Wie ersetzt der FC Dallinga und Ache? – René Wagner: „Haben mehrere Optionen im Kader“

René Wagner gibt im Training Anweisungen
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Wie ersetzt der FC Dallinga und Ache? – René Wagner: „Haben mehrere Optionen im Kader“

Mit Ragnar Ache und Thijs Dallinga hat der FC im Sturm für das Duell mit Borussia Mönchengladbach zwei bittere Ausfälle zu verkraften. Trainer René Wagner sieht verschiedene Optionen, um diese zu kompensieren beim 1. FC Köln: So möchte Wagner die Ausfälle im Derby auffangen.

Mit Borussia Mönchengladbach kommt am Sonntag (15:30 Uhr) das Schlusslicht der Liga zum Derby in die Domstadt. Für René Wagner ist das Duell ein sehr wichtiges Spiel, bei dem er vor allem im Sturm jedoch vor schwierigen Personalfragen steht.

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Es könnte eine Art Befreiungsschlag sein. Wenn der 1. FC Köln um Trainer René Wagner das Rheinische Derby am Sonntag gewinnen sollte, würde das die Kritik am Coach im FC-Umfeld erstmal deutlich leiser werden lassen. Denn so hätte der FC mit sieben Punkten aus fünf Partien einen ordentlichen Start hingelegt. Und natürlich mit dem Derby ein für die Fans extrem wichtiges Spiel gewonnen. Diese Bedeutung ist auch Wagner bewusst, der sein erstes Derby als Cheftrainer absolviert. „Es bedeutet uns genauso viel wie den Fans und der Stadt“, erklärte der Coach auf der Pressekonferenz am Freitag. Daher sei das Ziel ganz klar mit “Vollgas zum Derby-Sieg“. „Wir wollen, dass die Stadt am Sonntag aus dem Stadion geht und weiß, wir können heute den Derby-Sieg feiern“, so der Trainer. Dafür lässt sich der Coach auch von den kritischen Stimmen ihm gegenüber im FC-Umfeld nicht ablenken. „Am Ende zählt die Kommunikation, die ich intern mit den Menschen, die verantwortlich sind, habe. Da gibt es diese Stimmen nicht.“

Schwieriges Puzzle im Kölner Sturm

Dabei muss Wagner allerdings einige Ausfälle verkraften. Denn bekanntlich verletzten sich sowohl Thijs Dallinga als auch Ragnar Ache im Testspiel gegen Viktoria Köln während der Länderspielpause. Damit fehlen beide klassischen Mittelstürmer im Kader des 1. FC Köln. „Das sind natürlich zwei Ausfälle, die uns weh tun“, betonte der Coach. „Jetzt müssen wir schauen, dass wir die beste Kombination an Spielern finden, die offensiv gefährlich werden können. Ich glaube, wir haben mehrere Optionen im Kader. Wir haben Bülti als Option, wir haben aber auch schon mit Said in der vordersten Reihe gespielt letztes Jahr. Wir haben andere Spieler, die sich schon auf der Position gezeigt haben. Von daher müssen wir jetzt gucken, dass wir die Jungs in die richtigen Positionen bekommen, dass wir eine gute Kombination hinbekommen, um gefährlich die Box zu attackieren.“

In die Karten schauen, wer am Ende den Vorzug erhalten wird, ließ sich Wagner aber noch nicht. Allerdings betonte der Trainer, dass durch die Verletzungen andere Spieler die Chance bekommen, sich zu zeigen. Dabei ist ihm besonders wichtig, „in die Box zu kommen. Das ist das Allerwichtigste.“ Das ist eine der Lehren, die Wagner aus dem HSV-Spiel gezogen hat: „Es ist scheißegal, wer in der Box ankommt, Hauptsache am Ende macht einer die Tore.“

Standard-Misere ein Thema in der Länderspielpause

Auf der anderen Seite muss der FC jedoch auch die Baustellen in der eigenen Defensive beheben – vor allem bei Standards. Dafür hatte es in der Länderspielpause zwar nicht viel, aber ein paar mehr und vor allem fokussiertere Einheiten gegeben. „Wir haben natürlich an den ein, zwei Dingen, die uns besonders gestört haben, gefeilt. Das haben wir aber vorher auch schon getan. Für uns ist es wichtig, eine Sicherheit reinzubekommen. Da gehört auch manchmal etwas Glück im Spiel dazu, dass der ein oder andere Kopfball, den wir nicht verteidigt bekommen, vielleicht nicht auf die Kiste geht. Aber das müssen wir uns hart erarbeiten“, meinte Wagner zu dieser Kölner Baustelle. Ob die Geißböcke diese Kombination aus erarbeiteten Glück und Können dann schon im Derby haben, wird sich dann am Sonntag zeigen.

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„Meistert diese Aufgabe sehr gut“: Schwäbe fordert vor dem Derby mehr Zeit für Trainer René Wagner

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„Meistert diese Aufgabe sehr gut“: Schwäbe fordert vor dem Derby mehr Zeit für Trainer René Wagner

Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach gibt es aus Teilen des FC-Umfelds bereits einiges an Kritik gegen Coach René Wagner. Rückendeckung erhält dieser vom Kapitän des 1. FC Köln: Marvin Schwäbe bleibt überzeugt von René Wagner.

Während FC-Trainer René Wagner im Derby am Sonntag schon unter Druck steht, glaubt Torwart Marvin Schwäbe weiter an die Arbeit des Trainerneulings.

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Ungefähr fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass Marvin Schwäbe sein Bundesliga-Debüt beim 1. FC Köln absolvierte. Damals vertrat der Keeper den verletzten Timo Horn – ausgerechnet im Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Ein perfekter Start für Schwäbe, denn der FC gewann damals mit 4:1 gegen den Rivalen. „Beim Bundesligadebüt im Derby zu Hause zu gewinnen – das ist mir natürlich noch ganz besonders in Erinnerung“, erinnerte sich der Torwart nun im Interview mit dem „Kicker“. Danach machte der mittlerweile 31-Jährige einiges mit: Er eroberte sich den Stammplatz von Horn, spielte mit dem FC in der Conference League, stieg mit den Geißböcken ab und wieder auf. Trotz des Auf und Abs sieht der Keeper seinen Club heute besser aufgestellt als noch vor fünf Jahren: „Es gab natürlich sportliche Rückschläge. Aber wenn ich mir das Geißbockheim anschaue, die neuen Büros und die Kabinen oder die Athletikhalle, dann muss ich sagen: Es hat sich viel getan.“

„Nicht sofort nervös werden“

Am Sonntagnachmittag steht für Schwäbe mal wieder ein Rheinisches Derby an. Und auch wenn der Kapitän den Verein heute weiter als zu seiner Anfangszeit sieht, ist schon wieder eine Menge Druck auf dem Kölner Kessel. Denn nach nur vier Punkten aus vier Spielen steht Trainer René Wagner bei Teilen der Anhänger schon in der Kritik. Die Nummer Eins der Geißböcke ist dagegen überzeugt vom Coach. „Man muss nicht immer auf alles eingehen, was gesprochen wird. Es gibt viele Meinungen, die mal hin und mal her wiegen. Das hat aber oft nichts mit den Fakten zu tun. Für René ist der FC die erste Station als Cheftrainer, das ist Fakt. Aber ich finde, er meistert diese Aufgabe sehr gut. Es kommuniziert sehr gut mit uns und ist dabei auf Augenhöhe“, lobte der 31-Jährige.

