16 Tore durch Zugänge des 1. FC Köln: Doch nicht alle Neuen strahlen die erhoffte Torgefahr aus

Kristoffer Lund und Isak Johannesson
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16 Tore durch Zugänge des 1. FC Köln: Doch nicht alle Neuen strahlen die erhoffte Torgefahr aus

Die Bilanz der Neuzugänge ist gerade bei den Toren besonders auffallend. Mehr als 75 Prozent der Torbeteiligungen gehen auf Kaminski, Ache und Co. In der Offensive läuft es beim 1. FC Köln: Nicht alle Neuen überzeugen mit Torgefahr.

Mit 20 Treffern in der Liga gehört der FC trotz des aktuellen Trends zu den torgefährlichen Teams der Liga. Vor allem auch aufgrund der Zugänge beim 1. FC Köln: Doch nicht alle Neuen überzeugen mit Torgefahr.

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Auch wenn der Trend der vergangenen Wochen beim FC alles andere als erfreulich war, fällt der Transfersommer nach wie vor sehr positiv aus. Das lässt sich alleine an der Torstatistik eindrucksvoll festhalten. 16 der bisher 23 erzielten Tore gehen auf die neuen Akteure – starke 75 Prozent. Die restlichen sieben Treffer verteilen sich mit Luca Waldschmidt (3), Jan Thielmann (2), Eric Martel (1) und Florian Kainz (1) auf vier „alte“ Spieler der Geißböcke. Auch bei den Assists mischen die Neuzugänge kräftig mit, steuerten 14 der 18 Assists bei – also ebenfalls mehr als 75 Prozent. Alleine was die Torausbeute angeht, haben die Verpflichtungen von Thomas Kessler ganz offensichtlich eingeschlagen. Zumindest ein Teil. Denn in die Tor- und Scorerliste haben sich in der Liga bislang mit Jakub Kamminski, Said El Mala, Marius Bülter, Ragnar Ache und Isak Johannesson erst fünf der zwölf Neuzugänge eingetragen.

Kaum Torgefahr von den Schienenspielern

Das liegt zum einen natürlich auch an den jeweiligen Positionen. Doch von dem ein oder anderen Neuzugang hat sich der FC ganz sicher mehr Zug zum Tor versprochen. Zum Beispiel von Isak Johannesson, der in der vergangenen Saison bei Fortuna Düsseldorf mit elf Toren und sieben Vorlagen zu den Topscorern des Nachbarn gehörte. Auch, wenn der Isländer zu den Leistungsträgern beim FC zählt, in dieser Spielzeit steht in der Liga erst ein Treffer auf dem Konto. Der xGoals-Wert des Mittelfeldspielers liegt nach dem elften Spieltag bei 0,6. Die Qualität seiner Chancen lässt also nur 0,6 Tore erwarten. Zwar müsste der 22-Jährige nach dem xAssists-Wert schon auf zwei Vorlagen kommen, tatsächlich steht da bislang aber noch eine Null.

Auch Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund sollten sicherlich mehr Torgefahr ausstrahlen. Der Norweger hatte bei Bröndby in der vergangenen Spielzeit immerhin sieben Tore vorbereitet, eins selbst erzielt. Kristoffer Lund traf in der italienischen Serie B in der Vorsaison einmal, in der Spielzeit davor war der US-Amerikaner sechs Mal als Vorlagengeber erfolgreich, zwei Mal als Torschütze. In dieser Saison ist die Ausbeute mau. Weder Lund noch Sebulonsen haben sich bislang aufs Scorerboard gebracht. Und auch die Torgefahr der beiden Schienenspieler hält sich bislang in Grenzen. Lunds xGoals-Wert steht bei 0,2, der xAssists-Wert bei 0,3. Sebulonsens Offensivbemühungen ließen immerhin 0,7 Tore erwarten und 1,5 Assists.

Flanken als probates Mittel?

Auch, wenn die Ausrichtung der drei Akteure eher defensiver Natur ist, dürfte man sich in Köln ein wenig mehr Torgefahr versprochen haben. Zwar ist die Spielweise von Lukas Kwasniok nicht zwingend auf Flanken ausgelegt, doch der FC gehört bei den Hereingaben immerhin zur oberen Tabellenhälfte. Bei den erfolgreichen Flanken belegen die Geißböcke sogar Rang fünf. Sebulonsen kommt bereits auf 24 Flanken, gehört damit zur Top-Ten der Liga, ist der FC-Profi mit den meisten Hereingaben. Und das scheint generell auch ein probates Mittel. Denn vier Mal war der FC nach Flanken erfolgreich. Nur Stuttgart und Augsburg haben mehr Tore über Hereingaben erzielt (jeweils sechs). Allerdings liegt der FC mit 20 Toren und einem xGoals-Wert von 19 jeweils im oberen Tabellendrittel in Sachen Torgefahr. Der aktuelle Trend ist wohl eher an anderer Stelle beheimatet.

Zwölf Gegentore in vier Spielen: Wird die Defensive zur Baustelle des 1. FC Köln?

Bittere Pleite für den 1. FC Köln in Dortmund
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Zwölf Gegentore in vier Spielen: Wird die Defensive zur Baustelle des 1. FC Köln?

Vier der vergangenen fünf Spiele hat der FC hergegeben. Das hängt wohl auch mit der löchrigen Defensive zusammen. Denn gerade in der Abwehrreihe offenbaren die Geißböcke aktuell große Lücken. Wird die Defensive zur Schwachstelle des 1. FC Köln?

Für den FC lief es in der Abwehr zuletzt nicht wirklich rund. Nicht nur die vielen kassierten Gegentore, sondern auch die Ausfälle bereiten den Geißböcken Probleme: Wird die Defensive zur Schwachstelle des 1. FC Köln?

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Mit den Einwechslungen von Said El Mala, Luca Waldschmidt und Marius Bülter veränderte Lukas Kwasniok am vergangenen Samstag noch einmal nachhaltig die Spieldynamik und brachte mit den frischen Kräften noch einmal Schwung in eine Begegnung, die eigentlich schon ziemlich gelaufen war. „Als wir nichts mehr zu verlieren hatten, hatten wir heute eine tolle Bank, die unabhängig vom Spielstand den Menschen zeigen will, dass es sich lohnt, ins Stadion zu kommen“, sagte Kwasniok. Dass die Kölner zu diesem Zeitpunkt nichts mehr zu verlieren hatten, lag wohl auch daran, dass sich die Geißböcke innerhalb weniger Minuten gleich zwei Doppelschläge fingen. Einmal unmittelbar vor der Halbzeit, dann unmittelbar nach dem Seitenwechsel.

