Kommentar zum starken Saisonauftakt des 1. FC Köln: Das positive Zwischenfazit trägt ganz sicher auch den Namen des Trainers

Lukas Kwasniok ist ein Erfolgsgarant beim 1. FC Köln
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Kommentar zum starken Saisonauftakt des 1. FC Köln: Das positive Zwischenfazit trägt ganz sicher auch den Namen des Trainers

Mit zehn Punkten aus sechs Spielen ist der FC erstaunlich gut in die neue Saison gestartet. Und das, obwohl die Kölner im Sommer eine nahezu komplett neue Mannschaft aufgebaut haben. Der Erfolg der Geißböcke ist ganz sicher auch der Verdienst des neuen Trainers Lukas Kwasniok. Denn Trainer und Club scheinen ein perfektes Match zu sein. Ein Kommentar zum starken Auftakt des 1. FC Köln.

Der beste Aufsteiger seit acht Jahren, der beste Saisonstart der Kölner in der Bundesliga seit neun Jahren – beim FC läuft es rund, der Saisonauftakt ist erfolgreich und vielversprechend. Er lässt schon jetzt das Kölner Fanherz wieder hoch schlagen. Der Erfolg liegt auf der einen Seite an einer klugen Kaderplanung, auf der anderen Seite aber auch an einem scheinbar perfekt Match. Ein Kommentar zum starken Auftakt des 1. FC Köln.

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Als Lukas Kwasniok vor wenigen Monaten als neuer Trainer bei den Geißböcken vorgestellt wurde, da musste immer und immer wieder der Vergleich zu seinem Paderborner Vorgänger Steffen Baumgart herhalten. Von Baumi 2.0 war die Rede. Und das nicht nur aufgrund der einstigen Paderborner und nun Kölner Trainergeschichte. Kwasniok versprach attraktiven Fußball, ein Spektakel. Der neue Kölner Coach ist eher ein Lautsprecher, ein Entertrainer, der auch durchaus kommuniziert, dass Fußball am Ende des Tages vor allem Unterhaltung ist. Eine durchaus spannende Interpretation, die mehr Wahrheit enthält, als es andere Protagonisten der deutschen Lieblingssportart öffentlich zugeben würden. Ein erster Vergleich zu Steffen Baumgart ist nach den eher nüchternen Übungsleitern Gerhard Struber und Timo Schultz also absolut verständlich und gleichzeitig so grundlegend falsch.

Kwasnoik gesteht sich Fehler ein und korrigiert sie

Denn nach den ersten drei Monaten Kwasniok-Fußball beim FC lässt sich eher festhalten, dass der neue Kölner Trainer dann doch in vielen Dingen ein Gegenentwurf des heutigen Union-Coachs ist. Und das scheint dem FC dieser Tage sehr gut zu tun. Sicherlich haben die FC-Bosse nach dem eher ergebnisorientierten Aufstieg durchaus bewusst einen Trainer verpflichtet, der alleine durch seine nahbare, offene Art wieder eine Euphorie entfachen kann. Kwasniok nimmt sicher kein Blatt vor den Mund, erklärt seine Entscheidungen offen und ehrlich und lässt sich durchaus auf die Stadt, den Verein und die Fans inklusive aller Gepflogenheiten ein. Man mag die Trikot-Aktion zum Spieltag, vielleicht auch die ein oder andere Liebesbekundung drüber finden, man kann sie aber genauso als ehrlich und offen interpretieren. Kwasniok wirkt somit authentisch, ehrlich. Das kommt ganz offensichtlich an. Die anfänglichen Skeptiker sind jedenfalls weniger geworden.

Doch das ist eben nur der eine Teil der Wahrheit. Denn der Kölner Coach überzeugt eben nicht nur durch seine ehrlichen, seine manchmal deutlichen Worte, dadurch, dass er eben kein Blatt vor den Mund nimmt. Nach den ersten sieben Pflichtspielen ist auch sportlich eine Handschrift beim FC eindeutig zu erkennen. Und die trägt eben den Namen Kwasniok und ist in ihrer Eindeutigkeit alles andere als klar. Der Kölner Coach ist ein ausgfuchster Taktiker, der sich für jeden Gegner einen eigenen Plan zurechtlegt. Sechs verschiedene taktische Aufstellungen, 18 Startelf-Einsätze in sieben Begegnungen sind kein Beleg für Chaos, hilflose Überforderung und auch nicht nur für den Anspruch „unberechenbar“ zu sein, vielmehr für eine Vielzahl von Antworten auf die Aufgaben, die die Gegner einer Saison stellen.

Das Zwischenfazit fällt positiv aus

Dass Lösungsansätze auch schon mal falsch sind, liegt in der Natur der Sache. Darauf aber die richtige Reaktion zu finden, ist auch eine Eigenschaft, die den Kölner Coach von mehreren seiner Vorgänger unterscheidet. Kwasniok macht Fehler, ist sich aber nicht zu schade, diese einzugestehen und zu korrigieren – auch personell. 23 Spieler hat der Trainer in dieser Saison schon eingesetzt. Und das sicher nicht nur, um die Breite des Kaders zu nutzen oder weil sich die Kölner in neuer Zusammensetzung finden müssen. Das ist schon längst passiert. Kwasniok sendet das Zeichen, dass er alle Spieler in dieser Saison brauchen wird. Er hält sein Versprechen und gibt den Spielern dabei das Gefühl, dass er sie alle braucht und gleichzeitig, dass jeder seine Chance erhalten wird. Das kurbelt den Konkurrenzkampf und gleichzeitig den Zusammenhalt der Mannschaft an.

In der Folge stehen nach sieben Spielen vier Siege, die 2. Runde des DFB-Pokals und zehn Punkte auf dem Konto. Ein Zwischenerfolg, eine Momentaufnahme. Ein Erfolg, der duchraus noch befuttert werden muss und sicherlich auch in der Symbiose von einer klugen Kaderplanung und eben dem neuen Coach begründet liegt. Das Zwischenfazit ist ein positives. Es trägt sicherlich mehrere Namen. Einer davon ist Lukas Kwasniok.

