Am Samstagnachmittag steht für den FC der 7. Spieltag auf dem Programm. Dabei trifft der Aufsteiger auf den Tabellenvierzehnten. Leicht wird es für den FC allerdings gegen den FCA sicher nicht: Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Augsburg.
Den Start in die Saison hätte sich FCA-Trainer Sandro Wagner sicherlich anders vorgestellt. Zuletzt lief es aber gegen den VfL Wolfsburg gut für die Fuggerstädter. Gegen den FCA wollen die Kölner nach dem Sieg gegen Hoffenheim nun erneut punkten. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Augsburg.
Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Augsburg. Der FC empfängt am Samstagnachmittag die Mannschaft von Sandro Wagner. FC-Trainer Lukas Kwasniok weiß um die Stärken des Gegners: „Augsburg hat einen jungen, aufstrebenden Trainer verpflichtet, der den Fokus klar auf Intensität legt. Gegen Wolfsburg waren sie extrem aggressiv, zielstrebig und sehr präsent. Das hat sie in die Erfolgsspur zurückgeführt“, so Kwasniok. Ziel ist es laut des Trainers, den FCA da wieder „heraus zu katapultieren“.
Während die Kölner Defensive gerade in der Innenverteidigung aktuell vom Stamm der Vorsaison gebildet wird, läuft eine komplett neue Offensive beim FC auf – und das aktuell durchaus erfolgreich: Der 1. FC Köln hat offensiv ein neues Gesicht.
Gleich acht Kaderplätze werden beim FC aktuell in der Bewegung nach vorne von Neuzugängen bekleidet. Der Offensive der Vorsaison bleibt bisher nur eine eher untergeordnete Rolle. Der 1. FC Köln hat offensiv ein neues Gesicht.
Sebastian Sebulonsen, Marius Bülter und Jakub Kaminski haben den FC im Sommer in der Offensive verstärkt
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Dass Lukas Kwasniok seine Ankündigungen in aller Regel auch umsetzt, dürfte sich mittlerweile auch in Köln herumgesprochen hat. Der Trainer nutzt beispielsweise die Breite des Kaders, setzt nicht auf die eine Startformation, wie er es bereits vor dem ersten Ligaspiel kommuniziert hat. Auch am vergangenen Donnerstag ließ der Coach seinen Worten vom vorherigen Mittwoch Taten folgen. Beim Cologne Cup sollten die Spieler auf Einsatzzeit kommen, die zuletzt ein wenig hinten dran waren, hatte Kwasniok erklärt. Und so kam unter anderem Florian Kainz in die – in dieser Saison – ungewohnte Rolle einer Startelf. Auch Linton Maina und Luca Waldschmidt erhielten die Chance von Beginn an. Kainz und Maina hatte im Trainingslager im Interview mit come-on-fc.com erklärt, dass sie sich doch auf den Konkurrenzkampf freuen, ihn annehmen würden. Aktuell sind sie ein wenig die Leidtragenden des Umbruchs.
Facelifting in der Offensive
Denn beide gehören in dieser Spielzeit eher selten zu ersten Wahl. Auch in der vergangenen Spielzeit war die Offensive schon umkämpft und so hatte gerade der Österreicher hart zu fighten, begann dann aber doch mehr als die Hälfte der Spiele, in denen er im Kader stand. Gerade in der heißen Phase des Aufstiegskampfs war der ehemalige FC-Kapitän wieder unumstrittener Stammspieler. Maina kam bei 31 Kader-Nominierungen sogar auf 26 Startelf-Einsätze – ohne seine Verletzung wäre die Quote noch höher ausgefallen. Doch während Lukas Kwasniok in der Defensive auch aufgrund der Verletzung von Rav van den Berg aktuell auf die Stammbesetzung des Vorjahres – mit Timo Hübers, Joel Schmied und zuletzt auch Dominique Heintz – setzt, hat die Offensive der Geißböcke ein komplettes Facelifting erhalten. Und das eben nicht nur wegen der Weggänge von Damion Downs und Tim Lemperle.
Von den zwölf Neuverpflichtung werden inklusive den beiden Schienenspielern Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen sowie der Art Achter Isak Johannesson acht in Positionen mit Vorwärtsgang eingesetzt. Und die meisten von ihnen regelmäßig. Marius Bülter kommt in der Liga auf vier Einsätze von Beginn an, wurde nur durch seine Verletzung ausgebremst. Jakub Kaminski und Sebastian Sebulonsen sind unangefochtene Stammkräfte und auch Kristoffer Lund lief in vier von sechs Ligaspielen von Beginn an auf. Die Offensive der Vorsaison spielt da eine eher untergeordnete Rolle. Maina stand bislang ein Mal in der Anfangsformation, wurde zwei Mal eingewechselt. Bei Kainz stehen „nur“ drei Joker-Einsätze auf dem Papier.
