesprochenes Vertrauen des Trainers?
Jakub Kaminski: Klar, aber dafür muss ich hart arbeiten. Meine körperliche Form ist gut. 90 Minuten zu laufen, ist für mich kein Problem.
Was macht das mit einem, vom Trainer öffentlich als „bester Spieler“ des Kaders benannt zu werden? Erhöht das nicht gleichzeitig den Druck?
Jakub Kaminski: Ich freue mich natürlich, wenn der Trainer das in der Pressekonferenz sagt. Und natürlich erhöht das den Druck, aber ich kann damit umgehen. Umgekehrt nimmt es auch ein wenig den Druck von der Mannschaft. In schwierigen Momenten kann ich dann die anderen unterstützen und bin für das Team da.
“Das wäre schon ein Traum“
Viele Tore wecken Begehrlichkeiten. Sie haben schon gesagt, Sie würden gerne irgendwann in der Premier League spielen. Warum gerade England?
Jakub Kaminski: Es ist nun mal die beste Liga der Welt – mit hohem Tempo und hoher Intensität. Die Fans leben Fußball in England. Das wäre schon ein Traum. Aber aktuell liegt der Fokus auf dem FC.
Ein Traum könnte mit der Nationalmannschaft im Sommer wahr werden. Dort spielen Sie gemeinsam mit Robert Lewandowski. Sehen Sie ihn als absoluten Weltstar oder verblasst die Ehrfurcht irgendwann?
Jakub Kaminski: Es ist absolut besonders mit ihm zu spielen – sowohl als Mensch auch als Spieler kann ich richtig viel von ihm lernen. Lewa ist der beste und wichtigste Spieler in der Geschichte der polnischen Nationalmannschaft. Er ist 37 Jahre alt, spielt in Barcelona und ist körperlich topfit. Ich spiele wirklich gerne mit ihm zusammen und wir ergänzen uns gut. Deswegen sind wir auch viel im Austausch. Ich bin zwar noch ein junger Spieler, habe mit 27 Einsätzen in der Nationalmannschaft aber schon viel Erfahrung gesammelt. Auch da will ich Verantwortung übernehmen und versuche so, Lewa ein wenig zu unterstützen.
Auch in der Nationalmannschaft sind Sie mittlerweile Leistungsträger. Den Großteil Ihrer Karriere haben sie im Ausland, hier in der Bundesliga gespielt. Wie ist es dann für die Heimat aufzulaufen?
Jakub Kaminski: Es ist für mich immer eine große Ehre. Mein erstes großes Turnier war die Weltmeisterschaft in Qatar. Das wollen wir wieder nächstes Jahr wieder schaffen. In Polen sind wir sehr patriotisch und stolz, für die Nationalmannschaft zu spielen. Beim ersten Mal habe ich mich aber schon gefühlt, wie ein kleines Kind dessen Traum in Erfüllung geht.
Gegen die Niederlande haben Sie in der Quali zwei Mal 1:1 gespielt. Polen kann die Großen also offensichtlich ärgern. Sollte es mit der Quali klappen, kann Ihr Team bei der WM die große Überraschungsmannschaft werden?
Jakub Kaminski: Warum nicht. Seit September haben wir einen neuen Trainer, die Stimmung ist wirklich gut und es läuft bei uns. Bis März sind es noch dreieinhalb, vier Monate. Wir wissen nicht, wer dann in guter Form, gesund oder auch nicht einsatzbereit ist. Wir müssen erst einmal gegen Albanien zu Hause gewinnen und dann noch zum Gewinner des Duells Schweden gegen die Ukraine. Für Isak Johannesson und seine Mannschaft hat es gegen die Ukraine leider nicht gereicht, es wäre natürlich schön, wenn wir das schaffen.
Da „war ich schon genervt“
Der FC sah zu Beginn der Saison ebenfalls wie die große Überraschungsmannschaft aus. Zuletzt ist der Motor ein wenig ins Stocken geraten. Woran liegt das?
Jakub Kaminski: Wir machen aktuell zu viele individuelle Fehler. Aber das ist im Fußball schon mal so. Wir müssen als Mannschaft lernen, mit manchen Situationen besser umzugehen. Wir sind Aufsteiger, haben nach elf Spielen 14 Punkte – das ist okay. Trotzdem bin ich nicht zufrieden. Manchmal müssen wir cleverer sein, dann hätten wir jetzt vielleicht schon vier, fünf Punkte mehr auf dem Konto. Als wir zum Beispiel gegen Frankfurt die Führung abgegeben haben, war ich schon genervt.
Dennoch gab es zuletzt vier Niederlagen in fünf Spielen? Steigt der Druck, nun gewinnen zu müssen?
Jakub Kaminski: Das ist in der Bundesliga immer so. Manchmal verliert man eine Reihe von Spielen, manchmal gewinnt man Spiele in Serie. Es wäre schön, wenn wir wieder eine starten. Dafür werden wir alles tun, um in den kommenden vier Spielen möglichst viele Punkte zu sammeln.
Ihre Bilanz gegen Bremen ist mit zwei Remis und zwei Niederlagen nicht die beste, der FC hat auch seine Probleme im Weserstadion. Was macht Sie optimistisch, die Bilanz aufzupolieren?
