Im Winter hatte man sich schon weitestgehend geeinigt. Ein Deal kam aber nicht zu Stande. Nun könnte es den nächsten Anlauf geben für den 1. FC Köln: Deswegen könnte Sebastiaan Bornauw zur Option werden.
Er ist seit Jahren der Wunschspieler des Trainers, wird von seinem Coach immer wieder in höchsten Tönen gelobt. Zum Einsatz kommt er aber nicht. Und das könnte für den 1. FC Köln ein Türöffner werden.
Selbst die englischen Journalisten wirken über die Personalie Sebastiaan Bornauw dieser Tage mindestens irritiert. Der Innenverteidiger steht seit vergangenem Sommer bei den Peacocks unter Vertrag. Und das auf Wunsch von Daniel Farke. Der Coach von Leeds United gilt als großer Fan des Abwehrspielers, wollte ihn im vergangenen Sommer unbedingt zu den Whites holen. Das Interesse ist aber älter. Farke hatte den Innenverteidiger 2021 schon als Trainer von Norwich auf dem Zettel. Der Deal kam nicht zu Stande. Bornauw wechselte in jenem Sommer vom FC zum VfL Wolfsburg. Zu Beginn dieser Saison erhielt der Belgier die Chance, Wolfsburg Richtung Insel zu verlassen – für sechs Millionen Euro. Nach wie vor ist der Trainer von den Fähigkeiten des Abwehrspielers überzeugt, lobt diesen und seine Leistungen regelmäßig, nur finden diese sehr selten in Pflichtspielen auf dem Platz statt. Bornauw kommt bei den Whites nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus.
Leeds sucht weitere Verstärkung
In der Hinrunde 2025 kam Bornauw auf genau zwei Einsätze in der Liga, jeweils für die letzten Minuten. Und so kam es nicht von ungefähr, dass der Innenverteidiger mit seinem Ex-Club anbandelte. Nicht nur das, es soll bereits eine mündliche Einigung mit dem FC gegeben haben. Ein Wechsel kam aber nicht zu Stande, weil sich Stammverteidiger Joe Rodon verletzte und Farke erneut die Stärke in seinem Innenverteidiger entdeckte. Von den fünf Spielen zum Jahresauftakt spielte Bornauw drei von Beginn an, heimste viel Lob seines Trainers ein, sah sich im Aufwind und war dann doch wieder nur zweite Wahl. Seit Anfang Februar hat der 27-Jährige in der Liga nicht mehr gespielt. Und die Whites suchen ganz gezielt nach weiteren Verstärkungen in der Innenverteidigung. Verstärkungen, die aber Stammplatz-Potenzial haben.
Danilho Doekhi soll wie schon im vergangenen Winter ein Thema in Leeds sein. Doch in England werden noch weitere Namen gehandelt. Das Portal „LeedsUnited News“ nennt etwa Ladislav Krejčí als Transferziel. Alle gehandelten Namen hätten gemein, dass sie den Konkurrenzkampf für Bornauw erheblich erhöhen würden. Ein eindeutiges Zeichen, das Farke nicht so wirklich mit dem Abwehrspieler plant – selbst, wenn die Worte für den Ex-Kölner nach wie vor positiv sind. Und das öffnet wohl die Tür für eine mögliche verspätete Rückkehr. Der FC sucht für die kommende Spielzeit noch einen routinierten Innenverteidiger. Kontakt dürfte es zwischen Verein und Spieler weiterhin geben, die Leitung ist sicherlich keine besonders lange. Allerdings hat Bornauw in Leeds noch Vertrag bis 2029. Die Whites werden somit sicher nicht weniger als die investierten sechs Millionen für den Spieler verlangen. Eine Leihe wie im Winter dürfte angesichts potenzieller Konkurrenz zumindest schwieriger sein.
Eine Rückkehr von Bornauw nach Köln wäre sicherlich für alle beteiligten Parteien eine interessante und logische Option. Doch einige Hürden sind dabei noch zu überspringen. Denn auch Leeds wird wieder ein Wörtchen mitsprechen wollen.
Der FC ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das letzte Heimspiel am Sonntagnachmittag gestartet. Der Klassenerhalt ist so gut wie sicher und nur noch Formsache. Doch der FC will zum Abschluss nochmal gewinnen. und personell sieht es gut aus beim 1. FC Köln: Rav van den Berg steigt wieder ins Training ein.
Die Kölner erwarten den 1. FC Heidenheim zum letzten Heimspiel der Saison (17.30 Uhr, DAZN und im Liveticker bei come-on-fc.com). Und personell entspannt sich die Situation weiter.
Es könnte eine kleine Klassenerhalts-Feier werden, wenn die Kölner am Sonntagabend den 1. FC Heidenheim erwarten. Es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, dass für die Kölner dann schon alles klar ist. Denn St. Pauli spielt samstags bei RB Leipzig und der VfL Wolfsburg empfängt den FC Bayern München. Beide Teams müssen gewinnen, um die Geißböcke noch abzufangen. Die wiederum sind am Dienstag in die Vorbereitung auf die Partie gegen das Team von der Ostalb gestartet. Und das mit nahezu voller Kapelle. Denn auch Rav van den Berg trainierte wieder mit der Mannschaft. Der Innenverteidiger hatte die Einheit am vergangenen Freitag frühzeitig abbrechen müssen. Gegenüber come-on-fc.com hatte der Niederländer erklärt, dass es nicht so schlimm sei und er diese Woche wieder ins Training einsteigen werden. Van den Berg sollte recht behalten.
René Wagner und Jakub Kaminski im Training
Keine öffentliche Einheit mehr
Dafür fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian, die in dieser Spielzeit wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Das gilt wohl auch für Ragnar Ache, der nach wie vor unter einer muskulären Verletzung leidet und im Reha-Bereich arbeitete. Mit nahezu der kompletten Mannschaft geht es nun also in Richtung letztes Heimspiel. Am Donnerstag gibt es noch einen weiteren freien Tag. An den anderen drei Tagen (Mittwoch, Freitag und Samstag) wird komplett hinter verschlossenen Türen gearbeitet. Am Sonntag steht dann das letzte Heimspiel an. Und das eben gegen Heidenheim für die es zu diesem Zeitpunkt sogar noch um die letzte Chance auf den Klassenerhalt gehen könnte. Am letzten Spieltag sind die Kölner dann am darauffolgenden Samstag bekanntlich zu Gast beim FC Bayern München. Wie Lukas Kwasniok schon frühzeitig in der Saison prophezeit hat, werden die Kölner dann wohl nichts mehr mit dem Kampf um die Klasse zu tun haben.
