Es läuft nicht für die Leihspieler des 1. FC Köln: Sperre, Tribünenplatz, Auswechslungen – das Warten auf die neue Chance

Youssoupha Niang spielt mittlerweile für St. Pauli
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Es läuft nicht für die Leihspieler des 1. FC Köln: Sperre, Tribünenplatz, Auswechslungen – das Warten auf die neue Chance

Beim 1. FC Köln sitzt der Frust nach dem 1:2 beim Hamburger SV tief. Auch bei einigen Leihspielern des FC lief das Wochenende nicht nach Wunsch. Während sich einige Akteure über Einsatzzeit freuen durften, mussten andere erneut zuschauen. Keine gute Woche für die Leihspieler des 1. FC Köln.

Aktuell sind acht Spieler des 1. FC Köln an andere Vereine verliehen. Während einige von ihnen am Wochenende auf dem Platz standen, mussten andere erneut auf ihre Chance warten.

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Für Jusuf Gazibegovic bleibt die Situation bei Widzew Lodz derweil schwierig. Der Rechtsverteidiger war auch am Wochenende gegen Wieczysta Krakau noch nicht einsatzbereit und verpasste somit auch die zweite Partie unter seinem neuen Trainer Mateusz Stolarski. Nach seiner Oberschenkelverletzung befindet sich Gazibegovic zwar wieder im Mannschaftstraining, für eine Rückkehr in den Kader reichte es aber noch nicht. Widzew musste sich gegen Wieczysta mit einem 2:2 begnügen. Auch Elias Bakatukanda blieb am Wochenende wieder nur die Rolle des Tribünengastes. Der Innenverteidiger stand beim VfL Osnabrück erneut nicht im Kader. Die Niedersachsen kamen bei Holstein Kiel zu einem 1:1. Für Bakatukanda gab es damit erneut keine Einsatzminuten.

Taktische Wechsel

Anders sah es bei Youssoupha Niang aus. Der Angreifer stand beim Spiel des FC St. Pauli bei Energie Cottbus erneut in der Startelf. Allerdings war für den Kölner bereits nach rund einer halben Stunde Schluss. Kurz zuvor hatte St. Paulis Verteidiger Tomoya Ando die Gelb-Rote Karte gesehen. Trainer Marcel Rapp reagierte und brachte mit Lars Ritzka einen weiteren Verteidiger. Niang musste dafür weichen. Am Ende holten die Hamburger in Unterzahl noch einen Zähler. Ebenfalls von Beginn an dabei war Julian Pauli bei Odense BK. Der Abwehrspieler traf mit seinem Team auf Midtjylland und wurde beim Stand von 0:1 nach rund einer Stunde ausgewechselt. Odense spielte zu diesem Zeitpunkt in Überzahl. Aus taktischen Gründen musste Pauli dennoch vom Feld. Für ihn kam der ehemalige Hamburger Fiete Arp in die Partie. Die Maßnahme zahlte sich aus: Odense gelang noch der Ausgleich und damit der Punktgewinn.

Eingewechselt wurde dagegen Jaka Čuber Potočnik beim 1:1 von Rot-Weiss Essen gegen Hansa Rostock. Der Stürmer saß zunächst auf der Bank, kam in der 74. Minute aber noch in die Partie. Potočnik erlebte damit die Aufholjagd seiner Mannschaft auf dem Platz mit. In der 89. Minute erzielte Semir Telalovic den späten Ausgleich zum 1:1. Auch Fynn Schenten durfte am Wochenende von Beginn an ran. Nach vier Joker-Einsätzen feierte der Angreifer bei Roda Kerkrade sein Startelfdebüt. Gegner war die zweite Mannschaft von Ajax Amsterdam. Für Schenten war allerdings bereits zur Halbzeit wieder Schluss. Tore fielen anschließend keine mehr – Kerkrade und Ajax II trennten sich 0:0. Yannick Mausehund sammelte dagegen am Wochenende keine neuen Spielminuten. Der Abwehrspieler, der unter der Woche in Duisburg mit Gelb-Rot vom Platz flog, war für ein Spiel gesperrt. Zudem wurde die Partie des TSV Havelse gegen Fortuna Köln auf den 25. September verschoben.

Für Patrik Kristal gab es beim FC Thun ebenfalls keine Einsatzzeit. Der Mittelfeldspieler stand beim 2:1-Sieg beim FC Vaduz immerhin im Kader, blieb aber über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Unter der Woche hatte Kristal noch sein Debüt für Thun gefeiert. Beim 2:4 gegen Servette FC wurde der 21-Jährige als Joker eingewechselt.

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Neun Gegentore und zu viele individuelle Fehler: Wackelt jetzt Wagners Abwehr-Duo?

Luka Lochoshvili und Jahmai Simpson-Pusey
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Neun Gegentore und zu viele individuelle Fehler: Wackelt jetzt Wagners Abwehr-Duo?

Mehr und mehr hat sich in der Vorbereitung herauskristallisiert, dass René Wagner in der Innenverteidigung mit Jahmai Simpson-Pusey und dem Neuzugang Luka Lochoshvili plant. Mit dieser Stamm-Innenverteidigung haben die Kölner aber schon neun Gegentore in vier Bundesliga-Spielen kassiert. Kein einziges Duell hat der FC dabei zu Null gespielt. Wenn dann selbst ein Team, das bis dato noch kein Tor geschossen hat, doppelt gegen den FC trifft, stellt sich natürlich die Frage beim 1. FC Köln: Muss man in der Innenverteidigung umdenken?

Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili sind unter René Wagner gesetzt. Dabei kassierte der FC aber schon neun Gegentore in vier Spielen – auch aufgrund von individuellen Fehlern. Und so stellt sich durchaus die Frage, ob der Kölner Coach nun umstellen muss.

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Tim Schmermbeck berichtet für come-on-fc.com aus Hamburg

Wenn man im Sommer an die Baustellen im Kader des 1. FC Köln dachte, ist einem die Innenverteidigung wohl nicht als Erstes in den Sinn gekommen. Zumal der FC relativ schnell bekannt gab, dass man Jahmai Simpson-Pusey fest verpflichten würde. Mit dem Engländer, Joel Schmied, Rav van den Berg, (dem verletzten) Timo Hübers und den Leih-Rückkehrern Julian Pauli und Elias Bakatukanda hatten die Kölner zu diesem Zeitpunkt sechs Innenverteidiger im Kader. Trotzdem entschied man sich in Köln dazu, auch noch Luka Lochoshvili vom 1. FC Nürnberg loszueisen. Er sollte Cenk Özkacar ersetzen, der zum Saisonendspurt die Innenverteidigung mit Simpson-Pusey bildete. Letzterer hinterließ vergangene Saison einen guten Eindruck. Mit guten Spieleröffnungen hatte er ab dem Winter eine wichtige Lücke geschlossen. Lochoshvilis Ansätze ähneln auf den ersten Blick denen von Özkacar, der Georgier sollte aber vor allem eine Waffe bei Standards werden – hinten, wie auch vorne.

