Für einen FC-Profi war die Begegnung gegen die TSG Hoffenheim frühzeitig beendet. Der Offensivspieler musste nach einigen harten Zweikämpfen frühzeitig vom Platz. Droht Jan Thielmann beim 1. FC Köln auszufallen?
45 Minuten betrug der Arbeitstag des Kölner Eigengewächses. Der Offensivspieler musste schon in der Halbzeit vom Platz. Kein Wunder, nach den zahlreichen Attacken gegen den U21-Vize-Europameister. Droht Jan Thielmann beim 1. FC Köln auszufallen?
Jan Thielmann bei einem seiner vielen Zweikämpfe gegen Hoffenheim (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
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Selten hat der Begriff „Abnutzungskampf“ wohl so gut auf einen FC-Spieler gepasst, wie am Freitagabend auf Jan Thielmann. Das Kölner Eigengewächs musste mal so richtig einstecken, sammelte bei den Gegenspielern fleißig Gelbe Karten. Bei einem Volleyschuss hielt Bazoumana Toure den Schlappen drüber, war mit dem gelben Karton sicherlich noch gut bedient. Nur wenige Minuten später war es Bernardo, der den Kölner Spieler brutal von den Beinen holte und kurz vor dem Seitenwechsel langte Wouter Burger noch einmal ordentlich zu. „Es sind vier, fünf Stellen, die zum Teil auch blutig sind“, sagte der Trainer. „Da haben sich einige – sag ich mal – ausgetobt. Es hat immer den Jan getroffen. Er hat die erste Halbzeit noch zu Ende gespielt. Aber es hat dann auch keinen Sinn mehr ergeben.“
Thielmann wird untersucht
Thielmann blieb zur Halbzeit in der Kabine. Das mochte vielleicht auch TSG-Coach Christian Ilzer überrascht haben, der sich wild gestikulierend über Thielmanns Behandlungspausen auf dem Platz aufgeregt hatte. Auch Schiedsrichter Felix Zwayer sprach lange mit dem Kölner Profi. Doch die Blessuren waren dann wohl nicht mehr von der Hand zu weisen. Thielmann habe den „Knöchel dick“ und noch weitere Blessuren. Ob der Offensivspieler nun ausfallen wird, ist noch nicht klar. Da werden „weitere Untersuchungen“ Aufschluss bringen. Eine Verletzung käme für den 23-Jährigen zur absoluten Unzeit. Denn auch Thielmann gehört aktuell zu den Gewinnern unter dem neuen Trainer, hat sich festgespielt und blüht in der Offensive auf.
Das Kölner Eigengewächs fiel in der Vergangenheit immer mal wieder durch Verletzungen, auch längere, aus, verpasste so die U21-Europameisterschaft 2023. Schon damals betonte der damalige Coach Steffen Baumgart, dass man Thielmann bei der Rekonvaleszenz bremsen müsse, er immer darauf brennen, schnell zurückzukommen. Die kommenden Tage werden Aufschluss bringen.
Die U21 des 1. FC Köln hat ihre Serie in letzter Sekunde gerettet: Das 3:3 bei Fortuna Düsseldorfs U23 war das sechste Regionalliga-Spiel in Folge ohne Niederlage. Dabei holten die Kölner einen 0:3-Rückstand auf, Sargis Adamyan sicherte den Punkt in der Nachspielzeit. Die U21 des 1. FC Köln spielt Remis gegen Fortuna Düsseldorf.
Nach dem frühen Platzverweis gegen Mikolaj Marutzki spielte die Kölner Reserve 82 Minuten in Unterzahl. Die U21 des 1. FC Köln spielt Remis gegen Fortuna Düsseldorf.
Sargis Adamyan und Safyan Toure von der U21 des 1. FC Köln
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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 0:0 gegen Gütersloh nur auf einer Positionen: Mikolaj Marutzki ersetzte Luis Hauer zwischen den Pfosten. Das Regionalliga-Debüt des 18-jährigen Keepers misslang jedoch gründlich. Marutzki stand schnell im Fokus. Der Schlussmann nahm einen eigentlich harmlosen Rückpass von Yannick Mausehund technisch unsauber an, geriet gegen den heranstürmenden Mechak Quiala Tito in Bedrängnis und riss diesen letztlich verzweifelt von hinten um (8.).