Acht Gegentore in den vergangenen drei Spielen

Ähnlich wie auch schon am Spieltag zuvor gegen Gladbach, als es ebenfalls zwei Gegentreffer innerhalb weniger Minuten gab. Zwar verlor der FC das Rheinische Derby auch aufgrund der beiden zumindest diskutablen Elfmeter, doch die Defensive zeigte sich gegen die Borussia ebenfalls nicht stabil. Und das scheint sich ein wenig einzuschleichen. In den vergangenen vier Pflichtspielen fingen sich die Kölner gleich zwölf Gegentreffer – im Schnitt drei pro Spiel. Wenn auch mit Frankfurt und Bayern zwei Champions-League-Teilnehmer dabei waren. In der Liga haben die Kölner mittlerweile 19 Gegentreffer auf dem Konto. Kein alarmierender Wert, immerhin stehen gleich sieben Mannschaften schlechter da und Mainz gleichauf. Nach dem achten Spieltag waren es mit Bayern, Dortmund, Stuttgart und Leipzig aber nur vier Top-Teams, die seltener die Kugel aus dem Netz holen mussten.

Oder andersrum: An den vergangenen drei Spieltagen musste nur Heidenheims Keeper Diant Ramaj noch öfter hinter sich greifen. Und fünf dieser acht Gegentore fielen aus dem Spiel heraus. Genau in dieser Statistik gehörte der FC lange zu den Top-Teams der Liga. Nur die Bayern hatten weniger Treffer eingeschenkt bekommen. Und da die Kölner vor allem nach Standards Tore „gefressen“ haben, wiegt die Entwicklung gerade noch ein wenig stärker. Das dürfte sicher auch mit dem Ausfall von Timo Hübers zusammenhängen, der bis dahin die Abwehr zusammengehalten hat. Aber eben nicht nur. Denn auch schon vor dem Ausfall des Abwehrchefs waren die Kölner nicht immer sattelfest. Dazu passt auch, dass die gegnerischen xGoals-Werte nach wie vor nur minimal von den tatsächlichen Toren abweichen.

Zumal die jüngsten Tore dann auch auf individuelle Unzulänglichkeiten zurückzuführen waren. Gerade Kristoffer Lund erwischte in den Begegnungen gegen Gladbach und Frankfurt nicht seine besten Tage. War an insgesamt fünf Toren mindestens nicht unschuldig. Auch Sebastian Sebulonsen glänzte zuletzt weniger als noch zu Beginn der Spielzeit. So wirklich scheint FC-Trainer Lukas Kwasniok scheint seine Defensivreihe noch nicht gefunden zu haben. Der Coach rotiert auch im Abwehrverbund wild hin und her. Sogar vermeintlich positionsfremde Spieler durften oder mussten schon ran.

Immerhin geht es am Samstag gegen eine Mannschaft, die in dieser Spielzeit nicht wirklich mit der ganz großen Torgefahr aufwartet. Nur vier Mannschaften haben einen schlechteren xGoals-Wert, sechs weniger Tore geschossen. Doch darauf kann sich der FC aktuell nicht so wirklich verlassen. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass der FC in der hintersten Kette sich dann doch noch ein wenig verbessern muss. Und wahrscheinlich mit externen Hilfen.

„Gefühlt ist wieder alles scheiße beim FC“ – Jonas Hector äußert sich zum Duell des FC gegen Frankfurt

Jonas Hector beim Spiel des 1. FC Köln
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„Gefühlt ist wieder alles scheiße beim FC“ – Jonas Hector äußert sich zum Duell des FC gegen Frankfurt

In der aktuellen Folge des Podcasts „Schlag und fertig“ äußerte sich der ehemalige Kölner Spieler zusammen mit Fabian Köster zur 3:4-Niederlage des 1. FC Köln: Jonas Hector übt deutliche Kritik am FC.

Die Niederlage gegen Eintracht Frankfurt bietet Raum für Diskussionen. Auch der ehemalige Nationalspieler des FC hadert mit der Begegnung zwischen Frankfurt und dem 1. FC Köln: Jonas Hector übt deutliche Kritik am FC.

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Die zweite Niederlage des 1. FC Köln führte bereits während des Duells, aber vor allem im Nachgang zu Diskussionen in den Sozialen Medien und unterhalb der Kölner Fans. Auch Ex-FC-Spieler Jonas Hector hat eine Meinung zur Niederlage seiner ehemaligen Mannschaft – und die fällt sehr deutlich aus. Zusammen mit Fabian Köster sprach Hector im gemeinsamen Podcast „Schlag und Fertig“ in der neusten Folge über die Begegnung gegen Frankfurt. „Es waren Sachen, die einen aus Fansicht super aufregen. Zwei Gegentore resultieren direkt beziehungsweise indirekt daraus, dass hinten rumgedribbelt wird und der Ball nicht einfach weggedroschen wird. Wo man aus der Leihen-Fansicht sagt: „Schieß doch einfach den scheiß Ball weg!“ Dann wurde der Ball verloren und zweimal entsteht ein Tor. Das finde ich schon super ärgerlich“, machte Köster seinem Frust Luft. „Wir sind Aufsteiger, da kann man auch mal eine Ball wegpölen“, ergänzte Köster. Auch Lothar Matthäus kommentierte während des Spiels, dass man mit den limitierten Möglichkeiten eines Aufsteigers nicht hinten rumdribbeln sollte.

„Das hat mich ein bisschen enttäuscht“

Auch Hector sieht die gefallenen Gegentore kritisch: „Wenn man das so spielen will, dann muss man damit rechnen, dass das auf Kritik stößt, aus Fanreihen oder aus Expertensicht. Das finde ich absolut verständlich, dass man sich darüber aufregt. Die Gegentore waren zu einfach. Dann wird es schwer gegen eine Mannschaft, die das konsequent zu Ende spielen kann“, so Hector. Der ehemalige FC-Profi findet allerdings auch eine Erklärung: „Es gibt viele, die zum ersten Mal in der Bundesliga spielen in dem Kader, in der Mannschaft, die auch von Beginn an gespielt haben. Das gehört eben auch zu so einem Lernprozess dazu“, ordnet Hector ein. „Da muss man dann eben auch manchmal so kack Gegentore schlucken. Lieber in einem Spiel direkt alles und dann nie mehr.“

