Nach perfektem Start: Das sind für Lukas Kwasniok die Schlüssel zum Erfolg beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok beim Training des 1. FC Köln
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Nach perfektem Start: Das sind für Lukas Kwasniok die Schlüssel zum Erfolg beim 1. FC Köln

Seit ziemlich genau zwei Monaten ist Lukas Kwasniok beim FC im Amt. Und der Start war bisher sehr erfolgreich. Dafür setzt der Trainer auf einige grundlegende Dinge: Das sind Kwasnioks Schlüssel für den Erfolg beim 1. FC Köln.

Drei Pflichtspiele, drei Siege – seinen Start beim FC hätte sich Lukas Kwasniok wohl kaum besser wünschen können. Jetzt spricht der Coach über die Grundlagen für die guten Leistungen: Das sind Kwasnioks Schlüssel für den Erfolg beim 1. FC Köln.

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Die FC-Fußballwelt war gefühlt eine andere als Lukas Kwasniok den 1. FC Köln vor ziemlich genau zwei Monaten das erste Mal in einem Testspiel als Trainer betreute. Gegen Bergisch Gladbach feierte der FC damals einen 7:1-Erfolg, ein erstes Antesten ein Gefühl für das Team bekommen, dürfte die Idee gewesen sein. Schon damals war abzusehen, dass der FC wohl ein anderes Gesicht erhalten würde. Zahlreiche Begegnungen und Neuverpflichtungen später hat Lukas Kwasniok dem FC seine Handschrift verliehen. Die Kölner sind perfekt in die neue Spielzeit gestartet. Und der Trainer zumindest vorerst einen Schlüssel gefunden. „Die Basis ist immer die Bereitschaft, konsequent gegen den Ball zu arbeiten“, sagt Kwasniok im Interview der „SportBild“. „Nehmen wir Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain: Da war genau diese Erkenntnis der Wendepunkt in der vergangenen Saison. Seitdem Ousmane Dembélé erkannt hat, mit Tempo draufzugehen, arbeiten alle Topspieler mit Vollgas. Genau das erwarte ich.“

Kwasniok sieht noch Luft nach oben

Der Kölner Trainer schaut sich bei den Topclubs taktisch einiges ab, verfolgt viele Spiele, um neuen Input zu erhalten. „Wir schauen genau hin, was Hansi Flick mit Barcelona macht oder Luis Enrique mit Paris – und überlegen uns dann, was wir davon auf uns übertragen können. Entweder gehst du mit der Zeit – oder du gehst mit der Zeit“, so Kwasniok. Der Erfolg gibt der Arbeit recht. Denn Vollgas bringt seine Mannschaft bislang auf die Platte. Mit 245 gelaufenen Kilometern gehören die Geißböcke bislang zu den Teams, die am meisten Laufpensum abspulen. Kölns Vollgas sei sogar wichtiger als das Spielsystem, über das in der vergangenen Saison immer wieder diskutiert wurde. „Wir haben in unserer Mannschaft viel Offensiv-Qualität, und alle Spieler vorne können richtig marschieren. Wenn das Feld offen ist, sind wir gut. Im Ballbesitz-Spiel haben wir noch Luft nach oben“, sagt Kwasniok.

Dabei verfolgt der Coach aber nicht das Ziel, seine Spieler in Ihrer fußballerischen Entwicklung zu verbessern. „Ich kann euch nicht besser machen, ich kann euch nur besser aussehen lassen“, hatte Kwasniok seiner Mannschaft schon bei seiner Vorstellung erklärt. „Ich versuche, jeden Spieler in seine beste Position zu bringen und um ihn herum Spieler zu positionieren, die seine Stärken zur Geltung bringen. Deshalb dauert es mit Spielern, die man noch nicht so gut kennt, etwas länger“, sagt der Coach. Allerdings macht es gerade den Eindruck, als sei die Gewöhnung schon gut vorangeschritten. Die sechs Punkte aus zwei Spielen sprechen zumindest dafür. Timo Hübers erklärte am Dienstag, dass die sechs Punkte wiederum dabei helfen, dass der „zusammengewürfelte Haufen“ besser zusammenfinde.

Kwasniok dürfte allerdings auch eine große Rolle dabei spielen. Der Coach ist angekommen, hat einen guten Draht zu der Mannschaft und den Fans aufgebaut. Kwasniok denkt aber auch schon über die Zeit nach dem FC nach, sogar ans Karriereende – wenn auch noch in weiter Ferne. „In sechs, acht Jahren verabschiede ich mich aus der ersten Reihe. Ich habe meiner Frau sehr viel zu verdanken. Aber in den vergangenen 20 Jahren haben wir wenig Zeit miteinander verbracht“, sagt der Coach. „Irgendwann wollen wir auch leben. Nicht erst mit 70, sondern lieber mit 50.“


EM-Quali: Said El Mala startet mit Kantersieg – FC-Profis tanken Selbstvertrauen

Said El Mala feiert mit der DFB-Auswahl einen Kantersieg
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EM-Quali: Said El Mala startet mit Kantersieg – FC-Profis tanken Selbstvertrauen

Die Länderspielreise der FC-Nationalspieler dürfte mit viel Wohlwollen aufgenommen worden sein beim 1. FC Köln: Denn die Nationalspieler tanken viel Selbstvertrauen. Zum Abschluss feierte unter anderem Said El Mala einen Kantersieg mit der deutschen U21-Nationalmannschaft.

Zum Abschluss gab es nochmal Einsatzzeit sowie einen Kantersieg für die Akteure des 1. FC Köln: Die Kölner Nationalspieler tanken jedenfalls viel Selbstvertrauen für den nächsten Bundesliga-Block.