Der Klassenerhalt ist so gut wie sicher und die Planungen für die kommende Spielzeit dürften damit noch einmal intensiviert werden. Dabei sollen die Kölner einen Mittelfeldspieler ins Visier genommen. Ist der 1. FC Köln an Kofi Amoako interessiert?
Seit Sonntag wird sich Thomas Kessler intensiver mit dem Kader für die Bundesliga auseinandersetzen. Bislang musste der Geschäftsführer Sport zweigleisig fahren. Nun aber können wohl Gespräche über einen Platz im Erstliga-Kader geführt werden. Und dabei soll ein Talent von Dynamo Dresden in den Kölner Fokus gerückt sein. Das berichtet das Online-Portal transfermarkt.de
Kofi Amoako im Dress der U20-Naitonalmannschaft (Foto: Mateo Villalba Sanchez/Getty Images for DFB)
Möglicherweise müssen die Kölner in den kommenden Wochen auf Abgänge im zentralen Mittelfeld reagieren. Denis Huseinbasic könnte die Geißböcke möglicherweise verlassen. Der siebenmalige bosnische Nationalspieler war noch unter Christian Keller für 50.000 Euro zum FC gewechselt, hatte sich zunächst richtig stark entwickelt. In dieser Saison will es für Huseinbasic nicht mehr so recht laufen, zuletzt spielte er sogar gar keine Rolle mehr. Kein Wunder also, dass über einen Abgang spekuliert wird. Auch hinter Eric Martel steht nach wie vor ein Fragezeichen. Der Sechser hat seinen Vertrag trotz Angebot bislang nicht verlängert. Martel hatte sich im vergangenen Sommer Bedenkzeit über eine Vertragsverlängerung erbeten und das Ende der Hinrunde als Ziel genannt. Die ist bekanntlich schon seit einigen Monaten vorbei. Eine Entscheidung steht noch aus. Doch der FC schaut sich bekanntlich schon nach Alternativen um.
Im Sommer ablösefrei
Nun bringt das Online-Portal transfermarkt.de ein Talent ins Spiel. Demnach sollen die Kölner die Fühler nach Kofi Amoako ausgestreckt haben. Ein Eins-zu-eins-Ersatz wäre der 20-Jährige wahrlich nicht. Denn Amoako fehlt die Erfahrung auf dem großen Parkett. Interessant ist der 20-Jährige aber allemal. Amoako gilt als großes Talent, spielte schon in diversen U-Nationalmannschaften, aktuell in der U20 des DFB, stand aber auch schon im Kader der U21. Unter Vertrag steht der Spieler noch bei Dynamo Dresden. Und bei den Sachsen ist der Sechser genauso Stammspieler wie Julian Pauli, kommt mittlerweile auf 30 Einsätze in der 2. Bundesliga. Amoako würde also genau in das Prinzip passen, junge Spieler zu verpflichten, sie weiterzuentwickeln, um einen sportlichen oder wirtschaftlichen Benefit daraus zu erzielen. Der Marktwert des gebürtigen Niedersachsen wird bereits auf zwei Millionen Euro geschätzt.
Allerdings gibt es auch einen Haken. Denn der FC soll sich dem Vernehmen nach nicht in der Pole Position befinden. Es gibt gleich mehrere Mit-Interessenten. Darunter der Hamburger SV, Union Berlin und auch der 1. FSV Mainz 05. Aus dem Ausland gibt es ebenfalls Interesse. So ist Leeds United ein aussichtsreicher Kandidat im Buhlen um das Zweitliga-Talent.
In Berlin zeigte Jakub Kaminski einmal mehr sein Gesicht der vergangenen Spiele. Ein Fixpunkt und Aktivposten in der Offensive, jedoch glücklos beim Torabschluss. Ein Muster der vergangenen Spiele. Und doch gibt es zurzeit wohl kein Zweifel beim 1. FC Köln: Der eigentliche Königstransfer heißt Jakub Kaminski.
So richtig schlau wurden viele Fans aus der Auswechslung des Polen nicht. Jakub Kaminski ging am Samstag recht früh vom Platz. Klar, ein wenig heftete zuletzt das Pech an seinen Schuhen, doch der Außenspieler war sicher wieder ein Aktivposten. Auf die gesamte Saison betrachtet, ist Jakub Kaminski wohl die erfreulichste Entdeckung der Geißböcke – neben der überstrahlenden Entwicklung von Said El Mala. Das zahlt sich für den FC nun aus.
Jakub Kaminski ist einer der großen Gewinn der Saison
Jan Thielmanns Meinung war schnell gefällt. „Kuba ist Weltklasse.“, lobte Jan Thielmann seinen Mitspieler nach dem furiosen 4:0 im Testspiel gegen Atalanta Bergamo im Sommer. „Mit dem werden wir noch viel Spaß haben“, prognostizierte der 23-Jährige. Und tatsächlich: Jakub Kaminski macht in Köln viel Spaß. Sehr viel. „Kuba“ hat sich zum absoluten Gewinner der Geißböcke gekrönt. Das war in der Form sicherlich nicht abzusehen. Anfang Juli 2025 verkündete der 1. FC Köln den Transfer des Polen. Thomas Kessler fand damals lobende Worte für das Profil des Offensivspielers und sprach von einer Soforthilfe mit Entwicklungspotenzial. Dennoch kam die Verpflichtung für einige Fans überraschend. Schließlich hatte Linton Maina nach einer starken Saison (27 Spiele, 14 Scorer) seinen auslaufenden Vertrag verlängert.
Außerdem wusste der Neuzugang bei seiner vorigen Station in Wolfsburg nicht wirklich zu überzeugen. Im Januar 2022 hatte sich der VfL Wolfsburg die Dienste des damals 19-Jährigen ab Sommer desselben Jahres gesichert und rund zehn Millionen Euro an Lech Posen überwiesen. Nach einer soliden ersten Saison mit vier Toren und drei Vorlagen in 31 Ligaspielen begannen die Probleme des Hoffnungsträgers. In den nächsten beiden Spielzeiten gelangen dem Flügelspieler in 39 Bundesligapartien, gerade einmal fünf Vorlagen und kein einziger Treffer. Dennoch waren die Kölner Verantwortlichen sowie Trainer Lukas Kwasniok überzeugt von seinen Fähigkeiten.