Der Kapitän forderte dagegen mehr Zeit für Wagner und dass man „nicht sofort nervös werden“ solle. „Wir würden ehrlich gesagt auch gar nicht so viel über ihn reden, wenn wir in Hamburg in der ersten Hälfte, in der wir den HSV an die Wand gespielt haben, zwei Tore gemacht hätten. So wird das ein Thema, weil uns die Punkte fehlen“, meinte der Torwart. Diese Zähler müssen die Geißböcke nun im Derby holen, damit die Kritik nicht noch lauter wird.

Problemzone Standards

Dafür müssen sich die Geißböcke gegen den Rivalen aber vor allem in einer altbekannten Schwäche verbessern: den Standards. Denn gegen den HSV sorgte genau eine solche Situation für den Kölner Rückstand. Dabei hatte der FC eigentlich einen klaren Plan, wie Schwäbe im „Kicker“-Interview skizzierte: „Für das HSV-Spiel hatten wir uns zurechtgelegt, zwei große Spieler an den ersten Pfosten zu positionieren, wenn sich dort vor der Ausführung der Ecke ein Pulk aus HSV-Spielern bilden sollte. Die beiden sollten sich dann um diesen Bereich kümmern. Meine Aufgabe war es, den Bereich hinter den beiden großgewachsenen Spielern abzusichern, sollte der Ball darüber fliegen.“

Der Ball flog jedoch hoch über den Pulk, ohne dass Schwäbe eingriff. Dementsprechend gab es nach der Partie auch Kritik am Keeper. Der wies zu seiner Verteidigung darauf hin, dass er geblockt wurde. „Fabio Vieira ist nicht der größte Spieler, dennoch kann er mich am Herauslaufen hindern“, so der FC-Kapitän. Zusätzlich sei das Verhalten der Defensivspieler nicht optimal gewesen: „Bevor die Ecke ausgeführt wurde, sind unsere Jungs am ersten Pfosten nach vorn geprescht. So aber war dieser Bereich ungedeckt. Das darf uns nicht passieren, das war Teil unserer Analyse.“ Gegen die Borussia wird es nun darauf ankommen, die analysierten Fehler auch abzustellen. Und dann mit einem Derbysieg dafür zu sorgen, dass Wagner die von Schwäbe geforderte Zeit auch wirklich bekommt.

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Mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile: Werden die kommenden Wochen für den 1. FC Köln zum Härtetest?

René Wagner muss seine Mannschaft klug aufstellen
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Mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile: Werden die kommenden Wochen für den 1. FC Köln zum Härtetest?

Die Begegnung gegen den Hamburger SV vor der Länderspielpause könnte ein Vorgeschmack auf die kommenden Aufgaben gewesen sein. In gleich mehreren Partien kann sich der FC möglicherweise auf tiefstehende Gegner einstellen. Das hat in der Vergangenheit gerne mal Probleme bereitet. Findet der FC genug Lösungen im Spiel mit Ball?

Das Spiel beim Hamburger SV hat dem 1. FC Köln zuletzt eine ungewohnte Ausgangslage beschert. Die Rothosen überließen dem FC über weite Strecken den Ball und zogen sich insbesondere in der ersten Halbzeit tief in die eigene Hälfte zurück. Solche Spielverläufe sind für Köln nicht alltäglich, denn normalerweise bekommt die Mannschaft mehr Räume für schnelle Angriffe und kann nach Ballgewinnen häufiger mit Tempo nach vorne spielen. Bei der 1:2-Niederlage in Hamburg war dagegen vor allem Geduld gefragt, um gegen eine kompakte Defensive Lösungen zu finden. Das gelang phasenweise, denn die Domstädter kamen zu einigen Möglichkeiten, nutzten diese aber nicht konsequent genug, weshalb die drei Punkte schließlich im Volkspark blieben. Genau diese Art von Herausforderung könnte in den kommenden Wochen häufiger auf den 1. FC Köln zukommen.

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So muss der 1. FC Köln gegen tiefstehende Gegner Lösungen finden

Mit Borussia Mönchengladbach, Schalke 04 und Union Berlin (DFB-Pokal und Bundesliga) warten in den kommenden Wochen drei Gegner in vier Partien, die dem FC möglicherweise ähnlich häufig wie der HSV den Ball überlassen. Dabei ist vor allem das Derby gegen Gladbach schwer einzuschätzen. Alexander Blessin hat erst vor wenigen Wochen das Traineramt übernommen und steht vor seiner ersten Bundesliga-Partie mit der Mannschaft. Gegen Frankfurt wird die Ausgangslage auswärts noch einmal eine andere sein, da der Europopokal-Anwärter im Heimspiel durchaus einen höheren Anspruch haben dürfte, als die anderen Gegner. Anschließend warten mit Schalke und Union zwei weitere Mannschaften, gegen die Köln möglicherweise häufiger Lösungen gegen eine kompakte Defensive finden muss. Beide Teams sind für ihren Fokus auf die Arbeit gegen den Ball bekannt. Nicht alle Spiele werden deshalb gleich aussehen, die grundsätzliche Herausforderung könnte sich für den FC aber wiederholen.

Gerade im letzten Drittel werden dadurch Spieler wichtiger, die auch dann für Gefahr sorgen können, wenn der Gegner nur wenig Raum anbietet. Mikey Moore bringt technische Qualität, Kreativität und die Fähigkeit mit, Situationen auf engem Raum aufzulösen. Said El Mala kann mit seiner Dynamik, seinem Tiefgang und seiner Qualität im Eins-gegen-eins und seinem Dribbling eine andere Art von Gefahr erzeugen. Für die Geißböcke wird es in solchen Spielen darauf ankommen, diese unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenzubringen und nicht darauf angewiesen zu sein, dass sich nach einem Ballgewinn automatisch große Räume für einen schnellen Gegenangriff ergeben. Gerade gegen einen tiefen Block können individuelle Aktionen, überraschende Pässe oder ein gewonnenes Dribbling den Unterschied machen.

Warum die kommenden Spiele für den 1. FC Köln so wichtig werden

Die kommenden Wochen haben allerdings nicht nur aus taktischer Sicht eine besondere Bedeutung. Vier der fünf nächsten Pflichtspiele gehen gegen Mannschaften, die als potenzielle Konkurrenten im unteren Tabellenbereich relevant sein können. Für den FC und Cheftrainer René Wagner geht es damit um mehr als die Frage, wie gut die Mannschaft gegen unterschiedliche Spielweisen Lösungen findet. Es geht auch um gute Ergebnisse und wichtige Punkte im direkten Duell mit Teams, die im weiteren Saisonverlauf eine ähnliche Tabellenregion anpeilen könnten. Gleichzeitig steigt damit die Bedeutung der Leistungen. Sollten in dieser Phase die Ergebnisse ausbleiben und die Auftritte nicht überzeugen, dürfte zwangsläufig auch die Diskussion um den Trainer größer werden. Gerade weil mehrere solcher Spiele unmittelbar hintereinander warten, könnten die kommenden Wochen deshalb eine wichtige Richtung für den weiteren Saisonverlauf vorgeben.