Spielabbruch im Derby: Blitztor der Frauen des 1. FC Köln wertlos?

Spielabbruch bei den Frauen des 1. FC Köln
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Spielabbruch im Derby: Blitztor der Frauen des 1. FC Köln wertlos?

Kuriosum im Frauen-Derby der Bundesliga: Das Spiel des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen wurde wegen eines Flutlicht-Ausfalls im Franz-Kremer-Stadion nach rund einstündiger Wartezeit abgebrochen. Zuvor hatte Sandra Jessen den FC nach 26 Sekunden in Führung geschossen. Bitter: Das Spiel muss möglicherweise komplett wiederholt werden.

Eigentlich ging es perfekt für die Fußballerinnen des FC los. Doch das Derby nahm ein ärgerliches Ende. Das Spiel des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen wurde nach rund einstündiger Wartezeit abgebrochen.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Start-Aufstellung im Vergleich zum 6:0-Kantersieg im DFB-Pokal gegen den VfR Warbeyen auf zwei Positionen: Laura Vogt und Laura Donhauser kehrten in die Anfangsformation zurück, Ella Touon und Vanessa Leimenstoll saßen dafür zunächst auf der Bank. Die Kölnerinnen erwischten einen Traumstart in das Derby: Laura Donhauser konnte von der rechten Außenbahn unbedrängt in den Sechzehner flanken, Sandra Jessen setzte sich im Luftduell gegen Claudia Wenger durch und köpfte den Ball nach gerade einmal 26 Sekunden zum 1:0 ins lange Eck (1.).

Unterbrechung nach 37 Minuten

Die FC-Frauen spielten auch danach stark auf und verdienten sich die Führung in den Minuten danach. Von Leverkusen, das als Favorit in die Partie ging, kam insgesamt viel zu wenig. Doch dann folgte der Anfang vom Ende eines bis dahin vielversprechenden Abends: In der 37. Minute fiel während eines Platzregens plötzlich das Flutlicht im Franz-Kremer-Stadion aus. Zunächst hielten sich beide Mannschaften noch auf dem Rasen warm in der Hoffnung auf eine schnelle Fortsetzung. Letztlich schickte die Schiedsrichterin Annika Kost jedoch beide Teams in die Kabinen. Und dort sollten sie für rund eine Stunde auch bleiben. Letztlich entschied die Unparteiische um kurz nach 20 Uhr nach rund einstündiger Wartezeit, dass sie das Derby an diesem Abend nicht mehr anpfeifen würde.

Wie es nach dem Abbruch weitergeht, war zunächst im Franz-Kremer-Stadion nicht ganz klar: Das Spiel könnte beim Stand von 1:0 für den FC an einem anderen Tag fortgesetzt werden oder komplett wiederholt werden. In diesem Fall wäre Jessens Blitz-Tor am Ende wertlos. Wann das Derby nachgeholt wird, dürfte in den kommenden Tagen festgelegt werden. Unterdessen wurde am Sonntag auch das Achtelfinale im DFB-Pokal ausgelost. Der 1. FC Köln muss zum Zweitliga-Spitzenreiter SC Sand reisen. Die Runde der letzten 16 wird zwischen dem 15. und 17. November ausgetragen.

1. FC Köln: Schmitz – Imping, Hegering, Agrez, Wiankowska – Donhauser, Feiersinger, Vogt, Gerhardt – Jessen, Achcinska.

Tor: 1:0 Jessen (1.). Besonderes Vorkommnis: Spielabbruch beim Stand von 1:0 wegen Flutlicht-Ausfalls in der 37. Minute.


Dauerbrenner, Flankengeber, „geisteskrank“ – Sebastian Sebulonsen gehört beim 1. FC Köln zum Stamm

Sebastian Sebulonsen im Zweikampf mit Bazoumana Touré
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Dauerbrenner, Flankengeber, „geisteskrank“ – Sebastian Sebulonsen gehört beim 1. FC Köln zum Stamm

Im Sommer hatten ihn noch nicht viele auf der Liste, mittlerweile ist er einer der absoluten Dauerbrenner beim 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen avanciert immer mehr zum Leistungträger und wird für Lukas Kwasniok unverzichtbar.

Mittlerweile scheint er unverzichtbar in den Planungen des 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen avanciert bei den Geißböcken immer mehr zum Leistungsträger. Der Norweger ist absoluter Stammspieler unter Lukas Kwasniok.

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Lukas Kwasniok wollte dann doch noch etwas loswerden. Der Trainer der Geißböcke hatte bereits über den glücklichen Erfolg seiner Mannschaft gesprochen, als er noch zun einem Sonderlob ansetzte. Seine Worte richteten sich nicht etwa an die beiden Unterschiedsspieler Marvin Schwäbe und Said El Mala, die an diesem Abend einen großen Anteil an den drei Kölner Punkten hatten. Der Kölner Coach hatte das Bedürfnis, mal einen Spieler hervorzuheben, der nicht so in der ersten Reihe steht, zumindest nicht der Scheinwerfer-Reihe – denn zu den Stammspielern gehört der Akteur schon. „Was Sebulonsen heute gegen Touré wegverteidigt hat und nach vorne abgespult hat, war sensationell“, sagte der Coach. „Er war heute geisteskrank.“ Sebastian Sebulonsen hatte dabei sicherlich eine der schwersten Aufgaben des Abends.

Einer von vier Dauerbrennern

Denn was Said El Mala auf Kölner Seite gelang, versuchte Bazoumana Touré bei der TSG. Der junge Schienenspieler ging immer wieder in die Sprints, suchte das Eins-gegen-eins und kam auch zu gefährlichen Abschlüssen. Insgesamt kam Touré auf 31 Sprints, spulte 11,6 Kilometer ab und erreichte eine Maximalgeschindigkeit von 35,1 km/h. Dazu feuerte der Ivorer noch fünf Torschüsse ab. Tatsächlich forderte der Hoffenheimer Youngster den Kölner Außenbahnspieler, überforderte ihn aber ehrlicherweise auch ab und an. Dennoch war auch Sebulonsen gerade in der Defensive ein enorm wichtiger Faktor bei den Kölnern. Der Norweger erreichte mit seinen 25 Sprints den Topwert bei den Geißböcken, lief mehr als 12,5 Kilometer und gewann im Schnitt zwei von drei Zweikämpfen, eben auch gegen Touré.

