Nach Lemperle-Ausfall: So startet der FC gegen den HSV
Simon Bartsch
Zwar ist die Verletzung keine schlimme, dennoch reicht es für Tim Lemperle nicht. Der Angreifer verpasst das Duell gegen den Hamburger SV und damit die dritte Begegnung in Folge. Als Offensivkraft drängte sich zuletzt Luca Waldschmidt auf – allerdings nicht als Lemperle-Alternative. Am Samstagabend kommt es zum Duell gegen den HSV: So könnte der 1. FC Köln spielen.
Für die beiden Neuverpflichtungen des FC geht es am ersten Liga-Arbeitstag nach Hamburg. Auch für Coach Gerhard Struber ist es das erste Mal im Volksparkstadion beim Duell gegen den HSV: So könnte der 1. FC Köln spielen.
Denis Huseinbasic im Duell gegen den HSV. (Foto: Christof Koepsel/Getty Images)
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Im Gegensatz zu seinem Vor-Vorgänger Steffen Baumgart ist Gerhard Struber alles andere als ein offenes Buch was seine Aufstellung angeht. Zumindest plaudert der Österreicher nicht gerne, vor allem aber nicht offen über seine Startelf. Die Überraschungen halten sich dann aber wiederum meist in Grenzen. Der Coach hat seine Stammelf gefunden und nach den Erfolgen in der Hinrunde keinen großen Grund, die eigentliche Stammformation umzuändern – abgesehen von den Neuzugängen. Jusuf Gazibegovic wird direkt ein der Startelf stehen, bei Joël Schmied wollte der Trainer sich noch nicht festlegen. Allerdings gab der Coach wiederum sehr offen zu, warum der neue Abwehrspieler nur vielleicht in der Anfangsformation stehen würde. Struber wollte abwarten, wie es um seine angeschlagenen Spieler steht.
Wie stellt Struber die Offensive auf?
Am Freitagnachmittag gab es dann ein wenig mehr Gewissheit. Und obwohl der Coach keine komplett guten Nachrichten im Gepäck hatte, waren die Chancen für einen Startelf-Einsatz des neuen Abwehrspielers nicht gestiegen. Zwar trat Tim Lemperle die Reise nach Hamburg nicht mit an, dafür aber Dejan Ljubicic. Beide Akteure hatten sich am Dienstag im Testspiel gegen Viktoria Köln muskuläre Verletzungen zugezogen und mussten vom Platz. Immerhin keine strukturellen Verletzungen, wie der FC mitteilte. Struber hatte dennoch angekündigt, kein Risiko eingehen zu wollen. Das scheint bei Lemperle wiederum zu groß gewesen sein. Nun bleibt es bei Dejan Ljubicic auf der Sechs. Damit steht Eric Martel wieder in der Innenverteidigung und Schmied sitzt zunächst auf der Bank.
Auf der linken Seite hat sich Leart Pacarada festgespielt. Für den verletzten Tim Lemperle läuft Damion Downs auf, der Stürmer ist aktuell der zweitbeste Torjäger der Geißböcke. Mit seinen drei Torbeteiligungen gegen Viktoria Köln hat sich auch Luca Waldschmidt in die Startelf gespielt, dafür sitzt Florian Kainz zunächst auf der Bank.
Gut möglich also, dass Waldschmidt für Florian Kainz oder Linton Maina in die Startelf rotiert. Dann würde Struber wohl doch auf Downs in der Spitze setzen.
Der 1. FC Köln braucht die stabile Abwehr, denn es wartet die gefährlichste Offensive der Liga
Simon Bartsch
39 Tore, die beste Chancenverwertung, die größte Gefahr bei Ecken, die meisten Kontertore – der HSV überzeugt in zahlreichen Statistiken. Und ausgerechnet in der vergangenen Wochen schwächelte die sonst so sichere Kölner Hintermannschaft. Das muss sich schnell ändern. Der 1. FC Köln trifft nun nämlich auf die stärkste Offensive der Liga.
Wirklich rund lief es in der vergangenen Woche nicht in der Hintermannschaft der Geißböcke. Gerade das Prunkstück der vergangenen Spieltag schwächelte. Ein schlechter Zeitpunkt. Denn der 1. FC Köln trifft nun auf die stärkste Offensive der Liga,
Eric Martel verteidigt gegen den Hamburger SV. (Foto: Christof Koepsel/GettyImages)
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Zufrieden konnte Gerhard Struber mit den jüngsten Auftritten seiner vermeintlichen A-Startelf nun wahrlich nicht sein. Der Trainer der Geißböcke musste gleich zwei Mal innerhalb weniger Tage mit ansehen, wie das eigentliche Prunkstück seiner Mannschaft ins Schwimmen geriet. Seit dem zehnten Spieltag, einem bitteren Abend im Oktober, haben die Geißböcke in der Liga nur noch drei Gegentore kassiert. Struber hatte sich anschließend zur Dreierkette durchgerungen, die Defensive mit mehr Erfahrung gestärkt und so eine überraschende Defensiv-Stärke herausgekramt. Waren die Auftritte seiner Hintermannschaft bis zu jenem Wochenende durchaus mit dem Begriff vogelwild zu beschreiben, prägte in den vergangenen Wochen das Wort „stabil“ die Redensweise der Kölner Verantwortlichen und Spieler.
Selke und Königsdörffer mit von der Partie
Nun aber offenbarte die FC-Defensive aber in den Testspielen gegen den FC Lugano und auch gegen Viktoria Köln erstaunliche Schwächen. Vier Tore kassierte die vermeintliche A-Elf, die bekanntlich ab dem 1. Januar von einem Champions-League-Teilnehmer verstärkt wurde, innerhalb von zwei Halbzeiten. Die erste Halbzeit gegen Lugano waren eigentlich viel mehr zwei Viertel und die Spielzeit betrug 60 Minuten. Dennoch: Vier Gegentreffer in insgesamt 105 Spielminuten sind für eine Mannschaft, die sich schon wieder auf dem Weg Richtung Bundesliga sieht, zu viel. Nicht umsonst fand Struber nach beiden Begegnungen ungewohnt deutliche Worte. Und das war angesichts des überschaubaren Stellungspiels, gepaart mit unerklärlichen Patzern alles andere als überraschend. Denn Struber weiß natürlich, was am Samstagabend da auf die Kölner zurollt.
