Kollektives Aufatmen beim 1. FC Köln – die ersten Fragezeichen werden nun zu Ausrufezeichen

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Kollektives Aufatmen beim 1. FC Köln – die ersten Fragezeichen werden nun zu Ausrufezeichen

Mit den Ergebnissen von Sonntag dürfte es der FC geschafft haben und auch in der kommenden Saison Bundesliga spielen. Und damit hat Thomas Kessler nun eine sichere Ausgangslage für die kommende Saison des 1. FC Köln: Mit guter Verhandlungsposition in die Saisonplanung.

Dank der Patzer der direkten Konkurrenz ist der Klassenerhalt so gut wie sicher. Und damit beginnen auch konkretere Planungen für den kommenden Kader.

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So unterschiedlich die vergangenen drei Spiele des 1. FC Köln auch waren, nach allen stand irgendwo ein Gefühl der Enttäuschung. Gegen St. Pauli war es die Leistung der Mannschaft, die sich mit purem Glück einen Punkt holte. Gegen Leverkusen war es das Ergebnis, das dieses Mal die Leistung nicht widerspiegelte und gegen Union Berlin war es der Punkt nach einem sicher geglaubten Sieg. Und die drei Begegnungen hatten noch eine kuriose Gemeinsamkeit. Obwohl die Ergebnisse nicht so richtig gut für den FC waren (zwei Punkte gegen direkte Konkurrenten, eine unverdiente Niederlage gegen den amtierenden Vizemeister), näherten sich die Geißböcke mit jeder Partie dann dem Saisonziel. Ehrlicherweise ist es alles andere als überraschend, dass dieses dann auf fremden Plätzen von fremden Teams erreicht wurde. Mainz gewinnt gegen Pauli, Freiburg holt einen Zähler gegen Wolfsburg – der Klassenerhalt ist nur noch theoretisch unsicher.

Andere Verhandlungsposition

Und beim FC dürfte damit kollektives Aufatmen herrschen. Die Kölner haben den Klassenerhalt am 32. Spieltag sicher und damit einen ganz anderen Handlungsspielraum. Thomas Kessler kann ab sofort die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen führen, im dem Wissen, dass er möglichen Spielern die Bundesliga als potenziellen Karriereschritt anbieten kann. Eine der Top-Five-Ligen macht sich im fußballerischen Lebenslauf dann doch recht gut. Und auch im eigenen Kader werden die Fragezeichen schon bald zu Ausrufezeichen. Bei Tom Krauß wurde beispielsweise bereits der erste Teil seiner Kaufpflicht über die Anzahl der Spiele erreicht, nun greift diese, weil der zweite Teil an den Klassenerhalt geknüpft war. Dass Kessler die Kaufoption bei Spielern wie Jakub Kaminski oder Cenk Özkacar ziehen würde, galt bereits als sicher bis sehr wahrscheinlich. Doch wäre man mit einem Spieler wie Kaminski wirklich in die 2. Bundesliga gegangen?

Möglicherweise steigen auch die Chancen bei Jahmai Simpson-Pusey, der nach seiner starken Rückrunde bei den Geißböcken ganz sicher nicht mit ins Unterhaus gegangen wäre. Allerdings hat Manchester City die Hand auf einem möglichen Deal und der junge Engländer tut viel dafür, auch bei seinem Heimatclub höhere Beachtung zu finden. Pep Guardiola gilt als Fan des Innenverteidigers. Auch in der Personalie Eric Martel hat sich die Verhandlungsposition noch einmal geändert. Nun liegt es wohl am Spieler, Nägel mit Köpfen zu machen. Denn die Entwicklung, die der Sechser eigentlich bis zum Winter genau beobachten wollte, hat nun zumindest ein Ziel erreicht. Jene Entwicklung wäre als kein Grund mehr, die FC-Bosse noch länger hinzuhalten. Auch über Said El Mala wird man sich nun genauere Gedanken machen. Szenarien gibt es genug. Nur einen Verkauf unter Wert, der beim Abstieg nicht ausgeschlossen gewesen wäre, wird es so nicht geben.

Fragezeichen hinter dem Trainer?

Auch ein Verbleib für ein weiteres Jahr ist durchaus denkbar, wenn auch unwahrscheinlich. Denn ein Verkauf würde Geld einbringen, das der FC wieder in den Kader stecken würde. Überhaupt ist natürlich auch die finanzielle Situation im Oberhaus deutlich besser. Und dann wird es auch um die Personalie des Trainers gehen. Kessler gilt als Befürworter von René Wagner, doch es gibt am Geißbockheim wohl auch Kritiker. Die Situation scheint aktuell total offen. Sammelte der Trainer gegen Leverkusen noch einige Pluspunkte, wurde Wagner nach dem Union-Spiel aufgrund seiner Wechsel scharf kritisiert. Eine Entscheidung ist trotz Klassenerhalt dem Vernehmen nach noch nicht gefallen. Auch das kann Thomas Kessler nun deutlich beruhigter angehen.


Kommentar zum 1. FC Köln: Das Saisonziel ist erreicht, es bleiben aber Fragezeichen

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Kommentar zum 1. FC Köln: Das Saisonziel ist erreicht, es bleiben aber Fragezeichen

Dank der Niederlage des FC St. Pauli und dem Remis des VfL Wolfsburg ist den Kölnern der Bundesliga-Verbleib nur noch in der Theorie zu nehmen. Allerdings war dazu schon die Hilfe der Konkurrenz von Nöten. Es bleiben also einige Fragezeichen und Baustellen. Auf der anderen Seite können nun die Planungen beginnen. Ein Kommentar zum Klassenerhalt des 1. FC Köln.

Am 32. Spieltag ist es also nahezu vollbracht: Der 1. FC Köln hat sein Saisonziel erreicht. Denn es ging vom ersten Spieltag an nur um den Klassenerhalt. Und dennoch sind die ein oder anderen Fragezeichen durchaus angebracht.

