Der dritte Sommer-Transfer steht bei den Geißböcken offenbar bevor. Jakub Kaminski steht wohl unmittelbar vor dem Wechsel zum 1. FC Köln. Das berichten polnische Medien übereinstimmend.
Geht jetzt alles ganz schnell? Jakub Kaminski steht wohl kurz vor dem Wechsel zum 1. FC Köln. Das berichten mehrere polnische Medien. Demnach ist eine Leihe fest geplant.
Jakub Kaminski soll auf der Liste der Geißböcke stehen (Foto: Stuart Franklin/GettyImages)
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Noch am Mittwoch hatte Thomas Kessler bei der Vorstellungs-Pressekonferenz von Lukas Kwasniok angedeutet, dass es in Sachen Transfers aktuell noch nichts zu vermelden gäbe. Nun bahnt sich aber der Transfer eines Nationalspielers an. Wie berichtet, ist der FC an Jakub Kaminski vom VfL Wolfsburg interessiert und ein Wechsel steht wohl unmittelbar bevor. So berichtet das polnische Online-Magazin „meczyki.pl„, dass sich die Gespräche der beiden Clubs in der Endphase befänden. Das Portal berichtet weiter, dass sich auch der FC Augsburg um die Dienste des Polen bemüht habe, der FC aber nun den Zuschlag erhält. Es läuft alles auf eine Leihe mit Kaufoption heraus. Dass die wie in den Sozialen Medien kolportiert bei sieben Millionen Euro liege, ist aber eher unwahrscheinlich.
Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?
Kaminski auf dem Wunschzettel
Der Marktwert des Schienenspielers liegt bei rund fünf Millionen Euro. Über die Ablöse im Kauffall wird wohl gerade noch verhandelt. Kaminski spielte in der Jugend bei Lech Posen, jenem Verein, mit dem Rasmus Carstensen in diesem Sommer Meister wurde. Im Sommer 2022 wechselte der Außenbahnspieler für rund zehn Millionen Euro zum VfL, ein Jahr später lag der Marktwert bereits bei zwölf Millionen Euro. Kaminski wurde auch in das Aufgebot der polnischen Nationalmannschaft für die vergangenen Freundschaftsspiele gegen Moldawien sowie das WM-Quali-Spiel gegen Finnland berufen. In beiden Partien kam der 23-Jährige zum Einsatz, bereitete gegen Moldawien den 2:0-Endstand vor.
Kaminski könnte auf den Außen so ziemlich jede Position spielen, ist aber eigentlich in der Offensive zu Hause, da sind die Kölner mit Said El Mala und Linton Maina eigentlich gut aufgestellt. Aktuell haben sich die Kölner mit Isak Johannesson und Ragnar Ache für knapp zehn Millionen Euro verstärkt. Neben Kaminski gilt weiterhin Tom Krauß als wahrscheinlicher Transfer. Der Mittelfeldspieler soll von Mainz ausgeliehen werden. Der FC will sich weiterhin auf einigen Positionen verstärken. Nach den frühen Verpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson war es zuletzt ein wenig still geworden.
Am Montag nahm der neue Trainer des 1. FC Köln Lukas Kwasniok seine Arbeit auf. Für ihn ist es die erste Station in der Bundesliga. Damit ist er vorerst am Ziel eines langen Weges mit einigen Rückschlägen: So arbeitete sich Lukas Kwasniok bis zum 1. FC Köln hoch.
Es ist eine Premiere: Mit dem 1. FC Köln trainiert Lukas Kwasniok das erste Mal in seiner Karriere einen Bundesligisten. Dementsprechend motiviert startete er am Montag in seine Zeit beim FC. Bis er aber zu diesem Punkt kam, hatte er einen langen Weg mit einigen Rückschlägen hinter sich: So arbeitete sich Lukas Kwasniok bis zum 1. FC Köln hoch.
Der neue Köln-Trainer Lukas Kwasniok (Foto Oliver Hardt/GettyImages)
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Am Montag startete Lukas Kwasniok in seine neuen Aufgaben beim 1. FC Köln. Alles ging los mit einer Führung durch das Geißbockheim und die anliegenden Trainingsplätze, wie in einem Video der Kölner Vereinsmedien zu sehen ist. Kwasniok wirkte gut gelaunt und motiviert, begrüßte alle Leute mit Handschlag. Als er dann bei den Trainingsplätzen auf einer Tribüne sitzt, erklärt er, was ihm am Wichtigsten ist: Fleiß. „Wir haben so einen tollen Job. Und ich kann alles verzeihen, aber wenn jemand das nicht zu schätzen weiß… Ich meine, ich war in der Bezirksliga Trainer und jetzt darf ich hier sein in der Bundesliga“, erklärt er. Bei den Sätzen merkt man ihm an, wie dankbar er selber dafür ist. Denn mit 44 Jahren ist Lukas Kwasniok als neuer Trainer des 1. FC Köln an seinem Ziel Bundesliga angekommen. Sein Weg dorthin war aber anders und deutlich beschwerlicher als bei vielen seiner Kollegen.