Dazu schaltete sich Sebulonsen auch immer wieder in die Offensive ein, brachte immerhin drei starke Hereingaben. Unter Lukas Kwasniok hat sich der Norweger, den vor der Saison noch niemand so recht auf dem Schirm hatte, zum Stammspieler etabliert. Und das, obwohl der Kölner Coach bekanntlich nicht müde wird, zu betonen, dass er eben keine wirklichen Stammspieler hat. Die Statistik spricht bei Sebulonsen eine andere Sprache. Der Schienenspieler stand bislang in jedem der sieben Pflichtspiele in der Anfangsformation. Er ist neben Timo Hübers, Eric Martel und Jakub Kaminski einer von vier Spielern, die immer zum Anpfiff dabei waren. Auch, weil Sebulonsen mit seinen Flanken und seinen Diagonalpässen das Spiel der Kölner in die Offensive verlagern kann. Leidtragender ist aktuell Jusuf Gazibegovic, der auch aufgrund der Verpflichtung von Sebulonsen aktuell keine Rolle mehr spielt.

Länderspielpause beim 1. FC Köln: So läuft die erste Woche

Lukas Kwasniok und René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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Länderspielpause beim 1. FC Köln: So läuft die erste Woche

Nach den ersten sechs absolvierten Duellen in der Bundesliga steht für die Geißböcke nun die zweite Länderspielpause an. Auch wenn der FC auf einige Akteure verzichten muss, ist der Rest der Mannschaft nicht untätig. So läuft die Länderspielpause beim 1. FC Köln.

Zehn Punkte aus sechs Spielen ist für den Aufsteiger aus Köln keine schlechte Bilanz. Dennoch will Coach Lukas Kwasniok mit der Mannschaft noch an einigen Schwachstellen schrauben. Zeit dafür hat der Trainer unter anderem in den anstehenden zwei Wochen: So läuft die Länderspielpause beim 1. FC Köln.

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Wie bereits am Sky-Mikrofon am Freitagabend von Lukas Kwasniok versprochen, bekamen die Profis des 1. FC Köln nach dem hart errungenen Sieg gegen die TSG Hoffenheim eine Pause zur Regeneration. „Zwei Tage“ räumte der Kölner Coach seiner Mannschaft dafür ein. Denn das Kredo des 42-Jährigen basiert auf der richtigen Balance zwischen hartem Training und Auszeiten, um den Kopf wieder frei zu bekommen und frisch in die jeweiligen Vorbereitungen zu starten. Das erklärte Kwasniok zumindest bei seine Amtsantritt. Nun steht nach dem freien Wochenenden für die Geißböcke die Länderspielpause auf dem Plan. Untätig ist die Mannschaft aber ganz sicher nicht, denn es soll für den bevorstehenden Teilabschnittt der Liga noch an einigen Dingen gefeilt werden.

So läuft die Woche am Geißbockheim

In der ersten Woche der Länderspielpause findet am Geißbockheim somit von Montag, den 06. Oktober bis Mittwoch, den 08. Oktober jeweils um 10:30 Uhr das Training statt. Nicht mit dabei werden neben den Langzeitverletzten Luca Kilian und Rav van den Berg auch die abwesenden Nationalspieler des 1. FC Köln sein. Spannend zu sehen wird sein, wann Marius Bülter wieder in den Trainingsbetrieb einsteigt und wie sich Jan Thielmann nach den harten Zweikämpfen gegen die TSG Hoffenheim erholt hat. Der Kölner wurde gegen die Sinsheimer zur Halbzeit ausgewechselt und in der Kabine behandelt. Neben weiteren Blessuren zog sich Thielmann auch einen dicken Knöchel zu. Weitere Untersuchungen sollen noch Aufschluss bringen.

Am Donnerstag stehen für Kwasniok und sein Team dann die Testspiele im Cologne Cup auf dem Plan. Beim Benefiz-Blitzturnier wird nach dem Modus Jeder gegen Jeden jeweils 45 Minuten gegeneinander gespielt. So wird der FC auf Fortuna Köln und Viktoria Köln treffen. Der Wettbewerb startet am Donnerstag um 18 Uhr im Kölner Südstadion. Die Duelle für den FC sind für 19 Uhr (Viktoria Köln) und 20 Uhr (Fortuna Köln) angesetzt. Den Rest der Woche bekommen die Kölner Profis frei und werden von Freitag bis Sonntag nicht am Geißbockheim schwitzen.

Joel Schmied wird zur Konstante in der Innenverteidigung des 1. FC Köln

Joel Schmied vom 1. FC Köln
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Joel Schmied wird zur Konstante in der Innenverteidigung des 1. FC Köln

Viele Experten hätten ihm die Entwicklung vielleicht nicht zugetraut. In der vergangenen Spielzeit lief es bei dem Winter-Neuzugang nicht so richtig rund. Doch es kam anders. Joel Schmied wird zur Konstante beim 1. FC Köln. Gegen Hoffenheim überzeugte der Abwehrspieler zum wiederholten Mal.

Im Sommer deutete viel darauf hin, dass sich der Schweizer erst einmal in der Bundesliga wieder an die Startelf herantasten müsste, aktuell ist er aus der Anfangsformation nicht wegzudenken. Joel Schmied wird zur Konstante in der Innenverteidigung beim 1. FC Köln.