Düsseldorf erhöht in Überzahl
Es folgten nicht nur der zwangsläufige Elfmeterpfiff, sondern auch die Rote Karte für Marutzki. Tobias Trautner kam so zu einem Kaltstart als Einwechselspieler für Etienne Borie, war gegen den platzierten Strafstoß von Deniz Bindemann zum 1:0 jedoch machtlos (10.). Und die Gastgeber erhöhten in Überzahl: Lennart Garlipp flankte den Ball ins Zentrum. Mausehund und Luc Dabrowski stiegen nicht hoch genug und Bindemann köpfte zum 2:0 für die Gastgeber ein (30.).
Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es noch bitterer: Garlipp legte eine Flanke per Kopf ab zu Mechak Quiala Tito, für den sich keiner aus der Kölner Hintermannschaft richtig verantwortlich zu fühlen schien. Der Stürmer verwandelte aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 3:0 (45.). Doch die Kölner gaben sich trotz der klaren Pausenführung und der Unterzahl keineswegs auf – im Gegenteil. Das Team verdiente sich den ersten Treffer mit einer engagierten Vorstellung nach dem Pausenpfiff.
Dramatisches Finale in der Nachspielzeit
Fayssal Harchaoui passte zu Sargis Adamyan, der aus der Drehung aufs Tor schoss. Düsseldorfs Torwart Tobias Pawelczyk wehrte den Ball zur Seite ab und Safyan Toure staubte zum 3:1 ab (61.). Adamyan stand beim Anschlusstreffer im Fokus. Er leitete den Spielzug mit seinem Pass raus auf die rechte Seite zu Marvin Ajani ein. Der aufgerückte Rechtsverteidiger flankte zurück ins Zentrum und Adamyan köpfte völlig blank stehend mühelos zum 3:2 ein (75.).
In der Nachspielzeit dann das dramatische Finale: Luiz Labenz, zuvor eingewechselt, zog das Foul an der linken Sechzehner-Grenze. Freistoß-Spezialist Adamyan ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte den ruhenden Ball zum verdienten 3:3, wobei der Schuss noch von einem Düsseldorfer abgefälscht wurde (90.+4). Die U21 absolviert in der Länderspielpause am Donnerstagabend (19:15 Uhr) ein Testspiel beim SV Bergisch Gladbach.
In der Regionalliga geht es am 18. Oktober (15:30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den Aufsteiger Bonner SC weiter.
Mit seinem Treffer zum 1:0 avancierte der Youngster zum Matchwinner für den 1. FC Köln: Said El Mala macht gegen Hoffenheim den Unterschied. Der 19-Jährige fällt auch weiterhin durch seine Unbekümmertheit auf und entscheidet die Partie bei der TSG.
Mit einem weiteren starken Dribbling, einer feinen Einzelaktion entschied er die Begegnung in Sinsheim zu Gunsten des 1. FC Köln: Said El Mala macht gegen Hoffenheim den Unterschied.
Sail El Mala gegen die TSG Hoffenheim
(Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
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Diesen Moment wollte der 19-Jährige noch einmal besonders festhalten. Said El Mala stellt sich vor die rund 10.000 mitgereisten FC-Fans und posierte für ein Selfie. Wenige Minuten zuvor hatte der Offensivspieler mit weit aufgerissenen Augen ins Rund geblickt, so als könnte er nicht greifen, was an diesem Abend in Hoffenheim, aber auch in den letzten Wochen und Monaten, mit ihm passiert ist. In Sinsheim war Said El Mala mit einer überragenden Aktion zum Matchwinner geworden. Nach einem Pass in die Tiefe machte der 19-Jährige über die linke Seite Tempo, zog dann nach innen, ließ dabei drei Gegenspieler stehen und vollendete eiskalt zur Kölner Führung, dem einzigen Treffer des Spiels.