Der Erfolg gibt Kwasniok und Kessler recht
Luca Waldschmidt stand zwei Mal zu Beginn auf dem Spielfeld, wurde auch zwei Mal eingewechselt. Die einzige Konstante der letztjährigen Offensive ist Jan Thielmann. Das Kölner Eigengewächs ist Stammspieler, lief bislang in der Liga jedes Mal zum Anpfiff auf. Allerdings wurde Thielmann in der Vorsaison meist auch als Rechtsverteidiger eingesetzt. Auch von der Bank kommen mit Ragnar Ache und Said El Mala (jeweils fünf Einwechslungen) die neuen Spieler zum Einsatz. Und der Erfolg gibt der Maßnahme des Trainers recht. Neun der 13 Tore gehen auf die Konten der Neuzugänge – genauso wie sieben der elf Assists. Heißt: Drei von vier Scorerpunkten gehen im Schnitt auf die Transfers des Sommers.
Am 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga empfängt der FC den FC Augsburg. Während die Geißböcke stark in die Saison gestartet sind, hinkt der FCA den Erwartungen hinterher. Das erwartet den 1. FC Köln im Heimspiel gegen Augsburg.
Drei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Gegen den FCA sollen die nächsten Punkte folgen, doch die Aufgabe ist kein Selbstläufer: Das erwartet den 1. FC Köln im Heimspiel gegen Augsburg.
Luca Waldschmidt im Duell gegen den FC Augsburg
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Form: Der FCA blickt auf einen durchwachsenen Saisonstart zurück. Nach dem Weiterkommen in der ersten Runde des DFB-Pokals in Halle gewann das Team von Trainer Sandro Wagner zum Start der Bundesliga mit 3:1 beim SC Freiburg. Im Anschluss mussten die Fuggerstädter gegen den FC Bayern München (2:3), beim FC St. Pauli (1:2), gegen den 1. FSV Mainz 05 (1:4) und beim 1. FC Heidenheim (1:2) vier Pleiten hinnehme. Die positive Stimmung rund um Augsburg verflog schnell. Vor der Länderspielpause war der FCA zu Hause gegen den VfL Wolfsburg gefordert. Gegen den VfL zeigten die Profis des FCA eine sehr konzentrierte und spielfreudige Leistung und gewannen am Ende verdient mit 3:1. Aktuell steht Augsburg mit sechs Punkten auf dem 14. Tabellenplatz.
Stärken und Schwächen
Schwache Defensive: In den ersten sechs Ligaspielen musste Augsburgs Torwart Finn Dahmen bereits 13-mal hinter sich greifen. Damit stellen die Augsburger gemeinsam mit Union Berlin die drittschlechteste Abwehr der gesamten Liga. Nur Eintracht Frankfurt (16) und Werder Bremen (14) mussten bislang mehr Gegentreffer hinnehmen. Der gegnerische xGoals-Wert ist beim FCA sogar am höchsten.
Stark in der Luft: Das Team von Trainer Sandro Wagner gehört dafür aber zu den stärksten Teams in Sachen Kopfballspiel. Mit 137 gewonnenen Kopfballduellen steht der FCA in dieser Statistik hinter Mainz (148) und Freiburg (140) auf dem dritten Rang.
Viele Fouls: Mit 79 Fouls stehen die Augsburger gemeinsam mit Borussia Mönchengladbach auf dem vierten Platz der Foulspiele. In dieser Statistik weisen nur Union Berlin (81), Hoffenheim (81) und der HSV (80) mehr strafbare Vergehen am Gegner auf.
Kartenfreudig: Der FCA sah in den ersten Spielen der Saison bereits 21 Gelbe Karten. Damit bekamen die Augsburger die meisten Verwarnungen der gesamten Liga. Eine Rote Karte musste der FCA jedoch noch nicht hinnehmen. Im Vergleich dazu hat der FC lediglich elf Verwarnungen hinnehmen müssen. Bei Joel Schmied droht allerdings nur auf Kölner Seite eine Sperre. Der Innenverteidiger sah bereits vier Mal die Gelbe Karte und müsste bei einer weiteren ein Spiel aussetzen.