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Der Jubel glich schon ein wenig dem nach einem entscheidenden Treffer, doch Joel Schmied hatte kein Tor geschossen, er hatte eins verhindert. Der Schweizer war in einen Schussversuch von Bazoumana Touré gesprungen, hatte so ein Tor des Ivorers möglicherweise verhindert und ließ sich anschließend mal so richtig feiern, feierte sich aber auch selbst. „Ja, das ist natürlich das Schönste für einen Verteidiger, wenn man da noch reingrätschen kann und dann auch auch abgeschossen wird. Genau für das machen wir die Trainings, die harte Arbeit, das lohnt sich“, sagte Schmied. Zwar waren die Unterschiedsspieler mit Marvin Schwäbe und Said El Mala an diesem Abend andere, doch auch der Innenverteidiger hatte mit seiner starken Leistung mal wieder Anteil an den Kölner Punkten.

„Ich spüre das Vertrauen vom Coach“

Mal wieder, weil Schmied in dieser Saison zweifelsohne einer der großen Gewinner unter dem neuen Trainer Lukas Kwasniok ist. Im vergangenen Winter zum FC geholt, war der Schweizer zunächst Stammspieler, verlor den Platz aber wieder. Auch, weil sich Schmied immer wieder Unkonzentrierheiten, auch folgenschwere Fehler leistete. In den fünf Begegnungen bis zum Saisonfinale lief der Innenverteidiger nur noch zwei Mal, insgesamt eine halbe Stunde auf. Und es gab nicht wenige Experten, die dem 27-Jährigen eine schwere Saison prophezeiten, gerade weil der gebürtige Berner bis dahin noch nicht in der höchsten deutschen Klasse aufgelaufen war. Die Verpflichtungen von Tom Krauß, Cenk Özkacar und Rav van den Berg erhöhten zudem den Druck.

Nun ist der Abwehrspieler einer der absoluten Dauerbrenner. Einzig Jakub Kaminski, Eric Martel und Timo Hübers standen von den Feldspielern länger auf dem Platz, nur einmal stand Schmied nicht in der Anfangsformation. Möglicherweise profitiert der Schweizer aktuell vom Ausfall von van den Berg – doch zurzeit ist Schmied zweifelsfrei der konstanteste der Kölner Innenverteidiger. Und das liegt möglicherweise auch an Lukas Kwasniok. „Momentan bin ich zwar sehr sehr müde“, sagte der Abwehrspieler direkt nach der Begegnung. „Aber sonst geht es mir wirklich gut. Ich spüre das Vertrauen vom Coach. Ich glaube, dass wir in der Abwehr sehr variabel sein müssen“, so der Schweizer weiter. „Ich glaube, das bringt mich unglaublich weit mit diesem Coach. Ich weiß, es ist nicht alles gut, was ich mache, aber was ich mache ist dann mit 100 Prozent Leidenschaft und ich glaube, das will der Coach auch von mir sehen.“

Zumindest sind die guten Leistungen genau das, was wohl jeder, der es mit dem FC hält gerne sehen will. Die Frage ist nur noch, wie lange die Konstante die Konstanz halten kann.

Lukas Kwasniok belohnt und sendet beim 1. FC Köln positive Zeichen an die Bankdrücker

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Lukas Kwasniok belohnt und sendet beim 1. FC Köln positive Zeichen an die Bankdrücker

Zwar hat Lukas Kwasniok schon mehrfach betont, dass er keine feste Stammelf im Kopf habe und hat das auch schon bewiesen, die Startelf-Nominierung von Dominique Heintz kam dennoch überraschend beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet positive Zeichen an die Bank.

Die Nominerung von Dominique Heintz kam überraschend. Doch der Innenverteidiger überzeugte einmal mehr. Gleichzeitig hat das Spiel des Routiniers aber noch einen positiven Nebeneffekt beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet positive Zeichen an die Bank.

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Das Gespräch dürfte ziemlich unterhaltsam verlaufen sein, zumindest nachdem wie es Lukas Kwasniok am Freitagabend darstellte. Der Kölner Coach hatte nach dem Mittagessen das Gespräch mit Dominique Heintz gesucht. Der Inhalt für den Innenverteidiger kein unwichtiger. Kwasniok teilte dem Routinier mit, dass er an diesem Abend nach sechs Nicht-Berücksichtigungen erstmals auf dem Platz stehen würde und dann auch noch von Anfang an. „Er hat mich gefragt, ob ich überrascht bin und das dann auch mit so einem Lächeln“, verriet Heintz am Freitagabend nach dem Spiel in den Katakomben des Hoffenheimer Stadions. „Natürlich war ich überrascht. Ich wusste aber schon, wie er es gemeint hat. Er weiß, dass ich immer Gas gebe. Ich habe mich schon sehr gefreut. Denn damit habe ich natürlich nicht gerechnet.“

Kwasniok beweist Flexibilität

So wirklich rechnen konnte Heintz mit seiner Nominierung eigentlich auch nicht. Denn der Innenverteidiger war bislang gar kein Faktor bei den Kölnern. Befand sich zuletzt zwar im Kader, hatte aber noch nicht eine Minute in dieser Spielzeit gespielt. Und ausgerechnet gegen die spielstarke Mannschaft aus Hoffenheim sollte der Abwehrspieler zum Einsatz kommen. „Es ist doch schön, dass ich den Heintzi, mit 200 und ein paar zerquertschten Spielen noch überraschen kann“, sagte der Kölner Coach. „Wir hatten eine kurze Woche. Und im Abschlusstraining haben sich noch mal eine Dinge verändert. Jungs, die in meinen Überlegungen eine Rolle gespielt haben, haben sich raustrainiert, andere haben sich reintrainiert.“ Der Trainer untermauerte einmal mehr eine spontane Flexibilität.