Kein Profi als Spieler
Denn als Spieler bestritt Kwasniok kein Profi-Spiel. Obwohl er Talent hatte. Er durchlief bis zur U18 alle Nachwuchsmannschaften des Karlsruher SC und absolvierte 18 Spiele in den U-Nationalmannschaften des DFBs. Die U16 führte der Mittelfeldspieler sogar als Kapitän auf den Platz. In der Mitte der zwölften Klasse traf er dann eine – wie er heute sagt – schlechte Entscheidung: „Im Halbjahr von Klasse zwölf habe ich entschieden, mein Abitur einfach wegzuwerfen, weil ich dachte, dass ich Profi-Fußballer werde. Ein halbes Jahr später habe ich gemerkt, dass es nicht reicht.“
Zu der Zeit wechselte Kwasniok zu Arminia Bielefeld und später per Leihe zum damaligen Viertligisten SV Sandhausen. Bei beiden kam er jedoch zu keinem Einsatz in der ersten Mannschaft, auch wegen einer hartnäckigen Bänderverletzung. So beendete er mit 19 seine Karriere, kickte nur noch nebenbei im Amateurfußball. Trotz eines über vier Jahre laufenden Vertrags habe Kwasniok „relativ schnell die Flinte ins Korn geworfen“, wie er vor ein paar Jahren im Interview mit dem Weser-Kurier erzählte. Stattdessen startete er eine Ausbildung zum Beamten im mittleren Dienst. Seine damalige Freundin habe ihn dazu gebracht, erklärte Kwasniok auf seiner ersten Pressekonferenz beim 1. FC Köln: „Dann hab ich nach zwei Wochen gemerkt, dass das nichts für mich ist, aber ich konnte ja nicht wieder etwas abbrechen. Jetzt darf ich mich Beamtenanwärter nennen.“
Über den Nachwuchs zum Profi-Trainer
Als er 24 ist, rutschte er quasi nebenberuflich in den Trainerjob. Er trainierte den FC Rastatt 04 und den Verbandsligisten TSV Reichenbach. So machte er wiederum seinen Jugendclub, den Karlsruher SC, auf sich aufmerksam. Der KSC verpflichtete Kwasniok im Sommer 2014 als Trainer für die U17. Diese führte er direkt in der ersten Saison in die Spitzengruppe der B-Junioren Bundesliga. In der darauffolgenden Saison konnte er diesen Erfolg bis zum Winter bestätigen. Dann übernahm er die U19 und schaffte mit dieser den Klassenerhalt. Zwei weitere erfolgreiche Jahre blieb Kwasniok, war in der Saison 2016/17 sogar zwei Spiele Interimstrainer bei den Profis. Schon damals ist klar, was für Kwasniok besonders wichtig ist: Mut und Leidenschaft. Ihm sei wichtig, „dass die Überzeugung auf dem Platz zu sehen ist, dass wir drei Punkte holen“, meinte er vor seinem ersten Spiel als Trainer im Profi-Bereich.
Das er auch taktisch viel drauf hat, zeigt sich an einem anderen Punkt: Im Frühjahr 2018 schloss Kwasniok seine Ausbildung zum Fußballlehrer mit der Note 1,0 ab. Kurze Zeit später kam es jedoch zum Bruch. Nur zwölf Tage vor der Saison 2018/19 trennten sich der KSC und sein U19-Trainer. Vorher hatte ihm Karlsruhe noch einen Wechsel zum Zweitligisten Erzgebirge Aue verwehrt.
Erste Stationen im Profi-Bereich
Geschadet hatte die Trennung Kwasniok aber eher nicht. Für ihn ging es im Dezember 2018 zum FC Carl Zeiss Jena. Dort war er im Abstiegskampf gefordert, den er wieder mit dem ihn eigenen Grundtugenden schaffen wollte, wie er in der Mitteilung des Vereins sagt: „Dieser (Aufgabe) möchte ich mich mit viel Freude, Leidenschaft und Fleiß stellen.“ Nach kurzer Zeit übernahm er zusätzlich zum Trainer- auch das Sportdirektor-Amt. Und seine Mission gelang: Im ersten Jahr schaffte er direkt den Klassenerhalt in der dritten Liga. Aber dann ein großer Rückschlag: Im zweiten Jahr musste er nach zehn sieglosen Spielen zu Saisonbeginn gehen. Im Interview mit der Thüringischen Landeszeitung erklärte er ein Jahr später, dass die Doppelfunktion entscheidend dazu beigetragen habe und ein Fehler war. Alleine habe er es auch wegen des erst spät feststehenden Klassenerhalt nicht geschafft, einen guten Kader aufzustellen.
Ein neue Chance ergab sich im Winter 2019 beim 1. FC Saarbrücken. Kwasniok vollendete die Mission Aufstieg aus der Regionalliga in die dritte Liga. Er machte aber nur relativ wenige Spiele mit der Mannschaft, da die Saison wegen der Corona-Pandemie abgebrochen wurde. In den paar Partien gewann er aber im DFB-Pokal das Achtelfinale und das Viertelfinale und zog damit als Viertligist bis ins Halbfinale ein. Dort war gegen Leverkusen Schluss. In der folgenden Saison hinterließ Kwasniok weiter ordentlich Eindruck, indem er die Saarbrücker als Aufsteiger auf den fünften Platz in der dritten Liga führte. Zu der Zeit wurde auch eine Person auf ihn aufmerksam, die später nochmal wichtig für ihn werden sollte: „Das erste Mal ist er mir aufgefallen, als er in Saarbrücken Trainer war“, sagte Thomas Kessler, der Kwasniok jetzt zum 1. FC Köln geholt hat, bei Kwasnioks ersten öffentlichen Auftritt am Mittwoch. Eine wichtige Station also für ihn, die aber schon nach der zweiten Saison zu Ende war. Der 44-Jährige wollte seinen Vertrag nur im Falle eines Aufstiegs verlängern. „Ich habe (…) die Gefahr der Stagnation vernommen“, begründete er seine Entscheidung. Saarbrücken machte die von ihm angestrebten Vertragsmodalitäten aber nicht mit und die Wege trennten sich.
Starke Arbeit in Paderborn
In die zweite Bundesliga kam er dann in der Folgesaison aber trotzdem: Kwasniok unterschrieb einen Vertrag beim SC Paderborn. Dort wurde er der Nachfolger des nach Köln wechselnden Steffen Baumgart. In vier Jahren in Paderborn führte Kwasniok den Verein immer mindestens in die Top sieben, verpasste im letzten Jahr als Vierter den Aufstieg nur knapp. Und das mit einem vergleichsweise geringen Etat. Schon im Schlussspurt der abgelaufenen Saison stand jedoch fest, dass der Trainer den Verein am Saisonende verlässt.
