Hat der FC seinen Trainer bereits gefunden? Das berichtet jedenfalls die RTL-Gruppe. Urs Fischer soll demnach bereits beim 1. FC Köln unterschrieben haben. Das wäre eine erstaunliche Entwicklung, schließlich hat Friedhelm Funkel erst am Freitag sein Engagement bei den Geißböcken abgesagt.
Die Nachricht am Freitag kam so ein wenig überraschend. Friedhelm Funkel würde dem FC als Trainer nicht zur Verfügung stehen, hatte der Trainer erst dem FC und dann über diverse Medien mitgeteilt. Nun gibt es die nächste Wende – zumindest berichtet RTL darüber und sie ist ebenfalls äußerst überraschend: Urs Fischer soll demnach bereits beim 1. FC Köln unterschrieben haben
Urs Fischer soll auf der Liste des 1. FC Köln stehen – oder ist da schon mehr? (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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Geht jetzt alles doch ganz schnell? Laut RTL, NTV und sport.de hat der FC nicht nur seinen Trainer gefunden, dieser soll demnach auch schon unterschrieben haben. Wie die Mediengruppe vermeldet, hat Urs Fischer bei den Kölnern einen Vertrag unterschrieben. Die Unterschrift sei wohl an die Klausel des Aufstiegs geknüpft. Die RTL-Gruppe hatte schon unmittelbar vor der offiziellen Vorstellung von Friedhelm Funkel berichtet, dass der Schweizer den Geißböcken seine Zusage für den Falle des Aufstiegs gegeben habe. Die Personalie wollten die Kölner Verantwortlichen damals nicht kommentieren, erklärten, man wolle erst den Aufstieg in trockene Tücher bringen. Das ist nun geschehen. Sollte Fischer also tatsächlich unterschrieben haben, müsste der Vertrag demnach auch gelten.
Ein Gerücht, das Fragen aufwirft
Allerdings würde dieses Szenario erhebliche Fragen aufwerfen. Vor allem die, warum Friedhelm Funkel am Freitag, also eine knappe Woche nachdem er seine Mission „Aufstieg“ unter Dach und Fach gebracht hat, selbst die Reißleine zog und die Hängepartie um seine Person beendete. Wie berichtet soll es hinter verschlossenen Türen Uneinigkeit über die Besetzung des Trainerpostens gegeben haben. Dem Vernehmen nach, wollte Thomas Kessler mit Funkel weiterarbeiten, andere Teile des Gremiums hatten aber ihre Zweifel gehabt. Sollte Fischer tatsächlich über ein gültiges Arbeitspapier verfügen, wären diese Diskussionen obsolet. Zumal angeblich auch andere Namen wie Lukas Kwasniok, Horst Steffen und Christian Titz auf dem Wunschzettel stehen sollen.
Zudem passt der Fußball von Urs Fischer nicht zu der Ausrichtung, die der FC in den vergangenen Jahren für alle seine Mannschaften ausgegeben hat. Der Schweizer setzt auf einen Fußball aus einer stabilen Defensive und nicht den zuletzt so oft praktizierten Hurra-Fußball. Allerdings ist es auch denkbar, dass die Kölner Verantwortlichen nach dem Aus von Christian Keller auch die fußballerische Ausrichtung überdenken. Fischer gilt im jeden Fall als Trainer, der in Ruhe und vor allem kontinuierlich mit einer Mannschaft arbeitet. Und genau diese Idee soll in den Gremien eine willkommene sein. Fischer spielte selbst mehr als zehn Jahre für den FC Zürich, acht Jahre für St. Gallen und absolvierte vier Länderspiele für die Eidgenossen. Als Trainer war der 59-Jährige für den FC Zürich, den FC Thun und den FC Basel tätig, zuletzt fast fünf Jahre für Union Berlin.
Die ganz große Überraschung ist bei der Nominierung der deutschen U21 ausgesblieben. Für den FC gehen Jan Thielmann und Eric Martel an den Start. Doch das sind nicht die einzigen Europameisterschafts-Vertreter des 1. FC Köln: Diese FC-Spieler treffen bei der EM aufeinander.
Während Tim Lemperle umsonst auf eine Nominierung von Antonio Di Salvo gewartet hat, starten Jan Thielmann und Eric Martel am Montag in der Unterfangen Europameisterschaft. Damit sind sie aber nicht alleine beim 1. FC Köln: Diese FC-Spieler treffen bei der EM aufeinander.
Jan Thielmann wird bei der EM das DFB-Trikot tragen (Foto: Reinaldo Coddou H./Getty Images)
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Viel Zeit für Urlaub blieb den Aufstiegshelden aus Köln nicht. Denn schon am Montag beginnt für Jan Thielmann und Eric Martel das nächste Highlight. Dann bereitet sich die deutsche U21-Nationalmannschaft in Blankenhain auf die bevorstehende Europameisterschaft vor. Die findet vom 11. bis 28. Juni in der Slowakei statt. Und direkt im deutschen Eröffnungsspiel kann es zum direkten Duell einiger FC-Profis kommen. Denn direkt am 12. Juni trifft die DFB-Auswahl auf den Nachwuchs Sloweniens und dort könnte Jaka Potocnik auflaufen. Der Offensivspieler wurde für das Endturnier ebenfalls nominiert. Dabei blickt der 19-Jährige auf eine eher durchwachsene Saison zurück. Zwar feierte der Stürmer sein Profidebüt gegen den Karlsruher SC. Fortan war der Stürmer noch fünf Mal bei den Profis für den Kader nominiert, spielte sonst bei der U21.