Heintz Nominierung ist auch ein Zeichen an andere Spieler

Kwasniok vertraute also dem Routinier, dem vor der Saison wohl keiner viel Einsatzzeit ausgerechnet hätte. Sicherlich profitierte der Abwehrspieler auch von dem Ausfall von Rav van den Berg. Aber Lukas Kwasniok sendet mit der Nominierung des Pfälzers wichtige Zeichen. „Ich habe mich einfach wieder herangekämpft und der Trainer belohnt es dann eben“, sagte Heintz. Mit dem Startbeginn von Heintz am Freitag gegen Hoffenheim hat der Kölner Coach einmal mehr einem Spieler Einsatzzeit gegeben, der zuletzt außen vor war. So erging es bereits Denis Huseinbasic, aber auch Linton Maina. Auch Luca Waldschmidt stand bereits in der Startelf, nachdem er am Spieltag zuvor keine Rolle spielte. Heißt: Wer im Training seine Leistung bringt, der wird auch im Spiel früher oder später seine Chance bekommen.

Gerade weil der Trainer immer wieder erklärt, dass er keine fest Anfangsformation im Kopf hat, alle Spieler ihre Chance bekommen. Kwasniok hatte in der Vergangenheit bereits betont, dass er durch diese Einsätze allen Spielern das Gefühl geben könne, Teil des Erfolgs zu sein. „Es war einfach fantastisch, wie sich die Jungs in der Kabine gefreut haben. Auch die Jungs, die heute nicht zum Einsatz gekommen sind. Es macht Spaß aktuell“, sagte der Trainer. Der Erfolg gibt Kwasniok recht und zeigt Spielern, die aktuell eher wenig Chancen bekommen wie Jusuf Gazibegovic und Cenk Özkacar, dass es sich lohnt, richtig Gas zu geben. Auch davon profitiert am Ende die Mannschaft.

Kommentar zum Youngster des 1. FC Köln: Der Hype um Said El Mala ist schon längst nicht mehr aufzuhalten

Said El Mala nach seinem Treffer gegen Hoffenheim
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Kommentar zum Youngster des 1. FC Köln: Der Hype um Said El Mala ist schon längst nicht mehr aufzuhalten

Mit seinem zweiten Saisontreffer avancierte Said El Mala am Freitagabend zu Matchwinner im Duell bei der TSG Hoffenheim. Eine einzige starke Aktion machte am Ende den Unterschied und untermauerte einmal mehr, warum der Offensivspieler als großes Zukunftsversprechen gilt. Beim FC tritt man noch auf die Euphoriebremse, doch der Hype ist längst nicht mehr aufzuhalten. Ein Kommentar zu Said El Mala beim 1. FC Köln.

Er gilt als Kölner Zukunftsversprechen, als sportlicher, aber auch wirtschaftlicher Hoffnungsträger. Beim FC ist man bemüht, den Hype kleinzuhalten. Das wird bei den aktuellen Leistungen gar nicht möglich sein. Ein Kommentar zu Said El Mala beim 1. FC Köln

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Von El Maradona bis zum „kölschen Messi“, in den Schlagzeilen die El-Mala-Gala, Poldis Kronprinz, das Kölner Wunderkind – gefühlt hat Said El Mala jetzt schon mehr Spitznamen als so manch alt gedienter Spieler in seiner gesamten Karriere gesammelt hat. Und das gerade erst mit 19 Jahren. Die Geschichte ist tatsächlich beeindruckend und gefällt vor allem dem Kölner Herz. Die beiden Brüder wurden bei Borussia Mönchengladbach einst ausgemustert und dem Vernehmen nach nicht zu den Fohlen zurückgeholt, als die Chance dazu bestand. Mindestens bei Said El Mala dürfte sich das als gravierender Fehler erweisen, denn der 19-Jährige sorgt für Furore und erinnert mit seiner Unbekümmertheit tatsächlich an Lukas Podolski, der einst ähnlich in den Fokus der Welt geriet.

Millionenschweres Zukunftsversprechen

Ohne Zweifel waren viele Entscheidungen von Christian Keller zu recht umstritten, bei manchen auch mehr als das. Sie waren nach allen heutigen Erkenntnissen einfach falsch. Entscheidungen, die heute noch nachwirken. Doch der Ex-Sportdirektor hat dem FC mit der Verpflichtung der beiden Brüder offensichtlich auch ein sehr lukratives Erbe hinterlassen. Schon in der vergangenen Spielzeit blitzte das Talent von Said El Mala in der 3. Liga auf und die FC-Bosse dürften sich wohl die Hände gerieben haben, als der Offensivspieler zunächst zum Newcomer des Jahres gewählt wurde und dann auch noch ein zweistelliges Millionen-Angebot aus England den Weg nach Köln gefunden haben soll. El Mala ist das Kölner Zukunftsverpsrechen, hat jetzt schon seinen Marktwert vervielfacht und könnte dem FC in der Tat eines Tages viel viel Geld einbringen.

Wann dieser Tag kommt, lässt sich nicht abschätzen. Vertrag haben die beiden Brüder bis 2030, ohne Ausstiegsklausel. Dass Said El Mala allerdings wirklich bis 2030 seine Zelte am Geißbockheim aufschlägt, erscheint angesichts der aktuellen Leistungen sehr unwahrscheinlich. Als aktuell bester Dribbler der Liga, mit seinen ersten beiden Saisontoren, mit seiner Eins-gegen-eins-Qualität, seinem sensationellen Auftritt mit der DFB-Auswahl bei der U19-EM sind die Scheinwerfer in dieser jungen Saison schon längst auf den Kölner Youngster gerichtet. Es ist ziemlich sicher, dass bereits die ersten Clubs angeklopft haben oder in den kommenden Tagen anklopfen werden. Der Junge ist viel zu gut, als dass er sich unter dem Radar bewegen könnte. Ganz weit aus dem Fenster gelehnt, würde sogar ein Hot Take als WM-Teilnehmer zumindest nicht überraschen.