Veränderte Rolle
Zu Beginn der Saison deutete sich schon an, welches Potenzial der polnische Nationalspieler mitbringt. Er kristallisierte sich zu einem großen Gewinner der Vorbereitung heraus. Genau diesen Gedanken dürften auch die größten Kritiker nach dem Saisonstart gehabt haben. Die Leihgabe war direkt zu Beginn der Fixpunkt in der Kölner Offensive und avancierte nach den ersten fünf Spielen mit drei Toren zum besten Torschützen der Geißböcke. Auch in den folgenden Spielen zeigte der Sommerneuzugang gute Leistungen. Beim 4:1-Heimsieg gegen den Hamburger SV wurde Kaminski dann erstmals als rechter Schienenspieler auf den Rasen geschickt. Selbst auf dieser Position steuerte er ein Tor und eine Vorlage bei und wurde somit zum Matchwinner. „Er ist unser bester Spieler.“, schwärmte Kwasniok nach der Partie. „Er kann auf der linken Schiene, er kann links vorne, er kann rechte Schiene, rechts vorne.“, lobte der Trainer die Variabilität seines Spielers.
Zeitgleich wurde der Hype um Youngstar Said El Mala immer größer. Und es stellte sich zunehmend die Frage, wie man die beiden individuell wohl besten Spieler, die sich beide auf dem linken Flügel zu Hause fühlen, gleichzeitig auf den Platz bekommen könnte. Die Variabilität des Allrounders wurde somit sein Fluch und Segen zugleich. Er startete folglich immer häufiger als Schienenspieler, da die Alternativen Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes verletzt ausfielen. Dadurch konnte man zwar beide Spieler unterbringen und die Problemposition besetzen, das jedoch sehr zum Leidwesen der Offensivqualitäten des 23-Jährigen. In den nächsten Wochen und Monaten blieben sowohl Siege als auch Scorer von Kaminski meist aus. Anfang März durfte der Ex-Wolfsburger nach längerer Zeit wieder offensiv starten. Dabei gelang ihm direkt ein Treffer gegen den BVB, doch das Spiel ging mit 1:2 verloren.
Neuer Trainer, gleiches Vertrauen
Auch der neue Cheftrainer René Wagner zählt wie sein Vorgänger auf den unermüdlichen Polen. Wieder in der Offensive angekommen, zeigte Kaminski seine Qualitäten mit Ball und tat dem zeitweise gehemmten Offensivspiel des FC sichtlich gut. Er kreierte viele Chancen sowohl für sich selbst als auch für seine Mitspieler. Die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor aus den ersten fünf Spielen scheint dem 29-maligen Nationalspieler jedoch ein Stückchen abhanden gekommen zu sein. Sowohl gegen Bayer Leverkusen als auch bei Union Berlin ließ er gleich mehrere Chancen liegen und konnte seine engagierten Leistungen nicht krönen, womit der endgültige Klassenerhalt erst einmal vertagt wurde.
Nichtsdestotrotz ist die Leihgabe kaum noch aus der Kölner Mannschaft wegzudenken. Er stand in allen 32 Bundesligaspielen in der Startelf und absolvierte 29 davon über die volle Distanz. Mittlerweile kommt Kaminski auf sieben Tore und fünf Vorlagen und zählt zusätzlich zu den laufstärksten Spielern der Liga. Kaminski belegt in den Statistiken „Sprints“, „intensive Läufe“ und „Gesamtdistanz“ die Plätze zwei, drei und vier. Kein Wunder, dass er seinen Marktwert laut transfermarkt.de von fünf auf zwölf Millionen Euro steigerte. Wenig überraschend verkündete Thomas Kessler vor wenigen Wochen dann, dass man die Kaufoption in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro ziehen werde.
Verbleib oder Geldregen?
Das Aktivieren dieser Option heißt jedoch nicht zwingend, dass der Top-Transfer seinen Vertrag beim 1. FC Köln komplett erfüllen wird. Denn Kaminski macht keinen Hehl daraus, dass er eines Tages in der Premier League spielen will. Spätestens dann wollen Thomas Kessler und Co. ebenfalls kassieren – und das deutlich über Einkaufswert. Offenbar befindet sich im ausgehandelten Vertrag des Polen eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 20 Millionen Euro. Sollte Kaminski den FC also verlassen, würden die Domstädter zumindest ordentlich abkassieren. Aktuell ist das jedoch kein Thema. Der Dauerbrenner betonte in mehreren Interviews, wie wohl er sich in der Stadt Köln und beim FC fühle. So könnten Jan Thielmanns Worte weiter Bestand haben.
Wenig Einsatzzeit, kaum Spielroutine und Vereinswechsel: Die Skepsis gegenüber den zwei Neuzugängen der Geißböcke war zu Beginn groß. Doch die Abwehrspieler haben sich festgespielt beim 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar sind unumstritten.
Sicherlich ist die Verletzungsmisere, die die Geißböcke besonders hart um den Jahreswechsel herum plagte, mit ein Grund für die Chance, die sowohl der junge Jahmai Simpson-Pusey als auch Cenk Özkacar bekamen. Genutzt haben die beiden Verteidiger diese aber und sind aktuell aus der Startelf beim 1. FC Köln nicht mehr wegzudenken.
Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar vom 1. FC Köln
Die ersten Minuten der Begegnung gegen Union Berlin am vergangenen Samstag waren für Jahmai Simpson-Pusey alles andere als ein einfacher Einstieg in die Partie. Gleich zwei Mal geriet der Kölner Innenverteidiger zu Beginn der Begegnung mit Gegenspieler Ilyas Ansah aneinander, dessen volle Körperhärte der 20-Jährige brutal zu spüren bekam. Doch der Engländer ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, spielte beeindruckend souverän weiter und verteilte innerhalb der ersten zehn Minuten ganze 20 Pässe an die Mitspieler – alle kamen an. Die Routine des jungen Akteurs überzeugte abermals beim 1. FC Köln. Und so bestätigte der von Manchester City ausgeliehene Defensivspieler den seit seinem Wechsel zu den Geißböcken entstandenen starken Eindruck.
Vom kritisch beäugten Transfer zum Startelf-Dauerbrenner
Kein Wunder also, dass es Simpson-Pusey sowohl unter Ex-Trainer Lukas Kwasniok als auch unter René Wagner seit Winter neun Mal in die Startelf schaffte, davon sieben Mal durchspielte. Einzig wegen einer Muskelverletzung (vier verpasste Duelle), der beiden Rot-gesperrten Spiele und der Geburt seines Kindes verpasste der 20-Jährige Partien, stand sonst immer auf dem Platz. Der zunächst kritisch beäugte Wintertransfer hat sich als einer der Kölner Stammspieler etabliert.