Das Spiel in Hamburg hat bereits gezeigt, dass der FC auch gegen einen tief stehenden Gegner zu Chancen kommen kann. Dass die Domstädter solche Möglichkeiten teilweise liegen ließen, dürfte dabei ein Punkt sein, an dem die Mannschaft ansetzen muss. Denn wenn die Räume für Konter kleiner werden und der Gegner weniger Fehler im offenen Feld anbietet, müssen die vorhandenen Chancen konsequenter genutzt werden. Gleichzeitig brauchen die Kölner Spieler, die mit individuellen Aktionen eine kompakte Defensive auseinanderziehen können. Genau diese Mischung aus Effizienz, Kreativität und Tiefgang dürfte in den kommenden Wochen besonders gefragt sein.

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Der Fluch vom Niederrhein? Wagner vor dem Derby gegen Gladbach unter Druck

René Wagner vom 1. FC Köln
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Der Fluch vom Niederrhein? Wagner vor dem Derby gegen Gladbach unter Druck

Gladbach war Lukas Kwasnioks Endstation. Ist es auch Wagners? Warum die Lage diesmal eine andere ist beim 1. FC Köln: Kein Schicksal-Derby für René Wagner

Vor dem Derby gegen Gladbach wächst in Köln die Unruhe: Die Fans zweifeln an René Wagner, die Punkteausbeute stimmt nicht, und im Testspiel gegen Viktoria Köln fielen mit Thijs Dallinga und Ragnar Ache auch noch beide Topstürmer aus. Dazu die Erinnerung an das Spiel, das einst Lukas Kwasniok den Job kostete. Ein Schicksalsspiel für den Trainer?

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Wenn der 1. FC Köln am kommenden Spieltag auf Borussia Mönchengladbach trifft, ist das mehr als ein Duell mit Tradition. Es ist die Neuauflage jenes Spiels, das den ehemaligen FC-Coach Lukas Kwasniok den Job gekostet hat. Auf der Bank saß damals ein Mann im Hintergrund: René Wagner, seinerzeit Co-Trainer. Heute ist er Cheftrainer und trifft in der Hinrunde der neuen Saison auf jene Fohlen, die ihm seine erste Chance in der vordersten Reihe verschafft haben.

Sportlich ist das Duell mit Gladbach für Wagner ein Charaktertest. Ein Endspiel um den Trainerjob ist es aber nicht. Gehen die Ideen des jungen Coaches gegen die Mannschaft von Alexander Blessin auf und steht am Ende ein Sieg im Derby, dürfte sich die Stimmung rund um den Verein schnell drehen, und die Debatte um Strahlkraft und Alternativen würde verstummen. Das Derby gibt Wagner die Gelegenheit, den Skeptikern auf den Rängen eine Antwort zu geben. Ein Auftritt mit Haltung und Ertrag ist so wichtig wie noch nie in dieser jungen Spielzeit.

Wer sich von der Stimmung im meinungsstarken Teil des Fanlagers anstecken lässt, könnte schnell glauben, Gladbach werde auch diesmal zum Henker eines Kölner Trainers. Die Anhänger bemängeln die fehlende Strahlkraft des Coaches und sind unzufrieden mit der geringen Punkteausbeute. Und dennoch ist ein Trainerwechsel nach dem anstehenden Derby unrealistisch.

Warum René Wagner beim FC Rückendeckung erhält

Die Geschichte ist reizvoll, doch mehrere Gründe sprechen dagegen, dass sie sich wiederholt. Da wäre zunächst die Führungsetage. Die Verantwortlichen am Geißbockheim begegnen den aufgekommenen Gerüchten mit einem klaren Dementi. FC-Präsident Jörn Stobbe äußerte sich zu Spekulationen um eine mögliche Verpflichtung von Horst Steffen, zuletzt bei Werder Bremen, unmissverständlich. Man habe sich vor der Vertragsverlängerung Kriterien zurechtgelegt und sich gefragt, was ein Trainer können müsse. Wagner lege dabei „in allen Bereichen eine brutal hohe Punktzahl hin“, sagte der 60-Jährige kürzlich dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Zugleich nahm er die Mannschaft in die Pflicht: „Jetzt müssen wir natürlich schauen, dass wir die Ergebnisse kriegen, denn dann hört so eine Diskussion schnell auf.“ Es ist ein Vertrauensbeweis mit Augenmaß: Rückhalt ja, aber kein Freibrief. Dazu kommt, dass die Saison noch jung ist. Erst vier Spieltage sind absolviert, und eine Stichprobe dieser Größe reicht kaum aus, um Wagner ein belastbares Zeugnis auszustellen.

Welche Probleme René Wagner beim 1. FC Köln lösen muss

Dass nicht alles rundläuft, räumt der Trainer im Interview mit come-on-fc.com selbst ein. Insbesondere das leidige Dauerthema Standardsituationen beschäftige ihn. „Es ist ein Thema, mit dem wir nicht zufrieden sind, ganz klar“, sagte Wagner. Man arbeite jede Woche im Training und in der Analyse daran, der Mannschaft Sicherheit zu geben, damit sich die Abläufe verbessern und das Vertrauen zurückkehre.

Im gleichen Interview verweist Wagner auf die Datenlage, die ein freundlicheres Bild zeichne als das nackte Ergebnis. Bei den Offensivstandards liege der FC in den Top 5 und sei auf einem guten Weg, denn in die Bewertung flössen nicht nur Tore ein, sondern auch Chancen, erwartbare Tore und Abschlüsse. „Wir hätten schon einige Treffer nach Ecken erzielen können“, so der Coach. Die Argumentation ist nachvollziehbar: Wer sich Chancen erarbeitet, aber nicht belohnt wird, hat eher ein Effizienz- als ein Konzeptproblem.

Wieder Personalsorgen vor dem Derby

Auch diesmal geht der FC nicht unter optimalen personellen Voraussetzungen ins Derby. Im Testspiel gegen Viktoria Köln verletzten sich mit Thijs Dallinga (Knieverletzung) und Ragnar Ache (Muskelverletzung) gleich beide Topstürmer, und damit fehlt Wagner ausgerechnet im Angriff die erste Wahl. Wieder tut sich eine Parallele zur vergangenen Saison auf: Kwasniok ging seinerzeit auf dem Zahnfleisch. Cenny Neumann, dessen Bundesligaerfahrung sich bis dahin auf vier Minuten beschränkte, musste im Derby debütieren, nachdem Tom Krauß nach dem Warmlaufen wegen Kniebeschwerden gepasst hatte. Neumann wirkte in seinem Profidebüt sichtlich überfordert (aus nachvollziehbaren Gründen), und schon in der ersten Minute lief ihm Gladbachs Jens Castrop zur schnellen Gästeführung davon. Kwasniok wurde zum Getriebenen einer Lage, die er kaum beeinflussen konnte.

Warum das Derby kein Schicksalsspiel für René Wagner ist

Auch diesmal muss der Kölner Trainer improvisieren und könnte gezwungen sein, seine Offensivreihe umzubauen. Aber ihm steht ein neu zusammengestellter Kader zur Verfügung, der Qualität und Perspektive vereint, und die Breite sollte ausreichen, um den Verlust aufzufangen, ohne einen Spieler ins kalte Wasser werfen zu müssen, wie es seinem Vorgänger erging.