Der HSV stellt nun mal die gefährlichste Offensive der Liga. 39 Tore haben die Rothosen in dieser Spielzeit bereits erzielt. Der SV Darmstadt kommt immerhin auf 36, hat aber seit Freitagabend auch eine Begegnung mehr absolviert (2:2 gegen Düsseldorf). Für die starke Torausbeute benötigen die Hamburger im Schnitt die wenigsten Versuche. Jeder sechste Schuss sitzt – Liga-Bestwert. Und das ist in der Offensive nicht der einzige. Der HSV schlägt die meisten erfolgreichen Flanken, hat die meisten Tore per Kopfball erzielt, die meisten Tore nach Kontern erzielt und ist am gefährlichsten bei Ecken. Kurzum, Hamburg stellt die gefährlichste Offensive der Liga. Und mit Davie Selke und Ransford Königsdörffer und Davie Selke zwei Top-Torjäger der aktuellen Spielzeit. Die beiden Angreifer wurden vor der Begegnung gegen den FC rechtzeitig fit. Und gerade Selke wird sicherlich besonders ambitioniert gegen seinen Ex-Club auflaufen.
„Ich war nicht verärgert, sondern eher ein Stück weit enttäuscht“
Aber mit Jean-Luc Dompé und Miro Muheim warten noch zwei überragende Vorlagengeber. Der Frust nach den durchwachsenen Leistungen seiner Mannschaft war bei Struber angesichts der drohenden Offensivgefahr durchaus verständlich. „Ich war nicht verärgert, sondern eher ein Stück weit enttäuscht von dieser ersten Halbzeit. Die war einfach nicht auf dem Niveau, wie wir uns das gemeinsam vorstellen“, sagte der Trainer nach dem Duell gegen die Viktoria. „Da gilt es einfach darüber zu reden, die Dinge dann zu verbessern. Da haben wir am Samstag eine große Chance unter Beweis zu stellen, dass wir stabil sind, dass wir bereit sind, auch gegen so einen großen Gegner dort alles zu unternehmen, um drei Punkte zu entführen.“ Eine Begegnung wie im Hinspiel ist dabei nicht erwarten. Der HSV überließ den Kölnern damals den Ball, stand tief und setzte blitzschnelle Konter. Vermutlich werden sich die Rothosen nun wieder mehr ins Spiel einbringen.
Und der FC wird sich auf die Defensivarbeit konzentrieren müssen – das Erfolgsrezept der vergangenen Spieltage. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die vergangenen Gegner nicht alle eine überragende Offensivkraft entwickelten. Das wird am Samstagabend anders sein. Insofern wird schon der Liga-Auftakt ein erster Gradmesser, in welche Richtung es gehen kann.
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Der 1. FC Köln und mindestens acht Konkurrenten – wer steigt auf? Unsere Einordnung
Redaktion
Am Freitag ist es so weit. Die Rückrunde der 2. Bundesliga beginnt. Für den 1. FC Köln steht direkt das schwere Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV an. Es ist der Auftakt in eine Saisonhälfte, in der sich die halbe Liga berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen kann. Das sind die Konkurrenten des 1. FC Köln im Aufstiegskampf.
Die 2. Bundesliga ist wohl so spannend wie nie zuvor. Den Spitzenreiter Köln und den Tabellenneunten aus Kaiserslautern trennen gerade einmal fünf Zähler. Da noch 17 Begegnungen zu spielen sind, ist auch noch lange nichts entschieden. Das sind die Konkurrenten des 1. FC Köln im Aufstiegskampf.
Der 1. FC Köln hat ein hartes Stück arbeit vor sich.
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1. FC Köln – 31 Punkte Nach anfänglichen Problemen und dem Tiefpunkt gegen den SC Paderborn (1:2) kehrten die Kölner nach einer Systemumstellung, aber auch einigen personellen Veränderungen in die Erfolgsspur zurück. Besonders die neu gewonnene Defensiv-Stabilität ist wohl einer der Hauptpunkte für den Umschwung am Geißbockheim. Seit Ende Oktober sind die Kölner in der Liga ungeschlagen und kletterten dadurch auf Platz eins in der Tabelle. Mit Jusuf Gazibegovic und Joël Schmid haben sich die Kölner qualitativ nochmal verstärkt. Besonders Gazibegovic dürfte ein Upgrade für die Rechtsverteidigerposition sein, auf der in der Hinrunde regelmäßig Offensiv-Akteur Jan Thielmann aushelfen musste. Der Bosnier sammelte in dieser Saison bereits Erfahrung in der Champions League und machte dabei deutlich, dass er mehr Qualität als für die zweite Liga hat.
Von den Namen her haben die Kölner den wohl qualitativ hochwertigsten Kader. Dennoch sollte der FC keinen Gegner unterschätzen. Gerade im Sturm fehlen vielleicht noch Alternativen. Doch auch wenn der FC nicht mehr aktiv wird und weiter die Defensiv-Stabilität an den Tag legt, dürfte der Aufstieg nur über das Team von Gerhard Struber führen.
Mindestens acht Verfolger
Karlsruher SC – 29 Punkte
Nach einem hervorragenden Saisonstart und einer zwischenzeitlichen Ergebniskrise verabschiedeten sich die Karlsruher mit zwei Siegen in die Winterpause. Mit der Hinrunde dürften sowohl Christian Eichner als auch die Fans des KSC sehr zufrieden sein. Besonders in der Offensive zeigten die Badener ansprechende Leistungen. Vor allem Top-Torjäger Budu Zivzivadze konnte überzeugen. Der Georgier verließ den Club jedoch im Winter und wurde nun durch Mikkel Kaufmann ersetzt. Durch den Verlust des Stürmers haben die Karlsruher nicht nur ihre absolute Lebensversicherung verloren, sondern auch den Publikumsliebling. Jetzt muss man sehen, wie der Ersatz einschlägt und schnell integriert werden. Sollte dies nicht gelingen, ist es gut möglich, dass es am Wildpark eine weitere Saison in der zweiten Liga gibt.
Hamburger SV – 28 Punkte
So wie die Spielzeiten zuvor ist auch diese kein Selbstläufer für den ehemaligen Bundesliga-Club. Nach sehr schwankenden Leistungen gab es beim HSV bereits einen Trainerwechsel. Merlin Polzin übernahm für Steffen Baumgart, der in seiner Amtszeit keine positive Entwicklung herbeiführen konnte. Besonders bitter ist der Ausfall von Torjäger Robert Glatzel, auf den die Rothosen noch länger verzichten müssen. Unter Polzin holten die Hamburger aus vier Spielen acht Punkte. Eine wirkliche Verbesserung im Spiel war jedoch auch unter ihm bislang nicht zu erkennen. Dass der Kader der Hanseaten über viel Qualität und Potenzial verfügt, ist unumstritten. Gelingt es dem Trainer, die Mannschaft an ihr Maximum zu bringen, sind die Hamburger neben den Kölnern der zweite Topfavorit für den Aufstieg in die erste Liga.