Köster kritisierte ebenfalls das Tor, das in Unterzahl gefallen ist. Die Frage, ob Kwasniok nicht früher hätte einwechseln müssen, um so das Tor zu verhindern, wurde auch bereits in den Sozialen Medien heftig diskutiert. „Wenn du dir das Tor aber anguckst, da hättest du auch Elf-gegenElf spielen können. Das Tor bekommst du nicht, weil du in Unterzahl spielst“, meint Hector. Ein anderer Aspekt habe ihn allerdings mehr geärgert: „Ich fand schade, dass die zweite Halbzeit so dahingeplätschert ist. Da hätte ich mir gewünscht, dass die Mannschaft deutlich aktiver spielt. So wie die letzten zehn, 15 Minuten. Da hat man ja gesehen, dass das auch gut klappt. Am Ende waren das vier, fünf richtig richtig gute Chancen“, so Hector. Ich hatte das Gefühl, dass man da ein Stück weit abwartend agiert hat. Auch mit dem 2:1 Rückstand. Da habe ich mir erhofft, dass die Mannschaft mit richtig Vollgas aus der Halbzeit kommt.“ Es habe nur eine Chance von Thielmann gegeben und sonst bis zur 80. Minute nichts mehr, kritisiert Hector. „Das hat mich ein bisschen enttäuscht.“ Man könne nur eine Sache daraus lernen: „Das Leben geht weiter.“

„Gefühlt ist wieder alles scheiße beim FC“

Besonders stellte der Ex-Kölner allerdings seine Erfahrungen auf Social Media dar. Nach dem Duell habe er die Kommentare im Netz gelesen: „Gefühlt ist wieder alles scheiße beim FC nach zwei Niederlagen. Trainer kacke und es ist wieder alles ganz anders als nach den ersten vier, fünf Spielen“, fasst Hector die Reaktionen auf Social Media zusammen. Der Trainer habe viel zu spät gewechselt und viel zu lange gewartet. Es wurde viel zu abwartend gespielt. Im Gegenzug dazu gab es auch diejenigen, die die Kirche im Dorf lassen wollen. „Du hast schon gemerkt, dass ein Stimmungsumbruch da ist in den Kommentaren,“ berichtet Hector. „Ich dachte, jetzt können die mal in Ruhe arbeiten, jetzt kommen die ersten, die sich schon wieder aufregen.“ Eine Erfahrung, die der 35-Jährige sicherlich des Öfteren am eigenen Leib gemacht hat. „Ich kann ja auch verstehen, dass man sich über ein einzelnes Spiel aufregt, aber jetzt direkt auch den Trainer in Frage zu stellen, das weiß ich nicht.“

„Da bin ich optimistisch, dass wir das schaffen“ – Jan Thielmann über Bremen und sein gutes Gefühl

Jan Thielmann jubelt nach seinem Tor
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„Da bin ich optimistisch, dass wir das schaffen“ – Jan Thielmann über Bremen und sein gutes Gefühl

An den guten Start in die Saison möchte der 23-Jährige nach seinem Comeback gerne anknüpfen beim 1. FC Köln: Jan Thielmann blickt positiv in die Zukunft und glaubt an eine gute Ausgangslage vor der Winterpause.

Mit zwei Toren und zwei Assists startete der Föhrener in die Saison. Das Vertrauen des Trainers hat der 23-Jährige sich bereits erspielt beim 1. FC Köln: Jan Thielmann blickt positiv in die Zukunft.

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Vier Wochen sind es noch bis Weihnachten. Vier Duelle gilt es noch zu absolvieren für den 1. FC Köln, bevor es für die Geißböcke in die Winterpause geht. Ein Weihnachtswunsch wäre da sicherlich, viele Punkte auf dem Konto mit unter den Baum zu nehmen. Das findet auch Jan Thielmann im FC-Podcast von Radio Köln: „Realistisch wäre der Wunsch der 20-Punkte-Marke, die wäre natürlich schon top. Das wäre eine richtig gute Ausgangslage“, so der 23-Jährige. „Da bin ich aber auch optimistisch, dass wir das schaffen.“ Mit dem aktuellen Punktestand von 14 Zählern müsste der FC aus den Begegnungen gegen Bremen, St. Pauli, Leverkusen und Union Berlin noch sechs weitere Zähler einfahren.

Viele Konstellationen in der Offensive denkbar

„Die nächsten Spiele, die kommen, werden wieder spannende Spiele. Spiele, in denen wir uns auch definitiv was ausmalen und wo wir versuchen, die nächsten Punkte einzufahren“, so Thielmann. Für das Duell gegen die Hanseaten gibt es bereits einen klaren Auftrag: „Das ist unangenehm am Samstag in Bremen zu spielen. Gerade bei den kalten Temperaturen. Aber wir freuen uns aufs Spiel“, so der Kölner Offensivmann. „Es wird wahrscheinlich ein anderes Spiel als gegen Frankfurt. Wir müssen schauen, dass wir defensiv Stabilität gewinnen, offensiv nochmal was drauflegen und dann bin ich guter Dinge für Samstag“, sagte Thielmann.

Im Angriff nachzulegen, dürfte bei den Offensivspielern des FC durchaus möglich sein. „Da kannst du aufstellen, wen du willst und du kannst dir sicher sein, die Jungs werden ihre Leistung abrufen. Kuba spielt eine weltklasse Saison, Bülti war jetzt ein bisschen was raus, Ragnar kam die letzten paar Spiele und hat getroffen und getroffen, Waldschmidt kam rein und hat getroffen und auch Kainzi hatte seinen Impakt ins Spiel“, lobt Thiemann seine Mitspieler. „Wir haben da vorne wirklich gute Jungs, da gibt es viel Konstellationen, wie wir auflaufen können und bei jeder kann man sich sicher sein, dass offensiv auch viel gearbeitet wird.“ Es mache einfach unfassbar viel Spaß mit den Jungs.

„Der Trainer gibt mir ein gutes Gefühl“

Und diesen Spaß darf Thielmann nun nach seiner Muskelverletzung auch wieder haben, denn Lukas Kwasniok vertraut dem 23-Jährigen. „Der Trainer gibt mir ein gutes Gefühl. Ich war vier Wochen raus, durfte direkt wieder starten. Das war natürlich ein positives Gefühl vom Trainer an mich. Das hat mir Selbstvertrauen gegeben, definitiv. Das war zwar nicht mein bestes Spiel, aber ein Spiel, auf das ich aufbauen kann“, so Thiemann. Unter Kwasniok startet der gebürtige Föhrener nun auch wieder in der Offensive, nachdem er in der Vergangenheit auch des Öfteren defensiv agieren musste.

Eine Position, die ihm durchaus besser liegt: „Da macht man sich einfach weniger Gedanken ums Verteidigen. Angreifen und Tore schießen macht mir einfach mehr Spaß. Ich bin aber jemand, der tut immer das, was am besten fürs Team ist. Wenn der Trainer mich hinten braucht, dann mache ich das auch“, so Thielmann. Der durchaus gute Saisonstart mit zwei Toren und zwei Vorlagen spricht jedoch eine klar Sprache, was die Stärken des 23-Jährigen angeht. „Man hofft natürlich, daran anzuschließen“, sagte Thielmann. Am liebsten wohl schon am Samstag im kalten Weserstadion in Bremen.

