Liga-Konkurrent macht ernst bei Eric Martel, der 1. FC Köln hofft auf Verbleib

Eric Martel vom 1. FC Köln
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Liga-Konkurrent macht ernst bei Eric Martel, der 1. FC Köln hofft auf Verbleib

Thomas Kessler erklärte am Mittag, man befinde sich mit Eric Martel in Gesprächen, es gäbe aber keinen neuen Stand. Dafür aber wohl ein intensives Interesse und das nicht nur vom 1. FC Köln: VfL Wolfsburg intensiviert wohl Buhlen um Eric Martel.

Bleibt er oder wechselt er innerhalb der Bundesliga. Laut einem Bericht von Sky wird das Interesse innerhalb der Bundesliga größer an Eric Martel. Der kann sich demnach ein Verbleib im deutschen Oberhaus vorstellen. Ausgerechnet ein Abstiegskandidat intensiviert wohl das Buhlen um den 24-Jährigen.

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Als Thomas Kessler am Donnerstag in einer Medienrunde am Geißbockheim vor die Presse trat, da hatte der Geschäftsführer im Fall Eric Martel noch keinen „neuen Stand“ zu vermelden. Auf Nachfrage von come-on-fc.com erklärte Kessler, man befinde sich in Gesprächen und zeitnahe könne es eine Entscheidung geben. Nur wenige Minuten später ploppten dann weitere Gerüchte auf. Laut Sky macht der VfL Wolfsburg nun ernst bei dem Kölner Sechser, will Martel unbedingt verpflichten. Der 24-Jährige soll sich einen Transfer zu den Wölfen aber nur vorstellen können, wenn die Niedersachsen die Klasse halten. Sky berichtet darüber hinaus, dass noch zwei weitere Bundesligisten an Martel interessiert seien. Martel selbst soll laut Sky in der Bundesliga bleiben wollen. Dabei gibt es wohl auch Interesse aus dem Ausland. Schon in der Vergangenheit hatte unter anderem Florenz sowie weitere italienische Clubs die Fühler nach dem Spieler ausgestreckt.

FC will Martel eigentlich halten

Wie come-on-fc.com berichtet hat, liegt dem 24-Jährigen eine Offerte der Kölner vor. Allerdings eine andere, als noch im vergangenen Sommer. Diese wurde von den Kölner zurückgezogen. Der FC will den Mittelfeldspieler auch weiterhin halten, weiß um dessen Qualitäten. Nur soll die Vertragsverlängerung eben nicht um jeden Preis geschehen. Der Kontrakt des Straubingers läuft bekanntlich im Sommer aus. Martel hatte im vergangenen Sommer im Trainingslager in Bad Waltersdorf auf Nachfrage von come-on-fc.com bestätigt, dass er vorerst beim FC bleiben wolle und sich die Entwicklung bis zum kommenden Winter anschauen wolle. Allerdings steht eine finale Entscheidung nach wie vor aus. Ein Verbleib bei den Kölnern ist weiterhin möglich. Allerdings schauen sich die FC-Verantwortlichen auch auf dem Transfermarkt nach Alternativen um. Zuletzt gab es Gerüchte über ein Interesse an Kofi Amoako.

Der Mittelfeldspieler von Dynamo Dresden gilt als großes Talent. Ein Eins-zu-eins-Ersatz wäre er für Martel ganz sicher nicht. In den kommenden beiden Wochen fällt wohl die endgültige Entscheidung. Kessler erklärte jedenfalls am Donnerstag, dass es ein Vorteil sei, nun erstklassig planen zu können. Das gilt auch als Anreiz für potenzielle Neuzugänge oder aktuelle Wackelkandidaten.


Hübers, Kaminski, Martel und Krauß – Das sagt Thomas Kessler zu den offenen Verträgen

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an
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Hübers, Kaminski, Martel und Krauß – Das sagt Thomas Kessler zu den offenen Verträgen

Der Geschäftsführer Sport der Geißböcke steckt bereits mitten in den Kaderplanungen für die kommende Saison. Und sowohl hinter der Zukunft von altgedienten Akteuren als auch von aktuellen Leihspielern standen bisher noch Fragezeichen. Das sagt Thomas Kessler zu offenen Verträgen beim 1. FC Köln.

Kaufoption, gute Gespräche und zeitnahe Entscheidungen: Beim 1. FC Köln wird auf Hochtouren an der Zusammenstellung des Kaders für die anstehende Saison gearbeitet. Thomas Kessler verriet am Donnerstag auf Nachfrage von come-on-fc.com, wie es unter anderem um Eric Martel steht.

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Noch zwei Spiele stehen in der aktuellen Saison aus für den 1. FC Köln – und der Klassenerhalt ist bekanntermaßen so gut wie in trockenen Tüchern. Bisher fuhr FC-Geschäftsführer Sport Thomas Kessler auf Grund der ungewissen Lage zweigleisig, kann sich nun aber mit ziemlicher Sicherheit auf die Kaderplanung für eine weitere Saison in der Bundesliga konzentrieren. „Wenn die Wahrscheinlichkeit steigt, dass du in der Bundesliga bleibst, dann vereinfacht dir das natürlich die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen“, sagte Kessler am Donnerstag in einer Medienrunde.

Dabei geht es für den Verantwortlichen mitsamt seinem Team allerdings nicht alleine um die Planung weiterer Neuzugänge. Auch die Frage nach der Zukunft von Spielern der aktuellen Mannschaft muss sich der 40-Jährige stellen. Wer soll dem FC in der kommenden Spielzeit erhalten bleiben, von wem trennt man sich? Bekanntlich sind noch eine Vertragssituationen unklar, bei anderen deutet sich eine Lösung an.