Nach März erneut nominiert
Bei der Kölner Reserve war Potocnik in der vergangenen Spielzeit Stammspieler, erzielte immerhin neun Treffer. Der erhoffte Durchbruch bei den Profis gelang aber bislang nicht. Im März dieses Jahres gab Potocnik sein Debüt bei der U21 Sloweniens. Der Stürmer spielte gegen die Ukraine zehn Minuten und wurde gegen Finnland zur Pause eingewechselt. Eine Torbeteiligung gab es für den Stürmer bislang nicht. Das soll sich aus Sicht des Youngsters dann in drei Wochen ändern – ausgerechnet gegen die DFB-Auswahl um seine beiden Mannschaftskollegen. Drei Tage nach dem Auftakt steht für Deutschland das zweite Spiel gegen Tschechien auf dem Programm, die Slowenen treffen auf England. Am letzten Spieltag trifft dann die Mannschaft von Antonio Di Salvo auf die Three Lions.
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Bei Potocnik scheint noch nicht ganz geklärt zu sein, wie es in der kommenden Saison weitergeht. Mit dem Youngster könnte der FC möglichereise ein Leihkonstrukt anstreben. Auch, wenn die Saison nicht wirklich rund verlief, stecken die Kölner große Erwartungen in den Youngster. Und das sicher nicht nur aufgrund des hohen Risikos, das für den Stürmer eingegangen worden ist. Bekanntlich wurde der FC im Zuge des Potocnik-Transfers mit der Transfersperre belegt. Nun ist man beim FC allerdings um viel Spielpraxis bei dem Slowenen bemüht.
Mit seinem Wechselwunsch ins Ausland hat Florian Wirtz den FC Bayern München dem Vernehmen nach geschockt und gleichzeitig beim FC die Hoffnung auf einen kleinen Geldsegen ausgelöst. Denn laut FIFA-Regelwerk müsste der FC im Falle eines Auslands-Wechsels einen Solidaritätsbeitrag einstreichen. So viel verdient der 1. FC Köln am Wechsel von Florian Wirtz.
Mit dem möglichen Wechsel zum FC Liverpool könnte dem FC wohl doch noch ein kleiner Geldsegen für Florian Wirtz zustehen. Laut FIFA-Regelwerk müssten die Kölner einen Solidaritätsbeitrag erhalten. So viel verdient der 1. FC Köln am Wechsel von Florian Wirtz.
Florian Wirtz könnte dem 1. FC Köln spätes Geld einbringen (Foto: Pau Barrena/Getty Images)
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Auch vier Jahre nach dem Wechsel zu Bayer Leverkusen sitzt der Stachel in der Kölner-Fanszene, aber auch bei den FC-Verantwortlichen tief. Bei jedem abgehenden Talent wird die Causa Florian Wirtz wieder auf den Tisch gebracht. Kein Wunder, dem FC sind Millionen durch die Lappen gegangen. Bayer hatte das junge Kölner Talent bekanntlich nach Leverkusen gelotst – obwohl es ein Gentleman’s Agreement zwischen den rheinischen Clubs gegeben hat, nicht an Juniorenspieler heranzutreten. Dem Vernehmen haben rund 200.000 Euro für Florian Wirtz damals die Rheinseite gewechselt. Wenig Geld angesichts des heutigen Marktwerts. Der wird vom Online-Portal transfermarkt.de mittlerweile auf rund 140 Millionen Euro eingschätzt. Auch das überrascht nicht, Wirtz ist sicherlich einer der besten Fußballer des Landes, Nationalspieler und von vielen internationalen Clubs umworben.
FC darf laut FIFA auf Millionensumme hoffen
Und genau das könnte dem FC nun frische Gelder in die Kassen spülen. Denn wechselt Florian Wirtz in diesem Sommer ins Ausland, sollten die Geißböcke laut FIFA-Regelwerk eine Ausbildungsentschädigung, den so genannten Solidaritätsbeitrag, kassieren. Voraussetzung dafür ist laut FIFA-Regelwerk: „Ein Profispieler wird entweder dauerhaft oder leihweise zwischen Vereinen, die verschiedenen Verbänden angehören, transferiert“. Heißt, ein Wechsel zu den Bayern hätte die Kassen wohl nicht klingeln lassen. Den Beitrag erhalten Vereine, die an der Ausbildung eines Spielers beteiligt waren, unabhängig von weiteren Wechseln. Dazu hat die FIFA einen Schlüssel vorgesehen. Für jede Spielzeit unter 16 Jahren erhält der Verein 0,25 Prozent, ab dem 16. bis zum 23. Lebensjahr 0,5 Prozent der Ablösesumme. Der FC erhielte also einen Solidaritätszbeitrag von 1,5 Prozent der Ablösesumme.
Und da sich der Wechsel zum FC Liverpool nun anbahnt, sollten die Kölner sich auf einen kleinen Geldsegen einstellen können – das wiederum je nach Höhe der Ablösesumme und falls keine anderen vertraglichen Einigungen getroffen wurden. Die wird aktuell auf rund 150 Millionen Euro eingeschätzt. Sollte sich die Ablöse wirklich in dem genannten Rahmen bewegen, würden die Geißböcke also für die „Ausbildungssjahre 12 bis 15“ jeweils 375.000 Euro und für das Ausbildungsjahr 16 noch einmal 750.000 Euro kassieren. Dann beliefe sich die Endsumme auf 2,25 Millionen Euro. Da die FIFA nur eine gesamte Spielzeit berechnet, würde also die Saison bis zum Wechsel im Winter nicht zählen. Leverkusen würde als Ausbildungssumme 4,5 Millionen Euro einstreichen, die also im Grunde einbehalten. Der Blick auf einen möglichen Transfer von Florian Wirtz wird zwar weiterhin schmerzhaft sein, nur zumindest durch eine – wenn auch geringe – späte Entschädigung versüßt.
2.25 Millionen sind angesichts des Marktwerts sicherlich nicht viel Geld, aber Geld, das der FC durchaus sinnvoll investieren könnte.
Friedhelm Funkel wird den 1. FC Köln also nicht in die Bundesliga begleiten. Der 71-Jährige hatte offenbar keine Lust mehr auf Hängepartie. Sein Schritt war eine folgerichtige Entscheidung, die Zweifel, ob er der richtige Mann ist zumindest nachvollziehbar. Ein Kommentar zum Funkel-Aus beim 1. FC Köln.