Überraschungsteams rechnen sich Chancen aus
SV 07 Elversberg – 28 Punkte
Die größte Überraschung in dieser Saison ist eindeutig die SV Elversberg. Die Saarländer sind mit 28 Punkten voll im Kampf um den Aufstieg dabei. An ihr eigentliches Saisonziel, nämlich den Klassenerhalt, kann die Elv so gut wie einen Haken machen. Zwischenzeitlich stand das Team sogar auf Platz eins und konnte viele andere Spitzenteams ärgern. Besonders die beiden Offensivspieler Fisnik Asllani und Muhamed Damar sorgten für teils hervorragende Leistungen. Im Vergleich zu den anderen Mannschaften besitzen die Saarländer zwar vom Namen her weniger Qualität, stellen jedoch im Hinblick auf die Bereitschaft und den Einsatz einige Mannschaften in den Schatten. Am Ende dürfte es für das Team von Horst Steffen dennoch schwierig werden, in die Bundesliga aufzusteigen.
1. FC Magdeburg – 28 Punkte
Besonders auswärts konnten die Magdeburger in dieser Saison überzeugen. In neun Spielen holte das Team von Christian Titz 22 Punkte und steht damit auf Platz eins in der Auswärtstabelle. Ganz anders sieht es bei den Heimspielen der Sachsen aus. Hier ist der FCM noch sieglos und wartet seit fast einem Jahr auf einen Sieg vor heimischem Publikum. Unter Titz spielen die Blau-Weißen den wohl attraktivsten Fußball der Liga, der sehr stark auf Dominanz und Ballbesitz ausgerichtet ist. Das Problem sind häufig individuelle Fehler, die in der Hinrunde einige Punkte kosteten und damit eine noch bessere Situation zur Winterpause verhinderten. Sollten die Magdeburger ihre individuellen Fehler abstellen und auch mal zu Hause drei Punkte holen, sind auch sie ein ganz heißer Kandidat für die Top-Drei der Liga.
Konkurrenten rüsten auf
SC Paderborn 07- 28 Punkte
Genau wie die SV Elversberg gehört auch der SC Paderborn zu den positiven Überraschungen dieser Saison. Das Team von Lukas Kwasniok zeigte konstant gute Leistungen und rückte dadurch sogar auf Platz eins in der Tabelle vor. Vor der Winterpause ging den Ostwestfalen die Leichtigkeit ein wenig verloren. Genau wie beim 1. FC Magdeburg haben sich die Paderborner häufig durch individuelle Fehler um wertvolle Punkte gebracht. Kwasniok äußerte daher vor der Winterpause starke Kritik an seiner Mannschaft. Die Verantwortlichen reagierten sofort und verpflichteten mit Marvin Mehlem und Casper Terho zwei Spieler, die die Qualität in der Mannschaft anheben. Vor allem Mehlem scheint ein großer Gewinn. In der vergangenen Saison spielte der Spieler mit Darmstadt 98 in der Bundesliga und war dort trotz des Abstiegs einer der wenigen Lichtblicke der Lilien. Sollten die Paderborner ihre Konstanz aus den ersten Spielen wiederfinden und die Neuzugänge einschlagen, sollte man den SCP im Aufstiegskampf auf keinen Fall unterschätzen.
Hannover 96 – 27 Punkte
Hannover 96 sorgte in der Winterpause für eine große Überraschung. Die Niedersachsen entließen Trainer Stefan Leitl und verpflichteten dafür Andre Breitenreiter. Dieser Wechsel war nicht wirklich vorhersehbar, könnte aber der entscheidende Impuls für den Aufstieg in die erste Liga sein. Vom Kader her sind die Hannoveraner deutlich besser besetzt, als es der aktuelle Platz vermuten lässt. Mit Jessich Ngankam, Marcel Halstenberg und Havard Nielsen hat der aktuelle Siebte drei Spiele im Kader, die bereits gezeigt haben, dass sie zu gut für die zweite Liga sind. Damit der Aufstieg wirklich gelingen wird, verstärkten sich die 96 in dieser Transferperiode mit zwei sehr spielstarken und robusten Defensivspielern. Mit den Transfers von Kenneth Schmidt sowie Boris Tomiak vom 1. FC Kaiserslautern sorgten die Verantwortlichen für eine qualitativ hochwertige Breite im Kader. Sollte es Breitenreiter gelingen, die Konstanz ins Team zurückzubringen, dürfte Hannover bis zum Ende ganz oben mitspielen.
Findet Düsseldorf wieder in die Spur?
Fortuna Düsseldorf – 26 Punkte
Nach der verlorenen Relegation startete die Fortuna sehr stark in die neue Saison. Die Offensive konnte den Abgang von Top-Torjäger Christos Tzolis auffangen, während die Defensive die gewohnte Stabilität auf den Platz brachte. Diese ging den Düsseldorfern im Verlauf der Hinrunde verloren. In vielen Spielen kassierte die Fortuna zu einfache Gegentore. Ein positives Signal. Die Verantwortlichen verlängerten trotz der teils ungenügenden Leistungen mit Trainer Daniel Thioune, der die Fortuna von einem Abstiegskandidaten zu einem sehr guten Zweitligisten entwickelte. Dadurch soll die Kontinuität in den nächsten Jahren fortgeführt werden, um als Verein weiterzuwachsen. Um noch mehr Qualität und Breite in der Offensive zu haben, verpflichteten die Rheinländer Moritz-Broni Kwarteng vom VfL Bochum. Wenn die Fortuna wieder zu ihrer alten Form zurückfindet und die anderen Teams ein wenig schwächeln, ist mit den Fortunen auf jeden Fall zu rechen.
1. FC Kaiserslautern – 26 Punkte
Die Pfälzer spielen bislang eine sehr solide Runde. Nach der komplizierten Vorsaison zeigt die Richtung unter Markus Anfang nun wieder nach oben. Die Lauterer konnten sich trotz der immer wieder auftretenden Verletzungen und damit verbundenen Ausfällen ihres Stürmers Ragnar Ache kontinuierlich weiterentwickeln. Die Mannschaft von Anfang zeigte spielerisch gute Leistungen. Mit Boris Tomiak verloren die Pfälzer einen sehr wichtigen Spieler an den Konkurrenten Hannover 96. Der Verlust des Defensivspielers ist für den Verein sehr schmerzhaft, da er ein echter Führungsspieler im Team war. Ob die Verantwortlichen einen Ersatz verpflichten, ist bislang nicht klar. Im Aufstiegskampf dürfte dem 1. FC Kaiserslautern eher eine Außenseiterrolle zukommen, da die Qualität der Konkurrenten zu groß ist. Zumal auch Ragnar Ache den Verein noch verlassen könnte.
Am Ende des Tages würde es aber auch nicht verwundern, wenn selbst der formstarke SV Darmstadt dann wieder ein Wörtchen mitreden will.
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Der Poker um Jonas Urbig ist voll im Gange – die Seiten fallen durch Gelassenheit auf
Simon Bartsch
Zunächst waren es Spekulationen, mittlerweile ist es ein Poker um Jonas Urbig. Der FC Bayern München will den Keeper möglichst schnell haben, der FC eine aus Kölner Sicht marktgerechte Ablöse. Eine Lösung soll schnell herbei geführt werden. Doch es herrscht Gelassenheit beim 1. FC Köln: So ist der Stand bei Jonas Urbig.