Fehler, die zu Gegentoren führen

Doch schon in der Vorbereitung zeichnete sich ab, dass der FC erneut Probleme in der Defensive haben könnte. Allein beim Doppeltest gegen den SC Paderborn kurz vor Saisonstart kassierten die Kölner sieben Gegentore, inklusive eines Hattricks von Ex-FC-Profi Steffen Tigges. Auch in den ersten fünf Pflichtspielen behielt Marvin Schwäbe kein einziges Mal eine weiße Weste. Die Gegentore allein auf die Innenverteidigung zu schieben, wäre zu einfach gedacht. Trotzdem gab es in allen Spielen auch nicht zu übersehende Fehler der Innenverteidigung. Gegen Hoffenheim kam Simpson-Pusey gegen Neu-Nationalspieler Bambasé Conté zu spät und verursachte einen Elfmeter. Dieser führte zwar nicht zu einem Gegentor, es war aber nicht Simpson-Puseys erste unglückliche Grätsche im FC-Dress. Man erinnere sich noch an seine Rote Karte nach seiner Grätsche gegen Maxi Beier.

Lochoshvili sah unterdessen gegen den VfB Stuttgart nicht glücklich aus – wurde beim 0:1 von Bilal El Khannouss getunnelt und beim 0:3 von Ermedin Demirovic an der Seitenlinie abgekocht. Beim jüngsten Spiel gegen den HSV war es dann wieder der junge Engländer, der beim 0:2 schlecht aussah. Das führte sogar dazu, dass sich Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler zu dessen schlechten Abwehrverhalten in der Situation äußern musste: „Es gehört auch dazu, dass du individuelle Fehler von einem jungen Spieler auch mal zulassen musst. Jahmai weiß auch, dass er beim zweiten Tor nicht glücklich aussah.“ Und das ausgerechnet in der Woche, in der Jahmai Simpson-Pusey erstmals für die englische U21-Nationalmannschaft nominiert wurde.

Die Herausforderer stehen in den Startlöchern

In der U21-Nationalmannschaft seines Landes ist van den Berg bereits eine feste Größe. Er führte die Jong Oranje auch schon als Kapitän auf den Platz und wurde für die anstehende U-21 Europameisterschafts-Qualifikation nominiert. Beim FC hat er allerdings bisher noch nicht wirklich stattgefunden. Nach einer verletzungsgebeutelten ersten Saison hat man sich beim FC den Durchbruch in dieser Saison erhofft. Immerhin legte man für ihn die für FC-Verhältnisse immer noch sehr hohe Summe von 8,5 Millionen auf den Tisch. Zuletzt reichte es für den Innenverteidiger sogar nicht mal mehr für einen Kaderplatz. Eine für ihn sicherlich sehr frustrierende Situation, vor allem, wenn es bei den Stammspielern nicht gut läuft. Fragt sich, ob Wagner jetzt umdenken und van den Berg eine neue Chance geben muss.

Spätestens, wenn van den Berg bei der U-21-Nationalmannschaft zu seinen ersten Pflichtspielminuten kommen sollte und dort mit Leistung überzeugt. Aber auch dann muss er wohl erstmal an Innenverteidiger Nummer drei vorbei – Joel Schmied. Der besonnene Schweizer hat nicht viel mehr Minuten als van den Berg vorzuweisen, kam aber immerhin schon zu seinen ersten Bundesligaminuten. Auch ihn haben in der vergangenen Saison mehrere Verletzungen ausgebremst. Trotzdem hat er sich nach Özkacars Abgang sicherlich Hoffnungen auf einen Stammplatz gemacht. Eine mögliche Unzufriedenheit bekommt man von außen allerdings nicht mit. Und vielleicht reicht das schon, sich mit seiner Rolle zu arrangieren, im Training immer alles zu geben und eben da zu sein, wenn er gebraucht wird, um einen der beiden bisherigen Stamminnenverteidiger zu verdrängen. Möglicherweise bereits im Derby gegen Mönchengladbach. Und dann gibt es hoffentlich ein Ergebnis, das jeder Verteidiger liebt: „Drei Punkte und zu Null.“

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Kommentar: Der FC hat Erklärungen und kennt die Probleme – doch ohne Lösungen verlieren sie an Wert

René Wagner vor dem Spiel gegen den FC Bayern
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Kommentar: Der FC hat Erklärungen und kennt die Probleme – doch ohne Lösungen verlieren sie an Wert

Der FC spielt auch gegen den Hamburger SV phasenweise gut. Das Ergebnis des 1. FC Köln lässt sich mit bekannten Problemen plausibel erklären. Schwäche bei Standardsituationen, ausgelassene Chancen, individuelle Fehler. Noch sind es Erklärungen, nur dürfen daraus keine Ausreden werden beim 1. FC Köln: Ein Kommentar zur 1:2-Niederlage beim HSV.

Es war sicherlich nicht alles gut in Hamburg, es war aber auch nicht alles schlecht gegen den HSV – und doch kehren die Kölner ohne Zähler heim. Das hat Gründe, es gibt Erklärungen – für viele fehlen die Lösungen.

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Eigentlich ist Fußball doch eine ganz einfache Rechnung – sollte man meinen. Wer mehr richtig macht, gewinnt und wer mehr falsch macht, der verliert. Der FC hat in den vergangenen Wochen an vielen Stellen einen Gegenbeweis geliefert, zumindest auf dem Papier. Gegen Hoffenheim holten die Kölner einen Sieg, der aufgrund von Teilen der zweiten Halbzeit nicht unverdient war, aber auch nicht so wirklich richtig verdient. Es war zumindest genauso wenig alles gut, wie in der Woche zuvor beim 2:1-Erfolg über Würzburg. Gegen Stuttgart war vielleicht auch nicht alles so schlecht, wie es das 1:4 vermuten ließ und gegen Bremen und den HSV war ganz sicher mehr drin, als es das Ergebnis am Ende spiegelte – auch, wenn der FC in beiden Spielen massiven spielerischen Schwankungen ausgesetzt war. Gegen die Rothosen gab es durchaus Dinge, die positiv zu bewerten sind. Und ja, hätte der FC die Führung erzielt, wäre es ein anderes Spiel geworden – wie Thomas Kessler später zu Recht erklärte.

Es gibt durchaus plausible Erklärungen

Ob der FC das Duell gewonnen hätte, steht auf einem anderen Blatt. Nach dem Spiel konnten die FC-Protagonisten ihre Enttäuschung kaum verbergen. Doch in den Worten der Spieler und Verantwortlichen schwang auch so etwas wie Zorn mit. Diese Niederlage war unnötig, man hatte sie sich selbst zuzuschreiben, das Team brachte sich um den verdienten Lohn. Man könnte aus den Zeilen aber hören, der FC habe den Gegner an die Wand gespielt. Das sahen nicht alle Beobachter so. Sicherlich wäre das zu viel des Guten, aber das Papier oder besser die Statistik gibt dem Club recht. In nahezu allen Belangen war der FC am Samstagnachmittag das bessere Team – Ballbesitz, Torversuche, Pässe, xGoals und dementsprechend auch gegnerische xGoals. Es gab für die Niederlage durchaus plausible Erklärungen, keine Ausreden. Auf der einen Seite hatten es die Kölner nicht geschafft, die Chancen in Tore umzumünzen, auf der anderen durch individuelle Fehler den Gegner stark gemacht, Tore hergeschenkt.