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Nein, es ist nicht wirklich bekannt, wie Lukas Kwasniok den Sonntagnachmittag verbracht hat. Es könnte aber sein, dass der ehemalige Kölner Coach mit einem breiten Grinsen auf der Couch gesessen hat. Das hatte sich eigentlich sein Nachfolger für den Sonntag vorgenommen. Allerdings nur, wenn denn die Geißböcke mit einem Sieg bei den Eisernen die Vorzeichen auf Klassenerhalt gestellt hätten. Spätestens mit dem 2:1-Erfolg der Mainzer über St. Pauli und dem Ergebnis der Wolfsburger in Freiburg wird wohl auch der 37-Jährige gelächelt haben. Dem FC ist der Klassenerhalt nur noch in einer ganz ganz unwahrscheinlichen Theorie zu nehmen. Dass der Vorsprung von sechs Punkten und 21 Toren, an den verbleibenden beiden Spieltagen nicht mehr eingeholt werden wird, ist alles andere als ein Hot Take. Kwasniok hat gleich doppelt Grund zur Freude. Denn auch der Ex-Coach wird sich als Vater des erreichten Klassenziels sehen. Vielmehr aber hat der 44-Jährige am Ende des Tages recht behalten.

Fragezeichen bleiben

Kwasniok wurde auch in seinen letzten Reden als Trainer der Geißböcke nicht müde zu betonen, dass die Kölner den Klassenerhalt noch vor dem finalen Saisonspiel bei Bayern München unter Dach und Fach gebracht haben werden. Das ist nun (so gut wie sicher) eingetreten. Und bei aller doch – vielleicht auch – berechtigten Kritik, dafür wurde Kwasniok im Sommer geholt, dafür wurde René Wagner als sein Nachfolger ernannt. Gerade Kwasniok fiel möglicherweise auch den hohen Erwartungen, die ein perfekter Saisonstart, eine starke Vorbereitung und einer Vielzahl von Transfers verursacht haben, zum Opfer. Die Art und Weise, wie die Geißböcke die Klasse sicherten steht symptomatisch für den Saisonverlauf. Dem FC fehlte die Konstanz, mitunter schon mal die nötige Klasse, aber auch immer mal wieder das nötige Fortune – und trotzdem standen die Geißböcke als Aufsteiger in dieser Saison nicht ein Mal auf den Plätzen unter dem Strich.

Es gab allerdings gleich einige Spiele, die aus unterschiedlichen Gründen Fragezeichen hinterließen. Mit einer überragenden Leistung spielten die Kölner den amtierenden Vizemeister phasenweise an die Wand und standen mit leeren Händen da. Eine Woche zuvor war man glücklich über ein 1:1 gegen St. Pauli, das lange nach einer ganz bösen Niederlage aussah, eine Woche später ärgerte man sich über ein 2:2 bei Union Berlin, bei dem man ebenfalls sehr lange wie der sichere Sieger wirkte. Alleine diese drei Spiele hatten aber erstaunlicherweise ein ähnliches Fazit. Trotz der Ergebnisse hat sich die Situation im Klassenkampf Stück für Stück verbessert. Ohne den Blick in die Geschichtsbücher zu wagen: Es ist wahrscheinlich nicht besonders oft vorgekommen, dass sich eine Mannschaft mit ähnlichen Leistungen und einer ähnlichen Punkteausbeute an den Spieltagen 30 bis 32 auf diese Art und Weise frühzeitig gerettet hat.

Arbeit wird konkreter

Und das spricht eben nicht unbedingt für die Leistung der Mannschaft und nicht für die des Trainers. Zur Wahrheit gehört eben auch, dass es in dieser Saison einfach einige Mannschaften gab, die noch schlechter waren. Wie in den vergangenen beiden Spielzeiten wurde aus unterschiedlichen Gründen dann doch schon viel gerechnet, wie es am Ende reichen könnten. Das alles ist mit dem Schlusspfiff in München nicht mehr relevant. Die Klasse ist gehalten. Tatsächlich ist die Frage nach dem „Wie?“ aber keine, die man einfach unter den Tisch fallen lassen sollte. Trainer, Kader, Verträge, Qualität – es gibt schon noch viele Fragezeichen und Baustellen, die trotz des erreichten Saisonziels bleiben.

Darin liegt nun die Aufgabe, aber eben auch etwas Positives. Thomas Kessler kann nun die Planung für die kommende Spielzeit auch eingleisig intensivieren. Gespräche mit potenziellen Neuzugängen dürften nun deutlich leichter fallen, die Verhandlungspositionen bei Wackelkandidaten wie Eric Martel und Said El Mala hat sich an diesem 32. Spieltag verändert, der Kader für kommende Saison bekommt nun sicher erste feste Konturen. Und auch die Trainerposition wird wohl nun noch einmal gründlich beleuchtet werden. Das Saisonziel ist also geschafft – und damit kann die Arbeit auf anderer Ebene intensiviert werden.


Das sollte reichen! 1. FC Köln hält wohl die Klasse

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Das sollte reichen! 1. FC Köln hält wohl die Klasse

Es ist wohl geschafft: Der 1. FC Köln hält so gut wie sicher die Klasse. Das aber Dank der freundlichen Unterstützung der Konkurrenz. St. Pauli unterlag am Nachmittag dem 1. FSV Mainz 05, Wolfsburg kam am Abend nicht über ein 1:1 in Freiburg hinaus.

Rein rechnerisch sind die Tücher im Klassenkampf noch nicht ganz trocken. Doch wirklich viel kann nicht mehr passieren. Der FC hat den Klassenerhalt so gut wie sicher. Und das, weil St. Pauli und Wolfsburg am 32. Spieltag zu wenig Punkte sammelten.