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Normalerweise werden die Länderspielreisen von den Vereinsvertretern eher skeptisch gesehen. Das eigene Trainingspersonal fällt ein wenig dünner aus, es drohen Verletzungen. Dahingehend dürfte bei den FC-Verantwortlichen Aufatmen herrschen, in Sachen Spielpraxis und Selbstvertrauen vielleicht so etwas wie Zufriedenheit. Denn davon dürften sich die fünf Nationalspieler der Geißböcke ordentlich abgeholt haben. Jakub Kaminski etwa erzielte im Duell gegen Finnland einen Treffer, bereitete einen weiteren vor. Der Pole hatte damit maßgeblichen Anteil am 3:1-Erfolg. Auch Said El Mala kehrt sicherlich mit vielen Impressionen zurück ans Geißbockheim. Der Offensivspieler kam am Dienstagabend gegen Lettland nach einer guten Stunde zum Einsatz und sorgte mit einigen starken Dribblings und Abschlüssen sowie einem genialen Steckpass und einer Direktvorlage für Gefahr.

Starke halbe Stunde von El Mala

Der 19-Jährige trug sich nicht in die Torjägerliste ein, war aber dennoch ein Aktivposten. Seine Vorarbeit auf Dženan Pejčinović in der Schlussminute hätte einen Treffer verdient gehabt. Zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung ohnehin schon entschieden. Die DFB-Auswahl führte nach Toren von Nelson Weiper, Nicolo Tresoldi (3) und Muhammed Damar bereits 5:0. Am vergangenen Freitag gab es für die DFB-Auswahl einen 2:0-Erfolg über Albanien, allerdings in einem Testspiel. Isak Johannesson schrammte mit der isländischen Auswahl nur knapp an einer kleinen Sensation vorbei. Der Sechser unterlag mit Island dem Vizeweltmeister Frankreich 1:2. Das auch durchaus verdient. Allerdings ging das Team durch Andri Guðjohnsen in Führung. Kylian Mbappé und Bradley Barcola drehten die Begegnung. Als Aurélien Tchouaméni die Rote Karte sah, wurde es nochmal spannend.

Tatsächlich erzielte Guðjohnsen auch spät das vermeintliche 2:2, doch der Treffer wurde zurückgenommen. Auch Jusuf Gazibegovic kassierte eine 1:2-Pleite mit Bosnien-Herzegowina gegen Österreich. Der Rechtsverteidiger wurde erst nach einer guten Stunde eingewechselt. Dass Gazibegovic nicht in der Anfangsformation stand, überraschte ein wenig. Denn der Außenverteidiger hatte im ersten Länderspiel der Bosnier gegen San Marino (6:0) eine starke Leistung gezeigt. Rav van den Berg kam bei der U21 der Niederlande zum Einsatz. Der Nachwuchs der Elftal spielte gegen Israel 2:2. Am Donnerstag werden die fünf Akteure dann wieder mit der Mannschaft trainieren und sich auf die Begegnung gegen Wolfsburg vorbereiten.


Zwei Spieler, der gleiche Karriereschritt – und doch so unterschiedlich

Jakub Kaminski und Luca Waldschmidt spielten beide in Wolfsburg
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Zwei Spieler, der gleiche Karriereschritt – und doch so unterschiedlich

Kaminski und Waldschmidt spielten für den VfL, wurden dann an den FC verliehen. Während der eine aufblüht, muss der andere zittern beim 1. FC Köln: Zwei Spieler mit ähnlichem Weg, aber doch so anders.

Am Samstag beim Duell mit dem VfL Wolfsburg treffen gleich zwei FC-Spieler mit einem ähnlichen Weg auf ihren Ex-Verein. Jakub Kaminski und Luca Waldschmidt wurden vom VfL an die Kölner verliehen. Letzterer wurde vor einem Jahr fest verpflichtet, Ersterer hofft, dass das für ihn auch klappt beim 1. FC Köln: Zwei Spieler mit ähnlichem Weg, aber doch so anders.

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Vor zwei Jahren verpflichtete der 1. FC Köln einen Spieler mit eigentlich großer Qualität vom VfL Wolfsburg, der bei den Wölfen aber nicht wirklich überzeugen konnte. Luca Waldschmidt kam damals per Leihe mit Kaufoption zu den Kölnern. Nach einer eher schwachen Spielzeit beim FC entschieden sich die Geißböcke nach dem Abstieg wegen der Transfersperre trotzdem dazu, den Angreifer fest zu verpflichten, wenn auch für günstigere Konditionen als zuvor vereinbart. In der gerade abgelaufenen Transferperiode machte nun ein anderer Profi den gleichen Karriereschritt wie zuvor Waldschmidt: Jakub Kaminski kam im Sommer auf Leihbasis vom VfL, nachdem sich der Pole dort in der abgelaufenen Saison nicht wirklich durchsetzen konnte. Auch beim Linksaußen hat der FC eine Kaufoption, bei der der 23-Jährige hofft, dass sie am Ende gezogen wird.

Unterschiedliche Entwicklungen

Jetzt geht es am Samstag in Wolfsburg für beide gegen ihren Ex- beziehungsweise noch Stammverein. Dabei ist die Ausgangslage für Kaminski und Waldschmidt trotz ihrer ähnlichen Karrierewege sehr unterschiedlich. Der Pole hat in den ersten Saisonspielen eine starke Frühform gezeigt. Mit seinen Dribblings, guten Laufwegen und fließenden Positionswechseln mit zum Beispiel Marius Bülter belebt der 23-Jährige das Spiel der Geißböcke. Gegen den SC Freiburg gelang ihm außerdem das wichtige 1:0. Technisch anspruchsvoll verwertete der Linksaußen eine Flanke volley. Und auch in der Nationalmannschaft bestätigte der Linksfuß seine guten Leistungen. So erzielte er gegen Finnland am Sonntag ein Tor und gab eine Vorlage beim 3:1-Sieg Polens. Kaminski hat daher bisher definitiv von seinem Wechsel in die Domstadt profitiert.