Überraschungseffekt vs. gewünschte Konstanz: Lukas Kwasniok findet erneut eine neue Startelf

Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach
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Überraschungseffekt vs. gewünschte Konstanz: Lukas Kwasniok findet erneut eine neue Startelf

13 Begegnungen, 13 unterschiedliche Startformationen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok veränderte die Startelf auch gegen Frankfurt. Das kommt nicht überall gut an. Einige Fans wünschen sich eine eingespielte Mannschaft.

Der 1. FC Köln steht dank einem sehr ordentlichen Saisonstart als Aufsteiger auf einem starken zehnten Tabellenplatz und hat nach einem Drittel der neuen Spielzeit bereits sieben Zähler Vorsprung auf den FC St. Pauli und Relegationsplatz 16. Trotz des Punktepolsters auf die Abstiegsränge müssen die Kölner den Blick nach wettbewerbsübergreifend vier Niederlagen aus den letzten fünf Pflichtspielen allmählich wieder nach unten richten. Neben der zuletzt mageren Punkteausbeute scheint zudem auch die richtige Formation sowie Startelf zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gefunden beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok veränderte die Startelf auch gegen Frankfurt

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Auch wenn Köln als Aufsteiger zum aktuellen Zeitpunkt mit Tabellenplatz zehn mehr als nur im Soll liegt, gab es mit Blick auf die jüngsten Ergebnisse zuletzt nur wenig Grund zur Freude für FC-Coach Lukas Kwasniok. Die 3:4-Pleite gegen Eintracht Frankfurt bedeutete die vierte Niederlage aus den jüngsten fünf Pflichtspielen. Einzig gegen den Mitaufsteiger Hamburger SV setzten sich die Kölner mit 4:1 durch. Insgesamt kassierten die Geißböcke in diesem Zeitraum satte 13 Gegentore. Möglicherweise für den Trainer wohl immer wieder auch der Anlass, etwas an der Aufstellung zu verändern. Mit 13 (!) verschiedenen Startformationen sowie zahlreichen Spielerrotationen auf mehreren Positionen scheint eine wirkliche „erste Elf“ bislang noch nicht gefunden. Zumal Kwasniok betonte, dass es diese bei ihm ohnehin nicht geben werde.

Der Faktor Überraschungseffekt

Ob die Grundpfeiler für eine erfolgreiche Saison und das Erreichen des obersten Saisonziels zum aktuellen Zeitpunkt aber gegeben sind, dürften nun spätestens die kommenden Wochen bis Weihnachten zeigen. Für die Kölner geht es bis dahin gegen Werder Bremen, den FC St. Pauli, Bayer Leverkusen und den 1. FC Union Berlin. Ein Blick auf die Kölner Startaufstellungen in dieser Saison legt zwei Vermutungen nahe. Je nach Ansicht könnte man meinen, der 1. FC Köln ist entweder unglaublich flexibel und kann sich auf jeden Gegner individuell ein- und auch aufstellen. Oder aber Trainer Kwasniok sucht nach 13 Pflichtspielen immer noch die für ihn und seine Kölner beste Formation und die dazugehörigen Spieler. 13 Pflichtspiele sind gespielt, für den FC stehen sechs Niederlagen fünf Siege und einem Unentschieden gegenüber.

Mit Ausnahme der Gegner aus Stuttgart und Dortmund (1:2 und 0:1) ging der Coach bei jeder Niederlage mit einer anderen taktischen Formation ins Rennen. Zudem standen noch kein einziges Mal die gleichen elf Spieler auf dem Rasen. Überhaupt ging man taktisch nur ein einziges Mal unverändert in zwei aufeinanderfolgende Spiele. Nämlich bei den Spielen gegen die TSG 1899 Hoffenheim und darauf folgend den FC Augsburg. Beide Duelle verließ Köln unbesiegt mit einem Sieg und einem Remis. Für die Gegner der Kölner dürfte die Spielvorbereitung sicher keine einfache sein. Zu oft wechseln sich Positionen und Formationen bei den Rheinländern ab. Als taktisches Stilmittel kann Trainer Kwasniok seine Gegner so immer wieder überraschen und vor knifflige Aufgaben stellen.

Flexibilität vs. Stabilität

Mit Marius Bülter und Luca Waldschmidt hat der FC in der Offensive flexibel einsetzbare Spieler zur Verfügung. Auch Neuzugang Tom Krauß oder Leistungsträger Eric Martel können sowohl im zentralen Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung spielen und haben dies in dieser Spielzeit auch schon getan. Mit Said El Mala haben die Geißböcke darüber hinaus einen echten X-Faktor in ihren Reihen. Der Shootingstar kann sowohl von Beginn an als auch von der Bank stets für Unruhe und spielerische Glanzmomente sorgen. Dennoch sei die Frage erlaubt, ob eine gewisse Routine und Stabilität nicht ebenfalls sinnvoll wäre, um eingespielt in die Bundesligaduelle zu gehen.

Formationstechnisch ließ der Übungsleiter sein Team bislang sowohl mit einer Dreierkette im 3-4-3, 3-4-1-2, 3-4-2-1 oder 3-5-2 auflaufen als auch im 4-3-3 oder 4-4-2 mit einer Viererkette in der Defensive. Eine klare Vorliebe ist nicht wirklich erkennbar. Wenngleich man mit einem flachen 3-4-3-System in vier Spielen einzig im DFB-Pokal gegen Rekordmeister FC Bayern München verlor. Ob sich die Spieler mit den immer wieder ändernden Vorgaben zurechtfinden und richtig einspielen können, lässt sich anhand des bisherigen Saisonverlaufs schwer sagen. Auch wenn die Tendenz zuletzt eher negativ ist und Köln in den vergangenen fünf Partien nur gegen den Aufsteiger aus Hamburg gewinnen konnte, liest sich die Tabelle aus Sicht der Kölner bis dato mehr als zufriedenstellend.

Überraschungseffekt und Flexibilität

Die Faktoren Überraschungseffekt und Flexibilität scheinen also durchaus zu greifen und die Kölner Gegner als Stilmittel vor Probleme zu stellen. Zumal Kwasniok die taktische Marschroute vor einem Spiel sicher in mehreren Trainingseinheiten einstudiert. Spannend wird es nun zu beobachten sein, ob der FC auch in Zukunft an dieser Methode festhält und so wichtige Punkte auf dem Weg zum obersten Ziel – dem Klassenerhalt einfahren kann. Falls nicht, muss man sich am Geißbockheim wohl schon bald Gedanken um eine feste Stammformation machen, mit der man (zumindest) beim Anpfiff in die Spiele geht – vielleicht ja dann im 3-4-3.

Zwölf Gegentore in vier Spielen, verletzte Verteidiger: Wer wird der neue Abwehrchef?