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René Wagner hatte angekündigt, bei einem Erfolg seiner Geißböcke über Union Berlin die Sonntagsspiele auf der Couch mit einem Lächeln zu verfolgen. Zwar wurde der Triumph bei den Eisernen nicht geholt, die Freude dürfte aber dennoch groß sein. Denn die Geißböcke sind eigentlich ziemlich sicher durch. Und das eben, obwohl der FC ein bitteres Remis in Köpenick hinnahm. Der FC profitiert von den Ergebnissen auf den anderen Plätzen. So hatte St. Pauli am Nachmittag das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 1:2 verloren. Philip Tietz und Philipp Mwene brachten die Rheinhessen auf Erfolgskurs, der Anschlusstreffer von Abdoulie Ceesay fiel zu spät. Da die Kiezkicker nun zwei Spieltage vor Saisonende sechs Punkte Rückstand auf die Geißböcke haben, können die Hamburger selbst mit zwei Siegen nur noch mit dem FC aufschließen. Dass die Nordlichter die Tordifferenz aufholen, scheint aussichtslos.

Lienhart öffnet dem FC die Tür zum Klassenerhalt

St. Pauli müsste in den verbleibenden beiden Spielen schon 20 Tore neben den sechs Punkten aufholen, spielt allerdings am kommenden Wochenende bei RB Leipzig, während die Kölner Heidenheim empfangen. Am letzten Spieltag folgt dann das Finale, allem Anschein nach um den Relegationsplatz. Dann trifft St. Pauli auf den VfL Wolfsburg. Die Wölfe haben St. Pauli am Sonntagabend in der Tabelle zwar überholt, aber ebenfalls sechs Punkte Rückstand auf den FC. Der VfL müsste in den verbleibenden beiden Spielen immerhin 17 Tore aufholen. Auch das ist mehr als unwahrscheinlich. Zumal die Niedersachsen kommendes Wochenende die Bayern erwarten.

Wolfsburg ging durch einen Kopfball von Konstantinos Koulierakis in Führung, hatte schon zuvor durch Christian Eriksen den Pfosten getroffen. Nach dem Wechsel glich Philipp Lienhart für den SC Freiburg aus. Lienhart hatte vor fünf Jahren mit einem Treffer noch Anteil an der 0:5-Klatsche der Geißböcke gegen Freiburg, nun öffnete der Innenverteidiger dem FC die Tür zum Klassenerhalt. Kurios: Alle Tore pro Köln erzielten am Sonntag Phillip(p)s. Am kommenden Samstag empfängt der FC den 1. FC Heidenheim und kann dann die 100 prozentige Sicherheit klar machen. Dazu reicht ein Punkt. Sollten Pauli und Wolfsburg ihre schweren Aufgaben nicht gewinnen, ist das Ergebnis der Kölner ohnehin unerheblich.


Nach Pokalsieg: Mit Lukas Podolski doch nochmal durch Europa?

Lukas Podolski könnte nochmal europäisch spielen
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Nach Pokalsieg: Mit Lukas Podolski doch nochmal durch Europa?

Eigentlich hatte Lukas Podolski mit dem Karriereende schon ins Auge gefasst, doch nach dem jüngsten Erfolg mit Górnik Zabrze könnte sich der Ex-Kölner ein weiteres Jahr vorstellen. Denn es gibt einen besonderen Anreiz: Lukas Podolski liebäugelt mit Europapokal-Saison.

54 Jahre musste sein Jugendclub auf den Gewinn des Pokals warten. Den erreichte Lukas Podolski nun. Und der Lohn scheint durchaus reizvoll – auch für Poldi. Denn es winkt der Europacup.

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Am Ende wurde es nur ein Kurz-Einsatz, doch darüber ärgerte sich Lukas Podolski sicher nicht. Die Kölner Legende hob nur wenige Minuten später den Pokal in die Höhe. Mit Górnik Zabrze fuhr der 40-Jährige am Wochenende den Pokalsieg ein, den ersten seit 54 Jahren. Ein historischer Erfolg für den Verein, ein emotionaler für den Weltmeister von 2014. Denn für seinen Jugendclub spielt Podolski seit 2021 wieder. Und nun? Eigentlich hatte Podolski seine Zukunft in Interviews meist offen gelassen. Erst vor wenigen Wochen hatte der Offensivspieler sich dazu beim Kölner Treff der WDR geäußert. „Ich habe keinen Plan, was in einem Jahr passiert. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ich bin glücklich, ich habe Spaß – mit meinen Kindern, mit meiner Familie. Ich gehe raus, ein bisschen Fußball spielen“, sagte der Ex-Kölner. „Et kütt wie et kütt.“ Dennoch schon das Karriereende des 40-Jährigen die wahrscheinliche Option.

„Europa ist verlockend“

Doch nun könnte es eben anders kommen. „Der Plan war schon, dass dies die letzte Saison sein wird. Ich weiß, wie viel mich das kostet und wie viel es auch meine Familie kostet, die oft in den Hintergrund rückt“, gab Podolski nun gegenüber dem TV-Sender TVP Sport. „Von außen sieht es so aus, als wäre alles ganz leicht, aber so einfach ist es nicht. Viele Dinge im Team und im Verein erfordern wirklich viel Mühe und Arbeit. Vielleicht fällt mir ja noch etwas ein, denn der Europacup ist verlockend.“

Tatsächlich hat der Club durch den Pokalsieg die dritte Runde der Europa-League-Qualifikation sicher. Und nicht nur das. Mit dem Gewinn der Meisterschaft winkt sogar noch einmal die Qualifikation für die Champions League. In der Königsklasse lief Podolski 29 Mal auf, spielte dort für die Bayern, für Arsenal und Galatasaray. Allerdings müsste Zabrze dazu den Rückstand auf Posen aufholen, der amtierende Meister hat sechs Punkte Vorsprung, allerdings auch eine Partie mehr absolviert. Ob Poldi noch mal für Köln in einer Funktion tätig wird, ist indes weiterhin unklar.