Am Samstagabend wird Jonas Urbig wohl noch einmal Platz auf der Bank der Geißböcke nehmen. Doch möglicherweise zum letzten Mal. Die Bayern wollen den Keeper, der FC ist bereits den Spieler abzugeben. Doch noch gibt es keine Einigung zwischen dem Rekordmeister und dem 1. FC Köln: So ist der Stand bei Jonas Urbig.
Wie lange bleibt Jonas Urbig noch beim 1. FC Köln?
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Am Freitagmittag bat FC-Trainer Gerhard Struber seine Spieler zum Abschlusstraining vor der Begegnung gegen den Hamburger SV am Samstagabend (20.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com). Mit von der Partie natürlich Jonas Urbig. Warum auch nicht, der Keeper ist nach wie vor Spieler der Geißböcke und somit Teil des Kaders, weiterhin die Nummer zwei. Die Reise in den Norden des Landes wird der Keeper also mit antreten, bevor es für den 21-Jährigen dann mittelfristig wohl eher Richtung Süden geht. Der FC Bayern München macht ernst, reagiert auf die Verletzung von Ersatzkeeper Daniel Peretz mit einem Vorstoß, Urbig schon jetzt an die Säbener Straße zu holen. Als die Meldung vor einigen Monaten erstmals aufploppte, schwang bei vielen Fans ein wenig Skepsis mit, nun aber wird es ernst.
Kessler gibt sich gelasssen
Die Zeichen stehen schon sehr auf Abschied. Die Bayern wollen den Keeper, der Torhüter will zum Rekordmeister, der FC ist grundsätzlich bereit, den 21-Jährigen auch abzugeben. Es könnte also alles sehr einfach sein. Wenn da nicht der Poker um die Ablöse im Hintergrund stattfinden würde. Grundsätzlich finden bereits Verhandlungen statt. Allerdings liegen die beiden Seiten dem Vernehmen nach noch deutlich auseinander. Und beide Verhandlungsseiten gelten als sehr konsequent. Die Bayern sollen dem FC bereits ein erstes Angebot von rund fünf Millionen Euro plus Boni in einem ähnlichen Bereich unterbreitet haben, sind mit dem ersten Vorstoß aber gescheitert. Die Forderungen der Kölner bewegen sich wohl in einem anderen Regalfach. Über die Höhe gibt es unterschiedliche Angaben oder Vermutungen.
Der TV-Sender Sky berichtet aktuell von acht Millionen Euro, plus Boni. Aktuell wird der Marktwert des Spielers von dem Online-Portal transfermarkt.de auf drei Millionen Euro geschätzt. Allerdings auch, weil der Keeper in der 2. Bundesliga auf der Bank sitzt. Mit einem Wechsel zu den Bayern und mehr Spielzeit würde der Wert steigen. Genauso wie eine positive Entwicklung in den kommenden Jahren. Und das Potenzial soll ein besonders großes sein. Verständlich also, dass die Kölner mehr als fünf Millionen Euro fordern. Zumal der Vertrag des Torwarts noch anderthalb Jahre läuft und die Kölner um das Begehren der Bayern angesichts der Verletzung von Peretz natürlich wissen. Insofern gab sich Thomas Kessler auch auffallend gelassen am Donnerstag: „Es gibt keinen Grund einen Spieler auf Biegen und Brechen zu transferieren. Er hat bei uns Vertrag. Ich gehe heute davon aus, dass Jonas unser Spieler bleibt“, so der ehemalige Keeper.
Kessler: “Es gibt keinen Grund einen Spieler auf Biegen und Brechen zu transferieren“
Dabei besteht auch bei den Bayern kein besonders dringender Handlungsbedarf. Der FCB verfügt mit Sven Ulreich über einen starken Ersatzkeeper, würde im Zweifel wieder für Manuel Neuer einspringen können. Und so geben sich auch die Bayern eher gelassen. „Bei mir ist es relativ simpel: Das Leben ist kein Konjunktiv, sondern die Wahrheit. Und die Wahrheit ist, dass Jonas Urbig Spieler beim 1. FC Köln ist. Wenn irgendwann Entscheidungen darüber gefallen sind, können wir gerne darüber reden“, sagte Max Eberl am Freitag. Wie „Sky“ berichtet, sind die Bayern bereit, an eine Schmerzgrenze von 6,5 bis sieben Millionen Euro fix zu gehen. So weit liegen die Clubs also nicht mehr auseinander. Spätestens bis zum Deadline Day soll der Deal über die Bühne gebracht sein. Die Verhandlungen laufen jedenfalls.
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Vorfreude und Anspannung bei Gerhard Struber und dem 1. FC Köln vor dem HSV-Duell
Daniel Mertens
Die Mission Aufstieg führt den 1. FC Köln am Samstagabend an die Alster zum Hamburger SV. Der FC will Revanche für das unglücklich verlorene Hinspiel nehmen und die Tabellenführung im Topspiel verteidigen. Dabei stehen allerdings noch Fragezeichen hinter dem Personal. So will der 1. FC Köln gegen Hamburg punkten.
Nach den eher mäßigen Auftritten in den Testspielen gegen Lugano und Viktoria Köln fordert FC-Trainer Gerhard Struber wieder mehr Stabilität. Doch der Gegner stellt die Geißböcke vor eine große Herausforderung. So will der 1. FC Köln gegen Hamburg punkten.