Und so startet jetzt für ihn das neue Kapitel 1. FC Köln. Womit er vorerst am Ziel seiner langen Reise ist. Trotzdem bleibt Kwasniok bodenständig: „Ich bin ein ganz stinknormaler Bursche. Ich lebe meinen Traum, will jeden Tag das bestmögliche geben. Es war damals mein Hobby und das ist es heute auch.“ Eine Einstellung, die bestimmt auch von seinem schweren Weg aus der Bezirksliga bis in die Bundesliga kommt. Und wer weiß, was der Weg jetzt noch für ihn bereitstellt.
Der FC ist weiterhin auf der Suche nach Kaderverstärkungen, muss an manchen Stellen nachbessern. Und ein weiterer Name geistert durch die Gerüchteküche des 1. FC Köln: Wird Florent Muslija wirklich ein Thema?
Es bleibt auch weiterhin spannend bei den Transfers rund um den 1. FC Köln: Wird etwa Florent Muslija ein Thema? Die „Sport Bild“ berichtet aktuell, dass der Spieler des SC Freiburg beim FC ein Kandidat sei.
Florent Muslija im Spiel gegen Arminia Bielefeld (Foto: Thomas Starke/GettyImages)
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So wirklich wollte der Durchbruch in der Bundesliga nicht gelingen. Eigentlich gar nicht. Für Florent Muslija verlief der Wechsel zum SC Freiburg alles andere als optimal. Für rund eine Millionen Euro wechselte der Nationalspieler des Kosovo im Januar 24 in den Breisgau. Insgesamt stehen dort 24 Einsätze, kein Tor, keine Vorarbeit auf dem Konto des 26-Jährigen. Kein Wunder also, dass man beim SC wohl nicht so sonderlich viel dagegen hätte, Muslija abzugeben. Der gelernte Linksaußen hat aber noch Vertrag bis 2028. Wie die „Sport Bild“ berichtet, ist Muslija nun doch ein Kandidat beim 1. FC Köln. Der Name geisterte bereits durch die Gerüchteküche. Der FC sucht bekanntlich einen weiteren Schienenspieler. Der 26-Jährige würde eigentlich wie Linton Maina und Said El Mala eher über die linke Seite kommen. Und da ist Köln recht gut aufgestellt. Muslija spielte aber auch auf der rechten Außenbahn und sowohl als zentraler Mittelfeldspieler als auch hinter den Spitzen.
Marktwert von 1,8 Millionen Euro
Dennoch ist der FC gerade auf der linken Außenbahn eigentlich stark besetzt. Zumal man sich mit Jakub Kaminski weitestgehend einig sein soll. Eine Leihe steht bei dem Polen im Raum. Muslija dürfte den FC bei einem Marktwert von 1,8 Millionen Euro wohl rund 1,5 Millionen kosten, falls nicht ebenfalls ein Leihkonstrukt angestrebt wird. Der 26-Jährige hat zuletzt nicht die beste sportliche Bewerbung abgegeben. Es scheint also aktuell auch andere Alternativen zu geben. Allerdings verbindet den Spieler eine gemeinsame Vergangenheit mit Lukas Kwasniok. Und die ist durchaus länger als die gemeinsame Zeit beim SC Paderborn. Kwasniok trainierte den Schienenspieler schon in der U17 und in der U19 beim Karlsruher SC. Der neue Kölner Trainer gilt als Entwickler von Muslija, der wohl genau weiß, wo er bei dem Offensivspieler ansetzen muss. Ob die Verbindung aber ausreicht, den kosovarischen Nationalspieler nach Köln zu holen, wird sich zeigen müssen.
Am Dienstagabend war zudem ein weiteres Gerücht aufgetaucht. Demnach seien die Kölner an Marino Hinestroza interessiert. Der 22-Jährige spielt auf der rechten Außenbahn. Von der sportlichen Anlage klingt der Kolumbianer interessant. Allerdings dürfte die kolportierte Ablöse von rund acht Millionen Euro auf den FC eine eher abschreckende Wirkung haben. Aktuell deutet am meisten auf Kaminski hin.
Zahlreiche Spieler haben den FC verlassen, weitere werden noch folgen und Thomas Kessler und Lukas Kwasniok arbeiten am Kader für die kommende Spielzeit beim 1. FC Köln: Bisherige Leistungsträger werden plötzlich zu Wackelkandidaten.
Die Neuverpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson sind vielversprechend und sie könnten zu einer Umgewichtung führen beim 1. FC Köln: Bisherige Leistungsträger werden plötzlich zu Wackelkandidaten.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Für Lukas Kwasniok ist die Zeit des „Akkus aufladen“ schon wieder vorbei. Der neue Trainer des 1. FC Köln weilt bereits am Geißbockheim, wenn auch noch mit angezogener Handbremse. Denn seine Mannschaft regeneriert eben dann doch noch. Am Nachmittag steht die erste Pressekonferenz des Coachs in Köln an. Im Interview bei „fc.de“ erklärte Kwasniok aber, dass es in der Urlaubszeit durchaus auch Gespräche mit Thomas Kessler gegeben habe. Man habe sich in Sachen „Kaderplanung“ abgesprochen. Das ist auch bitter nötig. Denn der Kader des FC steht noch nicht, enthält noch zu viele Baustellen. Denn rein spielerisch war die vergangene Saison alles andere als eine Meisterleistung. Kessler hatte daher vor einer Woche erklärt, er suche in nahezu jeder Positionsgruppe.
Ungeahnte Herausforderer
Durch die insgesamt acht Abgänge ist klar, dass die Kölner ein neues Gesicht erhalten werden. Zumal es nicht bei den acht Spielern bleiben wird. Der FC muss sich vor allem in der Breite neu aufstellen, wird aber gleichzeitig auch an der Qualität des Kaders arbeiten müssen. Mit den bisherigen Verpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson kann das durchaus gelungen sein. Die beiden Akteure gehörten zweifelsohne zu den besten Spielern der 2. Bundesliga. Es ist also durchaus davon auszugehen, dass die Spieler verpflichtet wurden, um die erste Elf zu stärken. Und da werden noch weitere folgen. Ein erfahrener Innenverteidiger, ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler, möglicherweise Außenverteidiger, die dann doch ein wenig mehr sind, als die kolportierten Backups.