Update: Mainz geht für den 1. FC Köln den nächsten Schritt Richtung Kölner Klassenerhalt

Die Meinzer Spieler jubeln nach einem Tor
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Update: Mainz geht für den 1. FC Köln den nächsten Schritt Richtung Kölner Klassenerhalt

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen sollte mit einem Auswärtssieg der vorzeitige Klassenerhalt so gut wie sicher gemacht werden. Doch auch gegen die Eisernen gelang das dem 1. FC Köln nicht: Doch Mainz stößt die Tür zum vorzeitigen Klassenerhalt auf.

Ein gemeinsames „Konkurrenz-Schauen“ war zwar nicht geplant, zum erhofften breiten Lächeln auf der Couch (wie es der Coach anpeilte) könnte es vielleicht dennoch kommen. Die Kölner kamen am Samstag nicht über ein 2:2-Remis bei Union Berlin hinaus, der Klassenerhalt ist aber dennoch plötzlich ganz nahe. Und das auch Dank der Rheinhessen

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Die Enttäuschung war den Spielern des 1. FC Köln nach dem 2:2 bei Union Berlin anzuhören und anzusehen. Fühlte sich das späte 1:1 bei St. Pauli noch wie ein Erfolg an, so ging das Remis bei den Eisernen eher Richtung emotionaler Niederlage – kein Wunder, nach dem 0:2-Rückstand. Unterm Strich stand aber ein ähnliches Fazit: Der FC hat zwei Wochen nach der Punkteteilung bei den Kiezkickern zum zweiten Mal eine große Chance, eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt, liegen gelassen. Mit einem Sieg am Samstag hätten die Kölner schon am Sonntag das Saisonziel erreichen können – zumindest so gut wie sicher. „Es ist extrem bitter. Ich glaube, wenn du hier 2:0 führst, dann ist das extrem niederschmetternd mit nur einem Punkt nach Hause zu fahren“, sagte Marvin Schwäbe. Auch Marius Bülter war bedient. Aber: „Die Enttäuschung müssen wir schnell verarbeiten. Am Ende war es ein Punkt, der uns weiterhilft. Jetzt gerade ärgert es mich natürlich ein bisschen“, sagte der Torschütze.

Entscheidung am Sonntagabend?

Ein Punkt, der weiterhilft? Was sich vielleicht ein wenig wie Schönmalerei anhört, hat mehr als nur einen wahren Kern. Denn tatsächlich können die Kölner den Klassenerhalt doch noch am Sonntag perfekt machen – zumindest so gut wie. Und der erste Schritt dazu ist gemacht. Denn St. Pauli unterlag am Nachmittag dem 1. FSV Mainz 05 im eigenen Stadion 1:2. Philip Tietz und Philipp Mwene trafen für die Rheinhessen. Erst nach dem Wechsel kam St. Pauli zu großen Chancen, doch die Hamburger waren lange nicht erfolgreich. Erst kurz vor Spielende verkürzte Abdoulie Ceesay. Damit liegen die Kiezkicker zwei Spieltage vor Saisonende sechs Punkte hinter den Kölnern, können also maximal sechs Punkte aufholen. Also ist für St. Pauli doch noch alles drin? In der Theorie ja, in der Praxis wohl eher nein. Denn auch die Tordifferenz spielt bekanntlich eine Rolle. Und die spricht bei -8 zu -29 klar für den FC.

21 Treffer in zwei Spielen klingt für die schwächste Offensive der Liga als sehr unwahrscheinlich. Allerdings sind die Geißböcke noch auf die Schützenhilfe von Freiburg angewiesen. Denn die Wölfe können noch mit einem Schlussspurt am FC vorbeiziehen. Um 19:30 Uhr spielt Wolfsburg in Freiburg. Sollten die Wölfe nicht gewinnen, ist der FC für die Niedersachsen ebenfalls aufgrund der Tordifferenz nur noch in der Theorie erreichbar. Verliert Wolfsburg, hat Köln einen weiteren Konkurrenten definitiv hinter sich gelassen. Um ganz sicher zu sein wird man beim FC auf das dann folgende Duell bauen. Denn dann steht das Heimspiel gegen Heidenheim an. Und der FC würde mit einem Sieg den Klassenerhalt vor eigenem Publikum endgültig in trockene Tücher bringen. „Wenn wir das dann zu Hause klarmachen, dann ist es genau das was wir brauchen“, sagte Schwäbe. Den Sieg gegen Union Berlin hätte der Keeper aber sicherlich noch lieber genommen. Dennoch dürfte Wagners Grinsen auf der Couch aktuell ein wenig größer sein.


Abseits oder kein Abseits? Tor des 1. FC Köln sorgt für Diskussionen, dabei ist die Regel eindeutig

Diskussionen mit dem Schiedsrichter
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Abseits oder kein Abseits? Tor des 1. FC Köln sorgt für Diskussionen, dabei ist die Regel eindeutig

Nach dem 0:2-Rückstand fühlte sich das Remis gegen die Geißböcke für die Eisernen fast schon wie Sieg an. Und doch gab es auch bei Union nach dem Spiel Gesprächsstoff. Die Führung des 1. FC Köln sorgt für Diskussionen.

Bei 50:50-Entscheidungen hatten die Kölner in dieser Spielzeit nicht so wirklich viel Glück. Die 1:0-Führung im Duell gegen Union Berlin war mindestens diskutabel.

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Die Szene war durchaus kurios. Kristoffer Lund spielte einen starken langen Ball aus der eigenen Hälfte auf den gestarteten Said El Mala. Der Kölner Offensivspieler nahm ordentlich Tempo auf, hob dann aber die Arme und nahm die Geschwindigkeit wieder heraus, wollte gar nicht mehr an den Ball kommen. Vermutlich gab es einen Hinweis von Jakub Kaminski, der sich ebenfalls auf den Weg gemacht hatte, die Kugel übernahm und anschließend die Kölner Führung durch Marius Bülter einleitete. Die Geißböcke wähnten sich auf einem guten Weg Richtung möglichem Klassenerhalt, die Eisernen fühlten sich benachteiligt. Kein Wunder, denn El Mala hatte sich eindeutig im Abseits befunden. So eindeutig, dass der Linienrichter nicht lange fackelte und die Fahne hob. Doch Schiedsrichter Daniel Schlager ließ weiterlaufen, El Mala ging nicht an den Ball und auch der Mann an der Seite ließ die Fahne wieder sinken.