Am Ende war es Friedhelm Funkel selbst, der die Hängepartie um seine Person beendete. Ein folgerichtiger Schritt. Doch die Zweifel in den Gremien sind ebenfalls nachvollziehbar. Ein Kommentar zum Funkel-Aus beim 1. FC Köln.
Friedhelm Funkel verlässt den 1. FC Köln schon wieder
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Dass Friedhelm Funkel ein Mann mit Prinzipien in dem so harten Bundesligageschäft ist, hat der 71-Jährige schon mehrfach bewiesen. Beim FC beispielsweise, als er unmittelbar nach dem Aufstieg wusste, wem der größte Dank dieser Rückkehr in die Bundesliga gebührt oder als er den möglichen maximalen Erfolg über die Personalie Tim Lemperle stellte. Nun bleibt er sich treu und hat die Reißleine bei der Trainersuche der Geißböcke gezogen. Getreu dem Motto „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ hat der Interimscoach die Hängepartie um seine Person beendet. Eine absolut richtige Entscheidung. Denn die Wochen der Ungewissheit inklusive einem „Casting“ hat der Coach, der den FC doch recht erfolgreich über die Ziellinie Aufstieg gehieft und bereits 35 Jahre Trainererfahrung auf dem Buckel hat, nicht verdient.
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Funkel hat seine Mission erfüllt
Es wirkt zumindest nicht als besonders guter Umgang, den 71-jährigen Funkel wie einen Bittsteller von Interview zu Interview springen zu lassen, um seinen Wunsch einer Fortführung des Trainerjobs zu offenbaren, während sich im Hintergrund doch recht öffentlich (wenn auch nicht beabsichtigt) bereits eine Mehrheits-Front gegen den Coach ausgesprochen haben soll. Dabei ist es aus anderer Perspektive dann schon als ein sehr positives Zeichen zu bewerten, dass der Vorgang „Trainersuche“ für Funkel überhaupt nochmal zur Hängepartie geworden ist. Denn die Mission Wiederaufstieg war zumindest offiziell klar formuliert. Ein Anschluss als Cheftrainer in der Bundesliga war ganz offensichtlich nicht Teil des Deals. Möglicherweise ist Funkel mit seinem Schritt auch einem unliebsamen Gespräch seines Befürworters Thomas Kessler zuvor gekommen.
Auf der anderen Seite hatte sich Funkel dann auch ein wenig selbst ins Gespräch gebracht. Mit den sichtbaren Veränderungen in der Mannschaft und dem Erfolg, aber auch am Mikrofon. Und das könnte dem ein oder anderen Verantwortlichen bei den Geißböcken missfallen haben. So oder so ist der Start in eine neue Saison ohne volle Rückendeckung sicher nicht die beste Voraussetzung für die Rückkehr in die Bundesliga. Ob Funkels Entscheidung eine gute oder eine schlechte für den sportlichen Erfolg des Vereins ist, wird am Ende der kommenden Spielzeit nicht mehr zu überprüfen sein. Fakt ist, der 71-Jährige war für die Aufgabe des Wiederaufstiegs genau der richtige Mann. Funkel hat der Mannschaft neues Selbstvertrauen und damit auch neues Leben eingehaucht, er hat das Team motiviert, es richtig auf die letzten beiden Saisonsspiele eingestellt und seine Mission überzeugend erfüllt.
Wie geht es weiter beim 1. FC Köln?
Und das nach Aussagen von Funkel selbst durch eine Art Handauflegen. Wirklich viel habe er gar nicht machen müssen, so seine Meinung. Und dann sind die Zweifel der Kritiker dann vielleicht doch nicht so unbegründet. Denn Handauflegen wird in der kommenden Bundesliga-Saison nicht reichen. Es wird um mehr gehen als Motivation, die richtige Tonart in kniffligen Situationen zu finden und Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen. Natürlich kann auch Friedhelm Funkel mehr, ist nicht umsonst seit knapp 35 Jahren Trainer und war bei zahlreichen Bundesliga-Clubs angestellt und zum Teil auch erfolgreich. Allerdings sollte die Funkel-Euphorie nicht kaschieren, dass der 71-Jährige wahrlich kein Coach ist, der sich durch eine aggressiv offensive oder moderne Spielidee auszeichnet. Eine Spielidee, die aber eigentlich vom Verein gewünscht ist. Bislang war der Routinier auch kein Trainer, der einen besonders großen Fokus auf den Nachwuchs gelegt hat.
Wie gesagt, am Ende wird man nicht mehr sagen können, ob er der richtige Mann gewesen wäre. Diese Diskussion ist nun ohnehin müßig. Jetzt gibt es einen Cut, einen Neuanfang, wenn man so will frischen Wind. Der FC hat die Chance, mit einem neuen Trainer und neuen Leistungsträgern in den kommenden Jahren auf Kontinuität zu setzen. Ob das beim FC ein realistisches Szenario ist, wird sich zeigen müssen. Sollte es nicht klappen, hat Thomas Kessler die Nummer eines erfolgreichen Feuerwehrmanns an der Hand. Eines Feuerwehrmanns, der als zu recht gefeierter Held gehen kann und nicht aufgrund ausbleibender Erfolge gehen muss. Funkels Enttäuschung wird wohl nur von kurzer Dauer sein.
Nicht erst nach der Absage von Friedhelm Funkel hat das Trainer-Casting des 1. FC Köln begonnen. Die Zeit rennt, denn mit dem Coach sollen auch Spieler-Entscheidungen getroffen werden. Die ersten Namen werden bereits gehandelt beim 1. FC Köln: Diese Trainer würden zum FC passen.
Friedhelm Funkel hat abgesagt, die nächsten Namen werden gehandelt, es gibt die ersten Gerüchte beim 1. FC Köln: Diese Trainer würden tatsächlich zum FC passen.