Tritt auf die Euphoriebremse

Beim FC weiß man natürlich um die Qualität, bescheinigt dem Youngster eine große Laufbahn, tritt aber auch gleichzeitig auf die Euphoriebremse und hält ein wenig die schützende Hand über den Spieler. Der Hype soll gar nicht erst zu groß werden. Die Rede ist von „Demut“, „Fleiß“, viel „Arbeit“. Möglicherweise, weil das Ego eines Individualisten nicht über dem Team stehen soll, die Mannschaft für Lukas Kwasniok ein heiliges Gut ist. Sicherlich auch, damit der „gute Junge am Boden“ bleibt, wie es die Mitspieler erklären. Um die Entwicklung des 19-Jährigen weiter optimal voranzutreiben, werden die Geißböcke auch weiterhin El Mala einfangen, die Euphorie klein halten wollen. Die Frage ist aber doch, wie das gelingen soll, wenn der Spieler schon jetzt zum sportlichen Höhenflug ansetzt und alle Blicke auf sich zieht. Mit diesen Leistungen ist der Hype von Said El Mala nicht aufzuhalten.

Starker Auftritt des Routinier vom 1. FC Köln: Der immer wiederkehrende Dominique Heintz

Dominique Heintz vom 1. FC Köln
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Starker Auftritt des Routinier vom 1. FC Köln: Der immer wiederkehrende Dominique Heintz

Am Freitagabend stand Dominique Heintz das erste Mal in dieser Saison für die Geißböcke auf dem Platz. Der Einsatz kam selbst für den Routinier überraschend. Doch der 32-Jährige machte seine Sache gut beim 1. FC Köln: Dominique Heintz kehrt erneut ins Spiel zurück.

Gänsehaut, starke Werte und ganz viel Erfahrung. Der Freitagabend in Sinsheim hielt viel bereit für den Routinier des 1. FC Köln: Dominique Heintz kehrt erneut ins Spiel zurück.

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Freitagabend, Flutlichtspiel, mehr als 10.000 mitgereiste Kölner Fans in der ProZero-Arena in Sinsheim. Die Geräuschkulisse war ohrenbetäubend, als die Kölner Spieler inklusive Routinier Dominique Heintz den Rasen zum Duell gegen die TSG Hoffenheim betraten. Ein Gänsehautmoment für den 32-Jährigen, der zuletzt in den Planungen von Lukas Kwasniok keine Rolle gespielt hatte. Gegen Hoffenheim war es dann soweit. Heintz stand nicht nur im Kader der Kölner, Trainer Kwasniok ließ den Abwehrspieler sogar von Beginn an ran – und das überraschte selbst Heintz: „Da habe ich nicht mit gerechnet. Der Trainer hat es mir nach dem Mittagessen gesagt. Er hat mich auch selbst gefragt, ob ich überrascht bin. Da habe ich auch gesagt: ,Ja´. Aber wenn man im Training immer wieder Gas gibt, dran bleibt, auch wenn es schwer wird – das habe ich letztes Jahr auch gezeigt, dass ich dann auf einmal durchstarten kann – dann klappt das auch“, so Heintz.

„Richtig gute Entscheidungen“

Und der Routinier weiß, wovon er spricht. Bereits 153 Mal ist der gebürtige Neustädter im Trikot mit dem Geißbock auf der Brust aufgelaufen. Schon mehrfach in seiner Karriere war er außen vor, kämpfte sich zurück und zeigte dabei, dass er durchaus mit den jüngeren und zugegebenermaßen schnelleren Abwehrspielern mithalten kann. Seine Erfahrung macht dann eben doch wohl den Unterschied. In der vergangenen Saison stand Heintz zunächst nur als Auswechselspieler auf dem Platz, saß sogar in den ersten sieben Spielen der zweiten Liga auf der Bank. Doch der 32-Jährige bewieß seine Qualität und sicherte sich zunehmend einen Stammplatz in der Mannschaft von Gerhard Struber. „Das ist einfach Fußballschläue par excellence, die der Dominique mitbringt“, lobte Struber seinen Abwehrspieler noch im Februar. „Weil er in gewissen Situationen einfach richtig gute Entscheidungen trifft.“

Schon damals war Heintz laut Struber ein „entscheidender Eckpfeiler“ der Mannschaft, galt als Stabilisator, Vorlagengeber, vor allem aber als Konstante beim 1. FC Köln, kam auf gute Pass- und starke Zweikampfquoten. Allerdings eben in der 2. Bundesliga. Mit dem Aufstieg ins Oberhaus wurde gemutmaßt, dass Heintz die Schnelligkeit und Intensität der ersten Liga nicht (mehr) gehen könne. Am Freitagabend war das weit gefehlt. Denn der Routinier überzeugte gegen die TSG Hoffenheim, stand gegen Ex-Teamkollege Tim Lemperle und TSG-Stürmer Fisnik Asllani sicher. „Die Kölner haben es auch gut verteidigt. Die standen total eng. Ich hatte gefühlt immer am Sechzehner den Timo und den Heinzi direkt bei mir“, bemerkte auch Lemperle. Und das Gefühl des Ex-Kölners war durchaus berechtigt.

“Wenn ich gebraucht werde, dann bin ich da“

Denn mit fast 90 Prozent gewonnener Zweikämpfen war Heintz in dieser Statistik der beste Kölner. Abwehrchef Timo Hübers kam auf 53 Prozent, Joel Schmied lag bei 48 Prozent, Tom Krauß bei 46 Prozent und damit bei der Hälfte des Wertes von Heintz. Auch im Ligavergleich kann sich der Wert sehen lassen. So muss sich der 32-Jährige nicht hinter den Top-Innenverteidigern der Liga verstecken. Da führen Jeff Chabot und Dominik Kohr mit 75 Prozent die Statistik an. Die Konkurrenz muss Heintz also nicht fürchten. Den Konkurrenzkampf innerhalb seiner Mannschaft muss der 32-Jährige allerdings führen. Denn mit den Neuverpflichtungen von Rav van den Berg, Cenk Özkacar und auch Krauß bekam Heintz zu Beginn der aktuellen Saison gleich mehrere Kontrahenten und landete vorerst auf dem Abstellgleis, stand die ersten Begegnungen nichtmal im Kader von Kwasniok. Bis jetzt.