„Wenn er dann nicht aktiv ist…“

„Ich kann das nicht nachvollziehen. Das ist für mich klares Abseits. Der Spieler rennt in den Raum rein, steht im Abseits und kriegt den Ball da reingespielt. Und dann hebt der Linienrichter auch noch die Fahne“, erklärte der ehemalige Kölner Sportboss Horst Heldt, der mittlerweile bekanntlich die sportlichen Geschicke in Köpenick leitet. „Das ist für Fußballer ein klares Zeichen, dass es Abseits ist. Er hätte einfach pfeifen müssen. Ich glaube, es gibt viele, die die Sichtweise nachvollziehen können.“

Zum Beispiel Sky-Experte Didi Hamann, der sich zuletzt nicht gerade oft pro Köln ausgesprochen hatte. „Das ist Abseits. Der Ball wird auf El Mala gespielt. Der läuft zehn, zwölf Meter Richtung Ball. Will den Ball spielen, merkt dann erst, dass sein Kollege kommt. Und erst dann geht er weg“, sagte der Ex-Spieler. „Die Fahne geht hoch, weil der Linienrichter das genau so wahrgenommen hat. Und dann kann er nicht einfach die Fahne runternehmen und dann sagen: Naja, er hat ja den Ball nicht gespielt. Also wenn der zehn Meter hinter dem Ball herläuft, der für ihn gedacht war: Wenn er dann nicht aktiv ist, ja wann dann?“

Erklärung des Schiedsrichters

Schiedsrichter Daniel Schlager hatte eine andere Auffassung: „Damit eine strafbare Abseitsposition vorliegt, muss eins der drei Kriterien erfüllt sein. Zum einen muss er (El Mala; Anm. d. Red.) entweder den Ball spielen. Das tut er nicht. Er muss in einem Zweikampf mit dem Gegenspieler um den Ball sein. Das ist auch nicht der Fall, weil der Gegenspieler weit entfernt ist. Oder er muss den Gegenspieler beeinflussen beim Kampf um den Ball. Das liegt auch nicht vor, weil der Ball noch weit entfernt ist von dem nächsten Abwehrspieler, sodass dann keine strafbare Abseitsposition vorlag, weshalb ich dann das Tor auch habe zählen lassen“, so der Unparteiische. „Da kam die Fahne in dem Moment etwas zu früh. Es ist immer schwer, das aus einer großen Entfernung zu sehen, wer tatsächlich an den Ball geht. Für ihn war klar, dass El Mala an den Ball kommt und er hat den Spieler, der dann noch zusätzlich an den Ball kommt nicht einmal gesehen.“

Laut DFB-Regelwerk wird ein passives Abseits geahndet, wenn „der Spieler

  • sich damit einen Vorteil in Folge eines Pfosten- oder Lattentreffers bzw. einer absichtlichen Abwehr- oder Torverhinderungsaktion gegenüber dem Gegner verschafft. den Ball spielt oder berührt,
  • einen Gegner beeinflusst, beispielsweise im Rahmen eines Zweikampfes oder durch Versperren der Sicht,
  • den offensichtlichen Versuch unternimmt, den Ball zu spielen oder aktiv den Gegner zu beeinflussen,
  • sich damit einen Vorteil in Folge eines Pfosten- oder Lattentreffers bzw. einer absichtlichen Abwehr- oder Torverhinderungsaktion gegenüber dem Gegner verschafft.

Doch Hamann war mit dieser Erklärung nicht glücklich. „Wenn das so ist, wie er sagt, ich gehe mal davon aus, dass das richtig ist, dass er im Kampf um den Ball sein muss, dass ein Gegenspieler dabei sein muss. Dann frage ich mich, was mit unserem Regelwerk passiert ist. Wer denkt sich denn diese Regeln aus?“, sagte der Sky-Experte.


Ärger über Dreifachwechsel beim 1. FC Köln: René Wagners Entscheidung führt zum Bruch im Spiel

René Wagner beim Spiel gegen Union Berlin
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Ärger über Dreifachwechsel beim 1. FC Köln: René Wagners Entscheidung führt zum Bruch im Spiel

Trotz 2:0-Führung kamen die Geißböcke nicht über ein Remis gegen Union Berlin hinaus. Bei vielen Fans ist der Trainer mit verantwortlich für die verlorenen Punkte des 1. FC Köln: Hat sich René Wagner vercoacht?

Bislang waren die späten Wechsel bei den Kölnern ein echter Trumpf, dieses Mal führte die Veränderung zu einem klaren Bruch im Spiel und möglicherweise zum Punktverlust. Und René Wagner gerät in die Kritik der Fans.

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Hendrik Broschart berichtet aus Berlin

In der Regel kann sich Union Berlin auf die bedingungslose Unterstützung seiner Fans verlassen. Gleichzeitig machen die Berliner ihrer Mannschaft aber auch deutlich, wenn ihnen etwas nicht gefällt. „Aufwachen! Aufwachen!”, schallte es am Samstagnachmittag mehrfach von den Rängen im Stadion An der Alten Försterei. Und es dauerte nicht lange, da wurden ihre Rufe erhört. Die Eisernen egalisierten einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand und kamen in einer Partie, in der es kurz so aussah, als habe der 1. FC Union Berlin drei Punkte sicher, nochmal zurück. Allein mit dem Unmut der Fans lässt sich das allerdings nicht erklären. Ein wesentlicher Grund für das Union-Comeback lag darin, dass der 1. FC Köln den Berlinern durch eine womöglich verhängnisvolle Entscheidung von René Wagner und seinem Coaching-Team die Tür geöffnet hat.