Der Erfolg mag auch an der Arbeitseinstellung des Engländers liegen. Im Interview mit come-on-fc.com verriet Simpson-Pusey kurz nach dem Trainerwechsel, er werde jede Entscheidung des neuen Coaches akzeptieren. „Wenn ich nicht berücksichtigt werde, werde ich mich nicht hinsetzen und aufgeben. Dann werde ich noch härter an mir arbeiten, um Teil des Teams zu sein“, so der Innenverteidiger. Doch auch Wagner setzt auf die Eigenschaften des Defensivmannes und ließ ihn die vergangenen vier Duelle jeweils 90 Minuten auf dem Platz.
Chance bekommen, nutzen und Level beibehalten
Doch nicht nur Simpson-Puseys Transfer sorgte zu Beginn ob seiner fehlenden Einsatzzeit bei Celtic Glasgow und seines jungen Alters für Skepsis beim ein oder anderen Anhänger der Geißböcke. Auch der Wechsel von Özkacar an den Rhein warf zunächst Fragen auf. Denn der Abwehrspieler eilte in der Vergangenheit von Leihe zu Leihe, ohne wirklich viel zu spielen. So auch zunächst in Köln. Auf gerade einmal vier Startelf-Einsätze kam der Türke vor der Winterpause.
Doch die Situation hat sich grundlegend geändert. Der Abwehrmann profitierte – als einziger Innenverteidiger, der verschont geblieben ist – von den vielen Verletzungen seiner Mitspieler, wurde immer wieder in die Anfangsformation berufen und hat sich dementsprechend zum absoluten Stammspieler entwickelt. „Ich bin jemand, der immer 100 Prozent gibt. Ich glaube, wenn man immer alles gibt, dann wird deine Chance kommen“, sagte Özkacar noch Anfang März. Aktuell ist der 25-Jährige unumstrittener Startelf-Kandidat. Das Schwierige sei es nun aber, „dieses Level auch beizubehalten“, so der 25-Jährige.
Die Konkurrenz hinter sich gelassen
Gegen Union Berlin lieferte der Abwehrspieler erneut einen sehr routinierten Auftritt. Özkacar überzeugte im Spielaufbau und gewann starke 75 Prozent seiner Zweikämpfe. Die gute Form hält der Defensivspieler nun bereits seit Längerem. Denn seit dem 20. Spieltag stand der Türke lediglich in zwei von 13 Duellen nicht über die volle Spieldauer auf dem Platz, elf Begegnungen absolvierte der 25-Jährige seit Ende Januar über die vollen 90 Minuten.ie Chance hat Özkacar also genutzt und gemeinsam mit Simpson-Pusey die Kritiker Lügen gestraft. Der nach langer Verletzungspause wieder einsatzfähige Schmied und auch der hochgelobte Kölner Königstransfer van den Berg müssen sich aktuell hinten anstellen und haben Schwierigkeiten, an die beiden Mannschaftskollegen ranzukommen. Und das, obwohl gerade der Niederländer im Sommer als Königstransfer kam. Ein Spieler, für den die Kölner rekordverdächtige acht Millionen Euro auf den Tisch blätterten. Noch nie war haben die Geißböcke einen teureren Abwehrspieler unter Vertrag genommen.
Wie es zukünftig mit den zwei Defensivspielern weitergeht beim 1. FC Köln, werden die kommenden Wochen zeigen. Vor allem Özkacar wird wohl sicher fest verpflichtet. Auch den Engländer würden die Kölner gerne halten. Die Sky Blues haben die Hand auf dem Deal. Dass Simpson-Pusey und Özkacar in den verbleibenden zwei Begegnungen der Saison auflaufen werden, ist wohl nun auch unter den Fans unbestritten. Und auch dann werden sich die Verteidiger wieder der vollen Härte der Gegner entgegenstellen.
Bereits im vergangenen Sommer hat FC-Geschäftsführer Sport Thomas Kessler den Geißböcken ein neues Gesicht verliehen. Auch für die kommende Saison wird sich wohl einiges verändern beim 1. FC Köln: Wer geht, wer bleibt und wo muss nachgebessert werden?
Seit vergangenem Wochenende ist die Ausgangslage mit dem so gut wie sicheren Klassenerhalt eine andere am Geißbockheim. Thomas Kessler kann nun mit einer neuen Verhandlungsposition in die Kaderplanung starten. Und es gibt einiges zu tun.
Thomas Kessler und Tim Steidten bei einem Spiel des 1. FC Köln
Am Montag nach dem 2:2-Unentschieden bei Union Berlin herrschte am Geißbockheim eher wenig Betriebsamkeit. Trainer René Wagner hatte seinem Team freigegeben, erst am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Eine festliche Stimmung ob des erreichten Saisonziels wird aber auch dann nicht zu erwarten sein. Wagner hatte schon in der vergangenen Woche angekündigt, dass es nach dem Duell gegen die Eisernen zwei weitere Aufgaben gäbe, auf die man sich konzentrieren werde. Zudem sollte man im Profi-Sport erst dann jubeln, wenn der letzte Meter gegangen ist. Soll heißen: Zumindest offiziell erfolgt das große Aufatmen am Geißbockheim wohl erst, wenn auch in der Theorie die Klasse gehalten ist. Und dazu fehlt aktuell ein Punkt.
Weiterer Umbruch steht an
Intern wird man sich hinter verschlossenen Türen aber ebenfalls schon sehr sicher sein. Der Vergleich der Tordifferenzen, gepaart mit dem Restprogramm gerade der direkten Konkurrenz, lässt wohl kaum noch Rechenbeispiele zu, wie der FC doch noch in die Abstiegszone rutschen könnte. Und so werden die Kaderplanungen nun intensiviert. Die ersten Fragezeichen sind bereits angegangen worden, viele Positionen stehen ohnehin schon für die kommende Spielzeit fest, doch es gibt noch einige Baustellen, die Thomas Kessler und Co. wohl dringend angehen werden. Fakt ist, dass der Umbruch, den der Geschäftsführer in der vergangenen Spielzeit angestoßen hat, noch nicht abgeschlossen ist. Rund 25 Millionen Euro hatte Kessler damals investiert, nun folgen sicher weitere Millionen, die mit diversen Kaufoptionen zusammenhängen. Welche Baustellen dann noch geschlossen werden können, hängt unter anderem mit dem wohl angepeilten Verkauf von Said El Mala zusammen.