Thomas Kessler wirkt nachdenklich
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Den Start in sein offizielles Dasein als Sportdirektor dürfte sich Thomas Kessler ein wenig positiver vorgestellt haben. Zumindest lautet die aktuelle Erzählweise des Funkel-Aus‘, dass Kessler gerne mit dem Trainer-Routinier weitergemacht hätte, die Gremien sich aber letztlich durchgesetzt hätten, wenn Funkel dem Ganzen nicht zuvorgekommen wäre. Ob der Trainer-Routinier nach der Mission Wiederaufstieg auch der richtige Mann für die Mission Aufbau einer wettbewerbsfähigen Mannschaft gewesen wäre, darf zumindest hinterfragt werden. Funkel steht ganz sicher nicht für all die Merkmale, die der FC in den letzten Jahren für ein Anforderungsprofil vorausgesetzt hat. Denn das Credo war der offensive attraktive Fußball mit viel Intensität und hohem Tempo. Eine Spielidee, die man vermutlich noch immer gerne über alle Mannschaften hinweg inplementieren würde. Dazu noch die Einbindung von jungen Spielern.
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Wie geht es nach Funkel weiter beim 1. FC Köln?
Ob Funkel dazu nicht in der Lage gewesen wäre, wird man beim FC nun nicht mehr herausfinden können. Der 71-Jährige geht nach seinem kurzen FC-Intermezzo als gefeierter Held. Und das bekanntlich nicht zum ersten Mal. Vor fünf Jahren steckten die Kölner in einer ganz ähnlichen Situation. Der FC entging Dank Funkel dem Abstieg, stand aber mit einer verunsicherten Mannschaft vor dem Neuanfang. Und der damalige Sportchef Horst Heldt traf damals genau die richtige Entscheidung. Denn Motivator Steffen Baumgart war mit seinem Harakiri-Fußball genau der richtige Mann für eine Wende, die die FC-Fans nach Jahren von destruktivem Verteidigen herbeigesehnt hatten. Baumgart war mit seiner Fußballidee zur richtigen Zeit am richtigen Ort, entfachte eine Euphoriewelle und wurde von den Fans verehrt.
Die Liaison ging auch zwei Jahre gut und das hatte vor allem zwei Gründe. Der Rostocker fand bei seinen Motivationsreden lange genau den richtigen Ton, kitzelte so Leistungen aus einzelnen Spielern, die sie eigentlich gar nicht im Stande waren, zu leisten. Aus heutiger Sicht überperformten Spieler wie Anthony Modeste, Florian Kainz oder Dejan Ljubicic. Und der unglaublich motivierte Modeste brachte dann fast im Alleingang das Erfolgsgefühl zurück nach Müngersdorf. Möglicherweise wäre ein ähnlicher Trainertyp also genau das richtige. Und da kommt zwangsläufig der Gedanke an Lukas Kwasniok. Ebenfalls ein sehr emotionaler Trainer, der mit dem SC Paderbon einen schnörkellosen Offensivfußball gespielt hat. Der Coach kann ebenfalls motivieren und gilt als Spielerentwickler und -förderer. Kwasniok hatte zwar von einer Auszeit gesprochen, doch soll er sich selbst schon gar nicht mehr so sicher darüber sein.
Es fehlt das richtige Match
Allerdings haben sich Baumgart und seine Art irgendwann auch abgenutzt. Der Coach kam bei den Fans gar nicht mehr so gut an, die Spieler rutschten von ihrer Hochphase in ein tiefes Loch und die Abwärtsspirale war nicht mehr aufzuhalten. Christian Titz steht ebenfalls für einen offensiven Fußball. Der Coach gilt als großer Freund des Ballbesitzfußballs, das Spiel nach vorne ist bei Titz sehr geradlinig. Dabei wünscht sich der Trainer spielerische Lösungen, auch unter Druck. Unter dem Offensivfußball leidet allerdings mitunter die Defensivarbeit. Titz gilt aktuell als einer der ganz heißen Anwärter. Der Fußball der SV Elversberg ist hochgradig attraktiv. Das hängt natürlich in erster Linie mit der individuellen Qualität der Offensive der Elv zusammen. Neben den spielerischen Mitteln liegt der Fokus von Horst Steffen vor allem auf einer hohen Intensität. Lange gab es Gerüchte um Borussia Mönchengladbach als Interessent, die sind vom Tisch. Der Ausgang der Relegation könnte aber auch Einfluss auf die Personalie haben.
Zuletzt wurde auch immer wieder der Name Urs Fischer als möglicher Trainer in den Ring geworfen. Zwar soll der Schweizer schon mal mit dem FC in Kontakt gestanden haben, aber ein richtiges Match wäre diese Zusammenkunft nicht. Fischer lässt meist aus einer stabilen Defensive spielen, ist kein großer Freund des Hauruck-Fußballs. Das muss kein Ausschlusskriterium sein, würde aber verwundern. Auf der anderen Seite könnte die ruhige Art des Coachs dem FC vielleicht gut tun. Zudem werden aktuell noch Christian Eichner und Bo Svensson gehandelt – allerdings mit Außenseiterchancen. Sandro Wagner ist kein Thema. Der wird mit dem FC Augsburg in Verbindung gebracht. Denn dort ist gerade erst Jess Thorup frei geworden. Der Däne könnte somit auch zu einer Option beim FC werden.
So oder so wird der Erfolg der Mannschaft in der kommenden Saison vor allem auch mit dem Kader zu tun haben. Und da müssen die Geißböcke nachlegen. Denn nach wie vor sind die Lücken, die Spieler wir Anthony Modeste oder Jonas Hector gerissen haben, nicht kompensiert worden.
Nach dem Aufstieg plant der FC für die neue Saison. Besonders in der Defensive soll frisches Personal her. Auf der Wunschliste von Sportboss Thomas Kessler stehen angeblich drei Namen ganz oben: Bernardo, Clemens Riedel und Jordan Torunarigha. Welcher Innenverteidiger passt am besten zu den Geißböcken?