Im Fokus
Mit Mert Kömür hat der FCA ein Juwel in seinen Reihen. Der 20-Jährige wechselte im Sommer 2019 von 1860 München in die Jugendabteilung der Augsburger und durchlief fortan diverse Jugendmannschaften. In der Saison 23/24 feierte der gebürtige Dachauer sein Bundesligadebüt und sammelte von da an ganze 24 Einsätze. Unter Sandro Wagner ist Kömür in dieser Saison ein fester Bestandteil der Profis. So kam der Mittelfeldspieler in dieser Spielzeit bislang in jedem Pflichtspiel zum Einsatz und sammelte dabei zwei Treffer und zwei Vorlagen. Die positive Entwicklung des Augsburgers ist auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben. So sollen mehrere Clubs Interesse an den Diensten des 20-Jährigen haben. Auch der DFB bemüht sich um Kömür, der auch für die Türkei auflaufen könnte.
Formation
Trainer Sandro Wagner ließ seine Mannschaft in dieser Saison überwiegend in einem 3-4-2-1-System auflaufen. Dabei ist Finn Dahmen zwischen den Pfosten die Nummer eins. In der Dreierkette sind Chrislain Matsima und Jeffrey Gouweleeuw eigentlich gesetzt. Den dritten Platz in der Abwehr machen Cedric Zeseiger, Noahkai Banks und Keven Schlotterbeck unter sich aus. Auffällig ist jedoch, dass alle fünf körperlich sehr stark sind und auch im Kopfballspiel deutliche Vorteile haben. In der Mittelfeldzentrale spielen meist Kristijan Jakic und Han-Noah Massengo. Auf den beiden Schienenpositionen setzt Wagner auf Profile, die auch offensiv denken und bei eigenen Angriffen immer mit nach vorn gehen. In den meisten Spielen agierte der FCA ohne einen klassischen Stürmer.
Häufig spielte Mert Kömür als eine Art falsche Neun. Um den 20-Jährigen herum, sorgten entweder Alexis Claude Maurice, Fabian Rieder, Elias Saad oder Robin Fellhauer für viel Kreativität und fußballerische Klasse. Die Mannschaft probiert viel spielerisch zu lösen und wechselt auch immer wieder in den Positionen, um den Gegner vor neue Aufgaben zu stellen.
Das sagen die Trainer
Lukas Kwasniok über Augsburg: „Der FC Augsburg hat sich nach einer langjährigen Bundesligazugehörigkeit entschlossen, den nächsten Schritt gehen zu wollen. Sie haben einen jungen Trainer verpflichtet, der auch den Fokus auf sie lenkt. Ich finde, dass sie einen guten Beginn hatten mit dem Sieg in Freiburg. Wie es im Fußball ist, du willst den nächsten Schritt machen und gerätst dann in eine Negativspirale. Umso beachtlicher war die Leistung gegen Wolfsburg. Das hat mir gezeigt, dass der Verein, die Mannschaft und der Trainer einen Zusammenhalt nach außen ausstrahlen, denn sonst ist so eine Leistung nicht möglich. Sie haben mit die meisten Flanken gespielt, obwohl sie in den letzten Spielen ohne klassischen Zielspieler agiert haben. Dann haben sie zwei Dinge gepaart. Zum einen die präsente Art des Trainers mit den Attributen des FCA. Das hat sie in die Erfolgsspur zurückgebracht und wir werden versuchen, sie da wieder rauszukatapultieren.“
Sandro Wagner über Köln: „Für mich geht es darum, wie wir als FCA in Köln, gegen zwölf Leute, weil das Stadion einfach ein großer Faktor ist, gut agieren. Ich habe eine große Vorfreude und sehe es nicht als selbstverständlich an, in Köln zu spielen, ich finde es supercool. Ich habe es den Spielern gesagt, es gibt nicht viele Stadien in Deutschland, die so cool zum Bespielen sind. Wir haben eine Riesenaufgabe vor uns und deshalb voller Fokus auf den FC.“
Mögliche Aufstellung von Augsburg: Dahmen – Wolf, Matsima, Banks, Giannoulis – Fellhauer, Massengo, Jakic, Saad – Rieder, Kömür
Für Trainer Lukas Kwasniok und die Geißböcke steht am Samstagnachmittag das nächste Duell in der Bundesliga auf dem Plan. Um 15:30 Uhr erfolgt der Anstoß im RheinEnergieSTADION. Wer überträgt das Duell des 1. FC Köln gegen Augsburg?