Der Dribbelkünstler schlechthin
Es war nicht die einzige starke Situation des 19-Jährigen, diese war nur von Erfolg gekrönt. Aber El Mala zeigte auch in mehreren weiteren Situationen, welche Qualität in ihm steckt. „Er ist ein guter Junge – ein Straßenfußballer. Er hat einfach eine Gott gegebene Gabe, Tempo und Dribbling“, sagte Lukas Kwasniok, ohne zu sehr ins Schwärmen geraten zu wollen. Dabei bietet El Mala Woche für Woche ausreichend Gründe für Schwärmereien. In den bisherigen fünf Ligaspielen wurde der Offensivspieler immer als Joker eingewechselt und brachte jedes Mal neuen Schwung in die Begegnung. „Ich habe ihm vor dem Spiel noch gesagt, komm mit einfachen Aktionen in dein Spiel rein. Du musst nicht jedem gleich beweisen, dass du der Dribbelkünstler schlechthin bist“, sagte Joel Schmied.
Dabei ist El Mala der Dribbelkünstler schlechthin. In der Bundesliga ist er der Spieler mit den meisten Dribblings und den meisten erfolgreichen Dribblings – vor Nationalspielern wie Bayerns Michael Olise oder Dortmunds Karim Adeyemi. Der Youngster bringt damit eine Qualität mit, die es beim FC lange nicht gegeben hat. „Der tut uns natürlich gut, weil er so Situationen auflösen kann. Der Gegner weiß ganz genau, wenn er da in die Räume kommt, da müsste man mit zwei, drei Leuten dran“, sagt Dominique Heintz, bremst aber ein wenig die Erwartungen. „Ich habe zu ihm immer gesagt, dass die Anfangszeit die einfache ist. Das Wichtigste ist die Konstanz. Nicht über zwei, drei Spiele, sondern über eine halbe Saison“.
Wir sind „happy, dass er bei uns ist“
Und auch Lukas Kwasniok will den Spieler noch nicht zu hoch loben: „Wir haben schon so viele Talente gesehen, die schon im Alter von 17 zum Weltstar herbeigeredet und herbeigeschrieben worden sind, von denen hört man allen nichts mehr. Das einzige, was hilft, ist hart arbeiten und demütig bleiben und die Qualitäten, die er zweifelsohne hat, Woche für Woche abzurufen. Er hat das Glück, dass er viel mitbringt und wir werden ihn weiterhin auf diesem Weg begleiten und sind happy, dass er bei uns ist.“
Mit dem 1:0-Erfolg über die TSG Hoffenheim hat der FC den dritten Saisonsieg eingefahren und das Punktekonto auf zehn Zähler erhöht. Vor allen Dingen zwei Spieler boten eine besonders starke Leistung: Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln gegen Hoffenheim.
Der FC kann in Hoffenheim erneut gewinnen, feiert den zweiten Erfolg in den vergangenen 17 Spielen. Das sicherlich auch ein wenig glücklich und dennoch nicht gänzlich unverdient: Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln gegen Hoffenheim.
Timo Hübers im Duell gegen Hoffenheim (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
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Nur ein Sieg in 16 Bundesliga-Spielen stand gegen die TSG Hoffenheim zu Buche. Am Freitagabend kam ein zweiter hinzu. Die Kölner setzten sich in Sinsheim mit 1:0 durch und boten insgesamt eine ordentliche Leistung. Dabei überzeugten vor allen Dingen zwei Spieler besonders. Ausrutscher nach unten gab es eher wenige.
Gute Hintermannschaft hielt die Null
Marvin Schwäbe
Parierte nach wenigen Minuten bereits einen verdeckten Schuss von Damar. Stand dann lange und genau richtig als Toure vor ihm auftauchte. Tauchte richtig gut ab, als es Asllani mit einem Schlenzer Richtung langes Eck probierte. Die richtige Antwort auf die zuletzt durchwachsenen Leistungen. Hielt die Null trotz einem Hoffenheimer xGoals-Wert von 1,5.
Kristoffer Lund
Rückte für Linton Maina in die Anfangsformation – zum ersten Mal seit dem 3:3 gegen Wolfsburg. Brachte mit einem krassen Stockfehler Lemperle ins Spiel, doch Johannesson badete aus. Wirkte auch sonst nicht immer sicher, war aber viel unterwegs.
Dominique Heintz
Rückte durchaus überraschend in die Startelf und kam nicht nur zu seinem ersten Einsatz, sondern direkt auch zum Startelfdebüt für diese Saison. Spulte seinen Stiefel im Stile eines Routiniers solide runter. Gewann starke 83 Prozent seiner Zweikämpfe, damit bester Zweikämpfer der Kölner. Suchte zudem mit langen Bällen immer wieder El Mala, fand ihn nicht immer.