Heißt: Man kann viel infrage stellen, man muss aber sicherlich nicht alles infrage stellen. Zumal bekanntlich auch erst vier Spieltage gespielt sind. Auf der anderen Seite sollte man aber auch nicht den Fehler machen, aus den plausiblen Erklärungen nicht die richtigen Schlüsse zu ziehen. Denn Erklärungen gibt es zurzeit einige. Man habe das Problem der Standards natürlich erkannt. Klar hat man das, in der vergangenen Saison. Man hat sogar schon Stellschrauben gedreht, es fällt aber dennoch ein Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Der fünfte der Saison um genau zu sein. So viele wie Leipzig in der gesamten vergangenen Liga-Spielzeit wegstecken musste. Vorne steht dagegen noch immer die Null nach einer Standardsituationen. Auch diese Schwäche setzt sich also weiter fort. Obwohl die Themen bekannt sind.

Die Mannschaft hat Potenzial

Hier und da fehlen noch die Automatismen, das Eingespielte – sicherlich auch, weil wichtige Teile der Mannschaft erst spät dazugestoßen sind. Das Team braucht Zeit, nur darf die Frage erlaubt sein, ob es diese hat – immerhin ging es bereits gegen zwei mögliche direkte Konkurrenten mit der Ausbeute von einem Punkt. Jungen Spielern muss man natürlich Fehler eingestehen. Erst recht, wenn es Spieler sind, die ihre Bundesliga-Tauglichkeit schon mehrfach unter Beweis gestellt haben. Und ja, auch Großchancen kann ein Stürmer mal vergeben. Nur muss am Ende auch Zählbares stehen, das Versäumnisse ausmerzen kann. Diese Mannschaft hat Potenzial und auch schon Argumente dafür geliefert, dass der Weg als Entwicklungsclub ein richtiger sein kann. Nur ist es damit nicht getan. Wer seine ordentlichen Leistungen abruft, sich Chancen erspielt, dominant ist und Vorteile hat, am Ende aber dennoch erklären muss, warum es nicht zum Sieg reicht, kann die Faktoren Pech und Zufall nur schwerlich heranziehen.

Es ist ganz sicher zu früh, die Alarmglocken schrillen zu lassen. Dieses Team befindet sich in der Entwicklung und das ist nicht verwerflich oder besorgniserregend. Nur bedeutet Entwicklung eben nicht, Erklärungen zu finden, warum etwas nicht funktioniert. Entwicklung bedeutet, dass bekannte Probleme irgendwann nicht mehr auftreten. Es wird in den kommenden Wochen also darum gehen, Lösungen zu finden. Vor allem auch, damit die guten Ansätze nicht zu einer dauerhaften Ausrede werden.

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Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung?

Thomas Kessler und René Wagner beim Testspiel des 1. FC Köln
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Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung?

Die Pfiffe im Stadion waren am Samstag kaum zu überhören. Die Kritik am Trainer ist unter einigen Fans schon länger ein Thema. Dabei haben sich die FC-Verantwortlichen für einen Weg entschieden der Zeit und auch Geduld benötigt beim 1. FC Köln: Der eingeschlagene Weg braucht Geduld.

René Wagner ist nicht gerade unbelastet in die neue Spielzeit gestartet. Am Samstag gab es das erste Mal Pfiffe gegen die Leistung seiner Mannschaft. Doch der Weg, den Die Kölner gehen wollen, erfordert Geduld.

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Die Pfiffe waren im Volksparkstadion eigentlich kaum zu überhören. Die Mannschaft wurde mit den Unmutsbekundungen der mitgereisten Fans vom Platz geschickt. Die Enttäuschung war natürlich mehr als verständlich. Der FC hatte ordentliche Ansätze gezeigt, gegen das bis dahin tor- und punktlose Team aus Hamburg aber dennoch eine 1:2-Pleite hinnehmen müssen. Eine schmerzhafte – denn mal abgesehen von der Leistung und der Niederlage kommen die Geißböcke ohne Punkte zurück. Nach dem vierten Spieltag stehen vier Zähler auf dem Konto, doch von einer Ebene höher betrachtet hat der FC gegen die direkte Konkurrenz eben auch nur einen Punkt eingefahren. Damit kann man in Köln nicht zufrieden sein. Aber Thomas Kessler betonte schon in der vergangenen Woche im Tenor, dass nun nicht alles infrage gestellt werde. Zumal der FC im Sommer eine Mannschaft formiert hat, bei der Entwicklung nicht mehr nur ein Schlagwort ist. Es ist der kommende Weg.

Appell vom Geschäftsführer

Kessler hatte den Unmut nicht so wahrgenommen. „Ich glaube, wir haben es geschafft, das hier nach drei sehr schlechten Spielen eine Stimmung erzeugt wird, wo man sehr wohlwollend damit umgegangen ist, dass der HSV sich gegen den 1. FC Köln mit einem tiefen Block in einem 5-4-1 hinten reingestellt hat“, sagte Kessler. Hamburg war mit drei Niederlagen und einem Torverhältnis von 0:12 in die Partie gegangen und wurde dennoch von den eigenen Fans bei der konzentrierten Defensivarbeit unterstützt. Zwischen den Zeilen ließ sich daraus sicherlich eine Botschaft lesen: So wie beim HSV wird auch beim FC Geduld gefragt sein. „Deswegen kann ich nur appellieren. Es hat niemand gesagt, dass es eine superleichte Saison wird und wir da einfach durchgleiten. Wir wissen um unsere Themen und dass wir daran arbeiten müssen“, sagte der Geschäftsführer Sport. Doch gerade der Geduldsfaden scheint bei einigen Fans in Bezug auf den Trainer zu reißen.

Die Pfiffe im Stadion, Kritik in den Sozialen Medien. Wagner ist ohnehin nicht mit den großen Vorschusslorbeeren in die neue Spielzeit gestartet. Nach den eher mäßigen Auftritten zum Ende der vergangenen Spielzeit hatten sich nicht wenige Anhänger einen Wechsel auf der Kommandobrücke gewünscht. Die Punkteausbeute und die Auftritte der vergangenen Spielzeit waren nicht unbedingt ein Bewerbungsschreiben für eine weitere Zusammenarbeit. Die Verantwortlichen entschieden sich dennoch ganz bewusst für die Kommunikation des Trainers, das akribische Arbeit und die Fähigkeit, Spieler zu entwickeln. Diese Entscheidung muss nun auch im Stadion Gegenwind aushalten. Dass sich Unzufriedenheit ausgerechnet am Trainer entlädt, gehört im Fußball zu den wenig überraschenden Mechanismen. Der Coach stellt auf, der Coach wechselt, der Coach gibt die Richtung vor – und am Ende wird ein Trainer zwangsläufig an Ergebnissen gemessen.