Die Gerüchteküche brodelt bei den Kölnern. Und besonders in der Defensive muss der Aufsteiger nachlegen. Bei genauem Hinsehen stellt sich eine Frage besonders für den 1. FC Köln: Welcher Innenverteidiger passt am besten zu den Geißböcken?
Jordan Torunarigha, Clemens Riedel und Bernardo sollen auf der Liste des 1. FC Köln stehen (Fotos: Alex Grimm, Simon Hofmann, Stuart Franklin/GettyImages)
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Es ist offiziell: Thomas Kessler tritt die Nachfolge des ehemaligen Sportdirektors Christian Keller dauerhaft an. Dieser hatte dem Verein durch eine konsequente Haushaltsführung wirtschaftlich wieder festen Boden unter den Füßen verschafft und hinterlässt seinem Nachfolger ein deutlich aufgeräumteres finanzielles Umfeld. Doch viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt Kessler nicht. Der neue starke Mann am Geißbockheim steht vor einer Mammutaufgabe: Neben der Suche nach einem neuen Cheftrainer muss er vor allem einen Kader formen, der nicht nur erstligatauglich ist, sondern auch bereit für den Verbleib in die Bundesliga. Eine der dringendsten Baustellen ist die Innenverteidigung.
Zwar gelang es dem ehemaligen Trainer Gerhard Struber, das Defensivverhalten der Kölner im Saisonendspurt zu stabilisieren – am letzten Spieltag stellte der FC mit 42 Gegentoren immerhin die drittbeste Defensive der Liga, nur hinter Hannover 96 und Elversberg –, doch dieser Wert darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Auftritte der Kölner in der letzten Saison phasenweise desaströs wirkten. Ohne den überragend aufgelegten Marvin Schwäbe im Tor wäre die Gegentorbilanz wohl deutlich düsterer ausgefallen. In der ersten Liga, in der Angreifer wie Harry Kane, Patrik Schick oder Serhou Guirassy warten, wird man sich nicht erneut allein auf Schwäbe verlassen können. Am Geißbockheim ist man sich dessen bewusst und sondiert den Markt nach qualitativ hochwertiger, aber preisgünstiger Verstärkung für die Innenverteidigung. Bernardo, Clemens Riedel und Jordan Torunarigha sollen dabei ganz oben auf der Liste stehen. Doch welche Lösung passt am besten?
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Bernardo Fernandes da Silva Junior (VfL Bochum)
Nach dem Aufstieg in die Bundesliga sondiert der 1. FC Köln intensiv den Markt – und könnte nun auf einen echten Coup zusteuern: Der brasilianische Defensiv-Allrounder Bernardo ist ablösefrei zu haben. Der 30-Jährige stand zuletzt beim VfL Bochum unter Vertrag und wäre ein erfahrener Bundesliga-Spieler, der dem FC auf mehreren Positionen sofort weiterhelfen könnte. Bernardo ist ein Produkt des Red-Bull-Fußballimperiums. Nach ersten Stationen bei Grêmio Osasco Audax und Coritiba FC zog es ihn 2013 zu Red Bull Brasil. Über Umwege landete er 2016 beim FC Red Bull Salzburg und wurde bald darauf an RB Leipzig weitergereicht. Es folgten drei Jahre in der Premier League bei Brighton & Hove Albion, ehe er 2021 erneut in Salzburg anheuerte. Seit 2023 lief der Linksfuß für den VfL Bochum auf. Dort war er gesetzt und war fester Bestandteil der Mannschaft, die nach einer verkorksten Saison verdient abgestiegen ist.
Dennoch überzeugt Bernardo mit seiner Vielseitigkeit und Erfahrung. Typisch für die Clubs seiner Karriere war das Spiel gegen den Ball. Aggressives Pressing, schnelles Umschaltspiel, weniger Ballbesitz, mehr Wucht. Auch Hecking setzte auf eine ähnliche Spielidee. Besonders interessant ist, dass der Brasilianer variabel einsetzbar ist. Er kann in der Innenverteidigung, auf der linken Außenbahn und sogar im zentralen Mittelfeld spielen. Damit bringt er taktische Flexibilität und spielerische Qualität mit. Gerade im FC-Kader, in dem mit Dominique Heintz aktuell nur ein gelernter Linksfuß für den Spielaufbau aus der Tiefe zur Verfügung steht, wäre seine Verpflichtung ein echtes Upgrade. Sollte es Sportdirektor Thomas Kessler gelingen, Bernardo ans Geissbockheim zu holen, würde er nicht nur die Konkurrenz auf dem Transfermarkt ausstechen, sondern auch ein starkes Zeichen setzen. Mit erfahrenen, taktisch geschulten und flexibel einsetzbaren Spielern soll der direkte Wiederaufstieg gelingen.
Jordan Torunarigha (KAA Gent)
Eine weitere spannende Option für den FC ist Jordan Torunarigha, der sogar ablösefrei wäre. Der in Chemnitz geborene Spieler durchlief ab 2012 sämtliche Jugendmannschaften von Hertha BSC, feierte dort sein Profidebüt und entwickelte sich über Jahre hinweg zum Bundesliga-Spieler. Nach 16 Jahren in Berlin wagte er im Jahr 2022 den Sprung ins Ausland: Für drei Millionen Euro wechselte der 1,91 Meter große Innenverteidiger zum belgischen Erstligisten KAA Gent. Dort ist Torunarigha seitdem absoluter Leistungsträger: In der abgelaufenen Saison startete er in 22 von 25 Ligaspielen und kam auch in der UEFA Conference League und der Qualifikation regelmäßig zum Einsatz. Insgesamt stand er 144 Mal für Gent auf dem Platz – beeindruckende Zahlen für den physisch starken und spielintelligenten Verteidiger.