Mit Hübers in guten Gesprächen

So zum Beispiel bei Timo Hübers, der bekanntermaßen aufgrund seiner schweren Knieverletzung aus dem Duell gegen Borussia Dortmund weiterhin ausfällt. Ende April äußerte sich der Ex-Kapitän bereits zum Stand. „Wir sind da auf einem ganz guten Weg, uns dann auch einig zu werden“, sagt Hübers in der aktuellen Folge des FC-Podcasts von Radio Köln. „Ich glaube auch nicht, dass das noch so lange dauert.“ Und das bekräftigte Kessler nun auch noch einmal am Donnerstag in einer Medienrunde. „Wir sind in sehr guten Gesprächen, so dass ich glaube, dass wir uns sehr schnell einigen könnten“, so der 40-Jährige. „Dass er den Vertrag noch nicht unterschrieben hat, liegt nicht daran, dass beide Seiten pokern, sondern weil er auch viel von außen gearbeitet hat.“ Intern gehe man davon aus, dass es vielleicht mit dem Comeback „Richtung Rückrunde“ gehen kann. „Da bekommt er null Zeitdruck, sondern bekommt die Unterstützung von uns.“

Kaufoption wird gezogen

Ebenfalls kurz vorm Abschluss steht die Verpflichtung von Jakub Kaminski. Der Pole hatte in dieser Spielzeit total überzeugt. Zu Beginn der Saison deutete sich schon an, welches Potenzial der polnische Nationalspieler mitbringt. Kessler betonte noch einmal, “dass wir die Kaufoption für ihn ziehen werden. Ich glaube, dass er das das umgesetzt hat, was wir uns durch die Leihe versprochen haben“, sagte Kessler und betonte, dass er das dem VfL Wolfsburg auch schon „per Tonspur“ mitgeteilt habe. Eine Kaufoption, die für den FC perfekt aufgegangen ist und deswegen auch als Beispiel für mehr dienen soll. „Deswegen haben wir ja auch bei allen Leihen die Möglichkeit genutzt, eben auch eine Kaufoption zu hinterlegen und die werden wir bei Kuba definitiv ziehen.“ Dabei besteht zumindest in der Theorie die Chance, dass der Offensivspieler per Ausstiegsklausel wechseln könnte. Genau wollte sich Kessler dazu nicht äußern.

Zeitnahe Entscheidung

Sicher dürfte auch der Verbleib eines weiteren Mittelfeldspielers sein. “Bei Tom Kraus ist es so, dass es eine Kaufpflicht gibt, die an die Anzahl von Spielen gekoppelt ist und eben an den Klassenerhalt. Der ist jetzt noch nicht bei 100 Prozent, aber wir werden ja spätestens am Sonntag alles dafür tun, dass es soweit ist und und auch Tom deswegen Teil unserer Mannschaft bleibt.“ Der Mittelfeldspieler hatte vor allem zum Jahresbeginn überzeugt, sich festgespielt, war dann aber nach einer Verletzung wieder außen vor. Ob er sich auch in der kommenden Saison dem Konkurrenzkampf mit Eric Martel stellen muss, ist nach wie vor nicht klar. „Da gibt es keinen neuen Stand, wir sind da im Austausch“, sagte Kessler. „Ich denke, da wird es zeitnah eine Entscheidung geben.“


Thomas Kessler äußert sich zur Trainerfrage beim 1. FC Köln

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Thomas Kessler äußert sich zur Trainerfrage beim 1. FC Köln

Mit dem fast sicheren Klassenerhalt geht es nun auch um die personelle Zukunft bei den Geißböcken. Und die wichtigste Personalie ist wohl die des Trainers beim 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zur Trainerfrage.

Die Tendenz war in den vergangenen Wochen schon klar erkennbar und nimmt nun weitere Konturen an. René Wagner wird wohl mit großer Wahrscheinlichkeit Trainer der Geißböcke bleiben. Doch entschieden ist das – wie von come-on-fc.com berichtet – noch nicht final. Das erklärte Thomas Kessler am Donnerstag am Geißbockheim.

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Zwei Spieltage vor Saisonende ist die Erleichterung rund um das Geißbockheim groß. Nach einer nervenaufreibenden Spielzeit ist der Klassenerhalt dann doch – zumindest so gut wie – in trockenen Tüchern. Wer in Zukunft die Geschicke leiten soll, hängt zwar auch von den kommenden Spielen ab. Doch die Tendenz ist längst klar. „Wir wollten kleine Stellschrauben verändern, das hat René im richtigen Moment getan. Ich erlebe ihn in der täglichen Arbeit mit seinem Staff und dem Trainerteam und mit der Mannschaft. Er macht da einen sehr guten Job. Es ist allerdings ehrenwert als Cheftrainer in einer so entscheidenden Situation das Heft des Handelns in die Hand zu bekommen und das so souverän umzusetzen. Stand heute ist ihm das sehr gut gelungen“, sagte Thomas Kessler am Donnerstag in einer Medienrunde. Der Geschäftsführer schränkte aber auch ein, dass man die kommenden beiden Spiele noch einmal abwarten wolle. „Wir haben jetzt noch zwei wichtige Spiele, das Spiel gegen Heidenheim ist für uns tabellarisch total interessant. Wir wollen da drei Punkte holen. Dann bewerten wir die gesamte Saison“, sagte Kessler.

Kessler hält große Stücke auf Wagner

Kessler gilt als großer Befürworter des Trainers. Kein Wunder, der Geschäftsführer hatte Wagner im vergangenen Sommer zurück ans Geißbockheim geholt, wollte den 37-Jährigen mittelfristig zum Cheftrainer „reifen“ lassen. Das ging nach dem Aus von Lukas Kwasniok schneller als gedacht. Vor allem die kommunikative Art, wie der Coach mit der Mannschaft spricht, kommt besonders gut an. Zudem hat Wagner den Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht, wenn auch mit der Hilfe der Konkurrenz. Unter den Fans ist der Coach nicht überall gut angesehen. Vor allem die Wechsel in der Vorwoche wurden dem Coach zum Vorwurf gemacht. Dennoch gibt es durchaus noch die Option auch mit anderen Trainern zusammen zu arbeiten. „Es liegt in meinem Aufgabenbereich, mir in alle Richtungen Gedanken zu machen“, sagte Kessler. Doch bislang sei man sehr zufrieden mit der Arbeit von René Wagner.

Am Sonntag findet also das letzte Heimspiel der Saison statt. Und gleich drei Spieler werden verabschiedet. Luca Kilian, Florian Kainz und Dominique Heintz werden in der kommenden Saison nicht mehr für die Geißböcke auflaufen. Ob aber einer der beiden zuletzt genannten dann am Sonntag noch einmal auflaufen wird, steht derweil noch nicht fest.