Und das lag sicherlich auch an seiner Einstellung und an den Trainingsleistungen. „Wenn ich gebraucht werde, dann bin ich da“, erklärte Heintz. Und der Routinier war da gegen die Hoffenheimer. „Ich glaube, ich habe heute ein sehr gutes Spiel gemacht, dafür, dass ich über zwei Monate kein Spiel gemacht habe. Das ist dann auch nicht immer einfach für mich. Aber mit meiner Erfahrung und meiner Qualität konnte ich das gut wett machen heute“, so der Kölner weiter, der sich über seine erneute Wiederkehr merklich freute. „Ich genieße das ungemein, in meinem Alter nochmal Bundesliga spielen zu dürfen. Das haben wir uns letztes Jahr erarbeitet. Das war nochmal ein Traum mit Köln da anzukommen und jeder weiß, wie sehr ich den Verein liebe“, fasste Heintz nach dem Duell zusammen. „Ich kriege da immer noch Gänsehaut.“ Vermutlich wird es nicht die letzte gewesen sein.

„Nicht verstecken“: FC-Frauen wollen Aufwärtstrend im Derby veredeln

Britta Carlson kassiert mit ihrem Team die zweite Niederlage
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„Nicht verstecken“: FC-Frauen wollen Aufwärtstrend im Derby veredeln

Derby-Zeit in der Frauen-Bundesliga: Die Frauen des 1. FC Köln empfangen am Sonntagabend den rheinischen Nachbarn Bayer Leverkusen im Franz-Kremer-Stadion. Die Kölnerinnen wollen ihren Aufwärtstrend nach zuletzt zwei Siegen in Folge fortsetzen.

Zuletzt lief es gut für die Mannschaft von FC-Trainerin Britta Carlson. Nach zwei gewonnenen Duellen in Folge steht nun das Derby an. Die Frauen des 1. FC Köln empfangen Bayer Leverkusen.

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Nach drei Niederlagen in Folge zum Bundesliga-Start ist der 1. FC Köln inzwischen in der Saison angekommen. Das 2:1 in Essen soll rückblickend die Trendwende eingeleitet haben. Es folgte am vergangenen Sonntag der 6:0-Kantersieg im DFB-Pokal beim Zweitligisten VfR Warbeyen. Die zwei Siege in Serie sollen in der Bundesliga am Sonntag im Derby gegen Leverkusen veredelt werden. Das Duell gegen das Spitzenteam der Bundesliga wird zugleich auch ein Gradmesser, wie stabil der jüngste Kölner Aufschwung tatsächlich ist.

“Für uns ist jedes Spiel wichtig“

Trainerin Britta Carlson äußerte darauf angesprochen: „Für uns ist jedes Spiel wichtig. Wir wollen natürlich die Leistung der vergangenen Spiele bestätigen. Auch Freiburg und Wolfsburg waren keine schlechten Spiele für uns, da haben die Ergebnisse nur nicht gestimmt. Wir wollen die Entwicklung weiter vorantreiben und hoffen, dass wir uns nach zwei Siegen weiter belohnen werden.“

Ihre Erwartungen an das rheinische Derby formuliert Carlson so: „Ich wünsche mir, dass wir das Derby einfach gut angehen, dass wir auch wie in den letzten Spielen mutig und selbstbewusst sind. Wir wissen, dass wir auf eine starke Leverkusener Mannschaft treffen, die gut in die Saison gestartet ist. Aber wir wollen uns nicht verstecken. Wir haben das ja auch in der vergangenen Saison schon auswärts in Leverkusen bewiesen, als wir ein gutes Spiel gemacht haben. Das wollen wir jetzt zuhause auch. Und es wäre natürlich schön, wenn wir unseren ersten Heimsieg und unsere ersten Punkte zuhause holen könnten.“

Carlson lobt ihre Stürmerin

Im April holte der FC im Haberland-Stadion ein 1:1 bei der Werkself. Das zu wiederholen, wird jedoch ungleich schwerer, ahnte Carlson im Vorfeld: „Es ist eine Mannschaft, die sehr aggressives Pressing spielt, auch mit dem Ball schnell versucht, ins gefährliche Drittel reinzukommen. Mit Carlotta Wamser und Valentina Mädl haben sie zwei richtig gute Neuzugänge dazubekommen, die Leverkusen noch mal stärker gemacht haben. Sie sind eine Mannschaft, die gerne den Ball hat und versucht, das Spiel zu dominieren.“

Doch der FC hat mit Sandra Jessen auch eine Spielerin der Stunde – und das just vor dem Wiedersehen mit ihrer Vergangenheit. Die Isländerin trug von 2019 bis 2021 das Bayer-Trikot – und erzielte in den jüngsten beiden Spielen für den FC jeweils einen Doppelpack. „Sie kommt nach einer kurzen Eingewöhnungszeit immer besser rein. Sie arbeitet hart im Training, ist aber auch in den Spielen immer fleißig, eine absolute Team-Playerin. Es ist natürlich schön, wenn sie sich dann wie zuletzt mit Toren belohnen kann“, lobte Carlson ihre Stürmerin.

Offen bleibt  bis zuletzt, welches Personal am Sonntag tatsächlich zur Verfügung stehen kann. Mit Zoe Hasenauer hat aber eine weitere Spielerin ihre Verletzung grundsätzlich auskuriert. Bis zu einem Bundesliga-Debüt für den FC könnte es aber noch etwas dauern: „Aufgrund der längeren Ausfallzeit hat sie aber zuletzt erstmal ein Spiel in der U21 gemacht. Da schauen wir, wie schnell sie wieder bei 100 Prozent ist.“

Tickets für das Spiel gibt es online hier: https://www.ticket-onlineshop.com/ols/fckoeln/de/frauen/channel/shop/index


Der 1. FC Köln gewinnt in Sinsheim: Zwei Unterschiedsspieler, eine starke Mannschaftsleistung und ein bisschen Glück

Der 1. FC Köln jubelt über seinen Sieg
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Der 1. FC Köln gewinnt in Sinsheim: Zwei Unterschiedsspieler, eine starke Mannschaftsleistung und ein bisschen Glück

Schon ein wenig glücklich, aber sicher nicht unverdient hat der FC in Hoffenheim dreifach gepunktet. Das hatte verschiedene Gründe, die über die beiden Unterschiedsspieler hinaus gegangen sind. So hat der 1. FC Köln die TSG Hoffenheim geknackt.