Besonders wertvoll ist, dass Torunarigha Linksfuß ist, spielstark im Aufbau, stark im Eins-gegen-eins und zudem auch als Linksverteidiger einsetzbar ist – eine Seltenheit im aktuellen FC-Kader. Trotz seines Alters von 27 Jahren bringt er noch Entwicklungspotenzial mit und verfügt über internationale Erfahrung. Er lief bereits für Nigerias A-Nationalmannschaft auf und zuvor für sämtliche deutsche Juniorenteams. Mit einem geschätzten Marktwert von 4,5 Millionen Euro wäre der ablösefreie Transfer ein Deal in der Gewichtsklasse einer möglichen Bernardo-Verpflichtung, zumal mit dem HSV und Borussia Mönchengladbach namhafte Konkurrenz auf den Innenverteidiger lauert.
Clemens Riedel (SV Darmstadt 98)
Der 1. FC Köln sucht Verstärkung für die Innenverteidigung und dabei wird ein Name immer lauter: Clemens Riedel. Der 21-Jährige hat in der abgelaufenen Zweitliga-Saison als Kapitän des SV Darmstadt 98 ein Ausrufezeichen gesetzt. Und das als jüngster Mannschaftsführer in allen drei deutschen Profiligen. Riedel stand in allen 33 Ligaspielen für die Lilien auf dem Platz und war dabei nicht nur Abwehrchef, sondern auch Antreiber. Mit seiner Ruhe am Ball, seiner Spielintelligenz und seinem präzisen rechten Fuß organisierte er das Spiel von hinten heraus, überwand mit klugen Pässen immer wieder die gegnerischen Linien und setzte Offensivkräfte wie Isac Lidberg oder Fraser Hornby gefährlich in Szene.
In Köln könnte Riedel die Nachfolge von Dominique Heintz antreten. Der 31-Jährige hat in der 2. Liga zwar überzeugt, dürfte bei höherem Tempo und stärkeren Gegnern aber an seine Grenzen stoßen. Auch bei Luca Kilian steht nach zwei Kreuzbandrissen ein dickes Fragezeichen. Und Joel Schmied, der im Winter aus der Schweiz zum 1. FC Köln kam, wird nach seinen Startproblemen beim 1. FC Köln nicht die erste Option in der 1. Liga ein. Der FC braucht eine stabile, zukunftsorientierte Lösung in der Innenverteidigung. Riedel wäre genau das. An der Seite von Timo Hübers könnte er ein neues Innenverteidiger-Duo formen: robust, ballsicher und mit Führungsqualitäten. Dass er bereits in jungen Jahren Verantwortung übernimmt, spricht Bände. Die geringe Verletzungsanfälligkeit des Talents gepaart mit enormem Entwicklungspotenzial lassen die kolportierten zwei Millionen Euro, die der FC laut Medienberichten investieren müsste, um die Ausstiegsklausel zu aktivieren, wie ein absolutes Schnäppchen erscheinen.
Worauf es ankommt
Natürlich hängt vieles davon ab, wie viel Verhandlungsgeschick und Überzeugungskraft Thomas Kessler an den Tag legt und wie realistisch es ist, dass der FC in allen Gesprächen die Nase vorn hat. Sollte ihm das gelingen, dürften Erstligaerfahrung und taktische Flexibilität in einem Kader, der sofort funktionieren muss, den Ausschlag geben. Doch auch ein Versprechen für die Zukunft wie Clemens Riedel hat seinen Reiz, besonders in einem Verein, der immer wieder junge Spieler geformt und groß gemacht hat. Am Ende muss Kessler nicht nur entscheiden, wer sportlich passt, sondern auch, welche Erwartungshaltung der FC an seine neue Abwehrsäule stellt. Soforthilfe oder Zukunftsprojekt? Erfahrung oder Entwicklung? Klar ist: Diese Entscheidung wird maßgeblich beeinflussen, ob der FC in der kommenden Saison in der Bundesliga stabil mitspielt.
Dass Friedhelm Funkel den FC in Zukunft nicht weiter trainieren würde, war eine wahrscheinliche Variante. Dass der Coach aber selbst den Geißböcken abgesagt hat, kam dann doch ein wenig überraschend rund um den 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zum Funkel-Aus.
Eine weitere Hängepartie wird es für den Coach nicht geben. Friedhelm Funkel hat dem FC abgesagt. Nun gibt es auch eine Reaktion vom 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zum Funkel-Aus.
Thomas Kessler spricht über das Aus von Friedhelm Funkel
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Schon seit einigen Tagen hielten sich hartnäckig die Gerüchte, dass Friedhelm Funkel bei den Gremien des 1. FC Köln nicht die volle Rückendeckung erhalten würde. Zwar gab es durchaus Befürworter, die weiter an dem Coach festgehalten hätten, dem Vernehmen nach gab es aber auch Kritiker oder Zweifler. Der 71-Jährige hat den Kölnern eine offenbar doch schwere Entscheidung abgenommen und in dem Auswahlverfahren für sich eine Reißleine gezogen. Gegenüber diversen Medien bestätigte der Coach mittlerweile, dass er für den FC nicht mehr zur Verfügung stehen würde und gab auch zu, ein wenig enttäuscht zu sein. Funkel soll sich am Mittag mit Thomas Kessler getroffen und über die Zukunft gesprochen haben. „Wir haben heute ein sehr offenes und respektvolles Gespräch mit Friedhelm Funkel geführt. Von Beginn an war der Austausch von großer Wertschätzung und Augenhöhe geprägt“, sagt der neue Sportdirektor Thomas Kessler.