„Jeder Fan hat generell das Recht, seine Meinung zu äußern“

Fakt ist: Es sind gerade einmal vier Spieltage gespielt, die Kölner haben bislang vier Punkte eingefahren und in Köln kann die Stimmung bekanntlich schnell kippen. Thomas Kessler hat im Sommer den nächsten Umbruch vollzogen, es wurden zahlreiche Spieler erst spät integriert, manche nachdem das erste Pflichtspiel gespielt war. Es kann noch nicht alles klappen. Und genau das werden die FC-Verantwortlichen sicherlich auch im Hinterkopf bei ihrem Weg als Entwicklungsclub haben. Natürlich wird der Trainer am Ende an seinen Ergebnissen gemessen werden, doch sicherlich nicht nach dem vierten Spieltag. „Jeder Fan hat generell das Recht, seine Meinung zu äußern. Aber es gehört zu unserem Weg dazu, dass wir hart arbeiten müssen“, sagte Wagner. „Dann werden die Spiele auch in unsere Richtung kippen. Wir werden leider nicht jedes Bundesligaspiel gewinnen. Enttäuschung gehört dazu. Aber wir müssen aus den Spielen gemeinsam lernen und in den entscheidenden Momenten zusammenzustehen.“

Die Kritik im Stadion und in den Sozialen Medien wird Wagner erst einmal aushalten. Er weiß auch, wie schnell die Stimmung in Köln kippt. Das hat der Coach als Assistenztrainer oft genug mitbekommen. Die ersten Pfiffe zeigen aber, dass Wagner für diese Entwicklung möglicherweise weniger Ruhe bekommen wird, als man sich beim FC wünschen dürfte.

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Trifft Dallinga nicht, macht es eben Ache – und umgekehrt: Der 1. FC Köln hat wieder zwei Sturmoptionen

Thijs Dallinga tat sich gegen den HSV schwer (Foto: Selim Sudheimer/Getty Images)
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Trifft Dallinga nicht, macht es eben Ache – und umgekehrt: Der 1. FC Köln hat wieder zwei Sturmoptionen

Während Thijs Dallinga gegen den HSV eine schwache Leistung zeigte, konnte Ragnar Ache mit einem Treffer im Duell um den Stammplatz im Sturm punkten. Das zeigt, dass der FC im Gegensatz zur vergangenen Saison in der Sturmspitze nachlegen kann: Der Konkurrenzkampf belebt den Sturm des 1. FC Köln.

In der vergangen Saison war Ragnar Ache automatisch gesetzt, wenn die Geißböcke mit einem klassischen Stürmer spielen wollten. Denn der Angreifer war der einzige Spieler mit diesem Profil im Kader. Mit Thijs Dallinga hat der FC jedoch nun eine zweite Option und damit einen richtigen Konkurrenzkampf in der Sturmspitze. Aber spätestens gegen den HSV zeigte sich, dass Ache diesen Kampf annimmt.

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Es war ein Muster, dass es in dieser Saison schon einmal gegeben hatte – nur unter umgekehrten Vorzeichen. Während am ersten Spieltag Ragnar Ache sich lange erfolglos gegen die Hoffenheimer Defensive abmühte und darum Thijs Dallinga für ihn eingewechselt wurde und im Anschluss traf, war es am vergangenen Samstag gegen den HSV genau andersherum. Denn dieses Mal war der Sommerneuzugang zuerst auf dem Platz, blieb jedoch glücklos. So vergab er unter anderem in der 38. Minute die Riesenchance zur Führung, als Daniel Heuer Fernandes seinen zu unplatzierten Kopfball mit einem starken Reflex parierte. Darum ersetze ihn Mitte der zweiten Hälfte Ache. Und der 28-Jährige machte es kurz vor Schluss besser, als er mit einem Kopfball noch den Anschluss erzielte. Auch wenn der Treffer zu spät kam und die Geißböcke die Niederlage nicht mehr abwenden konnten, zeigte sich immerhin, dass Köln wieder zwei ordentliche Optionen im Sturm hat und nicht nur von einem Spieler abhängig ist.

Mehr Optionen als in der Vorsaison

Das war schließlich ein bekanntes Problem in der Vorsaison. Mit Ache hatte der FC nur einen klassischen Stürmer im Kader. Wenn der verletzt oder außer Form war, wurde es direkt eng. Jetzt hat Trainer René Wagner die Wahl: Bringt er mit Dallinga eher einen Spieler, der seine Stärken besonders im Strafraum hat, oder mit Ache einen klassischen Zielspieler? Auch scheint es, als würden sich die beiden Angreifer gut abwechseln. Hat der eine einen schlechten Tag, springt eben der andere mit Toren ein. Das hat gegen Hoffenheim und den HSV bereits gut funktioniert. Nur beim Heimspiel gegen Bremen erwischten beide einen gebrauchten Abend.

Dabei war der Treffer gegen die Hanseaten für Ache sehr wichtig. Denn in den vorherigen Spielen der Saison hatte der 28-Jährige noch nicht überzeugen können. Vor allem auch nicht gegen den VfB Stuttgart am zweiten Spieltag, als er das letzte Mal die Chance von Anfang an bekommen hatte, weil sein Konkurrent krankheitsbedingt ausgefallen war. Da der Angreifer sich aber nicht empfehlen konnte, bekam zuletzt Dallinga den Vorzug für die erste Elf.

Ache gegen Gladbach zurück in der Startelf?

Nun hat Ache wieder Ansprüche auf mehr angemeldet und gezeigt, dass er sich im Konkurrenzkampf behaupten kann. Ein wichtiges Zeichen in Richtung seines Trainers. Das außerdem zu einem guten Zeitpunkt kommt. Denn zum einen hat sich der Angreifer so vor der langen Länderspielpause noch ein Erfolgserlebnis abgeholt, das ihm Rückenwind geben sollte. Und zum anderen hat sich Dallinga in den vergangen beiden Partien nicht gerade in den Vordergrund spielen können.

Dadurch könnte Ache im Derby gegen Borussia Mönchengladbach nach der Länderspielpause wieder in der Startelf stehen. Dann muss der Stürmer jedoch direkt wieder eine gute Leistung zeigen. Ansonsten droht ihm erneut die Bank. Dabei könnte der Konkurrenzkampf beide Angreifer beflügeln. Und falls die erste Wahl gegen Gladbach keine gute Leistung zeigt, hat Wagner die Gewissheit, dass der andere bei seiner Einwechslung um so motivierter sein wird und die Wahrscheinlichkeit nicht so gering ist, dass er dann das Tore schießen übernimmt.