Nach dem 1:0-Auswärtssieg bei der TSG 1899 Hoffenheim und der darauffolgenden Länderspielpause steht für das Team von Trainer Lukas Kwasniok das nächste Bundesligaspiel vor der Tür. Am Samstagnachmittag empfangen die Kölner den FC Augsburg. Wer gegen die Fuggerstädter von Beginn an auf dem Feld steht, ist aber noch offen. So könnte der FC im Heimspiel gegen Augsburg spielen.
Im Heimspiel gegen den FC Augsburg kann FC-Trainer Lukas Kwasniok fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Rav van den Berg, der aktuell noch an einer Schulterverletzung laboriert, Luca Kilian, der aufgrund seines dritten Kreuzbandrisses fehlt, sowie Youngster Youssoupha Niang stehen dem 43-Jährigen nicht zur Verfügung. Das sorgt beim Coach wieder für die Qual der Wahl. So könnte der FC im Heimspiel gegen Augsburg spielen.
Marius Bülter lief in der Vorbereitung als Kapitän des 1. FC Köln auf
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Besonders erfreulich ist die Rückkehr von Stürmer Marius Bülter. Der 32-Jährige gehörte in den ersten Saisonspielen zu den absoluten Leistungsträgern, musste bei den Duellen gegen den VfB Stuttgart und bei der TSG 1899 Hoffenheim jedoch verletzt zuschauen. Daher stellt sich nun die Frage, ob Kwasniok erneut auf Said El Mala, Jakub Kaminski und Jan Thielmann in der offensiven Dreierreihe setzt oder gegen die körperlich starke Augsburger Hintermannschaft eher einen körperlichen Spieler wie Ragnar Ache oder doch den zuletzt verletzten Bülter auflaufen lässt. „90 Minuten Bundesliga-Fußball nach dreiwöchiger Verletzungspause wäre unseriös. Da haben wir schon eine Verantwortung dem Spieler gegenüber, er sich selbst und der Mannschaft gegenüber. Es wäre völlig unseriös. Aber aus dem Vollen schöpfen, heißt, ihn im Kader zu haben“, so der FC-Coach zu seinem Angreifer.
Wie sieht die Innenverteidigung aus?
Gegen die TSG Hoffenheim agierte Kaminski als zentrale Spitze, konnte auf dieser Position jedoch nicht an seine bereits gezeigten Leistungen anknüpfen. Erst nach der Einwechslung von Ragnar Ache zur zweiten Halbzeit und der Rückkehr auf die Linksaußen brachte der Pole seine Qualitäten ins Spiel und hätte am Ende fast sogar noch einen Treffer erzielt. El Mala zeigte bei seinem Startelfdebüt eine gute Leistung und erzielte mit seinem zweiten Bundesligator die Entscheidung. Thielmann musste gegen Hoffenheim einige Fouls einstecken. In Hoffenheim, aber auch schon bei der 1:2-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart konnte der Offensivspieler wenig Akzente nach vorn setzen. Im Duell Ache gegen Bülter dürfte Bülter aufgrund seiner sehr intensiven und laufstarken Spielweise aktuell leicht die Nase vorn haben und somit sein Startelfcomeback feiern.
Im zentralen Mittelfeld könnten erneut Eric Martel sowie Isak Johannesson beginnen. Auf den beiden Schienenpositionen haben aktuell Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund die besten Karten. Besonders der Norweger überzeugte in seinen ersten Wochen beim FC und wurde dafür sogar mit seinem ersten Einsatz für die norwegische Nationalmannschaft belohnt. Während Timo Hübers und Joel Schmied in der Abwehr gesetzt sein dürften, bleibt noch eine Position offen. Hier haben die Kölner mit Cenk Özkacar, Dominique Heintz und Tom Krauß einige Möglichkeiten. Allerdings bieten sich Kwasniok auch noch weitere Optionen. So könnte beispielsweise Martel in die Abwehr rücken und Krauß oder Huseinbasic neben Johannesson spielen. Auch Luca Waldschmidt oder Linton Maina könnten überraschend in die Startformation rutschen. Wie sich Kwasniok letztlich entscheidet, wird man spätestens am Samstagnachmittag erfahren.
Vier Talente durften sich in der vergangenen Woche bei den Profis zeigen. Nun kehren die Youngster wieder in ihre Nachwuchsmannschaften zurück beim 1. FC Köln: FC-Talente erhalten aber auch weiterhin ihre Chancen.