Von wegen Frühjahrs-Kick: Der 1. FC Köln will einen positiven Abschluss, für Heidenheim geht es um alles

Die Mannschaft des 1. FC Köln feiert mit den Fans in der Kurve
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Von wegen Frühjahrs-Kick: Der 1. FC Köln will einen positiven Abschluss, für Heidenheim geht es um alles

Die leidigen Rechenspiele der letzten Wochen haben ein Ende – zumindest fast. Mit sechs Zählern Vorsprung auf Wolfsburg und St. Pauli sowie dem deutlich besseren Torverhältnis ist dem FC der Klassenerhalt nur noch theoretisch zu nehmen. Trotzdem dürfte das bevorstehende Heimspiel gegen Heidenheim alles andere als ein lauer Frühlingskick werden – und das hat mehrere Gründe für den 1. FC Köln: Deswegen wird das Duell gegen Heidenheim noch spannend.

Während der FC praktisch gerettet ist, geht es für den 1. FC Heidenheim am Sonntagabend im RheinEnergieStadion im Abstiegskampf noch um alles. Aber auch für die Domstädter steht beim letzten Heimauftritt in dieser Saison noch etwas auf dem Spiel.

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Köln kann Revanche nehmen

Erstens ist da noch eine offene Rechnung aus der Saison 2023/24: Als der FC am letzten Spieltag in Heidenheim antrat, war ein Kölner Klassenerhalt noch möglich. Hätte man beim damaligen Aufsteiger mit mindestens zwei Toren Unterschied gewonnen und Union Berlin gleichzeitig sein Heimspiel gegen Freiburg mit einer Zwei-Treffer-Differenz verloren, wäre der 1. FC Köln in letzter Minute auf den 16. Platz gesprungen. Dann wäre die Rettung über die Relegation gegen Elversberg noch greifbar gewesen. Doch der 3. Paragraph des kölschen Grundgesetzes „Et hätt noch emmer joot jejange“ war den Geißböcken einmal mehr nicht hold: Während Union sein Spiel gewann, schickte Heidenheim Köln mit 4:1 endgültig in Liga Zwo und qualifizierte sich selbst für die Conference League.

Im Duell der beiden Vereine am kommenden Wochenende ist erneut sportlicher Überlebenskampf angesagt – diesmal allerdings in erster Linie für die Truppe um Trainer-Legende Frank Schmidt. Die Heidenheimer haben aktuell drei Zähler Rückstand auf St. Pauli und Wolfsburg: Die treffen am letzten Spieltag aber noch aufeinander, sodass mindestens einer der beiden Kontrahenten noch punkten wird.

Heißt: Heidenheim braucht in Köln mindestens einen Zähler – und je nachdem, wie St. Pauli am Samstag in Leipzig und Wolfsburg gegen Bayern spielt, sogar zwingend drei – um seine Chancen auf den Relegationsplatz zu wahren. Diese Konstellation verspricht einen heißen Tanz in Müngersdorf. Revanchiert sich der so gut wie gerettete 1. FC Köln dabei mit einem Sieg für die Klatsche Anno 2024, wäre der Heidenheimer Abstieg besiegelt.

FC will versöhnlichen Saisonabschluss

Zweitens dürfte dem Effzeh daran gelegen sein, die Klasse aus eigener Kraft zu halten. Dafür fehlt lediglich ein Punkt. Wahrscheinlich will die Mannschaft ihren Fans im letzten Heimspiel der Saison aber eher einen Heimsieg schenken. Schließlich war die rot-weiße Anhängerschaft nicht gerade begeistert, dass ihr Herzensclub zuletzt bei Union Berlin eine 2:0-Führung noch aus der Hand gab.

Mit drei Punkten gegen Heidenheim könnte man die kölsche Seele also wieder versöhnlich stimmen. Das wäre zudem in einer Saison, in der die Domstädter ihr Ziel „Klassenerhalt“ erreicht hätten, ohne auch nur ein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz zu stehen, ein würdiger Abschluss – zumindest zuhause. Denn ein erfolgreicher Schlusspunkt am letzten Spieltag beim FC Bayern München ist wohl – bei allem Respekt vor Heidenheim – eine ungleich schwerere Herausforderung.

Drittens werden die letzten Partien einer Spielzeit oft auch zum Charaktertest. Als der 1. FC Köln am 34. Spieltag in der Saison 2019/20 in Bremen 1:6 unterging und die Werderaner so noch an Düsseldorf vorbei auf den Relegationsplatz kletterten, hallte diese Packung in der Sommerpause spürbar nach. Zumal in den sozialen Medien teils auch „Wettbewerbsverzerrung“-Rufe laut wurden. Derartigen Vorwürfen aus Richtung St. Pauli und Wolfsburg durch einen erfolgreichen Auftritt gegen Heidenheim vorzubeugen, dürfte also im Interesse des FC sein.

Ein Heimsieg könnte Wagners Position weiter stärken

Viertens würde sich ein Sieg gegen Heidenheim auch gut in der Bewerbungsmappe von René Wagner machen. Der FC-Trainer sammelt noch Argumente für eine Weiterbeschäftigung über die aktuelle Spielzeit hinaus. Zwar hat der 37-Jährige das Saisonziel mit seinem Team so gut wie erreicht und steht zudem offenbar hoch in der Gunst von Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler, abschließend geklärt ist die Trainerfrage derzeit allerdings noch nicht (come-on-fc.com berichtete).

Last but not least ist eine bessere Tabellenposition auch für die zu erhaltenen Fernsehgelder von Bedeutung. Je besser der FC abschneidet, desto mehr Prämien fließen – vor allem perspektivisch – in die Kölner Kassen. Ein weiterer Grund, warum für den 1. FC Köln trotz praktischer Rettung am Sonntag noch etwas auf dem Spiel steht und sich eine Revanche gegen Heidenheim auszahlen könnte.


Kader-Baustellen: Auf diesen Positionen muss der 1. FC Köln zur neuen Saison am dringendsten nachlegen

Thomas Kessler und Tim Steidten vom 1. FC Köln
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Kader-Baustellen: Auf diesen Positionen muss der 1. FC Köln zur neuen Saison am dringendsten nachlegen

Der 1. FC Köln hat das Saisonziel Klassenerhalt zwei Spieltage vor Schluss erreicht und kann nur noch bei höchst unrealistischen Ereignissen auf dem Relegationsplatz landen. Auch wenn die Kölner als Aufsteiger zu keinem Zeitpunkt der Saison auf einem Abstiegsrang standen, so hat sich in den vergangenen Monaten doch die ein oder andere Baustelle offenbart: Auf diesen Positionen muss der 1. FC Köln im anstehenden Transfersommer nachlegen.