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Der FC bestimmt das Spiel – der HSV die entscheidenden Momente

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln gegen den HSV
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Der FC bestimmt das Spiel – der HSV die entscheidenden Momente

In nahezu allen Statistiken lag der FC am Samstag vor dem Hamburger SV. Doch die Punkte hat der FC beim HSV gelassen. Das hatte Gründe: Zum einen ließen die Kölner ihre Chancen aus, zum anderen trafen die Nordlichter zum richtigen Zeitpunkt. Das 1:2 scheint ein tieferes Problem der Geißböcke offenzulegen.

Vier Punkte stehen nach den ersten vier Spieltagen auf dem Konto der Geißböcke. Gerade gegen den HSV und Bremen wäre eigentlich mehr drin gewesen. Doch in beiden Fällen verloren die Kölner an unterschiedlichen Stellen die Kontrolle. Daran muss der FC nun ansetzen.

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Die Enttäuschung war den Kölner Spielern ins Gesicht geschrieben. Abgekämpft verließen die Geißböcke den Rasen des Volksparkstadions. Abgekämpft und frustriert. Die Zahlen waren eindeutig. 70:30 Prozent Ballbesitz, 18:12 Torschüsse, 18:8 Dribblings, 550: 270 Pässe – selbst im xGoals-Wert lagen die Kölner am Samstagnachmittag vor dem HSV. Es gab tatsächlich nur sehr wenige Statistiken, die am Ende für die Nordlichter sprachen – doch es waren die entscheidenden. So wie die Statistik auf der Anzeigetafel, das 2:1 für die Mannschaft von Merlin Polzin. Der FC hatte viel für Punkte getan, aber wenig erreicht – keine. „Das tut brutal weh. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hatten die Möglichkeit zu gewinnen“, sagte René Wagner. Ob das Spiel der Kölner wirklich so gut war, steht auf einem anderen Blatt – doch der FC wurde zunächst zumindest seiner Favoritenrolle gerecht, übernahm die Kontrolle und hätte schon früh treffen können.

Günstiger und ungünstiger Zeitpunkt

Treffen müssen hätte Thijs Dallinga als er eine ziemlich perfekte Flanke komplett frei stehend auf Hamburgs Keeper Daniel Heuer Fernandes brachte. Der Torhüter parierte stark, doch war die Herausforderung nicht so groß, wie sie vielleicht auf den ersten Blick schien. Der Ball kam viel zu zentral, dafür aber mit zu wenig Druck. Zuvor hatten Mikey Moore und Said El Mala ebenfalls gute Möglichkeiten mit ähnlichem Ergebnis. „Wenn du in der ersten Halbzeit so dominant bist, dann musst du eigentlich auch ein Tor machen. Wenn du das machst, ändert sich auch das Spiel und die komplette Statik“, sagte Thomas Kessler. Die Statik veränderte sich aber nicht, weil der HSV den direkten Gegenzug und seine erste große Möglichkeit nutzte. Nach einer Ecke stieg Nicolas Capaldo am Höchsten und nickte erstaunlich ungestört ein. „Jeder, der die erste Hälfte gesehen hat, hat wohl nicht daran geglaubt, dass wir ohne Punkte nach Hause fahren. Dass wir dann kurz vor der Halbzeit dann so das Gegentor bekommen, das ist natürlich extrem bitter“, sagte Marvin Schwäbe. „Es ist ein Moment, der absolut bescheiden ist.“

Bescheiden für den FC, für den HSV war es genau der richtige. Und zur Freude des Sparschweins darf eine Floskel in diesem Moment einfach nicht fehlen: Der HSV erzielte den Treffer zum psychologisch günstigsten, der FC kassierte ihn zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt. Tatsächlich gibt es über diese Weisheit zahlreiche Studien. Die meisten besagen im Großen und Ganzen, dass grundsätzlich jeder Gegentreffer zu einem ungünstigen Zeitpunkt fällt. Aber kurz vor oder kurz nach dem Seitenwechsel seien sie schon besonders bitter. Besonders bitter war für die Kölner aber nicht nur der Gegentreffer vor dem Halbzeitpfiff und auch nicht der zweite kurz nach dem Wiederanpfiff – besonders bitter war, dass der FC auch unmittelbar vor dem 0:2 eine besonders dicke Chance liegen ließ. Dieses Mal jagte Moore die Kugel aus elf Metern übers Tor – im Gegenzug machte es der eingewechselte Yussuf Poulsen besser: 2:0 – Stecker gezogen.

„Unser Tor ist einfach zu spät gefallen“

Unabhängig von günstig oder ungünstig waren beide Gegentore einfach nur schlecht. Denn der FC erholte sich nicht mehr, kam zu spät zum Anschlusstreffer, die Niederlage war besiegelt. „Unser Tor ist einfach zu spät gefallen. Wenn es eher fällt, dann haben wir ein anderes Spiel. Wir konnten uns nicht belohnen“, sagte der Kölner Coach. Möglicherweise liegt darin ein Arbeitsauftrag, von dem Thomas Kessler nach dem 1:2 sprach. Der FC wird nur in seltenen Fällen ein Spiel über weite Strecken kontrollieren – das muss er auch nicht. Er muss auch nicht jede Chance nutzen. Aber die Kölner müssen lernen, aus ihren guten Phasen mehr mitzunehmen und schlechte Phasen zu überstehen. Eine gute Phase ist keine Garantie für einen Treffer. Problematisch wird es allerdings, wenn auf der anderen Seite der Kontrollverlust teuer wird.

Marvin Schwäbe sprach später von einer „wellenförmigen Performance“. Wellen gehören zum Fußball dazu, sie werden nicht abzustellen sein – gerade nach einem Umbruch fallen sie wohl auch mehr ins Gewicht. Entscheidend wird sein, was an ihren höchsten und niedrigsten Punkten passiert. Denn da entscheiden sich die Begegnungen.

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Das „Problem ist bekannt“ – und trotzdem nicht gebannt: Die Standardschwäche des 1. FC Köln ist viel mehr als nur ein Thema

René Wagner beim Spiel gegen den Hamburger SV
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Das „Problem ist bekannt“ – und trotzdem nicht gebannt: Die Standardschwäche des 1. FC Köln ist viel mehr als nur ein Thema

Zum fünften Mal im fünften Pflichtspiel kassieren die Kölner einen Gegentreffer nach einer Standardsituation. Das Problem ist Verantwortlichen und Trainer aus der vergangenen Saison bestens bekannt. Es wurden auch Maßnahmen ergriffen, nur greifen die nicht beim 1. FC Köln: Das Standardproblem wird zum Problem von René Wagner.

Der FC kam gegen den Hamburger SV zu seinen Chancen, doch die Gegentore fielen zunächst auf der eigenen Seite. Das 0:1 fiel wieder einmal nach einem Standard und in ganz Köln fragt man sich, warum der FC das Problem einfach nicht in den Griff bekommen will oder kann.