Funkel sagt ab
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„Wir haben dabei transparent dargelegt, dass wir im Rahmen eines verantwortungsvollen Auswahlprozesses verschiedene Gespräche mit potenziellen Kandidaten führen. Friedhelm hat uns daraufhin mitgeteilt, dass er die Notwendigkeit eines solchen Prozesses für eine so wichtige Position absolut nachvollziehen kann, für sich jedoch entschieden hat, daran nicht teilzunehmen“, so der Sportchef weiter. „Für seine klare Haltung und seine Verdienste um den 1. FC Köln sind wir ihm sehr dankbar – daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.“ Funkel zog also die Reißleine. „Thomas Kessler sollte noch mit ein paar anderen Trainern sprechen. Und das dauert vielleicht noch sieben, acht, neun Tage. Da habe ich gesagt: Thomas, sei mir nicht böse, aber so lange warte ich nicht. Dann sage ich euch ab. Ich mache das schweren Herzens. Aber ich wollte mich nicht hinhalten lassen“, sagte der 71-Jährige gegenüber der Bild.
Damit sind die Weichen also endgültig auf einen neuen Trainer gestellt. Für Kessler wird es die erste große Bewährungsprobe. Zahlreiche Namen werden gehandelt. Für Funkel könnte sich aber vielleicht noch ein Job in anderer Funktion anbieten. „Wir haben vereinbart, im engen Austausch zu bleiben, um gemeinsam zu überlegen, in welcher Form Friedhelm seine Expertise auch künftig beim FC einbringen kann“, so Kessler weiter. Doch Funkel würde gerne als Trainer weitermachen. „Meine Trainerkarriere ist damit nicht beendet. Ich fühle mich dazu einfach zu fit“, sagte der 71-Jährige dem „Kölner Stadt-Anzeiger„.
Friedhelm Funkel wird nicht Trainer des 1. FC Köln bleiben, das bestätigte der Trainer gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Sportdirektor Thomas Kessler muss einen neuen Coach finden. Es gibt bereits einige Favoriten.
Die Hinweise hatten sich schon am Mittwoch verdichtet. Nun folgte aber eine etwas überraschende Variante: Friedhelm Funkel wird nicht Trainer des 1. FC Köln bleiben. Aber: Das bestätigte der Coach gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Heißt, offenbar hat dem Trainer die Hängepartie missfallen.
Friedhelm Funkel wird den FC nicht weiter trainieren (Foto: Alexander Hassenstein/GettyImages)
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Am Mittwochabend hatte Friedhelm Funkel noch einmal beteuert, wie gerne er beim FC bleiben, die Mannschaft weiter trainieren und in der Bundesliga begleiten würde. Daraus wird allerdings nichts. Funkel hat seine Mission bei den Geißböcken erfüllt und wird in der Funktion des Trainers abgelöst. „Ich habe mir die Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht. Ich wäre sehr gerne FC-Trainer geblieben. Aber so macht es leider keinen Sinn“, sagte der Coach gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und betonte, dass er „nicht die 100-prozentige Zustimmung in den Gremien gespürt“ habe. Eine Nachfolge ist bekanntlich noch nicht gefunden. Thomas Kessler ist nun mit der Aufgabe betraut, einen neuen Coach zu präsentieren.
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„Ich hätte die Aufgabe sehr gerne gemacht“
Funkel hatte den FC bekanntlich zwei Spieltage vor Saisonende übernommen. Nach dem 1:1 gegen den bereits abgestiegenen SSV Jahn Regensburg hatten die Kölner Verantwortlichen die Reißleine gezogen und Trainer Gerhard Struber entlassen. Da Sportdirektor Christian Keller diese Entscheidung nicht mittragen wollte, musste auch der 46-Jährige gehen. Funkel gab der Mannschaft wieder Selbstvertrauen und ganz offensichtlich auch eine gewisse Leichtigkeit, die das Team durch das Saisonfinale führte. Als Zweitligameister kehrt der FC nun zurück in die Bundesliga. Auch aufgrund seiner besonnenen und freundlichen Art hatten sich viele Spieler für den Trainer ausgesprochen. Zuletzt auch Eric Martel noch einmal bei der Vorstellung des U21-Kaders für die anstehende Europameisterschaft.
Doch hinter den Kulissen gab es im Verein eben nicht nur Befürworter. Im Gegenteil, in den entscheidenden Gremien soll es eine Mehrzahl von Zweiflern gegeben haben, die Funkel den Job in der Bundesliga-Saison so nicht zugetraut haben. Schon am vergangenen Montag hatte Philipp Türoff betont, dass es nun eine ganz andere Aufgabe sei. Die neutrale Art ließen zumindest die Frage aufkommen, ob Funkel den hundertprozentigen Rückhalt beim FC spüre. „Thomas Kessler hätte das sicher gerne mit mir gemacht, aber er ist erst seit Freitag offiziell Sportdirektor und kann das natürlich nicht alleine entscheiden. Ich hätte die Aufgabe sehr gerne gemacht und habe auch sehr viel Rückhalt bei der Mannschaft und bei den tollen Fans gespürt, in den Gremien und beim Präsidenten sieht es aber offenbar etwas anders aus. Das ist schade, aber leider ist es nun einmal so“, so Funkel.
Auch gegenüber dem „Kicker“ äußerte sich der Trainer. „Ich werde nicht noch einmal sieben bis neun Tage warten, ehe sich eine Mehrheit für mich oder einen anderen Trainer ergibt. Die Leute wissen, was ich kann, was ich nicht kann und wie ich Stadt und Vereine kenne. Wenn das jetzt dafür reicht, dann ist das eben so“, so Funkel. Nun soll schnellstmöglich ein neuer Trainer gefunden werden. Und dabei fällt immer häufiger ein doch bekannter Name: Urs Fischer soll mittlerweile recht gute Karten haben. Schon zur Vorstellung von Friedhelm Funkel hatte die RTL-Gruppe von Gesprächen zwischen dem FC und Fischer berichtet. Der ehemalige Coach von Union Berlin solle sogar schon seine Bereitschaft erklärt haben, hieß es in der Meldung. Der FC gab damals an, dass man sich voll und ganz auf den Aufstieg konzentriere und keine Namen kommentieren werde. Schon bald wird aber ein Name kommuniziert werden.