Gleich vier Kölner Nachwuchshoffnungen waren vergangene Woche Teil der Profis, spielten unter anderem beim Cologne Cup vor. Nun geht es zurück in die Nachwuchsmannschaften des 1. FC Köln: Doch die FC-Talente erhalten auch weiterhin ihre Chancen.
Maik Afri Akumu im Duell gegen Fortuna Köln
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Für Maik Afri Akumu steht im November eine besondere Reise an. Der Kölner Youngster wurde neben Benjamin Ley und Leonard Reiners für die U17 der deutschen Nationalmannschaft für die WM in Katar nominiert. Der Angreifer, der im Sommer aus Berlin an den Rhein gewechselt ist, ist nominiert worden. In der vergangenen Woche durfte der 17-Jährige auch schon bei den Profis vorspielen. Akumu war einer der vier Youngster, die in der Länderspielpause bei den Profis mittrainieren und eben beim Cologne Cup zum Einsatz kamen. „Es ist einfach wichtig, sie auch mal länger bei sich zu haben“, erklärte Lukas Kwasniok am Donnerstag. „Dadurch, dass der Kader eben nicht ganz so groß ist und ein paar Jungs auf Länderspielreise gewesen sind, ist es glaube ich das normalste der Welt, dass sie sich dann auch bei uns zeigen dürfen.“
„Ein, zwei Jungs öfter bei uns“
So richtig in den Vordergrund hat sich keiner der Nachwuchsspieler gespielt und auch im Training nicht so für Furore gesorgt, dass der Kölner Coach einen vermeintlich künftigen Shootingstar sofort nach oben holen will. Kwasniok ist ohnehin darauf bedacht, junge Talente nicht zu verheizen. So äußerte sich der Trainer sehr verantwortungsbewusst in Bezug auf einen weiteren Startelf-Einsatz von Said El Mala. „Der Junge ist 19 Jahre alt, der hat halt jetzt drei Spiele in einer Woche absolviert. Sein Körper ist das noch nicht ganz so gewohnt wie ein Körper eines Kaminski, eines Johannesson“, sagte Kwasniok. „Ich möchte nicht eines Tages hier sitzen und dann die Frage beantworten müssen, warum habt ihr auf den Jungen nicht Acht gegeben?“
Auch bei den aktuellen Nachwuchsspielern tritt Kwasniok auf die Bremse. „Sie werden jetzt aber wieder bei ihren Mannschaften sein, bei der U19 und der U21“, sagte der Coach und öffnete die Tür dann aber wieder einen Spalt. „Ich kann mir schon vorstellen, dass ein, zwei Jungs öfter bei uns bleiben, um sie einfach ans nächste höhere Trainingsniveau zu gewöhnen. Aber es wird jetzt keine Ad hoc Geschichte sein, dass sie nur noch bei uns sind und dann in der U21 spielen. Das werden wir situativ dann immer wieder händeln.“ Namen nannte der Trainer nicht. Nach dem Cologne Cup hatte der Coach vor allem Abwehrspieler Yannick Mausehund gelobt. Auch Luc Dabrowski und Etienne Borie erhielten ihre Chance. Akumu hat nun ohnehin ein ganz anderes Highlight vor der Brust. Und die U17-WM hat sich vor zwei Jahren für Fayssal Harchaoui und Justin von der Hitz bereits gelohnt.
Der FC ist zweifelsohne stark in die neue Saison gestartet. Die Kölner versuchen viel mit spielerischen Mitteln zu lösen. An einer großen Baustelle gilt es aber noch zu arbeiten beim 1. FC Köln: Die Standards sind vorne und hinten ein Problem.
Aktuell gibt es eigentlich wenig zu meckern beim 1. FC Köln: Die Standards sind allerdings vorne und hinten ein Problem der Geißböcke.
Freiburgs Christian Günter beim Eckball im Spiel in Köln (Foto: Lars Baron/Getty Images)
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Mit seinen starken Paraden hatte Marvin Schwäbe am vergangenen Spieltag sicherlich einen ganz großen Anteil am Erfolg der Geißböcke über Hoffenheim. Der Kölner Keeper parierte einen verdeckten Schuss von Muhammed Damar, klärte eine Eins-gegen-Eins-Situation gegen Bazoumana Touré und hielt schließlich einen weiteren Versuch von Fisnik Asllani. Und in gewisser Weise hatte der Keeper mit seinen Leistungen zudem auch einen doch großen Anteil an einer beeindruckenden Statistik. Die Kölner haben in dieser Saison eben aus dem Spiel heraus gerade einmal drei Gegentore kassiert. Einzig der FC Bayern München weist mit zwei Gegentreffern einen besseren Wert in der Liga auf. Eine starke Bilanz, die auf eine konsequente Hintermannschaft (trotz Kritik an der Boxverteidigung) inklusive gutem Torwart schließen lässt.