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Als René Wagner am Samstagabend zur Pressekonferenz nach dem Duell gegen den HSV ging, da wird der Kölner Coach schon eine Frage der anwesenden Journalisten gekannt haben. Denn dass diese fallen würde, war spätestens mit dem Treffer wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff klar. Wieder einmal haben die Kölner nach einer Standardsituation einen Gegentreffer kassiert. Es war bereits der fünfte im fünften Pflichtspiel. „Natürlich müssen wir uns damit auseinandersetzen“, sagte Thomas Kessler. „Das haben wir vorher auch getan. Es ist keine neue Erkenntnis.“ Das stimmt. Die Erkenntnis gab es wie gesagt auch in der Vorsaison. Nur zeigt die Lernkurve nach den reinen Zahlen eben nicht nach oben. Die Kölner führen nämlich eindrucksvoll ihre Negativ-Bilanz der Vorsaison weiter. Damals waren es in der Liga bekanntlich 20 Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Also im Schnitt 0,6 pro Spiel.

Im Schnitt ein Gegentor nach Standards pro Spiel

Der FC führt die Serie aber nicht nur fort, nach aktuellem Stand haben sich die Geißböcke im Schnitt mit einem Gegentor pro Spiel noch einmal verschlechtert. Die Saison ist noch jung, die Bilanz wird sich verändern. Nur kassierte RB Leipzig in der vergangenen Saison in 34 Ligaspielen eben insgesamt fünf Gegentreffer nach einem Standard. „Leider haben es die Hamburger heute geschafft, durch eine Standardsituation ins Spiel zu kommen zu einem unglücklichen Moment für uns. Das hat den Spielverlauf dann auf den Kopf gestellt“, sagte Wagner, gab aber auch zu: „Das Problem kennen wir natürlich.“ Es wäre auch seltsam, wenn die Kölner Verantwortlichen das Standardproblem nicht kennen würden, es ist zu offensichtlich. Und auch die 20 Gegentreffer in der Vorsaison hatten zweifelsfrei ihren Anteil an der insgesamt doch biederen Spielzeit.

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Ellyes Skhiri
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Linton Maina
Ø –
Mikey Moore
Ø –
Marius Bülter
Ø –
Thijs Dallinga
Ø –
Sebastian Sebulonsen
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Isak Johannesson
Ø –
Said El Mala
Ø –
Ragnar Ache
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Das Problem ist also bekannt, aber weiß Gott nicht gebannt. Und das, obwohl bekanntlich Maßnahmen getroffen wurden. Das schon in der vergangenen Spielzeit als Hannes Dold, eingeteilt für die Schulung von eben jenen Standardsituationen, von seinen Aufgaben entbunden wurde. Nachdem das Problem zwischenzeitlich gelöst schien, häuften sich die Gegentreffer plötzlich wieder. Im Sommer wurde mit Kevin McKenna ein Assistenztrainer geholt, der in seiner aktiven Zeit schon seine Qualitäten sowohl defensiv als auch offensiv nach Standards unter Beweis stellte. Auch Luka Lochoshvili wurde im Sommer verpflichtet. Der Innenverteidiger erinnert in doch manchen Situationen an die Zweikampfstärke und Passsicherheit eines Cenk Özkacar. Doch anders als der Türke gilt der Georgier als extrem gefährlich nach ruhenden Bällen – und in der Defensive eben als sichere Bank. Auch am Samstag fehlten dem Innenverteidiger nur Zentimeter für seinen ersten Bundesligatreffer.

Die Maßnahmen greifen nicht

Auf der anderen Seite schaffte es aber auch „Locho“ nicht, im entscheidenden Moment gegen den 1,77-Meter-Mann Nicolas Capaldo einzugreifen. Der Hamburger traf per Kopf, obwohl gleich drei Mann in der Nähe waren – darunter mit Jahmai Simpson-Pusey und Lochoshvili zwei gelernte Abwehrspieler. Dazu der kopfballstarke Thijs Dallinga. Und ganz ehrlich: Bei 25 Gegentoren innerhalb von ein wenig mehr als einem Kalenderjahr ist wohl auch der Torwart nicht frei von Schuld. „Es tut mir weh, weil ich sehe, wie dir Jungs jede Woche daran arbeiten, da besser zu werden“, sagte Wagner. Und damit müsste sich der Coach wohl auch selbst in die Verantwortung nehmen. Denn wenn die Probleme bekannt sind, die „Jungs daran arbeiten, besser zu werden“, das aber nicht passiert, läuft offenbar irgendwo etwas gehörig schief.

Dabei gehört zur Wahrheit natürlich auch, dass große Teile der Mannschaft eben nicht die gleichen sind, wie noch im Vorjahr. Am Samstag liefen gleich sechs Spieler auf, die im September 2025 eben nicht beim FC unter Vertrag gestanden haben. Kessler betonte, dass man die Dinge kenne, an denen man arbeiten müsse. Dass der Arbeitsauftrag auch klar sei. Der Geschäftsführer Sport wird damit auch die Standards meinen. Immerhin: Zwar belegen die Kölner im internen Ligavergleich nur einen geteilten letzten Platz – den gemeinsam mit Borussia Mönchengladbach. Also dem kommenden Gegner der Geißböcke.

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Defensiv zu schwach, offensiv zu ineffizient = drei Mal die Fünf – so bewerten wir den FC beim HSV

Thijs Dallinga konnte gegen den HSV nicht überzeugen
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Defensiv zu schwach, offensiv zu ineffizient = drei Mal die Fünf – so bewerten wir den FC beim HSV

Mit großen Ambitionen ist der FC nach Hamburg gereist, ohne Zähler kehren die Geißböcke wieder zurück. Zwar war nicht alles schlecht, aber eben auch viel nicht gut. Und das zeigt sich in den Noten des 1. FC Köln: So bewerten wir den FC beim HSV.

Nach dem Sieg zum Bundesligaauftakt gegen die TSG Hoffenheim warten die Kölner weiterhin auf den zweiten Liga-Erfolg. Der HSV machte es den Kölnern mit seiner Defensivarbeit nicht leicht.

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Marvin Schwäbe
4+
Marvin Schwäbe

War beim 0:1 erstaunlich unauffällig. Schoss in Halbzeit zwei einfach mal Simpson-Pusey an, immerhin folgenlos. Rettete stark gegen Poulsen im Eins-gegen-eins und war auch an einem Distanzschuss von Vieira zur Stelle.

Gideon Mensah
3
Gideon Mensah

Wieder einmal der beste einer schwachen Abwehr. Die linke Seite war dicht. Gewann starke 80% der Zweikämpfe. Hatte aber Glück, dass er bei seiner Attacke gegen Vieira auch den Ball traf.

Luka Lochoshvili
5+
Luka Lochoshvili

Kam per Kopf zum ersten Abschluss, verfehlte knapp. Fühlte sich für Capaldo beim 0:1 nicht verantwortlich. Hatte Poulsen beim 0:2 im Zentrum nicht im Blick. Immerhin die meisten Ballkontakte und eine starke Passquote. Die zeigte sich aber nicht im Spiel nach vorne.


