1. FC Köln bestätigt: René Wagner bleibt Trainer – „Dafür werde ich alles geben“

René Wagner auf der PK vor dem Spiel gegen Union Berlin
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1. FC Köln bestätigt: René Wagner bleibt Trainer – „Dafür werde ich alles geben“

Nun ist es vom Verein auch offiziell bestätigt. Die Geißböcke haben ihren Coach gefunden. Der gebürtige Dresdner bleibt Trainer des 1. FC Köln: Das sagen René Wagner und Thomas Kessler. Der 37-Jährige hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

Es hatte sich gegen Mittag angedeutet, eine Stunde später wurde es offiziell verkündet. Die Analyse der Vereinsführung ist beendet, der Trainer für die kommende Spielzeit gefunden. Und der heißt René Wagner. Die ganz große Überraschung ist das indes nicht mehr: Wagner galt bei der Vereinsführung als absoluter Favorit.

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Bereits am Montag hatten sich Präsident Jörn Stobbe, Vize-Präsident Ulf Sobek und Geschäftsführer Philipp Türoff sehr positiv zum Trainer geäußert. Eine Tendenz war da schon ablesbar. Nun ist es auch offiziell vom Verein verkündet. „Wir haben die Zeit nach der Saison intensiv genutzt, um nicht nur auf die Entwicklung der letzten Monate zu schauen, sondern um den Blick vor allem nach vorne zu richten“, sagt FC-Geschäftsführer Thomas Kessler.  „René hat uns in diesen Gesprächen auf mehreren Ebenen und gegenüber allen Anspruchsgruppen überzeugt. Er verfügt über eine hohe sportliche Kompetenz, eine klare und authentische Art der Führung und eine sehr konkrete Vorstellung davon, wie wir unsere Mannschaft in Zukunft weiterentwickeln möchten.“ Kessler galt ohnehin schon als großer Befürworter des Trainers. Eine frühzeitige Entscheidung für Wagner hatte es dennoch nicht während der Saison gegeben.

„Dafür werde ich alles geben“

Man wollte damals die Spiele noch abwarten und ohnehin musste der „Gemeinsame Ausschuss“ die finale Entscheidung über den Trainer treffen. Da der FC in jenen verbliebenen Begegnungen aber nicht überzeugte, gab es auch intern Skepsis. Nach den intensiven Gesprächen unter der Woche wurden die Bedenken offenbar zerstreut. „René passt sehr gut zu uns, weil er die Werte unseres Clubs nicht nur versteht, sondern auch lebt. Das gilt genauso für den Standort Köln mit all seinen Anforderungen und seiner Dynamik. Seitdem er die Verantwortung übernommen hat, hat er gezeigt, dass er in einer anspruchsvollen Situation Orientierung geben und Menschen hinter einem gemeinsamen Ziel vereinen kann“, so Kessler weiter. „Mit Blick auf die kommende Entwicklung unserer Mannschaft sehen wir jetzt die Chance, gemeinsam etwas aufzubauen und gezielt weiterzuentwickeln. Wir sind deshalb fest davon überzeugt, dass René mit seiner Art, seiner Klarheit und seiner fachlichen Qualität der richtige Cheftrainer für den weiteren Weg des 1. FC Köln ist.“

Wagner hatte indes wohl wenig Zweifel an seiner Beförderung. Auch, wenn der 37-Jährige zuletzt betonte, dass die Entscheidung ohnehin nicht in seiner Hand läge und er auf ein Zeichen des Vereins warte. Das gab es nun. „Ich freue mich sehr über die Entscheidung und das Vertrauen der FC-Verantwortlichen. Dass ich diese Aufgabe jetzt beim FC in der Bundesliga übernehmen darf, ist besonders für mich. Vor fünf Jahren haben wir hier in meiner ersten Saison die Conference League erreicht, nur zwei Jahre später musste ich aus der Ferne mit ansehen, wie der FC abgestiegen ist. Das tat weg“, so Wagner. „Diesmal haben wir den Klassenerhalt geschafft. Das stand in den letzten Wochen über allem – und ist die Basis dafür, um gemeinsam mit der Mannschaft, ja mit dem gesamten FC wieder einen Schritt in Richtung stabiler Bundesliga-Club zu gehen. Dafür werde ich alles geben.“


René Wagner bleibt Trainer des 1. FC Köln

Thomas Kessler und René Wagner
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René Wagner bleibt Trainer des 1. FC Köln

Es hatte sich schon in den vergangenen Wochen angedeutet, nun haben anscheinend auch die Gremien zugestimmt: René Wagner bleibt offenbar Trainer des 1. FC Köln. Der 37-Jährige wird die Geißböcke in der kommenden Saison betreuen. Bei den Fans sorgt das für Kritik.

Eine große Überraschung ist es wahrlich nicht mehr, René Wagner erhält offenbar von der Vereinsführung das Vertrauen und wird mit den Geißböcken auch in die kommende Bundesliga-Saison gehen. Sky berichtete zuerst. Die Informationen decken sich mit denen von come-on-fc.com.

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Die angekündigte Analyse hat offenbar die nötigen Erkenntnisse gebracht, alle Fragen sind anscheinend zur Zufriedenheit beantwortet. Der FC wird in die kommende Spielzeit mit René Wagner starten. Eine entsprechende Meldung kann come-on-fc bestätigen. Das hatte sich spätestens am Montag bei der Abschlussfeier der Geißböcke angedeutet, als der Reihe nach Vorstand und Geschäftsführung über die Qualitäten des Trainers gesprochen hatte. Präsident Jörn Stobbe erklärte Wagner befände sich in der Pole-Position und auch Vize-Präsident Ulf Sobek und Geschäftsführer Philipp Türoff lobten den Trainer in höchsten Tönen. Thomas Kessler gilt ohnehin als großer Befürworter, holte den Coach damals als Assistent zurück ans Geißbockheim. Allerdings schon mit dem Plan, den gebürtigen Dresdner irgendwann zum Cheftrainer zu machen. Das klappte am Ende schneller als gedacht. Nach der Entlassung von Lukas Kwasniok übernahm Wagner.