Tatsächlich wird der Aufstieg mit seinem neuen Kader einige Veränderungen mit sich bringen. Und so kann es sein, dass Stammspieler oder Leistungsträger der vergangenen Spielzeit plötzlich eher als Wackelkandidat gelten könnten. So beispielsweise in der Innenverteidigung. Denn die war trotz der vermeintlichen Stabilität, die die Systemumstellung im vergangenen Oktober mit sich gebracht hat, nicht immer sattelfest. Tatsächlich hat selbst Timo Hübers einen Stammplatz nicht sicher, genauso wenig wie Dominique Heintz, der wohl mit dem Tempo der Bundesliga seine Probleme haben dürfte, wie auch Eigengewächs Julian Pauli oder eben Joel Schmied, der in der Rückrunde auch nicht immer den glücklichsten Eindruck gemacht hat. Sollten Kessler und Kwasniok der Glücksgriff Aaron Zehnter gelingen, dann wird Dauerbrenner Leart Pacarada einen starken Herausforderer erhalten.
Wer drängt in die Startelf?
Durch die „Rückkehr“ von Said El Mala und eine potenzielle Leihe von Jakub Kaminski wird auch der Konkurrenzkampf auf der Außenbahn stark erhöht. Linton Maina und Jan Thielmann sind potenzielle Startelf-Kandidaten, die sich dann aber ebenfalls messen müssen. Und auch durch Ache und Johannesson bekommt die Offensive noch einmal mehr Konkurrenz. Es wird spannend sein, welche Rolle sich Kwasniok beispielsweise für Florian Kainz einfallen lässt. Je nach anstehenden Neuverpflichtungen wie Tom Krauß oder vielleicht sogar Robin Fellhauer muss auch Denis Huseinbasic eine sehr überzeugende Vorbereitung abliefern. Aus der aktuellen Mannschaft scheinen nur zwei Stammplätze vergeben. Der von Marvin Schwäbe und der von Eric Martel. Und bei Zweiterem steht gar nicht fest, ob er überhaupt in Köln bleibt.
In knapp zwei Wochen legen die Kölner Profis los. Spätestens dann erhalten alle Akteure die Chance, Pluspunkte bei Lukas Kwasniok zu sammeln. Die Akkus sollten dann jedenfalls aufgeladen sein.
Nach wie vor stockt der Transfer-Motor bei den Geißböcken. Zumindest in der Wahrnehmung, denn nach den Verpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson ist es zuletzt ruhig geworden. Doch nun gibt es ein weiteres Gerücht. Der 1. FC Köln ist demnach an Marino Hinestroza interessiert.
Offenbar scheint der südamerikanische Markt für den FC doch interessant zu werden. Der 1. FC Köln ist anscheinend an Marino Hinestroza interessiert. Das berichtet das Online-Portal „fussballeuropa.com„. Demnach ist der FC einer von drei Clubs aus der Bundesliga, der sich für den Schienenspieler interessiert.
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Wie berichtet, sind die Kölner auf zahlreichen Positionen auf der Suche nach neuen Spielern. Unter anderem auch auf der Außenbahn. Und dort soll eben Marino Hinestroza ein Thema sein. Der 22-Jährige spielt aktuell für den kolumbianischen Erstligisten Atletico Nacional. Der Kolumbianer kommt in dieser Saison auf 18 Ligaspiele, in denen er vier Tore erzielte und zwei weitere vorbereitete. Vor knapp zwei Wochen gab der 22-Jährige auch sein Debüt in der A-Nationalmannschaft, beim 0:0 gegen Peru. Hinestroza ist eigentlich auf der rechten Offensivseite zu Hause, kann aber auch auf der linken Seite für ordentlich Dampf sorgen. Der Flügelspieler geht immer wieder in die direkten Zweikämpfe und sucht im Eins-gegen-eins den schnellen Weg Richtung Tor. Der Kolumbianer würde perfekt in der Spielsystem von Lukas Kwasniok passen.
Marktwert von sechs Millionen Euro
Würde, weil da ein sehr großes „Aber“ mitschwingt. Hinestrozas Marktwert wird von dem Online-Portal transfermarkt.de auf sechs Millionen Euro eingeschätzt, der Vertrag läuft noch bis 2027. Wie „Fussballeuropa.com“ weiterberichtet, erwartet der kolumbianische Erstligist eine Ablöse in Höhe von rund acht Millionen Euro „plus eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von 20 Prozent“, wie es weiter heißt. Wenn dem so ist, wird sich der FC wohl gar nicht erst um die Dienste des Offensivspielers bemühen. Das dürfte ein Regalfach zu hoch sein. Neben den Geißböcken sollen auch der FC Augsburg sowie der VfL Wolfsburg die Fühler ausgestreckt haben. Und gerade bei den Wölfen liegt das zweite große „Aber“. Denn der FC soll sich weitestgehend einig mit Wolfsburgs Jakub Kaminski sein. Der Deal soll wie berichtet auf eine Leihe hinauslaufen und steht angeblich kurz bevor.
Ein weiterer Schienenspieler würde für den FC wohl nur dann Sinn machen, wenn ein anderer die Geißböcke noch verlassen würde. Allerdings wohl eher nicht für die kolportiert geforderten acht Millionen. Zudem ist der südamerikanische Markt eigentlich nicht der der Kölner. Schon vor einigen Wochen tauchte erstmals ein überraschender Name aus Uruguay auf. „fussballeuropa.com“ berichtete damals von einem Interesse am schnellen Innenverteidiger Lucas Monzón. Wie wiederum „Winsports TV“ berichtet, ist RB Leipzig an Hinestroza interessiert. Da würde die Ablöse schon eher bezahlt werden können.
Mit Raphael Obermair sind es nun schon drei ehemalige Spieler des neuen Kölner Trainers, die angeblich auf der Liste der Geißböcke stehen. Tatsächlich ist ein Wechsel zum FC realistisch und auch nicht die schlechteste Option. Warum Raphael Obermair zum 1. FC Köln passen könnte.