Drei Wechsel auf einen Schlag- Hat Wagner die Partie vercoacht?

Denn Wagner und Co. hielten es für eine gute Entscheidung, in der 71. Minute ihre gesamte Offensive auszutauschen. „Wir fanden, dass wir in dieser Phase den Druck am und gegen den Ball ein bisschen verloren haben“, begründete der Coach auf der Pressekonferenz nach dem Unentschieden. In erster Linie habe man dem Team für die Schlussphase einen Push verleihen wollen: „Wir wollten mit den drei neuen Spielern Energie bringen. Das war auch die Begründung, um der Mannschaft das Zeichen zu geben: ‚Ey, wir bleiben hier weiter dran, wir wollen weiter vorwärts Spielen.“

Dass Wagner die Wechsel vornahm, kam nicht von ungefähr. Denn die Partie hatte bis dahin ihren Tribut gefordert. Union Berlin hat sich in der Bundesliga einen Namen damit gemacht, Gegner in genau solche Abnutzungsgefechte zu ziehen. Das harte, körperbetonte Spiel der „Eisernen” ist in dieser Spielzeit besonders ausgeprägt: Mit 386 Fouls gegen ihre Gegenspieler liegen die Unioner ligaweit auf dem zweiten Platz hinter der TSG 1899 Hoffenheim mit 411 Fouls. Erschwerend hinzu kamen die äußeren Bedingungen: In Köpenick herrschten sommerliche Temperaturen und die pralle Berliner Sonne heizte den Rasen zusätzlich auf.

Leistungseinbruch nach Mehrfachwechsel

Nur: Bis auf wenige Ausnahmen gelang es den eingewechselten Spielern Linton Maina, Youssoupha Niang und Jan Thielmann nicht, den von Trainer Wagner erhofften Effekt herbeizuführen. Im Gegenteil: Der FC verlor in der Phase komplett den Faden, war eigentlich gerade am Drücker, hätte den Sack zu machen können. In der Schlussphase verlagerte sich Köln aufs Kontern und hatte alle Hände voll zu tun, die Berliner Angriffe abzuwehren. Und ausgerechnet den eingewechselten Akteuren unterliefen die entscheidenden Fehler. Niang hatte beim anschließenden Eckball Torschütze Tom Rothe komplett aus den Augen verloren, der nickte unbedrängt ein.

Der ebenfalls eingewechselte Thielmann ließ später Livan Burcu frei aufs Tor schießen: 2:2. Zuvor hatte Linton Maina nach einer Vorlage von Niang die einzige gute Gelegenheit, das Spiel in der Schlussphase zu entscheiden. Der Frust ließ in den Sozialen Medien nicht lange auf sich warten. „Ich glaube nicht, dass nach unserem Dreierwechsel mehr Druck auf uns war“, nahm Marius Bülter die Entscheidung in Schutz. „Union ist mehr ins Risiko gegangen.“ Zudem wies der Stürmer auf das anstrengende Spiel hin.

Ein Punktgewinn in Berlin ist keine Enttäuschung

Kurios: Union Berlin hatte nach einer knappen Stunde ebenfalls dreifach gewechselt und sich umgehen den zweiten Kölner Gegentreffer eingefangen. Durch das Unentschieden kann Köln an diesem Spieltag zwar noch nicht den Klassenerhalt zu 100 Prozent perfekt machen. Dennoch verschafft der Punkt, den die Wagner-Elf aus dem Osten Berlins entführen konnte, eine komfortable Ausgangslage: Gegen Heidenheim soll der nun perfekt gemacht werden. Spätestens dann wird auch niemand mehr über mögliche Wechselfehler reden.


Später Ajani-Doppelpack nach Pausen-Rückstand: U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen Rödinghausen

Mikolaj Marutzki vom 1. FC Köln
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Später Ajani-Doppelpack nach Pausen-Rückstand: U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen Rödinghausen

Die U21 hat ihre schwarze Serie gegen die Mannschaften aus dem Tabellen-Keller beendet. Am Samstag spielten die Talente zu Hause. Die U21 des 1. FC Köln hat gegen den SV Rödinghausen mit 2:1 (0:1) gewonnen.

Zum Matchwinner wurde Marvin Ajani, der die Partie mit seinem Doppelpack in der Schlussphase drehte zu einem letztlich verdienten Kölner Sieg.

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U21-Trainer Evangelos Sbonias nahm im Vergleich zum 3:3 in Velbert drei Änderungen an seiner Startelf vor. Jonathan Friemel und Fynn Schenten zogen am Vormittag bereits mit der U19 ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft ein. Zudem rutschte Arda Süne auf die Ersatzbank. Dafür starteten diesmal Marvin Ajani, Safyan Toure und Nilas Yacobi. Die Gäste steckten noch im Kampf um den Klassenerhalt und das merkte man der Partie direkt an: Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie, die in der Anfangsphase keine Highlights entwickelte. Aktionen in den beiden Strafräumen waren Mangelware.

Lange Zeit zu harmlos

Die Rödinghausener waren darauf bedacht, defensiv keine Angriffsfläche zu bieten und über schnelle Gegenstöße Nadelstiche zu setzen. Den FC-Talenten fehlten die Ideen, um die Gäste in Bedrängnis zu bringen. Rödinghausen wurde gegen Mitte der ersten Hälfte mutiger und näherten sich dem Kölner Tor an. Die beste Chance besaß Eduard Probst, der nach einer Flanke blank am zweiten Pfosten auftauchte, den Ball aber mit Wucht nur knapp am Tor vorbeischoss (31.). Kurz danach klingelte es aber doch im Kölner Tor: Probst traf zum 0:1 (39.).