Auftritte führten intern zu Zweifeln

Als einen möglichen Beweggrund pro Wagner nannten die Kölner Verantwortlichen zuletzt immer, dass der 37-Trainer die Mission Klassenerhalt geschafft habe. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Lukas Kwasniok vor seiner Entlassung mächtig Vorarbeit geleistet hatte. Letztlich hätte auch der Ex-Coach in sieben Spielen nur noch drei Punkte holen müssen. Wagner gewann von seinen sieben Partien nur eine, holte sechs Punkte und damit einen schlechteren Schnitt als Kwasniok. Bedenklich stimmten die Fans vor allem die desolaten Auftritte gegen die direkten Konkurrenz bei St. Pauli (1:1) und im Heimspiel gegen Heidenheim am vorletzten Spieltag. Nach der 1:5-Pleite gegen die Bayern wuchs die Kritik in den Sozialen Medien. Und auch intern sollen die Leistungen für Skepsis gesorgt haben. Zumindest so sehr, dass heftig diskutiert wurde. Wagner erhielt die Chance, vor dem Ausschuss seine Ansichten und Ansätze zu erläutern. Es soll auch kritische Fragen zu den jüngeren Leistungen gegeben haben.

Dass die Kölner sich nun für Wagner entschieden haben, spricht dafür, dass man trotz der Ergebnisse von der internen Arbeit des Trainers überzeugt war. Allerdings startet der neue Chefcoach nicht unbelastet in die neue Saison. Die jüngsten Ergebnisse und Leistungen haben unter den Fans für mächtig Wirbel gesorgt. Viel Kredit hat der Trainer bei den Fans jedenfalls nicht. Nun werden Verantwortliche und der neue Trainer schnell gemeinsam in die Kaderplanung der Mannschaft gehen.


Kann Dino Toppmöller wirklich zu der Option für den 1. FC Köln werden? Die Tendenz ist eine andere

Wird Dino Toppmöller zum Thema beim FC?
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Kann Dino Toppmöller wirklich zu der Option für den 1. FC Köln werden? Die Tendenz ist eine andere

Die Tendenz in der Trainerfrage geht eindeutig Richtung René Wagner. Doch es werden auch andere Namen am Geißbockheim gehandelt. Ein Ex-Frankfurter zum Beispiel. Wird Dino Toppmöller zu einer Alternative zu René Wagner und damit zum Thema beim 1. FC Köln?

Vier Monate nach seinem Aus in Frankfurt könnte es eine Rückkehr in die Bundesliga geben. Dino Toppmöller soll auf dem Zettel der Geißböcke stehen. Doch der FC setzt wohl eher auf eine andere Lösung.

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Die Worte der Kölner Verantwortlichen hatten am Montag schon eine klare Tendenz in der Trainerfrage. Und die Tendenz heißt René Wagner. Laut FC-Präsident Jörn Stobbe befände sich der Interimscoach in der „Pole-Position“. Vize-Präsident Ulf Sobek sieht in dem 37-Jährigen einen Trainer, „der sehr sehr viel Potenzial“ hat und Geschäftsführer Philipp Türoff redete auch von den vielen Argumenten, die für Wagner sprechen würden. Aus den Worten der Kölner Führungskräfte keine Richtung herauszulesen war schwierig. Und doch bremsten alle drei FC-Protagonisten voreilige Schlüsse, sprachen alle im gleichen Tonfall davon, dass man nun erst einmal schauen müsse. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass man in Köln viel von dem gebürtigen Dresdener hält. Wagner gilt als akribischer Arbeiter, die Führungsebene schätzt die Kommunikation des Trainers, glaubt an das Potenzial, an die Zukunft.

Interesse an Dino Toppmöller?

Dass man mit dem Coach den Klassenerhalt erreicht habe, ist ein oft gebrachtes, aber ganz sicher nicht das entscheidende Argument. Zumindest sollte es das nicht sein. Denn zum einen hat Lukas Kwasniok die Vorarbeit geleistet und es ist kein ganz großer Hottake, dass der 44-Jährige das Saisonziel ebenfalls erreicht hätte. Zum anderen hätten Sage und Schreibe 29 Zähler (aufgrund der Tordifferenz) zu jenem Klassenerhalt gereicht – eine bemerkenswert niedrige Grenze. Dass der FC die feste Verpflichtung des Coachs noch nicht verkündet hat, liegt wohl auch daran, dass der Gemeinsame Ausschuss die Entscheidung trifft. Und dem gehören neben den drei Vorstandsmitgliedern Aufsichtsrat, Beirat und die beiden Mitgliederräte an. Eine einfache Mehrheit entscheidet am Ende ob für oder dagegen. Doch in jenem Gemeinsamen Ausschuss herrschte zunächst eben noch keine Einigkeit. Es gab durchaus Kritiker von Wagner.

Daran dürfte sich der 37-Jährige gewöhnt haben. In den Sozialen Medien bekommt der Coach ebenfalls viel Kritik ab. Denn die nackten Zahlen sprechen eben nicht für Wagner. Ein Punkteschnitt von unter eins und damit schlechter als der von Lukas Kwasniok. Nur ein Sieg in sieben Spielen, nur sechs Punkte und dazu noch desolate Leistungen gegen den FC St. Pauli und den 1. FC Heidenheim – Gegner, die man eigentlich hätte schlagen müssen, um die Klasse zu halten. Es scheint also alles andere als verwunderlich, dass seit einigen Tagen dann doch ein ganz anderer Name rund um das Geißbockheim wabert. Dino Toppmöller sei der Top-Kandidat bei den Geißböcken schrieb am Mittwoch die „SportBild“, Sky vermeldete am Donnerstag ebenfalls ein Interesse des FC. Demnach habe es auch bereits einen ersten Kontakt gegeben. Ein grundsätzliches Interesse soll bestehen.