Über Luca Waldschmidt lässt sich das nach über zwei Jahren nur bedingt sagen. So gelangen ihm in 59 Pflichtspielen für den FC 13 Tore und fünf Vorlagen. Keine herausragenden Werte, weder im Guten noch im Schlechten. Aber wohl unter den Erwartungen, die mit der Verpflichtungen des früheren deutschen Nationalspielers einhergingen. Besonders, wenn man bedenkt, dass die meisten Scorerpunkte aus der Zeit in der zweiten Liga stammen, in der ein Spieler mit Waldschmidts unbestritten vorhandenen großen Fähigkeiten noch mehr hätte abliefern können. So ist ein wiederkehrendes Problem beim Angreifer die Konstanz. In einigen Partien hat der 29-Jährige seine große Qualität gezeigt oder angedeutet, aber dann im Anschluss nicht regelmäßig abrufen können.

Fehlende Konstanz bei Waldschmidt

So auch jetzt. Denn in der Vorbereitung hatte sich Waldschmidt eigentlich in den Vordergrund gespielt, funktionierte unter Lukas Kwasniok gut als Neuner, der sich öfter zurückfallen lässt. Im ersten Pflichtspiel im Pokal gegen Regensburg stand der Stürmer darum in der Startelf – und enttäuschte. Der 29-Jährige verschuldete ein Gegentor mit, bekam die come-on-fc-Note 4-. Daher muss der Profi nun um seinen Platz in der Mannschaft kämpfen. Im ersten Bundesliga-Spiel in Mainz kam der Angreifer nur von der Bank, bereitete aber mit einer wunderschönen Flanke den Siegtreffer vor. Nur um dann gegen Freiburg 90 Minuten auf der Bank zu sitzen. Immerhin zeigte der frühere, deutsche Nationalspieler im Testspiel gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen mit einem Fünferpack eine Reaktion.

Während also Kaminski seinen Platz in der Startelf gegen Wolfsburg wohl sicher hat, muss Waldschmidt seinen Trainer noch mehr überzeugen und sich seine Minuten erarbeiten. So ist der Karriereweg von den Wölfen zum FC bei den beiden zwar der gleiche, die Entwicklung jedoch eine sehr unterschiedliche.


Das ist für Timo Hübers der Schlüssel zum Erfolg – „Es gibt nichts Wichtigeres“

Timo Hübers und Rav van den Berg
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Das ist für Timo Hübers der Schlüssel zum Erfolg – „Es gibt nichts Wichtigeres“

Trotz des hohen Konkurrenzkampfes ist Timo Hübers bislang in der Defensive gesetzt. Am Samstag steht die Begegnung gegen Wolfsburg an. Keine leichte Aufgabe, aber eine lösbare Aufgabe für den 1. FC Köln: Das ist für Timo Hübers das Erfolgsrezept.

Drei Pflichtspiele, drei Siege – mit weißer Weste auf Rang drei. Es läuft für den 1. FC Köln: Das ist für Timo Hübers das Erfolgsrezept.

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Bereits nach 45 Minuten war für ihn Schluss. Gegen den SC Freiburg blieb Timo Hübers am vergangenen Spieltag zur Pause in der Kabine – ausgewechselt. Das aber nicht aufgrund seiner Leistung, der Innenverteidiger war bereits angeschlagen in die Begegnung gegangen. Dementsprechend war in der vergangenen Woche auch nicht viel mit Training. Ohne Erkrankung hätte der Abwehrspieler sicher noch ein paar Minuten mehr Einsatzzeit gesammelt. Allerdings dürfte auch Hübers zu den Spielern gehören, die durchaus zum Stammpersonal gehören, aber eben keine Stammplatzgarantie mehr haben. Denn Lukas Kwasniok wird nicht müde zu betonen, dass es einen Pool an Stammspielern, aber keine Stamm-Anfangself gäbe.

„Das ist die Basis“

Allerdings fand der Coach zuletzt auch besonders lobende Worte für den Ex-Kapitän. Hübers weiß das einzuordnen, spricht die Auftaktsiege an. „Dann ist es immer leichter“, so der 29-Jährige, da gäbe es eben „nicht viel zu meckern“. In der Vorsaison der Dauerbrenner, in dieser zumindest nicht ausnahmslos gesetzt. Auch Hübers muss um seinen Platz kämpfen. Mit Rav van den Berg, Cenk Özkacar und auch Tom Krauß hat sich der Konkurrenzkampf erheblich verändert. Noch in der vergangenen Spielzeit stand der 29-Jährige auf dem Platz, wenn er fit war, nur gegen Preußen Münster erfolgte nach einem Kopftreffer eine frühzeitige Auswechslung. Immerhin treibt der neue Konkurrenzkampf die Mannschaft ganz offensichtlich auch an. Der FC ist perfekt in die Spielzeit gestartet.

„Für einen neu zusammengewürfelten Haufen gibt es nichts Wichtigeres als Erfolgserlebnisse“, sagt Hübers. Schneller würde eine Gruppe nun mal nicht zusammenwachsen. „Davon hatten wir jetzt einige, auch in dem Wissen, dass das Spielglück auch Größtenteils auf unserer Seite war und wir noch nicht alle Facetten dabei haben, wie wir sie gerne hätten“, so der Abwehrspieler weiter, betont aber auch, dass das Ergebnis erstrangig sei. Und die guten Ergebnisse kommen auch über die stabile Defensive. „St. Pauli hatte in der vergangenen Saison mit die wenigsten Gegentore und sind deswegen auch ziemlich souverän in der Klasse geblieben. Das ist die Basis“, sagt Hübers. Die Defensivarbeit fange aber in der vordersten Reihe an.