Timo Hübers
Solider Auftritt des ehemaligen Kölner Kapitäns. Überzeugende Passquote. In den Zweikämpfen nicht immer sicher. Hin und wieder vielleicht ein bisschen übermotiviert.
Joel Schmied
Entwickelt sich immer mehr zur wichtigsten Konstante in der Innenverteidigung. Solide in den Zweikämpfen. Grätschte einen Schussversuch von Toure ab, feierte sich zu Recht dafür und ließ sich zu Recht dafür feiern.
Sebastian Sebulonsen
Ließ sich viel zu leicht von einem Doppelpass vernaschen, der Toure die Chance zum Ausgleich ermöglichte, Schwäbe rettete. Hatte mit dem schnellen Hoffenheimer immer wieder seine Problemchen. Schaltete sich auch in der Offensive nicht so stark wie in den Vorwochen ein.
Sein Freistoßversuch nach gut zehn Minuten war ausbaufähig. Tat sich zunächst in der Vorwärtsbewegung schwer. Seine Rettungsaktion gegen Lemperle nach 20 Minuten war schon sehr beeindruckend. War hauptsächlich mit dem Spielaufbau aus der Defensive heraus beschäftigt. Spielte viele Pässe, nahezu alle kamen an.
Eric Martel
Sortierte wieder die Zentrale. Eroberte vor dem 1:0 ganz stark den Ball. Rutschte mindestens genauso stark in den Versuch von Toure, wenn auch mit Armberührung. Einen Strafstoß gab es zu Recht nicht. Einsatz gewohnt vorbildlich.
Jakub Kaminski
Startete etwas überraschend als Spitze im Kölner System. Versuchte dort sein Tempo auszuspielen – mit überschaubaren Erfolg. Wurde nach dem Wechsel auf der Außenposition besser und hätte die Vorentscheidung erzielen können, wenn nicht müssen.
Jan Thielmann
Schmerzhaftes Spiel für das Kölner Eigengewächs: Machte früh Bekanntschaft mit der Sohle von Toure. Machte anschließend mit dem Fuß von Bernardo Bekanntschaft und schließlich auch mit dem Bein von Burger. Sammelte beim Gegner ordentlich Gelbe Karten. Die harte Gangart zeigte Wirkung, hatte kaum Einfluss aufs Spiel. Musste zur Halbzeit raus.
Said El Mala
Nach bisher „nur“ Joker-Einsätzen stand der 19-Jährige das erste Mal in der Startelf. Sorgte von Beginn an für ordentlich Tempo. Traf zunächst noch das Außennetz. Machte es mit einer ganz ganz starken Einzelaktion zur Führung besser, als er die gesamte Hoffenheimer Hintermannschaft vernaschte. Arbeitete auch stark mit zurück und wollte gefühlt gegen jeden Mann auf dem Platz ins Eins-gegen-eins gehen. Hätte im zweiten Abschnitt das Spiel endgültig entscheiden können.
Ragnar Ache
Kam zur Pause für den arg gebeutelten Thielmann. Übernahm die Position des Zielstürmers und veränderte so ein bisschen die Spieldynamik.
Am Freitagabend holen die Kölner drei Punkte in Hoffenheim. Dementsprechend zeigten sich die Protagonisten auch zufrieden: Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Hoffenheim.
Am Freitagabend startet der FC nach einer kurzen Trainingswoche ins sechste Bundesligaspiel der Saison. Dabei trifft der Aufsteiger auf den Tabellenfünfzehnten der vergangenen Saison. Leicht wird es für den FC allerdings sicher nicht: Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim.
Zwei Teams, fünf absolvierte Liga-Spiele, jeweils sieben Punkte. Der FC trifft am Freitagabend auf Hoffenheim. Gegen die TSG wollen die Kölner nach den beiden Niederlagen nun wieder punkten. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim.