Sechs Gegentore nach Standards
Doch da ist eben noch eine andere Seite der Medaille. Denn die Kölner haben insgesamt schon neun Gegentore kassiert. Und bei drei Gegentreffern aus dem Spiel heraus lautet die andere Wahrheit eben sechs Gegentore nach Standardsituationen oder vom Punkt. Gegen Freiburg kassierten die Kölner nach einem Eckball das 1:4 durch Maximilian Eggestein. Gegen Wolfsburg trafen Mohamed Amoura nach einer Freistoßflanke sowie Maximilian Arnold mit einem direkten Freistoß. In Leipzig tat es Arnold Nationalspieler David Raum gleich und gegen Stuttgart war Ermedin Demirovic vom Punkt souverän. Einzig die TSG Hoffenheim hat mehr Treffer nach einem ruhenden Ball kassiert (7). Die Kölner kassieren nicht nur viele Gegentore, sie lassen auch viele Freistöße und Eckbälle zu.
„Es gilt, weniger Standards zuzulassen. Das ärgert mich am meisten. Es ist schon so, dass wir Eckbälle teilweise herschenken. Man muss den Mut haben, den Ball auch mal mit dem schwachen Fuß aus der Gefahrenzone zu befreien und sich nicht darüber zu freuen, den Ball ins Toraus zu kicken, um dann den nächsten Eckball zu erwarten“, hatte Lukas Kwasniok nach dem Leipzig-Spiel und einer Flut an Hereingaben gesagt. Der Trainer erklärte aber auch, dass man genau daran arbeite. Gegen Hoffenheim war das noch nicht immer zu erkennen. Mehr als die Hälfte der 28 Hereingaben kamen nach einem ruhenden Ball in die Box. Für die Begegnung gegen Augsburg darf den Kölnern allerdings Mut machen, dass der FCA in den bisherigen Ligaspielen erst eine Standardsituation selbst verwerten konnte.
Noch kein Treffer nach Standards
Damit ist die Mannschaft von Sandro Wagner in Sachen Standards die (geteilt) zweitschlechteste der Liga. Nur ein Team hat bislang noch gar nicht nach einer Standardsituation getroffen. Und das ist der FC. Zum Vergleich Bayern München und Bayer Leverkusen waren jeweils sechs Mal mit dem ruhenden Ball erfolgreich. Die Gefahr der Kölner mit dem ruhenden Ball ist also bislang mehr als überschaubar. Und das ist kein neues Problem. In der vergangenen Spielzeit kamen die Kölner auf zehn Treffer nach Standardsituationen und lagen damit auf dem geteilt vorletzten Platz. Den letzten Platz teilten sich mit neun Treffern immerhin auch vier Mannschaften. Auch daran wird Kwasniok zu arbeiten haben.
Im bisherigen Saisonverlauf hat sich die Hintermannschaft des FC Augsburg alles andere als sattelfest gezeigt. Ein Vorteil für die Geißböcke? Die Offensive des 1. FC Köln weiß, wo Augsburgs Tor steht.
Die Anfälligkeit der Augsburger Hintermannschaft ist keine Toregarantie für den FC. Florian Kainz, Jan Thielmann, Marius Bülter und Co. – die Offensive des 1. FC Köln weiß aber sehr wohl, wo Augsburgs Tor steht.
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Es gibt wohl nur wenig Zweifel daran, dass die Statistik immer nur einen Teil der Wahrheit ablichtet. Obwohl im Schnitt beispielsweise vier Tore in den bisherigen Liga-Duellen der Augsburger gefallen sind und dabei auch jeweils beide Mannschaften immer trafen, ist nicht sicher gesagt, dass die Begegnung des FC am Samstag eine torreiche wird. Wahrscheinlich ist das aber schon: Immerhin trifft eine besonders kaltschnäuzige Mannschaft auf eine in der Defensive doch anfällige. Der FCA hat den höchsten gegnerischen xGoals-Wert der Liga – und das mit großem Abstand. Doch ein Garant ist es eben nicht. Um die Hoffnung auf Kölner Treffer aber ein wenig zu erhöhen, sei erwähnt, dass gleich mehrere FC-Spieler ganz genau wissen, wo das Tor der Augsburger steht, beziehungsweise, wie man es dann auch noch trifft.