„Das ist das A und O“

Der Schlüssel zum Erfolg ist darüber hinaus aber auch ein anderer. „Um in der Bundesliga zu punkten, muss man zumindest wettbewerbsfähig sein. Um dann alles in die Waagschale werfen zu können, damit es ein offenes Spiel wird“, sagt Hübers. „Wenn du nicht konkurrenzfähig bist, kommst du gar nicht erst in die Situation, punkten zu können. Das waren wir in den beiden Spielen.“ So stehen sechs Punkte auf dem Konto. Der kommende Gegner aus Wolfsburg hat vier Punkte erreicht. Für den Sieger der Begegnung wird es also auch nach dem dritten Spieltag einen Tabellenplatz im oberen Drittel geben.

Und Hübers will dafür auch weiterhin alles tun, vorangehen. Zwar hat der Innenverteidiger die Kapitänsbinde abgegeben, verantwortlich fühlt sich der Abwehrspieler dennoch. „Ich habe schon ein paar Bundesligaspiele auf dem Buckel und bringe viel Kommunikation mit ein“, sagt Hübers, genau das sei „das A und O“. Geschockt zeigte sich der 29-Jährige von der Verletzung seines Mittstreiters Luca Kilian. Der Abwehrspieler zog sich den dritten Kreuzbandriss innerhalb von 18 Monaten zu. Auch Hübers kennt die Verletzung nur zu gut, war ebenfalls aus diesem Grund zwei Mal am Knie operiert worden. Der Mensch stehe jetzt im Vordergrund, sagt der Ex-Kapitän. „Wir können ihm als Mannschaft Kraft geben und ihn unterstützen.“


Nach Umbruch im Sommer: Der 1. FC Köln hat das zweitgrößte Transferminus der Liga, bleibt aber im Budget

Thomas Kessler hat mit seinen Transfers bereits Euphorie ausgelöst
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Nach Umbruch im Sommer: Der 1. FC Köln hat das zweitgrößte Transferminus der Liga, bleibt aber im Budget

Ganze elf Neuzugänge hat Thomas Kessler in diesem Sommer zum FC geholt. Dabei blieb er zwar im Budget. Trotzdem kosteten die Spieler den Verein eine Menge: Der 1. FC Köln hat das zweitgrößte Transferminus der Bundesliga.

Es war ein ziemlich großer Umbruch, den Sportdirektor Thomas Kessler bei den Geißböcken diesen Sommer vollzogen hat. Daher musste der FC auch einiges an Geld ausgeben: Der 1. FC Köln hat das zweitgrößte Transferminus der Bundesliga. Trotzdem bleibt das Minus im gesteckten Rahmen.

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Es war ein fast schon monumentaler Umbruch, den Thomas Kessler seit seinem Antritt als Sportdirektor vor ein paar Monaten bewerkstelligt hat. In der ersten Sommer-Transferperiode nach der Transfersperre verpflichtete der FC elf neue Profis. Im Gegenzug verließen 17 Spieler den Verein endgültig oder auf Leihbasis. Veränderungen, die nötig waren, um nach dem Aufstieg in der Bundesliga bestehen zu können. Um eine größere Qualität im Kader zu haben, haben die Kölner dabei einiges mehr ausgegeben als eingenommen. Nach den Werten, die transfermarkt.de für die Zu- und Abgänge der Kölner und jeweils der anderen Bundesligisten angibt, hat der FC mit knapp zwölf Millionen Euro das größte Transferminus der Liga hinter Borussia Dortmund gemacht.

FC bleibt im gesteckten Budget

So hat der Verein durch Verkäufe etwas über zwölf Millionen Euro eingenommen. Gleichzeitig haben die Geißböcke für Verpflichtungen etwa das Doppelte ausgegeben. Nicht mit eingerechnet ist hierbei die Ablösesumme für Trainer Lukas Kwasniok. Diese soll bei ungefähr einer Millionen Euro gelegen haben. Damit steigt das Minus sogar auf 13 Millionen Euro an. Zum Vergleich: Mitaufsteiger Hamburg hat ein Transferminus von geschätzten 1,6 Millionen Euro und mit ungefähr 8,8 Millionen Euro deutlich weniger ausgegeben als der FC.

Trotzdem ist das Minus für die Kölner ziemlich genau in dem Bereich, mit dem der Verein zu Beginn des Tranferfensters grob kalkuliert hat. Denn Geschäftsführer Philipp Türoff hatte gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ Ende Mai bestätigt, dass das Budget für den Sommer bei ungefähr zwölf Millionen Euro liegen würde. Dabei könnten Einnahmen durch Verkäufe wieder reinvestiert werden. So kommt der FC vor allem durch die Abgänge von Max Finkgräfe und Damion Downs mit seinem Minus von knapp 13 Millionen Euro ungefähr bei dem vorher festgelegten Rahmen raus. Es ist daher davon auszugehen, dass der Verein bei der Bundesliga-Rückkehr etwas mehr ins Risiko geht als in den Vorjahren unter dem ehemaligen Sport-Geschäftsführer Christian Keller, aber trotzdem weiter wirtschaftlich vernünftig handelt und keine verrückten Dinge tut, nur um in der Liga zu bleiben.

Ausgaben im Mittelfeld der Liga

Beim Blick alleine auf die Ausgaben stehen die Kölner übrigens laut transfermarkt.de mit dem neunten Platz im Mittelfeld der Liga. Das ist schon beachtlich als Aufsteiger. Zu den Vereinen, die am meisten Geld ausgeben, fehlt aber logischerweise noch eine ganze Menge. So beträgt alleine der Abstand auf den Achten, den SC Freiburg, circa acht Millionen Euro. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der FC einige mögliche Ausgaben auf den nächsten Sommer verschoben hat. So haben die Geißböcke mit Cenk Özkacar, Kristoffer Lund, Tom Krauß und Jakub Kaminski vier Spieler vorerst nur geliehen. Bei jedem von ihnen hat der FC eine Kaufoption, die jeweils im (tendenziell eher niedrigeren) einstelligen Millionenbereich liegen soll. Bei Klassenerhalt wird etwa bei Tom Krauß aus der Option eine Pflicht.