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Köln und die mangelnde Chancenverwertung: Dem FC fehlen nicht nur die Stürmer

Ragnar Ache verpasst ein Tor gegen Werder Bremen
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Köln und die mangelnde Chancenverwertung: Dem FC fehlen nicht nur die Stürmer

Der 1. FC Köln hat in den ersten Wochen der neuen Saison bereits einige unterschiedliche Leistungen gezeigt. Mal überzeugte die Mannschaft zumindest temporär mit ihrer offensiven Wucht, mal tat sie sich über weite Strecken schwer, in gefährliche Situationen zu kommen. Wenn sie in diese kam, ließ der Abschluss mitunter zu Wünschen übrig. Wie effizient ist der 1. FC Köln bislang?

Der FC kommt in seinen bisherigen fünf Pflichtspielen dieser Saison auf acht Torerfolge. Davon fiel wie berichtet lediglich eines vor der Pause, sieben weitere erzielten die Domstädter in der zweiten Halbzeit. Das ist ohnehin schon eine auffällige statistische Verteilung, wird bei genauerem Hinsehen aber noch interessanter und offenbart noch eine andere Auffälligkeit.

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Thijs Dallinga stand schon ziemlich frei, als Gideon Mensah eine butterweiche Flanke auf seinen Kopf servierte. Der Niederländer vergab, obwohl der xGoals-Wert dieser Chance bei 0,45 lag. Die Qualität der Chance bedeutet also, dass jeder zweite Treffer mit jenem Wert auch ein Tor ist. Mikey Moores Riesenchance gegen die Rothosen war von ähnlicher Qualität, hätte ebenfalls ein Treffer sein können, wenn nicht müssen. In den vier Bundesliga-Spielen kommt Köln in der ersten Halbzeit auf einen gesamten xGoals-Wert von 2,45 – auf dem Torkonto steht für die ersten 45 Minuten ein Tor, nach dem Seitenwechsel liegt der Wert bei 5,35. Pro Partie entspricht das durchschnittlich 0,61 xG vor der Pause und 1,34 danach. Köln entwickelt nach dem Seitenwechsel damit im Schnitt mehr als doppelt so viel Torgefahr wie in den ersten 45 Minuten. Nimmt man das Pokalspiel bei den Würzburger Kickers hinzu, wird der Unterschied sogar noch deutlicher: Über alle fünf Pflichtspiele kommt der FC auf 3,20 xG in der ersten und 6,46 xG in der zweiten Halbzeit.

1. FC Köln mit Problemen bei der Chancenverwertung

Auch unabhängig von der auffälligen Verteilung auf die beiden Halbzeiten lohnt sich deshalb ein Blick auf die Effizienz. Gegen den VfB lag der xGoals-Wert der Kölner bei überragenden 2,8 – die Geißböcke erzielten gerade einmal einen Treffer. In den vier Bundesliga-Spielen hat der FC bislang insgesamt 7,80 erwartete Tore produziert, tatsächlich aber nur sechsmal getroffen. Zwischen der Qualität der herausgespielten Möglichkeiten und dem tatsächlichen Ertrag liegt damit eine Differenz von 1,80 Toren. Köln liegt also bei der Effizienz deutlich im Minusbereich – und im Ligavergleich auf dem vorletzten Platz. Einzig der FC Schalke 04 ist minimal schwächer. Auf der anderen Seite zeigt sich der FC Augsburg extrem kaltschnäuzig. Die Fuggerstädter erzielten bereits elf Tore, obwohl die Qualität der Chancen gerade einmal sieben Tore erwarten ließ. Eine höhere Effizienz kann kein Team aufweisen.

Damit ergibt sich ein durchaus interessantes Gesamtbild vom bisherigen Saisonstart. Köln braucht häufig Zeit, um offensiv richtig in die Partie zu finden, entwickelt nach dem Seitenwechsel aber deutlich mehr Gefahr und kommt dann auch wesentlich häufiger zu hochwertigen Möglichkeiten. Die sieben von acht Pflichtspieltoren nach der Pause sind deshalb nicht nur eine statistische Kuriosität, sondern werden von den xG-Werten zumindest teilweise gestützt. Gleichzeitig bleibt die Chancenverwertung ein Faktor, der den Unterschied zwischen einer guten zweiten Halbzeit und einem entsprechend guten Ergebnis ausmachen kann. Die zwei Gesichter des FC zeigen sich damit bislang nicht nur auf dem Platz, sondern lassen sich nach den ersten fünf Pflichtspielen auch ziemlich deutlich anhand der Zahlen ablesen. Im internen Teamvergleich kommen Marius Bülter und Mikey Moore auf einen xGoals-Wert von jeweils 1,48 – getroffen haben beide noch nicht.

Ausgerechnet jetzt fallen mit Dallinga und Ragnar Ache zwei Spieler aus, die drei der bisherigen sechs Ligatore erzielt haben. Und in der Defensive? Dort liegt der Wert der gefangenen Tore über dem gegnerischen xGoals-Wert. Die Qualität der gegnerischen Chancen ließ acht Tore erwarten, stand jetzt sind es neun. Es gibt also in beiden Bereichen noch Luft nach oben.

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Polizei bereitet sich auf das Derby vor: Neues Konzept greift, Aufenthaltsverbote und Gefährderansprachen

Polizei vor dem Stadion des 1. FC Köln
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Polizei bereitet sich auf das Derby vor: Neues Konzept greift, Aufenthaltsverbote und Gefährderansprachen

In wenigen Tagen steht das Derby zwischen dem 1. FC Köln und Mönchengladbach auf dem Bundesliga-Spielplan. Nicht nur sportlich wird sich auf das Spiel vorbereitet. Auch die Polizei hat vor der als Risikospiel eingestufte Begegnung alle Hände voll zu tun. Dabei setzt sie auf ein neues Konzept und trifft erste Maßnahmen.

Emotionen pur verspricht das Derby am kommenden Sonntag im Kölner Stadion (15:30, Liveticker bei come-on-fc.com). Und das bedeutet in aller Regel auch mehr Arbeit für die Polizei. Zumal die Begegnung natürlich als Risikospiel eingestuft wurde. ie Polizei Köln hat nun Einzelheiten ihres Einsatzkonzepts veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht dabei die erneuerte Stadionallianz NRW, die erstmals bei einem Kölner Derby in ihrer neuen Form zum Einsatz kommt.

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Die im Juli überarbeitete Vereinbarung zwischen dem nordrhein-westfälischen Innenministerium, den Vereinen der ersten drei Profiligen, der Landespolizei und der Bundespolizei soll die Zusammenarbeit rund um Fußballspiele verbessern. Dabei geht es insbesondere um eine frühzeitige Abstimmung, eindeutige Zuständigkeiten und mehr Eigenverantwortung der Vereine. So sollen die Veranstalter mit ihren Ordnungsdiensten, Fanbeauftragten und Sicherheitsbeauftragten für die Sicherheit in den Stadien sorgen. Im Vorfeld des Derbys hat die Polizei bereits konkrete Maßnahmen ergriffen. Gegen acht Angehörige der Kölner Fanszene und drei Anhänger von Borussia Mönchengladbach wurden Bereichsbetretungs- und Aufenthaltsverbote für den Spieltag ausgesprochen. Darüber hinaus führte die Polizei mit 50 weiteren Kölner Fußballanhängern sogenannte Gefährderansprachen durch.