Immer wieder fielen während der Saison Lücken innerhalb des Kölner Kaders auf. Weitere werden wohlmöglich durch anstehende Abgänge gerissen. So wird sich Thomas Kessler wohl bereits Gedanken über weitere Optionen der Verstärkung machen.

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Was passiert auf den Schienen?

Trotz ordentlichen 47 erzielten Saisontoren hat der 1. FC Köln mit Blick auf die offensive Unterstützung seiner Defensivspieler noch Luft nach oben. Vor allem die beiden Außenverteidigerpositionen konnten zwei Spieltage vor Saisonende nicht den offensiven Output liefern, den man sich vermutlich gewünscht hätte bei den Kölner Verantwortlichen. Zumindest hatte Lukas Kwasniok die erhoffte Offensivstärke seiner „Wingbacks“ gleich mehrfach eingefordert. Sowohl Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen als auch sein Pendant auf der linken Seite Kristoffer Lund bringen es bis dato in 31 bzw. 33 Pflichtspielen auf kein einziges Saisontor. Auch was die Torvorlagen angeht, sieht es eher mau aus. Während Sebulonsen noch gänzlich ohne Torbeteiligung ist, konnte Lund immerhin zwei Treffer für seine Teamkollegen auflegen. Zuletzt bereitete er den Treffer von Said El Mala gegen Union Berlin vor.

Die kam indes von Alessio Castro-Montes. Der Belgier ließ in der Spielzeit phasenweise seine Qualitäten aufblitzen, war aber insgesamt nicht konstant genug. Gerade in der Offensive hat man sich von den Wingbacks mehr vorgestellt. Wenngleich natürlich in erster Linie die defensive Stabilität für eine Mannschaft wie den Aufsteiger aus Köln im Vordergrund steht, so hätte sicher niemand in Köln ein Problem mit etwas mehr Gefahr nach vorne über beide Schienen.

Wie sieht es in der Zentrale aus?

Im Kölner Mittelfeld hängt eine Entscheidung über einen Neuzugang vermutlich stark von der Zukunft Eric Martels ab. Der Stammspieler und Leistungsträger konnte zwar in der Rückrunde (wie viele seiner Teamkollegen) nicht mehr ganz an die starke Hinrunde anknüpfen, soll nach Möglichkeit und Ansicht der Kölner Führungsetage aber dennoch am Rhein bleiben. Problematisch ist die Situation aber trotzdem: Während der Spieler sich bislang noch nicht entschieden hat und den Kölnern so keine Planungssicherheit gibt, hat der 1. FC Köln ein ursprüngliches Angebot an Martel mittlerweile zurückgezogen und hat die Personalie nicht mehr als oberste Priorität auf der Agenda. Viel Werbung in eigener Sache kann Martel nicht mehr machen: Aufgrund seiner zehnten Gelben Karte und der damit verbunden Sperre gegen Heidenheim bleibt ihm nur noch das Saison-Abschlussspiel gegen den Rekord-Meister FC Bayern München.

Die Kölner brauchen einen Stoßstürmer

Im letzten Drittel hat man mit Jakub Kaminski, Said El Mala, Ragnar Ache, Luca Waldschmidt und Marius Bülter sowie den Youngstern Fynn Schenten und Youssoupha Niang nominell zwar ein Überangebot, einen echten großgewachsenen Stoßstürmer sucht man allerdings vergeblich im FC-Kader. Ragnar Ache erfüllt die Aufgabe eines Wandspielers und Zielstürmers, ist aber offenbar verletzungsanfällig. Ein Ersatz war schon im vergangenen Sommer ein Thema. Doch den gab es am Ende bekanntlich nicht. Das rächt sich zumindest quantitativ zum Saisonfinale. Den Ache ist verletzt. Ein zweiter Zielstürmer dürfte daher ein besonders wichtiges Ziel sein.

Während die Kölner die Kaufoption bei Kaminski ziehen werden und den Polen inklusive einer Ausstiegsklausel im Bereich von rund 20 Millionen so fest an sich binden, ist ein Verbleib von Juwel El Mala weiterhin unklar. Angebote im Bereich von 35 bis 40 Millionen Euro sollen dem 1. FC Köln nicht ausreichen, um einem Transfer des Senkrechtstarters (Vertrag bis 2030) zuzustimmen. Waldschmidt hingegen würde selbst gerne in der Domstadt bleiben, kommt aber auch in dieser Saison meist nur von der Bank aus zum Einsatz. Denkbar, dass die Kölner ihn ein Jahr vor Vertragsende noch abgeben, um eine Ablöse zu erhalten. Dabei würde den Kölnern ein kreativer Offensivspieler sicher auch gut tun, vielleicht auf der Acht, vielleicht hinter den Spitzen.


Das erste Tor seit Monaten, ein Traumtor, selbst eingeleitet – Wie geht es weiter mit Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Marius Bülter nach seinem Treffer gegen Mainz
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Das erste Tor seit Monaten, ein Traumtor, selbst eingeleitet – Wie geht es weiter mit Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Mit seinem Treffer bei Union Berlin beendete Marius Bülter seine lange Durststrecke. Den Angriff leitete der Angreifer selbst mit einem scharfen Pass in die Tiefe ein und vollendete per traumhaftem Abschluss in den Winkel. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein traf der 33-Jährige zum ersten Mal seit November 2025. Zu selten, um dauerhaft eine tragende Rolle zu spielen? Wie geht es weiter mit Marius Bülter beim 1. FC Köln?

Auf die anfänglichen Scorerpunkte folgte ein Leistungsabfall des Kölner Angreifers. Daraus resultierte schon unter Ex-Coach Lukas Kwasniok oft die Rolle des Ersatzspielers. Zuletzt gab es zwei Startelf-Einsätze, vor allem, weil Ragnar Ache verletzt ist. Die Konkurrenz ist groß beim 1. FC Köln.

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Von Erik Stalleicken

Richtig jubeln wollte Bülter am vergangenen Samstag nicht. Das Tor zuvor war traumhaft, doch gegen den Ex-Verein fällt der Jubel dann doch schon mal geringer aus. Dabei war der Treffer schon wichtig. Denn Bülter hatte seit November nicht mehr getroffen. „Klar war ein Stück Erleichterung da, aber viel größer war die Erleichterung, dass es durch den Punkt nun aller Voraussicht nach für den Klassenerhalt gereicht hat“, sagt Bülter im Interview von fc.de. Eine richtig erfolgreiche Saison ist es bislang für Bülter nicht.