Denis Huseinbasic im Hinspiel gegen den HSV (Foto: Christof Koepsel/GettyImages)
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Kölns Trainer Gerhard Struber sprühte am Donnerstagmittag auf der Pressekonferenz vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres 2025 vor Tatendrang: „Ich bin bereit“, lachte der 47-Jährige und ergänzte: „Ich freue mich richtig auf diesen Auftakt jetzt in Hamburg. Es ist für mich das erste Mal in diesem Stadion.“ Dabei entscheidet sich wohl erst kurzfristig, mit welchem Personal der Coach tatsächlich im Volkspark-Stadion antreten kann. Hinter Dejan Ljubicic und Tim Lemperle, die am Dienstag beim Testspiel gegen Viktoria Köln (3:2) beide angeschlagen vorzeitig vom Platz mussten, stehen noch Fragezeichen. Struber teilte mit, dass beide Verletzungen nicht struktureller Natur seien: „Es schaut jetzt für dieses Spiel am Samstag eigentlich wieder recht zuversichtlich aus.“
Struber lässt Startelf-Einsatz offen
Dennoch wollte Struber noch die jüngsten Trainingseindrücke abwarten, um ein endgültiges Urteil zu fällen. Da beide Spieler über muskuläre Beschwerden klagten, wolle der Trainer „nichts riskieren“ im ersten Rückrunden-Spiel. Struber ließ offen, ob die beiden Neuzugänge Jusuf Gazibegovic und Joel Schmied bereits in Hamburg in der Startelf stehen werden. Gazibegovic hinterließ gegen Viktoria Köln als Rechtsverteidiger einen guten Eindruck in der ersten Hälfte, Schmied ließ als Einwechselspieler nach der Pause in der Dreierkette gegen einen schwächer werdenden Gegner nichts mehr anbrennen. Struber ließ sich jedoch ein Lob an Gazibegovic entlocken: „Er hat in den letzten Trainings unter Beweis gestellt, wie schnell er harmoniert mit der Idee unseres Spiels und natürlich auch mit seiner Art und Weise, wie er auch Verantwortung übernimmt. Er ist ein Spieler, der uns sicherlich noch mal interessanter macht.“
Bei Schmied ließ Struber durchblicken, dass der Innenverteidiger vermutlich zunächst auf der Bank sitzen werde, sollte die Ausfallliste nicht doch noch anwachsen. Dabei wäre Schmied durchaus ein Kandidat für die erste Elf, nachdem sich die Dreierkette um Timo Hübers, Eric Martel und Dominique Heintz am Dienstag alles andere als sattelfest und insbesondere fokussiert präsentierte. Mit Luca Waldschmidt drängte sich zudem ein Offensivspieler mit zwei Toren und einem Assist für die Startformation auf. Waldschmidt dürfte deutlich größere Einsatz-Chancen besitzen, sollte Lemperle tatsächlich ausfallen.
„Ich war nicht verärgert, sondern eher ein Stück weit enttäuscht“
Der behäbige Auftritt der vermeintlichen A-Elf gegen die Viktoria am Dienstag habe Struber mit seinem Kader aufgearbeitet: „Ich war nicht verärgert, sondern eher ein Stück weit enttäuscht von dieser ersten Halbzeit. Die war einfach nicht auf dem Niveau, wie wir uns das gemeinsam vorstellen. Da gilt es einfach darüber zu reden, die Dinge dann zu verbessern. Da haben wir am Samstag eine große Chance unter Beweis zu stellen, dass wir stabil sind, dass wir bereit sind auch gegen so einen großen Gegner dort alles zu unternehmen, um drei Punkte zu entführen.“ Dabei wird die Aufgabe keine leichte. Der HSV steht nicht umsonst auf Rang drei der Tabelle, stellt die stärkste Offensive. „Wir wissen, was dort auf uns zukommt. Der HSV ist vom Kader her in der Liga top, aber wenn wir unsere Stärken unter Beweis stellen, wird es auch für den HSV nicht so einfach“, sagte Struber.
Voraussichtlich werden die Hamburger eine andere Gangart an den Tag legen, als im Hinspiel. Damals wartete der HSV erstaunlich tief stehend ab. Erstaunlich, weil der damalige Coach Steffen Baumgart beim FC stur an seinem Hurra-Fußball festgehalten hatte. Nun aber versprechen die Rothosen Offensivfußball, während der FC wohl wieder mit einer abwartenden Taktik den Weg zum Erfolg sucht. Und mit einem Sieg im Gepäck würde der FC mit starkem Rückenwind in das neue Jahr starten und Anlauf nehmen für den anvisierten direkten Sprung zurück in die Bundesliga.
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Deswegen erwartet den 1. FC Köln beim HSV eine besonders schwere Aufgabe
Redaktion
Für den Effzeh steht am Samstagabend zum Rückrundenstart eine denkbar schwere Aufgabe auf dem Plan. Die Geißböcke sind zu Gast beim HSV. Nach überstandener Mini-Krise haben sich die Rothosen wieder gefangen. Den 1. FC Köln erwartet beim HSV jedenfalls eine besonders schwere Aufgabe.
Am Samstagabend treffen die Geißböcke auf den Hamburger SV unter Flutlicht im Volksparkstadion. Der mittlerweile als Dauergast spielende Traditionsverein aus dem Norden hatte zwar im Vergleich zum FC den besseren Saisonstart hingelegt, doch mitten in der Hinrunde eine Ergebniskrise: Fünf Spiele in Serie ohne Sieg – für Cheftrainer Steffen Baumgart zu viel. Doch die Hoffnung, dass ein Konkurrent der Kölner weniger um den Aufstieg dabei sein wird, ist mittlerweile verflogen. Der HSV ist unter neuem Trainer wieder in der Spur. Den 1. FC Köln erwartet beim HSV eine schwere Aufgabe.
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Die Bilder vom Hinspiel schwirren immer noch im Kopf: Zu Beginn der Saison empfing der 1. FC Köln den HSV zum Auftakt. Das Endergebnis lautete 1:2, doch im Mittelpunkt der Coach beim HSV: Steffen Baumgart. Der ehemalige FC-Trainer geisterte, wie bei seiner Amtszeit beim FC, während des Spiels durch die Coachingzone und trieb seine Mannschaft zum Sieg. Der Trend zum Aufstieg war für den HSV zu Saisonbeginn besser als beim 1. FC Köln. Die Rothosen standen bis zum neunten Spieltag auf dem dritten Tabellenplatz, während der FC bereits kriselte. Doch dann kam der Einbruch: Vier Ligaspiele in Folge kein Sieg, dazu das Pokalaus in Freiburg. Die Spielweise unter Baumgart griff nicht mehr, die Spieler verloren immer mehr das Selbstbewusstsein. So kam es, dass Baumgart nach dem 2:2 Heimspiel gegen Schalke 04, trotz der 2:0-Pausenführung, seinen Hut beim HSV nehmen musste.
Heimstärke und Aufschwung unter neuem Trainer
Der neue Trainer, Merlin Polzin, hat dem Hamburger SV neues Leben eingehaucht: In den vergangenen vier Ligaspielen ungeschlagen, dazu im jüngsten Heimspiel ein überzeugender 5:0-Erfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth. Besonders die Heimspiele machen den HSV stark: Keines der neun Spiele zu Hause hat der HSV in dieser Saison verloren. In der Heimtabelle belegen die Rothosen in der Hinrunde mit 17 Punkten den zweiten Platz. Dazu konnte die Mannschaft immer auf die zahlreiche Unterstützung seiner Fans bei den Heimspielen rechnen. Im Schnitt besuchten 55.798 Zuschauer bei neun Spielen das Volksparkstadion. Auch am Samstag wird voraussichtlich das Spiel bei dem Aufeinandertreffen der Traditionsvereine ausverkauft sein. Somit erwartet den 1. FC Köln wieder ein Spiel vor fantastischer Kulisse.