Polizei beobachtet beim Derby An- und Abreisewege

Am Spieltag selbst wollen die Einsatzkräfte insbesondere die An- und Abreisewege sowie bekannte Treffpunkte der Fans beobachten. Bei konkreten Gefahren oder Straftaten kündigt die Polizei ein konsequentes Einschreiten an. Gleichzeitig sieht die neue Stadionallianz vor, dass sich die Polizei bei Fußballspielen stärker im Hintergrund hält. Die Verantwortung für die Sicherheit innerhalb des Stadions liegt weiterhin beim Veranstalter, also beim 1. FC Köln. Der Verein übernimmt diese Aufgabe unter anderem mit seinen Ordnungsdiensten sowie Fan- und Sicherheitsbeauftragten. „Das Derby lebt von Emotionen, Leidenschaft und einer gesunden sportlichen Rivalität. Es ist unser absolutes Hauptaugenmerk, gemeinsam den passenden Rahmen dafür zu organisieren: ein stimmungsvolles und sicheres Fußballfest für alle Fans im RheinEnergieSTADION“, sagt FC-Geschäftsführer Philipp Türoff.

„Wir stehen dazu im engen und vertrauensvollen Austausch mit dem Gastverein und den zuständigen Sicherheitskräften. Die neuen Stadionallianzen NRW setzen stark auf die Eigenverantwortung der Clubs und Fans. Das ist ein Vertrauensvorschuss, den wir als 1. FC Köln befürworten und dem wir verantwortungsvoll gerecht werden wollen“, so der Geschäftsführer weiter. Die Polizei bleibt dagegen für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung zuständig. Durch die engere Zusammenarbeit soll der Einsatz der Polizeikräfte zielgerichteter erfolgen.

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Mikey Moore trifft besonders gerne in Derbys – Jetzt soll der erste Treffer gegen Gladbach folgen: „Zu 100 Prozent der richtige Zeitpunkt“

Mikey Moore vom 1. FC Köln
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Mikey Moore trifft besonders gerne in Derbys – Jetzt soll der erste Treffer gegen Gladbach folgen: „Zu 100 Prozent der richtige Zeitpunkt“

Mit Mikey Moore haben die Kölner offensichtlich ein ganz großes Talent diesen Sommer an Land gezogen. Bislang fehlen noch die Tore. Dazu holte sich der Offensivspieler in der Länderspielphase viel Selbstvertrauen bei der U20 der Three Lions. Doch es spricht noch etwas ganz anderes für das erste Tor im Rheinderby.

Dass Mikey Moore über viel Talent verfügt, steht in Köln nach wenigen Wochen außer Frage. Nur bei den Torbeteiligungen will es in der Domstadt noch nicht klappen. Das soll sich im Derby ändern. Und die Chancen stehen nicht schlecht, denn Tore gegen Rivalen kann der Spieler.

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Fünf Wochen weilt Mikey Moore nun beim 1. FC Köln, allerdings dann auch wieder nicht so richtig. Denn nur gute zwei Wochen nach seiner Ankunft in der Domstadt ging es für den 19-Jährigen bereits wieder in das englische Umfeld – wenn auch nach Spanien. Moore trat mit der englischen U20 bei der Elite League in La Nucia an, jenem Ort, an dem sich der FC im vergangenen Winter den Feinschliff für die Rückrunde holen wollte. Und der Turnierverlauf war für den Offensivspieler maximal erfolgreich. Moore erzielte zwei Tore, bereitete einen Treffer vor, war aber an weiteren Toren in der Entstehung beteiligt. Viel wichtiger aber: Am Ende der beiden Wochen durfte der Engländer den Pokal als Kapitän der U20 in die Höhe stemmen. „Wir hatten drei wirklich gute Spiele. Wir hatten eine gute Zeit. Ich habe ein paar Tore gemacht, das war echt gut. Jetzt freue ich mich aber zurück zu sein“, sagte Moore am Donnerstag am Rande der Einheit am Geißbockheim. „Ich hoffe, dass ich so weitermache.“

Mikey Moore weiß wo das Derby-Tor steht

Moore wird also mit viel Selbstvertrauen in das Derby am kommenden Sonntag gehen. In sein erstes Rheinderby, aber nicht die erste Rivalität, die er erlebt. Bei Tottenham spielte er in der Jugend schon das Nord-London-Derby gegen Arsenal, auch die Duelle gegen Chelsea sind umkämpft und bei den Rangers bestritt er sechs Mal das legendäre Old Firm. „Ich kann mich glücklich schätzen, einige gespielt zu haben. Es sind beeindruckende Momente“, sagt Moore am Donnerstag beim Training. Bemerkenswert: Gegen alle Rivalen hat er bereits getroffen – auch im Old Firm. „Das Tor in einem der größten Derbys der Welt zu schießen, ist natürlich etwas besonderes. Es fühlt sich unglaublich an“ Der Spieler hat also bewiesen, dass er unter Druck funktioniert. Nun steht Gladbach vor der Tür und auch gegen die Fohlen soll es mit dem ersten Treffer gelingen. „Es wäre zu 100 Prozent der richtige Zeitpunkt. Das Spiel bedeutet den Menschen hier so viel. Ich wäre mehr als glücklich, am Wochenende mein erstes Tor zu schießen und dem Team damit zu helfen“, sagte Moore. „Es ist das große Spiel. Ich bin bereit dafür.“

Nah dran am ersten Treffer für den FC, war er bereits. So hätte der Offensivspieler auch gegen Hamburg treffen müssen. „Brutal geärgert habe ich mich zuletzt über die Riesenchance von Mikey Moore in Hamburg. Ich wusste, wenn wir aus der Halbzeit kommen und schnell das 1:1 machen, gewinnen wir das Spiel. Ich will einfach daran glauben, dass bei ihm neun von zehn solcher Chancen drin sind“, sagte René Wagner im Interview mit come-on-fc.com. Aber auch der Spieler selbst hätte die Kugel natürlich nur zu gerne im Tor untergebracht. Das erscheint allerdings nur eine Frage der Zeit. Gerade im Duo mit Said El Mala strahlt der junge Engländer enorme Qualität aus. Das Zusammenspiel klappt bereits, ist aber ausbaufähig. „Es macht Spaß, mit ihm zu spielen. Er ist ein so guter Spieler, der seine Qualitäten auf den Platz bringt. Er ist ein feiner Kerl“, sagt Moore. „Ich hoffe, dass wir noch eingespielter sein werden und der Mannschaft so helfen können.“

Kann Mikey Moore im Sturm spielen?

Gerade nach den Ausfällen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache muss die Offensive funktionieren. „Das ist schon ein großer Verlust für uns und nie schön, wenn ein Teammitglied ausfällt“, sagt der Engländer. „Wir haben eine Menge guter Jungs, die jetzt da sein können. Wer am Ende das Tor schießt, ist nicht so wichtig, wenn wir gewinnen. Wir müssen Verantwortung übernehmen und hoffen, dass wir der Mannschaft mit Toren helfen können.“ Ob Moore die Alternative im Sturmzentrum sein wird, ist noch offen. Die falsche Neun hat er in der Jugend bereits gespielt. „Ich habe noch keine Ahnung, wo ich spielen werden. Das müssen wir sehen“, sagt Moore. In Köln fühlt sich das Talent wohl. „Ich habe schon sehr früh mit dem Club damals gesprochen. Der Trainer hat mir früh erklärt, wo und wie er mich sieht“, sagt der Spieler. „Es ist schon nett, wenn sich mehrere Clubs um dich bemühen. Ich habe schon früh gesagt, dass ich komme, wenn es das grüne Licht gibt. Ich bin froh, hier zu sein.“

Und doch ist es sehr unwahrscheinlich, dass der 19-Jährige auch kommende Saison das Trikot mit dem Geißbock auf der Brust tragen wird. Tottenham hat den Spieler bekanntlich nur ohne Kaufoption verliehen, denn bei den Lilywhites hält man große Stücke auf Moore. Das Talent soll bei den Spurs den großen Durchbruch in der Premier League feiern, Tottenham lehnte im Sommer gleich mehrere Angebote ab. Angebote, die sich im Bereich von mehr als 30 Millionen Euro bewegt haben sollen. Und auch Leihangebote gab es einige. Doch Moore entschied sich bewusst für den FC. Nun freut er sich auf das anstehende Derby. „Ich will keine großen Ankündigungen machen, aber ich hoffe, dass wir gewinnen werden und dass ich treffen werde“, sagt der Youngster.