Rund eine Million Euro überwies der FC in der Sommertransferphase an die TSG Hoffenheim, um Bülter zu verpflichten. Mit einer Empfehlung von 146 Bundesligaspielen, in denen ihm 27 Tore und zehn Vorlagen gelangen, sollte der Routinier die Offensive sowohl durch seine Torgefahr als auch seine Erfahrung im Oberhaus ergänzen. „Marius bringt nicht nur Variabilität und Bundesligaerfahrung mit, sondern hat in den Gesprächen mit uns auch sehr deutlich gemacht, dass er für die Aufgabe beim 1. FC Köln brennt“, kommentierte Thomas Kessler den Transfer.

Da werde ich mich noch in 20 Jahren dran erinnern

Diese Motivation stellte Bülter in den ersten Partien sofort unter Beweis. Am ersten Spieltag gelang ihm in der 90. Minute das erlösende Siegtor in Mainz. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg bekam die Defensive der Breisgauer den Neuzugang nicht in den Griff. Es folgten ein weiter Treffer sowie zwei Torvorlagen. „Da werde ich mich noch in 20 Jahren dran erinnern“, schwärmte er in der Mixed Zone nach seinem ersten Heimspiel. Mit vier Scorern aus den ersten beiden Spielen brachte der Ex-Schalker die Kritiker seines Wechsels erfolgreich zum Schweigen. Zumindest vorerst.

Erst Leistungsabfall, dann neue Chance

Den Höhenflug aus den ersten beiden Spielen konnte der Angreifer nicht lange aufrecht erhalten. Abgesehen von einem Abseitstor in Wolfsburg am dritten Spieltag sowie einer Torvorlage gegen den FC Augsburg, gelang dem 33-Jährigen nicht wirklich viel in den Folgewochen. Somit rotierte immer häufiger Ragnar Ache für ihn in die Startelf. Gegen Eintracht Frankfurt erzielte Bülter nach Einwechslung seinen vorerst letzten Treffer. Ache entwickelte sich zur Wunschlösung Kwasnioks und der Ibbenbürener nahm mehr und mehr auf der Ersatzbank Platz. Bis zur Entlassung Kwasnioks gelang ihm keine einzige weitere Torbeteiligung. „Es gibt nicht den einen Grund, sondern verschiedene kleinere. Darauf möchte ich aber nicht so sehr eingehen, das klingt dann immer auch ein bisschen nach Ausreden. Ich will gar nicht so sehr zurückblicken“, sagt Bülter. „Ich weiß, dass eine Phase dabei war, die nicht gut war. Aber wie gesagt: Weiter hart arbeiten, wie ich es meine ganze Karriere gemacht habe. Dann kommt das wieder zurück.“ 

Nun ist er zurück. Unter Neu-Coach René Wagner bereitete er im ersten Spiel das Tor zum 2:2-Endstand in Frankfurt vor. Aufgrund von Aches Verletzung durfte Bülter in den letzten beiden Spielen von Beginn an ran. Gegen seinen Ex-Verein belohnte er seine engagierte Leistung mit einem traumhaften Schuss zum 1:0. Mit seinem Tor in Berlin steht der ehemalige Unioner nun bei vier Toren und vier Vorlagen aus 30 Bundesligaspielen. Eine Ausbeute, die auf dem Papier zumindest solide wirkt, vor allem im Dress eines Aufsteigers. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Hälfte dieser Torbeteiligungen aus den ersten beiden Spieltagen stammt. Somit folgten in 28 Spielen lediglich zwei Treffer und zwei Assists. „Für Außenstehende sind immer die Tore und Vorlagen wichtig, aber es gibt auch viele andere wichtige Sachen, die man in eine Mannschaft einbringen kann“, sagt Bülter. „Das weiß ich ganz gut einzuschätzen. Dennoch kann ich die Kritik auch verstehen, versuche das aber nicht an mich heranzulassen, sondern mich auf die tägliche Arbeit zu konzentrieren.“ Reicht das, um eine tragende Rolle in der kommenden Saison zu spielen?

Verbleib mit veränderter Rolle?

Diese Frage muss aufgrund der scheinbar angestrebten Umstrukturierung und Verjüngung des Kaders erlaubt sein. Zwar kann Bülter sowohl den linken Flügel als auch die Position des Mittelstürmers bekleiden, dennoch könnte der Angreifer in der nächsten Saison deutlich weniger zum Zuge kommen. Als Zielspieler in der Sturmspitze entwickelte sich Ache zu einem zentralen Element im Spielaufbau der Domstädter. Zusätzlich schaut man sich wohl nach einer weiteren Verstärkung auf dieser Position um. Auf dem linken Flügel scheint die Konkurrenz noch größer. Selbst wenn Said El Mala ohne Rückleihe verkauft wird, bleibt für diese Position noch Königstransfer Jakub Kaminski.

Sollte El Mala den Verein verlassen, dürfte man sich auch sicherlich nach einer weiteren Alternative für den Flügel umschauen. Wo bleibt also Platz für Marius Bülter? Mit seinem Alter von 33 Jahren bringt der Angreifer eine Menge Erfahrung mit, welche der Mannschaft sicherlich guttut. Trotzdem ist fraglich, ob der Sommerneuzugang damit perfekt ins gesuchte Profil passt und sich mit seiner vermutlich geringeren Einsatzzeit zufrieden geben muss. Jetzt gilt es erst einmal, weitere Pluspunkte zu sammeln.


Knappes Ergebnis: Marvin Schwäbe zum Spieler des Monats April gewählt

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe
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Knappes Ergebnis: Marvin Schwäbe zum Spieler des Monats April gewählt

So wirklich überrascht die Wahl des Kölner Keepers nicht. Denn der 31-Jährige befindet sich in einer anhaltenden Top-Form und sichtete zuletzt so manchen Punkt beim 1. FC Köln: Marvin Schwäbe wird Spieler des Monas April.

Als Rückhalt der Mannschaft und Fels in der Brandung ist Marvin Schwäbe einer der konstanten Leistungsträger bei den Geißböcken und damit maßgeblich an den eingefahrenen Punkten beteiligt.