Bittere Pleite für den 1. FC Köln in Dortmund
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Zwölf Gegentore in vier Spielen, verletzte Verteidiger: Wer wird der neue Abwehrchef?

Das Verletzungspech bleibt den Kölnern treu. Nach Luca Kilian, Rav van den Berg und Timo Hübers fällt mit Joel Schmied nun der vierte Innenverteidiger beim FC aus. Und das in einer Zeit, in der es Probleme in der Defensive gibt beim 1. FC Köln: Wer wird der neue Abwehrchef der Geißböcke?

Der 1. FC Köln steht nach elf Spieltagen als Aufsteiger auf einem mehr als ordentlichen Tabellenplatz 10 der Bundesliga und hat das Ziel Klassenerhalt damit absolut im Visier. Mit 20 erzielten Toren läuft es anders als in den vergangenen Jahren auch offensiv zufriedenstellend. In der Defensive hingegen gibt es bei 19 kassierten Gegentoren durchaus noch Luft nach oben. Nach dem Saison-Aus von Abwehrchef Timo Hübers sowie der Verletzung von Neuzugang Joel Schmied stellt sich zudem eine andere Frage beim 1. FC Köln: Wer wird der neue Abwehrchef der Geißböcke?

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Zwölf Gegentore musste der 1. FC Köln in den vergangenen vier Pflichtspielen hinnehmen, darunter allein sieben beim Rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach sowie der Heimniederlage zuletzt gegen Eintracht Frankfurt. Neben den vielen Treffern bietet zudem die aktuelle Personallage in der Abwehr am Geißbockheim Grund zur Sorge. Nachdem sich mit Timo Hübers ein absoluter Stammspieler und Leistungsträger gegen Dortmund schwer am Knie verletzte und in dieser Saison wohl nicht mehr auf den Platz zurückkehren wird, ergab eine MRT-Untersuchung nun auch bei Neuzugang Joel Schmied eine Muskelverletzung im Oberschenkel und zwingt ihn zu einer Pause. FC-Coach Lukas Kwasniok muss nun umplanen, schon am Wochenende geht es im Duell mit Werder Bremen um wichtige Punkte im Kampf um den Ligaverbleib und gegen den zuletzt gezeigten Abwärtstrend.

Viel Talent, wenig Erfahrung

Auf der Suche nach einem neuen Abwehrchef hat der Trainer dabei zwar mehrere Optionen, dennoch bleiben zumindest Zweifel. Insgesamt stehen dem 1. FC Köln mit Blick auf den Kader sechs echte Kandidaten für die Innenverteidigung zur Verfügung, wenngleich Youngster Neo Telle mit bislang acht Einsätzen in der Zweitvertretung der Geißböcke alles andere als eine akute Hilfe darstellt und wohl kaum in der aktuellen Abwehrnot zurück zu den Profis kehrt. Auch Luc Dabrowski und Yannick Mausehund sind kein Thema. Denkbar erscheinen schon eher die beiden Neuzugänge Rav van den Berg sowie Cenk Özkacar, die vor der Saison aus England respektive Spanien an den Rhein kamen. Der Niederländer van den Berg startete ordentlich in die Saison und schien sich bereits als Stammspieler im FC-System zu etablieren, ehe ihn eine Schulterverletzung außer Gefecht setzte.

Zwar ist der U21-Nationalspieler wieder fit und verfügt über zweifelsohne viel Talent, mit seinen gerade einmal zwei absolvierten Pflichtspielen in dieser Saison fehlt es ihm dennoch noch an Erfahrung in der Bundesliga und Spielpraxis mit seinen neuen Teamkollegen. Ähnlich verhält es sich bei Özkacar, der zwar schon sieben Mal in dieser Spielzeit auf dem Rasen stand, dabei aber sowohl Licht als auch Schatten in seinen Leistungen zeigte. Auch für ihn kommt die Rolle als neuer Abwehrchef höchstwahrscheinlich zu früh. Mit seinem ersten Einsatz über 90 Minuten spielte sich jüngst trotz der am Ende knappen 3:4-Niederlage Routinier Dominique Heintz in den Fokus. Der mittlerweile 32-Jährige zeigte eine ordentliche Leistung und scheint nach den Ausfällen und der fehlenden Erfahrung seiner Kollegen gute Karten auf weitere Spielzeit zu haben.

Mittelfeld-Duo als Abwehrverstärkung?

An Einsatz und Leidenschaft mangelt es dem erfahrenen Pfälzer mit über 200 Bundesligaeinsätzen nicht, Fragen bleiben aber wohl vor allem bezüglich seiner (fehlenden) Geschwindigkeit. Neben den gelernten Innenverteidigern ließ Kwasniok in dieser Saison auch die beiden defensiven Mittelfeldspieler Tom Krauß und Eric Martel bereits im Abwehrzentrum auflaufen. Leistungsträger Martel bekleidete die Position bereits fünf Mal und hätte somit zwar wahrscheinlich keine Anpassungsprobleme, seine Qualität in Sachen Zweikampf und Passsicherheit fehlen den Kölnern aber im Mittelfeld. Neuzugang Krauß stand direkt am 1. Spieltag beim 1:0-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 als Innenverteidiger in der FC-Startelf, spielte bei seinen sieben weiteren Einsätzen aber meist im zentralen defensiven Mittelfeld.

Ob einer der beiden als Dauerlösung in die Bresche springen und der Abwehr Stabilität verleihen kann, wird sich zeigen. Egal für welche personelle Variante sich Trainer Kwasniok beim 1. FC Köln letztlich entscheiden wird, Zweifel werden wohl hier und da bleiben. Am Ende des Tages werden die Ergebnisse ihm entweder Recht geben oder bei bleibendem Negativtrend die Frage nach einem neuen Abwehrchef aufkommen lassen. Finanziell wäre ein weiterer Transfer zwar denkbar, sollte aber wohl überlegt sein. Vermutlich könnte ein gestandener Innenverteidiger mit einer gewissen Bundesligaerfahrung helfen. Dieser kann sowohl die Neuzugänge an die Hand nehmen als auch die Rolle des Abwehrchef zumindest temporär ausfüllen, sollten wie in der jüngeren Vergangenheit gleich mehrere Abwehrspieler ausfallen.

Kaminski vs. El Mala: Was wird nun eigentlich aus Linton Maina?

Linton Maina vom 1. FC Köln
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Kaminski vs. El Mala: Was wird nun eigentlich aus Linton Maina?

Said El Mala drängt sich in den Vordergrund, Jakub Kaminski soll wieder vermehrt in der vordersten Reihe ran. Das macht die Situation nicht leichter für einen anderen Spieler des 1. FC Köln: Linton Maina im komplizierten Konkurrenzkampf.

So hatte sich der 26-Jährige bei seiner Verkündung der Vertragsverlängerung die Saison sicherlich nicht vorgestellt beim 1. FC Köln: Linton Maina im komplizierten Konkurrenzkampf.