Die Konstrukte sind sinnvoll und notwendig, um in diesem Sommer im Budget zu bleiben. Gleichzeitig ist dadurch, wenn die Kölner bei Klassenerhalt alle vier fest verpflichten wollen, schon einiges an Geld für die nächste Saison aufgebraucht. Die Domstädter haben also in dem gerade abgeschlossenen Transferfenster gewissermaßen schon einen zwar sinnvollen, aber trotzdem potentiell teuren Vorgriff für in einem Jahr gemacht. Allerdings muss der Verein dafür auch erstmal in der Liga bleiben. Und damit das gelingt, sind die Investitionen in den Kader in diesem Sommer definitiv wichtig gewesen – auch wenn die Geißböcke damit das zweitgrößte Minus der Liga haben.


Zwei Monate im Amt: Kwasnioks Handschrift ist zu erkennen

Lukas Kwasniok coacht beim 1. FC Köln
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Zwei Monate im Amt: Kwasnioks Handschrift ist zu erkennen

Seit nunmehr zwei Monaten leitet Lukas Kwasniok die Geschicke an der Seitenlinie der Geißböcke. Seitdem ist ein Ruck durch den Verein gegangen, Veränderungen gab es viele beim 1. FC Köln: Die Handschrift von Lukas Kwasniok wird sichtbar.

Seit dem Aufstieg des FC hat sich im Verein einiges verrändert. Ein Umbruch ist nicht nur im Kader der Geißböcke zu erkennen. Auch die Herangehensweise ist eine andere geworden beim 1. FC Köln: Die Handschrift von Lukas Kwasniok wird sichtbar.

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Die Umstrukturierungen in der Kölner Mannschaft waren groß, die Vorbereitung unter dem neuen Trainer Lukas Kwasniok intensiv und die Entscheidungen bezüglich des Kaders teils hart. Seit zwei Monaten ist der neue Coach nun im Amt und am Geißbockheim weht ein neuer Wind. Ein Wind des Aufbruchs, der ständigen Konkurrenz und der Euphorie. Zu euphorisch will Kwasniok allerdings nicht werden. Und auch der Ausblick in die weite Zukunft spielt für den Trainer keine übergeordnete Rolle. Er wolle eher von Länderspielpause zu Länderspielpause schauen, bewerten und dann reagieren. Dass der 44-Jährige reagiert, Situationen einschätzt und klare Entscheidungen fällt, zeigte sich in den vergangenen zwei Monaten gleich an mehreren Stellen. Die Handschrift, die der Coach am Geißbockheim hinterlässt, ist nicht zu übersehen.

Stammelf statt Startelf

Die vom Trainer geforderte Einstellung, die Intensität, die er auch nach Spielen immer wieder in den Fokus nimmt, scheinen bei den Geißböcken jedenfalls zu stimmen. Auf dem Spielfeld lassen die Kölner es nicht an Engagement und Willen fehlen. Selbst in einem verloren geglaubten Duell wie gegen Jahn Regensburg im Pokal hat die Mannschaft bis zum Schluss an sich geglaubt und wurde am Ende dafür belohnt. Eine Erfahrung, die das Selbstvertrauen stärken, den Zusammenhalt innerhalb des Teams wachsen lassen dürfte. Kwasniok betont indes immer wieder, dass man auch mal schlechtere Ergebnisse erzielen könne, so lange man auf dem Platz mindestens sein letztes Hemd ließe. Die Message scheint bisher angekommen zu sein. Nicht zuletzt resultiert der Einsatz der Spieler auch aus dem hohen Konkurrenzkampf innerhalb des Teams. Durch das Hinzufügen an Qualität ist der Kader breiter geworden, die Möglichkeiten des Coaches vielfältiger.

Und so implementierte Kwasniok einen Gedanken am Geißbockheim, den er bisher auch konsequent verfolgt: Es gibt keine Stammelf, es gibt immer nur eine Startelf. Zusammen mit der Devise, dass Spiele nicht zu Beginn entschieden werden, sondern am Ende, sorgt der Trainer sowohl für einen stetigen Konkurrenzkampf um Einsatzzeit, aber auch für Zufriedenheit innerhalb der Mannschaft. Immerhin kamen bereits 19 Akteure zum Einsatz. Gute Leistungen im Training und auf dem Platz zahlen sich aus. Dass dabei die ein oder andere harte Entscheidung getroffen werden muss, bleibt dagegen eben nicht aus. Und so bekamen in den bisherigen Pflichtspielen die „altgedienten“ Stammspieler der Vorsaison nicht per se eine Einsatzgarantie. Leart Pacarada verlor unter Kwasniok sogar seinen Kaderplatz und wechselte daraufhin bekanntlich zum 1. FC Heidenheim. Florian Kainz bekam im Pokal und im ersten Ligaspiel die Rolle des Jokers zugewiesen, gegen Freiburg stand er (wohl auch angeschlagen) dagegen nicht in der Startelf.

Flexibilität und Selbstkritik

Das Erreichen des zweiten Runde des DFB-Pokals sowie sechs Punkte aus zwei Ligaspielen mögen das Vorgehen des Coaches bestätigen. Dennoch geht Kwasniok auch durchaus kritisch mit sich ins Gericht, korrigiert Fehleinschätzungen, reagiert situativ. Eigenschaften, die auch Sportdirektor Thomas Kessler von Beginn an an dem 44-Jährigen beeindruckte. „Es hat mich einfach bestätigt und das haben die Gespräche mit ihm auch von Beginn an gezeigt, dass er das Spiel versteht und auch für sich selbst sehr uneitel ist, Dinge zu korrigieren, die er für einen kurzen Zeitraum anders gesehen hat“, so Kessler im WDR-Podcast „Einfach Fußball“. Gerade die Sturheit und Beratungsresistenz waren in der Vergangenheit bei anderen Trainer durchaus kritisiert geworden.