Schwierigkeiten in der Defensive

Jahmai Simpson-Pusey
5+
Jahmai Simpson-Pusey

Rettete kurz vor der Halbzeit mit einer Grätsche in letzter Sekunde. Fühlte sich für Capaldo beim 0:1 nicht verantwortlich. Konnte Grønbæk beim 0:2 nicht folgen. Ließ sich von Poulsen einige Male die Grenzen aufzeigen. Nicht der beste Tag des jungen engländers

Alessio Castro-Montes
4-
Alessio Castro-Montes

Bekam die rechte Seite nicht so richtig in den Griff und fand in der Offensive nicht statt. Immerhin zwei richtig starke Grätschen. Wieder muskuläre Probleme. Ging angeschlagen vom Platz.

Tom Krauß
4+
Tom Krauß

Überzeugte mit einem starken Zweikampfwert (70%), brachte dafür aber wenig für die Offensive.


Deine FC-Noten
Bewerte die Spieler nach dem Spiel
1 = sehr gut · 6 = ungenügend
Marvin Schwäbe
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Alessio Castro-Montes
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Jahmai Simpson-Pusey
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Luka Lochoshvili
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Gideon Mensah
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Ellyes Skhiri
Ø –
Tom Krauß
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Linton Maina
Ø –
Mikey Moore
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Marius Bülter
Ø –
Thijs Dallinga
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Sebastian Sebulonsen
Ø –
Isak Johannesson
Ø –
Said El Mala
Ø –
Ragnar Ache
Ø –
Paul Okon-Engstler
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Skhiri-Vorlage und vergebene Chancen

Ellyes Skhiri
3+
Ellyes Skhiri

Gibt der Mannschaft im Zentrum viel Substanz, suchte viele Zweikämpfe, aber nicht immer mit positiven Ende. Krönte eine ordentliche Leistung mit einer perfekten Flanke auf Ache.

Said El Mala
3+
Said El Mala

Suchte immer wieder das Eins-gegen-eins und wenn er mal durchkam, auch den Abschluss. Hatte aber bei diesem wenig Glück. Gab mit Abstand die meisten Versuche ab, strahlte aber recht wenig Gefahr damit aus (7 Torschüsse, xGoals 0,2).

Mikey Moore
2-
Mikey Moore

Ist technisch eine Augenweide, sorgt mit dieser Technik auch für Torgefahr – auch bei den Mitspielern. Hätte ehrlicherweise aber auch eine seiner Chancen nutzen müssen. Dennoch ein weiterer guter Auftritt.


Linton Maina
3+
Linton Maina

Auch gegen den HSV wieder ein Aktivposten der Geißböcke. Gerade in der ersten Halbzeit mit vielen Vorstößen. Tauchte nach dem Wechsel aber zunehmend ab.

Thijs Dallinga
5+
Thijs Dallinga

Stand kurz vor der Halbzeit komplett blank und brachte den Ball nicht im Kasten unter. Den muss ein Stürmer machen. Fühlte sich für Capaldo beim 0:1 nicht verantwortlich, obwohl der neben ihm stand. Trat sonst kaum in Erscheinung und ging in der 64. raus.

Ragnar Ache
2-
Ragnar Ache

Kam für Dallinga. Sein Abfälscher nach El-Mala-Versuch rollte knapp am Tor vorbei. Nutze im Gegensatz zu seinem Vorgänger seine Kopfballchancen perfekt.


Wenig Impact in der Offensive

Borna Sosa
Borna Sosa

Feierte nach einer guten Stunde sein Bundesliga-Debüt. Brachte auch einige seiner erhofften Flanken, die fanden aber die Mitspieler nicht. Könnte in Zukunft ein Faktor werden.

Isak Johannesson
Isak Johannesson

Musste für den angeschlagenen Alessio Castro-Montes ran. Suchte direkt den Weg in die Offensive und ab und auch doppelt den Abschluss. War aber nicht mehr so wirklich im Spiel drin.

Luca Waldschmidt
Luca Waldschmidt

Sollte die Schlussphase noch einmal beleben. Tat das allerdings eher nicht. War kein Faktor mehr.


Marius Bülter
Marius Bülter

Auch Marius Bülter sollte noch einmal ins Spiel eingreifen. Hätten dem FC fast einen Elfmeter herausgeholt. Das wurde kein Thema mehr, weil die Kölner ohnehin anschließend trafen.

Mehr zum Thema
>> Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln beim HSV
>> Der Spielbericht der bitteren 1:2-Niederlage des 1. FC Köln

„Natürlich müssen wir uns damit auseinandersetzen“- Die Stimmen zum Bundesliga-Duell des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV

Thomas Kessler beim Vorbereitungsauftakt am Montag
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„Natürlich müssen wir uns damit auseinandersetzen“- Die Stimmen zum Bundesliga-Duell des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV

Der 1. FC Köln trennt sich im zweiten Auswärtsspiel der Saison vom HSV mit einer 1:2-Niederlage. Nach einer 2:0-Führung gelang es den Geißböcken nicht, das Ergebnis um mehr als ein Tor zu verbessern. Nach der Partie äußerten sich René Wagner, Marvin Schwäbe, Ellyes Skhiri und Thomas Kessler: Die Stimmen zum Bundesligaspiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV.

Nach einem Sieg zum Auftakt gegen Hoffenheim und einer Niederlage in Stuttgart sowie dem Remis gegen Werder Bremen fährt der FC mit null Punkten aus Hamburg nach Hause. Den Geißböcken gelang es nicht, ihre Chancen zu verwandeln, dafür kassierten sie erneut einen Treffer nach einer Standardsituation.


come-on-fc.com berichtet aus dem Volksparkstadion in Hamburg

Der FC konnte die Führung der Rothosen am Samstagnachmittag nicht mehr aufholen. Nach den beiden Toren verkürzte Ragnar Ache zwar noch auf ein 1:2, für Zählbares reichte es allerdings nicht. Nach dem Spiel äußerten sich Torhüter Marvin Schwäbe, Ellyes Skhiri, Thomas Kessler und René Wagner bei RTL, Sky und in der Mixed Zone.


René Wagner wirkt nachdenklich

René Wagner

„Es tut brutal weh“

„Unser Tor ist einfach zu spät gefallen“



Thomas Kessler beim Vorbereitungsauftakt am Montag

Thomas Kessler

„Es gibt einen klaren Arbeitsauftrag“

„Am Ende des Tages haben wir schon eine Mannschaft, bei der wir überzeugt sind, dass wir mit ihr die Klasse halten“



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Ellyes Skhiri

„Wir haben noch viele Spiele vor uns“

„Jetzt haben wir eine lange Pause und wir können an uns arbeiten“



Mehr zum Thema:
>>1. FC Köln News aktuell: Alle FC-News im Newsticker



Marvin Schwäbe nach dem Spiel gegen Hoffenheim

Marvin Schwäbe

„Da wird man direkt bestraft“

„Wir haben die Tore zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt bekommen“


Und wieder einmal Aufbaugegner: Der 1. FC Köln unterliegt dem Hamburger SV

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Und wieder einmal Aufbaugegner: Der 1. FC Köln unterliegt dem Hamburger SV

Der FC wollte sich mit einem Sieg in die Länderspielpause verabschieden, doch es gab den nächsten Rückschlag. Gegen den noch tor- und punktlosen Hamburger SV kassierten die Geißböcke eine bittere Niederlage. Bitter, weil der FC eigentlich viel richtig machte. Der 1. FC Köln verliert beim Hamburger SV 1:2.