Viele Treffer gegen Augsburg
Eric Martel erzielte sein erstes Tor für die Geißböcke in einer Begegnung gegen die Fuggerstädter. Im April 23 gewannen die Kölner 3:1 in Augsburg, der Sechser traf zum zwischenzeitlichen 2:0. Luca Waldschmidt war bereits zwei Mal erfolgreich, bereitete zwei Treffer vor. Doch der ehemalige Nationalspieler hat noch ein ganz anderes Erlebnis mit dem FCA. Im Juniorenbereich waren die Fuggerstädter wohl so etwas wie der Lieblingsgegner des gebürtigen Siegeners. Gleich sechs Tore knipste der Angreifer damals im Dienste der Frankfurter U17 gegen Augsburg – gegen keinen Gegner mehr. Im Februar 2013 erzielte Waldschmidt sogar einen Hattrick. Auch Marius Bülter traf bereits gegen den FCA. Auf der Scorerliste stehen zwei Treffer, ein Assist.
Und um die Kölner Gefährlichkeit gegen Augsburg komplett zu machen, kommen auch Linton Maina, Jan Thielmann und Florian Kainz auf insgesamt vier Tore und vier Assists. Die weiteren Kölner Offensivkräfte waren bislang weniger erfolgreich. Vor allem, weil es bisher für sie kaum bis gar keine Duelle gegen Augsburg gegeben hat. Nur Jakub Kaminski fällt in der Statistik mit keinem Tor in vier Begegnungen ab. In seiner aktuellen Form wäre der Samstag doch ein guter Zeitpunkt, das zu ändern.
Durch die Rückkehr von Marius Bülter stehen Lukas Kwasniok wieder mehr Optionen für das Duell gegen den FC Augsburg zur Verfügung. Doch dieser Luxus führt auch auf der anderen Seite zur Qual der Wahl beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok muss wieder zwei Spieler streichen.
Mit Marius Bülter kehrt ein Leistungsträger zurück in den Kader der Geißböcke. Und das hat Auswirkung auf die Nominierung beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok muss nämlich wieder zwei Spieler streichen.
Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln (Foto: Alexander Hassenstein/GettyImages)
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Zu Beginn der Länderspielpause hatte Lukas Kwasniok noch erklärt, ein Freund der Länderspielpause zu sein. Betonte aber auch, dass er es am liebsten gehabt hätte, seine Nationalspieler wären auch in Köln geblieben. Zum einen sicherlich, damit sich die Mannschaft in ihrer Gänze weiter einspielen könnte, zum anderen aber auch, damit die Jungs keinem erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt wären. Zumindest bei Zweiterem kann der Coach aufatmen. Zwar habe man bei Said El Mala eine leichte Muskelspannung feststellen können und auch Isak Johannesson habe laut Kwasniok nach wenig Schlaf ein „wenig verbogen“ ausgesehen, einsatzfähig sind seine Spieler aber schon. Und nicht nur das: Im Laufe der Woche meldeten sich auch die zuletzt angeschlagenen Marvin Schwäbe und Jan Thielmann sowie Marius Bülter zurück.
„Insofern können wir aus dem Vollen schöpfen“
Dementsprechend hat sich die personelle Lage beim FC entspannt. „Insofern können wir aus dem Vollen schöpfen und freuen uns auf Samstag“, sagte der Coach mit einem Lächeln im Gesicht. Kwasnioks Freude ist durchaus nachzuvollziehen. Der Kölner Trainer hat sein Versprechen schon lange wahr gemacht, möglichst viel zu rotieren, immer wieder anderen Spielern eine Chance zu geben. Das könnte auch am Samstag wieder der Fall sein. Möglicherweise gibt es am siebten Spieltag die siebte unterschiedliche Startelf. Zudem hat der Trainer auch bereits fünf unterschiedliche taktische Formationen gewählt. Die Maxime ist weiterhin, den geeigneten Schlüssel für den jeweiligen Gegner zu finden. Kwasniok hat dazu weiterhin die Qual der Wahl. Doch wo Licht ist, ist meist auch Schatten.