Ein festgefahrenes Vorgehen kann man bei Kwasniok auch im Bezug auf sein Spielsystem nicht erkennen. Der Kölner Coach stellt seine Taktik auch während des Spiels um, ist für den Gegner bisher unberechenbar. Sowohl, was das Spielsystem angeht als auch, was die wechselnden Positionen seiner Spieler betrifft. Dagegen stellt sich der Trainer situativ auf den Gegner ein. Kwasniok scheint experimentierfreudig, überraschte schon so manches Mal bei seiner Aufstellung, scheint aber auch immer einen Matchplan zu haben und diesen anzupassen.

Und so ist der Wind am Geißbockheim tatsächlich ein frischer. Mit jedem weiteren Duell wird sich die Handschrift des Trainers weiter zeigen. Auch, ob sie denn wirklich zum FC passt.


Deswegen platzte der Transfer von Raphael Obermair – „Das Klubinteresse im Vordergrund“

Raphael Obermair vom SC Paderborn
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Deswegen platzte der Transfer von Raphael Obermair – „Das Klubinteresse im Vordergrund“

Lange hat sich der FC um die Dienste von Raphael Obermair bemüht. Der Deal kam bekanntlich nicht zu Stande, mittlerweile spielt Alessio Castro-Montes für die Geißböcke. Der SCP-Kapitän spielt nicht für den 1. FC Köln: Deswegen platzte der Obermair-Transfer.

Zu gerne hätte Lukas Kwasniok seinen ehemaligen Kapitän ans Geißbockheim geholt. Doch der Deal kam nicht zu Stande. Nun äußerte sich SCP-Sportchef Sebastian Lange zu dem Wunschspieler des 1. FC Köln: Deswegen platzte der Obermair-Transfer.

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Möglicherweise übernimmt der 1. FC Köln am kommenden Samstag im Duell gegen den VfL Wolfsburg die Spitze – und das sogar mit einer Niederlage. Dann zwar voraussichtlich nicht die der Tabelle der Bundesliga, viel eher die der bislang eingesetzten Spieler. 19 Akteure trugen in den bisherigen beiden Partien das Trikot mit dem Geißbock auf der Brust. Kein anderer Trainer setzte mehr Spieler ein, aber gleich vier genauso viel wie Lukas Kwasniok. Und die Chancen stehen tatsächlich nicht schlecht. Denn mit Alessio Castro-Montes steht bekanntlich ein weiterer Neuzugang in den Startlöchern. Die ersten Eindrücke im Training waren bereits vielversprechend. Castro-Montes könnte also sein Bundesliga-Debüt feiern. Darauf muss Raphael Obermair weiterhin noch ein wenig warten.

„Ich schätze Raphael Obermair sehr“

Lukas Kwasniok hatte bekanntlich erklärt, dass er seinem ehemaligen Kapitän diese Chance ermöglichen wollte. Der 44-Jährige wollte Obermair unbedingt nach Köln holen, der FC war sogar bereit, tief in die Tasche zu greifen. Doch der Deal platzte. „Raphael ist auf seiner Position der beste Spieler der Liga und hat noch fünf, sechs Jahre vor sich. Ich wünsche ihm natürlich, dass er noch in die Bundesliga kommt, aber wir mussten das Klubinteresse in den Vordergrund stellen“, sagte nun SCP-Sportchef Sebastian Lange der „NW„. „Für ihn persönlich tut es mir leid. Ich habe in diesen vier, fünf Wochen – so lange lief das Ganze – viele Gespräche mit ihm und seinem Berater geführt. Ich schätze Raphael Obermair sehr, er ist ein feiner Mensch. Aber als Verantwortlicher muss ich den Klub an erste Stelle setzen.“ 

Der Transfer kam dementsprechend nicht zu Stande. Wie berichtet sollen vor allem die finanziellen Vorstellungen weit auseinander gegangen sein. Der FC war schließlich bereit, um die zwei Millionen Euro für Obermair auf den Tisch zu legen, die Ostwestfalen sollen dem Vernehmen nach mehr als 2,5 Millionen gefordert haben. Doch auch abgesehen davon wäre es für die Kölner wohl ein schwerer Transfer geworden. Denn durch den langen Ausfall von Marcel Hoffmann wurde die Defensive zusätzlich geschwächt und der Fokus lag auf der Verpflichtung eines anderen Akteurs. „Dadurch waren wir sogar selbst unter Zugzwang, einen Spieler verpflichten zu müssen“, so Lange. So erfüllt Obermair vorerst weiter seinen Vertrag. Den Kaderplatz beim FC hat nun Castro-Montes und damit die Chance, dem FC am Samstag zur Spitzenreiterposition zu verhelfen – zu welcher auch immer.


„Absolut kein Interesse“: Borussia Mönchengladbach soll die El-Mala-Brüder gleich zweimal abgelehnt haben

Said El Mala jubelt nach seinem Treffer beim 1. FC Köln
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„Absolut kein Interesse“: Borussia Mönchengladbach soll die El-Mala-Brüder gleich zweimal abgelehnt haben

Erst vor einer Woche erzielte Said El Mala sein erstes Bundesliga-Tor. Auch sein Bruder Malek war schon mehrmals für die U21 erfolgreich. Dabei sorgte eine große Fehleinschätzung des Rivalen dafür, dass sie überhaupt gelandet sind beim 1. FC Köln: Gladbach lehnte die El-Mala-Brüder zweimal ab.