Viele Interessenten haben angeklopft

Doch das bedeutet ganz sicher nicht, dass Wagner nun keine Option mehr ist. Thomas Kessler hatte noch während der Saison erklärt, dass es durchaus normal sei, dass man sich auch mit anderen Kandidaten beschäftige und unterhalte. Zu diesem Zeitpunkt saß Wagner noch deutlich fester im Sattel als nach den beiden Niederlagen gegen Heidenheim und Bayern. Man wird alle Eventualitäten in Betracht ziehen, Optionen ausloten. Auch das ist Teil einer Analyse, die bekanntlich beim FC aktuell stattfindet, vielleicht auch schon abgeschlossen ist. Toppmöller wäre in Köln sicherlich eine gern gesehene Lösung, doch dürfte der Coach gefühlt nach Höherem greifen, in Frankfurt auf jeden Fall eine andere Gehaltsklasse erlebt haben. Tatsächlich soll es zahlreiche Interessenten geben. In Italien wird gerade beispielsweise Lazio Rom als möglicher kommender Arbeitgeber gehandelt, auch englische Clubs haben und hatten die Fühler ausgestreckt, genauso wird Besiktas Istanbul in der Liste der Interessenten genannt.

Und auch hier spielt die Zeit eine nicht unerhebliche Rolle. Denn die anderen Clubs wollen auch ihre Planungen voranschreiten lassen, die Position des Trainers ist bei der Kaderzusammenstellung keine unwesentliche. Und auch das wurden die Kölner Verantwortliche nicht müde zu betonen. Die Suche nach dem neuen oder alten Trainer hat höchste Priorität.


Kommentar zur Said El Malas Nicht-Berücksichtigung: Nagelsmanns Wette gegen die Zukunft

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Kommentar zur Said El Malas Nicht-Berücksichtigung: Nagelsmanns Wette gegen die Zukunft

13 Tore, fünf Vorlagen, der schnellste Mann im Kader – und trotzdem kein WM-Ticket. Warum Bundestrainer Nagelsmann auf Said El Mala verzichtet und welche Hypothek er damit auf sich nimmt mit dem Verzicht auf den Shootingstar des 1. FC Köln: Bundestrainer Nagelsmann und die El Mala-Hypothek

Seit gestern Mittag steht fest: Said El Mala wird den Sommer nicht in den USA mit der DFB-Auswahl verbringen. Entgegen kolportierter Gerüchte verzichtete Bundestrainer Julian Nagelsmann auf das Talent und setzt stattdessen auf alte Bekannte. Ein Kommentar darüber, warum diese Entscheidung mehr Fragen aufwirft, als Nagelsmann Antworten gegeben hat – und welche Hypothek er damit in die WM trägt.

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Der Spieler selbst wusste es zu diesem Zeitpunkt bereits, doch die breite, interessierte Fußball-Öffentlichkeit zuckte bei der Verkündigung des Kaders für die WM in den USA, in Kanada und in Mexiko zusammen, runzelte die Stirn und rümpfte vielleicht sogar die Nase. Bundestrainer Julian Nagelsmann verzichtete entgegen aller Erwartungen auf Said El Mala und nominierte stattdessen Leroy Sané für die WM. Der Bundestrainer begründete die Absage an El Mala damit, dass der Spielstil des Kölners, der in seiner Premierensaison in der höchsten deutschen Spielklasse mit dem FC beeindruckende 13 Tore und fünf Vorlagen erzielte, eben ein anderer sei als der Spielstil, den „die Mannschaft” unter seiner Leitung spiele.

Vergeudetes Potenzial oder folgerichtige Entscheidung?

Demnach traut er El Mala den Schritt auf die ganz große Bühne noch nicht zu. Und das, obwohl der 19-Jährige sich die offen geübte Kritik Nagelsmanns offenbar zu Herzen genommen hat, sich in der Rückrunde zum unangefochtenen Stammspieler entwickelt hat und unter Wagner in einer neuen Rolle schnell Flexibilität bewies. Von Spieltag zu Spieltag hat er Energieleistungen erbracht. Hier sticht der im Fußball-Jargon oft zitierte „gute Draht” das noch viel öfter zitierte Leistungsprinzip aus. Sanés Leistungen bei der DFB-Elf sind nicht von der Hand zu weisen. Angesichts der dürftigen Spielzeit, die der 30-Jährige in seiner ersten Saison bei Galatasaray Istanbul erlebte, erscheint dies jedoch nicht überzeugend.

Kein anderer Spieler im Kader der Nationalmannschaft bringt so viel Tempo auf den Rasen wie der 19-Jährige. Dazu kommt, dass El Mala die Erfahrung gemacht hat, Teil einer Mannschaft zu sein, die mit dem FC eine Saison erlebt hat, in der sie über weite Strecken gegen den Abstieg kämpfen musste. Diese Erfahrung prägt die Mentalität und kann im langatmigen Turnierverlauf von großem Nutzen sein. Das hat mit Sicherheit auch eine Mentalität gefördert, die in einem solchen Turnierverlauf von Nutzen sein kann. Er verkörpert die Spannung und Aufregung einer neuen Generation, ist jemand, der mit seinen einzigartigen Anlagen Begeisterung entfachen und Spiele entscheiden kann.

Auf Augenhöhe- oder sogar besser?

Aus Sicht des Bundestrainers lässt sich dagegen die Nominierung von Dortmunds Maxi Beier im direkten Vergleich mit El Mala durchaus schlüssig begründen. Während der Kölner vor allem mit individueller Durchschlagskraft und Entwicklungspotenzial überzeugt, bringt der 23-Jährige bereits belastbare Erfahrung im System Nagelsmann mit. Auf Vereinsebene bewegte sich Beier zuletzt auf Augenhöhe mit El Mala – beide verbuchten in der Bundesliga annähernd 20 Scorerpunkte. Aus Nagelsmanns Perspektive wiegt jedoch schwer, dass Beier diese Leistungen in einem taktisch stabileren Umfeld bestätigt hat. Zudem hat er internationale Erfahrung in der Champions League gesammelt und erfüllt mit Tempo, Flexibilität sowie mannschaftsdienlicher Spielweise genau jene Profilmerkmale, die für das Funktionieren seines Systems entscheidend sind.