Doch nicht nur die Heimstärke hat den HSV bisher getragen. Seit dem Trainerwechsel hat der 34-jährige Polzin den HSV wieder in die Spur gekriegt. Der vorherige Co-Trainer beim HSV genießt innerhalb des Teams eine hohe Anerkennung, der seine Jungs in- und auswendig kennt. Aber nicht nur menschlich, auch spielerisch hat er seine Mannschaft wieder mehr Selbstvertrauen gegeben. Der Erfolg liegt vor allem darin, dass Polzin seiner Mannschaft wieder ihren Stärken ausgerichtet und das System auf ein 4-3-3 zurückgesetzt hat. Und während Baumgart auffällig seinen Stil aus Köln, das frühe Pressen auf den Gegner und hohe Ballgewinne zu erzwingen, in Hamburg eingestellt und mehr auf Stabilität gesetzt hatte, agiert der HSV unter dem jungen Polzin wieder aktiver.
Geschwindigkeitsunterschied der Game-Changer?
Wenn es am Samstagabend zum Gipfeltreffen der beiden Vereine kommt, wird sich zeigen, ob der FC die Revanche aus dem Hinspiel gelingt. Interessant werden dabei die Duelle auf dem Außenbahnen sein. Im Kader des HSV befinden sich drei Spieler, die sich in der Hinrunde der 2. Bundesliga unter den Top 20 der schnellsten Spieler befinden. Besonders Immanuel Pherai mit 34,99 km/h und Jean-Luc Dompe mit 34,79 Km/ sind auf den Flügeln pfeilschnell unterwegs, die der Abwehrkette der Kölner für Probleme bereiten könnte. Somit wird es spannend bleiben, wie Gerhard Struber in Hamburg seine Mannschaft einstellen wird. Die Gefahr könnte darin bestehen, das Spiel zu machen und den Ball in der Vorwärtsbewegung oder vor dem Strafraum bei hohen Angriffspressing des Gegners zu verlieren.
Dann könnte der HSV durch den Geschwindigkeitsvorteil den FC richtig wehtun. Der FC ist also gewarnt vor dem HSV. Eine Niederlage zum Rückrundenauftakt beim direkten Aufstiegskonkurrenten könnte die ungeschlagene Serie beenden und zeitgleich die ohnehin schon packende Tabellensituation enger zusammenbringen.
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FC bremst die Stürmer-Erwartungen, eine Nachbesserung ist beim 1. FC Köln aber dringend nötig
Simon Bartsch
Der A-Anzug wollte am Dienstag im Test gegen Viktoria Köln wahrlich nicht sitzen. Der FC agierte in der Offensive ideenlos, ohne Spielwitz, vor allem aber einmal mehr ohne Durchschlagskraft. Umso erstaunlicher, dass die FC-Bosse die Sturm-Erwartungen bremsen. Die Begegnung zeigte eindrucksvoll: Der 1. FC Köln muss dringend im Sturm nachlegen.
Sollte Tim Lemperle gegen den HSV ausfallen, hat FC-Trainer Gerhard Struber nominell nur noch drei Stürmer zur Auswahl. Dies zeigt, wie wichtig eine weitere Neuverpflichtung wäre. Doch die Suche nach einem neuen Angreifer gestaltet sich offensichtlich schwierig bei den Geißböcken. Der 1. FC Köln muss dringend im Sturm nachlegen.
Luca Waldschmidt im Trikot des 1. FC Köln
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Serdar Dursun, Fisnik Asllani oder Benedikt Pichler – zahlreiche Namen wurden bereits gehandelt, eine Verpflichtung gibt es bislang noch nicht. Nachdem die Gerüchteküche um einen neuen Angreifer bei den Geißböcken richtig heiß brodelte, ist der Dampf nun ein wenig raus – zumindest gefühlt, zumindest von außen. „Wir haben gesagt, dass wir uns die Entwicklung der Spieler angeschauen“, sagte Thomas Kessler am Donnerstag und zeigte sich mit jener Entwicklung seiner Offensivspieler durchaus zufrieden. „Deswegen sind wir jetzt nicht in der Situation, in der wir auf Biegen und Brechen etwas machen werden“, so der ehemalige Keeper weiter. Vielleicht wolle man noch etwas für die Breite tun, es ginge aber ganz sicher nicht darum, einfach nur etwas zu präsentieren.
Es fehlt die Durchschlagskraft
Kesslers Worte klingen fast so, als haben die FC-Bosse, die noch im vergangenen Jahr geäußerten Wünsche nach einem erfahrenen Angreifer zur Seite gelegt. Dabei hat das Testspiel gegen Viktoria Köln einmal mehr deutlich gemacht, wie gut der Kölner Offensive eine weitere Alternative an vorderster Front guttun würde. Und das in mehrerlei Hinsicht. Die Verletzung von Tim Lemperle zeigt, wie dünn die Offensive der Kölner doch eigentlich besetzt ist. Spätestens nach den Abgängen von Sargis Adamyan und Florian Dietz, die bekanntlich an Jahn Regensburg und den SCR Altach verliehen wurden. Zwar avancierte Luca Waldschmidt gegen die Viktoria zum Matchwinner, doch ein klassischer Stürmer ist der 28-Jährige eigentlich nicht mehr, agiert eher hinter den Spitzen.
Tatsächlich wird der Kader in Bezug auf die Angreifer so langsam ein wenig übersichtlich. Nach den Leihen der beiden Offensivkräfte stehen offiziell noch sieben Stürmer im Kölner Kader. Darunter aber auch Maxi Schmid sowie der erneut verletzte Mark Uth und eben Waldschmidt. Sollte Lemperle nun ausfallen und die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, bleiben mit Damion Downs, Steffen Tigges und Jaka Potocnik drei nominelle Stürmer übrig. Der junge Slowene spielte allerdings nach seinem Debüt gegen den Karlsruher SC im Spätsommer keine Rolle mehr und wurde als Leih-Kandidat gehandelt, soll nun aber wohl bleiben. Auch der Verbleib von Steffen Tigges schien lange nicht klar. Zumal sich der Angreifer in den vergangenen zweieinhalb Jahren beim FC nicht wirklich durchsetzen konnte.
Keller will im Sturm nachbessern
Bislang war Damion Downs die einzige Alternative zu Lemperle. Allerdings ist der U20-Nationalspieler unter Struber auch oft nur die zweite Wahl und verlor seinen anfänglichen Stammplatz mit der Umstellung auf die Dreierkette. Der 20-Jährige stand in dieser Saison elf Mal in der Struberschen Startelf, wurde fünf Mal eingewechselt. Mit sieben erzielten Toren sowie drei Assists bewies der Offensivspieler seine Torgefahr. Allerdings blieb auch Downs gegen die Viktoria blass. So wie im ersten Abschnitt nahezu die gesamte Kölner Offensive. Und das nicht zum ersten Mal. Denn zur Wahrheit der Erfolgsserie vor Weihnachten und der damit verbundenen Herbstmeisterschaft gehört auch weiterhin die fehlende Durchschlagskraft. In Sachen Chancenverwertung belegen die Geißböcke weiterhin einen Platz im unteren Tabellendrittel.