Sollten die Kölner den Offensivspieler tatsächlich für die erhoffte Ablöse von rund 50 Millionen Euro abgeben, könnten die Kölner wohl die angestrebten Kaufoptionen ziehen und hätten noch Geld in der Portokasse für weitere Transfers. Die werden je nach Position auch nötig sein. Denn rundum zufrieden ist man mit dem Kader noch nicht.
Keine Probleme gibt es aktuell auf der Keeper-Position. Mit Marvin Schwäbe haben die Geißböcke einen gestandenen Bundesliga-Keeper zwischen den Pfosten. Der Routinier strahlt viel Ruhe aus und überzeugt immer wieder mit starken Reflexen. Schwäbe ist in der jüngeren Vergangenheit zu einem wichtigen Aufbauspieler bei den Geißböcken geworden. Allerdings offenbart der Routinier ab und an Schwierigkeiten bei der Strafraumbeherrschung. Mit Ron-Robert Zieler gibt es zudem einen Weltmeister als Nummer zwei, der als starker Ersatz umgehend zur Verfügung stünde. Ob die Kölner einen weiteren Keeper in den Kader berufen, hängt wohl auch mit dem Trainer zusammen. Unter Steffen Baumgart füllte Matthias Köbbing etwa als Trainingskeeper ein Quartett auf, unter Lukas Kwasniok war „Köbbes“ die Nummer drei. Gut möglich, dass der FC im Fall der Fälle dann aber auf einen starken Keeper aus dem Nachwuchs, Spieler wie Mikolaj Marutzki zurückgreift. Große Not besteht nicht.
Veränderungen in der Innenverteidung
Veränderungen wird es ganz sicher in der Innenverteidigung geben. Die Abgänge von Dominique Heintz und Luca Kilian stehen fest. Timo Hübers wird wohl schon bald die Tinte unter einen neuen Kontrakt setzen. Allerdings ist nicht klar, wann der Ex-Kapitän wieder ins Spielgeschehen eingreifen wird. Auch deswegen schauen sich die FC-Bosse nach einem weiteren Routinier um. Die Kaufoption soll bei Cenk Özkacar gezogen werden. Der Innenverteidiger hat zuletzt mit konstant guten Leistungen überzeugt, die feste Ablöse soll bei rund zwei Millionen Euro liegen. Nicht ganz so einfach wie kolportiert scheint die Situation bei Jahmai Simpson-Pusey sein. Auch den zweiten Stamm-Innenverteidiger würde der FC zu gerne halten. Kein Wunder, der 20-Jährige hat seit seinem ersten Einsatz bei den Geißböcken überzeugt und anfängliche Skepsis früh zerstreut. Dem Vernehmen nach soll die feste Ablöse bei sieben bis acht Millionen Euro liegen.
Viel Geld, aber ein Invest, das sich ganz sicher lohnen würde. Schließlich dürfte der Marktwert bei einer entsprechenden Leistungsentwicklung weiter steigen. Das Problem: Manchester City hat die Hand auf dem Deal, verfügt über eine Kaufoption. Pep Guardiola gilt als großer Fan des Youngsters und wird die positive Entwicklung genau beobachtet haben. Auch Simpson-Pusey selbst sieht sich mittelfristig wieder in der Premier League, möchte aber auch auf Einsatzzeit kommen und fühlt sich in Köln wohl, wie er im Interview mit come-on-fc.com verriet. Ein Verbleib ist nicht ausgeschlossen, heißt es aus England. Möglicherweise mit einer Rückkaufoption, die erst im kommenden Sommer greift, wie etwa bei Felipe Chávez. Auch Rav van den Berg sieht den Schritt nach Köln als Zwischenstation auf seinem Weg in die Premier League an. Allerdings wusste sich der Niederländer bislang nicht so recht durchzusetzen.
Joel Schmied hat noch Vertrag bis 2029 und will im Sommer wieder richtig angreifen. Der Innenverteidiger hatte sich in der Hinserie zum Stammspieler gemausert, war dann aber immer wieder aufgrund von Verletzungen ausgefallen und hat erst am vergangenen Wochenende sein Comeback gegeben. Komplettiert wird die Innenverteidiger-Riege von Julian Pauli und Elias Bakatukanda, die aus ihren Leihen vorerst zurückkehren. Wie es dann weitergeht, wird sich im Sommer entscheiden. Gerade bei Pauli ist die Chance, in Köln zu bleiben, durchaus gegeben.
Nachbesserungen auf der Schiene und auf der Sechs
Auf den Schienen haben die Kölner ebenfalls Handlungsbedarf. Kristoffer Lund wäre zwar für den FC relativ günstig zu haben. Doch der Wahl-US-Amerikaner weist doch noch einige Defizite auf. Den starken Eindruck zu Saisonbeginn konnte Lund nicht konstant bestätigen. Tatsächlich blieben die Wackler mitunter nicht immer ohne Folgen. Auf der linken Seite dürfte also sicherlich noch etwas passieren, möglicherweise auch auf der rechten. Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes sind bis 2028 fest an den FC gebunden, doch gerade letzterer wusste auch nicht immer zu überzeugen. Allerdings ist der Belgier ein auffällig guter Fußballer, der möglicherweise „nur“ seine Konstanz finden muss. Im zentralen Mittelfeld wird der FC Tom Krauß nun fest unter Vertrag nehmen. Denn mit dem Klassenerhalt greift die Kaufpflicht. Isak Johannesson soll sich beim FC weiterentwickeln. Denn trotz der durchwachsenen Spielzeit hält man in Köln große Stücke auf den Isländer.
Die beiden weiteren defensiven Mittelfeldspieler sind dagegen fraglich. Eric Martel hat seinen Kontrakt nach wie vor nicht verlängert. Das lukrative Angebot des vergangenen Sommers hat keine Gültigkeit mehr. Der FC ist auch weiterhin gewillt, Martel zu halten, doch nicht mehr um jeden Preis. Es wird sich schon nach Alternativen umgeschaut. Bei Denis Huseinbasic könnten die Zeichen auf Abschied stehen. Der 24-Jährige spielte zuletzt keine Rolle mehr, wäre am Samstag ohne die Verletzung von Rav van den Berg und die Sperre von Isak Johannesson möglicherweise zum dritten Mal in Serie nicht für den Kader nominiert worden. Schon in der vergangenen Saison gab es Interessenten, unter anderem aus Braga. Der Vertrag läuft noch bis 2027. Will Köln einen Gewinn einfahren, müsste der Spieler aktuell verkauft werden und wäre ein Vielfaches der einst investierten 50.000 Euro wert.