Die FC-Verantwortlichen rüsten weiter den Kader für die kommende Saison auf. Die Frauen des 1. FC Köln verpflichten Lydia Andrade. Die 26-Jährige kommt von RB Leipzig zum FC und hat einen Vertrag bis 2027 unterschrieben.
Während bei den Herren die Gerüchteküche gerade zu brodeln beginnt, geht das Aufrüsten bei den Fußballerinnen der Geißböcke in die nächste Runde. Die Frauen des 1. FC Köln verpflichten Lydia Andrade und damit bereits die sechste Spielerin.
Lydia Andrade im Zweikampf (Foto: Inaki Esnaola/GettyImages)
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Bei den Frauen des FC besteht offenbar schneller Handlungsbedarf. Der Verein gab am Mittag bereits die sechste Neuverpflichtung für die kommende Saison bekannt. Lydia Andrade wechselt zum 1. FC Köln und wird den Kader weiter verstärken. Die Angreiferin kommt von RB Leipzig. „Lydia Andrade ist eine Spielerin, die durch ihr Tempo unserem Offensivspiel mehr Möglichkeiten verleiht. Sie kennt die Bundesliga durch die vergangenen drei Jahre bereits bestens und wird die Qualität unseres Kaders weiter erhöhen“, sagt Nicole Bender-Rummler. Andrade debütierte im Alter von 20 Jahren beim FC Zürich, spielte in der Schweiz auch Champions League und gewann dort auch Meisterschaft und Pokal. Zur Saison 2022/23 wechselte die Stürmerin zum SV Meppen und ein Jahr später zu RB Leipzig.
„Köln ist ein toller und ambitionierter Verein“
„Köln ist ein toller und ambitionierter Verein mit guten Möglichkeiten. Für meine Entwicklung bedeutet der FC nochmal einen riesigen Schritt nach vorne. Ich freue mich schon sehr auf meinen neuen Club, auf die Stadt und auf die FC-Fans“, sagt die 26-Jährige, die für Leipzig 59 Mal in der Bundesliga auflief. Bei RB läuft der Vertrag in diesem Sommer aus, der Abgang stand schon seit einigen Wochen im Grunde fest, nur über das Ziel war spekuliert worden. Andrade ist seit April 2024 auch Nationalspielerin der Schweiz, bestritt mittlerweile fünf Länderspiele für den Nachbarn. Der FC hat offenbar viel vor. Andrade ist bereits die sechste Neuverpflichtung und dazu erneut eine mit internationaler Erfahrung. Neben Marina Hegering, Lisa Schmitz, Merle Hokamp und Ella Touon haben die Geißböcke zuletzt Pauline Bremer verlpflichtet.
Die Frauen des 1. FC Köln schlossen die vergangene Saison auf einem am Ende doch enttäuschenden 10. Tabellenplatz ab. In der kommenden Saison will die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson deutlich besser abschneiden.
Rüstet der FC für den Kölner Nachwuchs beim Nachbarn nach? Der 1. FC Köln ist offenbar an Othniël Raterink interessiert. Das melden niederländische Medien. Der Rechtsverteidiger stand am vergangenen Sonntag beim Endspiel um die U19-Meisterschaft auf dem Platz.
Am Sonntag kassierte der Rechtsverteidiger eine bittete Niederlage gegen die Geißböcke, in der kommenden Spielzeit könnte er für die Rheinländer auflaufen. Der 1. FC Köln ist offenbar an Othniël Raterink interessiert. Das meldet das niederländsiche Online-Portal „fcupdate.nl“. Allerdings sind die Kölner nicht alleine im Buhlen um den 19-Jährigen.
Othniël Raterink steht angeblich auf der Liste des 1. FC Köln (Foto: Fabio Deinert/Getty Images for DFB)
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Am Ende hatte es im eigenen Stadion gegen den 1. FC Köln nicht gereicht. In einem packenden Finale unterlag Leverkusen den Geißböcken 4:5, die Schale wanderte zum FC. Einer der Leidtragenden: Othniël Raterink. Der 19-Jährige spielt seit dieser Saison für die Werkself, ist Stammspieler gilt als großes niederländisches Talent. Nicht umsonst hatte Bayer den Rechtsverteidiger zu Beginn der Saison von De Graafschap ausgeliehen. Dort feierte der Niederländer schon in der vergangenen Spielzeit sein Profidebüt. Auch in Leverkusen trainierte der 19-Jährige unter Xabi Alonso ab und an bei den Profis, stand sogar gegen Carl Zeiss Jena in der ersten Runde des DFB-Pokals im Kader. Raterink lief für die U19 der Werkself 20 Mal in der Liga und sechs Mal in der Youth League auf.
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FC an Youngster interessiert
Eigentlich soll der Niederländer im Sommer zu De Graafschap zurückkehren. Allerdings hat der Rechtsverteidiger das Interesse weiterer Clubs geweckt. Wie das niederländische Online-Portal fcupdate.nl berichtet, ist neben Bayern München auch der FC an einer Verpflichtung des Spielers für die Nachwuchsakademie interessiert. Möglicherweise auch als Reaktion auf den Abgang von Justin von der Hitz. Der Rechtsaußen verlässt die Geißböcke bekanntlich Richtung Nürnberg und hatte sich erst in den vergangenen Tagen mit einer emotionalen Botschaft von den Fans der Geißböcke verschafft. Allerdings sollen dem Vernehmen nach auch andere Clubs, sogar internationale Vereine, auf den jungen Niederländer aufmerksam geworden sein. In der Vergangenheit wollte PSV Eindhoven den Spieler schon fest verpflichten. Es dürfte also noch weitere Anfragen geben.
Da Leverkusen über keine Reserve verfügt, ist ein Verbleib sehr unwahrscheinlich. Raterink müsste dann in den Profikader aufrücken. Ob dort ein Platz für den Niederländer frei ist, gilt als unwahrscheinlich. Während für die Profis nur die Verpflichtungen der El-Mala-Brüder feststehen, gibt es bei den Frauen und im Nachwuchs zahlreiche Neuzugänge.