Hamburger SV gegen den 1. FC Köln. Das klingt schon allein von der Ansetzung nach Bundesliga pur. Vor anderthalb Jahren gemeinsam in die Bundesliga aufgestiegen, wollen beide Clubs diese Saison den nächsten Schritt in Richtung Etablierung gehen. Während der FC vor dem Spiel mit 4 Punkten einen soliden Saisonstart hinlegte, war es für den HSV ein Saisonstart zum Vergessen: 0 Punkte und dabei kein einziges eigenes Tor in den ersten drei Spielen. Nun aber verabschiedet sich der HSV mit breiterer Brust in die Länderspielpause, während der FC den nächsten Dämpfer hinnehmen muss.

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Der HSV schob die Favoritenrolle zu Beginn klar dem FC zu. Das Heimteam ließ sich gegen den Ball weit in die eigene Hälfte zurückdrängen, während der FC, wie schon gegen Bremen, vorne alles anlief. Auch die erste Chance des Spiels gehörte den Kölnern. Dallinga traf nach Mainas Vorlage aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz (6.). Gegen den tiefen Hamburger Block versuchte der FC immer wieder, mit vielen kurzen Pässen spielerische Lösungen zu finden. Dallinga löste sich dafür öfters aus der Sturmspitze, um sich den Ball zu holen. Said El Mala blieb dagegen zum Start noch blass und glücklos im Dribbling. Sein neuer kongenialer Offensivpartner Mikey Moore war hingegen wieder mal einer der Auffälligsten. Seinen Schuss aus rund 30 Metern musste Heuer Fernandes per Faustabwehr zur Ecke klären (26.).

Machst du sie vorne nicht, kriegst du sie hinten

Während der FC das Spiel dominierte, wurde der HSV nie wirklich gefährlich. Wenn es mal Offensivaktionen gab, dann über Vieira. Mit einem Weitschuss per Freistoß kam er zumindest zu Hamburgs erstem Torschuss. Dieser war allerdings viel zu harmlos und kein Problem für Schwäbe. Der FC wurde dafür gegen Ende der ersten Halbzeit immer stärker. Vor allem durch die Flügelspieler Linton Maina und den endlich aufblühenden El Mala. Zunächst verpasste der Kölner Shootingstar eine Maina-Flanke nur knapp mit dem Kopf, bevor er dann mit seinem klassischen El-Mala-Schuss an Heuer Fernandes scheiterte. Die dickste Chance hatte dann aber Thijs Dallinga. Nach einer maßgenauen Flanke von Gideon Mensah, kam er aus fünf Metern frei zum Kopfball. Heuer Fernandes konnte den Ball mit einem starken Reflex gerade noch so abwehren (38.). Während die Spieler gedanklich schon in der Kabine waren und René Wagner vermutlich schon die Halbzeitansprache überlegte, traf Hamburg zum 1:0 (44.) aus dem buchstäblichen Nichts. Nach einer Ecke von Albert Gronbaek sah sich in der Kölner Hintermannschaft keiner in der Verantwortung, Nicolás Capaldo zu decken. Dieser hatte dann keine Mühe mehr Marvin Schwäbe per Kopf zu überwinden.


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Eine Abtastphase wie in der ersten Halbzeit war es in der zweiten Häfte wahrlich nicht mehr. Beide Teams kamen mit mächtig Feuer aus der Kabine. Moore hatte den Ausgleich schon früh auf dem Fuß (47.). Kurz darauf kam es zu einer Slapstick-Aktion des FC. Schwäbes Weitschussversuch traf Jahmai Simpson-Pusey am Rücken, wodurch der Ball Groenbaek vor die Füße fiel. Schwäbe konnte den Fehler gerade noch so wieder ausbügeln (49.). Gegen den Schuss von Yussuf Poulsen zwei Minuten später war er dann aber machtlos. Nach einem schön und vor allem schnell ausgespielten Konter musste Poulsen nach einer scharfen Groenbaek-Flanke nur noch den Fuß reinhalten (51.).

Kein Durchkommen gegen den Hamburger Block

Nach dem 2:0 zeigte sich ein ähnliches Bild wie zu Beginn ersten Halbzeit. Der HSV ließ die Kölner kommen und die probierten mit viel Ballbesitz gegen den tiefen Hamburger Block durchzukommen. Wagner wechselte in diese Phase Ragnar Ache, Borna Sosa und Isak Johannesson ein, die Mitte der zweiten Halbzeit neuen Schwung reinbringen sollten. Für Sosa war es der erste Einsatz im FC-Dress. Richtig zwingend wurde es aber auch durch den Dreifachwechsel nicht. Die erste größere Chance nach dem Gegentor hatte der FC eher aus Zufall. Ein abgeblockter Sosa-Freistoß fällt über Umwege El Mala vor die Füße. Sein abgefälschter Schuss verfehlte den Pfosten nur knapp (74.).

Der HSV kam hingegen durch den Druck der Kölner immer wieder zu aussichtsreichen Kontern, die sie aber nicht clever genug ausspielten. Aber auch per Standards blieb der HSV gefährlich. Einen Freistoß von Vieira konnte Schwäbe gerade noch so über die Latte lenken (78.). Viel mehr machen musste der HSV auch nicht mehr. Bis Ellyes Skhiri mit einer genauen Flanke Ragnar Ache in der Spitze fand, der zum 1:2 einnickte (90.+1). Doch der Anschlusstreffer fiel zu spät.

Start der langen Länderspielpause

Die Bundesliga verabschiedet sich jetzt in ihre allererste XXL-Länderspielpause. Für Saïd El Mala geht es in Klopps zweitem Kader am 1. Oktober gegen Serbien und am 4. Oktober gegen Griechenland. Nach der Länderspielpause heißt es für den FC: Derby! Am 11. Oktober geht es gegen die Fohlen aus Mönchengladbach. Bis zum Spiel am 11. Oktober wird Mönchengladbach dann auch ihren neuen Cheftrainer gefunden haben.

1. FC Köln: Schwäbe – Mensah (64. Sosa), Lochoshvili, Simpson-Pusey, Castro-Montes (67. Johannesson) – Skhiri, Krauß (82. Waldschmidt) – El Mala, Moore, Maina (82. Bülter) – Dallinga (64. Ache); 1:0 Capaldo (43.), 2:0 Poulsen (49.), 2:1 Ache (90. +1)

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