Wie geht es weiter mit Felipe Chávez?
In der offensiveren Kette wird es mindestens einen Abgang sicher geben. Florian Kainz hat bereits angekündigt, dass er seine Karriere beenden wird. Keine Entscheidung scheint bislang über die Zukunft von Felipe Chávez getroffen worden zu sein. Das Talent des FC Bayern München könnte per Kaufoption fest verpflichtet werden. Allerdings hat der junge Peruaner noch keinen großen Eindruck hinterlassen können, die Einsatzzeiten sind bislang überschaubar. Ein guter Fußballer ist Chávez zweifelsohne, aber ob er das Zeug hat, sich nächstes Jahr festzuspielen, darf hinterfragt werden. Die Bayern haben für die Jahre 27 und 28 eine Rückkaufoption im Vertrag verankert. Trotz der anteigenden Form ist auch die Zukunft von Luca Waldschmidt beim FC nicht sicher. Der ehemalige Nationalspieler hat sich oft über die mangelnde Einsatzzeit geärgert – auch öffentlich. Zudem fehlt dem gebürtigen Siegener die Konstanz. Ein Abschied ist möglich.
Wahrscheinlich ist dieser bei Said El Mala. Schon alleine, weil die Kölner Geld brauchen, um den Kader weiter umzukrempeln, die Kaufoptionen zu ziehen. Und der Verkauf könnte sehr lukrativ werden. Doch die Kölner werden Ersatz und dafür dann auch das nötige Kleingeld brauchen. Jakub Kaminski bleibt den Kölnern erhalten. Die Kaufoption wird gezogen, eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro wird wohl vereinbart. Der Pole ist sicher der große Gewinner dieser Saison – auch für den FC. Dagegen hatten Linton Maina und Jan Thielmann in dieser Spielzeit auf den Außen doch oft ihre Schwierigkeiten. Beide werden wohl in Köln bleiben, doch möglicherweise auch in der kommenden Spielzeit nicht immer erste Wahl sein. Das gilt auch für Marius Bülter. Der Routinier lief lange seiner Form hinterher, erzielte am Samstag immerhin ein Traumtor. Das kann aber nicht über die Leistung der Saison hinwegtäuschen.
Viele Leihspieler kehren nicht zurück
Ragnar Ache ist als einziger Stoßstürmer auch in der kommenden Saison gesetzt. Allerdings werden die Kölner ganz sicher auf der Position des Zielstürmers nachbessern. Das wollten sie bereits im vergangenen Sommer, doch es bleib bei Ache als einziger klassischer Mittelstürmer. Große Hoffnungen ruhen auf Youssoupha Niang und Fynn Schenten. Aber auch in der kommenden Saison? Mindestens genauso wahrscheinlich wären Leihkonstrukte, bei denen die beiden Youngster Spielpraxis sammeln, auf Einsatzzeit kommen. Davon gibt es aktuell auch einige. Doch die meisten werden wohl keine Zukunft mehr in Köln haben. Eine Rückkehr von Imad Rondic ist nahezu ausgeschlossen, die von Jusuf Gazibegovic und Rasmus Carstensen sehr unwahrscheinlich. Jaka Potocnik soll ein weiteres Jahr verliehen werden, müsste dafür aber seinen Kontrakt noch einmal verbessern. Für Mansour Ouro-Togba soll der VfB Stuttgart eine Kaufoption haben.
Mit einem Tor und einer Vorarbeit hielt Imad Rondic am Wochenende das letzte Fünkchen Hoffnung für die Preußen im Abstiegskampf offen. An seiner Situation bei den Geißböcken wird das nicht viel ändern: Imad Rondic hat wohl keine Zukunft beim 1. FC Köln.
Mit seinem zweiten Tor und seiner zweiten Vorarbeit für die Preußen verhalf Imad Rondic Münster zu einem Punkt gegen den Aufstiegskandidaten aus Hannover. Wirklich große Hoffnungen auf den Klassenerhalt haben die Adlerträger nicht mehr. Und auch die Zukunft von Imad Rondic ist offen.
Imad Rondic trifft gegen Hannover (Foto: Selim Sudheimer/Getty Images
Es war ein Lebenszeichen, der große Befreiungsschlag blieb aber aus. Der SC Preußen Münster trotzte Hannover 96 ein Remis ab, stellte dem Aufstiegskandidaten ein Bein. Der strauchelte auch, fiel aber nicht. Die Adlerträger erreichten bei den Niedersachsen ein 3:3-Unentschieden. Doch zwei Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Rückstand des Tabellenschlusslichtes zum rettenden Ufer, aber auch zum Relegationsplatz fünf Zähler. Und da die Mitkonkurrenten Fortuna Düsseldorf und Greuther Fürth noch gegeneinander spielen (ein Team wird also mindestens punkten) und Münster noch gegen zwei Teams aus dem oberen Tabellendrittel antritt, ist der Gang in Liga drei wohl sehr wahrscheinlich. Unwahrscheinlich ist dagegen, dass Imad Rondic diesen Gang mit antreten würde. Der Mittelstürmer hat höhere Ambitionen. Allerdings blieb er in seiner Zeit beim FC die hohen Erwartungen schuldig.
Zwei Scorer für Rondic
Bekanntlich lief der Leihversuch nach Raków Czestochowa alles andere als rund, wurde im Winter abgebrochen. Und auch bei der zweiten Station nun in Münster ist dem Bosnier der große Durchbruch verwehrt geblieben. Gegen Hannover zeigte der Stürmer dann aber eine starke Leistung. Nach einem Eckball brachte Rondic den SC in Führung, zudem bereitete der Stürmer das 2:0 durch Shin Yamada sehenswert vor. Mit einem Doppelschlag in der Nachspielzeit der ersten Hälfte brachte Mustapha Bundu die 96er zurück ins Spiel. Die Führung der Niedersachsen durch Stefan Pordason glich Preußens Jorrit Hendrix in der Nachspielzeit erneut aus. Für Rondic waren es die ersten zwei Scorerpunkte in einem Spiel in Deutschland überhaupt. Der Stürmer verdoppelte damit sein Scorerkonto auf vier Punkte (Zwei Tore, zwei Vorlagen) und schaffte es erstmals in die Kicker-Elf des Tages. Das wird aber wohl kaum etwas an seiner Situation bei den Geißböcken ändern.