„Wir müssen bessere Lösungen finden und im letzten Drittel bessere Entscheidungen treffen“, sagte Luca Waldschmidt am Mittwoch und betonte, dass man zwar auch mal die „ekligen 1:0-Spiele“ ziehen müsse, sich aber nicht darauf verlassen könne. Verlassen sollten sich die Verantwortlichen des 1. FC Köln auch nicht auf die ausgedünnte Personaldecke im Angriff. Bereits in der vergangenen Saison wurde die kolportierte ausreichende Qualität sowie Quantität der Stürmer den Geißböcken am Ende zum Verhängnis. Eine Situation, aus der die Verantwortlichen ihre Lehren gezogen haben sollten. Auf dem Mitgliederstammtisch am Mittwoch wiederholte Keller, dass er durchaus gewillt sei, in der Offensive nachzubessern, aber nicht versprechen könne, dass das auch gelänge. Und Kessler ergänzte einen Tag später: „Wir sind seit mehreren Wochen im Austausch mit verschiedenen Kandidaten.“ Immerhin ein Hoffnungsschimmer in Sachen Stürmersuche.
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1. FC Köln bestätigt: Rasmus Carstensen wechselt zu Lech Posen
Simon Bartsch
Es war schon am Nachmittag bekannt geworden, nun folgt die Bestätigung vom 1. FC Köln: Rasus Carstensen wechselt zu Lech Posen. Der Rechtsverteidiger wird bis zum Saisonende verliehen.
Bereits am Nachmittag gab es die ersten Gerüchte, mittlerweile gibt es auch die offizielle Meldung des 1. FC Köln: Rasus Carstensen wechselt mit sofortiger Wirkung zu Lech Posen. Der 24-Jährige hat schon den Medizincheck absolviert und den Vertrag unterschrieben.
Rasmus Carstensen verlässt den 1. FC Köln
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Das polnische Online-Portal „meczyki.pl“ hatte schon am Nachmittag von dem möglichen Transfer berichtet. Dabei ging das Portal auch sehr ins Detail, der Wechsel kommt also alles andere als überraschend. Nun folgte die Bestätigung vom Geißbockheim. „Rasmus kam mit dem Wunsch auf uns zu, durch eine temporäre Luftveränderung wieder zu sportlichem Selbstbewusstsein und alter Leistungsstärke zurückzufinden. Diesem Wunsch entsprechen wir mit der Leihe nach Lech Posen“, sagte Christian Keller. „Wir drücken Rasmus für die Rückrunde die Daumen und erwarten uns regelmäßige Spielpraxis von ihm.“ Die konnte der Abwehrspieler in den vergangenen Monaten beim FC nicht mehr sammeln. Carstensen kam in der Hinrunde auf drei Einsätze in der Liga, spielte seit Oktober nicht mehr.
Carstensen zum Medizincheck
Der Rechtsverteidiger war im Sommer 2023 zum FC gewechselt und hatte sich unter Steffen Baumgart schnell einen Stammplatz erarbeitet, diesen aber im Laufe der Saison wieder verloren. Unter anderem auch an Jan Thielmann, der wiederum mit der Position fremdelte. Nun haben die Geißböcke mit Jusuf Gazibegovic einen Rechtsvertediger verpflichtet, der zu Beginn der Rückrunde den Stammplatz schon sicher hat. U21-Nationalspieler Jan Thielmann wird also um Einsatzzeit kämpfen müssen. Das macht die Situation für Carstensen natürlich schwerer. „Ich freue mich auf die Rückrunde in einer anderen Umgebung und mit dem Ziel, bei Lech Posen wieder ins Spielen zu kommen“, sagte der 24-Jährige. „Ich bin dankbar, dass mir der FC diesen Schritt ermöglicht hat und wünsche allen beim FC eine erfolgreiche Rückrunde.“
Carstensen ist nach Sargis Adamyan (Regensburg), Florian Dietz (SCR Altach) und Elias Bakatukanda (Blau-Weiß Linz) der vierte Abgang, den die Kölner in diesem Winter verzeichnen. Zwar hatte Christian Keller in einem Interview angekündigt, dass er nicht unbedingt weitere Abgänge sähe, doch es könnten sich noch weitere ergeben. Unter anderem wird wie berichtet über einen Abgang von Jonas Urbig verhandelt. Laut dem Online-Portal stimmten „die Deutschen zu“, Carstensen aufgrund der mangelnden Spielpraxis an Lech Posen zu verleihen. Der Club führt aktuell die polnische Liga an. Eigentlich hatte Carstensen mit einem Wechsel nach Dänemark geliebäugelt. Nun trainiert der Rechtsverteidiger immerhin unter dem dänischen Coach Niels Frederiksen.
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„Beobachten und Inhalte aufsaugen“: U21-Coach Sbonias hospitiert bei den Profis des 1. FC Köln
Daniel Mertens
Es ist eine besondere Woche für den etatmäßigen Trainer der U21: Evangelos Sbonias hospitiert bis zur Abfahrt nach Hamburg bei den Profis des 1. FC Köln und sammelt dort Eindrücke aus der ersten Reihe. Diese sollen dem Coach mittelfristig auch bei der persönlichen Entwicklung weiterhelfen.
Das Franz-Kremer-Stadion kennt Evangelos Sbonias mittlerweile wie seine Westentasche. Mit der U21 trägt er dort die FC-Heimspiele aus. Am Dienstagmittag saß Sbonias ebenfalls dort auf der Trainerbank, schaute dabei diesmal aber dem Profi-Chefcoach Gerhard Struber über die Schultern. Evangelos Sbonias hospitiert diese Woche bei den Profis des 1. FC Köln.
Evangelos Sbonias beim Testspiel der U21
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Das tägliche Training bei der U21 übernimmt daher gegenwärtig sein Assistent Marcel Ivanusa. „Es ging darum, eine Woche komplett mitzulaufen und den ganzen Tag dabei zu sein, um einen genaueren Einblick zu bekommen, wie die Abläufe sind, wie die Trainingssteuerung ist, wie die Trainingsinhalte sind, wie die Vorbereitung auf Hamburg ist“, berichtet Sbonias und führte aus: „Es geht darum, zu begleiten und zu beobachten und die Inhalte aufzusaugen.“
Sbonias: „Er bringt ein riesen Potenzial mit“
Mit der U21 steht Sbonias folgerichtig nicht mit auf dem Trainingsplatz, der Austausch mit Ivanusa sei jedoch eng. Folglich sei der Coach auch über die aktuellen Entwicklungen seiner Mannschaft im Bilde. Etienne Borie sollte nach einem Schlag auf den Knöchel am Donnerstag wieder teilweise ins Mannschaftstraining integriert werden. Die Spieler, die noch am Dienstag mit den Profis das Testspiel gegen Viktoria Köln absolvierten, bleiben vorerst im Trainingskader des Zweitligateams. Hierbei handelt es sich um Neo Telle, Emin Kujovic und Georg Strauch. Olli Schmitt und Meiko Sponsel, die zuletzt auch mit im Trainingslager waren, sind derweil wieder bei der U21 eingestiegen, fehlten auch am Dienstag gegen Viktoria Köln.