El Mala und die Nationalmannschaft: Das Beste steht noch bevor!

Und dennoch darf bei aller Enttäuschung und Frustration nicht vergessen werden, dass El Mala noch am Anfang seiner Karriere steht. Wenn er die Leistungen dieser Saison bestätigt, ist ihm eine Karriere in der Nationalmannschaft sicher. Ist der Sprung erst einmal geschafft, ist eine Nationalmannschaftskarriere kaum aufzuhalten. Bis dahin kann er an seinem Profil feilen und sich für eine Nominierung empfehlen. Was bleibt, ist eine Hypothek für Nagelsmann: Sollte diese WM zur Enttäuschung werden, muss er sich auch an der Zusammenstellung des Kaders messen lassen.


Medienbericht: Darum geht es bei Jahmai Simpson-Pusey und Abubacarr Sedi Kinteh beim 1. FC Köln

Jahmai Simpson-Pusey und Abubacarr Sedi Kinteh
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Medienbericht: Darum geht es bei Jahmai Simpson-Pusey und Abubacarr Sedi Kinteh beim 1. FC Köln

Während die Mannschaft sich in den Urlaub verabschiedet hat, wird hinter den Kulissen bereits fleißig am Kader geschraubt. Und das auch in der Innenverteidigung des 1. FC Köln: So ist der Stand bei Jahmai Simpson-Pusey und Abubacarr Sedi Kinteh. 

Die Saison ist mittlerweile fünf Tage alt, die meisten Spieler posten bereits ihre Fotos aus dem Urlaub, doch am Geißbockheim wird fleißig gearbeitet. Denn der Kader für die kommende Saison soll gefunden werden. Zunächst wohl aber auch der kommende Trainer.

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Ein Szenario, wie es in der Innenverteidigung weitergehen kann, hat am Abend „Sky“ in dem Transfer update aufgemalt – und das in der Innenverteidigung. Vor einer knappen Woche kamen die ersten Gerüchte über den Innenverteidiger Abubacarr Sedi Kinteh auf den Tisch. Der FC soll sich mit dem Spieler tatsächlich bereits mündlich geeinigt haben. Doch ein Deal scheint noch ein großes Stück weit entfernt. Und das hängt wohl mit Jahmai Simpson-Pusey zusammen. Denn wie „Sky“ berichtet wollen die Kölner nur einen der beiden Innenverteidiger für die kommende Spielzeit verpflichten. Simpson-Pusey kam bekanntlich im vergangenen Winter und hat umgehend überzeugt. Der Engländer hat sich zu einer festen Größe in der hintersten Kette gemausert. Der 20-Jährige überzeugt durch ein überragendes Stellungsspiel, seinen Spielaufbau und die routinierte Defensivarbeit.

Marktwert liegt bei rund fünf Millionen Euro

Bekanntlich würden die Kölner den Spieler also gerne binden, doch Manchester City hat die Hand auf dem Transfer. Simpson-Pusey ist von den „Sky Blues“ ausgeliehen. Der FC hat zwar eine Kaufoption in dem Leihkonstrukt verankert, ManCity aber das Rückkaufrecht. Gut möglich, dass der englische Vizemeister den Spieler lieber an einen Club verleiht, der international aufspielt. Der FC müsste rund acht Millionen Euro in den Hand nehmen und dann das komplette Gehalt übernehmen. Eine ordentliche finanzielle Hürde. Sollte der Transfer mit „JSP“ nicht zu Stande kommen, wird Kinteh zum Thema. Der Innenverteidiger steht aktuell bei Tromsø IL unter Vertrag und das noch bis 2029. Der norwegische Erstligist würde den Spieler wohl nicht unter einer Summe von fünf Millionen Euro abgeben. Aktuell gibt es offenbar zahlreiche Interessenten. Vorwiegend aus England und die Premier-League-Clubs sind bekanntlich bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. Auch der FC Basel und BSC Youngs Boys sollen Interesse bekundet haben. 

Viel Zeit bleibt den Kölnern also möglicherweise nicht, um den Deal abzuschließen. Wie „Sky“ weiter berichtet, soll die Seite des Spielers über das Zögern nicht besonders glücklich sein.


Nach El-Mala-Überraschung: Das sagt Julian Nagelsmann, das sagt der FC und so reagieren die Fans

Fährt Said El Mala noch zur WM?
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Nach El-Mala-Überraschung: Das sagt Julian Nagelsmann, das sagt der FC und so reagieren die Fans

Der Kölner Youngster wurde also doch nicht für die WM berücksichtigt. Der 19-Jährige ist nicht nominiert worden. Und das sorgt für Unmut in den Sozialen Medien. So fallen die Reaktionen auf das WM-Aus von Said El Mala aus.

Nun also doch nicht. Said El Mala wird nicht mit zur WM in die USA, nach Mexiko und Kanada fahren. Der Offensivspieler wurde nicht für den WM-Kader nominiert.