Said El Mala jubelt nach seinem Treffer gegen die TSG Hoffenheim. (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim. Der FC ist am Freitagabend zu Gast bei der Mannschaft von Christian Ilzer. FC-Trainer Lukas Kwasniok weiß um die Stärken des Gegners: „Sie sprinten alles an, was sich bewegt. Das ist dann schon schwierig, einen geordneten Spielaufbau hinzubekommen“, so Kwasniok. Nicht im Kader stehen an diesem Spieltag neben den Langzeitverletzten Luca Kilian und Rav van den Berg auch Marius Bülter. Jusuf Gazibegovic wurde vom Trainer nicht mit nach Hoffenheim genommen. Alle Informationen zum Duell gibt es hier im Liveticker.
Nach zwei Niederlagen in Folge hat der FC wieder Punkte eingefahren. Der 1. FC Köln gewinnt bei der TSG Hoffenheim 1:0. Der Offensivspieler traf bereits nach einer Viertelstunde.
Die Kölner verabschieden sich mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause. Der 1. FC Köln gewinnt bei der TSG Hoffenheim 1:0. Den einzigen Treffer erzielte Said El Mala in Halbzeit eins.
Said El Mala jubelt nach seinem Treffer gegen die TSG Hoffenheim. (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
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Lukas Kwasniok blieb seiner Linie treu und entschied sich ein weiteres Mal für eine neue Startelf. Der Trainer veränderte die Anfangsformation im Vergleich zum Stuttgart-Spiel auf drei Positionen, überraschte damit mit dem Startelfdebüt von Said El Mala und vielleicht sogar noch mehr von der ersten Nominierung von Dominique Heintz, der in dieser Spielzeit noch gar nicht zum Einsatz gekommen war. Zudem startete Kristoffer Lund auf der linken Seite. Dafür rotierten Tom Krauß, Linton Maina und Ragnar Ache aus der Anfangsformation. Für Heintz war es unterdessen der erste Einsatz von Beginn an seit Anfang September. Der FC wurde zudem offenbar von mehr als 10.000 Zuschauern begleitet, die von Beginn ordentlich Stimmung machten. Und das trieb an. El Mala wurde früh lang geschickt, der Offensivspieler nahm Tempo aus, traf aber nur das Außennetz (4.). Auf der anderen Seite parierte Schwäbe einen Versuch von Muhammed Damar ganz stark (7.).
El Mala beweist seine enorme Qualität
Aber der FC machte in der Anfangsphase ordentlich Betrieb. Nach einer ersten Ecke kam die Kugel über Umwege zu Jan Thielmann, der den Ball direkt nahm, von Bazoumana Toure hart gestempelt wurde und das Tor deutlich verfehlte (11.). Ähnlich erging es auf der anderen Seite dem Ex-Kölner Tim Lemperle, dessen Versuch im Sechzehner abgefälscht wurde (14.). Said El Mala machte es besser, nach starkem Ballgewinn von Martel ging der Youngster über den linken Flügel, zog nach innen und an drei Gegnern vorbei und vollendete zur Kölner Führung (16.). Köln spielte weiter munter drauflos, aber auch der Gastgeber kam zu Chancen. Fisnik Asllani spielte einen perfekten Doppelpass mit Toure, der an Schwäbe scheiterte (24.). Die TSG machte in dieser Phase Druck, wollte den Ausgleich, der FC setzte auf Umschaltmomente. Beide lange mit ähnlich mäßigem Erfolg.
Erst nach einem Schlenzer-Versuch von Toure wurde es brenzlig. Martel rutschte in den Schuss und bekam die Kugel an den angelegten Arm. Schiedsrichter Felix Zwaywer entschied zunächst auf Strafstoß, nahm die Entscheidung nach Ansicht der Videobilder aber wieder zurück (42.). Unmittelbar vor der Halbzeit hatte Asllani die Chance auf den Ausgleich, doch den Schlenzer parierte Schwäbe weltklasse (45.). Kwasniok musste schon zur Pause wechseln. Thielmann, der massiv angegangen worden war, blieb in der Kabine, für den Offensivspieler kam Ragnar Ache. Der FC fand wieder ein wenig besser in die Begegnung, versuchte, das Spiel in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Das gelang nicht immer, aber oft. Einen Steckpass von El Mala konnte Sebulonsen nicht verwerten (48.).