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Der Kontrast könnte wohl kaum größer sein: Vor sechs Monaten glich der Innenraum des Kölner Stadions einem Menschenmeer, als der FC hatte gegen Kaiserlautern die Rückkehr ins Oberhaus eingetütet hatte und Linton Maina glücklich verkündete: „Ich habe vor fünf, sechs Wochen bei einem Bundesligisten unterschrieben.“ Am Samstagabend schlich der Topscorer und Stammspieler der vergangenen Saison mit dem Team nach dem 3:4 gegen Frankfurt über den Rasen des Kölner Stadions und wirkte alles andere als glücklich.

Wenig Einsatzzeit und wechselnde Positionen

Denn im elften Liga-Duell spielte Maina zum fünften Mal überhaupt nicht. Dem gegenüber stehen lediglich zwei Startelf-Einsätze und weitere Einwechslungen. So saß Maina auch am vergangenen Samstag auf der Bank und musste zusehen, wie Jakub Kaminski und später Said El Mala auf seiner Stammposition den Vorzug erhielten. Die spielerische Stärke von Kaminski und die Forderungen nach dem Kölner Shootingstar El Mala verdrängen den vermeintlichen Stammspieler auf der linken Außenbahn auf Position drei. Zwar kann Maina auch auf dem rechten Flügel eingesetzt werden, dort sieht Kwasniok allerdings wohl eher Jan Thielmann als gesetzt.

Der gebürtige Föhrener verkörpert mit seiner Leidenschaft, dem Kampfgeist und der Intensität die Attribute, die der Kölner Trainer von seinen Spielern fordert. Bliebe also in der Offensive die Position hinter den Spitzen, die Maina im Duell gegen den Hamburger SV einnahm. Ein Spielsystem mit einem klassischen Zehner scheint bei Kwasniok allerdings wohl die Ausnahme zu sein. Die Rolle des linken Schienenspielers, die der Berliner während der Vorbereitung und dann auch im Pokal gegen Jahn Regensburg spielte, ist alles andere als die favorisierte. Zumal Maina seine Vorlieben bereits im Sommer im Interview mit come-on-fc.com deutlich formulierte: “Ich mag es, vorne meine Freiheit zu haben und trotzdem die Taktik nicht zu vergessen. Am Ende muss man sehen, was das Beste für die Mannschaft ist. Der Trainer wird das regeln“, so Maina im Sommer.

Gerüchte um Maina

Doch ob der Trainer den ambitionierten 26-Jährigen mit seinen Regelungen zufrieden stellen kann, ist fraglich. Und so wurde bereits spekuliert, ob Maina den FC möglicherweise verlassen woll, um an anderer Stelle mehr Einsatzzeit zu bekommen. So äußerte der gebürtige Berliner bereits mehrfach, wie schwer es ihm falle, nicht die Rolle zu haben, die er letzte Saison bekleidete. Mit jeder Minute, die der Außenbahnspieler außen vor ist, werden die Gerüchte um einen Wechsel wohl zwangsläufig wahrscheinlicher.

Tor gegen den Ausbildungsclub, Problemkind, Comeback – die Leihspieler des 1. FC Köln

Elias Bakatukanda und Rasmus Carstensen vom 1. FC Köln.
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Tor gegen den Ausbildungsclub, Problemkind, Comeback – die Leihspieler des 1. FC Köln

Mit seinem zweiten Saisontreffer brachte Rasmus Carstensen sein Team ausgerechnet gegen seinen Heimatclub in Front. Ein weiterer Spieler feierte sein Comeback. Guter Spieltag für einige Leihspieler des 1. FC Köln.

Mehre Spieler hat Köln in dieser Saison verliehen. Bei den meisten geht es um Spielpraxis und Einsatzzeit. Die gab es auch wieder. Zudem auch andere Erfolgserlebnisse. Es war ein guter Spieltag für einige Leihspieler des 1. FC Köln. Für andere lief es nicht so rund.

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Elias Bakatukanda: Mit BW Linz steckt der Abwehrspieler weiterhin in einer schweren Phase. Für die Blau-Weißen setzte es am Wochenende die fünfte Niederlage in Serie. Damit rutschte Linz auf den letzte Tabellenplatz ab. Da konnten auch die 90 Minuten Einsatzzeit wohl nicht trösten. Bakatukanda ist beim österreichischen Erstligisten Stammspieler und hofft durch Einsatzzeit Pluspunkte für die Rückkehr ans Geißbockheim zu sammeln.

Comeback von Pauli

Julian Pauli: Für den Kölner Shootingstar der Vorsaison gab es am Wochenende bei Dynamo Dresden nach sechswöchiger Verletzungspause das Comeback und das auch noch von Beginn an. Mit einer soliden Leistung setzte sich Dresden 2:1 gegen den Bundesliga-Absteiger Bochum durch. Dresden kletterte mit dem zweiten Saisonsieg auf den Relegationsplatz. Pauli stand nicht nur in der Startelf, der Abwehrspieler kam 85 Minuten zum Einsatz.

Imad Rondic: Der Stürmer bleibt weiterhin das Problemkind der Geißböcke. Der Angreifer saß im Duell von Rakow Czestochowa gegen Piast Gliwice 90 Minuten auf der Bank. Rakow unterlag dem Geburtsort von Lukas Kwasniok 1:3. Rondic wartet somit weiterhin auf seinen ersten Treffer für den polnischen Erstligisten. Der Bosnier hat auch noch keinen Treffer vorbereitet.

Der zweite Treffer

Rasmus Carstensen: Das sieht bei dem Dänen anders aus. Und Carstensen hat sein Scorerboard am Wochenende noch einmal nach oben geschraubt. Und das gegen seinen Ausbildungsclub. Für Silkeborg absolvierte der Rechtsverteidiger schon 89 Pflichtspiele. Am Samstag gab es mit Aarhus einen 2:0-Auswärtserfolg. Carstensen erzielte die Führung.

Jaka Potocnik: Der Pole fällt nach seinem Gala-Auftritt gegen Schweinfurt weiter verletzt aus.

Mansour Ouro-Tagba: Für den Angreifer gab es erneut 90 Minuten Einsatzzeit. Beim 0:0 des VfB Stuttgart II gegen Erzgebirge Aue hatte der Stürmer nur wenig Impact auf das Spiel.

Chilohem Onuoha: Für den SC Verl stehen die Zeichen weiter auf Aufstiegsrennen. Der Sportclub setzte sich am Wochenende gegen Viktoria Köln 5:1 durch. Onuoha kam in der Schlussphase, trug sich aber nicht mehr auf die Punkteliste ein.


Der nächste Treffer, der nächste Scorer – Wo nützt Marius Bülter dem 1. FC Köln am meisten?