Lukas Kwasniok hatte den Angreifer im Sommer bekanntlich aussortiert. Zwar werden sich die FC-Bosse mit einem weiteren Zielstürmer beschäftigen, doch die bisherigen Leistungen des 27-Jährigen sprechen nicht dafür, dass es sich dabei um Rondic handeln könnte. Im Gegenteil, beim FC wird man an einer anderen Lösung interessiert sein. Im Idealfall heißt die wohl Verkauf im Sommer. Wie groß der Markt für den Angreifer ist, wird sich zeigen. Möglicherweise wird es eine weitere Leihe geben. Rondic war beim FC erstaunlicherweise mit einem Vertrag bis zum Sommer 2029 ausgestattet worden. Es droht ein ähnliches Szenario wie mit Sargis Adamyan. Der Armenier spielt aktuell bei der U21 der Kölner und dürfte dort einer der Topverdiener der Liga sein. Adamyan war 2022 als Königstransfer nach Köln geholt worden, blieb aber ebenfalls meist weit hinter den Erwartungen zurück.
Jaka Potocnik mit Ehrentreffer
In den verbleibenden Spielen für Münster wird es sicherlich auch darum gehen, sich auf den Zettel anderer Clubs zu bringen. Auch Jaka Potocnik war unterdessen am Wochenende erfolgreich – zumindest persönlich. Der Stürmer erzielte beim 1:6 gegen den VfB Stuttgart II den letzten Treffer der Begegnung. Mansour Ouro-Tagba kam in der Begegnung genauso wenig zum Einsatz wie Julian Pauli bei Dynamo Dresden, Rasmus Carstensen für Aarhus und Elias Bakatukanda bei BW Linz. Jusuf Gazibegovic spielte mit Sturm Graz das Topspiel gegen RB Salzburg. Der Rechtsverteidiger hat sich als Stammspieler festgespielt.
Das Duell gegen Union Berlin wird Eric Martel schon alleine aufgrund des Ergebnisses nicht in bester Erinnerung bleiben. Zudem fing sich der Mittelfeldspieler ab auch die zehnte Gelbe Karte in dieser Saison. Wird Eric Martel noch einmal für den 1. FC Köln in Köln auflaufen?
Durch das Foulspiel an Andras Schäfer sah Eric Martel die zehnte Gelbe Karte. Damit kann es durchaus sein, dass die FC-Fans den Sechser nicht mehr als Spieler des 1. FC Köln im eigenen Stadion sehen werden.
Wie lange spielt Eric Martel noch für den 1. FC Köln?
Möglicherweise wird Eric Martel für einen kurzen Moment die Luft angehalten haben, als dem Sechser im Duell gegen Union Berlin der Ball einmal mehr an den angelegten Arm sprang. Natürlich wäre ein Elfmeter in dieser Situation eine absolute Fehlentscheidung gewesen. Allerdings war der Strafstoß gegen Leverkusen ebenfalls mindestens fragwürdig. Doch Daniel Schlager griff nicht zur Pfeife, ließ die Situation zu recht laufen. Genauso richtig war eine weiter Entscheidung, die Martel dann aber so gar nicht geschmeckt haben dürfte. Der Kölner Mittelfeldspieler kam einen Schritt zu spät gegen Andras Schäfer und stempelte den Eisernen, der unter Schmerzen zu Boden ging. Schlager blieb gar nicht viel Wahl, dem ehemaligen Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft die Gelbe Karte zu zeigen. Und die hat Folgen. Denn Martel sah bereits die zehnte Gelbe Karte in dieser Saison.
Wie geht es weiter mit Martel?
Für den 24-Jährigen besonders ärgerlich: Martel wird damit im kommenden Duell erneut fehlen. Bereits gegen Bayern München (5. Gelbe Karte) und Eintracht Frankfurt (Gelb-Rote Karte) musste der Straubinger zuschauen. Doch die kommende Begegnung könnte besonders schmerzhaft sein. Denn Martel fehlt im letzten Heimspiel der Saison. Und da die Situation über seine Zukunft alles andere als geklärt ist, könnte es sein, dass der Sechser nicht nochmal im Trikot der Geißböcke im Kölner Stadion auflaufen wird. Seit vier Jahren spielt Martel jetzt für den FC, kam von RB Leipzig für rund eine Millionen Euro an den Rhein und absolvierte bislang 133 Pflichtspiele für die Geißböcke. Ob ein weiteres Heimspiel dazu kommt oder das Auswärtsspiel gegen die Bayern am letzten Spieltag dann auch das letzte für die Kölner ist, wird sich wohl in den kommenden Wochen dann auch zeigen. Einen Grund, die Kölner weiter hinzuhalten, hat Martel nach dem Klassenerhalt nicht mehr.
Stand jetzt läuft der Kontrakt Ende Juni aus. Martel hatte wie von come-on-fc.com bereits berichtet, im vergangenen Sommer ein Angebot der Geißböcke vorliegen, allerdings ist man in Köln wohl nicht mehr bereit, sich für den 24-Jährigen massiv zu strecken. Das aktuelle Angebot würde wohl deutlich niedriger ausfallen. Dennoch soll Martel eigentlich gehalten werden, nur schauen sich die FC-Bosse parallel nach Alternativen um. Die ganz großen Angebote sollen Martel noch nicht vorliegen. Der VfL Wolfsburg wurde zuletzt als Interessent kolportiert, nur droht den Wölfen nach wie vor der Abschied. Sollte Martel den FC tatsächlich verlassen, würde der Sechser ablösefrei gehen. Und das letzte Heimspiel wäre dann die bittere Niederlage gegen Bayer Leverkusen gewesen. Die Niederlage, die gerade Martel mit seinem vermeintlichen Handspiel nicht in bester Erinnerung halten wird.
Er gilt als eins der ganz großen Talente im Kölner Nachwuchs, erzielte in dieser Spielzeit bereits 15 Tore für die U19. Allerdings läuft der Vertrag im Sommer aus. Neben dem FC soll es weitere Interessenten an dem Offensivspieler des 1. FC Köln geben: Wie geht es weiter mit Jason Ponente Ramirez?