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Die Vorfreude auf einen Kölner WM-Teilnehmer bei der deutschen Nationalmannschaft war groß, genauso wie die Enttäuschung nach der Nicht-Nominierung. Noch am Dienstag hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, der Offensivspieler würde sicher mit zur Weltmeisterschaft fahren. Am Donnerstag fehlte der Name dann aber in der Kaderliste. El Mala ist nicht dabei. „Said hat sehr gut reagiert. Er hat eine tolle Rückrunde gespielt. Er passt aber natürlich auch zu der Spielidee von Köln sehr gut“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann und erklärte dann die Gründe für die Nicht-Nominierung. „Die Frage war: Ist er schon so weit für unsere Spielidee in einer anderen Angriffshöhe? Wenn man seine Heatmap in Köln sieht, ist er sehr nah am eigenen Tor. Für Konter haben wir Maxi Beier dabei, der eine tolle Saison gespielt hat mit extremen Fleiß, mit einer unfassbaren Mentalität, in jeder Spielsekunde immer an die Grenzen gehen. Da musst du immer ein bisschen abwägen.“

„Deine Zeit wird kommen“

Die Abwägung fiel also gegen den Kölner Youngster aus. Und das sorgt zwangsläufig für Unmut bei den Fans. „Dieser Trainer hat seine Lieblinge und geht nicht nach dem Leistungsprinzip“, schreibt ein User bei Facebook. Andere drücken ihr Unverständnis deutlicher und nicht zitierbar aus. Vor allem die Nominierung von Leroy Sané sorgt für allgemeines Unverständnis. Der Offensivspieler galt eigentlich als angezählt, hatte dann aber auch bei Galatasaray nicht immer überzeugt. Auch die Wortwahl des Bundestrainers kam nicht bei allen Usern an. „Ich verstehe den Kader einfach nicht und auch nicht die Begründung: sind eingeladen, weiterhin gute Leistungen zu zeigen.. was denn das für ein nichtssagender, abwertender Satz?“, schreibt ein weiterer User bei Facebook. „Spanien nimmt beste Talente mit.. Deutschland nimmt Rentner mit“, heißt es bei einem Fan bei „x“.


Mittlerweile hat auch der FC reagiert: „Lieber Said, Deine Zeit im DFB-Team wird kommen. 18 Scorer-Punkte in Deiner ersten Bundesliga-Saison sprechen für sich. Darauf kannst Du sehr stolz sein und wir sind es auch!“, schreibt der Verein über seine Social-Media-Kanäle. FC-Geschäftsführer Sport Thomas Kessler fügte hinzu: „Wir als FC-Familie und natürlich auch ich persönlich finden es sehr schade, dass Said nicht mit zur WM fährt. Wenn man seine Entwicklung und seine Leistungen in dieser Saison betrachtet, hätte er es sich definitiv verdient. Gleichzeitig respektieren wir die Entscheidung des Bundestrainers“, so der 40-Jährige. „Wir sind sehr stolz darauf, dass Said seine ersten Schritte in der Bundesliga bei uns gemacht hat – und er kann sehr stolz darauf sein, was er erreicht hat. Wir sind überzeugt davon, dass er nach der WM ein ernsthafter Kandidat für den Kreis der Nationalmannschaft sein wird.“

Am Vormittag war der 19-Jährige vom Verein noch zum Spieler des Monats gekürt worden. Natürlich gab es auch dort Reaktionen, vor allem aufmunternde Worte. Immerhin gibt auch Nagelsmann eine positive Aussicht: „Saids Zukunft wird kommen. Aber klar ist so ein Gespräch immer kompliziert“, so der Bundestrainer.


Offiziell: Said El Mala steht nicht im WM-Kader

Said El Mala steht im Kader der DFB-Auswahl
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Offiziell: Said El Mala steht nicht im WM-Kader

Nun ist es also offiziell. Auch bei diesem Endturnier wird kein deutscher Spieler des 1. FC Köln dabei sein: Said El Mala steht nicht im WM-Kader der DFB-Elf. Auf der Kaderliste fehlte der Offensivspieler. Zuletzt hatte es Medienberichte über eine Nominierung des 19-Jährigen gegeben.

Der 1. FC Köln muss weiter auf seinen ersten WM-Fahrer seit Jonas Hector 2018 warten. Said El Mala wurde entgegen anderslautender Berichte von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht in den Kader berufen. Das gab der DFB am Donnerstag bekannt.

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Im November war der Offensivspieler das erste Mal in den A-Kader berufen worden, hatte ein Spiel auf der Bank verfolgt und musste dann – allerdings abgesprochen – zur U21 abreisen. Im März wurde der 19-Jährige nicht berücksichtigt, erhielt dafür aber einige kritische Worte des Bundestrainers sowie die Vorgabe, die Rolle eines Stammspielers einzunehmen. Das gelang El Mala, der Kölner verbesserte auch seine Defensivarbeit und sorgte mit seinen Treffern für wichtige Punkte beim FC. Insgesamt erzielte der Youngster in seiner Premierensaison 13 Tore. In der Liga ist von den deutschen Spielern einzig Deniz Undav erfolgreicher, der erwartungsgemäß nominiert wurde. Noch zu Beginn der Woche hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ vermeldet, dass der Youngster bei der WM sicher dabei sein würde. Auch die „Bild“ bestätigte später die Nominierung. Das ist nicht der Fall. El Mala bleibt zu Hause.

Emotionale Videos zu den Nominierten

Nagelsmann erklärte, dass die Gespräche auch mit den Daheimgebliebenen positiv verlaufen seien. „Aus Trainer-Sicht sind das ganz fiese Gespräche. Nicht angenehm. Wenn man dann aber den Wink bekommt, dass sie uns trotzdem die Daumen drücken. Dann ist das ein super Gefühl“, so der Bundestrainer. „Sie sind ein großes Zukunftsversprechen für den DFB und sind sehr gute Spieler. Aus unterschiedlichen Gründen haben wir sie nicht nominiert. Ihre Zeit wird noch kommen“, erklärte Nagelsmann auf El Mala sowie die Youngster Tom Bischof und Assan Ouedraogo angesprochen, die ebenfalls nicht mit zum Endturnier fahren. Die jungen Spieler sind „herzlich eingeladen, sich mit weiteren guten Leistungen zu bewerben.“ 

Seit den Morgenstunden hatte der DFB halbstündig kleine Videos über die Social-Media-Kanäle gespielt und damit nach und nach Spieler des Kaders bekannt gegeben. In den Videos kommen Familienmitglieder wie Undavs Tochter oder Browns Mutter, genauso wie der Bundestrainer jeweils zu Wort. Untermalt sind die Worte von Bildern aus der Kindheit und frühen Karriere. Unter anderem wurden so Leon Goretzka, Joshua Kimmich oder David Raum vorgestellt. Mit den Torhütern Oliver Baumann und Manuel Neuer ließ sich der DFB dagegen Zeit. Neuer wird auch als Nummer eins fungieren. Die Entscheidung sei für ihn die richtige, sagte der Bundestrainer. Jonas Urbig reist ebenfalls mit zur WM, gehört aber aktuell nicht zum Kader.