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Vom Bundesliga-Debüt auf das Abstellgleis: Wie geht es weiter mit Cenny Neumann beim 1. FC Köln?

Cenny Neumann im Rheinderby
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Vom Bundesliga-Debüt auf das Abstellgleis: Wie geht es weiter mit Cenny Neumann beim 1. FC Köln?

Im letzten Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach stand Cenny Neumann erstmals in der Startelf der Profis des 1. FC Köln, nachdem er zwei Wochen zuvor gegen Dortmund debütierte. Aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls von Tom Krauß rutschte der Rechtsverteidiger im Derby in die Anfangsformation. Sein Startelfdebüt lief jedoch anders als verhofft. Beim 3:3-Unentschieden war Neumann an allen Gegentoren beteiligt. Für die Profis kam er seitdem nicht mehr zum Einsatz, und auch bei der U21 wurde seine Rolle zuletzt immer kleiner.

Cenny Neumann galt zu Beginn des Jahres als einer der Gewinner der Wintervorbereitung. Da der FC hinten rechts aufgrund einiger Ausfälle von den gesetzten Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes, einen Ersatz benötigte, rückte der Jugendspieler in den Fokus von Ex-Trainer Lukas Kwasniok. Nach mehreren Kadernominierungen ohne Einsatz debütierte der Chemnitzer Anfang März im Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Im folgenden Heimspiel stand er dann zum ersten Mal in der Startelf. Seitdem verlief sein Weg jedoch anders als erwartet.

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Seit Jahren sucht der 1. FC Köln nach Konstanz auf der Rechtsverteidigerposition. Spieler wie Benno Schmitz, Kingsley Ehizibue, Rasmus Carstensen und Jan Thielmann erwiesen sich allesamt nicht als langfristige Lösung. Im Sommer 2025 wurden mit Sebulonsen und Castro-Montes gleich zwei Spieler verpflichtet, die diese Baustelle schließen sollten. Insbesondere der Norweger wurde schnell zu einer Konstanten im Team der Geißböcke. Um jedoch möglichen Verletzungen vorzubeugen, entschloss sich Kwasniok dafür, Neumann im Winter ins spanische La Nucia mitzunehmen. Der ehemalige Übungsleiter sprach in höchsten Tönen von dem 19-Jährigen, sodass sein Profi-Debüt nur noch eine Frage der Zeit war.

Achterbahnfahrt für Cenny Neumann beim 1. FC Köln

Jeder junge Fußballer in Deutschland träumt davon, eines Tages in der Bundesliga zu spielen. Für Neumann ist dieser Traum innerhalb weniger Wochen in Erfüllung gegangen. Nach den ersten Schritten in seiner Heimatstadt Chemnitz wechselte er zunächst in den Nachwuchs von RB Leipzig, bevor im Sommer 2025 der Wechsel an den Rhein folgte. Obwohl der Außenverteidiger noch für die U19 hätte spielen können, war er von Anfang an Teil des Regionalligakaders. Die Jugendmannschaft unterstützte er lediglich zweimal, wobei ihm im UEFA-Youth-League-Spiel gegen Racing Union aus Luxemburg direkt ein Treffer gelang. Als Stammkraft in der zweiten Mannschaft spielte er sich schnell in den Fokus von Kwasniok, der ihn am 14. Spieltag in Leverkusen erstmals in den Spieltagskader berief. Es dauerte jedoch bis in den März, ehe Neumann in der Bundesliga debütierte.

Bei seinem ersten Startelfeinsatz zeigte das Talent einen schwachen Auftritt und war mit der Gladbacher Offensive maßlos überfordert. Dreimal trafen die Kicker vom Niederrhein, dreimal sah Neumann im Vorfeld nicht gut aus. Ausgerechnet der Ex-Kölner, das ehemalige FC-Talent, Jens Castrop führte den Rechtsverteidiger geradezu vor. „Die Frage ist immer, welche Alternativen hast du. Ich hätte Cenny Neumann vor vier Wochen noch nicht von Beginn an reingeworfen, weil er noch nicht so weit gewesen ist. Aber die Alternative war, Jan Thielmann nach einer vierwöchigen Verletzungszeit ins Verderben laufen zu lassen. Dann wäre ihm der Muskel vielleicht durchgerissen. Der 1. FC Köln wird noch viel Freude an Neumann haben“, sagte Kwasniok. Mit dem Unentschieden im Derby endete die Amtszeit von Kwasniok. René Wagner wurde zum Cheftrainer befördert und durch die Rückkehr von Sebulonsen und Castro-Montes bestand zudem auf der Position kein Bedarf mehr. Für den 19-Jährigen ging es für den Rest der Saison zurück zur zweiten Mannschaft. Genauso schnell wie er im Kader auftauchte, verschwand er auch wieder.

Neue Saison, neues Glück?

Die FC-Verantwortlichen hatten im Sommer viel zu tun. Aufgrund diverser Abgänge von Säulen und Schlüsselspielern fand ein Umbruch im Kader der Profis statt. Daher beförderte Wagner viele Spieler der U21 ins Profitraining, um den Kader aufzufüllen und sich zu zeigen. Neumann verweilte währenddessen bei der Zweitvertretung. Zwischenzeitlich stand eine Leihe im Raum, konkret wurde ein Wechsel allerdings nie. Der Außenverteidiger schien für die Profis ebenfalls nicht mehr interessant zu sein, weshalb er Teil des Teams von Manuel Hartmann blieb. An den ersten beiden Spieltagen der Regionalliga West stand Neumann zunächst wie gewohnt in der Startelf und steuerte zum Saisonauftakt eine Vorlage zum 2:1-Sieg bei. Seit dem 3. Spieltag fehlt der Chemnitzer verletzt im Kader des FC und hat seitdem bereits acht Spiele verpasst.

Immerhin arbeitet der Spieler nun an seinem Comeback, war vergangene Woche wieder teilintegriert bei der Mannschaft und trainierte nun sogar am Donnerstag bei den Profis wieder mit. Neumann erlebte in den letzten Monaten eine Berg- und Talfahrt, wie sie andere in ihrer gesamten Karriere nicht erleben. Bei der U21 hält man große Stücke auf den Akteur, er ist ein wichtiger Teil der Kabine, gilt als Sprachrohr. Doch die Konkurrenz ist mit David Fürst groß. Ob und wann er wieder für den FC auf dem Platz steht und wie seine Zukunft in Köln aussieht, ist noch ungewiss.