Aaron Zehnter und Calvin Brackelmann wurden schon mehrfach als mögliche Neuzugänge beim FC gehandelt. Mittlerweile fällt noch ein weiterer Name eines bisherigen Paderborn-Akteurs. Warum Raphael Obermair zum 1. FC Köln passen könnte.
Raphael Obermair soll zum Thema beim 1. FC Köln geworden sein
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Es ist alles andere als die klassische Fußballer-Karriere, die der Oberbayer dahingelegt hat. Mit 20 kickte er noch bei seinem Heimatverein in der 5. Liga, dem TSV Rosenheim. Es folgte der Wechsel zum FC Bayern München, in die zweite Mannschaft. Als es da nicht weiterging, stand Sturm Graz auf dem Programm und nach nur einem Jahr der Gang zu Carl Zeiss Jena in die 3. Liga. In Jena gelang der Profi-Durchbruch. Vielleicht auch, weil der heute 29-Jährige schon damals so ziemlich jede Position beim Drittligisten bekleidete, die gerade benötigt wurde. Auf beiden Außenbahnen turnte sich der Oberbayer aus, spielte Außenverteidiger genauso wie Außenstürmer, ließ es sich aber auch nicht nehmen, in der Innenverteidigung auf auf der Sechs auszuhelfen. Obermair spielte einfach überall.
Polyvalenz macht Obermair interessant
Diese Polyvalenz macht den 29-Jährigen auch jetzt für den FC interessant. Eigentlich auf der rechten Seite zu Hause, spielte Obermair nur im Sturm und im Tor nicht. Selbst als Zehner kam der 29-Jährige unter Lukas Kwasniok schon zum Einsatz. Dabei strahlt der noch-Paderborner dann doch eine gewisse Torgefahr aus, erzielte für die Ostwestfalen immerhin 13 Tore und bereitete 19 vor. Auch beim FC Magdeburg war er in 77 Spielen acht Mal selbst erfolgreich und gab später zu, dass er sich diese Abschlussstärke selbst gar nicht zugetraut hätte. Zwar wird der rechte Fuß als der starke des Mittelfeldspielers offiziell angegeben, tatsächlich ist Obermair aber beidfüßig unterwegs. Zumindest in der Theorie könnte der 29-Jährige also auf Positionen aushelfen, auf denen die Geißböcke suchen.
An der Flexibilität, an der Spielstärke ist Kwasniok sicher nicht gänzlich unschuldig. Der neue Kölner Trainer hat den Spieler gefördert, ihn entwickelt, stärker, zu einem routinierten Zweitliga-Spieler gemacht. Ob Obermair das Zeug zu einem Bundesligisten hat, darf zumindest hinterfragt werden. Der 29-Jährige stand zwar mal im Kader der Bayern, zum Einsatz kam der Oberbayer in der Bundesliga aber nicht. Vielleicht konnten sich die Parteien auch deswegen noch nicht auf eine Ablöse einigen. Der Marktwert liegt bei 1,5 Millionen Euro, in der Höhe soll dem Vernehmen nach auch eine Ablösesumme liegen. Der FC ist angeblich (noch) nicht bereit, so viel Geld für den 29-Jährigen hinzublättern.
Die Geißböcke suchen unter anderem eine Nummer zwei, ein erfahrener Bundesliga-Keeper sucht derweil eine neue Herausforderung. Eine Win-Win-Situation? Könnte Alexander Schwolow beim 1. FC Köln ein Thema werden?
Zuletzt war er die Nummer zwei in Berlin, nun soll eine neue Herausforderung her. Beim FC werden gleich mehrere Keeper gesucht. Könnte Alexander Schwolow beim 1. FC Köln ein Thema werden?
Könnte Alexander Schwolow für den 1. FC Köln ein Thema werden? (Foto: Sleim Sudheimer/GettyImages)
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Zahlreiche Verteidiger, der ein oder andere Stürmer und einige Mittelfeldspieler – in der Gerüchteküche der Geißböcke befinden sich zahlreiche Positionen auf höchster Garstufe. Eine weitere Verpflichtung steht aber noch aus. Leise ist es bislang auf einer Position, auf der der FC dann aber doch recht großen Handlungsbedarf hat. Auf der des Torhüters. Bislang geriet einzig Marvin Schwäbe ins Gerüchtefeuer. Die Kölner Nummer eins wird aber wohl eher (noch) nicht in die USA gehen. Los Angeles FC soll ein erstes Interesse bekundet haben. Sollte Schwäbe doch wechseln wollen, würden die Kölner nahezu blank dastehen. Einzig Matthias Köbbing hat von den Ersatztorhütern verlängert, seit Sonntag steht auch der Abgang von Nachwuchskeeper Alessandro Blazic fest. Der FC muss wohl auf drei Positionen nachbesetzen.
Der FC sucht mehrere Keeper
Und genau das gestaltete sich in der Vergangenheit alles andere als leicht. Zur Erinnerung: Nach dem Abgang von Timo Horn im Sommer 2023 suchten die Kölner lange und am Ende auch vergeblich nach einer Nummer zwei, die das Anforderungsprofil der Geißböcke erfüllte. Der FC suchte einen Torhüter, der bereit war, sich hinter Marvin Schwäbe einzuordnen, gleichzeitig aber die Nummer eins auch würde herausfordern können. Und das am besten mit einer gehörigen Portion Erfahrung. Am Ende wurde es Philipp Pentke, der sich bei den Geißböcken eigentlich nur fit halten wollte. Pentkes Vertrag wurde nicht noch einmal verlängert, es wird also eine andere Lösung geben müssen. Doch bislang schwirren nicht viele Namen im FC-Keeper-Kosmos herum. Marcel Lotka wäre sicherlich interessant, soll aber im Austausch mit 1860 München sein.