Einer der Lichtblicke gegen Frankfurt: Marius Bülter
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Der nächste Treffer, der nächste Scorer – Wo nützt Marius Bülter dem 1. FC Köln am meisten?

Der FC hat sich mit Marius Bülter vor Saisonbeginn durchaus namhaft verstärkt und mit dem Ex-Schalker und Hoffenheimer einen bundesligaerfahrenen Mann für die eigenen Reihen gewonnen. Eine echte Verstärkung beim 1. FC Köln: Auf welcher Position spielt Marius Bülter die größte Rolle?

Einer der Lichtblicke bei der 3:4-Pleite gegen Frankfurt am Samstagabend war Marius Bülter. Der 32-Jährige ist in der Offensive variabel einsetzbar und konnte das Vertrauen und die Erwartungen mit drei Toren und drei Vorlagen bereits zurückzahlen. Dennoch darf man sich mit Blick auf seine Vielseitigkeit durchaus die Frage stellen, auf welcher Position er denn sportlich am wertvollsten ist für den 1. FC Köln: Auf welcher Position spielt Marius Bülter die größte Rolle?

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Seine Qualitäten zeigte er am Samstagabend einmal mehr mit einem Jokertor. Mit der Verpflichtung von Marius Bülter ist dem 1. FC Köln offenbar ein starker Transfer geglückt. Durch den Neuzugang aus Hoffenheim hat Köln nicht nur einen bundesligaerfahrenen, sondern noch dazu einen vielseitig einsetzbaren Offensivmann für die eigenen Reihen gewonnen. Mit seiner Routine soll der 32-Jährige nun mithelfen, mindestens das oberste Ziel Klassenerhalt möglichst frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Nach elf Spieltagen der laufenden Bundesligasaison lässt sich bereits sagen: Mit drei Toren und drei Vorlagen hat der Neuzugang kaum Anlaufschwierigkeiten gehabt, traf sogar jeweils ein Mal in den ersten beiden Partien. Mit seinen insgesamt bislang sechs Scorerpunkten ist er damit zweibester Scorer im Team von Trainer Lukas Kwasniok, einzig Senkrechtstarter und Offensiv-Juwel Said El Mala hat mit vier Toren und drei Vorlagen noch einen Scorer mehr zu bieten.

Bülter ist die Allzweckwaffe in der Offensive

Blickt man auf die bisher gespielten Partien, so kam Bülter bislang meist in vorderster Front als Sturmspitze zum Einsatz. Unter anderem bei der späten und höchst bitteren 0:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund agierte er neben El Mala als hängende Spitze im Schatten von Jakub Kaminski. Dabei ist die Position alles andere als festgeschrieben. Vom Fußballportal transfermarkt.de wird Bülter mit der Position des Linksaußen beschrieben, dabei hat er diese Rolle in der laufenden Saison de facto noch nie zu Spielbeginn bekleidet. Schaut man sich aber die gesamte Profilaufbahn des Deutschen an, bestätigen zahlreiche Einsätze auf dieser Position diese Angabe.

Als Mittelstürmer hingegen hat er laut transfermarkt.de vergleichsweise „erst“ 79 Spiele vorzuweisen, als hängende Spitze gar nur 47. Doch was macht Bülter und sein Spiel eigentlich aus und warum ist er überhaupt so flexibel einsetzbar? Beginnend mit seiner aktuellen Rolle beim 1. FC Köln als Mittelstürmer fällt eins sofort auf: Mit seinen knapp 1,90 Meter ist er ein physisch starker Stürmer, der sowohl im Kopfballspiel als auch mit dem Rücken zum Tor über Stärken verfügt. Trotz seiner Größe ist er zudem nicht langsam und kann durchaus auch mal mit einem Pass in die Tiefe hinter die gegnerische Abwehrkette geschickt werden. Als Anspielstation im Angriffsdrittel kann man ihn auch unter Bedrängnis anspielen, um sich im Anschluss selbst wieder anzubieten. Bülter kann den Ball halten, Räume für seine Mitspieler schaffen und ihn dann im richtigen Moment weiterspielen.

Schienenspieler in beide Richtungen

Auch wenn er in der Formation nominell der vorderste Angreifer ist, ist er nicht gleich zwingend der letzte Zielspieler auf dem Weg zum Torabschluss. Mit dem aus Kaiserlautern verpflichteten Ragnar Ache haben die Kölner zwar auch einen echten Mittelstürmer im Kader. Der gebürtige Frankfurter hatte (anders als Bülter) zu Saisonbeginn allerdings sowohl mit kleineren Blessuren als auch mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen und besritt daher erst zwei Bundesligaspiele von Beginn an, was sich im weiteren Saisonverlauf aber sicher ändern dürfte.

Neben der Rolle als Neuner im Sturmzentrum kann Bülter wie gegen den BVB gesehen in zweiter Reihe als hängende Spitze auflaufen. Auch hier kommt ihm seine Physis zugute und kann in wichtigen Zweikämpfen gegen den Ball und in der Luft für einen Vorteil sorgen. Wie drei Vorlagen belegen, hat der Offensivmann auch ein Auge für den Mitspieler und kann den letzten, den tödlichen Pass spielen. Durch den größeren Abstand zum gegnerischen Tor kann er zudem aus dem offensiven Mittelfeld heraus Läufe starten. So will er gegnerische Abwehrreihen aufreißen und überraschen – vor allem dann, wenn er sich von seinen/m Gegenspieler(n) im gegnerischen defensiven Mittelfeld löst und die Innenverteidiger attackiert.

Variabler Stürmer für alle Fälle

Aus seiner Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim und beim FC Schalke 04 ist der 32-Jährige aber auch noch als Schienenspieler aufgefallen. Dort agierte er in der Vergangenheit vor allem auf der linken Seite, wo er entweder in einem 3-5-2- oder einem 3-4-3-System den Flügel bearbeitete und den Gegner mit durchaus guten Flanken in Richtung Strafraum vor Probleme stellte. In dieser Position ist seine Physis jedoch nicht nur offensiv gefragt, sondern kann auch defensiv eine wichtige Rolle gegen die meist kleineren gegnerischen Flügelspieler einnehmen. Durch seine Erfahrung von mehr als 150 Bundesligaspielen verfügt er über ein taktisches Verständnis vor allem im Defensivverhalten. Insgesamt ist er allerdings weder ein klassischer Flügelflitzer noch ein klassischer Außenverteidiger, was vor allem gegen bewegliche und flinke schnelle Gegenspieler auf der Außenbahn für Defizite sorgen könnte.