Es ist eine Entscheidung des Rivalen gewesen, über die man sich im Nachhinein bestimmt sehr freut beim 1. FC Köln: Gladbach lehnte die El-Mala-Brüder zweimal ab. Nicht nur in der Jugend, sondern auch zwei Jahre später wollte die Borussia die beiden Talente nicht.

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Nicht erst seit seinem erstem Tor in der Bundesliga vor einer Woche ist Said El Mala wohl der FC-Spieler mit dem größten Hype. Denn in seinen ersten Monaten bei den Geißböcken hat der Linksaußen direkt Eindruck hinterlassen und sein enormes Potential bereits mehr als angedeutet. So kam der 19-Jährige auch Ende der vergangenen Woche zu seinem Debüt in der deutschen U21 – als jüngster Spieler im neu formierten Kader. Der FC lehnte im Sommer dem Vernehmen nach sogar ein zweistelliges Millionenangebot von Brighton & Hove Albion ab. Gemeinsam mit seinem Bruder Malek war das Talent vor einem Jahr von Viktoria Köln verpflichtet und noch für eine Saison an diese ausgeliehen worden. Jetzt überzeugen beide beim FC. Denn auch Malek hat in der U21 schon dreimal in sechs Partien getroffen. Das große Potential der beiden, besonders bei Said, ist nicht zu übersehen. Borussia Mönchengladbach ging das aber bereits zweimal anders.

„Absolut kein Interesse“

Schon bekannt war, dass der Rivale die Brüder in der Jugend aussortiert hatte. Jetzt berichtet GladbachLIVE unter Berufung auf Quellen aus dem direkten Spielerumfeld, dass die Fohlen beide zwei Jahre später hätten zurückholen können. Denn unmittelbar vor dem ersten Probetraining bei Viktoria Köln seien Said und Malek auch nochmal am Niederrhein angeboten worden. Gladbach hätte also die Chance auf eine Rückkehr gehabt und den – wie sich heute zeigt – Fehler von damals ausbügeln können. Doch die Reaktion der Verantwortlichen fiel eindeutig aus.

So soll Sport-Geschäftsführers Roland Virkus (58), der beide zuvor schon als Jugendleiter betreut hatte, gesagt haben, dass sie sie nicht ohne Grund aussortiert hätten. Es hätte „absolut kein Interesse“ bestanden. Eine Aussage, die heute wohl niemand mehr bei den Brüdern treffen würde. Die beiden Youngster wechselten daher zur Viktoria, ein Jahr später schlugen dann die Geißböcke zu. Während der FC also nun besonders mit Said El Mala ein Talent in den eigenen Reihen hat, dass schon jetzt mit seinen Dribblings in der Bundesliga für Furore sorgt, könnte Gladbach heute einen Spieler wie ihn dringend gebrauchen. Wie falsch die Borussia mit ihrer Einschätzung lag, können sie dann am zehnten Spieltag (8. November) aus nächster Nähe sehen, wenn es zum Derby und für El Mala zur Rückkehr an die alte Wirkungsstätte kommt.


Die Kaderbreite des 1. FC Köln ist Teil des jungen Erfolgs, es bleibt ein gewisses Risiko

Die Kölner Spieler feiern den Sieg gegen Freiburg mit den Fans
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Die Kaderbreite des 1. FC Köln ist Teil des jungen Erfolgs, es bleibt ein gewisses Risiko

Zum Saisonauftakt hat der FC sehr von seinem qualitativ breitem Kader profitiert. Während der viele Vorteile bringt, birgt er auch ein gewisses Risiko für den 1. FC Köln: Die Kaderbreite ist stark, so lange keine Unzufriedenheit droht

Bereits zweimal sorgten Joker in den ersten drei Pflichtspielen für die Entscheidung zugunsten des FC. Trotzdem können die Spieler mit weniger Einsatzzeiten zum Problem werden beim 1. FC Köln: Die Kaderbreite ist stark, so lange keine Unzufriedenheit droht.

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Zuerst war es im Pokal gegen Jahn Regensburg Ragnar Ache, der als Joker zwei Tore vorbereitete. Am ersten Spieltag gegen Mainz sorgte dann Luca Waldschmidt nach seiner Einwechslung mit der Flanke auf Marius Bülter für den Siegtreffer. Beim ersten Heimspiel gegen den SC Freiburg kam wiederum Said El Mala von der Bank und erzielte den vierten Kölner Treffer der Partie. Und nicht nur die Drei hatten nach ihren Einwechslungen einen Einfluss auf die Begegnungen. In allen Pflichtspielen sorgten die Joker für neue Impulse.

Das spricht natürlich für die Kaderbreite, die dem FC im Saisonverlauf noch sehr helfen wird. Eine Breite, die die Kölner in diesem Ausmaß wohl gar nicht mehr kannten. Gleichzeitig birgt sie aber auch ein Risiko. Denn wenn Stammspieler der vergangenen Jahre oder Profis, die den Anspruch haben, regelmäßig eingesetzt zu werden, nur auf der Bank sitzen, kann schnell Unzufriedenheit entstehen.

Schwierige Lage bei Spielern wie Maina

Dagegen hilft natürlich Lukas Kwasnioks Ansatz, dass es keine Stammelf, sondern immer nur eine Startelf gibt. So werden wahrscheinlich je nach Gegner häufig unterschiedliche Profis zum Einsatz kommen. „Wir haben aktuell 22 Spieler, das ist eine ganz gute Zahl. Es ist ja so: Etwa 16 bis 18 Feldspieler kommen über eine Saison auf relativ viel Einsatzzeit. Wenn du die hast, gibt es einen guten Konkurrenzkampf“, sagte der Coach der „Welt am Sonntag“. „Die, die neu gekommen sind, drängen in die Mannschaft – die, die schon länger hier sind, wollen ihre Plätze behaupten. Doch weil alle eine reelle Chance haben, regelmäßig zu spielen, freuen sie sich auch miteinander über Erfolge.“

Trotzdem gibt es auch bei ihm einige Stammspieler und somit weniger Plätze in der Mannschaft. Es werden wohl ein paar Akteure eher auf der Strecke bleiben, da es einige Spieler gibt, die bestimmt mehr wollen. So ist etwa die Lage von Linton Maina momentan kompliziert. Der Leistungsträger aus der abgelaufenen Spielzeit startete gegen Regensburg als linker Schienenspieler, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Jetzt hat in der Bundesliga auf der Position Kristoffer Lund überzeugt. Und eine Position weiter vorne zeigte sich Neuzugang Jakub Kaminski in starker Form, erzielte etwa gegen die Breisgauer das 1:0. Es könnte für Maina schwer werden, auf die Einsatzzeit zu kommen, die der Linksaußen sich vorstellt.