Konkret sagte Nagelsmann zu El Mala: „Said hat sehr gut reagiert. Er hat eine tolle Rückrunde gespielt. Er passt aber natürlich auch zu der Spielidee von Köln sehr gut. Die Frage war: Ist er schon so weit für unsere Spielidee in einer anderen Angriffshöhe? Wenn man seine Heatmap in Köln sieht, ist er sehr nah am eigenen Tor. Für Konter haben wir Maxi Beier dabei, der eine tolle Saison gespielt hat mit extremen Fleiß, mit einer unfassbaren Mentalität, in jeder Spielsekunde immer an die Grenzen gehen. Da musst du immer ein bisschen abwägen. Saids Zukunft wird kommen. Aber klar ist so ein Gespräch immer kompliziert.“

Der Kader im Überblick

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern), Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Alexander Nübel (VfB Stuttgart)

Abwehr: Joshua Kimmich (FC Bayern), Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund), Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt), David Raum (RB Leipzig), Waldemar Anton (Borussia Dortmund), Jonathan Tah (FC Bayern), Antonio Rüdiger (Real Madrid), Malick Thiaw (AC Mailand)

Mittelfeld: Jamal Musiala (FC Bayern), Jamie Leweling (VfB Stuttgart), Aleksandar Pavlovic (FC Bayern), Nadiem Amiri (FSV Mainz), Leon Goretzka (FC Bayern), Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Angelo Stiller (VfB Stuttgart), Lennart Karl (beide FC Bayern), Florian Wirtz (FC Liverpool), Leroy Sané (Galatasaray Istanbul), Pascal Groß (Borussia Dortmund)

Sturm: Deniz Undav (VfB Stuttgart), Kai Havertz (FC Arsenal), Maximilian Beier (Borussia Dortmund), Nick Woltemade (Newcastle United)


Rückkehr mit Rückenwind: Warum Julian Pauli beim 1. FC Köln einschlagen könnte

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Rückkehr mit Rückenwind: Warum Julian Pauli beim 1. FC Köln einschlagen könnte

Der 1. FC Köln steht vor einem tiefgreifenden Umbruch. Abgänge, Gerüchte, Fragezeichen. Inmitten dieser Ungewissheit gibt es eine Personalie, die Hoffnung macht. Ein Akteur kehrt von seiner Leihe bei Dynamo Dresden zurück zum 1. FC Köln: Der Plan mit Julian Pauli ging voll auf.

Der FC Köln steht vor einem Sommer der Veränderungen. Eric Martel ist weg, weitere Abgänge werden folgen. Doch während die Geißböcke noch mitten im Umbruch stecken, zeichnet sich bei einer Personalie bereits ab, dass die Planungen der Verantwortlichen aufgehen: Julian Pauli hat bei Dynamo Dresden eine Saison gespielt, die Lust auf mehr macht.

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Mit dem verkündeten Abgang von Eric Martel ist ein weiterer Dominostein gefallen. Der Sechser, der sich ablösefrei dem Ligakonkurrenten Mainz 05 anschließen wird, reiht sich in eine Serie von Abgängen ein, die den Umbruch bei den Geißböcken einläuten. Nach den Entscheidungen um Florian Kainz, Dominique Heintz und Luca Kilian folgte damit nur wenige Tage nach dem letzten Saisonspiel der nächste Einschnitt. Die Kölner stehen vor einem tiefgreifenden Neuaufbau. Kein Kaderbaustein wird auf dem anderen gelassen, bis in der durch die WM in den USA etwas verlängerten Sommerpause die neue Spielzeit ansteht. Neben allerlei Gerüchten rund um mögliche Zugänge gibt es jedoch auch Personalien, mit denen in der Domstadt bereits geplant werden kann. Gleich mehrere Leihspieler kehren von ihren Stationen zurück. Unter diesen Kandidaten hat es insbesondere ein Name geschafft, aufzufallen: Dresden-Rückkehrer Julian Pauli.

Dresden und Pauli – das passte zusammen

Nach einer erfolgreichen Saison kehrt Pauli von der Elbe zurück. Mit Dynamo Dresden hat der Innenverteidiger einen bemerkenswerten Kraftakt vollbracht: Der Verein startete nach mageren 13 Punkten und Rang 18 zum Jahreswechsel eine famose Aufholjagd und machte mit dem 2:1-Sieg gegen Holstein Kiel schließlich den Klassenerhalt perfekt. Die Grundlage dafür war eine neu gefundene Defensivstabilität, zu der Pauli in fitten Phasen und als Ankerpunkt in einem in der Rückrunde neu formierten Defensivverbund erheblich beitrug. Kein Team kassierte in der Rückrunde weniger Gegentore. Dazu holte man allein aus den ersten neun Rückrundenspielen 16 Punkte.

Der Plan von Sportdirektor Thomas Kessler scheint voll aufgegangen zu sein. Kessler hatte Pauli im vergangenen Sommer mit einem bis 2028 verlängerten Vertrag ausgestattet und ihn anschließend nach Dresden verliehen. Die Botschaft war klar: „Wir werden ihn auf seinem Weg eng begleiten, in der Überzeugung, dass er gestärkt zurückkommen und perspektivisch eine wichtige Rolle in unserer Bundesliga-Mannschaft einnehmen wird.” Wenn fit, mauserte sich der 20-Jährige in der Tat zur festen Größe in der zentralen Abwehrkette der Dresdner. Lediglich gegen Ende der Hinrunde zwang ihn eine Oberschenkelblessur zu einer unfreiwilligen Pause, weshalb er unter anderem auch beim letzten Auftritt im Rudolf Harbig Stadion fehlte.