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Die Wahl zum Spieler des Monats vom 1. FC Köln hat einen Sieger – und der heißt Marvin Schwäbe. Der Kölner Keeper wurde von den Fans des Clubs zum Spieler des Monats April gekürt und bekam am Rande der Trainingseinheit zur Vorbereitung auf das Duell gegen den 1. FC Heidenheim den goldenen Geißbock überreicht. In der offiziellen App des 1. FC Köln stimmten die Fans ab und hoben Schwäbe mit 33 Prozent der Stimmen auf Rang eins. Reichlich knapp. Denn auf dem zweiten Platz reiht sich Jakub Kaminski mit lediglich 29 Stimmen weniger ein. Die weiteren Plätze belegten Luca Waldschmidt mit 22 Prozent und Said El Mala mit 12 Prozent der Stimmen.

Auszeichnung für überzeugende Leistungen

Die Auszeichung hatte sich Schwäbe unter anderem für seine Leistungen im Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli verdient. Dabei war der Kölner Torhüter bereits gegen Eintracht Frankfurt einer der Gewinner auf dem Platz. Denn der 31-Jährige hatte trotz zweier Gegentreffer maßgeblich zum Punktgewinn beigetragen. Gegen Bremen bekam Schwäbe die Woche drauf nicht ganz so viel zu tun, hielt den Kasten aber abgesehen von einem verwandelten Elfmeter sauber.
Immer wieder wurde die Kölner Nummer Eins in der Vergangenheit als der Rückhalt der Geißböcke gesehen, als mentaler Fels in der Brandung. Doch auch rein statistisch lässt sich die Leistung des Keepers sehen. Vor allem im Duell gegen St. Pauli.

Denn am Ende der Begegnung stand trotz eines gegnerischen xGoals-Wert von 2,3 nur ein Gegentreffer und die Geißböcke nahmen einen Punkt aus der Hansestadt mit nach Köln. Gegen Pauli war dabei alleine der Reflex gegen Andréas Hountondji Gold wert. Der Stürmer hatte Cenk Özkacar mit einer einfachen Drehung stehen lassen und den Ball aus kurzer Distanz aufs Tor gebracht. Schwäbe fuhr mit einem bemerkenswerten Reflex noch den Fuß aus, hielt somit zunächst die Null. Schwäbe parierte einige weitere Abschlüsse, unter anderem einen von Lars Ritzka aus kurzer Distanz. Nur zwei Mal hatte der Kölner Keeper das Nachsehen. Zunächst rettete Marius Bülter für den seinen Torhüter auf der Linie, beim Tor von Karol Mets nach einer Ecke war Schwäbe chancen- und demnach auch schuldlos.

Gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntag kann der Keeper dann das nächste Mal beweisen, dass er die Auszeichnung nicht umsonst in den Händen hält.

Bleibt René Wagner Trainer des 1. FC Köln? Die Entscheidung ist noch nicht gefallen

Thomas Kessler und René Wagner
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Bleibt René Wagner Trainer des 1. FC Köln? Die Entscheidung ist noch nicht gefallen

Zwei Spieltage vor dem Saisonfinale hat der FC eine gewisse Planungssicherheit. Für Thomas Kessler intensiviert sich nun die Arbeit und der Fokus auf das Oberhaus. Eine besonders wichtige Personalie ist dabei der Trainer. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen beim 1. FC Köln: In der Trainerfrage gibt es erste Tendenzen.

Die Saison ist noch nicht beendet und es wird schon fleißig über den Trainer diskutiert. Kein Wunder, es ist die wohl wichtigste Baustelle, die Thomas Kessler nun lösen will. Es gibt bereits eine klare Tendenz, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

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René Wagner wirkte schon recht glücklich, als er nach dem Spiel bei Union Berlin seine Mannschaft auf dem Feld abklatschte. „Wir haben auswärts wieder einen Punkt gesammelt. […] Am Ende sind wir zufrieden mit dem Punkt“, sagte Wagner nur wenige Minuten nach dem Schlusspfiff. Nicht wirklich zufrieden waren aber viele Anhänger in den Sozialen Medien. Denn die Geißböcke verspielten eben auch eine 2:0-Führung. Und als Ursache machten viele Fans die Wechsel des Trainers verantwortlich. Der hatte eben bei jener Führung sämtliche Aktivposten der Offensive vom Feld genommen. Es fiel umgehend der Anschlusstreffer und damit kam es zum spielerischen Bruch beim FC.

Kessler sucht nach der richtigen Lösung

In den Sozialen Medien hat der Trainer also einen schweren Stand. Und das, obwohl er erst seit einem guten Monat mit der Mannschaft arbeitet und ehrlicher Weise auch seinen Job, das Erreichen des Klassenerhalts, gemacht hat. Ob ihn das aber dazu qualifiziert, die Mannschaft auch in der kommenden Spielzeit durch die Bundesliga zu führen, steht wiederum auf einem anderen Blatt. Und das war dem Vernehmen nach am Geißbockheim durchaus diskutiert worden. Thomas Kessler gilt als Befürworter des Trainers und das setzt den Geschäftsführer Sport in gewisser Weise unter Druck. Denn die Suche nach dem richtigen Coach für die kommende Spielzeit gilt als die Hauptaufgabe, der sich der ehemalige Kölner Keeper aktuell widmen muss. Schon allein, weil diese Position auch Verhandlungsgespräche mit Spielern beeinflussen könnte.

Mit seiner Wahl im vergangenen Sommer hat Kessler bereits daneben gelegen. Nur so ist die Entlassung von Lukas Kwasniok vor einem guten Monat zu interpretieren. Dabei ist der Coach auch an nicht fußballerischen Dingen gescheitert. Für Kessler definitiv eine kleine Niederlage, die er dann wiederum mit der Beförderung von René Wagner zu korrigieren versuchte. Damit ist der Geschäftsführer direkt das nächste Risiko eingegangen. Wagner ist als Cheftrainer unerfahren. Doch Kessler hält große Stücke auf den gebürtigen Dresdener, hat ihn ihm vergangenen Sommer nach Köln geholt, um ihn mittelfristig in Position zu bringen. Das ging nun schneller als gedacht. Sportlich ist das Saisonziel erreicht, dennoch gibt es nach den insgesamt höchst unterschiedlichen Leistungen unter Wagner, hinter Wagner weiter einige Fragezeichen.