Dabei hatte der 26-Jährige am Ende der Spielzeit 2024/25 noch seinen Vertrag verlängert, um in den nächsten Jahren möglichst Leistungsträger in der Bundesliga zu sein. Ähnlich ist die Lage bei Jusuf Gazibegovic. Vor einem Jahr spielte der Rechtsverteidiger noch mit Sturm Graz in der Champions League. In dieser Saison hat ihm aber Sebastian Sebulonsen bisher den Rang abgelaufen. Nur gegen Freiburg kam der 25-Jährige in der 68. Minute auf ein paar Minuten – aber nur als Linksverteidiger in der Fünferkette, wo er sich sichtlich nicht wohlfühlte.

Viele Optionen, wenig Plätze

Jetzt ist mit Alessio Castro-Montes auch noch ein weiterer Konkurrent da, der sowohl links als auch rechts auf der Schiene spielen kann. Damit sind die Aussichten nicht gut für den Winterneuzugang, der eigentlich neu angreifen wollte. Neben Maina und Gazibegovic gibt es noch einige weitere Profis, bei denen nach den ersten Spielen noch nicht klar ist, wie viel Einsatzzeit sie erhalten werden. Denn viele Positionen sind umkämpft.

Akteure wie Florian Kainz, Luca Waldschmidt, Denis Huseinbasic, Tom Krauß, Cenk Özkacar oder Joel Schmied müssen um ihren Platz kämpfen. Sie alle werden ihre Chancen erhalten, aber ein paar von ihnen werden eben auch nicht die gewünschte Anzahl an Minuten sehen. Zumindest, wenn ein Großteil des Kaders fit bleibt. Wie sie reagieren und wie Kwasniok mit ihnen kommuniziert, kann ein wichtiger Faktor dafür sein, wie erfolgreich der Verein am Ende ist.

Wenn sie ihre Rolle akzeptieren, ist die Kaderbreite ein noch größerer Gewinn als ohnehin schon für den FC. Wenn nicht, kann die Unzufriedenheit für Unruhe sorgen. Auch wenn also der für Kölner Verhältnisse qualitativ starke Kader gut für die Geißböcke ist und wegen möglicher Verletzungen sinnvoll, kann er gleichzeitig zu Problemen führen. Kwasnioks Aufgabe ist also auch, die Spieler bei Laune zu halten.


Jakub Kaminski bringt Polen auf WM-Kurs

Jakub Kaminski spielte stark für Polen
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Jakub Kaminski bringt Polen auf WM-Kurs

Die polnische Nationalmannschaft darf sich Hoffnungen auf die WM im kommenden Jahr machen. Polen gewann 3:1 gegen Finnland zog mit Spitzenreiter Niederlande gleich. Besonders gut für den 1. FC Köln: Jakub Kaminski überragt in der Nationalelf.

Köln erlebte am Sonntagabend sein WM-Qualifikationsspiel, ein FC-Profi wurde in einem weiteren zum Matchwinner. Viel Selbstvertrauen gab es für einen Spieler des 1. FC Köln: Jakub Kaminski überragt in der Nationalelf.

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Während die Kölner Fans aktuell noch vergeblich auf einen FC-Profi in der deutschen Nationalmannschaft warten, war die DFB-Auswahl im Wohnzimmer der Geißböcke zu Gast. Zwar tat sich das Team von Julian Nagelsmann erneut schwer, immerhin fuhr Deutschland aber einen wichtigen Sieg gegen Nordirland ein. Doch nicht nur in Köln wurde gefeiert. Nach dem Achtungserfolg gegen die Niederlande, immerhin ein 1:1-Unentschieden, feierte Polen am Sonntagabend gegen Finnland einen verdienten 3:1-Erfolg und zog in der Tabelle der Gruppe G mit dem Spitzenreiter, eben der Elftal, mit zehn Punkten gleich. Auch in der Fünfergruppe geht nur der Gruppensieger direkt weiter, der Tabellenzweite muss in die Playoffs.

Kaminski weiterhin in Topform

Und besonders großen Anteil am verdienten Sieg der Polen hatte Kölns Jakub Kaminski. Der Schienenspieler eroberte stark die Kugel und bereitete in Chorzów die Führung durch Matthew Cash vor. Nach dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Robert Lewandowski erhöhte der Kölner selbst. Lewandowskis Schuss konnte der finnische Keeper zwar parieren, gegen den Nachschuss von Kaminski war er machtlos. Kaminski avancierte somit zum Spieler des Spiels. Finnland verkürzte noch einmal, doch die Polen gingen als Sieger vom Platz. Der 23-Jährige unterstrich mit der Leistung einmal mehr seiner starke Form. Wie die DFB-Auswahl hat damit auch das polnische Team seine Länderspiele absolviert. Der Kölner Profi wird wohl am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Während die Reise für die ersten Spieler also beendet ist, stehen für Rav van den Berg sowie Said El Mala mit den U21-Nationalmannschaften der Niederlande und des DFB sowie für Isak Johannesson und Jusuf Gazibegovic noch A-Länderspiele am Dienstag an.