Schmied rettet mit Monstergrätsche
Auch die TSG suchte das Heil weiter in der Offensive. Unter anderem rettete Joel Schmied in höchster Not mit einer starken Grätsche gegen Toure. Ein Volley von Asllani landete über dem Tor. Auf der anderen Seite waren El Mala und Kaminski auf der linken Seite in der Box durch. El Mala scheiterte an Oliver Bauman (62.), Kaminski vergab deutlich (65.). Der FC war aber nun deutlich besser als zu Ende der ersten Halbzeit im Spiel, wollte nachlegen, die Entscheidung. Unter anderem war Sebulonsen auf der rechten Seite durch, legte den Ball aber nicht sauber genug zurück (72.). Erst in der Schlussphase erhöhte der Gastgeber noch einmal den Druck, war im Schlussdrittel nicht präzise genug. Der FC verteidigte leidenschaftlich.
Der FC mühte sich zwar, konnte aber nicht alles verteidigen. Unter anderem verpasste der eingewechselte Bebou eine scharfe Hereingabe nur hauchdünn. Auf der anderen Seite ließ Kaminski die Entscheidung bei einem Alleingang liegen (88.). Am Ende blieb es beim Erfolg für die Geißböcke. Für den FC geht es nach der Länderspielpause am 18. Oktober gegen Augsburg weiter.
1. FC Köln: Schwäbe – Heintz (71. Özkacar), Hübers, Schmied – Lund (84 Krauß), Martel, Johannesson (84 Huseinbasic), Sebulonsen – El Mala (71. Maina), Kaminski, Thielmann (46. Ache): Tore: 0:1 El Mala (16.); Gelbe Karten: Sebulonsen
Am 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga ist der FC zu Gast bei der TSG Hoffenheim. Beide Teams starten mit sieben Zählern in das Duell. Für die Geißböcke sollen wenn möglich drei Punkte hinzukommen. Das erwartet den 1. FC Köln bei der TSG Hoffenheim.
Zwei Siege, ein Unentschieden und zuletzt zwei Niederlagen. Gegen die TSG will der FC nun wieder punkten, doch die Aufgabe ist keine leichte: Das erwartet den 1. FC Köln bei der TSG Hoffenheim.
Tim Lemperle für die TSG Hoffenheim (Foto: Maja Jitij / Getty Images)
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Form: Das Team von Trainer Christian Ilzer blickt auf einen soliden Saisonstart zurück. Nach dem 4:0-Auswärtssieg bei Hansa Rostock in der ersten Runde des DFB-Pokals startete die TSG mit einem 2:1-Sieg bei Bayer 04 Leverkusen in die neue Bundesligasaison. Im ersten Heimspiel mussten sich die Kraichgauer Eintracht Frankfurt mit 1:3 geschlagen geben, bevor die Blau-Weißen am dritten Spieltag mit 4:2 bei Union Berlin gewannen. Im Anschluss an die 1:4-Heimpleite gegen den FC Bayern München trennte sich Hoffenheim am vergangenen Spieltag mit 1:1 vom SC Freiburg. Damit steht die TSG mit sieben Zählern aktuell auf dem zehnten Tabellenplatz.
Bester Zweikämpfer und intensives Spiel
Harte Spielweise: Mit 71 Fouls am Gegner führten die Profis der TSG an den ersten fünf Bundesligaspieltagen die meisten Foulspiele aller Bundesligisten durch. Allerdings sah Hoffenheim bislang lediglich neun Gelbe Karten, womit sie in dieser Statistik eher zum unteren Bereich zählen.
Bester Zweikämpfer: Der Hoffenheimer Bernardo ist in dieser Saison bislang der beste Zweikämpfer der Liga. Insgesamt 73 direkte Duelle gewann der Brasilianer in dieser noch jungen Spielzeit. Im Vergleich: Der beste Kölner ist Timo Hübers mit 44 gewonnenen Zweikämpfen.
Intensive Spielweise: Hoffenheim präsentiert in dieser Spielzeit eine sehr laufintensive Spielweise. Mit 3558 intensiven Läufen wird die TSG in dieser Statistik nur vom FC Bayern München überboten. Auch bei den Sprints gehören die Hoffenheimer zur Spitze der Liga. Hier liegen die Blau-Weißen mit 895 Sprints hinter RB Leipzig (915) und Bayern München (950) auf dem dritten Rang. Mit Banzoumana Toure, der in dieser Saison bereits mit 35,97 km/h geblitzt wurde und schon 146 Sprints anzog, stellt die TSG allerdings den Spieler mit den meisten Sprints.