Mehr als 200 Bundesliga-Einsätze
Eine Option könnte vielleicht Alexander Schwolow werden. Konkrete Gerüchte gibt es nicht. Einzig einen Hinweis der „Bild“, dass der Karlsruher SC aktuell ganz gute Karten habe, es aber auch zwei Mitbewerber aus der Bundesliga gebe. Und zwar zwei Clubs, die eine erfahrene Nummer zwei suchen würden. Und damit ist der FC vielleicht doch wieder im Rennen. Der 33-Jährige würde durchaus zu den Kölnern passen. Bei den Eisernen vertrat der Keeper den verletzten Stammtorhüter Frederik Rönnow in sieben Begegnungen. Doch Schwolow blickt selbst ebenfalls auf ordentlich Erfahrung zurück. Alleine in der Bundesliga sammelte der Keeper mehr als 200 Einsätze – unter anderem für den SC Freiburg. Anfang Mai sollen sich einige Bundesligisten für den Keeper interessiert haben, der FC war zu diesem Zeitpunkt eher nicht dabei.
Ob Köln nun aber ein interessantes Thema für den Keeper wird, ist fraglich, wenn auch sicher nicht ausgeschlossen. Allerdings winkt dem gebürtigen Wiesbadener beim KSC die Rückkehr in nahezu heimische Gefilde. Vor allem aber würde der Torhüter wohl Einsatzzeit erhalten. Die fehlte Schwolow in der jüngeren Vergangenheit. Möglicherweise auch ein Grund für seinen Wechsel. Aktuell deutet beim KSC aber viel auf eine Neuverpflichtung von Otto Hindrich hin.
Nach mehreren ablösefreien Abgängen in den letzten Jahren gibt es beim 1. FC Köln einen anderen Ansatz: Die Geißböcke wollen mit keinem Spieler ins letzte Vertragsjahr gehen. Das Motto ist entweder verlängern oder zwangsläufig verkaufen. Das hat Auswirkungen auf die aktuelle Kaderplanung: Der 1. FC Köln ist im Wartestand.
Über 20 Tage ist es her, dass der 1. FC Köln mit Isak Johannesson seinen letzten Neuzugang offiziell verkündet hat. Seitdem gab es einige Gerüchte, aber noch keine weitere bestätigte Neuverpflichtung. Das liegt auch daran, dass es noch einige Fragezeichen bei Spielern aus dem Aufstiegskader gibt, die nur noch ein Jahr Vertrag haben. Der FC würde mit vielen gerne verlängern, hat aber nicht das Heft des Handelns in der Hand. Das hat Auswirkungen auf die Kaderplanung: Der 1. FC Köln ist im Wartestand.
Thomas Kessler auf Spielersuche
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Es gab in den vergangenen Jahren einige von ihnen: die Tim Lemperles, Dejan Ljubicics oder Justin Diehls. Spieler, mit denen der 1. FC Köln gerne verlängert hätte, die den Verein am Ende ihres Vertrags aber verlassen haben. Für die der FC dadurch auch keine Ablösesumme bekommen hat. Geschätzte 11,5 Millionen Euro betrugen alleine die Marktwerte von Lemperle, Ljubicic und Diehl zusammengerechnet zum Zeitpunkt ihrer Wechsel. Eine Menge Geld, die den Geißböcken bei der Kaderplanung fehlt. Damit das in Zukunft nicht wieder passiert, möchte der FC möglichst nicht mehr ins letzte Vertragsjahr mit seinen Profis gehen. Entweder ein Spieler verlängert seinen nur noch ein Jahr laufenden Kontrakt oder die Kölner versuchen ihn zu verkaufen.
Viele Fragezeichen bei der Kaderplanung
Aus dem aktuellen Kader haben alleine zwölf Profis nur noch einen Vertrag bis zum Sommer 2026. Darunter sind wichtige Stammspieler wie Eric Martel, Timo Hübers oder Jan Thielmann sowie einige junge Fußballer mit noch viel Potenzial wie Damion Downs oder Neo Telle. Sie würde der 1. FC Köln gerne halten. Das Problem aus Kölner Sicht: Bei den Spielern, mit denen sie verlängern wollen, müssen sie darauf warten, dass diese sich entscheiden. Das kann jedoch noch dauern. Martel und Thielmann sind bei der U21-EM, während Downs noch beim Gold Cup weilt. Bei allen drei ist meiner Entscheidung frühestens nach dem jeweiligen Turnier zu rechnen. Und auch bei den anderen Akteuren ist es gut möglich, dass sie erstmal die ersten Wochen unter dem neuen Trainer Lukas Kwasniok abwarten wollen, ehe sie eine Entscheidung treffen.
Das erschwert FC-Sportdirektor Thomas Kessler allerdings die Kaderplanung für die kommende Saison. So lange die Spieler sich nicht entscheiden, steht nicht fest, was der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt machen kann und muss. Wenn die Spieler verlängern würden, könnten die Geißböcke mit ihnen die neue Saison in Angriff nehmen. Gleichzeitig hätte der FC aber keine zusätzlichen Transfererlöse, mit denen er Neuzugänge für die anderen Baustellen im Kader (vor allem ein Rechtsverteidiger, ein zweiter Torwart und ein Innenverteidiger) tätigen könnte. Denn nach den Verpflichtungen von Ragnar Ache und Isak Johannesson für insgesamt zehn Millionen Euro ist nur noch wenig Transferbudget übrig.
Gibt es einen Dominoeffekt?
Erhöht werden könnte es, wenn einer oder mehrere Spieler sich dazu entscheiden, den Verein verlassen zu wollen. In dem Fall wäre wieder der FC am Zug und müsste einen geeigneten Abnehmer finden. Dabei ist die Kölner Verhandlungsposition durch die kurze restliche Vertragslaufzeit eher schwierig. Aber für Spieler wie Martel oder Downs wären trotzdem Ablösen in Höhe von um die fünf Millionen Euro realistisch. Dieses Geld könnte in Lösungen für die Problempositionen investiert werden. Allerdings bräuchte der Verein natürlich auch jeweils einen Ersatz für den abgegebenen Spieler. Das Problem würde sich also bis zu einem gewissen Grad nur verschieben. Die Geißböcke wären weiter darauf angewiesen, günstigere oder ablösefreie Spieler zu verpflichten oder mit Leihen zu arbeiten. Trotzdem wären die Kölner durch Verkäufe erstmal wieder handlungsfähiger auf dem Transfermarkt.