Marius Bülter ist als Neuzugang beim 1. FC Köln ohne große Startschwierigkeiten eingeschlagen. Auch wenn er kein ausgeprägter Vollblutstürmer mit hoher Torquote ist (und wahrscheinlich auch nicht mehr werden wird), erfüllt er die in ihn gesetzten Erwartungen absolut und ist ein echter Gewinn für die Kölner. Mit seiner Flexibilität kann Trainer Kwasniok ihn je nach Gegner auf mehreren Positionen aufstellen, ohne dabei große Qualitätsverluste hinnehmen zu müssen. Mit Blick auf seine Stärken und Schwächen erscheint die Rolle als hängende Spitze vielleicht am sinnvollsten. Hier kommen sowohl seine Physis als auch seine Torgefahr am besten zur Geltung. Mit Überraschungsläufen ins letzte Drittel kann Bülter immer wieder aus der zweiten Reihe nach vorne stoßen, um so womöglich einen in Zukunft hundertprozentig fitten Ragnar Ache mit Toren und Vorlagen auf dem Weg zum obersten Ziel – dem Klassenerhalt – zu unterstützen.

Mögliche Winter-Transfers: Braucht der 1. FC Köln Alternativen auf den Schienen?

FC-Sportdirektor Thomas Kessler
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Mögliche Winter-Transfers: Braucht der 1. FC Köln Alternativen auf den Schienen?

Zu Beginn der Spielzeit gehörten sie zu den absoluten Gewinnern des Transfersommers. Zuletzt waren die Leistungen schwankend. Dennoch sind Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund eigentlich gesetzt, es fehlen aber Alternativen beim 1. FC Köln: Muss der FC auf den Außenpositionen nachbessern?

Zum zweiten Mal in Folge war Kristoffer Lund nicht ganz unschuldig an Gegentoren und auch Sebastian Sebulonsen überzeugte zuletzt nicht immer. Die beiden sind dennoch zu recht unangefochten und dennoch fehlen die Alternativen bei 1. FC Köln: Muss der FC auf den Außenpositionen nachbessern?

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So wirklich viel gemein hatten die Begegnungen der Geißböcke gegen Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt nicht. Mal abgesehen von einem Doppelschlag, der das jeweilige Spiel in eine aus Kölner Sicht schwierige Richtung lenkte. Der FC hatte gegen Frankfurt wieder deutlich weniger Ballbesitz, dafür aber die deutlich besseren Möglichkeiten als noch gegen die Fohlen, war gerade im Schlussdrittel gefährlicher und kam so auch auf drei Tore. Zu den Parallelen gehörte aber, dass Kristoffer Lund einmal mehr der Pechvogel des Abends war. Schon beim 1:1 machte er mit seinem Pass auf Jakub Kaminski nicht alles richtig, beim 1:3 hatte Ritsu Doan viel zu leichtes Spiel und beim 1:4 ließ sich der Wahl-US-Amerikaner ebenfalls zu leicht düpieren und rutschte zudem auch noch weg.

Zuletzt zwei Mal unglücklich

Damit knüpfte der 23-Jährige an die Leistung gegen Gladbach an. Auch bei den Fohlen startete Lund gewohnt solide. Doch mit zwei unglücklichen Situationen verursachte der gebürtige Däne gleich zwei Elfmeter und brachte die Borussia so ins Spiel und auf Erfolgskurs. Während Lukas Kwasniok den Linksverteidiger gegen Gladbach nach einer guten Stunde erlöste, musste Lund gegen Frankfurt durch die gesamte Spielzeit. Noch zu Saisonbeginn gehörte der Schienenspieler zu den Gewinnern unter dem neuen Trainer, die beiden vergangenen Partien fallen in die Kategorie „unglücklich“. Doch die ganz großen Alternativen hat der Kölner Trainer aktuell nicht. Mit Max Finkgräfe und Leart Pacarada wurden die beiden etatmäßigen Linksverteidiger der Vorsaison abgegeben. Auch, weil sich das Kölner System unter Kwasniok verschoben hat.

Mit Alessio Castro-Montes haben die Geißböcke einen Spieler verpflichtet, der zwar nominell auf der rechten Schiene zu Hause ist, aber auch links spielen kann. Nur will der Neuzugang bislang auch nicht so recht funktionieren. Zumindest ist der Belgier sehr weit von der von Lukas Kwasniok ausgemachten Mischung aus Neymar und Lionel Messi entfernt – sehr weit. Am Samstagabend sammelte der 28-Jährige neun weitere Minuten Einsatzzeit, kommt jetzt auf 45. Eine wirkliche Alternative scheint Castro-Montes bislang nicht zu sein. In der Vorbereitung half Linton Maina auf der linken Schiene aus, doch auch der gebürtige Berliner ist sicher keine mittelfristige Option auf der defensiven Position, dann schon eher Jakub Kaminski, der wiederum in der Offensive gebraucht wird.

Ballverlust vor dem Ausgleich

Es könnte also durchaus sein, dass sich die Kölner Verantwortlichen auch für die Außenbahn nach Winter-Neuzugängen umschauen – zumindest für die Kaderbreite. Und das vielleicht nicht nur auf der linken Seite. Sebastian Sebulonsen war zu Beginn der Spielzeit auf der rechten Bahn unumstritten. Der Norweger spielte sich so auch in den erweiterten Kreis der norwegischen Nationalmannschaft, feierte sein Debüt und darf sich sogar leise Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen. Gegen Frankfurt erwischte auch Sebulonsen nicht seinen besten Abend, verursachte durch seinen haarsträubenden Ballverlust den Eckball, der zum Ausgleich führte. „Ich will die Außenverteidiger da nicht flach angespielt haben und auch nicht, dass sie sich freilaufen, weil der Spielvortrag dann nicht mehr gut ist“, erklärte Lukas Kwasniok.

Sebulonsen hatte zuletzt gegen Gladbach und den Hamburger SV etwas überraschend nicht mehr in der Anfangsformation gestanden. Das, weil Kwasnioks „bester Spieler“ Jakub Kaminski den Vorzug erhielt und das wiederum, weil der Kölner Trainer bei dem Überangebot in der Offensive einen Platz für seinen Musterschüler suchte und gefunden hatte. Sowohl Lund als auch Sebulonsen haben den überwiegenden Teil der Saison aber gute Leistungen gebracht, sich festgespielt, wurden zurecht als starke Transfers von Thomas Kessler gefeiert. Doch auch auf der rechten Seite fehlt die zweite Option, wenn Sebulonsen mal eine Pause erhalten soll. Eben, weil Castro-Montes auch auf der rechten Seite noch nicht die erhoffte Alternative ist.

Bis zur Winterpause sind es nun noch vier Spiele. Castro-Montes hat also in den kommenden Wochen die Zeit, Pluspunkte zu sammeln. Es ist aber durchaus davon auszugehen, dass die Kölner Verantwortlichen die Augen für mögliche Alternativen jetzt schon offen halten.