Jakub Kaminski: Auswärtsspiele sind immer schwer. Werder hat jetzt 15 Punkte, daher ist das ein wichtiges Spiel für uns. Wenn wir gewinnen, dann können wir Bremen überholen. Ich kann nicht sagen, ob wir Favorit sind oder nicht. Fest steht, dass wir 90 Minuten dafür kämpfen werden, um das Spiel zu gewinnen.
Alle reden über Said El Mala. Sie auch? Gab es schon ein internes Wettrennen, wer schneller ist?
Jakub Kaminski: Für Said ist es die erste Saison in der Bundesliga und es läuft super für ihn. Ich drücke ihm die Daumen, dass es so weitergeht. Und wenn du so gut spielst, dann ist es im Fußball normal, dass andere Clubs aufmerksam werden und viel über ihn gesprochen wird. Und zum Wettrennen: Ich denke… wir sind beide einfach super schnell (lacht).
Können Sie uns sagen, ob Sie lieber mit Lewa oder Said spielen?
Jakub Kaminski: Nein, das kann ich nicht sagen. (lacht)
Oder wollen Sie das nicht sagen?
Jakub Kaminski: Nein, das will ich nicht sagen. (lacht)
Gut zwei Monate fiel der Niederländer nach einer Schulterverletzung aus. Nun steht das Comeback schon aufgrund der Verletzungen der Mitspieler bevor beim 1. FC Köln: Rav van den Berg drängt wieder in die Startelf.
Die Begegnung gegen Wolfsburg wird Rav van den Berg nicht in bester Erinnerung haben. Nach einem Foulspiel fiel der Abwehrspieler lange aus. Doch auch aufgrund weiterer Verletzungen wird ein Einsatz am Samstag wahrscheinlich für den Königstransfer des 1. FC Köln: Rav van den Berg drängt wieder zurück in die Startelf.
Rav van den Berg wird beim 1. FC Köln wieder eine Option
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Durch das Gegentor von Jonathan Burkardt war die Verletzung von Joel Schmied am vergangenen Samstag vielleicht zunächst ein wenig untergegangen. Doch spätestens als der Schweizer nach dem Spiel in die Kabine humpelte, war wohl klar, dass der FC den nächsten Ausfall eines Innenverteidigers zu beklagen hat. Zunächst Luca Kilian, dann Rav van den Berg, schließlich Timo Hübers und nun also Schmied. Immerhin kehrt der Niederländer nun wieder in den Kader der Geißböcke zurück. Und angesichts der Verletzungswelle stehen die Chancen nicht schlecht, dass van den Berg am Samstag gegen Bremen auflaufen wird. „Wenn der Trainer mich braucht, dann bin ich da“, sagte van den Berg am Rande der Trainingseinheit am Donnerstag.
So ein wenig würde es wieder ein Sprung ins kalte Wasser werden. Denn so richtig ist der 21-Jährige beim FC noch gar nicht angekommen. Beim FC Middlesbrough war der Abwehrspieler im Sommer nicht zum Einsatz gekommen – auch nicht in den Testspielen. In Köln war daher erst einmal Aufbau angesagt. „Ich musste ja erst einmal fit werden, dann war es schön zu spielen, dann kam die Verletzung“, sagt van den Berg. Gegen Wolfsburg zog sich der Abwehrspieler eine Schulterverletzung zu, fiel lange aus. „Das waren keine guten Monate für mich“, so der 21-Jährige. „Jetzt bin ich wieder da.“ Der Abwehrspieler wurde bekanntlich im Sommer für rund acht Millionen Euro verpflichtet, gilt als sportliche und wohl auch wirtschaftliche Hoffnung beim FC. Denn van den Berg macht keinen Hehl daraus, eines Tages in der Premier League spielen zu wollen.
Nun könnte es mit einem Startelf-Einsatz schnell gehen. Die Verletzungen seien natürlich keine gute Nachrichtigen für die Spieler und den Verein. Aber einen besonderen Druck verspüre der Niederländer nicht. „Ich will ja spielen“, sagt van den Berg. Einen ersten Einsatz gab es sogar schon wieder für die U21 der Elftal. „Ich war sehr glücklich. Ein Fußballer will immer spielen. Ich habe fast zwei Monate nicht gespielt“, so van den Berg weiter. „Deswegen war es schon sehr schön, auf dem Platz zu stehen.“ Gegen Frankfurt reichte es noch nicht für den Kader. Doch van den Berg fühlt sich bereit. Dennoch ist ein Startplatz in der Anfangsformation noch nicht sicher. „Das entscheidet der Trainer, nicht ich. Ein Fußballspieler denkt immer, dass er bei 100 Prozent ist“, so der 21-Jährige. „Vielleicht denkt der Trainer anders. Aber wenn mich der Coach braucht, bin ich da.“
Durch die Ausfälle der weiteren Abwehrspieler wird Kwasniok eigentlich nicht mehr an van den Berg vorbeikommen. Allerdings probierte der Kölner Coach schon mehrfach nominell positionsfremde Spieler in der letzten Kette aus.