Und den werden am Samstag wieder zwei Spieler der Kölner Profis erfahren. Denn nach der Rückkehr von Marius Bülter, muss der Kölner Coach wieder zwei Akteure aus dem Kader streichen. Und auch da hat der Coach wieder die Qual der Wahl. Bei den vergangenen vier Spielen war jedes Mal Jusuf Gazibegovic betroffen. Der Rechtsverteidiger scheint keine Rolle mehr unter dem Coach zu spielen. Kwasniok macht aber auch keinen Halt vor Spielern, die in der vergangenen Saison noch zu den Stammspielern gehört haben. Denis Huseinbasic, Dominique Heintz, Florian Kainz oder Linton Maina – gleich mehrere Leistungsträger der Vorsaison blieben schon komplett außen vor. Allerdings haben es die Spieler auch wieder selbst in der Hand, auf sich aufmerksam zu machen.
Zuletzt nutzte genau das Dominique Heintz, der bekanntlich gegen die TSG Hoffenheim wieder in die Anfangsformation gerutscht war.
Neues Futter erhält der Hype um den Shootingstar des 1. FC Köln: Said El Mala erhält vom DFB die Fritz Walter Medaille in Silber für seine herausragenden Leistungen in der vergangenen Spielzeit.
Dass er das Zeug für die Bundesliga hat, war abzusehen. Dass es so schnell und so gut werden würde, vielleicht nicht. Nun gibt es die nächste Stufe für den Youngster des 1. FC Köln: Said El Mala erhält die Fritz Walter Medaille in Silber des DFB.
Said El Mala glänzt nicht nur im Trikot des 1. FC Köln (Foto: Lars Baron/Getty Images)
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Am Donnerstag unternahm Lukas Kwasniok einen weiteren vorsichtigen Versuch, dem Hype um Said El Mala den Wind aus den Segeln zu nehmen. Der Trainer betonte mit einem breiten Lächeln, dass er eben diesen Hype gar nicht mitbekommen hätte und bedankte sich bei den Medienvertretern. Natürlich weiß der Coach aber auch, dass ein Großteil der Berichterstattung um und über den Kölner Youngster nun mal mit den Leistungen zu tun hat und insofern gar nicht aufzuhalten ist. Nun erfährt der Hype neuen Zündstoff. Denn der Offensivspieler wurde für seine Leistungen in der vergangenen Saison mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber ausgezeichnet. Der DFB vergibt die Auszeichnung in Gold, Silber und Bronze an junge Talente, die durch herausragende Leistungen in der Vorsaison aufgefallen sind.
Schon mehrere Kölner ausgezeichnet
Unter den zwölf Talenten befindet sich nun also auch Said El Mala. „Es freut mich sehr, die Medaille in Silber gewonnen zu haben, das ist nicht selbstverständlich“, sagt der Kölner Offensivspieler. „Es zeigt mir einerseits, dass ich eine gute Entwicklung genommen habe, es ist aber viel mehr noch ein Zeichen und Ansporn für mich, weiterzumachen und mich nicht darauf auszuruhen.“ Bislang machte der 19-Jährige nicht den Eindruck, als wolle er sich auf den Leistungen der Vorsaison ausruhen. El Mala hatte in der 3. Liga für Viktoria Köln als jüngster Spieler überhaupt die zweistellige Tor-Marke erreicht. In dieser Saison hat der Offensivspieler bereits zwei Tore in der Bundesliga geschossen und sicher auch aufgrund seiner Dribbel-Stärke, seiner Dynamik einen Hype ausgelöst.
„Said hat in der vergangenen Saison im anspruchsvollen Umfeld der 3. Liga eine starke Entwicklung genommen. Er hat mit konstant guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt“, sagte FC-Sportdirektor Thomas Kessler. „Die Verantwortlichen der Viktoria um Franz Wunderlich sowie Olaf Janßen und sein Trainerteam haben ihn dabei hervorragend begleitet. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und sind stolz, dass Said für seine Entwicklung mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber geehrt wird.“ Auch beim DFB selbst sorgte der Angreifer im Sommer für Furore, als er als bester Scorer der U19-EM gefeiert wurde. El Mala reiht sich damit in einer illustre Runde geehrter Kölner Spieler ein. Unter anderem wurden auch Timo Horn (Bronze), Noah Katterbach (Gold) und Salih Özcan (Gold) ausgezeichnet. Neben El Mala wurde unter anderem auch Bayerns Lennart Karl geehrt.