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Said El Mala und Mikey Moore gesetzt: Anderen FC-Profis droht eine schwierige Saison

Said El Mala und Mikey Moore
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Said El Mala und Mikey Moore gesetzt: Anderen FC-Profis droht eine schwierige Saison

Gegen den Hamburger SV standen Said El Mala und Mikey Moore das erste Mal gemeinsam auf dem Platz. Auch wenn das Zusammenspiel noch nicht perfekt harmonierte, dürften die beiden Hochbegabten in den kommenden Wochen gesetzt sein. Damit bleiben nicht mehr viele Positionen hinter der Spitze frei beim 1. FC Köln: Mehreren Offensivspielern droht eine schwere Saison.

Mit Said El Mala und Mikey Moore hat der FC zwei Youngster in seinen Reihen, die aufgrund ihrer Qualität gesetzt sind. Hinter den beiden entfacht sich dadurch ein großer Konkurrenzkampf. Denn bis zu fünf Spieler kämpfen um die verbliebenen Plätze neben den beiden Kölner Hoffnungsträgern.

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Es war nicht die Premiere, die sich alle beim 1. FC Köln erhofft haben: In Hamburg liefen Said El Mala und Mikey Moore das erste Mal zusammen für die Geißböcke auf. Das Potenzial ihres Zusammenspiels blitze allerdings nur in ein paar Momenten auf. So war nach der Partie klar: Das Duo braucht noch Zeit, um sich einzuspielen. Und die wird ihnen Trainer René Wagner mit Sicherheit geben. Denn auch wenn sie die Niederlage beim HSV nicht abwenden konnten, dürften die beiden Hochbegabten in der Kölner Offensive gesetzt sein. Zu groß ist ihre Qualität, als dass der FC auf einen von beiden freiwillig verzichten könnte. Lange sah es so aus, dass neben dem Duell zwischen Thijs Dallinga und Ragnar Ache im Sturm, nur eine Position offen ist. Beide fallen nun aus. Dennoch machen sich gleich fünf Profis Hoffnungen auf weitere Einsatzzeit. Für einige von ihnen dürfte es eine schwierige Saison werden.

Linton Maina beim 1. FC Köln in der Pole Position

Zumindest in den nächsten Wochen dürfte sich Linton Maina in der Hinsicht keine Sorgen machen. Der Rechtsaußen stand seit dem zweiten Spieltag immer in der Startelf und konnte die guten Eindrücke aus der Vorbereitung bestätigen. Mit seiner Dynamik und seinem Tiefgang belebte der Angreifer immer wieder das Kölner Offensivspiel. In seinen insgesamt fünf Einsätzen im Pokal und in der Liga kommt der 27-Jährige dabei bereits auf ein Tor und zwei Vorlagen. Durch seine zuletzt guten Leistungen wird der Flügelspieler wohl auch in den kommenden Wochen in der Pole Position um den Platz neben El Mala und Moore sein. Allerdings muss Maina seinen starken Start weiter bestätigen, um nicht verdrängt zu werden.

Dass der Angreifer zuletzt so gut aufspielte, verkompliziert die Situation natürlich nochmal zusätzlich für seine Konkurrenten. Besonders Jan Thielmann bekam das in den vergangenen Wochen zu spüren. Denn während das Kölner Eigengewächs im Pokal gegen Würzburg und in den ersten beiden Ligaspielen noch von Anfang an spielen durfte, blieb er gegen Werder Bremen und den HSV ohne eine Minute. Eine logische Entwicklung angesichts seiner Leistungen. Der 24-Jährige konnte in seinen Einsätzen kaum für Impulse sorgen. Gerade spielerisch muss der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler mehr zeigen, um wieder ein Kandidat für die Startelf zu sein – oder um zumindest Chancen als Joker zu bekommen.

Marius Bülter und Luca Waldschmidt kämpfen um Einsatzzeit

Solche Chancen wiederum bekam Marius Bülter bisher immer wieder. Gegen Würzburg und Werder war der Routinier in der Startelf, ansonsten kam er immerhin zu Joker-Einsätzen. Dabei zeigte der Angreifer hin und wieder Ansätze, dass er für die Mannschaft wertvoll sein kann. Zum Beispiel indem der 33-Jährige im Pokal die Hereingabe gab, die zum zwischenzeitlichen Ausgleich führte, oder durch das Erzwingen des Eigentors von Ramon Hendriks gegen den VfB Stuttgart. Bülter könnte nun von den Ausfällen der Stürmer profitieren. Der Routinier kann in der Spitze spielen, könnte aber auch über den Flügel kommen, falls sich Wagner für eine Spitze mit Moore oder El Mala entscheidet.

Luca Waldschmidt kam bislang nicht über wenige Minuten hinaus. Das lag allerdings auch an einer Verletzung. So fiel der siebenmalige deutsche Nationalspieler zum Saisonstart mit muskulären Problemen aus. Wegen seines Trainingsrückstands nominierte ihn sein Coach darauf nicht für den Spieltagskader gegen Bremen. Eine Situation, die den 30-Jährigen frustrierte, wie er kurz darauf im Podcast des 1. FC Köln offen zugab: „Das fühlt sich für mich scheiße an.“ So ist Waldschmidt überzeugt davon, dass er seinen „Impact immer reinbringen kann.“ Wenigstens für knapp zehn Minuten durfte der Angreifer das gegen den HSV unter Beweis stellen. Trotzdem mit Sicherheit zu wenig für die Ansprüche des erfahrenen Profis. Sollte sich an dieser Ausgangslage auch in den kommenden Wochen nichts ändern, dürfte sich bei ihm noch mehr Frust anstauen.

Auch Reigan Heskey kämpft um Einsatzzeit beim 1. FC Köln

Mehr erhofft hatte sich bestimmt auch Reigan Heskey nach seinem Wechsel in die Domstadt im Sommer. Der Engländer wurde bisher nur einmal eingewechselt und stand in den vergangenen beiden Spielen nicht im Spieltagskader. Stattdessen lief das Talent einmal für die U21 der Geißböcke auf. Sicherlich hatte sich der 18-Jährige gewünscht, bereits schneller in der Bundesliga Fuß zu fassen und mehr Einsatzzeit zu bekommen. Die Erwartungen bremste sein Trainer jedoch zuletzt: „Fußballerisch haben wir keine Bedenken, dass er sofort Einfluss nehmen kann, aber er muss die Bundesliga auch athletisch bewältigen.“ Somit wartet wohl noch einiges an Arbeit auf den Linksaußen, bis er regelmäßig in der ersten Mannschaft spielen darf. Das ist bei einem so jungen Spieler wie ihm auch angesichts der zuvor beschriebenen Konkurrenzsituation allerdings auch nichts Ungewöhnliches.

Dabei könnte sich die Situation im Winter noch verschärfen. Denn am Donnerstagmorgen kam durch die „Bild“ das Gerücht auf, dass der FC über eine schnelle Rückkehr von Jakub Kaminski nachdenke. Der Pole ist seit seinem Sommerwechsel zu Benfica noch nicht richtig in Portugal angekommen und musste häufig auf der Bank Platz nehmen. Sollten die Geißböcke den Offensivspieler im Winter zurückholen, gäbe es noch einen Kandidaten mehr um einen freien Platz. Und der 24-Jährige dürfte wie in der vergangen Saison klare Ansprüche auf einen Stammplatz haben. Aber auch ohne Kaminski ist die Konkurrenzsituation bereits so groß, dass Wagner gefordert sein wird, alle Spieler bei Laune zu halten, selbst wenn diese auf wenig Einsatzzeit kommen. Zudem wird bereits über einen weiteren Mittelstürmer nachgedacht. Wie gut der Coach diese Herausforderung meistern kann, wird sich zeigen.