Weiterentwicklung in mehrfacher Hinsicht

Dass die Leihe nach Dresden für Pauli sportlich so viel Sinn ergab, lag unter anderem an den Bedingungen, die Cheftrainer Thomas Stamm für einen Spieler wie ihn schuf. Der Dresdner Coach ließ sein Team wahlweise im 4-3-3- oder 4-2-3-1-System agieren, setzte auf mannorientiertes Verteidigen und forderte von seiner Mannschaft konsequentes Pressing über die vollen 90 Minuten. Ein Anforderungsprofil, in das der 1,90 Meter große Pauli mit seiner physisch geprägten Spielweise hineinpasste.

Zusätzliche Pluspunkte sammelte Pauli, indem er sich gemeinsam mit den Dresdnern aus einer handfesten Krise herauskämpfte. In der Hinrunde holte man nur 13 Punkte. Die Arbeit unter Stamm dürfte dem Innenverteidiger nicht nur wertvolle Spielpraxis, sondern auch genau die taktische und athletische Reifung gebracht haben, die ihn für erstklassigen Fußball vorbereitet. Aus Kölner Perspektive hätte die Leihe kaum besser verlaufen können. Ob die Zukunft des in England geborenen Pauli tatsächlich beim FC liegt, werden die kommenden Monate zeigen. Denn zum einen wird der 20-Jährige die Personalentscheidungen Kesslers genau beobachten und für sich bewerten. Zum anderen zeigte sich Dynamos Geschäftsführer Sport, Sören Gonther, zuletzt nicht abgeneigt, das eine oder andere erfolgreiche Leihgeschäft mit dem FC zu wiederholen, ohne dabei allerdings Paulis Namen zu nennen.


Der Poker um Said El Mala beginnt: Ein Spagat zwischen Wettbieten und möglichst früher Entscheidung?

Thomas Kessler lässt die Zukunft des Trainers offen
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Der Poker um Said El Mala beginnt: Ein Spagat zwischen Wettbieten und möglichst früher Entscheidung?

Die Nachricht von der Nicht-Nominierung dürfte am Geißbockheim für Enttäuschung gesorgt haben. Interessenten gibt es für den Spieler dennoch einige, der FC ist bereit, den Spieler abzugeben. Nicht um jeden Preis. Doch ein Transfer hätte Auswirkungen auf den gesamten 1. FC Köln: Ein Wettbieten um Said El Mala birgt Risiken.

Für Said El Mala stellen sich gerade wichtige Zukunftsweichen. Zum einen wurde der Spieler dann doch nicht in den WM-Kader berufen und dann geht es auch um den künftigen Verein.

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Nun also doch nicht. Said El Mala wurde nicht für die WM 2026 nominiert. Am Dienstag hattes es mehrere Medienberichte gegeben, die von der Nominierung erfahren haben wollten. El Mala wäre der erste Kölner A-Nationalspieler seit Jonas Hector, der 2018 bei der WM in Russland mit von der Partie war. Für den FC eine Ehre. Viel wichtiger aber: Eine WM-Nominierung von Julian Nagelsmann wäre dem FC gerade recht kommen. Denn der Poker um den begehrten Spieler dürfte in den kommenden Wochen beginnen. Und eine Berufung hätte noch einmal Einfluss auf dessen Marktwert gehabt.

Rekordinvestition möglich

Dennoch wird über einen Abgang weiter spekuliert werden. El Mala kann den Kölner ordentlich Geld in die Kassen spülen. Da der FC das Heft des Handelns mit dem Vertrag (ohne Ausstiegsklausel) in der Hand hält, könnte sich Thomas Kessler eigentlich zurücklehnen, die WM genießen und schauen, welche Angebote auf seinen Schreibtisch flattern. Eigentlich. Denn da ist noch die andere Seite des Transfers. Auf einen möglichen Abgang muss der FC personell natürlich reagieren. Den Kölnern würde ein immens wichtiger Teil der Offensive, ein Teil der diesjährigen Lebensversicherung wegbrechen. Einen Eins-zu-Eins-Ersatz für El Mala wird es bei den Geißböcken in dieser Form nicht geben können.

Der Raketenstart des Newcomers, der in der vergangenen Saison noch 3. Liga spielte und nun offenbar hauchdünn an einer WM-Nominierung vorbeirauschte, ist beeindruckend und einzigartig. Die Entdeckung, Verpflichtung und vor allem die Vertragsverlängerung zu eben jenen Konditionen sind schon als Masterpiece zu betrachten, das seinesgleichen nicht so einfach finden wird. Und gerade deswegen wird sich Kessler schon lange seine Gedanken machen, wird genauso lange Spieler im Fokus haben. Zumal auch die Zukunft von Jakub Kaminski nicht vollends geklärt ist. Doch eine Richtung in der Kaderplanung steht und fällt mit einem möglichen El-Mala-Transfer. Zwar betont die FC-Geschäftsführung, dass der Verein auch ohne den zu erwartenden Verkauf handlungsfähig sei, doch alleine die Transfereinnahmen von den kolportierten 50 Millionen Euro würden eine ganz andere Basis schaffen. Der FC könnte im Sommer wie nie zuvor investieren.