Die ersten Namen wurden gehandelt

Und die werden eben hinter verschlossenen Türen am Geißbockheim diskutiert. Die ersten Namen wurden bereits medial gehandelt. Trainer, von denen einige wie Christian Eichner schon ins Profil passen würden, andere wie Dino Toppmöller, Sandro Wagner oder Steffen Baumgart erscheinen dann schon eher unwahrscheinlich. Aktuell geht die Tendenz Richtung Wagner. Allerdings ist die Entscheidung nach Informationen von come-on-fc.com noch nicht gefallen. Intern ist man von der Arbeit des 37-Jährigen überzeugt. Gerade die Kommunikation gegenüber der Mannschaft soll besonders gut ankommen. Auch bei den Spielern. Gleich mehrere Akteure deuteten das Vertrauen des Trainers an und blühten zuletzt auf. Damit ist der Verbleib aber nicht sicher. Sollten beispielsweis Leistung und Ergebnisse in den verbleibenden beiden Spielen nicht stimmen, wird Wagner als Cheftrainer nicht zu halten sein. Dann könnte der gebürtige Dresdener vielleicht auch wieder ins zweite Glied rücken.


Mentalitätsmonster vs. Konzentrationsschwäche? Die zwei Gesichter des 1. FC Köln

Tom Rothe erzielt den Anschlusstreffer gegen den FC
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Mentalitätsmonster vs. Konzentrationsschwäche? Die zwei Gesichter des 1. FC Köln

In dieser Saison zeigten sich die Kölner mit später Treffern schon oft als Mentalitätsmonster und Comeback-Könige. Doch Tore fielen beim FC in der Schlussphase eben nicht nur auf der einen Seite. Die Bilanz zeigt eine Kuriosität in der Schlussphase beim 1. FC Köln: Der FC offenbart zwei Gesichter.

Beim 2:2 gegen Union Berlin haben die Kölner einen sicher geglaubten Sieg verspielt. Es war nicht das erste Mal in dieser Spielzeit, dass die eigentlichen Mentailtätsmonster Punkte noch weggaben.

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Ein wenig kurios erschienen die reinen Fakten schon. Bislang glänzten die Kölner Trainer durch ihr Goldenes Händchen bei ihren Jokern in der Schlussphase. Erst nach dem 1:1 gegen St. Pauli war René Wagner für die Hereinnahme von Luca Waldschmidt noch gelobt worden. Auch gegen Leverkusen kam der Joker spät und traf. Am vergangenen Samstag dann ein anderes Bild. Wagner nahm nach 70 Minuten gleich drei Wechsel vor, wechselte die Aktivposten Said El Mala, Jakub Kaminski und Marius Bülter aus und in diesem Moment kippte das Spiel. Der FC gab eine sichere 2:0-Führung bei den Eisernen noch aus der Hand, fing sich zwei Gegentreffer in der Schlussphase und verpasste damit die Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt. Die folgte dann am Sonntag. Aufgrund der Tordifferenz ist Köln wohl nicht mehr von St. Pauli und dem VfL Wolfsburg einzuholen. Das 2:2 war schmerzhaft, führte Köln aber einen Schritt weiter Richtung Ziel.

Viele Gegentore in der Nachspielzeit

Und dennoch bleibt der bittere Beigeschmack, denn die Kölner haben nicht das erste Mal eine Führung verspielt. Und das wirkt dann ebenfalls ein wenig kurios. Denn eigentlich wurden die Geißböcke in der Liga bislang nicht grundlos als die Mentalitätsmonster und Comeback-Könige beschrieben. Neun Mal gelang dem FC nach einem Rückstand noch ein Remis, einmal feierten die Geißböcke sogar noch einen Sieg. Heißt: Ganze zehn Mal kamen die Kölner nach einem Rückstand zurück und fuhren noch Punkte ein. Nur eine Mannschaft feierte in dieser Spielzeit noch öfter ihr Comeback – zuletzt gleich zwei Mal in Folge. Der FC Bayern München führt die Liste mit 13 Spielen, in denen der FCB nach Rückstand noch punktete, an. Gerade in der Schlussphase sind die Kölner besonders erfolgreich, erzielten bereits 19 Tore in der Schlussviertelstunde sowie in der Nachspielzeit. Nur die Bayern und Stuttgart waren noch erfolgreicher.

Mentalitätsmonster also schon, aber irgendwie dann auch nur in Teilen. Denn die Kölner haben in dieser Spielzeit eben auch schon einige Male Führungen noch verspielt. Ganze neun Mal vergaben die Kölner ihre gute Ausgangslage. Fünf Mal stand nach einer Führung noch ein Remis, vier Mal gab es sogar noch eine Niederlage. Nur der VfL Wolfsburg ist in dieser Bilanz schwächer als der FC. Und auch bei den Gegentreffern sind die Geißböcke oft spät anfällig. Elf der 55 Kölner Gegentore fielen in der Schlussphase – eigentlich ein ordentlicher Wert. Nur kassierte der FC bereits sechs Gegentreffer in der Nachspielzeit. Nur Frankfurt und Wolfsburg waren kurz vor Spielende noch anfälliger. Das Hinspiel gegen Heidenheim könnte da als gutes Omen dienen. Die Kölner kamen gleich zwei Mal nach Rückstand zurück, spielten Remis. Allerdings würde das am Sonntag die Kölner Klassenerhalt-Party schon ein wenig trüben.


Neue Position, neue Chance, neue Angebote? Said El Mala hat die Form-Delle beim 1. FC Köln wieder verlassen

Said El Mala jubelt nach seinem Tor gegen Bremen
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Neue Position, neue Chance, neue Angebote? Said El Mala hat die Form-Delle beim 1. FC Köln wieder verlassen

Mit seinem Treffer gegen Union Berlin machte Said El Mala am Wochenende das Dutzend Bundesliga-Tore voll. Der Offensivspieler hat seine kleine „Delle“ überwunden und befindet sich wieder in Topform und das in neuer Position für den 1. FC Köln: Said El Mala überzeugt auch als Mittelstürmer – zumindest nach seiner Interpretation.

Auch am vergangenen Wochenende hatte Said El Mala wieder einmal seinen Anteil am Punktgewinn der Kölner. Ein Punkt, der die Geißböcke dann am Ende doch entspannt in das letzte Heimspiel der Saison gehen lässt.