Die beste Chance für den FC besaß der aufgerückte Linksverteidiger Marvin Ajani, dessen strammer Distanzschuss von der Strafraumgrenze aber knapp am SVR-Gehäuse vorbeiflog (43.). In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein intensives Fußballspiel mit vielen Zweikämpfen und wenig Spektakel in den gefährlichen Zonen. Den Kölnern war der Wille zwar anzumerken, aber im Offensivspiel blieb das Team lange Zeit komplett harmlos. Gefährlich wurde es erst nach einer Einzelleistung von Maik Akumu, der vom Flügel an der Sechzehner-Linie entlang ins Zentrum dribbelte und den Abschluss suchte. Doch Rödinghausens Torwart Dennis Gorka war unten und hielt den Schuss fest (71.).

Kölner starten Schlussoffensive

Es war der Startschuss für eine Kölner Schlussoffensive. Die Partie spielte sich fortan fast ausschließlich in der Gäste-Hälfte ab. Der Lohn: Safyan Toure legte den Ball auf dem linken Flügel ab zu Marvin Ajani. Der Routinier lief noch einige Schritte ins Zentrum und schlenzte den Ball aus der Distanz mit Gefühl und Wucht zugleich ins lange Eck zum inzwischen hochverdienten 1:1 (79.). Bernie Lennemann hatte kurz danach die Führung auf dem Fuß, doch der Schuss von der Strafraumgrenze zischte knapp unten am Pfosten vorbei (80.).

Kurios wurde es kurz danach: Rödinghausens Torwart Dennis Gorka rutschte bei einem Abstoß weg und berührte den Ball verbotenerweise zweimal. Der Schiedsrichter Nils Hasse entschied daher auf indirekten Freistoß für die Gastgeber. Arda Süne tippte die Kugel am Fünfer an und Ajani drosch sie mit Gewalt oben in den Winkel zum 2:1 (86.). Der Heimsieg war aufgrund der zweiten Hälfte hochverdient und beendet damit die schwarze Serie der U21 gegen die Kellerteams der Regionalliga in der Rückrunde. Für die FC-Talente geht es nächste Woche Sonntag (17 Uhr) mit dem letzten Auswärtsspiel der Saison bei der U23 von Borussia Dortmund weiter.

1. FC Köln U21: Marutzki – Neumann, Mausehund, Özkan (88. Dabrowski), Ajani – Kristal, Harchaoui (73. Elyazidi) – Toure (88. Labenz), Adamyan (73. Süne), Lennemann – Yacobi (61. Akumu). Tore: 0:1 Probst (39.), 1:1/2:1 Ajani (79./86.). Zuschauer: 180.

Mangelndes Fairplay? Beim 1. FC Köln hadert man mit einer Szene

Eric Martel im Kopfball-Duell
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Mangelndes Fairplay? Beim 1. FC Köln hadert man mit einer Szene

Nach dem 2:2-Remis der Geißböcke gegen Union Berlin war die Enttäuschung bei den Kölnern groß. Für zusätzlichen Frust sorgte eine bestimmte Szene. Der 1. FC Köln ärgert sich über mangelndes Fairplay.

Mangelndes Fairplay oder Fußball-Alltag? Der FC hätte nach einem ins Aus gespielten Ball gerne jenen wiederbekommen. Das passierte nicht, dafür fiel unmittelbar danach das 2:2.

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Marvin Schwäbe hatte Redebedarf. Der Keeper der Geißböcke stand an der Seitenlinie und sprach wahlweise mit Schiedsrichter Daniel Schlager oder Union-Kapitän Christopher Trimmel. Offenbar war der Redebedarf so deutlich, dass der Unparteiische dann zur Gelben Karte greifen musste. Dabei war der Frust des Kölner Torhüters verständlich. Eric Martel lag bereits seit einiger Zeit in Höhe der Mittellinie auf dem Boden, krümmte sich vor Schmerzen. Felipe Chávez war es schließlich, der den Ball eindeutig absichtlich ins Aus spielte. Für die Gegner war der Pass über die Seitenlinie, fernab von jeglichem Mitspieler, dann aber offensichtlich nicht so eindeutig. So nahm sich Christopher Trimmel die Kugel. Anstatt wie üblich, die Kugel wieder zum Gegner zu werfen, landete die Kugel beim Mitspieler. „Berlin hat es dann nicht eingesehen, uns den Ball dann Fairness halber wieder zurück zu spielen“, sagte Schwäbe später. „Das ist in dem Moment einfach unverständlich. Dass das dann ein Stück weit eskaliert, ist klar.“

„Kann man machen, muss man aber nicht“

Es eskalierte auch, weil die Eisernen den Angriff zum Ausgleich nutzten. Levan Burcu bekam über Umwege die Kugel, zog ab und überwand Marvin Schwäbe. „Ich denke schon, dass das ein bisschen schade ist. Es ist dann schon Fairplay, ihn zurückzuspielen. Er spielt ihn klar ins Aus“, sagte Marius Bülter, fügte aber auch an, dass es nun „ohnehin nicht mehr zu ändern“ sei. Dennoch war der Frust über die Aktion groß. Auch, weil es das 2:2 bedeutete und damit den verspielten Sieg. Auf Seiten der Eisernen war man da aber anderer Meinung. „Sie hatten vorher selber die Möglichkeit, den Ball raus zu spielen, haben dann gemerkt, dass eine Druckphase kommt und spielen ihn dann raus“, erklärte Trimmel. „Dann habe ich ganz klar definiert: Ihr habt jetzt schon sieben acht Mal auf Zeit gespielt, seid am Boden liegen geblieben. Da spielen wir natürlich das Spiel mit, weil es um Fairplay geht und nicht um einzelne Situationen.“

Trimmel sagte aber auch, dass er es in der Situation als Gegenspieler wohl ähnlich gesehen habe. René Wagner wollte sich gar nicht erst auf eine Diskussion einlassen. Die Frage, ob man den Ball nicht hätte zurückgeben müssen, sagte der Coach nur „Kann man machen, muss man aber nicht“. Marie-Louise Eta wollte sich an die Situation derweil nicht erinnern können. Am Ende des Tages können die Kölner es nun nicht mehr ändern. Zur Wahrheit gehört zudem auch, dass der FC den Sack schon früher hätte zumachen können Etwa als Linton Maina kurz vor dem Ausgleich die Chance auf die Vorentscheidung hatte.