„Transfererlöse sind ganz wichtig“

Zum Vergleich: Die rund 25 Millionen im Vorjahr waren schon die zweithöchste Investition in einem Transfersommer der Vereinsgeschichte. „Es werden da Dimensionen spekuliert, die wir in der Vergangenheit nicht hatten. Wenn man die Jahre zurückschaut, dann war das Thema Transfererlöse beim 1. FC Köln verglichen mit anderen wirklich unterentwickelt. Wir haben verhältnismäßig wenig Transfererlöse erzielt“, sagte Geschäftsführer Philipp Türoff am Montag. „Jetzt bin ich als Finanzer erst einmal happy, dass es im Kader Spieler gibt, für die es einen Markt gibt.“ Der FC kann also Spieler verkaufen, Erlöse erzielen und die dann wieder in den Sport investieren. „Transfererlöse sind daher ganz wichtig, um handlungsfähig zu sein“, so der Geschäftsführer weiter. Diese Handlungsfähigkeit hat allerdings natürlich auch eine zeitliche Komponente. Gerade in England kommt der Transfermarkt gerne spät ins Rollen, die WM beschleunigt Prozesse sicher auch nicht.

Der Poker um El Mala könnte also erst im Spätsommer noch einmal so richtig Fahrt aufnehmen. Heißt, die potenziellen Transfererlöse eines El-Mala-Verkaufs stünden aber auch erst dann zur Verfügung. Bis dahin werden wohl schon einige Gespräche gelaufen, möglicherweise Transferziele an anderer Stelle untergekommen sein. Und es ist eben auch nicht fix, dass der 19-Jährige den Verein verlassen wird. Zwischen „handlungsfähig“ und einem Erlös von 50 Millionen Euro, der zum Großteil reinvestiert werden kann, liegt eine doch erhebliche Differenz. FC-Präsident Jörn Stobbe erklärte am Montag, dass es nun genau darum gehe, den Handlungsspielraum zu umreißen, was man sich mit und was man sich ohne Verkauf der Leistungsträger leisten könne. !Wir haben das Heft des Handelns in vielen Bereichen in der Hand. Und wir haben Alternativszenarien“, stimmte Vize-Präsident Ulf Sobek zu.

Wie diese angesichts der Spanne aussehen können, ist unklar. Am Ende gehe es nur darum, „eine tolle Truppe zusammenzustellen“, so Stobbe. „Da habe ich volles Vertrauen in Thomas.“ Ein Selbstläufer wird es nicht.


Der Text wurde nach der Nicht-Nominierung von Said El Mala noch einmal angepasst und verändert


Ex-Trainer des 1. FC Köln droht Rauswurf und Berufsverbot, Spieler drohen mit Vertragsauflösung

Tonda Eckert bei einem Spiel des FC Southampton
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Ex-Trainer des 1. FC Köln droht Rauswurf und Berufsverbot, Spieler drohen mit Vertragsauflösung

Für die Spionage bei mehreren Gegnern ist der FC Southampton mit einer empfindlichen Strafe belegt worden. Der englische Club wurde von dem Playoff-Spiel um den Aufstieg ins britische Oberhaus ausgeschlossen. Und es geht auch um eine persönliche Strafe für einen Ex-Trainer des 1. FC Köln: Tonda Eckert droht Sperre.

Während der FC Arsenal den ersten Meistertitel nach 22 Jahren feiert, überschattet ein handfester Skandal den englischen Fußball. Der FC Southampton ist aufgrund Spionage-Vergehen vom englischen Verband mit dem Ausschluss von dem Finale um den Aufstieg in die Premier League ausgeschlossen worden. Dadurch dürften den Südengländern Einnahmen im dreistelligen Millionenbereich durch die Lappen gehen.

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Denn mit dem Aufstieg in die Premier League sind alleine schon TV-Einnahmen von mehr als 100 Millionen Pfund mehr als in der zweiten Liga verbunden. Eine empfindliche Strafe, denn der Aufstieg in das englische Oberhaus ist damit (vorerst) auch vom Tisch. Vor den Halbfinal-Spielen um den Aufstieg gegen den FC Middlesbrough hatte ein Mitarbeiter der Saints Trainingsaufnahmen des Gegners gemacht. Das ist seit 2019 streng verboten. Damals hatte Trainerlegende Marcelo Bielsa als Trainer von Leeds United den kommenden Kontrahenten beobachten lassen. Bei den Olympischen Spielen 2024 gab es einen ähnlichen Skandal. Nun flog die „Spionage“ in England auf. Southamptons Coach Tonda Eckert, ehemaliger Nachwuchstrainer des 1. FC Köln, gab seine Beteiligung an der Entsendung von Analysten bei drei Gegnern mittlerweile bei einer Anhörung zu. Die englische Fußball-Liga schloss den Verein also aus dem Aufstiegsrennen aus. Middlesbrough darf nun im Endspiel gegen Hull ran.

18 Monate Sperre?

Doch Eckert drohen empfindliche Strafen. Sollte Southampton mit einem Einspruch scheitern, ist der Trainer wohl nicht länger zu halten. Und nicht nur das. Eckert und dem technischen Direktor Johannes Spors drohen auch mehrmonatige Berufsverbote. Englische Medien sprechen von bis zu 18 Monaten. Auf den Verein rollt noch ein anderes Ungemach zu. Zahlreiche Spieler drohen damit, ihre Verträge aufgrund eines möglichen Verdienstausfalls auflösen zu wollen. Ob das rechtlich geltend gemacht werden kann, gilt wohl nach englischem Recht als eher unwahrscheinlich. Betroffen ist auch Damion Downs. Der Ex-Kölner ist ab Sommer wieder Spieler der „Saints“. Der HSV hat die Kaufoption nicht gezogen, wollte den Spieler nicht fest verpflichten. Wie englische Medien berichten, hätte der Stürmer beim Aufstieg bis zu fünf Millionen Euro mehr verdient.

Eckert machte seine ersten Profi-Schritte als Video-Analyst bei Fortuna Köln und dann beim FC als Co-Trainer der U17. Es folgten weitere Stationen unter anderem in Salzburg, bei den Bayern und in Genua. Eckert gilt als großes Trainertalent. Seit 2025 ist er Trainer bei den Saints.