Bei der U21 treffen sie mit Mansour Ouro-Tagba auf einen neuen Team-Kollegen, der bei der FC-Reserve Spielpraxis sammeln soll. Der 20-jährige Stürmer absolvierte zu Wochenbeginn die obligatorischen Untersuchungen und Leistungstests und stand am Mittwoch mit dem Team auf dem Trainingsplatz. „Wir sind froh, dass er da ist, er bringt ein Riesenpotenzial mit, ist athletisch gut und weiß, wo das Tor steht“, freut sich Sbonias. Im Testspiel am Samstag (14 Uhr, Rasenplatz 7) gegen den Siegburger SV soll Ouro-Tagba seine ersten Einsatzminuten im FC-Trikot sammeln. Dann wird auch Sbonias wieder an der Seitenlinie stehen.
Seine aktuelle Hospitation habe derweil noch nichts mit seiner kurzfristigen Karriere-Planung als Trainer zu tun. Der A-Lizenz-Inhaber werde in diesem Jahr noch nicht am Pro-Lehrgang des Deutschen Fußball-Bundes teilnehmen. 2026 sei dies aber ein Ziel, das er gemeinsam mit dem 1. FC Köln angehen werde. Einen Einfluss auf seine Tätigkeit als U21-Trainer müsste eine Teilnahme dann freilich nicht haben, da der Lehrgang mittlerweile so konzipiert wurde, dass er neben einer aktuellen Trainer-Tätigkeit absolviert werden könnte.
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1. FC Köln zu Jonas Urbig: „Es gibt keinen Grund, einen Spieler auf Biegen und Brechen zu transferieren“
Simon Bartsch
Die Spekulationen um den baldigen Wechsel von Jonas Urbig zum FC Bayern laufen seit Mittwochabend auf Hochtouren. Auf der Mitgliederversammlung am gestrigen Abend äußerte sich zunächst Christian Keller, heute auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den HSV dann Thomas Kessler und Gerhard Struber. Das sagt der 1. FC Köln zum möglichen Wechsel von Jonas Urbig.
Spruchreifes gibt es noch nicht, jedoch wurde ein anstehender Wechsel auch nicht kategorisch ausgeschlossen. Die Verhandlungen scheinen noch zu laufen. Das sagt der 1. FC Köln zum möglichen Wechsel von Jonas Urbig.
Jonas Urbig mit Thomas Kessler und Christian Keller vom 1. FC Köln
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Die Nachricht von einem möglichen Winter-Wechsel von Jonas Urbig Richtung Säbener Straße hatte gerade erst Fahrt aufgenommen, da begann in den Sozialen Medien bereits das imaginäre Wettbieten. Dem Vernehmen nach soll sich der Vertragspoker irgendwo zwischen fünf und acht Millionen Euro bewegen – die „Bild“ brachte sogar zehn Millionen Euro als geforderte Ablöse ins Spiel und diese Summe wird nun ebenfalls fleißig diskutiert. Zwar wissen die FC-Verantwortlichen wohl am besten, über welche Summen dann auch tatsächlich gesprochen wird, die Geißböcke sind allerdings sichtbar bemüht, das Thema noch ein wenig kleinzuhalten. „Dass es von internationalen Top-Clubs immer wieder Anfragen und Interesse gibt, ist ja nichts Neues. Da sind wir nicht überrascht“, sagte Gerhard Struber am Donnerstag und wiederholte den Tenor, den Christian Keller schon am Mittwochabend auf dem Mitgliederstammtisch erklärt hatte.
Struber: „Natürlich plane ich mit dem Jonas – auch gegen den HSV“
Der hatte auch bestätigt, dass sich die Bayern tatsächlich für den Keeper interessieren, sich aber nicht weiter in die Karten schauen lassen. Fakt ist, die Bayern wollen den Torhüter im Winter verpflichten, nehmen dafür auch Geld in die Hand. Der FC wird dem 21-Jährigen sicherlich auch keine Steine in den Weg legen. Davon hätten die Geißböcke bekanntlich auch wenig. Doch scheint die Personalie nicht das Tempo aufzunehmen, das viele Fans bereits befürchtet hatten. Ein Abschied vor dem Spiel gegen den Hamburger SV am Samstag scheint jedenfalls kein Thema und der Kölner Ersatztorhüter wird dementsprechend auch die Reise mit nach Norddeutschland antreten. „Natürlich plane ich mit dem Jonas – auch gegen den HSV“, erklärte daher auch der Kölner Trainer.
Und dennoch scheint der FC noch in diesem Winter ein weiteres Talent zu verlieren. Dazu ein Vielversprechendes, eins, dass den großen Sprung schaffen will und sich nun schon mal Richtung Sprungbrett bewegt. Für den FC ein bitterer Verlust, aber die Aussicht auf eine ordentliche Ablöse, die frisches Geld in die sanierten, aber immer noch angespannten Kassen spülen und immerhin das brotlose Trostpflaster mit sich bringen würde, mal wieder einen Spieler beim Rekordmeister untergebracht zu haben. „Das ist bei Jonas nicht anders als bei anderen Talenten auch, wenn es Interesse von anderen Vereinen gibt“, sagte Thomas Kessler am Donnerstag. Allerdings dürfte der künftige Wert des Keepers dann doch ein anderer sein, als bei anderen Eigengewächsen, die der FC abgibt oder abgegeben hat.
Kessler: “Es gibt keinen Grund einen Spieler auf Biegen und Brechen zu transferieren“
Ob Philipp Pentke erneut auf die Zwei Springt oder der Sprung eines Eigengewächses bevorsteht – die goßen Gedanken über die Zeit nach der aktuellen Nummer zwei wolle man sich in Köln ohnehin noch nicht machen. „Es gibt jetzt nichts Spruchreifes, mit dem wir uns endgültig auseinandersetzen müssen. Wir schauen jetzt mal, was die nächsten Tagen und Wochen passiert“, sagte Kessler und brachte mehr mögliche Spielzeit für den Torhüter ins Spiel. Urbig hat bekanntlich seit Oktober kein Spiel mehr bestritten. „Er hat auch die Möglichkeit, mehr Spielzeit zu bekommen“, sagte der Leiter der Lizenzspielabteilung und machte dann deutlich, dass man den Keeper nicht unter Wert abgeben werde. „Es gibt keinen Grund einen Spieler auf Biegen und Brechen zu transferieren. Er hat bei uns Vertrag. Ich gehe heute davon aus, dass Jonas unser Spieler bleibt.“ Die Frage ist nur, wie lange.
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