Bis die Entscheidungen gefallen sind, ist der Verein aber in einem Schwebezustand. Es ist unklar, was für finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und auf welchen Positionen eventuell Ersatz gesucht werden muss. Dieser Zustand kann auch noch einige Zeit andauern. Wenn aber die erste Vertragsentscheidung gefallen ist, könnte das auch Auswirkungen auf die anderen Profis haben und einen Dominoeffekt bringen. Wenn auf der einen Seite zum Beispiel Martel seinen Vertrag verlängert, könnte das ein Signal an seine Kollegen senden. Sie würden vielleicht eher beim 1. FC Köln einen neuen Kontrakt unterschreiben, wenn ein starker Führungsspieler wie Martel bleibt und glaubt, mit dem FC etwas erreichen zu können. Auf der anderen Seite könnte der erste Abgang auch neue Verpflichtungen nach sich ziehen, für die die Kölner dann die Mittel hätten.
Was den Kölnern mehr helfen würde und was wahrscheinlicher ist, ist schwierig abzusehen. Aber für den Verein wäre es gut, wenn der erste Dominostein möglichst bald fällt. Immerhin sollen mit Jakub Kaminski und Tom Krauß gleich zwei Wechsel schon bald finalisiert werden.
Bislang ist er einer der ganz großen Gesichter der U19-Europameisterschaft in Rumänien. Damit nährt der Offensivspieler die Hoffnung auf viel Spielfreude beim 1. FC Köln: Said El Mala heizt den Konkurrenzkampf an. Und könnte damit auch die ersten Interessenten anziehen.
Im vergangenen Sommer hat der FC bekanntlich einige junge Talente verpflichtet, die frühestens in diesem Sommer registriert werden sollten. Und ganz offensichtlich ist eins besonders interessant und wohl in naher Zukunft nicht nur für den 1. FC Köln: Said El Mala heizt den Konkurrenzkampf an.
Said El Mala macht schon ordentlich Dampf (Foto:picture alliance/dpa | Stefan Constantin)
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Die ganz große Klasse blitzte beim 5:5 gegen England auf, die eiskalte Nervenstärke beim 2:1-Erfolg über Norwegen am Freitagabend. Said El Mala zeigt bei der U19-Europameisterschaft in Rumänien ziemlich eindrucksvoll, worauf sich die Fans des 1. FC Köln in der kommenden Spielzeit freuen können. Der 18-Jährige ist einer der Garanten, dass es die DFB-Auswahl doch noch in die Vorschlussrunde, das Halbfinale gegen Spanien am Montag geschafft hat. In der Auswahl von Hanno Balitsch spielt El Mala Linksaußen, fiel in den Begegnungen vor allem durch seine Tempovorstöße, das Eins-gegen-eins und eine für sein Alter doch erstaunliche Körperlichkeit auf. Genauso wie schon in der Saison bei Viktoria Köln. Auch dort zeigte El Mala überragende Leistungen, machte auf sich aufmerksam, wurde zum jüngsten Akteur, der je in der 3. Liga zweistellig getroffen hat und ist der wertvollste Spieler der Klasse.
El Mala am Abend gegen Spanien
Zwar ist man geneigt, eine gewisse Parallele zu Marvin Obuz zu sehen, der bei seiner Leihe zu Rot-Weiss Essen ebenfalls die 3. Liga rockte, doch bringt El Mala noch eine besondere Klasse mit auf den Platz. Vor allem der Mut, immer wieder ins Eins-gegen-eins zu gehen, beeindruckt – selbst, wenn die ersten Versuche nicht funktionieren wollten. Für einen 18-Jährigen bringt der Offensivspieler zudem eine erstaunliche Robustheit und Körperlichkeit mit. „Ich freue mich sehr auf ihn, weil er einfach ein richtig guter Typ ist, der Bock hat für den FC zu spielen. Er ist einer der Gründe, warum ich es kaum erwarten kann, dass es endlich wieder losgeht“, sagte Thomas Kessler. Und die Einsätze bei der U19-Europameisterschaft untermauern die Vorfreude. Am Montagabend steht das Halbfinale gegen Spanien auf dem Programm. Gut möglich, dass El Mala dann ein weiteres Mal angreift.
Mit den Leistungen und Eindrücken hat El Mala jetzt schon den großen Konkurrenzkampf angeheizt. Denn in dieser Form wird der 18-Jährige ganz sicher kein Dauer-Kandidat auf der Bank sein. Dabei ist gerade die Position auf der linken Seite beim FC ziemlich gut besetzt. In der vergangenen Spielzeit überragte Linton Maina auf links. Der gebürtige Berliner hat seinen Vertrag beim FC verlängert, sicherlich nicht mit der Absicht, den Platz auf der Bank zu hüten. Seine zahlreichen Assists waren natürlich auch eine Bewerbung für mehr. Maina kann aber auch auf der rechten Seite spielen und würde dann möglicherweise Jan Thielmann herausfordern. Mit Jakub Kaminski sollen sich die Geißböcke ebenfalls mit einem linken Mittelfeldspieler weitestgehend einig sein. Der Pole verfügt über einen starken rechten Fuß, ist auch in der Abwehr einsetzbar. Die eigentliche Hauptposition ist aber die des Linksaußen.
Wird El Mala der Gewinner der Vorbereitung?
Und dann ist da eben noch Florian Kainz. Der Routinier bewies am Ende der vergangenen Spielzeit wieder aufsteigende Form, machte aber eben auch seine besten Spiele auf der linken Seite. Für den Österreicher wird es wohl auf der Außenbahn im schnellen Spiel von Lukas Kwasniok angesichts der Konkurrenz wenig Platz geben. Es ist also gut möglich, dass Kainz wieder ins Zentrum rücken muss. Die Konkurrenz auf der linken Seite ist jedenfalls groß. Der Weg ist sicherlich noch ein weiter und der Sprung von der 3. Liga in die Erstklassigkeit bekanntlich auch ein ziemlich großer. Bei den bisherigen Eindrücken würde es nicht wundern, wenn El Mala der große Gewinner der Vorbereitung ist. Es dürfte allerdings auch nicht mehr besonders lange dauern, bis es zahlreiche andere Interessenten gibt.