Großer Kaderumbruch: Nach einer schwachen Bundesligasaison führten die Verantwortlichen der TSG im vergangenen Sommer einen großen Kaderumbruch durch. Insgesamt führte Hoffenheim über 30 Transferbewegungen durch und stellte Trainer Ilzer einen fast komplett neuen Kader zur Verfügung. Mit Leon Avdullahu, Koki Machida, Wouter Burger, Albian Hajdari, Deniz Zeitler, Bernardo, Vlademir Coufal, Tim Lemperle sowie den Leih-Rückkehrern Fisnik Asllani und Muhamed Damar haben die Kraichgauer neben Erfahrung auch ein großes Potenzial hinzubekommen. Besonders Asslani und Lemperle scheinen in den ersten Wochen bereits gut zu harmonieren. Die beiden Angreifer waren gemeinsam an sechs der bislang neun und damit an zwei Dritteln der Hoffenheimer Bundesligatoren direkt beteiligt.
Taktische Formation
Formation: Trainer Ilzer lässt seine Mannschaft in dieser Saison in einem 4-2-2-2-System auflaufen. Dabei ist Oliver Baumann als klare Nummer eins zwischen den Pfosten gesetzt. Davor sind Bernardo als Linksverteidiger, Vladimir Coufal als Rechtsverteidiger und Robuin Hranac als einer der beiden Innenverteidiger gesetzt. Auf der zweiten Innenverteidigerposition wechseln sich Albian Hajdari und Arthur Chaves ab. Im zentralen Mittelfeld spielen Wouter Burger und Leon Avdullahu. Die beiden Sommerneuzugänge wussten sofort zu überzeugen und sind aktuell nicht aus der Mannschaft der TSG wegzudenken. In der Offensive sind Tim Lemperle, Fissnik Asslani und Banzoumana Toure unangefochtene Stammspieler. Die vierte Position machten in den ersten Wochen Andrej Kramaric und Alexander Prass unter sich aus. Im eigenen Ballbesitz setzt Hoffenheim auf einen sicheren Spielaufbau, schaltet jedoch auch regelmäßig enorm schnell um. Allerdings greifen die Spieler auch häufig auf Flanken zurück. Bei gegnerischem Ballbesitz führen die Blau-Weißen ein Pressing durch und versuchen, den Gegner dadurch sofort unter Druck zu setzen. Während das Zentrum meist sehr kompakt ist, lässt die TSG auf den Außen oft zu viel Platz. Dies führt dazu, dass die Hoffenheimer Innenverteidiger viele Flanken abwehren müssen.
Das sagt der Trainer
Lukas Kwasniok über Hoffenheim: „Sie haben ähnlich wie wir auch ein sehr schweres Auftaktprogramm hinter sich. Sie haben gegen Top-Teams gespielt und sich dort mehr als ordentlich verkauft. Sie haben auch den Bayern, gerade in der ersten Halbzeit, echt wehgetan und hätten da durchaus führen können, wenn nicht sogar müssen. Ich glaube, dass sie einen Umbruch hinter sich haben, und das ist dann auch immer schwierig. Sie haben einfach sehr hungrige Spieler auf dem Feld, und deswegen können sie eben auch die Art, die sich der Kollege Ilzer vorstellt, auf den Platz bringen. Sie marschieren unglaublich viel, sprinten alles an, was sich bewegt, und da ist es dann schon schwer, einen geordneten Spielaufbau hinzubekommen, da sie dies von Beginn an und auch über 90 Minuten und in beide Richtungen machen können. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie so gut gestartet sind und so dastehen. Es wird ein intensives Spiel werden.“
Mögliche Aufstellung von Hoffenheim: Baumann – Coufal, Hranac, Arthur Chaves, Bernardo – Avdullahu, Burger – Kramaric, Touré – Lemperle, Asllani
Ausfälle bei der TSG: Valentin Gendrey (Knöchelbruch), Adam Hlozek (Mittelfußbruch), Ozan Kabak (Trainingsrückstand), Koki Machida (Kreuzbandriss) und Max Moerstedt (Trainingsrückstand).