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Nach seinen guten Auftritten gerade in diesem Jahr war lange über einen adäquaten Ersatz für Ragnar Ache diskutiert worden. Der Stürmer hatte sich bekanntlich im Spiel gegen den FC St. Pauli eine muskuläre Verletzung zugezogen. Ache wird voraussichtlich bis zum Saisonende ausfallen. Ein schmerzhafter Verlust. Der Angreifer befand sich gerade in starker Form und das Kölner Spiel war zuletzt eben auf den gebürtigen Hessen zugeschnitten. Die Diskussionen um einen Ersatz waren mehr als verständlich. Luca Waldschmidt zeigte sich bekanntlich in ansteigender Form, ist aber alles andere als ein Zielstürmer. Marius Bülter wollte zuletzt nicht mehr so recht funktionieren, spielte zudem meist auf den Außen und Youssoupha Niang hatte zunächst unter René Wagner noch nicht die ganz große Rolle einnehmen dürfen. Dabei hatte René Wagner die Antwort auf die Ersatz-Frage schon mit seinem Amtsantritt gefunden.

El Mala sollte sich belohnen und belohnte sich

Said El Mala bekleidet bei Wagner die Rolle in vorderster Front. Und das bereits seit dem ersten Spiel unter dem neuen Trainer. Allerdings da noch gemeinsam mit Ache. „Ich mag ihn in der Eröffnung und im Übergang gern neben Ragy aktuell, weil wir einfach dann immer die Chance haben, über den langen Ball auf Ragy auch gefährlich hinter die letzte Linie zu kommen“, erklärte Wagner damals. „Ich möchte einfach, dass der Spieler ein bisschen flexibler wird, nicht nur außen steht und auf seine Situation wartet, sondern auch mal von innen tief gehen kann.“ Nun fehlt Ache und El Mala bleibt dennoch im Sturm – und meist alleine. Nominell spielten auch Akteure wie Marius Bülter mit dem 19-Jährigen in vorderster Reihe, doch die Wahrheit sah in der Realformation meist anders aus.

Die „neue“ Position scheint dem Offensivspieler nicht ungelegen zu kommen. In den jüngsten vier Spielen holte sich El Mala drei Scorer ab, war gegen Leverkusen trotz der vergebenen Chancen wohl einer der besseren Spieler, hätte das Spiel fast schon alleine auf Seiten der Geißböcke ziehen können. „Er muss sich belohnen mit vielleicht sogar ein, zwei Toren. Das tut er nicht, aber das wird er in Zukunft besser machen und daran arbeitet er aber jeden Tag im Training“, sagte Wagner vergangene Woche. Das Vertrauen des Trainers tut offenbar gut. Denn die ersten Versuche als Mittelstürmer noch unter Lukas Kwasniok gingen nicht auf. Am Samstag bewies der Spieler seine Stürmer-Qualitäten mal so ganz El-Mala-untypisch mit einem Treffer aus der Box, überlegt, ins lange Eck. Wagner hatte auch erklärt, dass sich der Offensivspieler zwischenzeitlich in einer Delle befunden habe. Und, dass dieser da raus gefunden hat, ist möglicherweise zu einem gewissen Anteil Wagners Verdienst.

Gibt es doch noch das WM-Happy-End

Mit dem Tor gegen Union machte der 19-Jährige das Dutzend Treffer voll in dieser Bundesliga-Saison. El Mala ist damit der viertjüngste Bundesliga-Spieler der Historie, der diese Marke knackte. Ein weiterer Rekord, mit seinen 19 Scorern gehört er auch zu den gefährlichsten Teenagern Europas. Und somit wird auch die Diskussion bleiben, ob der Offensivspieler nicht doch noch auf den WM-Zug aufspringen wird. Sorgen vor einem neuen, einem weiteren Hype hat man beim FC aktuell offenbar nicht mehr. „Du hast nicht das Gefühl, dass er unruhiger wird, wenn es um ihn lauter wird. Ganz im Gegenteil: Ich habe das Gefühl, wenn es um ihn lauter wird, wird er noch ruhiger, noch klarer, noch besonnener. Und im Training noch akribischer.“

Die Leistung und die Tore geben der Arbeit recht. Mit seinen Treffern macht sich der Offensivspieler aber nicht nur für die Nationalmannschaft interessant. El Mala steht weiterhin im Fokus einiger Interessenten. Und jeder Treffer wird die FC-Bosse nicht nur aus sportlicher Sicht erfreuen. Einer möglichen Ablöse schaden die Tore jedenfalls nicht. Mit einem gewissen Geldsegen würde der Kader-Umbruch sicherlich leichter von der Hand gehen. Ein Abgang ist nach wie vor nicht fix: „Wir sind sehr froh, dass wir Said haben, er ist jede Woche wichtig für uns. Wir erhoffen uns noch viel von ihm“, sagte Thomas Kessler, schränkte zwar die „letzten beiden Spiele“ ein, sprach aber ganz offensichtlich von den letzten Partien der Saison. Wie es dann weitergeht, werden die kommenden Wochen zeigen.

Weiteres Interesse aus England

Und die werden spannend. Denn laut Informationen der „SportBild“ soll der Poker um El Mala weitergehen. So wird berichtet, dass Brighton sein Angebot von 35 Millionen Euro für den Shootingstar keineswegs zurückgezogen und der Club weiterhin großes Interesse am Kölner Talent habe, der FC die Offerte allerdings abblockte. 50 Millionen Euro werde der Verein jedoch nicht bieten. In Südengland gehe man davon aus, dass Clubs wie Brentfort und Fulham weitere Kandidaten im Transferpoker um den 19-Jährigen sein könnten, Angebote lägen allerdings noch keine vor. Und auch ein weiterer englischer Top-Club hat wohl ein Auge auf den Kölner Torjäger geworfen. „SportBild“ will von Gesprächen wissen, in denen der FC Chelsea bei El Malas Mutter und Beraterin hinterlegt habe, sich vorstellen zu können, Brighton zu überbieten.

Und das mit einem Deal, der beinhalten würde, den Shootingstar noch ein Jahr an den FC zu verleihen. Die jüngsten Entwicklungen lassen den Transfer laut „Sport Bild“ allerdings eher unwahrscheinlich werden. Chelsea verpasste zuletzt die Teilnahme an der Champions League, büßt somit Millionen ein. Zudem droht dem englischen Club eine zur Bewährung ausgesetzte Transfersperre wegen begangener Transfervergehen. Nach Informationen von come-on-fc.com beobachtet Chelsea den Spieler aber weiterhin, genauso wie die beiden Clubs aus Manchester.