Am Wochenende war er Teil der Bayern-Bezwinger, im vergangenen Jahr holte er mit der U19 die Deutsche Meisterschaft. Kein Wunder also, dass es Interessenten für Jason Ponente Ramirez gibt…
Jason Ponente-Ramirez nach dem Gewinn der Meisterschaft
Am Wochenende ließ er mal wieder sein Können aufblitzen. Einen Konter über Benjamin Ley vollstreckte Jason Ponente Ramirez zum zwischenzeitlichen 2:0 der Kölner U19. Und das gegen den FC Bayern München. Die Young Goats setzten sich am Ende verdient 4:0 durch und stehen nun im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. „Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn auch im Jugendbereich bist du gegen den FC Bayern nie Favorit“, sagte Trainer Stefan Ruthenbeck bei fc.de. „Wir haben heute gerade in der ersten Hälfte ein herausragendes Spiel gemacht, hatten eine Dominanz am Ball und haben haushochverdient gewonnen.“ In den kommenden Runden vertraut der Kölner Coach dann wieder auf die Torgefahr von Ponente Ramirez. Wettbewerbsübergreifend erzielte der 19-Jährige in dieser Spielzeit bereits 15 Tore, bereitete acht weitere vor und ist mit dieser Bilanz natürlich unumstrittener Stammspieler.
Andere Clubs an Ponente Ramirez interessiert
Und: Der Offensivspieler weckt Interesse. Beim FC weiß man natürlich um die Qualitäten des Rechtsaußen. Allerdings läuft der Kontrakt des Talents im kommenden Sommer aus. Die Verhandlungen laufen bereits, denn die Kölner wollen den Spieler unbedingt halten. Wie der „Express „berichtet, sollen sich bereits andere Teams in Stellung bringen, locken demnach sogar mit Profi-Aussichten. Das ist allerdings auch nicht außergewöhnlich für einen Youngster, der eben jene Qualität mitbringt, jene Bilanz aufweisen kann und dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Beim FC ist man bemüht, Ponente Ramirez ein attraktives Zukunftspaket zu schnüren und einen aussichtsreichen Weg aufzuzeigen. Und die Kölner sollen nach Informationen von come-on-fc.com keine schlechten Karten haben. Und dennoch hoffen auch andere Clubs auf den Zuschlag.
Die FC-Bosse sind derweil bemüht, die großen Talente langfristig an den FC zu binden. Erst kürzlich unterschrieb Benjamin Ley einen weiteren Vertrag bei den Geißböcken. Im Januar hatte Fynn Schenten seinen Kontrakt langfristig verlängert. Zuletzt gab es allerdings auch Gerüchte, dass mit Thierry Karadeniz ein vielversprechendes Talent sich mit Trabszonspor einig geworden sei. Eine Bestätigung der Meldung lässt noch auf sich warten. Beim FC wusste man Ende April davon nichts, allerdings läuft der Kontrakt des Angreifers auch aus und dann ist ein Spieler nicht verpflichtet, seinen aktuellen Club von Gesprächen zu unterrichten.
Der U21 ist ein Entwicklungsschritt geglückt. Das Team drehte nicht nur den Rückstand zuhause gegen den SV Rödinghausen in einen späten 2:1-Erfolg, sondern überstand danach auch die Nachspielzeit diesmal ohne Nackenschlag. Die Stimmen zum Spiel der U21 des 1. FC Köln gegen Rödinghausen.
Die Schlussphase des Duells gegen den SV Rödinghausen bot auch für Trainer Evangelos Sbonias ein Novum.
Marvin Ajani avanciert auf der Zielgeraden der Saison zum Torjäger. Der 32-Jährige, der nach der Auswechslung von Mikail Özkan in den Schlussminuten sogar die Kapitänsbinde übernahm, drehte die Partie mit seinem Doppelpack. Nach dem Treffer in Velbert gelangen Ajani damit in den vergangenen beiden Spielen insgesamt drei Tore. Dabei begann der Deutsch-Nigerianer diesmal als Außenverteidiger, half der Mannschaft am Ende aber auch offensiv mit seiner Erfahrung. Und danach half der Akteur mit, dass die Nachspielzeit diesmal, anders als so oft in den vergangenen Wochen, ohne Rückschlag ablief.
“Am Ende war es ein Sonntagsschuss“
„Wir haben uns schon in der Halbzeit gesagt, dass sie wahrscheinlich in der zweiten Hälfte ein bisschen die Kraft verlieren werden. Am Ende haben sie sich ja schon eher aufs Defensive konzentriert, da haben wir versucht, jede Möglichkeit zu nutzen“, berichtete der Kölner Matchwinner hinterher auf Nachfrage von come-on-fc.com, „am Ende war es ein Sonntagsschuss und der indirekte Freistoß ist ja auch nicht mal eben so drin. Die Lücke muss man ja auch erst mal finden. Am Ende ist es auch Glück, kann ja auch genauso schnell geblockt werden.“
Die Entstehung des Siegtreffer war in der Tat kurios, entsprang sie doch einer unerlaubten Doppelberührung des Balls durch den Gäste-Torwart, der beim Abstoß ausrutschte und dem dadurch das Missgeschick passierte. Das wiederum war auch ein Novum für den Kölner Trainer Evangelos Sbonias: „Ich glaube, ich habe so etwas noch nie in meiner Karriere gesehen, Doppelberührung bei einem Boden-Abstoß.“
“Das war eine tolle Energie-Leistung“
Der Coach war insbesondere auch begeistert, dass seine Mannschaft die Führung auch über die Zeit brachte: „Das war eine tolle Energie-Leistung. In der ersten Hälfte war es ein Spiel auf hohem Niveau von beiden Mannschaften. Leider ist es ein Fehler, der uns in Rückstand geraten lässt. Wir haben uns in der Halbzeit noch mal sortiert und sind hochdominant rausgekommen. Wir haben die zweite Hälfte so bespielt, dass der Gegner gefühlt ab der 70. Minute ein bisschen weggeklappt ist, dann haben wir zur richtigen Zeit die Tore gemacht.“
Die U21 gewann das zweite Heimspiel in Folge und ist nunmehr seit drei Spielen ungeschlagen – so schnell kann sich die Gefühlslage drehen, nachdem vor kurzem erst der Negativlauf mit fünf Pleiten in Folge endete. Somit wird die U21 die Saison damit sehr wahrscheinlich in den Top 10 beenden, mehr als der aktuelle achte Rang ist nach diesem Spieltag rechnerisch aber nicht mehr möglich. Die Sportfreunde Siegen sind als Siebter zwei Spiele vor dem Ende sieben Zähler entfernt. Dennoch bietet die Saison am Sonntag eine weitere Chance für ein Ausrufezeichen, wenn die U21 zum letzten Auswärtsspiel bei der U23 von Borussia Dortmund antreten muss.