Der 1. FC Köln und Alessandro Blazic gehen getrennte Wege: Das deutsch-slowenische Torwart-Talent wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und dem Geißbockheim den Rücken kehren. Die Äußerungen von FC-Sportdirektor Thomas Kessler auf dem jüngsten Mitglieder-Stammtisch ließen bereits auf eine Trennung schließen, es folgte ein Statement des Keepers.
Die Vorzeichen waren schon seit einiger Zeit eindeutig. Es deutete sich ein Abschied an. Nun ist er klar. Der 1. FC Köln und Alessandro Blazic gehen getrennte Wege.
Alessandro Blazic U21 1. FC Köln
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Eine Trennung von Alessandro Blazic und dem 1. FC Köln könnte schon im Vorfeld des Mitglieder-Stammtischs festgestanden haben. Möglicherweise war es auch genau dieser Umstand, der Thomas Kessler zu ungewohnten Sätzen bewog. Kritische Worte in der Öffentlichkeit über eigene Spieler sind in der heutigen Zeit eine Seltenheit – und so dürften die Sätze des Funktionärs und Ex-Torhüters im Blazic-Lager nicht gut angekommen sein. Der FC, das betonte Kessler am Dienstagabend beim Mitglieder-Stammtisch, habe den Ende Juni auslaufenden Vertrag mit Blazic verlängern wollen. Im Anschluss hätte das Talent für höherklassige Spielpraxis verliehen werden sollen.
“Das ist eine Thematik, für die kann er nichts“
Der Sportdirektor erläuterte die Situation: „Das war sehr schwierig. Es gab wenig Clubs, die tatsächlich Interesse an einer Leihe hatten. Auf Alessandro ist nicht wirklich ein Club angesprungen“, äußerte Kessler. Ein möglicher Grund, den der ehemalige Keeper dafür ausgemacht haben will: „Das ist eine Thematik, für die kann er nichts, aber man kann sie auch nicht wegdiskutieren: Der Junge ist nicht mal 1,80 Meter groß“, so der Sportdirektor. „Wenn mir ein Torhüter angeboten würde, der 1,78 Meter groß ist, ich glaube, da würde ich nicht mal ins Video schauen.“ Torhüter wie Fabien Barthez (1,80 Meter) oder Iker Casillas (1,82 Meter) schafften es trotz ihrer Größe zum Weltmeister-Titel.
Darüber hinaus überraschte es, dass Kessler die Körpergröße von Blazic überhaupt thematisierte. Denn der slowenische U19-Nationalspieler überzeugte in der Regionalliga West mit starken Leistungen und stieg so direkt nach dem Aufstieg aus der U19 innerhalb weniger Wochen zur neuen Nummer eins in der U21 auf. Größen-Defizite waren in all den Monaten nach Außen kein Thema. Das konstatierte auch Kessler am Dienstagabend: „Er hat in der Regionalliga bewiesen, dass er trotz dieser Größe sehr mutig ist. Er hat sehr, sehr viele gute Spiele gemacht.“
Der Abschied von Blazic steht wohl fest
Die Worte dürften im Blazic-Lager dennoch nicht für gute Laune gesorgt haben – und den Abschied vom Geißbockheim wohl zementiert haben. Der Keeper hat zwar aktuell noch keinen neuen Vertrag unterschrieben, ein Verbleib beim FC bei derartigen Worten der Entscheidungsträger scheint ausgeschlossen. Denn Blazic verkündete am Sonntagabend seinen Abschied auf Instagram. „8 Jahre in Rot und Weiß. Ich habe viel gelernt und gegeben. Jetzt freue ich mich auf eine neue Herausforderung und gebe weiter Vollgas. Danke“, schreibt der Keeper. Und somit verliert der Verein ein Talent, dem zuletzt sogar Chancen auf den Sprung in den Profi-Kader zugetraut wurden. Das, so betonte Blazic noch im Herbst in einem Interview des Kölner Stadt-Anzeigers, sei auch sein Wunsch gewesen: „Ich würde natürlich sehr gerne hier den Sprung in den Profi-Bereich schaffen. Vor allem, weil ich jetzt seit acht Jahren hier spiele, da gäbe es kaum etwas Besseres, als hier den Durchbruch zu schaffen.“
Die Reserve des 1. FC Köln verliert das erste Testspiel
Doch daraus wird wohl nichts. Blazic, der am vergangenen Montag noch beim Trainingsauftakt der U21 auf dem Platz stand, fehlte am Samstag beim Testspiel gegen die U21 des VfL Bochum im Kader. Die U21-Fußballer des 1. FC Köln haben ihr erstes Testspiel der Sommer-Vorbereitung verloren. Der Vergleich mit dem Regionalliga-Aufsteiger der U21 des VfL Bochums in Düren endete mit 1:4 (1:2). Phil Thieltges brachte die FC-Reserve in Führung (29.). Bochum drehte die Partie aber noch vor der Pause (33./39.) und kam in der zweiten Hälfte zu zwei weiteren Toren (61./75.). „Das Ergebnis ist erst einmal zweitrangig“, konstatierte Trainer Evangelos Sbonias, „es war eine gute Trainingswoche, wir konnten allen Spielern genügend Spielpraxis geben und haben einen Korb an Aufgaben bekommen, den wir in den nächsten Wochen intensiv bearbeiten müssen. Das werden wir tun. Wir starten von null, weil wir komplett neu zusammengestellt sind. Da wird das eine oder andere eine gewisse Zeit dauern, bis das eine Rädchen ins andere greift.“ Derweil fällt Luca Lechner mit einer im Training erlittenen Sprunggelenksverletzung vorerst aus.