Obwohl die Geißböcke zuletzt zwei Mal in Folge in Sinsheim gepunktet hatten, gilt die TSG als einer der Angstgegner der Kölner. Nun feierte der FC einen weiteren Erfolg in Hoffenheim. So hat der 1. FC Köln die TSG Hoffenheim geknackt.

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Lukas Kwasniok tigerte schon die letzten Sekunden des Spiels sichtbar aufgeregt die Linie entlang. Als Schiedsrichter Felix Zwayeer schließlich nach fünf langen Minuten Nachspielzeit das Spiel beendete, zog der Kölner Coach gefühlt jedes greifbare Staff-Mitglied in einen kollektiven Jubelkreis. Zum zweiten Mal innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat der FC wieder ein Ligaspiel gegen die TSG gewonnen. Das sicherlich glücklich, aber für den Kölner Coach irgendwie so etwas wie eine ausgleichende Gerechtigkeit und die dann noch rein rechnerisch zu Kölner Gunsten. „So wie wir in der vergangenen Woche das Glück nicht auf unserer Seite hatten, einen Punkt mizunehmen, war der Sieg heute etwas glücklich“, sagte Lukas Kwasniok. „Heute sage ich, gut, dass wir gegen Stuttgart verloren und heute drei Punkte geholt haben, als zwei Mal ein Unentschieden.“

Zwei Spieler machen den Unterschied

Tatsächlich waren die Hoffenheimer von Beginn an die Mannschaft mit den besseren spielerischen Mitteln, gaben den Ton an, hatten ihre Chancen. Doch der FC hatte an diesem Abend gleich zwei Unterschiedsspieler in den eigenen Reihen. Zum einen Marvin Schwäbe, der schon nach wenigen Minuten bei einem Schuss von Muhammed Damar hervorragend abtauchte, der aber auch gegen Bazoumana Touré lange stehen blieb und schließlich einen Versuch von Fisnik Asllani aus dem langen Eck fischte. „In erster Linie freut es mich, der Mannschaft zu helfen. In den ersten Wochen war es nicht immer ganz so einfach“, sagte der Keeper, der gerade gegen Leipzig und Stuttgart nicht immer sattelfest wirkte. Ganz anders gegen die TSG. „Wenn man der Mannschaft helfen kann und die wissen, dass sie auch einen Rückhalt hinten drin haben, dann ist das für alle ein Gewinn.“

Das sah auch der Gegner so. „Marvin ist ein super Keeper und ein super Typ. Der hält vom Mo und von Fis zweimal den Ball super. Das ist schon ein guter Torwart“, erklärte der Ex-Kölner Tim Lemperle, der nicht seinen besten Tag erwischte. Ganz anders auf der anderen Seite, der zweite Unterschiedsspieler Said El Mala. Der Offensivspieler nutze seine zweite Möglichkeit zur Kölner Führung. Und wie. El Mala bekam von Eric Martel die Kugel, ging über die linke Seite in die Box, zog ins Zentrum und dann ab. Dabei tunnelte der 19-Jährige den deutschen Nationalkeeper Oliver Baumann. „Er ist ein guter Junge – ein Straßenfußballer und hat einfach eine Gott gegebene Gabe: Tempo und Dribbling“, sagte Kwasniok. „Er hat das Glück, dass er viel mitbringt und wir werden ihn weiterhin auf diesem Weg begleiten und sind happy, dass er bei uns ist.“

„Da ist man schon ein bisschen unter Druck“

Kein Wunder, der Treffer des U21-Nationalspielers blieb der einzige in einem intensiven Spiel. Vor allem die Sinsheimer taten viel für die Begegnung. 60:40 Prozent Ballbesitz, Torabschlüsse, Standards, XGoals – nahezu jeder Wert sprach für die Mannschaft von Christian Ilzer. Das Ergebnis nicht. „Hoffenheim hat einfach die Qualität, dann noch zwei, drei Hochkaräter zu haben“, sagte der Kölner Trainer. Der FC hatte aber die Qualität, so ziemlich alles wegzuverteidigen, was da in Richtung FC-Tor kam. Denn neben den Unterschiedsspielern Schwäbe und El Mala sorgte eine solide Defensivleistung der Hintermannschaft ebenfalls für die wichtigen Punkte. „Ich glaube, das ist so gefühlt der größte Sieg bis jetzt in der Meisterschaft, weil es war ein riesen Fight, ein Auf und Ab. Und das nach zwei Niederlagen“, sagte Joel Schmied, der die Bedeutung des Siegs noch einmal hervorhob: „Da ist man doch schon ein bisschen unter Druck, weil man auf keinen Fall in so eine Negativspirale reinfallen will .“ 

Das konnte der FC verhindern. Die Mahnung des Trainers blieb aber nicht aus: „Wir müssen der Wahrheit ins Gesicht schauen. Es war jetzt nicht locker flockig in der zweiten Liga, dass sie da durchmaschiert sind“, sagte Kwasniok. „Wir haben einen guten Mix gefunden aus Neuzugängen und Spielern, die schon ein bisschen länger dabei sind und sind heute 127 Kilometer gelaufen. Das zeigt, dass die Jungs verstanden haben, dass einzig Intensität zählt, das Quäntchen Glück. Aber eben auch ein relativ kleiner Kader.“ Und der war mit den drei Punkten ganz offensichtlich glücklich. So wie Lukas Kwasniok, der beim Gegner gerade zum Ende hin dann doch eine hohe Intensität ausgemacht hatte. Das aber wiederum mit einem breiten Grinsen kommentierte: „Willkommen in der Bundesliga.“ Da ist Kwasniok mit dem FC nun ganz sicher angekommen.