Mit zehn erzielten Treffern gehört der FC zu den gefährlicheren Mannschaften der Liga. Allerdings haben sich die Geißböcke auch schon neun Gegentore gefangen. Und wieder ploppt der Begriff „Balance“ auf beim 1. FC Köln: Wie stabilisiert Lukas Kwasniok die Defensive?
In der Offensive läuft es richtig gut bei den Geißböcken, in der Hintermannschaft gibt es Optimierungsbedarf beim 1. FC Köln: Wie stabilisiert Lukas Kwasniok die Defensive?
Die Kölner Defensive ist ein wenig anfällig
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So ein kleiner Hauch vergangene Saison weht dieser Tage dann doch rund ums Geißbockheim. Zumindest gibt es zum Auftakt in die Bundesliga doch Ähnlichkeiten zum Start in die Abstiegssaison vor einem Jahr. Auch damals lieferte die Offensive gut ab, erzielte mehr Tore als es die xGoals vermuten ließen, sorgten für Spektakel und attraktiven Fußball. Schwierigkeiten machte dagegen die Defensive, die nicht immer sattelfest stand und mehr Tore zuließ, als es der xGoals-Wert der Gegner erwarten ließ. Damals sprach Gerhard Struber von der fehlenden Balance. Vor dem Duell gegen Hoffenheim ist der Begriff beim FC plötzlich zwar wieder Thema, doch Lukas Kwasniok bezieht sich dabei auf die Spielertypen, nicht auf die Waage zwischen mutiger Offensive und anfälliger Defensive.
Eine Chance für Özkacar?
Dabei ist gerade der Abwehrverbund eine Konstellation in Kwasnioks Gebilde, an der der Trainer doch viel herumfeilt. Mal spielt der Coach mit Dreier-, mal mit Viererkette, dann mit offensiven Außenverteidigern, dann wiederum tiefer stehend. Auch auf den Positionen selbst gibt es viel Bewegung. Am vergangenen Wochenende rückte Eric Martel wieder in die Innenverteidigung. Dort spielte der Sechser auch in der Vorsaison einige Male. Tom Krauß übernahm die Sechs, zum Seitenwechsel stellte der Trainer wieder um. Auch auf der Außenposition kam der „Defensiv-Allrounder“ bereits zum Einsatz. Vor allem durch den Ausfall von Rav van den Berg scheint Kwasniok reagieren zu wollen. „Wir haben uns schon, ein wenig darauf fokussiert, mit Rav die richtige Konstellation auf den Platz zu bekommen“, sagte der Coach. „Er hat sich dann in seinem 2. Spiel verletzt und dann ist die Gedankenwelt schon ein wenig zusammengebrochen.“
Offenbar heißt es deswegen ein wenig zu improvisieren. „Da sind wir in diesem Prozess. Daraus resultiert die Suche nach der perfekten Balance. Es ist aber nicht so, dass ich das Problem in der Innenverteidigung ausgemacht habe“, sagt der Coach. Doch so wirklich glücklich ist der Coach mit der Zusammensetzung noch nicht – wobei das Stammpersonal eben mit Martel, Timo Hübers und Joel Schmied eigentlich steht. Mit Cenk Özkacar und Dominique Heintz warten zudem zwei Abwehrspieler weiterhin auf Einsatzzeit. Der Neuzugang kam nach seinem Startelf-Einsatz gegen Regensburg im Pokal, kam der Türke noch zu einem weiteren Kurzeinsatz gegen Mainz und sitzt seitdem auf der Bank. Heintz kam in dieser Spielzeit noch gar nicht zum Einsatz.
Auch gegen Hoffenheim wird sich das voraussichtlich nicht ändern. Özkacar scheint da schon eher an der Mannschaft. „Man wechselt nun mal in der Defensive seltener als in der Offensive“, sagt Kwasniok. „Für ihn gilt es jetzt Gas zu geben. Wenn die Zeit reif ist, werde ich ihn reinwerfen.“ Vielleicht findet der Trainer dann ein wenig mehr Balance.
Für Trainer Lukas Kwasniok und die Geißböcke steht bereits am Freitagabend das nächste Duell in der Bundesliga auf dem Plan. Um 20:30 Uhr erfolgt der Anstoß in der PreZero Arena. Wer überträgt das Duell des 1. FC Köln gegen den Hoffenheim?