„Wir müssen uns vorwerfen lassen…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Thomas Kessler lässt die Zukunft des Trainers offen
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„Wir müssen uns vorwerfen lassen…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Mit dem 2:2-Unentschieden gegen die Eisernen hat der FC am Samstagnachmittag einen Punkt eingefahren. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Torschütze Marius Bülter und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln bei Union Berlin.

Der 1. FC Köln hat sich die erarbeitete 2:0-Führung gegen Union Berlin noch nehmen lassen. Somit fährt der FC mit nur einem Punkt zurück nach Köln und muss im Kampf um den Klassenerhalt noch weiter zittern.


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„Es ist dann schon Fairplay, ihn zurückzuspielen“

Marius Bülter vom 1. FC Köln

Marius Bülter

„Man ist natürlich schon enttäuscht, weil man dem Sieg ziemlich nahe war. Die Enttäuschung müssen wir schnell verarbeiten. Am Ende war es ein Punkt, der uns weiterhilft. Jetzt gerade ärgert es mich natürlich ein bisschen.“


„Man muss schon anerkennen, dass Union da schon Qualitäten hat, dass sie viele hohe Bälle in den Sechzehner gespielt haben, die dann die Größe und die Körperlichkeit haben. Das ist dann nicht immer so leicht zu verteidigen. Wir hätten vielleicht für ein bisschen mehr Entlastung sorgen können. Aber es ist auch schwer. Das Stadion war schon da.“


„Union hat dann auch offensiver gewechselt und ist mehr ins Risiko gegangen. Ich glaube nicht, dass das am Dreier-Wechsel bei uns lag.“


Zum Weiterspielen der Unioner: „Ich denke schon, dass das ein bisschen schade ist. Es ist dann schon Fairplay, ihn zurückzuspielen. Er spielt ihn klar ins Aus. Wir können es nicht ändern.“


„Ja, scheiße“

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe

„Es ist extrem bitter. Ich glaube, wenn du hier 2:0 führst, dann ist das extrem niederschmetternd mit nur einem Punkt nach Hause zu fahren. Wir haben nicht mehr den nötigen Druck gefunden. Wir haben uns hinten reindrücken lassen. Das tut weh.“


„Natürlich haben sie dann den ein oder anderen Spieler reingebracht, die uns vor Herausforderungen gestellt haben. Wir hatten hier und da Entlastung nach vorne, aber nichts Zwingendes. Wir wissen, wie die Stimmung hier ist. Aber es war dennoch ein gutes Spiel. Wenn wir hier auswärts den Punkt mitnehmen, dann ist das trotzdem in Ordnung. Nach dem Spielverlauf ist es extrem bitter.
Wenn wir das dann zu Hause klarmachen, dann ist es genau das was wir brauchen.“


Zum zweiten Gegentor: „Ich weiß gar nicht, wer es war. Aber irgendein Unioner zieht da noch den Kopf ein. Deswegen sehe ich den Ball erst sehr spät – ja, scheiße.“


„Es ist wieder ein weiterer Schritt für die nächsten Spiele“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

“Wir haben auswärts wieder einen Punkt gesammelt. Das muss uns Mut geben, dass wir auch in Spielen gefährlich sein können. Wir haben zwei Tore gemacht. Letzte Woche haben wir darüber gesprochen, dass wir die Tore nicht machen. Jetzt waren wir 2:0 vorne. Da müssen wir es schaffen, dass uns diese Führung Sicherheit gibt, dass wir dann ein bisschen mehr Ballkontrolle bekommen und den Gegner nicht mehr ins Spiel zurück kommen lassen. Es ist wieder ein weiterer Schritt für die nächsten Spiele.“


„Dann ist es am Ende ein sehr sehenswerter Treffer…“

Thomas Kessler vom 1. FC Köln

Thomas Kessler

„Wenn du hier 2:0 führst, dann willst du das Spiel natürlich gewinnen. Unter dem Strich, wenn wir rational drauf schauen, haben wir genau das gesehen, was wir vor dem Spiel erwartet haben: Viel Intensität, viele zweite Bälle, Zweikämpfe ohne Ende. Wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir es nicht geschafft haben, mit der 2:0-Führung souveräner umzugehen. Union Berlin ist bei Standards immer gefährlich. Wir haben vieles gut weg verteidigt. Einmal schaffen wir es heute nicht und dann ist es am Ende ein sehr sehenswerter Treffer, der dafür sorgt, dass wir leider nur mit einem Punkt nach Hause fahren.“

Zum Verbleib von Trainer Wagner als Trainer: „Wie wollen unsere Ziele erreichen. Danach setzen wir uns hin und dann werden wir die Saison ganz in Ruhe bewerten. Dann werden wir mit René natürlich auch über die Themen sprechen. Grundsätzlich sind wir jetzt wieder einen Schritt näher dran gekommen, unser Saisonziel zu erreichen. René hat mit Ausnahme von dem guten Spiel gegen Leverkusen, was wir leider verloren haben, immer gepunktet und das ist wohl sicherlich nicht schlecht für uns.“

Zu Said El Mala und der Planung mit ihm: „Die Diskussion wird in erster Linie in den Medien gespielt. Das ist völlig normal, wenn beim 1. FC Köln in so einer Stadt so ein talentierter Junge spielt, der heute auch wieder getroffen hat und Woche für Woche gute Leistungen für uns zeigt. Es gibt keine Zeitleiste, sondern wir beobachten das Ganze in Ruhe, sind froh, dass wir Said haben. Er arbeitet jeden Tag im Training extrem akribisch. Wir erhoffen uns noch viel von ihm. Und dann schauen wir mal, was er in den letzten beiden Spielen noch macht.“