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Marius Bülter könnte Ragnar Ache durchaus ersetzen – doch für Wagner gibt es einen Haken

Marius Bülter könnte eine Option am Sonntag eine Option werden
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Marius Bülter könnte Ragnar Ache durchaus ersetzen – doch für Wagner gibt es einen Haken

Dass Marius Bülter weiß, wo das Tor steht, bewies der Angreifer gegen Viktoria Köln. Nach den Verletzungen von Ragnar Ache und Thijs Dallinga könnte der 33-Jährige nun im Sturmzentrum gefragt sein. Die Daten zeigen allerdings: Ein Ache-Ersatz wäre Bülter nicht.

René Wagner wird nach dem Spiel gegen Viktoria Köln am vergangenen Samstag sicherlich schon geahnt haben, dass da möglicherweise die nächste Baustelle auf ihn wartet. Es wäre „extrem bitter“, wenn beide Mittelstürmer ausfallen würden, sagte der Coach. Und nur wenige Stunden später bewahrheitete sich der Verdacht. Thijs Dallinga wird dem FC monatelang fehlen, Ragnar Ache wohl einige Wochen. Und natürlich ploppten gleich die Spekulationen rund ums Geißbockheim auf, ob es vielleicht doch noch eine Veränderung im Kader geben werde. Die gibt es in diesem Jahr wohl nicht mehr, das Verletzungspech soll intern aufgefangen werden. Unter anderem wird Marius Bülter gehandelt. Dabei stellt sich durchaus die Frage, ob das Profil zum Gesuch des Trainers passt.

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Tatsächlich hat der 33-Jährige die Position über viele Jahre bekleidet, wurde als klassischer Mittelstürmer geführt und eingesetzt. Und doch wuchs zuletzt der Eindruck, dass der Spieler eher auf den Außen zu Hause ist. Zuletzt prägten die Einsätze auf den Außen das Bild, das der Offensivspieler hinterließ. Bülter gilt als flexibel einsetzbarer Offensivspieler. Linksaußen, Rechtsaußen, hinter den Spitzen oder eben ganz vorne – der Routinier bringt reichlich Erfahrung auf unterschiedlichen Positionen mit. Doch auf welcher ist er für die Mannschaft am effektivsten? Ganz sauber trennen lassen sich die Daten nicht – schließlich sind viele Aufstellungen fließend, Spieler lassen sich in andere der angedachten Räume fallen, verschieben innerhalb des Teams, auch während des Spiels. Und doch lassen sich zahlreiche Begegnungen klar definieren, in denen der Angreifer als Mittelstürmer oder Flügelspieler auflief. Seine stärkste Phase im Angriffszentrum erlebte der Routinier in der Saison 2021/22 bei Schalke 04. In den ausgewerteten Spielen erzielte Bülter als zentrale Spitze 13 Tore und bereitete neun weitere Treffer vor – bei 2119 Einsatzminuten.


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Ist Marius Bülter überhaupt ein Mittelstürmer?

Nur hat sich das Spiel des mittlerweile 33-Jährigen seitdem erheblich verändert. Bülter hat zahlreiche andere Positionen bekleidet, wird von den Trainern anders eingesetzt, hat sich aber auch angepasst. Und doch wäre das Sturmzentrum wahrlich kein Neuland für die Offensivkraft. Was die Position angeht, wäre er keine Notlösung, auf die Wagner nur aufgrund der Ausfälle von Ache und Dallinga zurückgreifen müsste. Bülter kommt seit dem Sommer 23 auf 2,06 Abschlüsse und 0,26 Expected Goals pro 90 Minuten. Dass diese Werte höher ausfallen können als bei Einsätzen auf dem Flügel, kommt natürlich nicht überraschend. Ein Mittelstürmer bewegt sich nun mal häufiger in zentralen und tornahen Räumen. Viel wichtiger erscheint bei der Suche nach einem Sturm-Ersatz die Frage, welche Art von Angreifer denn überhaupt gesucht wird. Denn im direkten Vergleich mit Ache und Dallinga fallen dann doch erhebliche Unterschiede auf.

Denn die Bezeichnung „Mittelstürmer“ sagt wenig darüber aus, wie ein Spieler diese Position interpretiert. Ache ist ein klassischer Zielspieler. Der Angreifer bindet Innenverteidiger, wird bei langen Zuspielen gesucht und soll der eigenen Mannschaft die Möglichkeit geben, über gewonnene oder zumindest behauptete Bälle nachzurücken. Das lässt sich besonders deutlich am Kopfballspiel ablesen. Ache kommt seit der Saison 22/23 auf elf Kopfballduelle in 90 Minuten, bei Bülter sind es vier. Von den Luftduellen gewinnt Ache wiederum fünf, also einen mehr als der vermeintliche Ersatz überhaupt bestreitet, der selbst wiederum im Schnitt nur etwas mehr als eins dieser Duelle für sich entscheidet. Auch insgesamt entscheidet der aktuell verletzte Angreifer mehr Zweikämpfe für sich. Dabei ist auch dort die Rolle eine andere.

Warum Marius Bülter kein Eins-zu-eins-Ersatz für Ragnar Ache ist

Während Ache als physischer Fixpunkt im Angriff dient, ist Bülter wesentlich stärker am spielerischen Geschehen beteiligt. Der 33-Jährige spielt als Mittelstürmer mehr als 21 Pässe pro 90 Minuten, Ache kommt nicht einmal auf zehn. Auch im Dribbling liegen Welten zwischen beiden Angreifern. Bülter kommt auf 3,09 Dribblings pro 90 Minuten, Ache auf 1,60. Daraus lässt sich durchaus ableiten, dass wiederum der 33-Jährige vielmehr ins eigentliche Spiel mit eingebunden ist. Interessant ist in diesem Zusammenhang noch eine andere Statistik. So kommt Ache deutlich häufiger zum Abschluss (3,24 zu 2,04 pro 90 Min) und erzeugt dabei auch die deutlich höhere Torgefahr (0,6 zu 0,26 xGoals-Wert). Bemerkenswert: Dallingas Werte liegen nur knapp über denen von Bülter.

Damit ergibt sich für Wagner eine durchaus interessante Situation. Die Frage, ob Bülter grundsätzlich im Sturmzentrum spielen kann, ist eigentlich schnell beantwortet. Das kann er. Mehr als 4500 ausgewertete Einsatzminuten auf dieser Position und seine Vergangenheit etwa bei Schalke liefern dafür genügend Belege. Die wichtigere Frage ist, was eine solche Entscheidung für das Kölner Spiel bedeuten würde. Einen Eins-zu-eins-Ersatz für Ragnar Ache sollten die Fans jedenfalls nicht erwarten. Ache ist Zielspieler und physischer Fixpunkt, Bülter ein beweglicher und wesentlich stärker ins Kombinationsspiel eingebundener Angreifer. Heißt wohl im Umkehrschluss: Sollte Bülter im Sturm auflaufen, wird sich nicht der Angreifer an die Qualitäten eines Ragnar Ache anpassen, vielmehr müsste Wagner wohl sein System an die Qualitäten von Marius Bülter anpassen.

Seine beiden Treffer gegen Mönchengladbach erzielte der Angreifer übrigens als Offensivspieler hinter den Spitzen.

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